Weltbrand? | Von Wolfgang Effenberger

Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.

Öffnet Putins Ukraine-Krieg das Tor für einen Weltbrand?

Am fünften Kriegstag erscheint es so, dass die russischen Truppen – trotz Lufthoheit – in der Ukraine kaum vorankommen. Das stärkt den Widerstand in der Ukraine und vermutlich auch in Russland. Es darf davon ausgegangen werden, dass Putin einen “Blitzkrieg” mit einer schnellen Einnahme von Kiew und einem Regimewechsel ohne viel Blutvergießen wollte.2)

Nun befindet sich die russische Armee in heftigen Straßenkämpfen und wird wohl selbst schwere Verluste erleiden. Hat sich Putin verrechnet? Dazu müssten seine Beweggründe bekannt sein. Die vom Westen vorher aufgeklärten 190.000 russischen Soldaten in der Nähe der ukrainischen Grenze waren nicht geeignet, einen derartigen “Blitzkrieg” zu führen. Warum sich Putin trotzdem zu diesem Schritt entschlossen hat, darüber kann nur gerätselt werden. Stand die Aufnahme der Ukraine in die NATO im Raum?

Am Sonntag, dem 27. Februar, stellte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem ukrainischen Präsidenten Selenskij die EU-Mitgliedschaft in Aussicht. Diese Zusage wird Frau von der Leyen nicht ohne Hintergrundwissen gemacht haben.2) Zugleich sicherte die EU Waffenlieferungen an die Ukraine in Höhe einer halben Milliarde Euro zu, und Deutschland versprach, schwere Waffen in das Krisengebiet zu liefern – da scheint der NATO-Bündnisfall nicht mehr weit zu sein. Und die westlichen Medien flankieren diese Entwicklung erfolgreich. Glenn Greenwald, der im Juni 2013 die von Edward Snowden übermittelten streng geheimen NSA-Dokumente im britischen Guardian veröffentlichte, stellt in den USA fest, dass „der Diskurs so einmütig und frei von Meinungsverschiedenheiten ist wie seit den Tagen nach 9/11 nicht mehr.“3)

Jedes Wort, das auf CNN gesendet oder in der New York Times über den Konflikt gedruckt wird, stimme perfekt mit den Botschaften der CIA und des Pentagons überein. Diese Botschaften hätten die öffentliche Meinung in den USA radikal und schnell verändert.

Eine am 2. Kriegstag, dem 25.2.2022, durchgeführte Gallup-Umfrage ergab, dass “52 % der Amerikaner den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine als eine kritische Bedrohung für die lebenswichtigen Interessen der USA ansehen”, wobei es fast keine parteipolitische Spaltung gibt (56 % der Republikaner und 61 % der Demokraten), dass “85 % der Amerikaner Russland jetzt negativ sehen, während 15 % eine positive Einstellung haben.” Davor hatte eine große Mehrheit der Amerikaner ein größeres Engagement der USA in der Ukraine ablehnt.

Mit Erfolg fordern führende Anti-Russland-Falken wie der ehemalige Obama-Botschafter Michael McFaul, dass “Putin-Propagandisten” (diejenigen, die den Konflikt differenziert sehen) keine Plattform erhalten dürfen.4) Inzwischen hat das Medienunternehmensportal Sky „Russia Today“ von der Plattform genommen.

Die Kriegsbegeisterung amerikanischer Politiker und Politikerinnen machte Greenwald an dem von den Medien gehätschelten Kongressabgeordneten Adam Kinzinger (R-IL) deutlich, der z. B. forderte, dass das US-Militär in die Ukraine entsandt wird, um eine “Flugverbotszone” einzurichten. Dieses Vorgehen hatte sich ja auch schon im Libyenkrieg bewährt. Doch nun stehen sich die beiden Mächte mit den größten Atomwaffenbeständen der Welt direkt gegenüber.

Auf affektiertes Empörungsmanagement verstehen sich auch deutsche Politiker. So forderte der deutsche EU-Politiker Peter Weber unter anderem, „Russland auch aus der internationalen Gemeinschaft“ auszuschließen.5)

Peter Weber scheint nicht bewusst zu sein, dass der Krieg in der Ukraine mit dem vom Westen orchestrierten Putsch 2014 begonnen hat, und nicht vor fünf Tagen. Im Osten der Ukraine tobt dort seitdem ein vom Westen geduldeter, andauernder bewaffneter Konflikt, der durch stetige Schritte der beidseitigen Eskalation in den ostukrainischen Oblasten Donezk und Luhansk bis zu Putins Einmarsch tobte.

Seit acht Jahren hat sich Russland auf diesen Krieg vorbereiten können, um mit einem schnellen und entscheidenden Schlag vielleicht einen größeren Krieg zu verhindern, wie er aus der US-Langzeitstudie vom Herbst 2014 „Win in a Complex World 2020-2040“ herauszulesen ist. Die aktuelle militärische Entwicklung lässt Zweifel aufkommen. Je länger der Krieg dauern wird, desto schwächer wird Putins Position. Eine weitere Ausweitung des Krieges in Richtung NATO käme für Reiner Schwalb, Brigadegeneral a.D. und ehemaliger Militärattaché an der Deutschen Botschaft in Moskau, einem Selbstmordattenat gleich.i Für die europäischen NATO-Länder dürfte das aber genauso gelten.

Am Montag, dem 28. Februar, begannen um 13:39 Uhr an der ukrainisch-belarussichen Grenze ukrainisch-russische Verhandlungen, die der belarussische Außenminister Wladimir Makej eröffnete. Zur ukrainischen Delegation gehören Verteidigungsminister Olexij Resnikow, Präsidentenberater Mychajlo Podoljak und der stellvertretende Außenminister Mykola Totschyzkyj. Sie fordern Feuereinstellung und den Abzug der Truppen vom Territorium der Ukraine; der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski versicherte vor dem Start, Moskau sei an einer Einigung interessiert.(7) Sollte Putin nach diesen Verhandlungen mit leeren Händen dastehen, dürfte der innenpolitische Druck auf ihn – sowohl von der Bevölkerung als auch von der russischen Machtelite selbst – sehr stark werden. Der Westen könnte mit einem Regime-Change liebäugeln und einen Jelzin-Nachfolger installieren. Doch wahrscheinlicher wäre es, dass im Kreml nach Putins Versagen die Hardliner Oberhand bekommen und einen „richtigen“ Krieg eröffnen.

Davon träumen auch die Kriegsfalken im Kongress, die selbst nach bewährter Manier einen Zwischenfall provozieren oder einen vorgeblichen Grund finden werden, um in den Krieg einzugreifen. Putins Ukrainekrieg wird unabhängig vom seinem Ausgang die Welt verändern. Der Westen wird in jedem Fall einiges von seinem Lebensstandard einbüßen und dem im „Great Reset“ formulierten Szenario näher kommen.

Nach Karl Jaspers leben wir „die Übergangszeit zwischen der bisherigen Geschichte, die eine Geschichte der Kriege war, und einer Zukunft, die entweder das totale Ende oder einen Weltfriedenszustand bringen wird.“(8)

Quellen und Anmerkungen:

1) Putins Kriegsplan ist gescheitert unter https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_91736580/russlands-angriff-auf-die-ukraine-putins-kriegsplan-ist-gescheitert-ueberblick.html

2) https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/krieg-ukraine-leyen-selenskyj-sprechen-eu-beitritt-36646494

3) https://greenwald.substack.com/p/war-propaganda-about-ukraine-becoming?utm_source=url

4) https://www.paulcraigroberts.org/2022/02/27/difficult-to-find-a-way-out-of-the-war-that-is-enveloping-us/

5) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/evp-fraktionschef-manfred-weber-russland-aus-swift-system-ausschliessen,SyR1SiC

6) https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/ex-brigadegeneral-krieg-nato-selbstmordattentat-36644082

7) https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/russlands-krieg-ukraine-news-ticker-friedensverhandlungen-ukraine-feuereinstellung-36627614

8) Eberhard Puntsch: Das neue Zitatenhandbuch, Augsburg 1997, S. 825

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Vadim Sadovski / shutterstock

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Kommentare (57)

57 Kommentare zu: “Weltbrand? | Von Wolfgang Effenberger

  1. "Am fünften Kriegstag erscheint es so, dass die russischen Truppen – trotz Lufthoheit – in der Ukraine kaum vorankommen. Das stärkt den Widerstand in der Ukraine und vermutlich auch in Russland. Es darf davon ausgegangen werden, dass Putin einen “Blitzkrieg” mit einer schnellen Einnahme von Kiew und einem Regimewechsel ohne viel Blutvergießen wollte"

    Es gibt ein sehr sehenswertes Video von Kai Olak, in dem der meint, die vermeintliche Invasionsschwäche sei Strategie um die dummen Deutschen – meine Worte – in die Angriffsfalle und in die Ukraine zu locken mit Folgen, die man sich nicht wünscht. Die Drohung war wohl mehr als deutlich.

    https://www.bitchute.com/channel/kai-aus-hannover/

  2. Ursprung sagt:

    Der Artikel ist interessant, Forumsbeitraege mit Gaehn dabei.
    Bei meiner Sicht der Dinge haengt wie ein Widerhaken Putins angebliche einstige "young global leaders" Indoktrination im Raum, die im Prinzip gegen sein absichlich gepflegtes Image als Judo-Dantraeger steht (ich war mal Judoka). Und verstehe deshalb nicht, dass Putin als Judoka seine Kraefte und Technik und die der Ukraine so falsch einschaetzen konnte, wie er nun seit Tagen schon auf der Stelle tritt.
    Da stimmt was nicht. Was, weiss ich nicht. Putin doch nur eine gelenkte Figur an Faeden wie dieser komische Schwab vom WEF auch?
    Globale Nomenklatura-Schlaege gegen eine global gewachsene Viehherde mit zu grosser Stampede-Gefahr gegen die Sklavenhalter (Corona-Ukraine-global warming)?
    China hat zwar scheinbar die Kontrolle schon, Gates zieht mit Immunsystemreduktion gut nach, Putin soll den Restwiderstand brechen?
    Ich glaube allerdings, alle liegen daneben, von China ueber Ted Turner bis Putin. Fuelle ist biologische Evolution, nicht Steuerung durch Parasiteure.

  3. Rulai sagt:

    https://www.simonparkes.org/post/2022-02-27-connecting-consciousness

    Eine andere Sicht auf das Kriegsgeschehen. Englisches Video, deutsche Untertiel. Sehr hörenswert.

  4. zivilist sagt:

    Nach Karl Jaspers leben wir „die Übergangszeit zwischen der bisherigen Geschichte, die eine Geschichte der Kriege war, und einer Zukunft, die entweder das totale Ende oder einen Weltfriedenszustand bringen wird.“

    Naja, die Schwab Bande arbeitet ja daran, beides umzusetzen.

  5. Vielen Dank für den interessanten Artikel und die guten Kommentare. Es gibt den uralten Spruch: Geld regiert die Welt und: Folge der Spur des Geldes. Damit ist das meiste erklärbar. Allerdings hinterfragen alle, besonders im kapitalistischen Westen, die selbst durch dieses System Vorteile haben, diese Wahrheit nicht oder wollen sie auch nicht wissen.
    Was viele auch nicht wissen wollen: wir leben immer noch im kapitalistischen Patriarchat. Alle Machtstruckturen wurden von Männern entwickelt, Frauen können sich da nur anpassen oder mitmachen. Es gibt ein lebensfreundlicheres und bewährtes, uraltes System, mit dem wir uns ohne Vorurteile beschäftigen sollten.
    Das noch bestehende System ist nicht reformierbar und auch nicht auf einen guten Weg zu bringen.

    • Hartensteiner sagt:

      Na, endlich meldet sich hier auch mal eine Frau (oder?). Da bin ich vollkommen bei Dir. Um das näher zu betrachten, empfehle ich den Vortrag von Prof'in Claudia von Werlhof hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=Nzl8ipJfY0c
      den diese schon 2012 gehalten hat.
      Ich würde auch empfehlen, Ausschau zu halten. Irgendwann im März erscheint ihr neues Buch, indem sie meines Wissens ihre gesammelten Lebenserfahrungen darlegt.
      Richtig: Dieses System ist nicht reformierbar. Es schließt sich mit jeder Alternative vollkommen aus, wie Feuer und Wasser einander ausschließen.
      Und für alle, die bei "Partriarchat" meinen, dass das Gegenteil davon die sogenannte "Emanzipation" mit Sprachregelung und Frauenquote und den Frauen zu tun hat, die meinen, wenn sie wie Männer werden, seien sie emanzipiert oder so etwas wie eine "Frauenherrschaft" – der Hinweis: "Patriarchat" meint die hierarchische (Klassen-) Gesellschaftsstruktur, in der höhere Sklaven über niederere Sklaven – Männer wie Frauen – herrschen. So meint denn auch "matriarchale Gesellschaftsstruktur" eben nicht eine Frauenherrschaft, sondern eine anders strukturierte Lebensweise, die Herrschaft ausschließt und auf eine dem Wesen des Menschen (der nicht gehirngewaschen wurde) entsprechende Art zu leben abzielt.
      Aber… langer Rede kurzer Sinn – hört euch den Werlhofschen Vortrag an, denn die kann das 1000 mal besser erklären als ich :-)

    • Hartensteiner sagt:

      PS: Das heißt auch, dass Begriffe wie "Patriarchat" etc. eigentlich unpassend sind. Aber wenn man neue Begriffe verwenden würde, kennt die kein Mensch. Also behilft man sich mit den eingepflegten Begriffen, muss dann aber immer klarmachen, dass nicht gemeint ist, wonach es klingt.

    • Andreas I. sagt:

      @Holunderbusch
      "Was viele auch nicht wissen wollen: wir leben immer noch im kapitalistischen Patriarchat. Alle Machtstruckturen wurden von Männern entwickelt, Frauen können sich da nur anpassen oder mitmachen."

      Frauen können
      1. ihre eigene narzisstische Bedürftigkeit auf ihre Kinder übertragen oder
      2. ihre eigene narzisstische Bedürftigkeit therapieren o.ä. und danach fähig sein, ihren Kindern die Bedingungen für gesundes Wachsen zu geben.
      Bei erstens kommen dabei entweder Bill Gates bzw. Ursula Leyen heraus, als Diktatoren bzw. Handlanger, oder der Untertan, der typische deutsche Michel.
      Bei zweitens kommen dabei selbstständige Menschen heraus.
      Dass man leider bei – optimistisch geschätzt – 90% aller Leute von narzisstischer Bedürftigkeit ausgehen muss, das zeigt die Massenpsychose der letzten zwei Jahre.
      Das gilt selbstverständlich auch für Männer, nur ist in den ersten zwei Jahren die Bindung an die Mutter sehr viel stärker und damit prägt die Mutter das Kind sehr viel mehr.
      Und das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern Pionierin des Aufdeckens der Zusammenhänge von früher Kindheit und späteren Auswirkungen war eine Frau und Mutter, Alice Miller. Ganz ähnliches findet man auch bei Hans-Joachim Maaz.

  6. Schramm sagt:

    Abrüstung jetzt!

    »Russland bezahlt für den Irrsinn seiner kriegerischen Politik einen hohen Preis – zu Recht. Mit dem Überfall auf die Ukraine hat sich der Kremlherr Putin in eine Sackgasse gebracht, aus der es für ihn keinen einfachen Ausweg mehr gibt. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass er durch Druck aus dem Innern seines Regimes zu einem Kurswechsel gezwungen wird.« – Vgl. Neue Zürcher Zeitung *

    Kommentar

    Ein Lösungsansatz für die geopolitische und militärische Abrüstung und für eine friedliche Zukunft in Europa und der Welt.

    1. Es braucht eine Erklärung des NATO-Bündnisses, einschließlich der Staaten Nordamerikas: USA und Kanada, auf den freiwilligen und dauerhaften Verzicht einer Mitgliedschaft der Ukraine im Bündnis.

    2. Abzug aller NATO-Truppen, einschließlich der US-Truppen, aus Osteuropa und den Nachfolgestaaten des Warschauer Pakts.

    3. Die völkerrechtlich (und vertraglich) verbindliche Erklärung der NATO-Staaten auf den Verzicht jeder militärischen Einmischung und Aufrüstung in Osteuropa.

    4. Eine völkerrechtlich verbindliche Erklärung der Ukraine, nach einer (kommenden) freien und demokratischen Wahl, auf staatliche Neutralität und Unabhängigkeit von Militärbündnissen und für die kulturelle Gleichberechtigung für alle (ethnischen) Bevölkerungen, einschließlich der autonomen Selbstverwaltung.

    5. Die (gleichberechtigte) kulturelle, wirtschaftliche und sozialpolitische Zusammenarbeit mit allen Nationen Europas und Eurasiens.

    ►Nur auf diesem Wege gibt es eine friedliche Zusammenarbeit und gemeinsame Zukunft für die europäischen Völker.

    ●, dazu gehört eben auch ein Verzicht der westeuropäischen Staaten auf die konventionelle und nukleare Aufrüstung und der Einsatz der (frei werdenden) materiell-finanziellen Mittel für die Lösung der sozialen Probleme in West- und Osteuropa: so auch für den qualitativen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wiederaufbau der Ukraine.

    * Vgl. https://www.nzz.ch/meinung/ukraine-russland-bezahlt-hohen-preis-fuer-den-irrsinn-des-krieges-ld.1672379

    02.03.2022, R.S.

  7. Hayden sagt:

    Wer führt denn Kriege?
    Staaten führen Kriege und wenn Sie sich noch an die drei Elemente Lehre erinnern nach der ein Staat aus Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt besteht, dann sehen Sie dass das nur die halbe Wahrheit ist, denn es ist einzig und alleine die Staatsgewalt, welche die Kriege anzettelt, bzw, die ganze Zeit Kriege führt.
    Die Wahrheit die durch die dreiste Corinna Lügenplandemie sichtbar wurde für das Staatsvolk, ist dass die eigene Regierung mit ihren Lakaien, also die Staatsgewalt im permanenten Krieg mit dem eigenen Staatsvolk ist. Krieg kommt von kriegen und der Krieg der in den Medien gemeint ist, ist der in dem eine Staatsgewalt gegen die andere vorgeht um deren Staatsgebiet einzunehmen und die Beute des Staatsvolkes zu KRIEGEN! Die Leidtragenden sind immer das Staatsvolk auf dem jeweiligen Staatsgebiet, welche von der Staatsgewalt erpresst, ausgeplündert und Schikaniert werden! Das glauben Sie nicht? Na dann schlag ich vor Sie zahlen mal ihre "Steuer" nicht und sehen was passiert! Oder ist es etwa Putin der sie in den Knast wirft wenn Sie ihr Schutzgeld nicht abdrücken oder ihre Grundrechte einkassiert, wenn sie nicht als Versuchskaninchen herhalten wollen?
    Nun kann es aber auch von Vorteil sein, wenn auf der ganzen Welt die Staatsvölker anfangen zu begreifen, dass ihre eigene Regierung das Problem ist, sich zusammen zu tun sozusagen als Partners in Crime um nicht die Macht und somit das schöne Selbstbedienungssystem zu verlieren, das man sich zusammengebastelt hat.
    In Wirklichkeit sitzt der Feind nämlich überhaupt nicht im Ausland, das haben wir ja gerade live gesehen, wie die eigene Regierung das eigene Staatsvolk ohne mit der Wimper zu zucken kaputtspritz nur um sich selbst an der Macht zu halten und den Lobby und Zockerfreunden die Taschen zu füllen. Die Regierung beschützt uns nämlich nicht vor den bösen Russen, Marsmenschen oder Seuchen, nein es sind einfach nur Räuberbanden die sich um die Beute streiten, nämlich das Geld das die arbeitende Bevölkerung erwirtschaftet und den Wohlstand, der durch das Staatsvolk geschaffen wird!
    Also wird Krieg niemals dadurch beendet dass ein Räuber das Staatsvolk des anderen mit dem Friedenspanzer dezimiert!
    Quizfrage: Wenn ich Frieden will und zwar dauerhaft, was kann dann weg? Staatsgebiet, Staatsvolk oder Staatsgewalt?
    Und noch etwas, wer glaubt dass irgend etwas besser wird durch eine Weltregierung, in der dann nur noch eine Räuberbande alle ausraubt, der sollte nochmal nachdenken! Das bedeutet letzendlich nämlich nur dass ich das Staatsgebiet nicht mehr wechseln kann, wenn mir der Staatsterror der Staatsgewalt zu dumm wird, weil es überall gleich beschissen ist! Das ganze dann noch ohne Bargeld und ohne Besitz, kann ja nur super sein!

    • Hartensteiner sagt:

      Ja, Hayden, so kommt es hin. Und "das Staatsvolk"? Da war schon lang vor Corona festzustellen, dass deren Hirne (soweit vorhanden) vollständig im Besitz der Bewusstseinsindustrie waren und sind. Dann kommen da vielleicht noch 5 – 10 %, die sehen, was da abläuft, aber außer endlos mit den Fingern Herzchen machen, ist denen auch nichts mehr eingefallen.
      VIELLEICHT, ganz vielleicht bleibt noch die Möglichkeit, sich die Verbrecher zu Tode siegen zu lassen und abzuwarten, bis die sich selbst gegenseitig aufgefressen haben? Aber auch das ist nur eine graue Theorie.
      Was also sagt "das Staatsvolk" als kollektive Schaf- oder Lämmerherde? Laut und vernehmlich "Mäh!". Und es schließt sich dem Zug der Lemminge an, sogar noch vergnügt, "Auf! Auf! Marsch! Marsch!" hin zum Abgrund. "Mäh!" "Mäh!" und da geht es. Nein, die Lemminge lassen sich nicht aufhalten und werden uns alle mitreißen. Bis der Abgrund erreicht ist, können wir wenigstens noch ein wenig spazieren gehen und Herzchen machen um dann mit dem Ruf "Widerstand" hinab zu stürzen.
      Baerbock vor den Vereinten Nationen – welch ein Symbol für die letzte Geisterbahnfahrt. Ich gebe zu – vor wenigen Jahren hätte ich mir – bei allem Pessimismus – eine solche Gespensterveranstaltung nicht vorstellen können. Vielleicht muss man bereits wahnsinnig sein, um Wahnsinn verstehen zu können.

    • Hayden sagt:

      Bemerkenswert übrigens wie so oft, in der deutschen Sprache, dass das Wort "Gewalt" schon enthalten ist in "Staatsgewalt" und wenn sich Krieg durch eines auszeichnet dann durch Gewalt!

  8. Hartensteiner sagt:

    Mal ein kleiner Blick in die Zukunft. Und nein, ich bin eher ein Pazifist und lehne Kriege ab. Aber einen Krieg anfangen und den dann auf Katzenpfoten führen, bis er verloren ist, ist erst recht ein Wahnsinn und unnötig. Sehe auf RT: "Kreml: Angriffe auf zivile Ziele durch russisches Militär in der Ukraine ausgeschlossen" und ich sehe, dass die russischen Truppen kaum noch Fortschritte machen. Will man aber einen Krieg gewinnen, so geht das nur nach Modell USA im Irak: "Shock and Awe". Auch ein Katzenpfotenkrieg kostet viele Opfer – umsonst, wenn man nicht wenigsten zu siegen im Sinne hat. Wenn schon Krieg, kurz und "schmerzlos" (schmerzlos gibt es da nie!!!) und nicht für die Katz mit Katzenpfoten.
    Was kommt danach? Mit etwas Pech die Auflösung Russlands oder alternativ der 3. Weltkrieg, der uns alle ins Grab mitreißen wird. Mit anderen Worten, es sieht eher schwarz aus, als etwa nur grau. Gewinnt also der Westen, dann wissen wir ja längst, was uns blüht: Die Massen-tier-haltung des Menschen frei nach WEF und Klaus Schwab.
    Putin hat nochmal versucht, etwas zu retten, aber seine grundsätzlich menschliche Einstellung kann einem gänzlich unmenschlichen System nicht erfolgreich entgegnen – an der Stelle ist sie nur hinderlich.
    So wie die Welt bereits mit der Ausrede "Corona" an die Verbrecher überging, so wird sich der globale Wahnsinn wie ein Buschfeuer durch den Rest der Welt fressen, soweit er das nicht schon geschafft hat (China als Nächstes auf der Liste).
    Und was wird dabei von der Weltschafherde kommen? "Mäh!", sonst nichts. Vielleicht gar noch die Begeisterung, mit der man seinerzeit für den Untergang – damals für die Nazis – gestimmt hat – jetzt in Neuauflage global.
    Bin ich heute morgen nur etwas depressiv aufgewacht?
    Schön wär's, unrecht zu haben.
    Auslöser, Süddeutsche: Baerbock vor den Vereinten Nationen "…setzt sie einen Hieb nach dem anderen". Globaler Wahnsinn personifiziert in einer Plastikflasche. Goebbels-Aufguss: "Wollt ihr den totalen Krieg?" Und das "Hurra!" dröhnt mir in den Ohren….

    • Irwish sagt:

      Werter Herr Hartensteiner,

      es bringt überhaupt nichts, schon vor dem Eintritt der Dunkelheit darüber zu jammern, daß sie überhaupt kommen wird. Sie selbst sind es doch, der durch seine Sichtweise, durch die Aspekte, die er bevorzugt, den Teufel auf die eigene innere Wand malt. Und sogar wenn Sie das Malen von anderen besorgen lassen, indem Sie ständig am Tropf der medialen Vermittlung von Angst hängen, sind es letztendlich Sie selbst, der das zuläßt.

      Im Grunde haben wir seit Jahrzehnten, um nicht zu sagen, seit Jahrhunderten destruktive, menschen- und lebensfeindliche gesellschaftliche Entwicklungen. Darüber wird auch schon seit Jahrhunderten geschrieben. Doch im öffentlichen Bewußtsein spiegelt sich diese Entwicklung nicht wider. Das bedeutet, daß immer nur sehr wenige Menschen überhaupt wahrnehmen, was sich wirklich tut.

      »Ich betrachte die große Masse meiner Landsleute mit tiefem Mitleid: Sie lesen die Zeitungen und glauben, sie hätten etwas von dem erfahren, was zu ihren Lebzeiten auf der Welt geschah.« Thomas Jefferson, 1743-1826 (83 Jahre alt geworden)

      Das gilt auch heute noch immer, wenn nicht sogar zunehmend. Und Mr. Jefferson hatte nicht einmal die innerpsychischen Zusammenhänge im Blick, als der das sagte, sondern wohl einfach nur die Hinterzimmer-Absprachen der damaligen US-Oligarchen. Und vermutlich meinte er auch nicht Mitgefühl, sondern drückte damit sein Überlegenheitsgefühl aus …

      Die weltweite Entwicklung hin zu noch mehr mechanistischem Denken und Handeln und noch weiter weg von der biologischen und natürlichen Basis, an der wir alle hängen, ist wie ein immer breiter werdender Strom, den letztlich niemand aufzuhalten vermag. Es ist ein Strom des – falschen – Bewußtseins und des falschen Lebens. Die einzelnen Elemente dieses Stroms, die Menschen in den verschiedenen Gesellschaften, sind derart miteinander verflochten, daß weder ein Einzelner noch eine Minderheit, die sich ein höheres Bewußtsein erarbeitet hat, diese Verflochtenheit aufzulösen vermag. Man hat jahrhundertelang nicht auf die Mahner gehört, sondern immer wieder jenen Glauben geschenkt, die den Glauben unter Androhung von Strafe einforderten. Und zur Statuierung diverser Exempel hat man auch noch die Mahner bestraft und nicht selten getötet.

      Die Gesellschaft, in der ein Mensch lebt, stellt für ihn sozusagen einen Ersatz für die Natur-Umgebung, in der seine Vorfahren einst lebten, dar. Das heißt, es gibt kaum noch Menschen, die etwas anderes kennen als die Gesellschaft, die Stadt, das Land, in dem sie leben. Notwendigerweise müssen sie also, um in dieser Gesellschaft überleben zu können, deren Anforderungen gewachsen sein. Die allermeisten haben diese Anforderungen so stark verinnerlicht, daß sie ihnen wie selbstverständlich erscheinen, normal, quasi natur- und gottgegeben. Sich dagegen aufzulehnen haben sie gelernt als Sünde wahrzunehmen, und die meisten haben tatsächlich höllische Angst davor, ungehorsam zu sein.

      Sie sehen, es hilft absolut gar nichts, ein Lamento darüber anzustimmen, daß mal wieder alles geopfert werden soll, daß mal wieder alles in unerwünschte Richtungen läuft, daß Sündenböcke gesucht und gefunden werden – denn in Wirklichkeit läuft es schon die ganze Zeit in diese fatale Richtung, die dem Menschen mehr schadet als nützt. Die unnatürliche Lebensweise macht uns krank, dafür werden dann Arzneien entwickelt, die uns nicht gesund machen, aber die Symptome lindern sollen. Kopfweh? Schmerztablette! Krebs? Rausschneiden! Warum wir Kopfweh haben oder Krebswucherungen entwickeln, interessiert dabei nicht wirklich, das will auch kaum ein Betroffener wissen.

      Was wirklich weiterbrächte, wären verstärkte Anstrengungen der Aufklärung. Aber es gibt derzeit noch immer zu wenig Menschen, die sich überhaupt damit befassen, was innerseelisch läuft.

      https://apolut.net/weltbrand-von-wolfgang-effenberger/#comment-238682

      Franz Ruppert: Wer bin ich in einer traumatisierten Gesellschaft?
      Wie Täter-Opfer-Dynamiken unser Leben bestimmen und wie wir uns daraus befreien
      »Würde auch nur ein Bruchteil der derzeitigen Aufwendungen für diktatorische Herrscher, Militärs, Geheimdienste, Waffen und sinnlose Wirtschaftskriege für Bildung, Gesundheit und regenerative Energieerzeugung ausgegeben, könnte der ganze Erdball bald eine Zone des Friedens und des Wohlstands für die meisten Menschen sein.«
      http://irwish.de/PDF/Psychologie/Ruppert/Ruppert-Wer_bin_ich_in_einer_traumatisierten_Gesellschaft.pdf

    • Hartensteiner sagt:

      Irwish – natürlich hast Du recht. DAS läuft schon sehr, sehr lange in allen Bereichen und ich will da lieber kein Datum angeben.
      Aber trotzdem geht mir der folgende Gedanke durch den Kopf:
      Es ist so eine Sache mit einem Präventivkrieg. Die Vereinten Nationen sehen so etwas nicht vor.
      Aber man könnte sich ja mal fragen – hätte man statt des Münchner Abkommens einen Präventivkrieg gegen das Nazireich eröffnet – vielleicht wäre WK II auf ein Jahr begrenzt worden und zig Millionen Menschenleben wären gerettet worden. Real war das nicht möglich, denn die deutsche Rüstung hatte längst die anderen Länder abgehängt.
      Das wiederum führt zu der Frage: Wann ging eigentlich der 2. Weltkrieg los? Vielleicht schon 1933? Vielleicht war das die letzte (verpasste) Chance, den Wahnsinn aufzuhalten?
      Aktuell: Wann ging eigentlich der 3. Weltkrieg, den die NWO gegen die Menschheit führt, los?
      War das – ein besonderer Einschnitt – mit 9/11? War das schon 1990 und mit der Auflösung der UdSSR? Vorher? Und:
      Ist es schon wieder zu spät?

      Und ja, Irwish, das hilft auch nicht. Aber offensichtlich bleibt: Die Lemminge wollen in den Abgrund. Ich wüsste nicht, wie die aufzuhalten wären, erst recht nicht, wenn ich Baerbocks Kriegsrede vor der UNO höre, in der sie "Schlag auf Schlag austeilt", wie das die Süddeutsche berichtet.
      Und "Aufklärung"? Wohin damit? Die Lemminge – sprichst Du sie an – werden nichts als ein höhnisches Lächeln dafür übrig haben, denn sie wissen alles längst besser und wenden sich lieber dem zu, was Du hier nachlesen kannst:
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=81373

    • Irwish sagt:

      Hartensteiner fragte: »Es ist so eine Sache mit einem Präventivkrieg. Die Vereinten Nationen sehen so etwas nicht vor. Aber man könnte sich ja mal fragen – hätte man statt des Münchner Abkommens einen Präventivkrieg gegen das Nazireich eröffnet – vielleicht wäre WK II auf ein Jahr begrenzt worden und zig Millionen Menschenleben wären gerettet worden. Real war das nicht möglich, denn die deutsche Rüstung hatte längst die anderen Länder abgehängt. Das wiederum führt zu der Frage: Wann ging eigentlich der 2. Weltkrieg los? Vielleicht schon 1933? Vielleicht war das die letzte (verpasste) Chance, den Wahnsinn aufzuhalten? Aktuell: Wann ging eigentlich der 3. Weltkrieg, den die NWO gegen die Menschheit führt, los? War das – ein besonderer Einschnitt – mit 9/11? War das schon 1990 und mit der Auflösung der UdSSR? Vorher? Und: Ist es schon wieder zu spät?«

      Sie stellen vielleicht Fragen … Fragen, die aus meiner Sicht keinerlei Relevanz haben und auch nicht eindeutig beantwortet werden können. Es ist doch Ihre ureigene Angelegenheit, nach Sichtung aller oder vieler entsprechender Dokumente zu entscheiden, wie Sie die Sache kategorisieren (einordnen), welche Kategorien Sie heranziehen oder sogar selber bilden usw. Mit anderen Worten: Sie müssen sich dabei doch nicht an irgendwelche Experten (ich bin schonmal keiner) halten oder nach bereits vorgenommenen Kategorisierungen fragen. DAS bedeutet selber denken, selbst einschätzen, selbst zu einem Urteil zu gelangen.

      Mancher Historiker sagt, es habe in den letzten beiden Jahrhunderten nie einen einzigen kriegsfreien Tag auf diesem Planeten gegeben. Deutschland hat noch immer keinen Friedensvertrag. Die USA führen seit Beginn ihrer Existenz an immer Krieg irgendwo, oft verdeckt und vor der Öffentlichkeit verborgen. Was schert mich angesichts des tiefen Unfriedens in nahezu allen Menschen irgend eine historische Kategorisierung, etwa in der Form: Dass war Weltkrieg 1, dann kam Weltkrieg 2, dann war Frieden, seit letzter Woche haben wir wieder Krieg? Keine Schilderung, außer vielleicht in seriösen Sachbüchern, dient dazu, Sie zu informieren. Nein, es geht in allen Medien, die mit Kurznachrichten (news) und Artikeln (verkürzte Darstellungen ohne ausreichende Kontextinformationen) arbeiten, immer darum, Sie emotional am Schlawittchen zu packen und dorthin zu drängen, wo man Sie haben will. Und Sie lassen sich täglich darauf ein und wundern sich dann, wenn Sie schlecht schlafen oder depressiv aufwachen. Damit helfen Sie genau niemadem, sich selbst am allerwenigsten.

      Und wenn tatsächlich irgendwelche Lemminge oder Schlafschafe in den Abrund wollten – wollen sie eigentlich nicht, denn man zeigt ihnen einen ganz anderen, meist fiktiven Abgrund (Gefahr), vor dem sie zu flüchten haben oder den sie gefälligst zu bekämpfen haben. Wenn die Leute wüßten … ob vom Finanzsystem oder von Hintergründen und Zusammenhängen, über die ich in Sachbüchern lese – wenn sie wüßten, wäre morgen weltweit Aufstand. Wissen sie aber nicht, und weder Sie noch ich können mit unseren Mitteln ausreichend Menschenmassen erreichen, um einen Unterschied zu machen, um etwas zu bewirken. Gegen die Medienmacht der Machtsüchtigen kommen wir nicht an, gegen deren Image als Philantropen und Heilsbringer ebensowenig. Gates gilt vielen fast schon als heilig, Soros ebenso, und wenn der Soros aus Rußland rausgeflogen ist, ist Rußland eben böse. Die Leute sind aufgehetzt, schon immer, sie sind korrumpiert und weichgespült mit Heilsversprechen und Kaufkraft, auch schon vor 200 oder 300 Jahren.

      Gerade eben hat mich meine russischsprachige Nachbarin gefragt, warum ich nicht gerne Schweine- und Rindfleisch esse. Ich habe dann versucht ihr zu erklären, daß diese Viecher in ihrem kurzen Mäster-Leben viel zu viel Streß haben, den ich nicht essen will. Hat sie erstmal nicht verstanden, wieso Streß? Hab ihr dann erklärt, daß diese Tiere alle in großer Angst leben, bevor sie geschlachtet werden, und kurz vor dem Schlachten steigert sich ihre Angst ins Unermeßliche, weil sie spüren, was nun kommt. Und dann hab ich ihr auch noch zu erklären versucht, daß die Angststoffe, die Angsthormone im Blut und im Fleisch bleiben, und weil wir mit diesen Tieren einen großen Teil unserer DNA gemein haben, wir von dieser Angst infiziert werden. Sie hielt sich die Ohren zu, wollte das nicht wissen, es könnte ihr den Genuß verderben. Sie arbeitet in einer Kantine, ist klein und fett, gibt viel Geld für Ihre Stiftzähne aus, damit sie weiterhin gut Schweine- und Rindfleisch kauen kann. Eigentlich abstoßend, aber ich verurteile sie nicht, sie weiß es nicht besser und hat Angst davor, herauszufinden, wie die Welt wirklich ist. Außerdem scheint sie religiös, aber das ist ein anderes Thema.

      Für diese Frau und für die allermeisten Menschen sind Tiere quasi unwertes Leben, keine wertvollen Wesen, die mit uns auf diesem Planeten leben. Und so wird das auch bei Kriegsvorbereitungen gemacht: Der befohlene Feind wird verteufelt, als Unmensch dargestellt, als unwertes Leben, als gefährlich, bedrohlich, tötenswert. Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer.

      Die Leute glauben das, weil man sie von Beginn ihrer Existenz an dazu kondidioniert, indem man ihre natürliche Entwicklung hemmt und dafür sorgt, daß sich keine eigenständige Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit entwickeln kann. Das Resultat nennt man Gehorsam, und der ist in uns allen tief verankert, auch in Ihnen, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht. Sie gehorchen vielleicht weniger als andere, oder Sie machen sich was vor, daß Sie auf der richtigen Seite seien und deshalb nicht zu den Lemmingen, nicht zu den gehorsamen Schlafschafen gehören. Sie zeigen ebenso wie jene, auf die Sie vielleicht verächtlich herabschauen, Angst, als Resultat von Medienkonsum, zu dem Sie keiner zwingt, dem Sie sich aber dennoch freiwillig unterziehen. Es ist also kein Wunder, daß Sie Angst haben und somit nicht zu einer eigenen, im Sinne des selber Denkens entwickelten Urteilsbildung in der Lage sind. Ich kann auch nicht alles beurteilen, woher soll ich denn bitte wissen, wie dieses oder jenes Kriegsgeschehen ausgeht und welche Auswirkungen das auf wen auch immer haben wird? Prophezeiungen sind immer schwierig, besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen …

      Um es noch einmal anders auszudrücken: Sie selbst entscheiden, ob Sie die Zukunft oder die Gegenwart schwarz oder weiß malen. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, ständig in Angstzustände getrieben zu werden, dann lassen Sie die angsterzeugenden Manipulationen nicht an sich heran, sondern üben sich stattdessen darin, ihre eigene Angst erst einmal lupenrein wahrzunehmen als das, was sie wirklich ist: eine Verengung ihrer gesamten Lebendigkeit, eine Fokussierung auf Dinge, die andere Ihnen vorgeben, auf Inszenierungen jeglicher Art. Machen Sie Ihren Blick dagegen weit, machen Sie sich bewußt, daß alles mit allem zusammenhängt und noch immer viel mehr Gutes und Lebenserhaltendes auf diesem Planeten geschieht als Böses und Destruktives. Auch der Mensch in den Wohlstandsgesellschaften ist nicht völlig vereinnahmt von seiner emotionalen Blindheit, sondern eigentlich nur reduziert; er kann nachreifen und er kann lernen, daß er sich letztlich ein Leben lang darum bemühen muß, seine destruktiven Regungen im Zaum zu halten und sie nicht an die nächsten Generationen weiterzugeben. Je mehr Menschen das tun oder sich auf den Weg machen, weg von den Manipulationen der Medien hin zu einer ständigen Selbstbeobachtung und Selbstkontrolle, weg vom Kaufrausch hin zu einer echten Bezogenheit zu seinem Umfeld, zu der Welt, in der er lebt – desto eher kann sich die Welt in ein Paradies verwandeln.

  9. Hutmacher sagt:

    Wie kann man eigentlich auf die schlichte Idee kommen, Putin würde solche Entscheidungen, also über Krieg und Frieden, alleine in seinem "stillen Kämmerlein" treffen?
    Bei der Ukraine handelt es sich um das größte Land in Europa und alleine schon deswegen wäre es naiv, anzunehmen das man dort einfach mal so eben "durchmarschiert".
    Putin und seine Mitentscheider wussten und wissen sehr genau, auf was sie sich mit diesem Feldzug eingelassen haben und kaum jemand kennt die örtlichen Gegebenheiten besser als Russland.

    • Andreas I. sagt:

      "Bei der Ukraine handelt es sich um das größte Land in Europa"
      Per Definition geht Europa vom Atlantik bis zum Ural. Russland ist das größte Land in Europa und diese Tatsache ist durchaus politisch wichtig. Denn Transatlantiker haben schon halb gewonnen, wenn sie es schaffen, dass die Mehrheit wie gewünscht denkt, z.B. so denkt, als wäre Russland nur Asien und nicht Europa.

      Ansonsten; ja selbstverständlich ist es nicht so, dass ein Präsident morgens aufsteht und denkt "Och Langeweile, was mache ich denn heute, vielleicht mal jemanden überfallen?" Und dieser Krieg hat ja nun die bekannte Vorgeschichte …

  10. Irwish sagt:

    DER INNERE FRIEDEN WIRD KAUM THEMATISIERT

    In seinem hervorragenden Kommentar (1) führt _Box eine Petra Wild (Buchautorin und Islamwissenschaftlerin) an, die in »Positionen 12 – Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?« (2) etwas zum äußeren Frieden gesagt hatte. Doch was ist mit dem innerseelischen Frieden jedes einzelnen Menschen? Oder anders gefragt: Kann es einen gesellschaftlichen Frieden geben, wenn die meisten Menschen dieser Gesellschaft innerlich unbefriedet sind?

    Was bedeutet innerseelischer Frieden eigentlich?

    Innerer Friede ist im Grunde das Gegenstück zur inneren Zerissenheit:

    ► Widerstrebende Impulse und Gefühle beherrschen die betroffenen Menschen.

    ► Das künstliche Ego steht im Widerspruch zu einem natürlichen Selbst – einer Kraft, die kaum an die Oberfläche des Bewußtseins zu dringen vermag, weil ihre Impulse niedergehalten werden müssen.

    ► Die Liebesfähigkeit des Menschen ist stark eingeschränkt, ebenso seine Empathiefähigkeit und damit das Vertrauen in seine Mitmenschen.

    ► In den betroffenen Menschen herrscht ein Klima der Angst, das sie, um es nicht in sich selbst spüren zu müssen, nach außen projizieren.

    ► Die Verbindung des Menschen zu seiner Gefühlswelt ist dünn bis gar nicht mehr existent. Der heutige Mensch lebt hauptsächlich im Kopf, das heißt, in seinem Neokortex, in seiner symbolischen Verstandeswelt. Seine Körperwahrnehmung ist stark eingeschränkt. Sein psychisches System befindet sich in einem ständigen Aufruhr, was von den meisten Betroffenen nicht realisiert wird.

    »Der Mensch ist. Er ist weder gut noch böse. Er ist aber der Liebe bedürftig und zum Haß befähigt. Das ›Böse‹ ist immer reaktiv … Die Weiche für liebevolles oder hassvolles Reagieren und Verhalten wird wesentlich durch die frühesten Beziehungserfahrungen, die das Kind machen kann oder machen muss, gestellt. Es werden die häufigsten mütterlichen und väterlichen Beziehungsqualitäten untersucht, die Gutes ermöglichen oder Böses bewirken. Das Böse ist nicht mehr heilbar, aber durch Gefühlsarbeit und Beziehungskultur zu mildern und zu regulieren.« (3)

    Das sagte Hans-Joachim Maaz in einem Vortrag an der Hochschule Mittweida zum Thema, was uns böse macht. Wie also kann man von einer Gesellschaft, die hauptsächlich aus innerlich zerrissenen Menschen besteht, ein friedvolles Miteinander erwarten? Richtig, gar nicht. Das bedeutet:

    Äußerer Friede, ein friedliches Zusammenleben ist meiner persönlichen Überzeugung nach nur möglich, wenn die beteiligten Individuen ein gewisses Maß an innerer Harmonie aufweisen. Doch davon kann unter den heutigen Menschen keine Rede sein. Sie tragen alle, jeder auf seine Weise, ihre inneren Konflikte – die sie gewöhnlich nicht wahrnehmen wollen – nach außen und versuchen so, diese Konflikte zu lösen. Das funktioniert aber nicht wirklich, die anderen fühlen sich angesichts dieser fehlgeleiteten Intervention lediglich angegriffen, unterdrückt, überrumpelt und betrogen. Folge davon ist dann oft der von Petra Wild angeführte Friedhofs-Frieden, in dessen Raum lebendige Impulse unterdrückt werden müssen, um das eigene Überleben nicht zu gefährden.

    Maaz spricht hier von einer »kollektiven Angststörung internationaler Tragweite«. (4) Damit will er ausdrücken, daß diese Angststörung weltweit zu beobachten ist. Angst ist das dominierende Problem. Angst führt zu einer vernebelnden Trance, der Angstmensch kann nicht mehr klar denken. Seine Kritikfähigkeit geht in dem Maße zurück, in dem ihn seine Angst beherrscht. Dadurch sind die meisten Menschen sehr leicht zu manipulieren, sie haben oft weder den Antrieb noch die Kraft, Verlautbarungen der Medien auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Sie sorgen sich viel mehr um ihr eigenes materielles Wohl, was hauptsächlich darin zum Ausdruck kommt, daß sie ihren Job nicht gefährden dürfen, den gewohnten Lebensstandard halten müssen, nur ja nichts sagen dürfen, was andere gegen sie aufbringen könnte, oder um es kurz zu machen: Gehorsam zu sein.

    Gehorsam ist die Unterwerfung des eigenen Willens unter den Willen eines anderen: Nicht mehr ich selbst darf entscheiden, was mir guttut, was ich ablehne, wie und womit ich den Tag verbringe, sondern irgend jemand anderes befiehlt. Als Gehorsamer unterwerfe ich mich diversen Regelwerken, die meinen Tagesablauf bestimmen. Nicht ohne Grund spricht Maaz von einer normopathischen Gesellschaft. Das als normal empfundene Gesellschaftsverhalten ist in wesentlichen Teilen pathologischer Natur. Es gibt zahllose äußerst fragwürdige Verhaltensnormen, die eingehalten werden müssen, will man sich nicht selbst zum Außenseiter machen. (5)

    Der rasante Anstieg der sogenannten Zivilisationskrankheiten ist ebenfalls ein gut sichtbarer Ausdruck dieser unheilvollen Tendenz: weg von den biologischen Grundlagen unserer Existenz hin zu unvollständigen bis völlig unzutreffenden Modellen und Konzepten, denen sich gefälligst alle zu unterwerfen haben.

    Aus seinem Buch DAS GESPALTENE LAND – EIN PSYCHOGRAMM (erschienen 2020): (6)

    —– Zitat-Anfang —–
    Die Menschen in Deutschland haben Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. Über 80 Prozent der Bevölkerung machen sich sehr große bzw. große Sorgen, dass die gesellschaftlichen Gruppen weiter auseinanderdriften. Auch bei der Frage, was die Gründe dafür sind, setzt sich die Spaltung fort. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-]oachim Maaz macht in seinem neuen Buch eine zu geringe innerseelische Verankerung der Demokratie dafür verantwortlich. Dass Spaltung und nicht eine reife Form der Auseinandersetzung die politische Bühne prägt, erklärt er aus der tiefen Selbst-Entfremdung großer Teile der west- wie der ostdeutschen Bevölkerung. Den neuen Rechtsruck hingegen hält Maaz nicht für die eigentliche Krankheit unserer Gesellschaft. Vielmehr sieht er in ihm das Symptom einer Spaltung, die tiefer reicht als die herkömmlichen Gegensätze von links und rechts, fortschrittlich und reaktionär, Ost und West, Traditionalismus und Globalismus. Wer etwas gegen die Vertiefung der Spaltung unternehmen will, darf sich nicht auf eine der beiden Seiten schlagen, sondern muss die darin zum Ausdruck kommende Psychodynamik untersuchen und verändern. (S. 2)
    —– Zitat-Ende —–

    Und genau deshalb tragen die allermeisten die Artikel, die heutzutage erscheinen, nichts dazu dabei, diese eigentliche Ursache aller gesellschaftlichen Verwerfungen zu ins Bewußtsein zu rücken. Im Gegenteil: Durch ihre Ausrichtung an äußeren Zuständen vermeiden solche Artikel geradezu die Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Konflikten. Menschen, die ihre inneren »Kriege« nach außen tragen, stimmen immer der einen oder anderen Seite zu und verschärfen damit die gesellschaftliche Spaltung. Sie werben fast immer nur für die Bevorzugung äußerer Aspekte, ohne den inneren Anteil, den jeder dabei hat, auch nur zu erwähnen. Den allermeisten Menschen sind psychologische und philosophische Betrachtungen völlig fremd! Und doch huldigen sie dem Mythos vom klugen und weisen Menschen als der Krone der Schöpfung. Nichts davon, absolut gar nichts eignet dem heutigen Massenmenschen – einem in seiner Entwicklung stark behinderten Wesen, daß sich nicht selbst gehört.

    —– Zitat-Anfang —–
    Erst mit der Kraft pubertärer Sinnfragen suchte ich nach Antworten, wie es sein kann, dass eine Mehrheit der Deutschen begeistert in den Krieg gezogen ist, die Vernichtung der Juden aktiv mitvollzogen oder passiv geduldet hat. Ich habe mich gefragt, wie es zu einem Rassenwahn kommen kann, mit »Herrenmenschen« und »Untermenschen«. Erst sehr viel später – als Psychotherapeut – war mir das Wissen um Borderline- und narzisstische Störungen hilfreich, die schweren Verhaltensstörungen Erwachsener als Folge früh verursachter Persönlichkeitspathologie prinzipiell zu verstehen. Die Frühbedrohung (Borderline) ist die Quelle für Hass und Gewalt, die mangelnde frühe Liebe (Narzissmus) der Antreiber für ein Größenselbst bis zum politischen, sozialen, moralischen und religiösen Größenwahn. Der Hass macht Feinde, der Kränkungsschmerz befeuert Süchtigkeit. Aber es war damals undenkbar, diese Persönlichkeitsstörungen für eine Mehrheit der Deutschen zu diagnostizieren, obwohl es für den Massenwahn richtig gewesen wäre.
    —– Zitat-Ende —–

    Kindermund tut Wahrheit kund

    Heutzutage werden noch immer kritische und gesellschaftlich unerwünschte Fragen der Kinder von den Eltern und von anderen Autoritäten abgewürgt; sie dürfen nicht gestellt werden, denn sie erzeugen in den Befragten starkes Unwohlsein und müssen daher unterdrückt werden. Niemand läßt sich gerne seine abgespaltenen Persönlichkeitsanteile triggern, schon gar nicht von Kindern! Abgespaltene Persönlichkeitsanteile können nicht als Teil des eigenen Selbst wahrgenommen werden und müssen daher zwangsläufig als eine Bedrohung von außen erscheinen. Erst wenn die Betroffenen ihre einst abgespaltenen Selbstanteile ins Bewußtsein reintegriert haben, sind sie in der Lage, auf solche Kinderfragen auch wirklich einzugehen.

    Doch herrscht bis heute Krieg in und unter den Menschen, auch wenn da, wie Petra Wild es ausdrückt, nicht immer gleich geschossen, sprich: körperlich verletzt und getötet wird. Sie fordert dazu auf, daß »Leute aufstehen und etwas gegen diese Unterdrückung und Ungerechtigkeit tun«. Was sie ihrer Ansicht nach tun sollten, verrät sie uns nicht – vermutlich, weil sie es nicht so recht weiß.

    Strukturelle Gewalt

    _Box erwähnt in seinem Beitrag die sogenannte strukturelle Gewalt, meint damit aber lediglich die äußeren Zwänge – Gesetze und Konventionen, die größtenteils als Normalität wahrgenommen werden. Daß diese äußeren Strukturen, die kaum wahrgenommene strukturelle Gewalt als Ausdruck der innerseelischen Strukturen des Menschen darstellen, scheint ihm kaum in den Sinn zu kommen. Es kann aber keinen äußeren Frieden, keine äußere Harmonie unter den Menschen und zwischen den Nationen geben, wenn der Großteil der Individuen keinen inneren Frieden findet.

    Die innere strukturelle Gewalt ist in ihrem Wesen selbstschädigend, denn sie unterbindet den freien Fluß der körpereigenen Energieströme. Wilhelm Reich (7) hat das wohl als erster entdeckt und von muskulären Verspannungen geschrieben, die dazu dienen, unerwünschte innere Impulse zu unterdrücken, indem man sie abblockt. Er schreibt in diesem Zusammenhang von einem regelrechten Charakterpanzer, der sich in den allermeisten Individuen entwickelt, weil sie durch die äußeren Umstände, in die sie hineingeboren werden, dazu gezwungen werden. Sie werden dazu abgerichtet – konditioniert –, von den Eltern bzw. von der Gesellschaft nicht erwünschte Äußerungen und Regungen zu unterdrücken bzw. abzuspalten.

    —– Zitat-Anfang —–
    Die ständige Spannung im psychophysischen Apparat bildet die Grundlage zunächst von Tagträumerei beim Kleinkind und Puberilen, die sich besonders leicht in mystisches, sentimentales und religiöses Empfinden umsetzt und fortsetzt. Die Atmosphäre des mystisch-autoritären Menschen ist davon durchtränkt. Beim durchschnittlichen Kinde wird so eine Struktur hergestellt, die mystische Einflüsse des Nationalismus, der Mystik und des Aberglaubens jeder Art geradezu aufsaugen muß. Das Schauermärchen in früher Kindheit, die Detektivromane später, die mysteriöse kirchliche Atmosphäre sind nur die Vorstufen des Anklingens der bio-psychischen Apparatur bei militärischen und vaterländischen Weihen. Es ist für die Beurteilung der Wirkung des Mystizismus nicht wesentlich, ob der mystische Mensch an der Oberfläche rauh oder sogar brutal erscheint. Auf die Prozesse in der Tiefe kommt es an. Die Sentimentalität und religiöse Mystik eines Matuschka, Haarmann, Kürten stehen in einer engen Beziehung zu ihrer sadistischen Grausamkeit. Diese Gegensätze verdanken ihren Ursprung ein und derselben Quelle: der durch die sexuelle Hemmung erzeugten unstillbaren vegetativen Sehnsucht, der der naturgemäß vorgezeichnete Weg zur Erfüllung versperrt ist. Sie ist daher so leicht einerseits der muskulären sadistischen Entladung fähig und strahlt andererseits (entsprechend dem gleichzeitig bestehenden Schuldgefühl) in mystisch-religiöses Erleben aus. Daß der Kindermörder Kürten sexualgestört war, wurde zwar durch die Aussagen seiner Frau klar, ohne aber unsern klinisch-psychiatrischen »Sachverständigen« aufzufallen. Die Gepaartheit von sadistischer Brutalität und mystischem Empfinden ist durchschnittlich überall dort anzutreffen, wo die normale orgastische Erlebnisfähigkeit gestört ist. Bei den kirchlichen Inquisitoren des Mittelalters, beim grausamen und mystischen Philipp II. von Spanien nicht minder als bei irgendeinem Massenmörder unserer Zeit.
    —– Zitat-Ende —–

    Ich kann nur jedem, der sich für diese Zusammenhänge interessiert, empfehlen, sich entsprechende Literatur zu besorgen und ernsthaft darin zu lesen. Ob Maaz, Reich, Fromm, Gruen, Hüther und wie sie alle heißen, ist nicht wirklich ausschlaggebend, denn letztlich weisen all diese fortschrittlichen Autoren auf dasselbe hin: Die innere Zerrissenheit des heutigen Menschen, seine innerseelischen Konflikte und seine pathologische Entwicklung.

    (1) https://apolut.net/weltbrand-von-wolfgang-effenberger/#comment-238636

    (2) https://apolut.net/positionen-12/ – ab 1:08:50

    (3) https://www.youtube.com/watch?v=STGPXX4oTLE

    (4) https://rumble.com/vredqx-interview-dr-maaz.html

    (5) https://rumble.com/vredqx-interview-dr-maaz.html

    (6) http://irwish.de/PDF/__Scans/Maaz_Hans-Joachim-Das_gespaltene_Land_(OCR).pdf

    (7) http://irwish.de/PDF/Psychologie/Reich/Reich-Die_Massenpsychologie_des_Faschismus.pdf

    • _Box sagt:

      Ich schätze sie werden mir beipflichten, wenn ich meine, innen und außen bedingen einander. Wozu sonst hätte ich meine Sinne und ein Erinnerungsvermögen?
      Ich schätze die wenigsten Menschen werden so kaputt geboren, wie sie denn durch die sie umgebenden Umstände schließlich gemacht werden. Die inneren Konflikte haben eine äußere Ursache.

      Es heißt doch, das Milieu sei alles. Ohne das ist überhaupt kein Leben möglich.

    • Irwish sagt:

      Innen und außen bedingen in der Tat einander, jedoch nicht eins zu eins, wie Sie das wohl verstanden haben wollen. Das ist ein sehr häufig eingeworfenes Argument, das aber sehr leicht widerlegt werden kann. Die Eltern sind das erste Milieu, dem ein Neugeborenes ausgesetzt ist. Wenn Sie dem Zitat von Maaz folgen, wissen Sie, daß schon die ersten Wochen darüber entscheiden, ob ein Kind sich zu einem autonomen Wesen entwickeln darf oder nicht.

      Den Einwand mit Ihren Sinnen und Ihrem Erinnerungsvermögen habe ich nicht wirklich nachvollziehen können. Vielleicht könnten Sie das näher erläutern?

      Sie schätzen, die wenigsten Menschen werden so kaputt geboren. Da schätzen sie einigermaßen richtig, wenn man einmal von pränatalen Einflüssen, die nachweisbar sind, absieht. Es geht auch nicht darum, daß Kinder noch einigermaßen intakt zur Welt kommen, sondern um das, was während ihrer ersten Wochen und Monate mit ihnen geschieht, wie mit ihnen umgegangen wird. Sie wissen ja vermutlich, daß Menschenbabies im Gegensatz zu Tierbabies unreif zur Welt kommen und daher – eigentlich – die ersten beiden Jahre nahe beim Körper der Mutter verbringen sollten.

      Und ja, natürlich prägen die Individuen die Gesellschaft, in der sie leben, und umgekehrt prägt auch die Gesellschaft die Individuen. Aber der Ursprung der gesellschaftlichen Verwerfungen liegt nicht in der Gesellschaft, denn die ist ja nicht eines Tages einfach vom Himmel gefallen, sondern hat sich entsprechend der Individuen entwickelt. Und ja, die inneren Konflikte der Menschen haben eine äußere Ursache, nämlich die Konditionierung, die Gehorsamserziehung, die Eingriffe, um eine natürliche Entwicklung zu verhindern. Das erzeugt in den Betroffenen wiederum innere Ursachen, die ich im Beitrag ebenfalls beschrieben habe.

      Sie schreiben weiter: »Es heißt doch, das Milieu sei alles. Ohne das ist überhaupt kein Leben möglich.«

      Weder weiß ich, was genau Sie damit ausdrücken wollen, noch aus welcher Quelle es so heißen soll. Meiner Auffassung nach wechseln Sie hier die argumentative Ebene wie auch oben, wo Sie auf Ihre Sinne und Ihr Erinnerungsvermögen anspielen. Ein Säugling ist den Eltern gnadenlos ausgeliefert. Die Eltern können gar nicht anders, als ihre eigenen Defizite auf das Kind zu übertragen, schon allein deshalb, weil ihnen diese Defizite nicht bewußt sind. Zu jeder Zeit haben Menschen geglaubt, der jeweilige Zeitgeist sehe alles richtig, alles sei stimmig, wie z.B. daß die Erde eine Scheibe sei oder man in die Hölle komme, wenn man die kirchlichen Dogmen nicht befolge usw. Das ist heute nicht anders, die Leute berufen sich dabei auf allerlei Mythen, die heute Geltung beanspruchen. Ob das nun ein Virus ist, das nie nachgewiesen wurde (gilt auch für HIV-Viren) oder Geschehnisse, die ihnen medial vermittelt wurden, oder allerlei »wissenschaftliche« Erklärungen, für deren Negierung man sanktioniert wird usw., spielt keine Rolle. Aus dem Aspekt der Normopathie ist es geradezu folgerichtig, daß die Menschen nicht selbst nachforschen und recherchieren, sondern sozusagen aus dem Bedürfnis heraus, dazugehören zu wollen, einfach übernehmen, was man ihnen medial vermittelt.

      Im Grunde argumentieren Sie nicht, sondern stellen einfach Behauptungen auf. Ihre beiden Haupteinwänden fehlt jeglicher Hinweis darauf, warum das so sein sollte, wie sie »schätzen«. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich jedoch intensiv darum bemüht, entsprechende Sachliteratur heranzuziehen, wo die Autoren gewichtige Gründe für Ihre Darstellungen liefern. Damit sollten Sie sich meiner Ansicht nach befassen statt irgendwelche ominösen Schätzungen als Pseudo-Argumente anzubringen. Nichts für ungut, das ist nicht böse gemeint, entspricht aber haargenau meiner Wahrnehmung Ihrer Erwiderung.

    • _Box sagt:

      Willkomen im Club, tatsächlich empfand ich ihren Eingangskommentar auch etwas widersprüchlich. Für eine ausdifferenzierte fehlerfreie Kommunikation, hapert es in einem Forum wohl doch. Gerade wenn man zugrunde legt, daß man auch gegenübersitzend aneinander vorbeireden kann. Wenn ich meine, ich schätze, bedeutet das ich nehme meinen Ausführungen die Schärfe. Gerade schätze ich, ich benutze häufig genug Quellen für alles Mögliche um auch mal darauf verzichten zu können. Tatsächlich ist mir vieles über das alle möglichen LEute schreiben durchaus im realen Alltag selbst begegnet. Gerade die Bemerkung mit dem Milieu ist in letzter Zeit sehr häufig gefallen. Ich habe es übernommen und auf die Gesellschaft als Ganzes übertragen.

      Einerlei, ihren Eingangskommentar habe ich als Aufforderung sich nicht zu wehren empfunden und zwar dergestalt:

      Die Ideologie des unternehmerischen Selbst ist mit ihren Folgen einer Individualisierung längst auch in emanzipatorischen Bewegungen wirksam geworden. Dort spiegelt sie sich beispielsweise in Parolen wider wie: »Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will, soll die Veränderungsenergie nicht auf Zentren der Macht richten, sondern mit der eigenen Veränderung beginnen.« Diese frohe Botschaft zur Individualisierung des Glücks – die »Privatisierung der Utopie« (Steve Fraser) – wird sicherlich von den Herrschenden gerne begrüßt. Entgegen einer solchen individualisierenden Konzeption ist Glück jedoch ein Zustand, der nicht allein von unserer individuellen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung abhängt, sondern wesentlich auch von unseren sozialen Lebensverhältnissen, insbesondere einem Gefühl von Zugehörigkeit, und damit auch von unseren materiellen Lebensverhältnissen. Die vielfältigen Formen einer individualisierenden Psychologisierung von Glück und Selbstverwirklichung, wie sie gegenwärtig wieder hoch im Kurs stehen, tragen zur Stabilisierung der gegebenen Machtverhältnisse bei und führen zu einer weiteren Entleerung des politischen Raumes.
      (Rainer Mausfeld, Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien)

      Zur Verdeutlichung des Auftretens von Missverständnissen: Frau Wild erwähnte keinen "Friedhofs-Frieden" und auch nicht "nicht immer gleich geschossen," das sind Ausführungen von mir, vorher und nachher. Bei dem was Frau Wild sagte steht auch Petra Wild davor.

    • Irwish sagt:

      @_Box

      Ob es eine fehlerfreie Kommunikation gibt (und was Sie darunter verstehen), weiß ich nicht. Vielleicht meinen Sie die Abwesenheit von Mißverständnissen? Die aber halte ich für nicht wirklich problematisch, denn die kann man aufklären. Und ja, ein solches Internetforum ist nicht wirklich für tiefgründige Diskussionen geeignet, das sehe ich auch so.

      Was DAS gesellschaftliche Milieu betrifft, so gibt es das nicht wirklich, sondern stellt in der Vorstellung der Menschen, die sich dieses Begriffs bedienen, entweder einigermaßen korrekt eine kleine Schnittmenge aller in einer Gesellschaft existierenden Milieus dar, oder sie glauben an den Mythos der kulturellen, nationalen und im Grunde faschistischen Einheit, nach der alle irgendwie gleich sein und was oder wer davon abweicht, als fremd wahrnemen sollten. Sie leben in einem anderen Umfeld als ich (ich meine, das hatten wir schonmal). Ich beobachte einerseits, daß Menschen sich diesem fiktiven, von außen vorgegebenen Milieu anzupassen trachten, um nicht unangenehm aufzufallen (man trage jetzt Maske aus Solidarität, lasse sich aus demselben Grund impfen, ist gegen Putin, betrachtet Abweichler als Verschwörungstheoretiker usw.). Für die meisten stellen wohl die Mainstream-Medien den wesentlichen Teil ihres Milieus dar, sie glauben eben daran wie anno dazumal die sog. Christen an die Katholische Kirche und deren Ideologien.

      In den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt, zwischen dem, was ich Konstrukt nenne, und dem was ich selbst direkt wahrnehme, zu unterscheiden. Somit wäre ich wohl als Anhänger des Konstruktivismus (1) einzuordnen. Für mich steht seit langem fest: Das, was wir als Wirklichkeit bezeichnen, ist Resultat von Kommunikation, wie das u.a. Paul Watzlawick in seinem Buch WIE WIRKLICH IST DIE WIRKLICHKEIT? (2) beschreibt. Im Kapitel »Nichtkontingenz oder die Entstehung von Wirklichkeitsauffassungen« schreibt er z.B.:

      —– Zitat-Anfang —–
      Es gibt eine Unzahl von Lebenslagen, für deren Bewältigung man auf seine eigene Umsicht und Findigkeit angewiesen ist, da diese Situationen neuartig sind und zu ihrer Lösung keine (oder nur unzureichende) frühere Erfahrungen zur Verfügung stehen. Dieser Mangel an direkt anwendbarer Erfahrung und die sich daraus ergebende Unfähigkeit, das Wesen der Situation auf Anhieb zu erfassen (also dieser Zustand von Desinformation), führt bei allen Lebewesen zu jener sofortigen Suche nach Ordnung und Erklärung, mit der wir uns bereits im ersten Teil des Buchs auseinandersetzten. Wenn nun eine solche Situation so geartet ist, daß sie keinerlei innere Ordnung hat, dieser Umstand dem Betreffenden aber unbekannt ist, so wird sein Suchen nach Sinnbezügen zu Wirklichkeitsauffassungen und Verhaltensformen führen, die von großem philosophischem und psychiatrischem Interesse sind. Solche Lagen können experimentell herbeigeführt werden, und der gemeinsame Nenner all dieser Experimente ist, daß in ihnen keine ursächliche Beziehung zwischen dem Verhalten des Versuchstiers (oder der Versuchsperson) und der Belohnung (oder Bestrafung) für dieses Verhalten besteht. In anderen Worten, der betreffende Organismus glaubt, es bestehe eine unmittelbare und erfaßbare Beziehung (eine sogenannte Kontingenz) zwischen seinem Verhalten und den sich daraus ergebenden Folgen, während diese nicht besteht; daher die Bezeichnung ›nichtkontingente‹ Experimente.
      —– Zitat-Ende —–

      Der Konstruktivismus sagt nicht, es gäbe diesen Stuhl da und diesen Tisch dort nicht, wie viele das immer schnell zu interpretieren bereit sind. Es geht vielmehr um all die ungeprüften Annahmen, die menschlichen Schlußfolgerungen zugrundeliegen. Im Grunde möchten sich die meisten Menschen nicht mit solchen Dingen befassen, weil das ihre gewohnte Wirklichkeitsauffassung, ihr liebgewonnenes Bild von der Welt in Frage stellen könnte, nachdem sie mühsam ein halbes Leben darum gerungen haben, überhaupt ein einigermaßen brauchbares Weltbild zu entwickeln (oder eines von außen zu übernehmen, damit innen endlich Ruhe herrscht).

      Selbstverständlich plädiere ich nicht dafür, sich nicht zur Wehr zu setzen. Demonstrationen, auf die Straße gehen, sich mit anderen verbinden und gegen Ungerechtigkeit, Menschenfeindlichkeit, Lebensfeindlichkeit einzutreten halte ich durchaus für wichtig und geradezu unerläßlich. Aber ich sehe das nicht, sondern immer nur Proteste aus den flachen Blickwinkeln der gängigen Interpretationsweisen. Wieso erst jetzt gegen Grundrechtseinschränkungen, wieso nicht schon vor 20 Jahren, als man »Ungläubige« dafür bestrafte, wenn sie nicht der offiziellen Verschwörungstheorie zu 9/11 zustimmten? Wieso nicht schon vor 50 Jahren, als man die Studentenunruhen brutal niederschlug? Ganz einfach, weil die Leute das nicht auf dem Schirm haben, worüber ich hier schreibe. Sie wissen nichts von philosophischen Betrachtungen, sie wollen nicht wissen, wie sie bzw. ihre Psyche funktioniert, und sie haben vor allem eines: Angst davor, unangenehm aufzufallen in einem System, das sie insgeheim schon als repressiv und mit struktureller Gewalt durchsetzt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung bleibt aber an der Schwelle zum Bewußtsein hängen, einer Schwelle, die es letztlich unter Strafe verbietet, sich den vorherrschenden Konventionen zu entziehen (Denkverbote).

      Wenn der Neoliberalismus die Idee des Selbst dazu mißbraucht, die Menschen zu spalten und jedem die Verantwortung für jegliches Unheil, das ihm widerfährt, zuzuschreiben, bedeutet das noch lange nicht, daß ich dieser Interpretation folgen muß. Wir Menschen möchten im Grunde selbstautonom sein und doch auch verläßliche Bindungen zu unseren Mitmenschen entwickeln. Ich würde sogar behaupten, daß verläßliche Bindungen nur dann möglich sind, wenn in den Beteiligten ein gewisses Maß an innerer Autonomie vorherrscht. Nur dann ist die Bindung zu einem anderen Menschen freiwillig, beruht auf echter Freundschaft statt wie üblich auf Konformitätsgründen. Nur der wirkliche Freund kommt überhaupt auf den Gedanken, seinem Freund auch mit kritischen Bemerkungen zu kommen. Stützt sich das Band jedoch lediglich auf Anpassung und Vorteilsdenken, zerbricht die »Freundschaft« daran unweigerlich; es war dann nämlich keine, sondern nur eingebildet. Mit diesem Gegenstand menschlicher Interaktion habe ich sehr umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Die Oberflächlichkeit heutiger Beziehungsmuster gibt es nicht her, kommunikativ in die Tiefe zu gehen. Oder, wie ich es immer gerne ausdrücke: Lieber allein als in schlechter Gesellschaft. Und da bin in inzwischen sehr sehr genau mit meinen Einschätzungen und Beurteilungen geworden …

      Wenn ich mich in meiner Ausrichtung danach richte, irgendwelchen Geldmächtigen zu schaden oder sie entlarven zu wollen, richte ich mich letztendlich nach deren Vorgaben. Das kommt aus meiner Sicht dem Versuch gleich, mit dem Kopf voran durch eine solide Wand zu stürmen. Ich mache mich damit nicht nur angreifbar und auffindbar, um dann auf die eine oder andere Weise bestraft werden zu können (und da ist dann Schluß mit Lustig, da wird mir keiner beistehen, schon allein weil mich keiner kennt) – und ich würde mich letztlich darin verlieren, Beweise und Belege für die Bosheit dieser Machtelite aufzufinden und zu verbreiten. Ich selbst bliebe dabei auf der Strecke, ich würde meine Energie damit vergeuden, auf andere zu zeigen, wo ich doch selbst ein Teil der Masse bin, die das alles durch ihre oberflächliche Denk- und Handlungsweise erst ermöglicht.

      Aus meiner Sicht sind auch die Täter letztendlich Opfer ihrer Umstände. Kein heutiger Oligarch kam so auf die Welt, er wurde dazu gemacht, was er heute ist, von seinen Eltern und Erziehern, von den Ängsten, die man ihm eingepflanzt hat, und von den Umständen, die er vorfindet. Er wurde dazu konditioniert, sich allen anderen überlegen zu fühlen, um jeden Preis, unter allen Umständen. Unsicherheitsgefühle aus der Vergangenheit kompensiert er mit Machtausübung, und das machen letztlich in geringerem Umfang auch alle anderen so. Das Streben nach Macht über andere, dieses unheilvolle Kontrollbedürfnis, das über die Jahrtausende hinweg immer perfekter ausgebildet wurde, beruht auf Hilflosigkeits- und Ohnmachtserfahrungen von Kindern, die »erwachsen« geworden sind und in ihrem erlernten Weltverständnis keine solchen Erinnerungen gebrauchen können.

      Glück ist kein Zustand, schon gar kein anhaltender, sondern vielmehr ein Prozeß, der sich ergibt, wenn das menschliche Belohungssystem anspringt. Man kann nicht ständig glücklich sein, wie sich das viele Menschen zu wünschen scheinen; das Leben ist kein Ponyhof, sondern stellt zahlreiche Prüfungen und Hürden bereit, die es zu bewältigen gilt, um daran zu wachsen.

      »Meiner Überzeugung nach kann aber der Begriff des Glücks nicht mehr gedacht werden. Das Glück existiert nicht und das Glück der Menschen existiert noch weniger.« (Michel Foucault: Von der Subversion des Wissens, 1987, S. 25)

      —– Zitat-Anfang —–
      Nur der Schmerz ist real. Das Glück müßte man dann als eine Fiktion bezeichnen, die einfach den Vorgang beschreibt, in dem der Schmerz nachläßt. Es wird deswegen hier Narkosevorgang oder Narkotisierung genannt und steht als Begriff für die Phase, in der wir Erleichterung spüren, wenn ein hohes Schmerzniveau auf ein niedrigeres herabfällt. Dann ist aber das Glück kein positiver Reiz, weil es immer über Schmerzzustände definiert ist, d.h. es beschreibt einen Vorgang innerhalb von Zuständen. Dies wird ein wesentlicher Punkt der Ausführungen in dieser Arbeit sein. (3)
      —– Zitat-Ende —–

      Die weitverbreitete Träumerei vom Glücklichsein stellt letztlich nichs weiter als einen Nasenring dar, an dem man die Gläubigen jederzeit dorthin ziehen kann, wo man sie haben will. Daraus speist sich die Attraktivität des kapitalistischen Westens; aus aller Herren Länder strömen die Menschen in den Westen, wollen in die USA oder nach Deutschland, um dort endlich den Wohlstand genießen zu können, der ihnen in ihren Heimatländern verwehrt ist. Und hier angekommen stellen sie dann nicht selten fest, daß der Wohlstand nicht alles ist, daß die Herzen der Menschen im westlichen Wohlstand häufig kalt sind. Und dann gewöhnen sie sich daran (faktisch werden sie korrumpiert); nur sehr wenige entschließen sich, wieder zurückzugehen, weil sie die menschliche Wärme ihrer Heimat vermissen.

      Was meint denn der übliche Begriff von der Selbstverwirklichung, den Sie mit Recht so kritisch beleuchten? Er meint die Wahl des richtigen Umfelds, Berufs, den Wohlstand und die damit verbundenen Zugeständnisse. Außenseiter werden nicht reich und allermeist auch nicht wohlständig, sie bleiben weitgehend mittellos, und das ist der Preis, den man heute für echte Selbstverwirklichung zahlen muß. Man kann nicht einerseits in Konformität aufgehen und sich andererseits darum bemühen, den eigenen inneren Wahrheiten näherzukommen. Da muß man sich dann schon irgendwann entscheiden, und genau das machen die heutigen Selbstverwirklicher, die ihr »Wissen« aus irgendwelchen Ratgeberbüchern (Wie ich Erfolg habe ode Wie ich meine Unsicherheit loswerde usw.) oder esoterischen Büchern (Mein persönlicher Engel, Erfolgreich durch Yoga oder Medidation usw.) beziehen, nicht.

      Der Versuch, weise zu werden und nicht nur klug (im Vorteilsdenken verhaftet) zu bleiben, erfordert tägliche und lebenslange Anstrengungen. Weisheit ist kein Zustand, sondern ein Prozeß, der immer wieder angeworfen und entwickelt werden muß. Meine Entscheidung vor mehr als 20 Jahren, mich endgültig zurückzuziehen und nicht mehr dem Geld und dem Wohlstand hinterherzujagen, hat sich aus meiner Sicht letztlich als weise herausgestellt; ich habe damals auf die Signale meines Körpers gehört, der mir dringend empfahl, so nicht mehr weiterzumachen. Mein Rücken war so sehr geschädigt, daß ich kaum noch aufrecht stehen konnte. Der jahrelange Versuch, angesichts augesprochener Feindseligkeit und Mobbing weiterhin aufrecht zu bleiben, hat mich zerbrochen. Und erst dann bin ich davon abgewichen, mich wehren zu müssen, weil ich mich nicht hilflos und ohnmächtig fühlen wollte.

      (1) http://www.radikaler-konstruktivismus.de/

      (2) http://irwish.de/PDF/Psychologie/Watzlawick/Watzlawick-Wie_wirklich_ist_die_Wirklichkeit.pdf

      (3) http://irwish.de/PDF/_GesKrit/_Sonstige/Brabandt_Alex-Glueck_als_Narkosevorgang_im_Pendel_der_Schmerz-Langeweile-Ambivalenz.pdf

  11. Aladdin sagt:

    „der Diskurs so einmütig und frei von Meinungsverschiedenheiten ist wie seit den Tagen nach 9/11 nicht mehr.“
    Die Sozialismus ist nicht verschwunden, nicht mal für einen Moment.
    Die "westliche Demokratien" haben die Lösung: zwei System in einem Land. Sozialismus mit all ink. für das Volk und Wildkapitalismus fürs Finanzkapital.
    In alle Propagandakanälen wird unendlich die "Göbbelsplatte" aufgesetzt. Welche Lände sind die nicht mitmachen? Wer sind die nicht mit den Wölfen heulen? Nun stellt sich heraus, dass Altkanzler Schröder für "seinen Mitarbeiter" nicht mehr tragbar ist. Jede der den Sozialismus erlebt hat, kann solche "Nachrichten" interpretieren. Arme Mitarbeiter haben die Hose voll.
    Der russische Dirigent Waleri Gergijew wird aus politischen Gründen entlassen.
    Er sei mit Putin befreundet und weigerte sich seinen Freund öffentlich zu bespucken. Sowas geht schon mal gar nicht. "Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) entließ den 68-Jährigen am Dienstag mit sofortiger Wirkung." Spiegel
    Es ist ein Botschaft an alle Russen in Deutschland: Ketzerei wird nicht geduldet. Wer nicht den Arsch der Amis küsst wird entlassen.
    Herr Scholz, Respekt, sie haben sich tagelang gewehrt. Ich würde allzugern wissen womit hat man sie dann rumgekriegt.
    Laut "Umfragen" wollen die Mehrheit der Deutschen diese "Spritze" auch haben, freiwillig:
    Kalter Krieg, Aufrüssten, Atomwaffen, Atomkraftwerke und auch die Belohnung dafür,
    Inflation, Armut, Arbeitslosigkeit, ungelöste soziale Probleme, "Sparmassnahmen" – wie wir alle wissen kein Geld ist da. Ich habe davon mehr als genug und ich kann euch alle versichern nie so viel Geld in Deutschland dagewesen als jetzt. Die Frage ist aber nach wie vor: für wen?
    Manche haben Angst, dass ihr Geld "verschimmelt" und gehen in den "Keller" um mal das Geld "umzudrehen". Manche machen sich Sorgen um ihre Heizungskosten und um die Preise in der Aldi.
    Ich kann euch ermutigen, macht mit den Protesten weiter. Die "Helikoptergelder" stehen schon bereit. Das ist das letzte Mittel womit der Wildkapitalismus versuchen wird sich zu retten.
    Wenn wir aber die Herrschenden nicht entmachten inkl. Finnanzmacht, dann ist der Weltbrand vorprogrammiert.

  12. addcc sagt:

    "Öffnet Putins Ukraine-Krieg das Tor für einen Weltbrand?"

    Putins Krieg? Nach diesem einleitenden Satz habe ich nicht weiter gelesen.
    Kann den Beitrag Effenbergers also nicht wirklich kommentieren.

  13. Alex C sagt:

    Putin hat die Gefahr erkannt. Die Gefahr heißt Wolodymyr Selenskyj.
    Dieser Mann hat das Charisma und den Weitblick die Ukraine wieder zu vereinen und wirtschaftlich nach vorne zu bringen. Er geht gegen die Korruption vor und die Herrschaft der Oligarchen so wie es Putin einst tat.
    Das Problem, er ist keine Marionette Moskaus und Putin sieht seine Felle davon schwimmen.
    Russland hat bereits viele Milliarden in die Ukraine gesteckt. Da wären die 15 Milliarden vor 2014 um seine Marionetten an die Macht zu bringen was nicht geklappt hat weil die USA und die EU sich eingemischt haben und dann noch die Ausrüstung der Separatisten in der Ukraine. Die Separatisten hat er so stark gemacht dass selbst das ukrainische Militär nicht gegen diese ankommt.
    Jetzt reicht es Putin und er will mit aller Macht den Einfluss herstellen.
    Die russische Bevölkerung hat dazu zu schweigen.
    15 Jahre Knast wer was anderes sagt als das Verteidigungsministerium:
    https://novayagazeta-ru.translate.goog/articles/2022/03/01/spetsoperatsiia-golovnogo-mozga?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

    Über 2000 Personen wurden festgenommen die für Frieden friedlich demonstriert haben:
    https://novayagazeta-ru.translate.goog/articles/2022/02/27/v-rossii-prodolzhaiutsia-antivoennye-protesty-fotoreportazh?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

    Echo Moskau und Rain wurden von der russischen Regierung gesperrt weil sie über den Krieg berichteten:
    https://novayagazeta-ru.translate.goog/articles/2022/03/01/o-zaprete-ekha-moskvy-i-dozhdia?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

    Ich vermute es wird auch nicht lange dauern bis die novayagazeta auch gesperrt wird, die letzte unabhängige russische Zeitung die trotzdem noch weiter berichtet obwohl schon 5 novayagazeta Journalisten ermordet wurden

    • Aladdin sagt:

      Ja, sicher, Wolodymyr Selenskyj ist nicht die Marionette Putins sondern des Oligarchs Kolomoiskij.
      Es ist sicher kein Geheimnis.

  14. Hartensteiner sagt:

    Die Olympiade wurde nun – außerhalb Chinas in den westlichen Ländern – fortgesetzt. Wettkämpfe in den verschiedensten Disziplinen zu: "Wer kann sich die größte und hinterhältig-gemeinste Provokation gegen Russland ausdenken und umsetzen?".
    Siegerehrungen mit der goldenen, silbernen oder auch nur bronzenen Patronenhülse.
    Deutschland ringt um Silber oder Gold, im Zwischenlauf noch knapp hinter Boris Johnson, aber mit Annalena Baerbock noch vor Ursula von der Leyen, die für die EU im Rennen ist.
    Angekündigt und mit Spannung und Freude erwartet: Die Schlussfeier mit Atompilzen in einem gigantischen Feuerwerk für alle Zuschauer weltweit.

    • Aladdin sagt:

      Ja, mittlerweile ist es lächerlich wie diese Arschkriecher versuchen sich in "politische Korrektheit" gegenseitig zu übertreffen. Eine "schreibt" (mangels Fantasie und Intelligenz) bei den anderen ab. Eine Aussenministerin, die nicht ein einzige Satz fehlerfrei vorlesen kann, führt vor alle Augen vor, dass man trotz geistige Behinderung mit den richtigen Phrasen in der deutschen Politik sehr weit bringen kann. Vor allem Phrasen sind sehr lohnenswert, wo den deutschen knallharte Interessen des amerikanischen Finanzkapitals als "Solidarität" verkauft werden.
      Das ist das Geschäft: gutes Gehalt, Nebenverdienst, Privilegien, Dienstwagen, eigene Büro, bezahlte "Angestellte", Arbeit nach Lust und Laune, hohe Rente gegen das Ausverkauf deutsche Interessen. Die Ware ist eine durch Propaganda verblendete Masse.

    • Aladdin sagt:

      Der Direktor des Deutsch-Russischen Museums hat offensichtlich Angst, dass sein Museum geschlossen wird. Vorauseilende Empörung ist die Lösung. Keine soll auf die Ideee kommen, dass der Deutsch-Russische Museum etwas mit Russland zu tun hätte:

      "Der Protest flattert im Wind und ist blau-gelb. Die Flagge der Ukraine. Sie wird seit dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine als einzige Fahne vor dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst gehisst – als Zeichen der Solidarität mit dem ukrainischen Volk. „Eigentlich werden hier jeden Morgen neben der deutschen noch drei weitere Fahnen hochgezogen“, sagt Museumsdirektor Jörg Morré. Doch die russische Flagge und auch die belarussische Flagge würden nicht mehr gehisst, weil der Krieg, den Russland angezettelt habe, ein Bruch des Völkerrechts darstelle."

  15. HarteEier sagt:

    Russland ist das einzige Land der Welt, das autark ist: es gibt keinen Rohstoff/Bodenschatz, der in Russland nicht in einem Ausmaß vorhanden ist, der die russischen Bedürfnisse nicht nur abdeckt, sondern bei weitem übersteigt. Kein anderes Land der Erde, auch die USA und China nicht, haben alle für ihre Wirtschaften notwendigen Rohstoffe in ausreichendem Ausmass, sie sind also NICHT autark.

    Es ist KEIN Zufall, dass Kriege IMMER dort geführt werden, wo "es etwas zu holen gibt": Irak, Libyen, Syrien, Somalia, Jemen, auch Afghanistan, … (usw) sind rohstoffreiche Länder und die meisten davon reich an Erdöl: Petro-Dollar … auf Erdöl und dessen Kontrolle stützt sich die imperiale Macht der USA. Es geht NIE um Menschen-, sondern immer um Schürfrechte.

    Russland ist zwar bereit seinen Rohstoffreichtum zu teilen, aber nur unter fairen wirtschaftlichen Bedingungen. Der Westen will jedoch nicht Bezahlen, er will die Ressourcen möglichst günstig. Ein Land militärisch anzugreifen ist altmodisch, besser ist Wirtschaftskrieg: man zwingt ein Land wirtschaftlich in die Knie und übernimmt dann mit ausländischen konzernen (wie man es unter Jelzin bereits versucht hat, dann kam aber Putin und sagte höflich aber bestimmt: raus!) seine Schlüsselindustrien/Firmen. Jetzt hat man den Anlass (oder glaubt ihn zu haben), den totalen Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen mit dem Ziel, es in kleine Staaten zu zerteilen und sich die Rohstoffe des größten und reichsten Landes der Erde anzueignen. Die Erträge bleiben nicht in Russland, sie werden "in den Westen" (vor allem in die USA) abfließen (die dieses Rohstoffe für ihre Kriege dringend braucht), die russ. Bevölkerung wird auf ihrem noch immer niedrigeren, aber immerhin ansteigenden (was man vom Westen nicht mehr sagen kann) Lebensstandard verharren.

    Es ist bedauerlich, dass Russland nunmehr militärisch gegen die Ukraine vorgeht, aber das stört den Westen in Wahrheit gar nicht, denn es gibt ihm den Anlass, um diesen Wirtschaftskrieg nunmehr so zu eskalieren, dass die Nato-Koalition dieses Ziel zu erreichen hofft (NATO: to keep the Germans down, the USA in and Russia out"). In Russland ist das allgemein bekannt, hier will das niemand wahrhaben/verstehen. Ist "Geschwurbel". Wie bei Corona wird auch hier die Wahrheit an´s Licht kommen.

    Russland ist das einzige autarke Land auf diesem Planeten. Wenn "der Westen" nicht mehr mit Russland handeln will, gut, dann stellt Russland alles selber her (Kopieren UND Weiterentwickeln geht immer, hat Japan in den 70ern und 80ern bewiesen!). Aber "der Westen" sollte den Osten nicht vergessen, das sind 7 Milliarden Menschen (gegen etwas ueber 1 Milliarde), die werden weiterhin mit Russland Handel treiben, selbst wenn sie ihn derzeit etwas drosseln.

    Ich sehe keine wirtschaftlichen Gefahren für Russland, diese Sanktionen werden nicht nur nix bringen, sondern a la longe nach hinten losgehen, auch wenn sie eine temporäre Wohlstandsredutktion für Russland mit sich bringen könnten (das kann man nach ein paar Tagen noch nicht sagen, ob es so sein wird). Russland kann und wird das abwehren …. hoffe ich … wenn es nicht in Russland zu einem regime change kommt.

    "Mögest Du in spannenden Zeiten leben", das tun wir sicher, das ist aber keine Empfehlung, sondern ein chinesischer Fluch.

  16. Minimalist sagt:

    Auf affektiertes Empörungsmanagement versteht sich Autokrat Putin selber wohl nicht?
    Soll der gute Edelmann Putin jetzt besonders gern zu einem freundschaftlichen Umtrunk
    mit versöhnlicheren Tönen & Gesten willkommen sein? Sein Friedens- und Einigungswille
    wurde nicht genügend geschätzt? Die vielen jungen Männer seiner Befreiungsarmee, die jetzt
    tot sind oder noch sterben, sollte man besser nicht erwähnen. Der gute Putin soll darüber viel weinen.
    Hatte er ihnen doch vormachen lassen – so heißt es – sie zögen lediglich in ein Manöver.
    Vielleicht könnte man den friedfertigen und lieben Putin für den Friedens-Nobelpreis vorschlagen?

    • _Box sagt:

      Es ist bereits alles gesagt, nur nicht von jedem. So oder ähnlich heißt es doch. Ein Glück hat der Geldadel aber auch, da geht der tödlichsten Pandemie aller Zeiten die Puste aus und plötzlich fällt da so ein Krieg vom Himmel. Und uns Kanzler von Pfizer-Microsofts Gnaden, in trauter Tradition der "Vorgängerregierung," hat wohl ebenfalls vergessen, also daß er eigentlich irgendwie Demokrat und nicht Autokrat zu spielen hat. Egal, was sind schon Grundrechte, irgendwie eben rote Linien. Wenn man beim WEF meint das muß weg, dann muß das weg.
      Und den Pharma-Milliarden für die Shareholder und CEOs kann man dann auch noch ein paar Rüstungs-Milliarden hinterher werfen. Also so nebenbei und während der Schießkrieg tobt wird munter weiter am Global-KZ geschraubt:

      Die von Wolin aufgezeigten Strukturähnlichkeiten zwischen kapitalistischen Demokratien und beispielsweise dem Faschismus betstehen darin, dass in kapitalistischen Demokratien totalitäre Ziele und totalisierende Entwicklungen auf Wegen verfolgt werden, die sich gleichsam als Umkehrung der Methoden und Wege des traditionellen Totalitarismus verstehen lassen und auf modernen Methoden des Demokratiemanagements beruhen. Faschismus als prototypisches Beispiel des klassischen Totalitarismus und der tendenziell »umgekehrte Totalitarismus« gegenwärtiger kapitalistischer Demokratien verfolgen strukturell ähnliche Ziele, nämlich eine entgrenzte und totalisierende Macht. Dazu sind sie auf eine ideologische Homogenisierung der Bevölkerung angewiesen und damit auf ein Verschwinden des Politischen.
      (…)
      Im »umgekehrten Totalitarismus« sei, anders als im klassischen Totalitarismus, ein politischer Führer »nicht der Architekt des Systems, sondern ein Produkt. Es wird ihn überdauern.« (S. 74) Der »umgekehrte Totalitarismus« sei weitgehend von spezifischen und charismatischen Führungsfiguren unabhängig, sondern funktioniere nach dem Modell von Konzernen und ihren Vorstandsvorsitzenden. Strukturelle Ähnlichkeiten bestünden jedoch hinsichtlich des hohen Maßes an institutionalisierter Korruption. Wolin zeigt auf, dass »Korruption im umgekehrten Totalitarismus ebenso systemimmanent wie zuvor im klassischen Totalitarismus« ist (S. 134).
      (Sheldon S. Wolin, Umgekehrter Totalitarismus, Faktische Machtverhältnisse und ihre zerstörerischen Auswirkungen auf unsere Demokratie, Mit einer Einführung von Rainer Mausfeld, S. 30/32)

    • Hartensteiner sagt:

      Warum wohl kam mir gerade der Satz in den Sinn: "Trolle darf man nicht füttern!". Irgendeinen Grund muss das wohl gehabt haben……

    • Minimalist sagt:

      Warum wohl kam mir gerade folgendes Motto in den Sinn "Irre unter sich –
      das Konstruktions-Irrenhaus feiert schreckliche Urständ."
      Irgendeinen Grund muß das wohl gehabt haben.
      Wenn man sich hier einliest, bekommt man einen Vorgeschmack von
      wahnhaften Denkprozessen. Die sind leider fürchterlich ansteckend.
      Die Welt als Wahnerlebnis. Der neuartige Bürgerkrieg wahnhafter Natur.
      Rationale Gespräche oder Erörterungen: Fehlanzeige.
      Resultat: Die sanfte Verblödung. Gute Nacht.

    • _Box sagt:

      Papperlapapp, dann ließe man sich von den Einflussagenten diktieren, was überhaupt noch im Forum zu stehen hätte. Bei der schieren Anzahl dieser könnte man es dann auch schließen. Situationsabwägungen machen da mehr Sinn als erstarrtes Festhalten an quasi Regeln.
      Um aber dennoch eine Entsprechung zu liefern, "da der Klügere nachgibt, herrscht die Dummheit."

    • Andreas I. sagt:

      "Soll der gute Edelmann Putin jetzt besonders gern zu einem freundschaftlichen Umtrunk
      mit versöhnlicheren Tönen & Gesten willkommen sein? "

      Der "gute Edelmann" ist der gewählte Präsident der Russischen Föderation. Ob das Westeuropäern oder Nordamerikanern gefällt oder nicht ist egal, das ist Sache der Bürger Russlands.
      Und SELBSTVERSTÄNDLICH sind gerade jetzt versöhnliche Gesten notwendig.
      Deutschland raus aus der Nato ist eine solche notwendige Geste.

  17. Schramm sagt:

    "Der Westen wird in jedem Fall einiges von seinem Lebensstandard einbüßen …"

    Keine Aufnahme und Finanzierung der Ukraine in der Europäischen Union durch Deutschland!

    NZZ: »Mit einem Offenbarungseid verabschiedet sich Deutschland von seinen Lebenslügen der Ost- und Sicherheitspolitik. Putins Großangriff auf die Ukraine beerdigt die Nachkriegsordnung in Europa. Mit ideologischer Russlandverklärung und ökonomischer Selbstsucht machte sich die deutsche Politik zur Kollaborateurin der russischen Kriegslogistik.«

    Vgl. Neue Zürcher Zeitung *

    Kommentar

    Keine erneute Lebenslüge mit der Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union!

    Die russische Administration unter Boris Jelzin war bereit zum Ausverkauf der Rohstoffe und Bodenschätze Russlands. Sie beförderte die private Aneignung der wirtschaftlichen Zweige mit Aussicht auf Rentabilität in die Hände der aufstrebenden jungen Oligarchen und vormaligen Komsomolzen. Sie hatten durch Qualifikation und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten unter den Bedingungen des wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Niedergangs der Sowjetunion ihr Insiderwissen. Innerhalb von wenigen Jahren hatten die privilegierten Komsomolzen alle wesentlichen Wirtschaftszweige unter ihrer persönlichen Kontrolle und privaten Aneignung gebracht. So offenbarten die einstigen Zöglinge von Partei und Komsomolzen in relativ wenigen Jahren eine persönliche Verfügungsgewalt von Kapital und Privatvermögen von Millionen und Milliarden.

    ►Mit dem politischen Antritt der Administration unter Putins Führung endete deren Gebaren des nationalen und territorialen Ausverkauf in der Russischen Föderation. Aber damit nicht deren private Aneignung gewaltiger Vermögenswerte: so bis heute noch ungebrochen.

    ●, zumindest unter der Regentschaft Putins wurde der territoriale Ausverkauf an internationale Wirtschaftsmonopole und Konzerne beendet. Ebenso, die Einmischung der Oligarchen in die nationale und internationale Politik: so wie zuvor auf die eigene privilegierte Rechnung.

    ►In allen Nachfolgerepubliken der implodierten Sowjetunion haben die Oligarchen und Oligarchinnen, die korrupten Parteimitglieder und Komsomolzen, ihre persönliche Bereicherung und Cliquenherrschaft durchsetzen können: so auch bis heute in der Ukraine.

    PS: Die möglichen Folgekosten der Aufnahme der Ukraine in die EU wären für Deutschland weitaus teurer als die (ostdeutschen) Einheitskosten: rund 2. Billionen DM/Euro, so nach 1990 bis heute.

    * Vgl. NZZ: https://www.nzz.ch/meinung/deutscher-offebnbarungseid-und-das-russlsndpolitik-fiasko-ld.1672114

    01.03.2022, R.S.

  18. _Box sagt:

    Eine Bemerkung zu:
    Nach Karl Jaspers leben wir „die Übergangszeit zwischen der bisherigen Geschichte, die eine Geschichte der Kriege war, und einer Zukunft, die entweder das totale Ende oder einen Weltfriedenszustand bringen wird.“

    Frieden ist kein Wert für sich, sondern existiert immer nur auf der Basis von etwas Anderem. Das totale Ende beinhaltet z.B. einen Friedhofsfrieden. Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich, beschaut man sich den Aufwand den die Machteliten betreiben um ihren otalitären Machtanspruch zu verewigen. In jenem Totalitarismus können sie auch eine sehr friedliche, quasi sedierte, Bevölkerung haben, die stoisch alles erträgt was verordnet ist.

    Z.B. das da:

    Digitale Impfpasskontrollen werden Dauereinrichtung: In Deutschland, USA, Kanada und der ganzen Welt

    01. 03. 2022 | In Deutschland und weltweit wird entschlossen daran gearbeitet, die Bewegungs- und Handlungsfreiheit aller Bürger dauerhaft davon abhängig zu machen, dass man Impfungen auf neuestem Stand der staatlichen Vorgaben nachweist. Die Totalüberwachungs-Agenda ID2020 wird auf diese Weise umgesetzt.

    In vielen Ländern haben die Regierungen die Pandemie bereits ausdrücklich oder implizit für beendet erklärt und behandeln Corona etwa so wie eine Grippewelle. Das ändert jedoch nichts daran, dass weiter an der Agenda gearbeitet wird, (elektronische) Impfpässe weltweit zur Voraussetzung des internationalen Reisens zu machen. Das erlaubt es, später beliebige gesundheitspolitische oder sonstige Vorwände zu nutzen, um die vorhandene Überwachungsinfrastruktur auch im Inland wieder für vielfältigste Aktivitäten zur Voraussetzung zu machen.

    https://norberthaering.de/macht-kontrolle/t-systems-who/

    Frau Wild wurde mal von Herrn Jebsen im Zusamenhang mit dem nahen Osten auf Frieden angesprochen:

    Positionen 12 – Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?
    (ab 1:11:50)

    Ken Jebsen: Ist Frieden im nahen Osten gewünscht? Würden sie mit ja oder nein antworten? Oder auch, kommt darauf an wie man fragt?

    Petra Wild: Ich finde diese Relativiererei auch nicht richtig, weil ich denke man muß die großen Tendenzen schon sehen. Also dieses Pausschalisieren, so kann man das nennen. Ich denke es geht darum die großen wichtigen Tendenzen zu sehen.
    Zum einen finde ich den Begriff Frieden manchmal schwierig, weil die Frage ist doch Frieden für wen und welchen Inhalt soll Frieden haben? Also Israel sagt bestimmt auch wir wollen Frieden, aber Frieden für sich. Aber das heißt nicht Frieden für die Palästinenser.

    Ken Jebsen: Beschreiben sie doch mal den Status quo, wie sieht denn Palästina, wie sieht denn dieses Land inzwischen aus, wie sieht Israel aus?

    Petra Wild: Nein, lassen sie mich das noch mal fertig sagen, denn da ist etwas Grundsätzliches drin, was ich wichtig finde. Dieses was ich denke, Frieden kann immer nur ein Endergebnis sein von etwas Anderem. Frieden ist auch per se nicht immer ein Wert, also ich denke so etwas wie Gerechtigkeit ist zentral.
    Also wenn wir hier kucken, der soziale Frieden in Deutschland ist nicht per se ein Wert, wenn die Ungerechtigkeit sehr sehr groß ist, ist sozialer Unfriede eigentlich viel besser. Wenn Unterdrückung sehr stark ist, dann ist Friede nicht unbedingt positiv, sondern dann ist es gut wenn Leute aufstehen und etwas gegen diese Unterdrückung und Ungerechtigkeit tun. Also dieses, ich würde das mal relativieren, Frieden ist nicht per se gut, sondern Frieden auf einer Basis von Gerechtigkeit oder Frieden als ein Ergebnis von Befreiung. Das würde ich auch mal sagen, darum geht es eigentlich in Palästina. Es wird immer gesagt, Friede und Friede und das ist die Hauptsache. Die Hauptsache ist Gerechtigkeit für die Palästinenser.

    https://apolut.net/positionen-12/

    Also die Abwesenheit von Schießkrieg bedeutet nicht unbedingt Frieden. Es gibt zahlreiche Strukturen permanenter struktureller Gewalt, die auf immer mehr Räume angewandt werden, aber seltsamerweise stets unter dem Radar laufen und auch sehr selten im Zusammenhang erkannt werden. Das zugrundeliegende System ist Eines das permanente Feindschaft schürt und die Konkurrenz ist auch auf die sog. Emanzipatoren übergegangen:

    In Nordamerika und in Westeuropa ist ein auf Täuschung beruhender sozialer Aktivismus entstanden, der vom Konzern-Establishment gefördert und kontrolliert wird. Dieser manipulierte Prozess hat die Bildung einer neuen Massenbewegung gegen den Krieg, gegen Rassismus und gegen soziale Ungerechtigkeit unmöglich gemacht. Dass die Antikriegsbewegung tot ist, zeigt sich auch daran, dass Leute, die sich als "Kriegsgegner" bezeichnen, den Krieg gegen Syrien für einen "Bürgerkrieg" halten. Für sie ist auch der Krieg gegen den Jemen ein "Bürgerkrieg". Weil dieses Land vor allem von Saudi-Arabien bombardiert wird, versuchen US-Kriegsgegner die verdeckte Beteiligung der USA am Krieg gegen den Jemen zu ignorieren oder herunterzuspielen. Diese Haltung lässt sich in dem Satz zusammenfassen: "Weil keine direkte Beteiligung der USA vorliegt, besteht auch keine Notwendigkeit für eine Kampagne gegen den Krieg im Jemen". Krieg und Neoliberalismus stehen nicht mehr im Mittelpunkt des zivilgesellschaftlichen Widerstandes. Ein von konzerneigenen Stiftungen finanziertes Netz nichtstaatlicher Organisationen hat den gesellschaftlichen Widerstand zerstückelt. Die Bewegungen gegen die Globalisierung und gegen den Krieg wurden gespalten. Die Wirtschaftskrise wird nicht mehr in Zusammenhang mit den imperialistischen Kriegen der USA gebracht.

    (!)Infolgedessen wurde der gemeinsame Widerstand zersplittert. An Teilproblemen orientierte Protestbewegungen – zum Schutz der Umwelt, gegen die Globalisierung, für den Frieden, für die Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben, Bi-und Transsexuellen – werden gezielt und großzügig gefördert, um eine Massenbewegung gegen den globalen Kapitalismus zu verhindern.

    Aus:
    Zur Rolle der "Progressiven" in der Antikriegsbewegung
    Die "linken Intellektuellen" des Imperiums fordern Regime-Change
    Von Michel Chossudovsky / LUFPOST
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24597

  19. wasserader sagt:

    Der Krieg ist gut vorbereitet .
    Habe gerade gehört , dass ein junger Österreicher als Söldner für den Krieg in der Ukraine unterschrieben hat .

  20. Andreas I. sagt:

    Putin, Putin, Putin, Putin, Putin, Putin, Putin
    Wenn ich nichts übersehen habe sieben mal Putin im Artikel.

    Transatlantische Propaganda suggeriert, dass alles nur eine einzige Person wäre.
    Hussein, Ghadaffi, Assad, Ahmadinedschad, Xi … oder eben Putin.
    Und jetzt in diesen Tagen liest man immer öfter in Artikeln wie in Kommentaren ansonsten kritischer Zeitgenossen "Putin, Putin, Putin …"
    Das ist ein Wirkungstreffer der transatlantischen Propaganda, die Wiederholung wirkt.

    Ansonsten; ja die Russen haben sich offensichtlich in einigem verrechnet, aber das kann auch nicht anders sein, jeder Amateurschachspieler weiß, dass der Gegenspieler die eigene Taktik durchkreuzt, das liegt in der Natur der Sache. Darum kalkulieren erfahrenere Schachspieler ein, dass sie Überraschungen erleben werden.
    Insofern kann man bis jetzt nicht mehr sagen, als dass es ab jetzt anders wird als Georgien 2008.

    • Querdenker sagt:

      Kann ich leider nur voll zustimmen, wie sich hier auf einen einzelnen Mann in Wiederholungsschleife kapriziert wird. Das kehrt quasi alle Entscheidungen der Duma, des Sicherheitsrates etc. unter den Teppich, schade :-(

    • _Box sagt:

      Erstaunlicherweise oder auch nicht erstaunlicherweise, wird sich auch bei Publikationen von russischer Seite hauptsächlich auf die Personalie des Präsidenten bezogen.
      Für die Machteliten aller Seiten hat das mannigfaltige Vorteile, es dient der Verschleierung tatsächlicher Machtverhältnisse. So hat man stets ein Ablenkziel und sollte es erforderlich werden, einen plausiblen Sündenbock. So kommt die Mehrheit gemeinhin überhaupt nicht darauf, daß ein strukturelles Problem vorliegen könnte.

    • Apropos Propaganda und Wiederholung:
      zurzeit führen wir mit meinen Schülern Werbeanalysen aus.
      Heute habe ich einen Unterricht über die Strategien der Werbung und der Propaganda gegeben und habe dafür einen Auszug eines Vortrags von Daniele Ganser meinen Schülern gezeigt.
      Sie sind 14 /15 Jahre alt und sie hatten keine Ahnung von der Rolle der Wiederholung in der Propaganda. Sie hatten nicht einmal von Goebbels gehört.
      Kurz danach begegne ich ihrer Geschichtslehrerin und wir kommen dazu, über die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine zu sprechen. Sie nennt das Putsch in der Ukraine 2014 eine "Verschwörungstheorie".

      …Die Jugendlichen sind der transatlantischen Propaganda total ausgeliefert.

    • Querdenker sagt:

      Na ja, der Putsch 2014 in der Ukraine, war nicht nur eine Theorie sondern eine handfeste Verschwörung. Hat Ihre Kollegin denn kein Fernsehen? Maidan kam doch damals rauf und runter im Fersehen. Und auch Minsk I und II mit Steinmeier in der Ukraine, kam über die ÖRs …

    • Für meine Kollegin ist Maidan eine "Revolution" und Steinmeier kennt sie wohl nicht denn außer Merkel sind die deutschen Politiker bei uns in Frankreich ziemlich unbekannt.

    • Querdenker sagt:

      Frankreich, OK, das wusste ich nicht. Aber Frankreich war doch auch eine Garantiemacht für das Minsker Abkommen und François Hollande einer der handelnden Akteure neben Merkel, Putin und Poroschenko. In wieweit natürlich das Französische Fernsehen darüber berichtet hat? Aber als Geschichtslehrerin sollte man vielleicht noch andere Informationsquellen haben ;-)

    • Andreas I. sagt:

      @Linotte melodieuse
      Es ist also in Frankreich ganz ähnlich wie in Deutschland.. Zum Stichwort Schüler fällt mir ein: gibt es in Frankreich auch so eine Schul-Anwesenheitspflicht wie in Deutschland?
      Diese Pflicht ist sowieso ein Thema, aber seit 2020 mit Masken- und Testzwang und geschürten Ängsten, da spielt diese Anwesenheitspflicht noch eine besondere Rolle, denn Eltern können ihre Kinder nicht davor schützen, sie müssen ihre Kinder dem ausliefern, weil diese Schul-Anwesenheitspflicht besteht.

    • Andreas I. sagt:

      @Box
      Schließlich ist das die nach innen, auf die russische Bevölkerung gerichtete, Propaganda.
      Irgendwoher kommt mir das aber bekannt vor, ich weiß nicht … naja, vielleicht habe ich nach 16 Jahren Merkel vergessen, woher mir das bekannt vorkommt.

    • @Andreas I.
      Bisher durften noch die Eltern ihre Kinder zu Hause belehren aber letztes Jahr wurde beschlossen, dass es jetzt Schluss damit ist. Dieser Entschluss ist noch nicht in Kraft getreten aber es wird normalerweise ab nächstes Schuljahr gelten ( so weit ich weiß).

  21. Elias sagt:

    Warum wird nicht über das Annonymous kollektiv berichtet? Diese Bezeichnung wird aktuell missbraucht im Cyberkrieg gegen Russsland.
    Dieses Kollektiv war vor einem Jahrzehnt bekannt gewesen für die Redefreiheit und gegen das digitale Urheberrecht, sowie Unabhängigkeit des Internets und gegen einige globale Konzerne. Vor etwa 5-7 Jahren erlangten sie den Höhepunkt ihrer Bekanntheit durch die Occcupy Bewegung.
    Das Kollektiv hatte sich im Laufe der letzten Jahre so ziemlich selbst aufgelöst, da es Meinungsstreitigkeiten gab in anderen politischen Themen, und nicht zuletzt wegen Streitigkeiten darüber wer das Sagen hatte. Einige führende Köpfe fühlten sich sicher unter Twitter sodass es nicht besonders schwer war für Gehaimdienste diese festzunehmen.
    Das die jetzt ganz plötzlich aktiv geworden sind und auf proffesionelle Art Domains vom russsischen Verteidigungsministerium und Banken kapern, die ja gut geschützt sind, sollte bezweifelt werden. Außerdem berichten viele Meinstream Medien darüber, so als würde es sich beim Kollektiv um eine organisierte Gruppe handeln.
    Das müsste sehr wahrscheinlich das Werk westlicher Gehaimdienste sein.
    LG

    • sandra beimer sagt:

      jeder kann Anonymus sein, darauf gibt es kein Urheberrecht. Anonymus ist eine Figur aus den Internets, die ursprünglich nur eine Art von tiefschwarzem Humor war. Dann fingen die Leute an Anonymous zu erwarten..

    • Elias sagt:

      @sandra beimer
      Theoretisch hast du Recht, aber damals war das (originale) Kolllektiv eben bekannt gewesen für die Ideale die ich genannt hatte. Dass das Kolllektiv jetzt politisiert wird, entspricht Rufmord, denn von kriegerischen Konflikten hatte man sich damals i.d.R. rausgehalten.

    • Piet Seaman sagt:

      Es gibt anonymousnews.org/ Nachrichten unzensiert und dann mindestens noch dieses vollkommen andere Anonymous welches unterwandert wirkt

  22. sandra beimer sagt:

    Wer 8 Jahre gewartet hat, hat es auch jetzt nicht eilig. Siehe Syrien, auch da zeigt Russland keine Eile den Konflikt zu beenden, sondern hält die USA im Spiel damit die sich weiter verausgaben können. Wen das jetzt an Weltkrieg 2 Ostfront erinnert, der hat gut aufgepasst.

    • Andreas I. sagt:

      2011 bis 2014 beteiligt sich Russland nicht in Syrien (außer Waffenlieferungen).
      2014 Maidan, 2015 Donbass, Russland beteiligt sich ab 2015 in Syrien aktiv – wenn das mal keine Antwort war.
      China beteiligt sich prinzipiell nicht aktiv. China exportiert.
      Es sind auch schon chinesische Waffen in diversen Konfliktgebieten aufgetaucht. Ein Schelm wer dabei an Belieferung der Konfliktpartei denkt, welche mehr im Interesse Chinas liegt.

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