Die Gesellschaft der Zukunft: Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung | Von Manfred Norwat

Ein Kommentar von Manfred Norwat.

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der die Wirtschaftsordnung auf Privateigentum aufgebaut ist. Die Menschen haben in unserer Demokratie leider kein Mitspracherecht und sollen ihre Stimme bloß abgeben. Manfred Norwart versucht sich aus den üblichen Denkmustern zu befreien und entwickelt eine grundsätzlich andere Alternative.

Die Intention des Artikels ist, eine grundsätzliche Alternative zu unserem heutigen global herrschenden Gesellschaftssystem des Kapitalismus zu entwickeln.

Was eine künftige Gesellschaftsordnung betrifft, so sollte sie einerseits allumfassend demokratisch und andrerseits sollten alle Bürger und Bürgerinnen am Ergebnis der Güterherstellung in gleicher Weise, d.h. egalitär beteiligt sein. Ich bezeichne die beiden Komponenten daher als partizipative Demokratie und als egalitäre Ökonomie.

Der gesellschaftliche Aufbau in Form des Rätesystems ist das Wesensmerkmal der partizipativen Demokratie. Im Gegensatz dazu ist die heutige repräsentative Demokratie vor allem durch ihre Schattenseiten, Stichwort: Beteiligung der Bevölkerung nur in Form von Wahlen, danach jedoch einflusslos, hingegen starker Einfluss mächtiger Interessengruppen, Manipulation durch die Medien usw. geprägt.

Die entscheidende Frage ist, wie kann die Bevölkerung am politischen Willensbildungsprozess beteiligt werden, ohne dass dieser die politischen Abläufe blockiert oder fehlleitet?

Nicht durch Massenversammlungen und -abstimmungen, wo es ebenfalls bestimmende Kräfte gibt und die meisten zur passiven Abstimmungsmasse gehören, sondern durch die aktive Beteiligung jedes Bürgers und jeder Bürgerin auf Zeit am gesellschaftlichen Willensbildungs- und vor allem Entscheidungs- und Umsetzungsprozess, eben eine partizipative Demokratie in Form von rotierenden Räten.

Alle BürgerInnen im Alter von 25-59 Jahren werden in drei Altersklassen und zwar 25-44 Jahre, 45-54 Jahre und 55-59 Jahre erfasst. Die jüngeren und älteren Gesellschaftsglieder haben ihre eigenen Partizipationsrechte, über die ich in der Folge noch näher eingehen werde. In der jeweiligen Altersstufe wird ausgelost, wer für 2 Jahre in die jeweiligen Räte delegiert wird. In der 1. Altersstufe sind es 20, in der 2. 10 und in der 3. Altersstufe sind es 5 Jahrgänge. Die Räte gliedern sich einmal vertikal entsprechend den Altersstufen und horizontal in 2 Bereiche danach, ob sie den Produktions- oder den Reproduktionsbereich vertreten.

Ein Beispiel, ausgehend von einer Einzelperson: Fritz Müller schaute mit 65 Jahren auf folgende Ratstätigkeit zurück. Mit 27 Jahren wurde er Mitglied im Hausgemeinschaftsrat, dies ist der Rat, dem alle Mitglieder der ersten Altersebene angehören. Im Alter von 49-50 Jahren war er Mitglied des Betriebsrates (d.i. die Betriebsleitung) seines Betriebes und mit 57 Jahren gehörte er dem Regionalrat der Konsumentenseite an. Ab dem nächsten Jahr ist er für eine Tätigkeit im Kontinentalrat vorgesehen. Diese Mitgliedschaft beruht auf freiwilliger Basis und hier kommen alle in Betracht, die im 3. Altersabschnitt nicht dem höchsten nationalen Gremium, dem Nationalrat, angehörten. Außerdem war Fritz Müller noch Mitglied im RentnerInnenrat, der die Interessen ihrer Mitglieder ebenfalls auf freiwilliger Basis gegenüber den Räten vertritt. Mit dem Wechsel in den Kontinentalrat scheidet er aus dem RentnerInnenrat aus.

Seine Ehefrau Edith startete mit 33 Jahren ebenfalls im Hausgemeinschaftsrat, mit 45 Jahren gehörte sie dem Kommunalrat an und mit 56 Jahren dem Nationalrat als Vertreterin der Produzentenseite an. Auf eine Beteiligung im RentnerInnenrat hat sie wegen ihrer zahlreichen Freizeitaktivitäten verzichtet.

Die Gewaltenteilung, die heute zwar nach dem Schulbuch, aber nicht in der Wirklichkeit existiert (s. Einfluss der Exekutive auf die Mehrheitsfraktionen im Parlament, Geschachere um Auswahl der Verfassungsrichter durch Bundestag und Bundesrat), ist im neuen Gesellschaftssystem aufgehoben. Die Räte haben für ihren jeweiligen Bereich sowohl die gesetzgeberische wie die ausführende Gewalt inne und bei der Umsetzung stellen sie die obere Verwaltungshierarchie dar. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben sind die Räte in verschiedene Ausschüsse und Unterausschüsse gegliedert, deren Arbeit, falls notwendig, durch Koordinierungsausschüsse organisiert werden.

Die Ratsmitglieder besitzen umfangreiche gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten, die jedoch stets mit der Basis rückgekoppelt werden müssen. Außerdem sind sie für deren Umsetzung gegenüber der Gesellschaft direkt verantwortlich. Ist die Basis mit Ratsentscheidungen nicht einverstanden, so können Volksabstimmungen beantragt werden, die mit einem Mehrheitsquotum die Ratsbeschlüsse wieder aufheben. Ratsmitglieder, die ihrer Rolle nicht gerecht werden oder deren Prinzipien zuwiderhandeln, können von der Allgemeinheit abberufen werden. Dies gilt für die Mitglieder aller Räte.

Nicht wie heute „Alle Macht geht vom Volke aus, aber wohin geht sie? sondern es gilt: Alle Macht gehört dem Volk, alle Macht bleibt im Volk.“ Idealerweise gehe ich in meinem Modell von einer Gesellschaft von ca. 50 Millionen Einwohnern aus. Staaten mit höherer Einwohnerzahl müssten sich daher verwaltungsmäßig in kleinere Einheiten aufgliedern.

Die BürgerInnen der partizipativen Demokratie lernen schon sehr früh von Kindesbeinen an mit den Regeln ihrer Gesellschaftsordnung umzugehen. In den Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten gibt es analoge Rätesysteme wie Klassen-, Schul-, Studien- und Ausbildungsräte, die neben den Lehrern und Ausbildern umfangreiche Beteiligungsrechte haben. Ebenso ist partizipative Demokratie ein Lern- und Studienfach.

Was die ökonomische Seite betrifft, so besteht kein Privateigentum an Produktionsmitteln, am Boden, Immobilien und den Bodenschätzen sondern gesellschaftliches Eigentum.

Wie schafft man es in der Zukunft, dass einerseits die Güter effizient produziert und gerecht verteilt werden und andrerseits die Bedürfnisse jedes einzelnen befriedigt werden können? Schauen wir uns deshalb die Vorlaufzeit eines Produktionsjahres, d.h. die Planungszeit etwas genauer an. Im ersten Vierteljahr können die VerbraucherInnen Vorschläge für neue Produkte über das Netz an die einzelnen Betriebe eingeben, die bis Ende Mai von ihnen auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden. Im Juni und Juli werden zur allgemeinen Information ihre neuen Ideen von den Produzenten in das Netz gestellt. Im August erfolgt dann die Gesamtpräsentation mit den bisherigen und neuen Produkten und der Anmeldung des Gesamtbedarfs durch die VerbraucherInnen.

Als Orientierungshilfe haben die KonsumentInnnen am Anfang des Jahres eine Übersicht über ihren Verbrauch des letzten Jahres von der regionalen Verrechnungsstelle erhalten. Güter, die über mehrere Jahre verteilt genutzt werden, wie Kleider und Haushaltsgegenstände, werden anteilig berechnet. Ebenso können neben den EinzelkonsumentInnen auch Gemeinschaftskonsumenten wie Hausgemeinschaften, Schulen, Vereine usw. nach Zustimmung des zuständigen Rates ihren Bedarf anmelden.

Aufgrund der Bedarfsmeldungen der VerbraucherInnen sowie der ständigen internen Bestandsermittlung stellen die Produzenten der Konsumgüter selbst lang- oder kurzfristige Anforderungslisten an die Betriebe der Produktionsmittelbereiche wie Maschinen und Vorprodukte auf.

Alle ermittelten Bedarfsanmeldungen werden zum Jahresende in einem Volkswirtschaftsplan für das nächste Jahr zusammengefasst. Im neuen Produktionsjahr wird die Planerfüllung von den zuständigen Räten laufend überwacht und ggf. korrigiert.

Jedes Mitglied der Gesellschaft ist zwar aufgefordert, sich an den Bedarfsanmeldungen zu beteiligen, muss es aber nicht. Dann wird er oder sie mit den Durchschnittswerten erfasst.

Alle Produkte werden nach den in ihnen verausgabten Arbeitszeit bewertet und in Anteilen ausgedrückt. Da die Naturschätze dem ganzen Volk gehören, muss für sie nichts bezahlt werden. Erst die Arbeit ab der Förderung der Ressourcen geht in den Wert der Produkte ein. Allerdings können die Nationalräte für bestimmte Güter, da nur in begrenzter Anzahl vorhanden, gesellschaftliche Werte festsetzen.

Nicht mehr die Erzielung von Gewinn ist der Zweck der Betriebe sondern die Bedürfnisbefriedigung jedes/r einzelnen mit qualitativ hochwertigen, langlebigen und ggf. recyclebaren Gütern. Da im Einklang mit der Natur nur notwendige Güter hergestellt werden, kann die Arbeitszeit geschätzt auf die Hälfte der heutigen Arbeitszeit verkürzt werden.

Jeder und jede hat die gleiche Anspruchssumme an Anteilen für die zu erwerbenden Konsumgüter zur Verfügung. Die Gesamtsumme ist in verschiedene Bereiche unterteilt wie Lebensmittel, Kleidung, Kultur usw. Die Anteilsumme kann nach Belieben bis zur Höchstgrenze ausgeschöpft werden oder nicht. Jedoch kann er oder sie nicht einen Bereich gegenüber dem anderen bevorzugen, d.h. man kann z.B. nicht auf Bildung verzichten und dafür mehr Kleidung beziehen. Zum Menschsein gehören neben der Befriedigung der Grundbedürfnisse auch die der kulturellen Bedürfnisse. Die Anteile gelten nur für ein Jahr, bei Nichtgebrauch verfallen sie. Sie können daher nicht über Jahre angespart werden.

Die scheinbar aufwändige Anmeldung der Bedarfe von Konsumenten und Produzenten und deren Zusammenfassung in einem Volkswirtschaftsplan hört sich sehr bürokratisch an und erinnert an unselige realsozialistische Zeiten. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass nicht irgendeine Parteibürokratie sondern die Gesellschaft und ihre Räte den Produktionsumfang und -ablauf bestimmen. Und in einem Volk von ca. 50 Millionen müssen die Einzelinteressen und die der Gesamtheit sowie die Produktionsbedingungen und die Ökologie in einem feingliedrigen Abstimmungsprozess zum Ausgleich gebracht werden. Der bürokratische Aufwand kann mit der Zeit immer mehr zurückgefahren werden, denn für die Planvorgaben verfügt man von Jahr zu Jahr über mehr Erfahrung und Planungssicherheit. Außerdem gilt, je höher die Verantwortungsbereitschaft der einzelnen Mitglieder für das Ganze ist, um so weniger Regeln werden benötigt.

Dass eine weiterentwickelte Digitalisierung ihren hohen Anteil an der Datenverarbeitung hat, liegt auf der Hand. Diese kann jedoch nicht den gesellschaftlichen Diskussions- und Entscheidungsprozess ersetzen, den müssen die Menschen selber gestalten.

Auf einen wichtigen Bestandteil der partizipativen Demokratie soll noch hingewiesen werden, und zwar auf den wissenschaftlichen Beirat. Der wissenschaftliche Beirat hat die Aufgabe, die nicht vertretbare Natur auf allen gesellschaftlichen Ebenen, u.a. auf jeder Ratsebene zu vertreten. Er hat das Recht, Ratsentscheidungen mit seinem Veto zu blockieren. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates sind nicht in das Rätesystem miteinbezogen, sie sind daher völlig unabhängig und nur der Umwelt verpflichtet.

Die zwei wesentlichen Bestandteile der künftigen Gesellschaft wirken sich auf das Zusammenleben ihrer Menschen aus. Zunächst ist für alle die gleiche Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen gewährleistet. Dies und die Basisdemokratie tragen zur Kooperation im Arbeitsleben, zum sozialen Miteinander im allgemeinen und zur Solidarität im besonderen bei. Und doch hat jede und jeder aufgrund ihrer/seiner materiellen Sicherheit die Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Gesellschaftsglieder sich ihrer Verantwortung gegenüber den Nächsten, der Gesellschaft und der Umwelt bewusst sind und danach handeln.

Mit meinen Ausführungen will ich verdeutlichen, dass das TINA-Prinzip (There is no alternative) überholt ist. Es gibt zu unseren heutigen kapitalistischen Gesellschaftsordnungen zumindest Gegenentwürfe. Bereits heute können wir uns überlegen, welche Ansätze in unsere Gegenwart und naher Zukunft übertragbar sind. Es sollen sozusagen künftige Modelle auf das Hier und Jetzt heruntergebrochen werden. Dies wurde bereits und wird immer wieder u.a. in selbstverwalteten Betrieben und Lebensgemeinschaften, allerdings unter kapitalistischen Gesamtbedingungen, in sog. Nischen umgesetzt. Ebenfalls ein beeindruckendes Beispiel ist die Berliner Enteignungskampagne. Aber auch gesellschaftliche Umwälzungen müssen in Betracht gezogen, diskutiert und in die Klassenauseinandersetzungen miteinbezogen werden. Auch hier gilt: je hegemonialer die Ideen über eine zukunftsfähige Gesellschaft verbreitet sind, um so mehr tragen sie zum Gelingen der Gesellschaftsveränderung bei.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 17. Januar 2023 bei free21.org

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Bildquelle: Rawpixel.com/ shutterstock

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Kommentare (44)

44 Kommentare zu: “Die Gesellschaft der Zukunft: Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung | Von Manfred Norwat

  1. Die gute Absicht in allen Ehren, aber inhaltlich ist dies nur anarchistisch angehauchter Trivalmarxismus.

    Die Natur offeriert die Lösung. Sie heißt Gehirn. Wir sind -strukturell = informationstechnisch abbildbar und in vielen anderen Hinsichten- [wie] die Hirnzellen dieses Planeten.
    Solltest Du die Vorstellung eine selbstständig denkende Hirnzelle des [Meta]Lebewesen Erde zu sein, als angenehm oder interessant empfinden – alle grundsätzlichen Entscheidungen fällen wir via Gefühl – dann melde Dich.
    Aber bitte nicht hier (da würde mir entgehen) sondern unter
    martin_mittelmeer@protonmail.com

  2. das mit den bedarfslisten ist mehr bürokratischer aufwandt als man glauben könnte. am ende würde es dann doch darauf hinauslaufen, dass eine KI den einzelnen gemeinschaften und betrieben zuteilt, was sie für richtig und angemessen hält. und das ganze könnte eine vorstufe zur technokratie sein. wenn rauskommt, dass die bunt zusammengemischten räte völlig inkompetent sind, lange für ihre (vermutlich) hierarchiefreien einigungsprozesse brauchen und am schluss nichts vernünftiges dabei rauskommt, dann wird schnell der ruf nach den sogenannten "experten" laut werden…

  3. Pippononlosa sagt:

    Planwirtschaft mit selektivem Genderschluck und Ausschluss aller Menschen ab 60. Absolut überflüssiger Beitrag. Auch Apolut ist nicht mehr, was früher KenFM war.

  4. yatman sagt:

    ich doch mal bei uns…
    Per Telegram hat es nicht funktioniert …

  5. rhabarbeer sagt:

    Hallo in die Runde

    und Danke vorab an Manfred Norwat für die Anregungen und auch an die bisherigen Kommentare!

    Aus meiner Sicht mal eine wesentliche Frage `vorne weg`:

    Was wollen die Haupt- oder wesentlichen Werte eine zukünftigen Lebensgemeinschaft
    (`Gesellschaft`? ~ `Meisterschaft`)
    sein?
    zb.
    – Ausrichtung am Guten und am Gewissen
    – Gleichwertigkeit (`Selbstwertigkeit`)
    – Selbstbestimmung

    Vielleicht hat `die Runde`* ja Lust, einfach nur kurz als Stichtpunkte die für einen selbst wichtigsten Haupt- oder wesentlichen Werte zu ergänzen ?

    Danke voab!
    …und viele Grüße in *

  6. essfau sagt:

    + Ja, wir brauchen eine Alternative zum aktuellen gesellschaftlichen politischen System

    – Dieser Entwurf ist von der Form und vom Inhalt her, das schwachsinnigste, was ich bislang zum Thema gehört habe.

    @apolut Team: Bitte sorgen Sie sich bitte um den Erhalt der deutschen Sprache und verhindern Sie bitte den Einzug von Geisteskrankheiten, wie Gender Mainstreaming.

  7. Patric sagt:

    Der König ist tot, lang lebe der König!
    Neue Gedanken sind immer eine Überlegung wert.
    Es wird kaum jemanden geben der sein hart erarbeitetes Eigenheim oder sonstige mehrfach versteuerte Güter freiwillig abgibt. Folge dessen funktioniert das von Herrn Norwat beschriebene Szenario nur mit Gewalt.
    Meiner Meinung nach sollten wir eine Gewalt Herrschaft nicht durch eine Gewalltherrschaft ersetzen.
    Innovationen und Wohlstand, für alle, entsteht nur in einer freien Gesellschaft !
    Zwänge erzeugen Leiden, was wir auch in der aktuellen Zeit beobachten können.

    Es Grüßt
    Patric

  8. Rob Kenius sagt:

    Hallo Polit-Interessierte!

    Der Autor erklärt nicht, wie sein Rätesystem nach oben gestaffelt ist. Normalerweise, funktioniert eine Räterepublik so, dass lokale Räte aus ihren Reihen die Mitglieder der nächsthöheren Ebene wählen. Ganz oben der oberste Rat (Sowjet).

    Die Idee ist faszinierend, aber sie funktioniert nicht.

    Warum nicht, lässt sich an der repräsentativen Demokratie deutlich machen. Da gibt es nur eine höhere Ebene, das Parlament und viele Parteien. Schon die Parlamentsabgeordneten sind bei uns so abgehoben, dass sie nicht mehr die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler vertreten, sondern die Interessen ihrer Klasse der Auserwählten, Wohlhabenden, Hochtrabenden und über den Dingen stehenden mit all ihren Privilegien. Das ist nur eine Ebene, die nächste ist schon die Regierung und da sieht es so finster aus wie in Berlin 2022/23.

    Die Rätedemokratie hat mehrere Ebenen und auf jeder Ebene tritt der Effekt ein, dass die Auserwählten die vergessen, die sie gewählt haben und sie glauben als Emporgehobene über der tieferen Ebene zu stehen. Und so fort. Je mehr Ebenen das Rätesystem hat um so schlechter schneidet es ab gegenüber der parlamentarischen Demokratie, die inzwischen wegen all der Privilegien auch schon schlecht genug ist.

    Dass die Sowjetunion nicht funktioniert hat, ist zum Teil auf diese Staffelung der Räterepubliken zurückzuführen. Sie scheiterten an der menschlichen Natur. Die Repräsentative Demokratie ist dabei, genau so zu scheitern, in vielen Ländern ist sie schon gescheitert.

    Was hilft dagegen? Nur Direkte Demokratie ohne Zwischenebene. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden direkt, aber nicht auf Umfragen, sondern auf eigene Initiative hin. In der Schweiz wird es seit 150 Jahren praktiziert und das lässt sich noch verbessern durch die Schaffung demokratischer Medien, die eine demokratische Meinungsbildung ermöglichen.

    Wichtig ist dabei, dass die Direkte Demokratie jederzeit in die Entscheidungen eingreifen kann, nicht nur alle paar Jahre. Das ist sowohl im Rätesystem als auch in der Parlamentarischen Demokratie nicht möglich. Im Digitalen Zeitalter gibt es die Möglichkeit, blitzschnell Entscheidungen der Mehrheit herbeizuführen und auch wieder zu korrigieren. Die Wählerinnen und Wähler verlieren nicht ihr Gesicht, wenn sie sich korrigieren, sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen und auf Wahlen zu spekulieren. Sie repräsentieren sich selbst.

    Rob Kenius, https://kritlit.de

    • Nikolai sagt:

      Worin besteht die "Demokratie" in der Schweiz-darin , dass das Volk die Zeche für die Party übernehmen darf, welche eine Älite in den Bergen der Schweiz abhält.
      Die gleiche Älite welche das Volk in nie endenden Wirrnissen, künstlichen Kriegen und künstlichen Plandemien hält.
      Bis zu dem Tag, wo das Volk nichts mehr haben soll, wenn es nach diesen Leuten ginge.
      Darin besteht die Demokratie und die "Ehre" des Volkes , für diese Bagage die Kosten zu übernehmen inclusive der paar tausenden Polizisten für ihre Party in den Bergen, um sie vor ihren Bezahlern zu beschützen ,die all das finanzieren.
      Zu mal diese Berge und der Schnee nach deren eigenen Klimawahn gar nicht mehr existieren dürften.

  9. Reinhardas sagt:

    Ich finde auch, wir sollten mehr über die Zukunft diskutieren, die durch den Kapitalismus leider bisher erfolgreich verhindert wurde. Eine Gesellschaftsordnung, wo einzelne Menschen Milliarden an Reichtümern anhäufen, Politiker bestechen, und andere Menschen gerade so überleben, oder auch nicht, gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Die Erwirtschaftung von Profit in Form von Geld als grundlegendes Prinzip der Wirtschaftsordnung ist Blödsinn. Es hat nur zur Folge, dass nicht nachhaltig produziert wird und sinnlos Produkte nur um des Gewinns wegen produziert werden. Am Ende wird dann damit noch die Umwelt vermüllt. Es werden keine Glühbirnen hergestellt, die 100 Jahre halten oder keine 1 -Liter Audis gebaut. Mit Absicht nicht. Der Fortschritt wird vor allem bei Überwachungs- und Manipulationstechnik vorangetrieben. Nur ein kleines Beispiel aus meinem persönlichen Erleben: Ich bin 67 Jahre und nutze jetzt in meiner Einraumwohnung die Möbel meiner Großmutter aus dem Jahre 1910. Die konnte man auseinandernehmen und per Reichsbahn versenden. Der Zusammenbau erfolgte mittels Holzkeilen- und entsprechenden Teilen, die nicht verschraubt werden mussten. Besser als IKEA. Im Laufe der zahlreichen Umzüge in meinem Leben sind alle anderen Möbel verschwunden. Ich habe einen Öffner für Kronenkorken mit den Buchstaben DRGM. Deutsches Reichsgebrauchsmuster. Den habe ich von meinem Opa und den können noch meine Enkel benutzen. Wir bauen heute Windmühlen auf riesigen Betonfundamenten, um angeblich grünen Strom herzustellen. Im 20. Jahrhundert beschäftigten sich Wissenschaftler wie Albert Einstein mit Atom- und Quantenphysik. Merkt heute die Mehrheit nicht langsam etwas ? Einstein soll angeblich gesagt haben, er glaube, dass 2 Dinge unendlich sein: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum sei er sich allerdings noch nicht ganz sicher.
    Dank dem Autor und allen anderen, die sich bemühen, selbständig zu denken !

    • Nikolai sagt:

      Seit 60 Jahren bewegen wir uns mit dem Verbrennungsmotor hin und her, ohne dass sich da am Spritverbrauch groß etwas geändert hätte.
      Das kann man einer Gesellschaft weiss machen, deren Vorfahren Leibniz, Goethe und Kant waren.
      Anfang der 80 ziger Jahre gab es mal einen Audi, der verbrauchte 3 Liter, der wurde dann wieder verschwunden.

      Und so dümpelt die Menschheit dahin zwischen Kriegen, die sich ums Öl und Bodenschätze drehen, während Lösungen seit Jahrzehnten erfolgreich verhindert werden, ohne dieses Öl auszukommen.
      Auf was für einer Menschenfarm leben wir hier eigentlich!?

      Innovative Wissenschaft scheint darin zu bestehen, wahre Wissenschaft und Entwicklung zu verhindern.

  10. Kiristal sagt:

    Ist das ein Entwurf für die Verwaltungs + Repräsentationsebene oder soll das auch die tiefer liegende Machtebene umfassen?

  11. Nikolai sagt:

    Es gibt so unendlich viele vernünftige, gebildete, belesene Menschen, die könnten sich versammeln und offen reden auf Podien und Bühnen, die sie besiedeln sollten.
    Stattdessen vereinnahmen vergreiste, abgehalterte und alte-kriegslüsterne an Demenz erkrankte Ewiggestrige die Bühnen der westlichen Welt und verhindern jede fortschrittliche Entwicklung.
    Jeder Tag der mit sinnlosen Erzeugen von Luftblasen da in den Schweizer Bergen vergeht, ist ein weiterer verlorener Tag für die Menschen die noch zur Vernunft und zum wahren Menschsein fähig sind, – das ist die Tragödie.
    Das Dahinplätschern der dementen Kontrollkaste, die lange jede Kontrolle verloren hat und nur noch als öffentliches Schauspiel der Menschheit die Zeit raubt, etwas Neues zu beginnen.

  12. Gnil sagt:

    Betrachten wir die Erde als (Lebewesen) Gaia, dann ist die Erde ein Organismus.
    Alles was darauf lebt, ist dann ein Organismus, inklusive der Menschen.
    Diese bilden wieder einen sozialen Organismus. Und dieser Organismus braucht die Dreigliederung (nach Rudolf Steiner).

    https://anthrowiki.at/Dreigliederung_des_sozialen_Organismus

    Die Dreigliederung des sozialen Organismus ist ein von Rudolf Steiner entworfenes und in den Jahren 1917–1922 detailreich ausgearbeitetes Leitbild für eine zukunftsorientierte gesellschaftliche Ordnung und Entwicklung.

    Die von Steiner vorgeschlagene Soziale Dreigliederung beschreibt die Grundstruktur einer Gesellschaft, in der die Koordination der gesamtgesellschaftlichen Lebensprozesse nicht zentral durch den Staat oder eine Führungselite erfolgt, sondern in der sich die drei Bereiche des sozialen Lebens: Geistesleben (Kultur), Rechtsleben bzw. Politik und Wirtschaft selbst verwalten und relativ autonom den je eigenen Funktionsprinzipien folgen.

    Der soziale Organismus, der den zentral verwalteten Einheitsstaat ablöst, soll analog[1] des dreigliedrigen menschlichen Organismus aus dem lebendigen Zusammenwirken der drei selbstständigen Glieder des Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben entstehen. Das Wirtschaftsleben ist dabei vergleichbar dem Nerven-Sinnessystem, das Rechtsleben dem Rhythmischen System und das Geistesleben dem Stoffwechselsystem (Lit.:GA 197, S. 82f)

    Das Wirtschaftsleben entfaltet sich auf der Grundlage des nutzbaren Bodens im Kreislauf der Warenherstellung (Produktion), des Vertriebs (Handel) und des Verbrauchs (Konsum). Es soll nach dem Prinzip der Brüderlichkeit durch Assoziationen geregelt werden.

    Das Rechtsleben umfasst das eigentlich Politische und das Verwaltungsrecht und regelt das Verhältnis von Mensch zu Mensch nach dem Prinzip der Gleichheit in für alle gleich geltenden Gesetzen.

    Das auf Freiheit gegründete Geistesleben wird nicht staatlich reglementiert und umfasst u.a. das gesamte Bildungswesen, Kunst, Religion, technische Erfindungen, sowie auch die Rechtsprechung im Privat- und Strafrecht.

    Mehr dazu hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=foCsc908zZg&t=501s

  13. Bratschnlk sagt:

    Ich wollte erst nix schreiben, da wir alle wissen wohin dieses Modell führt…hahaha sorry Räterepublik und abstimmen welche Karosocken produziert werden sollen…so ein Romeladus sabbelt Nacktschneckenkacke für den Mülleimer der Geschichte

  14. Kamyk sagt:

    Schon allein das Gendern macht das Lesen des Standpunktes unerträglich. Ganz klar: Daumen runter.

    • essfau sagt:

      Genau so ist es. Noch schlimmer ist die Hörbuch-Version dieses Textes. Es hört sich an, als hätte der Sprecher eine Sprachbehinderung. Leute schaltet euer Hirn ein und verschandelt nicht unsere Sprache und unser Gemeinwesen durch solche Kommunistische Scheiße.

    • _Box sagt:

      Die Genderkunstsprache ist für sie beide nur ein Aufhänger. Hirn ist wohl eher das was sie gerne ausgeschaltet sehen. Ebenso wie sie eine gemeinwohlorientierte Gesellschaftsformation ablehnen. Dazu betreiben sie Ablenkung auf Form oder auf andere Gruppierungen:

      https://apolut.net/ich-mag-katar-nicht-aber-von-roberto-j-de-lapuente#comment-254320

    • Kamyk sagt:

      essfau: absolut richtig!

    • Kamyk sagt:

      _Box:
      Die "Genderkunstsprache" ist ein Teil einer menschenfeindlichen linken Agenda, ein Teil einer breit angelegten Offensive gegen die Gesellschaft. So wie die "politusche Korrektheit", die Homo- und Transphilie, Klimamärchen, uvm.

      Und Begriffe wie "gemeinwohlorientierte Gesellschaftsformation" sind nichts als hohle Phrasen, wohlklingende Floskeln, um naive Jugendliche an die (kranke) Ideologie zu ködern.

  15. Ursprung sagt:

    Die Loesung ist viel einfacher, hatte schon 350 T Jahre lang bestens funktioniert, wurde vor 10 T Jahren eher zufallsbedingt gestoert.
    Die klare Kante ist:
    hierarchielos!
    Dieser Entwurf des Autors ist ein Einschraenkungsdschungel, Regelungswut, Steuerungswirrwar, kein Entwicklungsbiotop.
    Leben ist Fuelle, nicht restriktiv.

    • Observator sagt:

      Es gibt aber keine hierarchielose Gesellschaftsform. Auch bei den Naturvölkern gibt es sowas wie den "Ältestenrat" und ähnlich.
      Was nicht heißen soll, dass ich ein "Rätesystem" gut finde. Eine partizipative Demokratie, in welcher Form auch immer, jedoch schon.

    • _Box sagt:

      Eine Rätedemokratie ist eine Form der direkten Demokratie, gewährleistet durch die genannten Formen des direkten Einflusses. In einer partizipatorischen Demokratie oder deliberativen Demokratie haben die Bürger lediglich unverbindlich beratende Funktion.

  16. rote Flora sagt:

    Diese Idee der Räterepublik ist schon gescheitert. Da wäre eine Parteiendemokratie mit Imparativen Mandat und Volksabstimmungen der Bürger wie in der Schweiz und ein Verbot von Lobbyarbeit besser. Also mein Haus möchte ich auch nicht aufgeben. Dieses Referat hört sich an wie von Klaus Schwab erdacht. Was für ein Blödsinn! Und der Rat der Putzfrauen bestimmt dann, was ich an Kultur und Kleidung benötige. Ich bin ja froh, dass mein Kleiderschrank gut gefüllt ist oder muss die Sachen jetzt abgeben? Und der Rat bestimmt über mein Leben? Ich nehme mal an, dass das Bargeld dann verboten ist. Wegen der Gendersprache ziehe ich den Schluss, dass der Rat der Ärzte dann beschließ, welches Geschlecht meine Kinder haben. Gott steh uns bei.

  17. Die absolute Mehrheit ist Mieter und Arbeitnehmer und wird es nie zu einer eigenen Immobilie schaffen. Wenn Menschen in Schrebergartenhütten leben dürften, dann könnten sie dabei die Miete sparen und könnten sich nach 10 Jahren eine billige 1-Zimmer-Wohnung kaufen. Aber das ist nicht erlaubt.

    Wirtschaftliche Teilhabe wird oft durch Lizenzbeschränkungen oder im Vorfeld durch Studienbeschränkungen verhindert.

    Zum Beispiel benötigen Taxifahrer vielerorts eine Taxikonzession, für die es oft jahrelange Wartezeiten gibt.

    Für viele Berufe benötigt man ein Studium, zum Beispiel für den Beruf des Arztes ein Medizinstudium und für den Beruf des Rechtsanwaltes ein Jurastudium.

    Durch Studienzulassungsbeschränkungen werden oft die Angehörigen bestimmter Berufe faktisch vor Konkurrenz geschützt.

  18. _hog sagt:

    Da wird sich ein sog. Wolkenkuckucksheim zusammengespökert.

    „Was die ökonomische Seite betrifft, so besteht kein Privateigentum an Produktionsmitteln, am Boden, Immobilien und den Bodenschätzen sondern gesellschaftliches Eigentum.“

    Wie soll das gehen? Zum Fabrikbesitzer/Konzernchef gehen und um Uebergabe bitten aber mit weisser Fahne!?

    Das ist doch sowas von realitätsfern, dazu muessen wir noch nicht einmal 100 Jahre zurueckdenken, sondern nur bis 1974 (Nelkenrevolution in Portugal) oder an die faschistische Pinochetdiktatur in Chile, um zu erkennen, dass ein friedlicher Uebergang zu diesen im Artikel geschilderten paradiesischen Zuständen nicht durchfuehrbar ist.
    Wir lesen weiter:

    „In den Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten gibt es analoge Rätesysteme wie Klassen-, Schul-, Studien- und Ausbildungsräte, die neben den Lehrern und Ausbildern umfangreiche Beteiligungsrechte haben.“

    In der Tat ist die Bildung der Bevölkerung das A & O fuer eine gelungene Emanzipation, das wusste schon Lenin, indem er den 7std Tag in der Industie anordnete mit dem Hinweis, die Menschen sollten in der gewonnenen Zeit sich weiterbilden durch Lesen.
    Aber im Gegensatz zu Lenin, der die Ablösung des Zarentums auf die Fahnen schrieb, haben wir es hier mit realitätsfremdelnden Kleinbuergern zu tun, denen es reicht gut lesbare Lektuere zu produzieren.
    Wie entrueckt der Realität Norwat ist, zeigt auch folgendes Zitat:

    „Nicht durch Massenversammlungen und -abstimmungen, wo es ebenfalls bestimmende Kräfte gibt und die meisten zur passiven Abstimmungsmasse gehören, sondern durch die aktive Beteiligung jedes Bürgers und jeder Bürgerin auf Zeit am gesellschaftlichen Willensbildungs- und vor allem Entscheidungs- und Umsetzungsprozess, eben eine partizipative Demokratie in Form von rotierenden Räten.“

    Natuerlich gibt es immer bestimmende Kräfte, die sich z.B. mehr in die entsprechende Problematik eingearbeitet haben als andere. Dies ist ein ganz normaler Prozess in Gesellschaften, der schon bei anderen Themenfeldern ganz andere Wortfuehrer nach oben spuelt. Auch hier schimmert das Wolkenkuckucksheim durch. Worin liegt der Fehler? Ein Fehler bzw. eine Gefahr kann doch nur dann entstehen, wenn sich dieser Mechanismus verselbstständigt, wie es in unserer parlamentarischen „Demokratie“ der Fall ist.

    M.M.n. muessen wir durch einen ideologischen Sturm die Entwaffnung der Meinungsfuehrer herbeifuehren und den Meinungskampf gegen diejenigen Schlafschafe fuehren, die heute noch mit der Kinderschändermaske herumlaufen oder gegen diejenigen, die sich heute immer noch Spritzen lassen wollen.
    Wenn das Themenfeld aufgerollt ist, dann gehen wir die nächste Huerde an.

  19. M.H. sagt:

    Erstmal meinen Dank an den Autor für diese Zeilen.

    Es ist und bleibt Kommunismus!
    Hat nicht funktioniert und wird auch in Zukunft nicht funktionieren.
    Der Ansatz der Räterepublik ist nicht neu und etwas, worüber man ernsthaft nachdenken sollte.

    Zum Thema Privateigentum sehe ich das in Bezug zu Grund und Boden ähnlich.
    Die Erde gehört uns nicht und niemand soll das "Recht" haben, mit Fake-Money Grund und Boden zu erwerben.
    Sollte irgendjemand die Möglichkeit haben sich seinen eigenen Planeten zu erschaffen, so kann er gerne darüber verfügen.
    Ich denke eine „Lebenslange Pacht“ auf Wohngrundstücke ist völlig in Ordnung. Man könnte auch hier den Kindern später dann die „Vorrechte“ an der Übernahme an dem Grundstück ermöglichen. Sollten die Kinder das nicht wollen, oder es gibt einfach keine, dann geht das wieder ins Gemeinwohl zurück.
    Unternehmen, die aufgrund Ihres Geschäftsmodells große Eingriffe in die Natur vornehmen (Bergbau/ Tagebau, Goldminen usw.), müssen verpflichtet werden alles wieder in den Urzustand zu versetzen und strenge Umweltauflagen erfüllen. Auch kann man hier mit einer entsprechenden Besteuerung des Unternehmens ansetzen. Wer viel Dreck macht, muss viel zahlen!
    Generell halte ich einen Steuersatz von 20% für ausreichend.
    Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Kapitalertragsteuer, Unternehmensteuer, alles nur 20%.
    Der "Staat" kümmert sich nur um das Nötigste, bzw. gibt die Steuereinnahmen für wichtige Infrastruktur aus.
    Sicherheit (Polizei und Landesverteidigung), technische und Verkehrsinfrastruktur (Straßen, Brücken, Bahn, Internet), Gesundheit (Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen) und Bildung!
    Quasi die Rahmenbedingungen schaffen, wo sich die Menschen darin voll entfalten können.

    Was hier zum Thema Wirtschaft ausgeführt wird, führt leider in den Niedergang.
    Fortschritt entsteht durch Wettbewerb!
    Wenn irgendwelche Leute vorschlagen, was produziert werden soll und dass dann nach einem Jahr mal ausgelost wird, welches Unternehmen das dann herstellen soll. Oder welche Idee umgesetzt werden soll, ist nicht durchführbar.
    Allein der Verwaltungsaufwand hierfür wäre enorm! Und was machen die Unternehmen, die den Zuschlag jetzt nicht erhalten haben? Die produzieren dann erstmal nichts, so à la Habeck? Was machen die Mitarbeiter dann?
    Irgendwann wird es keine Menschen mehr geben, die sich die Mühe machen, etwas zu entwickeln oder zu erfinden.
    Der Markt regelt sich von allein.
    Wenn der Konsument die richtigen Signale gibt, dann reagiert auch der Markt darauf.
    Gute Unternehmen werden bestehen und schlechte werden dann verschwinden.
    Die Regierung sollte nur angehalten sein, die Monopolbildung und politische Einflussnahme zu überwachen.

    Wenn die Menschen dann noch anfangen, mit sich und der Mitwelt respektvoll umzugehen, dann sehe ich uns in eine großartige Zukunft gehen!

  20. vizero 13 sagt:

    Diese Art Artikel könnten wir massenweise gebrauchen. Es wird langsam Zeit, sich Gedanken über Alternativen zu machen und zu diskutieren.
    Die Einschätzung der Arbeitsersparnisse ist hier meiner Ansicht nach zu vorsichtig gemacht. Geplante Obsoleszenz frisst nach meiner Einschätzung ungefähr 90 % an Arbeitszeit, Ressourcen und Energie im produktiven Bereich. D. h. die Arbeitszeiten könnte sogar bis auf 4-5 h/Woche reduziert werden. Damit bleibt mehr Zeit und Energie für die gesellschaftlichen (Demokratie-)Prozesse übrig.
    Beispiel: Autos konnten schon in den 1980er Jahren mit einer Lebensdauer von 1 000 000 km gebaut werden, in der Praxis hielten sie zwischen 100 000 und 200 000 km. Kameras konnten auch damals schon mit einer Lebensdauer von
    1 000 000 Auslösungen gebaut werden (ihre Zuverlässigkeit wurde bei Tests laut entsprechenden Zeitschriften jedenfalls so weit untersucht) und die teuren haben das auch ausgehalten, einige davon sind immer noch nutzbar, solange es die chemischen Filme gibt, ebenso die Objektive , heutige Objektive, auch teurere machen nach etwa 10 000 Auslösungen die Grätsche (jedenfalls alle von Canon, die ich bisher benutzt habe, denke aber, das sind keine Ausnahmen). Als 3. wäre noch das Glühbirnenkartell zu nennen, dqs schon vor 100 Jahren die Lebensdauer auf 1000 h Brenndauer begrenzt hat, obwohl es damals schon möglich war die Brenndauer auf mehrere Zigtausend h zu erhöhen.

    • vizero 13 sagt:

      Auf Free 21 finden sich im übrigen mehr solche Artikel. Unter der Rubrik Utopien.

    • UdoSteinborn sagt:

      Was lange hält, bringt kein Geld:
      Lego hatte den Grundsatz damals nicht verinnerlicht und ging fast pleite. Themenbausätze waren dann die Lösung. Persönlich kannte ich mal einen KfZ-Mechaniker, ehemaliger Testfahrer. Der erzählte mir, dass er neue Autoreifen testen sollte. Ergebnis: nach 10.000 km keine Abnutzung des Profils. Das Patent musste verschwinden… Teslas Glühbirne wollte einfach nicht kaputt gehen. …Alle diese vielen Geräte, welche taggenau nach Ablauf der Garantie wie von Zauberhand von selbst kaputt gehen. Damit man sie wegschmeißen kann um neue zu kaufen. Nur ohne das Verwertungsprinzip können wir wirklich Ressourcen schonend produzieren. Die Technologie ist schon lange so weit, sie wird nicht zugelassen. Und dann die Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle? Was ist denn aus dem Magnetauto geworden und den vielen anderen Antriebsalternativen? Besonders der ganze Bereich der Energie? Was ist mit der Raumenergie oder Nullenergie? Den Thermowindkraftwerken? Es gibt so viele Lösungen, der vermeintlichen Energieprobleme, dass es auf der Hand liegt; dieser Mangel wird künstlich geschaffen. Schwenkt man dann zur Landwirtschaft und Krankheitsindustrie wird alles nur noch unmenschlich und zynisch, dass ich es nicht mehr fassen kann wie lange das so weitergehen soll….

  21. UdoSteinborn sagt:

    Eine öffentliche Diskussion über echte Gesellschaftsalternativen ist derart überfällig und dringend, dass man nur rufen möchte: „Mehr davon!“ und: „Na endlich, jetzt geht es los, hoffentlich.“
    Wichtig erscheint mir darauf hinzuweisen, das das kapitalistische Gesellschaftsmodell von seinem Grundsatz aus darin besteht aus einem Euro zwei machen zu müssen. Es besteht darin für den Markt zu produzieren und nicht für den Bedarf. Das Dilemma wurde im Beitrag berücksichtigt.
    Jedoch muss immer wieder daraufhin gewiesen werden, weil es so wenig im öffentlichen Bewusstsein ist, dass die östliche Planwirtschaft im real existieren Sozialismus nur eine scheinbare Systemalternative war. Es wurde für den Weltmarkt produziert „Chemieerzeugnisse aus Bitterfeld sieht man überall auf der Welt“ (ein Werbespruch aus den 70igern der DDR) Es war eine extrem soziale Form des Kapitalismus; ein Staatskapitalismus. Die DDR als komplexer Großbetrieb mit allen möglichen Erzeugnissen zu begreifen hilft dem Verständnis mehr. Ein sozialer Staatskapitalismus in den weltweiten unsozialen Kapitalismus eingebunden kann nicht funktionieren, da die Ausbeutung der Werktätigen mittlerweile wieder vom Relativen zum Absoluten gewechselt hat. Außerdem muss auch immer wieder betont werden, dass der Kapitalismus selbst nicht mehr funktioniert und eine immer wieder beschworene Selbstreformierbarkeit nur ein naives Glaubensbekenntnis ist. Der hoch technologisierte Kapitalismus schafft nicht nur die Arbeitsplätze ab, sonders damit auch seine eigentliche Profitquelle. Profit kann nur durch die Ausbeutung von Arbeitern entstehen. Sind die nicht mehr vorhanden, werden Profitsurrogate erzeugt. Verkäufe von Eigentumsanteilen (Aktien), Wetten auf Gewinne, Leerverkäufe, künstliche Geldschöpfung usw. Was natürlich früher oder später platzen wird. Momentan wird ein neuer Versuch, das elektronischen Zentralbankgeld, vorbereitet. Die äußere Schranke des Kapitalismus durch Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit ist bekannt. Von einer inneren Schranke redet kaum jemand. Warum?
    Wir brauchen dringend ein Bewusstsein, dass wir anders miteinander leben müssen. Die Betonung liegt auf müssen. Vielen Dank das hier dafür geworben wird.

    • vizero 13 sagt:

      Totgesagte leben länger. Leider hat sich bisher immer wieder gezeigt, dass die Kapitalismusmechanismen immer wieder neue Profitquellen gefunden hat. Stichwort PPP, Privatisierung von bisher gesellschaftlichen Aufgaben und Systemen (Post, Bahn, sonstige Infrastruktursysteme). Und jetzt bleiben noch die existenziellen übrig (Wasser, Luft, Umwelt), auf die der Zugriff grade erfolgt oder schon erfolgt ist.
      Ich hoffe, dass das durch unsere Aktivitäten unterbunden werden kann.

  22. Liebe apolut-Redaktion
    Leider kann ich mich bei "Durchgegenderten" Beiträgen, wie diesen, nicht auf den möglicherweise interessanten Inhalt konzentrieren. Leider fehlt mir, vermutlich altersbedingt, die nötige kognitive Kapazität.
    Es grüsst höflichst G.d.S.

    • PeterLau sagt:

      Zum automatischen Entfernen von innen hilft im Firefox / Librewolf das Add-on "Binnen-I be gone". Klappt nicht immer optimal aber meistens.

  23. Mike Ahrend sagt:

    Hallo Herr Norwat,
    da arbeiten wir an sehr ähnlichen Projekten.
    https://wirkraft.org/leitfaden/
    Nehmen Sie doch mal bitte Kontakt mit uns auf, WIR würden uns freuen!
    kontakt@wirkraft.org
    @mikeahrend

    • yatman sagt:

      Der Solidarismus von Rudolf Diesel und das daraus abgeleitet das wirtschaftliche Konzept der Wirkraft geht geht in die gleiche und vielversprechende Richtung.
      Bei der politischen Struktur habe ich erhebliche Zweifel. Es ist am Ende wieder ein auf Autorität (Staat/Regierung) basierendes System dem sich letztlich alle unterwerfen müssen. Warum das nicht funktionieren kann hat Larken Rose in seinem Buch "Die gefährlichste aller Religionen" gut erklärt.

      zum Rein schauen: http://irwish.de/PDF/_Soziologie/Rose_Larken/Rose_Larken-Die_gefaehrlichste_aller_Religionen.pdf
      Bitte die Anmerkungen zum Urheberrecht auf der letzten Seiten lesen!

    • yatman sagt:

      siehe auch: M-PATHIE – Zu Gast heute: Peter Müller – “Freiheit herrscht nicht”
      https://apolut.net/m-pathie-peter-mueller/

    • Mike Ahrend sagt:

      Hallo yatman,
      politisch stimme ich da zu. Unser Konzept, soweit wir bisher gedacht haben, ist, im jetzigen System anders zu wirtschaften. Menschen, die weniger durch Werbung verblödet werden, eine sinnvolle Arbeit haben, bei der sie sich wertgeschätzt fühlen, werden sich mit der Zeit verändern. Und dann ihre eigenen Regeln erschaffen. Und warum soll das hier im Harz nicht anders gehandhabt werden als im Erzgebirge oder an der Nordsee? Subsidiarität und Identifikation mit seiner heimatlichen Umgebung ist auch sehr menschlich.
      Melde Dich doch mal bei uns, wir suchen schlaue Köpfe!

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