Buchrezension: “Die Corona-Verschwörung”

Ein Schatz an Hinweisen und Zusammenhängen

Eine Rezension von Eugen Zentner.

Es ist ein reißerischer Titel, der auf dem neuen Buch des Rubikon-Verlags prangt. «Die Corona-Verschwörung» klingt aufmerksamkeitsheischend und weckt große Erwartungen. Wer die Maßnahmen-Politik samt der folgenden Impfkampagne seit Beginn für eine Farce hält, hofft auf handfeste Beweise, die belegen, dass die „Pandemie“ gemacht war; dass es hinter den Kulissen Akteure gab, die sie planten und schließlich ins Rollen brachten. Mit derartigem Material kann das Buch der Juristin Brigitte Röhrig nicht dienen, aber es liefert jede Menge Indizien dafür, dass es beim gesamten Corona-Komplex nicht mit rechten Dingen zuging.

Die Autorin arbeitet schon sehr lange als Rechtsanwältin und ist auf deutsches und europäisches Arzneimittelrecht spezialisiert. Laut Klappentext hat sie das erste Fachbuch zu den 1995 eingeführten europäischen Zulassungsverfahren verfasst. Diese Kompetenz wird in ihrem neuen Werk bereits nach wenigen Seiten erkennbar. Röhrig nimmt sich zahlreicher Verträge, Gesetze und Gesetzesänderungen sowie Regularien im Gesundheitssektor an, um sie so einzudampfen, dass die Korruption im Kontext der Corona-Politik geradezu ins Auge springt. Sie beginnt mit den sogenannten IGV, den Internationalen Gesundheitsvorschriften, die der Autorin zufolge die Basis für das „konzertierte Vorgehen während der Pandemie“ darstellen, weil sie als völkerrechtliches Instrument für die Vertragsstaaten verbindlich sind. Weil nur die wenigsten in die IGV schauen, übersetzt Röhrig in relativ einfachen Worten, was dort drinsteht. Auf diese Weise lüftet sich nicht nur die Struktur der WHO, sondern der gesamte Mechanismus, nach dem der Gesundheitssektor funktioniert.

Zu denken geben sollte bereits, dass der Generaldirektor in den IGV als die zuständige Instanz für die Feststellung einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite aufgeführt wird. Wenn er der Ansicht sei, dass ein Ereignis so eingestuft werden könne, schreibt Röhrig, dann „berät er sich mit dem Vertragsstaat sowie mit dem ‚Notfallausschuss‘“. Diesen Ausschuss setze er auf der Basis der IGV-Expertenverzeichnisses selbst zusammen. „Der Generaldirektor bestimmt also seine Berater selbst.“ Es gibt somit keinen Überprüfungsmechanismus, gibt die Autorin zu verstehen, zumal die Beratung durch den Notfallausschuss für den WHO-Generaldirektor nicht bindend sei:

„Der Willkür des Generaldirektors und der hinter ihm stehenden Interessen ist damit unüberprüfbar Tür und Tor geöffnet.“

Welche Interessen aber könnte es bei der ausgerufenen Pandemie gegeben haben? Röhrig gibt darauf eine eindeutige Antwort: hohe Profite mit Impfstoffen. Denn schon sehr früh sei es der „Tenor nahezu aller Berichte“ gewesen, dass ein Corona-Vakzin „den einzigen Weg aus der Pandemie“ darstelle. In diesem Zusammenhang erwähnt die Autorin unter anderem die Gründung der Initiative ACT-A, die auf Beschleunigung der Entwicklung und Produktion der Impfstoffe abzielte. Ebenso tief blicken lässt das Agieren der EU-Kommission, die in den Verträgen den Impfstoff-Herstellern Abnahmegarantien einräumte. Außerdem konnten Arzneimittelbehörden weltweit

„informelle Absprachen mit weitreichenden Ermessensspielräumen außerhalb gesetzlicher Grundlagen treffen.“

Nach diesem Muster handelt Röhrig auf knapp 500 Seiten einen Teilaspekt nach dem anderen ab und kontextualisiert sie in einem Geflecht aus Regularien, Gesetzen und Patenten, indem sie beispielsweise auf den Zulassungsprozess eingeht, die Abhängigkeit der deutschen Gesundheitsbehörden sowie die Hierarchie in der Weisungsgebundenheit erläutert. Erwähnt wird zudem die Rolle der pharmazeutischen Industrie, die seit 1990 „erheblichen Einfluss auf die zu erlassenden wissenschaftlichen Leitlinien definiert“, während Arzneimittelbehörden weltweit „informelle Absprachen mit weitreichenden Ermessensspielräumen außerhalb gesetzlicher Grundlagen treffen“ können. Röhrig zitiert aber auch prominente Pandemie-Akteure, unter anderem Politiker wie die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, deren Reden an die deutsche Bevölkerung in Auszügen wiedergegeben werden, um zu zeigen, inwiefern deren Aussagen schon zu dem Zeitpunkt stutzig machen mussten. Heute wirken sie geradezu entlarvend.

Am deutlichsten fällt die Kritik gegenüber den Aufsichtsbehörden aus. Obwohl sie zur Überwachung der Herstellung berufen seien, schreibt Röhrig, greifen sie in dem heutigen System selbst bei Hinweisen nicht ein, die ihnen von erfahrenen Hochschulwissenschaftlern vorgetragen werden. Als Ursache für diese Verhältnisse im Gesundheitssektor werden unter anderem sogenannte Public Private Partnerships angeführt. Der Begriff bezeichnet eine besondere Art der Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft, die gemeinsam über Leistungen entscheiden, die vormals in der alleinigen Verantwortung des Staates lagen. Dass ökonomische Interessen ganzer Industrien dabei eine höhere Bedeutung bekommen als das Allgemeinwohl, exemplifiziert die Autorin in einem Kapitel, in dem die Corona-Vakzine als Gentherapeutikum betrachtet werden.

Dass es sich um ein solches tatsächlich handelt, erklärt Röhring anhand der Wirkungsweise der mRNA-Impfung: „Mithilfe synthetischer modifizierter RNA wird der genetische Code des Spike-Proteins in die Körperzellen geschleust – der Körper wird gezwungen, das körperfremde Spike-Protein herzustellen.“ Eine ähnliche Definition soll das Paul-Ehrlich-Institut bis Juli 2023 auf der eigenen Webseite abgegeben haben:

„RNA-Impfstoffe enthalten die Erbinformation in Form von Boten-RNA (messenger RNA, mRNA), die den Bauplan des Antigens umfasst. Diese Erbinformation wird von Körperzellen als Bauplan genutzt, um das spezifische Antigen in wenigen Körperzellen selbst zu produzieren.“

Inzwischen sei diese Erläuterung auf der Website nicht mehr zu finden, so Röhring.

Obwohl Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten die Definition des Gentherapeutikums erfüllen, würden sie in der Praxis aus diesem Begriff herausgenommen. Anders ausgedrückt: „Es gilt die juristische Definition als ‘Impfstoff’, die medizinischen Wirkungen bleiben außer Betracht.“ So auch in der Corona-Zeit, als von Beginn an ausschließlich der Begriff ‚Impfstoff‘ Verwendung fand, weil die Bevölkerung seit Jahrzehnten den herkömmlichen Impfstoffen vertraut und deswegen leichter dafür gewonnen werden konnte. Schließlich musste der Staat sie an die Leute bringen, nachdem er den Pharmaunternehmen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership) eine üppige Abnahme garantiert hatte.

Viele Ereignisse, die das Buch rekapituliert, dürften der Informationsflut der letzten Jahre zum Opfer gefallen sein. Deswegen ist es der Autorin hoch anzurechnen, dass sie diese wieder ins Gedächtnis ruft und miteinander so verbindet, dass ein perfides System erkennbar wird, eines, das auf Betrug und Missbrauch ausgelegt ist. Wer es überblicken will, muss jedoch viel Energie und Leidenschaft aufbringen. Die Lektüre ist recht trocken und zäh. Es wimmelt nur so von Paragraphen, Patentkürzeln, Medizinbegriffen und umständlichen Gesetzespassagen, die den Lesefluss immer wieder stocken lassen. Röhrigs Buch eignet sich nicht unbedingt für einen vergnüglichen Lesenachmittag am Strand, dient aber der Aufarbeitung. Historiker, Juristen und künftige Politiker finden darin einen Schatz an Hinweisen und Zusammenhängen, mit dem sich der Wahrheit der Weg ebnen lässt.

In dem Buch steckt im Prinzip alles, was notwendig ist, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ausflüchte erscheinen zwecklos, zumal Röhrig in einem von insgesamt vier Teilen explizit darauf eingeht, was sie zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine Zulassung des Impfstoffs bereits wissen konnten oder gar mussten. So ließen etwa Mitarbeiter recht früh erkennen, dass sie unter erheblichem Druck einer positiven Beurteilung standen. Dabei sei ihnen klar gewesen, dass die Impfstoffe noch große Mängel enthielten. Dennoch wurden sie kurze Zeit später Menschen injiziert, obwohl man die Qualitätskontrolle noch fortführte. Das allein sollte die Verantwortlichen in Erklärungsnot bringen.

Die Auswirkungen können nicht anders als fatal bezeichnet werden. Viele Menschen leiden heute an den Nebenwirkungen der mRNA-Impfung. Andere bezahlten den vermeintlichen Wirkstoff sogar mit ihrem Leben, wie Röhrig in einem Kapitel in Erinnerung ruft. Dabei seien „zahlreiche kritische Fakten bereits zum Zeitpunkt der Zulassungserteilung aus den Unterlagen und der Literatur bekannt“, schreibt die Rechtsanwältin, bevor sie mehrere Seiten später erläutert, wie eine umfassende Aufklärung vor der Injektion hätte aussehen müssen. Ihr „ehemals großes Vertrauen in unsere mit der Zulassung und Überwachung beauftragten Behörden“, lautet das vernichtende Urteil am Ende des Buches, sei vollumfänglich zerstört. So dürfte es mittlerweile vielen Menschen gehen.

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Brigitte Rörig: “Die Corona-Verschwörung – Wie Milliardäre, Politiker und Staatsdiener wissentlich und willentlich Freiheit und Gesundheit ausradierten”, Rubikon Verlag.

Hier der Link zum Buchkauf: https://www.buchkomplizen.de/die-corona-verschwoerung.html

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bildquelle: koraybozkus / Shutterstock.com

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Kommentare (1)

Ein Kommentar zu: “Buchrezension: “Die Corona-Verschwörung”

  1. Niemand hier. Schade! Aber dennoch: Gibt es im deutschsprachigen Raum ein Diskussionsforum für Bücher? Es wäre ein enormer Gewinn, wenn zu Titeln wie Röhrigs Buch eine bleibende Austauschmöglichkeit bestünde, um Druckfehler zu melden, Fragen zu stellen, Darstellungen zu ergänzen, Gleichgesinnte zu finden. Es ist ein Jammer, dass unzählige Leser einsam an ihren Schreibtischen sitzen, über die gleichen Schwierigkeiten nachdenken und nichts voneinander wissen. Das Forum sollte anonyme Accounts anbieten und darf gerne einen angemessenen Quartals- oder Jahresbeitrag erheben, um Pflege, Datensicherung und eventuelle Eingriffe gegen destruktives Verhalten zu gestatten. Wider die Vereinsamung unter uns Lesern!

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