Die Technokratur | Von Felix Feistel

Ein Standpunkt von Felix Feistel.

Wenn Technokratie mit der Digitalisierung ins Bett steigt, entsteht eine lebensfeindliche Gesellschaft.

Die Corona-Ideologie treibt die besorgniserregende Entwicklung voran, technokratische Regierungsformen mit der Digitalisierung zu vereinen. Dieser Prozess mündet in einem totalitären System, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Es treibt Menschen in die Vereinsamung, bestimmt mehr und mehr jeden Aspekt des täglichen Lebens. Diese Entwicklung ist zwar nicht neu, sie wurde aber in den vergangenen zwei Jahren erheblich beschleunigt, und ihr Ergebnis zeichnet sich bereits am chinesischen Horizont ab. Heraus kommt eine Welt, die absolut nichts mehr mit den Menschen und mit Menschlichkeit zu tun hat.

Technokratie beschreibt nach dem Duden eine Beherrschung von Produktions- und anderen Abläufen mittels Technik und Verwaltung. Im weiteren Sinne wird darunter auch eine Form der Regierung und Verwaltung verstanden, deren Vorgaben mithilfe technischer Mittel durchgesetzt werden. Staaten können sich also in Technokratien verwandeln, indem Technik das Geschäft des Regierens vermeintlich rational und zuweilen automatisch umsetzt, während das Regieren an sich zunehmend anhand technischer, rationaler Vergleichsmaßstäbe bewertet wird.

Technokratie erscheint dabei vielen Menschen als ideologie- und interessenbefreit. Es sei ja möglich, die Notwendigkeiten einer staatlichen Gemeinschaft alleine mit Mitteln der Technik und des kühlen Verstandes zu erfüllen. Dies allerdings ist eine Fehlvorstellung, denn wer entscheidet über die Notwendigkeiten? Ein religiöser Staat wird ganz andere Erfordernisse für wichtig erachten als ein kapitalistischer. Die Regierungsprogrammatik würde dementsprechend nicht interessenbefreit ausfallen, sondern durchaus spezifische Schlagseiten aufweisen.

Technokratie ist damit vielmehr die Umsetzung einer Ideologie mittels Rationalität und Technik als ein Regieren auf der Basis von Wissenschaft.

Ein religiöser Gottesstaat mag es beispielsweise für erforderlich halten, möglichst viele Kirchen zu bauen und Prediger auszubilden. Ein technokratischer Gottesstaat wird also immer neue Zielvorstellungen ausgeben, wie viele Kirchen gebaut, wie viele Prediger ausgebildet, wie viele Bibeln gedruckt werden müssen, und dann all seine Institutionen darauf ausrichten, dieses Ziel zu erreichen. Anders hingegen eine kapitalistische Technokratie: Ihr Augenmerk wird auf Produktion, Kostensenkung, Export und Arbeitsplätzen liegen. Daher ist es nachvollziehbar, dass viele Menschen mit Technokratie die Sowjetunion verbinden, die in ihren Fünfjahresplänen regelmäßig Ziele zur Produktionssteigerung ausgegeben hat.

In seinem Roman „1984“ skizziert George Orwell solch eine technokratische Gesellschaft. Regelmäßig werden die Zahlen der Produktionssteigerung öffentlich bekannt gegeben und von der Bevölkerung beklatscht. Einen Bezug zu den realen Bedürfnissen der Menschen besteht dabei jedoch schon lange nicht mehr. Zudem wird der Leser im Unklaren darüber gelassen, ob diese Produktionsprozesse tatsächlich stattfinden oder nicht vielmehr nur propagandistisch vermeldet werden, ohne Entsprechung in der Wirklichkeit. Es ist eine klare Anspielung auf die Sowjetunion und ihre totalitäre Technokratie.

In seinem Roman beschreibt Orwell die Technokratie als perfektes Instrument totalitärer Herrschaft. Vorgeblich rational geht sie über den Einzelnen hinweg und postuliert im Sinne der herrschenden Ideologie höhere Ziele, denen alles unterzuordnen sei.

Technokratie ist eine Herrschaft der „Experten“, und letztlich nur noch eine Herrschaft der Zahlen und Werte, die von den sogenannten Experten richtig interpretiert werden müssen. Dadurch erhalten diese „Experten“ eine herausragende Stellung, denn sie geben die neu zu erreichenden Werte aus und bekommen damit ein gewisses Maß an Macht zugesprochen, die jedoch eng mit den Zahlen und Werten verknüpft ist.

Was ist eine Gesundheitstechnokratie?

Damit sind wir in der Gegenwart angekommen. Im Deutschland des Jahres 2022 finden wir uns in einer Technokratie wieder, wie Orwell sie kaum besser hätte beschreiben können. Hier bestimmen von „Experten“ interpretierte Inzidenzen, Impfquoten, Hospitalisierungs- und Infektionswerte das Handeln der Regierenden. Dabei ist auf die einmal als maßgebend benannten Zahlen und Werte kein Verlass, sondern sie ändern sich regelmäßig. Wir müssen den R-Wert senken und die Intensivbettenauslastung, die Infektionsketten zurückverfolgen und unterbrechen, die Impfquote steigern! War es zuerst wichtig, den sogenannten R-Wert auf unter 1 zu drücken, verlor er seine Bedeutung, sobald dieses Ziel erreicht war. Plötzlich waren die Inzidenzen von herausragender Wichtigkeit und wurden Monate später als „nicht aussagekräftig“ erklärt. Dann war die Impfquote das entscheidende Kriterium. Zuerst musste sie 60 Prozent betragen, dann 75, dann 80 Prozent. Wie hoch sie aktuell sein muss, wird schon gar nicht mehr ausgegeben. Am besten lassen sich einfach alle impfen.

Also kann und soll diese totalitäre Dynamik kein Ende erreichen. Die Maßstäbe werden stets in dem Moment geändert, da das Ziel erreicht ist. Dann werden neue Faktoren eingeführt, andere Maßstäbe gesetzt, und weiter geht der Maßnahmenmarathon. Der Einzelne wird dem höheren Ziel, „die Pandemie zu bekämpfen“, untergeordnet, muss Opfer in Kauf nehmen in seinen Freiheiten, seiner Gesundheit, um das über alles gestellte Ziel zu erreichen, das freilich nie erreicht werden kann und auch gar nicht erreicht werden soll. Mit technokratischen Mitteln wird hier eine totalitäre Ideologie aufrechterhalten, deren Narrativ durch den Wechsel der Parameter stetig neues Futter erhält.

Eine Fixierung auf einzelne Zahlen, die beliebig gesenkt oder erhöht werden, rechtfertigt jede noch so absurde Zwangsmaßnahme. Wenn der R-Wert gesenkt werden muss, dann ist es folgerichtig, Kontakte zu beschränken, Ausgangssperren zu verhängen und jeden Raum der Begegnung zu schließen. Wenn die Impfquote erhöht werden soll, rechtfertigt das die Einführung von Pflichten, den Ausschluss der Nicht-Gespritzten aus der Öffentlichkeit, und schließlich auch jeden Zwang zur Erreichung des Ziels.

Dass diese Maßnahmen keinen Nutzen für das eigentliche Ziel haben, ist dabei vollkommen irrelevant.

Die Maßnahmen sind entkoppelt von ihrer tatsächlichen Wirkung, sobald sie als ideologische Notwendigkeit ausgegeben werden. Auch der durch sie angerichtete Schaden ist dann nur ein „Kollateralschaden“, also im Zweifel ein Opfer, das eine Gesellschaft heroisch zu erbringen hat, selbst wenn der Schaden denjenigen, der abgewendet werden soll, um ein Vielfaches übersteigt.

„Jeder Infizierte ist einer zu viel“, tönt es allenthalben, was an sich schon eine unsinnige Behauptung ist, da sich Infektionen nicht verhindern lassen und rein gar nichts über Erkrankungen oder gar Todesfälle aussagen. Ignoriert werden dabei die ganzen Todesfälle durch Hunger, Suizide, verschobene Operationen oder schlicht aufgrund von Einsamkeit, die durch die technokratischen Mittel verursacht wurden und werden. Der Einzelne zählt nichts im Angesicht des großen Ganzen, und macht doch in der Summe einen nicht zu ignorierenden Teil des Ganzen aus. „Du bist nichts, dein Volk ist alles“, so wurde es den deutschen Soldaten zu Zeiten des Nationalsozialismus eingetrichtert. Ein Spruch, der sich ganz und gar auf heute übertragen lässt.

Digitale Technokratie

Die Orientierung an Zahlen und deren Entwicklung erfordert eine konstante Überwachung. So wurden parallel zur Etablierung der Werte und Maßstäbe die jeweiligen technischen Überwachungsmöglichkeiten eingeführt: die Corona-Warn-App, die Luca-App, das DIVI-Intensivbettenregister, der digitale Impfpass. Sie alle dienen als Instrumente, um die Erreichung der ausgegebenen Ziele zu überwachen, stellen aber auch ihre konsequente Verfolgung demonstrativ zur Schau. Die Einführung eines digitalen Überwachungstools begründet gerade die Notwendigkeit des zu erreichenden Ziels. Denn warum sollte eine Kontaktverfolgungsapp eingeführt werden, wenn die Kontaktverfolgung nicht für die Erreichung des höheren Zieles relevant ist?

Zugleich üben die Überwachungstools einen konstanten Druck auf die Menschen aus. Denn jede Steigerung der Inzidenz wird sogleich von einem Chor Panik schürender Medien als Katastrophe interpretiert, die Warn-App signalisiert dem Endgerätbenutzer sogar von ganz alleine, wann er in Angst und Schrecken zu verfallen und sich am besten gleich zum nächsten Testzentrum zu begeben hat. Doch mehr als alles andere dient der digitale Impfpass der Unterdrückung und Herstellung einer homogenen Masse. Denn letztlich bestimmt er über Zugang oder Ausschluss an gesellschaftlicher Teilhabe, an Berufen, an Bildung und so weiter. Noch gilt das Gleiche zumindest an einigen Stellen für einen aktuellen Test, aber dieser verliert bereits an Bedeutung.

Auch hier hält die Digitalisierung Einzug. Noch gibt es die Möglichkeit, Test und Impfpass in analoger Form vorzuweisen. Doch diese Option wird schrittweise abgebaut. In Zukunft entscheidet nur noch eine App über den Zugang zur Gesellschaft. Wohin das führt, lässt sich bereits heute in China beobachten. Hier entscheidet ein QR-Code darüber, welche Teile einer Stadt oder gar des Landes man betreten darf, ob man seinen Stadtteil überhaupt verlassen kann. Dutzendfach muss man sich am Tag als gesund ausweisen, indem der QR-Code gescannt wird. Menschen vertrauen einander nur nach Bestätigung des Gesundheitszustandes.

Damit gilt der Mensch im Angesicht der Maschine als generell krankes Wesen, dem der Makel der Virenanfälligkeit anhaftet, welcher erst nach einem Unschuldsbeweis temporär von ihm genommen wird.

Der Kontakt mit Mitmenschen wird also über eine App gestattet beziehungsweise verwehrt. Überall, an den Eingängen zu Geschäften, Einkaufszentren, Freizeiteinrichtungen, finden sich Geräte zum Einscannen der App. Die kühle, nüchterne, sogenannte Rationalität löst hier das Zwischenmenschliche mehr und mehr ab. Wo früher Menschen standen, begegnet man heute nur noch Apparaten und Bildschirmen. Das trifft auch mehr und mehr auf die Bildung zu, die in den vergangenen rund zwei Jahren zum großen Teil online über Bildschirme stattfand. Auch zwischenmenschliche Begegnungen, da oftmals verboten, waren nur noch über den Bildschirm möglich. Der Mensch wird in die vollständige Atomisierung getrieben und dabei konstant durchleuchtet und überwacht. Der perfektionierte Totalitarismus hält kühl-technokratisch Einzug in die ganze industrialisierte Welt.

Nicht nur das Leben der Menschen wird technokratisch organisiert, sondern auch der Umgang mit Andersdenkenden. In technokratischen Systemen ist die Beseitigung von Oppositionellen nur eine logische Folge der ideologischen Vorgaben. Sie wird als rational und vernünftig zur Erreichung der ausgegebenen Ziele betrachtet und dementsprechend ausgeführt. Die Internierung von Juden in Konzentrationslagern war in einem technokratischen Nationalsozialismus nur eine „logische Schlussfolgerung“, nachdem die Ideologie vom „kranken Volkskörper“, der angeblich an diesen Menschen litt, etabliert war. Damit vergleichbar ist das System der Gulags in der Sowjetunion, wo die „Konterrevolutionäre“ und „Kapitalisten“ interniert wurden.

Der Umgang mit jenen, die sich die Genspritze nicht haben verpassen lassen, wird mehr und mehr zu einem rein technokratischen Verwaltungsvorgang. Der Impfstatus, ausgewiesen in der App, entscheidet über Zugang zur Gesellschaft. Er entscheidet auch darüber, ob man als Freund oder Feind gesehen wird. Mit bewusst eskalierender Rhetorik bereiten Politiker und sogenannte Experten einen weiteren Ausschluss bereits vor, an deren Ende letztlich auch eine Internierung und Vernichtung gerechtfertigt erscheint.

Digitaler Terrorismus

Doch die digitalisierte Technokratie wird nicht stehen bleiben. Erst nach Beseitigung der gesamten Opposition wird das technokratische System zur vollen, totalitären Blüte gebracht. Die Maschine in Form zentralisierter Datenbanken, an die der Nutzer mittels App angeschlossen ist, entscheidet in Zukunft eigenmächtig über jeden Schritt der Menschen. Wer auf sein Bankkonto zugreifen darf, einen Beruf ausüben, reisen, sich gar nur aus dem Haus bewegen darf, all das wird an das eigene Verhalten gekoppelt. Dieses wird in einem Sozialpunktesystem erfasst, dessen Stand anhand von erlaubtem und verbotenem Verhalten variiert und letztendlich über die Möglichkeiten des Einzelnen entscheidet. So werden sich, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung analysiert, die Normen und Werte der Menschen auf Dauer einander angleichen, was auf eine komplette Fremdbestimmung hinausläuft, die durch die digitalisierte Maschinerie gesteuert wird.

Jeder Verstoß gegen die von einer selbstherrlichen Obrigkeit ersonnenen Vorschriften und Regeln kann in Zukunft ganz automatisch geahndet werden. Der Entzug des Arbeitsplatzes sowie des Zugangs zu bestimmten Einrichtungen oder auf das Bankkonto schließt sich, von einem nüchternen Algorithmus berechnet, bestimmten, unliebsamen Verhaltensweisen an. Auch Anklage, Verurteilung und Vollstreckung können durch einen KI-Automatismus ganz von selbst erfolgen. Führt man sich vor Augen, auf welchem Stand sich die künstliche Intelligenz befindet, die mit Waffensystemen wie Drohnen verbunden wird, ist auch eine sofortige Hinrichtung des Delinquenten denkbar.

In einem solchen System trägt nicht einmal mehr ein Mensch die entsprechende Verantwortung. Alles wird von Maschinen berechnet, bestimmt und umgesetzt. Ein Staatsapparat ist dann weitestgehend überflüssig. Es gibt niemanden, der Rechenschaft abzulegen oder seine Taten vor irgendjemandem, und sei es nur dem eigenen Gewissen, zu rechtfertigen hätte. Denn Maschinen haben kein Gewissen. Stattdessen könnten sich Vertreter eines solchen Systems auf die Rationalität der KI berufen und jede noch so menschenverachtende Folge damit rechtfertigen. Die digitale Technokratie ist weit entfernt von jedem Ansatz demokratischer Kontrolle oder Legitimation. Sie ist die perfektionierte, totalitäre Diktatur, die auf die Mitarbeit der Menschen nicht einmal mehr angewiesen ist.

Die Bürger werden letztlich nur noch zu einer reinen Verfügungsmasse degradiert, die gesteuert, belohnt und bestraft werden kann und muss, damit sie ein gewünschtes Verhalten an den Tag legt.

Dieses Verhalten ist die Unterwerfung unter ein totalitäres System, das jeden Aspekt des Lebens voll und ganz bestimmen soll, und den Menschen, mehr noch als heute, auf die reinen Funktionen des Arbeitens und des Konsumierens reduziert. Der Mensch wird seiner Menschlichkeit vollkommen beraubt und zu einem reinen Kosten-Nutzen-Faktor, der die ewige Maschine des Kapitalismus antreiben soll. Es ist in diesem Sinne auch ein System des perfekten, digitalen Terrorismus, ausgehend von einer Verschmelzung aus Staats-, Konzern- und Finanzmacht.

Vergangene, totalitäre Systeme hatten den großen „Fehler“, dass letztendlich immer noch Menschen die Entscheidungen trafen und umsetzten. Diese Schwäche totalitärer Herrschaft wird in einer vollkommen digitalisierten Technokratie nicht mehr bestehen. Die Maschinerie ersetzt den Menschen und trifft Entscheidungen, und wenn die Künstliche Intelligenz weit genug gediehen ist, kann sie diese auch gleich selbst umsetzen. Ob wir in eine solche Dystopie geraten – noch können wir darüber entscheiden. Wenn wir uns dem Digitalisierungswahn verweigern, die herrschende Ideologie einer todbringenden Pandemie entlarven und die Regierungen und Konzerne, die dieses System vorantreiben, entmachten, besteht die Möglichkeit, dass sie keine Wirklichkeit wird. Die Alternative wäre eine Welt, die absolut menschenfeindlich ist.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 16. Februar 2022 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Bildquelle: Zapp2Photo / shutterstock

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Kommentare (29)

29 Kommentare zu: “Die Technokratur | Von Felix Feistel

  1. Rulai sagt:

    – Menschen werden – Aufruf an alle Ärztinnen und Ärzte
    "Dr. med. Andreas Grüner ist in Halle als homöopathischer und anthroposophischer Arzt und gleichzeitig seit vielen Jahren in derselben Region regelmäßig als Notarzt tätig. Er berichtet, dass er seit Beginn der Corona Impfungen (Anfang 2021) besonders häufig schwere Notfälle und Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona Impfung erlebte. Von den anderen mit- und weiterbehandelnden Kollegen wird jedoch ein Zusammenhang mit der Impfung nicht weiter beachtet bzw. nicht weiter erforscht. Als Notarzt steht man in fortdauerndem Kontakt mit den Intensivstationen der Region. Es handelt sich hier um Erfahrungen eines Arztes vor Ort, die man nicht als Theorie abtun kann.
    Aufgrund seiner Erfahrungen und Erlebnisse schrieb er einen engagierten Aufruf zum sofortigen Stopp des Impfens und zur Respektierung des Impfwillens des einzelnen Menschen."

    Auszug:

    "
    3. DAS MATERIALISTISCHE WELTBILD
    Die großartigen Errungenschaften der modernen Naturwissenschaft sind ein unverzichtbarer
    Meilenstein in der Entwicklung der Menschheit. Keiner möchte mehr die Segnungen der Technik
    missen, welche durch sie möglich geworden sind. Die Industrialisierung, die Automatisierung, die
    Digitalisierung entlastet den Menschen von der Fron körperlicher Schwerstarbeit. Frei-Zeiten und
    Frei-Räume hätten sich eröffnen müssen für die freie Entfaltung der Individualitäten im Sozialen, in
    Kunst, Religion und Wissenschaft. Allein, das Gegenteil tritt zunehmend ein. Die Eigengesetzlichkeiten
    der Technik und der Wirtschaft überwuchern das gesamte menschliche
    Zusammenleben. Das "moderne Leben" ist ohne Rast und ohne Ruh´, der einzelne Mensch
    degeneriert gleichsam zu einem entseelten Zahnrädchen in einer kalten Welt-Maschine. Es ist wie
    in dem Gedicht "Der Zauberlehrling" von Goethe, wo dem Adepten die Kontrolle über seine
    Zauberversuche entgleitet: "Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd´ ich nun nicht los."
    Der Grund für die derzeitige Weltentwicklung liegt in der Denkungsart des Materialismus, die sich
    durch die physikalisch-chemisch-analytisch-atomistisch vorgehende Naturwissenschaft tief in die
    Denkmuster der Menschen eingebrannt hat. Die Methodik der materialistischen Naturwissenschaft
    kann nur Gesetze der unbelebten Welt erfassen. Die Welten des Lebendigen, des Seelischen und
    des Geistigen existieren nicht im materialistischen Weltbild. Sie werden lediglich als Epiphänomene
    physikalisch-chemischer Vorgänge aufgefasst. Die vermeintliche Allmacht der Technik ist zu einer
    Ersatzreligion geworden. Auf tragische Weise findet der Durst der Seele nach Würde des Daseins,
    nach sinnerfülltem Leben seine Ersatzbefriedigung in Körperkult, Konsum und Macht. Die weitere
    Entwicklung des Menschen wird linear gedacht, als technische Optimierung des Menschen, als
    vierte industrielle Revolution. Über die Herzen und Köpfe ganzer Bevölkerungen hinweg hat sich
    eine negative Führungselite der Menschheit gebildet. Maximaler Egoismus, kalte Intelligenz,
    absolute Skrupellosigkeit und grenzenlose Hybris scheint diese Kreise auszuzeichnen. Die Ideologie
    des Materialismus ist der Transhumanismus, der notwendigerweise zum Krieg aller gegen alle führt.
    Was bleibt einem Menschen auch anderes übrig, wenn er a) nur dieses eine Leben hat, b)
    offensichtlich alles Materielle vergänglich ist, c) er keinerlei Mitgefühl mehr empfinden kann, weder
    mit sich, noch mit anderen? Die Erde zerrinnt dem Materialismus zwischen den Fingern. Das
    Überlebensmodell für den eigenen Körper ist die perfekte Reparatur und schließlich die Übertragung
    des ganzen eigenen virtuellen Seins auf einen Chip in einer "unsterblichen" Maschine. Das
    Überlebensmodell für das Ende der Welt ist der Umzug in ein anderes Sonnensystem oder eine
    andere Galaxie. Nicht, dass dies für alle Artgenossen möglich wäre. Das Rettungsraumschiff ist nur
    für die selbsternannte Elite. Die Wesen, die dem Menschen scheinbar das Gute versprechen, trösten
    ihn angesichts der Sterblichkeit seines Leibes ungefähr mit den Worten:

    „Ich verspreche dir Freiheit von Schmerzen und Mühen. Die Krankheiten und den Tod werde ich für
    dich abschaffen. Alles wird für dich geregelt sein; du brauchst dir keine Gedanken zu machen, denn
    meine Experten haben schon für dich gedacht; Zweifel und Fragen sind überflüssig, quäle dich nicht;
    das Leben ist überschaubar und einfach; alles was du brauchst, besorge ich dir; wenn ein Problem
    auftaucht, löse ich das für dich; genieße deine ewige Gesundheit und Freude.“
    "

    "
    2. ZIEL DER MENSCHHEITSENTWICKLUNG
    Die Entwicklung des Menschen mit und auf der Erde hat zum Ziel, dass der Mensch ein Geist der
    Freiheit und Liebe werde (…). In seinem Buch "Die Geheimwissenschaft im Umriß" schildert Rudolf Steiner in monumentalen Bildern, wie Erdenentwicklung und Menschheitsentwicklung, die Entwicklung der Tiere, Pflanzen und Mineralien
    als sichtbare Wesen und die Entwicklung der über und unter uns stehenden unsichtbaren Wesen
    innig miteinander verwoben sind. Für den einzelnen Menschen kommt es bei der Entwicklung darauf
    an, ob er irgendwann aus freien Stücken, oft bewirkt durch Schicksalsereignisse, durch in sich gehen,
    Studium der Geisteswissenschaft, Meditation und Gebet einen Zugang findet zu der Christus-
    Wesenheit, die sich mit der Menschheit "bis an der Welt Ende" (Mt. 28,20) vereinigt hat. Mit dem
    Unsterblichkeitsversprechen, das der Christus dem Menschen gibt mit den Worten "Ich bin der Weg
    und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Joh. 14,6),

    (Anmerkung Rulai: Dieses "Ich" und "Mich" bezieht sich nicht auf die persönliche Form eines spirituellen Meisters, der vor 2000 jahren gelebt hat, also nicht auf Jesus v. Nazareth als "the only one", sondern auf das Fleisch gewordene Wort Gottes, das zu allen Zeiten in Form vollendeter Meister auf der Erde weilt und geweilt hat; auch jetzt, in der Gegenwart, in diesem Moment. Auf die Wiederkehr des Christus zu warten ist also so, als würde man auf jemanden warten, der niemals weg war.)

    (Mit dem
    Unsterblichkeitsversprechen) ist nicht die Unsterblichkeit des physischen Leibes gemeint. Dieser wird zu Erdenzeiten für den Menschen immer vergehen. Durch geistige Entwicklung aber wird der Mensch in seiner Seele ein so
    dauerhaftes, vom physischen Leib schließlich unabhängiges Bewusstsein entwickeln, dass das
    Ablegen des physischen Leibes immer weniger empfunden werden wird als "ich sterbe". Es wird
    empfunden werden wie "ich lege meine Kleider ab" oder wie ein Umzug von einem Haus in ein
    anderes. Die Seele des Menschen ist dann unsterblich geworden.

    (Anmerkung Rulai: Die Seele ist schon immer unsterblich gewesen; was der Autor meint, ist die Erkenntnis dieser Tasache, also deren Realisation in unserer eigenen Erfahrung)

    Um allerdings bis dahin kommen
    zu können, ist der Mensch für seine Entwicklung darauf angewiesen, dass er bei jeder erneuten
    Inkarnation einen bewohnbaren Körper vorfindet, einen Körper, der so beschaffen ist, dass er der
    Seele erlaubt, zu dem Gedanken zu kommen: "Ich bin ein geistiges Wesen". Das Wesen, das den
    Menschen zum Guten führen möchte, tröstet ihn angesichts der Sterblichkeit seines Leibes ungefähr
    mit den Worten:
    „Ich verspreche dir stetige Verwandlung deines Wesens. Durch die Mühen, die Schmerzen und die
    Krankheiten, die du durchmachst, wirst du Erkenntnisse gewinnen, Freude und Gesundheit auf
    immer höheren Stufen erringen und dem ähnlich werden, der dich erschaffen hat. Stelle die richtigen
    Fragen, dann wird dir geantwortet werden. An den Widerständen und Zweifeln wirst du wachsen
    und immer stärker werden. Dein Streben nach Wahrheit, dein Handeln aus Freiheit und deine Liebe
    zu deinem Nächsten und zu mir werden dich den Tod überwinden lassen.“

    "

    – Menschen werden – Aufruf an alle Ärztinnen und Ärzte
    Dr. med. Andreas Grüner

    • Rulai sagt:

      Link zum Aufruf gefunden hier: https://www.anthroposophische-meditation.de/corona-krise#c2158
      unter dem Abschnitt "Weitere Texte zu C-Impfungen"

    • Hartensteiner sagt:

      Ja, weithin ausgezeichnet. Ich würde dennoch ein paar Dinge anmerken wollen:
      1. Der Materialismus, von dem hier die Rede ist, also die Weltsicht der Welt als einer großen Maschine, folgt einem längst überholten Modell und klammert sich an dieses. Aus der "materialistischen" Wissenschaft heraus ist dieses Modell seit fast 100 Jahren überholt (s. Quantenphysik). Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Quantenphysiker Bohm hat erkannt, dass zur Manifestation der Materie und der Welt – und das ist der ausschließliche Gegenstand der Weltmaschine, sprich, der Fehler – eine weitere, bislang unzugängliche Sphäre gehört, aus der heraus sich alles manifestiert (implizite Ordnung, die sich expliziert). Egal, ob es nun genau so ist, wie Bohm das sagt, oder so ähnlich, müsste klar sein, dass es rückständig ist, an dem überholten Modell festzuhalten. Da aber aus solchen Erkenntnissen kein sofortiger Profit zu erkennen ist, wird an dieser Stelle nicht weitergeforscht. Deshalb
      2. Muss erst das patriarchalisch-kapitalistische System mit seiner einzigen Ausrichtung auf Unterwerfung, Plünderung und Profitstreben abgeschafft und überwunden werden, damit sich überhaupt wieder eine freie Forschung um der Erkenntnis willen neu bilden könnte.
      3. Ist auch Steiner mit einem Körnchen Salz zu goutieren, denn neben vielen durchaus brauchbaren Erkenntnissen hat er mitunter geglaubt, auch das zu wissen, was er nicht wusste. Statt aber – auch im Sinne Steiners – weiterhin kritisch zu forschen, haben sich die "Waldis" darauf zurückgezogen, auf dem damaligen (bis 1926) Kenntnisstand zu verharrren und diesen ungeprüft wie eine Religion zu perpetuieren. Auch dort müsste es ein Aufwachen geben.

    • Hartensteiner sagt:

      Vielleicht nochmal, um Missverständnisse auszuräumen: Ich meine, der vielgescholtene Materialismus ist nicht einfach auf den Müll zu werfen, vielmehr ist zu begreifen, dass aus diesem selbst heraus ein "neuer Materialismus" längst entstanden ist, der auf die Realität als Ganzes zielt und sich von der Weltmaschine verabschiedet hat, indem begriffen wurde, dass eben diese Realität über die bloßen, handhabbare Materie hinausgeht. Das jedoch, was sich jenseits des simplen Materialismus zeigt, ist nach wie vor unzugänglich bzw. nur in dessen Manifestationen greifbar, dass es schwierig ist, das zu benennen oder gar zu beschreiben. Es einfach als "das Geistige" zu benennen, ist da wenig hifreich. Vielmehr müssen zunächst Hypothesen aufgestellt werden, die aus den Manifestationen ersichtlich sind, wie etwa aus der nachgewiesenen Synchronizität oder aus Vorstellungen vom Universum, wie das Erik Verlinde unternimmt.
      Heißt: Der "neue Materialismus" wirft uns gleichsam an den Beginn aller Forschung zurück (was nicht heißt, dass nicht Einiges des Alten weiterhin nützlich sein kann).
      Auch so: Es muss begriffen werden, dass das alte Modell der FRAGMENTIERUNG der Welt – um diese handhabbar zu machen – endlich einem GESAMTHEITLICHEN MODELL weichen muss, auch wenn das noch so schwer ist, solches zu unternehmen.

    • Rulai sagt:

      "Das jedoch, was sich jenseits des simplen Materialismus zeigt, ist nach wie vor unzugänglich bzw. nur in dessen Manifestationen greifbar, dass es schwierig ist, das zu benennen oder gar zu beschreiben."

      Falsch, wie leider so gut wie alles, was Sie über Spiritualität spekulieren. Warum bleibt Mensch bloß nicht bei dem, worin er sich auskennt?

      Sowohl nach wie vor als auch jetzt läßt sich über das, was jenseits der irdischen Sphäre liegt, jenseits des Materiellen, auch ohne Uweg über dessen Manifestationen sprechen.

      Ich kann es ja mal versuchen:

      Ihre Seele, nach einigen Leben der inneren Arbeit – gerade heute kann es auch rasend schnell gehen – sieht, wenn Sie nach innen schauen, fast genauso aus wie eine Sonne.
      In der Meditation, auf dem "Weg" in die Verschmelzung mit ihrer Herkunft, mit dem Schöpfer, mit Gott, sieht sie sogar so strahlend und leuchtend aus, Ihre Seele. als wären etwa ein Dutzend äußere Sonnen zusammengekommen.

      Und diese Seele ist nicht nur heiß und strahlend, sie besteht aus purem Glück, Freude, Liebe, so überwältigend, daß einem immer wieder die Tränen herunterfließen und man sich fragt, wie es sein konnte, daß man sich nicht schon viel früher aufgemacht hat, das zu erkennen.

      Das ist es also, was auf sie wartet, sobald Sie sich entschlossen haben, direkt und mutig unter Anleitung eines Menschen, der das iel erreicht hat, nach Innen u gehen.
      Und ich rede nicht vom New Age und seinen vielen selbsternannten Gurus.

      Sobald die Seele diese Leuchtkraft hat – die in diesem Moment auch in Ihnen vorhanden ist, nur eben durch Schichten und Schichten und Schichten und Schichten von Misconceptions überlagert, und jetzt tausendfach weiter – überlagert,
      sobald dieses Stadium erreicht ist,
      kommen Sie in eine Sphäre, die mit Millionen und Billionen von Sonnen vergleichbar ist.
      Es ist keine Auslöschung, wenn Sie im Ozean aufgehen.
      Es ist ……. und Sie haben also recht, unbeschreiblich.

      Wer wollte die Materie auf den Müll werfen? Ich rede vom Ismus, von der Ideologie.
      Es wird ausdrücklich gesagt, daß wir einen funktionierenden Körper benötigen, um Erkenntnis zu erlangen und uns weiterzuentwickeln.

      Der von Ihnen genannte Physiker, falls er nicht meditiert, spekuliert eben auch nur.

    • Rulai sagt:

      Das, was jenseits des mechanistischen Welt- und Menschenbildes gefunden wurde, wird ja leider nicht gelebt. Das Wissen wäre vorhanden, aber die Konsequenzen z.B. der Quantenphysik, werden ja nicht verfolgt.

      Wir sind kollektiv noch immer hier (Bildinhalt Kahn), also nützt es auch nichts, da ein neues System drüberzustülpen:

      Fritz Kahn, Mensch als Industriepalast, Gemälde, 1926: https://duckduckgo.com/?q=F+Kahn%2C+Gem%C3%A4lde%3A+Mensch+als+Industriepalast&t=h_&iax=images&ia=images&iai=https%3A%2F%2Fimage.invaluable.com%2FhousePhotos%2Fvansabben%2F20%2F294920%2FH3297-L19424487.jpg

      Die Degeneration der westlichen Welt kann man aber kaum den findigen Geistern unserer Vergangenheit anlasten; Rudolf Steiner nicht, was die Waldorfler und Anthroposophen aus seinen Lehren gemacht haben, (er würde sich im Grab umdrehen, da Waldorfschülern inzwischen sogar Fleisch zum Mittagessen gegeben wird), und J.C. nicht, was organisierte Religion geworden ist.
      All das, wie auch der Kapitalismus, Kommunismus oder Sozialismus zeigt uns ja nur, was im Menschen steckte; sie haben das Schlimmste in ihm zum Vorschein gebracht.
      Und jetzt an den Systemen zu basteln und den Menschen ein "gutes" überzustülpen, das wird nicht funktionieren, das wird keinen Bestand haben, bevor wir das, was durch diese Systeme zum Vorschein kam, in uns ausgelöscht haben. Manifestation läuft von innen nach außen und von oben nach unten.
      Ich habe das bereits mehrmals hier erörtert, aber inzwischen aufgegeben, da es nicht gehört wird.

      Die Hauptursache der menschlichen Degeneration liegt in der Verbindung mit dem Tötenden Prinzip:

      "
      „Und wer das Fleisch der geschlachteten Tiere ißt, der ißt vom Körper des Todes. Und ihr Tod wird zu seinem Tode. (…) Tötet nicht, noch eßt das Fleisch eurer unschuldigen Beute, damit ihr nicht Sklaven (…) werdet. Denn das ist der Pfad des Leidens und er führt zum Tod. (…)"

      "Aber Fleisch und Blut (…) sollt ihr nicht essen. (…)"

      " Aber ich sage euch: tötet weder Menschen noch Tiere, noch was ihr sonst zur Nahrung nehmt. Denn wenn ihr lebendige Speise tötet, wird die tote Speise auch euch töten. Denn Leben kommt nur von Leben, und vom Tod kommt immer nur der Tod. Denn alles, was eure Speise tötet, das tötet auch euren Körper. Und alles, was euren Körper tötet, das tötet auch eure Seele. Und euer Körper wird so, wie eure Speise ist, genau wie euer Geist wird, wie eure Gedanken sind."
      "

      „Karma, das Rad des Lebens“, von Soami Divyanand,

    • Rulai sagt:

      Mir ist noch ein Satz eingefallen, der es ganz gut auf den Punkt bringt: Bis wir das in uns, was die üblen Systeme hervorgebracht hat, nicht ausgelöscht haben (oder überwunden), bemüht sich der Patriarch (der denkende Geist) vergeblich, nicht patriarchalisch zu sein und nichts Patriarchalisches hervorzubringen.

      Oder auch: ……. bis dahin bemüht sich das Ego vergeblich, nicht egoistisch u sein (wie man das im Gutmenschentum so herrlich beobachten kann.)

      Die Schlange beißt sich in den Schwanz, nicht wahr?

      (Im Begriff liegt bereits alles drin: Quantenmechanik; auch Quantenphysik ist Materialismus; von mir aus auch "neuer Materialismus" Retten können Sie in dadurch aber nicht.)

  2. Hartensteiner sagt:

    Lässt man seinen Blick über „die Welt“ gleiten – so weit man durch dicke Gläser überhaupt etwas sieht – dann findet man schnell nicht einen, sondern dutzende von Vorgängen, mittels derer die große „Weltmaschine“ in sich fortsetzender Automatik einen Prozess der Selbstzerstörung vorantreibt.
    Jean Tinguely schuf bereits 1960 eine Maschine, die sich bei Inbetriebnahme selbst zerstört.
    Und da war Rabbi Löw (gest. 1709 in Prag), einer alten Wormser Familie entstammend, von dem es hieß, dass er aus Lehm einen Golem geschaffen hätte, gleich einem frühen Roboter, der die jüdische Gemeinde Prags gegen Verfolgung schützen sollte. Doch dieser Golem geriet außer Kontrolle und drohte nun „die Welt“ zu zerstören. Geschaffen war er vor allem durch die Aufschrift „EMET“ (Wahrheit) auf seiner Stirn und als er zur Bedrohung wurde, löschte Rabbi Löw das „E“ aus,
    es blieb übrig das „MET“, und das heißt „tot“ und der Golem fiel in sich zusammen, es blieb ein Häufchen Lehm.
    Nun sind aber, wie mir scheint, die Arme der Menschen zu kurz geworden, um die Stirn „unseres Golem“ – der „Weltmaschine“ zu erreichen und das „E“ auszulöschen und so schreibt stattdessen der „Golem“ das „MET“ auf unsere Stirn.
    1956 beschrieb Günther Anders "unsren Golem“ in seinem zweibändigen Werk „Die Antiquiertheit des Menschen“, von den „zu kurz gewordenen Armen“ des Menschen. Davon, dass die von uns geschaffene Wissenschaft und Technologie mit Hiroshima und Nagasaki (spätesten) den Punkt erreicht hat, an dem sich diese unserer Kontrolle entziehen.
    Wir müssen uns fragen, sind wir nicht alle und jeder schuld daran? Bestimmt. Jedoch…. gilt auch, dass dieser Golem, einmal geschaffen, sich längst losgerissen hat, nicht mehr aufzuhalten ist, denn Rabbi Löw ist lang tot und „wir“, der Mensch war lang schon überfordert, das eigen Tun noch begreifen zu können, denn die inhärente „Mechanik“ des Golem – Weltmaschine – wurde nie so recht begriffen, allenfalls dass dessen Verwüstungen zunehmend deutlich wurden und es immer schwerer fällt, davon keine Kenntnis zu nehmen, wie das die meisten von uns nach wie vor versuchen und tagtäglich damit befasst sind, die Scheuklappen weiter zuzuziehen, bis der Blick allein auf die ausgerichtet ist, die uns sagen: „Alles gut – ihr müsst nur gehorchen“.

  3. Ursprung sagt:

    "Gefuehlen" zu folgen ist Leben. Dem Mensch, der Katze, dem Baum.
    Leben ist auch: Fuelle.
    "Technokratie" ist Sprache, nix an sich verdammungswertes. "Staat" ebenso nicht, im Idealfall eine Demokratie.
    "Demokratie" gruendet auf Naturrecht und auf der Idee, dass, wer in die Welt kam, Mensch, Katze oder Baum a priori damit auch das Recht verliehen wurde, in ihr zu sein.
    In der Natur, in der Welt.
    Mit "Digitalisierung" kann bestens Demokratie gelebt werden. So koenntest Du mit Millionen Individuen "Volksherrschaft" (Demokratie) realisieren, mit Handzeichen gehts nur bis 120.
    Willst Du per App. eine groessere Demokratie als 120 ausbilden, kannst Du das als Teil einer Gruppe mit Hilfe von Technikern und Digitalisierung einrichten lassen.
    Die Menschheit lebte in der Altsteinzeit schon300 Tausend Jahre lang unter angewandtem Naturrecht in hierarchiefreier (kriegslosen) Demokratie. Wir haben das Hirn fuer sowas. Deshalb entstand es ja und genau dadurch. Mit Digitalisierung und Technik koennten wir das heute mit 10 bis 12 Milliarden Menschen friedlich weitertun. Wir sind aber nur 8 Mrd, Tendenz fallend, sofern wir gefuehlt friedlich bleiben.
    Nur eine Handvoll irre gewordener Psychopathen unter uns will das nicht. Mit der Demokratie
    koennten wir mit links auch die Psychokranken und Dorftrottel unter uns mit durchfuttern.
    Wir wuerden sie nicht mal bemerken.

    • Hartensteiner sagt:

      Hier liegt ein Irrtum vor, wenn Ursprung schreibt: „Technokratie ist Sprache, nix an sich verdammungswertes.“. Er übersieht, dass die Voraussetzung dabei ist, die Welt, das Leben, als eine große Maschine vorzustellen, deren Aufgabe es ist, die Natur zu besiegen, ja auszulöschen.
      Dieser Vorstellung wohnt inne, alle Probleme als innerhalb dieses der Realität gegenüber gestelltes und von dieser getrennten WELTMASCHINE zu begreifen, so wie etwa auch ein „Impfstoff“ nicht nach einem realen Virus konzipiert wird, sondern nach einen virtuellen Virus, das allein im Computer existiert. Technokratie heißt also, sich nicht mit der Realität zu befassen, sondern allein, parallel zu dieser, ein (digitales) Maschinenmodell zur Grundlage allen Denkens und Handelns zu machen, ein Modell, in dem auch der Mensch nurmehr als virtuelles Wesen vorkommt.
      Diese Vorstellung lässt nicht zu, etwa das Digitale, den Computer, nur als Werkzeug zu benutzen, vielmehr ist es unaufhaltsam dieses „Werkzeug“, das sich allem Denken und Handeln bemächtigt.
      Nehmen wir ein banales Beispiel: Das Mobiltelefon könnte ein nützliches Werkzeug dort sein, wo es sinnvoll eingesetzt wird. Das kommt allerdings nur randständig vor, vielmehr unterwerfen die Menschen (begeistert?) ihr gesamtes Leben diesem Gerät und stolpern nurmehr, den Blick fest auf dieses gerichtet, durch die Gegend. So wie in diesem Beispiel – nur noch weit mehr so – hat das Werkzeug längst in allen Bereichen die Herrschaft über die Realität, über die Menschen erlangt, die sich diesem mehrheitlich längst unterworfen haben.
      So wird vergessen, dass es letztlich die Natur ist (die Realität), die Leben ermöglicht und Leben gibt und Leben nimmt – deren Ersatz durch das technokratische Modell unaufhaltsam der Selbstzerstörung entgegen geht.

    • Ursprung sagt:

      #:Hartensteiner:
      Erst die sprachliche Konotierung mit "Herrschaft" gibt den neutralen "Techno" den Negativtouch.
      Ihrer Wertung von dem, was Sie unter dem zusammengesetzten und somit Doppelsynonym verstehen, stimme ich sonst weitgehend zu.
      Doch das Sprachgebilde "Technokratie" verheiratet orwellhaft Technik und Herrschaft zu einer Begriffsvorstellung. Wobei "Herrschaft", wie Sie vermutlich zustimmen werden, verheerend negativ ist, "Technik" wie Hammer dagegen neutral, Denn damit kann man Haeuser, Staaten bauen oder als Verbrecher auch zerschlagen.
      Mein Beitrag sagte nur aus, dass ich "Demokratie", egal ob aus Naturrecht oder "Verfassungen" erwachsen, gut finde. Und dass, wenn die Volksgruppe groesser als 120 Koepfe werden soll, es technischer Hilfsmittel, Megaphon oder Digitaltechnik bedarf, um wirkungsvoll zu werden.
      Es gibt sogar schon die "digitale" App "Democracy", mit der muehelos z. B. in Deutschland jederzeit eine Kontrolle notfalls dann abwaehlbarer Bundestagsabgeordneter gesteuert werden koennten, wenn die nicht mehr mit ihrem Wahlvolkswillen konform gehen. Das waere dann echte Demokratie mit Technohilfe und keine das Volk beherrschende Maschine mehr.

    • Hartensteiner sagt:

      Ursprung: "…dass ich "Demokratie", egal ob aus Naturrecht oder "Verfassungen" erwachsen, gut finde".
      Und wie soll das funktionieren, wenn das (Nicht-) Denken der Bevölkerung fest im Besitz der Bewusstseinsindustrie ist?

    • Ursprung sagt:

      # Hartensteiner: Bewustseinsfunktion
      Hat zuvor schon 300T Jahre lang prima funktioniert. Ein bisschen Kultdenken und fertig. Es benoetigt keiner "Intelligenz" in der Bevoelkerung. Nur den Willen zu leben und Leben zu fuehlen im eigenen persoenlichen Umfeld. Statt sich von "Mitmenschen" abgeschlachtet/wegeuthanisieren zu lassen. Ganz simpel und rudimentaer, also alle Chancen.

  4. Irwish sagt:

    TECHNIKBEGEISTERUNG UND LEBENDIGSEIN

    Kommt es nur mir so vor oder sehen das auch andere? Weite Teile der deutschen Bevölkerung scheinen angesichts der drohenden technokratischen Entwicklung gar nicht zu spüren, einem Zwang ausgesetzt zu sein. Jeder (außer meiner Wenigkeit) trägt heute ein Smartphone mit sich herum – größtenteils völlig sorgen- und kritikfrei. Ein Leben ohne Handy erscheint dieser Mehrheit kaum noch denkbar. Früher trugen junge Leute ihre Zigarettenschachtel in der Hand, um sich jederzeit eine anzünden zu können. Heute sieht man vielfach in den Händen das Smartphone parat, um ohne Zeitverzögerung auf Anrufe, News und Mails reagieren zu können. An allen Ecken sieht man sie stehen und telefonieren, manche halten erst gar nicht an und telefonieren beim Gehen, beim Radfahren und sogar im fahrenden Auto. Offenbar übt das Handy eine unwiderstehliche Faszination auf die Menschen aus, und tatsächlich fühlen sich die meisten Handybesitzer durch ihr technisches Gerät mit der Welt verbunden, auch wenn oder gerade weil sie im realen Leben eher isoliert sind und sich einsam fühlen.

    In seinem Buch ANATOMIE DER MENSCHLICHEN DESTRUKTIVITÄT (1973) beschreibt Erich Fromm im Kapitel »Nektrophilie und die Vergötterung der Technik« die Technikverliebtheit des sogenannten nekrophilen Charakters:

    —– Zitat-Anfang —–
    Lewis Mumford hat den Zusammenhang aufgezeigt, der zwischen der Destruktivität und den machtzentrierten „Megamaschinen“ besteht, wie sie in Mesopotamien und in Ägypten vor mehr als fünftausend Jahren existierten, in Gesellschaftssystemen, die – wie Mumford darlegt – viel mit den Megamaschinen des heutigen Europa und Nordamerika gemeinsam haben. Er schreibt:

    »Ihrem Wesen nach waren die Instrumente der Mechanisierung vor fünftausend Jahren bereits losgelöst von menschlichen Funktionen und Zwecken, die nicht der ständigen Steigerung von Ordnung, Macht, Vorausbestimmbarkeit und vor allem der Kontrolle dienten. Mit dieser protowissenschaftlichen Ideologie Hand in Hand ging eine entsprechende Reglementierung und Degradierung der einst autonomen menschlichen Tätigkeiten: „Massenkultur“ und „Massenkontrolle“ tauchten hier zum ersten Male auf. Mit sarkastischem Symbolismus waren die größten Erzeugnisse der Megamaschine in Ägypten kolossale Gräber, die von mumifizierten Leichen bewohnt waren, während später in Assyrien – wie auch immer wieder in sämtlichen sich ausdehnenden Weltreichen – eine Wüstenei zerstörter Dörfer und Städte und vergifteter Boden das Hauptzeugnis technischer Leistungsfähigkeit war: der Prototyp ähnlicher „zivilisierter“ moderner Gräuel (L. Mumford, 1967, S. 12; dt.: S. 24).«

    Beginnen wir mit der Betrachtung des einfachsten und augenfälligsten Merkmals des heutigen Industriemenschen: Im Brennpunkt seines Interesses stehen nicht mehr Menschen, Natur und lebendige Strukturen, sondern mechanische, nichtlebendige Artefakte üben immer größere Anziehung auf ihn aus. Beispiele gibt es in Fülle. Überall in unserer industrialisierten Welt gibt es Männer, die für ihren Wagen zärtlichere Gefühle und ein größeres Interesse hegen als für ihre Frau. Sie sind stolz auf ihren Wagen; sie pflegen ihn; sie waschen ihn eigenhändig (oft selbst dann, wenn sie das Geld hätten, jemand anders für diese Arbeit zu bezahlen), und in manchen Ländern geben viele ihrem Wagen einen Kosenamen; sie beobachten ihn ständig und sind besorgt, wenn er die geringsten Anzeichen einer Fehlfunktion erkennen lässt. Sicher ist ein Wagen für sie kein Sexualobjekt – aber er ist ein Objekt ihrer Liebe; das Leben ohne Wagen kommt manchen unerträglicher vor als das Leben ohne Frau. Ist diese „Liebe“ zum Automobil nicht etwas merkwürdig, um nicht zu sagen pervers?
    —– Zitat-Ende —–

    Fromm erkennt hier ohne Zweifel die seit Jahrtausenden zunehmende Hinwendung zum Technischen und die gleichzeite Abwendung vom Menschlichen. Nicht das Verständnis für die eigene Art und Weise, zu funktionieren, zu interagieren, zu leben erhöht sich ständig, sondern vielmehr das Verständnis für technische und mechanische Zusammenhänge.

    Zuvor schreibt Fromm über den nekrophilen Charakter. Früher galt der Begriff nämlich einzig der Bezeichnung eines Menschen, der auf Sex mit Leichen steht. Inzwischen gilt Nekrophilie (Liebe zum Toten) als Ausdruck leidenschaftlichen Angezogenwerdens von allem, was tot, vermodert, verwest und krank ist; Nekrophilie ist die Leidenschaft, das, was lebendig ist, in etwas Unlebendiges zu verwandeln; zu zerstören um der Zerstörung willen, das ausschließliche Interesse an allem, was rein mechanisch ist. Es ist die Leidenschaft, lebendige Zusammenhänge mit Gewalt einzureißen.

    Fromm bezog nach eigenen Angaben seine Erkenntnisse aus der Beobachtung von Personen in der Analyse und der Untersuchung gewisser historischer Persönlichkeiten, dem Studium des Charakters und des Verhaltens sozialer Klassen sowie weiteren Studien – ergo aus sehr umfassenden Bemühungen, das Phänomen der Nekrophilie zu begreifen.

    Im Buch schildert Fromm diverse nekrophile Träume:

    —– Zitat-Anfang —–
    Traum 1. »Ich sitze auf der Toilette. Ich habe Durchfall und entleere mich mit einer explosiven Gewalt, die sich anhört, als ob eine Bombe explodierte und das ganze Haus einstürzen könnte. Ich möchte baden, aber als ich das Wasser anzudrehen versuche, merke ich, dass die Wanne bereits mit schmutzigem Wasser gefüllt ist; ich sehe Kot und ein abgeschnittenes Bein und einen Arm im Wasser umherschwimmen.«

    Der Träumende war ein stark nekrophiler Mensch, der eine ganze Anzahl ähnlicher Träume hatte. Als der Analytiker ihn fragte, was er denn bei dem, was sich da abspielte, empfunden habe, berichtete er, er habe die Situation nicht als erschreckend empfunden, doch sei es ihm peinlich, den Traum dem Analytiker zu erzählen.

    Dieser Traum weist mehrere Elemente auf, die für die Nekrophilie kennzeichnend sind, unter denen das Thema von den abgetrennten Körperteilen das offensichtlichste ist. Außerdem weist der Traum auf den engen Zusammenhang zwischen Nekrophilie und Analität (worauf wir noch später zu sprechen kommen) mit dem Thema der Destruktivität hin; wenn wir von symbolischer in offene Sprache übersetzen, so drückt der Träumende das Gefühl aus, dass er mit der Gewalt seiner Entleerung das ganze Haus zerstören möchte.

    Traum 2. »Ich gehe einen Freund besuchen. Ich gehe in der Richtung seines Hauses, das mir wohlbekannt ist. Plötzlich verwandelt sich die Szene. Ich befinde mich in einer trockenen, wüstenartigen Szenerie; keine Pflanzen oder Bäume. Offenbar befinde ich mich noch immer auf der Suche nach dem Haus meines Freundes, aber das einzige Haus in Sicht ist ein merkwürdiges Gebäude, das keine Fenster hat. Ich gehe durch eine schmale Tür hinein; als ich sie zumache, höre ich ein seltsames Geräusch, so als ob jemand die Tür abgeschlossen und sie nicht nur zugemacht hätte. Ich drehe am Türknopf, kann ihn aber nicht aufbekommen. Voller Angst gehe ich durch einen sehr engen Gang – er ist tatsächlich so niedrig, dass ich kriechen muss – und befinde mich in einem großen, ovalen, verdunkelten Raum. Er sieht aus wie ein großes Grabgewölbe. Nachdem ich mich an das Dunkel gewöhnt habe, sehe ich ein paar Skelette auf dem Boden liegen, und ich weiß, das ist mein Grab. Ich wache mit einem Gefühl der Panik auf.«

    Dieser Traum bedarf kaum einer Interpretation. Das „Gewölbe“ ist ein Grab, gleichzeitig symbolisiert es den Mutterleib. Das „Haus des Freundes“ ist ein Symbol des Lebens. Anstatt zum Leben hinzugehen, seinen Freund zu besuchen. begibt sich der Träumende an die Stätte des Toten. Die wüstenartige Szenerie und das Grab sind Symbole des Toten. Ein solcher Traum ist an und für sich nicht unbedingt ein Hinweis auf Nekrophilie; er könnte auch lediglich symbolischer Ausdruck der Angst vor dem Sterben sein. Es ist jedoch etwas anderes, wenn der Betreffende – wie es bei diesem Träumenden der Fall war – viele Träume hat, in denen er Gräber, Mumien und Skelette sieht; wenn – anders ausgedrückt – die Phantasie seines Traumlebens sich hauptsächlich mit Visionen aus der Welt des Toten beschäftigt.

    Traum 3. »Es handelt sich dabei um den kurzen Traum einer Frau, die unter einer schweren Depression litt: Ich entleere mich; es hört überhaupt nicht mehr auf, bis der Kot über den Toilettensitz überläuft und allmählich das ganze Badezimmer ausfüllt. Er steigt immer höher – ich ertrinke darin – in diesem Augenblick wache ich mit einem unbeschreiblichen Entsetzen auf.«

    Für diese Frau hat sich das ganze Leben in Schmutz verwandelt; sie kann nur noch Schmutz produzieren; ihre Welt ist zu Schmutz geworden, und ihr Tod ist die endgültige Vereinigung mit dem Schmutz. Wir finden das gleiche Thema im Mythos von Midas; alles, was er anrührt, verwandelt sich in Gold – das, wie Freud gezeigt hat, symbolisch für Schmutz und Kot steht.

    Den folgenden Traum hat Albert Speer am 12. September 1962 geträumt, als er sich noch im Spandauer Gefängnis befand.

    Traum 4. »Hitler ist zu einer Inspektion gekommen. Ich bin noch Staatsminister und nehme einen Besen in die Hand und helfe den Schmutz in der Fabrik aufkehren. Nach der Inspektion befinde ich mich in seinem Wagen und versuche vergeblich, meinen Arm in den Ärmel meiner Jacke hineinzubekommen, die ich während des Kehrens ausgezogen hatte. Meine Hand landet immer wieder in der Tasche. Unsere Fahrt endet auf einem großen freien Platz, der von Regierungsgebäuden umgeben ist. Auf der einen Seite steht ein Kriegerdenkmal. Hitler geht darauf zu und legt einen Kranz nieder. Wir betreten das Marmorvestibül eines der Regierungsgebäude. Hitler sagt zu seinem Adjutanten: „Wo sind die Kränze?“ Der Adjutant zu einem Offizier: „Wie Sie wissen, legt er jetzt überall Kränze nieder.“ Der Offizier trägt eine helle, fast weiße Uniform aus einer Art Handschuhleder; über der Uniformjacke trägt er wie ein kleiner Ministrant ein loses Gewand, das mit Spitze und Stickerei verziert ist. Der Kranz wird gebracht. Hitler geht auf die rechte Seite der Halle, wo ein weiteres Kriegerdenkmal steht, auf dessen Sockel schon viele Kränze liegen. Er kniet nieder und stimmt einen Klagegesang im Stil eines gregorianischen Chorals an, in dem sich ständig ein langgezogenes „Jesus Maria“ wiederholt. An den Wänden dieser langen, hohen Marmorhalle sind zahlreiche andere Totengedenktafeln angebracht. Hitler legt in immer schnellerer Aufeinanderfolge Kranz um Kranz nieder, die ihm von eifrigen Adjutanten zugereicht werden. Sein Klagegesang wird immer monotoner, die Reihe der Totengedenktafeln scheint endlos.«

    Dieser Traum ist aus vielen Gründen interessant. Er gehört zu den Träumen, in denen der Träumende seine Erkenntnisse über einen anderen Menschen und nicht seine eigenen Gefühle und Wünsche ausdrückt. Diese Einsichten sind manchmal zutreffender als der bewusste Eindruck, den der Träumende von dem anderen hat. In diesem Fall bringt Speer in einem Chaplin-artigen Stil seine Meinung über Hitlers nekrophilen Charakter zum Ausdruck. Er sieht in ihm einen Menschen, der seine ganze Zeit darauf verwendet, dem Tod zu huldigen, aber auf merkwürdige Weise ist sein Tun völlig mechanisch, und für Gefühle bleibt dabei kein Raum. Die Kranzniederlegung wird zu einem organisierten Ritual, das bis zur Absurdität reicht. Gleichzeitig ist derselbe Hitler zum religiösen Glauben seiner Kindheit zurückgekehrt und ist völlig in den Gesang der klagenden Melodien vertieft. Der Traum endet mit einem Hinweis auf die Monotonie und die mechanisierte Art seines Trauerrituals.

    Zu Anfang des Traumes bringt der Träumende eine Situation aus der Wirklichkeit, aus der Zeit, als er noch Staatsminister und ein sehr aktiver Mensch war, der die Dinge selber in die Hand nahm. Vielleicht ist der Schmutz, den er wegfegt, ein symbolischer Ausdruck für den Schmutz des Naziregimes, und seine Unfähigkeit, seinen Arm in den Jackenärmel hineinzubekommen, ist höchstwahrscheinlich symbolischer Ausdruck für sein Gefühl, bei diesem System nicht mehr mitmachen zu können; dies bildet den Übergang zum Hauptteil des Traumes, in dem er erkennt, dass nichts übriggeblieben ist als die Toten und ein nekrophiler, mechanischer, langweiliger Hitler.

    Traum 5. »Ich habe eine große Erfindung gemacht, den „Superzerstörer“. Es ist eine Maschine, die innerhalb der ersten Stunde das gesamte Leben in Nordamerika und innerhalb der nächsten Stunde alles Leben auf der Erde zerstören kann, wenn man auf einen geheimen Knopf drückt, den nur ich kenne. Ich allein kann mich selbst davor schützen, weil nur ich die Formel der chemischen Substanz kenne. – (Nächste Szene) Ich habe auf den Knopf gedrückt; ich bemerke kein Leben mehr, ich bin allein, ich bin überschwänglich glücklich.«

    Dieser Traum ist ein Ausdruck reiner Destruktivität bei einem äußerst narzisstischen Menschen, der keinerlei Beziehung zu anderen Menschen und kein Bedürfnis nach irgendjemand hat. Dieser Traum kehrte bei dem Betreffenden immer wieder, häufig zusammen mit anderen nekrophilen Träumen. Er litt an einer schweren Geisteskrankheit.

    Traum 6. »Ich bin zu einer Party mit jungen Leuten eingeladen. Wir tanzen alle. Aber etwas Merkwürdiges ist im Gange; der Rhythmus wird immer langsamer, und es sieht so aus, als ob sich bald niemand mehr bewegen würde. In diesem Augenblick betritt ein überlebensgroßes Paar den Raum; offenbar haben sie eine Menge Sachen in zwei großen Schachteln mitgebracht. Sie nähern sich dem ersten tanzenden Paar. Der Mann nimmt ein großes Messer und schneidet dem jungen Mann in den Rücken; merkwürdigerweise fließt kein Blut, und der junge Mann scheint auch keinen Schmerz zu fühlen; der Große nimmt dann etwas, was ich nicht richtig erkennen kann, etwas wie ein Kästchen, und steckt es dem Jungen in den Rücken; es ist etwas sehr Kleines. Dann steckt er eine Art kleinen Schlüssel oder vielleicht auch einen Knopf in das Kästchen (aber so, dass der Junge es erreichen kann) und macht eine Bewegung, als ob er eine Uhr aufzöge. Während der Große das mit dem Jungen macht, tut seine Partnerin das gleiche mit dem jungen Mädchen. Als sie fertig sind, tanzt das junge Paar weiter, aber jetzt schnell und energisch. Das große Paar nimmt die gleiche Operation auch noch mit den anderen neun anwesenden Paaren vor, und nachdem sie weggegangen sind, bleiben alle in einer sehr angeregten und vergnügten Stimmung zurück.«

    Die Bedeutung dieses Traumes ist ziemlich klar, wenn wir ihn aus der symbolischen in eine klare Sprache übersetzen. Der Träumende hat das Gefühl, dass das Leben langsam verebbt, dass seine Energie verbraucht ist. Aber ein Apparat kann sie ersetzen. Man kann die Menschen wie Uhren aufziehen, und sie wirken dann höchst „lebendig“, obgleich sie tatsächlich zu Automaten geworden sind.

    Der Träumende ist ein junger Mann von neunzehn Jahren, der Maschinenbau studiert und sich ausschließlich für alles Technische interessiert. Hätte er nur diesen einen Traum gehabt, so könnte man der Ansicht sein, dass sich seine technischen Interessen darin ausdrückten. Er hatte aber viele Träume, in welchen die anderen Aspekte der Nekrophilie vorhanden waren. Der Traum war nicht in erster Linie ein Spiegelbild seiner beruflichen Interessen; in diesen beruflichen Interessen spiegelte sich vielmehr seine nekrophile Orientierung.

    Der folgende Traum eines erfolgreichen Akademikers ist deshalb von besonderem Interesse, weil er einen Aspekt illustriert, der den nekrophilen Charakter der modernen Technik betrifft, auf den wir noch zurückkommen werden.

    Traum 7. »Ich nähere mich langsam dem Eingang einer Höhle und kann bereits etwas in ihr wahrnehmen, was mir großen Eindruck macht; drinnen sind zwei vermenschlichte Schweine, die einen kleinen alten Karren schieben, wie man ihn in Bergwerken benutzt; sie schieben ihn auf die Schienen, die in das Innere der Höhle führen. Im Karren sehe ich normale menschliche Wesen sitzen; sie sehen aus wie tot, aber ich weiß, dass sie nur schlafen. Ich weiß nicht, ob das Folgende ein anderer Traum ist oder nur die Fortsetzung des vorigen – ich glaube, ich bin aufgewacht, aber ich bin mir nicht sicher. Der Anfang ist derselbe, ich nähere mich wieder dem Eingang zur Höhle; ich lasse die Sonne und den blauen Himmel hinter mir. Ich gehe tiefer hinein und nehme am Ende ein sehr intensives Glühen wahr; als ich hinten ankomme, erblicke ich voller Verwunderung eine höchst moderne Stadt; alles ist hell erleuchtet, und ich weiß, dass die Beleuchtung künstlich – durch Elektrizität – geschieht. Die Stadt ist ganz aus Stahl und Glas – die Zukunft. Ich gehe weiter, und es fällt mir plötzlich auf, dass ich niemand getroffen habe, weder Tier noch Mensch. Ich stehe jetzt vor einer großen Maschine, vor einer Art ungeheuer großem, hochmodernem elektrischem Transformator, der an viele dicke Kabel angeschlossen ist, wie Hochspannungskabel; sie sehen aus wie schwarze Schläuche. Der Gedanke kommt mir, dass in diesen Kabeln Blut fließt. Ich rege mich sehr darüber auf und finde in meiner Hosentasche einen Gegenstand, in dem ich sofort ein kleines Taschenmesser erkenne, das mein Vater mir geschenkt hat, als ich zwölf Jahre alt war. Ich gehe zur Maschine hin und schneide mit meinem Messerchen in eines der Kabel hinein; plötzlich spritzt etwas heraus, und ich werde davon durchnässt. Es ist Blut. Ich wache in großer Angst und in Schweiß gebadet auf.«

    Nachdem der Träumende seinen Traum erzählt hat, fügt er hinzu:

    »Ich weiß nicht genau, was die Maschine und das Blut zu bedeuten haben, aber das Blut steht hier für Elektrizität, denn beides ist Energie. Ich weiß nicht, warum ich mir das so denke; vielleicht denke ich, dass die Maschine den Menschen das Blut aussaugt.«

    Dieser Traum ist ähnlich wie der von Speer nicht der Traum eines Nekrophilen, sondern der eines biophilen Menschen, der den nekrophilen Charakter der heutigen Welt erkennt. Die Höhle ist wie so oft ein Symbol für das Tote, zum Beispiel für ein Grab. Die Höhle ist ein Bergwerk, und die Leute, die darin arbeiten, sind Schweine oder Tote. (Die „Erkenntnis“, dass sie nicht richtig tot sind, ist eine Korrektur, die aus dem Realitätsbewusstsein stammt, das manchmal in die Phantasiewelt des Traumes eingreift.) Die Bedeutung ist folgende: Es handelt sich um einen Ort mit entarteten, leichenhaften Menschen. Die Szene des ersten Aktes des Traumes bezieht sich auf ein älteres Stadium der industriellen Entwicklung. Der zweite Akt spielt im voll entwickelten kybernetischen Zeitalter der Zukunft. Die schöne moderne Stadt ist tot; es gibt darin weder Tiere noch Menschen. Eine machtvolle Technik saugt den Menschen das Leben (Blut) aus und verwandelt es in Elektrizität. Als der Träumende versucht, in die elektrischen Kabel hineinzuschneiden (vielleicht um sie zu zerstören), wird er von dem herausspritzenden Blut durchnässt – so als ob er einen Mord begangen hätte. Im Schlaf hat der Träumer eine Vision von der toten, völlig technisierten Gesellschaft, eine Vision von einer Klarheit und einem künstlerischen Empfinden, wie wir sie bei Blake oder auf einem surrealistischen Gemälde finden könnten. Im wachen Zustand weiß er jedoch nur wenig von dem, was er „weiß“, wenn er, wie im Schlaf, dem Lärm des ungesunden Menschenverstandes (common nonsense) unseres Alltags nicht ausgesetzt ist.
    —– Zitat-Ende —–

    Ich habe diese Zitate deshalb so ausführlich verwendet, weil mir sehr daran liegt, dem Leser nicht nur einen kognitiven, sondern vor allem einen emotional brauch- und handhabbaren Eindruck dessen zu vermitteln, was Nekrophilie bedeutet. Für Fromm waren Träume eine der deutlichsten Ausdrucksformen nekrophiler Strebungen.

    http://irwish.de/PDF/Psychologie/Fromm/Fromm-Anatomie_der_menschlichen_Destruktivitaet.pdf

    Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich einen Eindruck davon verschaffen möchte, was nicht erst seit Corona-Zeiten abläuft. In meinem Kommentar »Corona ist nur die Spitze des Eisbergs« habe ich bereits weitere Aspekte der aktuellen wie der vorangegangenen Verwerfungen dargelegt:
    https://apolut.net/pflicht-zur-impfung-gegen-covid-19-von-friedemann-willemer/#comment-237198

    Zum Abschluß möchte ich noch einmal darauf hinweisen, daß erstens keine Charaktere in der reinen Form vorkommen, daß also niemand z.B. ein reiner nekrophiler Charakter oder ein reiner Narzißt ist, sondern daß in jedem Menschen stets verschiedene Charaktertypen durchmischt auftreten. Zweitens sind alle Beschreibungen von was auch immer Modelle in unserem Geist und daher niemals vollständig und auch nie wirklich exakt zutreffend. Das sollte man immer berücksichtigen, wenn man Sachbücher liest.

    Lewis Mumford: MYTHOS DER MASCHINE – Kultur, Technik und Macht
    In irgendeinem Stadium muß der Mensch, plötzlich oder allmählich, aus der behaglichen Routine, die für andere Arten charakteristisch ist, erwacht sein, um der langen Nacht des instinktiven Tappens und Tastens, mit ihren langsamen, rein organischen Anpassungen und ihren nur allzu gut eingeprägten »Botschaften« zu entrinnen und die zarte Morgendämmerung des Bewußtseins zu begrüßen. Dies brachte ein zunehmendes Gewahrwerden vergangener Erfahrung, gepaart mit frischer Erwartung zukünftiger Möglichkeiten. Da gemeinsam mit Gebeinen des Peking-Menschen Spuren von Feuer gefunden wurden, könnten die ersten Schritte, die den Menschen aus dem Tierstadium herausführten, zum Teil eine Folge seiner mutigen Reaktion auf das Feuer gewesen sein, das alle anderen Tiere vorsichtig meiden oder fliehen
    http://irwish.de/PDF/_Soziologie/_Sonstige/Mumford_Lewis-Mythos_der_Maschine-Kultur_Technik_und_Macht.pdf

    • Hartensteiner sagt:

      "Kommt es nur mir so vor oder sehen das auch andere? Weite Teile der deutschen Bevölkerung scheinen angesichts der drohenden technokratischen Entwicklung gar nicht zu spüren, einem Zwang ausgesetzt zu sein. "
      Es gibt noch ein paar von uns, doch werden wir immer weniger: Wir sind die Letzten.
      Erinnere mich, als ich vor langer Zeit "ANATOMIE DER MENSCHLICHEN DESTRUKTIVITÄT" las, war ich völlig entsetzt. ZU WAHR, ZU REAL, ZU VISIONÄR um es zu ertragen. Ich habe nie mehr hineingeschaut und es im Regal verstauben lassen. Jetzt braucht man es auch nicht mehr zu lesen, ein Blick auf das "NEUE NORMAL" genügt, um erneut genau zu diesen Erkenntnissen zu kommen. Das allerdings gilt nur für eine kleine Minderheit, die Letzten, die mit etwas Glück dann das Spiel von Fahrenheit 451 spielen können, wenn auch die letzten – alten – Kulturtechniken verloren sein werden.
      Kann das noch aufgehalten werden?
      Es wird sich selbst aufhalten. In einer unvorstellbaren Katastrophe, nach der zu sehen sein wird, ob noch etwas übrig ist oder nicht.

    • Irwish sagt:

      Die historischen Megamaschinen wie auch die derzeitige sind im Grunde ihres Wesens lebensfeindlich, dem Leben als solchem nicht nur nicht förderlich, nicht dienlich, sondern dem Leben entgegengesetzt. Wie Fromm im Zusammenhang mit der Nekrophilie – heute würden wir eher von Narzißmus und Psychopathie sprechen, ist aber im Grunde dasselbe, nur mit einem anderen Modell veranschaulicht – schreibt Fromm vom meist unbewußten Drang des vom Leben und von den Gefühlen weitgehend abgekoppelten Menschen, Lebendiges zerstören zu wollen.

      Alle historischen Megamaschinen, von der mesopotamischen bis zur Britannischen, haben sich selbst zerstört; die damit verbundenen (Welt-) Reiche sind allesamt unweigerlich untergegangen. Genau so wird es auch der heutigen Megamaschine gehen, die eigentlich noch immer diejenige ist, die von Großbritannien weiterentwickelt und eingesetzt wurde. Die jeweiligen Führer und ihre Anhänger, alle von einem mehr oder weniger starken narzißtischen Befall betroffen, gehen letztlich an ihrer eingebildeten Großartigkeit zugrunde.

      Immer überlebt aber auch eine ausreichend große Masse an narzißtisch bzw. psychopathisch geprägten Menschen, um wieder Opfer von Großnarzißten, Psychopathen bzw. Nekrophilen zu werden. Die Menschen hängen an ihrer Lebensweise, völlig egal, wie pervers, naturverdrossen oder lebensfeindlich. Um die Bildung weiterer Megamaschinen zu verhindern, wäre es absolut notwendig, bereits in den Grund- und Hauptschulen Wissen und Verständnis à la Fromm und ähnlich gesinnter Autoren zu vermitteln. Daneben wäre es auch äußerst wichtig, endlich die auf Dressur bzw. Konditionierung der Nachkommen zu verzichten, um den Kindern eine autonome Entwicklung ihres Selbst zu ermöglichen.

      Leider kann ich nicht erkennen, daß derzeit ein ausreichend weit verbreitetes Bewußtsein über diese Zusammenhänge besteht, ja nicht einmal im Entstehen begriffen ist. Aber vielleicht wird das ja eines Tages noch was …

  5. Ralle002 sagt:

    Es gibt etwa bei YouTube das Video "Geldregen für Geschäftspartner von #Drosten – das #Netzwerk um Olfert Landt".

    Wie nicht anders zu erwarten, bestreitet es Herr Landt jedoch, dass er eine besonders enge Geschäftsbeziehung mit Herrn Drosten hat. Ebenso zweifelt er auch nicht an der Zuverlässigkeit der PCR-Tests.

    Fuldaer Zeitung, 12.01.2021
    KRITIK AN METHODE ZURÜCKGEWIESEN
    Corona: Streit um PCR-Test – Hersteller fordert mehr Mut vom Robert Koch-Institut (RKI)

    Zudem ist es doch suspekt, dass das Berliner Charité mit Christian (Head of Administrative Office ) dermaßen viele Spenden von Bill Gates bekommt.

    heise, 04.05.2020
    Die Gates Foundation und die Charité

    reitschuster.de, 10. Jan 2022
    500.000 Dollar-“Spende” der Gates Foundation an das RKI im November

    Immer wieder drängt sich der Eindruck auf, dass wir ständig Zahlen vorgesetzt bekommen, die alle nicht stimmen:

    Nordkurier, 22.12.2020
    PCR-TEST-HERSTELLER
    Die Hälfte aller Corona-Positiven ist nicht ansteckend
    Wieder bestätigt eine seriöse Quelle, was bislang als Verschwörungstheorie galt: Eine Vielzahl von Corona-Positiven soll nicht ansteckend sein – vom RKI wünsche man sich diesbezüglich „mehr Mut”.

    Dann hatte ein Gericht von Herrn Drosten eine Stellungnahme erbeten, die die Eignung des PCR-Tests verteidigt:

    Nordkurier, 09.03.2021
    GUTACHTEN ZU PCR-TEST
    Drosten lässt Gericht schmoren
    Prof. Drosten wurde in einem Verfahren um Corona und den PCR-Test als Gutachter benannt. Er schweigt schon ziemlich lange darüber, ob er der Aufgabe nachkommen wird. Weil die Fragestellung heikel ist?

    Darüber hinaus kommen auch immer wieder Zweifel auf, ob die Impfungen wirklich dermaßen viel bringen.

    sciencefiles.org, JULI 31, 2021
    Bankrott der COVID-Impferzählung: Studie des CDC zeigt weitgehend wirkungslose Impfung, ARD unterschlägt Informationen – Belege, dass Impfung keinen zusätzlichen Schutz bereitstellt

    Aber die SPD weiß es stets besser.
    Die SPD-Bundestagsfraktion schreibt es auf ihrer Webseite, dass eine Arbeitsgruppe der Ampel einen Gesetzentwurf für die Einführung einer Impfpflicht ab dem 1. Oktober vorgelegt hat.

    Dass wir aber das viele Durchimpfen (bequem) mit immer mehr Schulden, mit dem Geldverleih der Banken aus dem Nichts möglich gemacht, bezahlen, sagt die SPD uns nicht.
    Für fast alle Berufe müssen wir also eine Qualifikation haben. Nur Bundestagsabgeordnete benötigen für ihr Wirken eine solche ganz und gar nicht.

    Gleichzeitig gelingt es der SPD stets, dass sie uns ihre Politik mit einem Schönwörter-Vokabular stets schmackhaft macht.

    Beispiel:
    Thema der SPD
    Energiekosten: Heizkostenzuschuss soll Entlastung bringen

    Irgendwo teilt die SPD ihre Geschenke aus.

    In Wirklichkeit hält die EZB ihre Geldschleusen seit Ende 2011 weit geöffnet.
    Aber Frank-Walter hatte doch Mario mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Dann wird doch Marios Wirken insofern sinnvoll und richtig gewesen sein.

    Ohne jemals gemeinsam mit Normalbürgern auch nur irgendwelche Diskussionen um funktionierende Inhalte zu führen, setzt die SPD mit ihrem stets beachtlichen Wahlkampfbudget auf ständiges Regieren im Sinne eines Selbstzwecks.

    Frau Esken bekommt also 20.000 EUR pro Monat und wir bekommen mangels Arbeitssuche insofern Hartz IV gekürzt.

    Es trägt auch nicht zu unserer Beruhigung bei, dass Alois Irlmaier eben auch Prophezeiungen zum Dritten Weltkrieg gemacht hat:

    grenzwissenschaftler.com
    Die Alois Irlmaier Prophezeiungen zum 3. Weltkrieg

    Dann folgt das Wirken der katholischen Kirche nicht immer den Überlegungen der Bibel:

    Spiegel, 09.08.1982
    „Ein Stück aus dem Tollhaus“
    Die finstere Finanz-Affäre um die Mailänder Banco Ambrosiano
    Ein Papst-Vertrauter als Partner verschlagener Finanz-Ganoven, ein toter Bankier unter einer Themse-Brücke, eine Geheimloge als Drahtzieher – der Fall des italienischen Banco Ambrosiano ist ein Finanz-Thriller ohne Beispiel. Müssen europäische Geldinstitute jetzt über eine Milliarde Mark als verloren ansehen?

    Der derzeit angesteuerte diktatorische Überwachungskapitalismus wird sehr ähnlich durch Offenba(h)rung 13:17 vorhergesagt:
    "…dass niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens."

    Alois Irlmaier sagt zum "Antichristen" folgendes:

    schauungen.de
    Antichrist: ‚Ein böser Mann, ganz (betont) a böser Mann reißt die Herrschaft an sich … weltweit … und die 888 das sind die Tage, wo der finstere Mann, also wo die Welt noch mehr in die Dunkelheit gestoßen werd … wo der Mann die Herrschaft hat.‘

  6. inselberg sagt:

    Betreff: Wenn die Qualität auf der Strecke bleibt oder weshalb ich wieder nach Sekunden aufhörte mit dem Lesen.

    Orwell beschreibt nicht den Kommunismus, das ist eben das herausragende Sahnehäubchen, welches jeder wissen sollte der nicht nur den Film gesehen hat.
    Orwell, der Kommunistenhasser, wählt den Kapitalismus als Feindbild eindeutig und unmissverständlich erkennbar in der "Vorlesepassage" (das Buch im Buch ist imho ein Meisterwerk) in der er die unterschiedliche 3 Klassen und ihr Ziel, den Aufstieg in die nächst höhere beschreibt. Eine Steilvorlage zu "Technokratur" bzw die Spiegelung jeder westlichen "Demokratie", die der apolut-Autor eventuell, hws nicht, hätte aufgreifen sollen – ich werde es wohl nicht erfahren.

    • Hartensteiner sagt:

      Orwell war Anarchist und Sozialist. Wenn er den Kommunismus abgelehnt hat, dann deshalb, weil ja eigentlich der anarchistische Sozialismus ein Bestandteil des Kommunismus ist, der dann aber nicht realisiert wurde bzw. realisiert werden konnte. In seiner Ablehnung des Kommunismus drückte Orwell seine ENTTÄUSCHUNG darüber aus, dass eben dieses zu beobachten war. Ich würde sagen, er verstand nicht, dass ein Kommunismus im Zustand der Belagerung es nicht schaffen kann, dieses Ideal umzusetzen und dann aber genau an diesem Widerspruch scheitern muss, wie um 1990 zu sehen war. Umgekehrt – was mit Orwells anarchistischen Idealen passiert, war genau am spanischen Bürgerkrieg zu erkennen – sie werden vernichtet, wie das schon einmal bei der Kommune von Paris (Anarchisten) 1871 zu beobachten war.
      Was wäre daraus zu schließen? Nur in einer insgesamt friedlichen Welt, die sich im Sinne eines Anarchismus-Kommunismus organisieren wollte, haben diese Vorstellungen eine Chance. Ansonsten werden sie immer wieder vernichtet.

  7. FizzyIzzy sagt:

    https://t.me/quitefranklytv/2147

  8. _Box sagt:

    Herr Feistel hat noch einen weiteren sehr lesenwerten Artikel verfaßt. Er firmiert unter dem, was gemeinhin mit, "wer das Ziel nicht kennt, kann sich auch im Weg nicht irren," ausgedrückt wird:

    Jenseits des Horizonts
    Ein Zurück zur „alten Normalität“ wird es nicht geben — weder im medizinischen noch im wirtschaftlichen Sinne.
    von Felix Feistel

    Während das Corona-Regime die Situation immer weiter eskaliert, wird auch der Protest lauter. Immer mehr Menschen gehen wöchentlich bundesweit, ja weltweit auf die Straßen, um sich den diktatorischen Regimen friedlich entgegenzustellen. Dabei geht es zumeist darum, Impfpflichten abzuwenden und die einschneidenden Maßnahmen zu beenden. Doch wenn sich der Protest auf diese Forderungen beschränkt, wird er verpuffen, sobald sie umgesetzt werden. Es ist daher überaus wichtig, über diesen Zeitpunkt hinaus zu denken und eine Vision für ein menschliches Leben zu entwerfen.

    Woche für Woche strömen die Menschen in der Bundesrepublik auf die Straßen. Nicht nur bei Demonstrationen, sondern auch bei nicht angemeldeten Spaziergängen treffen sich immer mehr Menschen, die das diktatorische Regime satthaben. Zwar war der Protest im letzten Jahr weitgehend zum Erliegen gekommen, doch die Ankündigung einer Impfpflicht, sowie die Pflicht zum ewigen Booster, verlieh ihm neuen Auftrieb. Mehr und mehr bereits gespritzte Menschen gesellen sich zu denjenigen, die sich noch wacker der Spritze erwehren. Sie alle eint: Niemand will den permanenten Zwang zu Impfung, Booster, Maske und Tests noch länger hinnehmen.

    Dieses Phänomen beschränkt sich nicht auf Deutschland. So waren auch in Belgien dem Vernehmen nach 150.000 Menschen in Brüssel auf der Straße und danach kippte der belgische Staatsrat die vollkommen überzogenen Maßnahmen der Regierung. In Österreich gehen seit Wochen zehntausende Menschen auf die Straßen, ebenso wie in den Niederlanden, Frankreich, Australien und vielen weiteren Ländern. Mehr und mehr zeigt sich: Die Menschen lehnen ein totalitäres Hygieneregime komplett ab.

    An den Demonstrationen nehmen zu großen Teilen Menschen der bürgerlichen Mittelschicht teil: Selbstständige, Lehrer, Ärzte, Pflegekräfte, Einzelhandelskaufleute, all diese sehen ihre berufliche Existenz als gefährdet an. Sie wenden sich daher gegen die Bedrohung, die von staatlichen Maßnahmen ausgeht. Darin liegt aber auch eine Gefahr. Die meisten Protestierenden sind erst durch die Maßnahmen aus einem apolitischen Dämmerschlaf erwacht. Es geht ihnen ausschließlich um die Abwendung des Impfzwangs und ein Ende der Maßnahmen. Das aber ist ein zu kurz gegriffenes Ziel. Will die Bewegung dauerhaften Erfolg haben und die totalitären Angriffe auf die Freiheiten der Menschen nachhaltig beenden, bedarf es einer umfassenderen Vision menschlichen Zusammenlebens.

    Die Macht im Hintergrund

    Denn selbst wenn es gelänge, die Maßnahmen zu beenden, die Impfpflicht abzuwenden, vielleicht sogar Regierungen zum Rücktritt zu bewegen, so wäre das nur ein vorläufiger Sieg. Die Kräfte, die für diesen Totalitarismus verantwortlich sind, bleiben nämlich weiterhin am Werk.

    Die Finanzoligarchen und Techkonzerne, die Akteure des Weltwirtschaftsforums und die Netzwerke, welche die herrschende Klasse auf globaler Ebene geknüpft hat, lassen sich durch einen Regierungswechsel nicht beeinflussen. Wo konnte man das deutlicher spüren als in Deutschland?

    Denn die Bundestagswahl, der Regierungswechsel von Konservativ zu Sozialdemokratisch-grün-liberal, hat überhaupt keine Änderung gebracht, sondern die neue Regierungskoalition hat unverändert an der totalitären Eskalation festgehalten.

    Dahinter stehen Ideologien, Agenden und Ideen, die Geldmächtige schon seit Jahren, ja Jahrzehnten verfolgen. Zu diesem Ergebnis kam auch die Analyse des russischen Thinktanks Russtrat. Die sogenannte Pandemie wurde hier in den Kontext der seit Jahrzehnten erfolgten Bemühungen ökologisch motivierter Transformationsversuche gesetzt.

    Die Pandemie ist dabei die logische Fortsetzung des „Great Reset“. Die Umweltpolitik und nun die sogenannte Pandemiebekämpfung werden dabei dazu genutzt, zentralistische Monopole großer Konzerne und Finanzkonzerne zu schaffen und auszubauen. Einhergehen soll das mit flächendeckender Überwachung und Steuerung aller Menschen. Ansätze, wie das erreicht werden soll, gibt es bereits in Projekten wie ID2020, digitalem Zentralbankengeld oder Known Traveller Digital Identity, oder in dem aus China bekannten Sozialpunktesystem.

    https://www.rubikon.news/artikel/jenseits-des-horizonts

    • Hartensteiner sagt:

      Ja, genau so ist es:
      "Doch wenn sich der Protest auf diese Forderungen beschränkt, wird er verpuffen, sobald sie umgesetzt werden."
      Schlimmer noch – wenn der Protest nicht verpufft und die Macht tatsächlich ins Wanken bringt, dann wird er mit aller Gewalt niedergeschlagen, wie gerade bei den Truckern in Kanada beobachtet werden kann.
      Das System weiß immer, wenn es brenzlig wird, und dann setzt es alles ein, um den Zustand der Unterwerfung der Massen wieder zu vervollständigen. Wenn es sein muss auch mit militärischer Gewalt, wenn Schlagstöcke, Verhaftungen und Zerstörung von Lebensgrundlagen ausreichen, dann auch ohne. Noch reichen diese Mittel aus, wenn nicht, dann wird eben geschossen.

    • hog1951 sagt:

      Ich seh‘ noch ein anderes Problem: Das Alter. bzw. den Politisierungsgrad.
      Wenn ich zurueck denke an meine Zeit der Politisierung, so waren wir ca. 800 Betriebskader, allein in Norddeutschland, die zentral angeleitet wurden und wir waren vertraut mit Marx Engels und Lenin. Auch wenn nicht alles Gold war was funkelte, so waren wir doch unter gänzlich anderen Bedingungen ‚in Bewegung‘.
      Heute, ca. 50 Jahre später gibt es uns nicht mehr (als die soeben Beschriebenen) alle haben sich privatisiert, schreiben den ein oder anderen Post, und damit ist Schluss.
      Eine Umfassende Analyse wird von den wenigsten Corona-Kritikern geleistet. Und wenn, dann sind sie weit ueber 60 Jahre alt. So gesehen fehlt das analytische Element als Massenphänomen in der Bewegung!
      Ich erinnere mich nur zu gerne an die Feten, die meistens in Zigarettenrauch geschwängerten Kuechen den Abschluss fanden, wo dann die Welt in 4 bis 5 Std ein völlig anderes Aussehen bekam.
      Worum es also m.M.n. vordringlich geht, ist die juengeren Menschen dazu zu bewegen sich mit Hintergruenden und Ideologien zu befassen!

      mfG

    • Hartensteiner sagt:

      So ist es, hog 1951. War es doch schon lang vor Corona klar, dass alles zu unternehmen wäre, den Zug der Lemminge vom Abgrund wegzusteuern. Nun waren aber mit dem Untergang der UdSSR alle kritischen Organisationen ebenfalls verschwunden, während sich einige Reste, wie etwa die Linke, immer mehr an das Establishment hinangekuschelt haben.
      Damals war mir klar: ES IST NICHTS ZU MACHEN, denn ohne eine Organisation kann nicht mehr passieren, als dass einige noch bewusste Vereizelte irgendwo herumirren ohne jede Chance etwas zu verändern.
      Und da sind wir nun.

    • Hartensteiner sagt:

      Noch ein Nachtrag zu den kanadischen Truckern. Wie man hört werden ja dort bereits fleißig die KONTEN von missliebigen Leuten "eingefroren".
      Man erinnere sich an Ernst Wolff, der schon zahllose Male darauf hingewiesen hat, wie "perfekt" das über das digitale Zentralbankgeld, das das Bargeld ablösen soll, möglich sein wird.
      Man könnte eine Gesichtserkennungssoftware gleich mit der Bank verbinden und wer als Protestierer erkannt wird, bekommt automatisch sein Konto eingefroren oder gestrichen. So einfach wird dann Bevölkerungskontrolle funktionieren. Alles was bleibt, wird der GEHORSAM DER UNTERWERFUNG sein. Ob dann die Fraktion der "Aber ich habe doch nichts zu verbergen-Leute" immer noch so fröhlich dieses Bekenntnis ablegen wird?

    • palatinus liber sagt:

      Betriebskader hört fast so gruselig an wie Schwabs new leader program.

    • hog1951 sagt:

      Also, palatinus liber, kann es sein, dass Sie entschieden juenger sind als ich, oder anders politisiert wurden? Oder beides?
      Betriebskader ist ein Begriff, der meint, dass man als Arbeiter oder Angestellter im Betrieb und in der Gewerkschaft fuer fortschrittliche Positionen kämpft. Das kann z.B. die Abschaffung der sog. Leichtlohngruppen gewesen sein (Frauen bekamen/bekommen weniger Lohn fuer gleiche Arbeit) oder Ungerechtigkeiten in den entsprechenden Betrieben, z.B. die Anwesenheit von Dolmetschern zu fordern, um fuer ausländische Kollegen auf Betriebsversammlungen zu uebersetzen.
      Wenn diese Arbeit zentral koordiniert wurde, so spreche ich von Betriebskader.
      Ich hatte in meinem Post ja schon bemängelt, dass es heute soetwas leider nicht mehr gibt. Ihr Post scheint mir recht zu geben!

      mfG

    • palatinus liber sagt:

      Scheinbar auf jeden Fall jünger.

  9. zivilist sagt:

    Technokratie, bittesehr. Aber man darf die Macht der Privaten nicht übersehen, die gerade versuchen, die chinesische Effizienz durch die Kopie chinesischer Taktik zu erreichen, klappt aber nicht. Ich wäre noch nicht mal abgeneigt gegen Chinesische Maßnahmen, aber bitte zuerst die Revolution !

    China hat gerade ein Problem mit einem Allzeittief der Geburtenrate, Wohlstand scheint gegen 'Überbevölkerung' zu funktionieren. Was mir dabei allerdings Sorgen macht, ist die Vereinzelung, keine Großfamilie mehr, Wohnsilos in 10 mio Städten. Das ist aber nicht das Werk eines bösen Regimes, sondern die Folge eines langen Lebens, geringer Kindersterblichkeit und 'Familienplanung' gegen Bevölkerungswachstum, die Medizin macht's möglich, letztlich tauschen wir nur das alte Leid gegen neues Leid.

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