BlackRock: 2 Billionen Dollar Verlust | Von Ernst Wolff

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

BlackRock ist das mächtigste Finanzunternehmen, das es jemals gegeben hat. Doch obwohl es 2021 mehr als 10 Billionen US-Dollar verwaltete, steht es momentan erheblich schlechter da als noch vor einem Jahr: Das verwaltete Vermögen sank im 3. Quartal 2022 auf unter 8 Billionen Dollar, ein Verlust von über 20 Prozent.

Befindet sich BlackRock, wie einige Internetseiten behaupten, in existentiellen Schwierigkeiten oder gar auf dem Weg in die Insolvenz?

Absolut nicht. Der aktuelle Verlust ist das Ergebnis einer Strategie, an der BlackRock selbst maßgeblich beteiligt ist und die zwei Ziele verfolgt: die Zerstörung des Mittelstands und die Einführung eines neuen Geldsystems.

Hier die Hintergründe: 

BlackRock wurde 1988 in New York gegründet. Begünstigt durch die Deregulierung im globalen Finanzsystem, entwickelte sich das Unternehmen innerhalb von drei Jahrzehnten zum größten Vermögensverwalter der Welt.

BlackRocks Hauptaktionär ist Vanguard. Beide zusammen sind Hauptaktionäre von sechs der folgenden acht größten Vermögensverwalter der Welt und zählen außerdem zu den Hauptaktionären der größten Digitalkonzerne der Welt, Apple, Amazon, Alphabet und Microsoft.

Darüber hinaus verfügt BlackRock mit dem Computernetzwerk Aladdin über das umfassendste Finanzdatenanalysesystem der Welt, auf das sich seit der Weltfinanzkrise von 2007/08 auch die größten Zentralbanken stützen, die BlackRock damals zu ihrem wichtigsten Berater gemacht haben.

Da BlackRock und Vanguard fast alle Märkte der Welt zu ihren Gunsten beeinflussen können, haben beide bei der Geldpolitik der Zentralbanken ein entscheidendes Wort mitzureden. Bei deren vor einigen Monaten gefasstem Beschluss, die lockere Geldpolitik aufzugeben und die Leitzinsen zu erhöhen, handelt es sich also keinesfalls um eine gegen BlackRock und Vanguard getroffene Entscheidung.

Warum aber betreiben die zwei Finanzgiganten eine Politik, die die eigenen Vermögenswerte schrumpfen lässt?

Aus zwei Gründen.

Zum einen ist das erfolgreichste Geschäftsmodell der vergangenen zwei Jahrzehnte das der Plattformökonomie. Unternehmen wie Amazon, Uber, airbnb, booking.com, MyHammer oder Lieferando aber sind nicht nur überaus profitabel, sondern leben davon, dass sie den Mittelstand zerstören. Amazon, zum Beispiel, hat weltweit hunderttausende Einzelhändler ruiniert, Uber ebenso viele Taxiunternehmen in den Bankrott getrieben.

Die aktuelle Geldpolitik der Zentralbanken – die Erhöhung der Zinsen – sorgt dafür, dass der Mittelstand noch stärker als bisher unter Druck gerät und beschert den großen Plattformunternehmen, die vorübergehende Verluste ohne Probleme verkraften können, weitere Übernahmen und ihnen und BlackRock damit zukünftig noch mehr Marktmacht.

Zum anderen ist unser globales Finanzsystem zerbrochen und kann auf Dauer nicht mehr am Leben erhalten werden. Deshalb wird im Hintergrund ein neues System vorbereitet, das auf digitalem Zentralgeld basiert. Die Kreditvergabe soll den Geschäftsbanken entzogen und ausschließlich in die Hand der Zentralbanken gelegt werden.

Das aber bedeutet das Ende aller finanziellen Freiheit und damit das Ende der Demokratie. Um den Menschen dieses System aufzwingen zu können, muss man sie in soziale, wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten bringen. Auch das erreicht die aktuelle Geldpolitik. Sie treibt unter den Bedingungen des höchsten Schuldenstands aller Zeiten die Inflation an, erschwert die Bedienung von Krediten und schafft außerdem ein Heer von Arbeitslosen, die schlussendlich aus purer Verzweiflung bereit sein werden, jedes noch so undemokratische Geldsystem zu akzeptieren.

Wenn BlackRock zurzeit also Verluste hinnimmt, dann ist das nichts anderes als ein strategisches Manöver mit dem klaren Ziel, am Ende der Durststrecke noch vermögender und noch mächtiger als zuvor dazustehen.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: shutterstock / rblfmr

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Kommentare (61)

61 Kommentare zu: “BlackRock: 2 Billionen Dollar Verlust | Von Ernst Wolff

  1. Indikator für Absturz der Weltwirtschaft:

    Der große Abstieg der von Black Rock gehaltenen Werte indiziert, dass die Aktienkurse auch allgemein stark gefallen sind und – noch allgemeiner – dass die Werte von Unternehmen (d.h. nicht nur von Aktiengesellschaften) stark gefallen sind. M.a.W. ist es (neben der hohen Inflation und den vielen Insolvenzen derzeit) ein Indiz für eine große Verschlechterung der Weltwirtschaft.

    Zwar sind die bekannten Aktienindizes (wie Dow Jones, DAX etc.) nicht so stark gefallen, jedoch sind sie weniger repräsentativ für den gesamten Aktienmarkt, da sie nicht so stark gestreut sind wie die Vermögenswerte, die Black Rock hält.

    • Pexus sagt:

      Siehe aktuellen Corbet-Report, Teil 1 und 2 (von insgesamt 3 Reports) von James Corbet. Nächste Woche veröffentlicht James Corbet den dritten Teil des Corbet-Reports zu BlackRock.
      Teil 1 und 2 bitte hier lesen:
      https://uncutnews.ch/the-corbett-report-wie-blackrock-die-welt-eroberte-teil-1/
      https://uncutnews.ch/the-corbett-report-wie-blackrock-die-welt-eroberte-teil-2/

      Die FED habe sich BlackRock freiwillig angedient, so James Corbett.

    • wolfcgn sagt:

      @ Pexus
      Danke für die Links, jetzt habe ich so eine Ahnung: Larry Fink hat es nicht nötig darüber nachzudenken, wem die Aktien und Anleihen, die er verwaltet, gehören! Vielmehr geht es um die Frage seines aktuellen Einflusses als derzeitiger Besitzer der Aktien und Anleihen und seiner Verantwortung gegenüber den wegen ihrer Vielzahl relativ unmündigen Eigentümern.

  2. Nikolai sagt:

    "Es gibt keine Materie, sondern nur ein Gewebe von Energien, dem durch intelligenten Geist Form gegeben wurde. Dieser Geist ist Urgrund aller Materie."

    Dieses Zitat von Max Planck, als das Land der Dichter und Denker noch nicht vollständig von einer ideologischen Abrissbirne mit grünem Anstrich in Bedrohung stand vernichtet zu werden. So wie dieser Spaltkeil da hoch oben im Unternehmen "Parlament" schwebt als wahrhaftiges Symbol der Menschenverächter dieser Zeit.

    So ist es eben, dass ohne den Schöpfergeist des Menschen nichts existiert, was zur Materie wird.
    Genau so wird der Schöpfergeist des Menschen , -sein Allod , sein Gut,-ihm entzogen in Form der Juristischen Person und fortan geführt als Konto von diversen Großbanken als geschickte Veruntreuung des wahren Erbes/ Gutes der Menschen.
    Die ganze Illusion des Geldes beruht auf dem Menschen selbst. Ohne die Kreativität und die Tatkraft der Menschen gäbe es keine Blackrocks- das Geld beruht auf des Menschen selbst. Diese rauben das Erbe ohne Einwilligung der Menschen.
    Die Verhöhnung findet ihren Höhepunkt darin , dem Menschen soetwas wie ein Grundeinkommen in Aussicht zu stellen für die nächsten 100 Jahre- das wäre so wie man aus einem freien Menschen erst einen Sklaven macht und ihm anschließend ein kleines Stückchen seiner früheren Freiheit in Form von ein paar Brotkrümeln hinwirft.
    Und selbst gegen diese Brotkrümel wehren sich die Sklaven noch selbst, in dem sie dagegen reden .
    So verächtlich ist ihnen der Gedanke an Freiheit.

  3. Bridgeman sagt:

    Ja, Blackrock ist die Hölle. Aber wer sind dann die Teufel? Es sind Menschen, die lenken, stehlen und morden. Wieso werden deren Namen nie genannt? Wird stattdessen ein abstraktes Unternehmensgeflecht herangezogen, um die Schuldigen nicht benennen zu müssen? Das würde die Leute vermutlich auch nur verunsichern, stimmt’s?

  4. Was oft gut für viele deutsche Anleger wäre:

    Keine Aktien von Fonds kaufen, da man dann nicht das direkte Stimmrecht der Aktien, die der Fond kauft, besitzt, sondern besser selbst Aktien von (verschiedenen) Unternehmen kaufen und das Stimmrecht von einem geeigneten Interessenvertreter ausüben lassen, insbesondere von einem, der nicht die Abwanderung aus Deutschland (und damit die Deindustrialisierung Deutschlands) unterstützt und der eine Politik unterstützt, die einen Kursanstieg fördert (s.u.).

    Welche Politik gut für die allermeisten Anleger wäre:

    Stoppen des Weltbevölkerungswachstums (u.a. mit Hilfe von Werbung in Medien mittels Argumente), Aufhebung der Coronamaßnahmen, keine Wirtschaftskriege führen, insbesondere Aufhebung von Sanktionen (insbesondere gegen Russland), Frieden oder zumindest Waffenstillstand, insbesondere in der Ukraine, Aufhebung des Merit-Order-Systems in Europa, Stoppen der sog. Energiewende – Denn dies würde die Weltwirtschaft fördern mit der Folge, dass die Unternehmen höhere inflationsbereinigte Gewinne machen würden, wodurch die Aktienkurse steigen würden.
    Ich habe dies auch mehreren Fonds und Banken mitgeteilt, bin aber leider auf taube Ohren gestoßen.

  5. How - Lennon sagt:

    "Wenn BlackRock zurzeit also Verluste hinnimmt, dann ist das nichts anderes als ein strategisches Manöver mit dem klaren Ziel, am Ende der Durststrecke noch vermögender und noch mächtiger als zuvor dazustehen."

    Nur alles Entwicklungen, die Karl Marx ziemlich exakt vorausgesehen hat. Der Kapitalismus frisst seine Kinder bzw. sich selbst. Man kann es sogar auf einen naturphysikalischen Prozess reduzieren: Der des Exponentiellen Ausgleichs.

    Es ist ja nicht so, dass die "Mittelschicht" wegschrumpft. Vielmehr wird es bald quasi NUR noch eine (Mittel-)Schicht geben, einerseits bedingt durch die Übernahme-Schlacht und Endmonopolisierung – also Global-Zentralisierung – der "Big Players" und andererseits durch die globale Hebung des vormals riesigen Bodensatzes, der offensichtlich absolut keinen Grund hat zu revoltieren, also bspw in China, Indien, Afrika.
    Was schrumpft ist also vielmehr die Oberschicht (die Anzahl der Menschen, nicht der "Reichtum"), zu der ich auch die vermeintliche Mittelschicht der gemästeten, kapitalistischen "First Nations" zähle, also die Typen, die sich hier so aufregen. Und die wirkliche Unterschicht, die, die über die Jahrhunderte (-tausende) die Drecksarbeit machen mussten und mit 40 elendigst krepierten.

    Ich danke dieser natürlichen Entwicklung, der "Globalisierung", der Automation und Digitalisierung und letztlich auch dem Zuendegehen der Ressourcen, des emsigen, gierigen Treibens, Hortens und einer nur noch hirnlosen Arbeitswelt mit 40Stundenwoche, was uns zwingt, bescheiden zu werden, insgesamt als Weltpopulation zu schrumpfen und die sich dadurch wieder erholende Natur zu achten und lieben!

  6. Zara Trusta sagt:

    Na so was.
    Nachdem was gerade bei ASEAN und APEG und parallel G20 gelaufen ist, dachte ich es geht im wesentlichen, um die , die sich eifrig und übermäßig mit billigen Dollars eingedeckt haben, und wegen kommenderZinslast einiges mit´ canceled´ versehen haben.
    Blinkens und crash test dummy creepy Joes penetranter Versuch alle inflations- und Energie-Krisen auf Putin abzuschieben, wirkten sich nicht wirklich vertrauensfördernd aus.
    Xi Jinping sah man die Tage fast nur noch den Kopf schüttelnd., ´´lass uns erst ein mal die Bedingungen schaffen´´war sein Kommentar zu den ´Alles palletti´ der US-Admis..
    Eine gewisse Two -Trillion – Angleichung auf Grund des sehr unterschiedlichen Verständnis von Management des jeweiligen Korporatismus und in Hinblick wer genau was beim Platzen welcher Blasen einbüßen wird, schreibt man demnach dem ´´US-China-Wirschaftskrieg´´ zu.

  7. Nevyn sagt:

    Nebenbei: Hat sich schon mal jemand gefragt, warum BlackRock so heißt?

    • Pexus sagt:

      Weshalb heißt Black Rock – Black Rock?

    • Nevyn sagt:

      Ich war bei der Namensgebung nicht dabei, aber mir gehen schon ein paar Analogien durch den Kopf.
      Schwarz ist die vollkommene Abwesenheit von Licht.
      Felsen sind Symbol der größten Verdichtung der Materie.
      Saturnines Prinzip, Saturngnosis.
      "Tue, was du willst, sei das ganze Gesetz."
      http://www.reynalddrouhin.net/rd/wp-content/uploads/2011/01/Black-Monolith.jpg

  8. ytiralugnis sagt:

    Warum wird immer wieder von Demokratie gefaselt? So wie hier, so als ob Bargeld die Ursache oder Garant für Demokratie sei…

    1. Nochmal zum Mitmeißeln: WIR HABEN KEINE DEMOKRATIE UND HATTEN N I E EINE. Punkt!
    Kapitalismus, wie der Name schon sagt, ist die Geselschaftsform, in der durch Kapital regiert wird. Kann also schon per se keine Demokratie sein. Ende. Es kann also nichts verloren gehen, was noch nie da war. Dieser ganze Wahlen- und Parteienquatsch ist nur Teil der Volksverarsche, sonst nichts und auch nie was anderes gewesen. Die ganze Idee, dass man mit dem Spielen nach den Regeln eines in sich feindlichen Systems ein Ergebnis hervorbringen könnte, was nicht feindlicher Natur ist, ist schlicht und ergreifend Illusion.

    2. Bargeld in Form von Papier ist schon Verarsche. Digitales Geld natürlich noch viel mehr. Die Umstellung von Geld, dessen Nominalwert auch in etwa dem Materialwert entsprach, also Metallmünzen, auf Papiergeld, war genauso eine Enteignungsaktion, wie die jetzige Umstellung auf Digital"geld".

    3. Demokratie ist und bleibt eine Illusion oder Fantasie, solange die Menschen nicht ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen. Solange man Politiker o.ä. sucht, die die Dinge für einen regeln sollen, gibt es keine Demokratie. Solange wir in einem Staat mit einem System leben, was wir uns NIE ausgesucht oder mitgestaltet haben, leben wir in einer Diktatur. Ohne einen Bewusstseinswandel von wirklich großem Ausmaß gibt es keine bessere Welt und damit auch keine Demokratie. Punkt. Aus. Ende.

    Freiheit beginnt im Kopf.

    • Koven sagt:

      "WIR HABEN KEINE DEMOKRATIE UND HATTEN N I E EINE. Punkt!"

      Natürlich haben wir eine Demokratie. Wer was anderes behauptet, der hat die Demokratie nicht verstanden oder möchte sie schlichtweg abschaffen durch Delegitimierung. Ich wähle meine Vertreter ins Parlament (indirekte Demokratie/parlamentarische Demokratie). Was machen sie denn?

      "3. Demokratie ist und bleibt eine Illusion oder Fantasie, solange die Menschen nicht ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen. "

      Wie soll das denn ihrer Meinung nach aussehen? Über alles Volksabstimmungen wie in der Schweiz, also eine direkte Demokratie?

    • _Box sagt:

      In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Demokratie in einer beispiellosen Weise ausgehöhlt. Demokratie wurde durch die Illusion von Demokratie ersetzt, die freie öffentliche Debatte durch ein Meinungs- und Empörungsmanagement, das Leitideal des mündigen Bürgers durch das des politisch apathischen Konsumenten. Wahlen spielen mittlerweile für grundlegende politische Fragen praktisch keine Rolle mehr. Die wichtigen politischen Fragen werden von politisch-ökonomischen Gruppierungen entschieden, die weder demokratisch legitimiert noch demokratisch rechenschaftspflichtig sind. Die destruktiven ökologischen, sozialen und psychischen Folgen dieser Form der Elitenherrschaft bedrohen immer mehr unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen. Rainer Mausfeld deckt die Systematik dieser Indoktrination auf, zeigt dabei auch ihre historischen Konstanten und macht uns sensibel für die vielfältigen psychologischen Beeinflussungsmethoden.

      Aus:
      Rainer Mausfeld
      Warum schweigen die Lämmer?
      Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören

      https://www.westendverlag.de/buch/warum-schweigen-die-laemmer/

    • hog1951 sagt:

      Ja, #Koven, wenn man so bescheiden ist wie Sie, dann hält man das Theater hier in DE fuer Demokratie.
      Wenn man allerdings gewisse Ansprueche stellt, erkennt man schnell die Unzulänglichkeiten dieses Systems.
      Die meisten (zumindest die wichtigen) Gesetzesvorlagen werden von den Lobbyisten vorgegeben bzw. gleich ausformuliert. Und nicht, wie #Koven fantasiert von "seinen" gewählten Vertretern.
      Gehen wir ins Detail, so erkennen wir eine Politik, die sich direkt gegen die Bevölkerung richtet; insbesondere die jetzige Wirtschaftspolitik mit den chaotischen Entscheiungen von Habeck und co.

    • Zeigefinger sagt:

      Es ist richtig, Freiheit fängt im Kopf an. Bei vielen Gedanken kann ich Dir folgen, aber einige Ergänzungen möchte ich dennoch anfügen. Wer von Freiheit redet (damit meine ich natürlich nicht Dich, schließlich kenne ich Dich nicht), muss nicht unbedingt frei sein bzw. frei von Ambitionen der (Willkürs-)Herrschaft sein, größer noch als die Gefahr dem Prinzip der Unterordnung (gegen jede Vernunft und den eigenen Willen) mit Integrität und Selbstbestimmung zu begegnen.
      Aus einem anderen Beitrag von mir möchte ich etwas wiederholen (ach Gott, ich zitiere mich schon selbst :P): Alles sollte Widerspruch dulden, denn gerade die Individualität geht aus einem Antagonismus hervor. Sonst besteht die Gefahr starrer Glaubensbekenntnisse und einer erstickenden Totalität. In der Hoffnung, in meinen Formulierungen nicht schwülstig zu werden:

      Im Großen und Ganzen fühle ich mich der Freiheit aber näher und ich denke Korporation kann besser mit gefestigten Charakteren, wo Einfallstore für persönliche Korrumpierung weit mehr geschlossen sind, besonders für freud'sche Manipulationen, beispielhaft genannt seien Motive wie Vater Staat, entweder als Apparatschik oder devoter Bürger mit Stockholmsyndrom (und allen, die irendwo dazwischen gefangen werden) oder bedingungslose Hingabe paternalistischer Start Up-Sekten. Jeder, der nicht in zerrütteten Familienverhältnissen geboren wurde oder von Helikoptereltern überwacht und bedrängt wurde, kann sich glücklich schätzen, gute Voraussetzung für Freiheit zu haben. Wohl jedem, der sich trotz größter Erpressung und Druck in dieser bizarren Hölle zwischen Hormontabletten, Strap-Ons und sinnfrei opfernden Opfern seine Freiräume schaffen und bewahren kann.
      Der größte Ausdruck von Freiheit ist für mich Liebe, obwohl die zugespitzte Variante des Materialismus, die nun immer offener propagierte Technokratie, mehr oder weniger den Menschen zur Vorgabe macht, sie würden nur elektrischen und chemischen Prozessen im Kopf folgen, als sei jeder Mensch ein vom WEF zum Dienen erweckter Golem – in dieser mit werbewirksamer PR-Sprache beschriebenen und einen regenbogenfarbenen Rahmen eingebetteten Utopie gibt es keine Selbstbestimmung, nur Fremdbestimmung und ein Leben auf Schienen inklusive drohnenartiger Ausführung von Befehlen. Warum eine Ameise im Haufen überhaupt in der Lage sein kann, den reibungslosen Ablauf auch nur im Ansatz grundlos zu stören, wenn allen Arbeitern Willen- und Sinnlosigkeit diagnostiziert wird. In der freien Welt ist alles möglich, sogar der Widerspruch zur Freiheit. Verrückt. Man kann nur hoffen, dass Menschen von sich aus, sich aus freien Stücken zur Freiheit bekennen, alles andere wäre wohl widersinnig.

    • Zeigefinger sagt:

      Ohne Korrektur auch hier nicht:

      Wer von Freiheit redet (damit meine ich natürlich nicht Dich, schließlich kenne ich Dich nicht), muss nicht unbedingt frei sein bzw. frei von Ambitionen der (Willkürs-)Herrschaft sein, größer noch als die Gefahr dem Prinzip der Unterordnung (gegen jede Vernunft und den eigenen Willen) nicht mit Integrität und Selbstbestimmung begegnen zu können.

    • hog1951 sagt:

      Moin, #Zeigefinger, (21.11. um 18.51)Sie sagen:

      „Freiheit fängt im Kopf an“ und dann taumeln Sie gedanklich von Pontius zu Pilatus.
      Die entscheidende Frage aber stellen Sie nicht:
      Wovon will ich mich befreien?
      Heute haben wir eine Menge Ideologien, die in unseren Köpfen spökern, und nicht alle sind von Vorteil fuer uns oder/und unsere Umwelt. Ein Durchforsten dieser Vorgaben ist Voraussetung fuer das klare Denken.
      Marx und Engels haben zu ihrer Zeit die Religionskritik als das charakterisiert, womit alle Kritik beginnen muss.
      Heute sind wir sicherlich aufgeklärter ev. auch abgeklärter, um solchen Unsinn von dem knorpellosen Wesen noch zu glauben.

      mfG

    • Zeigefinger sagt:

      @Hog:

      Schwierig zu antworten, weil inhaltlich kein Bezug genommen wird. Aber ich glaube, ich weiß was Du meinst. Ja, dieses Gerede von Freiheit kann leicht irre wirken, wenn man diese Zeilen in eine Kunststoff-Tastatur aus Indonesien oder einem "billigeren" Land rein hämmert. Und doch fängt Freiheit im Kopf an und bleibt oft auch oft dort. Manchen Menschen gelingt es natürlich trotzdem Ihre Freiheitsräume zu schaffen. Dieses Streben nach "Freiheit" ist zumindest bei mir erst aufgetaucht, nachdem jeder Furz durch Dekrete reguliert und sanktioniert werden musste. Lange haben sich die Herrschenden darauf verständigt mit ihren Psychotechniken (ich glaube, der zur medialen Dauer-PR noch breiter und umfassender angelegte Angriff auf den Verstand wird glaube ich PsyOp genannt) und dem gelegten Feuer von Anreiz und Fehlanreiz ein Gefühl von Freiheit zu simulieren. Wenn ich mir diese langhaarigen, sonnengebräunten Typen mit Sonnebrille auf der gebräunten Haut anschaue, die nach einer Stunde Zen-Meditation etwas von Freiheit faseln, kann ich schon verstehen, dass man da etwas skeptisch werden :P. Für solche Menschen, irgendwo zwischen Sekten-Guru und Strandverkäufer, ist Freiheit ein vermitteltes Gefühl, manchmal sogar eine Ware, wenn plötzlich eine geschäftliche Visitenkarte in Deinem Portemonnaie landet. Und trotzdem habe ich das Verlangen nach Freiheit erst gespürt, als die Luft zu stickig wurde – also immer mehr Dekrete, Psychoterror, Abhängigkeit (Fesseln) und okkultes, mehrdimensionales Gerede, welches am Ende schwer zu entschlüsseln ist. Für mich ist Freiheit tatsächlich eher eine Flucht, ein "raus aus der Gefangenschaft, raus aus der Zelle". Und ich fühle mich gefangen und eingepfercht in einem Schildbürgerturm. Flucht hört sich negativ an. Der zweifelhafte Typ mit der Sonnenbrille könnte sagen: "Nein, das ist keine Freiheit. Standhaftigkeit und Souveränität, DAS ist Freiheit". Wer schon den Begriff Freiheit an allen Ecken und Enden einzäunt, kann es soo ernst nicht damit meinen. Freiheit ist auch das genannte, aber eben so viel mehr, am meisten aber eben eine Leben außerhalb von Fesseln, (Denk-)Verboten und feuchten Kerkern. Interessanterweise reden gerade Menschen mit dem Schlüssel in der Hand am Meisten von der Freiheit. Diesen Satz kann man durchaus auf mehrdeutige Weise verstehen.
      Nun lebe ich seit längerem, eigentlich schon immer in eher schlechten Verhältnissen und es steht zu befürchten, dass eine der zahlreichen Abhängigkeiten sich als Verhängnis entpuppen könnte. Und trotzdem sehe ich den blauen Himmel, obwohl der Himmel überall zuzieht – mehr als eine Art Hoffnung denn als Bestandsaufnahme. Wenn der Sonnenbrillen-Typ jetzt empfiehlt, einfach nach draußen zu gehen, ein paar Seminare mit 20%-Freedom-Rabatt zu buchen, um nun ebenso reich und sonnengebräunt am Ende den langersehnten Traum von einer Blockhütte am Rande einer Lichtung verwirklichen zu können, ist das sicher alles, nur nicht glaubwürdig. Aber eines muss ich denen ja lassen, dutzende Marketing-Schulungen später, gelingt es denen hin und wieder eine Bemerkung so humorvoll zu gestalten, dass man zumindest grinsen muss. Vielleicht die einzigen Sekten oder Ideologien, deren Anhänger eher läppisch und heiter im Stil eines Wanderpredigers von Kunden zu Kunden ziehen. Während ich meinen Kopf wiederholt an die Wand einer Gummizelle stoße und ausrufe "gib mir endlich den Schlüssel!". So gesehen ist der Gedanke an Freiheit immer auch sehnsüchtig bis nahe an die Grenze zum Verlust des Verstandes, wenn es sich abzeichnet, dass die Freiheit auch spöttisch über mich lacht, im Prinzip jeden Gefangenen auf der Welt irgendwo auch verhöhnt.

    • Zeigefinger sagt:

      Nachdem den Menschen ein Gefühl von Freiheit vermittelt wurde, könnte es nun aber auch heißen: Wir vermitteln euch ein Gefühl von Gefangenschaft.
      Viele Ungeimpfte, die in Gesundheitsberufen arbeiteten und kündigen mussten, werden diese Überlegung innerhalb von Millisekunden verneinen. Grundsätzlich ist diese Täuschung möglich, aber die Gefängniswärter, die uns den Schlüssel vor die Nase halten, gibt es leider wirklich – Lockdown / Maßnahmen und die "befreienden" Impfungen sind ein allzu deutliches Beispiel, aber auch auf anderen Ebenen wirkt dieser Mechanismus vermutlich weitestgehend unerkannt in uns hinein.

      Es sind so viele Bälle, die gerade ins Tor gefeuert werden, das es unmöglich sein sollte, alle davon abzuhalten, eine Punktlandung im Netz zu erreichen. Viele Jahre später gibt es sicher eine beachtliche Zahl Menschen mehr, die innerlich verhärtet und mit traumatischen Narben übersät von schwarzer Pädagogik reden, während sie verächtlich über jede Unsicherheit und Schwäche jüngerer Menschen die Nase rümpfen.

    • hog1951 sagt:

      Moin, #Zeigefinger (22.11. um 4.15) Sie haben offenbar nicht richtig gelesen?!

      „WOVON will ich mich befreien?“

      Es gibt keine absolute Freiheit! Ansonsten fehlt jedes Mass zur Beurteilung!
      Nehmen Sie z.B. die Wirtschaftspolitik des Neoliberalismus. Nur auf einem gesicherten Fundament der sozialen Mitverantwortung kann man diese Ausgeburt des Kapitals verurteilen. Bin ich dagegen FREI von diesen Messlatten, dann kann ich die Verarmung der Bevölkerung nicht begreifen, geschweige denn verurteilen. Wir brauchen ein Handwerkzeug, um gesellschaftliche Phänomene beurteilen zu können.

      mfG

    • Zeigefinger sagt:

      „WOVON will ich mich befreien?“

      Okay, ich habe viel geschrieben. Um den heißen Brei wenn man so möchte. Also die Kurzfassung:

      Gefangenschaft <-> Freiheit

      Also befreien aus Gefangenschaft. Geistiger Gefangenschaft (Redeverbot, Denkverbot) oder räumliche Gefangenschaft (Gefängniszelle, Quarantäne / Isolation). Das ist wohl der Kern. Wenn Freiheit sich weit davon entfernt oder diesen Kern ignoriert, löst sie sich auf. Freiheit ohne die Existenz von Gitterstäben gibt es nicht, auch nicht in der Definition. Ich gebe zu, dass ich da nicht konkret war, teilweise auch widersprüchlich ("von Pontius bis Pilatus").

    • hog1951 sagt:

      Ja, #Zeigefinger (22.11. um 10.23) raus aus der Gefangenschaft! Da bin ich mit Ihnen.

      Ich hatte in einem ersten Post auf die Kritik an der Religion abgehoben. Die Religion, auch wenn sie heute von vielen Menschen als unwichtig erachtet wird, hat trotzdem ueber Jahrtausende unsere Ideologie, das heisst unser gesellschaftliches Leben bestimmt. Davon frei sind wir auch heute noch nicht. Viele Phrasen aus der Alltagssprache werden seit 2000Jahren (oder länger) benutzt und bestimmen so auch unser Handeln. Es ist muessig hier die einzelnen Zitate wiederzugeben, ein Blick in die Bibel (hauptsächlich das NT) zeigt worum es geht. Das ist das Eine. Die Weiterfuehrung ist dann die Inquisition (mit anschliessender Hexenverbrennung). D. h., dass sich die Herrschenden ein Gewaltmonopol geschaffen haben, um die Menschen gefuegig zu halten/machen.
      Nur wenn wir diese Mechanismen erkennen und bekämpfen können wir uns aus dieser Zwangsjacke befreien.
      Heute haben wir ähnliche Strukturen, die allzu kritische Personen auf eine Liste setzen, um sie nicht der Öffentlichkeit (mit ihren Standpunkten) vorzufuehren, nur so konnte Corona und die Massnahmen dagegen so lange von so vielen Menschen geglaubt werden.
      Aber auch hier gilt, dass wir genau schauen muessen, was und wie wir kritisieren. Eine Immunstärkung durch Sport und Ruhe ist notwendeig, eine Injektion mit der Giftplörre auf keinen Fall!
      Kurzum: eine absolute Freiheit gibt es nicht und wäre auch schädlich. Worum es geht ist, mit einem guten Sextanten die Ideologie der Herrschenden zu entlarven.

      mfG

    • Zeigefinger sagt:

      Mir gelingt es nicht, auf diesen Seiten vernünftig zu kommentieren. Sorry, für die doppelten Kommentare (ist wirklich nicht als Spam beabsichtigt). Da ich auch diesen Kommentar an falscher Stellen bereits veröffentlichte, nun ein weiteres mal:

      Religion ist ein interessanter Punkt, der sich sogar in meinem kleinen Kommentar als kleines Schnipsel wiederfinden lässt. Ich spreche hier vom genannten Denkverbot als geistige Gefangenschaft, ein eher abendländisch-christliches Dingen – die sündhaften Gedanken. Um Individualität und Konflikte zu erklären, habe ich ein Motiv aus dem Christentum (die Erbsünde, den Antagonismus) als Beispiel genannt. Das ist richtig. Aber leider eine Wahrheit, welche in allen Kulturen nicht aus der Welt zu schaffen ist. Die Weltreligionen (das Christentum aufgrund seiner errungenen Vormachtstellung hier besonders) haben Verbrechen begangen, die noch reichlich untertrieben ein zig faches der Bibel ausmachen. Hexenverbrennung, Verfolgung (heute "Klimasünder", "Coronaleugner"), nicht enden wollenden Konflikte (heute "Krisenkapitalismus"), Exkommunikation (heute "unseriöse Wissenschaftler"), Bigotterie (heute "Green-Washing", "Solidarität"), Ablasshandel (heute "CO²-Zertifikate") etc.pp. Von den genannten Verbrechen, möchte man sich nicht nur mit den CO²-Zertifikaten an ein altes Thema herantasten. Wenn Wissenschaft eine Religion werden soll und man sie mit dem kulturellen Hintergrund des Christentums von irgendwelchen Aufklärern am Reißbrett entwerfen würde, käme etwas dabei heraus, was hier heute erleben – eine Technokratie, die aber eigentlich wie eine Theokratie funktioniert.
      Nur durch den Transhumanismus möchte man sich die Götter auf die Erde holen. Spektakulär. Und Scheiße. Albern ohnehin (jetzt schon allzu bizarr – heutige Eindrücke dienen für mich der Antiwerbung für Drogenkonsum).

      Okay, mit Freiheit hat unser Gespräch am Ende nicht mehr viel zu tun. Aber am Ende weiß ich sowieso nicht, was hier überhaupt los ist :P. Immer wieder neue Erkenntnisse und Denkanstöße verdrängen alte als unumstößlich empfundene Gewissheiten. In seltenen Momenten, wo ich mich der Blick von oben wegen der vielen Details nicht zu sehr verwirrt, machen viele Schlüsse auf die großen Themen unserer Zeit aus den grundverschiedenen Perspektiven mehr Sinn als zunächst vermutet.

      Und was Du schreibst ist richtig. Die morgendlichen und langen Spaziergänge (bei mir auch ungeimpft) möchte ich nicht mehr missen. Erst haben mich noch diese teils quälenden Gedanken, meist als fortgesetzte Grübeleien über unlösbare Problemstellungen, begleitet. Doch nachdem ich in einem unachtsamen Moment umgeknickt war, ist es mir dann doch noch gelungen, eine Beziehung zur Umwelt und meinem Körper aufzubauen – zu Hause ist man dann doch aufgeräumter im Kopf.
      Den großen Ideologien nähere ich nur langsam an… fasse sie mehr oder weniger mit der Kneifzange an. Um zu verstehen, was hier geschieht, lohnen sich Auseinandersetzungen und Betrachtungen damit. Bevor ich mich (wenn überhaupt) für eine Gruppe engagiere, möchte ich mehr verstehen. Daher große Distanz, auch wenn es manchmal scheint, ich würde mich an dem Tauziehen der Kräfte beteiligen oder mich für eine Seite entschieden haben. Einige Linke in meinem Umfeld haben mich am Ende ratlos und im Falle meines eigenen Vaters (der sich in der Vergangenheit auch politisch engagierte) fassungslos zurückgelassen, daher sehe ich auch das linke Aktivisten und Politiker momentan mit großem Misstrauen, auch wenn ich mittlerweile erkenne, dass da große Verwirrung herrscht. Ich habe einen Ausschnitt gesehen, in welchem ein sichtlich gealterter Noam Chomsky ungeheuerliche Dinge sagt. Bitte als Deep Fake oder aus dem Kontext gerissen entlarven. Aber eigentlich ist die Empörung mittlerweile abgeflaut und es kann mir egal sein. Ähnliches mit Volker Pispers mit seiner Reichsbürger-Äußerung. Nachdem ich ihn kurz vor seinem Karriere-Ende trotz Ticket nicht auf der Bühne sehen konnte, bin ich mittlerweile froh, dass er mittlerweile nicht mehr auftritt, wobei es natürlich egal wäre, ob er sich weiter demontiert. Was man bei Chomsky mit dem Alter entschuldigen kann, ist bei Volker Pispers etwas schwieriger, weil er durchaus immer noch in der Lage sein sollte, die Vorgänge unserer Zeit zu verstehen. Eitelkeiten, Alt 68-Trigger oder Opportunismus reichen aus, um diese Leute Blödsinn reden zu lassen. Populärwissenschaftliche Literatur von Linken oder über linke Themen wird immer reizloser. Ähnlich wie die Marktradikalen, haben auch diese sich ausgeruht, manchmal sogar ihren Frieden mit den einstigen Gegnern gemacht.
      So leicht bekomme ich keine Achtung mehr für öffentliche Personen oder gar Politiker zu Stande. Und da Volker Pispers immer über sein Publikum meckerte (anscheinend sollte dieses über seine Pointen eher weinen statt zu lachen), es sich aber viel zu lange nicht nehmen lies, von diesem immer und immer wieder Eintritt zu verlangen, komme ich nicht umhin festzustellen, dass die Bigotterie schon einen längeren Vorlauf hatte.

      Aus meinem Leben, knapp ein Jahr nachdem die Lockdowns verhängt wurden, habe ich während einer Busfahrt ein kleines Gespräch aufgeschnappt: Eine junge, offenbar "grüne" Studentin unterhielt sich mit einem fremden Kommilitonen (offenbar ein Fach der Wirtschaftswissenschaften) über Umweltthemen, sichtlich um Sympathie und weniger Inhalt bemüht. Sinngemäß die Studentin: "Das ist so interessant, hier könnte man doch so vieles verbinden". Bei diesem Balz äußerte sich der Yuppie eher pragmatisch bis desinteressiert, aber immerhin antwortete er. Wenn sich die beiden nochmal treffen sollten, traue ich dem angehenden Wirtschaftswissenschaftler zu, sich vorzubereiten: Vielleicht eine Win-Win-Situation. Zwei Menschen mit einem großen Missverständnis. Am Ende doch geradezu rührend menschlich und doch nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben.

      Momentan ziehe ich das Sittenportrait dem Manifest vor.

  9. Meint Ernst Wolff mit Mittelstand die Mittelschicht oder kleine und mittlere Unternehmen?

  10. Ursprung sagt:

    Das sind vermutlich alles zutreffende Beobachtungen von Wolff.
    Aber ich glaube, da fehlen noch wichtige Elemente zur Gesamtschau,
    Und das ist der bereits gestartete Prozess der Zombifizierung (der Weltbevoelkerung). Ziel: quasi insektenmaessiger Welt-Zentralstaat mit zombifizierten, also leichter steuerbaren Individualhirnen. Eine Art pharaonenhaftes Gebilde mit hierarchischen Unterebenen.
    Corona war nur der Startschuss eines lange vorher ausgeheckten Planes. Etwa seit vor 1970.

    Von dem erfuhr ich durch das Schwadronieren des damaligen Plappermaules Ted Turner in privatem Umfeld. Und hakte das als spinnerte Teildemenz eines Grossmauls mit eugenischem Hang ab.
    Der gruendete dann CNN. Soll heute aber tatsaechlich als der Demenz als anheim gefallen gelten. Es uebernahmen Gates, weiterhin Rockefeller, Geheimdienste. Der Rest bis dato ist Gegenwartsgeschichte und laeuft noch.

    Die Zombifizierung laeuft auf mehreren Ebenen:
    Angstinduzierung zur Logikausschaltung (ab Club of Rome)
    Stockholmsyndrom (sinnlose Zwangsmassnahmen zur Verwirrungssteigerung)
    Aufmerksamkeitsfixierung auf erfundene Feinde (Viren)
    Mehrheitsspritzung zur Wirksamkeitsreduzierung der Stirnhirnzellen (Kinderimpfung)
    Eugenik

    Wolff beschreibt in diesem Aufsatz wichtige, auftretende Durchfuehrungsaspekte des ausgeheckten Gesamtplanes.
    Dass der Plan aufgeht, glaube ich nicht. "Bewusstsein" ist m. E. eine Funktion quantenmechanischen Ursprungs (neueste, noch nicht publizierte aber angedeutete Forschungen).
    Schon Max Planck sagte: "Ich glaube, Materie ist nur eine Bewusstseinsvorstellung".

    • Nevyn sagt:

      Zitat: Schon Max Planck sagte: "Ich glaube, Materie ist nur eine Bewusstseinsvorstellung".

      Das wäre ja der Alptraum der Illusionistenkrieger, dass sie selbst nur eine Illusion sind und Schattenkämpfe gegen sich selbst führen. Wenn Planck das heute sagen würde, hätte man ihn in den gängigen Medien schon als Schwurbler und Verschwörungserzähler ausgemacht. So ändern sich die Zeiten.
      Und doch ist jeder Kinofilm mal zu Ende. Davor haben sie alle Angst.

    • Pexus sagt:

      Sehr geehrter Ursprung,
      Sie schreiben unter anderem:
      "… Mehrheitsspritzung zur Wirksamkeitsreduzierung der Stirnhirnzellen (Kinderimpfung) Eugenik …"
      Haben Sie zu Ihrer Aussage belastbare Beweise (Literaturhinweise, Aussagen Dritter zum selben Thema)?

      Freundliche Grüße,
      Pexus.

    • Ursprung sagt:

      #Pexus: (und Nevyn)
      Bin Wissenschaftslaie aber nicht uninteressiert. Hatte aus privaten Umstaenden ein paar der Weltnomenklatura persoenlich angetroffen bei zwangsloser Allgemeinunterhaltung, was die Ehrfurcht vor vermeintlichen Groessen der Welt deutlich relativierte und kann (ungeimpft) noch lesen und restlogisch interpretieren. Arbeite nicht publizistisch und damit nicht zitierfest.
      Das Bonmot ueber Max Planck stammt aus einem der letzten uncut-news Meldungen dieser Tage ueber die Vorankuendigung neuer Forschungen zu dem Planckschen Wirkungsquantum, dessen Einflussnaehe zur Bewusstseinsbildung und dessen fernwirksame Verschraenkungsmoeglichkeiten in schneller als c (Lichtgeschwindigkeit).
      Die Stirnhirnveroedung stammt von Bhakdi, die daraus entstehende Persoenlichkeitsreduzierung aus Berichten im neuen Format von Fuellmich.

    • Pexus sagt:

      @ Ursprung:
      "… Die Stirnhirnveroedung stammt von Bhakdi, die daraus entstehende Persoenlichkeitsreduzierung aus Berichten im neuen Format von Fuellmich. …"
      Vielen Dank für Ihren Hinweis.

      Jetzt kann ich mir einen Reim drauf machen, weshalb diese elende Pseudo-Testerei weiter betrieben wird.
      Ich habe mir nie so ein Stäbdhen mit unbekanntem Inhalt in die Nasenhöhlen geschoben. Geschäfte, öffentliche Einrichtungen etc., an denen man hierzu gezwungen (genötigt) wurde, dies an sich vorzunehmen, wurden von mir stets gemieden.

    • Pexus sagt:

      @ Nevyn:
      Sehr geehrter (Herr) Nevyn,
      hätten Sie zu dem von Ihnen präsentierten Hinweis zu Aussagen von Füllmich und Bhakdi zur Stirnhöhlenverödung noch freundlicherweise die entsprechenden Links zum Nachhören des von Füllmich und Bhakdi Gesagten?
      Danke Ihnen vorab für die entsprechenden Links.

    • Pexus sagt:

      @ Nevyn:
      Füllmichs ICIC-net mit den drei ersten Videos mit Interviews mit Fachleuten habe ich jetzt gefunden.
      Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir den Link zu der entsprechenden Bhakdi-Aussage senden würden.
      Dankeschön Ihnen vorab.

    • Pexus sagt:

      @ Nevyn
      @ Alle

      "Plötzlich wie verwandelt? Persönlichkeitsveränderung nach mRNA-Injektion"
      Link zu der Veröffentlichung:
      https://video.icic-net.com/w/fqSFb2APb85giKwH8rfNxj

    • Pexus sagt:

      @ Nevyn,
      @ Alle:
      ab Minute 04:52 zu den Persönlichkeitsveränderungen auf Grund vorangegangenem Einschiebens des Teststäbchens in die Nase(nnebenhöhlen).
      Link hierzu: https://video.icic-net.com/w/fqSFb2APb85giKwH8rfNxj

    • Nevyn sagt:

      Pexus, danke für den Link.
      Eine förmliche Anrede ist für mich nicht notwendig, ein respektvolles Sie unter Erwachsenen reicht aus.
      Auch ich bin zu der Überzeugung gekommen, wenn auch von einer ganz anderen Seite her. dass hier ein Krieg gegen die Menschheit geführt wird, Meine innere Wahrnehmung hat mir viel von dem gezeigt, was ich vorher für unmöglich oder Spinnerei gehalten habe. Inzwischen denke ich, dass dem Menschen nichts verborgen bleibt, wenn er etwas wissen will und bereit ist, hinzusehen. Nur teilen kann man diese Erkenntnisse nicht, weil sie jeder für sich machen muss.
      Ich erinnere hier an den Kassandra-Myhtos. Kassandra, die menschliche Seele kommt in Kontakt mit Apollon, dem Sonnengott, erhält also Zugang zum solaren oder Christunsbewusstsein. Was sie dort schaut, kann sie aber der Welt nicht vermitteln. Die meisten Menschen stecken im lunaren Sumpf fest, wenn es ihnen überhaupt gelingt, den Kopf aus dem Staub der Materie zu heben.
      Was ich jetzt schreibe, können Sie als meine Phantasie betrachten. Ich habe weder "Links" dazu, noch kann ich Ihnen irgend etwas davon beweisen. Sie werden aber intuitiv wissen, was Sie davon halten sollen:
      Der Krieg gegen die Menschheit wird nicht von Menschen geführt, sondern von Wesen, denen die Menschheit verhasst ist, weil sie im Gegensatz zu denen Zugang zum göttlichen Bewusstsein hat. Sie werden jedoch von Menschen unterstützt, denen der höhere Teil der Seele entweder fehlt oder zu dem sie keinen Kontakt mehr haben.
      Die Menschen sind nicht allein auf diesem Planeten.
      Vieles von der Technik, die Menschen heute nutzen, wurde ihnen transformiert, im Gegenzug mussten sie sich unterwerfen und den Spielregeln folgen, die ihnen auferlegt wurden. Ein Teil der jetzt eingesetzten Technologien wurde nicht von Menschen entwickelt.
      Wir sind gewohnt, Identifizierungen anhand der Form oder Gestalt vorzunehmen, statt den Inhalt, die ausgestrahlte Energie wahrzunehmen, was uns immer wider zu Täuschungen verführt. Gestalt ist wandelbar, Inhalt identifizierbar.
      Der Krieg tobt um die Seele, gleichbedeutend mit dem göttlichen Funken. Die Menschen stehen wie im Donbass mitten im Geschehen und müssen sich entscheiden. Die Seele kann man nicht rauben, aber man kann Menschen dazu bringen, sie zu verkaufen. Man kann sie locken, nötigen, ihre Triebe ausnutzen. Doch wer widersteht, gegen den ist man machtlos. Ijob.

      Da immer mehr menschliche Seelen erwachen (an das solare Bewusstsein angebunden werden können), schlägt das Imperium hart zurück und versucht, auf der materiellen und feinstofflichen Ebene, einen Riegel vorzuschieben, denn die höheren geistigen Ebenen sind ihm nicht zugänglich.
      Was nützte es einem aber, man gewönne die ganze Welt und verlöre doch darum eine Seele?
      Das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis kann es nicht ergreifen.
      Viel von dem, was jetzt stattfindet, kann man analog in der Pistis Sophia nachlesen, einem Lesetipp von meinem Seelenführer von vor ca. 15 Jahren. Fall und Aufstieg der menschlichen Seele. Das Buch ist allerdings rituell geschrieben und muss so gelesen werden, denn es richtet sich an die Seele, nicht an den Intellekt.
      Man kann immer nach dem Licht rufen, sich dem Licht zuwenden, auch in der finstersten Höhle und ärgsten Bedrängnis. Niemand kann einem den Zugang verwehren nur man selbst kann sich weigern, sich dem Licht zuzuwenden. Es sollte zur täglichen Praxis gehören, diesem Licht ein Stück entgegen zu gehen. Dann, wenn man so weit ist, wird es einen ergreifen können und tragen. Alles Kämpfen gegen die Finsternis macht die Welt nur finsterer. Man zünde in sich ein Licht an. Mehr braucht es nicht, und weil es eigentlich so leicht ist, ist es so schwer.

    • Nevyn sagt:

      Dass Corona die Frontallappen angreift, ist sogar im Mainstream angekommen. Böse Fledermaus!

      Zitat: "Die Ergebnisse der Forschergruppe zeigten, dass Patienten und Patientinnen, die sich von Covid-19 erholt hatten, im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen signifikant höhere Werte im Frontallappen und im Hirnstamm aufwiesen. Die im Frontallappen erhaltenen Cluster zeigen hauptsächlich Unterschiede in der weißen Hirnsubstanz. "Diese Gehirnregionen sind mit Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Depressionen, Kopfschmerzen und kognitiven Problemen verbunden", erklärte Mishra weiter. "
      https://www.n-tv.de/wissen/Post-Covid-Symptome-sind-im-Gehirn-sichtbar-article23734233.html
      Dort nennt man es Post Covid Syndrom.

      Offen bleibt, was genau die Zerstörungen verursacht. Das Spike-Protein? Die mRNA-Eiweißüllen könnten es ja dann nicht sein.
      Das Spike-Protein bekommt man auch über die Injektionen. Aber nein, das kann nicht sein! Es muss etwas anderes gefunden werden.

    • Pexus sagt:

      @ Nevyn sagt: 22. November 2022 um 12:38 Uhr.
      Danke für Ihre Erläuterung.
      Im Grunde genommen sagen Sie, (so meine Auffassung), dass jeder selber (als Teil des Ganzen) seinen lichtvollen Beitrag an der Weltgesellschaft beizutragen hat. Nur so kann die Welt sich zum Guten ändern und die Bösen (hier: die "Corona"-Jünger) werden nicht mehr die Oberhand haben.

      Jeder, der die "Corona"-Hysterie nicht mitträgt, ist einer mehr zum Licht und zum Obsiegen über die Boshaften auf der Welt.

  11. jsm36 sagt:

    "Wenn BlackRock zurzeit also Verluste hinnimmt, dann ist das nichts anderes als ein strategisches Manöver mit dem klaren Ziel, am Ende der Durststrecke noch vermögender und noch mächtiger als zuvor dazustehen."

    Und wer ist Schuld? BlackRock oder die Regierungen, die NICHTS dagegen unternehmen, obwohl sie es könnten?
    Warum steht hier nicht ein Satz über die Gesetzgeber und deren Mittäterschaft?

    • cumbb sagt:

      "Regierungen" sind Angestellte. Rekrutiert aus der intellektuellen Unterschicht. Die das eigene Abräumen nicht vorhersehen können;-) Wie auch unsere GeStaPo-, Staatsverkörperer-, Militärkiddis;-)

  12. jsm36 sagt:

    "Amazon, zum Beispiel, hat weltweit hunderttausende Einzelhändler ruiniert, Uber ebenso viele Taxiunternehmen in den Bankrott getrieben. "

    Es ist gefährlich, unfair, zu einfach und irreführend das so zu beschreiben.

    Erst mal hat Amazo und Uber offenbar das bessere Angebot, darum sind die Kunden eben darauf umgestiegen.
    Das ist der freie Markt und das ist so ziemlich das beste und freiheitlichste was wir je hervorgebracht haben!

    Die Frage ist WIE diese Mega-Konzerne so einfach den kompletten Wettberwerb durch bessere Preis/Leistung hinter sich lassen konnten.
    Und heir müssen sich die "alten" Einzelhändler die Frage gefallen lassen was sie dem Kunden überhaupt noch an Mehrwert zu bieten haben. Warum soll ich in ein Geschäft fahren oder in irgend einem Online-Shop bestellen und nicht bei Amazon?
    Wer hat zB den Maskenwahnsinn und die Diskriminierung Ungeimpfter widerstandslos mitgemacht?
    Wo wird man heute noch teilweise als Belästigung behandelt wenn man eine Kaufabsicht bekundet?
    Was kostet mich mehr Zeit/Geld?
    Wo werde ich besser beraten? Online oder im Laden?
    Wer keinen Mehrwert zu bieten hat, der hat eben auch keine Daseinsberechtigung!
    Und die reißen dann die paar verbleibenden, guten Läden oft mit in den Abgrund.

    Aber der wichtigste Grund für den Erfolg von Amazon und Co sind doch die Staaten, die diesen Mega-Konzernen Steuern in Milliardenhöhe erlassen, während der Mittelstand, vor allem in Deutschland, sich von hohen Steuern, Auflagen, DSGVO, etc. gängeln und Steine in den Weg werfen lassen muss!

    Wenn ein Konzern keine Steuern zahneln muss und das dann natürlich auch ausnutzt, WER ist dann Schuld? Der Konzern oder der Gesetzgeber??

    Wenn ein Kind eine verzogene Göre ist, wer ist dann Schuld? Die Eltern oder das Kind?

    Diese Konzern-Kritik ist nicht nur wertlos, sie ist sogar schädigend, weil sie von den echten Ursachen des Problems ablenken.
    JEDE Firma ist praktisch verpflichtet ihren Gewinn zu maximieren, keiner (nicht mal privat) würde auch nur einen Cent mehr Steuern zahlen als er muss!
    Und solange die Konzerne Bedingungen haben mit denen keiner sonst mithalten kann wird auch der größte Protest in Richtung dieser Konzerne NICHTS ändern!

    Es sind die Staaten die Schuld sind, nicht die Konzerne, die diese Geschenke selbstverständlich dankbar annehmen, weil sie nicht komplett bescheuert sind!
    Hätte es Amazon und Uber nicht gemacht dann wäre jemand anderes zur Stelle gewesen! Aber zu 100%!
    Und ausgerechnet die überteuerte Taxibranche als Beispiel zu nehmen ist auch nicht gerade ideal…

    • cumbb sagt:

      ;-)
      Einen "Freien Markt" kann es unter "Geldschöpfung" nicht geben;-)

    • _Box sagt:

      jsm36 allerliebst ihre Markttheologie. Aber nicht wirklich neu:

      Chile erlebte die Dreifaltigkeit des freien Marktes (4):

      – Deregulierung: Regeln und Regulierungen werden gestrichen, die der Akkumulation von Profiten im Weg stehen.

      – Privatisierung: Alles wird verkauft, was auch profitorientiert von Unternehmen vertrieben werden kann. wie Schulen, Krankenhäuser, Sicherheitsfirmen, Kriegsführung, Öl, Bodenschätze, Schlüsselindustrien, Nationalparks …

      – Einschnitte: drastisches Zurückfahren von Sozialausgaben.

      „Nur eine Krise — eine tatsächliche oder empfundene – führt zu echtem Wandel. Wenn es zu einer solchen Krise kommt, hängt das weitere Vorgehen von den Ideen ab, die im Umlauf sind. Das ist meiner Ansicht nach unsere Hauptfunktion: Alternativen zur bestehenden Politik zu entwickeln, sie am Leben und verfügbar zu halten, bis das politisch Unmögliche politisch unvermeidlich wird“ (5).

      „Solche konzertierten Überfälle auf die öffentliche Sphäre nach verheerenden Ereignissen und die Haltung, Desaster als entzückende Marktchancen zu begreifen, nenne ich ‚Katastrophen-Kapitalismus‘. (…) Auf eine große Krise oder einen Schock warten, dann den Staat an private Interessenten verfüttern, solange die Bürger sich noch vom Schock erholen, und schließlich diesen ‚Reformen‘ rasch Dauerhaftigkeit verleihen“ (6).

      Aus:
      Die Zermürbungsstrategie
      Um den Bürgern zuvor undenkbare Zumutungen aufzunötigen, setzt der Kapitalismus auf inszenierte Krisen.
      von Lilly Gebert
      https://www.rubikon.news/artikel/die-zermurbungsstrategie

      Und hier noch zu wer denn nun Ross und wer Reiter ist:

      "Westliche Demokratie" ist hohl: Reichtum regiert
      02. April 2018 Paul Schreyer

      Gedanken zu einer wenig beachteten und explosiven Regierungsstudie, die auf den Widerspruch zwischen Demokratie und konzentriertem Reichtum hinweist

      Manche Zusammenhänge sind so simpel und banal, dass sie leicht übersehen werden. Louis Brandeis, einer der einflussreichsten Juristen der USA und von 1916 bis 1939 Richter am Obersten Gerichtshof, formulierte es so: "Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides."

      Hinter dieser Aussage stehen Erfahrung und Beobachtung, aber auch eine innere Logik: Wenn in einer Gesellschaft die meiste Energie darauf verwandt wird, Geld und Besitztümer anzuhäufen, dann sollte es niemanden überraschen, dass die reichsten Menschen an der Spitze stehen. Was wir als führendes Prinzip akzeptieren, das beschert uns auch entsprechende Führer. Und wo sich Erfolg an der Menge des privaten Vermögens bemisst, da können die Erfolgreichen mit gutem Grund ihren politischen Einfluss für recht und billig halten.

      Logisch erscheint es auch, wenn in einer solchen Gesellschaft die Regierung immer wieder gegen die Interessen der breiten Masse entscheidet. Vereinfacht gesagt: Wo reiche Menschen an der Spitze stehen, da herrscht nun mal nicht die Mehrheit. Private Bereicherung und Allgemeinwohl passen ungefähr so gut zusammen wie ein Krokodil in den Goldfischteich. An diesem Widerspruch ändert sich auch dann nichts, wenn die Goldfische und das Krokodil gemeinsam demokratisch eine Regierung wählen, die dann eindringlich an das Krokodil appelliert, doch bitte, im Interesse aller, seinen Appetit zu zügeln.

      https://www.heise.de/tp/features/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html?seite=all

    • hog1951 sagt:

      Moin, #jsm36, Sie sagen:

      „Es ist gefährlich, unfair, zu einfach und irreführend das so zu beschreiben.
      Erst mal hat Amazo und Uber offenbar das bessere Angebot, darum sind die Kunden eben darauf umgestiegen.
      Das ist der freie Markt und das ist so ziemlich das beste und freiheitlichste was wir je hervorgebracht haben!“

      Das berssere Angebot reduziert sich doch ueber einen besseren Preis?!
      Dieser wiederum wird erzeugt ueber die rechtlosen Arbeiter dort bei Amazon, die mit Pampers arbeiten, weil sie keine Zeit finden zur Toilette kommen. (…) ja, der freieste Markt und das beste, was wir je hervorgebracht haben.

      Dabei stösst mir folgende Formulierung auf:

      “ (…) was wir je hervorgebracht haben.“

      Wer nun? #jsm36 und wer noch? Ich ganz sicher nicht, denn mit dieser exorbitanten Ausbeutung von Hungerleidern will ich nicht in einen Topf geschmissen werden!
      Im Gegenteil ist es meine Vision, dass es es gerecht zugeht in der Ausgestaltung unserer Zukunft. Dafuer muessen dann auch drakonische Massnahmen herhalten, wie z.B. ein Verbot dieser unmenschlichen Machenschaften von Bezzos und Co.
      Wie soll uebrigens der gesellschaftliche Reichtum erhalten bleiben, wenn, um beim Beispiel zu bleiben, sämtliche Gewinne an Bezzos/Amazon fliessen, und all die aus dem Markt gedrängten klein-und mittelstänischen Unternehmen keine Einkuenfte mehr erzielen können und folglich auch keine Steuern abfuehren können (gleiches gilt natuerlich auch fuer die dort ehemals Beschäftigten) sodass noch mehr Mangel entsteht im Bildungsbereich, in der Gesundheitsabteilung und wo sonst noch!
      Nerbenbei bemerkt ist Bezzos natuerlich nicht der einzige Schmarotzer.

      Um zu der Frage zu kommen:“ Wer ist Schuld?“
      Sie schreiben:

      „Es sind die Staaten die Schuld sind, nicht die Konzerne, die diese Geschenke selbstverständlich dankbar annehmen, weil sie nicht komplett bescheuert sind!“
      Nun, wenn wir schon ueber Schuld sprechen muessen, so sind es beide, sowohl der Konzern, als auch der Staat.
      Lenin hatte in einer interessanten Schrift die gemeinsame Ausrichtung der Konzerne zusammen mit der von Staaten entwickelt:

      „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“

      Hierin geht es genau um die von Ihnen aufgeworfene Frage. Er beantwortet die Frage dahingehend, dass der Staat die Voraussetzungen schafft, um den Konzernen die Möglichkeiten zu bieten sich gegen andere Konkurrenten auf dem Weltmarkt durchzusetzen.

      mfG

    • _Box sagt:

      Wladimir Iljitsch Lenin
      Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus
      Gemeinverständlicher Abriß
      (1917)

      https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1917/imp/index.htm

    • Zeigefinger sagt:

      Wieder unendlich viele Schreibfehler. Ich hoffe, es wird deutlich, was ich sagen möchte.

      Den Kapitalismus als Rahmen habe ich schon genannt. Die Bewertung "ein Rahmen, welcher mehr schlecht als recht funktioniert" möchte ich anfügen. Am Ende kommt meist "Murks" bei heraus und Zig Millionen Tote werden mich für diese saloppe Formulierung verfluchen. Sogar während "des Spiels" hält sich der Benefit für den Großteil der Menschheit in Grenzen und auch dieser Euphemismus dürfte in ärmeren Regionen für Unverständnis und mehr sorgen.

      Jetzt bahnt sich wieder Murks an. Wir stehen bereits im Sumpf und jeder von uns hat schon eine Menge Murks erlebt. Kapitalismus ist Schrott.

      Man kann nur hoffen, dass einige der immer häufigeren Appelle im Internet an die Gestalter des Rahmens namens Kapitalismus von der KI aussortiert und zugestellt werden: Kommt endlich zur Besinnung. Auch wenn die Angst induzierte Dummheit heute besonders stark grassiert, sind die Erdenbewohner aufgeklärter als zu allen anderen Zeiten seit der französischen Revolution. Ja, dank der Technologie, die aufgebaut wurde. Aufgebaut zur Kontrolle, Überwachung und Exekution. Und als von Anfang ungeliebter Nebeneffekt ebenso als Instrument gegen eure Herrschaft. Wenn ich mir auch bewusst bin, dass "das Internet" und seine Protokolle leichter zu beherrschen sind als viele denken, möchte ich vielleicht etwas großmäulig in Aussicht stellen: Viele wissen bereits was sie wissen müssen und das reicht. Wann zieht ihr bildlich gesprochen den Stecker?

    • Zeigefinger sagt:

      Ups, sollte hier hingehören (anderes Thema): https://apolut.net/blackrock-2-billionen-dollar-verlust-von-ernst-wolff/#comment-253903

    • hog1951 sagt:

      Einspruch #Zeigefinger (21.11. um 20.13) wenn Sie sagen:

      „ Auch wenn die Angst induzierte Dummheit heute besonders stark grassiert, sind die Erdenbewohner aufgeklärter als zu allen anderen Zeiten seit der französischen Revolution.“

      Was bedeutet es aufgeklärt zu sein? Aufgeklärt sein, heisst nun nicht, den gleichen Wunsch zur Veränderung zu haben wie Sie oder ich! Wir sehen doch auch hier im Forum, dass Foristen mit dem gleichen Kenntnisstand zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
      Es muss also zu dem ‚aufgeklärt sein‘ noch etwas anderes hinzukommen; nämlich so etwas wie eine innere Haltung.
      Wir erleben dieses Phänomen z.Z. bei der Fraktion, die auf der anderen Seite der Barrikade steht und sich mit ihrer Haltung als Schreiberlinge des Kapitals fuer die Gegenseite stark macht.
      Wir allerdings sollten uns nicht irritieren lassen und das Herz weiterhin am rechten Fleck tragen und wir sollten uns fuer die Benachteiligten der Gesellschaft engagieren.

      mfG

    • Zeigefinger sagt:

      Religion ist ein interessanter Punkt, der sich sogar in meinem kleinen Kommentar als kleines Schnipsel wiederfinden lässt. Ich spreche hier vom genannten Denkverbot als geistige Gefangenschaft, ein eher abendländisch-christliches Dingen – die sündhaften Gedanken. Um Individualität und Konflikte zu erklären, habe ich ein Motiv aus dem Christentum (die Erbsünde, den Antagonismus) als Beispiel genannt. Das ist richtig. Aber leider eine Wahrheit, welche in allen Kulturen nicht aus der Welt zu schaffen ist. Die Weltreligionen (das Christentum aufgrund seiner errungenen Vormachtstellung hier besonders) haben Verbrechen begangen, die noch reichlich untertrieben ein zig faches der Bibel ausmachen. Hexenverbrennung, Verfolgung, nicht enden wollenden Konflikte, Exkommunikation, Bigotterie, Ablasshandel. Von den genannten Verbrechen, möchte man sich nicht nur mit den CO²-Zertifikaten an ein altes Thema herantasten. Wenn Wissenschaft eine Religion werden soll und man sie mit dem kulturellen Hintergrund des Christentums von irgendwelchen Aufklärern am Reißbrett entwerfen würde, käme etwas dabei heraus, was hier heute erleben – eine Technokratie, die aber eigentlich wie eine Theokratie funktioniert. Nur durch den Transhumanismus möchte man sich die Götter auf die Erde holen. Spektakulär. Und Scheiße. Albern ohnehin (jetzt schon allzu bizarr – heutige Eindrücke dienen für mich der Antiwerbung für Drogenkonsum).

      Okay, mit Freiheit hat unser Gespräch am Ende nicht mehr viel zu tun. Aber am Ende weiß ich sowieso nicht, was hier überhaupt los ist :P. Immer wieder neue Erkenntnisse und Denkanstöße verdrängen alte als unumstößlich empfundene Gewissheiten. In seltenen Momenten, wo ich mich der Blick von oben wegen der vielen Details nicht zu sehr verwirrt, machen viele Schlüsse auf die großen Themen unserer Zeit aus den grundverschiedenen Perspektiven mehr Sinn als zunächst vermutet.

      Und was Du schreibst ist richtig. Die morgendlichen und langen Spaziergänge (bei mir auch ungeimpft) möchte ich nicht mehr missen. Erst haben mich noch diese teils quälenden Gedanken, meist als fortgesetzte Grübeleien über unlösbare Problemstellungen, begleitet. Doch nachdem ich in einem unachtsamen Moment umgeknickt war, ist es mir dann doch noch gelungen, eine Beziehung zur Umwelt und meinem Körper aufzubauen – zu Hause ist man dann doch aufgeräumter im Kopf.

  13. cumbb sagt:

    ;-)
    Wenn ich Eigentümer der Welt bin, ist mir egal, ob ich an dieses Eigentum dranschreibe: 1 Mark oder 1.000.000.000.000.000… Mark;-)

    • cumbb sagt:

      "Geld" ist ein "Konzept": Zahlen, Mengenangaben, die per "Gesetz" Eigentumsverhältnisse an "Welt" festlegen.
      Bspw. ist eine "Inflation" willkürlich, gemacht, um die Unterschicht zu enteignen. Diese "Inflation" ist gemacht, weil die Technische Entwicklung, KI und Mobilfunk, die Übernahme der "Welt" unter Verzicht auf die meisten bisher nötigen Elitenkriecher, ob in Geheimdienst, Militär, "Staats"-Dienst, ermöglicht. Diese Auch diese Kiddis werden jetzt verraten und abgeräumt;-)

    • cumbb sagt:

      "Geldschöpfung" ist immer "Falschgeldschöpfung"! Falschgeld, das mit "Welt" beeignet werden muß.

    • cumbb sagt:

      ;-)
      Leider, oder gottseidank, kapiert die Mehrheit, inklusive Trollen, Geheimdienstlingen, GeStaPo, Militär, Staatsverkörperkiddis in Legislative, Judikative, Exekutive, NIX, so daß die grad SICH und IHRE Liebsten fleißig abräumt;-))

  14. Zeigefinger sagt:

    Wieder mal ein übelst Rohrkrepierer – sorry. Hier korrigiert (hoffentlich inhaltlich ebenso verständlicher):

    **Der Kapitalismus ist trotz aller Special Effects fast so trist, wie alle anderen Wirtschaftsideologien, welche sich als Antwort begreifen und/oder zur gleichen Zeit entstanden.**

    (Gleichzeitig ist es der Satz, bei dem ich mir am wenigsten sicher bin. Und dennoch bleibe ich hier bei mir meinem Bauchgefühl, dass ich großen Ideologien in diesen Zeiten der Umwälzung besser aus dem Weg gehe.)

  15. Zeigefinger sagt:

    Ich lese die Artikel von Ernst Wolff immer gerne, welche den gewissenlosen Bankrott der Finanzindustrie und die Folgen für die meisten von uns in eindringlichen, häufig auch alarmierenden Worten schildern. Was bei mir den zu kleinen Operetten zusammengeschnürten Ereignissen auffällt: Waren es früher noch gaunerhafte Broker oder mafiöse Finanzmagnaten an der Wall Street, die ihre archaischen Befindlichkeiten in diesem Bühnenstück der Eitelkeiten austrugen, bekriegen sich heute nur noch Algorithmen und Zahlenkolonnen, die gefühlt über den Bildschirm rasseln. Computer, wenn auch nicht so leistungsfähig, waren auch schon in der Yuppie-Zeit in den Großraumbüros nicht mehr wegzudenken. Aber jemand musste immer noch über die Tastatur flitzen und hektisch mit der Mouse in der anderen Hand hektisch den Cursor über den Bildschirm bewegen.

    Das Gerede von KI hat neben Datensammelei und -Auswertung, also Kontrolle und Überwachung, bestenfalls als Hilfe zur Entscheidungsfindung, erkennbar einen weiteren Zweck: Die Vernebelung jeder menschlichen Verantwortlichkeit. Wenn ich den informativen Artikel richtig in Erinnerung habe, stoße in nur insofern auf Personen, wenn es sich um die Sonderform von juristische Personen irgendwelcher Tech-Giganten, quasi die allseits bekannten Konzernnamen handelt. Und damit rückt das ganze Thema weit weg vom Menschen, denn es gibt in der Finanzwelt offenbar keine Menschen mehr… Das ist natürlich nicht wahr.

    Eindringliche Worte zu seelenlosen Zahlenkolonnen und nicht greifbaren Konzernen, hinter denen sich Großaktionäre und Gesellschafter verstecken können und hinter dem Schild des Unternehmens ohnehin schwer zu belangen sind.

    Aber die Aufregung hält sich mittlerweile in Grenzen.

    Der Kapitalismus ist trotz aller Special Effects wirklich fast so trist, wie die alle bisherigen Wirtschaftsideologien, die diesem als antworten entspringen und/oder entspringen. Sogar bei seinem grellem Scheitern. Ist da einmal Sand im Getriebe, setzt unmittelbar eine unglückliche Verkettung *alternativloser* Fehlentscheidungen ein. Selbst wenn alle fair handeln, investieren und sich nach den einfach mal als richtig angenommenen Gesetzen des freien Marktes verhalten: Zwei oder vielleicht auch nur ein verlorener und zu kostenintensiver Krieg für den Wachstum reichen schon aus, um den spektakulären Niedergang einzuleiten.

    Das alles ist nicht neu. Über *Aladin* weiß ich nicht viel, aber für mich macht dieses Debakel den Eindruck, als sei Aladin dazu bestimmt, die letzten Nägel nun schneller in den Sarg zu hauen. Vielleicht ist es der erste und auch bereits letzte von seinen Erschaffern aufgetragene Wunsch.
    Falls er nicht in die Flasche zurück muss, kann man immerhin noch mit dem Finger auf ihn zeigen. Kulturell hat man auf solche Situationen ja schon vorgearbeitet. Wahrscheinlich gibt es nur wenige, vor allem jüngere Menschen, die bei der verschwendeten Lebenszeit namens "US-Fantasy-Film schauen", hier noch nicht auf die außer Kontrolle geratene KI gestoßen sind.

    Bunt und grell, viele Explosionen und schnelle Schnitte. Hollywood oder Krisenkapitalismus aka Stakeholder Kapitalismus aka Faschismus aka Inklusiver Kapitalismus – Er hat viele Namen :P.

    • jsm36 sagt:

      Wir haben heute mehr Planwirtschaft als Kapitalismus. Warum wird immer noch so getan als ob "der Kapitalismus" das Problem wäre? Natürlich hat man auch stets keine bessere Idee.

    • Zeigefinger sagt:

      Ich sehe für mich keinen Grund dem Kapitalismus beizuspringen. Keinen einzigen. Wenn man wie ich im Leben häufiger den Kapitalismus – sei es mit unwiderlegbaren Argumenten oder wenn wütend auch mal mit unbegründeten Behauptungen – kritisierte, hat man das Gefühl zu keiner Zeit überhaupt mal im Kapitalismus gelebt zu haben. Etwas ideologisch so wendigem wie dem Kapitalismus begegnet man wohl nur einmal im Leben. Meinetwegen. Die Frage, wie man Anreize für Innovation und Wohlstand schaffen kann, ohne eine schwer nachvollziehbare und am Ende scheiternde Wachstumsideologie zu schaffen, bleibt offenbar bis heute unbeantwortet. Der Kapitalismus wird oft genauso überzeugend verteidigt, wie der Klimawandel, manchmal sogar von den gleichen Menschen.

      Wenn hier das letzte Wort gesprochen wurde, frage ich mich: Was machen die Professoren und die Kommilitonen überhaupt den ganzen in den Hörsälen? Warum gibt es die Wirtschaftswissenschaften noch, wenn sowieso alles klar ist und alle Prämissen wahr sind und alle unbegründeten Gesetze sich als Axiome erweisen? Wenn das so wäre, würde sich der Kapitalismus nicht jedes mal als etwas anderes entpuppen, was er vorgibt zu sein oder moderater formuliert, in eine (meinetwegen) Planwirtschaft. Ich halte dieses blöde Verweise auf Marx auch nicht für sinnvoll, aber dieser hat mehr als einmal darauf hingewiesen, dass der Kapitalismus im Endstadium geradezu prädestiniert dafür aus sich heraus zum Kommunismus zu wandeln.

      Zuletzt im unvollendeten Manuskript Maschinenfragment, aber auch in seinen anderen Werken mit deutlichen Verweisen. Manchmal gewinnt man gar den Eindruck, Marx sei von Anfang so etwas wie "kontrollierte Opposition" im orwellschen Sinne. Allein die Kommunistenverfolgung, die Zersetzung von linken Friedensbewegungen (passenderweise vor Kriegen) und die Frage nach dem Eigentum der Produktionsmittel mag noch hoffen lassen, dass da nichts dran sein könnte. Aber mit etwas Fantasie und gekrümmtem Rückgrat kann man selbst die Aktienbeteiligungen der Angestellten eines Unternehmens als marxistisch auslegen. Falls das stimmt, gab es nie den "freien Markt".

    • Zeigefinger sagt:

      Ergänzend und nach Deinem Kommentar nicht mal im Ansatz beantwortet: Vor allem, wenn eine Entwicklung nicht stimmt (das genannte "Sand im Getriebe"), warum entfernt man offenbar bewusst zum bloßen Erhalt des Kapitalismus schrittweise alle Bremsen und Sicherungen aus dem beschleunigenden Auto, am Ende natürlich mit Bleifuß gegen die Wand?

    • Zeigefinger sagt:

      Okay letzter Frage beinhaltet einen Zirkelschluss. Nicht so fein und unehrlich.

      Dennoch:

      Ein Kapitalismus mit dem immer wieder erhobenen Anspruch muss, eine starre und unveränderliche Gesetzmäßigkeit zu sein, muss nun lernen, dass er in seiner späten Phase oft sehr wohl verändert und transformiert. Ist Dir aufgefallen, dass der Kapitalismus oft erst aus der Sicht des Kommunismus, Anarchismus / Libertarismus meist überhaupt eine greifbare Gestalt erkennbar werden lässt? Der Kapitalismus für sich hat keinen Bestand und ist nur als ordnender Rahmen und Übergang zu einem Nachfolger geeignet. Was will man denn machen, wenn sich vieles sich geordnet hat, die Verhältnisse geklärt wurden und die Gewinner am Ende feststehen? Am Ende können die Verlierer im Prinzip wohl nur hoffen, dass die Gewinner am Ende was Gutes vorhaben, sofern sich nicht auf den letzten Metern noch scheitern oder keinen langen Atem haben. Die Herrschaften respektiere ich nicht. Von Anfang an mit gespaltener Zunge gesprochen, darüber hinaus sich übersehbar in dekadent anmutend Widersprüchen verstrickend, werden sie selbst mit ihrem sakrosankten Werbebroschüren-Vokabular auf Dauer nur die Wenigsten für sich vereinnahmen, mich schon gar nicht. Ich weiß, dass diese "Gewinner" zu sehr von der Dominanz eines heuchlerischen, gewaltsamen und unfairen Psycho-Imperiums verseucht wurden, es meist sogar mit aufgebaut haben und sich ihm angedient haben, da hilft auch kein ratternder und emotionsloser Taschenrechner wie Harari, der vielleicht noch Geek-Fraktion bedeutungslos gemachter Wissenschaften für diesen Blödsinn begeistern kann. Aber das war auch klar, denn das große Geld wurde dummerweise zu großen Teilen in den Familien vererbt, sind die Erben allzu oft davon überzeugt nach einer standesgemäßem Erziehung und einem zunehmenden Realitätsverlust von allzu vielem "unter sich bleiben" es immer am Besten zu können, ob Dunning Kruger (für mich nur ein Veto von vielen gegen Eugenik) fern ist oder nicht.

      Der kapitalistische Libertarismus war wohl am ehesten die bestimmende Kraft, zumindest in seiner Außenwirkung (aber eigentlich eher eine Mogelpackung, im Prinzip wie heute "die linken" Ideologien) und hätte sich ein Erfolg sein können, hätte er sich nicht schon zu früh in Widersprüche verwickelt und gegen seine eigenen Überzeugung vor allem die Expansion (Kriege, Soft-Power, Beeinflussung innerer Angelegenheiten anderer Länder) das erste Mittel zur Wahl waren, um den Kapitalismus "zu bewahren" und endete folgerichtig als armseliger Flickenteppich mit den Ambitionen auf eine Ideologie, die mehr oder weniger durch die frühe Zuarbeit des Hochstaplers Howard Scotts überhaupt bekannt worden konnte.

    • Zeigefinger sagt:

      Wieder unendlich viele Schreibfehler. Ich hoffe, es wird deutlich, was ich sagen möchte.

      Den Kapitalismus als Rahmen habe ich schon genannt. Die Bewertung "ein Rahmen, welcher mehr schlecht als recht funktioniert" möchte ich anfügen. Am Ende kommt meist "Murks" bei heraus und Zig Millionen Tote werden mich für diese saloppe Formulierung verfluchen. Sogar während "des Spiels" hält sich der Benefit für den Großteil der Menschheit in Grenzen und auch dieser Euphemismus dürfte in ärmeren Regionen für Unverständnis und mehr sorgen.

      Jetzt bahnt sich wieder Murks an. Wir stehen bereits im Sumpf und jeder von uns hat schon eine Menge Murks erlebt. Kapitalismus ist Schrott.

      Man kann nur hoffen, dass einige der immer häufigeren Appelle im Internet an die Gestalter des Rahmens namens Kapitalismus von der KI aussortiert und zugestellt werden: Kommt endlich zur Besinnung. Auch wenn die Angst induzierte Dummheit heute besonders stark grassiert, sind die Erdenbewohner aufgeklärter als zu allen anderen Zeiten seit der französischen Revolution. Ja, dank der Technologie, die aufgebaut wurde. Aufgebaut zur Kontrolle, Überwachung und Exekution. Und als von Anfang ungeliebter Nebeneffekt ebenso als Instrument gegen eure Herrschaft. Wenn ich mir auch bewusst bin, dass "das Internet" und seine Protokolle leichter zu beherrschen sind als viele denken, möchte ich vielleicht etwas großmäulig in Aussicht stellen: Viele wissen bereits was sie wissen müssen und das reicht. Wann zieht ihr bildlich gesprochen den Stecker?

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