Finnland in die NATO? | Von Bernd Murawski

Ein Standpunkt von Bernd Murawski.

Der NATO-Beitritt Finnlands ist so gut wie beschlossen. Die plötzliche Kehrtwendung des Landes, das lange Zeit stolz auf seine Neutralitätspolitik war, ruft Erstaunen hervor. Die Beweggründe sind nicht ohne einen Blick auf die Geschichte zu verstehen.

Dass Finnland in den siebziger und achtziger Jahren zu den wohlhabendsten europäischen Staaten aufschließen konnte, ist zu einem großen Teil dem Osthandel zu verdanken. Zum einen erhielten dessen Unternehmen Energie- und andere Rohstoffe weitaus billiger als die westliche Konkurrenz. Zum anderen konnten sie in der Sowjetunion große Mengen von Waren absetzen, für die sie auf westlichen Märkten nur schwer und mit erheblichen Gewinneinbußen Käufer gefunden hätten. Schließlich profitierte das Land von seiner Rolle als Drehscheibe zwischen Ost und West, die zahlreiche Handelsunternehmen nach Helsinki lockte.

Grundlage für den wirtschaftlichen Aufstieg Finnlands war seine strikte Neutralität bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung guter Beziehungen zum Kreml, die im 1948 geschlossenen Freundschafts- und Kooperationsabkommen besiegelt wurden. Die sowjetische Seite zeigte sich entgegenkommend und gab 1956 den Stützpunkt Porkkala an der finnischen Südküste zurück – 38 Jahre vor Ablauf des Pachtvertrags. Für den Kreml galt die Beziehung zu Finnland fortan als Modell der friedlichen Koexistenz, was man sich etwas kosten ließ. Die Sowjetunion profitierte selbst davon, indem sie ihre Nordwestflanke einschließlich Leningrad nicht militärisch sichern musste. Überdies war Helsinki ein wichtiger Umschlagplatz zur Beschaffung westlicher Technologie.

Von der Neutralitätspolitik zur Westintegration

Die Abkühlung der finnischen Beziehungen zur Sowjetunion begann kurioserweise zu einem Zeitpunkt, als diese sich politisch dem Westen öffnete. Zuvor hatte sich Finnland im Brennpunkt des europäischen Entspannungsprozesses befunden, der Mitte der sechziger Jahre begann und 1975 in der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gipfelte. Dass Helsinki als Tagungsort ausgewählt wurde, war für die finnische Regierung eine Bestätigung der eigenen Außenpolitik während der vorangegangenen Jahrzehnte. Mit Genugtuung wurde konstatiert, dass der Finnlandisierung-Begriff aus dem politischen Vokabular verschwunden war.

Die zunehmende Distanz zur Sowjetunion und später zu Russland wurde durch den Einbruch des Handels eingeleitet, dem der Kollaps des kommunistischen Herrschaftssystems vorausging. Es erhielten jene politischen Kräfte ein Übergewicht, die einer engeren Kooperation mit dem östlichen Nachbarn ablehnend gegenüberstanden und eine stärkere Westbindung anstrebten. Sie votierten für eine baldige Mitgliedschaft in der EU und nahmen in Kauf, dass Finnland seine weitgehende Unabhängigkeit einbüßte. Eine Chance für deren Erhalt hätte der sich bald wiederbelebende Osthandel geboten. Das Land wäre in einer vergleichbaren Lage wie Norwegen mit seinem Ölreichtum, Island mit seinen Fischereigründen und die Schweiz mit ihrem Bankensystem.

Die Westorientierung hat sich Anfang der neunziger Jahre unter Ministerpräsident Esko Aho beschleunigt. An der Regierungskoalition waren zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahrzehnten nur Parteien des bürgerlichen Flügels beteiligt. Die durch die Bankenkrise verursachte Abwertung der Finnmark und der kometenhafte Aufstieg des Handyproduzenten Nokia forcierten den Handel mit den Staaten des Westens, was zu einer wachsenden Verflechtung mit dessen Volkswirtschaften führte. Schließlich votierten auch Sozialdemokraten und Linkspartei für einen EU-Beitritt, der im Jahr 1995 erfolgte.

Tatsächlich begriff sich Finnland seit seiner Gründung im Jahr 1917 als Teil des Westens. Die Rücksichtnahme auf sowjetische Wünsche und Interessen erschien aus Gründen guter Nachbarschaft und angesichts des Neutralitätsanspruchs opportun, beschränkte sich jedoch weitgehend auf öffentliche Stellungnahmen der verantwortlichen Politiker. Zur gleichen Zeit wurde die Sowjetunion und später Russland durch Medien, Think-Tanks und untergeordnete politische Akteure attackiert wie anderswo im Westen. Allein Stil und Wortwahl waren bis Ende der achtziger Jahre verhaltener. Damals gerieten ebenso finnische Staatslenker ins Kreuzfeuer der Kritik, indem ihnen Unterwürfigkeit im Umgang mit Vertretern des Warschauer Paktes vorgeworfen wurde.

Stimmungsmache gegen den östlichen Nachbarn trifft heute wie früher kaum auf Widerstand, da die meisten Finnen ihre bereits vorhandene Sichtweise bestätigt sehen.

Gleichwohl schätzten sie die Neutralitätspolitik ihres Landes, die zu Zeiten der Entspannung und des großen Gewichts der blockfreien Staaten als Friedenseinsatz begriffen wurde. Ein Beitritt zur NATO galt bis dato als ausgeschlossen. Wenn in den neunziger Jahren Bedenken gegen eine EU-Mitgliedschaft vorgebracht wurden, dann betrafen sie vor allem die Sorge um einen Beeinträchtigung des neutralen Status.

Seitdem Finnland der EU angehört, hat die Identifikation mit dem Westen stark zugenommen. Als Grundlage gelten nach allgemeinem Verständnis die Gemeinsamkeit der Werte und der Gesellschaftssysteme. Dennoch ist die vollständige Aufgabe der Neutralitätsorientierung in Reaktion auf den russischen Einmarsch in die Ukraine ein markanter Schritt, der sich zudem im Rekordtempo vollzog. Votierte noch im Januar dieses Jahres eine Minderheit der finnischen Bürger für einen NATO-Beitritt, so ist der Anteil in den darauffolgenden Monaten permanent angestiegen. Im März lag er bei 62 Prozent, und nach der jüngsten Umfrage sogar bei 76 Prozent.

Dieser Trend ist vor dem Hintergrund erstaunlich, dass es keinen ähnlich dramatischen Stimmungswandel in anderen Staaten Westeuropas mit neutraler Tradition gibt. In der Schweiz wird kritisiert, dass die Beteiligung an den Sanktionen gegen Russland die traditionelle Neutralität des Landes untergräbt. In Österreich lehnen die Bürger einen NATO-Beitritt weiterhin ab, sogar mit einem Anteil von 75 Prozent. Ebenso ist die Position Schwedens deutlich verhaltener. Für die Bereitschaft Finnlands, die militärische Neutralität zugunsten einer NATO-Mitgliedschaft aufzugeben, gibt es offenbar besondere Gründe. Offiziell wird die Furcht vor einer russischen Aggression als Motiv angegeben, jedoch ist dies nur ein Teil der Wahrheit.

Historische Belastungen der russisch-finnischen Beziehungen

Die Beziehungen Finnlands zu Russland sind wesentlich durch die Größenrelation der Länder bestimmt. Sie sind vergleichbar mit der Art und Weise, wie Mexikaner und Vietnamesen auf ihre nördlichen Nachbarn blicken. Ebenso wie diese Völker sehen die Finnen ihre kulturelle, sprachliche und politisch-soziale Identität durch einen übermächtigen Hegemon jenseits der Grenze potenziell bedroht.

Dennoch unterscheiden sich die finnischen Bürger von denen Mexikos und Vietnams durch ein hohes Maß an Überheblichkeit, die sich aus dem westlichen Glauben an die Einzigartigkeit der eigenen Zivilisation speist. Umso schmachvoller erschien es während der finnischen Neutralitätsphase, einen vermeintlich rückständigen Nachbarn hofieren zu müssen und nicht in den Chor westlicher Scharfmacher einstimmen zu können. Hinzu tritt ein Gefühl des Hasses, das auf den Winterkrieg 1939 zurückgeht, dessen Hintergründe nicht vollständig aufgearbeitet worden sind.

Die damalige „David gegen Goliath“-Konstellation findet aktuell ihr Pendant im Ukraine-Krieg. Wie für den Kreml aktuell die Einschätzung gilt, dass sich die USA der Ukraine bedienen, um Russland zu schwächen, fürchtete Josef Stalin die Unterstützung eines deutschen Angriffs durch Finnland. Dessen eigene Expansionsbestrebungen wurden evident, als während des russischen Bürgerkriegs Anfang der zwanziger Jahre bewaffnete Freischärler die Ostgrenze überschritten und das finnische Staatsgebiet bis ans Weiße Meer und den Onega-See vergrößern wollten. Sie waren zwar erfolglos, jedoch erhoben einflussreiche Kreise weiterhin Gebietsansprüche. Zugleich intensivierte Finnland seit Hitlers Machtergreifung die Beziehungen zu Deutschland. Enge Kontakte gab es seit dem finnischen Bürgerkrieg 1918 nach Erlangung der staatlichen Unabhängigkeit, als der Einsatz deutscher Jägerverbände einen bedeutenden Anteil am Sieg der „Weißen“ über die „Roten“ hatte.

Die sowjetische Führung war um die Sicherheit Leningrads besorgt und bot einen Gebietstausch an, bei dem Finnland ein doppelt so großes Territorium erhalten hätte. Der finnische Oberbefehlshaber Gustav Mannerheim riet, auf den russischen Vorschlag einzugehen, doch die Regierung lehnte Verhandlungen ab. Auch hier scheint sich die Geschichte derzeit in der Ukraine zu wiederholen. Als Wolodymyr Selenskyj bei seinem Videoauftritt im finnischen Parlament auf historische Parallelen hinwies, hätte er konstatieren können, aus der Fehleinschätzung der damaligen finnischen Führung nichts gelernt zu haben.

Wie berechtigt Stalins Befürchtungen waren, zeigte der militärische Überfall durch finnisch-deutsche Verbände zwei Jahre später. In dieser als „Fortsetzungskrieg“ titulierten Angriffsoperation erlitt Finnland deutlich höhere Verluste als im Winterkrieg. Noch größer war das Leid der russischen Zivilbevölkerung, an dem die finnische Seite eine erhebliche Mitschuld trug. Finnland unterstützte die Belagerung Leningrads, die schätzungsweise 1,1 Millionen Opfer forderte, indem es die Lieferung von Hilfsgütern behinderte, u.a. durch die Unterbrechung der Murmansk-Bahnlinie und Angriffe auf Transporte über den Ladoga-See. Während diese dunkle Seite der finnischen Geschichte in Schulbüchern kaum Beachtung findet, wird der eigene Einsatz im Winterkrieg heroisiert und die sowjetische Kriegspartei dämonisiert.

Die Kombination von Glauben an die eigene zivilisatorische Überlegenheit, erzwungenem Stillhalten und dem Gefühl ständiger Bedrohung durch den „Iwan“ bildet die Basis für einen Russland-Hass, der die historische Phase der Neutralität und der guten Nachbarschaft überdauerte.

Hinzu tritt ein Revanchedenken, das mit jenem der deutschen Vertriebenenverbände vergleichbar ist. Wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Finnland ein Gebiet mit acht Prozent der Gesamtbevölkerung, darunter die drittgrößte Stadt des Landes Viipuri. Die zuvor dort lebenden Karelier, die ein kulturelles Bindeglied zu Russland waren, mutierten in der Diaspora zum Vortrupp antirussischer Agitation.

Informationslücken und Naivität

Die russlandfeindliche Stimmung ist in Finnland allgegenwärtig. Kritik an der offiziellen Linie im Ukraine-Konflikt findet sich nur in Nischen der sozialen Medien. Da es – anders als in Deutschland – keine alternativen Sender, Printmedien und Internetportale in der Landessprache gibt, fehlt ein Korrektiv zur Berichterstattung des Mainstreams. Unbeschwert kann den wenigen NATO-kritischen Politikern wie dem ehemaligen Außenminister Erkki Tuomioja und führenden Vertretern der Linkspartei Appeasement und ein Verrat an finnischen Interessen vorgeworfen werden. Um überhaupt Gehör zu finden, sehen diese sich veranlasst, das Narrativ eines russischen Führers Wladimir Putin zu übernehmen, der von Größenwahn beseelt das Zarenreich wiederentstehen lassen möchte.

Durch die Fokussierung auf Putins vermeintliche Ambitionen und Gemütsverfassung werden Sicherheitsbedenken als eigentliche russische Motive für die Militäraktion in der Ukraine unterschlagen. Wenn auf sie überhaupt Bezug genommen wird, werden sie mit dem Etikett der Kreml-Propaganda versehen. Es kumulieren sich Informationslücken, die eine sachgemäße Analyse und einen Zugang zu den Ansichten der politischen Hauptakteure erschweren. Während der Neutralitätsphase konnten finnische Staatslenker damit glänzen, sich in die Lage ihres Gegenüber hineinzuversetzen und dessen Motive zu verstehen. Diese Fähigkeit ist offenbar abhanden gekommen.

Wenn finnischen Politikern und Medienvertretern gezielte Propaganda wider besseren Wissens unterstellt wird, dann wird die Realität nur begrenzt erfasst. Zwar werden aus internationalen Quellen solche Meldungen und Analysen ausgewählt, die ein möglichst schlechtes Licht auf Russland werfen. Dies scheint sogar systematisch zu geschehen. Dennoch werden damit keine eigenen politischen Interessen verfolgt. Vielmehr liegt die Überzeugung zugrunde, sich für eine gute und gerechte Sache einzusetzen.

Dahinter verbirgt sich eine gewisse Naivität, die aufgrund der Leugnung unbequemer Wahrheiten unerkannt bleibt. Das zunehmend aggressive Streben der USA nach Erhalt der globalen Dominanz wird ebenso wenig notiert wie das Auseinanderdriften der Wertvorstellungen. So wird nicht wahrgenommen, dass der in Finnland verbreitete Gemeinsinn und die damit einhergehende soziale Verantwortung vielerorts im Westen durch neoliberale Einflussnahme stark zurückgedrängt worden sind.

Angesichts der Unkenntnis US-amerikanischer Absichten und Ziele ist der Glaube verbreitet, dass Washington aus reinem Idealismus und uneigennützig das demokratische Finnland vor dem autokratischen Russland schützen möchte. Was die USA ihrerseits von Finnland erwarten könnten, wird nicht einmal erwogen. Daher ist verständlich, dass in der gesamten Scheindebatte über einen NATO-Beitritt der Schwerpunkt auf den Artikel fünf gelegt wird, wonach der Angriff auf einen Mitgliedsstaat als gegen das gesamte Verteidigungsbündnis gerichtet verstanden würde.

Sarkastisch könnte gesagt werden, dass eine NATO-Mitgliedschaft den finnischen Medien und Politikern die Möglichkeit eröffnen würde, das Russland-Bashing ohne Angst vor negativen Konsequenzen nochmals zu steigern. Doch auch hier offenbart sich Naivität. Es wird verkannt, dass der Artikel fünf seine Bedeutung verliert, wenn die USA nach einer Lagebeurteilung zu dem Schluss kommen, dass ein militärischer Einsatz zugunsten Finnlands gravierende Folgen für sie selbst hätte. Nach Ansicht von Militärexperten beruht gerade darauf die aktuelle Entscheidung des Pentagon, die NATO aus dem Ukraine-Konflikt herauszuhalten.

Russische Reaktionen auf einen finnischen NATO-Beitritt

Kurzfristig ist nicht zu erwarten, dass auf finnischem Boden Militärstützpunkte errichtet oder anderweitig NATO-Einheiten stationiert werden. Doch denkbar wären US-amerikanische Vorstöße etwa zum Aufbau von Radarstationen und von Stellungen, die für eine Cyber-Kriegsführung geeignet sind. Solche wären zweifelsohne Ziele eines russischen Erstschlags.

Nach einem Eintritt Finnlands in die NATO wären die wohl am stärksten gefährdeten Orte aus Moskauer Sicht Murmansk und St. Petersburg. Das Risiko würde sich dennoch nicht wesentlich erhöhen, da der Norden Norwegens und die baltischen Staaten geografisch gleich weit entfernt sind. Allerdings wurde in Russland nicht vergessen, dass Finnland sich schon einmal einem westlichen Aggressor angedient hat.

Der Kreml hat bereits angekündigt, dass eine NATO-Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens eine Erhöhung der eigenen Militärpräsenz im Ostseeraum verlangt.

Bislang gibt es nur vage Äußerungen, wie die russische Antwort konkret aussehen könnte. Westliche Spekulationen, die sich auf eine Stellungnahme Dimitri Medwedews stützen, befürchten ein Vorgehen gegen die baltischen Länder und die Stationierung von Nuklearraketen im Kaliningrader Gebiet.

Nach der Befürwortung eines NATO-Beitritts durch den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö erklärte der russische Regierungssprecher Dimitri Peskow, dass Moskau sich zu Schritten gezwungen sehe, um das militärische Gleichgewicht in der Region zu gewährleisten. Bedeutender als eine formelle Mitgliedschaft Finnlands sei die Gefahr, dass sich die NATO mit ihrer militärischen Infrastruktur der russischen Grenze nähert.

Als einzig positives Resultat aus russischer Sicht ließe sich ein wachsendes Gewicht der skandinavischen Staaten innerhalb der NATO interpretieren. Im günstigsten Fall könnte dies zu einer Beruhigung der Lage im Ostseeraum beitragen, wenn sich etwa die baltischen Staaten den Vorgaben aus Stockholm und Helsinki unterwerfen und letztere Entspannungswillen bekunden.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Vitalii Vodolazskyi / shutterstock

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Kommentare (21)

21 Kommentare zu: “Finnland in die NATO? | Von Bernd Murawski

  1. Schramm sagt:

    Ein vereintes Eurasien ist unsere gemeinsame Zukunft!

    Nur mit der Russischen Föderation gibt es in Europa und Eurasien eine gemeinsame, friedliche und gleichberechtigte wirtschaftliche und sozialpolitische Zukunft!

    Die Russische Föderation verfügt über die bedeutendsten Rohstoffe und Bodenschätze für die Wirtschaft und den Wohlstand Westeuropas und Chinas. Darauf kann auch Deutschland und Österreich auf Dauer nicht verzichten.

    Ein vollständiger Ersatz und damit auch die wirtschaftliche Erpressung, aus Nordamerika ist hierfür nicht zu erwarten.

    Eine einvernehmliche wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation ist für Deutschland unumgänglich. Das kann man nur in einer gemeinsamen und friedlichen Entwicklung Eurasiens und damit auch in der Zusammenarbeit mit China und Indien erreichen.

    Die Russische Föderation braucht die westeuropäische und insbesondere deutsche Technologie für den Aufbau einer Infrastruktur [Transport- und Verkehrswege] zur wirtschaftlichen Erschließung ihres asiatischen Territoriums. Zugleich in Zusammenarbeit mit allen Nachfolgestaaten der vormaligen Sowjetunion.

    PS: Daran sind die Vereinigten Staaten von Nordamerika und Großbritannien nicht interessiert. Sie hegen die geopolitische, militär- und gesellschaftspolitische Liquidierung und Übernahme Russlands, um deren materiellen Reichtum für ihre Monopole und Konzerne, ebenso deren Eigentümer, Aktionäre und Erben, dauerhaft zu sichern.

  2. HarteEier sagt:

    Damit wird auch Finnland zum Spielball amerikanischer Geopolitik und Aggression, schade. Die Bevölkerung wird es erst merken, wenn es zu spät und nix mehr zu ändern ist.

    • HarteEier sagt:

      Volksabstimmung wäre notwendig, wird aber nicht passieren. Jetzt muss es ja schnell gehen, die Amis haben keine Zeit für Zauderer.

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      als Deutscher finde ich, dass in Deutschland mal einige Volksabstimmungen nötig sind, auch auf die Gefahr hin, dass die Mehrheit so abstimmt, wie die Mainstreammedien es vorgeben …

    • Umbrella sagt:

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  3. sandra beimer sagt:

    5.5 mio Einwohnrer auf einer Fläche ~Deutschlands in über die Nato in den Händen von USA/GB. Da muss man nicht lange raten wie das ausgeht. Pockendecken in 3 ..2 ..1

  4. Die NATO-Erweiterungen basieren auf Vorwänden (falschen Tatsachen):

    Warum Putin in die Ukraine einmarschierte:

    M.E. ist Putin nur deswegen in die Ost- und Süd-Ukraine einmarschiert, weil dort russischstämmische Einwohner von der Westukraine unterdrückt und angegriffen wurden. Und nicht weil er sich von der NATO umzingelt sieht. Denn letzteres ist er ohnehin. Und auch nicht, weil er sich fremde Gebiete einverleiben will. Denn Land besitzt Russland mehr als genügend selbst.
    Finnland und Schweden sind daher nicht von Russland bedroht und müssen nicht in die NATO flüchten.
    Leider verdrehen die Mainstreammedien und die Mainstreampolitiker alles und bauschen die Gefahr, die von Russland ausgeht, immens auf, damit die Bevölkerung zum NATO-Beitritt zustimmt.
    Eine Ausweitung der NATO bedeutet eine Ausweitung der Militarisierung und ist auch deswegen abzulehnen, zumal sie ein Wettrüsten mit Russland entfachen kann.

    • Gleichwohl bin ich gegen den Einmarsch Russlands in die Ukraine. Russland und der Westen hätten erst alle friedlichen Mittel ausschöpfen müssen.

    • GTMT sagt:

      @Carsten Leimert

      Russland hat ALLES ausgeschöpft um den Konflikt in der Ukraine zu vermeiden!
      Der Wertloswesten hat ALLES dafür getan & gehofft, Russland würde es hinnehmen.

      Schon alleine die Naziherrschaft in der Ukraine berechtigt Russland zum Eingreifen.

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      das Grundproblem ist einfach: wenn eine Rakete statt 2000 km nur 1000 km bis zum Ziel zurücklegen muss, dann verkürzt sich für die andere Seite die Zeit, die sie hat die Rakete abzufangen / abzuschießen, um die Hälfte.
      Und deswegen stören die Nato-Stützpunkte in 2000 km Entfernung die Russen weniger als welche in 1000 km Entfernung.
      (Entfernung von strategisch wichtigen Zielen in Russland)

  5. Andreas I. sagt:

    Hallo,
    man müsse in die Nato, um sich vor "russischen Aggressionen" zu schützen, so die Ansicht.
    In diese zwei Staaten ist Russland einmarschiert:
    2008 Georgien, 2022 Ukraine.
    Georgien wollte / sollte in die Nato, Ukraine wollte / sollte in die Nato.
    Wenn ein an Russland angrenzender Staat in die Nato will / soll, dann wird er zur Zielscheibe Russlands.
    Also die scheinbare Sicherheit ist die eigentliche Gefahr.

    • GTMT sagt:

      @Andreas I

      Russland hat Georgien überfallen?
      Sie sind nicht informiert, oder?
      Selbst im Wertloswestland ist es offiziell, dass Georgien den Konflikt begonnen hat & Russland zu Recht eingegriffen hat…auch wenn es in westlichen Medien anders dargestellt wird.

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      die Vorgeschichte ist bekannt. Danach sind russische Truppen in Georgien einmarschiert. Zwischen "überfallen" und "einmarschieren" besteht m.E. ein kleiner aber feiner Unterschied, deswegen schrieb ich "sind einmarschiert". ;-)

  6. daghy sagt:

    Wir nähern uns immer weiter einem nuklearen Krieg und es ist beängstigend – und zwar dahingehend, dass alles durchgeplant wurde. Die Beteiligten sprechen unverhohlen aus, dass der derzeitige Krieg Monate und Jahre gehen könnte, wenn Russland sich nicht mit dem zufriedengibt, was die US-NATO als Knochen hinwirft!

    -> "Der lange, lukrative und blutige Weg zum Dritten Weltkrieg"
    https://www.ueberdenken.com/der-lange-lukrative-und-blutige-weg-zum-dritten-weltkrieg/

  7. Alex C sagt:

    Die Frage ist doch: Warum will Finnland unbedingt in die Nato?
    Liegt es vielleicht an der unberechenbaren Politik seitens der russischen Regierung? Tja vielleicht. Die ganze Welt ächtet die russische Politik. Da wird Finnland als Nachbar Angst haben und sich einen großen Beschützer suchen.

    • GTMT sagt:

      @Alex C.

      Sie kleiner Witzbold!
      85 % der Welt isoliert Russland eben NICHT!
      Im übrigen ist Russlands Politik sehr wohl berechenbar & sogar nachvollziehbar!
      Man müsste nur aufhören Goebbelspropaganda zu lesen oder sich wenigstens die Mühe machen, sich allseitig & umfassend an den Originalquellen zu informieren….Denken muss man dann schon selber – wobei Westler das nie beigebracht bekommen haben….

  8. zurfall sagt:

    Der Beitritt Finnlands zur NATO ist ein Riesenschritt Richtung 3. Weltkrieg. Dem amerikanischen Weltmachtstreben muß dringend Einhalt geboten werden. Dieses Land wird von Banditen regiert. Man vergesse nicht. Der Schuldenstand dieses Landes Landes nähert sich der 20 Billionen Grenze. Kein Ökonom kann nachvollziehbar erklären wie eine derartige Schieflage beseitigt werden kann außer durch Kriege. Die Hütchenspieler im Hintergrund der amerikanischen Administration sind die wahren Täter. Aus diesem Grund hat man immer wieder etwas überforderte Präsidenten im Weißen Haus. Die im Dunkeln sieht man nicht.

    • Kaja sagt:

      Mittäter ist die Hochfinanz und es sind die Hütchenspier an der Börse, die Gewissenlosen in den "Beratungs"-"Unternehmen, die Rüstungs- und Biowaffenmafiosi und die Politiker, ohne die nicht solche Bodhaftigkeiten und Verbrechen realisierbar wären.
      In Deutschland kommen zu diesem illustren Kreis der Willfährigen noch die große Anzahl der meisten Beamten hinzu. Wenn die den Bettel hinwerfen würden und es generell einen Generalstreik geben würde, wäre ab sofort Ruhe im Karton.

      Jedoch haben in Deutschland die Wahlen vom letzten Sonntag in NRW gezeigt, dass der Bürger den ARD- und ZDF-Märchenstunden hohe Wahrheitsgehalte beimisst und an den Lippen des Lügners Klabauterbach bereitwillig und ohne Widerworte klebt.

      Ich habe kein Mitleid mit willfährigen Corona-Beamten im Beamtenstaat BRD, wenn diese Beamten, weil sie sich haben "gegen"-"Corona" abspritzen lassen, "über die Wupper gehen" werden. Selber schuld, liebe Beamte und auch liebe Angestellte. Kein Mitleid mit Euch.

    • Kaja sagt:

      "… Der Beitritt Finnlands zur NATO ist ein Riesenschritt Richtung 3. Weltkrieg. …"
      Bei Finnland spielt, denke ich, eine Rolle, dass es den russisch-finnishen Krieg 1941 gab. Wer da aber mit dem Krieg begonnen hat und weshalb, kann ich nicht sagen.

      Man weiß auch nicht, ob im Hintergrund die usa Finnland um eine Migliedschaft in der NATO erpresst haben. Für möglich halte ich sowas.

    • wolfcgn sagt:

      …. ich bin ja nur ein Unverbesserlicher, der hinhört, wenn alte Männer, wie z. B. Klaus von Dohnanyi, Geschichten von großen militärischen Manövern erzählen, in deren Verlauf die Amis volle Kanne Atomwaffen auf Deutschland "geworfen" haben. ich habe mich immer gefragt, wogegen wir uns in Deutschland eigentlich mit der Nato verteidigen wollen, wenn wir bei einer militärischen Auseinandersetzung noch nicht einmal gefragt würden, ob einige der bald modernisierten Atombomben aus Büchel auf Potsdam oder nachhaltiger auf Dresden, das haben die Jungs ja schon ausgiebig geprobt, zur Abwehr eines russischen Angriffs sinnvoll wäre. ich denke, die Alternative, die Besetzung auszuhalten bis zu einem freiwilligen Abzug – wie gehabt -, wäre eindeutig die bessere! So ähnlich wird wohl auch De Gaulle gedacht haben, als er Frankreich aus der NATO führte. Er musste feststellen, dass die Amis und Briten ihn nicht über den Eisatz der Atomwaffen in Europa informieren wollten. ich kann mir für Deutschland nur eine Lösung vorstellen! Und die stünde genau im Gegensatz zu den Entscheidungen von Finnland und Schweden:
      Eine Neutralität zusammen mit der Schweiz und Österreich!
      Sicher wäre Russland dafür auch bei der Ukrainefrage zu Zugeständnissen zu bereit. Aber unsere amerikanischen und englischen Freunde wollen lieber nach Belieben bei uns ihre atomaren Waffen ausprobieren, ohne uns zu fragen!
      "es lebe De Gaule"

    • wolfcgn sagt:

      PEINLICH, dass mir das passieren musste, sein Name schreibt sich natürlich mit zwei "L"
      De Gaulle .
      Besonders peinlich für mich, weil ich ein überzeugter Gaullist bin. ich bin z.B. wie de Gaulle für ein "Europa der Vaterländer", anders kann man den bedeutenden kulturellen Unterschieden der europäischen Völker nicht gerecht werden und angemessen Respekt zollen.

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