Die wahren Helden | Von Dieter Höntsch

Ein Kommentar von Dieter Höntsch.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im Rubikon – Magazin für die kritische Masse, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Wer sich um eine Verhandlungslösung im Russland-Ukraine-Konflikt bemüht, ist mitnichten ein „Weichei“ — er rettet Menschen, indem er sein eigenes Ego zurückstellt.

Marshall B. Rosenberg war der Vater der „Gewaltfreien Kommunikation“. Stets versuchte er darauf hinzuwirken, dass Menschen im Konfliktfall ihre gegenseitigen Bedürfnisse ernst nahmen und diese ohne verbale Aggressivität aussprachen. Betrachtet man die Verlautbarungen der Politiker, die sich derzeit zum Russland-Ukraine-Konflikt äußern, so drängt sich der Eindruck auf, diese hätten allesamt Kurse in Gewalttätiger Kommunikation belegt. Das gilt für alle beteiligten Seiten. Denn „Mit Aggressoren redet man nicht“; vielmehr scheint es notwendig, diese zu beschämen, niederzuringen oder im besten Fall sogar zu vernichten. Dass daraus kein Friede entstehen kann, leuchtet Menschen, die sich ihren gesunden Menschenverstand bewahrt haben, unmittelbar ein. Wer Frieden stiftet, sollte deshalb in einer Gesellschaft hoch angesehen sein, wer auf Krawall gebürstet ist, dagegen unter Rechtfertigungsdruck geraten. Oder? Leider müssen wir feststellen, dass Menschen, die auf eine Verhandlungslösung mit Russland drängen, als Feiglinge und Verräter abgekanzelt werden, gar als Schergen des Erzfeindes, welche aus dem öffentlichen Raum verbannt werden müssten. Dabei sind gerade jene die wahren Helden, die eine robuste und selbstgerechte Sprache durch Einfühlungsvermögen ersetzen. Auf diese Weise „feige“ zu sein, ist in einer Zeit, in der die Scharfmacher das große Wort führen, in Wahrheit ungemein mutig.

„Alles, was Menschen sagen oder tun, tun sie, um sich Bedürfnisse zu erfüllen.“ Das ist für mich eine der wichtigsten Botschaften des amerikanischen Psychologen M. B. Rosenberg, dem Vater der Gewaltfreien Kommunikation (GFK). Gewaltfrei kommunizieren meint, mit Worten nicht zu verletzen, würdevoll und respektvoll mit anderen, aber auch mit sich selbst umzugehen. Grundlagen der GFK sind neben Bedürfnissen, Gefühlen und Beobachtungen Strategien zur Erfüllung der Bedürfnisse.

Wir Menschen haben alle die gleichen Bedürfnisse. Dabei geht es uns um Glück, Gesundheit, Frieden, Freiheit, Respekt, Anerkennung sowie vieles mehr, um all das, was wir brauchen, damit es uns gut geht. Um uns unsere Bedürfnisse zu erfüllen, bedarf es konstruktiver Strategien.

Bedürfnisse haben nichts mit Not, Leid, Gewalt oder gar Krieg zu tun. All das entsteht durch destruktives Handeln. Wer meint, dass es alternativlos ist, Konflikte mit Gewalt oder gar Krieg lösen zu müssen, dem mangelt es an Kompetenzen, um konstruktive Wege zu suchen und Konflikte einvernehmlich zu lösen. Verfügen Menschen in verantwortungsvollen Positionen nicht über konstruktive Konfliktlösungskompetenzen, kann das dramatische Folgen haben, nicht nur für Einzelne oder die Bevölkerung eines Landes. Diese Auswirkungen können die gesamte Menschheit treffen.

Konflikte entstehen nicht durch die unterschiedlichen Bedürfnisse, die für die Menschen jeweils gerade vorrangig sind, sondern durch die unterschiedlichen Mittel und Wege, mit denen Menschen versuchen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Ein Staatschef, der sein Land bedroht sieht und meint, die Sicherheit seines Landes gewährleisten zu müssen, indem er Teile eines Nachbarlandes annektiert, handelt destruktiv, ja sogar menschenverachtend. Versucht ein anderer Staatschef, sein Bedürfnis nach Sicherheit für sein Land mit Sanktionen gegen den Angreifer sowie mit Waffenlieferungen an den Angegriffenen zu erfüllen, handelt dieser ebenfalls destruktiv und verstärkt dadurch den Strudel der Eskalation.

Alternativen zu destruktivem Handeln gibt es immer. Die wohl naheliegendste Alternative im Fall militärischer Handlungen gegenüber einem Nachbarland ist der beharrliche Verhandlungsweg. Auf diesem Weg können die Bedürfnisse, Anliegen und Ziele beider Seiten berücksichtigt werden, um zu Lösungen zu kommen, die den Menschen tatsächlich dienen.

Wo Bedürfnisse ignoriert werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Konflikte immer weiter eskalieren. Genau das erleben wir gerade im Spannungsfeld Russlands und der Ukraine, aber auch anhand der aktuellen Situation in Deutschland.

Die wahren Helden

Es scheint aussichtslos, der Spirale des Krieges und der Sanktionen zu entkommen, bevor nicht alles in Schutt und Asche liegt.

Doch Politiker, die trotz allem immer wieder den Verhandlungsweg anstreben, sind keineswegs „Loser“. Sie sind die wahren Helden, denn sie dienen den Menschen. Vorbilder sind hier vor allem Mahatma Gandhi und Nelson Mandela.

Doch so mancher unserer Volksvertreter scheint vergessen zu haben, wen er eigentlich vertritt. Oder ist es den destruktiv agierenden Politikern gleichgültig, welche Bedürfnisse jene haben, die sie zu vertreten haben? Schließlich gelten für Deutschland die Grundsätze einer repräsentativen Demokratie. Gerade deshalb muss Politikern auf konstruktive Art und Weise so oft und so deutlich wie nötig bewusst gemacht werden, wen sie gemäß ihres Wahlauftrages zu vertreten haben und welche Bedürfnisse jene haben.

Es reicht nicht aus, wenn Menschen artikulieren, was sie nicht wollen. Kein geistig gesunder Mensch will Not, Gewalt oder Krieg. Es muss offenbar immer wieder deutlich hörbar und beharrlich vermittelt werden, was die Menschen brauchen. Dazu gehören noch viel mehr als Frieden, Sicherheit, Gewaltlosigkeit, Freiheit, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Wahlversprechen zu machen und im alltäglichen politischen Alltag das Gegenteil zu tun, ist jedenfalls Betrug am Wähler. „Keine deutschen Waffen in Kriegsgebiete und Diktaturen“, heißt es zum Beispiel im Bundestagswahlprogramm der Grünen zur Bundestagswahl 2021. Die gegenwärtige Realität sieht anders aus.

Rosenberg hat erkannt, dass die Menschen oft nicht das wiedergeben, was wirklich geschah oder gerade geschieht, also ihre tatsächliche Beobachtung, sondern ihre bewertete Sicht. Statt: „Sie bedrohen mit ihrem Handeln den ganzen Kontinent“, könnte es heißen: „Sie haben in den letzten Wochen Teile ihres Nachbarlandes annektiert.“

Sicherlich sind dabei Bedürfnisse wie Sicherheit und Verlässlichkeit verletzt worden. Gefühle in diesem Zusammenhang können Sorge, Angst, Wut oder Ratlosigkeit sein. Eine Strategie zur Erfüllung der unerfüllten Bedürfnisse könnte eine Bitte sein: „Bitte ziehen Sie Ihr Militär unverzüglich aus den annektierten Gebieten zurück. Was braucht es, damit das für Sie machbar ist?“ Mit dem zweiten Satz wird anerkannt, dass auch für die andere Seite Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sie den Weg der Lösungssuche mitgehen kann. Gleichzeitig wird durch den zweiten Satz die Tür zu Verhandlungen geöffnet.

Der wichtige Weg der Lösungssuche

Das Argument „Mit Aggressoren verhandeln wir nicht“ ist dabei fehl am Platz, denn letztlich geht es im konkreten Fall um das Wohlergehen von Menschen, ja sogar um Menschenleben. Natürlich müssen beide Seiten bereit sein, sich auf den Weg der Lösungssuche einzulassen. Dem anderen diese Bereitschaft von vornherein abzusprechen, ohne es nicht geduldig versucht zu haben, zeugt allerdings von Überheblichkeit und politischem Unvermögen. Wer konstruktive Lösungen für die Menschen anstrebt, der darf auf keinen Fall müde werden, die andere Seite immer wieder für den Prozess des aufeinander Zugehens zu gewinnen.

Das wird doch eh nichts, „höre“ ich die Skeptiker sagen. Ja, die Gefahr des Scheiterns besteht natürlich. Zeichnet sich das Scheitern ab, gilt es immer wieder neue konstruktive Wege zu finden. Dazu kann gehören, dass die Menschen immer deutlicher und nachdrücklicher das zum Ausdruck bringen, was sie brauchen, um menschenwürdig leben zu können.

Natürlich kann die Situation noch viel komplizierter sein, als es auf den ersten Blick scheint, vor allem dann, wenn hinter den Akteuren mächtige Kräfte stehen, die im Dunkeln bleiben, destruktive Ziele verfolgen und sich nicht scheuen, andere destruktive Kräfte für ihre Interessen zu missbrauchen.

Der Weg zum Erfolg mag ein mühsamer sein. Doch das, was im Ergebnis winkt, ist das Wohlergehen von Menschen, ein wahrhaft lohnendes Ziel.

Die Methode der Gewaltfreien Kommunikation kann auf diesem Weg ein Erfolgsfaktor sein. Sie ist eine hochwirksame Methode des menschenwürdigen Miteinanders und der Konfliktlösung. In unzähligen Konflikten unserer Welt, selbst in sehr verhärteten, konnten GFK-Trainer bereits dazu beitragen, die Konflikte zu entschärfen und zu konstruktivem Miteinander zu finden. Mögen sich die Verantwortungsträger solcher Werkzeuge bedienen, indem sie lernen, die Methode des gewaltfreien, wertschätzenden und respektvollen Miteinanders anzuwenden beziehungsweise jene hinzuzuziehen, die die Methodik der GFK beherrschen.

Die Gewaltfreie Kommunikation ist leicht zu erlernen, zumindest wenn ein GFK-Trainer beim Erlernen hilft. Die Zahl jener, die die GFK erlernen und auch vermitteln, wächst stetig. Schade, dass es nur wenige Schulen gibt, in denen schon die Kinder die GFK vermittelt bekommen.

Verhandeln, verhandeln, verhandeln, und das respektvoll – wichtige Schritte auf dem Weg in eine menschenwürdige Zukunft.

+++

Dank an den Autor und den Rubikon für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Dieser Beitrag erschien zuerst am 10. November 2022 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

+++

Bildquelle: SmartPhotoLab/ shutterstock

+++
Apolut ist auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommen Sie zu den Stores von Apple und Huawei. Hier der Link: https://apolut.net/app/

Die apolut-App steht auch zum Download (als sogenannte Standalone- oder APK-App) auf unserer Homepage zur Verfügung. Mit diesem Link können Sie die App auf Ihr Smartphone herunterladen: https://apolut.net/apolut_app.apk

+++
Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/

+++
Ihnen gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/

+++
Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut

Auch interessant...

Kommentare (23)

23 Kommentare zu: “Die wahren Helden | Von Dieter Höntsch

  1. B-frank sagt:

    Werter Herr Höntsch,
    von der Konstitution her bin ich zweifellos bei Ihnen. Die aber hinauszutragen in die Welt bringt enorme Reibung mit der Realität zu tage. Wir treffen dort einen Bully
    (den der nicht kyrillisch kann), für den Diplomatie und Protektionismus nur Spielarten des Krieges um Dominanz sind – nicht mehr und nicht weniger. Warum heißt Kalter Krieg kalter "Krieg" und warum heißt für uns "Frieden", wenn doch während der von Deutschland garantierten Minsker Abkommen fünfzehntausend Kinder, Frauen und Männer von ihren eigenen Landsleuten zu Tode "gebracht", Hunderttausende mehr verletzt, verstümmelt, traumatisiert wurden?
    Wer hat von der Instrumentalisierung dieses leidgeprüften Landes schon 2008 abgeraten? Der wichtigste Abgesandte unserer Ersten Freunde und heutige Chef einer großen Drei-Buchstaben-Agentur sah dessen Aufrüstung sinngemäß als Rezept zum Dritten Weltkrieg.
    Aber auch ein Herr P. wurde mit diesem Anliegen in jedem einzelnen seiner Dienstjahre bei uns vorstellig – seine Valdai-Rede letztens wäre für künftige Emissäre eine höchst aufschlußreiche, für manche überraschend rationale Verhandlungsbasis. Thomas Röper hat sie gut lesbar übersetzt.

  2. Hallo, Dieter Höntsch!

    Ich zitiere Sie mal: " Ein Staatschef, der sein Land bedroht sieht und meint, die Sicherheit seines Landes gewährleisten zu müssen, indem er Teile eines Nachbarlandes annektiert, handelt destruktiv, ja sogar menschenverachtend."
    Sollte ich mich täuschen, oder meinen Sie den russischen Staatsschef Putin? Wenn ja, erkläre ich Sie für entweder, unbelesen, uninformiert, Bild -Leser oder noch Schlimmeres. Wenn Sie irgendwen anderen gemeint hätten, sagen Sie wen? Wenn Sie jedoch Herrn Präsident Putin gemeint haben, betrieben Sie Volksverhetzung. Dann würden Sie nämlich einen völkerrechtswidrigen Ukraine-Artillerie-Völkermordkrieg gegen hauptsächlich Donbass-Bewohner, Zivilisten gutheißen. Die Istanbul Verhandlungsergebnisse Ende März besagten, dass bei Anerkennung der Minsk Festlegungpen Russland sofort wieder abzöge. Mit Mann und Maus. Hat dann die NATO ablehnen lassen. Trifft also auf Herrn Putin mehrfach nicht zu. Wen meinen Sie bloß?

    • Koven sagt:

      "völkerrechtswidrigen Ukraine-Artillerie-Völkermordkrieg gegen hauptsächlich Donbass-Bewohner, Zivilisten gutheißen."

      Russische Propaganda, sie sie nachplappern. Nicht mehr und nicht weniger.

    • B-frank sagt:

      Bitte OSZE Reports nachlesen. Was dort nicht vorkommt, können wir hernach immernoch mit dem abgleichen, was zwei Dutzend West-Journalisten seit 2013 von dort berichten.

  3. Nevyn sagt:

    Zitat aus: https://transition-news.org/das-andere-wort-zum-sonntag-oder-der-neue-auszug-aus-agypten

    Eine entsprechende Zeremonie soll heute Sonntag, 13. November, auf dem Berg Sinai stattfinden, so dass die Religionsführer morgen Montag zwischen 10.30 und 11 Uhr (9.30 – 10 Uhr MEZ) die «Ten Universal Principles for Climate Justice» verkünden können. Im offiziellen «Climate Action Calendar» fehlt dieser Tagespunkt interessanterweise.
    Man beachte hierbei:
    Auf dem Berg Sinai (der richtige liegt wahrscheinlich im heutigen Saudi-Arabien) erhielt Mose von Gott die grundlegenden Zehn Gebote. Der Nimbus dieses Geschehens wird jetzt nachgeahmt und in den Dienst menschengemachter Ziele gestellt.
    «Religionen» würden «eine Änderung des Herzens» bewirken. Nach der Bibel ist das Gott selbst durch den Heiligen Geist und keine Einrichtung pseudofrommen Gebietens.
    Der Mensch macht sich selber zu Gott. Seine eigenen Satzungen bekommen Erlösungscharakter. «Die grossen Religionen der Welt strahlen Weisheit aus, die die Welt heilen kann», säuseln die Macher hinter «Elijah Interfaith», einem Mitorganisator von COP27. «Er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts», urteilt Paulus.
    Die Anbetung des Einen Gottes wird ersetzt durch einen Kult um «Mutter Erde». Dieser Schritt ist seit Jahrzehnten angebahnt in braun-grünen Ideologien und esoterischen Phantasien. Wer ihnen bereits anhängt, der mag diese neue «Ent-Wicklung» willkommen heissen.
    Es entsteht das Glaubensmonopol einer reinen Diesseits-Religion und mit ihr neue Bestimmungen von Rechtgläubigkeit und Ketzerei. Deren neue Folgen werden die alten sein. «Der Knecht ist nicht grösser als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.» Johannes 15,20

    So weit sind wir also schon mit der luziferischen NWO. Ägypten gilt symbolisch als Land der Knechtung des Menschen durch die Materie.
    Nun führt man den Menschen dorthin zurück und bindet ihn rituell an die Materie und die neue Klimareligion um ihn zu knechten für alle Zeit wie in Herr der Ringe.

  4. Bertheau sagt:

    Über die grundsätzliche Notwendigkeit von Verhandlungen und Frieden kann man schön philosophieren, aber in diesem Fall sehe ich überhaupt keine Grundlage für Verhandlungen. Das Kiewer Regime und die Nazi-Extremisten würden keine Regelung akzeptieren, die ihnen nicht sämtliche verlorenen Gebiete einschließlich der Krim zurückgibt. Außerdem haben die US-Strippenzieher kein Interesse an der Beendigung des Krieges, auf den sie so lange hingearbeitet haben und mit dem Rußland vernichtend geschwächt werden soll.
    Aber auch für Rußland steht viel auf dem Spiel. Es darf keine Regelung geben, bei der wiedergewonnene russische Gebiete aufgegeben werden, einschließlich der Stadt Cherson. Es geht nicht nur um diese Gebiete und die Sicherheit ihrer Bewohner, sondern darüber hinaus um die Existenz der ganzen Russischen Föderation!

  5. Zara Trusta sagt:

    Wenn ein zinsbasiertes Finanzsystems an den Inflationspunkt gelangt, so war und ist stets der Krieg der gängige Weg zum Reset .
    Andernfalls müssten die Inhaber der Finanzmacht ihren Status aufgeben,.
    Aber dazu kann man sie offensichtlich mit den aller freundlichsten Worten ums Verrecken nicht bewegen.
    Und die Chancen werden noch zunehmend schlechter, da eine Unzahl von weiteren Verbrechen begangen und kaschiert werden müssen, damit das gelingen kann.
    Russland hat mittlerweile wohl die fähigsten Diplomaten und folgt grundsätzlich ins gesamt vergleichsweise einer sehr auf Frieden bedachten Agenda ..
    Die Stärke der anderen Seite besteht in einem über 100 000 Mann starken CIA , unterstützt von noch einmal so vielen Mitarbeitern anderer sogenannter Geheimdienste mit erstklassiger Ausbildung in Lügen, Klauen und Betrügen.
    Hunderte von NGOs manipulieren nach deren Vorgaben das, was als Realität verkauft wird.
    Dazu verbergen sich die eigentlichen ´Strippenzieher´ hinter einem institutionalisierten Heer von Crash-Test-Dummies der Politiker und Promi-Milliardär-Kaste.

    • Koven sagt:

      "Russland hat mittlerweile wohl die fähigsten Diplomaten und folgt grundsätzlich ins gesamt vergleichsweise einer sehr auf Frieden bedachten Agenda .."

      Ist das ihr Ernst? In welcher Realität leben sie? Wer hat denn ein anderes Land angegriffen und möchte es sich aneignen?

    • Zara Trusta sagt:

      Sie sind da wohl durch Propagandamedien informiert, und absolut nicht im realen Bilde.
      Abspaltung der Russischen Ukrainer bis zum Genozid wurde nach dem Staatsstreich 2014 systematisch mit US-Unterstützung betrieben.. Siehe Odessa…
      Die Offensive auf die Volksrepubliken wurde vom Westen bereits 2015 gestartet..
      Erst nach Anerkennung als souveräne Republiken wurde die SPEZIALOPERATION gestartet.
      Dabei geht es nicht darum die Ukraine zu erobern, sondern nachdem wie die das sehen, darum die korrupten Oligarchen samt Nazis zu beseitigen und dem Land seine neutrale Souveränität wieder zu geben, und vor allen darum die MILLIONEN von Ukraine-Russen, den man die eigene Sprache verboten hat etc. nicht ihrem Schicksal zu überlassen. Denn das hätte Putin nichtüberstanden.

    • Koven sagt:

      Na dann lass ich sie mal ungestört in ihrer Verschwörungsblase in Ruhe. Ich bin mir sicher, schön ist es darin sicher nicht. Sondern es gibt nur einen bösen Feind, der eigentlich immer USA heißt.

      Fakt ist, Russland hat angegriffen. Da können sie ihren Blödsinn noch dreimal schreiben. Daran ändert sich nichts.

    • Ich empfehle Ihnen noch, sich bezüglich irgendwelcher unreifer Kommentare zu Ihrem Faktenvortrag auf Marshall McLuhan zu besinnen. Nämlich anstatt Koven zu verachten, sich Empörung für Wichtiges aufzusparen.
      McLuhan: "Moralische Entrüstung ist eine Methode, Idioten Würde zu verleihen."

    • cumbb sagt:

      @ Koven:
      Ein "Krieg" hat nie einen Anfang und auch kein Ende;-)
      Kannst Du, bei "Deinem " "Intellekt", nichteinmal endlich an Deine Mitmenschen denken;-?

    • AKONIT sagt:

      Lieber koven, es gibt so viele Beiträge auf apolut, die das Engagement der USA in der Ukraine belegen, mit dem Ziel einer Eskalation, um Russland in einen Krieg zu locken. Das ist gelungen, nachdem die Rote Linie überschritten wurde, die von Russland zu seiner Sicherheit gezogen wurde: kein NATO Beitritt, keine Nuklearbewaffnung der Ukraine. Nachdem Zelensky nach Atomwaffen schrie, erfolgte der Angriff – völkerrechtswidrig. Mal abgesehen vom Völkermord, den Kiev betrieb, stelle ich die hypothetische Frage: Was wurden die USA tun, wenn Mexiko in ein Militärbündnis mit China und Russland einträte und sich atomar bewaffnen wollte?

    • Koven sagt:

      "viele Beiträge auf apolut, die das Engagement der USA in der Ukraine belegen"

      Da kann Apolut das hundertmal schreiben, Falschbehauptungen bleiben Falschbehauptungen. Und sie plappern russische Propaganda nach (Narrativ: Arme Russland konnte nicht anders, als ein Nachbarland zu überfallen). Selensky hat nie nach Atomwaffen für sein Land gefordert, auch eine Falschbehauptung. Oder zeigen sie mir eine seriöse Quelle, wohlgemerkt vor Ausbruch des Krieges muss das ja gewesen sein.

    • B-frank sagt:

      Also vor hundert Jahren hätten wir auf die Veröffentlichung der Memoiren der Akteure warten müssen. Heute stehen die eitel
      (oder überlistet) in Kameras und Mikrofone gesprochenen Eingeständnisse im Netz!
      Wer dem und einschlägigen Dokumentationen aus dem Weg gegangen ist, muß eben was anderes substantielles auf den Tisch legen. Wollen wir den Jugoslawien-Konflikt beginnen zu erklären ab der ersten Bombennacht in Belgrad?

  6. „Westliche Werte“?

    Falls die Ukraine (NATO?) die Antonivsky-Brücke bei Cherson zerstört hat, dann wollten sie damit möglicherweise erreichen, dass Cherson absolut vom Norden abhängig ist und sich dem Regime von Kiew unterordnet, um versorgt zu werden und nicht zu verhungern.

    Aus demselben Grund könnte die Ukraine (NATO?) möglicherweise auch versucht haben, die Brücke über die Krim zu zerstören, nämlich damit die Krim nicht mehr von Russland vom Osten versorgt werden kann und damit die Krimbewohner auf eine Versorgung aus dem Norden, der Kiew untersteht, angewiesen sind und sich Kiew unterordnen.

    Und falls die NATO Nordstream zerstört hat, könnte es dies aus demselben Grunde begangen haben, nämlich damit Deutschland gezwungen ist, sich dem Westen zuzuwenden und sich ihm unterzuordnen, da es von Russland nicht mehr von Gas versorgt werden kann und somit der Westen die einzige Möglichkeit darstellt, wenn es nicht im Winter erfrieren will.

    Gegebenenfalls wären diese militärischen Aktionen möglicherweise Kriegsverbrechen.

    • AKONIT sagt:

      Sehr richtig. Es sind Verbrechen, Brücken zu sprengen und Erdgasleitungen zu zerstören – kein Zweifel. Wenn diese Taten aber aus strategischen Gründen geschehen, sind es plötzlich keine Verbrechen mehr und werden von „uns Guten“ geduldet.

  7. momus sagt:

    Die psychologische Analyse politischen Handelns, zu dem insbesondere auch die Verlautbarungen der Staatsmedien gehören, ist für politisch Informierte, die alternative Medien benutzen, sinnlos, weil sie offene Türen einrennt. Sie könnte den Konsumenten der Propagandamedien nützen, doch diese verirren sich nicht hierher. Das Psychologisieren ist andererseits gefährlich, weil sie vom Entscheidenden, von der Interessenlage der beteiligten Opponenten, absieht und damit den Eindruck erweckt, die Opponenten müssten nur einen Kommunikationskurs belegen und schon wäre der Frieden gewonnen. Wer die Haßpropaganda, die in den westlichen Qualitätsmedien seit mindestens 15 Jahren gegen Putin läuft, registriert hat, weiß, welches schmutzige Spiel gespielt wird und wird das Psychologisieren als einen Ansatz betrachten, der aus politischer Ahnungslosigkeit erfolgt.

    • Nevyn sagt:

      Das sehe ich ein bisschen anders. Es geht darum, das eigene Paradigma zu hinterfragen. Es gibt auch auf apolut eine Reihe von Autoren und Kommentatoren im gleichen gewalttätigen Stil, nur als Vertreter der Gegenseite.

      Marshall B. Rosenberg hat seine Theorie aus der Praxis geschöpft und nicht umgekehrt, wie es die meisten "Experten" tun. Was er gefunden hat, funktioniert, auch wenn später ein typischer Verkaufs-Bohei um seine Lehre erreichtet wurde.

      Die Sache ist im Grunde einfach. Rosenberg plädiert dafür, sein Gegenüber wie sich selbst als Subjekt mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen zu sehen, statt als Objekt seiner eigenen Bedürfnisbefriedigung. Dafür ist es nötig, eine echte Beziehung einzugehen, die den Anderen in seinem Menschsein erkennt, anerkennt und respektiert, unabhängig von seinem Aussehen, seiner Meinung oder sonstigen Attributen.
      Diese Betrachtungs- und Handlungsweise ist uns allerdings fremd geworden, weil wir von klein auf von uns selbst entfremdet wurden. Wir wurden fast nie um unserer selbst willen geliebt sondern unserer Eigenschaften wegen, mit denen sich andere ihr Ego aufpolieren konnten. Und konnten sie das nicht, wurden wir nicht geliebt. Diese meist unbewusste Konditionierung sitzt tief in der Psyche.
      Man kann Menschen "öffnen", wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Maske abzulegen und sich "nackt" mit ihrer Seele zu zeigen. In diesem Moment wird jeder Mensch schön und liebenswert. Manchem gelingt das erst beim Sterben. Von Seelen zu Seele, das ist das "Geheimnis" von Rosenberg, nicht irgend welche Techniken oder Kurse und schon gar kein Maskenball.

    • Irwish sagt:

      … und wer's tatsächlich lesen möchte:

      http://irwish.de/PDF/Psychologie/_Sonstige/Rosenberg_Marshall_B-Konflikte_loesen_durch_Gewaltfreie_Kommunikation_(Aufl_15-2012).pdf

  8. Nevyn sagt:

    "Betrachtet man die Verlautbarungen der Politiker, die sich derzeit zum Russland-Ukraine-Konflikt äußern, so drängt sich der Eindruck auf, diese hätten allesamt Kurse in Gewalttätiger Kommunikation belegt."

    Die Politiker reihen sich wohl eher ein in einen gewaltigen medialen Feldzug der psychologischen Kriegsführung, hinter dem wiederum eine konkrete Absicht steckt, nämlich alles unter seinen Fuß stampfen zu wollen. Die Bedürfnisse anderer Menschen interessieren in diesem Zusammenhang nur in so weit, als dass man sie im Rahmen der Konditionierung nutzen kann, um Abhängigkeitsverhältnisse aufzubauen und und festigen. Ja, es handelt sich um gewaltsame Kommunikation und gemäß des Prinzips der satanischen Verkehrung wird sie angeblich geführt, um Hass und Hetze zu bekämpfen. Wer das Muster einmal verstanden hat, findet es überall wieder und kann den Teufel selbst dann identifizieren, wenn er Prada trägt oder eine weiße Robe oder eine Fahne mit sechs! Farben, die als Regenbogenfahne verkauft wird, aber eigentlich das Gegenteil zum siebenfarbigen Regenbogen darstellt, der den Bund des Menschen mit Gott symbolisiert. Es ist das Symbol des ANDEREN Bundes.
    Man beschäftige sich mit der okkulten Bedeutung der Zahl Sieben im Vergleich zu der Zahl Sechs. Man beschäftige sich mit der fehlenden Farbe Indigo. So kommt man den wahren Absichten dieses inzwischen ubiquitären Sechser-Symbols auf die Schliche, unter dessen Banner man die Menschheit zu knechten versucht.

  9. Sehr geehrter Herr Dieter Höntsch.
    Der Russische Präsident reichte uns seit 2001 immer und immer wieder seine Hand.
    Die immer wieder abgelehnt und weg geschlagen wurde.
    8 Jahre lang setzte er sich für die Umsetzung der Minsker Abkommens ein.
    Ab dem 16 Februar begann ein erneuter Angriff auf den Donbass der sich bis zum 22.Februar vervierfachte.
    Russland konnte es nicht zulassen das noch mehr Russischsprachige Menschen (bereits 14.000) ihr Leben lassen.
    Selbst jetzt hält Putin immer noch die Türe für die EU / BRD zur Zusammenarbeit offen.
    Ich kann da nichts destruktives am Handeln Russlands finden.
    ( https://www.youtube.com/watch?v=nHddn1_SuY4 )
    Freundliche Grüße .
    Helmut Edelhäußer

    • Irwish sagt:

      Dem schließe ich mich vollständig an! Putin gehört meiner Kenntnis nach zu den ganz wenigen Politikern, die nachweislich im Interesse ihrer Wähler handeln. So hatte Putin gleich zu Anfang seiner ersten Präsidentschaft dafür gesorgt, daß die Einnahmen aus der Erdöl- und Erdgasförderung nicht mehr den USA zukiommen, sondern dem eigenen Land. Damit hat er sich bis heute beim Imperium USA unbeliebt gemacht, um es einmal milde auszudrücken. Tatsächlich hassen ihn die einstigen Profiteure der Jelzin-Ära, weil Putin ihnen das Geschäft vermasselt hat.

Hinterlassen Sie eine Antwort