Ablenkung von den Tätern | Von Anke Behrend

Stichwort #Montagsspaziergänge. Unter »Corona« wird von Regierung und Konzernen eine Perversion der Demokratie betrieben, die in den Faschismus führt.

Von Anke Behrend, Autorin der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand.

»Gegen die Verdrehung der Geschichte«, – diese Worte trugen antifaschistische Gegendemonstranten am 22. Dezember 2021 auf dem Münchner Odeonsplatz vor sich her. Es ist ein sehr guter Slogan. Er setzt Geschichtskenntnis und -bewusstsein sowie die Reflexion der eigenen Rolle voraus. Er setzt die Kenntnis voraus, wie sich das Gift des Antisemitismus, wurzelnd in der Antike, mit Hilfe der katholischen Kirche, dem mittelalterlichen Machtapparat schlechthin, und ihren Erfüllungsgehilfen seit Jahrhunderten durch Europa und die Welt brennen konnte.

Im Jahr 1391 begann eine beispiellose Vertreibung der Juden, die die christliche Taufe verweigerten, aus Spanien und Portugal. Jedoch schon lange zuvor hatte man die Juden der Verschwörung gegen Christen bezichtigt, ihnen angedichtet, Seuchen einzuschleppen, Zinswucher, Brunnenvergiftung und Ritualmorde zu begehen. Man machte sie verantwortlich für den »Schwarzen Tod«, die mittelalterliche Pest-Pandemie zwischen 1346 und 1353 mit mutmaßlich 25 Millionen Todesopfern. Legitimiert durch diese Mythen breitete sich die Judenverfolgung ausgehend vom spanischen Sevilla über die iberische Halbinsel und bald über ganz Europa aus.

Pogrome, Zwangstaufen, Vertreibungen waren nur der Anfang. Die Zwangsbekehrungen befriedeten die Situation nicht, sondern zogen weiteren Hass und Gewalt gegen Juden und die konvertierten Conversos nach sich. 1449 erließ man die »Blutreinheitsgesetze« von Toledo. Nicht getaufte Juden ohne »Reinheitsnachweis« wurden mit Kontaktbeschränkungen, Berufsverbot oder Kerkerhaft belegt oder auf offener Straße ermordet. Mit dem Alhambra- oder Vertreibungs-Edikt von 1492 beschlossen die katholischen Machthaber, endgültig alle Juden aus Spanien zu vertreiben. Gleichzeitig verhängte man eine generelle Taufpflicht.

Die politische Lage im Europa des Hochmittelalters war gespannt und unübersichtlich. Durch einen wirtschaftlich und kulturell im Wachsen begriffenen Kontinent schlugen Auseinandersetzungen um die religiöse Macht blutige Schneisen. Ihre Spuren reichen bis in heutige Tage. Begonnen hatte die Inquisition bereits 1268 im Königreich Neapel, um Häretiker – konvertierte Juden und Muslime, die ihren Glauben heimlich ausübten – zu verfolgen. Der Druck war so immens, dass ganze jüdische Gemeinden geschlossen zum Christentum übertraten. In den Augen der Kirche blieben sie jedoch Herätiker und unrein.

Mehr als 350 Jahre fraß sich die Inquisition der römisch-katholischen Kirche durch die Menschheitsgeschichte und gelangte bis nach Indien und Mexiko. Was mit der Weigerung Andersgläubiger, sich taufen zu lassen, begann, wurde zu einem Schwelbrand des Aberglaubens, der apokalyptischen Angstpropaganda, religiöser Verblendung, Barbarei und mithin auch der Hexenverfolgung. Allein in Deutschland fielen zwischen 40.000 und 60.000 Menschen dem Wahn zum Opfer. Er erfasste bald sämtliche Lebensbereiche. Frauen, Kinder, sogar Haustiere wurden in absurden Prozessen und Tribunalen abgeurteilt und öffentlich hingemetzelt.

Im Auftrag der Macht: Dogmatismus und gekaufte Wissenschaft

Magische Denkmuster, gut und böse, und überbordender Moralismus gepaart mit widersinnigen Strafen, Schutz- und Bußritualen trafen auf eine ungebildete Bevölkerung, die sich nur allzu leicht zum Vollstrecker machen ließ und die Schuld für Krankheiten, Missernten und Hungersnöte und die Kleine Eiszeit den von den Kanzeln gepredigten Sündenböcken anlastete. Das mittelalterliche Denken war durch Dogmen korrumpiert.

Wissenschaft durfte nur im Rahmen der Glaubenslehre und im Dienst der Machthaber stattfinden. Nicht selten bezahlten Skeptiker und Kritiker ihren Mut mit dem Leben. Der Universalgelehrte Galileo Galilei musste seine Erkenntnisse widerrufen. Der italienische Philosoph Giordano Bruno endete auf dem Scheiterhaufen. Das letzte Todesurteil der Spanischen Inquisition fiel am 31. Juli 1826 in Valencia.

Erst durch die Reformation, in deren Folge die Kopernikanische Wende ein neues rationaleres Weltbild hervorbrachte, und schließlich durch die Aufklärung gelang es, sich aus dem Würgegriff der menschenverachtenden Kirchenfürsten zu befreien.

Der Faschismus setzte das Werk der Kleriker fort

Doch der Judenhass schwelte weiter. Auf dem kulturellen und religiösen Fundament des Mittelalters aus Dogmen, Antisemitismus und Hass hatten die Nationalsozialisten leichtes Spiel, die alten Hasserzählungen zu reaktivieren. Auch sie proklamierten den Seuchenschutz als Rechtfertigung für Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich Massenmord. Wieder sollten die Juden für die Verbreitung von Seuchen, namentlich des Fleckfiebers (Typhus), herhalten.

Wissenschaftler und Mediziner unter Federführung des schon damals existierenden Robert-Koch-Instituts lieferten die »Beweise«. Sie waren Wegbereiter, Handlanger und Vollstrecker des dunkelsten Kapitels der deutschen Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Im Sinne der Volkshygiene forderten Nazi-Ärzte Kontaktverbot, ließen »Seuchenmauern« um jüdische Wohnviertel errichten und erklärten sie zu Quarantänezonen.

Ghettos entstanden, vermeintlich um die »Durchseuchung des Volkskörpers« abzuwehren. In ihrer Historie fanden sich bereits Menschenversuche mit unzähligen Todesopfern in den Kolonien des 19. Jahrhunderts, Rassentheorie, Eugenik und Versuche an Behinderten und Waisen. Den Menschenversuchen in den Konzentrationslagern der Nazis und der Beseitigung ihrer Opfer in den Gaskammern war moralisch längst der Weg bereitet.

Neben dem Kampf gegen Seuchen reaktivierten die Nazis die antisemitischen Stereotype »jüdische Weltverschwörung« und »internationales Finanzjudentum«, deren Wurzeln ins Mittelalter zurückreichen. Der Vorwurf der Verschwörung richtete sich historisch gegen Juden und legitimierte ihre Verfolgung. Er führte zusammen mit anderen antisemitischen Stereotypen zu größten Menschheitsverbrechen.

Staatstragende und strukturell antisemitische Linke

Heute erheben sogenannte Linke den Vorwurf gegen die Kritiker der staatlichen Zwangsmaßnahmen, sie seien Verschwörungstheoretiker, -mystiker oder -ideologen, verknüpfen damit den Vorwurf des Antisemitismus und rechtfertigen so das staatliche Vorgehen gegen die Verteidiger von Demokratie, Grundrechten und Rechtsstaatlichkeit.

Historisch kann man diese Herleitung nur als eine absurde Verdrehung bezeichnen. Denn die Unterstellung von Verschwörung, der Verbreitung von Seuchen und Unreinheit, gegen die eine Volksgesundheit durch Maßnahmen zu schützen sei, beinhaltet per se die originären Narrative des Antisemitismus und Nationalsozialismus. Wenn überhaupt, dann machen sich derzeit Linke selbst des Tatbestandes schuldig, antisemitische Stereotype auf ihre Gegner zu projizieren.

Die unbestreitbar wichtige Vermeidung antisemitischer Stereotype hat im Laufe der Aufarbeitung des Hitler-Faschismus zu einer Tabuisierung und einem Dilemma geführt: Linke müssten ihrem Selbstverständnis und ihrer historischen Verortung gemäß den Kapitalismus, die Finanzwirtschaft und die Verteilungsfrage kritisch diskutieren. Aber sie können es nicht, da immer der Vorwurf des Antisemitismus im Raum steht.

»Die Pandemie bietet einen fruchtbaren Boden für antisemitische Verschwörungsmythen«, schreibt die Amadeo-Antonio-Stiftung. Und weiter: »Solche Krisen werden seit Jahrhunderten antisemitisch aufgeladen.«

Historisch betrachtet ist diese Feststellung korrekt. Die Schlussfolgerung ist allerdings unscharf, verallgemeinernd, nicht widerlegbar und daher unwissenschaftlich und manipulativ. Sie hat quasi die gleiche »Beweiskraft« wie ein mittelalterlicher Hexenprozess:

»Eine Verschwörungsideologie ist daher, zumindest strukturell, immer antisemitisch.«

Wie erkennt man eine Verschwörungstheorie? Dazu die Amadeo-Antonio-Stiftung:

– Verschwörungstheorien nehmen immer Kollektive ins Visier.

– Wird ein Weltbild mit klaren Rollen von »gut« und »böse« gezeichnet?

– Wird die Ursache des Problems personalisiert?

– Wird eine einfache Erklärung für eine komplexe Situation angeboten?

Diese Kriterien treffen nicht nur perfekt auf das Pandemie-Narrativ, sondern tatsächlich auf einige Kritiker der Geschehnisse zu. Es existieren abstruse Thesen zur »Corona-Pandemie«, die man als Verschwörungstheorie bezeichnen kann. Aber der Umstand, dass sie Verschwörungen vermuten, rechtfertigt nicht die pauschale Unterstellung von Antisemitismus gegenüber der gesamten legitimen Protestbewegung. Der Vorwurf der Verschwörung gepaart mit Seuchenverbreitung und Unreinheit richtet sich nie gegen Mehrheiten und geht immer von Machthabern und ihren Gehilfen aus. Er wird immer benutzt, Sündenböcke zu konstruieren und eine unangepasste störende Minderheit aus dem Weg zu räumen.

Man erkennt Faschismus, indem man ihn mit Faschismus vergleicht

Totalitäre Regime jeglicher Couleur bedienen sich immer des gleichen Instrumentariums. Doppelmoral, Orwellscher Neusprech, Tatsachenverdrehung, Framing, Diffamierung und Cancel Culture sind die postmodernen Erscheinungsformen althergebrachter totalitärer Weltbilder. Die Verknüpfung von jeglicher Regierungs- und Maßnahmenkritik, inklusive der gebotenen Skepsis vor neuartigen notfallzugelassenen Gen-Therapien mit Verschwörungstheorie bis hin zum Rechtsradikalismus und Holocaustleugnung ist ahistorisch.

Sie fällt hinter die Werte der Aufklärung zurück. Aber nicht nur das: Sie führt die Aufarbeitung des Faschismus ad absurdum, wenn sich in ihrem Namen ein neuer Totalitarismus Bahn bricht mit »Antifaschisten« als Steigbügelhaltern.

Wer 2021 die Zeichen der Zeit als Symptome eines beginnenden Faschismus benennt, dem werfen die Regierenden und ihre Helfer Verhöhnung der Opfer vor. Das ist nicht neu. Seit einigen Jahren oder vielleicht schon Jahrzehnten kann man eine zunehmende Instrumentalisierung von Opfern auf einer rein moralisierenden Ebene beobachten, wenn es um die Ablenkung von Tätern geht.

Und immer dann sitzen die Täter an den Schalthebeln der Macht, gerieren sich als die Guten und spielen Mitgefühl mit Menschen vor, die ihnen bis dahin sehr gleichgültig waren. Aber um Gewalttaten bis hin zum Faschismus zu verhindern, muss der Fokus auf den Tätern und ihren Methoden liegen. Stattdessen erleben wir eine ungeheuerliche Täter-Opfer-Umkehr und Instrumentalisierung, um eine nie dagewesene Machtergreifung zu rechtfertigen. Und wieder sind verführte Massen eilfertig zu Diensten.

Es ist ein Hohn, wenn Menschen mit dem Grundgesetz in der Hand als Nazis diffamiert werden. Respekt vor Opfern heißt Verantwortung. Den größten Respekt erweisen wir ihnen, wenn wir die unveräußerlichen Menschenrechte bewahren und die Täter an ihrem Tun hindern. Wir schulden den Opfern nicht selbstgerechtes Mitleid. Das einzige, was wir den Opfern wirklich schulden, ist Faschismus zu verhindern, unter welchem Vorzeichen er auch daherkommt.

+++

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand erscheint seit 17. April 2020 und erreicht durch freie Verteilung Menschen, die ansonsten nur dem gleichgeschalteten Fernsehen und Konzernpresse ausgesetzt wären.

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Bildquelle: Roy Harris / shutterstock

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Kommentare (65)

65 Kommentare zu: “Ablenkung von den Tätern | Von Anke Behrend

  1. Rulai sagt:

    Ganz unten stellte Hog51 die Frage: "Wie stellen Sie sich die Ablösung der Coronadiktatur vor?"

    Diese "Ablösung" geschieht doch bereits:

    https://telegra.ph/Benjamin-Fulford-Wochenbericht-vom-10012022-01-10

    Uns kleineren Chargen bleibt wohl nur das Friedlichbleiben und eine Stärkung eines systemsprengenden Bewußtseins durch Meditation und Treue der Wahrheit gegenüber.

    Die Innenseiten der neuen Ausgabe von DW sind diesmal geziert von Abertausenden von Orten, wo die Montagsspaziergänge stattfinden. In winziger Schrift auf einer Doppelseite. Das ist ein exponentielles Wachstum, das nicht mehr aufzuhalten sein wird.

    Ich baue aber tatsächlich vor allem auf die wenig pazifistischen White Hats.

    • Rulai sagt:

      Spaziergänge in Baden-Württemberg: https://t.me/DemokratischerWiderstandTelegram/2708

      Bayern: https://t.me/DemokratischerWiderstandTelegram/2709

      Niedersachsen: https://t.me/DemokratischerWiderstandTelegram/2716

      usw.

      👍👍👍

    • palatinus liber sagt:

      Die schiere Menge an Orten, an denen sich das Volk zeigt, ist extrem beeindruckend. Auch die Friedfertigkeit ist bombig.
      Sieht meist nach Ü40 plus aus. Aber selbst die schaffen es, ohne Stress die Sperren wegzuspazieren.
      Hier und da gibt es aber Szenen und Milieus, da sind eben auch die Jüngeren dabei.
      Und wenn die Prügelabteilungen des Mireibu auf den Block der Dynamofans aus Dresden treffen sollten, dann wird der schwarze Block ein schnelles Pferd brauchen. Allerdings ein Polizeipferd – versteht sich. Denn wenn die mal ihr Ost! Ost! Ostdeutschland! skandieren, dann beschlägt der Polizeihelm, und zwar von außen.

      Ich wünsche mir, dass es das nicht braucht.

      Die Gewerkschaft der Asphalttreter hat ja nun schon um Gnade gebettelt, aber Ompf-Jong Scholz führt den Zentralrat noch eisern an. Der Eiserne Olaf, oh Gott, ich fall vom Stuhl.

      Ich denke, die Truppen werden demnächst aufgeben. Ob sich große Truppenteile für die Zahnfee auf Dauer zum Detlev machen lassen?

      Schön, dass es immer noch keine Parolen und Forderungen gibt.
      Dann kann man mit keinem Einlenken die Bewegung brechen. Und wenn die Politik glaubt, dass nach dem Fall der Impfpflicht alles ausgestanden wäre, dann könnte das ein gröberer Rechenfehler sein.

      Aber ohne White Hats, das nun der spärlich möblierte Teil, wird es schwer. Denn gegen paar Tausend Jahre Erfahrung, brauch es einen Plan.

    • Rulai sagt:

      Wenn nur 1% der Menschen bewußt das Positive stärkt, ändert sich sehr viel.
      Das wird inzwischen als "Maharishi-Effekt" bezeichnet.

      https://www.kla.tv/21262

      (Leider ist Maharishi im Alter gekippt und in die Fänge des Mammon geraten.
      Ich warne vor dieser Sekte, auch wenn sie TM-Meditation propagiert.
      Der Effekt gilt dennoch und ist bewiesen.)

  2. palatinus liber sagt:

    Pressefreiheit? Aber nicht doch. Schon gar nicht für alle. Das ist doch sentimental-spießerhaft!

    "Wir wollen nicht Selbstmord begehen und deshalb werden wir das nicht tun."

    Siehe dazu einen, vielleicht den großen deutschen Volksdemagogen:

    youtube.com/watch?v=VWQnmaqbw5A&t=249s

    • _Box sagt:

      Das Schweigen der Lämmer ist kein unabwendbares Schicksal. 1989 hat das Volk sich selbst zum Sprechen ermächtigt und seine Stimme gegen die Zentren der Macht politisch wirksam werden lassen. Es hat den alten Hirten die Gefolgschaft gekündigt — und sich neue gesucht, die seine „Vertreibung ins Paradies“, so das treffende Bild von Daniela Dahn, organisierten: das Paradies der kapitalistischen Warenwelt, der grenzenlosen Reise- und Redefreiheit; das kapitalistische Paradies der individuellen Bedürfnisbefriedigung, der bunten Medienvielfalt und der unerschöpflichen Zerstreuungs- und Unterhaltungsindustrie. Keine Frage: Nach den Kriterien des westlichen Vorbilds ist der Lebensstandard für eine Mehrheit der Menschen in Ostdeutschland gestiegen — und mehr noch das Ausmaß sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Spaltungen.

      Für den Sieger war dies ein überwältigender Sieg. Und da Geschichte bekanntlich von den Siegern geschrieben wird, kann es keinen Zweifel geben, wer der Sieger ist. Der Sieger des historischen Augenblicks ist die kapitalistische Wirtschaftsordnung und mit ihr die Lebensformen und Annehmlichkeiten des Konsums, die sie ermöglicht.

      Bleibt noch die Frage, wer oder was eigentlich die Verlierer der Ereignisse von 1989 sind. Über den Hauptverlierer gibt es wohl ebenfalls keinen Zweifel: Es ist der real existierende Sozialismus. Er hatte schon früh gezeigt, dass er bereit ist, seine emanzipatorischen Versprechen zu verraten und zu missbrauchen. Auch hat er in der jahrzehntelangen Systemkonkurrenz mit dem US-geführten Kapitalismus und ihren brutalen ökonomischen und militärischen Spielregeln nicht vermocht, eine Lebensrealität anzubieten, die die Bevölkerung über diesen Verrat hätte hinwegtäuschen oder sie dafür hätte entschädigen können.

      1989 hat das Volk sein Veränderungsbedürfnis klar artikuliert und sich für einen besseren, demokratisch reformierten Sozialismus ausgesprochen. „Ich wollte immer in einer Demokratie leben, aber nie im Kapitalismus“, schreibt Daniela Dahn in ihrer soeben erschienenen Abrechnung mit der Einheit, die den Titel trägt: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute — eine Pflichtlektüre für alle, die die Hintergründe der sogenannten Wiedervereinigung besser verstehen wollen und zugleich mehr erfahren wollen über die Persönlichkeit des Wiedervereinigers, also die Bundesrepublik.

      Nach einem zunächst verheißungsvollen Aufbruch oppositioneller Gruppen in der DDR, die einen Demokratisierungsdruck aufzubauen suchten, der auch auf den Westen übergreifen sollte, wurde jedoch die „friedliche Revolution“, die keine Revolution war, regelrecht aufgekauft — der Kapitalismus hat bekanntlich einen großen Magen.

      Wie die Geschichte ausging, ist bekannt: Die historische Chance auf eine gesamtdeutsche Verfassung, die, wie es in Paragraf 146 des Grundgesetzes heißt, „von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist“, also die Chance einer wirklichen Demokratisierung in beiden Teilen wurde in rigoroser Siegermentalität blockiert. Und damit auch die Chance, sozialen Grundrechten Verfassungsrang zu geben.

      In diesen Siegesstunden bewies der Kapitalismus noch einmal, dass ihm kein ideologisches System an illusionserzeugender Kraft gleichkommt. Keine andere autoritäre Herrschaftsform verfügt über so ausgefeilte Mittel, Menschen zu ihrer freiwilligen Knechtschaft zu verführen. Dazu gehören insbesondere Mittel zur Spaltung der Gesellschaft und zur Zersetzung von Dissens. All diese Mittel konnten 1989 höchst wirksam zur Anwendung gebracht werden, dazu noch mit singulären Renditen für die Kapitalbesitzer. Die Stimmen einer demokratischen Revolution verhallten und der kapitalistische Weg war frei zu einer, in Daniela Dahns prägnanter Formulierung, „feindlichen Übernahme der DDR auf Wunsch der Übernommenen“. Auch das war Demokratie, nur eben „kapitalistische Demokratie“, über die noch zu sprechen sein wird.

      Aus:
      Die verhinderte Demokratie
      Nach der Wiedervereinigung eroberten die Sieger die Deutungshoheit und vereitelten so die historische Chance eines wirklichen Neubeginns.
      von Rainer Mausfeld

      Eine Vereinigung — das wäre eigentlich ein Vorgang der Kompromissfindung, bei dem beide Seiten ihre Vorstellungen und Erfahrungen einfließen lassen. Aus These und Antithese könnte eine Synthese entstehen, die das Beste aus beiden Welten auf einer höheren Ebene vereinigt. Während des Wendeprozesses 1989/90 war vor allem Ostdeutschland ein Laboratorium kreativer Ideen, das Hoffnung auf die Schaffung einer wirklichen sozialen Demokratie weckte. Aber die Ostdeutschen wurden bewusst mit den Lockungen der Warenwelt eingekauft; die westdeutschen Lämmer schwiegen, eingelullt vom Versprechen des „Weiter so“. Der Endsieg des profitgetriebenen Kapitalismus erstickte alle Ansätze zu wirklich Neuem im Keim. Weder gab es eine gesamtdeutsche Verfassung noch ein Zusammenwachsen der beiden unterschiedlichen Mentalitäten. All das geschah auch, weil das Hauptwerkzeug eines sanften Totalitarismus, die West-Medien, in den Hirnen und Herzen der Deutschen ganze Arbeit geleistet hatte.
      https://www.rubikon.news/artikel/die-verhinderte-demokratie

      Nun ja, der Lack vom "Konsumparadies" ist einstweilen ab und überall lugt das rostige braun hervor. Und was dabei herauskommt wenn man den Geldfürsten keine Einhegung gegenüberstellt, kann man derweil sehr gut in der Neobarbarei beobachten:

      Das Überleben der Reichsten
      von Douglas Rushkoff

      Letztes Jahr wurde ich auf ein exklusives Luxus-Privatanwesen eingeladen, um einen Grundsatzvortrag zu halten. Ich nahm an, mein Publikum werde aus etwa einhundert Investment-Bankern bestehen. Für diese Rede hatte man mir mein bisher höchstes Honorar angeboten – etwa die Hälfte meines jährlichen Professorengehaltes –, nur um einen Einblick in das Thema „Die Zukunft der Technologie“ zu geben.
      (…)
      Die wirklich interessanten Fragen

      Welche Region wird die kommende Klimakrise weniger zu spüren bekommen: Neuseeland oder Alaska? Baut Google wirklich ein Zuhause für Ray Kurzweils Gehirn und wird sein Bewusstsein während des Übergangs weiterleben oder wird es sterben und völlig neu wieder geboren werden? Schließlich erklärte der Vorstandsvorsitzende eines Maklerunternehmens, dass er den Bau eines eigenen unterirdischen Bunkersystems so gut wie fertiggestellt hatte und fragte dann:

      „Wie erhalte ich nach dem Ereignis meine Autorität gegenüber meinen Sicherheitskräften aufrecht?“

      Trotz ihres ganzen Reichtums, trotz ihrer ganzen Macht glauben sie nicht, dass sie die Zukunft beeinflussen können.

      „Das Ereignis“

      Das Ereignis. Das war ihr Euphemismus für den ökologischen Zusammenbruch, soziale Unruhen, eine Atomexplosion, einen unaufhaltsamen Virus oder einen Mister Robot-Hack, der alles zusammenbrechen lässt („Mister Robot“ ist eine US-Serie, in der ein IT-Spezialist angeheuert wird, um die Weltwirtschaft ins Chaos zu stürzen; Anmerkung der Übersetzerin).

      Sich des Mobs erwehren

      Diese einzige Frage beschäftigte uns für den Rest der Stunde. Sie wussten, dass sie bewaffnete Wachen brauchen würden, um ihre Anwesen vor dem wütenden Mob zu schützen. Wie würden sie aber die Wachen bezahlen, wenn das Geld wertlos geworden wäre? Wie könnte man die Wachen daran hindern, einen eigenen Anführer zu wählen? Die Milliardäre dachten über spezielle Zahlenschlösser für ihre Nahrungsmittelvorräte nach, deren Zahlenfolge nur sie kannten. Oder darüber, ihren Wachen eine Art disziplinarische Halsbänder anzulegen, um sich zu schützen. Oder vielleicht könnten ja auch Roboter als Wachen und Arbeiter dienen, wenn die Technik bis dahin so weit sei.
      Das Transzendieren des Menschseins an sich

      Da wurde mir schlagartig bewusst: Für diese Herren war dies tatsächlich ein Gespräch über die Zukunft der Technik. Angeregt wurden sie von Elon Musk, der den Mars bevölkern und Peter Thiel, der den Alterungsprozess umkehren möchte; von Sam Altman und Ray Kurzweil, die ihren Verstand in einem Supercomputer speichern wollen.

      Diese fünf hier bereiteten sich auf eine digitale Zukunft vor, die weit weniger damit zu tun hat, die Welt zu verbessern, als damit, die conditio humana an sich zu transzendieren und sich abzuschotten von den sehr realen und gegenwärtigen Gefahren des Klimawandels, dem steigenden Meeresspiegel, Massenmigration, weltweiten Pandemien, nativistischer Panik und Ressourcenerschöpfung. Für sie besteht die Zukunft der Technologie allein in der Flucht.

      Die transhumane Vision

      An übertrieben positiven Einschätzungen davon, wie Technologien der menschlichen Gesellschaft nützen können, ist nichts auszusetzen. Der derzeitige Drang in Richtung einer post-humanen Utopie ist jedoch etwas ganz anderes.

      Es ist weniger die Vision einer Migration der gesamten Menschheit zu einem neuen Daseinszustand als vielmehr das Streben danach, alles zu transzendieren, was menschlich ist: den Körper, wechselseitige Abhängigkeit, Mitgefühl, Verletzbarkeit und Komplexität. Wie Technikphilosophen bereits seit Jahren aufzeigen, reduziert die transhumane Vision viel zu leicht die gesamte Wirklichkeit auf Daten und folgert, dass „Menschen nichts weiter sind als informationsverarbeitende Objekte.“

      So wird die menschliche Evolution auf ein Videospiel reduziert, das jemand gewinnt, indem er die Notluke findet und ein paar seiner allerbesten Freunde mitnimmt. Wird es Musk sein oder Bezos, Thiel … Zuckerberg? Diese Milliardäre sind die mutmaßlichen Gewinner der digitalen Wirtschaft – desselben „Der Stärkste-gewinnt“-Wirtschaftsszenarios, das überhaupt erst diese Spekulationen angefacht hat.

      Eine Zukunft zum Nutzen der Menschheit…

      Natürlich war es nicht immer so. In den frühen Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts gab es einen kurzen Augenblick, in dem die digitale Zukunft ergebnisoffen und durch unsere Erfindungen gestaltbar schien. Die Technologie wurde zu einem Tummelplatz für die Gegenkultur, die darin eine Möglichkeit sah, eine inklusivere, dezentralisierte Zukunft zum Nutzen der Menschheit zu schaffen.

      Etablierte Wirtschaftsinteressen jedoch sahen nur neue Potentiale zur Gewinnerzeugung, und zu viele Technikfreaks wurden von Unicorn IPOs verblendet (gemeint sind Börsengänge von Startups, die mehr als eine Milliarde US-Dollar wert sind, Anmerkung der Übersetzerin). Digitale Termingeschäfte wurden nun eher wie Aktien- oder Baumwoll-Termingeschäfte verstanden – die man vorhersagen und auf die man wetten kann. So wurde also jede Rede, jeder Artikel, jede Studie, Dokumentation oder Informationsschrift nur insofern als relevant betrachtet, als sie auf einen Börsenticker hinwiesen.

      …oder eine, auf die Wetten abgeschlossen werden?

      Die Zukunft wurde weniger zu etwas, das wir durch unsere gegenwärtigen Entscheidungen oder unsere Hoffnungen für die Menschheit erschaffen, als vielmehr zu einem vorbestimmten Szenario, auf das wir mit unserem Risikokapital wetten, in dem wir aber einfach, ohne unser Zutun, landen.

      Dies befreite jedermann von den moralischen Auswirkungen seiner Handlungen.
      (…)
      Nicht Rettung, sondern Flucht

      Sie waren nicht daran interessiert, wie eine Katastrophe zu vermeiden wäre; sie sind davon überzeugt, dass wir dafür schon zu weit gegangen sind. Trotz ihres ganzen Reichtums, trotz ihrer ganzen Macht glauben sie nicht, dass sie die Zukunft beeinflussen können. Sie gehen einfach vom dunkelsten Szenario aus und setzen dann soviel Geld und Technik wie möglich ein, um sich abzuschotten – vor allem, wenn sie keinen Platz mehr auf einer Rakete zum Mars ergattern können.

      Einer für alle – alle für einen

      Glücklicherweise haben jene von uns, denen die Mittel fehlen, ihre eigene Mitmenschlichkeit zu verleugnen, viel bessere Möglichkeiten. Wir müssen die Technik nicht auf derart antisoziale, atomisierende Weise nutzen. Wir können zu der Art von Einzelverbrauchern werden, wie die Geräte und Plattformen uns haben wollen – oder wir können uns daran erinnern, dass der wahrhaft entwickelte Mensch kein Einzelgänger ist.

      Ein Mensch zu sein ist keine Frage des individuellen Überlebens oder Fliehens. Es ist ein Teamsport. Was immer zukünftige Menschen haben oder sein werden – sie werden es zusammen haben oder sein.

      Aus:
      Samstag, 25. August 2018, 15:30 Uhr
      ~12 Minuten Lesezeit
      Der Krieg der Reichen
      Die Reichen verschwören sich, um uns zurückzulassen.
      von Rubikons Weltredaktion

      „Flucht statt Ethos“ könnte das Motto dieser Männer sein, geht es ihnen doch nicht darum, die Welt noch zu retten oder zumindest zu verbessern — nein, es geht ihnen um Flucht, darum, die eigene Haut zu retten, koste es was es wolle. Der Autor dieses Artikels, Douglas Rushkoff, kommt zu dem Schluss, dass in dieser Denkweise nicht die „neutrale“ Technologie als das Problem angesehen wird, sondern der fehlerhafte, defizitäre, schrecklich un-binäre Mensch in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Und die gilt es zu transzendieren – Maschinen sind schließlich die besseren Menschen.
      https://www.rubikon.news/artikel/der-krieg-der-reichen

    • Irwish sagt:

      @ _Box:

      Um eine ECHTE Demokratie errichten zu können, braucht es ECHTE Demokraten. Die haben wir derzeit in der Mehrheit nicht, die meisten Menschen scheinen unter dem Demokratiebegriff nichts weiter zu verstehen als die sogenannten freien Wahlen. Die Ansicht, daß eine Abstimmung letztlich nur eine Notlösung darstellt und erst zum Einsatz kommen sollte, wenn vorangegangene Diskussionen nicht zu einer Einigung oder Vereinbarung geführt haben, scheint nicht allzu weit verbreitet zu sein.

      Zugegeben, für einen »normalen« Bürger irgendeines modernen Industriestaates stellt sich die Frage, ob er sich eingehender oder überhaupt mit demokratie-theoretischen Büchern und Artikeln befassen solle, erst gar nicht. Dieser Bürger hat nämlich auch nur 24 Stunden Zeit pro Tag, und die sind in aller Regel bereits voll verplant. Zudem raubt ihm die tägliche fremdbestimmte Tätigkeit den Großteil seiner Energien, die am Abend nach getaner Arbeit nur mehr dafür ausreichen, sich vor die Glotze zu knallen, das eine oder andere Bier zu trinken und mit den Parolen der TV-Propaganda im Hirn zu Bett zu gehen. Am nächsten Morgen weckt ihn der Radiowecker mit weiterer Propaganda, und so ist er gleich wieder eingestimmt für einen weiteren Tag, den er der Kapitalvermehrung anderer widmet.

      Aber auch für die meisten derjenigen, die aus welchen Gründen auch immer (Arbeitslosigkeit, Rente, freigestellt, Krankenstand etc.) nicht täglich ihre Haut zu Markte tragen müssen, kommt es nicht in Frage, sich statt vor der Glotze mit einem Sachbuch die »Zeit zu vertreiben«. Die Tatsache, daß Menschen im Grunde einen natürlichen Widerwillen dagegen zeigen, einem fremden Willen unterworfen zu sein, wird gewöhnlich nicht wahrgenommen, und wenn doch, vom Individuum massiv unterdrückt, indem es sich mit allerlei Ablenkung selbst daran hindert, darüber nachzudenken. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Menschen tagtäglich ihre »Freizeit« damit verplempern, Videospiele zu spielen oder apathisch vor dem Fernseher zu sitzen. Es dürfte allerdings die Mehrheit sein. Mit solchen – ich möchte es mal etwas direkt formulieren – Luschen und Fremdgesteuerten ist kein demokratisches Gemeinwesen umsetzbar. Viel zu sehr sind diese Menschen daran gewöhnt, ihre wahren Interessen entweder zu unterdrücken, um als brav und anständig gelten zu können, oder sie an irgendwelche, sich genau dafür anbietende Politdarsteller zu delegieren. Letztere machen dann, so sie gewählt wurden, mit diesem Mandat genau das, was ihrem eigenen Wohle dient und scheißen regelrecht auf die Anliegen ihrer Wähler.

      Rainer Mausfeld beschreibt in seinem Buch WARUM SCHWEIGEN DIE LÄMMER, wie sich die »verwirrte Herde« auf Kurs halten läßt:

      —– Zitat-Anfang —–
      Da die Machtunterworfenen in der Mehrzahl sind und die Machtausübenden in der Minderheit, ist, wie schen David Hume bemerkte, »nichts überraschender als die Leichtigkeit, mit der die Vielen von den wenigen regiert werden«. Abgesehen von brutaler Unterdrückung bleibt den Herrschenden, wie Hume erkannte, nur eine Möglichkeit, durch die sich ihre Herrschaft sichern lässt, nämlich die Kontrelle der Meinung. Hierfür verfügen sie über ein umfassendes Arsenal ven Techniken, wie es vor allem in den USA mit großem Aufwand und unter massiver Beteiligung der Sozialwissenschaften systematisch entwickelt wurde und wird. Zu diesen gehören vor allem geeignete Bedeutungsverschiebungen vertrauter und positiv besetzter Begriffe wie »Freiheit«, »Gerechtigkeite«, »Liberalisierung«, »Refermen« – und eben auch »Demokratie«. Der mit großen emanzipatorischen Versprechen aufgeladene Begriff der Demokratie erfordert aus der Perspektive der Herrschenden besondere Anstrengungen, um den durch ihn hervergerufenen Eindruck politischer Selbstbestimmung zu erhalten und zugleich das mit ihm verbundene Risiko für die Stabilität von Machtverhältnissen wirksam zu entschärfen. Wenn es sich also durch geeignete orwellsche Begriffsmanipulationen bewerkstelligen ließe, die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs »Demekratie« in einer für die Öffentlichkeit kaum bemerkbaren Weise so zu verschieben, dass »Demokratie« gerade nicht mehr eine politische Selbstbestimmung des Volkes bedeutet, sendern eine Fremdbestimmung durch politisch-ökonemische Eliten, so ließe sich der Begriff »Demokratie« sogar als ein ausgesprochen nützliches Herrschaftsinstrument nutzen. Denn ein solcher Begriff ven »Demokratie« suggeriert, dass dem Freiheitsbedürfnis der Machtunterworfenen Rechnung getragen wurde und dass die existierenden gesellschaftlichen Verhältnisse gerade Ausdruck des Willens des Volkes seien. Es lässt sich kaum eine wirksamere Form der Revolutionsprophylaxe denken als die lllusion der politischen Selbstbestimmung.
      —– Zitat-Ende —–
      Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer, S. 174-175

      Weil sich diese Bedeutungsverschiebung des Demokratiebegriffs in den vergangenen mehr als hundert Jahren mehr und mehr durchsetzen konnte, wurden demokratische Prozeduren so in das kapitalistische System integriert, daß die eigentlichen, dahinterstehenden Strukturen der wahren Machtausübung verborgen blieben. Auf diese Weise werden bestehende Machtverhältnisse verschleiert. Dem braven, angepaßten Wohlstandsbürger kommt erst gar nicht in den Sinn, daß hinter den Politkaspern – die er natürlich als seriöse und Achtung verdienende Politiker zu sehen gelernt hat – noch andere, weit mächtigere Strukturen als die einzelnen Staatengebilde am Wirken sind. Deshalb fühlt sich der Bürger in der Regel auch nicht bedroht, sondern glaubt »seinen« Autoritäten fast alles, wie er früher als Kind seinen Eltern geglaubt hatte, ja glauben MUSSTE.

      Ich weiß wirklich nicht, ob die nachfolgenden Generation diesbezüglich besser aufgestellt sind als das derzeitige Bürgertum. Wenn ich nur die unzähligen Handy-Zombies, die täglich auf den Straßen mit sturem Blick auf ihr Smartphone unterwegs sind, wahrnehme, graust es mich. Da geht es meiner Beobachtung nach nicht um Information, nicht um seriöse Berichterstattungen und schon gar nicht um wirklichkeitsnahe Erfassung von Zusammenhängen und Hintergründen, sondern vorwiegend darum, den durch die zunehmende Vereinzelung hervortretenden Mangel nach Beziehung mit allerlei illusionären »Kontakten« zu kompensieren. Wichtiger als wirklichkeitsnahe Information scheint dem Smartphone-Junky die Frage zu sein, wieviele sogenannte »Freunde« und Anhänger er auf dieser oder jenen Plattform hat.

      Um die Masse – die von Machteliten als Nutzviehbestand wahrgenommen wird – bei Laune zu halten, bedienen sich die Mächtigen, via Think Tanks und PR-Firmen, etlicher wirkungsvoller Mittel:

      —– Zitat-Anfang —–
      Man kann Gefühle der Ohnmacht und Angst erzeugen, wodurch man die Neigung erhöht, den Status quo zu bewahren. Man kann durch Konsumismus, mediale Überflutung mit Nichtigkeiten und Infantilisierung die politische Apathie verstärken. Man kann mit klassischen Techniken der Indoktrination ein »falsches Bewusstsein« und »Falsch-Identitäten« erzeugen, durch welche die Erfahrungsrealität der Bürger in geeigneter Weise umgestaltet wird. Man kann grundlegender ansetzen und durch konsequente »Umformung« der Bürger zu bloßen Konsumenten insgesamt die Befähigung blockieren, überhaupt politische Überzeugungen auszubilden. Man kann durch ein geeignetes Empörungsmanagement das Veränderungsbedürfnis der Bürger auf Scheinziele ablenken. Die zu diesen Möglichkeiten eines Demokratiemanagements erforderlichen Methoden sind recht schlicht und seit mehr als einem Jahrhundert vielfältig erforscht und verfeinert worden.

      Eine äußerst wirksame und gut erprobte Methode des Demokratiemanagements hat in jüngerer Zeit wieder besondere Bedeutung gewonnen. Noam Chomsky beschreibt sie so:

      »Der intelligente Weg, Menschen passiv und fügsam zu halten, besteht darin, das Spektrum akzeptabler Meinungen strikt zu begrenzen, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zu ermöglichen – und sogar kritischere und abweichende Ansichten zu fördern. Das gibt den Menschen das Gefühl, dass freies Denken stattfindet, während die Voraussetzungen des Systems immer wieder durch die Grenzen des zulässigen Bereichs der Debatte verfestigt werden.«
      —– Zitat-Ende —–
      Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer, S. 176

      Wie Mausfeld weiter schreibt, geht es dabei nicht einfach darum, »Menschen bestimmte ideologische Meinungen einzutrichtern oder eine ideologische Rahmenerzählung durchzusetzen, sondern gleichsam komplementär darum, ganze Denkmöglichkeiten für die Öffentlichkeit unsichtbar zu machen. Je besser dies gelingt, desto stärker wird die herrschende Ideologie als alternativlos empfunden. Es geht also darum, den öffentlichen Debattenraum so einzuschränken, dass Konzeptionen, welche die herrschende Ideologie und die herrschenden Machtverhältnisse gefährden könnten, als Alternativen gar nicht mehr sichtbar sind. Das gilt nicht nur für konkrete Konzeptionen gesellschaftlicher Organisation, sondern insbesondere auch für allgemeine Leitvorstellungen oder Utopien, wie sie seit jeher der Motor der Zivilisationsentwicklung waren und sind. Wird der öffentliche Debattenraum durch eine Eingrenzung auf Denkmöglichkeiten eingeschränkt, die mit der herrschenden Ideologie verträglich sind, so wird damit auch der Leitidee des ›mündigen Bürgers‹ das Fundament entzogen – und damit der Leitidee von Demokratie selbst. Denn eine wirkliche Demokratie ist mit dem grundlegenden Problem behaftet, dass sie auf Voraussetzungen beruht, die sie selbst erst schaffen muss. Sie beruht auf dem Leitideal des mündigen Bürgers. Mit ihm steht oder fällt die Idee von Demokratie.« (S. 177)

      Zahlreiche Diskussionen im Telepolis-Forum wie auch wirklichen Leben haben mir gezeigt, daß die meisten diesen Feststellungen nicht folgen können oder wollen. »Was soll das denn sein, ein Debattenraum? Sowas gibt's nicht!«, entgegnete mir sinngemäß ein Telepolis-Forent. Und aus einem Gespräch mit meinem jüngsten Bruder – voll angepaßt und völlig unbelesen – erinnere ich mich einer beispielhaften Entgegnung: »So ein Blödsinn! Niemand kann mir vorschreiben, was ich denken soll!« Daß er sich dabei gewaltig irrte, versuchte ich ihm dann erst gar nicht mehr nachzuweisen, schon allein deshalb, weil der nicht richtig zuhören könnte. Er war wie auch viele Forenten sofort auf Streit gebürstet, wie um sicherzustellen, daß er das, was ich behauptet hatte, sicher und konfliktfrei abwehren kann, was folgendes Statement impliziert: »Wenn du es noch einmal wagst, mir sowas an den Kopf zu werfen, dann kriegen wir richtig Krach miteinander!« – Im Grunde eine Drohung mit Streß oder sogar tätlicher Auseinandersetzung. So reagieren nur Leute, denen, ohne daß ihnen das bewußt ist, die Kackbrühe schon knapp unterm Kinn steht, um es mal etwas krasser auszudrücken. Im Prinzip hab ich da in Wunden herumgestochert, die auch ohne mein Zutun bereits enormen emotionalen Druck ausüben.

      Von Mündigkeit im Sinne einer Befähigung zur Selbstbestimmung kann daher in den Bevölkerungen der Industrienationen keine Rede sein. Demokratie als Vergesellschaftung von Herrschaft ist mit diesen Menschen einfach nicht möglich, so lange sie auf diesem niedrigen Bewußtseinslevel verharren.

      https://www.pdfdrive.com/warum-schweigen-die-lämmer-wie-elitendemokratie-und-neoliberalismus-unsere-gesellschaft-und-unsere-lebensgrundlagen-zerstören-d187166022.html

      Ingeborg Maus: BÜRGERLICHE RECHTSTHEORIE UND FASCHISMUS – Zur sozialen Funktion und aktuellen Wirkung der Theorie Carl Schmitts
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Maus_Ingeborg-Buergerliche_Rechtstheorie_und_Faschismus_(OCR).pdf

      Ingeborg Maus: JUSTIZ ALS GESELLSCHAFTLICHES ÜBERICH – Zur Position der Rechtsprechung in der Demokratie
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Maus_Ingeborg-Justiz_als_gersellschaftliches_Ueber-Ich_(OCR).pdf

      Ingeborg Maus: RECHTSTHEORIE UND POLITISCHE THEORIE IM INDUSTRIEKAPITALISMUS
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Maus_Ingeborg-Rechtstheorie_und_Politische_Theorie_im_Industriekapitalismus_(OCR).pdf

      Ingeborg Maus: ÜBER VOLKSSOUVERÄNITÄT – Elemente einer Demokratietheorie
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Maus_Ingeborg-Ueber_Volkssouveraenitaet(OCR).pdf

      Ingeborg Maus: ZUR AUFKLÄRUNG DER DEMOKRATIETHEORIE – Rechts- und demokratietheoretische Überlegungen im Anschluß an Kant
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Maus_Ingeborg-Zur_Aufklaerung_der_Demokratietheorie_(OCR).pdf

      Reinhard Opitz: EUROPASTRATEGIEN DES DEUTSCHEN KAPITALS 1900-1945
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Opitz-Eurostrategien_des_deutschen_Kapitalismus(OCR).pdf

      Reiss & Bhakdi: CORONA-FEHLALARM – Zahlen, Daten und Hintergründe
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Bhaktdi-Corona_Fehlalarm_(OCR).pdf

      Peter Brückner: ZUR SOZIALPSYCHOLOGIE DES KAPITALISMUS – Sozialpsychologie der antiautoritären Bewegung I
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Brueckner-Sozialpsychologie_des_Kapitalismus_(OCR).pdf

      Heinz Bude: GESELLSCHAFT DER ANGST
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Bude_Heinz-Gesellschaft_der_Angst_(OCR).pdf

      Stefan Lanka & Hans-Ulrich Niemitz & Veronika Widmer & Karl Krafeld: DIE VOGELGRIPPE – Der Krieg der USA gegen die Menschheit
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Lanka_Stefan_ua-Die_Vogelgrippe_(OCR).pdf

      Evelyn Cavillon: VOGELGRIPPE – Bedrohung durch eine pandemische Supergrippe?
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Cavillon_Evelyn-Vogelgrippe_(OCR).pdf

      Stanley Diamond: KRITIK DER ZIVILISATION
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Diamond_Stanley-Kritik_der_Zivilisation(OCR).pdf

      Thorsten Engelbrecht & Claus Köhnlein: VIRUS-WAHN – Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden-Profite macht
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Engelbrecht+Koehnlein-Virus-Wahn_(OCR).pdf

      Marius Jung: MORAL FÜR DUMME – Das Elend der politischen Korrektheit
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Jung-Moral_fuer_Dumme(OCR).pdf

      Timo Klattenhoff: GELD, EINE SYMBOLISCHE FORM – Perspektiven mit Ernst Cassirer und Georg Simmel
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Klattenhoff_Timo-Geld_als_symbolische_Form_OCR.pdf

      Walter Lippman: DIE ÖFFENTLICHE MEINUNG
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Lippmann_Walter-Die_oeffentliche_Meinung(OCR).pdf

      Ferdinand Lundberg: DIE REICHEN UND DIE SUPERREICHEN – Macht und Allmacht des Geldes
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Lundberg_Ferdinand-Die_Reichen_und_die_Superreichen_(OCR).pdf

      Hans-Joachim Maaz: DAS GESPALTENE LAND – Ein Psychogramm
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Maaz_Hans-Joachim-Das_gespaltene_Land_(OCR).pdf

      Franz Ruppert: WER BIN ICH IN EINER TRAUMATISIERTEN GESELLSCHAFT? – Wie Täter-Opfer-Dynamiken unser Leben bestımmen und wie wir uns daraus befreien
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Ruppert_Franz-Wer_bin_ich_in_einer_traumatisierten_Gesellschaft_(OCR).pdf

      Ariadne Schirach: DIE PSYCHOTISCHE GESELLSCHAFT – Wie wir Angst und Ohnmacht überwinden
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Schirach_Ariadne-Die_psychotische_Gesellschaft_(OCR).pdf

      Paul Schreyer: CHRONIK EINER ANGEKÜNDIGTEN KRISE – Wie ein Virus die Welt verändern konnte
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Schreyer_Paul-Chronik_einer_angekuendigten_Krise_(OCR).pdf

      Paul Schreyer: DIE ANGST DER ELITEN – Wer fürchtet die Demokratie?
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Schreyer_Paul-Die_Angst_der_Eliten(OCR).pdf

      Martin Sprenger: DAS CORONA-RÄTSEL – Tagebuch einer Pandemie
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Sprenger_Martin-Das_Corona-Raetsel_(OCR).pdf

      Shoshana Zuboff: DAS ZEITALTER DES ÜBERWACHUNGSKAPITALISMUS
      http://irwish.de/PDF/__Scans/Zuboff_Ueberwachungskapitalismus(OCR).pdf

    • _Box sagt:

      Irwish,

      stimmt alles was sie schreiben und auf was sie hinweisen. Das Gleiche mache ich auch seit Jahren und ebenso mit ähnlichen, aber auch mit ganz anderen Erfahrungen. Ich habe zahlreiche positive Erlebnisse und auch die Erfahrung gemacht, daß das gerade die letzten Jahre, wo der Geldadel immer mehr Amok läuft und jetzt sind die ja völlig von der Rolle, immer mehr kippt. Zwischen Illusion und Wirklichkeit klaffen Welten und das fällt auch irgendwann dem Letzten auf. Nun, vielleicht nicht dem Letzten, aber genügend. Das käufliche Lumpenproletariat wird dem Geldadel ohnehin nie ausgehen.

      Am dritten Januar war fasst eine halbe Million Menschen auf den Strassen, der Unmut wächst. Auch schätze ich, daß es ein Trugschluß ist, man bräuchte fertige Demokraten um eine Demokratie zu erschaffen. Man lernt und wächst an der Aufgabe, was auch Rosa Luxemburgs Kritik an den Bolschewiki war:

      Schließlich und endlich kritisierte die Luxemburg die Bolschewiki für ihre
      mangelhafte demokratische Praxis. Doch es war nicht nur mangelhafte
      Praxis, die sie monierte. Auch warf sie den Bolschewiki vor, ein falsches
      theoretisches Verständnis davon zu haben, was Demokratie beinhalte.
      Dieses fehlende Demokratieverständnis hat nicht nur ernsthafte
      Konsequenzen für die Demokratie, sondern auch für die Revolution als
      solche. Schließlich ist eine lebendige sozialistische Demokratie eine
      wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Revolution. Luxemburg:
      „Lenin sagt: Der bürgerliche Staat sei ein Werkzeug zur Unterdrückung
      der Arbeiterklasse, der sozialistische – zur Unterdrückung der Bourgeoisie.
      Es sei bloß gewissermaßen der auf den Kopf gestellte kapitalistische
      Staat.“5 Für Rosa Luxemburg zeugt dies von einem falschen Verständnis,
      ignoriert es doch die Tatsache, daß der sozialistische Staat der politischen
      Erziehung der Massen und ihrer auf der Suche nach guten Lösungen
      gemachten Erfahrungen bedarf. Indem sie das öffentliche politische Leben
      behinderten und den Massen verwehrten, politische Erfahrung zu machen,
      haben die Bolschewiki die Möglichkeit weiterer revolutionärer Entwicklung
      vereitelt.
      Die berühmten Worte “Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden”
      wurden eben im Kontext der Bedeutung der im Revolutionsprozess
      gemachten Erfahrungen geschrieben. Politische Freiheit ist gerade deshalb
      so besonders wichtig, weil Menschen erst durch sie die Möglichkeit
      bekommen, Erfahrungen zu machen, und aus den Erfahrungen auf dem
      Weg zu einer sozialistischen und demokratischen Gesellschaft hoffentlich
      etwas lernen. Freiheit ist ganz einfach eine wichtige und notwendige
      Voraussetzung einer erfolgreichen Entwicklung der Revolution. Ohne diese
      Erfahrungen kann keine demokratische und sozialistische Gesellschaft
      verwirklicht werden. Was sie wissen müssen, um eine sozialistische
      Gesellschaft zu erschaffen, lernen die Revolutionäre im Revolutionsprozess
      durch politisches Handeln und politische Freiheit. Die Revolution muss
      deshalb langwierig sein, weil die Menschen im Kampf selbst durch Versuch
      und Irrtum lernen, was sie wissen müssen, um sich selbst leiten zu
      können.

      Aus:
      Vorgetragen auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin, 16./17.01.2009
      Rosa Luxemburgs Demokratievorstellungen und
      ihr Manuskript zur russischen Revolution
      Tanja Storløkken
      https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/dokumentationen/090116_RL-Konferenz/beitraege/Tanja_Storlokken.pdf

      Oder hier, ein Hinweis von multipolar:

      Free21: Vordenker Abdullah Öcalan: Wie der PKK-Chef vom Terroristen zum Gesellschaftstheoretiker wurde (Michael Meyen) – Auszug: „Auf der Insel Imrali im Marmarameer, wo mehr als zehn Jahre lang überhaupt nur ein einziger Häftling saß, ist Abdullah Öcalan Philosoph und Gesellschaftstheoretiker geworden. Er hat von hier aus mehr als ein Dutzend Bücher veröffentlicht (…) Es geht hier um nicht weniger als um einen großen Wurf – um den Versuch, die Geistesgeschichte des Westens aus einer Mittelost-Perspektive fruchtbar zu machen für die Herausforderungen der Gegenwart und dabei auch aus den Fehlern zu lernen, die die sozialistische Bewegung und nicht zuletzt die PKK im 20. Jahrhundert gemacht haben. (…) Öcalans Konzept lässt sich am besten mit den Begriffen ‚Autonomie‘ und ‚Demokratischer Konföderalismus‘ beschreiben. Wenn man so will: das Gegenteil von einem Staat, in dem einige gleicher sind als die anderen. Bei Öcalan soll sich jede und jeder einbringen können – auf Augenhöhe. Kern ist eine Rätesystem in der Tradition der Pariser Kommune oder der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte, die in Deutschland zum Ende des Ersten Weltkriegs entstanden. Radikale Demokratie. Diejenigen, die es angeht, sprechen miteinander, holen im Zweifel auch Expertise ein und entscheiden dann. (…) Die ‚demokratische Moderne‘, die Abdullah Öcalan der Ehe von Kapitalismus und Nationalstaat gegenüberstellt, soll dabei selbstredend alle Bereiche der Gesellschaft erfassen – auch die Wirtschaft (über Kooperativen, in denen die Menschen nicht mehr ausgebeutet werden, sondern selbst über ihre Arbeit bestimmen) oder das Justizsystem. Öcalan setzt hier auf Moral (verstanden als die Regeln, Sitten und Bräuche, die aus der Gesellschaft selbst erwachsen) als Gegenstück zum Recht, das bei ihm untrennbar mit Staat und Klasseninteressen verbunden ist, sowie auf Verfahren, die gegenseitiges Verständnis fördern und damit inneren Frieden.“

      https://free21.org/wie-der-pkk-chef-vom-terroristen-zum-gesellschaftstheoretiker-wurde/

    • _Box sagt:

      P.S.:
      Da haben sie eine gute Liste weiterführender Literatur.

    • Irwish sagt:

      Offenbar leben wir beide in sehr unterschiedlichen Umfeldern, und daran ist sicher nichts auszusetzen. Wie sich das bei Ihnen in Sachen Pessimismus und Optimismus verhält, möchte ich aber erstmal nicht thematisieren, denn das kann ich nicht beurteilen. Doch bei mir selbst herrscht seit einiger Zeit (vermutlich seit Beginn der Corona-Maßnahmen) ein ständiges Hin und Her zwischen diesen beiden Polen. Davor war ich einigermaßen optimistisch hinsichtlich meiner (unbezahlten) Tätigkeit, relevante Literatur zu verbreiten. Inzwischen ist mir aber schon klargeworden, daß im Verhältnis zur Anzahl der Lesefähigen kaum vom riesigen Angebot an gesellschaftskritischer Literatur Gebrauch gemacht wird. Doch was soll's, ich bin hier nicht der Lehrer, sondern eigentlich nur ein Vermittler. Mir geht es in erster Linie darum, bei den Leuten Interesse für wichtige Zusammenhänge und Hintergründe der menschlichen Gesellschaften zu wecken. Lesen müssen sie dann schon selber.

      »Fertige« Demokraten, wie Sie es nennen, gibt es natürlich nicht und kann es auch nicht geben, denn äußere wie auch innere (Maaz) Demokratien müssen sich aus sich selbst heraus entwickeln, um nachhaltig bzw. dauerhaft funktionieren zu können. Was mir aber am meisten Sorgen bereitet, ist die inzwischen total ausufernde Manipulation durch die Massenmedien, denen noch immer der Großteil der Bevölkerung ausgesetzt ist – und die vor allem trefflich funktioniert, denn die meisten Leuten scheinen weiterhin fest an das zu glauben, was ihnen über diese medialen Nasenringe, die ihre Informationen und Nachrichten direkt ins Gehirn der Abhängigen injizieren, jeden Tag aufs Neue vermittelt wird. Kaum jemand will sich damit befassen, was da eigentlich passiert, daß die Leute beim TV-Glotzen in eine Art Trance geraten, in der ihre Kritikfähigkeit nahezu ausgeschaltet ist, daß sie alle mehr oder weniger an Vater- und Mutterkomplexen leiden und daß sie wesentliche Teile ihres Innenlebens zu unterdrücken gelernt haben. Meine Vorstellungkraft, wie das überwunden werden kann, scheint hier zu versagen.

      Man muß den Massen heute offenbar nicht mehr verwehren, politische Erfahrungen zu machen, denn meiner Beobachtung nach haben die Massen gar kein Interesse daran, was nicht zuletzt in der geringen Wahlbeteiligung zum Ausdruck kommt. Und wer erst einmal erkannt hat, daß 99 Prozent der Bevölkerung, ob sie nun wählen gehen oder nicht, sowieso keinen nennenswerten Einfluß darauf haben, was in der Politik entschieden wird, der kann und will auch kein Interesse entwickeln. Zerstreuung und Ablenkung von sich selbst und von relevanten gesellschaftlichen Dingen scheint hier die Devise zu sein. Was kümmert es den Geldmächtigen, wenn da ein paar Hanseln täglich auf die Straße gehen? Die werden einfach medial niedergebügelt. Die gibt es quasi gar nicht.

      In vor längerer Zeit geführten Interviews mit Kindern wurde gefragt, ob sie von den Eltern geschlagen würden. Die das bejahten, wurden weiter darüber befragt, ob sie ihren Eltern deswegen böse seien. Die meisten verneinten das und argumentierten, sie hätten die Prügel verdient. Kinder, die physisch oder auch »nur« psychisch mißhandelt wurden, treten sozusagen dem Agressor bei; indem sie sich selbst die Schuld am Verhalten der Eltern geben, blenden sie (notgedrungen) aus, daß sie zuvor Bedürfnisse und Regungen verspürten, die von den Eltern abgelehnt wurden. Sie bemühen sich, so zu sein bzw. zu werden, wie man sie haben will. Das setzt sich später im Erwachsenenleben nahtlos fort, weil dieser Urverrat an sich selbst niemals aufgearbeitet wurde. So ist das auch mit dem Faschismus, wie ich bereits erläutert habe: Wenn diese dunkle Zeit der deutschen Vergangenheit nicht wirklich aufgearbeitet wird, mit all seinen Verknüpfungen zur menschlichen seelischen Befindlichkeit, kann das jederzeit wieder geschehen, was wir so hochmoralisch zu verteufeln gelernt haben. Man wird den Faschismus nicht erkennen können, weil er im Gewand der wohlwollenden Eltern (Mutti Merkel, Vater Staat) daherkommt. Um ihn erkennen zu können, benötigt man Kenntnisse über seine inneren Strukturen, seine Wesenheit, und nicht über seine äußeren Erscheinungsformen.

      Sehen Sie, ich möchte wirklich nicht pessimistisch sein. Mir fällt aber auch nichts dazu ein, wie Menschen aus dieser Zwangsjacke herauskommen könnten. Ich kann hier nur mein eigenes Beispiel anführen: Fernseher wegwerfen, Radio wegwerfen, Mainstream-Presse weitgehend vermeiden bzw. verweigern, Konsumverhalten überdenken und alles verweigern, was man nicht wirklich benötigt, sich aus dem fremdbestimmten Erwerbsleben zurückziehen, vom Auto auf's Fahrrad umsteigen und dergleichen. Wenn ich resümiere, wieviel Zeit ich selbst dazu benötigt habe, um mich nicht nur materiell zu reduzieren (abnehmen von 135 auf 75 kg, kein Frustessen mehr, Frust bearbeiten, keine Süßigkeiten, keine sonstigen unnötigen Sachen), sondern dabei auch an Bewußtsein zu gewinnen, dann wüßte ich nicht, wie ich oder die wenigen anderen, die das tun oder getan haben (man ist damit eigentlich nie »fertig«), einem gut etablierten Wohlstandsbürger sowas auch nur im Ansatz vermitteln könnten. Allein schon der Gedanke, auf etwas, an das man sich gewöhnt hat, zugunsten einer aus Sicht des Wohlstandsbürgers doch eher fraglichen Lebensweise zu verzichten, erscheint diesen Leuten völlig absurd. Ich erlebe da keinerlei Anzeichen einer Zustimmung, im Gegenteil, man hält mich gewöhnlich für verrückt oder schlimmeres, wenn ich solche Dinge anspreche. Dasselbe bei Fußballfans, die sich für sportlich halten, weil sie am Wochendende 22 Männern dabei zuschauen, wie sie den Ball hin und her kicken. Auch nur der leiseste Hinweis darauf, wie das mental für die TV-Zuschauer funktioniert, oder auch nur Kritik am Fernsehen überhaupt führt fast immer zu aggressiver Abwehr: »Was, du willst mir mein Fußball madig machen?!?«

      Ich glaube, so ähnlich muß es Leuten ergangen sein, die vor ein paar hundert Jahren davon sprachen, die Sklaverei abzuschaffen. Für die meisten – vor allem für die betuchteren Engländer, deren Wohlstand direkt vom Kolonialismus und der Sklaverei abhing – war es unvorstellbar, auch nur daran zu denken. Und ist heute die Sklaverei abgeschafft? Mitnichten, sie erscheint nur in einem anderen Gewand, nämlich dem der abhängigen und vor allem der prekären Lohnarbeit und in Form der Abhängigmachung und der Ausbeutung der Dritte-Welt-Länder. Es hat sich doch seit den Zeiten des ägyptischen Pharao nicht wirklich etwa verändert; es gab immer nur Formwandlungen und niemals wirkliche Veränderungen des Wesens menschlicher Gesellschaften.

      Wenn es nach mir ginge, müßte man in den Schulen, zumindest in den höheren Klassen der Hauptschulen wie auch in den Gymnasien ganz andere Autoren und Literaturerzeugnisse durchnehmen, als dies derzeit geschieht. Wie z.B. das Buch MYTHOS DER MASCHINE – Kultur, Technik und Macht (1966) von Lewis Mumford. Wenn wir als Menschheit auch weiterhin nicht erkennen können, wohin diese Entwicklung führt, werden wir wohl früher oder später zur Heimatwelt der Borgs werden, jener Maschinenwesen, die in Startrek als die absolute Bedrohung für jegliches Leben dargestellt werden. Die Anfänge dafür kristallisieren sich aus meiner Sicht gerade mehr als überdeutlich heraus, ganz besonders in dieser Zeit des sog. Transhumanismus mit seiner angestrebten absoluten Kontrolle über alles und jeden.

      —– Zitat-Anfang —–
      Jede spezialisierte Beschäftigung brachte nun, eben durch die Spezialisierung, ihre typischen »berufsbedingten Körperfehler« hervor – schiefe Haltung, überentwickelte Muskeln, bleiche Hautfarbe, Kurzsichtigkeit, Herzerweiterung oder Staublunge, mit den dazugehörigen Krankheiten und bleibenden Deformierungen. Allzuoft waren diese Leiden chronisch und hartnäckig; eine höhere Sterblichkeit zeigte die verringerte Lebendigkeit an. Bis in unsere Zeit hinein blieb die Lebenserwartung des englischen Landarbeiters, der oft in überfüllten Unterkünften lebte, minderwertige Nahrung erhielt und ständig Wind und Regen ausgesetzt war, größer als die des Fabrikarbeiters, obwohl dieser einen viel höheren Lohn bekam und auch bessere Wohnbedingungen hatte.

      Unter solchen Umständen war der Fluch der Arbeit keine leere Phrase. In der ägyptischen Darstellung der Vorteile, deren die Schreiber sich vor allen anderen Berufen erfreuten, wurden die Nachteile der Spezialisierung angeführt, von denen ein Beruf nach dem anderen betroffen wurde: tägliche Mühsal, Schmutz, Gefahr, Müdigkeit am Abend. Gelehrte, die meinen, diese Aufzählung wäre stark übertrieben und das Dokument sei eine Satire, wissen zu wenig über die wirklichen Bedingungen der städtischen Arbeiterklassen aller Zeiten.

      All das Elend, das der Autor schildert, war natürlich noch schlimmer in jenen Berufen, die unter Dach, in schlecht beleuchteten, ungelüfteten Räumen ausgeübt wurden – im Gegensatz zum ärmsten Landarbeiter, der sich frei bewegen konnte. Man nehme das Schicksal des Webers:

      »Er kann die (freie) Luft nicht atmen. Verkürzt er den Tag des Webens, wird er mit fünfzig Riemen geschlagen. Er muß dem Torwächter Nahrung geben, damit dieser ihn das Licht des Tages sehen läßt.«

      Diese Stelle zeigt klar, daß die Disziplin der Megamaschine, Tausende Jahre bevor sie die Fabrik des achtzehnten Jahrhunderts erreichte, schon die städtische Werkstatt erfaßt hatte. Waren die Arbeitsbedingungen unter der Megamaschine erdrückend, so blieben sie auch in vielen gewöhnlichen Berufen allezeit schlimm genug, wenngleich das Bild nicht einheitlich düster war; in bestimmten Perioden und Kulturkreisen – im Athen des fünften vorchristlichen Jahrhunderts oder im Florenz des zwölften Jahrhunderts nach Christus, um nur die bekanntesten Beispiele anzuführen – war es ausgesprochen hell. Ist es verwunderlich, daß aus solchen deprimierenden Umständen nicht nur das Gefühl erwuchs, die Arbeit sei an sich ein Fluch, sondern auch, das wünschenswerteste Leben wäre eines, in dem Zaubermaschinen und Roboter alle notwendigen Verrichtungen aus eigener Kraft, ohne jede menschliche Beteiligung, ausführten? Kurz, die Idee des mechanischen Automaten, der allen Befehlen gehorcht und alle Arbeit verrichtet.

      Dieser Traum verfolgte die Menschheit die ganze Geschichte hindurch, in Hunderten Märchen und Volkssagen abgewandelt, lange bevor er sich zur modernen Losung verdichtete: »Möge die Automation jede Arbeit abschaffen.« Oft war dieser Traum von einem anderen begleitet, in dem es darum geht, die Menschheit von einem zweiten Fluch zu erlösen, den die Megamaschine den Volksmassen auferlegt hat: vom Fluch der Armut. Das Füllhorn des Überflusses, das Gelobte Land, wo ein unerschöpflicher Vorrat an Nahrung und Gütern durch bloßes Winken mit der Hand hervorgezaubert wird; mit anderen Worten, der zeitgenössisch infantile Himmel einer ewig expandierenden Wirtschaft – und ihres Endprodukts, der Überflußgesellschaft.

      Der Fluch der Arbeit war eine wahre Heimsuchung für jene, die unter die Herrschaft der autoritären Technik gerieten. Doch der Gedanke, alle Arbeit abzuschaffen, die Geschicklichkeit der Hand ohne die Vorstellungskraft des Geistes auf eine Maschine zu übertragen – diese Idee war nur der Traum eines Sklaven und enthüllte eine verzweifelte, aber phantasielose Sklavenhoffnung; denn sie ignorierte die Tatsache, daß Arbeit, die nicht auf Muskelkraft beschränkt ist, sondern alle Funktionen des Geistes mit einschließt, kein Fluch, sondern ein Segen ist. Keiner, der je seine Lebensarbeit gefunden und ihre Belohnung gekostet hat, würde eine solche Phantasie nähren, denn sie würde Selbstmord bedeuten.
      —– Zitat-Ende —–

      http://irwish.de/PDF/_Soziologie/_Sonstige/Mumford_Lewis-Mythos_der_Maschine-Kultur_Technik_und_Macht.pdf

      Hans-Jürgen Krysmanski: HIRTEN & WÖLFE – Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen
      http://irwish.de/PDF/_Soziologie/_Sonstige/Krysmanski_Hans-Juergen-Hirten+Woelfe.pdf

      Ferdinand Lundberg: DIE REICHEN UND DIE SUPERREICHEN – Macht und Allmacht des Geldes
      http://irwish.de/PDF/_Soziologie/_Sonstige/Lundberg_Ferdinand-Die_Reichen_und_die_Superreichen.pdf

      DIE GENERELLE ANGST VOR DEM TOD TÖTET.

    • _Box sagt:

      Ich schätze es muß einem auch nichts dazu einfallen, wie Menschen aus dieser Zwangsjacke kommen. Es ist bereits alles gesagt und es ist bereits alles wie oft geschehen. Die Verfahren bleiben auch mit neuer Technik gleich. Ich betrachte die Dinge gerne wie sie sind und nehme meinen Möglichkeiten entsprechend daran teil. Was ich aber unter keinen Umständen betreibe, ist Defätismus, denn das ist auch Taktik der Herrschaft, man soll überhaupt nicht auf den Gedanken kommen Erfolg haben zu können. Das ist grundverkehrt. Ist die Situation konfrontativ konfrontiere ich, wird die Hand in Aufrichtigkeit gereicht nehme ich sie an. Bisher war ich damit erfolgreich oder hatte zumindest Teilerfolge und Niederlagen waren zumindest keine Totalverluste.
      Die Herrschenden interessieren sich schon für die Latschdemos, denn sie werden mehr und schließlich ist dies Ausdruck der auch variieren kann und in den Alltag hineinwirkt.
      Ich schätze schon daß die Herrschenden Pläne für alle möglichen Eventualitäten haben und dennoch bleiben die in ihren Möglichkeiten sehr limitiert, denn schließlich streben die stets nur zu dem einen Ziel, ihre Herrschaft nicht zu verlieren. Sprich, egal wieviel Pläne die haben, das sind nur Varianten dazu von dem toten Gaul nicht abgeworfen zu werden.

    • _Box sagt:

      Noch kurz. Die Erwähnung, daß Scholz im Grunde und ich schätze das kann man auf viele vor ihm und auf Politsatrapen in anderen Ländern ausweiten, ein Minderheitenkanzler ist, ist sehr wesentlich. Das ist etwas dessen man sich stets bewußt sein sollte, zur stetigen Gewahrwerdung wie verlogen die Behauptung von einem erteilten Mandat ist. Der Mann schwafelt aus taktischen Gründen aus seiner Blase heraus und fabuliert über andere angebliche Minderheiten. Er wurde faktisch "legitimiert" von einer Minderheit um schließlich einer noch kleineren Minderheit dienstbar zu sein. Jene die ihn schließlich auch auswählte und in Position brachte um vor den Leuten "Demokratie" zu spielen.

      In dem Zusammenhang möchte ich noch auf einen weiteren trefflichen Text verweisen:

      "Westliche Demokratie" ist hohl: Reichtum regiert
      02. April 2018 Paul Schreyer

      Gedanken zu einer wenig beachteten und explosiven Regierungsstudie, die auf den Widerspruch zwischen Demokratie und konzentriertem Reichtum hinweist

      Manche Zusammenhänge sind so simpel und banal, dass sie leicht übersehen werden. Louis Brandeis, einer der einflussreichsten Juristen der USA und von 1916 bis 1939 Richter am Obersten Gerichtshof, formulierte es so: "Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides."

      Hinter dieser Aussage stehen Erfahrung und Beobachtung, aber auch eine innere Logik: Wenn in einer Gesellschaft die meiste Energie darauf verwandt wird, Geld und Besitztümer anzuhäufen, dann sollte es niemanden überraschen, dass die reichsten Menschen an der Spitze stehen. Was wir als führendes Prinzip akzeptieren, das beschert uns auch entsprechende Führer. Und wo sich Erfolg an der Menge des privaten Vermögens bemisst, da können die Erfolgreichen mit gutem Grund ihren politischen Einfluss für recht und billig halten.

      Logisch erscheint es auch, wenn in einer solchen Gesellschaft die Regierung immer wieder gegen die Interessen der breiten Masse entscheidet. Vereinfacht gesagt: Wo reiche Menschen an der Spitze stehen, da herrscht nun mal nicht die Mehrheit. Private Bereicherung und Allgemeinwohl passen ungefähr so gut zusammen wie ein Krokodil in den Goldfischteich. An diesem Widerspruch ändert sich auch dann nichts, wenn die Goldfische und das Krokodil gemeinsam demokratisch eine Regierung wählen, die dann eindringlich an das Krokodil appelliert, doch bitte, im Interesse aller, seinen Appetit zu zügeln.
      (…)
      Je mehr Arme dafür sind, desto eher ist die Regierung dagegen

      Dass solche Beispiele, die man in der Studie nachlesen kann, keine Einzelfälle oder Ausnahmen sind, fanden die Forscher in akribischer Kleinarbeit heraus. Die Ergebnisse sind eindeutig. So heißt es in der Untersuchung:

      "Je höher das Einkommen, desto stärker stimmen politische Entscheidungen mit der Meinung der Befragten überein. (…) Was Bürger mit geringem Einkommen in besonders großer Zahl wollen, hatte in den Jahren von 1998 bis 2013 eine besonders niedrige Wahrscheinlichkeit, umgesetzt zu werden."

      Mehr noch: Eine politische Regelung wurde nicht nur umso eher von der Regierung umgesetzt, je mehr Reiche sie unterstützten. Das hatte man ja fast schon erwartet. Nein, ein Vorschlag wurde von der Regierung auch umso eher abgelehnt, je mehr Arme dafür waren! Die Forscher sprechen hier von einem "negativen Zusammenhang". Sie schreiben wörtlich, dass "die Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung sogar sinkt, wenn mehr Menschen aus der untersten Einkommensgruppe eine bestimmte politische Entscheidung befürworten." Das bedeutet, dass die Regierung die Armen nicht einfach nur ignoriert, sondern praktisch aktiv gegen sie arbeitet.

      Bei der Berücksichtigung der Ansichten der Mittelschicht sieht es laut der Studie ähnlich aus. Deren Forderungen werden von der Regierung annähernd im gleichen Maße ignoriert wie die der Armen. Das heißt konkret: Es ist für die Politik praktisch egal, wie viele Menschen aus der Mittelschicht eine bestimmte Veränderung wünschen. Es existiert jedenfalls so gut wie kein messbarer Zusammenhang zwischen der Zustimmungsrate für eine Forderung in der Mittelschicht und deren Umsetzung. Ein solcher Zusammenhang ist allein für die Wünsche der Einkommensstärksten nachweisbar, dort jedoch sehr deutlich.

      https://www.heise.de/tp/features/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html?seite=all

  3. Hayden sagt:

    Oh Überraschung, das Regime das immer noch dutzende Nazigesetze anwendet, obwohl das seit 20.09.1945 unter Strafe verboten ist, muss wohl das wahre Faschistenpack sein!
    Das Problem sind aber nicht die Herrscher, sondern die Befehlsausführer die alles mitmachen, damals wie heute!
    Was bringt es alles aufzuzählen was der Feind so macht, ohne Lösungen anzubieten? Die sogenannten "Ungeimpften" werden ja nicht zufällig als dumm hingestellt, als rechts, Leugner, Schwurbler etc.. damit sich blos keiner mit denen identifiziert oder gar identifizieren will, denn man will ja nicht selbst so dastehen!
    Achten Sie auf ihre Sprache und verwenden Sie nicht die Sprache des Feindes, das ist die erste Lektion, warum ersetzen wir den vorgegebenen mit einer Wetung versehenen Begriff nicht mit einem eigenen, wie wäre es mit Unbeeindruckt, oder Giftfrei?
    Unbeindruckt finde ich sehr passend für mich selbst zum Bsp. weil ich unbeindruckt von all den billigen Manipulationsversuchen oder der gezielten Verwendung der Sprache mit toxischen Begriffen, weiter die Realität betrachte, was ist und nicht was angeblich sein soll!
    Und genau darauf kommt es an, wenn mir in der Glotze andauernd von der Todesseuche berichtet wird, ich aber rausgehe und nichts davon sehe, wem glaube ich dann und wovon hängt das ab?
    Gehen wir zurück zum Anfang der Plandemie, die war davon geprägt alle davon überzeugen zu wollen, dass die Todesseuche des Jahrtausends wütet, was bei einigen ja gut geklappt hat. Die Methoden die dazu angewandt wurden waren unter anderem die des Überlegenen Wissens, der ständigen Wiederholung usw…
    Dann kamen die schwachsinnigen Maßnahmen mit all ihren Hütchenspielertricks wie Apell an Schuld (du bringst deine Oma um) Beweisumkehr (nicht das Regime muss die Pandemie beweisen, sondern Sie ihre Gesundheit) und natürlich Adhominem (wer was anderes sagt ist Schwurbler) etc..pe pe
    Dann kam irgendwann so eine art Stichtag und man hat Bilanz gezogen zwischen sogenannten "Geimpften" und "Ungeimpften" Ersetzen wir die Worte doch gleich durch "Beeindruckt" und "Unbeindruckt" dadurch verstehen Sie gleich die Zusammenhänge viel besser!
    Das erklärte Ziel ist die sogenannte "Impfung" Gruppe Eins abgehackt, Gruppe zwei bekommt Sonderbehandlung.
    Sie erinnern sich, jetzt kam die Phase wo man all die, welche man mit den simplen Manipulationstricks nicht aufs Glatteis führen konnte, zu Feinden der Demokratie erklärt hat, mit natürlich dem Klassiker Teile und Herrsche sowie Apell an Autorität (wir sperren euch ein) sowie Schuld( die "Ungeimpften" sind schuld, nicht der wirkungslose Gendreck) usw. da das ganze so komplex ist kann ich nicht alle Details aufführen, aber man sieht schon was vor sich geht.
    Die Gruppe der "Beeindruckten" hat sich hauptsächlich aus zwei Gründen das Zeug spritzen lassen, aus Angst vor dem "Virus" oder aus Angst vor Bestrafung und auch der Apell an Schuld hat einiges zur Überredung beigetragen!
    Hätte diese Gruppe aber über Manipulationstechniken bescheid gewusst, hätten sie diese auch erkannt und es wären wesentlich weniger gewesen.
    Der Punkt ist, gerade jetzt wo viele zwangsläufig Zeit haben, sollten sie sich mit dem Thema MANIPULATION befassen, ein wunderbarer und leicht zu erfassender Einstieg gelingt mit den alten Bücher von Josef Kirschner wie zum Bsp. "Manipulieren aber richtig" oder "Die Kunst ein Egoist zu sein"
    Übrigens ist es kein Zufall dass die Begriffe "Egoist" und "Manipulation" negativ belegt sind, damit Sie sich nicht damit identifizieren wollen, denn die Regierenden sind allesamt ausgebildete Weltmeister in diesen Dingen und haben natürlich keinerlei Interesse daran dass Sie deren oft simpelste Manipulationsmanöver durchschauen!
    Die Wahrheit ist nämlich, darauf beruht ihre ganze Macht, welche sich durch Gewalt mangels Personal niemals durchsetzen ließe!
    Die haben weder das Personal noch den Platz um zum Bsp.alle "Unbeeindruckten" wegzusperren und das wissen sie auch ganz genau, deshalb ist es ja so wichtig, dass alle mehr oder weniger freiwillig mitmachen.
    Zu dumm nur, das sich das Regime total verrannt hat und jetzt in einer Sackgasse steckt, wo es nicht mehr rauskommt, weil jeden Tag die Versprechungen der Regierung unglaubwürdiger werden (nach dem "Impfen" bist du frei) und die Kosten der Unterdrückung immer höher werden und auch der Konflikt innerhalb der "Machtelite" vorprogrammiert ist, denn wer will schon gerne vor einem Tribunal landen, welches aber kommen wird!
    Übrigens die feuchten Träume des WEF vom Great Reset usw, sind nichts Anderes als die Bestrebungen die Kosten der Unterdrückung durch Automatisierung mit digitalen Impfpässen und engmaschigen, bereits bestehenden Überwachungsnetzen zu automatisieren, somit die Kosten und den (Personal) aufwand klein und konstant zu halten und die Diktatur bis in alle Ewigkeit zu zementieren, darum mus das unbedingt verhindert werden.
    Ein Smartphone kann ich zu Hause lassen, einen Chip unter der Haut oder eine wandelnde Mac Adresse nicht mehr, wenn dann das Bargeld futsch ist heisst es Game Over!
    Wer jederzeit, überall ortbar und auffindbar ist, der hat endgültig seine Freiheit verloren, lassen Sie es nicht so weit kommen!

  4. palatinus liber sagt:

    Selbst einem von der Mauerschützenpartei dämmert da irgendwas.

    t.me/oliverjanich/84753

    Will da einer erneut den Wendehals aus der Schlinge ziehen?

    Oder macht er sich nur Sorgen darum, dass der Staat sich blamiert, weil er die Beugehaft nicht durchziehen kann?

    • Rulai sagt:

      Habs mir angeguckt, oh Mann, ist das peinlich.
      "Wir müssen einen Weg finden, um das Vertrauen wiederherzustellen."

      Vertrauen in was? In diese korrupten Sprechpuppen und ihre bezahlten Hilfswissenschaftler?
      Vertrauen in die Wirkung der Gentherapie und ihrer tödlichen Beimischungen, fälschlicherweise bezeichnet als Impfungen?
      Vertrauen in die Zahlen, die von staatlichen Institutionen herausgegeben und manipuliert werden,
      daß die Balken krachen?
      Vertrauen in Ärzte und Mediziner, die fleißig mitspritzen?
      Vertrauen in den Materialismus also, und seine zwangsläufige Folge, den Transhumanismus?
      Ja, Vertrauen in die neue Religion der Materialisten, den Transhumanismus? ☠️ ☠️ ☠️

      Da sitzen sie zusammen und beraten darüber, wie man sich das Vertrauen der Menschen zurückergaunern könnte.
      😂 😂

      Was sie nicht kapieren: Dazu bedürfte es des Vir Bonus, im Sinn der rhetorischen Tradition.
      Eines wahrhaftigen, liebevollen, guten, unbestechlichen Menschen, der weiß, wer er ist. Und nicht so ein Verstandessklave, der äußern kann, was immer er will, er wird immer in seinem Sklavensystem verweilen.

      Denn selbst wenn sie ihr System noch so gut mit Scheinbeweisen stützen und belegen – sie erkennen doch niemals, daß das, was sie als Beweis verwenden vom selben Material ist wie das, was sie beweisen möchten.

      Die Schlange ihres Geistes beißt sich in den Schwanz, aber das nehmen sie nicht wahr.

      Und sie sind auch nicht in der Lage zu hören, was ich hier sage. Das kann nur jemand, der ebenfalls weiß, wer er oder sie in Wahrheit ist und systemlos frei ist.

      Daher ist der einzige Lösungsweg, den ich sehe, Gnothi seauton: Erkenne Dich selbst.

      Andernfalls ist schon Dein erster Gedanke falsch, den Du dann durch Abertausend anderer Gedanken untermauern möchtest. Dieses sich selbst erhaltende, erzeugende, beweisende und erfüllende System ist nichts als eine Luftgeburt und in den Sumpf gebaut; umfassend kein einziges Prozent von dem, was uns Menschen möglich ist.

      Ich sehe darin nur Finsternis, Hochmut, Verblendung, Ignoranz – also Gewalttätigkeit.

    • palatinus liber sagt:

      …auf Schlangen und Heuchler kann ich treten.

    • palatinus liber sagt:

      Some things never change, Rulai, Sie werden es kaum für möglich halten, was noch aufzufinden war.

      Damals wie heute zum Fremdschämen!

      Der nette Herr von der Stasi hat schon einmal um Vertrauen gebuhlt – nachdem er mit 95 % ganz demokratisch die Mauerschützenpartei erobert hatte:

      https://youtu.be/5vmFX-91Ylg?t=264

    • Hayden sagt:

      Natürlich kann der Staat die Beugehaft nicht durchziehen, der Staat kann ohne freiwillige Mitläufer überhaupt nichts durchziehen, deshalb setzt er wie immer auf Einschüchterungstaktik und Dressur.
      Das ist genau das Gleiche wie mit diesem unsäglichen GEZ/Betrugsservice, würde morgen keiner mehr zahlen, was wollten sie dann machen, alle einsperren?
      So ein Staat lässt sich durch Gewalt alleine überhaupt nicht aufrecht erhalten, man muss verstehen dass das ganze nur durch die permanente Manipulation der Massen funktionieren kann und das System sofort zusammenbricht, wenn die Massen nicht mehr ihre Zustimmung geben und nicht mehr mitmachen! Warum fordern sie denn ständig zum Denunziantentum auf, man möge doch Leute melden, welche dem System gefährlich werden könnten?
      Ich kann mit ca 700 Kaspern im Bundestag und 250.000 Nasen Schlägertruppe rein garnichts gegen 83 Millionen ausrichten, das wissen die auch, darum wollten sie ja unbedingt diese Situation vermeiden.
      Die Spaziergänger kriegen sie auch mit Drohungen nicht mehr weg, rein Personaltechnisch haben sie eh keine Chance mehr, da es schon zu viele sind, ist nur noch eine Frage der Zeit bis die weg sind!

    • Rulai sagt:

      Bei denen bricht gerade sowieso alles zusammen:

      "
      BREAKING NEWS: Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass der Covid-Erreger kein Impfstoff ist, unsicher ist und um jeden Preis vermieden werden muss

      – Big Pharma und Anthony Fauci haben eine Klage verloren, die von Robert F. Kennedy Jr. und einer Gruppe von Wissenschaftlern eingereicht wurde!

      EILMELDUNG!
      Der Oberste Gerichtshof hat die allgemeine Impfung in den Vereinigten Staaten für ungültig erklärt.

      Bill Gates, der US-Chefarzt für Infektionskrankheiten, Fauci, und Big Pharma haben einen Prozess vor dem Obersten Gerichtshof der USA verloren, weil sie nicht beweisen konnten, dass alle ihre Impfstoffe in den letzten 32 Jahren für die Gesundheit der Bürger sicher waren!

      Die Klage wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern unter Führung von Senator Kennedy eingereicht. Robert F. Kennedy Jr.: „Der neue COVID-Impfstoff sollte unter allen Umständen vermieden werden.

      Ich mache Sie dringend auf wichtige Fragen im Zusammenhang mit der nächsten Impfung gegen Covid-19 aufmerksam.

      Zum ersten Mal in der Geschichte der Impfung greifen die so genannten mRNA-Impfstoffe der neuesten Generation direkt in das Erbgut des Patienten ein und verändern somit das individuelle Erbgut, was eine Genmanipulation darstellt, die bereits verboten war und früher als Verbrechen galt.

      Der Coronavirus-IMPFSTOFF IST KEIN IMPFSTOFF!

      "

      +++++++++++++++++++++

      Aus den Ergebnissen sehr vieler hellsichtig begabter Menschen möchte ich kurz noch das Fazit hier bringen:

      Diese (Giftpimperung) hat keinen Bezug zu einem Covid-Krankheitswesen.
      Im Innern der Spritzungsagenda und deren Teufelsgebräu, direkt erfahren von wirklich kompetenten Menschen,
      steht die Transhumanismus-Agenda.

      Wärmstens empfohlen: Thomas Mayer, Corona-Impfungen aus spiritueller Sicht.

      Wer das in die Suchmaschine eingibt, findet – – – Nichts!

      Daher:

      https://www.anthroposophische-meditation.de/corona-krise#c2158

    • Rulai sagt:

      "
      Transhumanismus, die Religion des Materialismus

      – An der Schwelle zum Transhumanismus – Wolf Dieter Storl, 1. Sept. 2020: Die Corona-Maßnahmen sind Schritte auf dem Weg zum Transhumanismus. "Was ist Transhumanismus? Es ist eine Weltanschauung, die den Menschen, mittels Bio- und Medizintechnik perfektionieren will. Der heutige Mensch, dessen Mentalität sich kaum vom primitiven Jäger- und Sammler unterscheidet, sei ein Auslaufprodukt. Die Zukunft gehört dem Cyborg, dem genetisch optimierten Hybriden, dem auf bessere Qualitäten gezüchteten Klon."

      "

    • Rulai sagt:

      Besser das gesamte Zitat:

      "
      Was ist Transhumanismus? Es ist eine Weltanschauung, die den Menschen, mittels Bio- und Medizintechnik perfektionieren will. Max Moore (University of Southern California), der als „transhumanistischer Visionär“ gilt, sagt, der Mensch ist nicht heilig, sondern ein Zufallsprodukt der Evolution. Wir sollten unsere Evolution in die eigenen Hände nehmen. Genetische Verbesserung sei „eines der moralischsten Dinge, die man tun kann“. Wir sind im Begriff die Grenze zwischen unserer animalischen Abstammung und der posthumanen Zukunft überschreiten. Der heutige Mensch, dessen Mentalität sich kaum vom primitiven Jäger- und Sammler unterscheidet, sei ein Auslaufprodukt. Die Zukunft gehört dem Cyborg, dem genetisch optimierten Hybriden, dem auf bessere Qualitäten gezüchteten Klon.
      "

      Klingt schon anders und ist nicht von Storl.

    • _Box sagt:

      Der werte Herr Janich besitzt in etwa eine ebenso große Glaubwürdigkeit wie der Herr Gysi. Die einzige Aufgabe, mit der auch sie betraut sind, ist es, Widerstandspotential in für die Machteliten ungefährliche Fahrwasser umzuleiten. Es darf zum Demokratie per Konstruktion ausschließenden Kapitalismus keine Alternative geben, da kann man gerne zu Verschleierungszwecken vom quasireligiösen "freien Markt" salbadern. Den selben Mist haben die Chicago-Boys in Chile praktiziert und sich dazu auch mit Faschisten ins Bett gelegt:

      Eigentum verpflichtet … nicht?
      Libertarismus Der Libertarismus ist eine Theorie, die individuelle Freiheit und wirtschaftlichen Ausgleich miteinander verbinden will. Ein Gespräch mit Oliver Janich.
      Gunnar Kaiser

      https://www.freitag.de/autoren/gkaiser/eigentum-verpflichtet-nicht

    • palatinus liber sagt:

      Vielen Dank für den Hinweis auf diese hervorragende Interview. Kannte ich noch nicht. Sehr lesenswert!

  5. Irwish sagt:

    Faschismusdefinitionen

    Was unter dem Begriff Faschismus zu verstehen ist, stellt sich bei allen Menschen unterschiedlich dar. Für die einen, die sich nur rudimentär bis gar nicht damit befaßt haben, ist Faschismus einfach nur die Regierungsform, die von Hitler sozusagen erfunden wurde. Ein paar mehr Leute wissen, daß es auch in Italien einen Faschismus gab, und davon wissen einige wenige vielleicht auch, daß der Begriff sogar aus dem Italienischen stammt: fasci, das Rutenbündel, das die Stärke und Widerstandskraft eines Bündels gegenüber einer einzen Rute symbolosiert – eigentlich ein hilfreiches Symbol, das an sich nichts Böses zu bieten scheint.

    Insofern lenkt schon der Begriff Rutenbündel bzw. fasci von der eigentlichen Charakteristik des Faschismus, wie er sich einst in Italien und Deutschland herausgebildet hatte, und vom Charakter seiner Mitläufer stark ab. Der Faschismus hat mit Stärke durch Zusammenwirken soviel zu tun wie alle anderen Bewegungen, die durch Zusammenarbeit und Kooperation durchsetzungsfähiger sind. Auf das eigentliche Wesen des Faschismus weist sein Begriff nicht wirklich hin, außer natürlich, daß wir gelernt haben, dieses Wort eben mit den Grausamkeiten der Hitlerei zu verknüpfen.

    In der Schule haben wir gelernt, daß Faschismus Judenhaß bedeutet und auch, daß Faschismus hauptsächlich deshalb als schlecht und böse bewertet wird, weil er keine Demokratie ist. Vom eigentlichen Ursprung des Faschismus in der jahrtausendelangen Gehorsamserziehung wird man in den Schulen genauso wenig unterrichtet wie davon, daß Faschismus nicht erst seit der Neuzeit existiert. Wäre das anders, müßte man in den Schulen auch die Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche sozialisiert – an die jeweils gegebene Gesellschaft angepaßt – werden, kritisch beleuchten, und das würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erboste Eltern auf den Plan rufen, die lauthals den Vorwurf äußern, die Lehrer würden ihre Autorität untergraben und damit den Eltern das Erziehen erschweren.

    Hermann Ploppa und viele andere haben in Büchern und Vorträgen gezeigt, daß auch in den USA starke faschistische Bewegungen existieren und daß Faschismus in Verbindung mit Eugenik lange Zeit die große Mode in den USA gewesen war – und in verdeckter Weise noch immer ist. Doch weil die meisten Menschen nicht über eine handhabbare und vor allem zutreffende Faschismus-Definition verfügen, werden faschistische Strömungen und Tendenzen kaum bemerkt. Hierzulande ritt man häufig – vor allem in den Mainstream-Medien und in der Politik – auf dem Erscheinen irgendwelcher Neonazis herum, um den eigenen Anti-Faschismus zu demonstrieren … und den eigenen Faschismus zu verbergen. Wer gegen Neonazis ist, kann doch nicht faschistoid sein.

    Faschismus ist nicht einfach nur eine, wenn auch ziemlich bösartige, weil menschenfeindliche Regierungsform. Faschismus existiert vielfach auch schon im Kleinen, in Großkonzernen, in staatlichen Institutionen, ja sogar an Universitäten und in Regierungen, auch wenn das auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Faschistische Tendenzen im Individuum tragen dazu bei, daß sich in zahlreichen Institutionen die autoritären Tendenzen und damit die Richtung hin zu faschistischer Struktur ständig verstärken. Diese individuellen Charaktereigenschaften, die im Grunde den Gesellschaftscharakter spiegeln – den in einer Gesellschaft vorherrschenden Charaktertypen –, erscheinen, grob gesagt, als sichtbare Gehorsams- und Unterwerfungsbereitschaft. Ungehorsam in der Firma führt allermeist zur Kündigung, fehlende oder unzulängliche Unterwerfung unter die Befehlsgewalt des oder der Vorgesetzten ebenso. Danach droht dem Ungehorsamen Arbeitslosigkeit und, wenn er sich ein (codifiziert) schlechtes Zeugnis andrehen läßt und daraufhin keine Arbeit mehr findet, auch Hartz-IV, das Leben weit unterhalb der Armutsschwelle.

    Rolf Gutte und Freerk Huisken, der eine Erziehungswissenschaftler, der andere Hochschullehrer, haben in ihrem Buch ALLES BEWÄLTIGT, NICHTS BEGRIFFEN – Nationalsozialismus im Unterricht (2007) sehr ausführlich und dennoch leicht verständlich dargelegt, wie und warum die Schuldbildung gerade NICHT dazu führt, den Schülern ein hilfreiches Verständnis für die deutsche Vergangenheit zu vermitteln. Ganz im Gegenteil finden die eigentlichen Ursachen, nämlich die angesichts großen Leids in der Bevölkerung wie Traumatisierung durch den Ersten Weltkrieg, Knechtung durch die Kriegsgewinnler, Finanzierung Hitlers durch die Wallstreet und nicht zuletzt die bereits erwähnte Gehorsamserziehung, die Kriege überhaupt erst möglich macht, im Unterreicht keine Erwähnung.

    —– Zitat-Anfang —–
    Doch sagt die zum guten Ton gehörende Distanzierung vom NS-Regime gar nichts darüber aus, was ihr eigentlich am Faschismus als kritikabel gilt. Ihr ist auf den ersten Blick nicht zu entnehmen, welche Gründe ein Mensch hat, den Faschismus zu einem »barbarischen System« zu erklären. Empörte Abwendung ist ohne einen einzigen richtigen Gedanken zum Faschismus zu haben. Das beweist z.B. der Umstand, daß Jugendliche, die ohne zu zögern ihre Arbeitslosigkeit mit der »Ausländerschwemme« erklären, sich als gelehrige Schüler hiesiger Unterweisung offenbaren: In Befragungen werfen sie dem Hitler »sinnloses Morden« vor, erklären die Demokratie für die beste Staatsform und wünschen sich im selben Atemzug von den Politikern härteres Durchgreifen gegen Ausländer. Der geschichtsbewußte Bürger, der pflichtschuldigst nichts vom Faschismus hält, muß zudem wirklich nicht wissen, wie es tatsächlich zur Machtergreifung gekommen ist, was der Kern des faschistischen Antisemitismus war, worin Hitlers Wirtschaftspolitik bestanden hat, welche Erziehungskonzeption er praktisch umgesetzt oder welche Ausländer- und Außenpolitik er betrieben hat. Wenn er nur weiß, daß die Distanzierung vom Faschismus zu den Nachkriegstugenden der guten Deutschen gehört und daß es Deutschland schadet, wenn sie unterbleibt. Auch jener Moralismus, der den Hitlerfaschismus wegen des Holocaust zum abgrundtief Bösen erklärt und ganz in Verantwortungsbewußtsein und Schuldgefühl aufgeht, kommt ohne nähere Kenntnis des Faschismus und ohne seine Erklärung aus. Dennoch trifft der selbstkritische Befund aufgeklärter Studienräte, die antifaschistische Erziehung habe in Westdeutschland versagt, nicht ganz den Kern der Sache:

    – Versagt hat sie zwar insofern, als sie es nicht geschafft hat, die heranwachsenden Deutschen von einer Kritik am Faschismus zu überzeugen, die sie in die Lage versetzt, faschistische Urteile auch dort zu erkennen und zu widerlegen, wo sie nicht bereits mit Hakenkreuz und Hitlergruß winken. Sie hat versagt, insofern es in Deutschland faschistisch denkende und operierende Einzelpersonen, Cliquen und Parteien gibt, insofern in Deutschland ein faschistisches Stammtischwesen existiert, das sich offen oder klammheimlich als Claque der ausländerfeindlichen Pogrome betätigt, und insofern Jahr für Jahr Parteien wieder mit der Regierung beauftragt werden, die nicht zuletzt mit ihrer Asylpolitik faschistischem Gedankengut Nahrung liefern.

    – Dennoch – so behaupten wir in unserer zentralen These – hat die antifaschistische Nachkriegserziehung zugleich keineswegs versagt. Denn weder die politische noch die pädagogische Befassung mit dem Faschismus hat je ernsthaft das Anliegen verfolgt, den Faschismus zu bekämpfen. Das Jammern über das Versagen antifaschistischer Bemühungen nimmt, so unser Befund, an einem Anliegen Maß, von dem sich die offizielle Faschismuskritik gar nicht leiten ließ: nämlich den Faschismus über eine wissenschaftliche Analyse seiner Programmatik, seiner Verlaufsformen und seiner gesellschaftlichen Ursachen zu kritisieren, daraus Schlüsse auf ihre Fundamente zu ziehen und Politiker mit dem Auftrag zu betrauen, sie so gründlich abzubauen, daß »der Schoß« endgültig austrocknet. Daß es darum nie geht, ist weniger den geäußerten Absichten von Erziehung, Öffentlichkeit und Politik zu entnehmen als vielmehr ihrem Tun. Da mag die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus noch so eifrig betrieben worden sein, da mögen es sich Erzieher zur Lebensaufgabe gemacht haben, einen zweiten Faschismus zu verhindern. All das taugt nichts, wenn es sich von falschen Urteilen über den Faschismus leiten läßt, es sich allein moralisch betätigt, nur von nationalistischer Sorge um das zukünftige Deutschland getragen ist oder nur den Auflagen von Siegermächten folgt. Ganz besonders widerlegt jene Sorte Vergangenheitsbewältigung die idealistische These von einem antifaschistischen Aufklärungsanliegen, die sehr absichtsvoll gar nicht dem Nazi-System selbst gilt, sondern sich auf Hitler immer nur dann bezieht, wenn es darum geht, durch die Absetzung vom deutschen Faschismus Reklame für die demokratische Nachkriegspolitik zu betreiben.
    —– Zitat-Ende —–

    http://irwish.de/PDF/Huisken_Gutte-Alles_bewaeltigt_nichts_begriffen.pdf

    • Rulai sagt:

      👍👍👍👍👍

      Auch interessant: https://archive.org/details/Reich_1933_Massenpsychologie_k

    • Irwish sagt:

      Gibt's in besserer Qualität auch bei mir herunterzuladen:

      http://irwish.de/PDF/Psychologie/Reich/Reich-Die_Massenpsychologie_des_Faschismus.pdf

    • Rulai sagt:

      Nach erstmaliger Betrachtung Ihrer Website spontan: Dann mal herzlichen Dank an Ihre Bandscheiben. ;-)

      http://www.irwish.de/Site/TextFrame.html

    • Rulai sagt:

      Ich wolle eigentlich das hier verlinken, klappt aber nicht.

      "Vernebelungstaktik
      Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt"

      Und das schon 2005, Respekt.

    • Irwish sagt:

      Danke für die Anerkennung auch meiner früheren Bemühungen.

      Wenn Sie eine Seite im Frame in einem neuen Tab öffnen wollen, klicken Sie mit der rechten statt mit der linken Maustaste auf den Link und wählen Sie "in neuem Tab öffnen" oder bei manchen Browsern auch "open in new tab".

      http://www.irwish.de/Site/Vernebel.html

  6. _Box sagt:

    Geschichte wiederholt sich doch. Die Lakaien des Geldadels fürchten, wie '89, ein Übergreifen der Demokratiebewegung auf den Westen der Republik:

    NRW-Ministerpräsident Wüst zeigt sich besorgt: Auch im Westen Deutschlands immer mehr "Spaziergänge"
    7 Jan. 2022 21:35 Uhr

    Nach der Ministerpräsidentenkonferenz stellte Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst fest, dass es "auch im Westen Deutschlands" immer mehr "Spaziergänge" von Querdenkern, Corona-Leugnern und Impfgegnern gebe. Die Bedrohung von Amtsträgern verurteilte er.

    https://de.rt.com/inland/129616-nrw-ministerpraesident-wuest-zeigt-sich-besorgt/

    Ist es nicht putzig? Die Mitglieder des illegitimen "Regierungsorgan" Ministerpräsidentenkonferenz, fühlen sich beim Terrorisieren der Bevölkerung durch Spaziergänger bedroht.

  7. Meinenstein sagt:

    Eigentlich ein interesanter Artikel. Vielen Dank auf jeden Fall.

    . . . aber wie wäre es mal mit ein paar Quellenangaben, bzw. Literaturreferenzen?

  8. Rulai sagt:

    Erneuter Dipol-Crash des Magnetfeldes.
    Und während wir hier unten unsere Linsen zählen und lächerliches Schattenboxen betreiben, kollabiert das lebenserhaltende System von Mutter Erde.
    Da kann nur noch EINER helfen. Aber die Materialisten kennen IHN leider nicht.
    Genießt Eure letzten Momente.

    Famous last words: "Die Rechten sind schuld …"
    😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

    https://t.me/sunevonews/7383

    " ERNEUTER DI-POL CRASH IN DER MAGNETOSPHÄRE!

    Das ist jetzt der 7-te Crash innerhalb der letzten 10 Tage und es ist wieder gegen Mitternacht passiert, wo der Nordpol bei seiner Wanderung anscheinend schon einen Punkt höchster Instabilität erreicht, – er kommt nun immer näher an den 40-sten Breitengrad und wird sich dann wohl vollends und dauerhaft auflösen. So kurze Phasen machen noch nicht viel aus, – wenn der Di-Pol aber einmal über Tage ausfällt, wird man die Wirkung deutlich zu spüren bekommen, zu der ich aber im Moment noch nichts Konkretes sagen kann, – nur eines kann ich sagen, – es wird dann extrem chaotisch! –
    "

  9. Mara sagt:

    Den unbekannten Ärzten ein Gruss: Lassen Sie uns DER MENSCHLICHKEIT dienen, die AUTONOMIE UNSERER PATIENTEN RESPEKTIEREN und unser Wissen NICHT ZUR VERLETZUNG VON MENSCHENRECHTEN UND BÜRGERLICHEN FREIHEITEN (Genfer Gelöbnis) anwenden: Nach bestem WISSEN für 3B (Beratung, Behandlung und Beistand) und nach bestem GEWISSEN gegen 3D (Dämonisierung, Diffamierung, Despotie). Möge uns weder Angst, Wut noch Hass dazu treiben, uns zu versündigen. —> https://www.wachsdum.ch/23576/demunbekannten-arzt-ein-gruss/

  10. _Box sagt:

    „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen," lautet ein Zitat von Jean Jaurès. Es läßt sich aber auch wie folgt und gleichfalls zutreffend ausführen, der Kapitalismus trägt den Rassismus in sich wie die Wolke den Regen. Natürlich läßt sich das auch auf andere historische, extrem hierarchisch ausgeprägte Systeme übertragen, aber heutezutage ist nun mal und das bereits seit geraumer Zeit, das kapitalistische das dominante System. Die Macht der Herrschenden gründet sich immer auf die Ausgrenzung bestimmter Gruppen, die dann zum Feind, der bekämpft werden muß, erklärt werden.
    Waren es im vorliegenden Artikel die Juden, sind das nun die Ungeimpften und jene die sich gegen die neofaschistische Ordnung auflehnen.
    Aus Sicht der herrschenden Klasse und faktisch findet der Krieg aber gegen alle die nicht zur herrschenden Klasse gehören, auf verschiedenen Ebenen statt. Propagandistisch, Pharmazeutisch und verschiedene andere Formen struktureller Gewalt.

    Dazu:
    Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? – Vortrag – DAI Heidelberg
    (ab ca. min. 29)

    (Rechtfertigung von Herrschaft – Rassismus, Kulturrassismus, Klassenrassismus)

    Wenn wir über Rassismus sprechen, als Konsequenz der Angsterzeugung, da muß man sich auch klar machen, das ist ein ganz wichtiger grundsätzlicher Punkt, daß die Funktion von Rassismus nie die Abwehr von Fremden war.
    Sondern die Funktion von Rassismus ist die Kategorie des Fremden als kategoriale Gruppe überhaupt erst zu konstituieren. Der Rassismus erzeugt erst die Kategorie des Anderen.

    (Die Funktion des Rassismus besteht nicht in der Abwehr von „Fremden,“ sondern in deren Hervorbringung > dadurch stiftet der Rassismus Gemeinschaft)

    (…)

    Damit wir auch das richtig einordnen können was da passiert mit dieser Angsterzeugung.
    Gründe: Erzeugung von Rassismus über Angsterzeugung. Ist ein weiterer grundsätzlicher Punkt ganz wichtig. Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch ganz tief in unserer Gesellschaft verankert.
    Der Kolonialismus war natürlich ein zutiefst rassistisches Programm. Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung. Ein konstanter bezüglich der Grenzziehung, aber einigermaßen flexibler Rassismus. Der ist sehr subtil, der hat nicht immer einen Aufkleber, „ich bin Rassismus.“

    (Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch tief in unserer Gesellschaft angelegt.

    Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung, sei es kulturell oder Klassenrassismus – ein konstanter, bezüglich der Grenzziehungen aber einigermaßen flexibler Rassismus“ (Wallerstein).

    Die mit jeder Form von Rassismus einhergehende Zuschreibung unveränderlicher Eigenschaften zu Gruppen dient der Verfestigung und Stabilisierung von Ausbeutungsverhältnissen.

    > Der globalisierte Kapitalismus kann nur rassistisch sein, weil er extreme Ungleichheit rechtfertigen muß.

    Lit.: Immanuel Wallerstein und Étienne Balibar (1988/2017 Rasse – Klasse – Nation.))

    https://www.youtube.com/watch?v=-kLzmatet8w

  11. hog1951 sagt:

    Man sollte schon zeitiger beginnen mit dem Antisemitismus!

    Hat nicht Paulus, bis zu seinem angebl. Sturz vom Pferd/Esel die sog. Christen verfolgt? zumindest ist das die offizielle Version der Bibel.
    Wir wissen aber, dass sich die Juden im Widerstand gegen die Okkupanten hier die Römer befunden haben. Und in dieser Geschichte spielt besagter Paulus wiederum eine Rolle, die die juedischen Freiheitskämpfer hintertrieben hat. Zweimal musste er vor die Widerständler treten und sein Verhalten rechtfertigen. Einmal ging es um juedische Essensgewohnheiten, die er nach seinem Verständnis aufweichte, das andere Mal ging es um Geldsummen, die von den Diasporajuden im guten Glauben fuer den antirömischen Widerstand gespendet wurden und die nie bei den Bruedern Jesus (Jacobus und die Ältesten) ankam.

    Nachzulesen ist diese Räuberpistole in der Apostelgeschichte.

  12. wasserader sagt:

    Geschichte schreiben die Sieger und Geschichte ist immer auch Mittel der Machtausübung .
    Wenn heute der Anwurf Antisemit kommt, ist es wahrscheinlich Missbrauch der Opfer der Nazis für billigen politischen Profit .
    Und die diese Anschuldigungen vorbringen sind nicht selten die ,
    die unter Rot/Grün den globalistischen Coronafaschisten den Boden bereiten und der radikalrassistischen Coronasekte huldigen .

    • Hartensteiner sagt:

      Ja, da könnte einem glatt der Verdacht kommen, dass es sich um die Enkel derer handelt, die sich 1945 massenhaft von Nazis zu "Immer-Schon-Demokraten-Gewesen" verwandelt haben und die ihre Stellungen und Ämter behalten durften. Aber irgendwie quoll die alte Ideologie aus ihnen und tropfte bis in die Hirne ihrer Enkel.
      Nun ja… ist nur eine Verschwörungstheorie. Außer im Falle von Richtern, Ärzten, Professoren, Politikern…………. äh… RKI?

    • wasserader sagt:

      Nazicharakter .
      Nach 1945 war keiner dabei , alle in Deckung – alle waren gut ,
      dann bei Rot und Grün war man richtig gut , spendet z.B. für das Mauthausenkomitee und ist alternativlos gut
      und rettet nun die Welt vor Coronaleugnern die als Ungeimpfte drohen die Menschheit zu vernichten und die nun – wieder alternativlos – mit aller Härte verfolgt werden müssen .

    • _Box sagt:

      Schon interessant was direkt auf der Seite des RKI steht:

      Es waren nicht nur Einzelne

      Durch das Forschungsprojekt ist klar geworden: es waren im RKI nicht nur einzelne Wissenschaftler, die moralische Grenzen überschritten haben. Diese These ist noch im Jahre 1991, in der Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Institutsgründung, nachzulesen. Diese Einschätzung müssen wir revidieren.

      Es waren nicht nur Einzelne, die abscheuliche Menschenversuche zum Beispiel mit Impfstoffen durchgeführt haben, vor allem an Patienten und KZ-Häftlingen. Es waren nicht nur Einzelne, die renommierte Wissenschaftler entlassen haben oder die Entlassung ihrer Kollegen widerspruchslos hinnahmen. Es waren nicht nur Einzelne, die schlechte Wissenschaft gemacht haben und alle moralischen Schranken eingerissen haben. Es war auch nicht nur die Institutsleitung, die das RKI auf die Linie des Regimes brachte.

      Es waren auch nicht nur die direkt im RKI Beschäftigten. Die Forschungen haben ergeben, dass einige der Haupttäter aufgrund ihrer Sozialisation am Institut und ihrer fortbestehenden Einbindung in das Institutsnetzwerk als Mitglieder des RKI betrachtet werden müssen, auch wenn sie mittlerweile an anderer Stelle beschäftigt oder schon pensioniert waren.

      Fast alle haben mitgemacht oder geschwiegen. Auch eine Reihe technischer Angestellter und Verwaltungsmitarbeiter war schon vor 1933 Parteimitglied geworden, der Forschungsbericht erwähnt auch einen Fall von Denunziation. Für das Übertreten humanistischer Grundsätze, für die Verletzung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit gibt es zu keiner Zeit der Welt eine Rechtfertigung, auch wenn die Mehrheit ein solches Verhalten toleriert oder gar fordert.

      Mitgemacht hat auch das RKI als Institution, das aufgrund seiner zentralen Stellung im deutschen Gesundheitswesen erheblich in die nationalsozialistische Gewaltpolitik involviert war. Der Verlust der institutionellen Selbstständigkeit zwischen 1935 und 1942 darf hier nicht als Entschuldigung dienen. Zwischen 1935 und 1942 war das RKI dem Reichsgesundheitsamt unterstellt, dessen Präsident ein höchst aktiver Nationalsozialist war. Mitgemacht haben auch die Mitglieder des Institutsnetzwerks, die zwar nicht am Institut forschten, dem RKI aber eng verbunden waren.
      (…)
      Es war schlimmer

      Wir müssen uns auch eingestehen: Es war nicht nur „wie überall“, sondern es war schlimmer als an vielen anderen Einrichtungen. Schlimmer, weil das RKI als staatliche Einrichtung eine besondere Nähe zum staatlichen Terrorregime hatte. Schlimmer, weil das RKI in dieser Zeit historisch bedingt enge Verbindungen zu dem damals demokratiefeindlichen Militär hatte. Schlimmer, weil die Nazis die Orientierung des öffentlichen Gesundheitsdienstes auf die Gesundheit der Gesamtbevölkerung für ihre Zwecke missbrauchten.

      Schlimmer, weil Mediziner nach Einschätzung der Arbeitsgruppe eine überproportional höhere Affinität zum Nationalsozialismus hatten als andere Berufsgruppen. Und das, obwohl sie den Eid des Hippokrates schworen. Die vorgestellten Projektergebnisse zeigen: Es gab eine eindeutige Richtlinie, die Versuche an Menschen ohne deren Einwilligung verbot. Die Quellen belegen, dass die Täter die Richtlinie kannten und ignorierten, oder von den verzweifelten Lagerinsassen, die keine Wahl hatten, die Zustimmung skrupellos erpressten oder erpressen ließen

      Aus:
      Das Robert Koch-Instituts im Nationalsozialismus:
      Stellungnahme zu den Forschungsergebnissen

      Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.
      https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressetermine/presse_rki_ns_Stellungnahme.html

    • palatinus liber sagt:

      Ich weiß ja nicht mal, wo die C-Show herkommt. China? USA? Warum macht Russland mit? Tun sie das wirklich?
      Wer ist die Diktatur? Politisch, materiell oder physisch kann ich dazu nichts sagen.

      In unserem Land sind Verwalter der besetzten Wirtschaftsgebiete damit betraut, einen Plan von irgendwoher auszuführen.
      Diese Handpuppen sind nicht das Regime. Wer hat bei denen den Arm im, naja egal, das führt jetzt nur zu Jens Spahn.

      Das C-Regime ist doch schon im Eimer. Heute hat man Deltakron entdeckt.
      Und morgen bei Penny dann Mariacron?

      Wenn ich im Kino wäre, würde ich schon schnarchen oder wäre raus, um irgendwo einen zu picheln.

      Man wird sehen, was nach der BRD kommt. Die Okkupationsverwaltung wird kollabieren.

      Die Frage ist, ob ein Alliierter noch mal einen Joker zieht, um seine Wixgriffel auf unserm Land zu behalten oder ob man uns entlässt. Die USA können uns nicht halten. Und Putin tendiert zu klarer Strukturierung, der schickt uns am ehesten, weil es schnell geht, nach 1914 zurück uns beendet damit die rechtlose Zeit. Wir können dann unsere Länder wieder aufrichten. Einen Kaiser brauch ich wirklich nicht.

      Aber mit einem Flickenteppich wäre mir schon wohler. Ohne Parteien und ohne den bürgerlichen Tod.

  13. Hartensteiner sagt:

    Zunächst möchte ich festhalten, dass ich jegliche Form von Rassismus zu den schlimmsten und widerlichsten Erfindungen der Menschheit zähle. Dabei bin ich überzeugt, dass diese Sicht ganz besonders von denen geteilt wird, die heute für den Bestand des Grundgesetzes demonstrieren.
    Persönlich würde ich noch einen Schritt weiter gehen und negieren, dass es überhaupt so etwas wie Rassen unter den Menschen gibt. Homo Erectus, ausgestorben. Neandertaler, ausgestorben. Geblieben ist einzig die Rasse des Homo Sapiens. Kleine, lokale Unterschiede, etwa dem Klima geschuldet, wie Augenschnitt oder Hautfarbe, sind irrelevant und werden nur von „Interessengruppen“ ins Spiel gebracht, die eine bestimmte Gruppe von Menschen versklaven wollen und diese Gruppe deshalb als „Untermenschen“, als zu nichts Besserem tauglich als zur Versklavung, brandmarken wollen.
    Und noch etwas:
    Will ich verstehen, was totale bzw. totalitäre Herrschaft bedeutet (dazu gehören diverse Ausprägungen von Faschismus), dann lese ich das Werk der deutsch-amerikanischen Philosophin Hannah Arendt – eine Jüdin – die diese in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ in unübertrefflicher Weise dargestellt hat.
    Ausgehend davon schaue ich mir an, was sich gegenwärtig weltweit wie auch in Deutschland abspielt und komme dabei zu den offensichtlichen Beobachtungen und Schlüssen, die im obigen Artikel bereits deutlich angesprochen sind.

    • Rulai sagt:

      Selbstverständlich gibt es menschliche Rassen.
      Was soll diese realitätsferne Nivelligerung jetzt wieder?
      Soviel ich weiß, sind die dunkelhäutigen Rassen unsere jüngeren Brüder.

      Und es gibt Leute und es gibt Menschen.

      Weiß nicht, ob hier (s.u.) was davon besprochen wird, da ich yt nicht mehr besuche.
      Es gibt von Orania ein Interview zu diesem Thema, das diesem hier ähnlich sein könnte. Leider ebenfalls nur auf yt.

      https://www.youtube.com/watch?v=labrkJB2CLA

    • Rulai sagt:

      "Kleine, lokale Unterschiede, etwa dem Klima geschuldet, wie Augenschnitt oder Hautfarbe, sind irrelevant.."

      Genau so reden die Globalfaschisten bei ihrem eugenischen Bestreben, eine kaffebraune Menschenrasse heranzuzüchten. Inzwischen bin ich sehr wachsam dem gegenüber, was Sie uns hier unterjubeln wollen.

      Der Titel, Ablenkung von den Tätern, paßt auch auf Ihren Kommentar.

      HIer gibt es einen weiteren Horizont: https://www.youtube.com/watch?v=5-EWqZ_kJxk&t=1142s

    • Horst Kaiser sagt:

      Ich schätze Ihre Kommentar im Allgemeinen sehr!

      Aber dass Rassismus nichts Gutes ist(plakativ gesprochen), ist – zummindest offiziell – eine Binsenweisheit. Wichtig wäre, ähnlich historisch wie es die Autorin des Artikels macht, auch hier zu verfahren. Wie kann so etwas entstehen. Welche Ausformung erfährt der Begriff der Rasse im Kontext der kolonialen Eroberungen. Gab es den Rassenbegriff als neutralen Begriff, der dann diskriminierend instrumentalisiert wurde. Bezeichnet ein neutraler Begriff der Rasse nur Äußerliches? Wenn ja, dann ist es in Situationen erster Begegnung zugleich etwas sehr Augenfälliges. Und liegt es da nicht nahe, dass zunächst holistische Begriffe gebildet werden: Hautfarbe, Vergesellschaftungsformen, kulturelle Lebensformen proma vista erst einmal zu einer abstrakt-pauschalen Begriffsbildung zusammengerührt werden. Natürlich bedarf es der historischen Analyse, ob eine solche neutrale Sicht jemals existierte. – Aber auch das Verhältnis von Rassismus und Antijudaismus wäre historisch zu untersuchen. Es sind ja zunächst zwei unabhängige Strömungen. Wie kommt es zu dem Amalgam? Viele Fragen!

      Aber auch Hannah Arendts Totalitarismus-Theorie, die aktuell wieder – gerade von Kritikern der totalitären Seuchenschutzbehörden – in Stellung gebracht wird, ist nicht ganz so ohne Vorbehalt als Bundesgenosse zu reklamieren, was Herrmann Ploppa jüngst in einem Podcast sehr schön und prägnant in Erinnerung gerufen hat.
      Natürlich schmälert das nicht meine Wertschätzung Ihrer Artikel, zumals ich auch von mir selbst weiß, dass meine eigenen Kommentare sich auf sehr ungleichzeitigem Reflexionsniveau bewegen.
      Mit freudnlichem Gruß

    • Hartensteiner sagt:

      Rulai – was willst Du denn nun mit Deinem Rassebegriff anfangen? Im Sandkasten spielen? Oder willst Du vielleicht auf Rassentrennung achten? Wo soll das anfangen und wo enden? Vor der Eheschließung vielleicht einen Hautreflexionstest machen und danach entscheiden, ob diese Verbindung erlaubt ist oder nicht?
      Erkläre doch bitte, was Du Dir da vorstellst. Der Begriff der Rasse nützt… ???

      Ferner:
      Die dunkelhäutigen Rassen, wenn es denn solche geben sollte, wären unsere ÄLTEREN Brüder und nicht jüngere, denn wir kommen alle aus Afrika. Die Schwarzen Menschen waren schon unterwegs, ehe einige nach Norden ausgewandert sind und bei minderer Sonne über zig Generationen hin den Schutz des Melanins nur noch bedingt erforderten (In der Sonne wirst Du auch braun oder kriegst einen Sonnenbrand).

      Dann wird es noch besser….
      Ich zitiere Rulai: „Genau so reden die Globalfaschisten bei ihrem eugenischen Bestreben, eine kaffebraune Menschenrasse heranzuzüchten.“
      Zunächst macht er mich zum „Globalfaschisten“. Dazu sage ich lieber gar nichts. Dann meint er, ich wolle irgendwas, Menschen, züchten. Dabei ist es doch Rulai, der auf der Zucht der „Rassereinen“ besteht. Mir ist das wurscht. Wenn sich da ein Weißer in eine Schwarze verliebt – ganz ohne mein Zutun und ohne jegliches Zuchtprogramm – dann wünsche ich denen Glück. Rulai würde das seinem Sohn strengstens verbieten: „Halte die Rasse rein!“.
      Na denn…

      Mir will gerade kein Beispiel dafür einfallen, wo jemals von „Rasse“ gesprochen wurde, ohne damit auch eine Diskriminierung bewerkstelligen zu wollen. Wenn da also ein Weißer ist, der nichts taugt, gleichsam ein dahergelaufener Lump – sowas soll es geben – dann steht der immer noch deutlich über einem schwarzen Professor und kann damit nachweisen, dass er nicht ganz unten angekommen ist, wohin er kraft eigener Leistung gehört.

      Last not least zu Horst Kaiser. Hannah Arendts Satz von der „Banalität des Bösen“ hat doch was. Selbst wenn er nicht ausnahmslos zutrifft, so scheint er mir doch das Feld zu beherrschen.
      Denke bloß mal an die zahllosen, kleinen „Blockwarte“, die derzeit aufpassen, dass unsere Masken richtig sitzen. Mir kommen die immer vor wie Leute, die darüber hinaus rein gar nichts zu sagen hätten, weil sie darüber hinaus nichts wissen.

      PS: Ist es nicht Rulai, der sich immer wieder auch christlich äußert? Wenn ja… Wetten, dass Jesus eine bräunliche Haut hatte und dann vielleicht sogar schwarze Kräuselhaare? Was dann? Doch minderwertig? Ein „jüngerer Bruder“?

    • _Box sagt:

      Schon klar Rulai,

      der Dieb ruft, haltet den Dieb:

      "Die AFD wird geächtet, aber keiner fragt sich, warum es diese Partei überhaupt gibt.
      Würde man anstatt Vetternwirtschaft zu betreiben und sich am Leid der Bevölkerung zu bereichern, endlich mal an das eigene Volk denken, müsste es diese Partei nicht geben.
      Frau Merkel verschleudert mittlerweile nicht nur Millionen ins Ausland, sondern Milliarden. Wir unterstützen Länder, in denen die Bevölkerung mit 58 oder 60 Jahren in Rente geht mit einem Rentenanteil bis zu 92 % und nicht wie bei uns mit 67 Jahren und mit 47% Rente!!!
      Zudem wird mit der TALIBAN über Humanitäre Hilfe von 100 Mio Euro verhandelt.
      Es gibt eine CO2 Steuer, die überhaupt keinen Sinn macht, der Benzinpreis soll steigen, die Mieten sind mittlerweile kaum noch bezahlbar und unsere Rentner leben in Armut und müssen Leergut sammeln oder nebenher noch arbeiten gehen, damit das Geld zum Leben reicht.
      Wir haben eine nicht bekannte Zahl an Migranten, die mit mehreren Identitäten den Staat abzocken, in Luxusvillen residieren, Sozialhilfe bekommen und Geld kassieren für Kinder im Ausland, die es wahrscheinlich gar nicht gibt.
      Zeitgleich holen wir uns den Terror ins Land. Die Grünen fordern ein Verbot der Deutschen Flagge, ein Symbol unseres Landes und unserer Kultur.
      In Hamburg marschieren Islamisten in Militärformation auf und brüllen ihren Hass auf Juden in die Welt und keiner unternimmt was."

      https://apolut.net/warum-auch-ich-fuer-die-basis-bei-der-bundestagswahl-kandidiere-von-hermann-ploppa#comment-230007

      Dazu, aus einer Zeit als es bei heise noch häufiger taugliche Artikel gab:

      "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!"

      Eine wahrhaft revolutionäre Parole! "Deutschland den Deutschen …!" Deutschland ins Eigentum der Deutschen, d.h. aller Deutschen überführen – das hat was! So sei das aber gar nicht gemeint? Wie denn dann? Aha, der zweite Teil der Parole darf dabei nicht unterschlagen werden: Die Ausländer müssen natürlich außer Landes geschafft werden, denn darauf kommt's in erster Linie an. Und wenn die dann alle weg sind, gehört Deutschland endlich wieder den Deutschen allein. Will heißen: Die Anwesenheit von Ausländern im Land ist verantwortlich dafür, dass Deutschland eben nicht den Deutschen gehört. Wenn das so ist: Gehört Deutschland heutzutage dann den Ausländern? Kann man so auch nicht sagen, denn die haben uns Deutschen Deutschland allein aufgrund ihrer Anwesenheit ja eigentlich gar nicht weggenommen. Es ist noch da und gehört überwiegend deutschen Eigentümern. Was also will uns die Parole sagen?

      Mit der Eigentumsfrage hat die genau genommen gar nichts zu tun. Es geht dabei auch gar nicht um den Verteilungsmodus deutschen Eigentums, denn das ist bekanntlich selbst unter Deutschen höchst ungleich verteilt: Wenige besitzen sehr viel, viele sehr wenig! Das soll in den Augen derer, die diese Parole skandieren, auch gefälligst so bleiben! Deutschland soll, geht es nach dieser Parole, also gar nicht als Heimat krasser sozialer Ungleichheit denunziert, sondern als nationalistisch einheitlich strukturiertes Gebilde eingefordert werden. Deutschland ist unser Deutschland, wenn alle Ausländer weg sind! Und es hat auch dann immer noch unser Deutschland zu sein, wenn der Mehrheit der Bevölkerung wenig mehr als vielleicht ein Auto und die Wohnungseinrichtung gehört.

      Die reale Einkommens- und Eigentumsverteilung hat für das deutsch-nationale Einheitsempfinden überhaupt keine Rolle zu spielen. Das nationale Wir-Gefühl hat es nicht nötig, sich mit lästigen Besitzverhältnissen herumzuschlagen. Als deutscher Landsmann steht uns der größte Mietwucherer noch immer um ein Vielfaches näher, als unser besitzloser Mieternachbar mit ausländischer Herkunft, der unter der gleichen Wuchermiete leidet, wie wir. Soziale Gegensätze, mit denen die Nation reichlich ausgestattet ist, sind dem überzeugten Neofaschisten überhaupt kein hinreichender Grund, seine Identifikation mit dem nationalen Ganzen in Frage zu stellen.

      Aus:
      Wir sind, was volkt!
      27. Dezember 2018 Richard Winterstein
      Neofaschisten skandieren griffige Parolen und offenbaren darin ihr gestörtes Verhältnis nicht nur zur deutschen Sprache, sondern auch zu deren Bedeutungsinhalten. Aber nicht nur das!
      https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-was-volkt-4258505.html

    • Rulai sagt:

      Was ist nur mit Ihnen passiert?
      Sie haben wirklich ganz schrecklich abgebaut in Ihrem Kommentarverhalten.
      Geht es auch anders, ohne Polemik und übelste Unterstellungen?
      Das Video zu den Rassen von Orania auf Bewußt TV haben Sie sich garantiert nicht angeschaut. Da wird allem widersprochen, was Sie hier behaupten.
      Geschichtsfälschung, den Begriff kennen Sie offenbar gar nicht.

      Um etwas Sinnvolles zu "machen", muß man zunächst mal die tatsächliche Situation analysiert haben und die realen Fakten kennen und beachten.
      Und das ist, im Zusammenhang mit den Rassen, unter anderem, daß jede ihr eigenes Karma hat und folglich ihr eigenes Schicksal, ihre eigenen Fähigkeiten, ihre eigene Bestimmung.
      Das, was für die einen gut ist, kann für die anderen höchst zerstörerisch sein. Und man kann unmöglich alle zu einem Brei zusammenmischen und dann noch sinnvoll handeln.
      Unterscheidungsvermögen ist das A & O.

      Aber ich lasse es hierbei bewenden.
      Schade um den Energieaufwand.

      +++++++++++++++++++++++

      Etwas anderes:

      https://www.docdroid.net/C3dDk4H/offener-brief-zum-thema-extremismus-der-politischen-mitte-corona-politik-und-allgemeine-impfpflicht-pdf

    • Rulai sagt:

      Das war an Hartie gerichtet. In der Schachtel lese ich schon lange nicht mehr. Nicht mal ansatzweise.

    • _Box sagt:

      Das ist auch nicht für sie, sondern wegen ihnen. Quasi als Erläuterung zu ihrer Vorgehensweise. Ich bin nicht so anmaßend mir einzubilden ich könnte über das was ich schreibe einen bezahlten Agenten beeinflussen.

    • palatinus liber sagt:

      Rulai, man möchte doch glatt meinen, es wimmelte hier nur so vor Agenten! Ist ja aufregend. So ganz wirklich echte?
      Kann ich mich darauf verlassen oder ist das wieder nur heiße Luft?

      Was meinen Sie, wo Sie dieser Vorwurf so direkt treffen soll? Gestehen Sie!

      Ist denn der Herr der Schachtelsätze hier die offizielle Spionageabwehr?

      Man müsste mal bei der Redaktion nachfragen, warum derjenige, der ja auch an Rüdiger Lenz schon mit so mach haariger Grußadresse sein Mütchen versucht hat zu kühlen, sich hier als Hüter der hohen Moralhygiene ausgeben darf.

      Rulai, der junge Mann beginnt mich zu interessieren.

    • Hartensteiner sagt:

      Eines der Dinge, die Rulai ständig durcheinander bringt ist "Rasse" – die es nicht gibt – mit Kultur und Sozialisierung in einer solchen. Hätte man Rulai als Baby ins schwärzeste Afrika gegeben und dort aufgezogen, so wäre er einer der schwärzesten Afrikaner geworden, trotz heller Haut. In der Sonne wäre er auch ein wenig gebräunt und nicht ganz so aufgefallen. Er würde also zur schwarzen Rasse gehören :-) Solche Fälle waren auch häufig bei den Indianern Nordamerikas. Gelegentlich brachten sie aus Kriegen mit den Weißen kleine Kinder mit. Und die wurden dann "perfekte Indianer" :-) Nochmal: Primär ist die Kultur und die Sozialisierung. Und diesbezüglich fühlen sich natürlich Viele in ihrer angestammten Kultur eher wohl – wenn man sie nicht nach Modell Westen=Kolonisierung zerstört. Einge Abenteuerlustige gehen auch gern mal in die Ferne, wie früher die Gesellen auf die Walz, um andere Kulturen kennen zu lernen. Aber vielleicht kommen die kulturell bereichert zurück – oder auch nicht.
      Ein ganz anderes Thema sind die vom Westen verursachten Vertreibungen und Flüchtlingsströme. Die hätte man vermeiden können statt – auch durch Wahl der Regierungen in der BRD – zu unterstützen. Doch das ist ein anderes Thema.

    • Rulai sagt:

      Hartie, da Sie doch noch halbwegs neutral antworten: Ich könnte schwerlich in Afrika geboren werden, wenn es mein Karma, also die gesammelte Wirkung meiner eigenen (Un)taten nicht verursact hat. Die Sozialisierung ist NICHT das Ausschlaggebende. Von Beginn an habe ich mich in meiner Familie hier in Deutschland wie ein Fremder gefühlt. Ich habe nicht verstanden, was sie leben und mußte mich zwingen, mitzumachen. (Das betraf nicht nur meine Herkunftsfamilie, sondern das, was alle Deutschen hier leben.) Ich mußte mich besaufen auf den Familienfeiern und an Weihnachten, damit ich es aushalten konnte, was sie hier für lebenswert und erfüllend halten.
      Inzwischen weiß ich, daß ich in meinem letzten Leben in Indien gelebt habe.

      Die von Ihnen so hochgeschätzte "Sozialisation" hat also schlichtweg nicht gegriffen.

      Ich finde gerade nicht die Aussagen von Agoreshwarananda zum Rassenkarma, zu Rassenschicksal, Völkerkarma, kollektivem Gruppenkarma etc.

      Eine Verwechslung findet bei mir nicht statt.

    • _Box sagt:

      Ach liber,

      das ist doch keine besonders schlaue Erkenntnis. KenFM war bevor es von der YouTube-Plattform zensiert wurde eines der reichweitenstärksten alternativen Informationsportale die es gab. Apolut ist zwar nicht mehr KenFM, hat aber immer noch Reichweite. Natürlich versuchen hier alle möglichen Interessenten Einfluß zu nehmen. Anzunehmen hier würden sich nicht die Einflussagenten die Klinke in die Hand geben, wäre ziemlich naiv.

      Die Dienste beschäftigen natürlich Heerscharen die nichts anderes tun als in den "sozialen" Medien die herrschende Meinung zu verbreiten. Darüber gibt es hinreichend Literatur. Wenn jemand die Finanzierung dafür aus dem Ärmel schüttelt, dann der Geldadel. Die holen es sich ja von allen Anderen.

      P.S.: Schon schräg wie sich die Herrschaften mit dezidierter Schlagseite und explizitem Wording (dt. sinngem. Sprachregelung) für den Herrn Rüdiger L. stark machen. Sie klingen auch genau wie er. Nur mal so erwähnt.

    • palatinus liber sagt:

      Ich wüsste nicht im geringsten, was an Rüdiger Lenz zu kritisieren wäre.

      Sie tun ja gerade so, als ob er ein Rechtsaußen sei. Eine persona non grata. Der Leibhaftige gar selbst?

      Ich bitte Sie, das ist doch geradezu lachhaft.

    • _Box sagt:

      Interessante Schlußfolgerungen, daß sie sich gleich korrekt einordnen, und von mir überhaupt nicht verwandte Steigerungsformen, um nur ja nicht in den Verdacht zu kommen Täter und nicht Opfer zu sein. Schema F eben. Ein Jammer daß man nicht alles lernen kann, nicht wahr?

      Anbei noch was Sinnstiftendes, quasi ein offiziöser Beleg:

      Mit folgendem Versprechen warb der Inlandsgeheimdienst unter Führung von Hans-Georg Maaßen 2015 um neue Geheimdienstmitarbeiter/innen:

      „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und ich kann sagen, in manchen Bereichen unseres Hauses kann man all das machen, was man schon immer machen wollte, aber man ist straflos, zum Beispiel Telekommunikationsüberwachung.“ (Zitat aus einem Gespräch mit dem Sender MDR Info, 2015)

      Keiner der politisch Verantwortlichen hat diesen Aufruf zu Straftaten im Amt zurückgewiesen oder den Urheber zur Rede gestellt. Völlig unbehindert hat der scheidende Verfassungsschutz-Präsident Maaßen dieses Versprechen eingelöst – nicht nur für sich. Bei uns dürfen Sie die Sau rauslassen – unter diesem Motto lebt sich‘s gut, auch im einstweiligen Ruhestand.

      Aus:
      Hans-Georg Maaßen und die „linksradikalen Kräfte in der SPD“. Wenn der Wahnsinn einen Lauf hat.
      07. November 2018 um 10:10 Ein Artikel von Wolf Wetzel | Verantwortlicher: Redaktion

      Der ehemalige Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes (mit dem Fake-Namen „Verfassungsschutz“), Hans-Georg Maaßen, hat vor Kameraden befreundeter Geheimdienste am 18. Oktober 2018 in Warschau eine Rede gehalten.

      Nun ist sie auch der Öffentlichkeit bekanntgemacht worden. Man ist parteiübergreifend empört – bis auf die AfD, die ihn ins Herz geschlossen hat. Nicht aus Dummheit, sondern aus Dankbarkeit und innerer Verbundenheit. Von Wolf Wetzel.
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=46927

    • palatinus liber sagt:

      Soweit bekannt. Thema verfehlt.

      Sie könnten sich zur Abwechslung (schames-)rot für Ihre Ausfälligkeiten gegenüber Lenz entschuldigen, wenn Sie ein Mann sind. Und nicht selbst das, für was Sie die anderen immer bezeichnen.

      Leider darf hier wohl jeder mitscrabbeln.

    • _Box sagt:

      Der Dieb ruft, haltet den Dieb. Und der Ruf nach Zensur, durch die Kapitallakaien, ist auch weder neu noch originell. Weiterhin ist bei ihnen und ihren Kollegen kein Sachbezug erkennbar.
      Ich, im Gegensatz zu ihnen, kann jede Darlegung untermauern. Ihre Auswürfe sind lediglich Giftspritzereien ohne Grundlage.

    • palatinus liber sagt:

      Ihre Ideologie wird immer wieder an der Realität zerschellen.
      Dafür braucht es keine Theorie, man kann es sich einfach ansehen.

    • hog1951 sagt:

      Moin, palatinus liber, Sie fragen an einer Stelle ihrer Posts, was man an R. Lenz auszusetzen habe?
      „ Ich wüsste nicht im geringsten, was an Rüdiger Lenz zu kritisieren wäre.“

      In seinen Artikeln/Kommentaren verteidigt er einen Pazifismus, der seines Gleichen sucht. Trotz, dass der Staat bzw. die Herrschenden Krieg gegen uns fuehren, und eigentlich die Gewaltfreiheit gegen den Klassengegner nicht Gegenstand der Polemiken sein darf, kann er nicht davon ablassen.
      In einer anderen geschichtlichen Situation könnte das ignoriert werden. Aber im Heute unseres Deutschland wo Rentner, Frauen und Kinder von der Staatsmacht geschlagen und gepruegelt werden, ist solch eine Ideologie kontraproduktiv, ich meine sogar gegen eine Befreiung von der Coronadiktatur gerichtet.
      Wohl gemerkt, ich sage nicht, dass jeder sich jetzt mit einem Pflasterstein bewaffnen sollte, aber dieses gewaltfreie Gelaber gehört heute nicht mehr zum Widerstand. R. Lenz hat nur einmal soweit ich mich erinnere in wenigen Zeilen seinen Standpunkt verlassen, und ist daraufhin auch hier im Forum anerkannt worden.
      Wenn Sie auch dieser Meinung (von R. Lenz) zuneigen, so sollten Sie sich die Frage stellen, wie Sie die Herrschenden „ueberzeugen“ wollen sie Coronadiktatur zu beenden, denn die Befreier, die dem Hitlerfaschismus ein Ende bereiteten gibts heute nicht mehr.

      mfG

    • palatinus liber sagt:

      Sie sind der Meinung, dass Rüdiger Lenz gegen eine Befreiung vom Kokolores-Regime arbeitet?

    • hog1951 sagt:

      Moin, palatinus liber, meine letzte Frage galt Ihnen! Also nicht R. Lenz vorschieben!
      Wie stellen Sie sich die Ablösung der Coronadiktatur vor?
      Glauben Sie wirklich, dass ein „richtiges“ Wahlergebnis zu einer Änderung fuehren wuerde?
      Oder glauben Sie, dass nur genuegend Menschen auf die Strasse spaziergehen muessen, damit sich etwas ändert? Nach all den geschichtlichen Erfahrungen (Portugal, Griechenland) in Europa gibt es dafuer keine Belege!
      Und kommen Sie bitte nicht mit der eh. DDR und den runden Tischen! Wenn der Westimperialismus sich nicht die DDR einverlaiben hätte wollen, dann hätten wir heute noch zwei Staaten in denen es zumindest im Ostteil gut gelebt hätte.

    • Rulai sagt:

      "Wir stehen in einer ungeheuer ernsten Prüfungszeit, dessen müssen wir uns mehr
      und mehr bewusst werden. Alles Böse und Gute kommt jetzt in einer oft ganz
      erschütternden Weise ans Tageslicht.
      Wer jetzt meditieren kann, wirkt stark auf alles Geschehen ein. (!!!)

      Nur die Allerwenigsten haben die Möglichkeit zu verstehen, um was es sich handelt,
      geschweige denn die Kraft, die Aufgabe, die uns gestellt ist, zu erfüllen.

      Umso wichtiger ist es, dass die Wenigen, die wirkliches Verständnis haben, nun alle
      Kraft aufwenden, um mit höchstem Ernst und mit höchster Konzentration, ja mit
      aller Magie, die sie aus den Untergründen ihrer Seelen heraus aufbringen können,
      dahin zu arbeiten und sich dafür zu opfern, dass die Menschheit den heiligen Geist,
      der die Zukunftsentwicklung der Menschheit leiten soll, nicht völlig verliert.

      Noch nie sind wir so unmittelbar vor den Abgrund gestellt, wie in der Gegenwart."

      Rudolf Steiner

    • palatinus liber sagt:

      Ich weiß ja nicht mal, wo die C-Show herkommt. China? USA? Warum macht Russland mit? Tun sie das wirklich?
      Wer ist die Diktatur? Politisch, materiell oder physisch kann ich dazu nichts sagen.

      In unserem Land sind Verwalter der besetzten Wirtschaftsgebiete damit betraut, einen Plan von irgendwoher auszuführen.
      Diese Handpuppen sind nicht das Regime. Wer hat bei denen den Arm im, naja egal, das führt jetzt nur zu Jens Spahn.

      Das C-Regime ist doch schon im Eimer. Heute hat man Deltakron entdeckt.
      Und morgen bei Penny dann Mariacron?

      Wenn ich im Kino wäre, würde ich schon schnarchen oder wäre raus, um irgendwo einen zu picheln.

      Man wird sehen, was nach der BRD kommt. Die Okkupationsverwaltung wird kollabieren.

      Die Frage ist, ob ein Alliierter noch mal einen Joker zieht, um seine Wixgriffel auf unserm Land zu behalten oder ob man uns entlässt. Die USA können uns nicht halten. Und Putin tendiert zu klarer Strukturierung, der schickt uns am ehesten, weil es schnell geht, nach 1914 zurück uns beendet damit die rechtlose Zeit. Wir können dann unsere Länder wieder aufrichten. Einen Kaiser brauch ich wirklich nicht.

      Aber mit einem Flickenteppich wäre mir schon wohler. Ohne Parteien und ohne den bürgerlichen Tod.

    • palatinus liber sagt:

      Jalta 2, Putin hat es angeboten, die EU hat die Hosen voll.

      de.rt.com/meinung/129352-eu-aussenpolitik-mit-borrell-im-abseits/amp/?utm_source=telegram&utm_medium=owned_media

      Die Bereinigung des Unrechts von 1917/19, 1945ff sowie 1989/91 ist die Grundlage der Aussöhnung.

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