Wachstumsschub für den Kraken | Von Bernd Kuck

Die IT-Riesen wollen die Verbraucher noch mehr als zuvor von sich abhängig machen und ihre Daten abgreifen. Eine Rezension zu „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Ein Standpunkt von Bernd Kuck.

Aber nun zum Text. Die Kernthese besteht darin, dass die Nutzer schon lange nicht mehr bloße Datenlieferanten sind, was sich von den Datenkraken in klingende Münze umsetzen lässt, sondern längst die gesammelten Daten dazu genutzt werden, Verhaltensmanipulationen vorzunehmen. Dazu verhelfen nicht nur Cookies, sondern der ganze Bereich des sogenannten Smarthome. Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Barbiepuppe aufflog, weil sie via WLAN-Anschluss die Gespräche der Kinder belauschte, um deren neueste Wünsche zu erfahren. Das geht auch in der Erwachsenenwelt: Der Fernseher hört mit, Alexa sowieso und auch Cortana, die Sprachsoftware von Windows ist mit am Ball. Das bedeutet letztlich den Verlust der Privatsphäre. Aber der normale Nutzer, die normale Nutzerin hat ja nicht einmal eine Idee vom Minimum an Datenschutz (3).

Wozu braucht Ihre App Zugriff auf Kamera und Mikrophon, wenn Sie doch nur den aktuellen Wetterbericht erfahren wollen? Und selbst für digital Affine übersteigt es die Vorstellungskraft, was im Hintergrund an Datenmassen gesammelt wird, miteinander verknüpft und gewinnbringend vermarktet wird. Wer immer noch glaubt, dass es im Kapitalismus irgendetwas kostenlos gibt, der findet es wahrscheinlich auch toll, wenn sich die Vorstellung der Datenkraken erfüllt, bei der Sie in eine Bar in Frisko gehen, wo der Barkeeper schon weiß, dass Sie kommen, weil er dafür bezahlt, dass Sie in die richtige Bar gelotst werden. Und er hat schon Ihren Lieblingsdrink gemixt, weil er natürlich weiß, was Sie so mögen. Doof nur für den Barkeeper, wenn mir heute nach etwas anderem ist. Aktuell kann mensch sich gruseln bei den Ergebnissen des Künstlerprojekts „Made to Measure“. Siehe dazu auch den Artikel in der TAZ vom 30.8.2021: Bis du dich wiedererkennst.

Für Zuboff geht es also „um die Verfinsterung des digitalen Traums und dessen rapide Mutation zu einem ganz und gar neuen gefräßigen kommerziell orientierten Projekt, dem ich den Namen Überwachungskapitalismus gegeben habe“. Was Marx nicht wissen konnte, denn diese Spielart des Kapitalismus ist völlig neu, selbst wenn sie auf dem Neoliberalismus gründet. Sie ist auch beispiellos, was die Überrumpelung der Menschen erleichtert. Diese Spielart nährt sich nicht von Arbeit, sondern von jeder Art menschlicher Erfahrung.

„Überwachungskapitalisten wissen alles über uns, während ihre Operationen so gestaltet sind, uns gegenüber unkenntlich zu sein. Überwachungskapitalisten entziehen uns unermessliche Mengen an Wissen, aber nicht für uns; sagen unsere Zukunft nicht zu unserem, sondern zu anderer Leute Vorteil voraus“.

Wenn schon der Kapitalismus an sich aus dem Ruder gelaufen ist, so in diesem Feld der neuen Märkte erst recht. Der Neoliberalismus hat dazu die Grundlage geschaffen, indem er mit seiner Marktideologie den Staat immer mehr zurückdrängte.

„Die Disziplin der Wettbewerbsmärkte versprach, die aufsässigen Individuen ruhigzustellen, ja sie sogar wieder in Untertanen zu verwandeln, die zu sehr mit Überleben beschäftigt sind, um sich groß zu beschweren“.

Quasi nebenbei entdeckte Google den „Verhaltensüberschuss“. Damit meint Zuboff, dass die Rohstoffe für die Datenkraken, die bislang der Verbesserung der Suchergebnisse dienten, nunmehr den einzelnen Nutzer ins Visier nehmen. Das geht bis hin zu Stimmungsdaten, die sich aus den Suchanfragen, aber auch aus der Art des Tastenanschlags ermitteln lassen. Derlei Verhaltensdaten stellten einen Überschuss dar, der dem damals noch jungen Unternehmen „die nachhaltigen und exponentiellen Profite“ einbringen würde.

So ließen sich Nutzerprofile erstellen, selbst wenn der Nutzer sie nicht ausdrücklich zur Verfügung stellt.

„Nutzerprofil-Informationen können jede Art von Information über einen individuellen oder über eine Gruppe von Nutzern enthalten. Solche Informationen können, die Genehmigung einer Herausgabe der Nutzerinformationen durch einen Dritten vorausgesetzt, vom Nutzer gestellt und/oder aus den Aktionen des Nutzers gewonnen werden. Gewisse Nutzerinformationen lassen sich anhand anderer Nutzerinformationen desselben Nutzers und/oder Nutzerinformationen anderer Nutzer ableiten und vermuten. Nutzerprofil-Informationen können mit unterschiedlichen Einrichtungen verbunden sein“. (4)

Wir sind schon lange nicht mehr das von Google verkaufte Produkt. Unseren Subjektstatus haben wir im Netz sowieso schon verloren. Vielmehr sind wir die Objekte für die unrechtmäßige Datensammlung, sind der Rohstoff für Googles Vorhersagefabriken.

Das fertige Produkt, Vorhersagen über unser Verhalten, liefert Google natürlich nicht an uns, sondern profitabel an Werbekunden. „Wir sind die Mittel zu anderer Leute Zweck“.

Diese Art der „Produktion“ ist derart außergewöhnlich wie die Einführung der Fließbandarbeit durch Ford. Das war seinerzeit ebenso beispiellos. Selbst beim Automobil sprach mensch von Wagen ohne Pferde, weil es so wenig vorstellbar war.

Dem laxen Umgang mit dem Datenschutz bereitete einerseits der Neoliberalismus den Boden, andererseits der Terroranschlag am 11. September 2001 auf das World Trade Center. Ab sofort ging es mehr um Sicherheit als um Privatsphäre.

„Die eben noch diskutierten Datenschutzbestimmungen waren mehr oder weniger über Nacht vom Tisch. Sowohl in den USA als auch in der Europäischen Union sorgte man rasch für Gesetze, die ausgedehnte Überwachungsaktivitäten erlaubten“.

So war bald die Wahlverwandtschaft zwischen staatlichen Nachrichtendiensten und dem „kaum flüggen Überwachungskapitalisten Google“ zu neuer Blüte gelangt. Dass Google dann bald erhebliche Mittel für Lobbyarbeit aufwandte und aufwendet, versteht sich von selbst. Einfluss auf Forschung, Gesetzgebung und Patente sollen Googles Position festigen und ausbauen. Die Finanzierung universitärer Forschung dient natürlich nur dem Allgemeinwohl. Als allerdings im Sommer 2017 Barry Lynn das Urteil der EU-Kommission nach langjährigen kartellrechtlichen Ermittlungen — Google sollte 2,4 Millarden Euro zahlen — lobte, wurden Lynn, einer der renommiertesten Wissenschaftler der New America Foundation und Spezialist für digitale Monopole, und sein zehnköpfiges Open-Markets-Team gefeuert.

Seine Monopolstellung baute Google mit seinem Betriebssystem Android deutlich aus. Dazu gehört auch das Universum von Google Play, dem App-Store schlechthin, an dem kein Android-Nutzer vorbeikommt. Die Hersteller der Handys, die Play-Store vorinstalliert ausliefern wollten, mussten eine entsprechende Lizenz erwerben und voreingestellte weitere Dienste mitliefern: Search, Gmail, Google Play, YouTube, Google Maps, Google Photos — allesamt Datenquellen, Google Photos schließlich zum Training der Gesichtserkennungssoftware. Der Übergriff ist bereits zur Normalität geworden.

„Das Staunen verflüchtigt sich ebenso wie die Empörung: der Übergriff selbst, einst undenkbar, hält schleichend Einzug in die Normalität. Schlimmer noch, er erscheint uns allmählich unvermeidlich. Neue Abhängigkeiten entwickeln sich. Und je mehr die Bevölkerung dieser Entwicklung gegenüber abstumpft, desto schwieriger wird es für Einzelne wie für Gruppen, ihre Rechte einzuklagen“ (Seite 167).

Sukzessive werden die Menschen ihres Selbstbestimmungsrechtes beraubt, was sich etwa in Deutschland derzeit mit der elektronischen Patientenakte ereignet.

Google hat mit Street View die selbstermächtigte Aneignung von Daten massiv vorangetrieben. Widerstand regte sich in Deutschland, was immerhin dazu führte, dass die Betroffenen die Verpixelung ihrer Hausansichten fordern konnten.

Eine allseits beliebte Methode des „opt-out“. Wir machen erst einmal, ihr könnt dann ja widersprechen; wir setzen darauf, dass euch das zu unbequem ist, zumal ihr natürlich einige Geduld benötigt, um euch durch die verschlungenen Wege unsere Website zu klicken.

„Die strategische Disziplin des Unternehmens, wenn es ums Mauern geht, um Abfuhren an die Obrigkeit oder die Ausbeutung der Demokratie, führte dazu, dass die aus Street View gewonnenen Daten sechs weitere Jahre genutzt werden konnten und dass man sechs weitere Jahre hatte, um am Mythos von Googles Unvermeidlichkeit zu feilen. Und wir sahen hilflos zu, während das Unternehmen sechs weitere Jahre hatte, um den Diebstahl unseres Entscheidungsrechts normal aussehen zu lassen, ja sogar ‚praktisch‘, ‚nützlich‘ oder ‚genial‘“.

Facebook stand und steht dem in nichts nach, ist nach Zuboff der aggressivste Konkurrent in der Schlacht um Daten. Facebook trackte seine Nutzer sogar dann noch, wenn sie ausgeloggt waren, wozu ein australischer Blogger den Nachweis führte. Und Microsoft sammelte nicht nur Daten über seine Suchmaschine „Bing“, sondern perfektionierte die Sammelwut über seine cloudbasierte „Assistentin“ Cortana.

„Nichtsdestoweniger war das Unternehmen klug genug, seinen Nutzern das wahre Ausmaß von Cortanas Wissen zu verschweigen. Cortana will alles über Sie wissen, aber sie will nicht, dass Sie wissen, wie viel sie weiß oder dass alle ihre Operationen darauf abgestimmt sind, fortwährend mehr zu erfahren.“

Und schließlich erwarb Microsoft 2016 für 26,2 Milliarden Dollar das soziale Netzwerk für Fachkräfte LinkedIn! Und eines der größten amerikanischen Unternehmen der IT-Nutzung, Verizon, sammelte über die Identnummer Verhaltensdaten der Nutzer, egal, ob sie Smartphones oder Tablets nutzen. Der verwandte Tracker kann nicht abgeschaltet werden oder mit Browsereinstellungen oder Datenschutztools umgangen werden.

Eingeführt werden diese Möglichkeiten kurzerhand durch Deklaration. Google und andere erklären einfach, dass die Daten ihr Eigentum sind! Das sind Methoden, die in Kolonialzeiten üblich waren. Mensch erklärte einfach ein Land zum Eigentum eines Königs — und fertig. Und so beanspruchen heute Google und Konsorten menschliche Erfahrungen als „herrenlosen Rohstoff“. „Auf der Basis dieses Anspruchs können wir Rechte, Interessen, Kenntnisnahme und Verständnis der Betroffenen ignorieren.“ So eignete man sich Wissen, Autorität und Macht an: „Wer weiß?“, „Wer entscheidet?“, und: „Wer entscheidet, wer entscheidet?“

Die Antworten auf die drei Fragen: die Maschine, die beschränkte Marktform und die zugehörigen Geschäftsmodelle, das Finanzkapital, das allein der Gewinnmaximierung und den Forderungen der Aktionäre folgt. Wissen und Macht fließen sozusagen ab und der ahnungslose Nutzer glaubt immer noch, dass alles zu seinem Nutzen geschieht und er nichts dafür bezahlen muss. Der offizielle Text ist der angebliche Nutzen für die User, der inoffizielle ist die Gewinnmaximierung der Betreiber.

„In diesem [inoffiziellen, BK] Text sehen wir unsere Erfahrungen als Rohstoff requiriert, um diesen als Mittel zu anderer Leute Marktzielen anzuhäufen und zu analysieren.“

Die Befürworter der Marktmacht von Google, Facebook, Amazon und Co. werden zu Priestern der Datenmonopole, weil die Masse an digitalisierten Daten nur noch mittels künstlicher Intelligenz — oder Dummheit, wie manche finden — zu bewältigen sind.

Und Jott Spahn hält sich in Deutschland für den gottähnlichen Akteur und ist doch nur einer der Priester, die Digitalisierung predigen und Vernetzung und Datennutzung durch andere meinen.

Paul Schwartz von der University of California in Berkley warnte schon 1989 davor, die Gefahr der Computerisierung zu unterschätzen.

„‚Die Gefahr, die der Computer birgt, gilt der Autonomie des Menschen‘, warnte er. ‚Je mehr über eine Person bekannt ist, desto leichter ist sie zu kontrollieren. Um die Freiheit zu garantieren, von der die Demokratie lebt, bedarf es der Strukturierung des gesellschaftlichen Umgangs mit Informationen und sogar des Verbergens von Informationen‘.“

Der Stand bei Erscheinen des Buches von Zuboff war, dass es „die überwachungskapitalistischen Unternehmen [sind], die wissen. Es ist ihre Marktform, die entscheidet. Und es ist der Wettbewerb zwischen Überwachungskapitalisten, der entscheidet, wer entscheidet.“ Daran hat sich nichts geändert, vielmehr hat sich die Situation noch verschärft, siehe Handelsblatt weiter oben.

Es hat gleichsam eine Metamorphose stattgefunden. Dachten wir früher, dass die digitale Infrastruktur etwas ist, das wir haben, so ist sie inzwischen zu Etwas geworden, das uns hat!

Lieferanten der Daten sind wir, die vernetzte Autos nutzen, das Internet der Dinge (Smarthome) oder eben Telefon, Smartphone und PCs. Regt sich dann doch ein Widerwille, so werden die Lämmer und Unternehmen mit Vergünstigungen und Kosteneinsparungen gelockt, „die ‚signifikant genug‘ sein sollten, um die Leute dazu zu bewegen, hinsichtlich ihrer Sorge um die Privatsphäre ‚einen Kompromiss einzugehen‘ — ‚trotz anhaltender Bedenken‘.“ Solche Angebote sind etwa günstigere Versicherungstarife bei Auto- und Krankenversicherung. Bei letzteren, wenn mensch seine Gesundheitsdaten zur Verfügung stellt. McKinsey sprechen denn auch von ‚völlig neuen Geschäftsbereiche[n]‘ in den ‚Datenmärkten‘.

So lasse sich etwa ein ‚Gesundheitsüberschuss‘ durch ‚relevante Empfehlungen monetarisieren‘ (5). Diese Entwicklung sei unvermeidlich, so ja auch die Rede, wenn es um den Zugang der „Gesundheitsindustrie“ zu den Gesundheitsdaten geht, die eigentlich Krankheitsdaten sind. Das ist jedoch nicht einfach ein Schicksal, das über uns kommt, sondern von Menschen gemacht. Statt dass die Lämmer weiter schweigen und erdulden, gilt es, sich zu wehren!

Und so geht es weiter über viele Seiten, auf denen sich ein Szenario darstellt, in dem wir unserer Privatheit mehr und mehr beraubt werden. Zuboff vergleicht es mit dem gläsernen Haus, das für uns keinerlei Rückzugsmöglichkeiten mehr bietet. Und das über WLAN — allein in meiner unmittelbaren Nachbarschaft sind, je nach Tageszeit, zwei bis sieben Netzwerke sichtbar.

Es reicht nicht aus, sich durch alle möglichen Datenschutztools abzusichern. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer werden damit überfordert sein. Dem Eingriff in unsere Intimsphäre kann nur durch gesetzliche Regelungen entgegen getreten werden.

Zuboff verwendet das Beispiel der Berliner Mauer, die nicht durch Tunnelgrabungen fiel, sondern erst als die Menschen kollektiv aufbegehrten. Die Rechtswissenschaftlerin Anita Allen sieht die Verletzung der physischen Intimsphäre gegeben, „‚wenn eine Person ihre Bemühungen, sich abzusondern oder zu verstecken, konterkariert sieht‘ (…). Eine Verletzung der informationellen Intimsphäre liegt vor, ‚wenn Daten, Fakten oder Gespräche, die eine Person geheim zu halten oder zu anonymisieren wünscht, erworben oder enthüllt werden’.“

„Die letzten beiden Jahrzehnte haben uns gelehrt, dass der Einzelne die Last dieses Kampfs (um den Schutz unserer Daten und unserer Intimsphäre, BK) an der neuen Grenze der Macht ebenso wenig allein tragen kann, wie der einzelne Arbeiter zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Kampf um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen nicht allein führen konnte. Diese Herausforderungen des 20. Jahrhunderts bedurften des kollektiven Handelns. Das gilt jetzt mehr denn je.“

Cory Doctorow (6) hält den vorliegenden Text für sehr wichtig, meint jedoch, dass Zuboff mit ihrer Diagnose falsch liege. Die Unternehmen können nicht manipulieren. Das Problem sei, dass sie ein Monopol haben und wir haben nur dann eine Chance, wenn wir die Monopole zerschlagen, wozu die Politiker, die nicht korrupt sind, die Graswurzel brauchen. Dabei bezieht er sich auf Roosevelt, der meinte, er könnte die Monopole zerschlagen, sei aber auf die Hilfe der Bürger angewiesen.

Zuboff deutet nur an, dass es nicht hinreicht, über Gesetze eine Änderung herbeizuführen. Das sieht mensch zum Beispiel an der Datenschutzgrundverordnung, wonach wir der Nutzung von Cookies zustimmen müssen — oder eben nicht. Nur — die Webseite funktioniert dann oft nicht besonders gut, vor allem bei Einkäufen über das Netz. Also stimmen die Nutzer ebenso locker zu, wie sie die vielseitigen Geschäftsbedingungen nicht lesen. Oder die Unternehmen suchen trickreich neue Möglichkeiten, und sei es nur die Rubrik „berechtigte Interessen“, wohinter sich massenhaft „Dritte“ verbergen, die auch noch Cookies setzen. Oder sie ändern die Geschäftsbedingungen — die sowieso keiner liest und die mensch, wenn mensch es doch tut, nicht versteht —, wodurch die Nutzerinnen und Nutzer dann zustimmen, die Datenschutzverordnung zu umgehen.

Zum Beispiel unterstanden dann die Nutzer von Facebook in Afrika, Asien, Australien und Lateinamerika nicht mehr den Datenschutzbedingungen, wie sie am Firmensitz in Irland gelten, also der europäischen DSGVO, sondern wurden klammheimlich dem amerikanischen Datenschutzrecht zugeschlagen. Abgesehen davon, dass Facebook in Irland nur deshalb residiert, weil dort die geringsten Steuern anfallen.

„Sollte sich die Vergangenheit als Auftakt erweisen, werden Privatsphäre, Datenschutz und das Kartellrecht kaum genügen, um den Überwachungskapitalismus zu bremsen.“

„Unterbrechen lässt sich dieser Kreislauf nur, wenn wir als Bürger, als Gesellschaft, ja als Zivilisation der Tatsache Rechnung tragen, dass Überwachungskapitalisten zu viel wissen, um in den Genuss der Freiheit zu kommen, die sie für sich beanspruchen.“

Setzen wir uns nicht wirkungsvoll zur Wehr, nähern wir uns dem Totalitarismus an, wie er in China schon herrscht und den Hannah Arendt in seiner Struktur beschrieben hat.

Quellen und Anmerkungen:

  1. Im Deutschlandradio gibt es ein Interview mit Frau Zuboff: 20.10.2018, Überwachungskapitalismus und kein Ausweg?
  2. https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/chromebook-erfolg-im-zweiten-anlauf-wie-google-im-laptop-markt-an-microsoft-und-apple-vorbeizieht/27502188.html?tp=hb-eng-art4-fp-, Zugriff 23.8.2021, 17:00
  3. Zotzmann-Koch: „Dann haben die halt meine Daten. Na und!“
  4. Krishna Bharat, Stephen Lawrence, Mehran Sahami, Generating use information vor us in targeted advertising, S. 10
  5. so Deloitte, Overcoming Speed Bumps on the Road to Telematic, in: IGAAP 2016, In Depth
  6. Ein Interview mit Doctorow im Deutschlandradio in der Mediatek: 19.9.2020, Breitband, Cory Doctorow über den Überwachungskapitalismus: Monopole zerschlagen!

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Danke an den Autoren für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien am 17.9.2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Bildquelle:   / shutterstock

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Kommentare (10)

10 Kommentare zu: “Wachstumsschub für den Kraken | Von Bernd Kuck

  1. _Box sagt:

    Die Übernahme polizeistaatlicher Maßnahmen durch die Digital-Konzerne, zur Unterdrückung von Dissidenz und Opposition, wird konsequent fortgesetzt:

    PayPal sperrt Konten der BASIS-Partei

    Zwar bewegen Wahlen selten politisch Gravierendes, aber sie haben einen nicht zu unterschätzenden Symbolwert. Deshalb darf niemand, der die Gesundheit ernsthaft verteidigt, eine Partei der Impfkoalition wählen. Wer wissen will, wer wirklich in Opposition zur Spritzen-Koalition steht, der bekommt vom Staatsapparat und seinen Verbündeten klare Hinweise: Der BASIS-Partei sind in diesen Tagen vom Finanzmonster PAYPAL alle Konten gesperrt und für 180 Tage alle Gelder eingefroren worden. Zu glauben PAYPAL würde diese Aktion ohne Hinweise der internationalen Impfkoalition unternehmen, ist naiv. Wer den Gegnern des Corona-Regimes wirklich schaden will, der dreht ihnen am besten den Geldhahn zu. Das mindert die Spendeneinnahmen und lähmt den Wahlkampf und ist eine nicht zu unterschätzende Drohgebärde.

    Furcht vor den Möglichkeiten der Opposition

    Wie mit der Löschung von Facebook-Seiten der „Querdenker“ die außerparlamentarische Opposition Schaden nehmen soll, so soll die Sperrung der PayPal-Konten der BASIS-Partei dem parlamentarischem Versuch der Demokratiebewegung schaden. An beiden abenteuerlichen Versuchen der Pharma-Koalition ist das Gewicht der oppositionellen Bewegung besser zu erkennen als an ihrem bisherigen Auftreten: Wenn die Koalition zu solch drastischen, ungesetzlichen Mitteln greift, ist ihre Furcht vor den Möglichkeiten der Opposition offenkundig größer als deren wahrnehmbare Wirkung.

    Aus:
    CoroNazis gegen Kinder
    ROT-Rot-Grün für Impfexperiment
    Autor: Uli Gellermann
    Datum: 21.09.2021
    Begeistert meldet der SPIEGEL, dass „BioNtech-Pfizer“ eine Studie vorlegt, nach der jetzt auch ab einem Alter von fünf Jahren geimpft werden kann. Das ZDF spritzt hinterher: „Impfung für jüngere Kinder geeignet“. Der Rot-Rot-Grüne Senat in Berlin kann die Eilzulassung gar nicht abwarten: Die Gesundheits-Senatorin Dilek Kalayci schreibt, an den Eltern vorbei die Kinder persönlich an, um sie impfreif zu machen: Eine Corona-Schutzimpfung, behauptet sie, schützt nicht nur "Euch selbst", sondern auch die Personen des Umfelds und "die gesamte Gesellschaft, also uns alle!“. Die Behauptung ist mit nichts bewiesen, aber der Psycho-Druck auf die Kinder ist ungeheuer: Sie sollen im Interesse der Pharma-Industrie als Profitbringer und als Versuchs-Opfer dienen.

    https://www.rationalgalerie.de/home/coronazis-gegen-kinder

    Dazu anbei Herr Häring, der bereits vor dem Putsch auf die Verzahnung von pseudo-öffentlicher und privater Macht aufmerksam machte:

    Der Griff der Großkonzerne nach der Weltherrschaft

    7. 7. 2019 | Das Weltwirtschaftsforum und die Vereinten Nationen (UN) haben ein Memorandum of Understanding zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet.
    (…)
    Der Ansatz des Forums besteht darin, das Davos-Modell in den Status einer neuen expliziten Form der globalen Governance zu erheben. ‘Multi-Stakeholder-Gruppen’, ‘Öffentlich-Private-Partnerschaften’ oder ‘Koalitionen der Willigen und Fähigen’, wie sie im Report Everybody’s Business genannt werden, sollten die Führungsrolle bei der Bewältigung ungelöster globaler Probleme übernehmen. Es ist nicht nötig, zu warten, bis das Interregierungssystem allgemeinen Konsens erreicht hat, um zu handeln. Das offizielle Interregierungssystem kann dem Multi-Stakeholder-Prozess de-facto-Anerkennung verschaffen und es kann, nachträglich, die Ergebnisse einer bestimmten Öffentlich-Privaten-Partnerschaft mit juristischer Legitimation ausstatten.”

    https://norberthaering.de/news/wef-un/

    Eines der Merkmale des Faschismus ist die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen, sagte einst Benito Mussolini und der wird es wohl gewußt haben.

  2. Alle, die (wie auch ich) schon einiger Maßen verzweifelt sind, möchte dann doch zwischendurch mit einem Hinweis darauf ermuntern, dass es noch Schönheit gibt!
    Und die kommt zum Beispiel aus Weißrussland, wo es kein Corona gibt:
    https://www.youtube.com/watch?v=TUGinrX_sDI
    oder mit der Tänzerin Agapia Savitskaya aus Russland (hier, noch vor Corona):
    https://www.youtube.com/watch?v=y6mhbAJDbe4
    Und solange es noch Menschen gibt, die sich menschlicher Schönheit so beeindruckend widmen, "ist sogar Polen noch nicht verloren", wie der alte Spruch sagt bzw. sind wir noch nicht verloren!
    Also… schaut es euch an…. das gibt Hoffnung! :-)

    • Leider wird die Realität durch Anderes bestimmt, etwa davon, was in den Nachdenkseiten Chris Hodges beschreibt:
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=76241
      Und leider ist die Mehrheit von der Richtigkeit all dieser Maßnahmen so umfänglich überzeugt (begeistert?), dass sie am Sonntag all dieses legitimieren wird, wie auch alles, das dann 4 weitere Jahre "gemaßnahmt" werden wird.
      Da hilft eben nur: "Impfen, impfen, impfen!" (Ironie aus).
      Und so verfolge ich die laufende Geisterbahnfahrt, an deren Ende die vorgeführten Gespenster in Amt und Würde (Würde???) gebracht und zu den "Mächtigen" gemacht werden, die unser Leben dirigieren dürfen. Da kann einem schon gruseln.

  3. Out-law sagt:

    Simplicius simplicissimus,wer erinnert sich ? Als analphabetischer Bauerntölpel auf fremden Hof aufgewachsen ,in militärischen Diensten zu Ruhm aufgestiegen und als Einsiedler seiner Vater -und schließlich inneren Frieden gefunden.
    Was hasten wir im Leben nach unseren Süchten ,machen jeden "Mist " mit ,um letztlich krank und verbittert zu enden ?
    Als ich wegen einer Kurzreise einen Mutanten-Test machen musste ,der bei uns in einer Apotheke gemacht werden kann ,fragte man mich nach meiner Handynummer ,zwecks App…(eher EU-Daten-Registrierung ) Habe ich nicht ! Computer ?? Brauche ich nicht ! Das Gesicht mir gegenüber sprachlos ……. Tja ,meinte ich ,weniger ist mehr ! Aber kennen sie nicht jemanden in ihrer Nähe ,der ein Handy hat ? Jo meine Frau ! Gut ,dann geben sie mir die Nummer bitte . Es stellte sich heraus,dass eine Auslandnummer nicht geht . Lächelnd sagte ich ,so ist es ,wenn man sich von so etwas abhängig macht , geben sie mir einfach das Papier ,das reicht mir . Nein ,es ist wegen ….der Info,wennnnnn …. Sie meinen zur Speicherung der Daten im EU Datenprogramm:
    Ich fragte mich ,nachdem ich ihr eine e-mail-Adresse gab ,wie es denn alte Rentner machen oder Quer -und Geradeausdenker-Menschen von denen die Staatsbeamten alles einkassiert haben ? Das wüsste sie auch nicht
    Spätestens da sieht man wo man steht ! Es dürfte nicht mehr lange dauern ,bis man uns per Totalüberwachung anweist ,was wir zu tun haben ,bzw. noch machen dürfen . Ich weiß nur ,den Scheiß mache ich nicht mehr lange mit ,selbst wenn meine Frau im Hotelzimmer ist und ich mich mit Zelt im Vorgarten breitmache,das könnte lustig werden :-))
    Ich will damit sagen :"Würden wir uns nicht alle von all der Technik abhängig machen lassen (was kein GEGEN bedeuten soll) ,dann wären viele Daten weniger speicherbar . Tja ,unsere Großväter und Mütter ,oder auch Einsiedler wussten schon warum sie sich ausklinken und weniger als erstrebenswerter hielten . Sie hatten mehr Frieden damit . Stell Dir vor es ist Krieg,und alle schmeißen ihre Technik weg :-))

  4. Ursprung sagt:

    Wie waers denn einfach mal mit ignorieren?
    Von Google, Cookies, Internet, Gates, Parlamenten, Ordnungsaemtern, Regeln, Polizei, Militaer, Kapos, Politgesochs, Wahlen?
    Nein, niemand am naechsten Laternenpfahl aufhaengen. Das ist ja nicht ignorieren.
    Einfach weitergehen. Weich, flexibel, unaufhaltbar der Richtung nach in unserem eigenen Hirn?

  5. helli-belli sagt:

    Die nächsten beiden "großen Dinge" sind:

    A) Nutzerspezifische Medieninhalte & Nachrichten (= selbes Narrativ wird dynamisch angepasst & an den Viewer optimiert "an den Mann gebracht"…)

    B) der kybernetische Kollaborationsraum & KI-unterstützte Digital Workspace. Die Daten aus Kommunikation & Zusammenarbeit geben dann nochmal ganz andere Daten her – nämlich über die wichtigste Ressource, die geistigen Fähigkeiten (und auch Bedürfnisse) des einzelnen Wissensarbeiter.
    Und nein, das muss nicht schlecht sein.
    Im Gegenteil: sämtliche Sabotiererei und Störereri wie sie heute all jene frustriert welche etwas vorantreiben wollen hat dann zB ganz schnell ein Ende …
    … und wenn es zukünftig einen globalen Arbeits- & Projektmarkt gibt, dann führen die Optionen zum optimierten Einsatz, zum optimalen Assignment von Arbeit, Projekt, Team usw mit den individuellen Mitarbeiter und seinen individuellen Bedürfnissen zu einer win-win-win-win … Situation …

    klar: die Netzwerker & Hochstapler, die Kriecher und alle die eben nicht wirklich fähig sind, die haben davor natürlich erstmal gehörige Angst.
    … aber a) brauchen sie das nicht – dieser Schritt in die KI-koordinierte Zusammenarbeit wird sich als heilsam und befreiend herausstellen
    und b) Angst & "DAGEGEN!" sein hilft hier nicht weiter.
    In spätestens drei Jahren wird dies der Alltag der Wissensarbeit sein – und zwar global.
    Alleine der damit zusammenhängende Wissenstransfer wird den Fortschritt derart pushen, dass die Welt in 10 Jahren tatsächlich eine völlig andere sein wird.

    … und ja: die Gefahren, die ein solches System mit sich bringt sind nicht außer Acht zu lassen. zB ein "Social Credit System" welches den Menschen Möglichkeiten gibt oder eben nimmt muss frühzeitig addressiert werden…

    … und die zerstörerische Kraft in anderen Bereichen – zB "was machen mit jenen, die da nicht wirklich mitmachen können?" … oder wie kann man sicherstellen, dass man auch einen "Datenreset" einleiten kann, wenn man gerade in seinem ersten Projekt "Mist gebaut" hat? … wie geht man mit dem Problem der hohen Lebenshaltunsgkosten in Deutschland im Vergleich mit dem Rest der Welt um: es kann ja nicht jeder der in Deuschland wohnt 3x so gut sein wie die Vergleicharbeitskraft aus Osteuropa, Ostasien, Afrika …

    Meine Antwort ist bekannt:
    A) CBDC
    B) via CBDC finanziertes BGE
    C) Ressourcensteuer auf die Horte (Angebotsverknappung → Preisanstieg → Profit um dann → noch mehr Horte & Angebotsverknappung → noch höhere Preise & Profit … usw kennen wir ja bereits vom aktuellen "MONOPOLY im real existierenden, massenmediengesteuerten Finanzkapitalismus" … )

    In Kombination mit A) B) C) wird aus den Daten des kybernetischen Kollaborationsraumes auch eine optimierte Freigabe für Mittel an unternehmerische Aktivitäten möglich sein.
    → der Markt & seine Bedürfnisse sind bekannt (aus A)
    → die Fähigkeiten der Mitarbeiter sind bekannt (aus dem kybernetischen Kollaborationsraum)
    ==>> Die verfügbaren Ressourcen können gezielt und optimiert freigegeben werden, und die bestehenden Organisationen erleben einen immerwährenden Wettbewerbsdruck und müssen sich laufend verbessern.
    Unternehmensgewinne sind dann nur noch über die tatsächliche Leistungserbringung realisierbar. Irgendwelche "stillen Teilhaberschaften" oder "Erträge aus Unternehmensanteilen" wird es dann ganz schnell keine mehr geben.
    … über ein ausgeklügeltes "Innovationsmanagement-System" können über den kybernetischen Kollaborationsraum hingegen die eigentlichen Innovationstreiber identifiziert werden – und über A) (CBDC) der "Innovationsaufschlag" einer Kaskade an Beteiligten auf dem Weg zur Innovation angerechnet werden … über die iterativen Review-Prozesse des kybernetischen Kollaborationsraumes werden die "Best Practices" ja kontinuierlich einem Assessment unterzugen – und die KI unterbreitet diese "Best Practices" dann an anderer Stelle in anderen Projekten basierend auf Mustererkennung & den Zielvektoren der künstlichen neuronalen Netzwerke dann den anderen Teams in anderen Organisationen zur Wiederverwendung … (logo: zuerst wird dies innerhalb der global Player / innerhalb der multinationalen Konzerne stattfinden – aber letztenendes sind jene, die "alleine" unterwegs sind und das "generelle" Big Grid verwenden zahlenmässig überlegen – und so wird auch die KI dort die besseren Ideen & Best Practices bereitstellen … und auch klar: so wie sich die Dinge entwickeln besteht eine große Gefahr, dass DAS große Big Grid dann eben in China seinen Heimathafen haben wird … hier schreien ja alle "DAGEGEN!" … )

    Kurzum: Im Ergebnis kommen wir so zu einem leistungsgerechten System.
    Und zwar grenzüberschreitend.

  6. PeterLau sagt:

    Den allermeisten Menschen geht Datenschutz/Privatsphäre am Allerwertesten vorbei, wohlwollend weil sie damit überfordert sind.

    Sicherlich muß man einiges an Aufwand betreiben, um der Überwachung durch Konzerne zu entgehen.
    Zwei deutschsprachige Internetseiten seien empfohlen:
    https://www.kuketz-blog.de/
    https://privacy-handbuch.de/

  7. Wenn der Masse der Menschen dieses nicht gefallen würde, würden sie dann z.B. ihr ganzes Leben in die sozialen Medien hinblättern oder den ganzen Tag über ihr Handy publizieren? Schließlich ist das schon seit mehr als 20 Jahren bekannt und ließ sich bereits in den Neunzigern in den Anfängen feststellen.
    Ebenso… hätten die Menschen etwas gegen die Kontrolle ihrer finanziellen Existenz einzuwenden, würden sie dann so gut wie jeden Einkauf über eine Karte abwickeln und damit der zukünftigen, digitalen Währung den Weg bereiten?
    Mein persönlicher Eindruck ist, dass sich Menschen kontrolliert wohlfühlen, weil sie wie Kinder nach "großen Eltern" suchen, wie das in der infantilisierten Gesellschaft nicht anders zu erwarten ist.
    So ziehen sie denn auch ihre neue Identität und Sicherheit vor dem allgegenwärtigen Knochenmann aus dem Impfpass.
    Das alles zusammen genommen ist der Hintergrund für das Verhalten der genannten Konzerne. Andernfalls würden deren Bemühungen ins Leere laufen.
    Es ist die Masse der Menschen, die sich bereitwillig gläsern MACHT.

  8. Querdenker sagt:

    "… Verhaltensmanipulationen vorzunehmen. Dazu verhelfen nicht nur Cookies …"

    Die immer wieder erfolgende "Verteufelung" von Cookies ist einfach nur ermühden und zeugt schlicht vom Unverständnis des Autors bzgl. Internet!

    Cookie sind notwendig um den Nutzer z.B. beim Shopping zu "verfogen" um ihn auch seinen Warenkorb und nicht irgendeinen, immer wieder anzuzeigen. Das Protokoll (https), mit dem wir mittels Browser einen Shop besuchen, ist ein sogenanntes "zustandsloses" Protokoll. Das heißt, wenn wir eine Seite aufgerufen haben, dann "vergisst" der Server anschließend den Nutzer. Das darf natürlich z.B. bei einem online Einkaufsbummel nicht passieren. Also speicher der eigene Browser sogenannte Cookies und sendet diese beim nächsten Aufruf der Seite an den Server zurück. Damit kann sich der Nutzer bei jedem Seitenaufruf quasi authentifizieren um die richtigen Elemente, wie z.B. seinen Warenkorb, angezeigt zu bekommen.

    Eine solche Authentifizierung kann natürlich auch mit der URL mitgeschickt werden. Das ist aber keine optimale Lösung, da so etwas auch leichter von Schadprogrammen abgefangen werden kann. Oder der Nutzer schickt ausversehen beim Kopieren eines Links diese mit, was auch nicht gewollt sein kann.

    • Viel hilft es wohl nicht, doch sollte man beim Schließen des Browsers wenigstens das Cache (den Verlauf) löschen bzw. den Browser – wenn möglich – so einstellen, dass er das von allein löscht. Ich lösche immer zweimal, denn ich musste schon sehen, dass selbst beim Löschen einige Einträge übrig blieben und erst beim zweiten Mal verschwanden.
      Dagegen, dass die eigene Adresse bis dahin längst in den Servern abgespeichert ist, hilft allerdings auch das nicht.
      Wenn ich es richtig sehe, ist die digitale Welt mit allen nur denkbaren Möglichkeiten und Tricks unterwegs zum gläsernen Menschen, wie es u.a. auch das Beispiel mit Spahns zentraler Erfassung aller ärztlichen Behandlungen eingerichtet hat. Solche Informationen gehören zum "neuen Gold", zu den Daten, die gern und teuer von allen Interessenten gekauft werden, wenn sie nicht schon "illegal" aufgesammelt (gestohlen) werden.

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