Russland – und der Traum des US-Zivilisationsmodells | Von Bernd Lukoschik

Ein Standpunkt von Bernd Lukoschik.

Es gab tatsächlich einmal eine Zeit, in der der US-EU-NATO-Westen rundum zufrieden war mit Russland. Die Kehrseite – die den Westen allerdings damals nicht interessierte, ja, die er noch nicht einmal als Realität anerkannte – war: Es war für Russland eine Epoche unendlichen menschlichen Elends, des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zerfalls: die Jelzin-Ära der 1990er-Jahre. Zustände wie nach einem Krieg!

Genau diese Zeit hat Putin nicht vergessen. Und es ist eines seiner größten historischen Verdienste, dass er ganz entscheidend dazu beigetragen hat, dass sein Land sich von dieser Zeit befreien konnte.

Die Jelzin-Ära

In ihrem großartigen Werk „Die Schockstrategie“ über den „Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ unter Anleitung der neoliberalen Ökonomen und Ideologen Friedrich von Hayek und Milton Friedman geht Naomi Klein auch auf die Folgen der Anwendung dieser Lehre auf das Jelzinrussland ein. Ich gebe einfach Ausschnitte des „geplanten Elends“, so Naomi Klein, wieder (1):

„Nie haben so viele Menschen in so kurzer Zeit ohne größere Hungersnöte, Seuchen oder Kriege ihr Leben verloren. Bis 1998 waren über 80 Prozent der russischen Bauernhöfe bankrott, und rund 70.000 staatliche Fabriken waren geschlossen, was zu einer Epidemie der Arbeitslosigkeit führte. Im Jahr 1989, vor der Schocktherapie, lebten in der russischen Föderation zwei Millionen Menschen in Armut … Als die Schocktherapeuten Mitte der neunziger Jahre ihre ‘bitteren Pillen’ verabreicht hatten, lebten der Weltbank zufolge 74 Millionen Russen unter der Armutsgrenze, das heißt, dass die russischen ‘Wirtschaftsreformen’ für die Verarmung von 72 Millionen Menschen in bloß acht Jahren verantwortlich waren. …

So miserabel das Leben unter dem Kommunismus mit überbelegten, schlecht geheizten Wohnungen auch war, die Russen hatten wenigstens ein Dach über dem Kopf …

Während des Kalten Krieges wurde der in der UdSSR weitverbreitete Alkoholmissbrauch im Westen als Beweis dafür gesehen, dass das Leben unter dem Kommunismus so trostlos war, dass die Russen große Mengen Wodka brauchten, um den Tag zu überstehen. Unter dem Kapitalismus jedoch trinken die Russen mehr als doppelt so viel Alkohol wie früher – und sie greifen auch zu härteren Betäubungsmitteln. Alexander Michailow … behauptet, die Zahl der Abhängigen sei zwischen 1994 und 2004 um 900 Prozent auf über vier Millionen angestiegen, von denen viele heroinsüchtig sind. Der Drogenmissbrauch hat einen weiteren stummen Mörder auf den Plan gerufen: 1995 waren 50.000 Russen HIV-positiv, in den folgenden Jahren verdoppelte sich die Zahl, und zehn Jahre später waren UN-AIDS zufolge fast eine Million Russen HIV-positiv.

Das sind langsame Todesarten, aber es gibt auch schnelle. Sobald 1992 die Schocktherapie gestartet worden war, begann die in Russland ohnehin hohe Selbstmordrate zu steigen: 1994, auf dem Höhepunkt von Jelzins ‘Reformen’, war sie fast doppelt so hoch wie acht Jahre zuvor. Die Russen brachten sich nun auch viel häufiger gegenseitig um: Die Zahl der Gewaltverbrechen hatte sich 1994 mehr als vervierfacht.

‘Was haben unser Vaterland und das Volk von den letzten 15 kriminellen Jahren gehabt?’, fragte Wladimir Gusew, ein Moskauer Gelehrter, bei einer Demokratie-Demonstration 2006. ‘Die Jahre des kriminellen Kapitalismus haben zehn Prozent unserer Bevölkerung getötet.’“

Natürlich wurde seitens der vielen Ökonomen und Politiker, vor allem der neoliberalen Schule Friedmans, die damals in Russland ein und aus gingen und die die sich selbst stolz als Chicago Boys begreifenden russischen Politiker um Gaidar „berieten“, natürlich behaupteten diese, Russlands gesellschaftlicher Zerfall sei dem russischen Schlendrian und der Korruption geschuldet.

Aber Naomi Klein beschreibt dezidiert, was zu dieser menschlichen Tragödie führte: Russland wurde zerlegt, die Industrien verscherbelt, die Ressourcen an westliche Konzerne nahezu verschenkt, das Land deindustrialisiert, der Sozialstaat eliminiert. Oft genug kam der Arbeitnehmer frühmorgens zur Arbeit und musste feststellen, dass die Firma verkauft war und sein Arbeitsplatz nicht mehr existierte.

Ganz offen galt bei den Börsen und den westlichen „Beratern“ Russland als die „Goldgrube“ schlechthin,

Ach ja, und die Korruption gab es tatsächlich – aber sie wurde vor allem von den westlichen Beratern und ökonomischen Glücksrittern ins Land gebracht. So mancher dieser jungen Ökonomen von den amerikanischen Eliteuniversitäten konnte sich über die Gründung fadenscheiniger Investmentbüros eine goldene Nase verdienen.

Man sieht, in Russland waren lateinamerikanische Verhältnisse eingekehrt. Man orientierte sich übrigens, so Naomi Klein, in Sachen Ökonomie und Politik explizit am Chile Pinochets. Womit auch klar ist, wo man die Priorität setzte bei der Frage: Was wollen wir, Wirtschaftsförderung oder Demokratie?

Naomi Klein (1, 324): „Wayne Merry, … von 1990 bis 1994 der politische Chefanalytiker an der amerikanischen Botschaft in Moskau, hat eingeräumt, dass es in Russland um eine nüchterne Entscheidung zwischen Demokratie und Marktinteressen gegangen sei. ‘Die US-Regierung zog die Wirtschaft der Politik vor. Wir entschieden uns dafür, die Preise zu befreien, die Industrie zu privatisieren und einen wirklich ungezügelten, unregulierten Kapitalismus aufzubauen, und im Grunde hofften wir, dass sich Recht und Ordnung, Zivilgesellschaft und repräsentative Demokratie daraufhin irgendwie entwickeln würden.  … Unglücklicherweise bedeutete die Entscheidung, den Volkswillen zu ignorieren und politischen Druck zu machen.’“

Wie gesagt, es kamen lateinamerikanische Verhältnisse über Osteuropa.

Die unipolare Weltordnung

In diese Zeit, in der der Wertewesten zufrieden mit Russland war, möchte Russland verständlicherweise nicht mehr zurück. Aber dann konstituierte sich seit dem Zerfall der Sowjetunion die unipolare Weltordnung mit der „einzigen Weltmacht“ (so Brzezinskis Geopolitikklassiker), die genau diese Vorstellungen von Demokratie und Wirtschaftsfreiheit ihrem Zivilisationsmodell zugrunde liegen hat. Und seitdem streben die USA mit ihren „Vasallen“ (wiederum Brzezinski) zielstrebig Richtung Russland und China. Hermann Ploppa hat das haarklein beschrieben (2).

Diese Zielrichtung musste jedem klar sein, sie wurde von den Akteuren sogar mehrfach explizit gemacht: im „Neuen Strategischen Konzept“ der NATO etwa, bei der Konferenz in Bratislava, durch die verschiedensten Entwürfe über das neue amerikanische Jahrhundert der Neokonservativen um Wolfowitz und Perle – und natürlich durch die Taten: Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan bis zum lang vorbereiteten und US-finanzierten Maidanputsch in der Ukraine.

Russland sah dem erstaunlich ruhig zu – obwohl gerade ihm völlig klar war, worauf das Ganze zielte. Einige US-Politologen – gerade in den USA gibt es ihrer eigenen Regierung gegenüber sehr kritische Beobachter (4) – wunderten sich über diese Gelassenheit, ja warfen der russischen Führung zu große Nachgiebigkeit vor, hätten ein wenig mehr Widerständigkeit gewünscht. Doch Putin war ursprünglich ein westlich orientierter Politiker. Er hatte sich den Anschluss an Europa erhofft. Also blieb er abwartend gelassen.

Und nun rückte mit der NATO-Osterweiterung das Angriffsbündnis gar in Europa Russland auf den Pelz. Und während des Vorrückens herrscht seit dem Maidanputsch, seit 2014, in der Ukraine Krieg. Nach OSZE-Berichten tötete die ukrainische Armee bereits mehr als 10.000 russische Ostukrainer. Putin mahnte mehrfach an, der Konflikt müsse nach dem Minsker Abkommen abgearbeitet werden. Kiew blockte ab. Die NATO rückte weiter. Die ukrainische Armee und die faschistischen Freiwilligenverbände in der Tradition des SS-Mannes Stepan Bandera erhielten NATO-Waffen und US-Militärberater.

Russland zog früh rote Linien: keine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine, keine westlichen Raketen in der Ukraine, Beilegung des Kriegs des ukrainischen Militärs gegen die Ostukraine. Es tat sich sieben Jahre lang nichts. Im Gegenteil, die NATO-Mitgliedschaft stand kurz bevor.

Aber übertreibt Putin in seinen Befürchtungen nicht? Wäre es wirklich so schlimm, wenn die NATO an Russlands Haustür stünde? Ist tatsächlich ein Russland wie zu Jelzins Zeiten zu befürchten? Kann Russlands Ukraineüberfall mit Russlands Angst vor einer Neuauflage des Jelzinsystems oder Schlimmerem gerechtfertigt werden?

Die Erfahrungen mit dem US-Zivilisationsmodell

Die NATO-Osterweiterung ist kein Sonderfall des Vorgehens der US-Zivilisation. Die Zerstörungen ganzer Gesellschaften wie Libyens, des Irak usw. in neuerer Zeit zeigen nur, dass die USA sich selbst treu geblieben sind: Die USA waren damals in Lateinamerika oder Asien nur dann zufrieden und sahen ihre „nationale Sicherheit“ gewahrt, wenn sie die Länder mithilfe ihrer „guys“ auf das Niveau unterentwickelter Diktaturen hinabbombardieren oder erpressen konnten. Es herrscht fraglos eine historische Kontinuität des US-amerikanischen Machtanspruchs und Sendungsbewusstseins (3), wie Effenberger/Wimmer in „Wiederkehr der Hasardeure“ seit der Einverleibung der Philippinen, Hawaiis, der Panamaregion ins amerikanische Imperium bis heute sehr überzeugend aufweisen konnten.

Wo hätte auf dem Hintergrund dieser historischen Erfahrungen und der eigenen aus der Jelzinzeit die Hoffnung kommen sollen, im Falle der NATO-Osterweiterung strebe der US-Westen ein starkes und gesundes Putin-freies Russland an?

Ethische Bewertung des Angriffskriegs

Es ist furchtbar, dass nun Krieg in Europa ist, dass unschuldige Menschen sterben und verletzt werden. Und Angriffskrieg ist ohne Zweifel moralisch verwerflich, abgesehen davon, dass er eine Völkerrechtsverletzung darstellt.

Aber hatte Russland eine Wahl? Es musste abgewogen werden: Dem Land blühte eine Neuauflage der Jelzinzeit, vielleicht noch Schlimmeres, denn amerikanische Politik zielte immer schon auf eine Zerstörung der Staaten, die nicht willfährig waren. Russland musste damit rechnen, in kleine Staaten zerlegt zu werden, die ganz im Sinne der USA zu steuern und auszubeuten seien, natürlich immer in Zusammenarbeit mit den dortigen neu zu schaffenden und gut durchgefütterten Eliten.

Warum Putin diesbezüglich so sicher sein kann? Das zeigen die jahrzehntelangen Erfahrungen mit Lateinamerika, mit den Ländern weltweit.

Putin-Russland hat sich schuldig gemacht. Aber ihm scheint kaum eine andere Möglichkeit geblieben zu sein, um aus dieser Zwangslage, in die es von dem systeminhärenten Expansionismus des US-Gesellschaftsmodells getrieben wird, herauszukommen.

Quellen:

1. Naomi Klein, Die Schockstrategie. Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus, 2007

2. Hermann Ploppa, Der Griff nach Eurasien, 2019

3. Wolfgang Effenberger/Willy Wimmer, Wiederkehr der Hasardeure, 2017

4. Jochen Mitschka, Der Krieg, an den niemand glaubt, apolut.net

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Diego Fiore / shutterstock

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Kommentare (39)

39 Kommentare zu: “Russland – und der Traum des US-Zivilisationsmodells | Von Bernd Lukoschik

  1. Alex C sagt:

    Natürlich hatte man die Wahl.
    Putin und seine konservative nationalistische Regierungspartei, welche aus reichen Russen besteht, wird sich die Ukraine einverleiben und aufteilen.
    Es sterben tausende russische Soldaten und Ukrainer dafür damit die armen Oligarchen mehr Geld scheffeln können

  2. local.man sagt:

    Die ganze Sache mit Russland und der Ukraine und wie sich der Wertewesten immer weiter trotz Absprachen es nicht zu tun, erweitert hat etc., ist so das ähnliche Modell der immer weiteren Erpressung und Sanktionen, bei der Gen-Behandlung die man als Imfpung tarnt, gegen etwas völlig harmloses.
    Bald werden die Menschen einfach nicht mehr anders können, als sich mit allen Mitteln gegen den Angriff aus den Laboren mit Laborflüssigkeiten zu wehren und das deswegen, weil man sie immer weiter in die Ecke drängt von allen Seiten mit einer Lüge und Entrechtung und Bestrafung.
    Das wird man dann als Angriff gegen die Demokratie betiteln und Gefährder usw. Die Verbrecher verpassen sich dabei immer den Anstrich der Guten und machen die Opfer zu Tätern.
    Und dahinter werden alle unterdrückt und die Menschen verstehen es nicht, dass schlussendlich sie ebenso mitleiden müssen.

    Die wahre Ursache der Probleme muss also entfernt werden, dann wirds auch wieder besser. Zumindest ist dann die Chance auf Wandel da.
    Die Macht weniger Menschen ist einfach falsch. Und wir leben in der Abhängigkeit zu diesen Leuten über eine schlechte Struktur, daher kommen die auch immer wieder damit durch.

    Wenn eine sogenannte Impfpflicht kommt, ist das nichts weiter als das Einmarschieren in das Land "unsere Körper" mit Gewalt. Sich mit diesen im Grunde nur schadhaften Stoffen zu versehen ist keine Option. Es bleibt also nur der die Flucht nach Vorne und was das bedeutet, sehen wir im Handeln Russlands.

  3. HarteEier sagt:

    Ja, exakte Analyse! Deshalb: Putin Victory! Lang lebe Russland. 😍💯💕💞💓

    • Alex C sagt:

      Putin und seine konservative nationalistische Regierungspartei, welche aus reichen Russen besteht, wird sich die Ukraine einverleiben und aufteilen.
      Es sterben tausende russische Soldaten und Ukrainer damit die armen Oligarchen mehr Geld scheffeln können

  4. Maththth sagt:

    Determinismus ist die Anlage der Natur. Ein kreativier Mensch, auserwählt durch das Gesetz der grossen Zahl, bestimmt, sich meist sinnlos aufzuopfern, unter Tausenden von wahrlichen vollständig degenerierten Idioten, also völlig vernachlässigten Kreaturen, durch ihnen nicht vermittelte Eigenschaften und daraus enstehenden Fähigkeiten, ein solcher wird niemals Präsident einer Nation. Die Menschheit wird in 500 Jahren oder schon früher, auf diese Zeiten zurückblicken, und sich fragen, wie ein Irrrer ein ganzes Land und seine Bevölkerung in solches Verderben stürzen konnte. Huntertausend sterben völlig unnötig, machen huntertausende von Müttern todunglücklich und vielen von Ihnen wird die Grundlage ihrer Existenz geraubt. Mutter zu sein ohne Mutter zu sein, der grösste Alptraum eines generativen Wesens. Feigheit ist der Determinismus der Präsidenten, der höchsten Entwicklungsstufe bei Schildbürgern. Und Kreative spielen keine Rolle, weder beim Abwenden des vorgeschriebenen Schiksals in dieser auf Profit ausgerichteten Gesellschaft. Ja, aus Tod mach Geld, nicht die Kreativität und ihr unbändiger Durst nach Verbrüderung regiert, es ist der Profit, den eine klitzekleine Zunft aus dem Elend und der Verderbnis der blinden Masse zieht. Klitzeklein und verdorben regiert!!!

  5. Aladdin sagt:

    In der Jelzin Ära der 90- er Jahre sind die Booten (selbe Milliardäre) der westliche Oligarchen in Russland persönlich die strippen gezogen und zu der technischen – juristischen Umsetzung assistierten. Kurz und verständlich: lasst euch mal das und dieses, alles auf eueren Namen schreiben und dann könnt ihr uns das und jenes direkt verkaufen. Das Geld was die zukünftige russische Oligarchen so verdienten haben, wanderten in zahlreicher Offshort Firmen und hinreichend bekannten und für solche zwecke zuverlässigen Banken, geeignete europäische Länder.
    Es war ein gnadenlose Raubzug in einem bereits geplünderten verarmten Land.
    Wichtig: Diktatoren, Despoten oder irgendjemand andere der diese Mafiösi hätten das Handwerk legen können war weit und breit nicht in Sicht.
    Dann kam Putin der "Ex James Bond" und übernahm die Macht von der gesundheitlich angeschlagenen Jelzin: "Putin der Spielverderber"
    Er fing an mühsam Russland in der Europäische Gemeinschaft zu Integrieren.
    Nun wieder kurz und verständlich:
    Die nette Leute, welche unter Jelzin in Riusland fleissig geholfen haben das Land auszuplündern, haben Putin gesagt bzw, unfreundlich auch gezeigt: Weist du Wladimir Wladimirowitsch, wir sehen was du hier treibst, um unsere deutsche Dienstmädchen usw… das gefällt uns nicht, und wir brauchen sowieso einen Feind und sei bitte jetzt nicht böse aber wir haben an dich gedacht. Fahr nach Hause und mach was Du willst. So tat Putin, aber er dachte, dass "diese Schweine weden noch in meinem Garten auftauchen, ich muss mich vorbereiten" und es kamm dann auch so.

  6. hog1951 sagt:

    He, Hartensteiner, bist Du schon wieder gesperrt?
    Warum?
    Hoffentlich nicht allzu lange!

    Liebe Gruesse hog1951

    • Werdauer sagt:

      Ansonsten… bleibt mir derzeit öfter die Spucke weg und das Keyboard will sich schier kräuseln, wenn ich die ganze Irrsinspropaganda in den Medien wahrnehme. Der Wahnsinn und die Lügen dürften unterdessen im Guiness-Buch der Rekorde einen Platz verdienen. Ich glaube kaum, dass irgendein System, irgendeine Diktatur – auch nicht eine gewisse deutsche – damit mithalten könnten. Wie sagte Scholz? "Ich – bzw. könnte man sagen "wir" – kennen keine roten Linien mehr." Und genau das gilt für jedes Irrenhaus, nur dass es dort die Zwangsjacke und die Gummizelle gibt (gab) wenn alle roten Linien gefallen waren.

  7. FizzyIzzy sagt:

    https://rumble.com/vx8b7j-johnny-vedmore-is-wef-a-cia-backed-creation-with-goal-of-world-government.html

  8. KaraHasan sagt:

    Jelzin hatte das Problem war, dass er in dem Westen nur die Makrostruktur als einen Model für Russland gesehen hat, ohne zu begreifen, was in den Mikrogesellschaften läuft. Putin aber als ein ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter der Sowjetunion in Deutschland versteht den Westen in seiner ganzen Komplexität viel besser und ist vermutlich nicht mehr besonders fasziniert von unserem System.

  9. hog1951 sagt:

    „Und nun rückte mit der NATO-Osterweiterung das Angriffsbündnis gar in Europa Russland auf den Pelz. Und während des Vorrückens herrscht seit dem Maidanputsch, seit 2014, in der Ukraine Krieg. Nach OSZE-Berichten tötete die ukrainische Armee bereits mehr als 10.000 russische Ostukrainer. Putin mahnte mehrfach an, der Konflikt müsse nach dem Minsker Abkommen abgearbeitet werden. Kiew blockte ab. Die NATO rückte weiter. Die ukrainische Armee und die faschistischen Freiwilligenverbände in der Tradition des SS-Mannes Stepan Bandera erhielten NATO-Waffen und US-Militärberater.“

    Das ist nur ein kleines Zeitfenster. Faktisch wurde schon 1929 in Wien die Organisation der ukrainischen Nationalisten (OUN) gegruendet. Themen dieser Organisation war z.B.
    die nationale Wiedergeburt
    die Wiederherstellung der „Gesundheit“ des Landes
    Elitismus und
    militärische Werte.
    1933 wurde Stepan Bandera der Fuehrer der Bewegung. Er begruesste die deutsche Invasion in die UdSSR, in der Hoffnung, dass Hitler eine unabhängige Ukraine errichten wuerde.
    Die Nazis rekrutierten in der West-Ukraine eine Waffen-SS-Division namens „Galizien“.
    OUN-Anhänger töteten Hunderttausende (Polen, Juden, Kommunisten).
    Ab 1946 wurde die OUN ebenso wie die anti-sowjetische Wlassow-Armee u.a. mit dem Nazi-Regime kollaborierenden in den Aufmarsch des Kalten Krieges einbezogen.
    Von den Nazis erschaffene Organisationen wurden von den USA als ‚Anti-Bolschewistischer Block der Nationen‘ wieder aktiviert. Ukrainische Faschisten waren ein wichtiger Teil davon. Ueberlebende der Division Galizien (ca. 11000 Mann) bekamen eine neue Heimat in Kanada, Grossbritannien und den USA.
    (aus Kees van der Pijl „der Abschuss“)
    Dieses Faschistenpack wird nicht nur von den Mächtigen jenseits des Atlantik gepampert, sondern nun auch noch aus der Mitte Europas heraus unterstuezt. Naja, bei der gemeinsamen Vergangenheit (…).

  10. Ralle002 sagt:

    Herr Putin rechtfertigt sein Vorgehen damit, dass Russland ein berechtigtes Interesse hätte, dass der Westen auf die Osterweiterung verzichtet.
    Die Bevölkerung der Ukraine hat jetzt aus seiner Sicht komischerweise kein derartiges Interesse.

    Ähnlich wie es bei uns der Fall ist, dass Politiker weitestgehend keine Themenwahlkämpfe führen, muss auch Herr Putin sich auf seiner eigenen politischen Bühne nicht sonderlich mit derartigem behaupten.
    In Russland gibt es bekanntlich auch gar keine Oppositionspolitiker.
    Darüber hinaus ziehen sich jetzt auch die internationalen Medien aus Russland zurück.
    Schließlich gibt es jetzt für Fake-News über die russische Armee 15 Jahre Haft.

    Spiegel, 11.03.2022
    Übereinstimmende Berichte
    Putin soll Geheimdienstchefs unter Hausarrest gestellt haben

    Jetzt forderte doch Donald Trump, dass sein Amtsnachfolger Joe B. Russland insofern mit einem Atomschlag drohen solle.

    Da verwundert es wenig, dass es auch schon mal Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit gab:

    t-online.de, 17.01.2021
    Zweifel an Zurechnungsfähigkeit
    Donald Trump und das Problem mit dem Atomkoffer

    news.de, 28.02.2022
    Wladimir Putin: Nostradamus und Baba Wanga prophezeiten Russlands Weltherrschaft nach Krieg 2022

    Jetzt plant Herr Trump seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit.
    In diesem Zusammenhang fällt uns folgende Prophezeiung wieder ein:

    grenzwissenschaftler.com, 20. Juli 2018
    Hellseher Martin Zoller zur Zukunft Europas: Kein 3. Weltkrieg, aber Trump wird ermordet

    Merkur, 06.02.2020
    INTERVIEW
    Alois Irlmaier: Sagte Bayerns großer Hellseher für 2019 ein Attentat auf Donald Trump voraus?

    Ob Alois Irlmaier bzw. Nostradamus ihre Vorhersagen mit eigenen hellseherischen Fähigkeiten oder auf andere Weise gemacht haben?

    erstkontakt.wordpress.com, 12. Februar 2021
    Mystery X: Das geheime Zeitreisenprogramm und Teleportation auf den Mars der DARPA
    https://erstkontakt.wordpress.com

    Herr Putin ist jetzt dem Grunde nach ein Fall für das Kriegsgericht.

    Herr Otte nennt bei Twitter den völlig simplen Grund für den derzeitigen Ukraine-Konflikt sehr treffend:

    Max Otte
    @maxotte_says
    ·
    10. März
    Pep Guardiola: "In der #Ukraine sterben Menschen, weil die Elite Geld will und weil die Politiker, die so etwas verhindern sollen, komplette Versager sind. Wie in Syrien, Afghanistan, Jugoslawien. Wenn Geld nicht involviert ist, gibt es auch keine Kriege."

  11. helli-belli sagt:

    "hatte Putin eine andere Wahl?"
    -> natürlich!
    "Scheiss doch auf die Ukraine – wenn die Amis dort ihre Atomwaffen stationieren: Scheiss doch auch darauf!"
    … würde den Kohl nun auch nicht mehr fett machen, oder?

    Ergo:
    Im "Großen Spiel" sitzen die doch alle am selben Tisch: Die Eignerkaste und ihre Politikmarionetten – nun im Zusammenspiel mit China, und vermutl. eben auch mit Russland ziehen doch alle alle am selben Seil: "Machterhalt und Beibehaltung der Kontrolle im Zeitalter des technologischen Wandels und kapitalistischen Zusammenbruchs".

    PS: Digitalisierung ist die totale Transparenz – Kapitalismus "funktioniert" nur bei Intransparenz.
    Selbst bei den Ökonomen haben dies allerdings nur die wenigsten verstanden – bzw: dieser offensichtliche Zusammenhang ist zu systemgefährdend, als dass er diskutiert werden würde …

    … und daher auch "Corona" …
    … und nun eben diese "Wag the Dog Geschichte" als Lückenfüller, bis im Herbst diese "Gehorsamsübung" (= "wir sagen Corona – und ihr sagt: ja, was sollen wir machen?") in das nächste Level überführt wird.

    Diese Kombination aus Überwachungsstaat und Neofeudalismus soll mit aller Macht durchgedrückt werden.

    • passant sagt:

      UdSSR auflösen, Warschauer Pakt auflösen, Besatzungstruppen aus mittel- und osteuropäischen Ländern abziehen, völkerrechtswidrige Kriege der westlichen Wertegemeinschaft zulassen, ja warum eigentlich nicht?
      Wo ist der Fehler?
      Genau, eine ausgestreckte Hand wird in einer kapitalistischen, konkurrenzbasierten Gesellschaft nicht als guter Wille, sondern als Schwäche ausgelegt. Zugeständnisse provozieren weitere Zugeständnisse. Natoausdehnung bis in die Ukraine und Georgien, warum nicht? Weil es einfach nicht damit aufhört. Nicht nur die Konkurrenz sondern auch die Wachstumsgier verbietet eine Unterbrechung aus sich heraus. Keiner sollte sich Illusionen darüber machen, dass die Unterwürfigkeit der deutschen Bundesregierung bei Forderungen nach Erhöhungen des Verteidigungshaushaltes und Selbstsanktionierung bis zur Schmerzgrenze dazu führt vor weiteren Schädigungen durch den Bündnispartner geschützt zu sein. Unterwürfigkeit führt dazu bei nächsten Schritten noch respektloser behandelt zu werden.

  12. Andreas I. sagt:

    In der Jelzin-Ära war China noch nicht die Macht wie heute und China dürfte nicht an einer Destabilisierung Russlands interessiert sein (und auch nicht an einer Destabilisierung Irans, Syriens … )

  13. Ursprung sagt:

    Die Strukturen sind so:
    Heiko Schoening beschreibt unter anderem im Protokoll "Game Over", welche Verbrecherfamilien mit Hilfe welcher Netzwerke in diesem Jahrhundert die Welt kriminell an die Wand faehrt.
    Fallon beschreibt, aufgrund welchen Hirndefektes diese Wahnsinnigen den Lemmingezug organisieren.
    Gerold Huether beschreibt, mit welchen Methoden der fatalen Entwicklung eine andere Richtung gegeben werden koennte.
    Nach meiner Beobachtung und Auslegung steht es jetzt gerade deshalb global spitz auf Knopf, weil die technische Begabung der menschlichen Hirne ihrer kulturellen Einsichtsfaehigkeit davongeeilt ist. Die radioaktive Geistwolke gehoert in die Flasche.
    "Fuehrung" ist out. Sie ist benevolent unmoeglich. Unsere Hirne gehen nicht so. Fuehrung kann nur von unten her durch tragenden Kult von uns allen gemeinsam ersetzt werden.
    Die einzige Ueberlebenschance, die wir haben: wir koennen wir nicht erwarten, von Dorftrotteln wie Olafs, Annalena,s, Gretas, dementen Opas, Junkies oder ausgekochten Verbrechern Loesungen serviert zu bekommen. Wir tuns selber, Von heute auf morgen.
    Sonst jedenfalls niemand mehr.
    Die Zeit ist reif. Ob wir es schon sind, wird sich nun sehr flott zeigen.

  14. passant sagt:

    Wer sich für ein aktuelles Stimmungsbild vom 6.3.22 aus Russland interessiert:
    https://www.youtube.com/watch?v=hD4fKDicTvI

    • Hartensteiner sagt:

      "Alle Menschen sind gleich (-viel wert). Finde ich auch. Nur… das erklärt nicht, warum Ukrainer soviel besser sind als andere und deshalb 8 Jahre lang auf ukrainische Russen schießen durften.
      Dem wird jetzt ein Riegel vorgeschoben.

    • Hartensteiner sagt:

      An der Stelle würde ich ergänzen: Heute wollen sich also VIELE "Neo-Peaceniks" in Berlin treffen. Das sind also die Leute, denen kein Krieg etwas ausmacht, solange der von US-Nato geführt wird, weshalb sie gegen diese nicht demonstriert haben. Jetzt jedoch haben sie ihre Friedensliebe entdeckt, die ausschließlich dort gilt, wo Russland einen andauernden Krieg beendet. Leider nur auf kriegerische Weise – doch wie sonst will man die stoppen, die Mord und Totschlag auf ihre Fahnen geschrieben haben? Da reicht "Herzchen machen" einfach nicht aus. Das wurde ja 8 Jahre lang versucht…

    • passant sagt:

      Ja, die Menschen sind aus krummen Holz geschnitzt.

    • Alex C sagt:

      Leider wissen viele Russen nicht was genau passiert. Jetzt wo die toten Soldaten nach Hause kommen fragen sich viele was es mit der russischen Propaganda, die seid 8 Jahren gegen die Ukraine läuft, auf sich hat. Den Menschen geht erst jetzt langsam ein Licht auf dass Sie betrogen wurden.
      Sie erkennen langsam dass die Ukraine kein Nazi Problem hat, dass die Separatisten im Donbass nur militarisierte Extremisten sind die durch Unterstützung Russlands an die Macht gekommen sind.
      Diese Separatisten haben die Bevölkerung im Donbass Zwangsmobilisiert und diese müssen jetzt gegen ihre Brüder in der Ukraine kämpfen
      https://novayagazeta-ru.translate.goog/articles/2022/03/12/nas-vziali-v-rabstvo-v-xxi-veke-i-delaiut-s-nami-chto-khotiat?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

  15. wassenaar sagt:

    Ich hatte bein vorherigen Beitrag schon auf den Antikommubismus hingewiesen. Es hatnoch in KEINEM Land Kommunismus gegeben werder in der SU, noch in irgendeinemanderen Land.
    Es war Sozialismus, eine Vorstufe des Kommunismus, in dem die vorhandenen Widersprüche aus der kapitalistischen Zeit erst überwunden werden müssen. Und dieser Kapitalismus hat bis heute nicht seine Aufgabe rerledigt. Er hat bis heute noch nicht den Feudalismus überwunden – aber dem Sozialismus wirft man Versagen vor….

    • sandra beimer sagt:

      Mit solchen Feinheiten hält sich Adel + Klerus nicht
      auf – ALLE infizierten müssen gerettet werden, egal welche Nuance von Rot sie haben. Dazu sind die biblischen Plagen auszubringen, die jetzt von der USA über die Menschheit verteilt werden.

  16. zivilist sagt:

    Die Oligarchen haben ja nichts dagegen, daß die Asiaten fleißig arbeiten, bloß den Ertrag ihrer Arbeit teilen sie halt ungerne mit ihnen, wie sie überhaupt ungerne teilen. Der Gewinn liegt bekanntlich im Einkauf und der ist bei Verzweifelten am günstigsten und da helfen sie dann gerne etwas nach. Na, wir werden das ja als nächste erleben.

    Putin hat zwei mal die Zeit nach dem Krieg erlebt, sein großer Bruder ist in Leningrad verhungert, wenn ich mich recht entsinne.

  17. GTMT sagt:

    "Putin-Russland hat sich schuldig gemacht…"
    Ganz großes ????

    Wer noch nicht begriffen hat, dass es sich tatsächlich nicht um einen Krieg gegen die Ukraine ( das ukr. Volk ist die Ukraine!) handelt sondern um eine Militäroperation gegen echte Nazis & NATO-Terroristen, sollte sich noch mal mit der jüngeren Geschichte der Angelegenheit beschäftigen….

    • Querdenker sagt:

      @GTMT: Ich glaube, so wie Du es es zu sehen scheinst, hat der Autor es nicht gemeint. Klar hat sich Russland schuldig gemacht. Jede nicht autorisierte militärische Aktion, oder wie immer man es nennen mag, auf dem Gebiet eines anderen Staates, untergräbt dessen Souveränität.

      Auf der anderen Seite macht sich auch der schuldig, der ein gravierendes Unrecht sieht und, obwohl er in der Lage wäre zu handeln, nichts dagegen unternimmt (im Strafrecht in Deutschland gibt es dafür sogar einen eigenen Paragraphen: §323c). Ich sofern bin ich schon der Meinung, der Autor hat hier eine sehr differenzierte Analys der Lage Russlands skizziert.

    • Alex C sagt:

      @GTMT: Ich denke auch , so wie Du es es zu sehen scheinst, hat der Autor es nicht gemeint. Auch deine Interpretation dass es gegen Nazis geht ist falsch.
      Es geht einzig und allein um die Herrschaft in der Ukraine. Die ganzen Vorwände sind alles Propaganda. Den Oligarchen und Putin gehn die Nazis am Arsch vorbei. Nazis gibts in der Ukraine nicht mehr als anderswo. Die wollen einfach Kontrolle über Land und Ressourcen

    • Hartensteiner sagt:

      Aus aktuellem Anlass: Es lohnt sich nicht, Trolle (und Kriegshetzer) zu füttern :-)

    • GTMT sagt:

      @Querdenker

      Wenn ich den restlichen Artikel lese, komme ich trotzdem nicht zu einem anderen Schluss…..
      Wer ohne Schuld ist, darf den Stein werfen…..
      Ist RF Schuld weil es zu lange still gehalten hat, es den Ostukrainern nicht früher zu Hilfe kam? Die Nazis waren schon 2014 zu sehen – nicht nur Politiker in der Regierung sondern ja auch aktiv vor Ort….
      Hat RF sich schuldig gemacht weil sie immer & immer wieder dem Westen die Hand reichte & Zugeständnisse machte?
      Auf Verhandlungen setzte statt auf Stärke?

      Ich denke, RF hat nun endlich erkannt, dass man mit Irren nicht verhandeln kann & sie zur Not & für ihre eigene Sicherheit einfach mal einen Schlag auf den Hinterkopf versetzen muss – evt. erhöht das dann doch noch das Denkvermögen…..

    • Querdenker sagt:

      @GTMT: Natürlich hat sich Russland schuldig gemacht, nicht China, sondern eben Russland führt eine besondere militärische Operation (Специальная военная операция) in der Ukraine durch. Ich denke aber, wir reden etwas aneinander vorbei. Schuld ist nicht nur ein rechtlicher, sondern in unserer abendländlichen Kultur auch ein moralischer Begriff. Und ein Land, welches eine militärische Aktion gegen ein anderen souveränen Staat unternimmt, macht sich durch eine derartige Aktion schuldig.

      Gleiches gilt übrigens auch, vielleicht verdeutlicht es das etwas einfacher, wenn ich einer Person zur Hilfe komme, die eine andere Person mit einer Pistole bedroht. Wenn ich den Angreifer dabei töte, bin ich natürlich an seinem Tod schuld. Allerdings werde ich nicht bestraft, wenn meine Handlung als Nothilfe (§32 StGB) zu bewerten ist.

      Schuld ist also erstmal völlig unabhängig davon, ob Russland eine andere (realistische) Wahl hatte, wie der Autor es selbst auch ausdrückt: "Aber ihm scheint kaum eine andere Möglichkeit geblieben zu sein, …"

      Vielleicht kommen wir ja wieder zusammen, wenn ich hier mal George Beebe (CIA ehem. Mitarbeiter) vom 04.03.2022 in einem MSNBC Interview zitiere:
      "Die Wahl, vor der wir in der Ukraine standen – und ich nutze absichtlich die Vergangenheitsform – war, ob Russland sein Veto zu einer NATO-Beteiligung in der Ukraine am Verhandlungstisch oder auf dem Schlachtfeld ausüben würde. Und wir entschieden uns, dafür zu sorgen, dass das Veto auf dem Schlachtfeld ausgeübt wird, in der Hoffnung, dass Putin sich entweder zurückhält oder der Militäreinsatz scheitert."
      https://www.msnbc.com/opinion/msnbc-opinion/russia-s-ukraine-invasion-may-have-been-preventable-n1290831

  18. Hartensteiner sagt:

    Ja, die Beschreibung Russlands nach dem Schock und der Yeltsin-Ära, das ist doch "ein Wort".
    Obwohl unsere Regierung schon seit vielen Jahren daran arbeitet, Deutschland in einen ähnlichen Zustand zu bringen, ist das noch nicht gelungen. Aber, zweifellos, es wird daran gearbeitet und seit dem Ukrainekrieg mit nie dagewesener Intensität.
    WIR SCHAFFEN DAS!
    Dafür steht "unser" Triumvirat gerade, allen vorweg Baerbock und Habeck. Höchste Zeit, keinerlei Energieimporte aus Russland mehr zuzulassen, dann werden endlich die Regale leer und die Industrie steht still.
    WIR SCHAFFEN DAS! denn
    Diese Regierung, wie die vorigen unter Merkel auch, haben "WIR" gewählt und werden nicht nachlassen, diese zu unterstützen. Und so treffen wir uns auf den Plätzen in Großdemonstrationen gegen Russland und bejubeln jeden Schlag, den die Regierung und die Medien gegen die deutsche Bevölkerung und die deutsche Wirtschaft durchführen (Weißt Du noch? Es gab mal, vor Corona, einen starken Mittelstand).
    Yeltsin war und ist unser Held und was der konnte, können "wir" schon lange.
    WIR SCHAFFEN DAS!
    Ist WAHNSINN erst mal STAATSDOKTRIN, gibt es keine roten Linien mehr (Scholz) und die Lemminge springen mit Lust in den Abgrund.
    WIR SCHAFFEN DAS!
    So. Und jetzt geh' ich erst mal tanken….

    • Hartensteiner sagt:

      Und noch etwas. Wer noch die geringsten Zweifel daran hat, dass es "höchste Eisenbahn" war und ist, dass Russland in der Ukraine aufräumt, lese diesen Artikel bei den Nachdenkseiten:
      Victoria Nuland: "Die Ukraine hat “biologische Forschungseinrichtungen” und befürchtet, dass Russland sie beschlagnahmen könnte"
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=81851
      Dabei wissen wir noch nicht mal, ob das schon alles ist. So ist u.a. die Frage noch nicht beantwortet, was die Ukraine in Tschernobyl gemacht hat, wo "unendlich" viel Nuklearmaterial herumliegt. Keinen Hinweis habe ich bisher gelesen, ob die Ukraine nicht auch an chemischen Kampfstoffen gearbeitet hat. Das werden die doch nicht ausgelassen haben?
      Machen wir uns bereit: Es könnte weitere Überraschungen geben.
      Wie dem auch sei….
      Jetzt folgen wir erst mal den Aufrufen und gehen morgen gegen Putin demonstrieren. Haben wir doch erstmals kollektiv unser Herz für den Frieden entdeckt. Noch nicht bei Jugoslawien, nicht bei Afghanistan, nicht im Falle des Irak, auch nicht bei Libyen, nicht bei Syrien und schon gar nicht beim Völkermord im Yemen (und weiteren Fällen).
      Aber jetzt wissen wir: Frieden gegen Putin. Hat schließlich unsere Regierung im Gleichklang mit den Medien verkündet.
      Keine Angst vor Wahnsinn. Wahnsinn ist längst schon (Corona) das NEUE NORMAL.

    • zivilist sagt:

      tanken? da fahern Sie natürlich nicht hin, das wär' ja viel zu teuer.

      Ich war grad bei Aldi, selbstferständlich auch zu Fuß, nachschauen, ob's noch was unter 5€ gibt. doch, ja, ich war positiv überrascht.

    • Hartensteiner sagt:

      Ha, ha…. zivilist… ich war tatsächlich NICHT tanken :-) Das war eher ein Scherz. ABER… für die, die tanken MÜSSEN, hört der Spaß auf.

  19. Aladdin sagt:

    NATO General Clark versucht – nach gescheiterte Versuch, Polen in den Krieg mit Russland einzuziehen (MIG Affäre) – den Konflikt in Eropa weiter anzuheizen.
    "Putin habe angekündigt, dass es ihm um die Wiederherstellung des sowjetischen Machtbereichs gehe. Wenn der Westen sich durch seine Drohung mit Atomwaffen davon abhalten lasse, der Ukraine die entscheidende Unterstützung zu geben, dann „findet die nächste Krise auf Nato-Gebiet statt“, warnt Clark mit Blick auf die baltischen Staaten."
    https://www.tagesspiegel.de/politik/ueberraschende-schlappen-der-russischen-armee-nun-wird-sogar-ein-sieg-der-ukraine-denkbar/28155212.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Offensichtliche Lügen und Verdrehung. USA hätten wir schon längst loswerden müssen.
    Ok dann hätte man eine europäische Armee aufstellen müssen.
    Mittlerweile ist aber jedem klar worauf das Spiel hinausläuft: alter Traum der USA, die zuletzt unter der Trump Administration aufgekommen ist und zuerst im Jahre 1982 als dies Reagan offen für die Sowietunion angboten hat, ein begrenzte Atomkrieg in Europa.
    Breschnew Antwort war: "Die Sowietunion antwortet erst den Aggressor und dann den Angreifer."

    Jetzt läuft, dass wir uns – wunschgemäss – bewaffnen.
    Mein Vorschlag: ok, dann bauen wir mal einige Flugzeugträger. Mal probatorisch, sollte Scholz ankündigen, Deutschland wolle Flugzeugträger. Die Antwort hätten wir von der USA prompt: das geht nicht. Weltraum und Weltmeere kontrolliert NUR die USA. Wir haben in dem Spiel nur eine Aufgabe: die Weltgewaltherrschafft der USA zu stärken.
    Ich würde gerne mal 20 Jahre vorausspringen. Wenn die Chinese und die Russen die digitale Goldwährung schon eingeführt haben. Das ist die Lösung.
    Ein Land die überall auf der Welt wegen seiner Verlogenheit und Aggressivitätt gehasst wird, auch in Polen, wird verschwinden. Die kommen hier, labern uns mit Lügen voll, wir wissen was sie wollen, aber machen wir so, als ob wir es nicht wüssten. Sie wissen aber auch, dass wir es wissen, dass wir nur darauf warten, wann wir unsere "Freunde" elegant loswerden könnten.

    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-kampfflugzeuge-103.html

    • Aladdin sagt:

      PS Nur mal kurz, ich habe drüber nicht geschrieben, dass die Amis immer getrenn mit "uns" reden.
      Sie reden entweder mit Frankreich oder mit Deutschland oder mit den Balticstaaten……
      "divide et impera" Ich gehe davon aus, dass mittlerweile dies auch jedem klar ist.
      Wenn wir uns hier in Europa nicht stark verändern, dann werden wir in der Union nicht überleben.
      Als erstes müsste man die Tellerwäsche der USA rausschmeissen.
      Wie z.B. von der Leyen an Ukraine diese emotionale Schwachsinn losgelassen hat, mit der EU Beitritt der Ukraine. Sowas destruktiver Irsinn dürfte man nicht hinnehmen.

    • Hartensteiner sagt:

      Deutschland braucht Flugzeugträger oder soll die "Bayern" weiter einsam vor China kreuzen? So wird aus Kiautschou nix. Also…

    • Aladdin sagt:

      Wenn sich dazu jetzt General Clarck äussern würde, würde er bestimmt von uns verbreiten, dass wir hier die Wiederherstellung des Deutschen Kaiserreiches gefordert haben.
      Die ganze amerikanische Bemühungen seit 1991 in Europa zielten schon langfristig darauf hin, die Beziehung der EU zu Russland zu vergiften.
      Die Frage der "rote Linie" in der Ukraine kam schon vor 12 Jahren auf. Man könnte genau ausrechnen wohin diese Politik hinführt. Das ist langfristig eingefädelt worden. Schröder hat es versucht entgegenzusteuern. Heute wird zum Volksfeind erklärt.
      Kaltblütige und emotionslose politische Ziele werden dem Volk in einer emotionale "Verpackung" serviert. Wir sind solidarisch "mit der Ukraine". Ukraine ist "eine von uns"…….
      Hetzjagd auf Jeden der gefährlich werden könnte.

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