Im Gespräch: Ralph T. Niemeyer (“Der wahre Zelig und seine politischen Abenteuer”)

Der gebürtige Berliner Ralph T. Niemeyer ist ein Ausnahme-Journalist und Filmproduzent. Bereits als 13-jähriger hat er für die Schülerzeitung seines Gymnasiums gearbeitet und sein erstes Interview mit Rudolf Heß in Spandau geführt. Es folgten Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Mit gerade einmal 16 Jahren arbeitete er als Korrespondent in Bonn für die amerikanisches Agentur IBA, wird ins Weisse Haus zitiert, trifft dort Präsident Bush und Ronald Reagan.

Unbewusst wandelte Niemeyer als sehr junger Mann zwischen der Arbeit als Journalist und als Geheimniszuträger der USA. U.a. hatte er mit Uwe Barschel Kontakt und schrieb später ein Buch über seine Zweifel der offiziellen Selbstmordversion, welches dann auch schnell vom Markt verschwand.

Nach diversen Todesfällen in seinem Umfeld und dem direkten Vorwurf des Landesverrats durch Kanzler Helmut Kohl, überlegte sich Niemeyer mit gerade einmal 20 Jahren, Richtung DDR umzusiedeln. Dort bekam er auch gleich Zugang zum Politbüro und arbeitete weiter als Journalist für die Nachrichtenagentur DAPA.

In der Wendezeit erlebte er ein echtes Zeitfenster für demokratischen Wandel und war bereit, sich dafür einzusetzen. Er wanderte zeitweise in die damalige Sowjetunion aus. Dort traf er auf Gorbatschow und erneut auf Kohl. Gorbatschow erzählte ihm, dass er Kohl einen Friedensvertrag für Deutschland angeboten hätte und Kohl eine gesamtdeutsche Verfassung plane.

Beim G7-Treffen in London 1991 traf er erneut auf Gorbatschow, der ihm offenbarte, dass der Westen ihn versuchte zu erpressen. Man verlangte die unverzügliche Öffnung des russischen Marktes. Als er dem eine Absage erteilte, sagte man ihm unverblümt, dass man fortan Jelzin unterstützen würde.

Zuletzt gibt Niemeyer der Hoffnung Ausdruck, dass sich Deutschland für souverän erklären und die Beziehungen zu den USA in eine neue Form gegossen werden muss.

Wo immer sich geschichtlicher Boden bewegt, sich ein politisches Erdbeben ankündigt, Ralph T. Niemeyer ist mittendrin. Und zwischendurch heiratete er noch Sarah Wagenknecht.

Inhaltsübersicht:

0:00:55 Anfänge einer journalistischen Karriere

0:10:38 Auslandskorrespondent für amerikanische Agentur

0:42:15 Uwe Barschel und Iran-Contra-Affäre

0:53:39 Übersiedlung in die DDR

1:01:51 Wendezeit 1989

1:25:45 Interview mit Gorbatschow

1:30:01 Ausweg aus der Krise mit Russland

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Kommentare (19)

19 Kommentare zu: “Im Gespräch: Ralph T. Niemeyer (“Der wahre Zelig und seine politischen Abenteuer”)

  1. apg66491 sagt:

    lieber Dirk Pohlmann
    bitte mal ansehen
    https://mutigmacher.org/sollte-man-ralph-t-niemeyer-geld-leihen/
    was davon zu halten ist kann ich nicht sagen

    • berndraht sagt:

      an #apg66491 Die Vorwürfe, die über den Link zu den Mutigmachern erhoben werden, lassen sich nicht gut beurteilen. Es fällt auf, dass die Geprellten im Text der Mutigmacher anonym bleiben, sich nicht aus dem Schatten tretend an die Öffentlichkeit wagen. Sofern das stimmt für Beträge sehr unterschiedlicher Höhe, dann würde man doch abmahnen und einen Anwalt bemühen. Im Fall von Michael Ballweg, wo die Vorwürfe ähnlicher Art von der Staatsanwaltschaft erhoben werden, demonstrieren die vorgeblich Geprellten Spender aus den Reihen der Maßnahmenkritiker vor dem Stammheimer Hochsicherheitsgefängnis für die Freilassung des Untersuchungshäftlings Ballweg. Das sollte jedem zu denken geben. Also bitte solide und für Dritte nachprüfbare Belege dafür, was hier als Vorwurf auf der genannten Plattform Mutigmacher öffentlich gemacht wird, wenn es mehr als ein Gerücht sein sollte.

  2. Thomasboer sagt:

    Ich habe Herrn Niemeyer noch nie bewusst wahrgenommen, wie viele gute Leute arbeiten so wie er???
    Nicht mit lauten Parolen im Scheinwerfer Licht, sonder leise aber präzise in der zweiten Reihe.
    DANKE lieber Herr Niemeyer für Ihre gute Arbeit 🥂

  3. Kappe sagt:

    Oh ja, die Wende hat mir Angst gemacht. Wir hatten Familie drüben, die ehrlich war und wir wußten immer, dass ohne Arbeit und Geld im goldenen Westen nichts goldig ist.
    Die 100 Euro Begrüßungsgeld hab ich gespart, weil ich mal nach Kanada reisen wollte.
    In dieser Gesellschaftsordnung angekommen fühle ich mich erst, seit ich 2010 eine Arbeit im öffentlichen Dienst fand und noch immer habe. Zur DDR will ich seit dem nicht mehr zurück. Obwohl die DDR, auf die wir zusteuern ja eher die schlimme Stasi-DDR wird, die wir nur aus Erzählungen nach der Wende kennenlernten.
    In der DDR selbst fühlte ich mich wohl und sicher: allein, weil ich wußte, dass ich morgen noch meine Arbeit habe. In meiner DDR hätte z. B. ein Mitarbeiter Nordstream 2 einfach eingeschaltet und den Firmenchefs und Politikern dann die Erklärung überlassen, wieso wir NS2 nun plötzlich doch nutzen.

  4. Mike Ahrend sagt:

    Absolut herausragend. Eine Anmerkung vom DDR-Bürger: Es war wohl bekannt, das in Ungarn die Grenze im Mai geöffnet wurde. Das Problem war, man kam nicht einfach so nach Ungarn! Mit einem Nachweis über einen gebuchten und bezahlten Urlaubsplatz (Stellplatz für Wohnwagen etc.) bekam man für die gebuchte Zeit ein Visum und die Möglichkeit, pro Tag eine kleine Summe Geld in Forint zu tauschen. Für die CSSR galt das genau so. Man wäre also auf dem Weg nach Ungarn komplett illegal unterwegs gewesen. Ich kenne zwei Menschen, die bei dieser Flucht durch die CSSR gefasst wurden und noch einige Wochen/Monate in der DDR im Gefängnis saßen.

  5. UBP-2 sagt:

    Krieg? – Deus lo vult – Die USA wollen es – da wird ein Herr Scholz nicht widrsprechen sondern schön den Beaker machen. Mimimi…

  6. Leider beginnt das Grundgesetz mit einer Lüge:

    "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

    Wie man sieht und schon lange vor "Corona".

    Günter Wallraff hat es schon vor 50 Jahren bewiesen,

    z.B. in: Industriereportagen. Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben. 1970

    und davor stimmte es natürlich auch nicht.

    Außerdem enthält es keine Elemente der direkten Demokratie.
    Die Machteliten der Siegermacht USA wussten genau, was sie an ihren "Repräsentativen Demokratie“, übrigens eine Erfindung von ihr (Noam Chomsky: Requiem for the American Dream: The 10 Principles of Concentration of Wealth & Power, 2017), hatten:
    ein "Elitenwahldemokratie". ( Rainer Mausfeld)
    Die "Eliten-Wahl" ist das letzte "Demokratie-Elementchen", das die "Gewalt- und Machteliten" dem verachteten Volk gelassen haben, und sie ist nur ein "theatralisches Schauspiel" (The Wall Street Journal, 30.12.2014.)
    In einer "Repräsentativen Demokratie" mit Kapitalismus, wo es keinen für alle offenen Debattenraum gibt, sind alle Eliten-Entscheidungen illegitim.
    Jede politische Entscheidung, die nicht demokratisch erfolgt, ist illegitim – und das sind bis heute alle politischen Entscheidungen.
    Begründung:
    Voraussetzung für demokratische Entscheidungen ist ein intakter öffentlicher Debattenraum
    Es gibt und gab nie einen "intakten öffentlichen Debattenraum" (Rainer Mausfeld) – die fundamentale Voraussetzung für Demokratie.
    Die privaten Massenmedien sind nach innen protofaschistoid organisiert und werden mittlerweile nur noch von ein paar Plutokraten bestimmt.
    Die öffentlich-(un)rechtlichen sind strukturell von der Exekutive dominiert, die ihrerseits von den Plutokraten gelenkt wird.

    Ein intakter öffentlicher Debattenraum ist erst dann vorhanden, wenn jeder dort seine Meinung äußern kann und – besonders wichtig – jeder die gleiche Chance der Wahrnehmung hat.
    Beides ist heute nicht erfüllt.

    So einfach ist das.

    Solange es um Macht und Geld geht, gibt es keine Demokratie.

    • _Box sagt:

      "und davor stimmte es natürlich auch nicht."

      Hierzu der Hinweis auf eine besonders frühe Episode, die aufzeigt wie in der sog. BRD der Hase zu laufen hat, die allerdings einer allgemeinen Amnesie zum Opfer gefallen ist:

      Mit Panzer und Tränengas gegen Streikende

      Mitte bis Ende Oktober folgen riesige regionale Demonstrationen, u.a. in Mannheim und Bremen. Am 28. Oktober kommt es in Stuttgart bei einer Streikaktion zu der der örtliche Gewerkschaftsbund aufgerufen hat, zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen die ebenfalls beteiligte US-Militärpolizei Panzer und Tränengas gegen die aufgebrachten, etwa 30.000 Demonstranten, einsetzt. Einige Schaufensterscheiben von Luxusgeschäften gehen zu Bruch. Deutsche Polizei prügelt mit Gummiknüppel auf die Demonstranten ein, es gibt viele Verletzte. Die Militärregierung verhängt im Anschluss für Stuttgart ein nächtliches Ausgangsverbot von 21:00 bis 04:00 Uhr.

      Die Stuttgarter Ereignisse und das Scheitern der demonstrativen Arbeitsruhe der bayerischen Gewerkschaften und anderer regionaler und lokaler Protestaktionen, die Preispolitik des Frankfurter Wirtschaftsrates, d.h. die Freigabe der Preise bei Fortbestand des Lohnstopps, die das Großkapital begünstigende Währungsreform und andere Maßnahmen, insbesondere der amerikanischen Militärregierung, die das Kräfteverhältnis zwischen Kapital und Arbeit zugunsten der Unternehmer verändern und deren Widerstand gegen die wirtschaftsdemokratischen Vorstellungen der Gewerkschaften, führen in Gewerkschaftskreisen und Betrieben zu wachsender Verbitterung.

      Aus:
      Revolution wird nicht geduldet! – Der Generalstreik vom 12. November 1948
      Hungerkatastrophe nach dem Krieg führt zum Generalstreik

      https://herne-damals-heute.de/streiks-und-demonstrationen/revolution-wird-nicht-geduldet-der-generalstreik-vom-12-november-1948/

      Dazu:

      Spätestens 1949, mit der Gründung der Bundesrepublik, ging dann in Westdeutschland alles seinen marktkapitalistischen Gang. Wenn die Gewerkschaften auch "mit Befriedigung den imposanten Verlauf" der Geschehnisse vom 12. November 1948 zur Kenntnis nahmen, so wurde das Streikziel doch eben nicht erreicht. "Ein Erfolg der Gewerkschaften hätte zur Vollbremsung der Restauration geführt. Der Weg in die Wirtschaftsdemokratie wäre frei gewesen", schätzte Gerhard Beier, der einzige Chronist, den die Ereignisse vor 55 Jahren bisher gefunden haben, später ein.

      Aus:
      Ein Generalstreik, der keiner sein durfte
      Die Bizone am 12. November 1948 Vor 55 Jahren kam es zum einzigen "Demonstrationsstreik" in der (Vor-)Geschichte der Bundesrepublik

      https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ein-generalstreik-der-keiner-sein-durfte

  7. redtable sagt:

    Ein ausgezeichnetes Interview mit einem sehr klugen Kopf

  8. Es gibt noch ein Beispiel für jemanden, der immer überall dabei war: Forrest Gump. :-)

  9. Reinhardas sagt:

    Das ist schon mal ein sehr gutes Interview. Ich möchte es ausdrücklich loben. Allerdings auch darauf hinweisen, dass hier meistens nur von den Politikern als handelnden Personen gesprochen wird. Das lenkt ein wenig davon ab, dass die Politiker ja nur die Entscheidungen verkünden müssen, die von den führenden Bankern im Hintergrund getroffen wurden. Es wird auch nicht berücksichtigt, dass mit der weltweiten widerspruchslosen Anerkennung der September-Attentate 2001 offen wurde, dass so gut wie alle Staaten der Welt auf einer Linie sind. Und heute wollen alle ein technokratisches System mit digitalem Geld und digitaler Kontrolle. Auch Russland und China. Welches technokratisch digitale Kontrollsystem wir bekommen – ein russisches, chinesisches, amerikanisches – das ist mir persönlich total egal. Es geht immer noch um das Geldsystem und dessen Betreiber regieren immer noch unsere Welt. Und das müssen wir ändern. Der Rest ist ziemlich egal.

  10. sehr interessant. ich kannte rtn nur vom namen her und habe während dem gespräch quergelesen im netz. da bleibt dann doch so ein bisschen der grössenwahnsinnige beigeschmack, bei allem respekt. zweimal als "betrüger" oder "hochstapler" angegangen zu werden, das schafft nicht jeder. also entweder war er so einflussreich, dass er heftigst gemobbt wurde oder eben …. wenigstens ist jetzt der grund für den lockerbie-anschlag geklärt …

  11. Ursprung sagt:

    Waohh, was fuer ein Gespraechsvideo!!
    Total historisch moeglicherweise en passant Neues wie ganz nebenbei mal so eben untergebracht.
    Z. B. wie die CIA gelegentlich Unliebsame per ueberreichtem Umschlag an den Delinquenten diesem sein Todesurteil uebermittelt und damit zugleich Botschaften an befreundete Dienste der jeweiligen Gegenpartei sendet: "sich erschossen per Luftgewehr" (vom naechsten Troedelmarkt?).
    Da habe ich, der 2 mal , das erste mal zufaellig und vor dessen Politkarriere, das 2. mal mittendrin und hochoffiziell Helmut Schmidt (unter noch 16mm Kamera mit nachtraeglicher Umsetzung fuer TV) persoenlich traf und sprach, autobiographisch ausreichend Anlass, die 2. Begegnung nachtraeglich komplett anders zu bewerten als ich es bisher dachte und abgehakt hatte. Da war ich wohl ebenso wie Niemeyer das schilderte, ohne es selber zu wissen Teil der Botschaft.
    Nach den Berichten hier des Herrn Niemeyer.
    "Und zwischendurch heiratet er auch noch Sarah Wagenknecht"? Dachte nach Medien immer, dass da irgendwie La Fontaine im Spiel waere? War die also mehrmals verheiratet?

    • Pexus sagt:

      Frau Dr. rer. pol. Sarah Wagenknecht ist (meines Wissens, gemäß der Angaben in den mir öffentlich zugänglichen einschlägigen Quellen) zum zweiten Mal in ihrem Leben verheiratet, dieses Mal mit LaFo.

    • Ursprung sagt:

      #Pexus: danke fuer den Hinweis.
      Glueck mit Maennern bei attraktiven UND klugen Frauen scheint also selten zu sein. Die beiden Ehemaenner dagegen haben mit der Frau und offenbar auch im Leben einfach 2 Dusel gehabt.

  12. Fass sagt:

    achte auf die Qualität deiner Zeit, still eilt sie ungerührt voran. Lena Lampe bereits wieder on board neben Dirk Pohlmann, der erfreulicherweise das Steuer (mit/) zu übernehmen scheint.

  13. palina sagt:

    @berndraht
    "Das Thema Rudolf Hess und seine Rolle in der Diplomatie der NSDAP Regierung ist ein Thema, das auch einmal gründlicher ausgeleuchtet und in Zusammenhang gestellt werden sollte. "

    Absolut.
    Mich haben die Aussagen dazu ganz schön in Erstaunen versetzt.

    2

    • berndraht sagt:

      #palina Ich kenne nur zwei Publikationen zum Thema: zunächst ist das bei Harper Collins Publishers 2003 erschienen "The Hitler/Hess deception – British Intellingence's best kept secret of the second world war". Und dann gibt es da noch das Buch seines tunesichen Alterspflegers Abdallah Melaouhi im Gefängnis in Spandau. Hier geht es um den vorgeblichen Selbstmord des Greises, dessen Entlassung aus der Haft für die Siegermacht UdSSR Präsident Michael Gorbatschov kur zuvor zugestimmt hatte. Möglicherweise lag darin eine unerwünschte Entwicklung für die Briten, die einer solchen humanitären Geste ja nicht ganz einfach öffentlich widersprechen konnten. Weder etwa Günther Gaus noch unverdächtige Autoren wie Joachim Fest hatten Gelegenheit, im Gefängnis mit Rudof Hess über dieses bedeutende Thema für die Historiker zu sprechen. Was war der Grund dafür, dieses Kapitel der Geschichte nicht näher auszuleuchten ? Das wäre eine spannende Frage, an der man sich aber auch leicht die Finger verbrennen kann. Sie dennoch zu stellen ist im Kontext unserer heutigen Problemlage aber notwendig.

  14. berndraht sagt:

    Herausragend, gut vorbereitet und realisiertes Gespräch. Das Thema Rudolf Hess und seine Rolle in der Diplomatie der NSDAP Regierung ist ein Thema, das auch einmal gründlicher ausgeleuchtet und in Zusammenhang gestellt werden sollte. Ich will mit Blick auf die Ankündigung dieses Gesprächs bei Apolut noch die Anregung geben, dass erkennbar und angegeben sein sollte, wer das Gespräch für Apolut führt. Wie manch anderer Leser und Zuschauer wandert mein Blick stets zuerst darauf, wer den Text schrieb, wer das Gespräch für ein Video führt. Da gibt es Autoren, bei denen ich nicht mehr lesen oder ansehen will, not my cup of tea. Und es gibt andererseits solche, die wie Dirk Pohlmann hier etwas von gesellschaftlichem Interesse im Gespräch mit ihren Gästen so bearbeiten, dass es Früchte trägt. Mir wäre lieb, wenn man das beim Durchforsten der neuen Artikel/Videobeiträge unter den Angaben textlich an einem festen Platz finden kann.

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