Wo bleiben die starken Männer in der Krise?

Ein Meinungsbeitrag von Gerald Ehegartner.

Dieser Text richtet sich ausnahmsweise direkt an das männliche Geschlecht, an den Mann in uns. Es ist nicht seine Absicht, jemanden auszuschließen, sondern die männliche Seite in Zeiten dieses großen Umbruchs anzusprechen. Wo sind die wahren Männer in dieser Zeit des Umbruchs, möchte man fragen. Und ist es überhaupt noch angebracht, angesichts des Gender-Narrativs nach echten Männern in dieser Krise zu rufen?

Seit Anfang 2020 registrieren wir einen Generalangriff auf das Menschsein, auf das Leben selbst. Man muss sich schon mit dem Treibholz arrangiert haben, daran geklammert sein, um nicht zu spüren, was hier seit mehreren Jahren konzertiert und konzentriert abläuft. Diejenigen, die gegen den Strom schwimmen, bemerken schnell, dass die Wälder des Lebens in einem enormen Ausmaß gerodet werden und als totes Holz im Hauptstrom treiben. Den Mainstream flussaufwärts zu schwimmen, ist schmerzhaft und anstrengend. Ständig wird man von Treibholz getroffen, während man sich Richtung Quelle bewegt. Doch einige Mutige riskieren es. Sie sind bereit, für das Leben, für die Freiheit und für die Kinder unserer Gesellschaft einzustehen. Die breite Masse jedoch treibt, festgeklammert an toten Gedanken-Stämmen, mit dem Strom talwärts. Und wieder zeigt sich die Wahrheit, wer mit dem Strom schwimmt, bemerkt nicht, was ihm um die Ohren fliegt beziehungsweise schwimmt.

Nur, wo waren und sind die Männer in dieser verrückten Zeit? Standen sie auf für ihre Kinder, beschützten sie ihre Familien vor den heranrollenden Gefahren? Mir kommt der aktuelle Blockbuster „Avatar“ in den Sinn. Die Hauptfigur Jack Sully kämpft leidenschaftlich um seine Familie und das indigene Volk der Nai´vi, dem er sich verbunden fühlt. Wie viele junge Männer haben aktuell die Kraft, gegen gesellschaftliche Entwicklungen anzutreten, wie ein Löwe aufzustehen und auch einem übergriffigen Staat die Zähne zu zeigen? Und wie viele der jungen Männer erfahren starke Väter, die mutig Haltung zeigen und kraftvoll ihr Potential leben? Nicht wenige der jungen Männer sind „untervatert“, Mannsein generell gilt derzeit nicht als modern, beinahe schon als anrüchig rechtslastig.

Das Verschwinden der Väter

Die Vaterrolle unterlag in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten einem steten Wandel. Die gemeinsame Spur jedoch führt unablässig in das weite Land der Abwesenheit. Der Arzt und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich skizzierte vor Jahrzehnten treffsicher den Weg in die vaterlose Gesellschaft.

Mit Beginn der Industrialisierung vor etwa 200 Jahren verschwanden die Väter aus ihren Familien. Sie wurden den Fabriken und Maschinen geopfert und zu Objekten verarbeitet. Sie mutierten zu Arbeitern, die nur für kurze Zeit ihre Familie sehen konnten und für deren Auskommen sie schufteten. Die Mütter und der Rest der Familie hatten sich nun alleine um die Kinder zu kümmern. Die Präsenz des Vaters, der früher seine Kompetenzen besonders den Jungen weitergeben konnte, wurde der Maschinenwelt geopfert. Viele erlebten ihre Väter nur mehr selten, unnahbar, mürrisch und ausgelaugt. Das Trauma des abwesenden Vaters in der westlichen Welt war geboren.

Die heranwachsenden Jungen – aber auch die Mädchen – verloren damit eines der stabilen Fundamente für ihr Aufwachsen. Zusätzlich ebneten Kriege, in denen viel zu viele Väter ihr Leben lassen mussten, den Weg in eine vaterlose Gesellschaft. Der Vater wurde entkernt und entpersonalisiert auf eine abstrakte Metaebene gehoben und als Schule, Militär, Kirche, Staat und so weiter institutionalisiert.

Vaterhunger und die Sehnsucht nach dem starken Mann

Die dramatische Abwesenheit des eigenen, leiblichen Vaters, führte bei vielen Männern damals zu einer Verunsicherung und Orientierungslosigkeit, die die Sehnsucht nach dem starken Mann geradezu heraufbeschwor. Auf der Klaviatur des Vaterhungers spielten und verführten die großen patriarchalen Demagogen des 20. Jahrhunderts. Und auch viele von ihnen selbst litten an tiefen Wunden in ihrer Beziehung zum Vater oder wuchsen ganz ohne Vater auf. Als Ergebnis war das Bild des institutionalisierten und persönlichen Vaters massiv beschädigt, auch die Männlichkeit selbst wurde vermehrt als toxisch wahrgenommen und dargestellt. Während sich die Frauen letztendlich ab den 1960er-Jahren zu emanzipieren begannen, lernten Männer, ihre feminine Seite zu entdecken.

Der Weg vom Macho zum Softi war ein kurzer, aber weder das eine noch das andere Rollenbild wollte langfristig taugen. Beiden fehlte es an einer kraftvollen, gesunden Männlichkeit aufgrund ihrer Unsicherheit bezüglich der eigenen männlichen Identität. Dem Softi war dies unschwer anzusehen, der Macho täuschte äußerlich bloß vor, was innerlich fehlte.

Während Männer in Filmen und Sitcoms verstärkt als schwach und auch dümmlich dargestellt wurden, entschwand ebenso der institutionalisierte Vater immer mehr in die Anonymität. Die Erziehungsarbeit wurde fast ausschließlich zu einer Aufgabe der Mütter.

Mütter, Väter und die Instrumentalisierung der Gender-Bewegung

Das Gespenst des abwesenden und verdrängten Vaters kehrt nun als Technokrat und Transhumanist zurück. Ihm fehlt das liebevolle Herz des echten Vaters, nachdem sich so viele junge Seelen sehnen. Vor der Kälte des Transhumanismus schützt der warmherzige Vater wie der Königspinguin sein Junges in der antarktischen Kälte.

Das Verschwinden der Väter und die Reduktion der Großfamilie auf die Kernfamilie läuteten jedoch auch ein langsames Verschwinden der Mütter mit ein. Viele Kinder erleben seit Längerem ihre leiblichen Eltern erst abends zur Primetime, die Bindung zu ihnen ist oftmals nicht sonderlich gefestigt. Die klassischen Vater- und Mutterbilder gelten in einigen Kreisen als reaktionär. Sie würden trans- und nichtbinäre Menschen ausgrenzen. Als Wording wird zum Beispiel für „Muttermilch“ die Bezeichnung „Menschenmilch“ empfohlen, der Vater könnte „Elternteil“ oder „Co-Elternteil“ genannt werden. Vater und Mutter würden somit auch als Begriffe und folglich aus dem aktiven Wortschatz verschwinden. Damit die überwiegende Mehrzahl von Frauen und Männern, die sich mit ihrem biologischen Geschlecht identifiziert, sprachlich eingegrenzt werden kann, wird sie als Cis-Frau beziehungsweise Cis-Mann bezeichnet. Eine durchaus technokratisch wirkende Begrifflichkeit, um einer vermeintlichen Diskriminierung von Transmännern und -frauen zu entgehen.

Trans- und nichtbinäre Menschen zu sehen und zu würdigen, ist wesentlich und unabdingbar. Es ist aber auch wesentlich, die Instrumentalisierung der Gender-Bewegung ins Auge zu fassen. Sie wurde als Feigenblatt für eine vorherrschende, gesellschaftliche Intoleranz verwendet. Hinter der Regenbogenfahne wurden und werden andere Minderheiten wie Maßnahmen- und Impfkritiker sowie Friedensaktivisten umso massiver diskriminiert. Das Geschlecht ist darüber hinaus kein Austausch- beziehungsweise Konsumartikel, das dem technokratischen Machbarkeitswahn aktuell zum Opfer fällt. Falsch verstanden und manipuliert wird diese Bewegung zu einem Vorfeld der transhumanistischen Bewegung, die menschliche Identitätsverluste als Nährboden für die Verschmelzung von Mensch und Maschine und für eine digitale Identität missbraucht.

Die Rettung des Menschseins und die Initiation ins Mannsein

Im Kern geht es also um die Rettung des Menschseins in all seiner Vielfalt. Und dabei ist den Vätern eine besondere Rolle zugeschrieben. So manche Identitätskrise darf sicherlich auf das Fehlen eines aufbauenden und stabilen Vaters zurückgeführt werden.

Wie viele Söhne und Töchter können eigentlich sagen, dass sie einen Vater erlebten, der mit ihnen am Lagerfeuer saß, der sie zum Lachen brachte, Abenteuer ausheckte, sie auf den Schultern durch die Welt trug, ihnen die Sterne vom Himmel holte, Witze erzählte und an sie glaubte? Jungs erleben heutzutage männliche Identifikationsfiguren oftmals erst im Fußballverein. Selbstredend von Frauen geboren und meist durchgehend von Frauen bis zum zehnten Lebensjahr erzogen, reiben sie sich viel zu selten an Männern, die es gut mit ihnen meinen. Unsicher in ihrer Männlichkeit, zwischen Aggression und Depression baumelnd, scheitern sie zu oft in Schule und Beruf.

Schulen zeigen sich leider kaum als „artgerechter Lebensraum“ für Burschen. Ihr häufiger Drang zur Bewegung, ihr Entdeckergeist und Sinn fürs Praktische kommen zu kurz. Nicht wenige interpretieren jugendliche Aggressionen fälschlicherweise als fehlende Sensibilität. Polizisten in den USA berichten, dass straffällige Jugendliche auffallend oft ohne Vater aufwuchsen, an dem sie sich hätten orientieren und reiben können. Die Reibungswärme fehlt vielen Jungen, auch später die Initiation ins Mannsein selbst.

„Wenn wir nicht unsere Jungs initiieren, dann werden sie unser Dorf niederbrennen, nur um die Hitze zu spüren“, besagt ein afrikanisches Sprichwort.

Die jungen Männer wollen die Hitze spüren, das Feuer vom Himmel holen, ihren Lebensauftrag kennen und leben. Wenn wir sie nicht die Fackel ihres eigenen Lebens tragen lassen, dann besteht die Gefahr, dass sich ihre männliche Kraft gegen die Gesellschaft richtet. Und auch hier sind Verführer zugegen, die manipulierend eingreifen und junge Männer fremde Dörfer in fremden Ländern niederbrennen lassen. Nicht selten ältere, unweise und herzlose Männer, die neidvoll auf Potenz und Potenzial der Jungen blicken, um diese dann im Krieg zu verheizen. Wir brauchen dringend wieder ältere, weise Männer, die die Jungen ins Mannsein initiieren.

Viele in ihrer Jugend nicht initiierte Männer erkalten aber auch, sie spüren ihr Feuer kaum noch. Sie sind in die eiskalte Falle des Funktionierens getappt und befolgen gehorsam, was ihnen aufgetragen wird. Bei einem Blick auf die Lage der Welt muss man wohl anerkennen, dass zu viele Männer nicht initiiert sind. Die Initiationsriten der indigenen Völker galten in bestimmten Kulturen als die zweite Geburt – die Geburt durch den Mann zum Mannsein. Für Männer ist dies ein äußerst wichtiges Momentum, liegt doch der goldene Schlüssel zum „wilden Mann“ unter dem Kopfpolster der Mutter, wie das äußerst tiefsinnige und vielschichtige Entwicklungsmärchen „Der Eisenhans“ beziehungsweise „Der wilde Mann“ zu verstehen gibt. Die Geschichte, gekleidet in die metaphorische Sprache eines Märchens, beschreibt in tiefgreifender Symbolik die Entwicklung vom Jungen zum erwachsenen Mann.

Die innere Frau, das innere Kind und der friedvolle Krieger

Den gereiften Mann adelt letztendlich seine integrierte feminine Seite. Er ist dieser nicht ausgeliefert, wie ein Junge einer etwaig dominanten Supermutter. Vielmehr verfeinert die feminine Seite sein Wesen. Genauso lässt ihn das Kind im Manne lebendig, verspielt und spontan bleiben. Jedoch, wenn der heranwachsende Mann im Kindsein festgefahren ist, zeigt er sich infantil und kann wenig Verantwortung für sich und andere übernehmen. „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder!“ war übrigens kein Aufruf zur Infantilität, sondern vielmehr dafür, die Welt wieder mit den Augen eines Kindes zu betrachten und in die unmittelbare Gegenwart des Lebens einzutauchen. Erwachsene Männer können mit ihrem inneren Kind spielen, denn dieses fühlt sich neben einem starken inneren Mann geborgen und sicher. Und erwachsene Männer setzen sich für Kinder ein, beschützen sie. Sie sind die Firewall in einer infantilen Gesellschaft, zu deren Opfern viel zu oft Kinder werden.

Nicht umsonst sind es die Väter, die Männer, die friedvollen Krieger, deren sich die Herrschenden entledigen wollen, um Zugang und Einfluss auf die Familien und Kinder zu gewinnen.

Der „wilde Mann“ und der ohnmächtige, deutsche Krieger

Der prominente amerikanische Schriftsteller Robert Bly greift mit seinem einzigarten Werk „Eisenhans – Ein Buch über Männer“ das uralte Motiv des „wilden Mannes” auf, um einen dritten Weg zu zeigen. Männlich ist hier weder aggressives Barbarentum noch unterwürfige Anpassung, sondern die Entwicklung von innerer Stärke, Verantwortungsbewusstsein und reifer Liebesfähigkeit.

Er erzählt unter anderem eine Begebenheit mit einer internationalen Männergruppe, bei der die deutschen Männer während einer psychodynamischen Übung im Rahmen eines Kurses das Schwert nicht führen wollten. Scham und eine metaphysisch in die Ewigkeit entrückte deutsche Schuld nagen bis dato am Selbstverständnis vieler deutscher Männer. Der innere Krieger verharrt immer noch in der Ohnmacht, in seiner „German Angst“ vor der eigenen Kraft. Zu tief sitzt der Stachel der Angst, wieder einen weltumspannenden, katastrophalen Fehler zu begehen. Eher würden viele das Schwert gegen sich selbst richten, als sich damit zu verteidigen.

Falsche Hirten, Schäferhund, Wolf und die Mega-Maschine

Dieses Verhalten ist durchaus im Interesse jener, die die Kraft deutschsprachiger Länder mit Argwohn betrachten und die Bespielung der Ohnmacht bevorzugen. Die deutsche Erbschuld wiegt schwer und bedarf dringend einer Heilung. Wenn Schuld zur ewigen Erbschuld mutiert, dann steht diese aufgrund ihres manipulativen Charakters einer Aufarbeitung der Vergangenheit geradezu im Wege. Die Zeit der Asche soll abgestreift werden, ein gereifter, friedvoller Krieger heraustreten. Dann verhält sich Deutschland nicht mehr wie ein ewig angeleinter, gehorsamer Schäferhund und dient keinen falschen Hirten mehr. Es übernimmt die Verantwortung auch für seine abgründigen Fehler, so wie es ebenso seine positiven Beiträge zur Weltkultur feiert. Es macht sich frei und füttert selbst seinen inneren, unabhängigen und friedvollen Wolf. Gereift weiß es um die ehemalige Gefahr des dunklen Wolfes. Als edler Wolf kann es nun wieder zu singen und zu tanzen beginnen.

Westliche Männer, und besonders auch die deutschsprachigen, haben einen grundlegenden, lebendigen Ausdruck des Menschseins am Weg zur Funktionalität verloren – nämlich das Singen und Tanzen. Doch gerade diese beiden Ausdrucksformen sind Medizin gegen einen um sich greifenden Technokratiewahn.

Die Verwandlung vom marschierenden Soldaten in einen tanzenden, friedvollen Krieger

Der Moment ist nun da, um aufzustehen. Noch selten war die Zeit so reif dafür. Die Wiederentdeckung der eigenen Würde lässt uns nicht dem ausgerollten Narrativ zu einem würdelosen Transhumanismus folgen. Die Würde verhindert, dass wir zu Soldaten in einem fremden Krieg werden. Der marschierende Soldat verwandelt sich in einen tanzenden Krieger, der für ein höheres Ziel kämpft und nicht als seelenlose Kampfmaschine für geopolitische Spiele missbraucht werden kann. Stehen wir auf! Es gibt viel zu beschützen, zu retten und zu befreien.

Der Schutz der Kinder und Jugendlichen

Wo waren wir Männer, als die Kinder und Jugendlichen in der Pandemie missbraucht und verführt wurden? Sie sind unsere Schutzbefohlenen und nicht umgekehrt. Viel zu viele von ihnen füllten und füllen die Kinder- und Jugendpsychiatrien, wo die einzig durchgehenden Triagen während und nach der Pandemie stattfanden und -finden. Nicht wenige der Jugendlichen sind in einer Art Stockholm-Syndrom als Geiseln gefangen, die zu befreien erwachsene Männer aufgerufen sind. Wer hatte in den letzten Jahren den Mut dazu? Nun ist es an der Zeit, dies ohne Wenn und Aber aufzuarbeiten und Täter und Mitläufer in die Verantwortung zu nehmen. Der Klügere gibt bei wesentlichen Themen nicht nach, er kämpft für die Wahrheit. Im Idealfall mit dem Spirit der Verzeihung.

Der Schutz des Planeten und trojanische Pferde

Wir sind auch aufgefordert, den Planeten mit aller Kraft zu schützen, zu hüten und als Gärtner zu pflegen. Es ist Zeit, den maßlos Gierigen das Handwerk zu legen. Wenn der 21-jährige Umweltaktivist und Drone-Operator Jack Hutton im preisgekrönten Dokfilm „Sea of shadows“ meint:

„Alles ist so unglaublich miteinander verbunden. Wir dürfen kein Virus sein, das hier ist, um seinen Wirt zu töten. Das ist inakzeptabel.“

und zugleich gegen chinesische und mexikanische Kartelle im Golf von Kalifornien für die Organisation der „Seashepherds“ antritt, dann sehen wir einen mutigen, friedvollen Krieger vor uns. Die Welt schreit geradezu danach. Während wir die Natur schützen, fordern wir unsere Jugendlichen heraus und fragen sie, ob denn die moderne Klimabewegung nicht eine reduktionistisch-technokratische Bewegung sei, gekapert exakt von jenen, die die Natur zerstörten und zerstören. Dieselben Akteure, die von der Pandemie profitierten und die Gesundheit als trojanisches Pferd nutzten, schieben nun das nächste trojanische Pferd an den schlafenden Kriegern vorbei.

Von Feigenblättern, Verdrehungen und Unterscheidungsvermögen

Es lebt sich schwierig in Zeiten, in denen die Freiheit als Egoismus geframed wird, mit Gesundheit Überwachung gemeint ist, Gehorsam als Solidarität bezeichnet wird, der CO2-Fußabdruck zur modernen Fußfessel werden könnte, Transhumanisten Menschenfreunde genannt werden, ein internationaler Faschismus von politisch links angetäuscht wird, die Regenbogenfahne als Feigenblatt für Intoleranz gegen unerwünschte Minderheiten missbraucht wird, der Verlust geschlechtlicher Identität als Regenbogenfarben verkauft wird, Queer-Denker in und Querdenker out sind, Mediengleichschaltung als Zeichen von alternativloser Wahrheit gedeutet wird, die Aufarbeitung der Pandemie zur Waschung in Unschuld verkommt, Migration als hybride Waffe missbraucht wird, die Zerschlagung der Familien als modern gepriesen wird und mit Krieg Frieden geschaffen werden soll.

Der innere Krieger besitzt das Schwert des Unterscheidungsvermögens, er lässt sich nicht blenden. Und nur kraftvolle Krieger können sich freiwillig für einen echten Pazifismus entscheiden. Der Pazifismus verängstigter Männer jedoch ist blutarm und entspringt nicht der Freiheit. Gegenwärtig bläst starken Frauen und Männern, die sich für Frieden begeistern, noch der eisige Wind der Kriegstreiber entgegen.

Die Ohnmacht deutscher Männer und der Elefant im Raum

In welche Ohnmacht deutsche Männer geraten sind, lässt sich aktuell sehr einfach an der Reaktion Deutschlands zu dem staatlichen Terroranschlag auf die Nord-Stream-Pipelines ablesen. Die vorangetriebene Entkoppelung von Deutschland und Russland wurde hier buchstäblich an der Wasseroberfläche sichtbar. Seymour Hersh, der US-Investigativjournalist schlechthin, lieferte Deutschland sogar die Steilvorlage, um den Elefanten im Raum benennen zu können und zu dürfen – auch wenn dieser mit dem Rüssel auf andere zeigt und seine ewige Unschuld durch die Welt trompetet. Doch von deutschen Politikern ist lediglich ein ohrenbetäubendes Schweigen zu vernehmen, ein Alarm der Stille. Der Habicht im Wald, scheint noch zu bedrohlich, als dass die Vögel in der Politik zu singen beginnen würden. Bei dem elastischen Rückgrat eines Olaf Scholz oder dem B2-Sprachniveau der bildungsfern wirkenden Young-Global-Außenministerin vielleicht auch kein Zufall.

Die Grünen als Hofnarren des dunklen Königs

Die Grünen sind seit geraumer Zeit zum Hofnarren des dunklen Königs mutiert. Politiker aus ihren Reihen begeistern sich als ehemalige Wehrdienstverweigerer für den Krieg, sie warnen gar vor Kriegsmüdigkeit, während sie fernab der Schlachtfelder aufgeregt auf ihre Laptops hämmern. Der CO2-Abdruck besonders des US-Militärs lässt sie kalt. Die Millionen Tonnen an Erdgas, die aufgrund der Nord-Stream-Sprengungen in die Umwelt gelangten, waren keiner Erwähnung wert. Konzerte, Lesungen und Solidaritätsbekundungen von Künstlern für Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Jemen, Somalia und so weiter suchte und sucht man vergebens. Lieber kritisiert man den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands. Hier ist der Applaus garantiert. Statt Gegenwind erntet man Rückenwind.

Von der Heuchelei, der Bewaffnung der Moral und aufgeblähten Egos

Der Werte-Westen rügt einerseits zu Recht Alexei Nawalnys Verhaftung und setzt zugleich Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh „weißer Folter“ aus. Man möchte diesen selbsternannten Moralaposteln mit den Worten Jesu zurufen:

„Ihr Heuchler! Ihr seid wie die weiß getünchten Grabstätten: Von außen erscheinen sie schön, aber innen ist alles voll stinkender Verwesung.“

Außerdem: Seit wann stößt sich der Westen an völkerrechtswidrigen Kriegen? Nur dann, wenn diese von anderen Nationen geführt werden?

Das notwendige Selbstbewusstsein

Spätestens seit der imperialen US-Kriegspolitik eines George W. Bush erobern Flüchtende aus den attackierten Ländern immer sichtbarer den öffentlichen Raum in deutschsprachigen und anderen europäischen Ländern. Deutsche Männer ducken sich weg, sie sind auch nicht mehr in der Lage, ihre Frauen zu beschützen. Während nicht wenige dieser jungen Zuwanderer eine Männlichkeit zur Schau stellen, die als toxisch bezeichnet werden kann, sucht zur selben Zeit so manch deutscher Mann nach seinem korrekten Geschlecht und dem dazu passenden Pronomen, mit dem er/sie/es/xir/nin/dey angesprochen werden möchte, um nicht gekränkt zu sein. Statt Rückzug und Fragmentierung bräuchte es ein neues Selbstbewusstsein, eine neue Selbstliebe, die auch ganz klar Kante zeigen kann.

Die neuen Kolonien und der Aufstand für den Frieden

Krieg wird aktuell auf allen nur erdenklichen Ebenen geführt. Nichts ist den Akteuren der Macht zu heilig, um es nicht zur Waffe zu drehen. In dieser 5. Generation der Kriegsführung erobert der Krieg neues Terrain. Körper, Seele und Geist von Individuen sind nun das erklärte Ziel jener, die unersättlich in ihrem Machtbestreben sind. Sie sehen neue Kolonien, die mit völlig neuen Technologien besiedelt beziehungsweise besudelt werden können.

Friedvolle Krieger, warnt davor und kämpft um eure Unversehrtheit und die anderer! Eure Persönlichkeit mag nicht woke sein, eure Seele aber aufgewacht. Es ist an der Zeit, unsere Jüngsten vor all den inneren und äußeren Kriegsschauplätzen zu schützen, die nur ganz wenigen dienen. Auch vor der Begeisterung für Dauer-Waffen-Upgradings, Kriegspropaganda und weiterer Schwarz-Weiß-Schablonisierung im Ukrainekonflikt, bei dem es allen Seiten außerhalb der Ukraine am wenigsten um die Menschen selbst geht. „Nein, meine Söhne geb´ ich nicht!“, hat Reinhard Mey so berührend gesungen. Er war einer der Erstunterzeichner des „Manifests für Frieden“ von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer. Neben ihm finden sich Rainer Mausfeld, Franz Alt, Günter Verheugen, Willy Brandts ältester Sohn Peter Brandt, Eugen Drewermann, die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Margot Käßmann und viele mehr.

Man vergleiche diese friedliebenden Menschen, deren Friedensbotschaft mit Framings wie „Friedensschwurbler“, „Nationalpazifist“, „Lumpenpazifist“, „Ponyhof-Theologie“ und so weiter eingefangen werden sollen, mit den bekannten Scharfmachern im Konflikt. Auch die Heilige Inquisition der Faktenchecker, orchestriert vom International Fact-Checking Network (IFCN) unter dem Dach des Poynter-Medieninstitutes in Florida, rückte an, um die Irrlehren zu korrigieren. Lebte vor 2.000 Jahren nicht auch ein Friedensschwurbler, Lumpenpazifist und Ponyhof- beziehungsweise Schaf-Theologe? Und gründete er nicht regelmäßige, von den Akteuren der Macht nicht gern gesehene Schwurblertreffs mit Männern und Frauen, die bereit waren, völlig neue Wege zu gehen?

Die Heldenreise und der Humor im Hemd

Es ist eine Heldenreise, die wir als Menschen anzutreten haben. Wir müssen der neuen technokratischen Top-Down-Politik, die sich mittels Angst und Alternativlosigkeit nach oben geschwindelt hat, Einhalt bieten. Es kann nicht sein, dass wir in diesen Krisen zu verängstigten Kindern mutierten und auf Befehle von jenen warten, die es angeblich gut mit uns meinen. Die Wandlung vom infantilen Untertan in einen mündigen Bürger, der wieder an einer freien Debattenkultur ohne Cancel-Culture partizipiert, ist eine Heldenreise. Die ideologischen Uniformen werden vom Humor im Hemd abgelöst, ohne dafür wegen politischer Inkorrektheit gecancelt zu werden.

Der friedvolle Krieger ruft zum Ungehorsam gegenüber allem Lebensverneinenden auf, während der seelenlose Soldat das Leben bekämpft. Rebellische Männer verbinden sich in dieser Zeit mit rebellischen Frauen, um dem Krieg gegen das Menschsein, gegen die Natur Einhalt zu gebieten. Sie lassen sich nicht mehr von der Bewaffnung der Moral blenden. Sie kämpfen für das Leben, für die Liebe und Poesie.

Und sie wissen, dass es die Wiederentdeckung der Spiritualität ist, die sie ganz werden lässt. Das Vakuum, das eine fehlende Spiritualität hinterlässt, kann nicht mit Technik aufgefüllt werden, ohne in einer Technokratie zu landen. Wenn gereifte Frauen und Männer ihre Spaltung überwinden und ihre Einheit wieder begreifen, dann verbreitet sich ekstatischer Frieden wie ein Lauffeuer um die Erde. Die Spaltung ist überwunden. Die heiligen Narren tanzen und singen wieder. Sie lieben das Leben und sie können verzeihen. Ihre Dankbarkeit für die eigene Lebendigkeit und ihr Verbundensein mit allem Leben lässt sie strahlen. Die Funktionsroboter, die Lebenden im Totenreich, verstehen all dies nicht, denn wie mutmaßlich Nietzsche schon formuliert hatte:

„Die Tanzenden wurden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten.“

Werden wir Männer doch zu wilden Poeten des Lebens, zu friedvollen, verzeihenden Kriegern, die für das Leben selbst ein- und aufstehen!

„Der Fuchs sorgt für sich selbst, aber Gott sorgt für den Löwen!“, formulierte der Dichter, Maler und Visionär William Blake.

Nun haben wir Männer zu entscheiden: Wollen wir Schafe, Füchse oder mit dem großen Ganzen verbundene Löwen sein?!

Auf das Geschenk des Menschseins!

Dieses gilt es nun zu retten, Männer!

Stehen wir in voller Größe auf!

Quellen und Anmerkungen

(1) https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=93663

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 8. März 2023 auf tkp.at.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bildquelle: maxim ibragimov / Shutterstock.com

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Kommentare (12)

12 Kommentare zu: “Wo bleiben die starken Männer in der Krise?

  1. Alle meine schwulen Freunde sind ohne Vater aufgewachsen und alle bisexuellen mit einem schwachen Vater, der von der Mutter unterdrückt wurde. "Queer" ist also nicht angeboren – es gibt nicht nur so etwas wie eine artgerechte Tierhaltung, sondern auch der Mensch braucht eine artgerechte Umgebung, um sich normal zu entwickeln!

  2. Andreas I. sagt:

    HJallo,
    "mit einer internationalen Männergruppe, bei der die deutschen Männer während einer psychodynamischen Übung im Rahmen eines Kurses das Schwert nicht führen wollten"

    Deutsche Männer führen keine Waffen, sondern Autos.
    Oder schmieden Waffen.

    Im Übrigen denke ich nicht, dass man einem Kind, was sich bis zum 6. Lebensjahr natürlich entwickeln durfte, später in der Schule künstlich Scham- oder Schuldgefühle einreden könnte.
    Aber wenn vorher die Eltern versagten und im Kind verdrängte Scham- oder Schuldgefühle verursachten, dann funktioniert das sehr gut, denn die originalen Gefühle bleiben unbewusst, aber sie können auf etwas projiziert werden und so ausgelebt werden.
    (Gilt genauso für die Ängste, die vor C19 geschürt wurden.)

    Was man aber m.E. bedenken sollte, das ist, wie tief die Traumatisierungen "der Deutschen" noch heute sind.
    Die Entwicklung bis zum Faschismus ist ja schon eine Geschichte für sich, aber dann Krieg und nach dem Krieg vieles zerstört, viele Frauen alleine und in Existenzangst … und wenn man verstanden hat, wie Traumata von Generation zu Generation über Erziehung weitergegeben werden …

  3. Erdie sagt:

    Was ich in dem Text vermisse, ist die Tatsache, dass Männer seit Jahrzehnten von der Gesellschaft als das Böse bezeichnet und regelrecht bekämpft werden. Im krassen Gegensatz dazu wird in den Medien ständig das Mantra von der ewig benachteiligten Frau heruntergebetet. Man betrachte nur einmal die aktuelle Auslegung des Scheidungs – oder auch Famielienrechts. Der Mann ist dort inzwischen komplett rechtelos, selbst wenn der verheiratet ist, nützen ihm seine Rechte nicht, wenn sie im Streitfall praktisch annulliert werden. Im statistischen Vergleich werden unterhaltspflichtige Frauen im Gegensatz zu den Männern mit Samthandschuhen angefasst. Die Männer werden bis zu letzen ausgequetscht und ggf. sogar gezwungen, mehrere Jobs anzunehmen, um den Unterhaltspflichten monetär nachkommen zu können, falls ich ihren vorherigen, lukrativeren Job verloren haben (weiß ich auch eigener Erfahrung) . Eine Partnerschaft wird für einen Mann zum größten Lebensrisiko überhaupt, von der Gesellschaft offenbar gewollt, und jetzt jammert man noch, dass es nicht genug "richtige" Männer bzw. Väter gibt. Was für ein Hohn! Dabei liegen die Antwort auf der Hand: Die Männer sind nicht ganz so blöd wie man erwartet hat und lernen dazu. Wenn unsere Gesellschaft das nicht erkennt, wird sie untergehen. Naja, wir sind ja schon dabei, das zu tun.

  4. jsm36 sagt:

    "Mannsein generell gilt derzeit nicht als modern, beinahe schon als anrüchig rechtslastig."

    Ja, Mann sein und Famile ist heute ganz offiziell rechts. Und? Was ist daran schlimm? Rechts sein ist legitim und weder die Mainstreammedien noch Ihr werdet das ändern.
    Der linke Dreck ist doch gegen die Familie, gegen die Väter, also warum wird hier so getan als wäre Rechts sein etwas das zu Recht kritisiert wird?
    Entweder oder!

  5. jsm36 sagt:

    "Die Präsenz des Vaters, der früher seine Kompetenzen besonders den Jungen weitergeben konnte, wurde der Maschinenwelt geopfert."

    Nein, durch die Industrialisierung und die Automatisierung müssen wir weniger arbeiten als damals.
    Nur weil wir durch Steuern und Raub vom Staat nicht mehr die Früchte unserer Arbeit ernten können macht das noch lange nicht die Industrialisierung zum Schuldigen!
    Dank der Technik geht es uns heute so gut wie noch nie (bzw. heute vor 20 Jahren, vor Merkel) und das einfach in Abrede zu stellen ist unseriös und kann so nicht unwidersprochen stehen bleiben!
    Wie leben so lang wie noch nie, sind so gesund wie noch nie und haben Komfort wie noch nie. Wer das klein redet oder es leugnet, der sollte mal 2 Wochen leben wie vor 200 Jahren…und den Artikel dann nochmal schreiben.

  6. jsm36 sagt:

    "Mit Beginn der Industrialisierung vor etwa 200 Jahren verschwanden die Väter aus ihren Familien. Sie wurden den Fabriken und Maschinen geopfert und zu Objekten verarbeitet."

    Naaja, mein Vater war immer für mich da, obwohl er voll berufstätig war und der Versorger der Familie.
    Und vor der Industrialisierung waren die Kinder mit ihem Vater auf den Feldern statt in den Schulen um sich zu bilden.
    Wenn dem Vater was passiert ist oder die Ernte ausfiel hatte man eben Pech.

    War das etwa besser?

    Es ist eine Ausrede zu behaupten die Väter könnten keine Väter mehr sein weil sie von 9-17 Uhr arbeiten.
    Viel mehr ist es doch so das die meisten dem Staat die Vater(und Eltern)rolle überlassen.
    Is einfacher, weniger stressig und man kann bei Problemen einfach den Staat in Verantwortung nehmen.

  7. Und wo sind die Frauen, die sich nicht nur mit Psychotherapie, Schadstoffe ausleiten und indianischem Familienstellen beschäftigen, nach dem Klangschalen, Holistic Pulsing und alle Arten von Energetik außer Mode geraten sind? Auf Männer einzudreschen ist nicht weise,sondern opportunistisch. Aber was will man machen, wenn einem die Ideen ausgehen, man aber im Gespräch bleiben möchte? Richtig … man streckt die Antennen aus, mit welchem Geschwafel man Menschen auf sich aufmerksam machen kann.

    • Diese Frauen sind gerade im Dolce und Gabbana und verpulvern die Knete, die ihr Recke ihnen beschafft hat.

      Der Artikel drischt nicht auf Männer ein, sondern beschreibt diese, und zwar, wie ich finde, wundervoll eingehend.
      Freilich gibt es Männer, die sich in diesem Artikel nicht wiederfinden wollen. Überhaupt gibt es Menschen, die stets den bekannten Schmerz der unbekannten Freude vorziehen werden. Die geben sich auch gerne zu erkennen :-)

  8. Onkel Ulrich sagt:

    An die Autorin, welche vortäuscht, ein Mann zu sein:
    Deine Frage läßt sich einfach beantworten: Weg. Geflohen vor Gestalten wie dir. Und glaub mir, sie kommen auch nicht wieder. Schönes Leben mit deinen Katzen noch.

  9. Nevyn sagt:

    Wer das Wesen der Männlichkeit verstehen will, kommt nicht umhin, das Wesen des mystischen Feuers zu begreifen, das uns alle belebt, denn erwachte Mensch "brennt mit Wasser" in vollem Ausmaß.

    Dieses Feuer äußert sich in drei Archetypen, die aufeinander aufbauen:
    – dem Funken, Widder, Krieger
    – der Flamme, Löwe, König
    – der Glut, Schütze, Priester
    Jeder echte Mann ist Priester und damit auch Krieger und König, denn diese Etappen lagen auf dem Weg dort hin.

    Er repräsentiert das göttliche Feuer und lief durch mehrere Intitationen, lunare. solare, saturnine.
    Will heißen, er starb und wurde von neuem geboren. Denn Initiation ist immer "Stirb und Werde!"
    Wohl dem, der das in rechter Weise versteht.

  10. "die starken Männer" warten sehnlichst auf den fünften Booster, aber dann geht es los…

    • Nevyn sagt:

      Mein Bruder schafft es wohl nicht mehr bis zur fünften Spritze, nach der dritten vor einigen Monaten hat er heute aus dem Krankenhaus angerufen, er hat einen Schlaganfall bekommen. Ich sehe viele Männchen jeden Alters auf der Straße, die mehr voran eiern als schreiten. Männer möchte ich sie nicht nennen.

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