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Trumps Inszenierung einer brüchigen Iran-Einigung | Von Wolfgang Effenberger

Trumps Inszenierung einer brüchigen Iran-Einigung | Von Wolfgang Effenberger

Versailles als Bühne: Symbolik statt Stabilität

Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.

Versailles ist ein Ort, an dem sich die Weltordnung inszenieren lässt – und an dem sie schon einmal grandios gescheitert ist. Dass Donald Trump ausgerechnet hier das neue Abkommen (Memorandum of Understanding) (1) mit dem Iran unterzeichnet hat, ist daher mehr als ein historischer Zufall: Versailles ist eine bewusst gewählte Bühne für Bilder von Größe, Sieg und „Frieden“, der vor allem nach innen verkauft werden soll. Hinter den Kameras aber bleibt ein Deal, der die Gewalt nur einfriert, zentrale Risiken vertagt und die strukturelle Instabilität im Nahen Osten unangetastet lässt. Während Trump im Spiegelsaal das Narrativ vom großen Dealmaker schreibt, bleibt die Frage offen, ob Versailles 2026 nicht erneut zum Symbol eines Friedens wird, der schon bei seiner Unterzeichnung auf brüchigem Fundament steht.

Die Bilder vom 17. Juni 2026 aus dem Spiegelsaal sind groß – aber das Papier ist dünn: Das 14-Punkte-Memorandum symbolisiert Nähe zu Woodrow Wilsons 14 Punkte-Programm vom 8. Januar 1918 zur Beendigung des Ersten Weltkriegs, verspricht Waffenruhe, geöffnete Seewege und Hunderte Milliarden an Wirtschaftshilfen, ohne robuste Mechanismen für Kontrolle oder Durchsetzung. Während die Hardliner in Washington und Teheran bereits mobil machen, droht Europa erneut zwischen symbolischer Friedensrhetorik und sehr realen Sicherheits- und Energierisiken eingeklemmt zu werden.

Die USA haben in ihrem gescheiterten Krieg gegen den Iran vorerst kapituliert und einem Abkommen zugestimmt, dass der Islamischen Republik sehr entgegenkommt. Nach dem Abschluss des Abkommens soll der Iran auf einen 300 Milliarden Dollar schweren „Wiederaufbaufonds“ Anspruch haben. (2)

Die USA erhalten als Zugeständnis nichts weiter als das Versprechen, dass „der Iran keine Atomwaffen erlangen wird“ – eine Position, die der Iran bereits seit langem vertritt; mit der Annäherung Katars an den Iran deutet sich zudem der Beginn einer tektonischen Verschiebung in der Golfregion an.

Die israelische Nachrichtenagentur Hayom behauptete sogar, dass Trump heimlich ein Geldabkommen zwischen Katar und Iran genehmigt hatte, das es katarischen Schiffen erlaubte, Öl heimlich durch die Straße von Hormus zu schmuggeln. (3)

Auf den ersten Blick scheint es nun, dass der Iran den ultimativen Trumpf gewonnen hat, der womöglich noch wichtiger ist als der Erwerb von Atomwaffen: die Fähigkeit, die Straße von Hormus von nun an nach Belieben zu kontrollieren. (4)

Im Endeffekt geht der Iran gestärkt aus dieser Auseinandersetzung hervor, während die USA massiv geschwächt sind. Nun hat der Iran sogar noch etwas anderes erreicht: die Kluft zwischen den USA und Israel wurde weiter vertieft. Trump sah sich schließlich gezwungen, Netanjahu wegen der Libanon-Frage mehrfach zu rügen, woraufhin Trumps Zustimmungswerte in Israel über Nacht angeblich um 23 Prozentpunkte einbrachen. (5) 

Wird dieses neue Memorandum of Understanding Bestand haben? Wohl kaum, wenn es nach der israelischen Regierung geht. Netanjahu und seine Vertrauten haben bereits angekündigt, dass Israel sich nicht aus dem Libanon zurückziehen wird, und durchblicken lassen, dass sie die Einbeziehung der Hisbollah und des Libanon in das Abkommen ablehnen werden.

Passagen aus „Khorasan“, der konservativen, den Revolutionsgarden nahestehenden Regional‑ und Tageszeitung aus dem Nordosten Irans, spiegeln sehr gut die Sicht iranischer Hardliner: Das Abkommen ist für sie keine Lösung, sondern nur eine taktische Verschnaufpause vor einem größeren, unvermeidlichen Machtkampf – militärisch und ideologisch. (6) Es sei nur eine Atempause, um die künftigen Kampf- und Verteidigungskapazitäten wieder aufzubauen und sich auf eine umfassende oder größere Schlacht vorzubereiten: das Abkommen verschiebe lediglich die bevorstehende apokalyptische „Endschlacht“.

Solche Medien fungieren oft als „Sprachrohr“ für Teile des Sicherheitsapparats: Sie testen Narrative, die die Führung dann je nach Lage übernimmt oder sich davon distanziert.

Das macht solche Kommentare wichtig: Sie zeigen, wie einflussreiche Kreise im System das Abkommen inneriranisch „framen“ wollen. (7)

Für die USA, Israel und die Nachbarn ist das ein Warnsignal: Selbst bei formaler Einhaltung kann der Iran das Abkommen als Phase zur Reorganisation seiner Macht verstehen, nicht als Einstieg in eine Deeskalation.

Politisch schwächt diese Rhetorik das Vertrauen in die Nachhaltigkeit des Deals und stärkt jene, die ihn als „Trick“ Irans sehen – in Washington und Jerusalem.

Natürlich wird nicht jede Zeitungsaussage in eine Staatsdoktrin gegossen; "Khorasan" spricht vor allem für jene, die in Konflikt und Ideologie ihre Legitimität finden. (8)

Aber auch jenseits des "Khorasan" gibt es eine umfangreiche Argumentationsliste für Kritiker an dem Abkommen:

  1. Keiner der für den Iran positiven Punkte im Memorandum of Understanding sieht eine feste Garantie mit präzisen Bedingungen und Fristen vor. Ohnehin hat niemand die Absicht, diese Dinge umzusetzen, sie bleiben leere Versprechungen.
  2. Die iranische Führung wurde getötet, dagegen leben Trump, Hegseth und Netanjahu.
  3. Die Revolutionsgarden haben keine US-Schiffe versenkt, und somit wurden weder die Massaker an Zivilisten wie in Minab noch die hinterhältige Versenkung eines iranischen Schiffs nahe Indien gerächt.
  4. Die Revolutionsgarden im Iran „reagieren“ nur, ohne deutlich abzuschrecken.
  5. Die USA haben nun sechs Monate Zeit zur Umstrukturierung und werden den Krieg nach den Zwischenwahlen wieder aufnehmen. In der Zwischenzeit perfektionieren sie bereits die Jagdtechniken auf russische Raketenabwehrsysteme mithilfe von Starlink und Kamikaze-Drohnen. Das bedeutet, dass sie beim nächsten Mal nicht mehr auf teure MALE-Drohnen angewiesen sein werden und iranische Raketenstarts deutlich effektiver unterbinden können. 

Gleichzeitig gibt es in Teheran jedoch auch Stimmen, die das Abkommen als Chance auf wirtschaftliche Öffnung und relative Stabilität sehen.

Die Realität wird wahrscheinlich zwischen beidem liegen: Teile des Systems wollen echte Entspannung, andere sehen nur eine operativ nützliche Pause – und diese beiden Linien streiten sich aktuell im Inneren des Regimes. (9)

Auf beiden Seiten – in Teilen des iranischen Establishments und in bestimmten religiös‑ideologischen Milieus in Israel/USA – gibt es Endzeit‑Narrative, die den Konflikt nicht als zu lösende Krise sehen, sondern als Vorstufe zu einer „Endschlacht“. Diese Narrative verstärken sich gegenseitig und machen Kompromisse politisch schwerer. (10)

Iran: Mahdi‑Erwartung und „Endkampf“ 

In Teilen der schiitisch‑revolutionären Ideologie wird der Konflikt mit den USA („großer Satan“) und Israel („kleiner Satan“) als Teil eines kosmischen Kampfes zwischen Gut und Böse gedeutet.

Apokalyptische Strömungen verknüpfen das mit der Erwartung des verborgenen 12. Imam (Mahdi): Eine große Krise oder Schlacht im Nahen Osten beschleunige seine Rückkehr. (11)

Kommentare wie der von „Khorasan“ („Atempause vor der Endschlacht“) passen in dieses Muster: Das Abkommen ist keine Lösung, sondern eine taktische Pause, um für den großen, letztlich religiös aufgeladenen Entscheidungskampf aufzurüsten. (12)

Diese Sicht bildet nicht das ganze Iran‑Spektrum ab, ist aber im Umfeld der Revolutionsgarden und einiger Hardliner‑Medien deutlich präsent. 

USA: Evangelikale und christlich‑zionistische Endzeit‑Lesarten

Ein Teil der US‑Evangelikalen vertritt eine Endzeit‑Theologie (Dispensationalismus), in der Israel, der Nahost‑Konflikt und ein Krieg mit „Persien“ (Iran) als Bausteine der biblischen Endzeitprophetie gelten. (13)

Viele Christliche Zionisten glauben, dass die Sammlung der Juden im Land Israel, ein großer Krieg in der Region und eine Schlacht (Armageddon) Vorbedingungen für die Wiederkunft Jesu sind, und Recherchen zeigen, dass solche Vorstellungen in Teilen des Militärs und des politischen Umfelds der Republikaner durchaus eine Rolle spielen: Iran wird als „satanische“ Macht, der Krieg als möglicher Auslöser der Endzeit gesehen. (14)

Politisch übersetzt sich das in starke Unterstützung für eine harte Linie gegen den Iran und für den maximalen Schulterschluss mit Israel – als religiös aufgeladene Mission. 

Israel: Messianische Strömungen und „Greater Israel“

Im israelischen Diskurs sind apokalyptische Bilder nicht so zentral wie im US‑Evangelikalismus, aber es gibt messianische und national‑religiöse Strömungen, die die aktuellen Konflikte mit biblischen Schlachten und Prophezeiungen verknüpfen. (15)

Einige Akteure berufen sich auf biblische Verheißungen („vom Nil bis zum Euphrat“) oder auf die Vorstellung eines „Greater Israel“, in dem militärische Erfolge als Teil eines göttlichen Plans verstanden werden. (16)

Diese Strömungen sehen den Iran oft nicht nur als sicherheitspolitischen Gegner, sondern als existenziellen, ideologisch‑religiösen Feind – was Kompromisse als „Verrat“ erscheinen lässt.

Sie stellen nicht die Mehrheit in Israel, beeinflussen aber Rhetorik und Politik, vor allem in rechten und religiösen Lagern. 

Wie sich die Narrative gegenseitig hochschaukeln

Iranische Hardliner sprechen von „Endschlacht“ gegen USA/Israel; das bestätigt auf US‑evangelikaler Seite das Bild vom bösen, apokalyptischen Feind, gegen den man „bis zum Ende“ kämpfen müsse. (17)

Umgekehrt nehmen iranische Medien christlich‑zionistische Aussagen (Armageddon, „biblisches Recht“ auf Land, Trump als „Gesalbter“) auf, um zu behaupten, der Westen wolle tatsächlich einen heiligen Krieg führen. (18)

Aus geopolitischen Konflikten wird so ein „Krieg der Narrative“, in dem jede Seite die extremsten Stimmen der anderen zitiert, um die eigene Bevölkerung zu mobilisieren und Kompromissbereitschaft zu delegitimieren. (19)

Die gegenseitige religiös‑apokalyptische Aufladung erhöht das Eskalationsrisiko: Ein Zwischenfall wird schnell als „Zeichen“ gedeutet und weniger als verhandelbares Problem.

Solange solche „Endschlacht“-Narrative Einfluss haben, wird das Rahmenabkommen von Teilen aller Lager lediglich als taktischer Zwischenschritt betrachtet – eine Gelegenheit zur Aufrüstung auf dem Weg zur zwingenden Niederlage der anderen Seite. (20)

Das erklärt, warum sowohl iranische Hardliner als auch bestimmte Kreise in Israel/USA dem Deal misstrauen oder ihn offen sabotieren wollen: Er passt nicht zu einer Welt, in der man auf die große Entscheidungsschlacht zusteuert. (21)

Am 15. Juni 2026 fragte der US-Moderator Larry C. Johnson „Was hat Trump dazu veranlasst, den Deal mit dem Iran zu machen?“ (22) Für Johnson war die Antwort eindeutig:

Trump habe den Deal primär aus Angst vor einem wirtschaftlichen Absturz wegen Ölknappheit gemacht. Doch eine derartige monokausale Erklärung ist zu kurz gegriffen. Außenpolitik dieser Größenordnung hat fast immer mehrere Motive (Militärlage, Verbündete, innenpolitischer Druck, Märkte, Diplomatie).

Johnsons Hinweis auf eine langwierige Normalisierung des Nadelöhrs Hormus ist jedenfalls realistisch: Verzögerungen durch Transportzeiten (mehrere Wochen) und Minenräumung sind plausibel und werden oft unterschätzt. Hinzu kommen Versicherungsrisiken und Kriegszonen-Einstufungen, und so wird die Öffnung der Straße von Hormus keine sofortige Erleichterung für den Mangel auf dem globalen Ölmarkt bedeuten. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist eine notwendige, aber bei Weitem nicht ausreichende Voraussetzung für die Normalisierung der globalen Ölversorgung. Mehrere Faktoren werden eine erhebliche Entlastung für die Weltmärkte verzögern, wahrscheinlich für Wochen bis Monate.

Ende April berichtete die Washington Post, das Pentagon habe dem Kongress mitgeteilt, dass es sechs Monate dauern könnte, bis die Straße von Hormus vollständig von den Minen des iranischen Militärs geräumt ist.

Die Öffnung der Meerenge ist die Voraussetzung für die Normalisierung des Ölmarkts, nicht die Normalisierung selbst. Die realistische Reihenfolge ist: eine vorsichtige anfängliche Wiederaufnahme des Verkehrs durch die risikotolerantesten Betreiber, gefolgt von einer schrittweisen Zertifizierung der Minenräumung bestimmter Kanäle, dann eine langsame Rückkehr der kommerziellen Mainstream-Schifffahrt, da die Versicherer die Kriegsrisikoprämien schrittweise senken, und erst Wochen später die tatsächliche Ankunft dieses Öls in den Raffinerien und seine Umwandlung in ein verwendbares Produkt.

Eine vernünftige Schätzung, wann die Weltmärkte infolge der heutigen Vereinbarung eine wesentliche Erhöhung des Angebots sehen könnten, geht von einem Zeitraum von mindestens sechs bis zehn Wochen aus, und das setzt voraus, dass es keine Vorfälle, keine Minenschläge, keine politischen Umkehrungen und kooperative iranische Minenentschärfungsbemühungen voraus. All das kann schiefgehen, und was schief geht, setzt die Uhr zurück.

Außerdem gibt es wahrscheinlich Logistikprobleme, Versicherungsrisiken und Verzögerungen nach der Öffnung von Hormus.

Ein tragfähiger Waffenstillstand braucht zuerst minimale gemeinsame Interessen und glaubwürdige Sicherungsmechanismen; das Schweigen der Waffen allein reicht nicht. Aus diesen Minimalbedingungen muss dann ein politischer Prozess entstehen, der Schritt für Schritt in eine belastbare Friedensordnung übergeht. (23) 

Notwendige Bedingungen für einen Waffenstillstand 

Zunächst müssen beide Seiten – schon aus Eigeninteresse – akzeptieren, dass sie militärisch kurzfristig keinen entscheidenden Sieg erreichen und dass ein Stopp der Kämpfe ihnen relativ nützt (z.B. zur Stabilisierung oder Konsolidierung).

Es geht nicht ohne neutrale oder zumindest von beiden akzeptierte Beobachter (z.B. UN, OSZE, Drittstaaten), die Verstöße dokumentieren und Berichte veröffentlichen; ohne Transparenz wird jede Seite die andere sofort der Lüge bezichtigen.

Vorab müssen Konsequenzen vereinbart werden (politisch, wirtschaftlich, militärisch begrenzt), falls eine Seite systematisch den Waffenstillstand bricht, sonst bleibt der Text zahnlos.

Der Waffenstillstand kann nur tragfähig sein, wenn er nicht bei der ersten Krise zusammenbricht, also muss er klare, detaillierte Vereinbarungen enthalten: Je konkreter Zeiten, Orte, Kommunikationswege, Prozeduren bei Zwischenfällen und Rollen von Beobachtern geregelt sind, desto geringer ist der zur Täuschung nutzbare Interpretationsspielraum. (24)

Damit daraus dann ein „solider Frieden“ entstehen kann, braucht es einen zweiten, politischen Strang neben der militärischen Deeskalation und ein klar definiertes Verhandlungsformat (z.B. Konferenz, Roadmap, „Friedensprozess“), das von allen relevanten Akteuren akzeptiert wird und nicht nur als Feigenblatt dient, ebenso langfristige Vereinbarungen über Grenzen, Stationierung, Bündnisbindungen. (25) 

Notwendige und hinreichende Voraussetzungen für einen Frieden

Notwendig ist auf beiden Seiten der politische Wille, die Kämpfe zu stoppen und konkrete, kontrollierte militärische Arrangements (Linien, Entflechtung, Überwachung, Sanktionen) zu treffen, sowie ein politischer Prozess, der zumindest die Perspektive weitergehender Verhandlungen eröffnet.

Hinreichend für einen Waffenstillstand, der mit nichttrivialer Wahrscheinlichkeit in einen soliden Frieden münden kann, wäre eine Konstellation, in der zusätzlich die Kosten eines Bruchs für beide Seiten hoch genug sind (wegen externer Garantien sowie wirtschaftlicher und politischer Konsequenzen) und die zentralen Streitfragen im Rahmen eines klar strukturierten, international eingebetteten Prozesses verhandelbar und schrittweise bearbeitet werden (Territorium, Sicherheit, Recht). (26)

Erst wenn all diese Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind, sprechen Friedensforscher von einer realistischen Chance, dass aus einem Waffenstillstand nicht nur eine neue „Atempause“ vor der nächsten Offensive wird, sondern ein Übergang zu einem belastbaren Frieden. (27)

„Keine offene Gewalt“ bedeutet noch lang keinen wirklichen Frieden, notwendig sind „Gerechtigkeit und gewaltfreie Strukturen“.

Historische Friedensprozesse scheiterten auffällig oft an denselben Mustern: Demütigung der Verlierer, Ausklammern der Kernkonflikte, fehlende Durchsetzung und starke Störakteure innen und außen. (28)

Klassischer „Scheiterfall“: Versailles und Völkerbund 

Der Versailler Vertrag war ein typischer Siegfrieden mit starker Demütigung des Verlierers, aber ohne dessen dauerhafte Einbindung in eine akzeptierte Ordnung. (30)

Deutschland und die ehemals verbündeten Staaten empfanden die Pariser Vorortverträge als oktroyierte, unfaire Ordnung.

Der nach dem ersten Weltkrieg aus dem Geist der Sieger entstandene Völkerbund musste diese „Unfriedensordnung“ verwalten, war damit für viele von Anfang an diskreditiert und verlor an Autorität gerade bei den Staaten, die er einhegen sollte. (31)

Ein Frieden, der als Siegfrieden ohne echte Verhandlung und ohne spätere Revisionserwartung erlebt wird, erzeugt starke Revisionskräfte und langfristig Instabilität. (32)

Schrittweise Prozesse (NahOst): Beispiel Oslo

Das Oslo-Abkommen klammerte zentrale Endstatusfragen (Jerusalem, Siedlungen, Grenzen, Flüchtlinge) bewusst aus und schob sie in die Zukunft – als „Konstruktionsfehler“ gilt, dass genau die Kernkonflikte vertagt wurden. (33)

Vertrauensbildende Maßnahmen wurden von Hardlinern systematisch sabotiert: israelische Siedlungsausweitung auf der einen Seite, Anschläge etwa der Hamas auf der anderen.

Es fehlten wirksame Sanktionsmechanismen bei Vertragsbruch; Belohnungen blieben vage und Strafen bei Nichteinhaltung praktisch aus, sodass die Anreize, Vereinbarungen ernst zu nehmen, schwach waren. (34)

Politische Wendepunkte (Mord an Rabin, Regierungswechsel zu Netanjahu, Zweite Intifada) verschoben Mehrheiten weg von kompromissbereiten Lagern; der Prozess erstarrte und fiel faktisch auseinander.

Werden Kernfragen vertagt, so lautet die Lehre daraus, können Extremisten ungebremst sabotieren. Existiert keine glaubwürdige Durchsetzung, wird der Prozess fragil und kann schon durch einzelne Schocks kollabieren. (35) 

Was erfolgreiche Friedensschlüsse brauchen

Friedensordnungen, die auf beiderseitigem Ausgleich und begrenzter Bestrafung beruhen (Westfalen, Wien), halten tendenziell länger als solche, die vor allem demütigen (Versailles). (36)

Viele Friedensprozesse und -abkommen scheiterten, weil wichtige Kriegsparteien oder mächtige Dritte (Milizen, Nachbarstaaten) nicht einbezogen wurden und weil sie weder militärisch noch politisch oder wirtschaftlich abgesichert waren, Verstöße also folgenlos blieben. (37)

Friedensverträge, die nur von Eliten unterschrieben werden, aber keine solide Basis in der Bevölkerung oder den Machtapparaten haben, brechen leicht weg, wenn Regierungen wechseln oder Hardliner mobilisieren. (38)

Langfristig erfolgreiche Friedensordnungen verbinden Machtbalance, akzeptable Kompromisse und Kontrollmechanismen, um Vereinbarungen tatsächlich durchzusetzen. (39)

Zentrale These von Nate Swanson („The World After the Iran War“) 

Schon Ende März 2026 argumentierte Nate Swanson in dem Foreign Affairs-Artikel "The World After the Iran War" (40), dass der Iran den Krieg gegen die USA und Israel nicht militärisch, aber politisch gewonnen hat: Das Regime hat überlebt, die iranische Führung kann Bedingungen der Nachkriegsordnung mitbestimmen.

Entscheidend sei nun, ob Teheran in den kommenden Verhandlungen „den Frieden gewinnt“ oder sich durch Maximalforderungen isoliert.

Kernpunkt ist die Straße von Hormus: Rund ein Fünftel des global gehandelten Öls läuft durch diese Engstelle; während des Krieges hat sich gezeigt, dass Iran die Schifffahrt empfindlich stören kann und damit enorme ökonomische Hebel besitzt. (41)

Swanson formuliert ein Dilemma: Der Iran kann Hormus entweder als Geschäftsmodell (Transit, Gebühren, indirekter Einfluss) oder als Sicherheitshebel (Drohung mit Blockaden, asymmetrische Abschreckung) nutzen – beides gleichzeitig ist kaum glaubwürdig, weil eine dauernde Krisendrohung Investitionen und Handel abschreckt.

Aus iranischer Sicht bedeutet „Sieg“: keine Regimeänderung, kein Zusammenbruch, Fortbestand der Fähigkeit, die USA und Verbündete zu schädigen. (42)

Aus globaler Sicht bedeutet dieser Sieg: Die alte Annahme, dass amerikanische Übermacht jeden Gegner politisch brechen kann, stimmt nicht mehr – Widerstand und bloßes Durchhalten können reichen, um Machtverhältnisse zu verschieben.

Swanson verweist auf Ian Bremmer und Firas Maksad, die den Krieg als „größtes außenpolitisches Versagen“ beider Trump‑Amtszeiten bezeichnen. (43)

Gemeint sind mehrere Ebenen des Scheiterns:

Die USA wollten den Iran militärisch schwächen, abschrecken oder das Regime verändern; stattdessen überlebte Teheran, passte seine Strategie an und inszeniert das Ganze als Triumph gegen eine Supermacht.

Verbündete erleben, dass Washington zwar massiven Schaden anrichten, aber nicht zuverlässig stabile politische Ergebnisse durchsetzen kann; Gegner sehen, dass Durchhalten und asymmetrische Gegenwehr den politischen Ausgang beeinflussen.

Die Wahrnehmung einer Machtverschiebung zugunsten eines „post‑amerikanischen“ oder multipolaren Systems verstärkt sich – vor allem, weil der Krieg unterstreicht, dass US‑Militärüberlegenheit nicht automatisch politische Kontrolle in der Region bringt. (44)

Die USA konnten dem Iran zwar schwere militärische Verluste zufügen, inklusive der Ausschaltung von Führungspersonal und Zielen in Luft‑ und Seeraum, aber sie erreichten weder einen Regimekollaps noch eine dauerhafte Ausschaltung iranischer Schlagkraft. (45)

Der Iran zeigte, dass er trotz militärischer Unterlegenheit genügend Fähigkeiten behält, um US‑Streitkräfte und Verbündete an mehreren Fronten zu bedrohen (Raketen, Drohnen, Proxies, Cyber, Hormus). (46)

Für Washington offenbarte sich eine klassische „denial“-Problematik: Man kann viel zerstören, aber nicht verhindern, dass der Gegner politisch überlebt und weiter stören kann. (47)

Für den Iran gilt: Das Land ist militärisch geschwächt und teilweise institutionell ausgehöhlt, aber sein Regime hat sich innenpolitisch um einen noch härteren Kern verfestigt und bleibt international gefährlich, gerade weil es auf ökonomische Hebel (Energie, Schifffahrt) setzt. (48)

Swanson verweist auf Beiträge und Podcasts, die die weiteren Konsequenzen ausleuchten. 

Wesentliche Punkte der westlichen Verwundbarkeit

Energiemärkte und Hormus‑Risiko: Die (teilweise) Schließung bzw. Gefährdung der Straße von Hormus hat einen massiven Energiepreisschock ausgelöst; viele Staaten weltweit (Chile, Südkorea, afrikanische Länder) mussten Notmaßnahmen ergreifen, was die globale Verwundbarkeit gegenüber regionalen Konflikten sichtbar macht. (49)

Erosion des US‑Einflusses: Beobachter sehen im Iran‑Krieg die Beschleunigung eines Trends der nachlassenden normativen und realen Dominanz der USA; andere Mächte wie China nutzen dies, um wirtschaftlich und politisch Raum zu gewinnen.

Die Golfstaaten beginnen, ihre Sicherheitsstrategien zu diversifizieren, statt sich allein auf US‑Schutz zu verlassen.

Israels Sicherheitspolitik erscheint vielen Partnern immer mehr als Quelle von Eskalation.

Der Iran versucht, sich stärker in eine „östliche“, nicht westlich dominierte Ordnung (z.B. SCO, Kooperation mit China und Russland) einzubetten, um seine Regimestabilität und Sanktionsresilienz zu erhöhen. (50) 

Ergebnis und Folgen 

Als Ergebnis sehen wir einen unscharfen Zustand, „weder Krieg noch Frieden“: formale Waffenstillstände, aber fortlaufende niederintensive Gewalt, zähe Verhandlungen, insbesondere über das Nuklearprogramm und Sicherheitsgarantien. (51)

Swanson verweist im Newsletter auf einen Podcast mit Narges Bajoghli und Vali Nasr, der neue Führungskonstellationen und die Anpassung iranischer Innen‑ und Außenpolitik thematisiert.

Trotz der Tötung führender Figuren hat das iranische System seinen Kern bewahrt, etwa durch dynastische Nachfolge und Mobilisierung nationalistischer Narrative; moderate Kräfte wurden weiter marginalisiert.

Der Iran verlegt seine Überlebensstrategie stärker auf wirtschaftliche Konfliktinstrumente (Energie, Transit, Umgehung von Sanktionen), flankiert durch asymmetrische Sicherheitsmittel statt klassischer konventioneller Aufrüstung. (52)

Kriegsfolgen, wirtschaftliche Not und Repressionsapparat verschärfen die Kluft zwischen Bevölkerung und Regime; gleichwohl zeigt der Krieg, dass dies nicht automatisch in einen Aufstand mündet, solange die Sicherheitsorgane funktionsfähig bleiben und das Regime den Diskurs kontrolliert. (53)

Diese Gemengelage erklärt, warum Swanson von einem „fragilen Sieg“ spricht: Iran hat überlebt und gewonnen – aber auf Kosten tiefer struktureller Schwächen, die das Regime künftig anfällig für innere Krisen und äußeren Druck machen. 

Fazit

Das "Memorandum of Understanding" zwischen den USA und Iran ist also kein Endpunkt, sondern ein fragiler Einstieg in eine längere Phase von Machtprobe und Nachverhandlungen: Es eröffnet Waffenstillstand, Entlastung bei Sanktionen und einen Rahmen für Atom- und Hormus-Regelungen – doch seine Zukunft hängt davon ab, ob beide Seiten diesen Rahmen als Chance für eine belastbare Ordnung nutzen oder ihn lediglich als taktische Atempause vor der nächsten Eskalation betrachten. (54)

In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, ob aus dem Memorandum ein verankerter Friedens- und Atomvertrag wird oder ob es als symbolischer Moment in Versailles in Erinnerung bleibt – beeindruckend inszeniert, aber politisch unterminiert durch Misstrauen, innenpolitische Zwänge und den Versuch beider Seiten, den kurzfristigen Machtgewinn zu maximieren. (55) 

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Anmerkungen und Quellen

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete "atomare Gefechtsfeld" in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020), "Die unterschätzte Macht" (2022), "Vom Krieg zur Weltordnung" (2026)

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1) Text des Islamabad-Vereinbarungsmemorandums zwischen der Islamischen Republik Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika (gestraffter Text des Islamabad-Vereinbarungsmemorandums) haben sich am 18. Juni 2026 gemeinsam und in gutem Glauben auf Folgendes geeinigt:

1. … dieser Absichtserklärung eine sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, und verpflichten sich, von nun an keinen Krieg oder militärischen Operationen gegeneinander zu initiieren, von Drohungen oder Gewalt gegeneinander zu unterlassen und die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon zu garantieren. Die endgültige Vereinbarung wird das dauerhafte Ende des Krieges an allen Fronten, einschließlich des Libanon, und die anderen Bestimmungen dieser Klausel bestätigen.

2. … verpflichten sich, die Souveränität und territoriale Integrität des anderen zu respektieren und sich nicht in die inneren Angelegenheiten des anderen einzumischen.

3. … verpflichten sich, Verhandlungen zu führen und innerhalb von maximal 60 Tagen, die im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden kann, eine endgültige Einigung zu erzielen.

4. Unmittelbar nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung werden die Vereinigten Staaten von Amerika damit beginnen, ihre Seeblockade und jede Belästigung oder Behinderung der Islamischen Republik Iran aufzuheben und die Seeblockade innerhalb von 30 Tagen vollständig zu beenden. Während dieses Zeitraums wird der Schiffsverkehr proportional zum von der Islamischen Republik Iran festgelegten Vorkriegsverkehrsvolumen sein. 

Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich Streitkräfte innerhalb von 30 Tagen nach der endgültigen Vereinbarung aus dem Randgebiet der Islamischen Republik Iran abzuziehen.

5. Nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung wird die Islamische Republik Iran mit ihren größten Anstrengungen Vorkehrungen treffen, um die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen, die nur 60 Tage lang kostenlos sind, vom Persischen Golf in die Omansee und umgekehrt. Der Verkehr von Handelsschiffen wird sofort beginnen und innerhalb von 30 Tagen unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, technische und militärische Hindernisse zu beseitigen und die Minenräumung durch die Islamische Republik Iran zu beseitigen, zu erreichen. 

Die Islamische Republik Iran wird mit dem Sultanat Oman verhandeln, um die zukünftige Verwaltung und die maritimen Dienste in der Straße von Hormus in Übereinstimmung mit dem geltenden Völkerrecht und den souveränen Rechten der Küstenländer der Straße von Hormus zu bestimmen, und wird sich auch mit anderen Küstenländern des Persischen Golfs beraten.

6. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich zusammen mit ihren regionalen Partnern, ein endgültiges Programm zu erstellen, das von beiden Parteien für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Islamischen Republik Iran vereinbart wurde und mindestens 300 Milliarden Dollar zur Verfügung stellt. 

Der Implementierungsmechanismus dieses Programms wird als Teil der endgültigen Vereinbarung innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen. Alle erforderlichen Genehmigungen, Verzichtserklärungen und Lizenzen für die damit verbundenen Finanztransaktionen werden von den Vereinigten Staaten von Amerika bereitgestellt.

7. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, alle Arten von Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran zu beenden, einschließlich der Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, der Resolutionen des Board of Governors International Atomic Energy Agency und aller einseitigen US-Sanktionen, sowohl primär als auch sekundär, gemäß einem Zeitplan, der als Teil des endgültigen Abkommens vereinbart wurde. 

Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika erkennen die grundlegende Bedeutung der oben genannten Frage der Aufhebung der Sanktionen an und bekunden ihre Absicht, diese Fragen unverzüglich in Verhandlungen anzusprechen, um eine gegenseitige Einigung zu erzielen.

8. Die Islamische Republik Iran bekräftigt, dass sie keine Atomwaffen produzieren oder erwerben wird. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika haben vereinbart, dass der Status der gelagerten angereicherten Materialien durch einen von beiden Parteien vereinbarten Mechanismus und gemäß dem in Klausel 7 festgelegten Zeitplan, zumindest durch Verwässerung vor Ort, unter der Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde, gelöst wird. 

Beide Parteien vereinbaren auch, die Frage der Bereicherung und andere gemeinsam vereinbarte Themen im Zusammenhang mit den nuklearen Bedürfnissen der Islamischen Republik Iran auf der Grundlage eines zufriedenstellenden Rahmens zu diskutieren, der in der endgültigen Vereinbarung vereinbart werden soll. Die endgültige Vereinbarung wird die Bestimmungen dieser Klausel bestätigen. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika erkennen die grundlegende Bedeutung der oben genannten nuklearen Fragen an und äußern ihre Absicht, diese Angelegenheiten unverzüglich in Verhandlungen anzugehen, um eine gegenseitige Einigung darüber zu erzielen.

9. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika vereinbaren, den Status quo aufrechtzuerhalten, bis eine endgültige Einigung erzielt wird; die Islamische Republik Iran wird den Status quo in ihrem Atomprogramm beibehalten, und die Vereinigten Staaten von Amerika werden keine neuen Sanktionen gegen den Iran verhängen oder zusätzliche Streitkräfte in der Region einsetzen.

10. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung und bis zur Aufhebung der Sanktionen unverzüglich Verzichtserklärungen des Finanzministeriums für den Export von iranischem Rohöl, petrochemischen Produkten und deren Derivaten sowie allen damit verbundenen Dienstleistungen wie Bankgeschäften, Versicherungen, Transport usw. zu erteilen.

11. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, die begrenzten oder gesperrten Gelder und Vermögenswerte der Islamischen Republik Iran nach Umsetzung dieser Absichtserklärung vollständig zur Verfügung zu stellen. 

Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran werden sich auf das Verfahren zur Freigabe dieser Gelder während der Verhandlungen einigen. Diese Gelder, unabhängig davon, ob sie auf dem Hauptkonto gehalten oder übertragen werden, müssen vollständig für die Zahlung an jeden von der Zentralbank der Islamischen Republik Iran benannten Endbegünstigten verwendet werden können. 

Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, in dieser Hinsicht alle erforderlichen Genehmigungen und Lizenzen zu erteilen.

12. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika vereinbaren, einen Exekutivmechanismus einzurichten, um die erfolgreiche Umsetzung dieser Absichtserklärung und die künftige Einhaltung des endgültigen Abkommens zu überwachen.

13. Nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung und vorbehaltlich des Beginns der Umsetzung der Klauseln 1, 4, 5, 10 und 11 dieses Memorandums und der Fortsetzung dieser Maßnahmen werden die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika ausschließlich Verhandlungen über die verbleibenden Klauseln der endgültigen Vereinbarung aufnehmen.

14. Die endgültige Vereinbarung wird durch einen verbindlichen Beschluss des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen bestätigt.

https://sonar21.com/what-triggered-trump-to-make-the-deal-with-iran/

2) https://www.reuters.com/business/finance/iran-deal-includes-300-billion-fund-more-than-half-which-already-committed-2026-06-16/

3) https://www.israelhayom.com/2026/06/15/trump-secretly-approved-qatar-iran-cash-deal/

4) https://edition.cnn.com/2026/06/16/politics/us-intel-assessment-iran-shut-strait-hormuz

5) https://www.nytimes.com/2026/01/11/us/politics/trump-interview-transcript.html

6) https://www.dw.com/de/iran-usa-abkommen-vorw%C3%BCrfe-israel-beirut-pakistan/a-77546211

7) https://de.euronews.com/2026/06/17/vom-regimewechsel-zum-regime-deal-wie-teheran-auf-das-geleakte-usa-iran-abkommen-reagiert

8) https://www.dw.com/de/iran-usa-abkommen-vorw%C3%BCrfe-israel-beirut-pakistan/a-77546211

9) https://de.euronews.com/2026/06/17/vom-regimewechsel-zum-regime-deal-wie-teheran-auf-das-geleakte-usa-iran-abkommen-reagiert

10) https://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/iran-israel-religion-trump-b2775107.html

11) https://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/iran-israel-religion-trump-b2775107.html

12) https://magazin.zenith.me/de/kultur/religioese-narrative-im-usa-israel-iran-konflikt

13) https://www.counterpunch.org/2026/03/06/biblical-bloodlust-huckabee-cyrus-and-the-zionist-greater-israel-fantasy-fueling-the-iran-war/

14) https://www.motherjones.com/politics/2026/01/the-evangelicals-who-think-irans-protests-mean-jesus-is-returning/

15) https://magazin.zenith.me/de/kultur/religioese-narrative-im-usa-israel-iran-konflikt

16) https://www.counterpunch.org/2026/03/06/biblical-bloodlust-huckabee-cyrus-and-the-zionist-greater-israel-fantasy-fueling-the-iran-war/

17) https://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/iran-israel-religion-trump-b2775107.html

18) https://www.sonntagsblatt.de/artikel/glaube/apokalyptische-politik-wenn-religion-den-krieg-deutet

19) https://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/iran-israel-religion-trump-b2775107.html

20) https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-experten-sagen-wie-es-in-nahost-weitergehen-koennte-a-7289cb04-fa96-409d-96bd-85bf9ec1c0a6

21) https://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/iran-israel-religion-trump-b2775107.html

22) https://sonar21.com/what-triggered-trump-to-make-the-deal-with-iran/

23) https://www.srf.ch/news/international/ukraine/krieg-in-der-ukraine-was-es-braucht-damit-die-waffen-schweigen

24) https://www.dw.com/de/waffenruhe-oder-waffenstillstand-was-ist-der-unterschied/a-67244943

25) https://www.smarter-service.com/2025/08/19/friedensvertrag-oder-waffenstillstand-die-sicherheitspolitische-quadratur-des-kreises-im-ukraine-krieg/

26) https://www.watson.ch/international/deutschland/603979337-ukraine-und-europaeer-stellen-fuenf-bedingungen-fuer-frieden-mit-russland

27) https://css.ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/gess/cis/center-for-securities-studies/pdfs/CSSAnalyse252-DE.pdf

28) https://www.welt.de/geschichte/article204875518/Voelkerbund-Deshalb-scheiterte-die-Idee-des-ewigen-Friedens.html

30) https://www.geschichte-abitur.de/friedensschluesse-im-vergleich

31) https://www.welt.de/geschichte/article204875518/Voelkerbund-Deshalb-scheiterte-die-Idee-des-ewigen-Friedens.html

32) https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religion_und_politik/aktuelles/2018/04_2018/pm_wie_sind_friedensschluesse_in_der_geschichte_gelungen.pdf

33) https://www.tagesspiegel.de/politik/warum-das-nahost-abkommen-von-oslo-gescheitert-ist-5531551.html

34) https://www.kas.de/de/laenderberichte/detail/-/content/30-jahre-oslo-abkommen

35) https://lernen-aus-der-geschichte.de/beitrag/15577/

36) http://popp-sport.de/02%20Geschichtsunterricht/12%20Pruefung/14%20Projekte/Frieden/Internationale%20Friedensvertraege%20im%20Vergleich.pdf

37) https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/69824/69824_1.pdf?sequence=1

38) https://www.tagesspiegel.de/politik/warum-das-nahost-abkommen-von-oslo-gescheitert-ist-5531551.html

39) https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religion_und_politik/aktuelles/2018/04_2018/pm_wie_sind_friedensschluesse_in_der_geschichte_gelungen.pdf

40) Nate Swanson, „The World After the Iran War“, Foreign Affairs, 21 March 2026.

41) https://www.newindianexpress.com/world/2026/Feb/26/weakened-by-war-and-protests-iran-could-still-inflict-pain-in-response-to-a-us-attack

42) https://professorrobertpape.substack.com/p/the-world-after-iran

43) https://www.prospectmagazine.co.uk/world/middle-east/72854/beyond-the-iran-war

44) https://professorrobertpape.substack.com/p/the-world-after-iran

45) https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2026/03/20260311_TheCurrent_Aydintasbas-Karlin-Maloney_Iran-War.pdf

46) https://professorrobertpape.substack.com/p/the-world-after-iran

47) https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2026/03/20260311_TheCurrent_Aydintasbas-Karlin-Maloney_Iran-War.pdf

48) https://foreignaffairsinfo.substack.com/p/the-uncalculated-war

49) https://www.newindianexpress.com/world/2026/Feb/26/weakened-by-war-and-protests-iran-could-still-inflict-pain-in-response-to-a-us-attack

50) https://mepc.org/commentaries/the-iran-war-goes-global-free-to-read/

51) https://www.nytimes.com/2026/06/12/world/middleeast/iran-war-limbo.html

52) https://foreignaffairsinfo.substack.com/p/the-uncalculated-war

53) https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2026/03/20260311_TheCurrent_Aydintasbas-Karlin-Maloney_Iran-War.pdf

54) https://switzerland.news-pravda.com/world/2026/06/14/17191.html

55) https://de.abna24.com/news/1826136/Ver%C3%B6ffentlichung-neuer-Details-zum-Entwurf-eines-Memorandum-of 

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: US-Präsident Donald Trump in Versailles am 17.06.2026
Bildquelle: Ninotnan / shutterstock


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