Werte-Westen vs Schurken-China | Von Jochen Mitschka

Das neue gesellschaftliche Konkurrenzmodell

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Ich habe schon verschiedentlich berichtet, wie die westlichen Medien Dinge verdrehen, verschleiern und vertuschen, und sogar blank lügen und heucheln, wenn es darum geht, chinesische Politik zu verteufeln. Was aber weder westliche Wirtschaftsführer, noch afrikanische Politiker, die nicht zu der korrupten Führungselite gehört, die mit dem Westen paktieren um die eigenen Völker auszubeuten, beeindruckt. Sie sehen die unglaubliche Leistung des chinesischen Systems in der Beseitigung von Armut, die erfolgreiche Bekämpfung des Terrorismus und die Fähigkeit, hunderte von Ethnien unter einer Ideologie zusammen zu halten. 

Trotzdem oder gerade deswegen wird das China-Bashing zur Zeit der Olympischen Spiele in China auf neue Höhen getrieben. Während Großveranstaltungen in mittelalterlichen Diktaturen wie den Golfstaaten wohlwollend begleitet und nur mit einem Feigenblatt an Kritik versehen werden, treiben westliche Medien und Politik die Propaganda gegen Chinas Gesellschaftssystem auf schwindelnde Höhen. 

Olympia

Im “Globetrotter” erschien jüngst ein Artikel, der dies in bewundernswerter Weise noch einmal auseinanderpflückt und die Widersprüche und Heuchelei der westlichen “Menschenrechts-Vertreter” bloßstellt. Und den Artikel (übersetzt) “Wie China zum olympischen Schreckgespenst für den Westen wurde“, beginnt Charles Xu (1) mit der Beschreibung, wie sich Peking in den frühen 1990er Jahren, weniger als ein Jahrzehnt nach dem Wiedereintritt in die olympische Bewegung, um die Ausrichtung der Spiele im Jahr 2000 bemüht hatte.

Allerdings, so bedauert er, hatte sich die Politik der USA seit den Jahren der Annäherung, in denen man die Annäherung Chinas an Russland verhindern wollte, verändert. Selbst Erzreaktionäre wie die US-Präsidenten Nixon und Reagan, so der Autor, sahen sich nicht mehr veranlasst, die Volksrepublik China (VRC) im Namen einer knallharten antisowjetischen Realpolitik überschwänglich zu umarmen. Mit dem Ende des ersten Kalten Krieges sei dann auch der Antikommunismus als Rahmen für die imperiale Rhetorik der USA zurückgedrängt worden, zugunsten einer universalisierten (wenn auch reichlich heuchlerischen) Bewaffnung der neoliberalen “Menschenrechte”. Dies sei ein diskursives Terrain gewesen, das stark auf die bürgerlichen Demokratien im imperialen Kern ausgerichtet war, und auf dem China kaum besser gerüstet war als in der Mao-Ära.

Natürlich, so fährt der Autor fort, war die US-Mainstream-Presse geschlossen gegen Pekings Bewerbung, wobei die New York Times die oberflächlichen und inzwischen allgegenwärtigen Analogien mit Nazi-Deutschland vorwegnahm, wie der Historiker Xu Guoqi von der Universität Hongkong in seinem 2008 erschienenen Buch “Olympic Dreams: China und der Sport, 1895-2008”: “Die Stadt, um die es geht, ist Peking im Jahr 2000, aber die Antwort ist Berlin 1936“, beschrieb. 

Überparteiliche Mehrheiten in beiden Häusern des Kongresses forderten das Internationale Olympische Komitee (IOC) vehement auf, die Bewerbung aus Gründen der Menschenrechte abzulehnen. Im Endeffekt, so der Rückblick in die Historie der heren olympischen Politik, habe Peking in jedem Wahlgang bis zum letzten geführt. In diesem sei China aber knapp mit 45:43 gegen Sydney gescheitert. 

Später habe sich herausgestellt, dass sich das Organisationskomitee von Sydney den Vorsprung von zwei Stimmen nicht nur durch Bestechung gesichert hatte (was für das IOC gang und gäbe sei), sondern auch heimlich eine antichinesische Hetzkampagne in Auftrag gegeben hatte, die über eine in London ansässige Menschenrechtsgruppe gesteuert wurde. Die Bande zwischen den weißen, englischen Siedlerkolonien hätten sich durchgesetzt, und die Olympischen Spiele in Sydney seien zur Bühne für eine wahrhaft schandhafte Schönfärberei des australischen Völkermords an den Ureinwohnern geworden. Zitat: 

“Peking, das noch immer unter der Niederlage und der unverhohlenen Heuchelei der westlichen Mächte in Bezug auf die ‘Politisierung’ der Spiele leidet, hat sich dennoch für die Olympischen Spiele 2008 beworben. Diesmal erhielt es den Zuschlag mit Leichtigkeit, unterstützt durch die weit verbreitete Sympathie für die Umstände der Niederlage im Jahr 2000 und eine ausgeklügelte PR-Kampagne, die darauf abzielte, die Angriffe zu neutralisieren, die den letzten Versuch zunichte gemacht hatten. Der Beamte des Bewerbungskomitees, Wang Wei, versicherte dem IOC, dass ‘die Spiele, die nach China kommen, nicht nur die Wirtschaft fördern, sondern auch alle sozialen Bereiche, einschließlich Bildung, medizinische Versorgung und Menschenrechte, verbessern werden’. Trotz intensiver Bemühungen, die Unruhen in Tibet in den Monaten vor den Spielen zu einer Waffe zu machen, blieben selbst begrenzte Boykottaufrufe westlicher Kampagnengruppen erfolglos. Die Olympischen Spiele 2008 in Peking gingen als Chinas ‘Coming-out-Party’ in die Geschichte ein und waren ein entscheidender Moment für das wachsende Selbstvertrauen des Landes als aufstrebende Weltmacht.” Zitatende

Dann verweist Xu auf Jues Boykoff, der ein ausgesprochener Kritiker der Olympischen Spiele sei, und auf sein Buch “Power Games”. Darin habe dieser die weit verbreitete öffentliche Wahrnehmung der Spiele 2008 ignoriert, und mit keinem Wort ihre Bedeutung für die chinesische Geschichte erwähnt. Stattdessen habe das Buch behauptet, dass es sich um ein ausschließlich elitäres Projekt gehandelt habe, was eine Tendenz sei, die man in den jüngsten Kommentaren zu den Spielen 2022 in Peking auch wieder verstärkt hören würde. 

Er beschreibt eine aufschlussreiche Zeile des Buches, mit der der Autor eine Antwort auf die Zusicherung Pekings im Rahmen der Bewerbung 2008 gab:

“Diese Traumwelt der Menschenrechte ist nie eingetroffen. Es ist bezeichnend, dass heute weder China noch das IOC versprechen, dass die Olympischen Spiele die Demokratie fördern werden.”

Es scheint Boykoff nicht in den Sinn zu kommen, sagt Xu, dass dies als eine positive Entwicklung zu sehen sei: dass Chinas wachsendes Vertrauen in sein eigenes Modell es von der Notwendigkeit befreit, westliche Imperialisten in ihren bevorzugten (und zutiefst heuchlerischen) diskursiven Begriffen anzusprechen. Die New York Times brachte es demnach auf den Punkt:

“Wo die Regierung einst versuchte, ihre Kritiker zu beschwichtigen, um die Spiele zu einem Erfolg zu machen, widersetzt sie sich ihnen heute… Damals versuchte China, die Bedingungen der Welt zu erfüllen. Jetzt muss die Welt die Bedingungen Chinas akzeptieren.”

Dies spiegele eine größere analytische Lücke in Kampagnen wider, die die Olympischen Spiele selbst als undifferenziertes politisches Ziel betrachten: Sie versäumten es, die Positionen der verschiedenen Gastgeberländer gegenüber dem imperialistischen Weltsystem zu berücksichtigen. Wenn man “die Olympischen Spiele” oder “die Menschenrechte” als universelle Kategorien abtue, privilegiere man in Wirklichkeit normative westliche Auffassungen von beiden. In der Praxis führe dies zu einer äußerst ungleichen und asymmetrischen Behandlung von Olympischen Spielen, die von selbsternannten Demokratien im imperialen Kern – historisch gesehen die überwältigende Mehrheit – ausgerichtet werden, im Gegensatz zu den wenigen, die es nicht sind. 

Sicherlich haben lokale Anti-Olympia-Kampagnengruppen zweifellos Recht, wenn sie die sozialen Verwerfungen bekämpfen, die sie den Gastgeberstädten überall bringen, räumt Xu ein, und enthüllt, dass er selbst mit solchen Gruppen zusammen gearbeitet hatte. Dann fährt er fort:

“Aber wo war die Empörung über die illegale US-Invasion in Afghanistan, als Salt Lake City im Jahr 2002 Gastgeber war? Über die Kriegsverbrechen Großbritanniens dort und im Irak, als London 2012 Gastgeber war? Über Japans anhaltende Weigerung, seine kolonialen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuerkennen, als Tokio 2021 Gastgeber war? Die Verurteilung ganzer Gastgeberländer als ‘Alpträume der Menschenrechte’ (Boykoffs plumpe Bezeichnung für China und Kasachstan, als Peking und Almaty als einzige Finalisten für 2022 feststanden) scheint Nationen außerhalb des imperialen Kerns vorbehalten zu sein.”

Xu stellt dann fest, dass die im Entstehen begriffene transnationale Anti-Olympia-Bewegung diese ideologischen Scheuklappen überwinden müsse, wenn sie jemals die Kohärenz der großen antirassistischen Mobilisierungen erreichen will, die das IOC in den 1960er und 70er Jahren erschütterten. Derzeit gebe es wenig Anlass zur Hoffnung, da führende Persönlichkeiten wie Boykoff und sein “linker” Sportjournalistenkollege Dave Zirin in ihrer Berichterstattung im Vorfeld der Spiele 2022 unkritisch die Positionen des US-Außenministeriums sowohl zu Xinjiang als auch zu Peng Shuai propagierten.

Dann berichtet der Artikel von neuen aufstrebenden Tendenzen. Was, so könne man sich fragen, habe die Volksrepublik China während ihrer mehr als zwei Jahrzehnte währenden olympischen Abstinenz (von 1952 bis 1980) in der Welt des internationalen Sports unternommen? Die Geschichte der “Ping-Pong-Diplomatie” mit den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Mächten sei bereits gut dokumentiert und spiegele eine offensichtliche historiographische Voreingenommenheit des Nordens wider. Doch in einer Zeit, in der der Ruf nach einer “Entkopplung” zwischen China und dem Westen und nach einer Süd-Süd-Kooperation, u. a. durch die “Belt and Road Initiative”, immer lauter werde, lohne es sich, die Geschichte der Spiele der neuen aufstrebenden Mächte, also der Games of the New Emerging Forces (GANEFO) zu erzählen.

GANEFO entstand aus einem mutigen Akt antiimperialistischer und antizionistischer Solidarität durch die indonesische Regierung von Sukarno, den der Autor einen visionären antikolonialen Führer und Mitbegründer der Bewegung der Blockfreien nennt. Im Jahr 1962 habe sich Indonesien als Gastgeber geweigert, Israel und das Kuomintang-Regime von Chiang Kai-shek (KMT) zu den vierten Asienspielen einzuladen und sei daraufhin vom IOC suspendiert worden. Dann zitiert der Artikel die Antwort von Sukarno:

“Die Internationalen Olympischen Spiele haben sich offen als imperialistisches Instrument erwiesen… Sagen wir offen, dass Sport etwas mit Politik zu tun hat. Indonesien schlägt nun vor, Sport und Politik zu vermischen, und wir wollen die Spiele der neuen aufstrebenden Kräfte, der GANEFO, gegen die alte etablierte Ordnung ausrichten.”

Xu erklärte, dass seine kühne Rhetorik an die Breitseite erinnerte, die der chinesische IOC-Delegierte Dong Shouyi 1958 gegen den damaligen IOC-Präsidenten Avery Brundage abgefeuert habe, allerdings ohne jeden Rest von Anhaftung an einen mystischen “olympischen Geist”. Und so habe sich China  1963 enthusiastisch an der Organisation und Förderung der GANEFO engagiert, und habe die Reisekosten für 2200 Athleten aus 48 Ländern übernommen, Sportler, die überwiegend aus dem globalen Süden, nach Jakarta reisten. Chinesen fuhren mit einer Fülle von sportlichen Erfolgen zurück – an der Spitze des Gesamtmedaillenspiegels, gefolgt von der sowjetischen Mannschaft und den indonesischen Gastgebern – und überschwänglichem Wohlwollen von Athleten aus der gesamten aufstrebenden Dritten Welt, berichtet der Artikel.

Eine weitere GANEFO sollte es allerdings nie geben, denn 1965 wurde Sukarno durch einen schrecklichen, von den USA unterstützten Putsch gestürzt und die Militärdiktatur Suhartos errichtet. Aber dieses Stück Geschichte sei wichtiger denn je, um sie wiederzuerlangen. Denn die Lektion von Peking 2022 und die Bemühungen um einen diplomatischen Boykott, so absurd sie auch sein mögen, sei, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten im globalen Norden China niemals als legitimes Mitglied ihres Eliteclubs akzeptieren werden, erklärt der Autor des Artikels. 

“In ihrer derzeitigen Position als Gastgeber mögen sich die Vertreter der VR China verständlicherweise gezwungen sehen, die ‘Politisierung’ der Spiele anzuprangern. Aber es wäre klug für sie, für das chinesische Volk und für den Rest der Welt, die Tatsache im Auge zu behalten, dass die Politisierung der Olympischen Spiele eine lange, geheiligte Tradition für die Arbeiter und unterdrückten Nationen der Welt ist. Die Volksrepublik China hat einen geschichtsträchtigen Platz in dieser Tradition, auf den sie zu Recht stolz sein kann.” Ende des Artikels. Soviel zum Olympia-Bashing gegen Peking.

Imperialismus / Kolonialismus

Dieser Artikel eines antiimperialistischen und durchaus gegenüber neo-kolonialen Tendenzen kritischen Autors ist in mehreren Hinsichten aufschlussreich. Zum einen dokumentiert er, was bereits viele revolutionäre und emanzipatorischen afrikanischen Bewegungen, nicht jene terroristischen, vom Westen insgeheim wohlwollend begleiteten Gruppen, erklären. Nämlich, dass sie China nicht als imperiale Macht ansehen, sondern als ein Vorbild, welches nicht nur die Menschen aus der Armut geholt, und dem Land eine ungeheure Vision hat real werden lassen. Sondern dass China bemüht ist, sich einerseits nicht in die Entwicklung anderer Gesellschaften einzumischen, und andererseits versucht, eine Win-Win-Situation in politischen und Handelsbeziehungen zu erreichen. Natürlich gehe es China darum, die Überproduktion im eigenen Land zu exportieren, aber dabei setze man darauf, dass dies durch Länder geschieht, welche die wachsenden Importe durch steigenden Wohlstand bezahlen können. 

Zum Anderen zeigt der Bericht, dass dem Westen nach der Konkurrenz durch das sowjetische gesellschaftliche Modell nun eine viel gefährlichere gesellschaftliche Alternative gegenübersteht. Denn zwar waren die Sowjetunion und China während des kalten Krieges meist die Unterstützer antikolonialer Bewegungen, so war ihr gesellschaftliches Modell doch für die Massen des Westens eher unattraktiv. Das chinesische Modell aber birgt gefährlichen Sprengstoff in sich. Denn in diesem entwickelt sich der Wohlstand der Massen, und wird die Armut beseitigt, während im westlichen Modell des ungezügelten Kapitalismus die umgekehrte Tendenz besteht. Reiche werden immer Reicher, während die Massen verarmen.

Dies wird um so schärfer deutlich, als sich die westliche Elite nun bemüht, die Unterdrückungsmechanismen Chinas, mit der hunderte von Ethnien und eine unglaublich große Bevölkerungsmasse unter einer Führung zufrieden gestellt werden, auch im Westen anzuwenden. Allerdings hier nicht mit dem Ziel, Oligarchen unter Kontrolle zu halten, Kriminalität und subversive Kräfte und Terrorismus zu kontrollieren, und den Massen Wohlstand zu bescheren. Sondern um im Westen die Herrschaft eben jener Oligarchen nicht zu gefährden, die im chinesischen staatlichen System immer mal wieder zur Ruhe gezwungen werden, und ermahnt werden, zum Wohlergehen der Allgemeinheit beizutragen. 

Dass das nicht immer funktionierte, und sich Arbeiter wegen schlechter Arbeitsbedingungen in Fabriken, die für westliche Konzerne produzierten, vom Dach gestürzt haben, ist in einem Land mit ca. 1,5 Milliarden Einwohnern nicht verwunderlich. Aber wer die Wirtschaftsnachrichten im Westen über die ach so autoritären Maßnahmen der chinesischen Führung gegenüber Investoren und Oligarchen aus der Sicht der Menschen Chinas liest, zieht andere logische Schlussfolgerungen als die Wirtschaftsjournalisten. Dieser Mensch erkennt, dass die Führung die Zufriedenheit und das Wohlergehen der Massen vor den Profit bestimmter Gruppen stellt. 

Nun soll das nicht heißen, dass im Westen sozialisierte Menschen in einem autoritären chinesischen System glücklich werden. Das weiß auch China. Und das ist der Grund, warum das Land nicht versucht, sein Gesellschaftssystem auf Teufel komm raus zu predigen. China käme nie auf die Idee, wie es der Westen sogar mit Bomben und Kriegen tut, anderen Ländern vorzuschreiben, wie sie ihre Gesellschaft zu organisieren haben. Auch deshalb sind sie das gefährliche Gegenmodell zum so genannten “Wertewesten”. Denn außenpolitisch sind sie ein Musterbeispiel für Liberalität.

Korruption

Wenn China einen Spitzenfunktionär und Leiter der Weltorganisation Interpol nach Hause bittet, um ihn dort wegen Korruption anzuklagen, und damit auf die Führung dieser wichtigen Institution verzichtet, ist das für die Menschen nicht nur in China ein deutlicheres Signal als das Menschenrechtsbashing Chinas von durch CumEx, LuxLeaks und viele andere Skandale berüchtigte Politiker des Westens, von denen niemals einer zur Rechenschaft gezogen wurde. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass sie, wie Juncker und von der Leyen, gerade durch gewisse Skandale als für höchste Ämter würdig empfunden werden. 

Nicht nur durch das immer offensichtlicher werdende Verhalten einer neuen Aristokratie im Westen bereitet die westliche Führung durch die Forderung unbedingten Gehorsams, durch Impfpflicht, Überwachung und Angstpolitik den Boden dafür, dass die einst im Westen so weit verbreiteten Ideale des kritischen Denkens und des Liberalismus in Vergessenheit geraten. Ohne es zu wollen, könnten die Protagonisten des “Wertewestens” so an ihrem eigenen Untergang arbeiten. Denn einmal an ein autoritäres System gewöhnt, werden die Massen am Ende nur noch die Frage stellen, zu wessen Nutzen es funktioniert.

Chinas Grundproblem

China befindet sich in einem Dilemma. Nicht nur erst seit Hitler und Beobachtung von Entwicklungsländern wissen wir, dass die Idee des Liberalismus und der demokratischen Mitbestimmung mit dem Grad der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Individuen sinkt oder steigt. Je stärker die Menschen um ihre existentiellen Bedürfnisse kämpfen müssen, desto geringer ist ihr Interesse an Liberalität. Liberale Ideen wurden nicht während der Arbeit in der Fabrik, sondern in der Diskussion im Café entwickelt. Und je stärker der Wohlstand und damit die mögliche Unabhängigkeit der Menschen Chinas steigt, desto größer wird, kulturelle Prägung hin oder her, der Wunsch nach Liberalität steigen. D.h., Chinas Führung gerät immer stärker unter Druck, Überwachung, Kontrolle und autoritäre Verhaltensmuster durch Erfolge dieser Maßnahmen zu begründen.

Das können nach Beseitigung der Armut geringe Arbeitslosigkeit, wachsender Wohlstand, soziale Absicherung sein, immer wichtiger aber wird auch das Thema Sicherheit im Inneren. Und je größer die Aggressivität der NATO ganz offensichtlich wird, desto einfacher ist es für die chinesische Führung, auch die Sicherheit gegen äußere Feinde als Erfolg zu verkaufen. Wofür man vielleicht sogar einen Waffengang in eigenen Gewässern in Kauf nimmt. Während gleichzeitig ein liberales Ventil geschaffen wird, indem man Menschen ohne Parteizugehörigkeit in die für die politische Gestaltung zuständigen Gruppen, wie in Vietnam die unabhängigen Abgeordneten, aufnimmt.

Die Führung im Westen hat dieses Dilemma nicht. Im Gegenteil. Je stärker der Mittelstand geschwächt wird, durch Verschiebung der Vermögen auf einige Wenige, je größer der Druck der Arbeit “zum Überleben” auf den größten Teil der Bevölkerung steigt, desto geringer ist der Drang nach Liberalität und Demokratie. Weshalb die Tendenzen zur autoritären Staatsführung unterstützt werden durch Dinge wie Corona-Maßnahmen, Klimagesetze usw. 

Allerdings hat diese Politik einen Nachteil. Je stärker die Menschen an autoritäre, ja diktatorische Führung gewöhnt werden, desto empfänglicher werden sie dafür, ein anderes, ebenso autoritäres System zu akzeptieren, wenn Sie sich davon eine bessere Vertretung ihrer Interessen versprechen. Deshalb sollte man die folgenden Absätze aufmerksam verfolgen!

Corona

Hinsichtlich Corona stellt sich die Frage, warum China mit seinem staatlichen Gesundheitssystem die vielfach höheren Kosten eines traditionellen Totimpfstoffs (2) gegen Covid-C auf sich genommen hat, statt auf die billigen mRNA “Impfstoffe” zu setzen, deren Herstellungskosten vermutlich ca. 26 Mal niedriger sind, da sie den menschlichen Organismus als Bioreaktor verwenden. Während traditionelle Impfstoffe erst in einem externen Bioreaktor, wozu auch das Ausbrüten von Hühnereiern gehört, hergestellt werden müssen.

Dabei hätte die chinesische Industrie sehr wohl die Fähigkeiten und die Forscher und Entwickler das Wissen. Nicht umsonst haben die USA Auftragsentwicklung nach China vergeben. Nicht nur wegen der Verbote gefährlicher Entwicklungen in den USA selbst, sondern auch wegen der herausragenden akademischen Fähigkeiten der chinesischen Forscher. 

Die Antwort auf diese Frage, warum China keine billigen mRNA-Stoffe zur so genannten Impfung anbietet, sollte sie im Laufe der kommenden Jahre Verbreitung finden, könnte die westlichen Gesellschaften bis in die Grundfesten erschüttern. Allerdings droht, dass um die Verbreitung der Antwort zu verhindern, aber auch um das chinesische Modell grundsätzlich “einzudämmen”, von den westlichen Führern ein großer Krieg als notwendig angesehen werden könnte. Und zwar bevor China in der Lage sein wird, neokoloniale Träume westlicher Führer durch die eigene Militärmacht wie Seifenblasen zerplatzen zu lassen.

Die Basis für die Unterstützung Deutschlands eines solchen Krieges wurden durch den Regierungseintritt der Partei “die Grünen” begründet. Denn schließlich hat Deutschland seine Beteiligungen im Angriffskrieg gegen Jugoslawien, und ganz besonders die Beteiligung im letztlich verlorenen Krieg gegen Afghanistan entscheidend dieser Partei zu verdanken. Während für China ein solcher Krieg den Vorteil hätte, im Inneren jede Bestrebung nach Liberalität im Keim zu ersticken, und eine Begründung für die zu erwartenden wirtschaftlichen Rückschläge liefert.  Während die Kriegswirtschaft neue wirtschaftlichen Binnenmarktmöglichkeiten eröffnen könnte. 


Quellen:

  1. https://www.scoop.co.nz/stories/HL2202/S00022/how-china-became-an-olympic-boogeyman-for-the-west.htm 
  2. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125463/CoronaVac-Impfstoff-aus-China-erzielt-hohe-Schutzwirkung-in-der-Tuerkei-und-Chile 

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: rarrarorro / shutterstock

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Kommentare (13)

13 Kommentare zu: “Werte-Westen vs Schurken-China | Von Jochen Mitschka

  1. Gnil sagt:

    Graphene COVID Tötungs Impfung: Lassen Sie die Beweise für sich sprechen.

    Auszug:

    Graphenhydroxid ist ein neues Material und Toxikologen sind sich dessen noch nicht bewusst. Deshalb sterben Menschen an diesen tödlichen Schüssen, besonders Sportler, erklärt Dr. Noack. Dies sei ein „hochintelligentes Gift“.

    Noch erschreckender ist, dass Sie bei einer Autopsie nichts finden werden. Diese Stealth -Waffe ist sogar nach dem Tod unauffindbar. Die Nano-Rasierklingen aus Graphenhydroxid lassen Menschen innerlich verbluten.

    „Auch wenn die Leute nicht sofort tot umfallen, es zerschneidet die Blutgefäße Stück für Stück… Ich kann als Chemiker sagen, dass wir absolut sicher sind, dass das Graphenhydroxid da drin ist… als Chemiker, wenn man das in die spritzt Blut, du weißt, dass du ein Mörder bist.“

    Mit Video in Deutscher Sprache

    Oben Mitte bei TRANSLATE WEBSITE anklicken und auf Deutsch einstellen !!!!!!

    https://www.globalresearch.ca/graphene-covid-kill-shots-let-evidence-speak-itself/5763418

  2. inselberg sagt:

    Soviel Nostalgie und Romantik. Der Autor sollte sich die Frage stellen ob unterdrückende Systeme nur besser sind weil sich die Menschen in einem daran gewöhnt haben bzw es dem Volkskörper besser geht.

    Analog dazu ist der Genuss eines faulen Apfels eine Gaumenschmaus weil man auch 2 faule Äpfel verzehren könnte.

    • Hartensteiner sagt:

      Hier sollte man darauf hinweisen, dass nicht Äpfel mit Äpfeln verglichen werden, sondern Äpfel mit Birnen.
      Sichtbar woran?
      Jeder Versuch, eine sozialistische Gesellschaft zu errichten war allein darauf aus, das Leben der Menschen, die sozialen Verhältnisse, zu verbessern. Zwischen Unmöglichkeiten aus den Umständen heraus und ebenso daraus, dass Menschen Fehler machen, ist da sicher Einiges nicht so herausgekommen, wie es hätte sein sollen.
      Auf der anderen Seite – kapitalistische Systeme kennen nur ein Ziel in dem, was Menschen betrifft: Ausplünderung, Ausbeutung und Unterwerfung unter diese.
      So. Nun kann man ja mal vergleichen… und man kann sich auch fragen, inwieweit Russland und CHINA unterdessen kapitalistische Länder geworden sind und worauf das hinauslaufen wird. Diese Fragen sind vielleicht noch nicht endgültig zu beantworten, aber beantworten lässt sich die Frage, worauf der Global-finanz-kapitalismus hinausläuft: Solange mit Ausbeutung und Ausplünderung VON ALLEM, inklusive des Menschen, fortzufahren, bis dieser Planet nicht mehr für Leben geeignet ist. Und da liegt er nun, der faule Apfel.

  3. zivilist sagt:

    https://www.sportschau.de/wintersport/eiskunstlauf/video-inoffizieller-weltrekord—das-em-kurzprogramm-von-kamila-waljewa-100.html

    Die alten Griechen hatten es immerhin drauf, Feindseligkeiten während der Spiele ruhen zu lassen.

    Übrigens, schon mitgekriegt ? die 'Uiguren arbeiten' jetzt bei der US Eisenbahn !

    https://linkezeitung.de/2022/02/16/worum-geht-es-beim-kampf-der-us-eisenbahn-und-oelarbeiter/

    China will seine Bevölkerung nicht reduzieren, im Gegentum, es kämpft gegen ein Allzeittief der Geburtenrate (was auch zeigt, daß Wohlstand für jeden das beste Rezept gegen Bevölkerungs'explosion' ist), also weder Senioren totspritzen, noch Kids unfruchtbar spritzen ist angesagt. Die westlichen Oligarchen meinen ja, 50% der Menschen überflüssig gemacht zu haben und wollen sie jetzt elegant um die Ecke bringen, Dummerweise – denn sie wissen nicht, was sie tun – werden vom Rest wieder 50% überflüssig sein, denn es ist ihr Geschäftsmodell, Menschen 'überflüssig' zu machen, zuletzt müssen sie sich dann gegenseitig um die Ecke bringen. Wäre es nicht einfacher, wenn sie damit anfangen würden ?

    • _Box sagt:

      Keine Ahnung wo in dem Text Uiguren vorkommen, außer bei dem Kommentator "zivilistin." Allerdings ist es sehr offenkundig was von WSWS betrieben wird. Nämlich die Neutralisierung von Widerstand und die Einhegung ins herrschaftliche Narrativ:

      Omikron wütet in Kliniken und Pflegeheimen
      Markus Salzmann
      14. Februar 2022

      Die rasant steigenden Infektionszahlen haben immer gravierendere Auswirkungen auf die Situation in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

      Während sich alleine am Freitag über 206.000 Menschen in Deutschland infizierten und 196 verstarben, bereitet die Bundesregierung die Aufhebung der noch verbliebenen, ohnehin völlig unzureichenden, Schutzmaßnahmen vor. Wie alle Regierungen in Europa nimmt die Ampel-Koalition unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) damit massenhafte Erkrankungen und Todesfälle bewusst in Kauf.

      https://www.wsws.org/de/articles/2022/02/13/pfle-f13.html

      #WirWerdenLaut: Schüler streiken gegen Durchseuchung
      Marianne Arens, Gregor Link
      12. Februar 2022

      Am Freitag setzten rund 150 Schülerinnen und Schüler in Frankfurt am Main ein deutliches Zeichen gegen die „Profite-vor-Leben“-Politik der Bundes- und Landesregierungen in der Corona-Pandemie. Mehrere Ortsgruppen der Jugendorganisation „Fridays For Future“ hatten unter dem Schlagwort #WirWerdenLaut zu einem Demonstrationszug aufgerufen, der von der Alten Oper durch die Innenstadt bis vor das Rathaus verlief. An dem Streik beteiligten sich Schüler aus der ganzen Region.

      https://www.wsws.org/de/articles/2022/02/12/laut-f12.html

      Höchste Zahl an Todesfällen durch Covid-19 seit letztem Winter
      Samuel Tissot
      16. Februar 2022

      In der vergangenen Woche wurden in Frankreich an zwei Tagen mehr als 650 Todesfälle wegen Covid-19 registriert. Am 8. Februar wurden 691 Todesfälle gemeldet, am 10. Februar weitere 655 Covid-Opfer. Der 7-Tage-Durchschnitt von täglichen 324 Todesfällen ist der höchste Stand seit dem 1. April 2021. Damals waren nur 4,4 Prozent der französischen Bevölkerung vollständig gegen das Virus geimpft, während es heute über 77 Prozent sind.

      Obwohl die Zahl der Todesfälle so hoch ist wie seit fast einem Jahr nicht mehr und zu den höchsten während der gesamten Pandemie gehört, ist dies den großen französischen Zeitungen oder der Regierung keine Erwähnung wert.

      https://www.wsws.org/de/articles/2022/02/15/fran-f15.html

      Ist auch nicht neu, denn WSWS hatte bereits seinerzeit gegen den Friedenswinter opponiert. Außer Phrasendrescherei ist dort nichts.

    • Irwish sagt:

      Um diesen WSWS-Meldungen etwas entgegenzusetzen, sei auf drei Videos mit Tom Lausen verwiesen, der das Buch »Die Intensiv-Mafia« geschrieben hat:

      Die Intensiv-Mafia – Tom Lausen bei SteinZeit
      Schmieren, tricksen, täuschen, abkassieren: ein epochaler Korruptionsskandal begleitet die Politik der Bundesregierung durch die Corona-Pandemie. Milliarden Euro wurden mittels frisierter und manipulierter Zahlen veruntreut und umverteilt. Die Profiteure finden sich überall im hochkorrupten deutschen Krankensystem: Ärzte, Klinikleitungen, Krankenhausbetreiber, Intensivmediziner, Geräteaufsteller, Medizinerverbände, Militär, Gesundheitsministerium und Robert Koch-Institut – sie alle waren und sind beteiligt an diesem gigantischen Raubzug gegen Bürger, Gesundheitsvorsorge und Volksvermögen.
      https://www.youtube.com/watch?v=7QlXIPiFHLY

      Intensivbetten-Skandal – Punkt.PRERADOVIC mit Tom Lausen
      Kritiker waren sich schon lange sicher. Jetzt hat auch der Bundesrechnungshof rausgefunden, daß Krankenhäuser mit Intensivbetten getrickst haben, um staatliche Gelder zu kassieren. Minister Spahn und das Intensivregister DIVI streiten alle Vorwürfe ab – aber Zahlen lügen nicht. Der Datenanalyst Tom Lausen zeigt uns anhand offizieller Zahlen, wie getrickst wurde. Und wie wenig valide die Zahlen von DIVI sind.
      https://www.youtube.com/watch?v=0sBM7MVG8Lo

      Viertel nach Acht – 3. Februar 2022 | u.a. mit Béla Anda, Nena Schink, Tom Lausen | LIVE REPLAY
      https://www.youtube.com/watch?v=YizzOsp-DuM

    • Out-law sagt:

      Zivilist 18:00-Sie haben damit bereits angefangen ,denn sie sägen an den Ästen des eigenen Baumes ,doch sie begreifen nicht….bis es kein Zurück mehr gibt (Hof-Junker :-) ,wegen Ihrer Dummheit und noch größeren Arroganz .Ihr Ende ist bereits festgelegt .Doch vielleicht könnten ein paar milliarden Dollars etwas nützen? Das dachten schon die alten Pharaonen ,dennoch waren diese etwas weiser ,da sie Gott noch kannten .

    • Out-law sagt:

      Zu Irwish: Zu empfehlen das Buch Inside Corona ..Hintermänner und Verbindungen : https://youtu.be/iR_NS2s5sO4 / Zudem der Ausschnitt aus Coronaausschuss.de Sitzung 91 > mit der Biologin u. Mikrobiologin Dr. Sonia Pekova ab min . 3:41:30 – 4:57 ,die mit Hilfe der (Generationen )-Genomsequenzierung praktisch nachweist ,dass die angeblichen Mutationen keine sind( ca. ab 4:30 min ) ,sondern eigenständige Virusstämme und vermutlich im Labor hergestellt wurden ,weswegen auch die heterologischen Impfungen große Gefahren darstellen !
      Grand Jury :1-3 Tag
      https://odysee.com/@GrandJury:f/Grand-Jury-1-DE:a?r=2aRGLhT13euKtoy7beUafvqkqxkXtZjL

      https://odysee.com/@GrandJury:f/Grand-Jury-Tag-2-online:b?r=2aRGLhT13euKtoy7beUafvqkqxkXtZjL

      https://odysee.com/@david_van_scouten:b/GJ3-PCR-Test:a?r=2aRGLhT13euKtoy7beUafvqkqxkXtZjL

      Neue Coronawelle schon geplant !
      14.02.2022, 19:12
      Neue Corona-Welle im Herbst laut Experten fix
      Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht einem Zeitungsbericht zufolge fest von einer neuen Corona-Welle im Herbst aus.

      Obwohl allein in den letzten 24 Stunden wieder rund 24.500 neue Fälle registriert wurden, wird der Ruf nach neuerlichen Lockerungen immer lauter. Die Regierung lädt daher am Mittwoch zum großen Corona-Gipfel. Kanzler Karl Nehammer will "so viel Freiheit wie möglich". Doch es gibt ein Aber.

      Das deutsche Robert-Koch-Institut geht einem Bericht der "Welt" zufolge von einer neuen Corona-Welle im Herbst aus. "Die Endemie ist noch nicht erreicht – wir befinden uns in einer Übergangsphase", berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine interne Lageeinschätzung des Instituts. Mit einer neuen Corona-Welle im Herbst sei "fest zu rechnen".

  4. _Box sagt:

    Ah, Namibia, jetzt wirds klarer, nicht wahr. Und so hat jede der Großmächte ihre jeweiligen Hirten, die die Schäflein bitte in den jeweiligen Koral treiben mögen. Denn ein Koral bleibt es, da können sie wählen wie sie wollen, oder auch nicht:

    Xi Jinping übermittelt namibischem Präsidenten Hage Geingob Genesungswünsche
    03.06.2021 20:10:02

    Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat dem namibischen Präsidenten Hage Geingob und seiner Frau nach deren COVID-19-Infektion telefonisch eine schnelle Genesung gewünscht.

    Xi JInping betonte, seit dem Ausbruch von COVID-19 hätten China und Namibia die Epidemie gemeinsam bekämpft und die traditionelle Freundschaft sei vertieft worden. Er lege großen Wert auf die Entwicklung der bilateralen Beziehungen und wolle mit dem Präsidenten Geingob die umfassende strategische Kooperationspartnerschaft fördern und auf ein neues Niveau heben.

    http://german.cri.cn/aktuell/alle/3250/20210603/671921.html

    Oder hier:

    China will einen größeren Beitrag zur friedlichen Erforschung und Nutzung des Weltraums leisten
    17.12.2020 16:58:12

    Beijing

    Am Donnerstagfrüh ist die chinesische Mondsonde „Chang´e 5“ erfolgreich nach ihrer Mission in die Erde zurückgekehrt.

    Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Wang Wenbin sagte vor der Presse, Chang´e 5 markiere einen großen Schritt nach vorn für die chinesische Raumfahrt und werde dazu beitragen, die wissenschaftliche Kenntnisse der Menschheit über die Entstehung des Mondes und die Entwicklungsgeschichte des Sonnensystems zu vertiefen. Diese Mission bekomme die Unterstützung und Hilfe von Ländern und internationalen Organisationen wie der Europäischen Weltraumorganisation, Argentinien, Namibia und Pakistan. China bedanke sich bei ihnen dafür ganz herzlich.

    Weiter sagte Wang, die Erforschung des Weltraums durch die Menschheit gehe weiter. China wolle mit allen Ländern der Welt zusammenzuarbeiten, um den Geist der koordinierten Anstrengungen und der Win-Win-Kooperation bei der Erforschung des Mondes zu fördern und größere Beiträge zur friedlichen Erforschung und Nutzung des Weltraums durch die Menschheit und zum Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft der Menschheit zu leisten.

    http://german.cri.cn/aktuell/alle/3250/20201217/593168.html

    Klingt nach der installierten Coronoia und dem Wettlauf ins All. Westlicher Wein in östlichen Schläuchen oder umgekehrt. Sozialkredit ist ja nun westlich vom Osten auch der Renner.

    Dazu:

    Notenbank-Spitzeninstitut BIZ will Sozialkreditsystem wie in China

    31. 01. 2022 | Unter dem Bargeldfeind Augustin Carstens hat sich die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in einen Propagandisten der Überwachungsgesellschaft nach chinesischem Vorbild verwandelt. In einer aktuellen Studie empfiehlt die BIZ – ohne es offen auszusprechen – das chinesische Sozialkreditsystem weltweit zur Nachahmung.

    https://norberthaering.de/news/biz-social-credit/

    Und dazu:

    Goldmedaille im Repressionswettkampf
    Die Sportverbände und das Olympische Komitee unterwerfen sich bei den Olympischen Winterspielen dem chinesischen Pandemie-Regime.
    von Max Stadler

    International wird seit knapp zwei Jahren propagandistisch Angst vor einem Atemwegsvirus geschürt. Daher dürfte es niemanden wundern, dass China diese Angst nutzt, um im Rahmen der Veranstaltung der Olympischen Winterspiele der eigenen Bevölkerung die Unterlegenheit der Ausländer vorzuführen. Das Virus kommt von außen, so die Botschaft. Wir haben alles im Griff. Wie gesagt, das war zu erwarten; viel bestürzender ist hingegen, wie Funktionäre und Presse dieses Spiel mitspielen. Das ultimative Mittel der Unterwerfung ist hierbei der PCR-Test.
    (…)
    Diese Heuchelei sorgt beim Zuschauer nur noch für Kopfschütteln. Entweder die Gefahr durch Covid existiert tatsächlich, dann führt man solche Spiele nicht durch. Oder aber nicht, dann ist das veranstaltete Hygienespektakel ein trauriger Zirkus.

    https://www.rubikon.news/artikel/goldmedaille-im-repressionswettkampf

    Wegen dem Satz, "Sie sehen die unglaubliche Leistung des chinesischen Systems in der Beseitigung von Armut, die erfolgreiche Bekämpfung des Terrorismus und die Fähigkeit, hunderte von Ethnien unter einer Ideologie zusammen zu halten."
    Welches System wäre das? Ist die Anwesenheit von Terroristen für die chinesische Obrigkeit ebenso nützlich, im Hinblick auf Sicherheits-und Überwachungsapparate, wie im Westen? Hunderte von Ethnien unter einer Ideologie zusammenzuhalten, das gelingt auch Andren. Welche Ideologie wäre das?

    • zivilist sagt:

      Haben Sie Punkte in Flensburg ? Aber um die gutgeschrieben zu kriegen müssen Sie erst mal ein dickes Knöllchen zahlen, das je ungerechter ist, desto größer die Wohlstandsschere ist.

      Lesen Sie mal bei Larry Romanoff rein, das hilft zum Verständnis Chinas. Natürlich will auch China zeigen, daß die Kontrolle gut ist für die Menschen, aber die Ausgangslage war in China eine völlig andere, wenn 6 mal ganze Tierbestände wegen neuartiger Erreger gekeult und in den USA nachgekauft werden mußten, im Zuge des Handelskrieges, wie Larry Romanoff schreibt, war unbedingt zu erwarten, daß China bei einem neuartigen Erreger bei Menschen drastisch reagieren würde und so eine super Vorlage für schikanöse Maßnahmen liefern würde, nach dem Motto, alles Böse kommt aus China. China hat aber Grenzen dicht gemacht, um die Verbreitung des Erregers zu verhindern (Knarrenbauer hat das unterlaufen, indem sie Deutsche aus Wuhan ausflog, um Moskau abzuwatschen). Der Westen hat Grenzen dicht gemacht – entgegen WHO Empfehlung – weil es eine Pandemie gab, also weil der Erreger schon überall war, reine Schikane also, nur optisch gleich wie in China.

    • _Box sagt:

      Zufälle gibts:

      Event 201: Corona-Krise als Planspiel (2019)

      Das Konzept von »Clade X« hatte sich derweil in den Kreisen der Reichen und Einflussreichen herumgesprochen. Als das Team vom Johns Hopkins Center for Health Security im Anschluss eine noch größere, noch komplexere Nachfolgeübung konzipierte, kam die Oberliga der Sponsoren mit an Bord: die Bill und Melinda Gates Foundation und das World Economic Forum (WEF).

      Das WEF, bekannt für seine alljährlichen Konferenzen im Schweizer Nobelort Davos, ist nach eigenen Worten ein Zusammenschluss der 1000 größten Konzerne der Welt, »um eine bessere Zukunft zu formen«. Dazu möchte man Konzern- und Staatschefs fortwährend miteinander ins Gespräch bringen, wobei man angeblich »keine ideologischen und kommerziellen Interessen« verfolge.
      Den Kern der Organisation bilden die »strategischen Partner«, etwa 100 Konzerne, die besonders einflussreich sind und die Ausrichtung, Ziele und Programme des WEF gemeinsam steuern. Dazu gehören beispielsweise die Allianz, BlackRock, BP, die Deutsche Bank, Facebook, die Gates Foundation, Goldman Sachs, Google, der Pharmakonzern Johnson&Johnson, Mastercard, Paypal, der Ölkonzern Saudi Aramco, Siemens oder auch der Medienkonzern Thomson Reuters, Besitzer der gleichnamigen Nachrichtenagentur. Man könnte das WEF als eine Art modernes »Politbüro des Kapitalismus« bezeichnen, wo große Linien für das weitere internationale Vorgehen überlegt und dann gemeinsam umgesetzt werden. Der rote Faden sind die Bemühungen zur globalen Verzahnung von Regierungs- und Konzerninteressen, freundlich bezeichnet als »öffentlich-private Zusammenarbeit« (»Public-Private Cooperation«).

      WEF und Gates Foundation finanzierten nun also die nächste große Pandemie-Übung.
      (…)
      Die Übung »Event 201« fand am 18. Oktober 2019 statt, zwei Monate vor dem Auftauchen des Coronavirus, und simulierte irritierenderweise auch tatsächlich den Ausbruch einer globalen Coronavirus-Pandemie:
      »Event 201 simuliert den Ausbruch eines neuartigen zoonotischen Coronavirus, das von Fledermäusen erst auf Schweine und dann auf Menschen übertragen wird und schließlich von Mensch zu Mensch übertragbar wird und zu einer schweren Pandemie führt. Der Erreger und die von ihm verursachte Krankheit sind weitgehend an SARS angelehnt, doch ist das Virus durch Menschen mit schwachen Symptomen leichter übertragbar. (…) Im ersten Jahr steht kein Impfstoff zu Verfügung. (…) Das Szenario endet nach 18 Monaten mit 65 Millionen Toten. Die Pandemie beginnt sich zu verlangsamen, da die Zahl der anfälligen Personen abnimmt. Die Pandemie wird mit einer gewissen Geschwindigkeit weitergehen, bis es einen wirksamen Impfstoff gibt oder bis 80%-90% der Weltbevölkerung sich angesteckt haben. Von diesem Zeitpunkt an handelt es sich wahrscheinlich um eine verbreitete Kinderkrankheit.«

      Anders als bei den vorhergehenden Übungen gab es diesmal also keinen terroristischen Hintergrund. Zumindest wurde ein solcher im Manöver ausgeblendet und es war keine Rede mehr von einer ausgeklügelten Biowaffe wie noch bei Clade X im Jahr zuvor. Der Auslöser der Pandemie sollte diesmal sozusagen einfach »eine Laune der Natur« sein.
      (…)
      Zu den insgesamt 15 Mitspielern des Manövers zählten:

      – Adrian Thomas, Vizepräsident von Johnson&Johnson, dem nach Börsenwert und Gesamtumsatz größten Pharmakonzern der Welt,

      – Jane Holton, Ex-Gesundheits- und Finanzministerin Australiens sowie lange in leitender Funktion bei der WHO tätig, außerdem Vorsitzende der von der Gates Foundation initiierten, schon erwähnten Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), einer »Partnerschaft« von Pharmaindustrie, Regierungen und WHO zur Impfstoffentwicklung, die in der Corona-Krise eine Schlüsselrolle spielt,

      – Matthew Harrington, Präsident von Edelman, der größten PR-Agentur der Welt, und »Spezialist für Unternehmenspositionierung und Reputationsmanagement mit Erfahrung in Krisenkommunikation« sowie persönlicher Berater von Microsoft,

      – Hasti Taghi, Vizepräsidentin von NBC Universal, dem drittgrößten Medienkonzern der Welt,

      – Avril Haines, unter Obama Vizedirektorin der CIA und Vize-Sicherheitsberaterin, seither in leitender Funktion bei einer Washingtoner Lobbyfirma, die interessierte IT-Unternehmen mit dem Pentagon und den Geheimdiensten in Kontakt bringt.

      Zu diesen globalen Managern gesellten sich der Vorsitzende eines Konzerns für Medizinprodukte, der Chef-Krisenmanger der Lufthansa, die Risikomanagerin der weltgrößten Hotelkette Marriott, der Präsident des UPS Foundation und ein Vertreter der Zantralbank Singapurs. Drei weiter Teilnehmer könnte man als »Pandemie-Profis« bezeichnen:

      – Stephen Redd, bei der US-Seuchenschutzbehörde CDC Leiter der Abteilung für Notfallplanung, nach 9/11 an den Anthrax-Untersuchungen beteiligt und 2009 Chef-Krisenmangaer beim Schweinegrippen-Fake, wo er »dazu beitrug, 81 Millionen Menschen in den USA zu impfen«,

      – George Gao, Direktor der chinesischen Seuchenschutzbehörde CCDC, Virologe und Vogelgrippe-Forscher, der Anfang Januar 2020 den amerikanischen CDC-Chef Robert Redfield über die Gefährlichkeit des Coronavirus informierte und, ebenfalls im Januar, zwei der ersten maßgeblichen wissenschaftlichen Artikel zum Coronavirus in westlichen Fachzeitschriften mitverfasste,

      – Michael Ryan (nicht persönlich anwesend, aber mit einer Videobotschaft zugeschaltet), seit 2019 WHO-Direktor für Gesundheitsnotfälle (Director Health Emergencies Programme) und 2020 Chefkrisenmanager der WHO für Covid-19.

      Bei Event 201 versammelten sich also Menschen mit hoher fachlicher Kompetenz, von denen einige in der Corona-Krise wenige Monate später eine wichtige Rolle spielen sollten. Das Wesentliche an der Übung wie an der darauffolgenden realen Situation war eine spezifische Verschmelzung der Themen Angst, Massensterben, Ausnahmezustand, staatliche Überforderung, Freiheitsbeschränkungen, Impfstoffe, Pharmaregulierung und Medienstrategie.
      (Paul Schreyer, Chronik einer angekündigten Krise, Wie ein Virus die Welt verändern konnte)

      Und hier kann man auch alphabetisch sondieren:

      https://www.weforum.org/partners#A

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