Recht und Unrecht | Von Alexander Christ

Wenn uns Moralität am Herzen liegt, darf unser Leitbild nicht mehr allein Legalität sein. Exklusivabdruck aus „Corona-Staat“.

Ein Standpunkt von Alexander Christ.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Ab Januar 2021 nahm ich, und nehme bis heute, an zahllosen Demonstrationen, Aufzügen, Treffen, Gerichtsverhandlungen und ähnlichen Ereignissen teil und erlebe dabei als Teilnehmer wie auch als Anwalt fast ausnahmslos die aus Angst oder Obrigkeitshörigkeit gespeiste behördliche Willkür, polizeiliche Gewalt, nachweislose Freiheitseinschränkungen, massiv ungerechtfertigte Diskriminierungen, unerträgliche Grundrechtseingriffe gegen Einzelne, die teilweise nur als „Folter“ im Sinne der Menschenrechtskonvention gewertet werden können, Amtsmissbrauch, Missachtung der Menschenwürde, Missachtung des Rechts auf Bildung, Verletzung des Demonstrationsrechts und der Versammlungsfreiheit nach dem Grundgesetz und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, mit einem Begriff: Verbrechen gegen die Menschheit.

Die Liste des im Namen von „Corona“ begangenen Unrechts ist lang. Und so muss ich meiner Verantwortung als Anwalt gerecht werden und die Frage stellen, wie dieses Unrecht aufgearbeitet, aufgeklärt, juristisch verfolgt und in der Zukunft verhindert werden kann. Auf dem Weg zur Beantwortung dieser Frage muss ich versuchen, eine Antwort darauf zu finden, warum manche solche unrechten Handlungen begangen haben, während andere dies zur gleichen Zeit nicht taten. Warum also wurde jemand Teil derer, mutmaßlich der Mehrheit der Einwohner, die die staatlichen Unrechtsmaßnahmen geduldet oder sogar unterstützt haben? Und warum stellten sich andere gegen dieses von ihnen erkannte Unrecht?

In der letzten Maiwoche 2021, nach sehr kräfteraubenden Demonstrationen am Pfingstwochenende in Berlin, fuhr ich in die Schweiz auf eine ruhig gelegene Hütte in 1400 Metern Höhe. Ich musste den Kopf frei kriegen und über die Frage nachdenken, was es braucht, um Recht von Unrecht zu unterscheiden. Ich nahm mir einen Korb voller Bücher mit, darunter Hannah Arendts Über das Böse, und in der einsamen Wieder-Lektüre und im Gespräch mit mir selbst entstanden Antworten.

Die Situation in Deutschland erschien mir, auch aus der Ferne der Schweizer Berge, als totalitär und freiheitsraubend. Bei Hannah Arendt hoffte ich Erklärungen zu finden. Sie beschäftigte sich dabei weniger mit der Frage, wie ein solches als totalitär und übergriffig wahrgenommenes System funktioniert, sondern vielmehr damit, warum ein Einzelner Teil dieses Systems werden kann. Um die Funktionsweise von Herrschaftssystemen zu verstehen, die als totalitär wahrgenommen werden, lohnt zunächst ein Blick auf das Wesen der üblichen staatlichen Bürokratie „mit ihrer unvermeidlichen Tendenz, welche aus Menschen Funktionäre, schlichte Rädchen in den Verwaltungsmaschinen macht, sie also entmenschlicht“ (1).

In einer perfekten Bürokratie braucht es denn auch keine Gerichtsverfahren mehr, dort können untaugliche Rädchen schlicht gegen taugliche ausgetauscht werden.

Die Beliebigkeit menschlicher Beziehungen und die Entmenschlichung von Vorgängen jeglicher Art ist insofern auch eines der Merkmale unserer heutigen Zeit.

Schaffen wir uns eine Übersicht darüber, um welchen Maßnahmenkatalog es geht und was dahintersteht. Maßnahmen seit Beginn der „Pandemie“ sind das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen, Abstandsgebote, die Feststellung des eigenen Infektionsstatus mittels verschiedener Testarten, eine Impfung mit einem neuartigen Stoff, Reiseeinschränkungen, Aufenthaltseinschränkungen, Versammlungsbeschränkungen, Einschränkungen des Demonstrationsrechts und der Meinungsfreiheit, Zugangsbeschränkungen zu diversen Einrichtungen und zum Handel sowie zu Übernachtungsangeboten, Einschränkungen bei der Ausübung des Berufes.

Alle diese Einschränkungen werden sowohl von Teilen der Exekutive wie auch von Bürgern kontrolliert und umgesetzt.

Die Folgen von Verstößen gegen Regelungen, die in Deutschland dem Infektionsschutzgesetz und den Landesregelungen sowie Verordnungen auf Landes- und auf örtlicher Ebene zu entnehmen sind, reichen durch das Maß und die Art der Ahndung teilweise sehr deutlich über die Grenze der Verhältnismäßigkeit hinaus.

Nun ist unbestritten, dass Hannah Arendts Betrachtungen in ihrer Vorlesung „Über das Böse“ die Ereignisse des Nationalsozialismus zum Hintergrund haben und die dort begangenen Taten in keinem Verhältnis zu den Ereignissen in Deutschland in den Jahren 2020 und folgende stehen. Die Gräueltaten in der fraglos dunkelsten Zeit in der deutschen Geschichte sind per se nicht dazu geeignet, als Vergleich oder Schablone zu dienen, und sind auch gar nicht erforderlich, um irgendein späteres Ereignis vermeintlich besser zu erklären. Verweise auf Handlungsmuster jedoch sind zulässig und geradezu angebracht, sollten doch gerade die Deutschen aus der eigenen Geschichte nachhaltig gelernt haben.

Gerade der Hinweis auf ein Handlungsmuster aus jener dunklen Zeit sollte, so die Lehren aus dem Nationalsozialismus, verhindern helfen, dass so etwas jemals wieder in Deutschland geschehen kann. Es ist also eindeutig, dass eine Gleichsetzung der damaligen mit heutigen Ereignissen unangemessen ist — ebenso einleuchtend ist es aber, dass ein Vergleichen historischer Ereignisse mit aktuellen Geschehnissen eben durchaus einen besonderen Erkenntnisgewinn erbringen kann und damit nicht nur angebracht, sondern vor dem Hintergrund des spezifischen deutschen Geschichte sogar geboten ist. Nur wer vergleicht, kann aus der Geschichte lernen.

Angesichts der Ereignisse im Nationalsozialismus, so Hannah Arendt, konnte „niemand, der seine fünf Sinne beisammen hat, weiterhin behaupten, (…) das Moralische versteht sich von selbst“, dazu waren mit der größten Selbstverständlichkeit zu viele unmoralische Taten begangen worden. Was genau ist denn „das Moralische“, und versteht es sich nach wie vor von selbst oder haben wir dieses sichere Verständnis von dem, was moralisch zu nennen wäre, heute ebenso nicht oder nicht mehr?

Hannah Arendt verweist darauf, es bestehe grundsätzlich ein Unterschied, ja eine scharfe Trennung zwischen der Legalität und der Moralität.

Sofern diese beiden, das, was im Recht des Landes niedergeschrieben ist, und das, was das moralische Gesetz jeweils verlangt, in Konflikt geraten, dürfe kein Zweifel daran bestehen, „daß das moralische Gesetz im Konfliktfall das höhere und zuallererst zu befolgen wäre“ (2). Als Quelle moralischen Wissens nennt Arendt entweder die göttlichen Gebote oder die menschliche Vernunft. Jeder Mensch habe, so sei anzunehmen, eine Stimme in sich, die ihm sage, was Recht und was Unrecht ist, und dies unabhängig vom jeweiligen Recht des Landes, in dem er sich aufhalte, und ebenso unabhängig von den Stimmen seiner Mitmenschen.

Mit dem von Immanuel Kant eingeführten „kategorischen Imperativ“ sei dem Menschen zusätzlich eine Art „Kompass“ gegeben, der es der gemeinen Menschenvernunft erleichtern sollte, zu unterscheiden, was gut und was böse sei. Dieses Wissen könne man in der vernünftigen Struktur des menschlichen Geistes oder im menschlichen Herzen verorten, je nach Auffassung. Zudem sei der Mensch nicht nur ein Vernunftwesen, er gehöre auch in die Welt der Sinne, die ihn der Versuchung aussetzen, seinen Neigungen anstatt seiner Vernunft und seinem Herzen zu folgen. Vernunft, Herz, Sinne, mit diesen dreien haben wir bereits ein System vor uns, das als Quelle moralischen Wissens angesehen werden könnte.

Angesichts der von mir als unrecht erlebten Taten im Verlauf der Corona-Zeit stelle ich mir die Frage, wie es sein kann, dass Menschen wegen zum größten Teil geradezu lächerlich banaler Vorfälle derart unmenschlich handelten. Hannah Arendt weist darauf hin, niemand wolle unmenschlich oder böse sein, und jene, die trotzdem böse handelten, fielen in ein „absurdum morale“, in eine moralische Absurdität, die den „Widerspruch des einzelnen mit sich selbst“ nur noch verdeutliche. In einer ruhigen Minute müssten diese sich selbst verachten.

Ich sehe das tatsächlich ganz genauso: Die Polizisten, die auf Demonstranten oder Passanten eingeschlagen haben, die lediglich ihr Demonstrationsrecht wahrgenommen haben, die vielleicht dabei tatsächlich keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen oder den Abstand nicht eingehalten haben oder die ihre Personalien nicht haben aufnehmen lassen wollen oder sich schlicht nicht von Polizisten haben mitschleifen lassen wollen, diese Polizisten haben vielleicht den Bezugsrahmen verloren und übersehen, wie unverhältnismäßig ihr unmenschliches Handeln angesichts der banalen Handlung der Demonstranten war. Dasselbe gilt für die Schulleiter, die Kinder gezwungen haben, Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen oder sich Tests zu unterziehen.

Die Schulleiter, die Kinder nicht in das Schulgebäude gelassen haben, weil die Eltern die Entscheidung getroffen hatten, ihr Kind nicht testen zu lassen, aus welchem Grund auch immer. Die Richter, die Verfahrensbeteiligte nicht in den Gerichtssaal gelassen haben, wenn keine Maske getragen wurde. Die Richter, die Beschuldigte in Ordnungswidrigkeitenverfahren zu einem Bußgeld verurteilt haben, das einen der oben genannten Verstöße zum Gegenstand hatte. Die Arbeitgeber, die einen Arbeitnehmer, der sich nicht testen lassen wollte, nicht an den Arbeitsplatz gelassen haben. Die Zugschaffner, die einen Fahrgast nicht haben befördern wollen, weil eine Maske nicht oder nicht richtig getragen wurde.

All diese Vorfälle sind an Banalität kaum zu überbieten. Inhaltlich geht es dort um nichts. Um einen vorgeblichen Gesundheitsschutz für andere, der höchst umstritten ist. Aber selbst wenn alle Befürchtungen der Ängstlichsten wahr wären, selbst wenn alle Regelungen im Recht normiert wären, selbst wenn an der Rechtmäßigkeit der normierten Regelungen so gar kein Zweifel bestünde, wären dann die Handlungen gegen Zuwiderhandelnde nicht trotzdem unrecht, weil Freiheitsrechte unverhältnismäßig eingeschränkt werden. Selbst dann müsste dem Einzelnen, der diese Untaten begangen hat, in einer ruhigen Minute mit sich selbst glasklar sein, dass es nicht recht sei, was er tut, und er müsste sich selbst für sein Tun verachten.

Wie kann man erkennen, was das zu tuende Gute und zu unterlassende Böse ist? Wie kann ein moralisches Verhalten hervorgebracht werden? Die Schlüsselaussage bei Hannah Arendt scheint mir zu sein, moralisches Verhalten hänge erstens vor allem vom Umgang des Menschen mit sich selbst ab, und zweitens habe moralisches Verhalten nichts mit Gehorsam gegenüber irgendeinem von außen gegebenen Recht zu tun (3). Der entstehende Widerspruch mit sich selbst kann eben im Gespräch mit sich selbst aufgelöst werden, aber nicht als anschließende Rechtfertigung, sondern vielmehr im Sinne eines Korrektivs.

Mit anderen Worten, es hätte jeder, der einen anderen unrecht behandelt hat, erkennen können, ja müssen, dass es ein unrechtes Handeln gewesen ist, selbst wenn dieses Handeln seine Grundlage im gerade geltenden Recht hatte. Hierin liegt der Unterschied zwischen Legalität und Moralität. Moralisches Verhalten hat nichts mit Gehorsam zu tun.

Die Pflichten gegenüber sich selbst stehen über dem geschriebenen Recht, insbesondere dann, wenn dieses erkennbar den moralischen Grundsätzen widerspricht. Moralisches Handeln hat mit innerer Stimmigkeit zu tun.

Die menschliche Schlechtigkeit hat, so meine Erkenntnis aus den stillen Tagen in den Schweizer Bergen, wohl eher mit der fehlenden Reflexion als mit einem Willen, Böses zu tun, gemein. Keiner tut das Böse um des Bösen willen, meint Hannah Arendt, und ich schließe mich ihr an. Wenn auch widerwillig, denn die Realität sieht oft so aus, als wäre das anders. Aber auch ich lasse mich durch meine Emotionen täuschen. Nun, eines steht jedoch fest, im Gespräch mit mir selbst vermag ich meine eigenen Handlungen zu spiegeln und so im Ergebnis zu erkennen, ob eine Handlung recht oder ein Zustand gerecht ist. Es gilt also, „das moralische Gesetz in mir“ (4) zu erkennen.

Wer verwerfliche Taten, „skandala“ (5), begeht, der tut dies häufig gepaart mit oder gespeist aus Verzweiflung, Neid oder einer anderen negativen Emotion dieser Art. Oft müssen wir einen Mangel an Urteilskraft feststellen, der sich auf allen Gebieten zeigt.

„Wir nennen ihn Dummheit bei verstandesmäßigen (kognitiven) Angelegenheiten, Geschmacklosigkeit in ästhetischen Fragen und moralische Stumpfheit oder Geisteskrankheit, wenn es sich um Verhalten handelt“ (6).

Jedoch immer handelt es sich bei Taten des Bösen um solche, die niemals hätten geschehen dürfen.

Nach Kant ist das, was er den „Gemeinsinn“ nennt, jener Sinn, der uns in eine Gemeinschaft mit anderen einpasst, so erklärt es Hannah Arendt, und der uns zu Mitgliedern einer solchen Gemeinschaft macht und uns in die Lage versetzt, Dinge zu kommunizieren. Dabei hilft uns die Einbildungskraft, die Fähigkeit, sich etwas vorzustellen, das nicht anwesend ist, und die Repräsentation, also das, was entsteht, wenn ich mehrere Standpunkte anderer in mein Denken mit einbeziehe, mir diese vergegenwärtige und also bei meinem Urteil berücksichtige. Nach Immanuel Kant sind hierbei drei unwandelbare Gebote zu beachten:

„1) Selbst denken. 2) Sich (in der Mitteilung mit Menschen) in die Stelle jedes Anderen zu denken. 3) Jederzeit mit sich selbst einstimmig zu denken“ (7).

Bei unserem Urteilen beziehen wir uns üblicherweise auf Erfahrungen, Beispiele, Vorbilder in guter wie in schlechter Hinsicht. Wir urteilen und unterscheiden Recht und Unrecht, indem wir in unserem Kopf zeitlich und räumlich abwesende Personen oder Fälle gegenwärtig haben, die zu Beispielen geworden sind. Dabei sind die Wahl der Beispiele und die Wahl des Umgangs von entscheidender Bedeutung.

Und so kommt Hannah Arendt am Ende ihrer vier Vorlesungen über das Böse zu der Erkenntnis, „daß unsere Entscheidungen über Recht und Unrecht von der Wahl unserer Gesellschaft, von der Wahl derjenigen, mit denen wir unser Leben zu verbringen wünschen, abhängen werden.

Und noch einmal: Diese Gesellschaft wird durch Denken in Beispielen ausgewählt, in Beispielen von toten oder lebenden wirklichen oder fiktiven Personen und in Beispielen von vergangenen oder gegenwärtigen Ereignissen. In dem unwahrscheinlichen Fall, daß jemand daherkommen könnte und uns erzählen, er würde gerne mit Ritter Blaubart zusammensein, ihn sich also zum Beispiel wählen, ist das einzige, was wir tun können, dafür zu sorgen, daß er niemals in unsere Nähe gelangt. Doch ist, so fürchte ich, die Wahrscheinlichkeit weitaus größer, daß jemand kommt und uns sagt, es sei ihm egal, jede Gesellschaft wäre ihm gut genug. Diese Indifferenz stellt, moralisch und politisch gesprochen, die größte Gefahr dar, auch wenn sie weit verbreitet ist.

Und damit verbunden und nur ein bißchen weniger gefährlich ist eine andere gängige moderne Erscheinung: die häufig anzutreffende Tendenz, das Urteilen überhaupt zu verweigern. Aus dem Unwillen oder der Unfähigkeit, seine Beispiele und seinen Umgang zu wählen, und dem Unwillen oder der Unfähigkeit, durch Urteil zu Anderen in Beziehung zu treten, entstehen die wirklichen ‚skandala‘, die wirklichen Stolpersteine, welche menschliche Macht nicht beseitigen kann, weil sie nicht von menschlichen oder menschlich verständlichen Motiven verursacht werden. Darin liegt der Horror des Bösen und zugleich seine Banalität“ (8).

Auf diese Weise wird verständlich, warum Menschen in Abhängigkeit von sozialer Anerkennung und persönlicher Vorteilssuche den inneren Dialog aussetzen und sich einer Masse von Mitläufern und Mittätern anschließen.

In den Schweizer Bergen war ich mit mir allein, ich glaubte anhand der Lektüre Hannah Arendts zu erkennen, worin das Problem der unterschiedlichen Bewertung ein und desselben Sachverhaltes liegt, das uns gegenwärtig so zu schaffen macht. Während ein Teil der Menschen sich in die Gesellschaft einer skrupellosen Politmafia mit verdeckten Zielen begeben hat und entweder aus Mangel an Urteilskraft, aus Bequemlichkeit oder aus Verwirrung des eigenen Werte- und Moralkompasses oder aber aus Verweigerung des Selbstgesprächs die rechte Richtung, den Weg zu dem, was recht ist, was an sich von jedermann als das rechte Handeln erkannt werden müsste, verloren zu haben scheint, hat ein anderer Teil dieses Zwiegespräch mit sich selbst glücklicherweise noch nicht verlernt und praktiziert es nach wie vor. Diese beiden Lager stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber und es stellt sich die Frage, ob eine Versöhnung zwischen den Lagern überhaupt noch möglich sein wird.

Bei einem solchen Gespräch mit sich selbst steht man gleichsam neben sich, man beobachtet sich wie ein Außenstehender, und dabei prüft man das, was man beobachtet, kritisch. So wird für einen selbst erkennbar, ob das eigene Handeln noch recht ist oder schon außerhalb der eigenen Grenzen liegt. Indem ich mich um mich selbst kümmere, bleibe ich mir nahe und verwechsle nicht fremde Ziele mit den eigenen. Indem ich bei mir selbst bleibe, respektiere ich dennoch die Grenzen der anderen. Dieses Gesetz kann auch zum Gesetz für andere werden — auch und nicht nur in dieser Hinsicht eine auffällige Übereinstimmung mit Kant.

Das Gespräch mit mir selbst, das Vermögen, mich außerhalb von mir selbst stehend beobachtend zu beurteilen, die rechte Gesellschaft, dazu der innere Kompass einer unverrückbaren Werteordnung, die mir selbst entspricht, die Beschränkung auf das eigene Ziel — dies sind die Grundlagen für eine wahre Befähigung, Recht von Unrecht zu unterscheiden.

Quellen und Anmerkungen:

(1) Hannah Arendt, Über das Böse. eine Vorlesung zu Fragen der ethik, 14. Aufl., Piper, München 2006, S. 22
(2) Ebd. S. 26
(3) Ebd. S. 137
(4) Ebd. s. 137
(5) Ebd. S. 47
(6) Ebd. S. 138/139
(7) Immanuel Kant, Anthropologische Didaktik, Zweites Buch, § 57, sämtliche Werke Band 3, Mundus, 2000, S. 240
(8) Hannah Arendt, Über das Böse, a. a. O., s. 149/150

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 21. Juni 2022 bei www.rubikon.news

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Kommentare (9)

9 Kommentare zu: “Recht und Unrecht | Von Alexander Christ

  1. Out-law sagt:

    Einerseits bewundernswert ,andererseits nur zu verständlich ,dass Sie sich als Anwalt ,noch mit einem beispielhaften NAMEN (Christ) fragen ,wo sich hier Gerechtigkeit und Gericht noch im Einklang befinden ,welche sich lange schon im Transegendersystem verdreht und gesetzwidrig verkehrt haben .Dass Sie sich in Ihrer Berufung als Anwalt noch orientieren können? Oder besser bereits zweifeln.
    Da ich nur 3 Möglichkeiten sehe ,welche sich nach persönlicher Einstellung richten ,wünschte ich mir (1.) ,dass Sie weiter für Recht und Gerechtigkeit kämpfen und nicht den Kopf in den Sand stecken ,wie im Gegensatz viele Ihrer Kollegen ,aber vor allen Richter bereits im Treibsand versunken sind und sich geschichtlicher Vergangenheit angepasst haben ,ja vielleicht zum transgenderten Vorbild (aus Angst)gedrängt wurden(fühlten) .Die nachkriegszeitliche Lüge,welche von verlogenen Siegermächten nicht besiegt wurde und immer wieder zum Einsatz kommt ,war Ziel als Schimmelpilzvirus sein Unwesen zu treiben ,,der in Form einer Petrieschale gleich wieder in Behörden und Ämter bis zum Kanzleramt Einzug erhielt ,und deren Mikriorganismen nun als GRÜNE gährende ("BIO")-Brühe mit CO2 Überdruck aus der Büchse der Pandorra drückt .(Sah doch Schwab das Döslein stehen !).Insofern nur zu verständlich ,dass diese geschwürbildende ,…nicht mehr Bio,sondern eher kampfstoffähnliche-Masse ,sich durch Young Verführer-Führer unter Hochdruck die Welten besiedelt und mit ihren Sondervermögensprodukten als Genspritzimpfung ,neue Ableger heranzüchtet,welche sich durchaus mit Hilfe von 5…G als Gehirnmonitoring eignen könnten.Wir wissen ,dass wir immer mehr Daten über IT- Einkäufe -Bankkartengebrauch und kranke…..Kassen abgeben ,welche im großen EU-Bruder gespeichert werden ,und wir nach der Schönen alten "Hux "..ley-Welt praktisch Fremdgesteuert werden …oder demnächst werden sollen ! So hatte wohl Thorsten Schulte (Bücher :Fremdbestimmt od.Kontrollverlust ) nicht unrecht ,ja selbst schon der von seiner Partei ausgestoßene Tilo Sarrazin,wusste vielleicht mehr ,als seine Partei zugeben wollte ,(Täuschland schafft sich ab .) doch auch ein brüsseler Hofjunker konnte mit seinen Äußerungen 99 nur tiefer ins Glas sinken …….bis es kein Zurück mehr gibt !
    Natürlich sind wir alle glücklich ,wenn man uns mit Biogenprudukten vollmüllt und per Dauerspritzung homodrogisiert (Ein typischer Fall für den "Nouval " Noah ……. (Dr.) Harari der die Arche der Endlösung vorstellt ! https://youtu.be/3vrkTl9Sv6Y. Wie es aussieht werden immer mehr Körperwesen in den Kopf geschissen und virus-artig-folgend einen GreatReset anbetend ,an dessen Ende die Selbstvernichtung steht .Bedenkt man dass selbst Jesu dem besessenen Gerasener eine ganze Legion austrieb ,hätten wir "menschliche Wesen" ,vielleicht Christen, jede Menge zu tun …….wenn solche Individuen es wollten ! Da beißt sich " Müllers Katze" in den Schwanz und nun ist es auch verständlich, nicht mehr seine letzte Energie gegen laufende Windmühlen ,wie Don Quichotte in der" Pampa "zu verlieren ,verkaufen wir Rosinante und überleben mit den restlichen Rosinen und hören besser auf den(geistlichen ) Diener Sancho ..mit dem "Panzer" ,wobei ich eher den Panzer als geistliche Waffenrüstung meine :Epheser 6:11-18 SCH2000
    Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen) !
    ".".) das würde bedeuten die Anwaltstüre zu schließen und auf bessere Zeiten warten ,doch muss man damit rechnen ,dass es ein Warten auf Godot wird.Schon nach dem Krieg machten entsprechende Generationen harte Zeiten durch ,doch wusste man sich mit "transgenderten Weltverbesseren" zu helfen ,man kannte da gewisse werte Westen https://youtu.be/Kyceq6Pm2xc , wobei heutige Arroganzpolitik elitärer Dumpfbacken diese mit Wertewesten verwechseln und vermutlich dessen Werte infrage stellen ,da sie sie bekämpfen ,wie gerade in Holland ,wo es bald kein Gemüse mehr gibt ,da die Bauern zum landesweiten Streik aufrufen und sich auch deutsche Bauern anschließen . Wenn dann die Polizei grundlos auf einen 16.jährigen schießt ,der großes Glück hatte ,fragt man sich mit welcher Bösartigkeit solche Beamte fremdbestmmt werden ? https://youtu.be/6yY1YEqNPNU
    Die menschenfeindliche Politik der selbstgerechten nichtgewählten Eumelvertreter zeigt eugenische Absichten .Indess wurden bekannte Gidestone-Steine gesprengt ,vielleicht hatte da jemand die Nase voll von diesen Coronatests? https://youtu.be/wXzKPst743c
    Sie sehen ,bald ist alles wertlos ,doch ist unser Handeln nie ohne Wert ,sollte dies doch zur Weiterentwicklung dienen. Da Hochmut vor dem Fall kommt ,ist der mutwillige GreatReset -Fall eher eine Rückentwicklung ,wie sie schon manche Hochkultur erlebt hat . Da sich Dinge im Leben immer wiederholen (Kohelet /Prediger 1 Was geschehen ist, wird wieder geschehen, / was man getan hat, wird man wieder tun: / Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: / Sieh dir das an, das ist etwas Neues – / aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind. Also bedenke man ,dass auch die franz. Revolution mit Bauernaufständen begann ! Hieran sieht man wieder ganz klar ,dass solche Szenarien selbtgemacht und bewusst herbeigeführt werden . Verknappte Nahrungsmittel,was auch deutsche Bauern betreffen soll ,heißt weiteres Sterben in ärmeren Ländern !Da solche Politik besonders kopflos ist hoffe ich ,dass dies die Völker nicht als Beispiel nehmen !
    Man kann als "Normalotto" dem"Fall nur zusehen ,(Fall of the House of Usher )(alles am A…. äm von Poe )
    https://youtu.be/V0Xe7TdClbA . ,wie der Turmbau zu Babel !
    Gegen grenzenlose Dummheit / Borniertheit kann man nicht ankommen ,selbst der Herr war es leid .Die 3.Möglichkeit ,ist auf sein Innerstes zu hören ,vielleicht eine göttliche Stimme ,wenn man Beziehung zu diesem hat ,dessen empfohlene Anweisung dafür im biblischen Worte steht.Betrug ist praktisch unmöglich ,die Heuchler wurden damals schon ausgemacht ,doch für die Unentschiedenen eine gute Möglichkeit ,wie in Psalm 1 beschrieben ,nicht dem Pfad der Spötter zu folgen .(PS1:1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!) Zudem gibt es Verheißungen ,und man bedenke schon ein Leben geschenkt bekommen zu haben ! Und dann soll es ein Virus nehmen ?
    Markus 8,38)
    26 »Fürchtet euch nicht vor denen, die euch bedrohen! Denn nichts bleibt für immer verborgen, sondern eines Tages kommt die Wahrheit ans Licht, und dann werden alle Geheimnisse enthüllt. 27 Was ich euch im Dunkeln sage, das gebt am helllichten Tag weiter! Was ich euch ins Ohr flüstere, das ruft von den Dächern. 28 Habt keine Angst vor den Menschen, die zwar den Körper, aber nicht die Seele töten können! Fürchtet vielmehr Gott, der beide, Leib und Seele, dem ewigen Verderben in der Hölle ausliefern kann.
    In augenblicklicher Situation ist weltweit wohl ein Anderer am Zug ,zumindest deuten das die Zeiten ,doch die Hoffnung für eine tiefgreifende Veränderung bleibt und letztlich wenigstens der Humor ,wenn gleich dieser mehr schwarz als weiß ist ,also nicht immer schwarz und weiß sehen ! Hoffen wir ,dass den politischen Eliten noch ein Licht aufgeht ,auch wenn demnächst der Strom ausgeht und selbst diese im Dunkeln sitzen .,da Ölfunzeln auch nicht gehn .Vielleicht bekommt ja jemand richtig kalte Füße und wacht aus seiner Dummheit auf ? Der Winter naht;dann könnte aus jedem Haus ein Schrei kommen ..wenn´s weh tut :-))
    Ich werde am 27. wieder vor solche Rechtsverdreher des gesetz…….und …losen Staates stehen ,welche sich nicht scheuen werden die Androhungen von Jesaja 5:20 in die Tat umzusetzen ;es wird auf ihren eigenen Kopf kommen .Gut ,dass ich darüber lachen kann ,die Konten sind abgeräumt fast sämtliche Geräte und Maschinen haben mir bis zum Ende gedient und geben komischerweise nun den Geist auf ,wo geräumt werden soll.
    Ein Glanzvoller Abgang eines über 60 jährigen Kleinbetriebes .
    Hatte ich vielleicht zuviel lustige Kritik geschrieben ? Die hatten den Witz wohl nicht verstanden ?
    Das selbst Werkzeuge einen Geist haben ,ist mir auch noch nicht aufgefallen ,doch da hat wohl von ganz oben jemand seine führende Hand im Spiel ,was ich im Übrigen viele Jahre meines komischen Lebens nur bestätigen kann .Fazit : Schließt sich eine Tür ,gehen zig andere auf !
    Gut ,der auf den Fels gebaut hat und so gilt mir der Spruch in Röm 8 :38-39 .Wovor sollte ich mich also fürchten !

  2. KaraHasan sagt:

    Es sind Werke von Wissenschatlern und Philosophen wie Marx, auf den sich Politiker stützten, um ihre Taten zu rechtfertigen. Oder manchmal glauben sie den Darwinismus verstanden zu haben und meinen, das Recht sei auf der Seite des Stärkeren. So entstehen nationalistische Lehren, die sich eine eigene Rassenlehre zusammenreimen. Und wenn sie daran scheitern, dann bemühen sie sich der Verarbeitung der Schande ihrer Vergangenheit. Genau dann beginnen sie Philosophen wie Kant für sich zu entdecken. Einen, der in seinen Werken anscheinend wiederzugeben scheint, dass allein der Wille zum Guten nicht genüge, wenn man ihnen das falsche Wissen lehrt. Man habe ja getan, was man getan habe mit dem festen Glauben, ihr Tun wäre ethisch einwandfrei, ja ihr Gewissen hätte es nicht anders erlaubt so fehlerhaft zu handeln, weil sie unbeirrbar in dem Glauben besessen waren, das moralisch richtige zu tun, eben, weil man ihnen falsche Werte eingeredet habe. Was würde dann kommen? Werden wir uns nun vielleicht an das Werk von Freud lehnen, um Gedankengut zu eliminieren, die nicht in die Ordnung des gegenwärtigen Systems passt, um alle und jenen Ideale weg zu therapieren, die nicht in unseren Idealen wiederspiegeln. Oder sind wir schon Dabei, dieses neue Herrschaftssystem zu vollziehen, den Freudianismus, der sich bis in die Mikrofasern unserer Gesellschaft hineingeschlichen hat.

  3. MomentMal sagt:

    Ich kann dieses ganze Blabla von Moral nicht mehr hören.
    Moral muss man sich leisten können. Warum spricht niemand über dieses Wirtschaftssystem?

    Herr Christ hat – glaube ich – doch selbst einmal einen älteren Herrn zitiert: Wir Alten müssen es in Ordnung bringen. Die Jüngeren sind viel zu abhängig in diesem System.

    Ich selbst habe mir meine Moral erhalten, in dem ich auf jeglichen Status, gesellschaftliche Anerkennung und Geld verzichte und von Hartz4 lebe. Seit vielen Jahren und aus voller Überzeugung.

  4. Andreas I. sagt:

    Hallo,
    mit dieser Problematik hat sich auch Hans Joachim Maaz auseinandergesetzt, das Buch heißt "Das falsche Leben" Untertitel "Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft".

  5. olliBo sagt:

    ..die Hanna sollte sich mal überlegen, ob die Geimpften nach der Prozedur noch ganz dicht sind im Kopf, meine Eigenstudien sagen jedenfalls, das die Ballaballa geworden sind, da stimmt was nicht mit der Zirbeldrüse…so bescheuert war das BSE Pack vorher nicht.

    • Ursprung sagt:

      Da ist womoeglich mehr dran, als Sie es so so schnoerkelos auszudruecken belieben. Hannah Arendt ist uebrigens bereits ne Weile tot. Unklar ist allerdings, ob und wie ihr Bewusstsein weiter lebt und ob es dazu unser bedarf.

  6. Yoyohaha sagt:

    Liebes Team …..
    👉
    https://www.wsws.org/de/articles/2019/12/10/netz-d10.html

    👉
    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bundesregierung-verschaerft-netzwerkdurchsetzungsgesetz-a3201517.html

    Deutschland hat das Internet unter Kontrolle gebracht Weltweit und entscheide was, wie, wie oft, wann zu welchen Thema gefunden wird und ist für jede Zensur der Schuldige.

    👉Liebe Grüße an Euch

    Steht irgendwo genauer wer wie gestimmt hat für die Netzverschärfungen immer mehr bei uns?
    Wenn ja wo?‼️
    Liebe Grüße (Ich frage mich warum keiner auf die Idee kommt das Zeitnah raus zu bekommen und es öffentlich macht?)

  7. Kiristal sagt:

    H.Ahrendt hatte nicht die Informationen die wir heute haben (positive Deutung). Die Nazis haben nach dem Gesetz der 'regelbasierten Ordnung' gehandelt. Auftrag war so viele wie möglich Kommuinisten unzubringen (alles was sie dafür hielten). Erst in Deutschland, dann in Resteuropa, dann in Russland, um eben diese 'relgelbasierte Ordnung' zu schützen.

    • wolfcgn sagt:

      Hannah Ahrendt hatte nicht recht mit ihrer Behauptung, dass das Moralische sich nicht von selbst verstehe! Die Unmoral ist zuerst ein Kind des Krieges und der Willkür der Mächtigen. Nur so kommt es zu den schrecklichen Verbrechen gegen die Moral. Unsere vieltausendjährige Geschichte hat in unsere Gene ein unlöschbares Netz von Moral eingewebt, das nach jeder Katastrophe, ausgelöst durch verbrecherisch Herrschende wieder Raum gewinnt. Anders wäre das Zusammenleben der Menschen nicht erklärbar. ich bin halt ein unverbesserlicher Optimist und warte jetzt auf den Zusammenbruch der Kriegsverbrecherklique in der angelsächsischen Welt und ein Wiederaufleben der von ihnen verdeckten menschlichen Moral.

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