“Schnallt eure Gürtel enger und zieht euch warm an!” | Von Felix Abt

Ein Standpunkt von Felix Abt.

In Europa kommt “die Moral vor dem Fressen”, aber in Asien ist es umgekehrt. Hintergrundbetrachtungen eines in Asien lebenden Autors zur aktuellen Eskalation mit China.

Die chinesische Lebenswirklichkeit ist weitaus moderner und „weltoffener“, als im Westen suggeriert wird. (Passanten auf chinesischen Straßen. Foto: Screenshot Twitter/F.Abt)

Nachdem die Megaphone des Wertewestens schon zum totalen Wirtschaftskrieg gegen Russland aufgerufen haben, ertönt nun ihr Schlachtruf gegen China, ohne Rücksicht auf die Folgen für das “gemeine Volk”. Die Reaktion der asiatischen Länder dürfte diese Schreihälse jedoch arg enttäuschen.

 

(Der Spiegel-Schlagzeile. Screenshot Felix Abt)

Das ehemalige deutsche Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” steht bereits an der Spitze des Propagandakriegs gegen Russland und verbreitet dreiste Lügen, ohne sich dafür zu schämen, wie zu Zeiten ihres chronisch wahrheitswidrig publizierenden Starjournalisten Relotius. Jetzt bläst es zum Angriff auf das nun als brandgefährlich dargestellte China, das diesmal eine viel größere Bedrohung für die Demokratie bedeutet als die Taliban am Hindukusch – huch, wo war das noch mal? – wo NATO-Truppen, darunter auch deutsche Soldaten, angeblich die deutsche Freiheit verteidigten, und auch mehr als die derzeit äusserst gefährlichen Russen in der ach so demokratischen Ukraine. Und natürlich fühlen sich zahlreiche deutsche und andere europäische Medien und Politiker bemüßigt, in die gleiche Kerbe zu hauen.

(NDR Schlagzeile. Screen shot Felix Abt)

(Die Tagespost Schlagzeile. Screen shot Felix Abt)

Ein durchschnittlicher litauischer Abgeordneter, der stellvertretend für viele Politiker in den baltischen Staaten steht, unterstellt auf Twitter, China und Russland seien eine große – und vermutlich minderwertige – “mongolische” Nation.  (Twitter screen shot Felix Abt)

Die genannten Beispiele zeigen, wie Politiker und Medien in Europa die Stimmung anheizen und die rote bzw. gelbe Gefahr wieder heraufbeschwören.

Besonders fleißig warnt der in China lebende Spiegel-Reporter Georg Fahrion eindringlich vor der unheimlichen Gefahr, die aus China kommt. Er lässt kaum ein gutes Haar an dem Land und spuckt in die chinesische Nudelsuppe, wann immer er kann. Besonders originell ist er dabei nicht, denn die meisten westlichen Journalisten, die sich mit China befassen und im Übrigen kein Chinesisch sprechen, tun mehr oder weniger dasselbe, als hätten sie sich untereinander abgesprochen. Man wird ihnen nie vorwerfen können, China-Versteher zu sein. Als gelernter Politikwissenschaftler kann Fahrion zudem die Lage sicher politisch korrekt einschätzen, wie es seine Chefs in Hamburg und die buntfarbenen Politiker in Berlin von ihm erwarten.

Was er mit vielen seiner deutschen Kollegen gemeinsam hat, ist, dass er noch nie etwas verkaufen musste: keine deutschen Autos, keine Maschinen und keine Adidas-Schuhe, und schon gar nicht in China, wo deutsche Erzeugnisse von Millionen von Kunden gekauft werden und Hunderttausende von deutschen Arbeitsplätzen sichern. Auch haben Fahrion und seine Genossen in den zu intellektuellen Schießbuden umfunktionierten Redaktionsstuben sicher noch nie Bauteile aus China kaufen müssen, die dazu beitragen, die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, oder in China günstig hergestellte Konsumgüter, ohne die die Kaufkraft und der Wohlstand der deutschen Verbraucher viel bescheidener ausfallen würden.

Gut bezahlte Weltverbesserer

Die deutsche Autoindustrie zum Beispiel verkauft derzeit 40 % ihrer Autos in China. Ob der hochgelobte “America First”-Verbündete bei einem von deutschen Politikern und Journalisten provozierten oder erzwungenen Absatzeinbruch aushelfen und viel mehr deutsche Autos kaufen würde, ist zumindest zweifelhaft.

Die deutschen Unternehmer wissen es, aber nicht vom ”Spiegel” und anderen russlandfeindlichen Medien: Der Zugang zu russischen Rohstoffen, der ihnen von gutmenschlichen Ideologen in Politik und Medien verwehrt wird, ist eine echte Gefahr für das Überleben ihrer Unternehmen. Die gut bezahlten Weltverbesserer haben ihren russischen Absatzmarkt bereits ruiniert. Wenn es den Medien wieder gelingt, die Politiker so aufzuwiegeln, dass auch ihr China-Geschäft schnellstmöglich den Bach runtergeht, dann könnte sich in Deutschland im Handumdrehen Armut stark ausbreiten. Während die Massen dann hungern, dürfen sich die abgehobenen politischen und journalistischen Eliten wenigstens in ihrer moralischen Überlegenheit sonnen.

Nun, was sollte sich ein Spiegel-Reporter mit gutem Einkommen um die Auswirkungen der China-dämonisierenden Medien scheren? Selbst wenn Beijing eines Tages genug von seinen Tiraden hat und ihn ausweist, wie es es mit einzelnen BBC und anderen Anti-China-Journalisten getan hat, wird es sich auch das für ihn auszahlen: Ein lukrativer Buchvertrag, in dem seine Story über den heldenhaften Kampf gegen den grausamen roten (oder gelben) Drachen ausgiebig ausgeschlachtet wird, ist ihm sicher, wahrscheinlich auch andere Vorteile, wie eine Beförderung beim Spiegel oder ein vom Steuerzahler besser bezahlter Job in der deutschen Regierungsbürokratie oder in der Brüsseler Eurokratie, bei einem Think Tank oder gar an einer Universität.

Lady Gaga – das große Vorbild für die nach “Freiheit” lechzenden Chinesen?

Der Londoner Times zufolge “verkörpert die Sängerin Lady Gaga alles, wovor China Angst hat”.

(The Times Schlagzeile. Twitter Screen shot Felix Abt)

Bei einem von Lady Gaga gesponserten Festival gab es einen “Artpop”-Moment, bei dem sich ein “Kotzkünstler” auf die Sängerin erbrochen hat.

“Für uns war diese Performance Kunst in ihrer reinsten Form. Aber wir verstehen vollkommen, dass manche Leute das nicht mögen”, erklärte Gaga.

Dazu gehören wahrscheinlich mehr als eine Milliarde Chinesen, die von amerikanischer Kotzkunst nicht viel halten und keinen Grund sehen, dieser Künstlerin nachzueifern. Natürlich wird in China auch ausländische Musik gehört, wie K-Pop oder die Musik von Taylor Swift, Ed Sheeran, Shawn Mendes, Drake, Coldplay und Passenger, aber meist von eher jüngeren Menschen. Es gibt sogar eine Fernsehsendung namens “中国有嘻哈”, was wörtlich bedeutet: “China hat Hip-Hop”. Und natürlich erfährt man davon nichts in den westlichen Medien, die China lieber verunglimpfen. Trendige Videos über Straßenmode in China auf Douyin, der chinesischen Version von Tik Tok, widersprechen der westlichen Medienpropaganda, die das Land als eher trist, farblos und als „kollektivistische Diktatur“ darstellt. Wer mehr über China erfahren möchte, und zwar nicht durch die westlich getrübte Linse, kann dies zum Beispiel auf diesem von Expats in Hongkong betriebenen Portal tun.

Journalisten, aber auch Politiker, die im Rampenlicht der Medien stehen wollen, lassen heutzutage kaum eine Gelegenheit für sensationsgeiles China-Bashing aus, vom angeblich grausamen Schicksal eines chinesischen Tennisstars über den erfundenen Völkermord in Chinas Xinjiang bis hin zu Taiwan, das angeblich von China militärisch besetzt werden soll, obwohl dies überhaupt keinen Sinn macht, da die Chip-basierte Wirtschaft und das tägliche Leben der Welt, einschließlich Chinas, völlig zum Erliegen kämen. Im Interesse der amerikanischen Politik, sowohl China als auch Russland zu schwächen, fordern sie jedoch die Isolierung als vorsorgliche Bestrafung Chinas.

Asiatische Länder weigern sich, als nützliche Idioten des amerikanischen Imperiums und zu ihrem eigenen Schaden missbraucht zu werden.

Kein Interesse an den von Washington provozierten Spannungen mit Beijing zu Lasten von Taiwan: Taiwans Oppositionspartei, die Kuomintang, möchte jedenfalls dazu beitragen, sie zu verringern. (Chollima Report Twitter screen shot Felix Abt)

Eine Isolierung Chinas, wie sie von westlichen Politikern und Journalisten gefordert wird, geht selbst für eingefleischte Sezessionisten in Taiwan zu weit, da die Insel stark mit der Wirtschaft des Festlandes verflochten ist und der Handelsaustausch mit China ganz wesentlich intensiver ist als mit den Vereinigten Staaten. Ein gegen China gerichteter Import- und Exportstopp würde Taiwan in eine tiefe Wirtschaftskrise stürzen.

CNBC Schlagzeile (Twitter Screen shot Felix Abt)

Und trotz erheblicher Meinungsverschiedenheiten zwischen Vietnam und China, insbesondere über die Grenzziehung im Südchinesischen Meer, das die Vietnamesen als Ostmeer bezeichnen, möchte Vietnam den Handel mit China eher ausweiten als einschränken, um das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand der eigenen Bevölkerung zu steigern.

Vietnamesische Medien berichten, dass Vietnam und China “ihre Beziehungen in allen Bereichen ausbauen” wollen. Die offizielle Vietnam News Agency schrieb am 13.7.2022: “Vietnam ist Chinas größter Handelspartner in der ASEAN und der sechstgrößte Handelspartner in der Welt. China bleibt der größte Handelspartner Vietnams.” – (“Vietnam+” Schlagzeile, Screen shot Felix Abt)

Als US-Vizepräsidentin Kamala Harris im August 2021 Singapur und Vietnam besuchte und diese beiden Länder dazu bewegen wollte, sich mit Amerika gegen China zu verbünden, stieß sie auf wenig Gegenliebe. Denn diese südostasiatischen Staaten wollen gute Beziehungen zu allen Ländern pflegen und nicht wie die europäischen Länder als nützliche Idioten des amerikanischen Imperiums und zu ihrem eigenen Schaden missbraucht werden. Kurz vor ihrer Ankunft in Hanoi traf der vietnamesische Premierminister mit dem chinesischen Botschafter zusammen, um China zu versichern, dass sich sein Land aus allen Großmachtrivalitäten heraushalten werde.

Von den Medien in Unkenntnis gehalten

Der “Spiegel” und die vielen gleichgesinnten europäischen Medien thematisieren das natürlich nicht. Wie im Falle des Ukraine-Konflikts werden auch im Falle Chinas die Vorgeschichte und die Hintergründe systematisch ausgeblendet und diejenigen, die es wagen, Licht ins Dunkel zu bringen, von ihnen diffamiert. Dies wiederholt sich nun im neuen, von den USA heraufbeschworenen Konflikt mit China um Taiwan, wo wieder entscheidende Fakten zensiert werden:

Dazu gehört zum Beispiel die Tatsache, dass China die Insel Formosa/Taiwan, die 1682 von der von Mandschuren gegründeten Qing-Dynastie unter die Kontrolle des Festlandes gebracht wurde, mit viel mehr Respekt behandelt als die rabiaten USA Kuba.

China treibt regen Handel mit Taiwan, und Taiwanesen betreiben zahlreiche Fabriken auf dem chinesischen Festland. Im Gegensatz dazu haben die USA jahrzehntelang einen brutalen Wirtschaftsboykott gegen Kuba verhängt, den Washington auch anderen Ländern auf der ganzen Welt aufgenötigt hat. Nicht einmal Hilfsgelder dürfen nach Kuba überwiesen werden, was im Fall von Taiwan jederzeit möglich ist. Während Taiwan historisch gesehen zu China gehört, war Kuba nie eine “Provinz” oder ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten, abgesehen von der Zeit, in der das Territorium dieser Insel de facto unter der Kontrolle der amerikanischen Mafia stand, die es bis zur Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 als Riesenbordell missbrauchte.

Jetzt erhöht Amerika seine Waffenverkäufe an Taiwan massiv. Stellen Sie sich vor, China würde Kuba auf die gleiche Weise aufrüsten: Die Amerikaner würden den Chinesen aufgrund ihrer Monroe-Doktrin sofort den Krieg erklären. Und chinesische Flugzeugträger, die ständig zwischen Florida und Kuba kreuzen würden, wie die US-Marine in der Nähe von Taiwan und dem chinesischen Festland, würden von den USA wahrscheinlich ohne zu zögern versenkt werden.

Russland umzingeln? Das ist bereits geschehen, einschließlich fünf Runden der NATO-Osterweiterung. Jetzt geht es darum, China zu umstellen und, wenn möglich, einen neuen lukrativen Krieg für Amerikas größten und einflussreichsten Industriezweig, die Kriegsindustrie, zu provozieren. Die nächste “kubanische Raketenkrise” bahnt sich bereits an, diesmal aber schnell und grob: Die USA wollen 27,4 Milliarden Dollar ausgeben, um China entlang der “ersten Inselkette”, einschließlich Taiwan, mit Raketen einzukreisen. – (Foreign Policy Schlagzeile, screen shot Felix Abt)

Dass die oben genannten Zusammenhänge in den Medien verschwiegen werden, ist nicht neu. Auch im Ukraine-Konflikt wurde z.B. nicht darauf hingewiesen, dass die USA seit Jahrzehnten die Strategie verfolgen, einen funktionierenden Wirtschaftsraum Russland-EU zu verhindern. So fürchteten die Strategen in Washington beispielsweise die enormen Synergien zwischen den riesigen Rohstoffreserven Russlands und der herausragenden Technologie Deutschlands ebenso wie ein vereintes Korea mit einem rohstoffreichen Norden und einem technologisch starken Süden. Neue wirtschaftliche Machtzentren, die so entstehen würden, werden in Washington als große Bedrohung angesehen, und es wird weiterhin alles tun, um dies zu verhindern.

Die Medien erwähnten auch nicht die bekannten US-Strategiepapiere zur Destabilisierung Russlands. Oder die erklärte Absicht der USA, ihre Rolle als “Weltordnungsmacht” um jeden Preis aufrechtzuerhalten und den Dollar als Weltwährung zu sichern, den sie als Waffe gegen Länder einsetzen, die sich dem Willen des eigennützigen Imperiums widersetzen. Und die Interessen und der enorme Einfluss der gigantischen westlichen Rüstungsindustrien und ihrer Aktienbesitzer wurden auch nicht analysiert und hinterfragt.

Stattdessen haben sie es vorgezogen, die Kriegspropaganda der einen Seite (Russland) im Ukraine-Konflikt zu geißeln und die der anderen Seite (Kiew) unkritisch zu übernehmen und zu verbreiten, selbst den widerlegten Vorwurf, dass russische Soldaten ukrainische Babys vergewaltigen oder dass russische Truppen zivile Gebäude beschießen, ohne zu erwähnen, dass die Ukraine dort systematisch Zivilisten als menschliche “Schutzschilde” missbraucht.

(Schlagzeile des “The Diplomat” über das kollektive Trauma der Chinesen, verursacht durch die brutale koloniale Vergangenheit. – Screenshot Felix Abt)

Nicht der Rede wert ist auch die Tatsache, dass China hundert Jahre lang von ausländischen Mächten auf ungeheuerliche Weise gedemütigt wurde, gekennzeichnet durch Pandemien, Hungersnöte, Korruption, Massenmord und weit verbreitete Drogenabhängigkeit. Die Opiumkriege gegen China halfen den Briten, ihre Handelsbilanz zu verbessern, indem sie Opium aus ihrer indischen Kolonie bezogen und es mit großem Gewinn in China verkauften. Die Folge war, dass Ende des 19. Jahrhunderts etwa 10 % der chinesischen Bevölkerung opiumsüchtig war, und ein erheblicher Teil des Silbers und anderer Vermögenswerte des Landes außer Landes floss, um das Opium zu bezahlen. Viele der wirtschaftlichen Probleme, mit denen China später konfrontiert war, wurden entweder direkt oder indirekt auf den Opiumhandel zurückgeführt.

Nun schikaniert Amerika China wieder, insbesondere mit wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, aber die Chinesen wollen, dass ihr Land dieses Mal stark genug ist, um neue Demütigungen zu verhindern. Der Versuch der Amerikaner und ihrer westlichen Verbündeten, das 21. Jahrhundert in ein neues “Jahrhundert der Demütigung Chinas” zu verwandeln, dürfte daher viel schwieriger werden als beim letzten Mal.

Mehr als 60 Jahre lang, bis Juni 1928, wurden Chinesen – und Hunde – von den von ausländischen Mächten kontrollierten Stadtbehörden aus den Parks in Shanghai verbannt. Auf diesen Schildern hatten sie die “überlegenen” Werte des Westens deutlich gemacht.  (Twitter screen shot Felix Abt)

Ein leichtes Spiel für eine dominante Supermacht, Konkurrenten auszuschalten

Solange Amerika von freien Märkten und Wettbewerb profitiert, wird es dies respektieren. Wenn Wettbewerber auftauchen, die besser sind als amerikanische Unternehmen, werden sie mit Zwangsmaßnahmen wie Sanktionen belegt. So zwangen die USA beispielsweise Chiphersteller und andere Zulieferer in der ganzen Welt, die Belieferung des führenden chinesischen Hightech-Unternehmens Huawei einzustellen, um es zu zerstören. Oder unter dem Vorwand, dass in der chinesischen Provinz Xinjiang ein – erfundener – Völkermord an Muslimen stattfindet und sie dort zur Zwangsarbeit gezwungen werden, erließ der US-Kongress ein Gesetz zum Boykott der dort produzierten Baumwolle, die billiger und besser ist als die amerikanische Baumwolle. Absurderweise werden 90 % der Baumwolle in Xinjiang nicht von Menschen, sondern von Maschinen gepflückt und verarbeitet, viele davon amerikanische John-Deere-Maschinen; und dieser Firma ist es nun auch verboten, ihre Maschinen an die Baumwollfarmen zu verkaufen, deren Besitzer meist muslimische Uiguren sind.

Laut einem Artikel der Los Angeles Times vom August 1992 war Toshiba in den 1980er Jahren Japans führender Chiphersteller mit einem Marktanteil von etwa 80 Prozent bei DRAM-Produkten (Dynamic Random Access Memory) im Jahr 1987. Wie Huawei wurde auch Toshiba von den Vereinigten Staaten aufgrund von “nationalen Sicherheitsbedenken” ins Visier genommen. Nachdem Toshiba und ein norwegisches Unternehmen 1986 hochentwickelte Fräsmaschinen an die Sowjetunion verkauft hatten, was auch Hersteller aus anderen westeuropäischen Ländern taten, schlug Washington zu und verhängte ein zwei- bis fünfjähriges Verbot für alle Produkte der Toshiba Corporation mit der Begründung, dass Verkäufe an die Sowjetunion eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellten. Mit diesem vernichtenden Schlag konnten sich die USA eines überlegenen Konkurrenten entledigen und den Weg für ihre eigenen Chiphersteller frei machen. Die Unternehmen anderer Länder, die ebenfalls Fräsmaschinen an die Sowjetunion verkauften, blieben unbehelligt.

Alstom wurde einst als “französisches Industriejuwel” bezeichnet, weil das Unternehmen in verschiedenen Bereichen der Energie- und Verkehrstechnik weltweit führend war. Das Unternehmen hatte Kraftwerke, Stromübertragungssysteme und Eisenbahnen gebaut.

Als das Unternehmen Anfang der 2010er Jahre in vielen Ländern zu einem ernsthaften Konkurrenten des US-Riesen General Electric (GE) wurde, nahm Washington es ins Visier. Die Amerikaner schlugen zu, als sie behaupteten, zu wissen, dass Frédéric Pierucci, ein leitender Angestellter von Alstom und Mitverfasser des Buches “The American Trap”, Bestechungsgelder an indonesische Beamte bewilligt hatte, um einen Geschäftsauftrag zu sichern. Er wurde 2013 von der Polizei auf einem New Yorker Flughafen verhaftet. Pierucci schrieb in seinem Buch, dass seinem Anwalt ein erpresserischer Deal angeboten wurde: Er sollte sich schuldig bekennen und innerhalb weniger Monate frei sein oder “bis zu 125 Jahre Gefängnis riskieren”.

The American Trap” (Buchdeckel-Screenshot Felix Abt)

Im Zuge dieser Bestechungsvorwürfe wurden auch mehrere andere hochrangige Alstom-Manager in den USA verhaftet. Das Unternehmen wurde von den US-Richtern in dem Bestechungsfall zu einer saftigen Geldstrafe von 772 Millionen Dollar verurteilt. Das Damoklesschwert zusätzlicher “Strafen” schwebte weiterhin über dem Unternehmen. Im Jahr 2014 blieb Alstom nichts anderes übrig, als sich mit General Electric auf den Verkauf seiner Energie- und Netzsparten, den Filetstücken des Alstom-Konzerns, zu einigen. Mit der Zerschlagung dieses globalen Industrieriesen hat Amerika einen weiteren wichtigen Konkurrenten ausgeschaltet.

Design Chappatte, publiziert von BBC am 21. Mai 2013 (Screenshot Felix Abt)

In der Schweiz wurde vor einigen Jahren das Bankgeheimnis mit anonymen Nummernkonten abgeschafft – aufgrund massiven Drucks der USA; eine Tatsache, die den meisten Menschen immer noch unbekannt ist und von denjenigen, die Rankings von Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsparadiesen veröffentlichen, nicht berücksichtigt wird. Washington erlaubte jedoch amerikanischen Bundesstaaten, Briefkastenfirmen einzurichten, bei denen die wirtschaftlich Berechtigten nicht offengelegt werden müssen; sie bleiben so anonym wie bei den in der Schweiz auf Betreiben der USA abgeschafften Nummernkonten. Auch dies ist den meisten Menschen nicht bekannt.

Damit schalteten die USA einen wichtigen Konkurrenten aus, übernahmen dessen lukratives Geschäftsmodell und wurden außerdem zur mit Abstand größten Geldwaschmaschine der Welt. Zuvor wurden Offshore-Finanzzentren auf der ganzen Welt von Skandalen erschüttert, die auf gestohlenen Kundendateien beruhten, vor allem aus der Schweiz, aber auch aus Panama, Singapur und fast allen kleinen karibischen und pazifischen Inseln. Aber: Aus den USA, wo die meisten Steuern hinterzogen und schmutziges Geld gewaschen wird wie nirgendwo sonst, hat es es keine undichte Stelle oder Enthüllung gegeben. Ist das ein Zufall? Nein, es ist nicht die Aufgabe der NSA und anderer US-Regierungsstellen, amerikanische Banken zu überwachen und zu schädigen, sondern nur ihre ausländischen Konkurrenten.

Man kann auch nicht erwarten, dass die britische Regierung, bekannt als Amerikas treuer Pudel oder die “Five Eyes” (ein wichtiger Teil des vereinigten Deep State der angelsächsischen Länder unter der Führung Washingtons, der gemeinsam deutsche Bundeskanzler, französische Präsidenten, österreichische Behörden, Sie, mich und den Rest der Weltbevölkerung ausspioniert), schmutzige Informationen über ihre riesige Geldwäschemaschine auf den britischen Inseln und insbesondere in der Londoner City, die die Financial Times als “Hauptstadt des schmutzigen Geldes” bezeichnet, weitergibt.

Unliebsame Konkurrenten zu vernichten, ihre angeblich illegalen und verfluchten Geschäfte zu übernehmen und sogar massiv auszubauen, ist also im besten aller Amerikas gang und gäbe. Und der Rest des Wertewestens toleriert es. Super!

Und so sieht Amerikas Unterstützung für Taiwan aus: mit allen Mitteln dafür sorgen, dass die Insel seine gigantische Chipindustrie an Amerika verliert! Danach dürfte die Wiedervereinigung Chinas mit Taiwan für Washington wohl kein Thema mehr sein. (Joe Biden Tweet, Screen shot Felix Abt)

See the big picture?

Nun, wer deutsche, schweizerische, österreichische und andere europäische Medien konsumiert, dem wird es wahrscheinlich nicht gelingen, das ganze Bild zu sehen. Schon gar nicht, wenn man es bei Kerzenlicht tun soll.

Nachdem die Schweizer Regierung sklavisch die antirussischen Sanktionen der Europäischen Union übernommen hat, ruft ihr Energiekommissar die Bevölkerung auf, Kerzen und Holz für die von der EU und seiner eigenen Regierung verursachte Krise bereitzustellen. Und statt diesen selbstverschuldeten Rückfall in die schlechten alten Zeiten zu kritisieren, rechtfertigen die Medien ihn lieber. (Schlagzeile der “Neuen Zücher Zeitung”, Screenshot Felix Abt)

Vielleicht ist hier in Asien, wo ich viele Jahre gelebt, Geschäfte gemacht und Reisen unternommen habe, Bertolt Brechts Zitat “Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral” nicht geläufig, aber was der Schriftsteller und Regisseur meinte, ist in diesem Teil der Welt eine banale Realität. Im Gegensatz zu den wohlstandsverwahrlosten, saturierten und abgehalfterten Politikern und Journalisten, die den wirtschaftlichen Ausverkauf Europas betreiben, fordert hier niemand die Bevölkerung auf, ihren Wohlstand im Namen einer verlogenen Moral zu opfern, hinter der sich handfeste wirtschaftliche Interessen eines alternden, aber immer noch sehr aggressiven westlichen Imperiums verbergen.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: rustamxakim/ shutterstock

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Kommentare (36)

36 Kommentare zu: ““Schnallt eure Gürtel enger und zieht euch warm an!” | Von Felix Abt

  1. Ru Lai sagt:

    https://t.me/klartext2021/10943

    "Es ist jetzt 22 Uhr dreißig. Wir müssen Energie sparen. Für den Krieg, der dem Frieden dient. Der Strom wird jetzt abgeschaltet.
    Gute Nacht, Genosse, morgen muß Deine Arbeit für die Partei besser sein als heute. (…)."

    Es ist völlig egal, welchen Ismus wir dem derzeitigen System überstülpen. Da könnt Ihr Euch bis zum Sankt Nimmerleinstag die Köpfe heiß diskutieren.
    Es wird doch immer die Ursache übersehen: Das Unglücklichsein des Menschen. Das innere Verlorensein. Der Verlust der menschlichen Individualität. Die Sucht des Nachaußengerichtetsein.
    Ohne Unglücksein hätte das System keine Chance.
    Wenn jeder Mensch wüßte, wer er ist und seine göttliche Individualität zurückerobert hätte – dann wäre das System automatisch am Ende.
    Ihr wollt mit unglücklichen Menschen eine glückliche Welt bauen.
    Und Ihr erkennt den Irrsinn, der darin steckt, noch nicht einmal.

    Und so heißt denn das erste Gebot noch immer: Gnṓthi seautón. Erkenne dich selbst!

    Ohne das ist alles andere Kasper Larifari-Geschwätz.

    • Ru Lai sagt:

      Jeder, der nicht weiß, wer er in Wahrheit ist – wovon geht der aus?

      Von seinem Körper. Und in diesem Körper sitzt ein Gehirn, das zu diesem Körper sagt: Das bin ich.
      Das ist der Anhaltspunkt. (Und daher müssen Menschen, die sich total mit der Materie dieses Körpers identifizieren und von ihrem vollen Potential nicht die geringste Ahnung haben, auch sagen: Alles Sehen ist perspektivisch. (Aber das ist falsch.))

      Es ist dieser Materialismus, der uns in die heutige Lage gebracht hat. Denn der Materialist hat nur diesen einen Punkt, der seine Perspektive bestimmt und von dem er ausgehen kann. Was macht er, um ihn zu verfizieren? Was macht er, um dem wahren Gedanken, daß aus Mangel an festen und unwiderlegbaren Anhaltspunkten ein Gedanke so gut ist wie der andere, zu entgehen? Was macht er gegen diese innere Haltlosigkeit. Gegen dieses Verlorensein?

      Er denkt tausend Gedanken, sorgsam belegt durch 10 000 weitere Gedanken, die er dann durch 100 000 Gedanken und Quellen zur endgültigen Wahrheit zu machen glaubt.
      Was dabei herauskam ist und bleibt dann seine Wahrheit. Sein Zettelkasten. Das, womit er die Welt beglücken zu müssen glaubt. Das, wovon er zu 100% überzeugt ist.
      Aber leider ist das alles in den Sand gebaut, oder besser: in den Sumpf. Oder zumindest nur innerhalb eines winzigkleinen Rahmens gültig. Und es hätte auch ganz anders ausfallen können, denn es ist vollkommen beliebig, was da erzeugt wurde.

      (Ein Teufelskreis, würde ich sagen: der finstere Kerker des Materialisten und seine auswegslose, unglückliche Existenz.)

      Denn es ist leider bereits der allererste Gedanke falsch. Und alles, was folgt, kann nur noch schlimmer und schlimmer werden; kann unsere Situation nur noch schlimmer und schlimmer machen.

      Erkenne Dich selbst, Weltverbesserer!

      Es fängt an mit der Frage: Wer bin ich?

      Stellst Du die nicht, dann laß mich in Ruh …

    • Ru Lai sagt:

      Das war übrigens nicht an Gloucester gerichtet. Ich weiß ja, daß er weiter und tiefer sieht. Es ist zu spüren, womit seine Worte erfüllt sind.
      (Gloucester? Ein Insiderbegriff.)

    • ne utrum sagt:

      Also die Frage, wer man denn sei, ist für das Klientel, welches qua Kaderschulung der Überzeugung zu sein hat, dass die Gesellschaft nicht aus Individuen besteht, sondern aus der Summe der Beziehungen und Verhältnisse, worin diese Individuen zueinander stehen, zerebrales Niemandsland. Eine seelische Nullstelle. The big nothing. Zu hoch, Zu breit. Zu wenig dialektisch, diabetisch oder diabolisch. Oder was auch immer für Rekombinationen des immer sinnentleerten Parteigeschwafels da bemüht werden würden.
      Ewig Gefangenen in einer selbst gewählten Schachtel – en Kerl wie em Heiland sein Gaul.

  2. Out-law sagt:

    Was hier auf Erden wann und wie passieren wird ,und wer an was schuld ist ,wird völlig unrelevant ,wenn man außerhalb des Tellerrandes sieht und die Welt mit ihren politischen verblendeten "Wegbereiteren" von außen ,von der Sichtweise eines Schöpfers beobachtet.
    Vorausgesetzt man kann sich das vorstellen ,besser glauben ,erkennt man auch die bereits lange geschriebenen biblischen Prophetien des AT. mit den Hinweisen im NT. und muss sich eingestehen ,dass fast alles vorausbestimmt ist . Vielleicht lassen sich für uns zeitliche "Verschiebungen " einrichten ,doch ob der Mensch zu solchen Veränderungen noch fähig ist ,wie es vielleicht Abraham oder andere Propheten,zu ihrer Zeit waren ,bezweifle ich .
    Wer sich mit solchen Texten wahrlich auseinandersetzt ,was für die meisten Menschen nicht wirklich möglich ist ,da eine Beziehung und entspr. Vorraussetzungen(auch in der Lebensführung ) notwendig sind ,um überhaupt durch göttlichen Geist geführt zu werden ,kann erkennen ,wie sich Eins zum Andern fügt .Allein diese Erkenntnis ,welche auch in den Büchern Daniels ,aber auch anderer Propheten aufgezeigt wurde ,für die Welt aber größtenteils noch versiegelt bleibt ,zeigt einigen "Geistgeführten ",dass wir uns in der Endzeit befinden .Damit ist aber auch klar ,dass die kommenden Zeiten eingefasster und bestimmter werden und nicht einer unklaren Vergangenheit gleichen ,sondern sich immer preziser in ein göttliches Puzzle einfügen ,was aber auch einerseits zu weiterer Spaltung unter der Menschheit und Verfolgung geistlichgeleiteter Personen ,führen wird . Somit trifft Gottes Wort Zug um Zug weiter ein ,wenn auch die Menschheit nicht glauben will .Am Ende wird es dennoch Erkenntnis für viele geben ,ob diese ihnen noch nützt ,ist die Frage ?
    Sicher ist aber ,dass die Zeit wieder auf Null gestellt wird und sehr viele dafür bezahlen werden .Es bleibt letztlich gleich um was wir hier streiten ,wenn wir nur durch Gnade gerettet werden können !Daran könnte jeder an sich selbst beginnen und arbeiten ,und gerade das wäre schon ein Anfang zu einer positiven Veränderung auf unserer Welt . Denn es fängt beim Niedrigtsen und Kleinsten an und wächst dann weiter voran ,so bestimmen es die festgelegten Gesetze .Die Bürger von Ninive hatten das damals begriffen ;heute wissen viele gar nichts mit Ninive anzufangen.Deswegen wird kommen wie es in der Apokalypse steht .

  3. FreedomRider sagt:

    Hat hier irgend jemand Angst vor dem Tod, keine Sorge, der ist allemal besser als ein Leben im Enddarm von Schwab&Co

    • Ru Lai sagt:

      Sie sind stark, FreedomRider. Oder: Sie wissen, wer Sie sind und daß es gar keinen Tod gibt.

      Hatten Sie vor kurzem davon gesprochen, lieber Selbstmord begehen zu wollen, als sich das Gengift injizieren zu lassen?
      Beobachtungen auf feinstofflicher Ebene über die Wirkung der Genspritzen könnten Ihnen Recht geben.

      https://www.anthroposophische-meditation.de/corona-krise#c2158

      https://transition-news.org/als-wurde-ein-dunkles-wesen-auf-ihnen-liegen

  4. Reinhardas sagt:

    Seit China die Corona-Pandemie ausgelöst und die Beispiel-Lockdowns und digitale Kontrolle vorgemacht hat, hat es die USA in der Führungsrolle der Welt abgelöst. Das allerdings mit Hilfe der dortigen wirklichen Elite ( nicht der Polit-Marionetten). Die USA haben das größte Problem in der Gestalt, dass ihre Bürger über Millionen Feuerwaffen verfügen. Deshalb müssen auch die genetischen Substanzen und die 5-G-Netze ausgerollt werden. Wenn diese Technologie über die gesamte Fläche Nordamerikas installiert und funktionsfähig ist, können die Menschen dort ebenso kontrolliert werden, wie die Chinesen es vormachen. Dabei ist völlig belanglos, wie die Menschen sich kleiden, oder mit wem welches Land Handel treibt. Die Welt wird schon heute von einer Stelle aus regiert. Es ist aber nicht Klaus Schwab, der ist nur ein Angestellter.

  5. Schramm sagt:

    ►Ein freiwilliger Verzicht auf weitere Kinder setzt ein soziales Sicherungssystem voraus.

    Kinder sind für die meisten Menschen, vor allem in den sozioökonomischen Schwellen- und Entwicklungsländern, eine existenzielle Lebensversicherung. Insbesondere bei Krankheit, körperlicher Behinderung und im Lebensalter.

    ►Es bedarf ein weltweites sozial auskömmliches Sicherungssystem für alle Menschen, unabhängig von der Herkunft, Geschlecht und Hautfarbe.

    ►Es bedarf hierfür demokratisches Gemeineigentum an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln. Gemeineigentum an Grund und Boden, Luft und Wasser, Rohstoffen und Bodenschätzen, Tier –Natur– und Pflanzenwelt.

    Fazit: Dafür müsste man den Kapitalismus beseitigen!

    PS: Der als gesellschaftliche Klasse aufgehobenen vormaligen Bourgeoisie, deren Oligarchinnen und politischen Eliten, kontrolliert und gleichberechtigt, in die demokratische Gesellschaftsordnung integrieren und persönliche Teilhabe an der notwendigen gesellschaftlichen Arbeit ermöglichen.

    22.08.2022, R.S.

    • ne utrum sagt:

      Wer entscheidet denn dann darüber, welche Arbeit notwendig ist?

    • Schramm sagt:

      Die demokratische Gemeinschaft.

    • Ru Lai sagt:

      Aber ja, die demokratische Weltgemeinschaft.

      Da, was wertvoll und wichtig ist, da, was für die Menschen wesentlich ist, ja in Afrika und Asien und Europa und Südamerika etc. exakt dasselbe ist.
      Es gibt ja keine Völker, schon klar. Alle sind gleich.

    • ne utrum sagt:

      Und wenn ein demokratisch gewählter Waschlappen die Anwendung desselben anordnet, mache ich als hackenstrammer, sozial auskömmlich gesicherter Neo-Systemling mit, weil es ja die demokratische Gemeinschaft so verfügt hat? Da freu ich mich aber wie ein Schnitzel auf diese neue Demokratie.
      Nee, Kollege, ich mach da nicht mit, weil ich nun einmal bin, der ich bin und Eure Demokratur in rot könnt Ihr behalten.

    • _Box sagt:

      Ah, die völkische "Opposition:"

      https://apolut.net/warum-auch-ich-fuer-die-basis-bei-der-bundestagswahl-kandidiere-von-hermann-ploppa#comment-230007

      Schon klar daß sie von demokratischer Selbstbestimmung nicht viel halten. Der werte Sarrazin hatte auch beste Tipps parat, wenn es denn mal kalt werden sollte.

    • ne utrum sagt:

      Völkisch, alle Achtung, da materialisiert sich eine Leberwurst beleidigter Art im Scrabble Scratch.
      You Are Either With Us, Or With The Racial Opposition. Yeah, baby, gib mir Tiernamen!

      Euch brauch man nicht als Opposition, wir haben schon Hygiene-, Klima- und Vollpfostensozialismus.
      Ihr seid übelflüssig.

    • Ru Lai sagt:

      Die Einführung der Demokratie bedeutete das Ende des inneren, spirituellen Ringens des Menschen um das Leben. Männer und Frauen hatten sich dafür entschieden, nicht mehr mit dem Tod in ihrem Inneren zu leben. Es war zu schmerzhaft und unbequem.
      Nun hatte der Tod gewonnen, und der Mensch gab den Geist auf.
      Bedingungslos ergab er sich dem äußeren Gott, der imaginären Masse. (…)
      Weil der Mensch seine eigene Realität für den Wahn eines Massenheils aufgegeben hatte, wurde er nun vom Massenbewußtsein mit seinen leeren Vorstellungen und Emotionen gesteuert. Hinfort zählte nicht, was richtig war, sondern, was populär war.
      Die Individualität wurde abgeschafft.
      (…)
      Alle Macht geht vom Volke aus – und alles Unglück von der Macht jener Leute, die sich der Gewalt ergeben haben.
      (…)
      Die Demokratie beseitigte das Wesen der Individualität. Von nun an war kein einzelner Mensch mehr für sein Leben und ganz gewiß nicht für die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit der demokratischen Gesellschaft verantwortlich, und dieser Zustand würde sich bis ans Ende aller Zeiten fortsetzen.
      (…)
      All dies wirft die Frage auf, die kein Mensch, der bei rechtem Verstand ist, in einer Demokratie je zu stellen wagt:

      Irgend jemand muß verantwortlich sein. Aber wer?
      Das Volk. Alle Macht geht vom Volk aus. Also muß doch das Volk verantwortlich sein?
      Nein. Nicht mehr. Die Menschen haben ihre Verantwortung an die Politiker abgegeben.
      Dann sind also die Politiker verantwortlich?
      Unmöglich. Politiker sind nicht verantwortlich, das weiß doch jeder. Politiker übernehmen keine Verantwortung für Armut, Gier, Unehrlichkeit, Grausamkeit, Ausbeutung, Verderbtheit, die durch demokratische Systeme aufrechterhalten und gefördert werden.
      (…)
      Dann sind also die einzelnen Menschen verantwortlich?
      Nein, das kann nicht sein. Denn es gibt keine verantwortlichen Menschen mehr. Es ist nicht erlaubt. Und wo sind sie?
      Dann ist niemand verantwortlich?
      So ist es.

      Das ist die Demokratie, und das macht ihre unbesiegbare Popularität aus. Freiheit ohne Verantwortung heißt die Losung, die dem Instinkt der menschlichen Herde entsprungen ist.
      "

      Barry Long; aus dem Buch "Nur die Angst stirbt". Text: Eine politische Betrachtung der Weltgeschichte

    • _Box sagt:

      ne utrum,

      wenn man man mal von der argumentationsfreien blumigen Sprache Abstand nimmt, klingen sie wie der Herr Matuschek:

      Punkt.PRERADOVIC mit Milosz Matuschek
      Von rr am 9. August 2022
      https://hinter-den-schlagzeilen.de/punkt-preradovic-mit-milosz-matuschek

      Sprachregelungen ne utrum, Sprachregelungen. Ihr werdet jede Form annehmen die bezahlt wird. Darauf kann man sich verlassen.

      veganislove, specht, rulai … ru lai,

      beeindruckend, Platz Nr. 10,826 in Esoterik (Bücher) und Nr. 15,593 in Lebensführung (Bücher) bei Amazon.
      Aber lassen wir die Kommerzkrake mal außen vor und schauen tiefer:

      Kapitalismus im Kopf
      Eine ganze Industrie arbeitet daran, unseren Verstand zu manipulieren.
      von Ulrike Orso

      Hat sich noch nie jemand gefragt, wo plötzlich die vielen „Berater“ herkamen? Ein schier unüberschaubarer Markt an Beratungs- und Bildungsangeboten hat sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Dabei fällt eines auf: Überall werden die gleichen Sätze, die gleichen Aufforderungen und Gleichschaltungsmechanismen eingesetzt. Ein Großteil der insbesondere an Unternehmer und Arbeitnehmer adressierten Bereiche entstand aus der Idee des „Positiven Denkens“. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zwischen manchen — in den USA sehr erfolgreichen — Predigern, namhaften Psychologen, den Vertretern der neuen Propagandatechniken und den Entwicklern der Ideologie des Neoliberalismus zu einem weitreichenden Schulterschluss.
      (…)
      Auserwählte und Verdammte

      Nach den Lehren des Johannes Calvin aus Genf wurden die Menschen von Gott noch vor der Erschaffung der Welt in Auserwählte und ewig Verdammte geschieden. An diesem vorbestimmten Schicksal könne, so Calvin, kein Mensch etwas ändern, weder durch gute Taten noch durch Glauben. Allerdings könne der einzelne Mensch auch nie mit Sicherheit wissen, zu welcher Gruppe er gehört. Daher sei er auf Zeichen angewiesen – und das deutlichste Zeichen dafür, zu den Auserwählten zu gehören, ist laut Calvin wirtschaftlicher Erfolg. Die Spaltung der Menschheit in Auserwählte und Verdammte, wie sie die Johannes-Offenbarung verkündet, wurde auf das Wirtschaftsgeschehen projiziert, göttliche Ordnung und Marktlogik wurden eins (1).
      (…)
      Prediger – die ersten Unternehmensberater

      Aus der amerikanischen Tradition heraus waren es Prediger, die erneut die Idee des Positiven Denkens aufgriffen und darin zuallererst eine Erleichterung für ihre Gläubigen sahen. Auch Unternehmer entwickelten bald Interesse an dieser Idee, denn je erfolgreicher ein Unternehmen war, desto wichtiger wurde es, Arbeitskräfte so zu führen, dass sie die bestmögliche Leistung erbringen konnten.

      https://www.rubikon.news/artikel/kapitalismus-im-kopf

      Der Trick ist sogar noch sehr viel älter:

      Im Jahr 1883 fand in Pittsburgh ein Anarchistenkongress statt. Er arbeitete ein Manifest aus:

      Alle Gesetze sind gegen die Arbeiterschaft gerichtet. … selbst die Schule dient lediglich dem Zweck, die Nachkömmlinge der Wohlhabenden mit jenen Qualitäten auszustatten, die nötig sind, um ihre Klassendominanz aufrecht zu erhalten. Die Kinder der Armen erhalten kaum überhaupt formelle Grundlagenbildung, und selbst diese richtet ihr Augenmerk auf solche Zweige, die dazu tendieren, Vorurteile, Arroganz und Unterwürfigkeit zu produzieren, kurz: einen Mangel an Verstand. Die Kirche schließlich versucht, aus der Masse komplette Idioten zu machen, und sie dazu zu bringen, auf das irdische Paradies zu verzichten, indem sie ihnen einen fiktiven Himmel verspricht. Die kapitalistische Presse andererseits sorgt für die Verwirrung der Vernunft im öffentlichen Leben. … Die Arbeiter können deshalb von keiner kapitalistischen Partei Hilfe bei ihrem Kampf gegen das derzeitige System erwarten. Sie müssen ihre Befreiung aus eigener Kraft erreichen. Eine privilegierte Klasse gibt niemals ihre Tyrannei auf. Das war in früheren Zeiten so, und ebenso wenig sollte man erwarten, dass die Kapitalisten dieser Tage ihre Herrschaft aufgeben, wenn man sie nicht dazu zwingt.
      (Howard Zinn, Eine Geschichte des amerikanischen Volkes, s. 262)

      Aber war ihre eigentliche Expertise nicht Klone, Außerirdische und Skalarwellen:

      https://apolut.net/die-macht-um-acht-96#comment-237513

      https://apolut.net/m-pathie-frank-hoefer#comment-235370

    • ne utrum sagt:

      Die Befreiung aus eigener Kraft ist gut. Meinen Sie damit so etwas wie die Breschnew-Doktrin?

    • Ru Lai sagt:

      Kann mal jemand diese unterirdischen Verleumdungsversuche der Schachtel unterbinden helfen?

      Ich gestehe, ich war schwach. Ich habe den Kommentar von jemandem a n g e l e s e n , der im Leben nicht aus seiner Schachtel und seinen verqueren Überzeugungen rauskommen wird. Und dabei spreche ich hier überhaupt nie zu diesem und habe es mir völlig abwöhnt, über ihn zu sprechen, oder auch nur von ihm zu lesen. Ich war schwach.

      Umgekehrt ist das leider eine Masche. Dieser marxistische Materialist hat, wie alle Materialisten, große Angst vor dem Geistigen, vor allem deshalb, weil er nicht den geringsten Zugang zu höheren Wahrheiten und Wirklichkeiten hat und daher mit einem stupiden Haß auf jene leben muß, die über seinen Wurmhorizont hinausgegangen sind.

      Ja, wenn es um wiederholte Diffamierung geht, dann werd ich sauer.

      "veganislove, specht, rulai … ru lai," ??????

      Eine Lüge.
      Veganislove und Specht, ich schreibe es hier zum letzten Mal, waren die Pseudonyme eine älteren Dame. (Nebenbei eine der Mutigsten. Sie war die Erste, die hier, oder besser: auf KenFM, über Geoengineering aufgeklärt hat und sich darum bemühte, die schädlichen Folgen, ja, die tödlichen Folgen von Fleischkonsum, bekannt zu machen. Dafür wurde sie gehaßt.)

      Rulai/Ru Lai ist keine ältere Dame.
      Ich bin männlich und jeder, der ein bißchen Intuition hat, wird das leicht erfahren können.

      Veganislove, sie hat sich doch schon vor Jahren vom Kommentieren verabschiedet. Ich hoffe, sie hat sich nicht das Leben genommen. Ich weiß darüber nichts.
      Aber ich ahne, sie hat diese Welt und diese gestörte Art von Menschen, die sich hier als Wächter betätigen, nicht länger ausgehalten.

      Gestalten wie diese Schachtel hier haben noch nie auch nur ein Haarbreit zur Verbesserung dieser Welt beigetragen.
      Veganislove hat das getan.
      An ihr kam man nicht vorbei.

      In Eurer "demokratischen Weltgesellschaft" würde ich im Lager sitzen, damit mir das, wofür ich lebe, von Euch degenerierten Materialisten ausgetrieben werden kann: Meditation, Liebe, das Spirituelle, Gott.

      Ihr könnts ja mal versuchen …..

      😂 😂 😂 😂 😂

    • _Box sagt:

      Schon klar "Ru Lai,"

      das sind nie und nimmer sie (veganislove):

      https://apolut.net/m-pathie-kai-stuht#comment-247316

      Und ihr permanentes Gift speien, wie zuvor, jetzt gerade oder auch z.B. hier …

      https://apolut.net/symptomueberflutung-und-aerztemarathon-nach-impfung-von-andrea-drescher#comment-247710

      … das muß Ausdruck ihrer großen Spiritualität oder Liebe sein.

      Auch wenn sie "redlich" bemüht sind affektierte Echauffiertheit vorzutäuschen, kann es nicht darüber hinwegtäuschen, daß ihre Angriffe stets nur in eine bestimmte Richtung gehen und als Deckung sowie Ablenkmanöver für die dominanten Kreise dienen.

    • ne utrum sagt:

      Ru Lai, der Sozialisterrorismus verhöhnt einen heute an jeder Ecke und er will mir was von dominanten Kreisen erzählen?
      Ein echter Topchecker.
      Das ist jetzt schon der Gag des Tages und man muss vor lachen zusehen, dass einem der Kaffee nicht aus der Hose fällt.
      Jeden Tag 360 Grad-Parteischulung und er fühlt sich vom Kapitalismus bedroht.
      Kannst Du Dir nicht ausdenken!

    • _Box sagt:

      ne utrum,

      Brot kann schimmeln, was können sie? Nun, außer natürlich als beflissener Dienstbote Begriffe verdrehen. Denn natürlich mögen die großen kapitalistischen Raubtiere nichts anderes als die Etablierung einer sozialistischen also gerechteren Ordnung. Deshalb mal zum Ablauf und den Urhebern:

      Selbsterfüllende Prophezeiung
      11 Sep, 2021

      Übersetzung des Artikels: A Self-Fulfilling Prophecy: Systemic Collapse and Pandemic Simulation
      Von Fabio Vighi

      Anderthalb Jahre nach dem Auftauchen des Virus fragen sich manche, warum die ansonsten skrupellosen herrschenden Eliten beschlossen haben, die globale Profitmaschine angesichts eines Krankheitserregers einzufrieren, der fast ausschließlich die Unproduktiven (über 80-Jährige) trifft. Wozu der ganze humanitäre Eifer? Cui bono? Nur diejenigen, die mit den wundersamen Abenteuern von GloboCap nicht vertraut sind, können sich der Illusion hingeben, das System habe sich aus Mitleid für den Stillstand entschieden. Lassen Sie uns von Anfang an klarstellen: Den großen Raubtiere des Öls, der Waffen und Impfstoffe geht die Menschheit am A… vorbei.

      Die Spur des Geldes

      In den Monaten vor Covid stand die Weltwirtschaft am Rande eines weiteren gigantischen Zusammenbruchs. Hier ist eine kurze Chronik, wie sich der Druck aufbaute:

      Juni 2019: In ihrem Jahreswirtschaftsbericht lässt die in der Schweiz ansässige Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die „Zentralbank aller Zentralbanken“, die internationalen Alarmglocken läuten. Das Dokument hebt die „Überhitzung […] auf dem Markt für fremdfinanzierte Kredite“ hervor, wo „sich die Kreditstandards verschlechtert haben“ und „Collateralized Loan Obligations (CLOs) in die Höhe geschnellt sind – was an den steilen Anstieg der Collateralized Debt Obligations [CDOs] erinnert, die die Subprime-Krise [im Jahr 2008] verstärkt haben.“ Einfach ausgedrückt: Der Bauch der Finanzindustrie ist wieder einmal voll mit Schrott.
      (…)
      15./16. September 2019: Der Abschwung wird offiziell durch einen plötzlichen Anstieg der Repo-Sätze (von 2 % auf 10,5 %) eingeleitet. ‘Repo’ ist die Abkürzung für ‘Repurchase Agreement’, einen Vertrag, bei dem Investmentfonds Geld gegen Sicherheiten (in der Regel Staatsanleihen) verleihen. Zum Zeitpunkt des Tauschs verpflichten sich die Finanzakteure (Banken), die Vermögenswerte zu einem höheren Preis zurückzukaufen, in der Regel über Nacht. Kurz gesagt: Repos sind kurzfristige, besicherte Kredite. Sie sind die Hauptfinanzierungsquelle für die Händler auf den meisten Märkten, insbesondere auf den Derivatemärkten. Ein Mangel an Liquidität auf dem Repo-Markt kann einen verheerenden Dominoeffekt auf alle wichtigen Finanzsektoren haben.
      (…)
      19. September 2019: Donald Trump unterzeichnet die Executive Order 13887, mit der eine National Influenza Vaccine Task Force eingerichtet wird, deren Ziel es ist, einen “nationalen 5-Jahres-Plan (Plan) zu entwickeln, um den Einsatz flexiblerer und skalierbarer Technologien zur Impfstoffherstellung zu fördern und die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, die gegen viele oder alle Grippeviren schützen.” Damit soll einer “Influenza-Pandemie” entgegengewirkt werden, die “im Gegensatz zur saisonalen Influenza […] das Potenzial hat, sich schnell über den Globus zu verbreiten, eine größere Anzahl von Menschen zu infizieren und hohe Krankheits- und Todesraten in Bevölkerungsgruppen zu verursachen, die nicht immun sind”. Wie von manchen bereits vermutet, stand die Pandemie unmittelbar bevor, und auch in Europa liefen die Vorbereitungen (siehe hier und hier).

      18. Oktober 2019: In New York wird im Rahmen von Event 201, einer strategischen Übung, die vom Johns Hopkins Biosecurity Center und der Bill and Melinda Gates Foundation koordiniert wird, eine globale Zoonosepandemie simuliert.

      21-24 Januar 2020: Das jährliche Treffen des Weltwirtschaftsforums findet in Davos, Schweiz, statt, wo sowohl die Wirtschaft als auch Impfungen diskutiert werden.

      23. Januar 2020: China verhängt über Wuhan und andere Städte in der Provinz Hubei eine Ausgangssperre.

      11. März 2020: Der Generaldirektor der WHO bezeichnet Covid-19 als Pandemie.
      Der Rest ist Geschichte.

      Die Punkte zu verbinden ist eine einfache Übung. Wenn wir dies tun, könnten wir ein perfekt ausgearbeitetes Narrativ erkennen, dessen Zusammenfassung in Kurzform wie folgt lautet: Die Lockdowns und die weltweite Aussetzung wirtschaftlicher Transaktionen sollten

      1. es der Fed ermöglichen, die maroden Finanzmärkte mit frisch gedrucktem Geld zu fluten und gleichzeitig die Hyperinflation hinauszuzögern; und
      2. Massenimpfungsprogramme und Gesundheitspässe als Pfeiler eines neofeudalen Regimes der kapitalistischen Akkumulation einzuführen.
      (…)
      Der Kern unseres Dilemmas liegt in einer ausweglosen strukturellen Sackgasse: Die Finanzialisierung durch Verschuldung ist die einzige Fluchtlinie des heutigen Kapitalismus, der unvermeidliche Fluchtweg für ein Reproduktionsmodell, das seine historische Grenze erreicht hat. Das Kapital flüchtet auf die Finanzmärkte, weil die arbeitsbasierte Wirtschaft zunehmend unrentabel ist. Wie konnte es soweit kommen?

      Die Antwort lässt sich wie folgt zusammenfassen:

      1. Die Schaffung von Mehrwert als wirtschaftlichem Zweck ist der Antrieb sowohl zur Ausbeutung der Arbeitskräfte, als auch zu ihrer Verbannung aus dem Produktionsprozess. Dies ist es, was Marx den “beweglichen Widerspruch” des Kapitalismus1 nannte, der zwar das Wesen unserer Produktionsweise ausmacht, heute aber nach hinten losgeht und die politische Ökonomie in einen Modus der permanenten Verwüstung verwandelt.
      2. Der Grund für diese Wendung des Schicksals ist das objektive Scheitern der Dialektik zwischen Arbeit und Kapital: Die beispiellose Beschleunigung der technologischen Automatisierung seit den 1980er Jahren führt dazu, dass mehr Arbeitskraft aus der Produktion ausgestoßen als (wieder) aufgenommen wird. Die Schrumpfung des Lohnvolumens bedeutet, dass die Kaufkraft eines wachsenden Teils der Weltbevölkerung sinkt, was zwangsläufig zu Verschuldung und Verelendung führt.
      3. Da weniger Mehrwert produziert wird, sucht das Kapital nach unmittelbaren Renditen im verschuldeten Finanzsektor statt in der Realwirtschaft oder durch Investitionen in sozial konstruktive Bereiche wie Bildung, Forschung und öffentliche Dienstleistungen.

      Unterm Strich ist der sich vollziehende Paradigmenwechsel die notwendige Bedingung für das (dystopische) Überleben des Kapitalismus, der nicht mehr in der Lage ist, sich durch Massenlohnarbeit und die damit verbundene Konsumutopie zu reproduzieren.

      https://alschner-klartext.de/2021/09/11/selbsterfuellende-prophezeiung/

      Nebenbei bemerkt, die staatskapitalistische Sowjetdiktatur hat sich auch auf Demagogen wie sie gestützt. Sie wären einer von Breschnews größten Eiferern gewesen.

    • ne utrum sagt:

      Wenn das böse Kapital nach unmittelbaren Renditen im verschuldeten Finanzsektor statt in der Realwirtschaft sucht, dann ist es eben kein Kapitalismus mehr. Ist nicht so schwer.
      Wenn auf Staatsgeheiß Wälder zum Ruin für Windräder freigegeben werden und andere Technologien sanktioniert werden, dann haben wir keine freie Marktwirtschaft. Es ist Korporatismus. Ende der Mitteilung.

    • _Box sagt:

      Kommen Sie näher, kommen Sie ran! Hier werden sie genauso beschissen, wie nebenan.

      Der "freie Markt," das Mantra der Kapitalapologeten. Die Chicagoboys lassen grüßen. Apropos, passt ja zum Faschismus unter Pinochet. Korporatismus hätte Mussolini den Faschismus gerne genannt.

      „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“
      – Benito Mussolini

      Und sie wissen (natürlich nicht) was dazu gehört:

      „Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterhalten mit den terroristischen Mitteln des Faschismus. Deshalb soll vom Faschismus schweigen, wer nicht auch vom Kapitalismus reden will.“
      – Max Horkheimer

      Noch was zum Lesen:

      Chile erlebte die Dreifaltigkeit des freien Marktes (4):

      – Deregulierung: Regeln und Regulierungen werden gestrichen, die der Akkumulation von Profiten im Weg stehen.

      – Privatisierung: Alles wird verkauft, was auch profitorientiert von Unternehmen vertrieben werden kann. wie Schulen, Krankenhäuser, Sicherheitsfirmen, Kriegsführung, Öl, Bodenschätze, Schlüsselindustrien, Nationalparks …

      – Einschnitte: drastisches Zurückfahren von Sozialausgaben.
      (…)
      Die Schockstrategie: Massenentprägung durch Massentraumatisierungen

      Was anfangs als Revolution der Chicago Boys galt — weil viele von Pinochets Wirtschaftsexperten bei Friedman an der University of Chicago studiert hatten —, etablierte sich später als „Schocktherapie“, das Aufeinanderfolgen von drei Phasen, die den umfassenden Wechsel zur freien Marktwirtschaft herbeiführen sollen:

      1. Die Schock- oder Weichklopfphase

      Mittels Kriegen, Terroranschlägen, Staatsstreichen oder gar Naturkatastrophen soll ein, alle Ebenen des zwischenmenschlichen Miteinanders überlagerndes, Gefühl der Angst entstehen — ähnlich wie nach 9/11. So ließe sich rationales Denken und der Schutz eigener Interessen am einfachsten aussetzen. Wer sich wehrt, hat weitere Schocks zu erleiden: Verhöre, Gefängnisaufenthalte bis hin zu sensorischer Deprivation und Elektrokonvulsionstherapien (Kubark-Methoden, (MKULTRA)). Manch einer „verschwindet“ auch einfach. Dieses „Foltern der Massen“ gleicht einem „Krieg gegen den Geist“. Das systematische Ausmerzen von „Systemunkonformen” soll verdeutlichen: Widerstand bedeutet Tod. Mach mit, oder du stirbst.

      2. Die „Tabula-rasa-“ oder „Entprägungsphase“

      Durch das gezielte Aufbrechen des bislang vorherrschenden Narrativs soll ein Verlust der eigenen Realität sowie der an sie bis dato gebundenen Identität stattfinden.

      Alles, was dich bislang ausgemacht hat, darf nun nicht mehr sein. Alles, was dir bislang wichtig war — Kultur, Freunde, Privatsphäre, Individualität — wird nun unter Strafe gestellt. Du hörst auf, du selbst zu sein, weil du kein Selbst mehr haben darfst.

      Das Erleiden dieser kumulativen Traumatisierung wird letztendlich subtraumatisch:

      „Die einsetzende Erholungsphase wird jedoch jedes Mal durch erneute Ereignisse gestört und somit auf Dauer das psychische System zum Zusammenbruch gebracht.“

      Was folgt, ist eine mentale Regression auf individueller wie kollektiver Ebene. Die anhaltenden Schocks lähmen den Menschen, lassen ihn sich ohnmächtig und orientierungslos fühlen — beinahe wie einen „Gefangenen im eigenen Körper“.

      Dieses Erzeugen größtmöglicher kognitiver Dissonanzen verlagert den kollektiven Zersetzungsprozess von der Politik auf den Bürger selbst. Nicht mehr die Politik spaltet die Gesellschaft, die Gesellschaft spaltet sich selbst: Übersteigt der eigene Energieaufwand, den es zur Aufrechterhaltung der Komplexität äußerer Strukturen braucht, die eigene Leistungskapazität, so scheint die eigenständige „Entprägung“ alter Ein- und Vorstellungen als einziger Ausweg, dem Druck der Nonkonformität zu entkommen. Man macht mit, um zu überleben.

      3. Das „Psychische Antreiben“

      Auf der individuellen Ebene von Staatsfeinden und Widersachern käme es in dieser Phase zum Informationserwerb durch ein Geständnis. Frühere Überzeugungen werden zurückgedrängt und das einstige Selbst verleugnet. Was bleibt, ist ein gebrochener Mensch.

      Auf kollektiver Ebene gilt es nun, den Staat als „Vaterfigur“ und „Retter“ erstarken zu lassen.

      Die Bürger sind so weich gekocht und leer, dass sie für alles „Neue” offen sind. Die Pläne, die die ganze Zeit in der Schublade lagen, können nun endlich hervorgeholt werden. Hauptsache: „Es endet“.

      Es ist wie nach dem 11. September: Die Angst vor dem Terrorismus übersteigt plötzlich die Angst vor einem Leben im Überwachungsstaat.

      Aus:
      Die Zermürbungsstrategie
      Um den Bürgern zuvor undenkbare Zumutungen aufzunötigen, setzt der Kapitalismus auf inszenierte Krisen.
      von Lilly Gebert

      https://www.rubikon.news/artikel/die-zermurbungsstrategie

    • ne utrum sagt:

      Faschismus ist perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen – sag ich doch. Es ist kein Kapitalismus.

    • _Box sagt:

      Für ihre Leseschwäche, steht bereits weiter oben:

      „Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterhalten mit den terroristischen Mitteln des Faschismus. Deshalb soll vom Faschismus schweigen, wer nicht auch vom Kapitalismus reden will.“
      – Max Horkheimer

    • Schramm sagt:

      ►Die Aufklärung im modifizierten Kapitalfaschismus über die gesellschaftspolitische Wirklichkeit des heutigen Kapitalismus!

      User „ne utrum“ [?] sagt: »Faschismus ist perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen – sag´ ich doch. Es ist kein Kapitalismus.« ?

      ►Lese- und Denk-Empfehlung:

      ▫ Von Kurt Pätzold und Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP 1920 bis 1945

      ▫ Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus.

      ▫ Sebastian Haffner: Der Verrat 1918/1919 – als Deutschland wurde, wie es ist.

      ▫ Albert Norden: So werden Kriege gemacht! Über Hintergründe und Technik der Aggression.

      ▫ Institut für Gesellschaftswissenschaften: Der Imperialismus der BRD. Dietz Verlag, Berlin, 1971.

      ▫ Akademie der Wissenschaften, Institut für Theorie des Staates und des Rechts: Das politische System der BRD – Geschichte und Gegenwart.

      ▫ Von Rainer Mausfeld: Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören.

      ▫ Von Otto Finger: Philosophie der Revolution. Studie zur Herausbildung der marxistisch-leninistischen Theorie der Revolution als materialistisch-dialektischer Entwicklungstheorie und zur Kritik gegenrevolutionärer Ideologien der Gegenwart. Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1975.

      Sergej L. Rubinstein: Sein und Bewusstsein. Die Stellung des Psychischen im allgemeinen Zusammenhang der Erscheinungen in der materiellen Welt. – Sektion Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Akademie Verlag · Berlin, 1977.

      23.08.2022, R.S.

    • ne utrum sagt:

      Wir haben keinen freien Handel, also ist es Faschismus, weil der Staat hineinpfuscht. Ob man das nun Kapitalismus, Sozialismus oder Korporatismus nennt, hängt von der eigenen Ideologie oder Religion ab.

      Immer wenn der Staat auftritt, geht es den Menschen an der Kragen. Im Kapitalismus als Reinform der Konzernherrschaft, im Korporatismus als Wischiwaschi-Übergangsform oder im Sozialismus als maximale Herrschaftsform des Staates.

      Dass die Commies auf den Kapitalismus schimpfen und umgekehrt liegt am Bruderstreit. Beide sind und bleiben Deppen.
      Die einen würden sich der asozialen Allianz von Kapital und Staat unterwerfen, die anderen eben der asozialen Allianz von Staat und Kapital. Oder: Die einen machen erst kaputt und verstaatlichen dann , die anderen verstaatlichen erst und machen dann kaputt.

      Es geht jeweils defacto nie um den Menschen, sondern ein Einhegungsprogramm. Vermutlich aus demselben Ingenieursbüro für Weltmanagement.

    • Schramm sagt:

      @ 'ne utrum' sagt: „Ob man das nun Kapitalismus, Sozialismus oder Korporatismus nennt, hängt von der eigenen Ideologie oder Religion ab.“ ?

      Friedrich Engels sagt: „Und wie die Gesellschaft sich bisher in Klassengegensätzen bewegt, so war die Moral stets eine Klassenmoral; entweder rechtfertigte sie die Herrschaft und die Interessen der herrschenden Klasse, oder aber sie vertrat, sobald die unterdrückte Klasse mächtig genug wurde, die Empörung gegen diese Herrschaft und die Zukunftsinteressen der Unterdrückten.“

      Die in jeder antagonistischen Klassengesellschaft herrschende Moral ist die Moral der herrschenden Klasse. Sie ist darauf gerichtet, durch entsprechende Werte und Normen die bestehende Ordnung, die Ausbeutung und die Herrschaft der besitzenden Klassen zu rechtfertigen und zu schützen.

  6. Die Medien könnten das Weltbevölkerungswachstum stoppen, indem sie die Menschen mit Argumenten überzeugen auf weitere Kinder zu verzichten. Damit könnten sie eine der Hauptursachen für Armut, Hunger, Unterernährung, Krankheit und Tod wirksam bekämpfen. Die Menschheit wächst jedes Jahr um 40 Millionen Menschen. Ohne ein Stoppen des Bevölkerungswachstums fahren wir gleichsam alle bald gegen eine Wand.

    Die Medien könnten sich für eine Modernisierung der Landwirtschaft einsetzen, weil man dadurch die Arbeitskraft (Manpower) von vielleicht einer Milliarde Arbeitern einsparen könnte mit der Folge, dass alle Menschen weniger arbeiten müssten.

    Die Medien könnten sich für Kindergärten in der 2. und 3. Welt und für Jobangebote für Frauen einsetzen, sodass dort auch die Frauen (Mütter) die Möglichkeit hätten, einen Job anzunehmen mit der Folge, dass alle Menschen nur noch halbtags arbeiten müssten, um die Menschheit unterhalten zu können.

    Die Medien könnten über den angeblichen Klimawandel kritisch berichten.

    Die Medien könnten über die angebliche Coronapandemie kritisch berichten.

    Die Medien könnten über die Kriege kritisch berichten. Etc. pp.

    Machen sie aber meist nicht. Z.T. weil es nicht in die Agenda ihrer Anzeigenkunden und sonstigen Geldgeber passt oder weil es ihren Lesern nicht gefallen würde oder weil die Entscheidungsträger ideologisch oder wissenschaftlich festgefahren sind.

    • Leider ist mir irgendwie ein Fehler passiert. Ich wollte diesen Kommentar eigentlich an den Artikel "Ihr habt das Geld, wir haben die Herzen und die besseren Argumente!" von Uwe Kranz anfügen

  7. wudi sagt:

    Danke fuer das Gegensteuern zu der bald zu erwartenden massiven Anti-China Propaganda Kampange… Die EU hat ja schon ihr Anti-China "Büro" hergerichtet und auch mit deutschen Politikern gefuellt… Ich bin nur gespannt was die sich ausdenekn werden… Xinjiang Luege ist ja durch, Hongkong ist eigentlich auch nur noch eine alte Kamelle, bei Taiwan gibt es zu viele historische Fakten und Dokumente um daran zu ruetteln, Das Mythos des Social-Credit-System ist dem Interessierten und aufgeklaerten ja auch schon bekannt und duerfte nicht mehr ziehen… man darf gespannt sein, was sich die Lappen aus den Fingern saugen werden.

  8. Zivilist sagt:

    Ja, Herr Abt, dann tauschen Sie sich hoffentlich gelegentlich mit Larry Romanoff aus. Ich hahe gerade, neben anderen China Büchern, den Jenner 91,' China's langer Weg in die Krise' geschmökert, kompetent ist der Mensch, aber er hat eine völlig naive Vorstellung von 'Westen' (und den Gründen für seinen 'Erfolg'). Und aus der zeitlichen Distanz scheint mir, daß sich nicht China vom Konfuzianismus entfernt hat, sondern der 'Westen' konfuzianisch wird, die jüngste Facette: 'Aufstellungs Arbeit'

  9. Kiristal sagt:

    Naja, das ist der mediale Terror/Propaganda. Das ist minimal im Vergleich zu dem Aufwand der betrieben wird die Bevölkerung davon abzuhalten sich politisch wirkungsvoll zu organisieren.

    Das hat ja schon Alan Greenspan vor dem US-Senat zu 2008 zugegegeben: wir haben dafür gesorgt, dass die Leute 3 Jobs haben müssen, damit sie sich nicht politisch organisieren und gegen uns Wiederstand leisten können!

    Gibt es dazu eine Kalkulation wie viel an Systemresourcen das kostst? Das muss gewaltig sein..

    • Schramm sagt:

      Die systemische Gehirnwäsche ist heute ausgeprägter als nach 1933 und vor Kriegsende 1945. Dafür zahlen die Menschen heute widerstandslos und freiwillig ihre Gebühren für Internet, Smartphone und GEZ-Rundfunk und TV-Medien.

      Die Mehrzahl der Generationen ist heute damit in den Metropolen tagtäglich unterwegs. Literatur: Bücher und Zeitungen, auf dem Weg zur Arbeit und Schule, finden kaum Beachtung. Das Kapitalinteresse beherrscht vollständig die Massenpsychologie quer durch alle Schichten und Klassen der Gesellschaft.

      22.08.2022, R.S.

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