KenFM im Gespräch mit: Gerhard Wisnewski (“Verheimlicht, Vertuscht, Vergessen”)

Liest man die Bücher aus Gerhard Wisnewskis Jahrbuch-Reihe „Verheimlicht, Vertuscht, Vergessen“, kann man den Eindruck gewinnen, dass Wisnewski ein äußerst kritischer Mensch ist, ein Schwarzseher.

Wisnewski selbst sieht sich mehr wie einen Eichelhäher, der in der Tierwelt die anderen Bewohner des Waldes lieber einmal mehr, als einmal zu wenig vor einer potentiellen Gefahr warnt.

Während die Gefahren des Waldes sich in erster Linie auf Raubvögel beschränken, so ist das Radar von Wisnewski deutlich breiter. Von der geplanten Abschaffung des Bargeldes, über Ungereimtheiten bei Terroranschlägen bis hin zu Flüchtlingen als Migrationswaffe und den verschwiegenen Flucht-Ursachen. „Wenn du Dich nicht um Politik kümmerst, kümmert die Politik sich um Dich“, so die feste Überzeugung des Journalisten Wisnewski.

Im Gespräch bei KenFM zu seinem letzten Jahrbuch, das auf 368 Seiten das Jahr 2015 kritisch Revue passieren lässt, geht es unter anderem um das Charlie-Hebdo-Attentat in Paris, um die Flüchtlingswelle und das dabei – wohlgemerkt auf beiden Seiten – gänzlich außer Acht gelassene „Recht auf Heimat“, aber auch um die infrage zu stellende Unabhängigkeit der Tageszeitung „TAZ“, nachdem diese Millionen-Subventionen vom Berliner Senat für einen Verlags-Neubau erhielt und um die verhinderten Werbeplakate bei der Deutschen Bahn, die der Kopp-Verlag für die Neuauflage von Brzezinskis Werk „Amerika – die einzige Weltmacht“ schalten wollte.

Im Kopp-Verlag erscheint dieses Jahr auch erstmalig Wisnewskis Jahrbuch, nachdem der Knaur-Verlag, in dem die Buchreihe seit 2008 erschien, eine Fortführung der jahrelangen Zusammenarbeit aus unbekannten Gründen ablehnte, obwohl „Verheimlicht, Vertuscht, Vergessen“ stets zum Bestseller wurde.

Gerhard Wisnewski ist ein investigativer Journalist, dessen Thesen umstritten sein mögen, jedoch gelingt es ihm, seine aufmerksamen Zuhörer und Leser zum kritischen Hinterfragen und selbst Nachdenken anzuregen.

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