Die Macht um Acht (115) „Alte Leier der Russophobie“

Immer wieder Tagesschau-Grundmelodie

Hitler lässt grüßen: Der Russe ist der Hauptfeind! Dieses bewährte ideologische Raster geht auch den Tagesschau-Redakteuren glatt von den Lippen. Dass dieses rassistische Politikmuster beinahe zum Untergang Deutschlands geführt hätte, ist doch den ARD-Damen und -Herren egal. Sie glauben offenkundig, dass ihre Pension auch nach einem Krieg weitergezahlt wird.

Biologische „Forschungseinrichtungen” in der Ukraine

In einer Meldung über den UN-Sicherheitsrat lässt einer der Propaganda-Journalisten diesen Satz ab: „Russland fordert eine Untersuchung zu angeblichen Biowaffen-Laboren”. Das „angeblich” soll den Vorwurf der Russen unglaubwürdig machen, soll ihre ernste Sorge diskreditieren. Ein schlichter Blick in andere Medien, z.B. den FOCUS, grundiert die russische Angst vor Biowaffen: Eine Anhörung vor dem US-Senat wirft mitten im Ukraine-Krieg unerwartete Fragen auf. Denn dort warnte eine Staatssekretärin (Victoria Nuland) davor, dass Russland in der Ukraine „biologische Forschungseinrichtungen” in die Hände fallen könnten. Das konnte man überall lesen. Aber statt der Wahrheit leiert die ARD lieber ihren gefährlichen Rassismus in den Äther und die Kabel.

Methode ist primitiv aber wirksam

Dann hat man in Hamburg an einer Nachricht über den Gasversorger „Uniper” gebastelt und folgendes Sätzchen  geschnitzt: „Uniper ist von den Lieferausfällen Russlands schwer getroffen”. Das soll den Zuschauern sagen: Der böse Russe, jetzt lässt er auch noch unseren Gasversorger pleitegehen! – Dass es die antirussischen Sanktionen sind, an denen die deutsche Wirtschaft droht zugrunde zu gehen? Das wird weg-georgelt. Die Methode ist primitiv aber wirksam: Zwar kommen die Sanktionen aus dem Westen, aber die Russen sind irgendwie schuld an den Sanktionen.

Einfaches, Klares, Ehrliches bringt man in der Redaktion nicht

In einer Meldung zu „Nord Stream 2″ wagen die Leierkasten-Männer und -Frauen der ARD als Weitergabe-Institut der Regierung diesen Satz zu leiern: “Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Sabotageakt mit starken Explosionen negative Auswirkungen auf beide Pipelinestränge hatte und die grundsätzliche technische Verfügbarkeit somit aktuell nicht mehr gegeben ist”. Gäbe es einen Rest von journalistischem Ethos in der Tagesschau-Redaktion, dann würde man einfach mal den Regierungssprecher fragen, woher er das denn „wahrscheinlich” weiß. Aber so etwas Einfaches, Klares, Ehrliches bringt man in der Redaktion einfach nicht zustande.

Zuschauer machen mit!

Auch diese Ausgabe der MACHT-UM-ACHT stützt sich auf eine Vielzahl von Zuschauer-Zuschriften, die an diese Adresse gesandt wurden: DIE-MACHT-UM-ACHT@apolut.net. Dafür bedankt sich die Redaktion ganz herzlich.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD. Bei apolut nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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Kommentare (11)

11 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (115) „Alte Leier der Russophobie“

  1. Kostas sagt:

    Lügenschau passt eher. Der Buerger will belogen werden oder er Interessiert sich einfach nicht.

  2. redtable sagt:

    Die "Reagenzglasübungen" wurden zwischenzeitlich nach Zentralasien ausgelagert. In der Ukraine rechnet man mit 10'000 Opfern aufgrund der Zunahme der Krankheiten rund um diese Labore. Wieviele werden es wohl in den zentralasiatischen Ländern?

  3. UBP-2 sagt:

    Meinungsmanagement ist "kostengünstiger als Gewalt, Bestechung oder jede andere Form von Kontrolltechnik."

    Harold D. Lasswell (1930). Encyclopecha of the Social Sciences

  4. ACONIT sagt:

    Lieber Uli Gellermann,
    Wir zollen Ihrem Team viel Anerkennung für die Analysen der Halbwahrheiten und Propaganda, die über uns von der öffentlich-rechtliche Tagesschau ausgeschüttet werden. Mittlerweile ist es so weit, dass wir keine Nachrichtensendungen mehr schauen.
    Leider ist es in Frankreich nicht besser, da auch hier ein staatlich verordnetes Framing über die Gleichstrom-Medien verbreitet wird.
    Auf der anderen Seite verdanken wir Ihnen und Ihren Mitstreitern und den vielen freien investigativen Journalisten und Autoren, ich nenne hier nur stellvertretend für viele Ken Jebsen, Hermann Ploppa und auch Daniele Ganser, die mir in den letzten vier Jahren mehr Informationen über Politik lieferten, als ich in meinen 55 Jahren davor erhielt.
    Viel Mut und weiter so
    Klaus Rabba

    • Yoyohaha sagt:

      Yoyohaha sagt:
      11. Juni 2022 um 00:53 Uhr
      https://odysee.com/@OdyseeDE:1/pressefreiheit:e
      Odysee & Pressefreiheit: Ein Brief unseres Geschäftsführers
      March 15th, 2022
      6,187 views

      3
      Odysee Deutschland
      @OdyseeDE

      Following

      Uns hat in letzter Zeit viel Kritik erreicht, da wir beschlossen haben, uns ausnahmslos für die Pressefreiheit einzusetzen und RT und Sputnik weiterhin eine Plattform zu bieten.

      Erst mal vorweg: Was mit dem ukrainischen Volk und seinem Land passiert, ist schrecklich. Aber alle Russen (und Menschen, die mit Russland in Verbindung gebracht werden), dafür zu bestrafen, ist einfach absurd.

      Zum Beispiel verlieren russische Eishockeyspieler Sponsorengelder, nur weil sie Russen sind. Was macht das für einen Sinn?

      Das obige Beispiel ist für die meisten Menschen offensichtlich verrückt. Was aber nicht so einfach zu vermitteln ist, ist unsere Haltung als Plattform.

      Wir sind eine Videoplattform. Wir wollen konkurrierende Stimmen im Journalismus zulassen, ob CNN, Fox, RT oder Sputnik. Wir haben kein Interesse, euch vorzuschreiben was ihr zu denken habt. Und das meinen wir nicht im Sinne "es ist wichtig, ein Freigeist zu sein", sondern vielmehr im Sinne "eure politischen Ansichten sind uns egal".

      Ob du es glaubst oder nicht, aber Journalisten von RT und Sputnik sind auch nur Menschen. Sie haben zum Teil ihren Job verloren, ihren Ruf und wurden als "korrupte Kremlpropagandisten" beschimpft und diskreditiert. Natürlich können wir nicht wissen, wie bei RT oder Sputnik intern gearbeitet wird. Bekommen Sie ihre Anweisungen direkt von Putin und sind damit vollkommen voreingenommen in der Berichterstattung? Wer weiß das schon? Und selbst wenn, würden wir es dennoch für wichtig halten, ihnen Gehör zu verschaffen. Sei es aus keinem anderen Grund, als ein besseres Verständnis für russische Propaganda zu haben.

      Aus diesen Gründen wird Odysee weder Journalisten, die mit russischen Netzwerken verbandelt sind, noch russische Nachrichtennetzwerke selbst entfernen. Wir unterstützen die Pressefreiheit, und daran wird sich nichts ändern.

      Julian Chandra
      Geschäftsführer
      Odysee, Inc.

      Ich habe mit geholfen und ich hoffe das bleibt so.
      Liebes Team,,,,
      👉https://t.me/ReinerFuellmichEnglish/271
      👉❗️EU bans distribution of RT and Sputnik
      The truth does not need censorship, because it provides arguments
      👉https://rtde.live/

      ❗️EU bans distribution of RT and Sputnik
      The truth does not need censorship, because it provides arguments

      After the content of the Russian-based channels RT and Sputnik was banned in Europe, even more so completely undemocratically bypassing the EU Parliament, various platforms have deleted the channels of the outlets.

      We do not take a judgmental position on the content and opinions represented in the RT and Sputnik media, but we categorically reject censorship. This has no place in a free and democratic society, which is increasingly slipping away from us anyway.

      We are particularly dismayed that ➥ GETTR also immediately censored RT's channels, since we had briefly and mistakenly seen in GETTR a forward-looking, censorship-free alternative to Twitter and streaming service providers.

      Such laws require resistance.

      RA Dr. Reiner Fuellmich, go to the channel here:
      t.me/ReinerFuellmichEnglish

      Liebe Grüße an Euch

      Mit Herrn Fuellmich seiner Info vom Kanal❗️Und RT Mitarbeiter angeschrieben Widerspruch kann jeder machen.

      Es wäre gut wenn RT auch in anderen Sprachen Blockfreie Seiten anbietet. Frankreich….
      Da nicht jeder mit der neuen Technik zurecht kommt und den Tor Browser kennt wo das Automatisch geht.
      Aber auch nur mit Blockfreien Adressen Live schauen. Bekommen wir das hin mit RT?

      https://www.torproject.org/de/download/

      💥https://odysee.com
      👉https://apolut.net/rt-deutsch-weiterhin-erreichbar/ ❗️
      👉https://apolut.net/zensur-russischer-sender-und-gegenmassnahmen-von-markus-fiedler/ ❗️

      👉Siehe auch meine Nachrichten Yoyohaha bei den
      Liebe Grüße an Euch zur Zensur

      👉https://www.openpetition.de/petition/online/deutschland-fuer-frieden-6
      👉https://liveuamap.com/

    • UBP-2 sagt:

      Einfach den eingestellten DNS-Server im Browser oder in den Netzwerkeinstellungen auf z.B 1.1.1.1 einstellen. Dann sind alle blockierten Internetseiten wie RT usw. wieder da. Anleitungen gibt es auf Youtube. Es geht auch über den eingebauten VPN in Opera.

  5. Uniper

    Hätte die Bundesrepublik Uniper wirklich übernehmen sollen? Uniper scheint doch ein Fass ohne Boden zu sein. Das Grundproblem (Gasknappheit und überteuerte Strompreise) hat die Regierung bis heute nicht ausreichend gelöst bzw. die Gasknappheit selbst verursacht, indem es kein Gas aus Russland über Nordstream importieren will.
    Wenn Uniper unzählige Milliarden Schulden hat, wieso soll die BRD dann auch noch 8 Milliarden für die Übernahme dieser Schulden zahlen?!

    • _Box sagt:

      Wie außerordentlich egoistisch. Gönnen sie den Aktionären auch ihr Quantum zum Glück:

      Als Hindernis für die Verstaatlichung von Uniper galt immer ein Gesellschafterdarlehen des ehemaligen Großaktionärs Fortum. Fortum besaß bislang mit einem Anteil von 78% die klare Aktienmehrheit von Uniper. Bereits vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine gab es bekanntlich Preissteigerungen an den Gas-Großhandelsmärkten. Dies führte dazu, dass die Uniper-Mutter Fortum ihrer deutschen Tochter ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von vier Milliarden Euro und eine zusätzliche Kreditlinie in gleicher Höhe zur Verfügung stellen musste, um die Liquidität von Uniper zu sichern. Diese beiden Kredite in Höhe von acht Milliarden Euro (lt. Aussage von Robert Habeck handelt es sich jedoch „nur“ um 7,5 Milliarden Euro) sind mittlerweile jedoch voll aufgezehrt – ansonsten hätte der Bund ja nicht seinerseits immer wieder neue Kreditlinien über die KfW zur Verfügung stellen müssen.

      Kurz zusammengefasst: Fortums Anteile waren gestern rund 500 Millionen Euro wert und die acht bzw. 7,5 Milliarden Euro Kredit an Uniper waren de facto verbrannt. Wenn der Bund nun über die KfW diese Kredite – wie es Habeck ausdrückt – „übernimmt“, heißt dies, dass er Fortum acht bzw. 7,5 Milliarden Euro zusätzlich zum Übernahmepreis von 500 Millionen Euro überweist. Fortum bekommt vom deutschen Staat also ein Vielfaches des realen Unternehmenswertes überwiesen. Das ist ein sehr schlechtes Geschäft für den Steuerzahler und ein sehr gutes Geschäft für Fortum. Dementsprechend glücklich sind nun auch die Fortum-Aktionäre. Der Aktienkurs von Fortum ist binnen weniger Tage um mehr als ein Drittel gestiegen.

      Aus:
      Ergänzung zur Uniper-Übernahme – in Finnland knallen die Sektkorken
      Jens Berger
      21. September 2022 um 13:42 Ein Artikel von: Jens Berger

      Gestern berichteten die NachDenkSeiten über „Habecks Umlagen-Fiasko“ und sagten die heute angekündigte Verstaatlichung des Gasversorgers Uniper bereits voraus. Da die Verstaatlichung in der heutigen Pressekonferenz von Robert Habeck jedoch seltsam kommuniziert wurde, ist eine kurze Ergänzung nötig. Nach dem jetzigen Stand kostet die Verstaatlichung den Steuerzahler nämlich nicht die „etwa 500 Millionen“ Euro, die in diesem Kontext heute genannt werden und auch nicht inkl. neuer Kreditlinien 8,5 Milliarden Euro, wie es im Kleingedruckten heißt. Der Preis für den Steuerzahler beläuft sich vielmehr auf stolze 16,5 Milliarden Euro. Zählt man die bereits gegebene „alte“ KfW-Kreditlinie hinzu, sind es sogar 27,5 Milliarden Euro. Vor allem die Übernahme der Kredite des ehemaligen Uniper-Großaktionärs Fortum lässt Fragen offen. Von Jens Berger.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=88324

  6. Ich fürchte, die "Erzählung" von der sogenannten „Multipolaren Welt", wie sie in den alternativen Medien oft vertreten wird oder mitschwingt, ist auch ein von der international marodierenden, patriarchalen Plutokratie gewollt gestreutes Narrativ.

    Der Ukraine-Krieg ist Teil einer
    psychologischen und tatsächlichen Kriegsführung gegen die Bevölkerungen weltweit
    zusammen mit
    den weltweiten Kriegs“schauplätzen“ (über 300 weltweit)
    der sog. "C02-Klimakrise",
    der sog. "Corona-Krise",

    – Leichenberge "zieren" immer die Wege des Patriarchats,
    seit 5000 Jahren

    und der mentalen Verwüstung in den Sozialisationsinstanzen wie KITA, Schule, Uni, etc und den Massenmedien – bspw. der Tagesschau.

    Das gemeinsame große Jahrhundertprojekt der
    weltweit vernetzten und agierenden Plutokratie mit ca. 3-3500 Milliardären
    bleibt der „Great Reset“, und dazu zählen ebenso die Oligarchen und Plutokraten Chinas und Russlands und der anderen BRICS-Staaten.

    Sie machen alle mit.
    China Vorbild einer zukünftigen Gesellschaft ?

  7. Abschöpfung von Übergewinnen:

    Fraglich ist, ob und ggf. wie man Übergewinne auf Energie abschöpfen könnte.
    Laut Herrn Biden sind die hohen Gewinne für Energie angeblich Kriegsgewinne, die durch den Krieg zwischen Ukraine/NATO und Separatisten/Russland bedingt seien.
    Gegebenenfalls wäre fraglich, ob die zugehörigen Rechtsgeschäfte analog zu den in § 138 Absatz 2 nicht abschließend genannten Fällen vielleicht wegen Ausnutzung eines Notstandes oder einer kriegsbedingten Knappheit sittenwidrig sind und/oder ob der Staat in Zeiten eines solchen kriegsbedingten Notstandes gerechtfertigt ist, Übergewinne möglicherweise nach ungerechtfertigter Bereicherung abzuschöpfen.

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