Solidarität mit dem untergehenden Reich? | Von Rob Kenius

Ein Standpunkt von Rob Kenius.

Der Untergang des Römischen Reiches hat fast genau so lange gedauert wie sein Aufstieg, knapp ein halbes Jahrtausend. Die USA hatten nach etwa 200 Jahren ihren Höhepunkt erreicht und es ist kaum zu hoffen, dass der Abstieg der USA, analog zum Römischen Reich, wesentlich schneller erfolgt als der Aufstieg. Das heißt, wir müssen damit rechnen, dass uns der Abstieg der USA mit allen Kämpfen, Kriegen, Intrigen und unfähigen Herrschern, im Stil der späten Kaiser, noch Jahrzehnte zu schaffen macht.

Wie das Römische Reich der Kaiserzeit versuchen die USA trotz des inneren Verfalls weiter zu expandieren und das an vielen Fronten. Ein krasses Beispiel ist der ideenlose Präsident Joe Biden, der im hohen Alter die Wiederwahl anstrebt und seine Kriegspolitik von der Wahltaktik abhängig macht. Anstatt realistische Weltpolitik im dritten Jahrtausend zu betreiben, klammert er sich an den Wahn der Omnipotenz, durch Überlegenheit von Rüstung und Militär.

Der (un)-verständliche Expansionsdrang der USA

Vor knapp zwei Jahren habe ich den Artikel Lederstrumpf und die letzten Feinde auf kritlit.de veröffentlicht.

Dort wird dieser Drang psychologisch erklärt, und zwar aus der Geschichte von der Eroberung des Wilden Westens, die erst 200 Jahre zurückliegt. Es war eine erfolgreiche Landnahme, die im Unterbewussten der USA immer noch nicht zum Ende gekommen ist.

Der zentrale Satz über die weißen Siedler: “Indem sie sich gegen die aggressiven Wilden verteidigten, eroberten sie den ganzen Kontinent und drängten die feindlichen Indianer schließlich bis in die Reservate zurück, die ihnen der Staat großzügigerweise zur Verfügung stellte.”

Die Eroberung des Lebensraums der Indianer nannte man von Anfang an Verteidigung und auch heute noch widmet sich das Verteidigungsministerium in Washington der Expansion, weiter nach Westen, bis jenseits des Pazifiks, wo sich zwei große Länder befinden, gegen die sich die USA noch nie verteidigt haben. Und maßgebende Strategen in den USA, ganz besonders der in Polen geborene Zbigniew Brzezinski, denken von Europa aus, aggressiv nach Osten, gegen Russland.

Der Mythos von David und Goliath

Polen und Deutsche träumten schon immer davon, Russland zu besiegen, wenigstens in national-konservativen und rechtslastigen Kreisen. Die Vision ist verlockend wie der biblische Mythos von David und Goliath. Dieser Traum von der Eroberung Russlands hatte unter Napoleon auch Franzosen erfasst und wurde von Hitler bis zum Selbstmord verfolgt, während die Rote Armee Berlin einnahm. Trotzdem ist dieser Traum auch in Deutschland noch nicht ausgeträumt, er irrlichtert in den Köpfen und wird jetzt auf das Land Ukraine projiziert. Die Reihenfolge und die Logik von realen Ereignissen wird ignoriert.

Seit nicht einmal hundert Jahren hat sich die Ukraine als Nation empfunden und es gibt stramme Nationalisten, die sich schon vor siebzig Jahren mit Hitler-Deutschland und jetzt, von Joe Biden forciert, mit den USA verbunden haben, um für einen Sieg gegen Russland zu kämpfen. Moskau fühlt sich als Ziel eines militärischen Aufmarsches und hat reagiert, wie zu erwarten war. Man muss denen, die umzingelt und mit Raketen bedroht werden, schon die Entscheidung selbst überlassen, ob, wie und wann sie sich gegen diesen fatalen Aufmarsch zur Wehr setzen.

Der Krieg ist da und der Traum vom Sieg über Russland ist reaktiviert, wie nie zuvor, in den globalstrategischen Plänen der USA und in den Nato-Ländern. Traum und Wirklichkeit werden in den Sozialen Medien oft als gleichwertige Möglichkeiten und als austauschbar angesehen. Das ist nicht wirklich neu, aber eine gefährliche Verirrung der Geister.

In den Köpfen der Vordenkerinnen und Vordenker der globalen Aggressionspolitik haben die USA ihren konkreten Platz auf dem Globus noch nicht gefunden, obwohl das Land zwischen zwei Ozeanen und zwei ungefährlichen Nachbarstaaten, Kanada und Mexiko, fest und sicher auf dem Globus lokalisiert ist und dort, wo es ist, noch nie angegriffen wurde.

Feindschaft als populäre Ideologie

Man will schon lange ideologische Feinde vernichten, die man sich selber immer wieder neu aussucht. Die letzten Präsidenten zeigten diesen Feinden ihre waffentechnische Stärke, nahmen die Länder aber nicht in Besitz (warum auch?), sondern man ließ ein ohnmächtiges Chaos zurück. So geschah es im Irak, in Afghanistan und mit Libyen. Wie der Stellvertreterkrieg in der Ukraine enden soll, ist noch nicht geklärt.

Der Präsident Joe Biden hat für das Ende des Krieges in der Ukraine keinen Plan, im Gegenteil er befürchtet, nach all den Jahren seines persönlichen Ukraine-Engagements, einen Gesichtsverlust. Old Joe ist ein Mann der Vergangenheit und deshalb gefährlich. Er ist persönlich unscheinbar, erscheint harmlos, heizt aber Konflikte an, die ohne die Präsenz oder die Rückendeckung der USA nicht zum heißen Krieg ausarten. Dabei ist, wie in der römischen Kaiserzeit, der Kalkül der militärischen Überlegenheit ausschlaggebend. Und wie im späten Rom die Römer selbst nicht mehr Soldaten waren, sondern nur noch Profiteure, während Männer aus den Provinzen für sie ihr Leben riskierten, so benutzen die USA, sehr geschickt, ganze Länder, Regierungen und Armeen, die sie Freunde oder Nato-Partner nennen.

Es ist das traurige Schicksal der Ukraine, dass dieses riesige, fruchtbare und entwicklungsfähige Land in einem Stellvertreterkrieg verheizt wird, in dem kein einziger US-Amerikaner zu Schaden kommt, sondern der kräftigste Teil der männlichen Bevölkerung dieses Landes und ein riesiger Teil der Infrastruktur. Der Gewinn für die USA soll nach dem Kalkül der US-Strategen der sein, dass Russland ebenso geschwächt wird, damit man es irgendwann besiegen und mit den Methoden der Finanzmacht ausbeuten kann. Diese Vorstellung ist aus der Zeit gefallen, aber aus Sicht der US-Finanz- und Militärmacht, noch immer erfolgversprechend.

Kopieren statt mit Vernunft agieren

Deutschland ist zur Zeit unter den US-Vasallen die Nr. 1 (wenn wir GB nicht zu den Vasallen rechnen) und bemüht sich, die Wünsche der USA voll zu erfüllen. Wie die Einflussnahme funktioniert, ist nicht offen ersichtlich. Im Fall von Olaf Scholz ist dies besonders krass, er verkündet am laufenden Band Entscheidungen, die inhaltlich wie eine Kopie oder ein Diktat der US-Regierung klingen: Erhöhung des Rüstungsetats auf wenigstens 2%, wie es schon Trump gewünscht hat, und zusätzlich 100 Milliarden (die dann zur Hälfte in die USA fließen) um die Armee kriegstauglich zu machen und schließlich viele Milliarden an Ukraine, welche den Haushalt 2024 von Joe Biden entlasten, weil der jetzt Schwierigkeiten hat, im Wahlkampf seine Vorliebe für das ferne Ackerland Ukraine zu rechtfertigen.

Die Dominanz von Rüstungsindustrie und Militär über die Politik ist ein Phänomen, welches in den USA seit Jahrzehnten die Richtung bestimmt, egal, welche Partei regiert. Es ist der sogenannte Militärisch-Industrielle Komplex, der die Außen- und Militärpolitik der Regierung in Washington lenkt.

Die viel zu große Macht von Rüstung, Militär und Finanzen, neben der Regierung, existiert in Deutschland so noch nicht. Woher kommt dann die Idee, den USA in all diesen Bereichen zu folgen? Olaf Scholz ist kein Einzelfall. Überall in Medien und Parteien vertreten maßgebende Personen die US-Positionen, gegen die Interessen des eigenen Landes und zu Ungunsten der Menschen, die sie gewählt haben. Nennen wir es Träumerei, geistige Verwirrung oder Dummheit, um nicht umstrittene Theorien zu propagieren.

Der Traum, im 51. Staat der USA aufzuwachen

Es wird richtig ungemütlich und sehr, sehr teuer, weil es sich bei den geistigen Vertretern der USA in Berlin, um offizielle Politikerinnen und Politiker, handelt:

Annalena Baerbock

Boris Pistorius

Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Anton Hofreiter

und, an erster Stelle Bundeskanzler Olaf Scholz, der als Bankenfreund das große Geld beschafft, das den Haushalt von Joe Biden entlastet.

Was dort im Interesse der USA geschieht, braucht nicht genauer ausgeführt zu werden: Waffenlieferungen und finanzielle Unterstützung für die längst verlorene Ukraine, verbunden mit einer Staatsverschuldung in nie dagewesener Höhe. Diese extreme Verschuldung ist auch eine Kopie der US-Politik und ganz im Interesse der US-dominierten Finanzmacht. Dort wird das Geld generiert, das unsere Kinder und Enkelkinder über Jahrzehnte mit Zinsen zurückzahlen müssen.

Die Perspektive für Deutschland ist seitdem düster, wenigstens in finanzieller Hinsicht. Auch eine CDU mit dem Finanzfachmann Friedrich Merz an der Spitze wird daran nichts ändern, im Gegenteil, der 100 Milliarden-Wumms ist aus verfassungsrechtlichen Gründen längst mit der CDU abgestimmt. Auch das ist eine Kopie amerikanischer Verhältnisse. Die Parteien unterscheiden sich nicht mehr in der Finanzpolitik.

Fataler, gefährlicher und für ein Volk, mit dieser Vergangenheit abgründig, ist der Wiederaufbau einer deutschen Militärmacht, die dann in einem Stellvertreterkrieg gegen Russland die stärkste Kraft darstellen soll, unterstützt von Polen und den baltischen Ländern. (Weitere Kandidaten sind Tschechien, Slowakei und Finnland.) Das Schlachtfeld Mittel- und Osteuropa ist jetzt schon vorbereitet und angeheizt, viele tausend Meilen entfernt von Washington.

Überall erstarkt die Opposition von Rechten und anderen Phantasten. Je rechter die Führerinnen und Führer, um so mehr Kriegsbereitschaft, leider auch in den konformen Medien. Und um so größer wird die Gefahr, dass dumme Massen sich noch einmal verheizen lassen.

Aber Halt! Genau das lässt sich noch verhindern.

Wir müssen uns auf allen Ebenen zur Wehr setzen, damit diese Rechnung des langsam untergehenden Reiches der USA nicht aufgeht und wir dürfen uns durch einige verträumte oder interessengesteuerte Politikerinnen und Politiker nicht verwirren lassen. Solange wir militärisch unbedeutend sind und bleiben, fallen wir aus, als Schachfigur in diesem verlorenen Spiel der USA gegen den Rest der Welt.

Zuerst müssen wir diese typisch deutsche Mentalität von Untertanen ablegen. Es ist der Untertanengeist, der uns zwei Kriege im Abstand von nur zwanzig Jahren eingebracht hat und beide Kriege gingen verloren. Das darf nicht vergessen werden: Deutschland hat die beiden großen Kriege sehr konsequent und mit vollem Einsatz von Propaganda, Panzern und Menschenleben geführt, aber verloren! Und zwar gewaltig. Kann das jemand von unseren sprachgewandten und hochbezahlten Moderatorinnen und Sprechern in ARD und ZDF den Damen und Herren Baerbock, Pistorius, Strack-Zimmermann, Hofreiter und dem Kanzler Schulden-Scholz mal einimpfen?

Hundert Jahre im Blick

Man halte sich folgendes deutsche Schicksal vor Augen: Die Generation 1900 hatte nie eine Jugend und mit vierzig Jahren hatten sie schon zwei Kriege erlebt. Diese Generation hat nie gegen irgendetwas rebelliert, protestiert oder demonstriert, sondern sie haben immer brav an das geglaubt, was offiziell verkündet wurde. Die Generation 68 aber hat durch Proteste und Rebellion erreicht, dass der Vietnamkrieg beendet und die allgemeine Wehrpflicht in den USA abgeschafft wurde. In der Bundesrepublik kam durch den Druck der Jugend die bis dahin oppositionelle (!) SPD an die Macht. Ja, oppositionelle SPD, das hat es einmal gegeben, vor 60 Jahren!

Heute sieht man überall junge Menschen (bis zum Alter von 49 Jahren) die sich wie ihre Urgroßeltern verhalten. Neu ist nur, sie halten ein Handy in der Hand und lassen sich von Reklame und Kurzinformationen leiten, von Algorithmen gesteuert, die in den USA und neuerdings auch in China programmiert werden. Sie lassen sich lenken und glauben an völlig unwichtige Nebensächlichkeiten, Körpersprache, Klamotten, Geschlechtsumwandlung. Das hält sie fern von der Realität und von Politik, besonders von Realpolitik und es hat sie vom logischen Denken entwöhnt.

Genau umgekehrt muss man es machen, wenn man nicht in den Krieg um die Weltherrschaft des verlorenen Reiches ziehen will. Erst aufmerksam werden, dann diskutieren, verweigern, protestieren, sich zusammenschließen und wie die Traktorfahrer, ohne Angst, auf die Straße. Nicht auf Wahlen und die Berichte darüber im Fernsehen warten und auf Politikerinnen und Politiker vertrauen, deren Zwänge, Verflechtungen und Verpflichtungen, gelinde gesagt, undurchsichtig sind.

Hier ist Europa, das keine Feinde hat und keine Feindschaft provoziert. Hier ist nicht das nächste Schlachtfeld der USA. Wenn es eine Zukunft gibt, dann ohne die Hochrüstung, ohne Angriffstruppe, ohne die Nato, ohne Feindschaft und ohne Feindbilder, die in Washington, wie die Mode wechseln.

Lasst es euch das alles nicht gefallen!

Wenn viele und immer mehr Menschen es einsehen, wenn sie mitmachen und energischer auftreten, also viel energischer, dann kann das Jahr 2024 mit etwas Glück und Verstand besser werden als 2023.

Quellen und Anmerkungen

 

Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Rob Kenius betreibt die systemkritische Webseite https://kritlit.de

Sein Buch Teufel, Krieg und Frieden erschien im November 2013 und behandelt u.a. die Vormachtstellung der USA und deren Finanzmacht.

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Bildquelle: bluecrayola / shutterstock

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Kommentare (32)

32 Kommentare zu: “Solidarität mit dem untergehenden Reich? | Von Rob Kenius

  1. Kamyk sagt:

    Eigentlich entlarvt sich der Autor mit dem linkswokistischen Gegendere selbst.

    Aber Sätze wie:
    "Überall erstarkt die Opposition von Rechten und anderen Phantasten. Je rechter die Führerinnen und Führer, um so mehr Kriegsbereitschaft,(…)" – und das obwohl der seit Jahrzehnten größte Kriegstreiber der Welt, die USA, seit langem fest in der Hand von linken Marionetten der KSS sind, beseitigen jeden Zweifel an der politischen Gesinnung des Schreiberlings. Genauso wie die im Artikel verschwiegene Tatsache, daß die schlimmsten Kriegstreiber der gegenwärtigen deutschen Politik allesamt aus dem linken Lager stammen. Oder die Tatsache, daß etliche von ihnen der vom Autor glorifizierten Generation der 68er entstammen.

    • momus sagt:

      Danke, dass Sie so weit in dem Beitrag durchgehalten haben. Ich hab schon bei den Vordenkerinnen Schlapp gemaxcht. Bin halt rettungslos rechtsrechtsnazinazi und damit automatisch auch ein Kriegstreibender, dem man/frau im Umerziehungslager zeigen sollte, wo der Friedenshammer der Ampel hängt.

    • Kamyk sagt:

      @momus
      👏 👏👏 Herrlich!

  2. momus sagt:

    Die Vordenkerinnen und Vordenker: Danke für diese Sprachpraline. Einfach lecker! Bitte mehr davon! Ein paar Vorschläge: Querdenkerinnen und Querdenker; Putinversteherinnen und Putinversteher; Coronaleugnerinnen und Coronaleugner; Klimaleugnerinnen und Klimaleugner; Rechtsextremistinnen und Rechtsextreme; Reichsbürgerinnen und Reichsbürger; Verschwörungstheoretikerinnen und Verschwörungstheoretiker; Aluhutträgerinnen und Aluhutträger; Kriegshetzerinnen und Kriegshetzer; Militärexpertinnen und Militärexperten; Bombenlegerinnen und Bombenleger; Terroristinnen und Terroristen.

    • Nevyn sagt:

      Bei pejorativer Konnotation wird nicht gegendert. Das projizierte Böse ist grundsätzlich männlich. Wenn auch nur im generischen Maskulinum.

      Es heiß also politisch korrekt
      Aktivistinnen und Aktivisten,

      aber schlicht
      Terroristen , Querdenker, Coronaleugner usw.
      Sie kriegen in keiner Mainstream-Zeitung einen Job, wenn Sie das nicht wissen.

    • momus sagt:

      Noch ein besonders leckeres Betthupferl: Sexverweigererinnen und Sexverweigerer.
      Licht aus!
      Gut's Nächtle!

    • momus sagt:

      Nevyn: Es gibt Ausnahmen: Hexe, Giftmischerin, Rabenmutter, Quasselstrippe – männl. Pendant: Quasselstripper ;-)

    • momus sagt:

      Nun hatte ich zwar schon das Licht ausgemacht – Lichtlöscherinnen und Lichtlöscher, seid mir gegrüßt! – werde aber von Schlafdiebinnen und Schlafdieben, von Spukgeisterinnen und Spukgeistern gejagt. Warum? Sie fordern, Kritik müsse stets positiv sein. Wie also wäre es richtig gewesen? Hier die Antwort: VORDENKENDE !!!

    • momus sagt:

      I had a nightmare: it is the German language itself that creates this inherent German fascism. We should ask our democratic government to ban the German language, just as the Russian language has been banned by the parliaments in Ukraine or the Baltic states. That's the only way!

  3. Einhorn_Inge sagt:

    ich finde das ist mal wieder reinste Russenpropaganda. Nicht die Ukraine hat angegriffen oder die USA sondern Russland. Nicht die USA gehen unter sondern Russland. Die klugen Russen sind schon längst abgehauen weil Sie nicht für die Oligarchen an der Front sterben wollen. Alte befreundete Staaten wenden sich ab von Russland. Insgesamt über 100 Staaten. Es ist einfach zum Schandfleck geworden und Putin zerstört sein Erbe solange Russland andere Länder überfällt und hunderttausende Tote hinterlässt

    • Nevyn sagt:

      Wir wissen doch schon lange, wie unsere Medien die Welt gern hätten. Das schreiben sie jeden Tag.
      Und jetzt eben auch hier. Gähn.
      Es darf offenbar keinen Flecken im Internet geben, in dem diese Ideologie nicht penetrant verbreitet wird. Ist ein bisschen wie eine Plizkrankheit, sichert aber viele Arbeitsplätze

    • Einhorn_Inge sagt:

      warum müssen sie immer andere beleidigen wenn diese eine andere Meinung haben? Was stimmt mit ihnen nicht?

  4. Gnil sagt:

    Davos WEF – Damon Imani to Klaus Schwab: "Fuck you Klaus Schwab and your New World Order.

    https://www.youtube.com/watch?v=P7_8rp3PKLE

  5. zurfall sagt:

    guter Beitrag. Wir werden aber trotzdem verheizt. Die geistigen Flachzangen die uns regieren werden dafür sorgen. Die bei uns wirklich regieren sieht man nicht. Die treten nie gerne öffentlich auf., regieren aber trotzdem mit, genau so wie in Amerika. Die Neuengländern begangen einen Genozid an den Ureinwohnern der USA ohne dafür bis heute zur Verantwortung gezogen zu werden. Die Auserwählten treiben dasselbe Spiel heute in Nahost. Alle verteidigen sich nur. Was besseres fällt ihnen nicht ein. Ein Imperium aufgebaut auf Lügen und Massengräbern. Für mich ein Zeichen von Hilflosigkeit und Brutalität. Um davon abzulenken wird immer wieder auf einen anderen Genozid verwiesen. Irgendwie ein Zeichen von Hilflosigkeit um eigene Verbrechen zu relativieren. Die Obrigkeitsgläubigkeit bei uns ist da ein hilfreicher Diener.

  6. _hog sagt:

    Wenn ich recht informiert bin, so hatten die Römer kein Handy, das Buchdruckhandwerk fand auf einem anderen Level statt und die okkupierten Staaten konnten auch nicht auf so geniale Schriften von Marx, Engels und Lenin zurueckgreifen, sondern behalfen sich mit der Methode Gott wird‘s schon richten.
    Der US-Imperialismus kann also u.U. viel schneller kollabieren und uns von seiner Geissel befreien!

    Es ist schon schwierig exakte Zeitangaben zu prognostizieren, aber ich denke mal, dass so mancher westl. Politiker aus seinen feuchten Träumen erwachen wird, um festzustellen, dass eine Eroberung Russlands so richtig danebengegangen ist!

    Eine Fehlnvestition, die wohl ersteinmal verschmerzt werden muss.

  7. Querdenker sagt:

    "In den Köpfen der Vordenkerinnen und Vordenker …"

    @Rob Kenius: Es ist eine große Sauerei, was für eine Diskriminierung Sie hier betreiben! Was ist mit all den anderen Geschlechtern, warum zählen Sie diese nicht auch auf? Oder wollen Sie hier Menschen ausgrenzen, die sich nicht zu einem der von Ihnen genannten Geschlechtern rechnen?

  8. Arzachel sagt:

    Die USA werden nie untergehen!

    Die beschleunigen nur den Untergang anderer Staaten, zumindest deren massive Schwächung auf dem Weltmarkt.

    Die deutschen Akteure, die das im Enddarm der USA mitmachen , sind im Beitrag schon aufgelistet; wahrscheinlich erhebt die Aufzählung auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  9. hulli3 sagt:

    Bei "Vordenkerinnen und Vordenker" konnte ich nicht mehr weiterlesen. Schade eigentlich.

    • Arzachel sagt:

      Mir geht dieser Genderwahn im vorauseilenden Gehorsam auch gehörig auf den Zeiger!

    • Querdenker sagt:

      @ hulli3: Jetzt musste ich erstmal überlegen, was Sie meinen, "Vordenker" ist doch eigentlich OK. Genau das lese ich nehmlich und dann erinnerte ich mich, ich hab' ja das Add-on "No Gender" installiert, das bringt alles autom. gleich wieder in's Lot! Kann ich nur empfehlen ;-)

  10. triple-delta sagt:

    Warum liest der Autor nicht einfach mal bei Marx und Engels nach? Dann braucht er auch keine Verrenkungen mit psychologischen Erklärungen mehr zu machen. Solche Texte langweilen inzwischen nur noch.

  11. Nevyn sagt:

    Nichts scheint dem Menschen unerträglicher zu sein als seine Realität. Entweder er flüchtet in Scheinwelten oder der bekämpft sie. Um jeden Preis meidet er die Konfrontation mit ihr.
    Das ganze Leben scheint unter diesem Paradigma aus einem unendlichen Kampf gegen die Widrigkeiten des Seins zu bestehen. Nur eines will man nicht: Hinsehen und anerkennen, dass es gerade ist, wie es ist.
    Irgend etwas muss immer weg, damit es angeblich besser wird.

    Merkel muss weg.
    Die AfD muss weg.
    Die Migranten müssen weg.
    Der böse Diktator muss weg.
    Der doofe Arbeitskollege muss weg.
    Das Un-Kraut muss weg.
    Die Krankheit muss weg.

    Niemand scheint auf die Idee zu kommen, dass das alles da ist, weil es gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
    Vielleicht sollen wir lernen, mit einem untergehenden Imperium klar zu kommen und unseren Platz in der Welt weniger von äußeren Gegebenheiten abhängig zu machen? Vielleicht können wir alles um uns herum als Entwicklungshelfer betrachten und die Menschen, die uns begegnen wahlweise entweder als Freunde oder als Lehrer? Etwas weg haben zu wollen gleicht der Weigerung, die Lektion zu lernen, in der es Gestalt angenommen hat. So ist es zwar möglich, die Gestalt zu vernichten, die Energie, die es beinhaltet, wird sich in neuer, meist noch drängenderer und unangenehmerer Form manifestieren.
    Hinsehen, erkennen, annehmen, integrieren, wandeln.

    • Norbert sagt:

      Merkel wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Die AfD wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Die Migranten werden gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Der böse Diktator wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Der doofe Arbeitskollege wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Das Un-Kraut wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Die Krankheit wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins.
      Besser so?

    • Nevyn sagt:

      "Besser so?"

      Besser in welcher Beziehung, Norbert?

    • Matthias R. sagt:

      Lieber Nevyn,

      ich wünsche Ihnen ein glückliches und gesundes Jahr!

      "Etwas weg haben zu wollen gleicht der Weigerung, die Lektion zu lernen, in der es Gestalt angenommen hat. So ist es zwar möglich, die Gestalt zu vernichten, die Energie, die es beinhaltet, wird sich in neuer, meist noch drängenderer und unangenehmerer Form manifestieren."

      Jeder, der mit wachen Augen und geübtem therpeutischen Blick unterwegs ist, kann die "Wahrheit" Ihrer Aussage zigfach im eigenen Umfeld bestätigt finden.
      Hierbei erlaube ich mir allerdings die Präzisierung von "Die Krankheit muss weg" hin zu "Das Symptom muss weg".
      Denn das Symptom stellt nach meiner Erfahrung immer nur ein Zeichen der Gesamt-Krankheit dar.

      Interessant fand ich auch den von Rob Kenius beschriebenen Verweis auf die "Geschichte von der Eroberung des Wilden Westens, die erst 200 Jahre zurückliegt."
      Ich fürchte hier sollten wir noch weiter in die "Eroberungs-Geschichte" des amerikanischen Kontinentes zurück blicken.

      In seinem Buch "Amors vergifteter Pfeil", beschreibt Ernst Bäumler die "Kulturgeschichte einer verschwiegenen Krankheit". Es geht im Kern um die Frage, ob die Syphilis durch Christ(oph)us Kolumbus und seine Mannen nach Europa kam, was durch historische Dokumente untermauert wird.

      Ich möchte hier gar nicht über Spirochäten und deren Rolle bei der Syphilis philosophieren, sondern auf das Wesen der Syphilis hinweisen.

      Der erste, der das zerstörerische Potenzial der Syphilis-Erkrankung vollständig erkannte war Dr. Samuel Hahnemann. Er beschrieb sie als im Kern vernichtend und zerstörend. Die Energie des dominieren wollens, bis hin zur Selbstzerstörung ist die zentrale Energie dieser Systemkrankheit. Das letzte Stadium der Syphilis ist bekanntlich der Wahnsinn!

      Im Band 1 (Die chronischen Kranheiten) schreibt Hahnemann auf Seite 110:
      "Nie habe ich in meiner mehr als fünfzigjährigen Praxis das Mindeste von Lustseuche ausbrechen gesehn, wenn der Schanker, auf seiner Stelle unangetastet, auch mehrere Jahre (denn nie vergeht er von selbst) stehen blieb, und, wie natürlich, mit der Zeit, bei innerer Zunahme des venerischen Leidens (wie bei jedem chronischen Miasm in der Folgezeit geschieht) an seinem Sitze sich Vieles vergrößert hatte. Aber zu jeder Zeit, wo man so unverständig ist, dieß stellvertretende Lokal-Symptom zu zerstören, ist auch der Organism bereit, die innere Syphilis als Lustseuche zum Ausbruche zu bringen, da die allgemeine venerische Krankheit im Innern vom ersten Augenblicke der Ansteckung an, schon im Körper wohnt."

      Wolf-Dieter Storl hat an der einen oder anderen Stelle auch schon erkennen lassen, dass auch Ihm das Wesen der Syphilis gut bekannt ist. Man muss ihm aber ganz genau zuhören.
      Er spricht z.B. oft von der syphilisierten Welt, wenn er die sog. zivilisierte meint.

      Herzliche Grüße
      Matthias

    • Nevyn sagt:

      Lieber Matthias,
      danke für Ihre freundlichen Wünsche für das neue Jahr. Möge es auch für Sie erkenntnis- und segensreich wirken.

      Ihren Text habe ich mehrfach durchgelesen. Ich finde ihn sehr informativ und er enthält einige für mich neue Aspekte. Auch dafür danke ich Ihnen.

      Für mich ist im Grunde nichts falsch an einem kausalen, materiellen Weltbild. Ich habe es über viele Jahre verinnerlichen dürfen und bin sehr tief darin getaucht. Bis auf den Grund.
      Heisenberg schreibt man die Aussage zu, der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft mache den Menschen zum Atheisten, aber aus dem Grund des Bechers wartete Gott.
      Mir jedenfalls erging es genau so und rückwirkend bin ich sehr froh darüber, weil ich nun gelernt habe, in beiden Welten zu Hause zu sein und ihre Begrenzungen zu erkennen.

      Ora et labora.
      Solve et coagula.

      Die Homöopahtie wurde mir dem Wesen nach erst zugänglich durch das mehrfache Hören eines Vortrages von Thorwald Dethlefsen zu diesem Thema.
      Und so wurde mir im Laufe der Zeit klar, dass sich die Alchemie zur Chemie verhält wie die Allopathie zur Homöopathie. Auch in der Alchemie befreit der Alchemist das Prinzip aus dem Stoff und bindet es an einen neuen Träger (der er selbst vorher geworden sein muss). Nur sind die Prinzipien eben hier die Urprinzipien.

      Jeder Bauer weiß aus eigener Erfahrung, dass seine Saat nur aufgeht, wenn sie auf geeigneten, bereiteten Boden fällt. Und so ist auch der Mensch in gewisser Weise ein Acker, der vorbereitet und bestellt werden will, ganz nach dem Resonanzprinzip. Was in ihm nicht schwingen kann, wird in ihm nicht gedeihen. Ich frage mich gerade, ob der Begriff der Krankheit aus dieser Sicht überhaupt Sinn macht, denn wir sind als Menschen in gewisser Weise alle „krank“ und unsere Symptome sind die Aufforderung zur Metanoia, also zur inneren Umkehr, zur Neuausrichtung nach oben statt nach unten. Das ist die Stelle, wo Heilung in Heiligung über geht und wo der Priester im echten Sinn das weiter führt, was der Therapeut begonnen hat.

      Will man den Menschen von diesem Heilsweg abbringen, muss man die Symptome zum Verschwinden bringen, die ihn dazu bewegen, sich auf die Suche nach Gott zu machen. Dies ist der Job der Gegentradition, die auf diesem Planeten eine scheinbar übermächtige Stellung gewonnen hat. Dabei gibt es zu verstehen, dass sie durchaus ihren Platz in der Welt hat, und dem Menschen auch viel Gutes beschert, wenn er lernt, damit verantwortlich umzugehen. Auch hier wird der Mensch letztlich auf sich selbst zurück geworfen. Und natürlich muss sich niemand wundern, dass ihm ein kräftiger Wind entgegen bläst, wenn er sich auf den Weg der Rückkehr gemacht hat. Was wir also gerade erleben, ein gewaltiges Aufbäumen der materiellen Kräfte, dürfe wir als Gegenreaktion auf das allmähliche Erwachen der Menschheit begreifen. Wo mehr Licht ist, werden auch die Schatten deutlicher. So funktioniert nun mal die Welt. Anders wäre Erfahrung nicht möglich.

      Ich weiß nicht wie Sie in diesem Zusammenhang gerade auf das Thema der Syphilis kommen, wohl im Zusammenhang mit dem Artikel. Natürlich findet man dort die Analogien dieser Zeit genauso wie in anderen Symptomen. Hier vielleicht besonders klar und einprägsam.
      Die USA sind in meinen Augen ein Schütze-Land (Jupiter), doch die großen Ideen bei ihrer Gründung sind nun tief in den Stoff gefallen, denn statt großer Ideen, die viele Menschen anzogen, zieht dort der Größenwahn ein und Ausdehnung des Geistes endet in Ausdehnung des Körpers, sprich extremer Adipositas mit allen da zu gehörenden Folgen. Was dann kommt, kann nur noch Zerfall sein und wir erleben den Aufstieg eines Steinbock-Landes, nämlich China. Alle, die in ihrem Bewusstsein noch nicht im Steinbock angekommen sind, werden erhebliche Probleme bekommen. Und das dürfte die überwältigende Mehrheit der Menschen sein. Eine neue Bewusstseinswelle rast auf die Menschheit zu und wer nicht gelernt hat, zu surfen, der wird sich nur mit Mühe über Wasser halten können. Steinbock ist das kardinale Erdzeichen, niemand kann sich hier durchmogeln. Und gleichzeitig eröffnet es den transzendenten Quadranten. Will uns das etwas sagen?

      Was wir um uns herum erleben sind Krankheiten der Gruppenseele. Alle, die keine höhere Anbindung gefunden haben, drohen darin unter zu gehen. Der kluge Mensch erkennt alle äußerem Umstände seines Lebens als Spiegel seiner inneren Verfassung und arbeitet damit. Das beginnt natürlich immer mit „Anamnese“ und „Diagnose“, also echtem Hinsehen und Anerkennen: „JETZT ist es gerade SO!“ DAS fühle ich und das denke ich darüber. Was hat mich dort hin gebracht? Was klingt in mir an, wenn ich für mich diesen Zustand annehme?
      Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das zu üben im alltäglichen Leben. Aber dafür muss man in der Gegenwart präsent sein und lernen, sie zu ertragen.
      Ich erinnere einen Selbsterfahrungskurs mit Dr. Büntig im ZIST. Einer seiner Kernsätze war: „Wir schulden dem Leben unsere Anwesenheit.“
      Es gibt eine enge Wortverwandtschaft zwischen präsent (anwesend) Präsens (Gegenwart) und Präsent (Geschenk).

      Herzliche Grüße
      Nevyn

    • Norbert sagt:

      "Das Un-Kraut Muss weg."
      oder
      "Das Un-Kraut wird gerade gebraucht wird für die Entwicklung des Bewusstseins."
      als Beispiel
      Was, Nevyn, ist ihrer Meinung nach der Unterschied? Denken Sie bitte darüber nach!
      Oder:
      Was machen wir mit dem Unkraut, nachdem sich das Bewusstsein entwickelt hat? Fragen über Fragen! Haben andere Menschen einen anderen Bewusstseinszustand als Sie, Nevyn?
      Ich meine mit der Frage: "Besser so?" natürlich: Besser so für Sie! Ich brauche die Langform nicht, ich weiß nicht, in welchem Bewusstseinszustand der jeweilige Mensch gerade ist. Ich finde die Kurzform sogar besser: In der Kürze liegt die Würze?

    • Matthias R. sagt:

      Lieber Nevyn,

      vielen Dank für Ihre freundliche Erwiderung. Und auch einen herzlichen Dank für die Zeit, die Sie Sich für Ihre Antwort genommen haben.
      Auch ich habe Ihren Text mehrfach gelesen, bevor ich mein Antwortschreiben beginnen konnte.
      Ich gestehe, dass ich Ihre Sicht auf die Dinge ganz grundsätzlich für mich als sehr bereichernd empfinde, weil Sie doch aus einer ganz anderen Richtung als ich auf das Geschehen schauen.

      So darf ich z.B. auf dem Gebiet der Astrologie keine Ernte erwarten, um bei Ihrer schönen Metapher zu bleiben, da dieser Acker von mir nie vorbereitet wurde. Ich versürte bis heute auch noch keinerlei Lust und Interesse, diesen Acker zu bestellen. Ich werde deshalb auch Ihre diesbezüglichen Aussagen unkommentiert stehen lassen.

      Ihre postulierte Analogie in Bezug auf Alchemie/Chemie und Allopathie/Homöopathie hat mir das meiste „Kopfzerbrechen“ bereitet. Ich kann Ihnen schlussendlich grundsätzlich zustimmen. Allerdings möchte ich einschränken, dass die Allopathie, wie Sie sie vermutlich meinen, mit der heutigen „ideologisierten Schul/Staatsmedizin“, für mich jedenfalls, nicht gleichzusetzen ist! Insofern kann ich Ihrer Analogie für die heutige Zeit nicht zustimmen. Die Gründe für diese Ideologisierung sind sicher mannigfaltig und ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen.
      Die Qualität von Alchemie und Homöopathie stehen und fallen mit den Fähigkeiten des Alchemisten bzw. des Homöopathen!! Das scheint mir ein sehr entscheidender Punkt zu sein!
      Es ist doch entscheidend, die Prinzipien unter der materiellen Hülle der jeweilig befassten Materie erst einmal erkennen zu können, um sie nutzbar zu machen.
      Der beste Weg, die Prinzipien der Arzneien zu erlernen ist daher die homöopathische Arzneimittelprüfung, wobei der Homöopath eine Zeit lang selbst eine bestimmte zu prüfende Arznei einnimmt und das Arzneiprinzip sozusagen am eigenen Leib erfährt.
      Sollten Sie ein ernsthaftes Interesse daran haben, die Wirkweise der Homöopathie noch von einer anderen Seite, als der von Dethlefsen zu betrachten, dann möchte ich Sie auf Gottfried Wilhelm Leibnitz und seinen Begriff der „prästabilierten Harmonie“ aufmerksam machen. Für mich ist jedoch die Weiterentwicklung durch Dr. Peter Augustin, einem für mich genialen ostdeutschen Biologen, noch sehr viel eindrücklicher. Wenn Sie wollen schauen Sie doch mal hier hinein:
      https://dichtes-wasser.de/diewasseroberflaeche/index.html
      Besonders das Kapitel 1 hat mir sehr beim Verständnis der Homöopathie geholfen.
      Auch für das Verständnis der Entstehung von Traumata war mir dieses Kapitel eine große Hilfe.
      Es scheint für mich so zu sein, dass ich mit der homöopathischen Arznei einen (ich meine viele verschieden!) Schlüssel zur Seele zur Verfügung habe, mit dessen Hilfe die Seele gleichzeitig alle Gewebe des Körpers direkt informiert.

      „Ich weiß nicht wie Sie in diesem Zusammenhang gerade auf das Thema der Syphilis kommen..“

      Erstens war mir Hahnemanns Zitat aus seiner Syphilisbeschreibung bekannt, und ich wollte Ihre ursprüngliche Aussage durch Hahnemanns 50jährige Praxiserfahrung bestätigen.
      Und 2. Ist es mir schon länger ein Anliegen auf den Einfluss bestimmter Dynamiken hinzuweisen, die einen großen Einfluss ausüben, ohne dass es vielen bekannt ist.

      Das, was Sie mit „Krankheiten der Gruppenseele“ beschreiben trifft es für mich schon recht gut. Hierüber schreibt Johann Siegfried Mohr in seinem Buch „Die Quellen des Göttlichen“ aus der analytischen Sicht der Biologie nach R.G. Hamer. Es ist also eher analytisch und die Grundlage ist ein „kausalistischer“ Ansatz.
      Es geht aber nach meinem Verständnis nicht um bestimmte Kausalitäten, da diese rückwirkend nicht veränderbar sind. Sondern es geht um das Erkennen bestimmter Störungsdynamiken, die auf einer Metaebene liegen. Diese zeigen sich durch ganz bestimmte Symptommuster, deren Erkennen eine gute Schulung und reichlich Erfahrung erfordern. Später wird es möglich, den „Kranken“ durch mehrere „Brillen“ zu sehen – die Brille der akuten Beschwerde, die Brille der ererbten Beschwerden, die Brille der eigenen Biographie usw.

      Dr. Samuel Hahnemann war der erste, der 3 dieser verschiedenen „Brillen“ entdeckte bzw. entwickelte. Er schrieb über sie in seinen „Chronischen Krankheiten“. Eine „Brille“ ist der Erkennung der Syphilis gewidmet. Die anderen „Brillen“ nannte er Sykose (Tripper) und Psora. Seine Schüler entdeckten bis heute noch 2 weitere „Brillen“ und nannten sie Tuberkulose und Krebs. Hahnemann und seine Schüler beließen es allerdings nicht bei der bloßen Beschreibung der chronischen Miasmen = Brillen, sondern sie entwickelten auch Arzneien zur Neutralisation der entdeckten "neuen Krankheiten".
      Das syphilitische Miasma stufte Hahnemann als das Gefährlichste ein!
      Hahnemann sprach davon, dass sich die verschiedenen Miasmen die Organe/Gewebe aufteilen, welche(s) sie befallen. Die Syphilis richtet ihren Schaden in der Regel in den lebenswichtigen Geweben des inneren Keimblattes an.
      Beim syphilitischen Miasma geht es im Kern um Zerstörung und Zerfall.
      Es macht keine Gefangenen. Es macht kurzen Prozess! Es kündigt sich nicht an. Es kommt plötzlich und unerwartet.

      Plötzlich und unerwartet! Kommt Ihnen das nicht bekannt vor?

      Es ist nicht möglich eine kurze Anleitung für das Anfertigen und in Betrieb nehmen der eigenen „Brillen“ zu geben, da es sehr viel Training und eine gute Schulung erfordert. Am besten geeignet scheint mir noch das Buch von Ewald C.C. Stöteler: „Hahnemanns Homöopathie – Die Klassifikation und Behandlung von Krankheiten nach Dr. Samuel Hahnemann“. Es richtet sich aber eher an Praktizierende und ist auch kein Schnäppchen. Aber m. M. n. jeden Cent wert!

      Herzliche Grüße

    • Nevyn sagt:

      Danke, Matthias.
      Ich habe mir Ihren Text heraus kopiert und werde wohl mal tiefer in dieses Gebiet eintauchen.
      Was die Astrologie betrifft, die habe ich auch lange nicht verstanden, aus Büchern schon gar nicht. Ich brauchte eine gute Lehrerin und fand sie. Dann gingen die Lichter kronleuchterweise an.
      Aber natürlich macht es keinen Sinn mit jemandem in einer Sprache zu sprechen, die er nicht versteht. Ich werde das beherzigen, wenn wir unser Gespräch fortsetzen, irgendwann demnächst, irgendwo auf dieser Plattform.

      Herzliche Grüße
      Nevyn

  12. Parkwaechter sagt:

    Für den französischen Historiker Emmanuel Todd ist «das Beste, was Europa passieren kann, dass die USA verschwinden». Die Frage, was passiert, «wenn die USA uns nicht mehr beschützen», beantwortet er damit, dass nichts passieren und Frieden möglich sein werde.

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