Gedankenbrecher Teil 4 | Von Rüdiger Lenz

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Vorbemerkung: Dies ist der vierte und letzte Teil eines Beitrags über “Gedankenbrecher”, dessen erster, zweiter und dritter Teil hier auf apolut.net erscheinen ist.

Gedankenbrechen für die Aufklärung

Auf diese Weise entsteht alles Destruktive der Menschen, dass sie dann in die Welt projizieren. Die Welt an sich ist nicht böse und damit kommt das Böse nicht aus sich selbst heraus, quasi als ein weiterer Wesensteil dieser Welt. Er wird von Menschen in die Welt gebracht, gefüttert von inneren Wahnzusammenhängen. Das Böse ist eine Konstruktion des unterdrückten Menschen, der gegen seine innere Halbheit ankämpft, um ganz Mensch werden zu können. Das Ganzseinwollen wird ein ständiger individueller Kampf gegen das Lebendige an sich angegangen und perfektioniert. Ein Ersatz dafür, nicht ganz sein zu können, bilden die zahlreichen Güter und Konsumartikel. Sein größtes Betäubungsmittel dazu ist ihm Geld, sehr viel Geld, Macht und sich über andere zu erheben. So erhebt er sich gegenüber seiner riesigen Ohnmacht über andere und kann über andere bestimmen, herrschen und sich über alles hinwegsetzen. Seine gesamte Destruktivität gilt dem Auslöschen seines inneren Lebenskerns, der ihm zeit seines Lebens mitteilt, dass er nicht ganz ist. Und aus dieser Auffassung heraus, seine Halbheit zur Ganzheit definieren zu können, ist die Gesellschaft der Menschen, mittlerweile weltweit, von parasitären, der Empathie nicht mehr fähigen Menschenhorden umzingelt. Diese Verhaltensparasiten deuten alles Allzumenschliche zu ihren Zwecken um.

Die vielgelobte Ratio ist solchen ihre einzig verbliebene Möglichkeit geworden, den anderen weiß zu machen, dass sie zu dumm wären, sich um sich selbst sorgen zu können. Darin liegen die Überlebensstrategien der transgenerativen Traumagesellschaften in ihrem Konflikt, Kampf und Ritus zum Bösen begründet. Da solche Halbmenschen alle Ruder der Gesellschaft in ihren Besitz überführt haben, werben sie über die Kinoindustrie die Gestalt des Bösen für die anderen herbei. Doch dieses Böse existiert gar nicht.

Das Böse besteht aus den Riten und Traditionen der Halbmenschen, die gezwungen sind, das Fühlen ihrer eigenen Lebendigkeit möglichst unfühlbar, ja sogar abzutöten, die auf Dauer nicht mehr mitfühlen können und sich so ihre Rechtfertigungen für ihr Beherrschenmüssen in Recht und Gesetz überführt haben. Wer nicht mehr die Welt fühlen kann, bastelt sie sich als eine reine Außenwelt zusammen, aus der sich der Materialismus wie eine Weltanschauung ganz von selbst ergibt.

Massenpädophilie, Satanismus, Fötenzellenentnahme am lebenden Fötus, Massenorganhandel am Menschen, Baby- und Kleinkinderverkauf sind nur einige Eskapaden dieser zu Monstern gewordenen Menschen, die ihre eigene Austreibung vom Emotionalen der Natur vollzogen haben. Dass diese auch zu den Reichen und den Superreichen gehören, ist Nebensache. Das ist die Gruppe aus unserem Menschengeschlecht, der wir bisher machtlos in so gut wie allen Kriegen und Bürgeraufständen gegenüberstanden. Die Blutspur der Geschichte ist ihr Verdienst.

Es gilt dringend hierfür ein globales menschliches Interesse im Sinne einer Aufklärung darüber zu gestalten. Bisher dient politische Aufklärung leider nur ihren Attributen, nicht aber ihrem Wesenhaften. Hierin seine Gedanken neu und intensiv zu brechen, sich dazu zu befähigen, halte ich für die wichtigste Tat überhaupt. Da aber leider die meisten aufgeklärten Menschen Aufklärung als Weg in die Selbstbestimmung allein sehen, nicht aber erkennen, mit welch einem Netz an beherrscht werden-Wollenden und deren Muster wir es zu tun haben, ist es sinnlos, Aufklärung im Wesentlichen um dieses Wissen herum aufzubauen. Was ja permanent geschieht und sich als völlig sinnlos in seiner Zieldefinition ergeben hat.

Ziel muss sein, dass kein Mensch mehr über einen anderen Menschen herrschen und bestimmen darf. Das ist das einzige und wichtigste Ziel aller Aufklärung, die herrschaftslose und nicht mehr beherrscht werden wollende Gesellschaft. Dazu muss die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit der Fremdbestimmung durchbrochen werden. Und dieses Durchbrechen ist das sich zunächst ernsthafte Bewusstmachen darüber, dass wir in einer transgenerativen Traumamenschheit Gefangene dieser Traumaeroberung geworden sind. Wenn wir das nicht Durchbrechen und dieses in uns bewusst machen, bleibt jedwedes aktivistische Bemühen nichts weiter als ein tagtägliches Suppelöffeln, damit ich heute satt werde. Morgen, ja Herrgott, morgen ist ein anderer Tag. Solange die Täter mit ihren Taten weitermachen können und wir ihren Taten nichts entgegensetzen, was ihre Taten behindert und letztlich verhindert, solange können wir machen was wir wollen. Sie gewinnen weiter und sie machen weiter, so wie sie das seit gut 10.000 Jahren ja tun.

Die offene Menschheitsfamilie und ihre Feinde

Der selbstbestimmte Mensch, als ein auch in seiner eigenen Innenwelt emotional beseelter und sich dessen gewahr werdender Mensch, ist die Voraussetzung für Frieden und den Weltfrieden unter seinesgleichen.

Der politisierte Mensch verhöhnt ein solches Wissen oft, weil er sich selbst als zugehörig zur einer inneren Welt verlacht. Das das Leben in ihm und nicht außerhalb von ihm existiert, will er nicht mehr verstehen. Ich schrieb es schon häufig, dass dies dem Götzen Materialismus zu verdanken ist, den solche anbeten. Für sie darf nur die äußere Welt von Wert sein. Die innere Welt ist Einbildung, basta. Das tun sie, weil sie sich einen Ersatz dafür in Form von Ideologien und die sich daraus zu entwickelnden Idealen zu eigen gemacht haben, die aber der Grund für alles Elend sind. Es sind Traumaverdrängungsstrategien und damit folglich Traumabewältigungsstrategien.

Alles, was werden kann, kann nur in Freiheit werden, als ein Wille zum Menschsein. Menschsein ist immer auch Ganzsein in seinem Wesen. Oder wie Immanuel Kant feststellte, dass das politisches Wirken in nur einem einzigen Zweck begründet liegt. Einzig zur Vergrößerung der Freiheit. Kants ewiger Frieden ist all dem gewidmet. Doch heute wissen wir, dass ein ewiger Frieden nur entstehen kann, wenn wir verstehen lernen, was wir Menschen uns gegenseitig antaten und noch immer antun und weswegen wir so irrational uns gegenüber verhalten. Und, wie dieses Wirken uns in unseren Entwicklungen einfriert, traumatisiert und in einer Art globaler Unwissenheit uns quasi als ein Krieg in allen Bereichen sozialer und globaler Art, als eine unumstößliche Realität der Welt erscheint.

Der Mensch, so sagen sie, sei nun einmal aus sehr krummen Holz gemacht und damit er nicht noch krummer wird, muss man ihn ständig beeltern. Dieses Beelternmüssen ist die Legitimation für das gesamte Staatswesen. Das Dilemma dabei ist, dass es längst Profiteure dieser ganzen Beelterung gibt und dass diese über die besten Propagandaindustrien verfügen, die je entstanden sind. Man spekuliert und wettet an Börsen um das Geschehen um uns herum. Das war in der Pandemie so und es ist im Krieg ebenso.

Profiteure dieser destruktiven, alles aufs Spiel setzenden Hasardeure spuckt unsere Traumagesellschaft im Minutentakt aus. Die Corona-Plandemie ist nur eine Art des Ausdrucks und Wirkens dieser, im Fachjargon genannten Ponerologie, der psychopathischen Kreise, die ihre Wahrnehmung und Realität aus dieser schwarzen Psychologie ernten. Der Feind der Menschheitsfamilie ist der sich niemals selbstbestimmende Mensch, der nicht bemerken will, dass er fremdbestimmt in so gut wie allem ist. Er ist der Lektor des Mainstreams.

Jede Partei und jede politische Idee sagt: Ich forme dich, wie ich es will, und du musst mir gehorchen, wohin ich will. Nichts anderes ist alle bisherige Politik, mag sie noch so human begonnen haben. Sie endete bisher nie, ohne größtes Elend dabei zu hinterlassen. Sie alle versprechen den Himmel auf Erden und hinterlassen doch bloß verbrannte Erde und menschliches Elend. Um das zu verstehen, sollten sehr viele ihre politisch tief eingefrästen Ismen und Ideale zu brechen erlernen. Tun sie es nicht, sind sie auch weiterhin Gestalter, also Täter dessen, was politisch kommt.

Don`t Feed the Beast in yourself! Lassen Sie sich also nicht vom Leoparden beißen, nur weil den mal ein Affe biss, denn viel wahrscheinlicher ist, dass Gürtelrosen eine Nebenwirkung der zuvor als Abo eingespritzten mRNA-Substanzen sind. Für den Laien sehen sie wie Pocken aus und das wird den Montgomerys dieser Welt ausreichen, um ihre Hände als Pharmalobbyisten in Unschuld zu waschen. Ihr habt euch ja freiwillig zwingen lassen, können sie sagen.

Gedankenbrecher und Spiegelträger

Blickt ein Mensch in den menschlichen Spiegel eines anderen hinein, so blickt ihn seine eigene Menschlichkeit an. Das erzeugt bei vielen sofortigen Schmerz und tiefes Unbehagen, weil man diesen Teil ja von sich abzulösen erzwingen musste. Daher werden ständig die Überbringer dieser Spiegelungen als hochgefährlich von den Menschen gesehen, die ihre emotionale Pest als Überlebensstrategie anhäufen mussten. Sie fühlen sich darin ertappt und erkannt von denen, die ich Spiegelträger nenne. Gedankenbrecher sind immer auch Spiegelträger. Gedankenbrecher oder auch Spiegelträger können in nur einem Satz die Masse erzürnen und die Herrschenden vereint gegen sich aufbringen.

Das ist der wirkliche Grund dafür, dass den Spiegelträgern dieser tiefe und unmenschliche Hass in so immenser Dichte entgegentritt, weil ihr Reden ins tiefste Innere dringt und nicht bloße Fassade ist. Das Hilfsangebot der Spiegelträger ist das Verbannungsangebot der Masse, die in ihren jeweiligen Täter-Opfer-Dynamiken gefangen sind. Denn sie wissen überhaupt nicht, was sie tun. Sie leben nicht, sie werden verlebt, von anderen Interessen. Die Spiegelträger fallen als Stellvertreter von Traumabewältigungsstrategien der öffentlichen Meinung zum Opfer. Die Vernichtung von Wissen, dass diese Dynamiken bloßstellt, ist Teil dieser ganzen Kanäle- und Beitragslöschungen im Internet. Es ist den Bücherverbrennungen gleichgestellt.

Telegram abzustellen oder zu sanktionieren heißt, den riesenhaften unübersehbaren Spiegel ihrer traumabasierten Reinszenierungen unkenntlich zu machen. Im Klartext, man vertuscht und beseitigt dabei all die Beweislast ihrer Täterschaften und hebt damit gleichfalls ihre Opferschaften in die Höhe, die nicht sichtbar wäre, wären die Spiegelträger nicht so penetrant damit beschäftigt, ihnen ihrer Illusionswelten zu berauben. Die Illusionswelten sind Traumaverdrängungen, also Abwehrdynamiken, nichts weiter.

Da die Täter-Opfer-Dynamiken der Massen wie ein Schleier und ein Nichtwissenwollen um derlei wahre Gesellschafts- und Individuationszustände fungieren und diese verstärken, multiplizieren sich die Abwehrdynamiken rund um die Spiegelträger enorm. Was den Motor ihrer Zerstörungsenergien nur immer weiter verstärkt. Wilhelm Reich fand dafür passende Worte und analysierte dieses Phänomen in seinem Buch, Christusmord, die emotionale Pest der Menschen. Und was für ein Zufall, dass dieses wichtige Büchlein nicht mehr im Druck ist. Sein Gebrauchtwarenpreis beginnt bei über einhundert Euro aufwärts.

Deutsche Diktaturen werden von der Menge der Deutschen als Vervollkommnung von Fremdsteuerung wahrgenommen, als ein Paradies vom eigenen nicht Verantwortlichsein und damit als ein Wunschbild der eigenen Forderungen an andere, was im Ergebnis eine völlige Abwehrhaltung gegen Freiheit einkonditionieren lässt. Es ist eine Art des individuellen Anti-Verantwortlichseins, was die Mehrheitsdeutschen als Sicherheit empfinden. Hierin liegt die Geburtsstunde des deutschen Michels verwurzelt, eines Ideals, bei dem die Masse der Deutschen dahinschmilzt und endlich sein kann, was sie ist. Neidvolle Anti-Humboldtianer, neidvolle Anti-Goetheianer, neidvoller Anti-Schillerianer und neidvolle Anti-Beethovenianer, weil sie nie etwas anderes sein können oder sein wollen, als das ihres eigenen Mittelmaßes an Möglichkeiten der Anpassungen.

Die bittere Erkenntnis von all dem ist die, 77 Jahre Aufbereitung des Faschismus in Deutschland hat nichts gebracht. Ein kleiner Schrei und schon überzieht sich dieses Land schon wieder mit dem Motor des Faschismus und einem eugenischen bessere Menschenplan, dem ewigen Transhumanismus. Die Mehrheit ist damit vollkommen zufrieden, weil sie es nicht wissen will. Sie hält die echten und wahren Antifaschisten für Faschisten. Und dies nur aus einem einzigen Grund: weil das Fernsehen und die Mitgliedschaft in der jeweiligen politischen Peergroup es ihnen gesagt haben. Auweia, wenn das Affenpockenvirus nun zu ihnen in Form eines Leopardenbisses ankommt und die #Maskebleibtauf Sekte auch hier eine Staubschutzmaske für intensivste Bauarbeiten den Angstversessenen anempfehlen. Wundern wird mich in diesem Land gar nichts mehr.

Fütter nicht das Biest in dir

Gedanken zu brechen ist emotionaler und geistiger Sport und er dient dazu, den eigenen geistigen und emotionalen Trott, die Wiederholung, das Gewohnheitsdenken und Gewordensein zu durchbrechen. Der wahre Feind allen Denkens ist die Routine, denn die führt immer zur Rechthaberei. Durchbrecht alles Denken, das Recht haben muss, denn es ist falsch und muss herhalten dafür, sich klug, großartig und überlegen zu fühlen. Das aber ist eine Traumabewältigungsstrategie, die es zu brechen gilt.

Als Menschheit können wir machen, was wir wollen. Wenn wir in der Masse nicht bald erkennen, worin unsere Änderungen zum Guten für die Welt bestehen und begründet sind, so können wir Ersatzstrategien entwickeln und vollführen wie wir wollen. Sie werden zum selben destruktiven Ergebnis in der Zukunft führen wie heute.

Politisch betrachtet müssen wir unser Nachkriegsdenken brechen und uns darin wieder bilden, was den Menschen zum Menschen macht. Wer die tiefenseelischen Gründe ausklammert, der wird zwar motiviert und inspiriert vom Guten in uns und in sich sein. Dennoch wird er aber das Beast füttern, dass er sich vorgenommen hat, nicht mehr zu füttern. Don’t Feet the Beast in yourself heißt der Weg zum Frieden mit Dir und das erst führt zum Frieden in der Welt. Denn der ärgste und listenreichste Feind steht nicht vor, er ist in dir und ihn zu besiegen ist die erste Aufgabe zur Rettung deiner Menschlichkeit. Nur somit kann die Menschheitsfamilie zusammenwachsen, wenn du das in dir erkennst.

Alle Destruktivität der Menschen ist nur deswegen in der Welt, weil die Mehrheit die eigene Tragödie weder definiert noch anschauen will. Alle, die darauf hinweisen, auf die echte menschliche Tragödie, werden zunächst jubelnd angeschaut, um dann wieder von denselben Leuten fallen gelassen zu werden. Das liegt daran, dass sie wie Spiegel wirken, durch die auch sie angeschaut werden. Und wer sich selbst anschaut, der läuft schnell davon. Manche sogar ihr Leben lang. Gedankenbrecher brechen hier an dieser Stelle mit ihrer Traumabewältigungsstrategie gegen alles und jeden anzukämpfen und beginnen fortan damit, sich selbst wieder in ihren Naturzustand zu bringen. Weg vom Glauben, man müsse geführt werden, hin zur Haltung, man führt sich selbst, ein Leben lang.

Die Psychologie des politisch aktiven Menschen zeigt auf, dass die Politik das beste Versteck für den halben Menschen darstellt. Der halbe Mensch ist der, dem seine Empathie weggeätzt wurde und somit auch keinen emotionalen Zugang mehr zur fühlenden Welt besitzt, seinem Spirit und folglich seiner spirituellen Natur besitzt. Rational ist es ihm schon möglich, darüber zu fachsimpeln. Die dazu nötige Erfahrungswelt hingegen bleibt ihm verschlossen, da menschliche Empathie einzig den Zugang dazu bietet.

Seine Deckung ist aber aufgeflogen und es wird Zeit, dass wir alle das Mittel des Gedankenbrechens anwenden, und zwar nur auf uns selbst. Nicht vom anderen sollen wir es verlangen. Denn durch dieses Mittel lösen wir ihr Versteck auf, das nur deswegen bis heute unsichtbar und undenkbar erscheinen konnte, weil auch wir in der Mehrheit ihr Versteck benötigten, um unsere Selbstverantwortung zu umgehen.

Die Traumabewältigung, die eigene Selbstverantwortung hinter einer Führersehnsucht zu verstecken, muss aufgebrochen werden. Denn nur das wird uns der Demokratie näher bringen und uns alle von den diktatorischen Verführungen entfernen. Nur wer keinen Führer braucht, bleibt unverführbar. Die Gründe dafür habe ich in diesem Vierteiler erläutert. Wer dies alles wirklich versteht, dem wird es wie Schuppen vor die Augen fallen, wenn er hört, dass der Feind sich dort versteckt, wo er ihn am wenigsten vermutet. In sich selbst. Wer ihn nicht erkennt, der wird die Hölle auf Erden projizieren und der Bedeutung verfallen, dass diese Welt schlecht ist und alles Gute im Leben erkämpft werden muss. Die Welt oder Erde ist weder schlecht noch sind sie gut. Sie werden zu dem, was aus ihnen gemacht wird und wie sie dadurch dann interpretiert werden. Die Erde ist unser Nabel, an dem unser materielles Leben ausblüht. Vergessen wird dabei, dass wir spirituelle Erfahrungswesen sind, so wie alles Leben hier einen spirituellen Urgrund hat.

Wer bin ich in einer traumatisierten Gesellschaft? 

Wie Täter-Opfer-Dynamiken unser Leben bestimmen und wie wir uns daraus befreien.

Ein Epilog aus dem gleichnamigen Buch von Professor Dr. Franz Rupert, Traumapsychologe aus München

Zitat Anfang: Daher werden aus Trauma-Opfern mit hoher Wahrscheinlichkeit Trauma-Täter, die weder ihr Opfer-noch ihr Täter-Sein wahrhaben wollen. Das hat viele Folgen. Menschen pendeln dann zwischen Opfer-und Täter-Haltungen hin und her. 

Ohnmachtsgefühle und Allmachtvorstellungen tauchen in ihnen im Wechsel und für sie selbst unvorhersehbar auf. Aggression und Depression werden so zur Normalität des Beziehungsalltags von Menschen, die in Opfer-und Täter-Haltungen gefangen sind. 

Auf der Bühne (im Beruf, bei öffentlichen Auftritten) gibt sich z. B. jemand kämpferisch und unbesiegbar, hinter der Bühne fällt er zu einem Häufchen Elend zusammen und braucht Drogen oder Medikamente, um sich wieder für den Konkurrenzkampf fit zu machen. Menschen, die in einer Täter-Opfer-Spaltung innerlich feststecken, haben im Grunde nur die Wahl zwischen Explosion und Implosion – beides führt zu immer noch mehr (Selbst-) Zerstörung. 

Widersprüche im eigenen Fühlen, Denken und Handeln werden von traumatisierten Menschen, die in einer Täter-Opfer-Spaltung leben, als solche nicht erkannt. Was heute als unumstößliche Wahrheit behauptet wird, kann morgen schon wieder vergessen sein. Eine hohe Überlebensintelligenz, die sich in jeder Lebenssituation durchzubeißen versteht, geht einher mit dem Verlust an geistiger Klarheit und Orientierung. 

Wer in einer Täter-Opfer-Dynamik feststeckt, für den wird alles, was er macht, immer verwirrter, abstrakter und komplizierter. Der betreffende Mensch wird im Laufe der Zeit nicht weiser, sondern eher immer dümmer, verwirrter und unberechenbarer. Daher nimmt es auch nicht Wunder, wenn Trauma-Täter im Alter leicht in der Demenz landen. 

Auf der persönlichen Ebene können sich Täter-Opfer-Dynamiken auch als das bemerkbar machen, was in der psychiatrischen Sprache als »Psychosen« oder »Schizophrenie« bezeichnet wird. Wahnhaftes Denken ist keine »Krankheit«, sondern die Folge der traumabedingten Realitätsverleugnungen und der Ich-und Willensaufgabe als Grundlage für die beschriebenen Opfer-und Täter-Haltungen.

Es bedarf erheblicher Klarheit und Entschlossenheit, sich von traumatisierten Menschen und Institutionen nicht für deren Trauma-Überlebensstrategien einspannen zu lassen und sich den eigenen Täter- und Opfer-Haltungen nicht zu unterwerfen.

Es ist in traumatisierten Gesellschaften nicht einfach, eine gesellschaftliche Nische zu finden für sein eigenes gesundes Privat-, Sozial- und Arbeitsleben. In einer traumatisierten Gesellschaft ist es normal, das Eigene als fremd und das Fremde sich zu eigen zu machen. Zitat Ende.

Die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit durchbrechen

Dies ist die schwerste Hürde des Gedankenbrechens überhaupt. Ich muss mir eingestehen, dass ich ein politisches und soziales Missbrauchsopfer dieser Gesellschaftsdynamiken geworden bin, in der niemand dafür die Schuld trägt. Auch ich nicht. Aber, ich muss da herausfinden und nicht mehr mitmachen. Denn Mitmachen ist die Energie, die die ganze transgenerative Traumagesellschaft überhaupt am Leben erhält.

Wenn auch nur ein einziger Mensch die Lösung von allem weiß, so weiß er auch, dass es die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit ist, die es unmöglich macht, dass seine Lösungsanalyse auch die Lösung ist. Das ist sie nämlich nicht, da vor dieser Lösung stets die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit wie eine undurchdringbare Mauer die echte und wahrhaftige Lösung abprallen lässt. Alle Lösungen haben das Durchbrechen der gesamtgesellschaftlichen Bewusstlosigkeit zur Vorbedingung. Wer das nicht versteht, der soll auch nicht von einer Kanzel herunterbeten, dass er wüsste, was die Lösung sei. Zuerst einmal muss der Mensch anders werden. Das ist und bleibt die Vorbedingung für eine bessere humanere Welt, in der die Menschen als Menschheitsfamilie wieder zusammenkommen können.

Der schwerste zu durchbrechende Gedanke ist der, dass all mein Leben einer Traumatäuschung unterlag, die ich in mir konstruiert habe. Der Schock darin liegt im Bewusstsein dazu, dass all die Leute, die mich seelisch und geistig sowie körperlich gefüttert haben, dazu beitrugen, das ich wurde, wer ich heute bin. Der Missbrauch am Menschen, an Gesellschaften, Nationen und Kontinenten ist allgegenwärtig. Dieser organisierte Missbrauch ist die schlimmste Straftat, derer sich gut 99 Prozent der gesamten Menschheit stellen müssen. Doch unser Überlebenstrieb sowie unsere Anpassungsfähigkeit verhindern ein Hinschauen auf unsere missliche Lage. Es müsste uns zunächst einmal bewusst werden, was da mit uns geschieht. Der Missbrauch durchzieht seit tausenden von Jahren fast die gesamte Menschheitsgeschichte und sie wird durch Heroen aufrechterhalten, die in Wirklichkeit als die schlimmsten Schlächter der Menschheit auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgt gehören.

Die Gegenpropaganda dazu ist die Aufgabe aller Politik. Sie baut all den Missbrauchsopfern eine heile Welt auf, in der nichts so scheint, wie es wirklich ist. Dieser gedankenbrechende Gedanke ist die Quintessenz aller, die in der Lage sind, nachzuforschen und jahrelange Recherche auf sich nehmen. Wer dabei zu deutlich aufdeckt, dem droht ein Szenario, wie es Julian Assange heute in dem Land droht, das vorgibt für das zu stehen, für was auch Julian Assange steht. Doch leider ist das alles Fassade und so drohen ihm 175 Jahre Knast in den USA. Ein abschreckendes Beispiel für all diejenigen, die es ihm gleichtun wollen, um althergebrachte Gedanken und Realitäten zu brechen.

Über sieben Milliarden Menschen werden hier missbraucht, belogen, deren Leben ausgebeutet und für die Interessen der Reichen und Superreichen ausgeweidet. All die Gedanken, die dich daran hindern, das zu erkennen, solltest du zu durchbrechen lernen, um wirklich frei zu werden. Leider ist es so, dass die meisten Menschen sehr gebildet sind in allem Möglichen, aber nicht in Empathie und Menschlichkeit, denn sie ist der äußere Feind derer, für die eine transgenerative Traumagesellschaft als das beste Glück auf Erden erscheint. Entweder durchbrechen wir diese Kultur des Bösen, oder sie wird uns zerbrechen.

Quelle:

Alle Quellen sind direkt im Text verlinkt und farblich markiert.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Kommentare (17)

17 Kommentare zu: “Gedankenbrecher Teil 4 | Von Rüdiger Lenz

  1. Momino sagt:

    Mir hat der Artikel gut gefallen – auch wenn ich selbst es an manchen Stellen "direkter" ausgedrückt hätte (was aber sicher nicht immer nur gut angekommen wäre), 😉denn mit diesem Thema befasse ich mich gedanklich schon lange.
    Lebendig sein heißt, außer Freude auch Schmerz, Leid und Trauer zu fühlen. Genau davor bewahren sich sooo viele sooo gerne. Da muss "Ablenkung" her. Bloß nicht fühlen. Hält nicht jeder aus. Und gerade, wo es mal zu VIEL (Gefühl) gewesen war, waren in meinem weit gefassten Umkreis einige umgefallen. Genauer gesagt, sie wurden in der einen oder anderen Form boshaft, fies, gemein, mitleidlos…
    Einige haben ihren inneren Zugang aber auch durch ein Zuviel an Gutem verloren und meinten, es ginge immer so weiter. Ein Korn Sand im Getriebe und sie waren dasselbe.
    Fing stets mit Selbstmitleid an. "Ich Arme(r) und zack, waren sie xxxx, schreibs lieber nicht, fängt mit A an.
    Ich bin schon älter und wir haben diese Leute früher wieder "auf Spur" gebracht, indem sie Konsequenzen spürten. "So nicht" und damit wars gut. Wie's heute läuft weiß hier jeder selber. Eine Gesellschaft, die selber "neben der Spur liegt". Sie hat sich vom einfachen, normalen Leben entfernt.
    Mit freundlichen Grüßen!

  2. vizero 13 sagt:

    Lieber Rüdiger, ich möchte Deinem Geschichtsbild ein wenig positiveres Beifügen und Das Lesen des Buches von Graeber und Wengrow "Anfänge" empfehlen. Da wird aufgezeigt, dass die Vergangenheit nicht so duster aus sieht, es haben sich sehr oft Gesellschaften entwickelt, die aus Traumatisierungen sich entwickelnden Herrscherparasiten im Zaum gehalten haben oder sogar wohl eine Gesellschaft geschaffen haben, in denen Traumata seltener waren und sinnvoll behandelt wurden.
    Diese Gesellschaften waren annähernd egalitär und über Jahrhunderte stabil.

    • vizero 13 sagt:

      Im Übrigen stimme ich Deiner Analyse der jetzigen Lage weitgehend zu.

    • Nevyn sagt:

      Dass es jetzt gerade wieder mal sehr finster wird, bedeutet ja auch nicht, dass die Sonne nie mehr aufgeht. Das Spiel geht seit Jahrmillionen so und wer mehr überschaut als die letzten zwanzig Jahre, der kann durchaus das Positive im Negativen erkennen.

  3. weberg sagt:

    Whow, ein pseudo-soziologisches Geschwurbel dass seinesgleichen sucht! Möglicherweise nach dem konsumieren von Fliegenpilzen verfasst?

    • vizero 13 sagt:

      Vielleicht solltest Du auch mal auf Trip gehen, um Deine (meiner Ansicht nach) festgefahrenen weltfremden Denkstrukturen zu überwinden.

    • Nevyn sagt:

      Die verbalen Ergüsse der incognito Pseudo-Antifanten zeichnen sich stets durch ein besonders hohes Niveau an im Schatten gelebtem Hass und Hetze aus, die, das liegt in der Natur der Sache, jeder logischen Argumentation entbehren. Hauptsache absabbern. Geht übrigens besser, wenn man zwischendurch mal den Nuckel aus der Oralöffnung zieht.

    • RuedigerLenz sagt:

      @weberg, manche Leute Leute brauchen einen Titel davor, bevor sie alles glauben, daher, einfach mal hier reinschauen, der Professor sagt das Gleiche wie der Pseudoschwurbler Lenz, siehe hier die erste Stunde:
      Der Pseudoschwurbler Lenz hat iun seinen 4 Teilen sein Augenmerk auf die Politik und ihre Gefolgschaftswirkung aufmerksam zu machen versucht.
      https://odysee.com/@Corona-Ausschuss:3/s106de:b

  4. Das Problem ist die Gewöhnung an Schmerz:

    Wenn sich Menschen an Schmerz gewöhnen, dann verlieren sie ihre Empathiefähigkeit, ihr Mitgefühl. Menschen können sich schon als Kinder an Schmerz gewöhnen, indem sie in ihrer Kindheit leiden müssen, insbesondere in der Schule, wenn sie dort oft Angst haben oder sich langweilen. Außerdem können sie sich im Beruf an Schmerz gewöhnen, wenn sie sich oft bei der Arbeit übernehmen und während der Arbeit leiden müssen. Zudem können sie sich auch in ihrer Freizeit quälen, zum Beispiel wenn sie Horrorfilme ansehen und diese nicht verkraften. Und auch das tägliche Ansehen von Nachrichten kann Menschen ihre Empathiefähigkeit rauben. Denn darin sehen Menschen oft schreckliche Dinge, die empathischen Menschen psychische Schmerzen bereiten, sie können diese fernen Ereignisse aber nicht beeinflussen bzw. können den durch die Nachrichten erzeugten Schmerz nicht abschalten. Sie lernen daher durch Nachrichten sich an Schmerz zu gewöhnen. Nachrichten vermindern daher die Empathiefähigkeit.

    • Ursprung sagt:

      Zur Auufrischung Empathie:
      Das Gefuehl Empathie entsteht lt. Hirnforschern nicht in einem umgrenztem (Hirn)Zentrum, sondern nur dann, wenn sich mind. 3 besondere Hirnzentren, die relativ weit auseinanderliegen, auf einen Ausloesereiz hin miteinander auf eine nachmessbare und genau darstellbare und in allen Hirnen gleiche Weise Aktivitaetsmuster zeigen. Topographisch in MRTs und mit Testfragen sowie visuellen Reizen hervorrufbar,
      In bis tausenden wissenschaftlich protokollierten Versuchen abgesichert und durchgeprobt.
      Individuell variabel ist die Faehigkeit der Hirne, unterschiedliche Intensitaeten an Empathie zu entwickeln. Manche Hirne koennen das sehr gut, andere bis garnicht. Man kennt auch Scanmuster "unechter", spaeter im Leben nachgelernter "Empathien", wenn schon z.B ab Geburt eine hirnliche Anomalie vorlag und nachgelernt wurde.
      Es fiel z. B.schon auf, dass die Scanmuster"unechter" Empathie oefter bei Menschen auftreten, denen die Persoenlichkeitsvariante "Eloquenz" zugeschrieben wird und dass "unechte" Empathie bei Berufsausuebungen in den "oberen" Etagen der Gesellschaftspyramide prozentual einen hoeheren Anteil haben als gesamtdurchschnittlich.
      Empathie wird bioevolutionaer dem Verhaltenskomplex Nachkommenaufzucht und -Sicherung zugeschrieben. Empathiestoerungen werden auch als psychopathisch wahrgenommen und diskreditiert. Hat gesellschaftliche Diskussionsrelevanz.

  5. RuedigerLenz sagt:

    Alle vier Teile findet Ihr hier:

    Teil 1: https://apolut.net/gedankenbrecher-von-ruediger-lenz/
    Teil 2: https://apolut.net/gedankenbrecher-teil-2-von-ruediger-lenz/
    Teil 3: https://apolut.net/gedankenbrecher-teil-3-von-ruediger-lenz/
    Teil 4: https://apolut.net/gedankenbrecher-teil-4-von-ruediger-lenz#comment-243243

  6. Nevyn sagt:

    Herr Lenz, ich bitte um eine Definition des von Ihnen verwendeten Begriffes "böse".

  7. KaraHasan sagt:

    Traumatisiert das Bewusstsein über den verlorenen Krieg Deutschland? Haben Filme wie Schindlers Liste den Deutschen an sich traumatisiert? Wollen sie mir sagen, dass sei der Grund, warum Deutschland auf die materielle Karte setzt, also im Verhältnis zu seiner Größe ein Exportweltmeister ist?

  8. Ursprung sagt:

    Alles ist richtig, nachvollziehbar, sogar verstehbar. Und so interpretierbar. Aber auch anders moeglich. Je nach nach Wahrnehmungshorizont. Die Welt ist so vielschichtig, wie es Individuen gibt,
    Auch die erwaehnte Empathie ist volatil individuell, keine von Hirnfunktion getrennte "ethische" Groesse (Hirnforscher Fallon). Aber individuell messbar zwischen Null, substituiert bis fallbezogen zwingend. Biologisch ist sie aufzuchtszwingend, uns auffallend besonders bei Katze.
    Allein dieser eine Aspekt aus der Fuelle des vom Autor Genanntem zeigt schon die unendliche Fuelle der Moeglichkeiten an, wie "Lebendigkeit" interpretierbar ist.
    Genauer: Leben ist Fuelle. In einem Wort zusammengefasst.
    Weshalb eines Irren(den) Fabulierwort wie "Transhumanismus" z. B. sinnloser Scheixx ist.

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