Polizei demonstriert gegen Frieden, Freiheit und Demokratie, Berlin 01.08.2021

Queer is in, Quer ist out.

Von Rob Kenius.

Obwohl das Wort Querdenker von einer Eigenbezeichnung zu einem Schimpfwort verdreht wurde, Medien und Politiker haben das geschafft, bezeichnen sich die Leute aus Stuttgart, welche die Bewegung in Gang gesetzt haben, immer noch als Querdenken711. Das ist vielleicht ein wenig naiv, aber jedenfalls ehrenhaft, und es ist auch konsequent.

Juden haben sich immer wieder als Juden bezeichnet, obwohl sie als Juden beschimpft wurden. Sie tun es heute noch und müssen es zusätzlich ertragen, wenn sie mit Zionisten gleichgesetzt werden. Die Querdenker werden mit Reichsbürgern und rechten Spinnern gleichgesetzt. Jede unterdrückte Minderheit erfährt: Die Öffentlichkeit ist oberflächlich und manipulierbar. Bei Propaganda und in den Massenmedien tritt es besonders deutlich zu Tage.

Friede, Freiheit, Demokratie

Am 01.08.2021 sollte in Berlin eine Großdemo stattfinden, die an den gleichem Termin im Vorjahr erinnert und von den gleichen Leuten aus Stuttgart unter dem Namen Sommer der Freiheit angemeldet wurde. Das Ziel sollte Friede und Freiheit sein, man hätte noch Demokratie hinzufügen können. Das Schlagwort der Demonstranten auf der Straße war jedenfalls:

Friede, Freiheit, Demokratie!

Die Demo fand nicht statt, sie wurde vom Rot-Rot-Grünen Senat verboten und durch die massiv eingesetzte Polizei mit hunderten Mannschaftswagen, Hubschraubern, Wasserwerfern, Fußtrupps, Polizeisirenen und sehr viel Blaulicht abgewürgt.

Kartoffelbrei der Polizei

Der 01.08.2021 in Berlin wurde zu einer Demonstration der Polizei, gegen Friede, Freiheit und Demokratie. Die Polizei beherrschte das Bild an jeder Stelle in der Stadt, die von Auswärtigen oder Touristen frequentiert wird, und es war nirgendwo eine Rundsicht möglich, in der nicht Blaulicht blinkte, meistens waren es gleich Dutzende.

Die Taktik der Polizei war sehr aufwändig, aber einfach und durchsichtig. Mann wollte an jeder Stelle, an der sich Menschen ansammeln konnten, dieses verhindern, obwohl einige Demos genehmigt waren. Die große Demo auf der Straße des 17. Juni war selbstverständlich nicht genehmigt worden und auch alle anderen nicht, die im Verdacht standen, gegen die Politik der Regierung und die sogenannten Maßnahmen gerichtet zu sein.

Spaziergänger zu Demonstranten

Zehntausende Menschen waren in die Stadt gekommen, um sich zu treffen, öffentlich zu zeigen, zu reden und bemerkbar zu machen. Man nennt das demonstrieren. Sie waren darauf gefasst, sich von einem Ort zum andern zu bewegen, was in Berlin ja leicht möglich ist. Sie wollten sich durch Nachrichten über das Internet verständigen und sich ersatzweise anderen Demos, als geplant, anschließen.

Dass die Polizei dies durchschaut hat, ist kein Wunder man hat ja Internetzugang und Informantinnen. Vom Hubschrauber aus wurden alle Ansammlungen registriert und ab einer Zahl von 20 oder 25 Personen behindert, bedrängt und zahlenmäßig überwältigt. Es gab auch kleine Trupps von zwei Dutzend sportlichen Beamtinnen, die im Dauerlauf hin und her pendelten, wahrscheinlich um körperliche Einsatzbereitschaft zu zeigen und eventuell kleinere Seitenstraßen abzuriegeln.

Demonstration umgekrempelt

So wurde der 01.08.2021 in Berlin durch die Präsenz von vielen tausend Polizistinnen und Polizisten zu einer Demonstration der Polizei gegen die Ziele der Demonstranten:

Gegen Friede, Freiheit und Demokratie.

Wenn man diese Demonstration distanziert bewerten will, fragt man sich: Wofür haben diese vom Staat bezahlten und eingesetzten Demonstrantinnen und Demonstranten demonstriert?

Das einzige sichtbare Wort war: Polizei. Polizei demonstriert für Polizei, könnte man sagen, oder Polizei demonstriert für den Polizeistaat, gegen Friede, Freiheit und Demokratie.

Alles andere fand am 01.08.2021 in Berlin nur ansatzweise und am Rande statt, sowohl offiziell als auch inoffiziell.

Gegen die Verwirrung

Ich gehöre zu denen, die zu einer kurzen Ansprache, von bis zu 10 Minuten, eingeladen waren. Mein Text handelt von der Verdrehung der Zahlen, der Zahlenverhältnisse und der Statistik und über die dadurch entstandene Verwirrung. Es geht auch um die übertriebene Medienreaktion, die hundert mal wichtigere Probleme 15 Monate lang völlig unterdrückt hat.

Diese kurze Ansprache hatte ich schon am 29.07.2021 auf meine Webseite hochgeladen. Ich ahnte nämlich, dass es keine Bühne, keine Beschallung und keine relevante Ansammlung von Menschen geben würde. Der Sommer der Freiheit und der Demonstration auf der Straße ist 2021 vorbei.

Dass von Seiten der Regierung, des rot-rot-grünen Senats und der Polizei soviel unternommen wurde, um so eine Rede zu verhindern, erfüllt mich mit einem gewissen Stolz. Und ich gebe gerne zu, mein Text ist subversiv: Frei von Polemik und Aggression, rein sachlich, auf Zahlen und Informationen basiert, die jeder kennt.

Das könnte CDU-Wähler, zufriedenen Normalbürgerinnen, sogar Fernsehzuschauern, Fußball-Fans und SUV-Fahrerinnen aus der Verwirrung helfen. Sie sind (noch) auf der bequemen Seite der Coronisten und bilden eine befangene Mehrheit, aber die könnte kippen. In der DDR ist es 1988/89 so geschehen. Warum sollten wir in der Freien Westlichen Welt nicht auch einmal das Glück haben?

Hier der Text der ungehaltenen Rede:

Die Corona-Verwirrung, und das wirkliche Problem

Als Audiodatei hier.

Hallo Freundinnen und Freunde der Freiheit und des Friedens. Die Flutkatastrophe hat nicht nur Unschuldige getroffen. Mit einer Ex-Umweltministerin als Regierungschefin, haben wir 15 Jahre lang den Klimawandel einfach laufen lassen. Wir haben die Zukunft dem Wachsen der Wirtschaft gewidmet.

Zuletzt haben wir anderthalb Jahre lang einen Kampf gegen ein Virus geführt. Es breitet sich schnell aus, richtet aber wenig Schaden an. Mehr Schaden haben die Maßnahmen angerichtet. Freiheit, Demokratie und Grundgesetz sind beschädigt.

Experten sagen, wir sind gut durch die Krise gekommen, damit meinen sie, dass die Wirtschaft nur um 5% eingesackt ist. Das kulturelle Leben aber ist um 80% oder 90% reduziert.

Besonders krass ist die Behinderung der persönlichen Kommunikation: Wir werden systematisch daran gehindert, miteinander zu reden.

Corona hat die Medien beherrscht. Erst die Flutkatastrophe konnte das hundert mal größere Problem der Umweltzerstörung wieder auf den Schirm bringen.

Corona hat eine große Verwirrung angerichtet. Ausgegangen von den Virologen, Politikern und Medien. Es begann damit, dass man positive Tests als Neuinfektionen bezeichnet hat. Die Zahl der Tests wurde nie genannt. Die Zahl der positiven Ergebnisse steigt aber proportional mit der Zahl der Tests. Diesen einfachen Zusammenhang zu verschweigen, das ist Betrug. Man will möglichst viel Angst erzeugen, Angst vor der Ausbreitung eines Virus, das nur wenige Menschen krank macht und keine besonders hohen Sterberaten verursacht.

In Deutschland sterben im Jahr etwa 1 Million Menschen. So tragisch das auch ist, es ist völlig normal. Es sterben 11/4 % der Bevölkerung. Dann sterben auch 11/4 % von den Menschen, die blaue Augen haben, und 11/4 % von denen, die positiv auf Corona getestet sind, auch dann, wenn das Virus gar nichts bewirkt. Und je mehr getestet wird, desto mehr Sterbefälle gibt es in Zusammenhang mit Corona.

Das ist eine verlogene Formel. In Zusammenhang mit Corona. Der Zusammenhang ist bei 11/4% der Fälle nur der Test. Der Test schafft den Zusammenhang mit Corona.

Nehmen wir an, wir alle wären positiv getestet, und das Virus würde gar nichts bewirken, wie Hepes, dann würden per Definition im Jahr 1 Million Menschen im Zusammenhang mit Corona sterben. Das zeigt uns Folgendes: Auf Konto Corona gehen nur die Sterbefälle, die über die normale Sterblichkeit hinaus gehen. Die sogenannte Übersterblichkeit.

Das Durchschnittsalter der Corona-Toten liegt mit 83 Jahren oberhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung. Das bedeutet: Das Alter ist die entscheidende Komponente.

Wenn das Virus sich in Alten- und Pflegeheimen ausbreitet, sterben viele und das sollte an erster Stelle verhindert werden. Mehr Pflegekräfte, bessere Bezahlung.

Das RKI hat jetzt einen weiteren Zahlentrick: Es geht davon aus, dass Menschen, die 83 Jahre alt sind, noch 10 Jahre vor sich haben. Man multipliziert die Zahl der Verstorbenen mit 10 und sagt: Es gingen hunderttausende Lebensjahre verloren.

Aber diese Menschen, die am Ende ihres Lebens die Krankheit bekommen, hatten im Mittel nicht 10, sondern nur ein Jahr. Das lässt sich an der Statistik erkennen.

Wenn in einem Monat mehr alte Menschen sterben, dann sterben eine Zeit danach weniger, weil sie schon früher gestorben sind. Das macht eine Delle in der Statistik. Aus dem Abstand dieser Delle kann man schließen, wie lange die zu früh Gestorbenen noch zu leben gehabt hätten. Es sind nur 11 Monate. Das hat der Mathematiker Dr. Eder herausgefunden.

Corona ist fast immer um einen Faktor 10 größer gemacht worden und die Menschen um den Faktor 10 kleiner. Das gilt auch für die Zahl von Demonstranten, die in den Medien 10 mal kleiner ist als auf der Straße.

Die Verwirrung, welche durch falsche Zahlen entsteht, führt zu verwirrenden Maßnahmen. Das Virus, die Maßnahmen der Politiker und die Angstmache in den Medien erzeugen die Verwirrung. Keiner kann dem entrinnen. Auch wenn wir keine Angst vor dem Virus haben, dann haben wir Angst vor den Maßnahmen. Angst vor einem Versammlungsverbot und dem weiteren Abbau von Demokratie.

Frau Merkel, die Physikerin, hat gesagt, die Ausbreitung von Viren oder Mutanten sei exponentiell. Auch das ist falsch. Eine Zahl, die exponentiell steigt, geht schnell gegen unendlich. Bei einer Epidemie gibt es aber kein Unendlich, sondern eine Sättigung. Die Sättigung tritt ein, wenn immer mehr Menschen immun oder geimpft sind. Diesen Punkt haben wir längst erreicht. Mundschutz und Einschränkungen der Freiheit, besonders der von Kindern und Jugendlichen, sind nicht mehr zu vertreten.

Exponentielles Wachstum gibt es in der realen Wirtschaft. Es entsteht durch die Forderung nach prozentualer Steigerung. Diese Forderung kommt aus der Finanzwelt: Zinsen und Profit werden prozentual gefordert. Deshalb müssen Umsatz und Gewinn prozentual steigen und das bedeutet über die Jahre exponentielles Wachstum. Genau so steigen auch Umweltschäden, Ressourcenverbrauch, Klimawandel, Ausbeutung von Mensch und Natur. All das steigt exponentiell mit dem Wirtschaftswachstum.

Da gibt es keine Sättigung. Die Größenwahnsinnigen wollen immer mehr. Warum? Damit sie sich in den Weltraum schießen lassen. Wir müssen das stoppen. Wir müssen den Wahnsinn des Wachstums stoppen. Und vor allen Dingen müssen wir die Rüstung, die Feindbilder und die Kriegsvorbereitungen stoppen.

Wie können wir so ertwas erreichen? Unser Nachbarland, die Schweiz, macht es seit 170 Jahren richtig, mit direkter Demokratie. Die Verfassung ist in der Hand des Volkes. Keine größenwahnsinnigen Politiker. An keinem Krieg beteiligt. Das können wir auch. Die Zeit ist reif für Direkte Demokratie mit digitalen Entscheidungen aller. Wollt ihr gegen Russland rüsten? Wollt ihr Atombomben im eigenen Land? Die Mehrheit sagt nein.

Wir brauchen zeitgemäße Demokratie mit vielen schnellen Entscheidungen. Direkte Digitale Demokratie. Das ist mein Vorschlag. Direkte Digitale Demokratie, für Frieden und Freiheit.

Ich danke euch für die Aufmerksamkeit.

Rob Kenius ist Diplom-Physiker und freier Autor. Er setzt gerne die Zahlen, Größen und Zusammenhänge ins richtige Verhältnis. Dazu betreibt er die Webseite https://kritlit.de

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Jaz_Online / shutterstock

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