Krieg der Sender

Ruhe an der Heimatfront

Von Uli Gellermann.

Wie vor jedem Krieg üblich, brüllen erstmal die Lautsprecher ihre Parolen in die Welt. Und weil auch der Propagandakrieg Sieger und Verlierer kennt, müssen die Lautsprecher des Feindes vernichtet werden. Zuerst hatte die deutsche Seite auf den russischen Sender RT Deutsch geschossen: Die „Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK)“, ein Instrument der deutschen Regierung, hat den russischen Kanal schlicht verboten. Im Gegenzug haben die Russen ein Sendeverbot für die Deutsche Welle verfügt.

Lügen gehört auch zum Krieg

Ihre Scheinheiligkeit, Claudia Roth, Bundesministerin für Kultur und Medien, hat im Gegenschlag behauptet, die Deutsche Welle (DW) sei gar kein Staatssender. Dass die DW aus Steuern finanziert wird, dass die Steuern vom Staat verteilt werden und die üppigen 380,5 Millionen für die Deutsche Welle ausgerechnet aus dem Etat der jeweiligen Kultur- und Medienstaatsministerin kommen: Was soll’s, Lügen gehört auch zum Krieg.

Die Grünen zündeln gern

Es ist kein Zufall, dass die Oliv-Grünen mit ihrem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Lage verschärfen: “Die letzten Wochen und der Konflikt in der Ostukraine haben unsere Sorge, dass Russland seine Gaslieferungen auch gegen deutsche Interessen einsetzt, wachsen lassen.” Bisher hat Russland einen stabilen Beitrag zur deutschen Energieversorgung geleistet. Aber seit dem NATO-Jugoslawienkrieg wissen wir: Die Grünen zündeln gern.

Schluss mit lustig!

Wer den Begriff „Vor-Krieg“ für die angespannte Lage für übertrieben hält, der sollte bemerken, dass der russische Staatschef Putin und sein chinesischer Kollege Xi Jinping ausgerechnet parallel zur Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele die NATO vor einer Osterweiterung warnten. Die Spiele, die sonst eher der unverbindlichen Erklärung allgemeiner Völkerfreundschaft dienen, wurden offenkundig bewusst als Propaganda-Höhe genutzt, um den Völkern der Welt zuzurufen: Es ist Schluss mit lustig!

NATO im Auge halten

Die gefährlich unbelehrbare NATO hatte bereits auf ihrem Gipfeltreffen 2019 die asiatische Großmacht herausgefordert: „Wir stellen fest, dass Chinas wachsender Einfluss und seine internationale Politik sowohl Chancen als auch Herausforderungen beinhalten, denen wir als Allianz gemeinsam begegnen müssen.“ Spätestens seit dieser Vorkriegs-Erklärung der NATO-Mitglieder war für die VR-China klar, dass man die NATO im Auge behalten musste, wenn man sie nicht vor der Haustür haben will.

Ruhe an der Heimatfront

Wer Krieg will, der braucht Ruhe an der Heimatfront: Da kommen die Corona-Verbote gerade recht. Wer die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung beschränkt, wer die Vielfalt der Medien abschafft, wer einen General zum Leiter der Impf-Kampagne macht und den „Spaziergängern“ über das Bundesverfassungsgericht den Krieg erklärt, der sichert sich jene Handlungsfreiheit im Inneren, die man auch für den Krieg gegen den äußeren Feind braucht.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Artikel erschien zuerst am 05. Februar 2022 auf dem Blog Rationalgalerie.

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Bildquelle: 360b / shutterstock

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Kommentare (4)

4 Kommentare zu: “Krieg der Sender

  1. Ralle002 sagt:

    Es wird kein Zufall sein, dass RT deutsch ausgerechnet jetzt einen Ausstrahlungsstopp bekommen hat.
    Der Kreml hatte dann als Gegenreaktion die Deutsche Welle auf die Liste der „Ausländischen Agenten“ gesetzt.

    Ebenso ist da noch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, der sich zwar für jedes wichtige (Schlüssel-) Amt wie etwa auch Minister, Ministerpräsident , eignet, aber bei seiner Themenarbeit herrscht Stillstand.

    infosperber.ch, 2.04.2021
    NATO: vom Verteidigungsbündnis zum Angriffspakt
    Die NATO wurde 1949 als Verteidigungsbündnis gegen die Sowjetunion gegründet. Jetzt will sie auch präventiv angreifen dürfen.

    Nachdenkseiten, 14. Mai 2021
    Ökumenischer Kirchentag mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg
    Der ehemalige „Bundesverteidigungsminister“ (Thomas de Maizière) ist nach Angaben der acht Friedensbewegten maßgeblich für den 67-seitigen Bericht „NATO 2030“ verantwortlich. Die Vorschläge für eine neue NATO-Agenda, die in „NATO 2030“ skizziert sind, stellen nach ihrer Auffassung gefährliche Expansionspläne vor, die die Spannungen und die Kriegsgefahr erhöhen werden.

    Beim Kirchentag in Frankfurt M. warb dann Jens Stoltenberg für militärische Abschreckung.
    Wem aber nützen militärische Auseinandersetzungen?
    Irgendwo ist es vor allem das globale Finanzsystem, das immer schneller die Schulden anderer Leute benötigt, damit es nicht kollabiert.
    Wenn die Bevölkerung dann eben auch kein Geld mehr in der Tasche hat, und die weltweite Verschuldung (als Folge der fehlerhaften Schuldenlogik unseres Geldes) immer mehr durch die Decke geht, dann macht man eben Krieg.

    Als kleines Dankeschön für seine rüstungsfreundliche Arbeit bei der NATO geht Herr Stoltenberg demnächst durch die "Drehtür", weil er im Dezember den Posten als Chef der norwegischen Zentralbank Norges Bank bekommt.

    Es ist aber das globale Bankensystem, das Kriege verursacht und China möchte zu allem Überfluss auch noch die Neue Seidenstraße voranbringen. Die Ukraine hat dabei eine wichtige strategische Lage.

    Die Rolle von Herrn Putin vermindert die Kriegsgefahr keineswegs:

    FOCUS-Korrespondent Boris Reitschuster, 09.09.2015
    Zum 60. Geburtstag des russischen Präsidenten
    Die sechs größten Mythen um Wladimir Putin

    FAZ, 30.01.2018
    LISTE PUTIN-NAHER OLIGARCHEN:
    Jeder steht auf irgendeiner Liste

    n-tv.de, 14. APRIL 2016
    Putins Schwiegersohn steigt auf
    Russland hat weniger Milliardäre

    Jedenfalls können Banken in Zeiten der Finanzkrise wegen des infolge der immer schneller explodierenden Geldmenge immer mehr schwächelnden Konsums allenfalls nur noch in Rüstung und Kriege investieren.

    Um einen Krieg zu verhindern, gibt es allenfalls noch die Möglichkeit, dass die Zentralbanken Helikoptergeld ins System pumpen.
    Soweit sie dies nicht machen, könnte die weitere Eskalation in der Ukraine der Auslöser für den Dritten Weltkrieg sein.

  2. Radio für einen armen Menschen in Afrika:

    Ich habe mir ja vorgenommen, demnächst einem armen Menschen in Mittelafrika ein Radio und wiederaufladbare Batterien zu schenken (gibt es bereits für 10 Euro insgesamt) und ein Wiederaufladegerät, wobei nicht jeder ein Wiederaufladegerät braucht, sondern sich auch mehrere Menschen eines teilen können. Hierzu werde ich irgendeiner Kirche oder einem Menschen dort das nötige Geld überweisen mit Bitte, hiervon diese Dinge zu kaufen und dies einem Armen zu geben. Notfalls finde ich dort einen Menschen über das Internet-Telefonbuch oder gebe es am Flughafen jemandem mit.

  3. ulfmartin sagt:

    "Ruhe an der Heimatfront"? Die Coronamassnahmen schaffen doch eher Unruhe. "Die gefährlich unbelehrbare NATO": Militärisch hochgerüstete Imperien, die stürzen, sind brandgefährlich.

    • Das mit der vermeintlichen "Coronamaßnahmen"-Ruhe ist mir auch aufgefallen.
      Wahrscheinlich meinte Herr Gellermann Ablenkung: Beschäftigung mit anderen Themen, sodaß die Kriegsgefahr nicht so leicht gesehen wird.

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