Auf Varianten-Jagd – Entdeckung, oder Erfindung? | Von Bernd Lukoschik

Ein Standpunkt von Bernd Lukoschik.

Zurzeit ist Corona etwas in den Hintergrund gerückt, zumal es Frühling und Sommer entgegengeht und da sowieso Erkältung und Grippe immer schon abflauen. Mit Ausnahme des lauterbachschen Hoffnungsträgers: der üblichen Sommergrippe, die helfen wird, Corona am Köcheln zu halten.

Aber es bleibt natürlich klar und jedem ist das auch bewusst: Im Herbst/Winter 2022 geht es weiter und dann weiter und immer weiter. Und in den Schubladen der Virologie ruhen schon neue Generationen von Viren, auf dem obersten Platz des Stapels ein sogenannter Subtyp B.A.2 der Omikron-Variante. So wird zumindest gemunkelt.

Man darf sich also nicht in Sicherheit wiegen: Eine weitere Welle eines weiteren Coronaneulings wird hervorgezaubert werden. Und die neuen Wellen werden auch weiterhin den Impfverliebten die nötigen „Argumente“ liefern, um die übrig gebliebenen Impfmuffel zur Nadel zu bewegen.

Umso wichtiger, sich noch einmal klar zu machen, wie dieser Zaubertrick funktioniert: wie immer neue Varianten „entdeckt“ werden.

Die „Entdeckung“

Exemplarisch sei aus einer Online-Zeitung zitiert (1):

„Als eine der Ersten auf Omikron gestoßen war Angelique Coetzee, Ärtztin in Pretoria, Südafrika. (…) Sie behandelte Menschen, die sich mit Omikron infiziert hatten und an Covid-19 erkrankt waren. Coetzee bemerkte etwas andere Symptome, generell mildere Verläufe bei ihren Patienten (…) ‘Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen`, sagte sie (…) Sie sei zum ersten Mal auf die Möglichkeit einer neuen Variante aufmerksam geworden, als Anfang November Patienten mit ungewöhnlichen Covid-19-Symptomen in ihre Praxis gekommen seien, ´ihre Symptome waren so anders und milder als die, die ich zuvor behandelt hatte’. (…) ´Die Definition einer milden Covid-19-Erkrankung ist eindeutig und das ist eine WHO-Definition.’“

Dr. Coetzee scheint die SARS-CoV-2-Variante – später Omikron genannt – über die ungewöhnlichen Symptome einer Covid-Erkrankung erkannt zu haben: vor allem wohl extreme Müdigkeit und Erkrankung vor allem junger Menschen.

Ungewöhnliche Symptome – das setzt voraus, dass die gewöhnlichen Symptome einer Covid-Erkankung bekannt sind, was wiederum voraussetzt, dass die spezifische Symptomatik von Covid-19 eindeutig definiert ist.

Nach dem Infektionsmediziner Thomas Löscher (2) gibt es für die meisten Atemwegserkrankungen keine unverwechselbaren spezifischen Symptome: „Deshalb ist eine Unterscheidung der verschiedenen Erreger rein klinisch nicht möglich“ (2, 365 f.).

Deshalb auch forderte die WHO ursprünglich bei positiver Testung immer auch eine Differentialdiagnose und eine Patientenanamnese, was dann im Eifer der Pandemiegefechts nahezu nie durchgeführt wurde!

Kurz: Die Beobachtung von Symptomen allein führt nicht zur Diagnose.

Aber angenommen, Dr. Coetzee hätte einen überzeugenden Symptomkomplex feststellen können: Wie konnte sie vermuten, hier liege eine Variante des SARS-CoV-2 vor? Allein durch die klinische Betrachtung der Symptome ist das unmöglich.

Dr. Coatzee hätte eine Vielzahl Patientenabstriche an mikrobiologische Labore schicken müssen. Dass sie das getan hat: Davon ist in keiner Zeitungsmeldung die Rede. Das Labor hätte die Gensequenz des zuvor isolierten und gereinigten Erregers analysieren müssen. Und dann hätte es diese Gensequenz mit der Gensequenz des Stammvirus abgleichen müssen. Eine veränderte Basenfolge hätte festgestellt werden müssen, in nur einem kleinen Bereich des Genoms. Die große Menge der anderen Basenfolgen hätten konstant bleiben müssen. Die anders geartete kurze Gensequenz des neuen Erregers hätte dann erlaubt, diesen neuen Erreger als Variante zu qualifizieren.

Mehr noch: Auch wenn diese ganze Prozedur durchgeführt worden wäre: Das wäre alles kein Grund dafür gewesen, anzunehmen, dass diese Variante gefährlich ist oder minder gefährlich. Um das festzustellen, hätte das Labor gemäß den kochschen Postulaten die gereinigten Viren vermehren und dann gesunden Organismen, wahrscheinlich wie immer: Tieren, verabreichen müssen. Und bei einer statistisch relevanten Anzahl der „Geimpften“ hätten sich genau die Symptomkomplexe bilden müssen wie bei den Patienten, denen die Abstriche entnommen worden waren.

Kein Zeitungsbericht lässt auf dieses Vorgehen schließen. Zudem bedarf dieses Vorgehen eines großen Zeitaufwands. Dem widersprach, wie schnell festgestellt worden war, dass es sich um ein Virus, um eine Variante des SARS-CoV-2 handeln sollte.

Coetzee argumentiert in ihrer Identifikation des neuen Virus allein von der Beobachtung der Symptome her. Wie gesagt, es gibt kein Indiz dafür, dass sie die mikrobiologische Arbeit von Laboren zuhilfe genommen hat.

Die WHO-Absicherung

Recht wohl mit ihrer Entdeckung scheint es auch Dr. Coetzee nicht gewesen zu sein. Wieso sonst ihr Verweis auf die WHO-Definition einer „milden Covid-19-Erkrankung“?

Eine Definition, deren Absurdität in die Augen springen müsste. Um eine „mildere“ Covid-19-Erkrankung als Covid-19-Erkrankung definieren zu können, musste die WHO das Krankheitsbild und das eindeutige spezifische „heftigere“ Symptombild der „Mutter“-Erkrankung vorliegen haben. Abgesehen davon, dass eine eindeutige spezifische Symptomatik (s. Löscher) auch der WHO nicht vorliegen kann, vollbringt die WHO das Kunststück, eine „milde“ Covid-Erkrankung definiert und damit entdeckt zu haben, bevor sie entdeckt worden war.

Resümee

Es handelt sich bei der Entdeckung von Omikron nicht um eine Entdeckung, sondern um eine Erfindung, nicht der Erkrankung – denn Krankheitssymptome gab es ganz offensichtlich –, sondern ihrer Deutung als von einer SARS-Variante verursacht.

Dass Dr. Coetzees Entdeckung so rasch und unwidersprochen angenommen wurde, zeigt nur: Erstens haben wir uns mit der seit zwei Jahren stattfindenden Umetikettierung einer Erkrankung arrangiert. Was früher Erkältung und Grippe hieß, wird seit der Coronazeitenwende eben Erkrankung an „SARS-CoV-2“ und seinen Varianten genannt. Dadurch ist auch nachvollziehbar, dass aus der bloßen Symptombeobachtung plus erwiesenermaßen nichtssagendem PCR-Test zwanglos abgeleitet werden konnte, dass eine Coronainfektion vorliegt – eben weil jede Infektion eine Coronainfektion ist.

Zweitens brauchten wir eine neue Variante. Die vorangegangene Delta-Variante hatte an Schwung verloren, der Coronamotor war ins Stocken geraten.

Wie leicht es ist, immer neue Varianten nach Bedarf zu erfinden, lässt Schlimmes für die Zukunft erahnen.

Quellen:

1. „Omikron-Entdeckerin Angelique Coetzee: Ich sollte öffentlich erklären …, kleinezeitung.at

2. Torsten Engelbrecht, Claus Köhnlein: Virus-Wahn. Wie die Medizinindustrie ständig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden-Profite macht; 2020

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Fit Ztudio / shutterstock

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Kommentare (5)

5 Kommentare zu: “Auf Varianten-Jagd – Entdeckung, oder Erfindung? | Von Bernd Lukoschik

  1. ne utrum sagt:

    Falls jemand neue Munition braucht, The Lancet ist definitiv kein Wurschtblatt!

    Thema: Falsch positive Test und Ecosomen.

    "Consulting the respective seminal publications, we find that the respective genetic material had been identified computationally without preparing an isolate of the respective virus particles, and without separating them physically from other carriers of genetic material that may be present in the biological samples.
    Noting that tests apparently produce false positive results in people carrying some respiratory virus different from SARS-CoV-2, we must conclude that the alleged genetic code of the SARS-CoV-2 virus had been wrongly identified, belonging instead to something generated by human airway epithelial cells challenged with respiratory viruses and containing RNA, for instance, to exosomes, as explained above.
    Note that identical exosomes would be detected in pneumonia of bacterial origin. "

    Quelle: https://www.researchgate.net/publication/355972541_The_Lancet_Respiratory_Medicine_Role_of_exosomes_in_false-positive_covid-19_PCR_tests

    Man kann die Publikation herunterladen, das Zitat findet sich auf Seite 14.

  2. rhabarbeer sagt:

    Lieber Bernd Lukoschik

    danke für den Artikel!
    Zitat:
    "Es handelt sich bei der Entdeckung von Omikron nicht um eine Entdeckung, sondern um eine Erfindung, nicht der Erkrankung – denn Krankheitssymptome gab es ganz offensichtlich –, sondern ihrer Deutung als von einer SARS-Variante verursacht."
    Dieser Feststellung möchte im Kern umfassend zustimmen:
    i) keine Entdeckung von in der Realität/Universalität Vorhandenem,
    sondern eben
    ii) die Erfindung (anhand) von MODELL-Interpretationen
    Umfassend darum, weil diese Essenz sich als `Gemeinsamkeit` in/von viel mehr des als `gesellschaftlicher Konsens` von uns Ge-/Ertragenem offenbaren will.

    Auch der PCR-Test ist im Kern `nur`! b) genügend und diese Perspektive erweitert im Kontext `Corona` den Horizont für die Wahrnehmung dieses `Umfassden`.

    Dazu zwei Fragen:
    1. Welche Übereinstimmung einer Probe weist ein `positiver` PCR-Test (bestenfalls) nach:
    a) mit dem vollständigen Virus
    b) mit `Nukleinsäure-Trümmer`
    ?
    2. Es gibt wahrnehmbar viele PCR-Test-Positive, die (angenommen eine zugeschriebene Infektion ist korrekt) dennoch (auch ohne Symptome) `gesunden`:
    Was hinterlässt des Immunsystem in diesem Fall:
    a) nichts
    b) `Nukleinsäure-Trümmer`
    ?
    Ich würde die Fragen mit 1.b) und 2.b) beantworten und danach detektivistisch fragen:
    wenn da nicht manch `positiv Getesteter` (ohne Symptome) einen IMMUNITAET-snachweiß bekam
    bzw. wo ist die (wissenschaftliche Studie). die dies thematisiert?
    Achso … scheint nicht durch die PARAMETERgrundlagen der #MODELLe darstellbar?
    ;)

    Als Hinweis darauf, daß dieses Spiel im Kontext Wissenschaft ein umfassenderes ist, ein Link
    https://deutschlandfunk.de/risikobewertung-in-der-forschung-wie-ttip-mit-fakten-100.html
    "Risikobewertung in der Forschung – Wie TTIP mit Fakten hantiert"
    …der `rechtlich` eingebettete Wandel vom VORSORGE- in ein NACHSORGE-(Rechts-)Prinzip durch `völkerrechtliche´ Verträge wie zb TTIP.

    Die englische Wikipedia ist da recht `ehrlich`:
    Normative Science
    https://en.wikipedia.org/wiki/Normative_science

    Und um den Rahmen des Umfassden bis dorthin auszudehnen, wo es den Kern dessen, was `alles` (bzw. was nicht?) in unserer aktuellen Art zu
    leben / wirtschaften / bilanzieren / legitimieren
    zur Wirkung bringt, mit einschließt:
    `Geld regiert die Welt“
    a) dh. aktuell offenbarend ist dies genauer mit `(Buch-)Geldschoepfung regiert die Welt` beschreibbar
    b) diese `Welt` ist eine durch `Recht & Ordnung` für/durch uns `Verfasste`
    c) ausgerechnet a) kommt entgegen b) OHNE rechtliche Regelung zur Wirkung
    (siehe
    https://pbs.twimg.com/media/FN2jVYjXIAEkhmn?format=jpg&name=medium
    )
    d) dh. `unser` überall genutztes `Geld`, welches `nur`! durch VORfinanzierung-/Verschuldung-sbilanzierungen entsteht genügt ebenfalls den o.g. i) und ii).

    `Geld` ist das `Schmiermittel` in unserem UMVERTEILUNGsspiel und entsteht durch ein
    ! BilanzierungsPRIVILEG ! (da c)!)
    und stellt dadurch nichts dar, was der `Entdeckung` einer Handelbarkeit von `realer/universaler` (Lebens-)Leistung entspricht (i), sondern der `Erfindung` eines Argumentatiionsmusters (MODELL-Interpretation) für im `Bilanzierungsprivileg-Prozess` zugeschriebene Schuld
    Oder?

    Etwas Brainstorming dazu zb hier
    https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/view/A5sES3+8lRGwbNAjCOCrEcHKnNFqqIBY+beyWrAemhM/

    …und viele Grüße in die Runde

  3. zivilist sagt:

    Der Corona Krieg IST der 3.Weltkrieg.

    1. war es ein Bio Angriff gegen China

    2. ist es eine nie dagewesene Ausplünderung öffenticher Kassen, unterstützt durch Drostens PCR 'Test' der jede Pandemie zu behaupten ermöglichte und die Überprüfung verhinderte, ob außerhalb Chinas überhaupt dieselben Pathogene, wie in China unterwegs waren.

    3. Ist es die Vorbereitung des Angriffes gegen Russland, außer der T4 Aktion sind die Maßnahmen in Deutschland und Italien (und Österreich, welches das Pech hat dazwischen zu liegen) so streng, weil das die Brückenköpfe der angloamerikanischen Aggressoren in Westen des eurasischen Kontinents.

    Israel ist eh klar, aber offenbar hat sich das Imperium damit abgefunden, daß das Pentagon bei der Stabilisierung des Krieges in der Region gescheitert ist, bei der digitalen Ausgangssperre wird bereits zurückgerudert.

    https://www.veteranstoday.com/2022/03/12/jeffbrown-the-ugly-truth-about-us-biowarfare-labs-video-podcast/

    von da geht's zum BioWaffen Archiv und über die Chinesische Sicht des Corona Krieges informiere man sich bei Larry Romanoff direkt.

  4. paradoxus sagt:

    ……..dazu kommt die Abschaffung aller Zulassungsbeschänkungen für Covid-Gentherapien:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/medbvsv.html

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