Schafft Frieden in Europa | Von Willy Wimmer

Ein Kommentar von Willy Wimmer.

Die Menschen in Europa – und nicht nur in Europa – wissen nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Wohin sie auch blicken, sehen sie dramatische Gefahren auf sie zukommen. Diese Gefahren betreffen ihre menschliche Existenz, ihr wirtschaftliches Überleben, ihre politische Fähigkeit, über ihr staatliches Dasein selbst zu bestimmen und ihre Zukunft in einer von Kriegen bestimmten Welt. Alles, was um uns herum geschieht ist eine einzige Aufforderung an diejenigen, die für die Staaten die Verantwortung tragen, die Dinge nicht auf die Spitze zu treiben. Stattdessen ist das einzige Gebot dieser Stunde, Spannungen abzubauen und ein gedeihliches Miteinander der Menschen, Völker und Staaten zu ermöglichen. Darauf setzen die Menschen in Europa, wenn sich heute, am 7. Dezember 2021 der russische Präsident Putin und der amerikanische Präsident Biden in einer Video-Konferenz Corona-gemäß begegnen, um über die Brandherde dieser Welt zu sprechen.

Die Lage für uns alle in Europa ist brandgefährlich. Dazu zählen gewiß die Abläufe, die wir alle an jedem Tag eines jeden Jahres in den Spannungszonen auf unserem gemeinsamen Kontinent erleben. Die dramatischen Bilder aus der Zeit des ersten Kalten Krieges kehren Tag um Tag wieder. Damals war es oft nur durch Zufall und Gottes Fügung möglich, das Verglühen unseres gemeinsamen Kontinentes zu verhindern. Das, was damals die Gefahren heraufbeschwor, ist heute wieder an der Tagesordnung. Es wird aus dem Blick verloren, wie man sich als Nachbar dem Nachbarn gegenüber verhält.

Gerade wir in Deutschland wissen um die existentielle Gefahr, die vom Verhalten bestimmter Mächte ausgeht. Es ist unsere Erfahrung seit dem Ende des ersten Kalten Krieges in Europa und dem, was sich für unser Land und dabei geschaffene Zwangsläufigkeiten zeigt. Seit 1990 beschwor jede Bildung einer deutschen Regierung nach den Wahlen zum Deutschen Bundestag die höchsten Gefahren für den Frieden hervor. Der ordinäre Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien im Frühjahr 1999 war nur möglich, weil in geschickter Weise Deutschland gegen den überwältigen Willen seiner Menschen kriegsbereit und kriegsfähig gemacht wurde. Diese Muster fanden auch später wieder ihre Anwendung, wie der Angriffskrieg gegen den Irak deutlich machte. Die Zeit einer Regierungsbildung in Deutschland ist von höchster Gefahr für den Weltfrieden, weil Deutschland gegen seinen Willen über die eigens dafür geschaffenen internationalen Strukturen zu aggressivem Verhalten anderen Staaten und Völkern gegenüber genötigt wird.

Dieses Muster zeigt sich heute wieder in besorgniserregender Weise. Wirtschaftlich stabile Beziehungen tragen zum Frieden und zur Stabilität in Europa in hohem Maße bei. Das zeigen die Verbindungen zwischen Russland und Deutschland über mehr als einhundertfünfzig Jahre. Beide Staaten waren zuverlässige Partner und wären ein Segen für Europa und seinen Fortschritt gewesen, wenn man sie denn gelassen haben würde. Heute zeigt sich das an der Bereitschaft Russlands, die kritisch gewordene Energieversorgung in Europa und dabei nicht nur von Deutschland und Großbritannien stabil zu gestalten und dies durch die Pipeline Nord Stream 2 umzusetzen.

Dieses inzwischen technisch umgesetzte Projekt zwischen St. Petersburg und Rügen ist Gegenstand der politischen Erpressung seitens unserer westlichen Partner, die die Souveränität Deutschlands und seine Politik der guten Nachbarschaft außer Kraft zu setzen in der Lage ist.

Durch Entscheidungen in der NATO und unter Mitwirkung einer nur noch geschäftsführenden Bundesregierung wird ein deutscher General in dieser höchst angespannten Zeit zum Verantwortlichen für die gesamte NATO-Ostfront mit Hauptquartier in Stettin bestellt. Ziel dabei ist es, Deutschland in Zwangsläufigkeiten dann zu versetzen, wenn dies mit Stoßrichtung gegen Russland im Interesse der NATO-Führungsmacht USA ist. In die Zeit einer Übergangsregierung in Berlin fällt das komplette Einfrieren der Gesprächsverbindungen zwischen Moskau und NATO-Brüssel zum Nachteil für die europäische Sicherheit.

Gegen jede vertragliche Bestimmung im NATO-Vertrag müssen wir erleben, dass die Zeit einer derzeit nur geschäftsführenden Bundesregierung benutzt wird, die Ukraine mit ihren extrem zweifelhaften Verbindungen zu Nazi-Kampfeinheiten gegen ihren russischen Nachbarn militärisch aufzurüsten. Alle entsprechenden Bestimmungen des NATO-Vertrages und der Charta der Vereinten Nationen werden durch den Westen mit Füßen getreten. Die Zeit einer Übergangsregierung derzeit in Berlin wird dazu benutzt, über gegen den Willen des deutschen Volkes in Aussicht gestellte britische Truppenverlegungen nach Deutschland unser Land wieder einem Besatzungsverhalten fremder Mächte auszusetzen, obwohl Großbritannien seinen kompletten Militärabzug aus Deutschland bereits für 2019 in Aussicht gestellt hatte.

Aus Anlass der hundertsten Wiederkehr von Versailles 1919 wurde durch den russischen Präsidenten Putin und Monate später durch den französischen Präsidenten Macron deutlich gemacht, in welchem Maße seit der Bildung des Deutschen Reiches 1871 das Verhalten der angelsächsischen Mächte mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien an der Spitze und Frankreich davon bestimmt gewesen ist, sich den europäischen Kontinent gefügig zu halten und dafür Deutschland und Russland zwecks Verhinderung einer gedeihlichen Zusammenarbeit ihrem Willen zu unterwerfen. Das wurde mit der Konferenz von Versailles 1919, die nur vor dem Hintergrund der innen-und außenpolitischen Zielsetzung bei den Siegermächten gesehen werden kann, besonders deutlich. Einmal in der Anlage von Versailles, den nächsten Krieg in Europa möglich zu machen, der das Ziel des Ersten Weltkrieges vollenden würde. Gleichzeitig wurde durch die alliierte Invasion Russlands die gesamte Zielrichtung des westlichen Vorgehens auf dem euro-asiatischen Kontinent deutlich. An dieser Zielsetzung hat sich nichts geändert, lediglich das Ziel konnte bis heute nicht verwirklicht werden.

Der deutsche Publizist Wolfgang Effenberger hat vor kurzem auf die alliierte Planung verwiesen, bereits vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht des Deutschen Reiches am Ende des Zweiten Weltkrieges mit eben dieser Wehrmacht den Kampf gegen die Rote Armee und damit die Sowjetunion erneut aufzunehmen. Auch das Ende des Kalten Krieges 1990 mit den Konsequenzen für das neu entstehende Russland sollte über den Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Nachfolgestaates der Sowjetunion bewirken, jede eigene Entscheidungsfreiheit für die staatliche russische Führung auf Dauer zu verlieren.

Wie höchste amerikanische Beamte deutlich gemacht haben, wurden Milliarden Dollar investiert, um Russland in der Ukraine gleichsam von seiner Geschichte und seinen natürlichen Verbindungen mit dem Ziel abzuschneiden, dieses Russland, unser gemeinsames Nachbarland, in eine vernichtende Isolierung zu treiben.

Wie wenig dieses Ziel aus den Augen verloren geht, hat der österreichische Bundeskanzler Schallenberg als Außenminister seines Landes nach den Ereignissen im Sommer 2019 in Minsk deutlich gemacht. In den heutigen Ereignissen an der polnisch-weissrussischen Grenze zeigt sich deutlich, was in Europa in jeder Hinsicht auf die Spitze getrieben werden soll. Es kann so nicht weitergehen und das muss bedeuten, die seit 1871 gegen den gemeinsamen Kontinent betriebene Politik gebietsfremder Mächte zu beenden und zum Wohle aller zusammenzuarbeiten.

Hier geht es zum angesprochenen Interview mit Präsident Putin vom 27. November 2021.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: photo952 / shutterstock

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Kommentare (10)

10 Kommentare zu: “Schafft Frieden in Europa | Von Willy Wimmer

  1. Hartensteiner sagt:

    Hierzu ist es interessant, den Artikel "Plädoyer eines 'Putinverstehers'" auf den Nachdenkseiten zu lesen:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=78691
    Daraus kann man Einiges lernen. Einen Aspekt würde ich für mich herausziehen wollen: Katastrophen sind in der Regel aufs Engste verbunden mit "Feinden im eigenen Land", mit Landesverrätern. Besonders deutlich wird das, wenn man die deutsche Regierung über die letzten Jahrzehnte beobachtet. Eine Regierung, die einen Krieg gegen das eigene Land verfolgt. So etwas riecht sehr nach einer neuen, erneuten Katastrophe.
    Wie ist das möglich? Nicht zuletzt deshalb, weil es gelungen ist, einen Großteil der deutschen Bevölkerung in einen hypnotischen Zustand zu versetzen und die Menschen nichts mehr erkennen als den Corona-Vorhang.
    Um es zu untertreiben: Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.

  2. Hartensteiner sagt:

    Und nun hatten wir das "wichtige" (?) Treffen online von Putin und Biden.
    Man muss schon suchen, um das in den Medien zu finden, sprich, es wird sofort kleingeredet.
    Das wiederum trifft letztlich den Kern, denn "außer Spesen nichts gewesen".
    Immerhin konnte sich Biden überzeugen, dass Putin Putin ist und Putin konnte sehen, was er schon wusste, dass Biden nichts ist als eine ferngesteuerte Tröte.
    Einziges Ergebnis: Man hat wenigstens miteinander geredet. Aber das reicht vorn und hinten nicht.

    • Hartensteiner sagt:

      Eine weitere, zumindest Deutschland betreffende "Friedensaktion" ist, dass die Briten wieder mehr Truppen in Deutschland stationieren wollen. Und die Briten haben sehr viel Erfahrung mit der Verwaltung von Kolonien.
      Hier nun aus Angst, dass D kippt und de Menschen sich den ganzen Wahnsinn nicht mehr gefallen lassen und eine völlig andere Regierung installieren. Da würden dann die Briten aktiv…
      Leider keine reale Option, aber selbst der Traum davon erschreckt die Bande und so werden schon mal Truppen in Marsch gesetzt.

  3. Ursprung sagt:

    Ja, Wimmer hat Recht. Er ist der glaubhafteste Bundespraesident, den man sich vorstellen koennte. Allein seine Berufung dazu haette schon internationale Signalwirkung.
    Die US-Strippenzieher sind Gangster nach Art der sizilianischen Mafia. Es beduerfte einer Konsodisierung der russischen und chinesischen Machtbestrebungen ohne Weltkrieg, die Verbrecheraera in den USA zu beenden und mindestens noch eine Generation lang. Und ja: D koennte da etwas mithelfen, wg. seiner Lage in Europa. Aber D hat nach Brandt und Schmidt derzeit nur Kasper, Lobbyisten, Karikaturen, Nullen (Lauterbach, Lindner, Baerbock, Scholz) in der Politszene aufzubieten. Die muessten erstmal versenkt werden.

  4. Irwish sagt:

    Public-Relations-Firmen bereiten Kriege vor

    Bislang habe ich viel darüber gelesen, wie Kriege entstehen, welche Hintergründe und Zusammenhänge zu Kriegen führen, dagegen wenig darüber, wie man Kriege vermeidet. Die erste Frage dabei lautet: Wer ist eigentlich »man«? Sind das wir, die normalen Bürger, die sich alle mehr oder weniger ohne nennenswerten Einfluß wähnen? Oder sind das dann doch eher die Politmarionetten und die über ihnen stehenden Geldmächtigen, die aus Kriegen schon immer Profite zu ziehen wußten?

    Die beiden Autoren Jörg Becker und Mira Beham zeigen in ihrem Buch »Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod« detailliert auf, wie, von wem und warum Kriegspropaganda verbreitet wird. Auszug aus der Einleitung:

    –––––– Zitat-Anfang ––––––
    Auch wer im 21. Jahrhundert etwas über Propaganda schreiben will, tut gut daran, bei Harold D. Lasswell zu beginnen. Ende der zwanziger Jahre des letzten Jhs. veröffentlichte dieser berühmte US-amerikanische Politikwissenschaftler sein Buch »Propaganda Technique in the World War«, einen Klassiker über die Propagandagräuel aller Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg (1927a). Nach Lasswell dient Kriegspropaganda vier Zielen: den Hass gegen den Feind zu mobilisieren, die Freundschaft unter den eigenen Verbündeten zu stärken, freundliche Kooperationsmodelle gegenüber neutralen Mächten herzustellen und den Feind zu demoralisieren. Diese Zielsetzungen von Kriegspropaganda haben sich heute bis heute nicht geändert.
    –––––– Zitat-Ende ––––––

    Im zweiten Kapitel dieses Buches beschreiben die Autoren »Das Engagement von PR-Agenturen in den ex-jugoslawischen Kriegen«. Dies konnten sie tun, weil der Foreign Agents Registration Act von 1938 die Offenlegung aller im Ausland tätigen US-Firmen und -Organisationen vorschreibt (S. 19), besonders, wenn sie im Auftrag ausländischer Auftraggeber handeln.

    –––––– Zitat-Anfang ––––––
    Dieser von uns erstmals umfassend bearbeitete Komplex, auch wenn er nur einen kleinen Ausschnitt aus einem buchstäblich unübersehbaren Geflecht von Kommunikationskanälen und -Strategien darstellt, kann repräsentativ deutlich machen, wie sehr mediale Berichterstattung von »Informationen« und Image-Bildungen durchdrungen ist, die im Hinblick auf eine größtmögliche positive Breitenwirkung »vorgefertigt« und »fabriziert« sind. Methodisch gesehen stellt sich hier generell die Frage nach dem Verhältnis zwischen Macht und Information. Während sich in Friedenszeiten und auch im innenpolitischen Kontext PR-Strategien immer kritisch von Seiten der Medien durchleuchten und hinterfragen lassen, so wird dies bei außenpolitischen Fragen und in intemationalen Konflikten und Krisen nicht zuletzt durch einige strukturelle Gesetzmäßigkeiten der außenpolitischen sowie Krisen- bzw. Kriegsberichterstattung erheblich erschwert. (S. 21)
    –––––– Zitat-Ende ––––––

    Auf Seite 22 wird eine Tabelle präsentiert, in der zahlreiche Verträge zwischen PR-Firmen und jugoslawischen Organisationen dargestellt sind, mitsamt den Dollars, die für den jeweiligen Auftrag gezahlt wurden.

    –––––– Zitat-Anfang ––––––
    Vor diesem Hintergrund gewinnt der bereits erwähnte Umstand, daß die PR-Branche in den USA mehr Mitarbeiter beschäftigt als alle US-Medien zusammen, an erheblicher Bedeutung. Zumindest quantitativ ist damit das – vor allem gezielte – Wirk- und Einflußpotential von Informationen, die über PR-Agenturen laufen, stärker und größer als das der Medien. Diese Tatsache steht in enger Wechselwirkung mit einer anderen, nämlich der, daß das Engagement von PRFirmen in den USA als ein völlig normaler Bestandteil von Öffentlichkeitsstrategien gleich welcher Art und Zielsetzung angesehen wird. Die Wirkmächtigkeit von PR-Agenturen auf Informationsflüsse lässt sich jedoch nicht nur quantitativ bemessen, sondern auch qualitativ. Herausragende Agenturen und ihre Mitarbeiter zeichnen sich vor allem durch eine starke soziale und politische Vernetzung aus, also durch kommunikative Kompetenz; erst in zweiter Linie sind Kreativität und Kenntnisse des handwerklichen Rüstzeugs gefragt. So sind in den großen PR-Agenturen der USA, insbesondere unter dem Führungspersonal, ehemalige Kongreßabgeordnete, Senatoren, Mitarbeiter der US-Administration und der Geheimdienste oder andere ehemalige öffentliche Funktionsträger aber auch frühere Führungskräfte aus der Wirtschaft überproportional repräsentiert. (S. 23)
    –––––– Zitat-Ende ––––––

    Fast alles, was wir zu wissen glauben, wurde uns medial vermittelt. Das bedeutet: Wir haben es nicht selbst erlebt oder erfahren, sondern darüber gelesen, meistens in Zeitungen, oder davon gehört, meistens in Radio- und Fernsehsendungen wie Tagesschau und HeuteJournal. PR-Firmen nehmen über ihre engen Kontakte zu den wenigen Presseagenturen, die Sender und Zeitungsverlage mit Nachrichten versorgen, direkten Einfluß darauf, was der Bürger welchen Landes auch immer zu glauben hat. Da bis heute Zeitungen und Rundfunksender bei den Bevölkerungen ein hohes Vertrauen genießen – das zwar im Abnehmen begriffen, jedoch noch immer die Mehrheit umfaßt –, wirken die dort verbreiteten Nachrichten direkt und ungeschmälert auf die Gehirne der Menschen ein. Vor allem Angsterzeugung ist das bevorzugte Mittel der Manipulation. Da die meisten Menschen heute wenig bis gar nicht selbstreflektiert sind und daher nicht wissen, wie ihnen geschieht, sind sie den Manipulationen durch den Mainstream gnadenlos ausgeliefert.

    Nachrichten liefern immer nur Informationsbruchstücke. Niemals werden in einer Nachrichtensendung oder in einem Presse-Artikel Hintergrundinformationen geliefert, denn das könnte den Leser oder Zuschauer verunsichern oder gar zum Nachdenken anregen.

    Ich möchte daher das erwähnte Buch jedem empfehlen, der sich darüber informieren möchte, wie Kriegstreiberei heutzutage umgesetzt und verbreitet wird. Ich könnte noch viel mehr darüber schreiben, z.B. über die mentalen Voraussetzungen der Menschen, die sich tagtäglich den Konsum fremder Meinungen antun, oder über die narzißtische Lebenseinstellung der meisten, die mehr daran interessiert sind, wo sie auf der gesellschaftlichen Hühnerleiter stehen als daran, was wirklich hinter den Kulissen geschieht. Oder über die erlernte Hilflosigkeit und den erlernten Gehorsam, über die Angst vor den einst abgespaltenen unerwünschten Selbstanteilen und vieles mehr. Doch dann müßte ich ein Buch schreiben, und ich finde, es wurde darüber schon alles gesagt und geschrieben.

    http://irwish.de/PDF/__Scans/Becker+Beham-Operation_Balkan-Werbung_fuer_Krieg+Tod_(OCR).pdf

    https://www.pdfdrive.com/the-political-writings-of-harold-d-lasswell-d186996097.html

    • Vernunft sagt:

      Danke für die pdf!

      Ihre Hompage ist wirklich sehenswert

    • Irwish sagt:

      Danke, das habe ich gerne gemacht. Die Homepage ist absichtlich schlicht gehalten, keine Werbung, keine scripts und kaum Aufwand, da mit Seamonkey Editor erstellt. Aufwand erfordern dagegen die PDF-Dateien, Buch einscannen, Scan-Bilder bearbeiten (säubern, gerade ausrichten etc.), OCR-Erkennung durchführen usw. Als Hartzer hab ich die Zeit, und ich tue das gerne, um interessante und wichtige Texte zu verbreiten.

  5. Bonobo sagt:

    Deutschland ist de facto nicht souverän, solange es diese Souveränität nicht einfordert und umsetzt.
    Warum sollten die Amis die praktische Kolonie, die sie gegen Russland in Stellung gebracht haben, aus der Kontrolle entlassen?
    Allerdings liefen Politiker, die ein souveränes D-land einfordern würden und die Chance hätten, wirksam zu werden, Gefahr durch `Selbstmord´ in der Badewanne zu sterben.

    Der Kapitalismus braucht den Krieg. Das gilt für den vordigitalen Kapitalismus. Im kommenden Zeitalter künstlicher Intelligenz wird der Krieg nicht mehr reichen, um genug Absatz und Gewinn zu generieren.
    Die große Veränderung, die die Elite zufriedenstellen könnte, wird vielleicht gerade vorbereitet.

    Stehen wir auf, solange das noch möglich ist.
    Gegen Krieg, für Freundschaft mit Russland und anderen Völker.
    Für Unabhängigkeit D-s. Für Bargeld. Für körperliche Unversehrtheit.
    Für Freiheit.
    Für die Freiheit von J Assange, der immer noch Enthüllungsjournalisten klar machen soll, dass man sich mit den Mördern der CIA besser nicht anlegt.

  6. Schramm sagt:

    Die USA und NATO-Vasallen auf Kriegskurs in Europa

    »Die historisch tief sitzende Angst, dem im Westen lauernden «Feind» ausgeliefert zu sein, teilt Putin wohl mit einer Mehrheit der Bevölkerung.«

    Vgl. Neue Zürcher Zeitung *

    Kommentar

    Die militärische Bedrohung gibt es vor den russischen Grenzen durch die USA-Truppen und deren NATO-Verbündeten. Es gibt keine militärische Bedrohung vor den Land- und Seegrenzen der Vereinigten Staaten von Amerika. Wäre es so, eine militärische Bedrohung an den Staatsgrenzen der USA, dann hätten wir bereits einen dritten Weltkrieg, einen letzten – nuklearen, chemischen und biologischen – Vernichtungskrieg der ganzen Menschheit. Nicht die Russische Föderation, auch nicht die Volksrepublik China, sondern die Geopolitik, die Wirtschafts- und Militärpolitik der USA und aller NATO-Staaten und deren politisch Verantwortlichen, setzen auf dieses Szenario zur militärischen und ökologischen Vernichtung der ganzen Menschheit im 21. Jahrhundert. *

    Info-Kommentar

    USA: „Sechs Herren, aber keine Demokratie“

    Bericht der Renmin-Universität entlarvt Mängel im politischen System der USA.

    In dem Bericht wird herausgearbeitet, dass in den USA im Namen der „Demokratie" in Wahrheit nur die „Herren des Geldes", die „Herren der Waffen", die „Weißen [Herren]", die „Herren der Medien", die „Herren des Militärs" und die „Herren der Pharmaindustrie" [im Englischen als „Money-cracy“, „Gun-cracy“ etc. bezeichnet] ihren Willen durchsetzen können. In den Vereinigten Staaten könne man daher nicht davon sprechen, dass das Volk die Entscheidungen trifft, vielmehr gebe es „sechs Herren in einem Land, aber keine Demokratie".

    Zur Frage 10.: Bewahrt die amerikanische Demokratie die friedliche globale Entwicklung oder untergräbt sie die internationale Ordnung?

    Zur letzten Frage erfährt man in dem Bericht, dass die USA zwischen 1880 und 2017 insgesamt 392 ausländische Militärinterventionen durchgeführt haben. Seit ihrer Gründung Ende des 18. Jahrhunderts haben sich die USA in mehr als 92 Prozent der Zeit im Krieg befunden. Der Staat unterhält rund 750 Militärstützpunkte in 80 Ländern und ehemaligen Kolonien (jetzt teilweise Territorien) im Ausland. Im Jahr 2020 beliefen sich die Militärausgaben der USA auf 778 Milliarden US-Dollar, was 39 Prozent der gesamten weltweiten Militärausgaben entspricht.

    PS: Haben die Leser der NZZ noch weitere Fragen zum pseudo- demokratischen Vormund der westlichen Welt und des US-Regimes?

    * Vgl. auf NZZ: »Eine neue Aufteilung Europas kann es nicht geben. Russlands Präsident Putin fordert ultimativ Sicherheitsgarantien von den USA und der Nato. Sie sind unerfüllbar.« https://www.nzz.ch/meinung/biden-und-putin-sicherheitsgarantien-fuer-russland-gibt-es-nicht-ld.1658823

  7. PFLÜGE zu RAKETEN
    Schafft Frieden in Europa, mit immer mehr Waffen und GIs.
    Das Imperium schafft Frieden in Europa, den Frieden von Massengräbern.

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