M-PATHIE – Zu Gast heute: Dirk C. Fleck “Brauchen wir Helden?”

Dirk Curd Fleck ist Journalist und Romancier. Seit der Corona-Zeit haben sich bei Fleck Wohnzimmerlesungen etabliert. Sein neues Buch „Heroes“, das er seit vielen Jahren plante, ist nun fertiggestellt. In ihm hat Fleck 50 besondere Aktivisten porträtiert.

Dirk C. Fleck schreibt für einige Alternativmedien, besonders für apolut, damals noch KenFM. Fleck ist ein Journalist alter Schule und hat mit großen Namen wie Günter Grass und Heinrich Böll zusammengearbeitet.

Fleck ist ein Wortaktivist. Durch seine Texte beschreibt er oft sich selbst und seinen tiefen Glaube an die Schöpfung, die Natur und den Menschen. Für ihn ist der Mensch nicht schlecht. Viel eher wird er verführt von den bösen Mächten hinter dem Thron.

In diesem Gespräch spricht Fleck oft über Persönliches, über Journalismus, seine Liebe zur Natur und über Helden.

Mehr über Dirk C. Fleck hier: www.dirk-c-fleck.de

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Kommentare (42)

42 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Dirk C. Fleck “Brauchen wir Helden?”

  1. Parkwaechter sagt:

    Für den französischen Historiker Emmanuel Todd ist «das Beste, was Europa passieren kann, dass die USA verschwinden». Die Frage, was passiert, «wenn die USA uns nicht mehr beschützen», beantwortet er damit, dass nichts passieren und Frieden möglich sein werde.

  2. C3ll0 sagt:

    !!! ich lass mir nich den mund verbietn !!!
    □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□

  3. pmallm sagt:

    Lange hatte ich bei Apolut nicht mehr reingeschaut, doch der Titel des Interviews sprach mich an, da ich selbst in eine Art Heldenrolle gerutscht bin, deren Ausmaß an den Fundamenten dieser Republik rüttelt. Nennen wird es ruhig der ahnungslose Staatsfeind Nr.1 . Insofern hatte ich mir viel versprochen von diesem Gespräch, doch auch mir kam die Themenbearbeitung etwas zu kurz. Gäste sollte man reden lassen angeregt durch entsprechende Fragestellung . Hier waren die Redezeiten ja gefühlt mindestens fast 50:50 .
    Peter Mallm

  4. nutzeline sagt:

    Viele Menschen beschweren sich über die Islamisierung hier im Land, aber wie sieht es denn mit der Amerikanisierung aus? Warum heißt das Buch nicht "Helden"? Das würde mir gefallen, denn ich liebe die deutsche Sprache.

    • pmallm sagt:

      @ nutzerline: Mit der gleichen Motivation könnten Si auch Fragen weshalb Heroin nicht Heldoin heißt, oder das in Berlin und auch Bundesweit zu Veranstaltungen geduldete und unter staatlicher Duldung auf Reinheit gescreente Ecstasy nicht wieder wie im Dritten Reich Pervitin heißt – sind annähernd identisch die Produkte. National-Sozialisten und Sozialisten trennt nur das ,,Nationale'', doch dafür haben die Roten ja die Sozialistische Internationale…mit direkten Kreml Anschluß .
      Vielen Dank für den Impuls !

  5. FrankAlexy sagt:

    Endlich mal wieder ein berührendes Interwiev bei Mpathie. Der Rüdiger geht mir doch öfters auf die Nerven, wenn er vom Spirituellen ins Esoterische abdriftet. Hier fand ich, war diese Abdrift in erträglichem Rahmen, was vielleicht am Gast lag, der, für mich überraschend gehaltvolles zu sagen hatte. Danke.

  6. Voessli sagt:

    "Es gibt doch nicht 20 Formen von Lebendigkeit, denn der Baum ist genauso
    lebendig wie Du" .. ? Eventuell gibt es unzählige Formen von Lebendigkeit – sagt der Erbsenzähler

  7. Reinhardas sagt:

    Vielen Dank für das Buch, in dem offensichtlich Menschen gewürdigt werden, die es tatsächlich verdienen. Wenn der Autor kein Geld dafür will, noch besser. Mit dem Gespräch kann ich nicht so viel anfangen. Mir erscheint es so, dass die meisten Menschen heute in den bekannten „little boxes“ wohnen, aber ihr fremd programmiertes Unterbewusstsein nicht verstehen, was jedoch die meisten ihrer Handlungen bestimmt. Sie wurden im Bildungssystem, welches ein bootcamp in light version darstellt dressiert und dann in unsere hierarchische Gesellschaft eingegliedert. Das erkennen die meisten nicht mehr. Die Helden allerdings schon.

  8. Irwish sagt:

    Helden des Alltags?

    Was soll das sein, ein Held? Gesichert scheint mir einzig die Erkenntnis, daß ein jeder eine andere Vorstellung davon hat, was einen Helden ausmacht. Für die einen gibt es nur tote Helden, denn all die anderen selbst- oder fremdernannten Helden leben demnach ja noch und haben somit nicht ihr Leben riskiert UND verloren. Andere halten für einen Helden, wer sich mutig für andere einsetzt, ohne darauf zu achten, ob er selbst dabei Schaden nimmt. Wieder andere meinen, es gäbe heutzutage keine Helden mehr, den die einzigen Helden, die er gelten läßt, sind auf dem Schlachtfeld Gefallene.

    Wie dem auch sei: Mir selbst ist es völlig wurscht, ob man mich als Helden betrachtet oder nicht (meinem Ego nicht so ganz, aber ich bin ja auch nicht mein Ego, das ist nur ein kleiner Teil meiner komplexen Persönlichkeitsstruktur). Das einzige, was ich tue: Ich halte »heldenhaft« durch und mache weiterhin mein Ding. Vor gut 22 Jahren habe ich Armut riskiert und promt auch erhalten, indem ich einen sicheren Job im Öffentlichen Dienst aufgegeben habe. Das Mobbing, dem ich dort in den letzten Jahren meiner Tätigkeit zunehgmend ausgesetzt war, hat mich krank gemacht und hätte mich früher oder später vermutlich umgebracht.

    Daneben bin ich zu fast allen Menschen, denen ich begegne, freundlich und setze mich auch gerne für sie ein, wenn sich die Gelegenheit bietet. Hier im genossenschaftlichen Mietshaus, in dem ich nun schon beinahe 20 Jahre lebe, hilft man sich im kleinen Kreis gegenseitig; andere Mieter bleiben lieber für sich und grüßen manchmal nicht einmal zurück. Was soll's?

    Aus meiner Sicht ist der Heldenbegriff längst obsolet geworden (oder sollte es zumindest sein). Mit anderen Worten: er ist eigentlich veraltet und wird nur deshalb noch immer herangezogen, weil die meisten Menschen – aus Mangel an Mut, aus Angst vor dem eigenen Nachteil oder gar vor dem Sterben etc. – mutige Helden als Ausführende brauchen. Das ist ähnlich wie in dieser Situation: »Helmut, holst du mir bitte einen Kaffee aus dem Automaten, du kannst das doch so gut?« Oder: »Würdest du bitte mal mit ihr reden, ich kann das nicht?« Verstehen Sie, werter Leser? Letztlich haben wir »Helden«, weil die große Masse der Bürger in modernen Industriezivilisationen unterdrückt, ungebildet, unreif und unmotiviert ist. Der Standard ist nicht, wie es sein sollte, der aufgeklärte Bürger, der bei Ungerechtigkeit oder Menschenverachtung entschieden einschreitende Mitmensch, sondern vielmehr der konforme, überangepaßte, emotional unterentwickelte und charakterlich gepanzerte Mensch, der wegschaut, wenn in seinem Blickfeld Unrecht geschieht. Da laufen Passanten am hellichten Tag an einer gerade stattfindenden Vergewaltigung vorbei und achten darauf, nur ja nicht hinzuschauen, geschweige denn sich einzumischen.

    Niemand liegt immer genau auf der Linie irgend eines anderen

    So, und nun noch ein paar Worte zu einigen Kommentatoren, die mangels aussagekräftiger Argumente zu Beleidigungen und anderen Herabwürdigungen greifen. Niemand liegt immer genau auf der Linie irgend eines anderen. Nicht einmal ich selbst liege immer auf meiner eigenen Linie, was Fühlen, Denken und Handeln betrifft (was mir nicht selten erst im Nachhinein auffällt). Und auch meine »Linie« ist nicht unveränderlich, so daß ich heute womöglich nicht auf meiner Linie von gestern liege.

    Ebenso, wie es niemanden gibt, der dieselben Linien meiner Finger- und Handabdrücke teilt, kenne ich auch keinen einzigen Menschen, der genau auf meiner gerade aktuellen philosophischen, psychologischen und/oder kognitiven Linie liegt. Anders ausgedrückt: Man hätte immer was zu mäkeln, würde man nur die eigene »Linie« als gültig ansehen. Jeder ist zu dem geworden, was er heute ist, weil er sich in der Vergangenheit so und nicht anders verhalten hat. Das, was wir tun, prägt unseren Charakter. Wenn wir nicht aus eigenem Charakter handeln (können oder wollen), wird unser Verhalten von anderen gesteuert. Und da heute die meisten Menschen von sich und ihrem Gefühlsleben stark entfremdet sind (mit steigender Tendenz), kann man sie fremdsteuern. Das geschieht auch, wiederum mit zunehmender Tendenz. Wirklich bewußte Menschen sind aus meiner Sicht und Erfahrung heraus wirklich selten und werden immer seltener. Ich kenne keinen einzigen persönlich, und von den anderen, von denen behauptet bzw. medial vermittelt wird, sie seien mit einem hohen Grad an Bewußtsein gesegnet, habe ich noch keinen getroffen und weiß daher nicht mit Sicherheit, wie bewußt sie wirklich sind. Ist mir aber auch ziemlich egal …

    Daß Menschen zu Beleidigungen und anderen Herabwürdigungen ihrer Gegner greifen, weil ihnen echte Argumente fehlen, ist altbekannt. Arthur Schopenhauer hat sich in seinem Büchlein DIE KUNST, RECHT ZU BEHALTEN, der Eristischen Dialektik gewidmet: Der Kunst, so zu disputieren, daß man Recht behält, um so das Publikum für sich einzunehmen und gleichzeitig dem eigenen Ego zu schmeicheln.

    —– Zitat-Anfang —–
    Woher kommt das? – Von der natürlichen Schlechtigkeit des menschlichen Geschlechts. Wäre diese nicht, wären wir von Grund aus ehrlich, so würden wir bei jeder Debatte bloß darauf ausgehn, die Wahrheit zu Tage zu fördern, ganz unbekümmert ob solche unsrer zuerst aufgestellten Meinung oder der des Andern gemäß ausfiele: dies würde gleichgültig, oder wenigstens ganz und gar Nebensache sein. Aber jetzt ist es Hauptsache. Die angeborne Eitelkeit, die besonders hinsichtlich der Verstandeskräfte reizbar ist, will nicht haben, daß was wir zuerst aufgestellt, sich als falsch und das des Gegners als Recht ergebe. Hienach hätte nun zwar bloß jeder sich zu bemühen, nicht anders als richtig zu urteilen: wozu er erst denken und nachher sprechen müßte. Aber zur angebornen Eitelkeit gesellt sich bei den Meisten Geschwätzigkeit und angeborne Unredlichkeit. Sie reden, ehe sie gedacht haben, und wenn sie auch hinterher merken, daß ihre Behauptung falsch ist und sie Unrecht haben; so soll es doch scheinen, als wäre es umgekehrt. Das Interesse für die Wahrheit, welches wohl meistens bei Aufstellung des vermeintlich wahren Satzes das einzige Motiv gewesen, weicht jetzt ganz dem Interesse der Eitelkeit: wahr soll falsch und falsch soll wahr scheinen.
    —– Zitat-Ende —–

    http://irwish.de/PDF/Schopenhauer-Kunst_Recht_zu_behalten.pdf

    Die Fortsetzung liefert er in der etwas umfangreicheren Schrift DIE KUNST ZU BELEIDIGEN.

    —– Zitat-Anfang —–
    Wenn einem die Argumente ausgehen, sollte man zur Beleidigung greifen – empfiehlt Arthur Schopenhauer, denn: „Eine Grobheit besiegt jedes Argument“. Das Buch enthält eine Kurztheorie und eine ausführliche Praxis der Sticheleien, Bosheiten und verbalen Breitseiten, die Schopenhauer mit kategorischer Impertinenz gegen alle möglichen Adressaten richtet: Philosophen, Schriftsteller, Frauen, gesellschaftliche Einrichtungen, das Menschengeschlecht, das Leben – kurzum: gegen die ganze Welt. Doch wie man sich erfolgreich zur Wehr setzt, verrät er auch. „Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob. Diese Regel ist sehr beliebt, weil jeder zur Ausführung tauglich ist, und wird daher häufig angewandt.“
    —– Zitat-Ende —–

    Das heißt, jeder Depp kann beleidigen, dazu braucht man keine Grips. Im Gegenteil, wer über ausreichend Grips verfügt, hat Beleidigungen meist gar nicht nötig.

    http://irwish.de/PDF/Schopenhauer-Kunst_zu_beleidigen.pdf

    • Nevyn sagt:

      Ich überlege gerade, worin der Unterschied besteht zwischen auf der Linie liegen oder auf dem Strick gehen. ;)

      Allen, die hier lesen und schreiben, wünsche ich ein gesegnetes und friedliches neues Jahr.

      Mir scheint das Problem des Heldenbegriffes in der Übertragung vom Mythos in den Narrativ zu bestehen. Aber da fangen die Probleme schon an, in der Unterscheidung von Archetypen wie Zwilling und Schütze, die sich auf der Achse gegenübe liegen, oder Drama und Tragödie, kleinem und großem Menschen. Sehr viel offenbar hier der Vortrag von Thorwald Dethlefsen über den Ödipus-Mythos.
      Oder man liest: „Der Heros in tausend Gestalten“ von Joseph Campbell.
      https://www.ewigeweisheit.de/rezensionen/joseph-campbell/heros-in-tausend-gesichtern

      Wie alle Begriffe wird auch der des Helden gern in der kognitiven Kriegsführung missbraucht, indem Verwirrung über dessen wahre Bedeutung erzeugt wird. Vergiftete Begriffe vergiften aber beim Konsum das Denken und den Verstand. Während viele Menschen Wert auf Biokost legen, stopfen sie geistige Nahrung ohne Kritik in sich hinein, können sie nicht verdauen und würgen sie als Beleidigungen wieder hoch. Man kommt auch bei diesem Thema, wie bei allen anderen, nicht umhin, bei sich selbst anzufangen.

    • Dhyano sagt:

      https://gedankenwelt.de/die-heldenreise-nach-joseph-campbell/

    • Dhyano sagt:

      Huch, Nevyn, hatte Ihren Kommentar gar nicht gelesen. Sie posten ebenfalls die Heldenreise, erstaunlich. Sowas nennt man wohl Synchronizität.

      Es lohnt sich sehr, die einzelnen Schritte, Phasen, Stationen, Entwicklungsstadien zu betrachten.

    • Irwish, die Sache, die sich hier auf apolut mit Leuten wie Lenz oder Fleck und vielen anderen verhält, wächst stetig. Angriffe oder Beleidigungen etc. mehren sich nach meiner individuellen Sicht. Ich habe das Gefühl, man kann schreiben oder moderieren was und wie man will. Die Angriffe werden mehr. Die Unzufriedenheit der Menschen nimmt zu.
      Was nicht heißt, man bekäme kein Lob und Zuspruch. Das Niveau der Community hat sich verändert.

      Frustrierte Menschen neigen dazu, andere Menschen als Projektionsflächen eigener innerer Unzufriedenheit zu missbrauchen. Das hat zugenommen – nicht nur bei mir, sondern allgemein. Die Besserwisserei und das Rechthabenmüssen wird allgemein größer. Dabei geht es nicht um Besserwisserei, es geht darum, sich auszutauschen, ohne den anderen gleich herabzusetzen.

      Ein Beispiel. Vor Kurzem gab es eine Person die auf einen Standpunkt von mir über Gewaltlosigkeit, mit vollem Eifer mir gegenüber ziemlich beleidigend wurde. Mehrere Beiträge hat dieser User über mich (nicht über das Thema) gepostet. Am Ende stellte sich heraus, dass dieser User mich mit einem anderen Autor verwechselt hatte, obwohl andere User ihn darauf schon früh aufmerksam zu machen versuchten. In weiteren Beitragen von mir macht dieser User jedoch weiter mit seinen Beleidigungen mir gegenüber. Leute, die ihr Gesicht und mehre zeigen, werden als Projektionsflächen missbraucht.

      Ich kann ganz sicher nicht aufzählen, wieviele es bisher waren. Ich habe mich deswegen aus Facebook vor einigen Jahren zurückgezogen und halte selbst von Newsgroups nicht viel. Ich habe aber auch solche Newsgroup-Beleidiger auf Veranstaltungen erlebt. Dort waren sie, beim persönlichen Kontakt, stets nett und niemals beleidigend.

      Solche User erleben ganz sicher nicht nur ich seit Beginn meiner aktiven Zeit in der Friedensbewegung. Hört der eine auf, prompt kommt der Nächste. Fleck oder Lenz und alle anderen schreiben oder moderieren hier, nicht weil wir irgendeine Macke pflegen. Wir schreiben auch nicht, um Recht zu haben, zumindest ich nicht und bei Fleck weiß ich, dass es sich bei ihm genau so verhält.

      Ihnen ein tolles 2024.

    • Irwish sagt:

      Auf Wikipedia gibt es ganze Rudel solcher Leute, die nichts anderes im Sinn haben, als systemkritische und friedensbewegte Menschen schlecht zu machen, und ich bin ganz sicher, nicht wenige werden dafür bezahlt. Dort stehen hinter solchen Aupassern vermutlich mehrere solcher Menschen, denn oft schreiben die so viel an einem Tag, daß die 24 täglichen Stunden nicht ausreichen würden.

      Hier dagegen habe ich den Eindruck, daß es gar nicht so viele sind, denn ständig erscheinen neue Kommentatoren, die sofort und ohne Umschweife damit beginnen, über andere herzuziehen, vorwiegend natürlich über die Autoren von Apolut. Das beobachte ich schon lange, auch schon zu KenFM-Zeiten. Damals bin ich da noch eingestiegen und wurde aufs Übelste beschimpft, psychiatrisiert, beleidigt usw. Inzwischen mache ich mir da keinen Kopf mehr: Wer sich mir oder anderen gegenüber als eindeutig diskussionsunwillig zeigt, den ignoriere ich einfach, obwohl mir nicht selten Entgegnungen sozusagen auf der Zunge liegen.

      Ich bin ja schon von meiner Kommentatortätigkeit auf Telepolis (die ich seit Jahren komplett eingestellt habe) her daran gewöhnt worden, daß meine Beiträge kaum Beachtung finden. Kaum heißt aber nicht gar keine. Regelmäßig erhielt ich von dortigen Usern sogar kleine bis größere Spenden, die ich als Hartzer immer gut gebrauchen kann. Auch hiesige User haben mich schon privat angeschrieben und mir ihre Anerkennung ausgesprochen – und auch mal was springen lassen. Wäre es aber nur das, was mich motivieren würde, hätte ich schon lange damit aufgehört. Tatsächlich interessiere ich mich aber für das. was hier und andernorts von kenntnisreichen Menschen thematisiert wird, wirklich. Das führt vor allem dazu, daß ich viel lese, dank der Landesbibliothek in meiner unmittelbaren Nähe meist ohne Geld ausgeben zu müssen.

      Wir leben nicht in einer aufgeklärten Gesellschaft, will heißen: Die allermeisten Menschen in den Industrienationen haben keine Geschichte, sind mehr oder weniger Egomanen oder Narzißten, haben statt echter Bildung marktfähige Ausbildung und funktionieren daher sozusagen auf Autopilot. Ihr Bewußtsein, ihre Aufmerksamkeit bleibt ein Leben lang darauf gerichtet, wie sie dastehen, wie sie beruflich und damit gesellschaftlich aufsteigen können und wie sie Geld und damit Macht erlangen können. Was sie sind, wie sie so geworden sind, das wissen sie gewöhnlich nicht und wollen es in der Regel auch nicht wissen. Damit sind die allermeisten Leute nicht wirklich diskussionsfähig und vor allem nicht diskussionswillig. Sie wollen, wenn überhaupt, ihre eigenen »Erkenntnisse« als allgemeingültig durchsetzen, sie wollen Recht haben und Recht behalten. Gelingt ihnen das nicht, fühlen sie fast sofort eine unbeschreibliche Bedrückung, fühlen sich gänzlich in Frage gestellt, beginnen an sich selbst zu zweifeln und reagieren darauf mit Verdrängung und Ablenkung, nicht wenige sogar mit uneingestandenem Haß auf den jeweiligen Gegner. Sympathisch sind ihnen nur jene, die ihnen den Bauch streicheln, die ihnen schmeicheln.

      Bei Facebook und anderen social medias war ich noch nie, das wäre mir viel zu viel vor allem zeitlicher Aufwand. Mich dürstet gar nicht danach, dort irgendwie tätig zu werden. Auch bei Google bzw. YouTube bin ich nicht mehr registriert, seit ich wegen meiner dortigen Beiträge mit shadow banning belegt wurde (nur ich selbst konnte meine Beiträge noch lesen, ohne Anmeldung waren sie nicht sichtbar).

      Aus meiner Sicht sind die allermeisten Menschen irgendwie frustriert, auch wenn sie sich für ganz besonders erfolgreich halten. Die meisten sind das, was man als überangepaßt bezeichnet: nur noch Rolle, nur noch Person (Maske) und fast kaum noch ursprüngliches Selbst. Sie verwechseln sich mit der Rolle, die man ihnen aufgedrängt hat und haben völlig vergessen, daß und wie man sie zum Funktionsträger der Marktwirtschaft gedrillt hat. Sie verleugnen sich täglich mehrfach; irgend eine Studie hat mal herausgefunden, daß der Durchschnittsmensch bis zu 200 Mal am Tag lügt – also wissentlich die Unwahrheit sagt oder denkt.

      Die moderne – modernde – Gesellschaft bietet solch eine riesige Fülle an Ablenkung vom Eigentlichen, vom eigenen Leben, von inneren Vorgängen, daß die meisten Menschen hier und in den anderen Industriezivilisationen absolut keine Chance haben, die Richtung zu ändern, in der ihr Leben weitgehend fremdbestimmt verläuft. Wie und wieso sollten sie auch? So lange sie über alles verfügen, was sie zu benötigen gelernt haben, werden sie nicht innehalten. Ganz im Gegenteil: innere Einkehr, Selbstreflektion, bewußtes Hineinhören in sich selbst meiden sie wie der Teufel das Weihwasser. Wer über psychologische Zusammenhänge spricht oder schreibt, der muß ihrer Ansicht nach einen an der Waffel haben.

      Das alles war im Grunde schon immer so, bzw. ist in den letzten paar Tausend Jahren zunehmend der Fall. Die heutigen technischen Möglichkeiten, Menschenmassen wie Viehherden zu halten und zu manipulieren, sind eigentlich nur der Endpunkt einer langen fatalen Entwicklung, die wohl mit dem Einzug von Patriachaten, die Matriachate ablösten, begonnen hat.

      Kurz: Wir haben es in der Regel mit unreifen, weil von früh an emotional unterentwickelten Menschen zu tun, die aus sich selbst heraus keinerlei Motivation spüren, hinter den Vorhang zu blicken. Wie schon erwähnt: am besten einfach ignorieren. Sie haben doch nichts zu verlieren, Herr Lenz. Die paar Idioten, die hier meinen, hetzen zu müssen, können Ihnen doch nicht das Wasser abgraben! Geschweige denn Ihr Ansehen schmälern. Wenn Sie solche Unflätigkeiten dennoch jucken, dann nehmen Sie das doch zum Anlaß, die wirkliche Ursache Ihres Juckreizes zu ergründen und so herauszufinden, warum Sie sich gegen solche Tiefflieger verteidigen wollen … die können Sie nämlich nicht umstimmen, denn die warten regelrecht auf weitere Munition, die Sie ihnen liefern.

    • Ich ignoriere diese Leute lieber. Danke Irish, für Ihre Antwort.

    • Mimi_78 sagt:

      "Kurz: Wir haben es in der Regel mit unreifen, weil von früh an emotional unterentwickelten Menschen zu tun"

      Es ist aber sicherlich auch nicht gerade sachlich, die "Gegner" herabzuwürdigen und seine Meinung als die einzige Wahrheit zu verkaufen. Besser wär es doch, andere Meinungen als die eigene zu akzeptieren, natürlich vorausgesetzt sie sind sachlich und nicht Beleidigungen etc.

    • Irwish sagt:

      Ich denke, Sie wissen, Herr Lenz, daß ignorieren nicht gleichbedeutend mit wahrnehmen ist. Natürlich müssen Sie diese speziellen Leute erst einmal wahrnehmen, bevor Sie sie ignorieren können. Die sogenannte Ignoranz ist eine ganz spezielle Form des Ignorierens, das unter Umständen zu Hochmut, Arroganz führen kann und bekanntlich vor dem Fall kommt. Bei mir läuft das mit dem Ignorieren ungefähr so: Ich lese einen Beitrag und spüre den Impuls, darauf zu antworten. Das habe ich beispielsweise dort gemacht, wo ein User Sie mit Anselm Lenz verwechselt hat. Kommt dann Dummdoofblöd als Antwort oder gar nichts, weiß ich, daß mit dem nicht zu diskutieren ist und lese seine Beiträge einfach nicht mehr. Somit achte ich darauf, was ich in mein Hirn lasse und was nicht. Das Ignorieren beschränkt sich bei mir jedoch meistens auf das Nichtantworten, z.B. bei Leuten, die an pseudo-esoterische Zusammenhänge glauben, die sie nicht nachweisen können (Kabbalagläubige, Anhänger fragwürdiger Esoterikkreise wie z.B. Blavatsky oder Crowley usw.). Beim Antworten erst ließe ich deren Sichtweisen wirklich in meinen Geist, weil mein Geist sich dann damit auseinandersetzen würde. Das wäre aus meiner Sicht aber Verschwendung geistiger Ressourcen, die ich lieber dazu verwende, mich weiterzubilden. Aus demselben Grund besitze ich seit seit nun bald 40 Jahren keinen Fernseher und keinen Radioempfänger, lese so gut wie keine Mainstreampresse und gebe mich auch nicht mit Aussagen verblödeter Politiker und anderer gesellschaftlicher »Größen« ab. Dafür ist mir meine Restlebenszeit zu schade. Damit fahre ich eigentlich ganz gut, muß mich nicht unnötig mit Wut oder Empörung herumschlagen und gerate nicht in sinnlose Schlammschlachten.

  9. chico sagt:

    Hallo, Ihr Lieben,
    jetzt kann ich (endlich) fassen, was bei mir die "Enttäuschung" und das "Unbehagen" erzeugt hat:

    Enttäuscht hat mich, daß ich bei einem Beitrag mit dem Titel "Brauchen wir Helden?" In der ersten Viertelstunde höre, daß der eine im privaten Raum oft nicht mehr seine Meinung sagen mag, und der andere keine Lust hatte, einem Friedensaktivisten, den er irgendwie als (tragischen?) Helden sieht, der ihn um ein Interview für Apolut bat, dabei zu unterstützen.
    Hier äußere ich mich jetzt nur zu der ersten Viertelstunde – hört sie Euch selbst noch einmal an. Und ich rede von meinen Empfindungen. Die muß keiner teilen, aber solange Kommentare hier zugelassen sind, gehe ich davon aus, daß auch kritische Rückmeldung erwünscht ist.

    Diese erste Viertelstunde machte mich regelrecht beklommen, und ich hoffe, daß Rolf Ketan Tepel niemals hören wird, was in Bezug auf seine Person von Dirk C. Fleck gesagt wurde. Es geht doch nicht an, daß man dem Lebenden, den man doch so bewundert, auf Bitte nicht die Bühne/das Interview ermöglicht, sondern stattdessen in einem Buch einen "Tempel" baut/über ihn schreibt.

    Und jetzt kann man mich wegen meines Empfindens und meiner Begründung desselben angreifen, oder mein Empfinden einfach so stehen lassen als einen Teil des Meinungsspektrums.

    Alles Gute für 2024

    • dirkfleck sagt:

      Ich habe mich mit Rolf Ketan Tepal vom ersten Anruf an darüber ausgetauscht, wie ich ihm journalistisch helfen kann. Er war mit mir einig, das Interview für apolut zugunsten der Buchveröffentlichung abzublasen. "ich hoffe, daß Rolf Ketan Tepel niemals hören wird, was in Bezug auf seine Person von Dirk C. Fleck gesagt wurde." Rolf hat es immer gehört und damit höre ich jetzt auf, mich dafür zu rechtfertigen, ihn als HEROE in die Reihe großer Persönlichkeiten gestellt zu haben

  10. paradoxus sagt:

    Einen herzlichen Dank an Dirk und Ruediger!

    Besonders für die Erwähnung der Tatsache,
    dass ohne einen Frieden mit der Schöpfung,
    kein Friede erreichbar ist.

    "Ein Philosoph ist eben darum Derjenige nicht zu nennen,
    welcher zwar offene Augen für die Dinge der Welt, einen klaren und unverblendeten Blick,
    ein richtiges Urteil über die Welt hat, aber in der Welt eben nur die Welt,
    in den Gegenständen nur die Gegenstände, kurz alles prosaisch, wie es ist, sieht,
    sondern ein Philosoph ist allein Derjenige, welcher in der Welt den Himmel,
    in dem Irdischen das Überirdische, in dem Weltlichen das – Göttliche sieht
    und nachweist oder beweist.
    Jener mag noch so verständig sein, es bleibt doch dabei:
    Was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.
    Dies kindliche Gemüt macht erst den Philosophen, dieses Auge für das Göttliche.
    Jener hat nur ein »gemeines« Bewusstsein, wer aber das Göttliche weiss und zu sagen weiss,
    der hat ein »wissenschaftliches«.
    Aus diesem Grunde verwies man den Baco aus dem Reiche der Philosophen.
    Und weiter scheint allerdings Dasjenige, was man englische Philosophie nennt,
    es nicht gebracht zu haben, als zu den Entdeckungen sogenannter »offener Köpfe«,
    wie Bacon und Hume waren.
    Die Einfalt des kindlichen Gemütes wussten die Engländer nicht
    zu philosophischer Bedeutung zu erheben,
    wussten nicht aus kindlichen Gemütern – Philosophen zu machen.
    Dies heisst so viel als: ihre Philosophie vermochte nicht, theologisch oder Theologie zu werden,
    und doch kann sie nur als Theologie sich wirklich ausleben, sich vollenden.
    In der Theologie ist die Wahlstatt ihres Todeskampfes."
    Max Stirner

    Ja Ruediger, selbst bei den Kinder wird das kindliche Gemüt beseitigt.

  11. Ich wünsche euch allen hier einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein tatenreiches wundervolles 2024.

  12. Chico, der Rüdiger Lenz zieht sich ganz sicher nicht zurück. Er zieht sich im. Privaten zurück. Er wird sich dort nicht mehr so äußern, wie er es vor Corona tat.

    Idaks, wie Sie auf das kommen, was mich betrifft, ist mir ein Rätsel. Aber, es ist Ihr gutes Recht, Ihre Meinung über mich kundzutun. Eine Berichtigung, ich bin kein Psychotherapeut.
    "Und in diesen Zeiten über "Helden" oder "Nichthelden" zu sprechen, find ich reichlich anmaßend. Da könnte man als Psychologe fragen, warum tun Sie das? Wollen Sie beide als Helden gesehen werden?"
    Sie glauben tatsächlich, da schreibt jemand ein Buch über Helden, ein Moderator lädt diesen Autor ein und spricht mit ihm über sein Buch etc. und beide tun das nur, weil sie Helden sein wollen?

    • chico sagt:

      Lieber Rüdiger Lenz,
      es tut mir leid, wenn ich mich mißverständlich ausgedrückt hatte. Genau das, was Sie schrieben (im Privaten zurückziehen), meinte ich ja auch. Ich frage mich auch selber, warum MIR IHRE Entscheidung solches Unbehagen bereitet. Da liegt der Schlüssel allein in mir, vielleicht finde ich ihn noch.

      Ich denke mir, Sie sind so früh durch Ihr Engagement vorgetreten und haben sich angreifbar gemacht, und – gerade jetzt – ist die Chance auf Erfolg so groß wie nie – und Sie kehren sich ab…

      Ich selbst teste gerade in kleinen Runden Fragen wie:
      – Wer von Euch will sich denn noch gegen Corona impfen lassen? (plötzlich erzählt einer von seinen Impf-Nebenwirkungen)
      – Glaubt einer von Euch eigentlich wirklich, daß wir auf dem Mond waren? (plötzlich fängt einer von den Ungereimtheiten von 9/11 an)

      Ich glaube wirklich, daß aktuell viele "Narrative" bröckeln.

      Böse meinte ich es wirklich nicht.

    • Chico, ich habs auch nicht böse von Ihnen aufgefasst :)

  13. rostbeule sagt:

    Sehr geehrter Herr Fleck,
    sehr geehrter Herr Lenz,

    nachdem ich mir Ihr gemeinsames Gespräch angeschaut und die Kommentare gelesen habe, entschied ich mich hier zu kommentieren.
    Mein Kommentar bezieht sich auf Herrn Fleck's Austausch mit dem Kommentierenden "chico" und die Kommentierende "Idaks":

    Sie beide – Herr Fleck und Herr Lenz – sind Objekte von "Idaks" und "chico"! Die im Kern deutlich erkennbare Aggression der beiden Kommentierenden in Ihre Richtungen ist Ausdruck der enttäuschten Erwartungshaltung die dem Objekt entgegengebracht wird. Wir sehen hier – bedauerlicherweise – das Kernproblem unserer Gesellschaft. Auch unter denen im sogenannten Widerstand, der Friedensbewegung, der Umweltbewegung, der Demokratiebewegung etc. ist das selbe Problem ursächlich für unsere aktuell prekäre Situation – weltweit!
    Und da komme ich auf Herrn Lenz und seinen Ausführungen zwischen Minute 1:01:55 bis 1:02:15 zurück. Zutreffend im Kern der Problematik erklärt – an einem simplen Beispiel! Ich verstehe Sie sehr gut Herr Lenz!
    Wie jedoch sollen diese Menschen das verstehen? Menschen die ein Leben lang gelernt haben andere zum Objekt ihrer selbst zu machen und das mit allen Formen der Gewalt zum Ausdruck bringen und durchsetzen. Dabei ist es völlig egal mit wieviel "Gutem" man sich schmückt. Beste Beispiele bieten die aktuelle politisch Agierenden die sich – und da habe ich keinen Zweifel – für "Gut" im besten Wortsinn halten und dabei die Welt in Brand setzen ….. Wir sehen es überall…

    Ihnen beiden einen friedvollen und warmherzigen Start ins neue Jahr.

  14. Helden – daran haben die Reden von Präsident Selenskyj mehrfach erinnert – müssen vor allem ein bestimmtes Kriterium erfüllen: Sie müssen tot sein! Nur wer sein Leben für eine größere Sache opfert, ist ein Held.
    Was Nena in diesem Zusammenhang zu einer Heldin macht, bleibt mir ein Rätsel, zumal es so etwas wie negative Publicity im Unterhaltungsgeschäft nicht gibt. Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhalten, greifen Künstler auf jedes Mittel zurück – gerne auch auf einen Skandal.
    Gil Ofarim z.B. schämte sich nicht, völlig unschuldigen Menschen Antisemitismus vorzuwerfen, obwohl er sich die gesamte Geschichte seiner Diskriminierung selbst ausgedacht hatte. Die Gruppe "Rammstein" inszenierte im ausgehenden Jahr geschickt Gerüchte über Vergewaltigungen bei ihren Konzerten und bekam dafür kostenlose Werbung in allen Foren, die sonst zig- Millionen € gekostet hätte und gleichzeitig stärkten sie damit ihr Image als "bad guys", das ebenfalls reine Erfindung ist.
    Nena störte es nicht, dass ihre Beliebtheit in den 80ern auf der Volksweisheit "dumm fickt gut" beruhte und jetzt, wo keiner sie mehr will versucht sie, sich selbst neu zu erfinden und als Denkerin aufzutreten. Hat sie sich damit geschadet oder hat sie gar ihr Leben für eine größere Sache geopfert? Nö – genau so wenig wie Ofarim oder Rammstein!

  15. chico sagt:

    Gestern habe ich mit meinem Partner über dieses Interview und mein Unbehagen gesprochen, dabei meinte ich auch, daß sich Rüdiger Lenz natürlich durch sein Engagement bei apolut und vorher bei KenFM bereits klar positioniert hätte. Das darf nicht vergessen werden. Liegt das Problem in meinem Kopf?

    Vielleicht kommt mein Unbehagen daher, daß ich gerade ERLEBE, daß immer mehr Menschen sich trauen, gegen die Regierungslinie zu reden, daß immer mehr Menschen sich trauen die AfD zu wählen (wenn vielleicht auch nur aus Protest). Weil ich also in meiner Realität wahrnehme, daß das offene Wort eine Wiedergeburt erlebt, erschüttert mich, daß Rüdiger Lenz sich zurückzieht. Ich befürchte, daß dieser Standpunkt bei M-Pathie entmutigend wirken könnte.

    Aber ganz wunderbar empfand ich Dirk C. Flecks Einlassungen zum Thema Tod.

    Dann noch eine Bemerkung zu den bekannten Pop-Stars, die sich positioniert haben – Nina Hagen, die in der Zeit des Shitstorms gegen Nena, folgendes verlinkt hatte:
    Nina Hagen – Im Gefängnis zu singen (Bertholt Brecht)
    https://www.youtube.com/watch?v=7VEqQTz7lNI

    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

  16. Idaks sagt:

    Entschuldigung, sehr geehrter Herr Fleck! Sie haben völlig recht.
    Dennoch haben auch Sie sich nun redlich in den Schatten gestellt mit ihrer Reaktion auf mein Geschriebenes. Und da wollte ich gestern abend noch Gutes über Sie schreiben, es ist mir nun vergangen.
    Herr Lenz hat inzwischen ein Problem mit sich selbst, das hört jeder Laie nun heraus, da muss ich keine Psychologin sein. Vielleicht sollte auch er einmal reflektieren und ehrlich zu sich sein. Inzwischen ist es eine Zumutung ihm zuzuhören. Und das schrieb ich nicht das erstemal und auch noch nicht so klar und deutlich, wohl aber umsonst. Nun werde ich deutlicher. Vielleicht ist es eine Chance für Herrn Lenz, der mir zu Anfang aller Empathie-Gespräche mal super gut gefallen hat. Das ist leider nicht mehr so. Er darf dankend mein feedback annehmen, egal wie Sie über oder von ihm denken. Und in diesen Zeiten über "Helden" oder "Nichthelden" zu sprechen, find ich reichlich anmaßend. Da könnte man als Psychologe fragen, warum tun Sie das? Wollen Sie beide als Helden gesehen werden?
    Wissen Sie, da gibt es unzählige Menschen im Volke, die reden nicht…die tun und das jeden Tag (ohne zu reden und zu labern)!!! Und darum sind wir in dieser präkären Situation nun, weil stets nur gelabert wurde und weniger getan. So, nun habe ich mal ausgeschüttet, was mir schon lange auf der Seele brannte…Und Sie beide, eigentlich nur der Herr Lenz sollte das einmal hören…oder lesen.

    • dirkfleck sagt:

      Sehr geehrte Frau Idaks,

      ich weiß nicht, warum Sie sich so sehr in das von Ihnen selbst kreierte Missverständnis verbeißen. Sie mögen über Herrn Lenz ja denken, was Sie wollen, das sei Ihnen unbenommen, nur beleidigend sollten Sie nicht werden. Was nun das eigentliche Thema betrifft, so kann ich angesichts solcher Kommentarsätze nur noch den Kopf schütteln:

      "Und in diesen Zeiten über "Helden" oder "Nichthelden" zu sprechen, find ich reichlich anmaßend. Da könnte man als Psychologe fragen, warum tun Sie das? Wollen Sie beide als Helden gesehen werden?"

      Ausschlaggebend dafür, dass ich dieses Buch geschrieben habe, war ein Zitat des römischen Kaisers und Philosophen Marc Aurel, der uns vor fast zweitausend Jahren folgende Worte ins Stammbuch geschrieben hat: »Das Ziel des Lebens besteht nicht darin, auf der Seite der Mehrheit zu stehen, sondern zu vermeiden, sich in den Reihen der Wahnsinnigen wiederzufinden.« Meine HEROES haben sich dem systemimmanenten Wahnsinn unter hohen Risiken entzogen oder widersetzt und für eine Gesellschaft gekämpft, deren Zusammenhalt durch Toleranz und Verständnis geprägt ist. Darüber zu sprechen und dieser Menschen zu Gedenken, halten sie "in diesen Zeiten" für überflüssig? Ihr Ernst? Tut mir leid, in welchen Zeiten leben Sie? Der Gipfel Ihres Kommentars ist dann die Frage an Herrn Lenz und mich, ob wir beide als Helden gesehen werden wollen. Eine solche Bemerkung ist dreist und dumm, mehr fällt mir dazu nicht ein.

      Eines habe ich während der Beschäftigung mit diesen außergewöhnlichen Persönlichkeiten, derer ich in HEROES gedenke, gelernt: Solange wir unsere wahre Natur verleugnen, solange wir nicht mehr die Sprache des Herzens sprechen und uns stattdessen in mörderischer Konkurrenz gegenseitig die Zeit stehlen, um schließlich als willfährige Erfüllungsgehilfen einer skrupellosen, aber gut organisierten Elite zu enden, werden wir miteinander nie frei sein. Wird sich an dem Höllenritt, der uns vom wahren Leben fortführt, nichts ändern.

      Und Hans J. K. schickte mir über meine Website eine Mail, aus der ich folgende Sätze zitieren möchte: »Mit großem Interesse und großer Dankbarkeit habe ich von Ihrem Projekt gelesen, ein Buch über die von ihnen ausgewählten ›Helden‹ zu schreiben. Ich bin von Ihren Artikeln tief beeindruckt. Wir haben fünf Kinder, die uns wiederum durch ihre Familien zehn Enkel schenkten. Ich freue mich schon jetzt darauf, ihnen an ihren Geburtstagen Ihr Buch mit den wirklichen Helden zu schenken. Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Grundhaltung, Klarheit, Ehrlichkeit und den Mut, uns interessierten Lesern das zu zeigen, was im Leben wirklich wichtig ist.«

  17. otto Fraeser sagt:

    Dirk C. Fleck erkenne ich am ersten Satz , was auch immer er veröffentlicht (hat), ohne es jedoch vorher gekannt zu haben. Es ist sein ureigener Stil der durchschimmert.
    Dieses Gespräch hatte einige Ausblicke in eine neue Dimension, denen man höchst selten begegnet. Nur durch eigenes Beackern des Feldes in mir drin blitzen solcherlei Wiedererkennungsmomente auf, vermögen Mosaiksteinchen zu einem Bild zu fügen.

    Zu gerne hätte ich mehr Dirk C. Fleck und weniger Rüdiger Lenz vernommen.
    Ich dachte das wäre ein Interview, liege aber vermutlich falsch ;)

    Lassen Sie diesen Dirk C. Fleck von der Leine!

    Mit seinen 80 Lenzen (nanu, schon wieder Lenz!?) hat er uns Einiges auf leise, freiheitlich, humorvolle Art mittzuteilen .

    Man fragt niemanden, ob er ein Held ist!
    Man weiß es oder man ist blind dafür!

  18. marinasil sagt:

    Ein eindrucksvolles und spannendes Gespräch, das nicht nur den Staub von der Oberfläche fegt, sondern den Pflug ansetzt und tief gräbt. Die Heroes, die Dirk C. Fleck porträtiert hat (vielen von ihnen sind uns nicht bekannt), werden ins Licht gestellt. Sie werden endlich gesehen. In dem Bewusstsein, alles, wirklich alles, auch das eigene Leben, verlieren zu können, gehorchten sie einer inneren Instanz, die ihnen die Kraft gab, gegen Ungerechtigkeit und Wahnsinn Widerstand zu leisten. Finden wir solche Menschen heute noch? Bereits die popelige Corona-Krise hat es geschafft, dass die große Masse mit den Wölfen heulte. Nachbarn wurden denunziert, wenn sie Besuch empfingen, rote Kontrollbänder vor Hauseinfahrten markierten das Haus als Quarantänestation. Wenn ein positiv Getesteter vor die Haustür ging, um ein wenig frische Luft zu atmen, wurde er lautstark und schroff zurückgewiesen. HEROES wie Theodor Neubauer, Rosa Parks und Paul Grüninger z.B. leisteten in noch viel härteren Zeiten Widerstand. Heute reicht ein kleiner Windhauch und unsere Gesellschaft fällt um. Das Gespräch ist tiefsinnig und beleuchtend. Man fragt sich, wie die verzogenen und „überbehüteten“ Generationen der Zukunft wohl auf solche Umstände reagieren werden. Ich kann nur Rüdiger Lenz und Dirk C. Fleck in allem, was sie sagen, voll beipflichten.

  19. Dean Braus sagt:

    Herzlichen Dank für dieses Interview. Ich kannte Dirk C. Fleck nicht und werde gerne mehr von ihm lesen und hören. Das C ist wohl als Andeutung auf die Tonfrequenz gemeint, das ist bestimmt eine wohltuende Schwingung, die als gemeinsame Kraft messbare Energie nach Einsteins Ausführungen birgt. Es tat gut zu hören, dass Nena im Buch erwähnt wird. Ich erinnere mich nämlich auch an ihren einsamen Aufruf an unser Menschsein, während fast alle Künstler und Prominenten im Gleichschritt marschierten.

  20. chico sagt:

    Die erste Viertelstunde hat mich sehr enttäuscht: Ich sage nicht mehr, was ich denke…

    Dazu sagte ein Vertreter eines alternativen Mediums sinngemäß: Ich bekomme sehr viel Zuspruch "Gut, daß Sie es aussprechen." und er denkt sich: "Schön, wenn Sie es auch aussprechen würden."

    Ohne ein Held zu sein: Ich mache die Schweigespirale nicht mit.

    Und jetzt bin ich in der letzten Stunde: Bringt es etwas, sich einem Kind zu verweigern, weil man weiß, was aus ihm wird, wenn alles so läuft, wie es laufen wird – und keiner – auch man selbst – steht nicht bei?
    Rüdiger macht die Augen zu, weil es ihm weh tun würde. Rüdiger äußert sich nicht mehr auf Parties, weil?

    Mir hat das Gespräch nur bei einigen Passagen Dirk C. Flecks gefallen, meistens hatte ich ein dumpfes Unbehagen.

    • Idaks sagt:

      Kann ich nur unterstreichen, es ging mir ganz genauso. Ich bin inzwischen abgekommen davon, jeden Beitrag mit und von Rüdiger Lenz gut zu heißen. Ich stellte mir auch die Frage warum? Kann es sein, dass auch der Rüdiger Lenz irgendwo hängt und nur noch jammert? Es stößt mich inzwischen ab, seine persönlichen Kommentare zu hören. Sie haben etwas von "steckengeblieben sein", statt in die Aktion zu treten. Lieber Herr Lenz, wenn Sie als Psychotherapeut nicht mehr hinschauen und begleiten können, es gibt weitere berufliche Alternativen. Wie wäre es mit dem Bio-Kartoffel-Anbau? Denn jene sind sehr gesund, helfen zu überleben, man ist täglich in der gesunden Natur und Sie können die Pflanzen wachsen sehen. Ich spreche aus Erfahrung, es ist einfach wunderbar. Auch hierin tun wir etwas wundervolles: nämlich gesunde Nahrung/Natur zu schaffen, die in Gefahr ist. Herzliche Grüße!

  21. vizero 13 sagt:

    Tolles Gespräch. Dabei ist mir bewusst geworden, was im Unterbewusstsein schon lange wirkt, nämlich dass ich nicht das Zeug zum Helden habe, und dass dies womöglich der Hauptgrund dafür ist, dass ich mich von Karriereleitern ferngehalten habe. Wahrscheinlich hätte ich genauso (oder noch schlimmer) versagt wie Reinhard Mey, Christian Drosten und andere aus der Riege der Einflussmenschen.

    • dirkfleck sagt:

      In den beiden vorstehenden Kommentaren wird mit keinem Wort auf das Thema des Gesprächs eingegangen. Stattdessen findet eine unflätige Beschimpfung, ja fast Beleidigung eines Menschen statt, mit dem ich mich hervorragend austauschen konnte. Rüdiger Lenz ist ein feinfühliger, intelligenter Mensch und ein hervorragender Moderator. Der Mann ist nicht "steckengeblieben", lieber Idaks, er reflektiert vielleicht ein wenig umfassender und besonnener als Sie, bevor er "in Aktion tritt". Also rupfen Sie Ihre Bio-Kartroffeln selbst aus in der gesunden Natur, dort bekommen Sie mit Sicherheit mehr Farbe, als Sie in Ihren Worten hier zur Schau stellen konnten.

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