Transatlantiker und Finanz-Militärisch-Industrieller Komplex am Ziel? | Von Wolfgang Effenberger

Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.

Die 58. Münchner Sicherheitskonferenz, die im Zeichen des Russland-Ukraine-Konflikts stand, ging am Sonntag, dem 20.Februar 2022, zu Ende. Zum Abschluss der dreitägigen Beratungen stellte der scheidende Leiter Wolfgang Ischinger fest: “Ich habe den Eindruck, dass dieses Wochenende eine Botschaft der transatlantischen Einheit und Entschlossenheit aussendet”.(1) Dann drückte er sein Bedauern darüber aus, dass Europa einen neuen Krieg fürchten müsse. Der britische Premier Boris Johnson warnte auf der Konferenz gegenüber der BBC vor einem Krieg in der Dimension des Zweiten Weltkriegs: Das könnte „wirklich der größte Krieg in Europa seit 1945 sein“.(2)

Pünktlich zu Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz wurde die Eskalationsschraube in der Ukraine nach oben gedreht. Die Theorie, dass es sich bei der Eskalation an der Kontaktlinie um eine bloße Informationsoperation seitens Russlands und der Rebellenrepubliken handelt, wird durch den OSZE-Bericht keineswegs gestützt.(3)

Mit der kriegsbefeuernden Überschrift „Putins Schergen beschießen ukrainischen Kindergarten“ (4) gießt die BILD-Zeitung Öl ins Feuer.

Da jeder Krieg bisher mit einer Lüge begonnen wurde, sollten sich die Medien fragen, woher derartige Meldungen kommen, wer sie verifiziert hat und wem sie nützen. Ungeprüft haben 1990 die Medien die Meldung übernommen, dass irakische Soldaten bei der Invasion Kuwaits im August 1990, dem Beginn des Zweiten Golfkriegs, kuwaitische Frühgeborene aus ihren Brutkästen gerissen und auf den kalten Steinboden geworfen hätten, wo sie dann verstarben. Damit erhielt der damalige US-Präsidenten George H. Bush die UN-Ermächtigung, gegen den Irak Krieg zu führen.

Erst nach der US-geführten militärischen Intervention zur Befreiung Kuwaits stellte sich die Geschichte als Erfindung der amerikanischen PR-Agentur Hill & Knowlton heraus. Diese war von der im Exil befindlichen kuwaitischen Regierung bezahlt worden, um eine Rückeroberung Kuwaits mittels Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

Seit Mitte Januar 2022 wird nach Angaben der US-Regierung vor einem sogenannten Angriff unter falscher Flagge („False-Flag- Operation“) seitens Putins gewarnt. Russland wolle einen Vorwand für einen Einmarsch in der Ukraine schaffen: “Wir haben Informationen, die darauf hinweisen, dass Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt hat, um einen Einsatz unter falscher Flagge in der Ostukraine auszuführen … der zwischen Mitte Januar und Mitte Februar starten könnte“(5)

Bisher haben sich allerdings die USA als wahre Meister beim Einsatz von „False-Flag- Operationen“ und Lügen gezeigt.

So wurde der Vietnamkrieg 1964 mit dem „Zwischenfall von Tonkin” vor der Küste Nordvietnams begründet, dem nordvietnamesischen Torpedo-Angriff auf den US-Zerstörer Meddox am 4. August 1964. Längst ist erwiesen, dass es damals keinen Torpedoangriff gab.(6)

Der Vietnamkrieg forderte bis zu 6 Millionen Tote (davon ca. 60.000 US-Amerikaner)

Den Irakkrieg von 2003 begründete die US-Regierung mit „irakischen Massenvernichtungswaffen” und einer „Verbindung des Irak zu Al Qaida-Terroristen”. Am 5. Februar 2003 legte US-Außenminister Powell dem UNO-Sicherheitsrat angebliche Beweise für ABC-Waffen des Irak vor, die sich bis Mitte 2004 alle als fingiert herausstellten. Und im Bericht der 9/11-Kommission vom Juli 2004 wird die behauptete Verbindung zu Al-Qaida widerlegt. Die Liste der konstruierten Kriegsgründe ist nicht vollständig.(7)

Am 20. Februar 2022 titelt BILD: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern!“(8) Hohe Zeit für Kriegsgewinnler.

Am 2. April 1917 wies US-Senator George W. Norris in seiner Gegenrede die von Wilson angeführten Kriegsgründe zum Eintritt in den Krieg gegen Deutschland zurück und zeigte – aus einem Kundenbrief der “New Yorker Stock Exchange” zitierend – die Interessen der Wall Street auf: „Canada und Japan sind im Krieg und prosperieren mehr denn je. Bei Ausbruch unmittelbarer Feindseligkeiten würden die Aktien mit erfreulichem Blick schnell, klar und hitzig reagieren. Der altmodische bull market würde sich daran ebenso erfreuen, wie beim Ausbruch des Krieges mit Spanien 1898. Dagegen würde der Beginn des Friedens die Warenpreise nach unten anpassen und höchstwahrscheinlich den Unternehmungsgeist hemmen.“(9)

Auf die am 6. April 1917 erfolgte Kriegserklärung Wilsons reflektierte die “Allgemeine Zeitung des Judentums” mit einem entschiedenen Hinweis auf das von Wilson betriebene Doppelspiel, „in dem er von Anfang des Krieges an gestattete, guthieß, ja vielleicht sogar förderte, dass die amerikanischen Fabriken unsere Gegner mit Munition, Waffen und allerlei Kriegsgerät versorgten. Das hat außer Amerika kein wirklich neutraler Staat getan. Schon durch diese Unterstützung unserer Feinde haben die Vereinigten Staaten … sich seit fast drei Jahren trotz ihrer angeblichen Neutralität als eine gegnerische Macht erwiesen. Nicht also wir, sondern sie sind die Urheber dieses Krieges.“(10)

1934, als in den USA die Angst vor einem neuen Krieg umging, und die Entwicklung der “Rainbow-Kriegspläne” anlief, nahm im US-Kongress unter dem Vorsitz von Senator Gerald P. Nye ein Untersuchungsausschuss (“The Special Committee on Investigation of the Munitions Industry”) über die Gründe für den Kriegseintritt 1917 die Arbeit auf.

Nach sorgfältigen zweijährigen Ermittlungen konnte das so genannte Nye-Komitee überzeugend darstellen, dass Banker und Rüstungsindustrielle neben Preisabsprachen vor und während des Krieges starken Einfluss auf die US-Außenpolitik genommen und so das Land in den Krieg “getrickst” hatten.(11)

Die Netto-Gewinne mancher Rüstungshersteller konnten exorbitante Zuwächse verzeichnen:

Nettogewinne im Vergleich in %: 1911/1914 zu 1915/1918

Bei Du Pont steigerten sich die Nettogewinne während des Krieges um fast 1000 Prozent! Im US-Wahlkampf von 2008 tauchte übrigens unter Obamas größten Geldgebern der Name Morgan auf – gleich hinter Goldman Sachs und vor der Citigroup.(12)

1935 setzte die amerikanische Künstlerin Mabel Dwight den Profiteuren von Krieg und Krisen mit ihrer Lithografie “The Merchants of Death” ein Denkmal.

„Die Händler des Todes sind zäh und langlebig … ihr alleiniges Interesse ist das Eigeninteresse, ihr alleiniger Gott ist der Profit. … Als Politiker richtet sich ihr Interesse auf eine starke Herrscherklasse und die Bündelung der Privilegien … Was sie jedoch nur selten begreifen, ist, dass der Tod ihr Anführer ist. Er liebt sie, denn er weiß, dass sie früher oder später seine Taschen füllen werden. Er weiß, dass sie Kriege und Revolutionen ausbrüten … ihre Hartnäckigkeit und ihre althergebrachte Dummheit übersteigen jedes verständliche Maß. Wir sprechen hier über Wesen, die ausgesprochen scharfsichtig, dabei aber unheilbar kurzsichtig sind. In diesem Land hassen sie das Ideal der Demokratie, doch sind sie froh über die lockeren Zügel und den Freiraum, den sie ihnen lässt.“(13)

Nach dem vom Westen in Kiew im Februar 2014 orchestrierten Regime-Change tauchten im Herbst 2014 die Dämonen von 1914 wieder auf: In dem Strategiepapier “TRADOC 525-3-1” Win in a Complex World 2020-2040« wird den Streitkräften die Aufgabe zugewiesen, die Bedrohung durch Russland und China zu beseitigen. Dabei wird nicht auf eine direkte Eroberung einzelner Staaten gesetzt, sondern auf eine gezielte Doppelstrategie von Destabilisierung und Einflussnahme über Nichtregierungsorganisationen und Geheimdienste. Also erst die Erzeugung von Chaos, dann die Etablierung der gewünschten Strukturen. Die vier Eskalationsstufen des Destabilisierungsdrehbuchs sind schon im Vorgängerpapier “525-5” von 1994 genau beschrieben und lassen sich am Beispiel der Ukraine illustrieren: Aufruhr – Krise – Konflikt – Krieg.

Am 4. Dezember wurde im US-Kongress die Resolution H. Res. 758 mit überwältigender Mehrheit (nur 10 Gegenstimmen) angenommen. Noch am gleichen Tag nahm die Kongresslegende Ron Paul auf seiner Homepage mit dem Artikel “Reckless Congress ‘Declares War’ on Russia“(14)dazu Stellung:

„Heute wurde im US-Repräsentantenhaus meiner Meinung nach eines der übelsten Gesetze verabschiedet. In dieser Resolution wird “das Vorgehen der russischen Föderation unter Präsident Wladimir Putin als eine Politik der Aggression gegen Nachbarstaaten mit dem Ziel der politischen und wirtschaftlichen Dominanz scharf verurteilt.”(15) Am Ende der langen Reihe meist unbewiesener oder fraglicher Vorwürfe folgen 22 Forderungen, die den Kongress und den Präsidenten zu Handlungen zwingen sollen. So soll der Präsident unter anderem

  • auf die US-Verbündeten und Partner in Europa und die anderen Staaten der Welt hinwirken, gezielte Sanktionen gegen die Russische Föderation und ihre Führung zu verhängen, sowie den Abzug der russischen Truppen samt ihrer Ausrüstung von ukrainischem Territorium durchzusetzen,
  • in Abstimmung mit dem Kongress den Zustand und die Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte und der Streitkräfte der anderen NATO-Staaten überprüfen sowie die aus der Beistandsklausel (Art. 5) erwachsene Verpflichtung zur kollektiven Verteidigung ernst nehmen.

Wie vor einhundert Jahren wird in den USA die Hauptgefahr in einer möglichen Kooperation zwischen Deutschland und Russland gesehen, was George Friedman, der Gründer und Vorsitzende des führenden privaten US-amerikanischen Think Tanks STRATFOR, am 4. Februar 2015 überraschend deutlich aussprach. Die USA hätten keine »Beziehungen« mit Europa, es gebe lediglich bilaterale Beziehungen zu einzelnen Staaten. „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland… Seit einem Jahrhundert ist es für die Vereinigen Staaten das Hauptziel, die einzigartige Kombination zwischen deutschem Kapital, deutscher Technologie und russischen Rohstoffressourcen, russischer Arbeitskraft zu verhindern.“(16)

2017 forderten Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) den beschleunigten Umbau der EU zur Kriegsallianz. Der europäische Staatenbund müsse in der Lage sein, jederzeit eine mit der Militäroperation gegen Libyen 2011 vergleichbare »Mission« durchzuführen, so eine aktuelle Studie der MSC, der Unternehmensberatung McKinsey und der Eliteuniversität Hertie School of Governance. Verlangt werden drastische Erhöhungen der Verteidigungsbudgets der EU-Mitgliedsländer und Investitionen in modernes Kriegsgerät. Ziel ist die Vereinheitlichung der europäischen Rüstungsstandards und der weitere Ausbau der staatlichen Forschungsförderung. Im Juni 2017 stellte das US-Army War College in seiner Einjahresstudie fest, dass die Welt in eine völlig neue Phase der Transformation eingetreten sei, in der die Macht der USA schwinde, die Weltordnung zerfalle und die Autorität der Regierungen überall zerbröckele.

Dem galt es nun entgegenzuarbeiten. Anfang November 2017 forderte die NATO von der EU eine stärkere Beteiligung an den Bemühungen um eine verstärkte Abschreckung gegenüber Russland. Gefordert wurden unter anderem bessere Straßen für Panzertransporte.  Am 11. Dezember 2017 unterzeichneten die Außen- und Verteidigungsminister von 25 europäischen Mitgliedsstaaten die EU-Verteidigungsinitiative für die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (Permanent Structured Cooperation). Wichtiger Bestandteil ist die Verbesserung der Infrastruktur zur Verlegung von US-und NATO- Streitkräften von Paris, Rotterdam, Bremerhaven und Hamburg Richtung Kiew. Zur Vorbereitung auf den möglichen Ernstfall forderte die EU dann Ende März 2018 bessere Straßen, stabilere Brücken und tragfähigere Schienenverbindungen.(17) Im Februar 2022 sind diese Infrastrukturmaßnahmen nun bereits sehr weit gediehen.

Die aktuellen Meldungen lassen befürchten, dass bereits eine kriegsähnliche Situation herrscht. Warum Krieg? Geht es wie bei allen bisher geführten Kriegen um knallharte wirtschaftliche Interessen? Soll Russland als wichtiger Energielieferant eliminiert werden, damit Deutschland dann das dreckige Gas aus den USA beziehen muss? Wer würde von einem Krieg in Europa profitieren? Einige wenige werden Reichtum und Macht vermehren und Millionen alles verlieren. Haben wir vergessen, dass stabile Beziehungen zwischen Deutschland und Russland auch für Stabilität in Europa sorgten? Otto von Bismarck hatte das verinnerlicht. Doch die heutigen Transatlantiker in der deutschen Regierung scheinen in erster Linie Handlanger der US-Finanzlobby zu sein und dabei billigend die weitgehende Zerstörung Europas in Kauf zu nehmen.

Quellen und Anmerkungen:

1) https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-9-25-uhr-muenchner-sicherheitskonferenz-geht-zu-ende,SxuxbQr

2) https://www.gmx.net/magazine/politik/boris-johnson-fuerchtet-groessten-krieg-europa-1945-36622268

3) Daily Report 38/22 vom 18. Februar 2022: die Mikrophone und Kameras der „Special Monitoring Mission“ SMM haben den Einschlag der Geschosse im Kindergarten nicht registriert.

4) https://www.bild.de/video/clip/video/angriff-in-der-ost-ukraine-kindergarten-beschossen-79187400.bild.html

5) https://rp-online.de/politik/ausland/ukraine-usa-unterstellen-russland-false-flag-sabotage-plaene_aid-65324579

6) Die Pentagon-Papiere von 1971 und die Memoiren des damaligen US-Verteidigungsministers McNamara zeigen, dass die US-Regierung die Tonkin-Vorfälle bewusst falsch darstellte, um ihren seit 1963 geplanten direkten Kriegseintritt durchzusetzen. US-Staatssekretär George Ball gab später zu, dass die US-Schiffe im Golf von Tonkin einen Kriegsgrund provozieren sollten und dass die sofortigen „Vergeltungsschläge” seit Monaten vorbereitet waren.

7) https://dei-lenk.lu/2019/06/17/jeder-krieg-beginnt-mit-einer-luge/

8) https://www.bild.de/bild-plus/geld/mein-geld/politik-inland/stimmt-diese-boersen-regel-kaufen-wenn-die-kanonen-donnern-79208822,view=conversionToLogin.bild.html

9) Senator Norris Opposes U.S. Entry into the War. In: Congressional Record, 65th Cong., 1st Sess., Vol. LV, pt. I, pp. 212-13

10) AZJ Nr. 15 vom 13. April 1917, S. 171

11) Report of the Special Committee on Investigation of the Munitions Industry (The Nye Report), U.S. Congress, Senate, 74th Congress, 2nd session, February 24, 1936,3-13.

12) https://www.opensecrets.org/pres08/contrib.php?cid=N00009638

13) Mabel Dwight: A Catalogue Raisonné of the Lithograhs, Smithosonians Institution Press, 1997

14) http://www.ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/december/04/reckless-congress-declares-war-on-russia/

Ronald Ernest „Ron“ Paul (*1935) ist US-amerikanischer Arzt und Politiker, Mitglied der Republikanischen Partei und war zwischen 1976 und 2013 (mit Unterbrechungen) Abgeordneter im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Er war bei der US-Präsidentschaftswahl 1988 Kandidat der Libertarian Party und Bewerber um die republikanische Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008 und 2012.

15) https://www.congress.gov/bill/113th-congress/house-resolution/758/titles

16) Wolfgang Effenberger: Auszug aus Aus “Europas Verhängnis – Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht” unter http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25000&css=print

17) https://www.idowa.de/inhalt.vorbereitung-fuer-moeglichen-ernstfall-eu-fordert-strassen-fuer-panzer-und-truppen.5d2e61d3-89f8-4873-b7be-ad065cd5c4b7.html

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Luca Perra/ shutterstock

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Kommentare (28)

28 Kommentare zu: “Transatlantiker und Finanz-Militärisch-Industrieller Komplex am Ziel? | Von Wolfgang Effenberger

  1. HarteEier sagt:

    Russland ist das einzige Land der Welt, das autark ist: es gibt keinen Rohstoff/Bodenschatz, der in Russland nicht in einem Ausmaß vorhanden ist, der die russischen Bedürfnisse nicht nur abdeckt, sondern bei weitem übersteigt. Kein anderes Land der Erde, auch die USA und China nicht, haben alle für ihre Wirtschaften notwendigen Rohstoffe in ausreichendem Ausmass, sie sind also NICHT autark.

    Es ist KEIN Zufall, dass Kriege IMMER dort geführt werden, wo "es etwas zu holen gibt": Irak, Libyen, Syrien, Somalia, Jemen, auch Afghanistan, … (usw) sind rohstoffreiche Länder und die meisten davon reich an Erdöl: Petro-Dollar … auf Erdöl und dessen Kontrolle stützt sich die imperiale Macht der USA. Es geht NIE um Menschen-, sondern immer um Schürfrechte.

    Russland ist zwar bereit seinen Rohstoffreichtum zu teilen, aber nur unter fairen wirtschaftlichen Bedingungen. Der Westen will jedoch nicht Bezahlen, er will die Ressourcen möglichst günstig. Ein Land militärisch anzugreifen ist altmodisch, besser ist Wirtschaftskrieg: man zwingt ein Land wirtschaftlich in die Knie und übernimmt dann mit ausländischen konzernen (wie man es unter Jelzin bereits versucht hat, dann kam aber Putin und sagte höflich aber bestimmt: raus!) seine Schlüsselindustrien/Firmen. Jetzt hat man den Anlass (oder glaubt ihn zu haben), den totalen Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen mit dem Ziel, es in kleine Staaten zu zerteilen und sich die Rohstoffe des größten und reichsten Landes der Erde anzueignen. Die Erträge bleiben nicht in Russland, sie werden "in den Westen" (vor allem in die USA) abfließen (die dieses Rohstoffe für ihre Kriege dringend braucht), die russ. Bevölkerung wird auf ihrem noch immer niedrigeren, aber immerhin ansteigenden (was man vom Westen nicht mehr sagen kann) Lebensstandard verharren.

    Es ist bedauerlich, dass Russland nunmehr militärisch gegen die Ukraine vorgeht, aber das stört den Westen in Wahrheit gar nicht, denn es gibt ihm den Anlass, um diesen Wirtschaftskrieg nunmehr so zu eskalieren, dass die Nato-Koalition dieses Ziel zu erreichen hofft (NATO: to keep the Germans down, the USA in and Russia out"). In Russland ist das allgemein bekannt, hier will das niemand wahrhaben/verstehen. Ist "Geschwurbel". Wie bei Corona wird auch hier die Wahrheit an´s Licht kommen.

    Russland ist das einzige autarke Land auf diesem Planeten. Wenn "der Westen" nicht mehr mit Russland handeln will, gut, dann stellt Russland alles selber her (Kopieren UND Weiterentwickeln geht immer, hat Japan in den 70ern und 80ern bewiesen!). Aber "der Westen" sollte den Osten nicht vergessen, das sind 7 Milliarden Menschen (gegen etwas ueber 1 Milliarde), die werden weiterhin mit Russland Handel treiben, selbst wenn sie ihn derzeit etwas drosseln.

    Ich sehe keine wirtschaftlichen Gefahren für Russland, diese Sanktionen werden nicht nur nix bringen, sondern a la longe nach hinten losgehen, auch wenn sie eine temporäre Wohlstandsredutktion für Russland mit sich bringen könnten (das kann man nach ein paar Tagen noch nicht sagen, ob es so sein wird). Russland kann und wird das abwehren …. hoffe ich … wenn es nicht in Russland zu einem regime change kommt.

    "Mögest Du in spannenden Zeiten leben", das tun wir sicher, das ist aber keine Empfehlung, sondern ein chinesischer Fluch.

  2. HarteEier sagt:

    Russland wird den Gashahn zudrehen.

    Warum?

    Aus zwei Gründen: erstens kann "der Westen" sowieso nicht bezahlen, wenn er Russland von SWIFT abkoppelt, und zweitens will der Westen auch gar NICHT mehr bezahlen, denn er hat bereits angekündigt, Russland für "alle Schäden haftbar zu machen", die sein Vorgehen angerichtet hat, also wird Europa Russland Milliarden oder sogar Billiarden (?) in Rechnung stellen (wollen) und das Geld für das Gas NIE an Russland überweisen.

    Daher würde Russland alles Gas, das ab jetzt fließt, nie bezahlt bekommen, also warum Weiterliefern??

    Lange wird es nicht dauern, bis er abschaltet, allenfalls noch bis es Friedensverhandlungen gibt und ein positives Ergebnis. Wenn es kein pos. Ergebnis bei Verhandlungen gibt, gibt es auch kein Gas mehr.

    Schwer zu verstehen? Ich glaube nicht …

  3. HarteEier sagt:

    Es schaut total schlecht aus für uns ALLE in Europa (und nicht nur hier). Putin hat ja bereits gesagt, dass er auf Einmischungen von aussen "sofort" reagieren wird und zwar heftigst (siehe Wortlaut unten). Ich bin jedoch NICHT gewillt für einen imperialen Krieg (und das sind nahezu alle) – EGAL von welcher Seite er ausgeht – d´raufzugehen (auch wenn ich nichts dagegen machen kann). Es kotzt mich an, dass "unsere" (?) Politiker sich in eine Auseinandersetzing einmischen, die ohne diese Einmischung in ein paar Wochen konventionell vorbei wäre, ohne dass für jemanden ausserhalb der Ukr. eine Gefahr bestünde.

    Diese Waffentransporte in die Ukr. müssen ja irgendwie durchgeführt werden, den Luftraum kontrolliert Russland, den Landweg jetzt oder bald auch, also werden diese Transporte von Russland angegriffen und vernichtet werden. DAS wird dann zur Ausweitung von Kriegshandlungen führen und "unsere Politiker" sind nicht so deppert, dass sie DAS nicht wüssten … also heißt es dann: baba Europa …

    Putin im Wortlaut:

    "Jetzt ein paar wichtige, sehr wichtige Worte für diejenigen, bei denen die Versuchung aufkommen könnte, sich von der Seite in das Geschehen einzumischen: wer auch immer versucht, uns zu behindern, geschweige denn eine Bedrohung für unser Land und unsere Bevölkerung zu schaffen, muss wissen, dass die Antwort Russlands sofort erfolgen und zu Konsequenzen führen wird, die sie in ihrer Geschichte noch nie erlebt haben. Wir sind auf jede Entwicklung der Ereignisse vorbereitet. Alle notwendigen Entscheidungen wurden in dieser Hinsicht getroffen. Ich hoffe, das ich verstanden werde."

  4. Schlafschaf sagt:

    Bei allem, was ich lese und höre, merke ich zu Zeit, dass es immer um die großen Fragen geht. Mag sein, dass da viele richtig oder falsch liegen, aber was ist eigentlich mit den kleinen Problemen des Alltags?
    Das meine Lebensgefährtin an der Spritze verstorben ist, habe ich ja schon berichtet. Das meine Schwiegermutter nun von mir versorgt wird, habe ich auch schon berichtet. Das ich nun seit drei Wochen eine Pflegekraft aus der Ukraine habe, mit der ich mich sehr gut verstehe, obwohl es Sprachprobleme gibt, habe ich noch nicht berichtet.
    Nun wird sie ständig von ihren Verwandten bedrängt, nach Hause zu kommen. Sie hat große Sorgen, da sie aus Harkov stammt, und heute Morgen es angeblich ein Bombardement in Harkov am Flughafen gegeben haben soll.
    Diese kleinen Nöte der einfachen Menschen werden in dem ganzen globalen Spiel nie betrachtet. Was interessiert mich eine Außenministerin, die ich noch nicht mal zur Klassensprecherin wählen würde, mit ihrem ganzen wichtigen Gefasel, oder was interessiert mich der kluge Kommentar eines Tagesschaufuzzis. Es sind die Altagsnöte, die einfach übersehen werden. Sollen sie alle ihr dreckiges Spiel weiter treiben. Ich habe einfach die Schnauze voll.

    • Ursprung sagt:

      Sie sind mitten drin. Wichtiger Ruf zur Besinnung!
      Nomenklatura sind zu Verbrechern geronnene Mitlaeufer und Wendehaelse. Leben geht nur: lokal eintauchen. Bieten Sie der Ukrainerin die Chance, sich im Job aufgehoben zu fuehlen. Hat sie Kind oder Enkel, wenn auch nur zeitweise: schon wieder eine Chance zur Weltverbesserung mit kostenfreier Sprachschulung und Horizonterweitungen.
      Meine Frau liess sich auch injizieren, heisst noch 10 Jahre auf der Selektionsrampe. Ich bin mit Ihnen.
      Danke fuer Ihren Beitrag.

    • Schlafschaf sagt:

      Es ist sicher etwas anderes, sieht man die Bilder im Fernsehen, und kommentiert seine Meinung zu Russland.
      Ich bin momentan hin- und hergerissen, einerseits verstehe ich die Reaktion Russlands, anderseits ist da aber das Elend, welches ausgelöst wird. Die Tochter unserer Pflegekraft versucht verzweifelt aus Kiew herauszukommen, leider sind die Bahnhöfe überfüllt und eine Ordnung scheint auch nicht vorhanden zu sein. Die Menschen rennen wie blind herum, und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Das ist ein zivilisiertes Land, wo es Infrastruktur gibt. Plötzlich bricht alles zusammen. Das muß man hautnah erleben, um zu begreifen, was das für den normalen Menschen bedeutet. In sofern verstehe ich die Russen nicht, dass sie die Zivilbevölkerung als Geisel nimmt.
      Täte es da nicht auch eine gezielte Operation, die die Regierung ausschaltet. Anscheinend ist es Russland auch wichtig, ein Zeichen zu setzen, NATO schau genau hin, was passiert, wenn es zur großen Auseinandersetzung kommt. Aber anscheinend kapieren das die Falken im Westen nicht, sie karren neues Kriegsgerät an die Grenze.
      Na wenigstens trägt die Bundeswehr Maske beim Marschieren. Das zeigen sie ja in allen Beiträgen im Fernsehen. Ich weiß nicht wie ich so etwas deuten soll, wollen die mich verarschen.

    • HarteEier sagt:

      Ich würde nicht in die Ukraine zurückkehren, ausser ich hätte dort Kinder. Für andere Verwandte nicht. Tut leid.

  5. Aladdin sagt:

    Trotz hysterische, infantil-emotionale und widersprüchliche Propaganda gibt es gar kein Grund für Aufregung. Diese soll uns nur auf die kommende Wirtschaftskriese vorbereiten.
    Schuld daran: Putin, der russische "Dschinghis Khan":-).
    Den Krieg hätte nur ein "Unterschrifft" verhindern können. Putin liess sich aber nicht (mehr) verbal beruhigen. Der Prügel mit Sanktionen schien ihn auch nicht zu beeindrucken. Na, sowas?
    Am Sonntag abend wird alles vorbei sein. Kurz und schmezlos.
    Als nächstes wird Präsident Xi am südchinesischen Meer für Ordnung sorgen.

    PS Ich drücke den Daumen, dass unsere Aussenministerin ihre Rede diesmal fehlerfrei vorlesen kann.

  6. BenediktG sagt:

    Etwas, was den Egomanen jeglicher Herkunft völlig abgeht, ist die Existenz ihrer geschweige denn der Seelen ihrer Opfer. So ahnen sie bei ihren frivolen Übergriffen auf grundlegende Werte menschlicher Existenz nicht einmal, womit sie sich anlegen und glauben ernsthaft, mit manipulativen Techniken mehr als nur das oberflächliche Bewusstsein verwirren zu können. Die und nicht nur unsere seelische Welt hat Zugang zu Zonen der Existenz in denen es eher selbstverständlich ist, dass alles Lebendige dieser Welt mit der menschlichen Existenz auf eine tiefe und nicht manipulierbare Weise verknüpft ist. So können die destruktiven Frivolitäten ignoranter Egomanen und ihre Machtspiele für sie verhängnisvoll nicht messbare und kontrollierbare Energien provozieren, die ihnen früher oder später zum Verhängnis werden.

  7. palatinus liber sagt:

    Was und wem nutzt dieser Militäraktion jetzt?

    Reden wir noch hierüber?

    welt.de/politik/deutschland/plus237106177/Coronavirus-Mehr-Impf-Nebenwirkungen-als-bisher-bekannt.html

    Selbst wenn nun Wodarg im TV sprechen dürfte, es wäre egal.

    Das kollabierende C-Thema kann Dank des natürlich rein zufällig sehr passenden Zeitpunktes den Hals vermutlich aus der Schlinge ziehen.

    Ich bin mir sicher, demnächst wird auch Herr Füllmich klagen. Nur wird keinen Schwanz mehr jucken.

  8. Ralle002 sagt:

    Zitat:
    Während der Präsidentschaft Donald Trumps wurden keine neuen Kriege begonnen und einige Brandherde eingehegt.
    Quelle:
    https://www.schweizer-standpunkt.ch/news-detailansicht-de-international/gewissenlose-eliten-hetzen-europa-und-russland-in-einen-krieg.html

    Hierzu:
    Selbst wenn die Behauptung stimmt, dass Donald Trump während seiner Amtszeit keine Kriege begonnen hatte, dann trifft doch folgendes zu:

    Spiegel, 17.02.2016
    Die Wahrheit hinter Trumps Milliarden
    Donald Trump brüstet sich mit seinem angeblich selbst geschaffenen Reichtum. Dabei zapfte er geschickt öffentliche Gelder an. Und seine Pleiten? Verschweigt er.

    RND, 29.10.2020
    Aufschwung mit Schulden und Handelskrieg – das ist Trumps Wirtschaftsbilanz

    finanzmarktwelt, 4. September 2018
    US-Staatsschulden unter Trump + Langzeitvergleich mit Bush und Obama

    Hierzu:
    Dass die USA mit Donald Trump als Präsident keine Kriege angezettelt hatten, lag daran, dass die während seiner Amtszeit vorgenommene dramatische Ausweitung der US-Staatsschulden die vielen US-Kriege zumindest vorläufig überflüssig gemacht hatte.
    Herr Trump hat die Probleme aber in Wirklichkeit dadurch gelöst, dass er noch sehr viel größere Kriegsgefahren bequem in die Zukunft verschoben hatte.

    Unter anderem ließen folgende Umstände massiv an seiner Eignung als US-Präsident zweifeln:

    Welt, 22.07.2016
    DONALD TRUMPS PSYCHE
    „Er könnte zum Ende der Zivilisation führen“

    fpif.org, May 9, 2018
    THESE THREE BILLIONAIRES PAVED WAY FOR TRUMP’S IRAN DEAL WITHDRAWAL

    Spiegel, 20.08.2016
    US-Präsidentschaftskandidat: Trumps Firmen haben offenbar 650 Millionen Dollar Schulden

    Spiegel, 09.06.2016
    US-Wahlkampf: Trump hat Millionenschulden bei der Deutschen Bank

    Hierzu:
    Durch seine vielen Schulden war Herr Trump in seinen politischen Entscheidungen eingeschränkt.
    Er hatte daher politische Entscheidungen getroffen, die zwar ihm selbst, nicht aber dem Gemeinwohl genützt hatten.

    Folgendes ist bei Donald Trump grundsätzlich positiv:
    Er hatte etwa die Clinton-Stiftung kritisiert.

    rp online, 23. August 2016
    "Das korrupteste Unternehmen der Geschichte"
    :Trump fordert Schließung der Clinton-Stiftung

    Donalds Kritik an den Clintons ist jedoch nicht besonders glaubwürdig, weil er doch bestens mit den Clintons befreundet ist.

    vgl. hierzu:
    cbsnews.com, SEPTEMBER 10, 2016
    Photos show Bill Clinton smiling, laughing with Trump, Melania, and model

    faz.net, 13.10.2016
    TRUMP GEGEN CLINTON:
    Missbrauchsvorwürfe als Wahlkampfwaffe

    Dann sind ständig US-Präsidenten am Ruder, die die Probleme verschärfen:

    sein.de, 21.10.2014
    Die geheime US-Regierung:
    Wählen ist nutzlos.

    epochtimes.de, 22. August 2018
    Der „Uranium One“-Skandal ausführlich erklärt: So unterstützen Obama und Clinton Russlands Bestreben nach nuklearer Weltherrschaft

    tagesspiegel.de, 16.06.2016
    45 Jahre Watergate
    Die schmutzigen Tricks des Richard Nixon

    Welt, 28.10.2016
    „BILL CLINTON AG“
    E-Mails enthüllen Millionengeschäfte des Ex-Präsidenten

    dw.com, 20.07.2009
    Die Iran-Contra-Affäre
    Im Herbst 1986 flog die so genannte Iran-Contra-Affäre auf. Es war der größte Skandal in der Amtszeit von Ronald Reagan. Die USA hatten Waffen an den Iran verkauft, deren Erlös an die Contra-Rebellen in Nicaragua ging.

    Video:
    President Harry Truman announces the Bombing of Hiroshima

    Dann scheint folgender Beitrag von Robert Fleischer äußerst interessant zu sein:

    13.07.2017
    Der Untergang der amerikanischen UFO-Forschung
    von Robert Fleischer
    https://exopolitik.org/der-untergang-der-amerikanischen-ufo-forschung/

    Hierzu:
    Wenn dann aber die Ufo-Geschichte von Billy Meier aus der Schweiz gemäß dem obigen Beitrag von Robert Fleischer gar nicht stimmt, dann frage ich mich, wie folgende Fotos entstanden sind:

    Meier Photo-Gallery
    https://www.bibliotecapleyades.net/meir/htm/index.htm

    Möglicherweise gibt es die geheimen Weltraumprogramme doch.

    pravda-tv.com, 20. September 2018
    Bestsellerautor Michael Salla bestätigt die Existenz von Geheimtechnologie und Geheimen Weltraumprogrammen (Video)

    erstkontakt.wordpress.com, 16. November 2018
    Erstkontakt Disclosure: “Above Majestic” reißt den Herrschern die Maske vom Gesicht und beleuchtet unsere dunkle Geschichte

    pravda.tv, 18. Oktober 2020
    Seltsame Enthüllungen über den Pseudo-„Whistleblower“ Corey Goode (Videos)

  9. Die Lage in der Ukraine ist eskaliert. – deutsche Krisendiplomatie ist nun gefragt?!

    Die Fähigkeiten unserer Außenministerin dürften sich auf diesem Gebiet in Grenzen halten.

    Baerbocks Statement: „Putin hat Minsker Abkommen einseitig zertrümmert“ mutet seltsam an.

    Vor kurzem bei der PK in Kiew neben Dmytro Kuleba, dem Außenminister der Ukraine, stehend, hörte sie ihn sagen:
    „Wir werden keinen direkten Dialog mit den Volksrepubliken Donezk und Lugansk führen. Das ist in den Minsker Vereinbarungen nicht vorgesehen. Die Bemühungen zum Dialog zu organisieren ist ausschließlich Bemühung der russischen Seite, damit sie zum Mittler von der Konfliktpartei den Status ändert. Und ich habe immer gesagt das ukrainische Volk ist immer die einzige Quelle zum Treffen der Entscheidungen und keiner wird uns vom Wege abbringen.Annalena hat mir nicht versucht mir irgend etwas anderes zu beweisen und ob die ausländischen Gäste die ukrainische Regierung versuchen auf den anderen Weg zu bringen, Nein, Annalena hat mich nicht dazu gezwungen irgendwelche Schritte gegen unsere Prinzipien zu machen und das war einfach ein Dialog unter Freunden unter Partnern die bestreben diesen Konflikt auf diplomatischem Wege zu lösen.“
    Mit diesen Sätzen hatte der ukrainische Außenminister die Minsker Abkommen kurzerhand verbal beerdigt.

    Frau Baerbock bemerkte es nicht oder es stand vielleicht einfach keine passende Antwort auf ihrem Zettel…

    In den Geschichtsbüchern wird über die verbalen Bemühungen der deutschen Außenministerin vielleicht folgender Satz auffindbar sein:

    Das ist nicht nur nicht richtig; es ist nicht einmal falsch.
    Wolfgang Pauli

    https://www.welt.de/politik/ausland/article236741569/Baerbock-Sind-bereit-fuer-Sicherheit-der-Ukraine-hohen-wirtschaftlichen-Preis-zu-zahlen.html
    Das Minsker Abkommen (Quelle Antispiegel)
    Im Minsker Abkommen vom Februar 2015 ist ein eigentlich recht einfacher Weg zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes im Donbass vereinbart worden. Da die im Donbass lebenden ethnischen Russen Angst vor der radikal-nationalistischen Maidan-Regierung hatten, wurde vereinbart, dass Kiew dem Donbass in einer Verfassungsänderung eine gewisse Autonomie einräumt, im Abkommen als Sonderstatus bezeichnet.
    Außerdem wurde vereinbart, dass Kiew eine Generalamnestie ausspricht, denn der Krieg ist nicht zu beenden, wenn eine Seite fürchten muss, nach dem Niederlegen der Waffen bestraft zu werden. Der Kern des Abkommens war, dass Kiew in einen direkten Dialog mit den Vertretern des Donbass treten und die Modalitäten für neue Wahlen aushandeln sollte. Nach Umsetzung aller dieser Punkte sollten Wahlen stattfinden und danach sollte Kiew sofort die Kontrolle über den Donbass und auch über die Grenze zu Russland zurückerhalten. All das sollte bis Herbst 2015 erledigt sein, was bekanntlich nicht passiert ist.
    Darüber hinaus gab es noch andere Punkte in dem Abkommen, die soziale und wirtschaftliche Fragen betroffen haben. Den Text des Abkommens finden Sie hier.
    Kiew hat die Umsetzung des Abkommens jedoch vom ersten Tag an in allen Punkten verweigert, obwohl der damalige Präsident Poroschenko es unterschrieben hat. Einen Dialog mit dem Donbass lehnt Kiew ab, die Verfassungsänderung wurde nie durchgeführt, von einer Amnestie will Kiew erst recht nichts wissen und so weiter. Trotzdem beschuldigen westliche Politiker und Medien Russland, es würde gegen das Abkommen verstoßen und kritisieren Kiew mit keinem Wort. Dass Russland in dem Abkommen gar nicht erwähnt ist und in dem Abkommen auch keine Forderungen an Russland gestellt werden, gegen die es verstoßen könnte, ist der Öffentlichkeit im Westen nicht bekannt.

    https://linkezeitung.de/2022/02/15/der-spiegel-erklaert-das-minsker-abkommen-was-spiegel-leser-dabei-alles-nicht-erfahren/

    • Andreas I. sagt:

      Hallo Zweifelstein,
      ein Link auf "Die Welt" sorry …
      Ich gebe trotzdem mal meinen Senf zu ihrem Kommentar; Baerbock hat mit Lawrow gesprochen, Scholz hat mit Putin gesprochen.
      Offensichtlich kam da nichts, womit die russische Seite hätte etwas anfangen können.
      Und das macht es so lustig, wie sich Baerbock und Scholz jetzt im Nachhinein geben.

  10. Hartensteiner sagt:

    Guten Morgen! – Hoffentlich ein guter….
    Was ist da los in der Ukraine?

    1. Da wurde also Kiew über 6+ Jahre mit Waffen vollgestopft
    2. Selenski war nun im Begriff ein Kriegsheld zu werden, der den Donbas platt macht.
    Doch dann…
    3. Hat Putin die Republiken anerkannt und ihnen Schutz versprochen.
    Daraus ergibt sich:
    4. Wie sollte Russland die Republiken schützen, wenn es nicht mit der Bedrohung aufräumt, die als Damoklesschwert
    seit 6+ Jahren die Republiken beschossen hat um sie dann letztlich platt zu machen?
    Also ergibt sich logisch:
    5. Kiew muss logischer Weise als militärische Bedrohung für die Zukunft ausgeschlossen werden –
    und wie das geht, sehen wir jetzt.
    Bleibt zu hoffen, dass daraus eine dauerhafte Friedenslösung hervorgeht, nachdem Kiew das "Normandie-Format" für alle Jahre, die es "herumlag", ignoriert hat und der Westen auch nicht versucht hat, Kiew von dieser Masche abzubringen (ganz im Gegenteil).

    Logisch wäre: Wie Putin sagt, NICHT die Ukraine besetzen, aber die Republiken dauerhaft zu schützen und Kiew zu zwingen, Ruhe zu geben und statt fanatischen Nationalismus zu pflegen, sich endlich um das Wohlbefinden der eigenen, ARMEN Bevölkerung zu kümmern.

    Nun sehen wir mal….

    • Hartensteiner sagt:

      Nachtrag:
      Nicht zu vergessen… seit 2000 hat Putin nachgerade um eine europäische Friedens- und Wirtschaftsordnung – Zusammenarbeit – nachgerade gebettelt. Man erinnere sich auch an seine Rede im Bundestag.
      Die Antwort der EU war immer die gleiche:
      "Du kannst uns mal!".
      20 Jahre später hat Putin aufgegeben, auf eine gemeinsame Lösung zu hoffen.
      Und jetzt haben wir ihn wieder, den KALTEN KRIEG, ja sogar (wohl nur kurzfristig) einen heißen…
      "Wir" – Politik und Medien – wollten offensichtlich genau das und jetzt haben wir es.
      Dummheit siegt halt immer.

      PS: Das haben die USA erzwungen? Mag sein… aber würde Europa von Europäern regiert statt von Statthaltern der USA, hätte es anders kommen können. Leider haben wir nichts gesehen, als Flaschen und noch mehr Flaschen.

  11. Schramm sagt:

    Die USA und die Ukraine-Krise laut CIIC-Beijing.

    Welchen Plan verfolgen die USA mit der Verschärfung der Lage an der Grenze?

    23.02.2022 – China Internet Information Center (CIIC, Beijing).

    »Die Lage an der russisch-ukrainischen Grenze hat sich in jüngster Zeit deutlich verschärft und inmitten dieser komplizierten Situation haben die USA die Kriegsgefahr weiter aufgebauscht: zunächst durch die Mobilisierung von Truppen in Europa und den USA und dann durch die Lieferung von Waffen und Munition an die Ukraine. Dadurch wurde die ohnehin schon angespannte Lage in der Region weiter verschärft. Die USA waren auch die ersten, die die schnellstmögliche Evakuierung ihrer Botschaftsmitarbeiter und weiterer US-Bürger in der Ukraine anordneten, während sie ihre europäischen Verbündeten dazu drängten, Russland mit Sanktionen zu drohen und somit die Atmosphäre für Friedensgespräche zu verschlechtern.

    Zur Beantwortung der Frage, warum die USA bewusst Spannungen erzeugen, gibt es drei wichtige Überlegungen.

    Eindämmung der hohen Inflation im Inland

    Die vom US-Arbeitsministerium am 10. Februar veröffentlichten Daten zeigen, dass der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im Januar gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent und im Jahresvergleich sogar um 7,5 Prozent gestiegen ist, was den höchsten Anstieg seit Februar 1982 darstellt. Die Daten kamen, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, Ende letzten Monats angekündigt hatte, dass die USA auf ihrer März-Sitzung die Zinssätze anheben und gleichzeitig ihre Bilanz deutlich verkleinern würden, um weniger Dollar in den Markt zu injizieren. Zur selben Zeit hatte sich ebenfalls Ende Januar auch die Situation zwischen Russland und der Ukraine plötzlich aufgeheizt – höchstwahrscheinlich kein Zufall.

    Die USA versuchen, dieses Ereignis scheinbar dafür zu nutzen, um Panik auf den weltweiten Kapitalmärkten auszulösen und durch das Zusammenspiel aus der Zinserhöhungspolitik und dem Rückfluss des US-Dollars in die USA die Inflation im Inland zu kontrollieren. Nachdem der Rückfluss des US-Dollars zur Entwertung der Vermögenswerte anderer Länder führen wird, könnten die USA die Zinsen senken, um zusätzliche Liquidität [OE1] freizusetzen und die hochwertigen Vermögenswerte dieser Länder zu erwerben und so die Plünderung ihres Reichtums zu vollenden. Schon in den vergangenen Jahrzehnten haben Zinserhöhungen in den USA eine Reihe weltwirtschaftlicher Turbulenzen ausgelöst, darunter die Finanzkrise in Asien und die sogenannte Subprime-Krise im Zusammenhang mit der Bank Lehman Brothers.

    Europas strategische Autonomie untergraben

    In den letzten Jahren wurde in Frankreich die „strategische Autonomie" der europäischen Verteidigungspolitik propagiert. In einer Rede vor dem Europäischen Parlament im vergangenen Monat forderte Präsident Emmanuel Macron die EU auf, eigenständig einen Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Abbau der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine aufzunehmen.

    Nach den Gesprächen zwischen Russland, Frankreich, Deutschland und der Ukraine im sogenannten Normandie-Format am 26. Januar haben die USA aber keine Mühe gescheut, die Spannungen zu erhöhen. Einerseits spielt Washington die „drohende russische Invasion" hoch, andererseits zwingt es Frankreich, Deutschland und andere Länder, öffentlich zu erklären, welche konkreten Sanktionen sie gegen eine „mögliche Invasion" Russlands ergreifen werden, und untergräbt damit die Bemühungen aller Beteiligten um eine Deeskalation der Situation. Die USA hoffen scheinbar, auf diese Weise die Kontrolle über die europäische Verteidigungspolitik behalten zu können.

    Midterm-Wahlen

    Im Vorfeld der Zwischenwahlen („Midterms“) Ende des Jahres sind US-Präsident Joe Biden und seine Demokraten bestrebt, ihren Rückstand auszugleichen. Eine frühere Umfrage ergab, dass 58 Prozent der Amerikaner die Arbeit von Biden als Präsident missbilligen, während nur 41 Prozent seine Arbeit positiv bewerten. Vor diesem Hintergrund sind die Aussichten für Biden und die Demokraten für die Midterms im November derzeit nicht gut. Sie brauchen daher dringend eine Chance, um das Ruder noch herumzureißen, und die aktuelle Situation in Russland und der Ukraine könnte für sie als der richtige Zeitpunkterscheinen, um dies zu tun.

    Die Manipulation regionaler Spannungen mit dem Ziel, innenpolitisch davon zu profitieren, ist jedoch äußerst riskant. Das Ausmaß des Konflikts sollte so klein gehalten werden wie möglich. Darüber hinaus ist es fraglich, inwieweit die Situation in Russland und der Ukraine tatsächlich zu einem Rückfluss des US-Dollars beitragen kann. Der Effekt, die Rohstoffpreise, einschließlich der Energiepreise, in die Höhe zu treiben, zeichnet sich allerdings bereits jetzt deutlich ab. Am 11. Februar stieg der Rohölpreis, der seit 2014 nicht mehr über 100 Dollar pro Barrel gelegen hatte, wegen der aktuellen Lage in der Ukraine auf ein Achtjahreshoch. Die höheren Energiepreise werden einen Dominoeffekt auf die Preise der meisten Konsumgüter haben. Und das wird wiederum auch die Inflation in den USA weiter befeuern.«

    Vgl. Welchen Plan verfolgen die USA mit der Verschärfung der Lage an der Grenze?_China.org.cn
    german.china.org.cn/txt/2022-02/23/content_78066788.htm

    24.02.2022, R.S. (Bereitstellung)

  12. Andreas I. sagt:

    Ich hatte einen Ausschnitt gesehen, da meinte ein Herr auf der Münchner "Sicherheits"Konferenz, er würde es bedauern, dass Putin nicht da ist und seinen Standpunkt persönlich äußere.
    Wirklich wahr: ich habe lange nicht SOOO gelacht.

    Dieses Münchner Theater ist inzwischen so weit von Politik entfernt, das bringe ich damit praktisch nicht mehr in Verbindung und darum habe auch gar nicht mehr dran gedacht, als dann Meldungen aus der realen Welt kamen, Sitzung des Sicherheitsrates der russischen Föderation, Präsident unterzeichnet Anerkennung der Republiken Donezk und Lugansk …
    Da dachte ich unter anderem: einen besseren Zeitpunkt hätten die Russen kaum wählen können, denn der Einflussbereich der USA – und damit auch Einflussbereich der US-Oligarchen, die gleichzeitig Pharma-Großaktionäre sind – also dieser Einflussbereich, auch kurz "Westen" genannt, hat gerade innere Probleme mit Quarkdenkern, die den Pieksdienst verweigern.
    Aber jetzt wo ichs wieder lese, ja stimmt, am Wochenende war ja dieses Münchner Theater.
    Das setzt dem Zeitpunkt natürlich noch ein i-Tüpfelchen auf.

  13. Aladdin sagt:

    Wer dreht nun am Gashahn? Biden? Scholz? Putin?
    Die Sendung „Die Welt am Abend“ gerade berichtet, dass Scholz den Gashahn der Nordstream 2 „zugedreht“ habe. Dann die gleiche Sendung macht sich erhebliche Sorgen, was passieren würde wenn Putin den Gashahn den Deutschen zudrehen würde.
    Es ist doch schön wenn Scholz und Putin am gleichen Strang ziehen bzw. am gleichen Gashahn drehen. Hoffentlich tun dies zu gleichen Zeit. Ein bereits zugedrehte Gashahn kann man ja schwer nochmal zudrehen.
    Gashahn hin und her. Die Menschen in der Ostukraine haben seit 8 Jahren ganz andere Probleme. Endlich Zeit, dass dort mal Frieden herrscht.

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      bis Biden die Treppe der Gangway erklommen hat, um zum Gashahn zu fliegen …
      Die Transitländer Polen und Ukraine sind USA-"Verbündete", da genügt ein Telefonanruf.

      Von US-Sanktionen sind auch immer andere betroffen, am Ende findet russisches Gas Abnehmer und sei es in USA, von wo aus es nach Westeuropa verkauft wird, mit einem kleinen Aufschlag; wer kennt das nicht, Kopiererkosten und die Briefmarken und so.

  14. ulfmartin sagt:

    Man sollte jedoch auch darauf hinweisen, dass die Preise für Öl und Gas immer dann in die Höhe gestiegen sind, wenn es in Förderregionen Komflikte gegeben hat. Die israelischen Ökonomen Johnathan Nitzan und Shimshon Bichler haben diesen "Nexus" für den Nahen Osten herausgearbeitet.[1] Russland profitiert selber ebenfalls natürlich von steigenden Preisen und könnte diese dringend gebrauchen.[2] Ein Absatzproblem dürfte Russland nicht haben, da ja als Abnehmer China zur Verfügung steht. Für Michael Hudson geht es nicht so sehr um Russland, sondern darum, die westlcihen "Verbündeten" unter dem imperialen Schirm Amerikas zu halten, insbesondere um den Dollar weiter als Weltwährung zu erhalten.[3] Damit stwht und fällt die US-Vorherrschaft letztlich.

    [1] https://bnarchives.yorku.ca/432/
    [2] https://twitter.com/joefrancis505/status/1493365744993771521
    [3] https://michael-hudson.com/2022/02/americas-real-adversaries-are-its-european-and-other-allies/

  15. Schramm sagt:

    Der andere Blick

    Deutschland ist kein Zahlmeister für Osteuropa!

    »Jetzt muss der Westen Entschlossenheit und Härte zeigen – sonst lädt er Putin nur zu weiteren Aggressionen ein. Präsident Putin pfeift auf das Völkerrecht, die europäische Nachkriegsordnung und die Verhandlungsangebote des Westens. Jetzt muss ihm Westeuropa mit maximaler Härte entgegentreten, will es ihm in Zukunft noch glaubwürdig Grenzen setzen können.«

    Vgl. Neue Zürcher Zeitung *

    Kommentar

    Keinen Platz für die Ukraine in der EU und auch nicht in der Nato!

    Für die Ukraine gibt es keine Aufnahme in die Europäische Union und auch nicht in die NATO. Für beides wäre die Ukraine mit ihrer regierenden Administration aus politischen Wirrköpfen und korrupten Oligarchen und sozioökonomischen Wendegewinnern aus der Zerfallszeit der UdSSR ungeeignet. Als unmögliches Nato-Mitglied würden sie Europa an den Rand eines nuklearen Weltkrieges treiben und als Mitglied der EU wären sie ausschließlich osteuropäische Kostgänger Westeuropas, insbesondere auf Kosten Deutschlands, Frankreichs, Benelux und Skandinaviens: letztlich ein wirtschaftliches und soziales Fass ohne eigenständigen Boden. Dieses Problem existiert bereits auch schon mit Rumänien und Bulgarien. Dort liegt die Leistungsbilanz im Verhältnis zu Westeuropa bei 1 zu 8 (Rumänien), bzw. 1 zu 10 (Bulgarien). Der sozialökonomische Abstand der Ukraine zu Deutschland und Österreich dürfte bei mehr als 1 zu 10 liegen. Die Kosten für den wirtschaftlichen und sozialen Aufbau und seiner Angleichung dürften deutlich höher liegen, als für Ostdeutschland, seit dem Anschluss im Oktober 1990, bis heute mehr als 2. Billionen DM und/bzw. Euro.

    Merke: Deutschland ist kein Zahlmeister für ganz Osteuropa!

    * Vgl. https://www.nzz.ch/meinung/ukraine-jetzt-muss-europa-putin-entschlossen-entgegentreten-ld.1671113

    23.02.2022, R.S.

  16. Um meine Meinung zum Ausdruck zu bringen zitiere ich ganz kurz Cynthia Chung:

    "Fit for 55", "Farm to Fork" und das Einfrieren von Nord Stream 2: Ein Massenopfer für die Götter?
    6549 Ansichten23. Februar 2022 24 Kommentare
    Von Cynthia Chung für den Saker Blog

    Den Europäern wird derzeit gesagt, dass die Energiekrise, in die sie eintreten, mit Erdgaspreisen, die jetzt viermal höher sind als im letzten Jahr, auf einen längeren Winter, den Wettbewerb mit ostasiatischen Ländern um Gas und Probleme auf der Versorgungsseite mit verzögerter Wartung und weniger Investitionen zurückzuführen ist. Diese Gaspreise bestimmen wiederum den Preis auf den Strommärkten, da 1/5 des europäischen Stroms aus Erdgas stammt.

    Wie stabilisieren wir nach diesem Narrativ diese Krise und vermeiden sie in Zukunft? Durch die Beschleunigung des Übergangs von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien und Biokraftstoffen (oft wird die Kernenergie nicht einmal als kohlenstofffreie Energiequelle erwähnt).

    Uns wird gesagt, dass es die übermäßige Abhängigkeit der Europäer von Erdgas und Kohle und ihr langsamer Übergang zu erneuerbaren Energien und Biokraftstoffen ist, die im Mittelpunkt dieser Energiekrise steht.

    Dieser Einschätzung wurde von der EU-Kommission in Brüssel Glauben geschenkt. EU-Klimazar Frans Timmermans erklärte in seiner Eröffnungsrede bei der "Fit for 55"-Diskussion am 6. Oktober 2021:

    "Ich möchte klar sagen, dass wir, wenn wir vor 5 Jahren den Green Deal gehabt hätten, nicht in dieser Position wären. Dann hätten wir viel mehr erneuerbare Energien, deren Preise konstant niedrig sind, und wir wären nicht so abhängig von fossilen Brennstoffen von außerhalb der Europäischen Union."

    So hat die EU die Sache selbst in die Hand genommen und im Juli 2021 "Fit for 55" vorgeschlagen, einen Plan zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 55% bis 2030. Im Rahmen eines beschleunigten Gesetzgebungsverfahrens können die Pläne 2022 in Kraft treten.

    Diese Pläne fallen mit einem anderen EU-Projekt mit dem Titel "Farm to Fork" zusammen, das erstmals im Mai 2020 vorgeschlagen wurde, und laut der Website der Europäischen Kommission steht sie im Mittelpunkt des European Green New Deal. Es wird als Teil des nachhaltigen Energieansatzes für die Zukunft gefördert und plant, die C02-Emissionen in der Lebensmittelproduktion zu reduzieren, was ironischerweise erforderlich ist, um Vegetation und Landwirtschaft zu ernähren.

    Es gibt viele Kontroversen um "Farm to Fork", weil es beabsichtigt, spezifische Ansätze für die Landwirtschaft durchzusetzen, einschließlich solcher Technologien wie der genetischen Veränderung (die Düngemittel ersetzen sollen, die jetzt als nicht Teil der Grünen Agenda gelten, da sie Energie für ihre Produktion benötigen).

    Hier gibt es viel zu tun. Beginnen wir zunächst mit Timmermans Behauptung, dass Europa, wenn der Green Deal vor 5 Jahren umgesetzt worden wäre, nicht in der Energiekrise stecken würde, in der es sich heute befindet.

    Das ABC im Energiebereich

    Es ist zu einem gemeinsamen Thema für politische Führer geworden, keine Verantwortung für die Konsequenzen zu übernehmen, die ihre Bürger zu leben oder besser gesagt erleiden müssen. Wenn wir Timmermans' Aussage als ehrlich betrachten würden, warum wurden dann die Länder unter Druck gesetzt, ihre nicht erneuerbaren Energiequellen zu verkleinern, bevor die erneuerbaren Energien theoretisch reichlich vorhanden waren, um den Energiebedarf verantwortungsvoll zu decken?

    Das heißt, die Behauptung, die Timmermans aufstellt, ist entweder wahnhaft oder kriminell inkompetent, egal wie man es betrachtet.

    Entweder ist Timmermans wahnhaft, weil erneuerbare Energien nicht in der Lage sind, Atomkraft, Erdgas und Kohle zu kompensieren, oder er ist kriminell inkompetent, da er inmitten einer Energiekrise seine Rolle als EU-Klimazar nicht zugibt, weil er die Europäer in eine so gefährliche Lage gebracht hat. Er gibt nicht zu, dass die Reduzierung nicht erneuerbarer Energien, bevor eine ausreichende Kapazität erneuerbarer Energien online ist, eine verheerende Energiekrise verursachen wird, eine Krise, die sich jetzt ernsthaft auf die Nahrungsmittelproduktion auswirkt.

    Laut diesem Bloomberg-Artikel vom Januar 2021 investierte die Welt im Jahr 2020 beispiellose Beträge in kohlenstoffarme Anlagen, einen Rekordwert von 501,1 Milliarden US-Dollar, und übertraf damit das Vorjahr um 9%, obwohl sich dies mit der COVID-19-Pandemie überschneidet.

    Diagramm, Balkendiagramm Beschreibung automatisch generiert

    Der Chefanalyst von BloombergNEF (BNEF) berichtete: "Unsere Zahlen zeigen, dass die Welt eine halbe Billion Dollar pro Jahr in ihre Investitionen zur Dekarbonisierung des Energiesystems erreicht hat. Saubere Stromerzeugung und elektrischer Transport verzeichnen starke Zuflüsse, müssen aber die Ausgaben weiter erhöhen, da die Kosten sinken… Wir müssen über Billionen pro Jahr sprechen, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen."

    Laut diesem anderen Bloomberg-Artikel ist Private Equity seit 2017 dabei, fossile Brennstoffe aufzugeben. Das heißt, ernsthafte Investitionen in den Übergang zu grüner Energie begannen vor 5 Jahren, die magische Zahl, auf die sich Timmermans bezog, als ob es nicht wirklich passieren würde.

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    Was beide Grafiken zeigen, ist, dass es reichlich Mittel für "akzeptable" grüne Energie gegeben hat, in der Tat Billionen. Aber anscheinend ist dies nicht genug, bevor wir anfangen, eine tatsächliche Auszahlung in der Energieversorgung zu sehen.

    Mark Carney, ehemaliger Gouverneur der Bank of Canada, ehemaliger Direktor der Bank of England und jetzt UN-Sondergesandter für Klimaschutz und Finanzen, kündigte auf der COP26 an, dass "in den nächsten drei Jahrzehnten schätzungsweise 100 Billionen Dollar an Investitionen für eine saubere Energiezukunft erforderlich wären". Das ist unglaublich viel Geld.

    Es gibt mehrere Probleme mit dieser Aussage. Warum erfordert dieser Markt für saubere Energie eine so exorbitante Finanzierungssumme? Was sollen Länder tun, die sich diese Kosten nicht leisten können? Warum wird uns gesagt, dass sich der Energiemarkt erst in drei Jahrzehnten stabilisieren wird? Und warum werden nicht erneuerbare Energielieferungen schnell abgebaut, so dass es in Ländern wie Deutschland in einem Jahr keine Kernenergie mehr geben wird, wenn der Zeitplan für die voll funktionsfähige Nutzung grüner Energie in 30 Jahren liegt? Woher soll die Energie in der Zwischenzeit, in dieser sogenannten Übergangsphase, kommen?

    Beginnen wir mit den exorbitanten Kosten. Ein wichtiger Faktor dafür ist, dass diese akzeptablen von Carney genehmigten grünen Energien einen niedrigeren Kapazitätsfaktor haben als nicht erneuerbare Energien, vor allem als die kernenergie.

    Der Kapazitätsfaktor misst die tatsächliche Energieerzeugung im Vergleich zu der maximalen Menge, die sie in einem bestimmten Zeitraum potenziell ohne Unterbrechung erzeugen könnte.

    Diagrammbeschreibung automatisch generiert

    Wenn Sie also Dinge wie x Anzahl von Solaranlagen oder Windturbinen hören, die die gleiche Menge an Energie erzeugen können wie ein Kernkraftwerk, seien Sie müde, da sie die maximale potenzielle Energieausbeute nutzen (dh sonnig alle 24 Stunden eines Tages ohne Wolken, starke Winde 24/7), anstatt den Kapazitätsfaktor zu berücksichtigen. Was ein Atomkraftwerk verspricht, hält es. Dies ist bei Wind und Sonne nicht der Fall, deren Auswirkungen wir derzeit in Europa sehen. (Für diejenigen, die wegen Fukushima Angst vor Atomkraft haben, siehe hier.)

    Beachten Sie, dass im obigen Bild Sonnenkollektoren einen maximalen Kapazitätsfaktor von 24,9% haben, aber das ist wirklich ziemlich großzügig. Abhängig von dem von Ihnen verwendeten Solarmodul liegt der Kapazitätsfaktor in der Regel zwischen 17% und 23%. Wind hat auch einen Kapazitätsfaktor, der oft niedriger ist als die oben gezeigten großzügigen 35,4%. Im Falle von Ontario, Kanada, beträgt der Kapazitätsfaktor der Windenergie durchschnittlich 27%.

    Ein Bild mit Text, außen, geparkt, Klimaanlage Beschreibung automatisch generiert

    Das bedeutet, dass, wenn Ihr Land x GW Energie benötigt, um sich selbst zu erhalten, und wenn Sie Sonne oder Wind mit einem Kapazitätsfaktor von 25% nutzen, dann müssten Sie 4x so viele Solar- oder Windkraftwerke bauen, wie Sie theoretisch benötigen würden, um 100% dieser versprochenen Energieleistung zu erhalten (dh die potenzielle maximale Energieausbeute, die sie verwenden, um ihre Produkte als Konkurrenten zu bewerben B. nicht erneuerbare Energien).

    Wenn also behauptet wird, dass Sonnenkollektoren die billigste Energieform sind, berücksichtigen sie nicht den Kapazitätsfaktor, und im besten Fall sind die Kosten tatsächlich 4x und schlimmstenfalls 6x das, was sie tatsächlich auf dem Papier behaupten.

    Sowohl Solar als auch Wind haben auch die zusätzlichen Kosten für Batteriespeicher und ein voll funktionsfähiges Energienetz für Zeiten, in denen es keine Solar- und Windaktivität gibt.

    Energy Return on Investment, oder EROI, ist das Verhältnis von Energie, die entlang ihres gesamten Lebenszyklus in diese Energiequelle investiert wird. Wenn die Zahl groß ist, ist Energie aus dieser Quelle leicht zu bekommen und billig. Wenn die Zahl jedoch klein ist, ist die Energie aus dieser Quelle schwer zu bekommen und teuer. Die Break-Even-Zahl für die Betankung der modernen Gesellschaft liegt bei etwa 7.

    Diagramm, Balkendiagramm Beschreibung automatisch generiert

    Beachten Sie hier, dass laut EROI Solar-PV und Biomasse nicht einmal den Schnitt machen, Sie stecken mehr Energie hinein, als Sie zurückerhalten. Wie wir bisher gesehen haben, ist die Kernenergie die effizienteste und kostengünstigste kohlenstofffreie Energiequelle.

    Deutschland verfügt über 45% der brutto erneuerbaren Energien, aber das erzählt nicht die ganze Geschichte. In einer Studie aus dem Jahr 2021 schätzte das Fraunhofer-Institut, dass Deutschland mindestens das 6- bis 8-fache der derzeitigen Solarkapazität installieren muss, um bis 2045 100% kohlenstofffreie Ziele zu erreichen, wobei die geschätzten Kosten in die Billionen gehen.

    Der Bericht besagt, dass die derzeitige Brutto-Solarkapazität von 54 GW bis 2045 auf 544 GW steigen muss. Das würde eine Landfläche von 3.568.000 Acres (1,4 Millionen Hektar) bedeuten, was mehr als 16.000 Quadratkilometern solider Sonnenkollektoren im ganzen Land entspricht. Dabei sind noch nicht einmal alle Windstationen enthalten. Ackerland und Wälder werden zerstört und gepflastert, alles für sogenannte umweltfreundliche, wenn auch unzuverlässige und unglaublich teure erneuerbare Solar- und Windenergien.

    Diagrammbeschreibung automatisch generiert

    Inmitten der großen Nahrungsmittelknappheit aufgrund der Energiekrise, die die Düngemittelproduktion verringert hat, wird den Europäern auch gesagt, dass sie das Ackerland stark reduzieren müssen, um Platz für die neuen Solarzellen- und Windmühlenparks zu schaffen. Darüber hinaus stellen Sonnenkollektoren im Gegensatz zur Kernenergie eine sehr ernste Giftmüllsituation dar, in der es keine leicht verfügbaren Lösungen gibt.

    Die offiziellen Prognosen der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) besagen, dass "bis Anfang der 2030er Jahre große Mengen an jährlichem Abfall erwartet werden" und bis zum Jahr 2050 insgesamt 78 Millionen Tonnen betragen könnten.

    Harvard Business Review berichtete:

    "Wenn es zu einem frühen Austausch kommt, wie von unserem statistischen Modell vorhergesagt, können sie in nur vier Jahren 50-mal mehr Abfall produzieren, als IRENA erwartet. Diese Zahl entspricht rund 315.000 Tonnen Abfall, basierend auf einer Schätzung von 90 Tonnen pro MW Gewicht-Leistungs-Verhältnis.

    So alarmierend sie auch sind, diese Statistiken werden der Krise möglicherweise nicht voll gerecht, da sich unsere Analyse auf Wohnanlagen beschränkt. Mit kommerziellen und industriellen Panels, die dem Bild hinzugefügt werden, könnte der Umfang der Ersetzungen viel, viel größer sein. "

    Die Harvard Business Review fügt hinzu, dass die Solarindustrie eigentlich keinen Plan hat, um mit der massiven Menge an Giftmüll umzugehen, mit der die Nationen in 10 Jahren zu tun haben werden, und fügt hinzu, dass, obwohl der finanzielle Anreiz für die Finanzierung der Produktion von Sonnenkollektoren hoch ist, es wenig "finanziellen Anreiz" gibt, herauszufinden, was mit dem Abfall zu tun ist.

    Harvard Business Review schreibt:

    "Bis 2035 würden ausrangierte Paneele die verkauften neuen Einheiten um das 2,56-fache überwiegen. Dies wiederum würde die Stromgestehungskosten (nivellierte Energiekosten, ein Maß für die Gesamtkosten eines energieerzeugenden Vermögenswerts über seine Lebensdauer) auf das Vierfache der aktuellen Projektion katapultieren. Die Wirtschaftlichkeit der Solarenergie – die aus der Sicht des Jahres 2021 so hell erscheint – würde sich schnell verdunkeln, wenn die Industrie unter dem Gewicht ihres eigenen Mülls versinkt. "

    Daher gibt es wieder massive versteckte Kosten in Sonnenkollektoren, die derzeit nicht die Kosten für die Bewirtschaftung des eigenen Abfalls zu astronomischen Preisen berücksichtigen.

    Aber die Fallbacks enden nicht dort.

    Diagramm, Balkendiagramm Beschreibung automatisch generiert

    Europa und Nordamerika werden riesige Mengen an Stahl und Beton benötigen, um die erwarteten Millionen von Sonnenkollektoren und Windparks zu bauen. Wie werden die Werkstoffe Stahl und Beton hergestellt? Durch Kohle und Kernenergie. Die Stahl- und Betonproduktion ist so energieintensiv, dass Solar- und Windenergie eigentlich nicht ausreichen, um ihre eigenen Teile herzustellen.

    Nicht nur das, sondern diese unzuverlässigen erneuerbaren Energien verbrauchen eine riesige Menge an Energie für ihre Massenproduktion, inmitten einer Energiekrise, die kein Ende in Sicht zeigt. Die Nahrungsmittelproduktion ist aufgrund des Mangels an Düngemitteln (der für seine Herstellung Energie benötigt) bereits drastisch zurückgegangen. Wird erwartet, dass die Nahrungsmittelproduktion weiter sinkt, so dass wir diese massiv unzuverlässigen Solar- und Windparks bauen können, ohne dass es zunehmend eine bedeutende alternative Energiequelle außer Wasserkraft gibt, auf die wir zurückgreifen können?

    Wird von den Europäern erwartet, dass sie nach dieser "sauberen Energiezukunft" hungern?

    Fit für 55: Einige Studienfälle

    Im Jahr 2002 war die deutsche Kernenergie die Quelle von 31% der kohlenstofffreien Elektrizität des Landes.

    Als Bundeskanzlerin Merkel 2011 ihre Energiewende erklärte, um die Kernenergie zugunsten erneuerbarer Energien auslaufen zu lassen, lieferten 17 Kernkraftwerke zuverlässig 25% des gesamten Stroms in das Land.

    Merkels Energiewende behauptete, dass Deutschland bis 2050 eine 100%ige erneuerbare Stromerzeugung erreichen könnte. Es gab jedoch nie die Absicht, dass Deutschland jemals autark in seiner Energieerzeugung sein würde. Die Studie von Martin Faulstich und dem Staatlichen Beirat für Umweltfragen (SRU) argumentierte, dass die Energiewende funktionieren würde, weil Deutschland verträgen könnte, um überschüssigen, kohlenstofffreien Wasserkraftstrom aus Norwegen und Schweden zu kaufen.

    Die Wasserkraftreserven Schwedens und Norwegens (nach einem trockenen und heißen Sommer) sind jedoch in diesem Winter gefährlich niedrig und arbeiten mit nur 52% Kapazität. Das bedeutet, dass das Niveau der Stromexporte nach Dänemark, Deutschland und zuletzt nach Großbritannien wahrscheinlich sinken wird. Darüber hinaus erwägt Schweden, seine eigenen Kernkraftwerke zu schließen, die 40% des schwedischen Stroms liefern. Wenn Schweden beschließt, seine Kernenergie abzuschalten, wird es nicht mehr in der Lage sein, den Energiebedarf dieser anderen europäischen Länder zu decken. Was dann?

    Trotz all dieser Unsicherheiten, die europas Energiekrise prägen, hat die neue deutsche Koalitionsregierung am 31. Dezember 2021 3/6 ihrer Kernkraftwerke dauerhaft stillgelegt. Unglaublicherweise haben sie beschlossen, dies inmitten einer verheerenden Energiekrise zu tun, so dass eine schwere Kaltfront zu Stromausfällen führen könnte. Aufgrund des Zögerns der Bundesregierung, Nord Stream 2 zu nutzen, steht Deutschland nun vor einem Anstieg des Spotpreises für Strom um 500% gegenüber Januar 2021. Die restlichen 3 Kernkraftwerke sollen bis Ende 2022 geschlossen werden.

    Deutschland hat auch seine Kohleproduktion reduziert. Seit 2016 hat es 15,8 GW Kohlekraftwerk geschlossen. Um die Unzulänglichkeit der Solar- und Windenergieleistung auszugleichen, muss das deutsche Stromnetz eine riesige Menge Strom aus Frankreich und der Tschechischen Republik importieren, ironischerweise einen Großteil davon aus ihren Kernkraftwerken. Deutschland hat heute durch die Energiewende die höchsten Stromkosten aller Industrienationen.

    Und zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Papiers am 22. Februar hat der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz gerade das Einfrieren von Nord Stream 2 als "Strafe" für Putins Anerkennung der Unabhängigkeit der Regionen Donezk und Luhansk in der ehemaligen Ostukraine am 21. Februar angekündigt.

    Wen glaubt Scholz hier wirklich zu bestrafen?

    Wir können jetzt deutlich sehen, dass Deutschland, das am stärksten von der Energiekrise in Westeuropa betroffene Land, das früheste Land war, das seinen grünen Übergang begann.

    Im Gegensatz zu dem, was Herr Timmermans behauptet, wie die Situation wäre, wenn die Länder vor 5 Jahren den Übergang zu grüner Energie gemacht hätten, begann Deutschland seinen grünen Übergang vor 11 Jahren und das Urteil ist für jeden klar zu sehen. Sie sind in ihrer Energieautarkie am wenigsten souverän und zahlen die höchsten Preise für ihren Grundenergieverbrauch.

    Als Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Januar 2021 ein Investitionsabkommen mit China rund um grüne Wasserstoffenergie abschloss, gab es bizarrerweise Kritik aus den Vereinigten Staaten, warum Altmaier nicht auf Bidens Amtseinführung gewartet hat, bevor er einen solchen Deal unterzeichnete!

    Offenbar hat Deutschland nicht das Recht, über seine Energiepolitik zu entscheiden, auch wenn sie grün ist.

    Carneys Net Zero Banking Allianz

    Auf der COP26 freute sich der UN-Sondergesandte für Klimaschutz und Finanzen, Mark Carney, bekannt zu geben, dass mehr als 450 Unternehmen, die ein Vermögen von 130 Billionen US-Dollar (40% der weltweiten Finanzanlagen) repräsentieren, nun der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) angehören.

    Carney kündigte auch an, dass Michael Bloomberg der UN-Sondergesandte für Klimaambitionen und -lösungen und Race to Zero Botschafter sein würde.

    Es ist in der Tat Carneys Ansatz zur Finanzierung grüner Energie, der der größte Faktor für den Preisanstieg bei nicht erneuerbaren Energieformen ist.

    Mark Carney, ehemaliger Direktor der Bank of England, hat eine "Netto-Null-Bankenallianz" gefordert, in der sich die Banken bereit erklärt haben, keine Kredite an Produzenten zu vergeben, sondern nur Mittel in die grüne Blase, die Kohlenstoffblase und so weiter zu stecken. Infolgedessen wird die zukünftige Energieerzeugung sinken, obwohl reichlich Ressourcen zur Verfügung stehen, was zu einer weiteren künstlichen Knappheit führt.

    In einem Interview mit der Washington Post erklärte Mark Carney, dass Privatbanken im Finanzsektor eine Veränderung in der Klempnerei des Finanzsystems bewirken müssen, um Liquidität in die Spekulationsblase zu drücken und gleichzeitig Investitionen in die produktive Wirtschaft zu kürzen. Carney sagte, der Klimawandel müsse zum "grundlegenden Treiber jeder Investitionsentscheidung oder Kreditentscheidung" werden.

    Mit anderen Worten, entweder sie stimmen dem grünen Programm zu (das Atomkraft als grün ignoriert) oder Sie erhalten keinen Kredit. Das ist eine Politik, die die Energiepreise vorhersehbar in die Höhe treiben wird und wird.

    Diese Politik von Mark Carney hat bereits den Bankrott mehrerer Energieunternehmen in ganz Europa verursacht, und es gab keine Korrektur dieser Politik, obwohl sich Europa in einer Energiekrise befindet.

    Blackrock und andere globale Geldtrusts haben Energieinvestitionen von Öl, Gas und Kohle weggezwungen, um Solar und Wind aufzubauen. Sie nennen es ESG-Investitionen (Environmental, Social, Governance). ESG-Investitionen boomen an der Wall Street, der City of London und anderen Finanzmärkten der Welt, seit BlackRock-CEO Larry Fink 2019 dem Vorstand des Klaus Schwab World Economic Forum beigetreten ist.

    ESG-Investitionen funktionieren durch die Einrichtung von ESG-zertifizierenden Unternehmen, die ESG-Ratings für Aktiengesellschaften vergeben und diejenigen finanziell bestrafen, die die ESG-Anforderungen nicht erfüllen. Der Ansturm auf ESG-Investitionen hat der Wall Street und der City of London Milliarden eingebracht. Es hat auch die zukünftige Entwicklung von Öl, Kohle oder Erdgas für den größten Teil der Welt gedämpft.

    Dies ist kein Plan für einen schrittweisen Übergang zu Solar- und Windenergie. Dies ist eine schnelle Aushöhlung aller anderen Energiequellen, bevor es eine Fähigkeit gibt, die versprochene Energieauszahlung zu leisten, von der uns gesagt wird, dass wir sie mit Sonne und Wind sehen werden, die ironischerweise Kohle und Kernenergie für ihre Produktion benötigen.

    Bei der Geschwindigkeit, mit der sie alle anderen konkurrierenden Energiequellen schließen, sieht es nicht so aus, als ob selbst die Produktionsanforderungen für Wind- und Solarparks erfüllt werden können, es wird einfach nicht genug Energie geben, um etwas zu tun.

    Die Folgen dieser Aktionen sollten für jeden klar zu erkennen sein. Das Ziel der UN 2030 "nachhaltige" Energie ist jetzt kristallklar. Es ist ein Schritt in Richtung Bevölkerungsreduktion in großem Maßstab.

    Farm to Fork: Der große Bruder der Landwirtschaft

    In der UN-Agenda 2030 werden 17 nachhaltige Ziele für 2030 skizziert, darunter die "nachhaltige Landwirtschaft". Bei genauer Betrachtung werden die Vorschriften, die sie durchsetzen wollen, jedoch einen großen Teil der landwirtschaftlichen Produktion in der EU zerstören und die bereits steigenden globalen Lebensmittelpreise weit in die Höhe treiben. Diese "Farm to Fork"-Strategie wird vom Weltwirtschaftsforum von Klaus Schwab unterstützt und ist Teil des von ihnen vorgeschlagenen Great Reset.

    Denken Sie daran, dass "nachhaltig", wie von den Vereinten Nationen und dem Weltwirtschaftsforum in Davos definiert, bedeutet, bis 2050 null Kohlenstoffemissionen zu erreichen. Es bedeutet nicht, dass die Nahrungsmittelproduktion auf einem Niveau sein wird, das ausreicht, um Menschen auf der ganzen Welt zu ernähren, oder dass die Lebensmittelpreise erschwinglich sein werden. Es bedeutet auch nicht, dass die Lebensmittel selbst für den Verzehr sicher sind.

    Europa ist der zweitwichtigste Nahrungsmittelproduzent der Welt. Was auch immer der EU verpflichtet wird, wird massive globale Auswirkungen haben.

    In der "Farm to Fork"-Agenda heißt es, dass die derzeitigen Ernährungssysteme "neu gestaltet" werden müssen, um die globalen Treibhausgasemissionen (Green House Gas) zu senken, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu verbrauchen und Biodiversität und Gesundheit zu schützen. Daher müssen "neue Technologien und wissenschaftliche Entdeckungen" eingeführt werden, obwohl die Details darüber, welche Art von "Technologien" und "Entdeckungen" absichtlich vage gehalten werden.

    Wie planen die nicht gewählten Beamten in Brüssel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 1/3 zu reduzieren? Ganz ähnlich wie sie mit den nicht erneuerbaren Energien umgehen. Sie beabsichtigen, diese Bauern in den Bankrott zu treiben, indem sie neue kostspielige Betriebsmittel für die Produktion und radikal neue genetisch manipulierte patentierte Pflanzen mit unbewiesener Sicherheit verlangen. Mit anderen Worten, die Monsanto-Doktrin ist jetzt zum großen Bruder der Landwirtschaft geworden.

    Es gibt viele dokumentierte Fälle von Landwirten, die von Monsanto verklagt wurden, weil eine benachbarte Farm Monsantos patentiertes Saatgut verwendete, das zu einem sehr vorhersehbaren Zeitpunkt landen würde auf dem Grundstück eines benachbarten Bauernhofs. Das ist es, was Samen tun, sie werden vom Wind zerstreut. Unglaublicherweise hat Monsanto jedoch einen rechtlichen Präzedenzfall geschaffen, durch den Landwirte verklagt werden konnten, weil sie Monsanto-Saatgut, ohne dass sie es wussten, unter ihren Ernten anbauen ließen. Wie soll sich ein Bauer mit offenem Ackerland vor einer solchen misslichen Lage schützen? Das können sie nicht. Die einzige Wahl besteht darin, jedes Jahr auch das exorbitant teure und selbststerilisierende Monsanto-Selbstmordsaatgut zu kaufen.

    Der äußerst gut gemachte Dokumentarfilm mit dem Titel "Kiss the Ground" (2020) erklärt, wie Monsanto Kleinbauern in den Bankrott trieb und die verbleibenden Bauern zwang, überwiegend das Monsanto-Diktat zu übernehmen, was zu immer geringeren Erträgen pro Jahr führte. Es war klar, dass die Versprechen, die Monsanto behauptete, die Landwirtschaft zu revolutionieren, zerstörerischer waren als alles andere. Dieser Dokumentarfilm geht auch darauf ein, wie unser Verständnis von C02 im natürlichen Kreislauf von Vegetationsökosystemen und Landwirtschaft derzeit stark missverstanden wird.

    "The Cattle Site" schreibt in Bezug auf die Ergebnisse der EU-Bauerngewerkschaft Copa und Cogeca:

    "Selten war ein Bericht [Farm to Fork] so vorsichtig, um nicht zu sagen, was er zu sagen hat: Unabhängig von den betrachteten Szenarien werden diese Strategien zu einer beispiellosen Verringerung der Produktionskapazität der EU und des Einkommens ihrer Landwirte führen. Der größte Teil der durch diese Strategien erreichten Verringerung der landwirtschaftlichen Emissionen wird durch eine Nachhaltigkeitsleckage an Drittländer, die sich aus diesem Produktionsausfall ergibt, zunichte gemacht.

    == Weblinks ==== Einzelnachweise Unabhängig vom betrachteten Szenario weisen alle Sektoren Produktionsrückgänge von 5 % bis 15 % auf, wobei die Tierhaltungssektoren am stärksten betroffen sind. Die Produktionsveränderungen würden zu einem Rückgang der Nettoausfuhrpositionen für Getreide, Schweinefleisch und Geflügel und zu einer Verschärfung des EU-Handelsdefizits bei Ölsaaten, Obst und Gemüse, Rindfleisch, Schaf- und Ziegenfleisch führen. In jedem Szenario zeigen die Produktionspreise einen Nettoanstieg von rund 10%, was sich negativ auf die Einkommen der meisten Landwirte auswirkt.

    Der wichtigste Punkt des Berichts aus Sicht von Copa und Cogeca betrifft jedoch die erwarteten Auswirkungen dieser Strategie: Der Bericht zeigt, dass die Strategien von der Farm to Fork und der biologischen Vielfalt in Verbindung mit der neuen GAP dazu beitragen könnten, die Treibhausgasemissionen des Agrarsektors bis 2030 um 28,4 % zu senken. Dies lässt einige Umwelt-NGOs sagen, dass diese Strategien das erwartete Ergebnis liefern werden. Dies hört auf halbem Weg durch die Argumentation auf. Ein wichtiges Ergebnis des Berichts ist, dass mehr als die Hälfte der erwarteten THG-Reduktion in allen Szenarien durch einen entsprechenden Anstieg der Treibhausgasemissionen in Drittländern ersetzt wird."

    Unglaublicherweise wird die versprochene Reduzierung der Treibhausgasemissionen einfach auf Länder der Dritten Welt übertragen, so dass die gesamte Prämisse, diese drakonischen Agrarvorschriften zu erzwingen, nicht einmal ihre nachhaltigen Ziele für 2030, geschweige denn 2050, erreichen wird.

    Das heißt, sie planen nicht wirklich, ihre sogenannten Null-Kohlenstoff-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, aber sie schaffen vorhersehbar eine Nahrungsmittelknappheit mit erhöhten Preisen und einer weiteren Zentralisierung der Nahrungsmittelproduktion, indem sie Kleinbauern in den Bankrott treiben.

    Auch hier sehen wir, dass ein Kontingent für den Green New Deal-Plan, wenn man ihn genauer betrachtet, kein machbarer Plan ist, das heißt, es wird eine Aufschlüsselung geben, bevor er jemals seine vorgeschlagenen Ziele erreicht.

    Vielleicht war das die ganze Zeit der Punkt…

    Zurück in die Zukunft

    In der Mai-Ausgabe 1990 des WEST-Magazins gab Maurice Strong (Architekt der UN-Agenda 21, Unterstaatssekretär der Vereinten Nationen, Mitbegründer des Weltwirtschaftsforums, Generalsekretär der Stockholm Earth Day Conference im Juni 1972 und Treuhänder der Rockefeller-Stiftung) ein Interview mit dem Titel "Der Zauberer des Baca Grande". Auf der letzten Seite dieses Interviews steht folgendes:

    "Strong erzählt mir, dass er sich oft gewünscht hat, er könnte schreiben. Er hat einen Roman, den er gerne machen würde. Es ist etwas, worüber er seit einem Jahrzehnt nachdenkt. Es wäre eine warnende Geschichte über die Zukunft. Jedes Jahr, so erklärt er als Hintergrund für die Erzählung der Handlung des Romans, findet das Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz statt. Über tausend CEOs, Premierminister, Finanzminister und führende Akademiker versammeln sich im Februar, um an Sitzungen teilzunehmen und wirtschaftliche Agenden für das kommende Jahr festzulegen. Mit diesem Setting sagt er dann: "Was wäre, wenn eine kleine Gruppe dieser Weltführer zu dem Schluss käme, dass das Hauptrisiko für die Erde von den Handlungen der reichen Länder ausgeht? Und wenn die Welt überleben soll, müssten diese reichen Länder ein Abkommen unterzeichnen, das ihre Auswirkungen auf die Umwelt verringert. Werden sie es tun?" … Der Mann, der das Umweltprogramm der Vereinten Nationen gegründet und Teile des Brundtland-Berichts geschrieben hat und der 1992 versuchen wird, die Staats- und Regierungschefs der Welt, die sich in Brasilien treffen, dazu zu bringen, ein solches Abkommen zu unterzeichnen, genießt die Fragen, die in der Luft hängen. Werden sie es tun? Werden sich die reichen Länder bereit erklären, ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern? Werden sie zustimmen, die Erde zu retten?

    == Weblinks ==== Einzelnachweise Strong setzt seine Geschichte fort. "Die Schlussfolgerung der Gruppe ist "nein". Die reichen Länder werden es nicht tun. Sie werden sich nicht ändern'… [Somit] "Diese Gruppe von Weltführern", fährt er fort, "bildet eine Geheimgesellschaft, um einen wirtschaftlichen Zusammenbruch herbeizuführen … Sie haben sich an den Rohstoff- und Aktienmärkten der Welt positioniert… Um den Planeten zu retten, entscheidet die Gruppe: Ist nicht die einzige Hoffnung für den Planeten, dass die industrialisierten Zivilisationen zusammenbrechen? Ist es nicht unsere Verantwortung, das zu erreichen?" == Weblinks ==== Einzelnachweise

    Die Frage ist also, sind Sie bereit, den falschen Göttern der Grünen Agenda des WEF geopfert zu werden?

    Der Autor ist unter https://cynthiachung.substack.com/ erreichbar.

  17. _Box sagt:

    Der "ehrliche Makler" Bismarck war einer dieser heuchlerischen, verlogenen Machtmenschen. Ein Machiavellist erster Güte, eine wahre Zier seiner Klasse. Das unterscheidet ihn in keiner Weise von heutigen Pendants, die es bevorzugen Jeden gegen Alle auszuspielen, nur um die eigene Machtposition zu festigen und auszubauen:

    Seit der Ostkrise (große Ostkrise) 1875-1877 verfolgte Bismarck einen politischen Kurs, der der Idee folgte, dass der Balkan zu einem "Zankapfel" zwischen Russland, Österreich-Ungarn und Großbritannien werden müsse. Es gelang ihm geschickt, die politischen Ereignisse zur Zeit der Ostkrise zu steuern und zu beeinflussen. Der Balkan war für die deutsche Politik von großer Bedeutung, da der Streit zwischen den Großmächten über die Ostfrage ein Bündnis gegen Deutschland unmöglich machte. Otto von Bismarck gelang es geschickt, in den Wirren der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Kurs der europäischen Politik zu diktieren.

    Aus:
    Bismarck – the “Honest broker” Who Fanned the Balkans
    21 Ιουνίου, 2021
    By Nadejda Vasileva
    https://balkansinsite.pollsandpolitics.gr/bismarck-the-honest-broker-who-fanned-the-balkans/

    Gerade heute ist er wieder aktueller denn je:

    Der Staat habe die „Pflicht, die Freiheit des Einzelnen soweit einzuschränken, als es das wohl erkannte Interesse der Gesamtheit erfordere“, sagen die Anhänger einer Impfpflicht. Das stimme keineswegs, denn zwangsweise Behandlung sei „eine Verletzung der Grundrechte“ des Einzelnen, widersprechen ihre Gegner, „insbesondere des Selbstbestimmungsrechtes über den eigenen Leib“. Der unversöhnliche Streit findet viel Resonanz in der Öffentlichkeit: „Ich habe in der parlamentarischen Erfahrung kaum ein einziges Mal gesehen, dass das größere Publikum ein solches Interesse an der Verhandlungen des deutschen Parlamentes nahm, wie bei dieser Gelegenheit“, wundert sich ein christlich-demokratischer Abgeordneter.

    Was klingt wie die Debatte um verpflichtende Impfungen gegen Corona im Jahr 2021, stammt in Wirklichkeit aus dem Frühjahr 1874. Damals diskutierte der Deutsche Reichstag fünf Sitzungen lang einen von der Regierung Bismarck eingebrachten „Gesetzentwurf über den Impfzwang“. Der Reichskanzler wollte die Pockenschutzimpfung, die schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Bayern, Baden oder Württemberg galt, reichsweit verpflichtend einführen. Allein zwischen Herbst 1870 bis 1872 waren im nun vereinigten kleindeutschen Reich rund 150.000 Menschen der tückischen Infektion erlegen.

    Doch es ging nicht nur um die Ausweitung einer bewährten medizinischen Vorsorgemaßnahme. „An der Impfpflicht wurden zum ersten Mal der ,interventionistische Staat’ und seine Aufgabe der ,Daseinsvorsorge’ konzipiert“, schreibt der Medizinhistoriker Malte Thießen in seiner 2017 erschienenen Habilitationsschrift „Immunisierte Gesellschaft“ über „Impfen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert“. Sie liefert wichtige Hintergründe für die aktuelle Diskussion.

    Aus:
    Reichsbürger gründeten einen Verband „zur Bekämpfung der Impfung“
    Schon im Deutschen Kaiserreich sorgte die Einführung der Impfpflicht gegen Pocken für Streit. In der Weimarer Republik scheiterten die Impfungen gegen Diphtherie und Tuberkulose und wurden auch vom Dritten Reich nicht durchgesetzt.
    Veröffentlicht am 13.03.2021
    https://www.welt.de/geschichte/article228184131/Impfpflicht-Ab-1919-kaempfte-ein-Reichsverband-dagegen.html

    Was war sonst:

    Der Internationalist

    1870 ist die Erziehung des deutschen Volkes im nationalen Geist so weit gediehen, dass Kriege als „vaterländische Pflicht“ proklamiert werden können.[3] Der Reichskanzler und überzeugte Protestant Otto von Bismarck nutzt den machtpolitischen Ehrgeiz Napoleons III., um Frankreich in einen solchen Krieg zu treiben. [4]

    Der deutsch-französische Krieg von 1870/71 verursacht in der Folgezeit Tausende von Toten auf beiden Seiten. Massengräber werden ausgehoben, Freund und Feind hineingeschichtet. Die deutschen Regimentskapellen spielen „Jesus meine Zuversicht“. Neben dem französischen Heer bekämpfen auch Partisanen die deutschen Truppen. In einem Ort vor Sedan kommt es zum Häuserkampf und einem Massaker an der Zivilbevölkerung. Zwei Monate nach Kriegsbeginn, kapitulieren die dort eingeschlossenen Reste der französischen Armee. Zwei Tage später ruft die Bevölkerung von Paris die Republik aus und strebt nach einem Frieden ohne Gebietsverluste.

    Doch preußische Militärs und Industrielle an Rhein, Ruhr und Saar starren samt der Mehrheit der Deutschen auf die Kohle- und Eisenvorkommen im Elsass und in Lothringen. Das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung interessiert sie nicht. Stammtischstrategen fordern die Abtretung weiter Teile Ostfrankreichs und die Eroberung von Paris. Nur die Sozialdemokraten warnen vor zukünftigen Eskalationen, lehnen Eroberungen ab – und werden verhaftet. „Deutschland“ hört nicht auf zu siegen. Paris wird ausgehungert und erobert, Elsass-Lothringen „deutsches Reichsland“.

    Aus:
    1848/49 – ein starkes Paar in Zeiten der Revolution – Teil II
    Gottfried und Johanna Kinkel
    Von Klaus Schmidt
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13299

    Schließlich der Anteil an der Niederschlagung von tatsächlich demokratischen Verhältnissen und die Resultate davon:

    Die preußische Form der Berufsarmee feierte mit dem Sieg über Frankreich 1871 und der Gründung des Deutschen Reiches ihren Triumph.

    Marx und Engels nahmen Partei für den Kriegsgegner und priesen die Pariser Kommune, die im Widerstand gegen Preußen neue Formen der Staatsorganisation und der Bewaffnung der Bürgerschaft entwickelt hatte. Die Kommunarden wurden zu Zehntausenden von französischen Truppen zusammengeschossen, die zu diesem Zweck zuvor aus preußischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden waren – eine offensichtliche Übereinstimmung der Klassen- und Herrschaftsinteressen von Kriegsgegnern.

    Infolge des Triumphs in drei kurz aufeinander folgenden Kriegen setzte sich auch im Deutschen Reich eine Armee nach preußischem Vorbild durch. Dessen Offizierskorps, aus den ehemaligen Herrscherfamilien rekrutiert, leistete aus Karrieregründen Tendenzen zu imperialistischen Aggressionskriegen Vorschub.

    Zugleich kannte eine derartige militärische Führung keinerlei Skrupel, Truppen gegen die Arbeiterbevölkerung einzusetzen – wie sich nach dem Ersten Weltkrieg in Angriffen von Militärs und Freikorps auf die Novemberrevolution und im Kapp-Putsch von 1920 zeigte. Dem Generalstreik folgte die blutige Niederschlagung des Arbeiterwiderstandes im Ruhrgebiet durch dieselben Truppen, die am Putsch beteiligt waren. Vor den Gefahren einer solchen Armee für die Arbeiterbewegung, die gleich auch die bürgerliche Republik abräumen würde, hatte Friedrich Engels bereits fünfzig Jahre früher gewarnt, mit der Aufforderung „Spitze gegen Spitze“, mit der seine Broschüre zur Militärfrage endet.

    Aus:
    Friedrich Engels und der Kapp-Putsch
    7. Mai 2020 Jürgen Bönig
    https://www.lunapark21.net/friedrich-engels-und-der-kapp-putsch/#more-5992

  18. "Zur Vorbereitung auf den möglichen Ernstfall forderte die EU dann Ende März 2018 bessere Straßen, stabilere Brücken…"

    2 Wochen später, am 10.4.2018 meldete die WAZ:

    "Die A52 bekommt sechs Spuren – Ruhrtalbrücke könnte deshalb abgerissen werden

    Mülheim. Die Mintarder Ruhrtalbrücke in Mülheim ist die längste Straßenbrücke aus Stahl in NRW – die A52-Brücke verbindet die Städte Düsseldorf und Essen miteinander. Weil der Verkehr auf der A52 immer weiter zunimmt, soll sie in den kommenden Jahren von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden."

  19. Hartensteiner sagt:

    Dazu….
    1. Frage. Würden die Kriegshetzer aus deutscher Politik und den Medien so unnachsichtig hetzen, wenn sie außer Krieg etwas anderes am Horizont erkennen würden?
    2. Die "False Flags" haben immer bestens funktioniert. Kommt Jahre später die Wahrheit heraus, kratzt das niemanden mehr.
    3. Um die Nato ins Spiel zu bringen, wo müsste die nächste "Fals Flag" zu erwarten sein? Eben nicht in der Ukraine – kein Nato-Mitglied – sondern dort, wo die Nato an Russland grenzt. Durchaus geeignet wären da die baltischen Staaten, die da begeisterte Mitspieler wären.

    Und was sagt dazu die deutsche Öffentlichkeit? Nichts. Im besten Falle: "Mäh, mäh, mäh!".
    Die Schafe gehen durchaus gern zum Schlachter, so wie sie immer überall hingehen, wohin die Hunde des Schäfers sie treiben.

  20. darth_vader sagt:

    Wie immer korrekt, historisch investigativ und brillant dargeboten. Nun, ist die Wahrheit bzw. die Bedrohungslage näher als wir es uns je zu denken getraut haben? Haben wir bzw. die Handlanger (Politiker) aus der Geschichte rein gar nichts gelernt? Es liegt doch alles auf der Hand. Alle Archive sind geöffnet und alle warnenden Bücher geschrieben. Alle Kritiker und Warner haben Ihr Statement abgegeben. Ist es wieder einmal zu spät?…….sapere aude
    LG aus Österreich/Klagenfurt

    • Hartensteiner sagt:

      Nach dem Intelligenztest "Corona", den ca. 80 – 90 % der Bevölkerung nicht bestanden haben, ist geklärt, dass auch in einem Intelligenztest zu "Aus der Geschichte lernen" nunmehr garantiert ist, dass 80 – 90% der Bevölkerung in diesem Test so gut wie gar keine Punkte verzeichnen würden. Und damit ist der Weg frei. Wofür? Für alles.
      DUMMHEIT SIEGT!
      IMMER!
      Das kann man aus der Geschichte lernen.

    • Hartensteiner sagt:

      PS: Eine Freundin ergänzt mich an dieser Stelle immer. Sie sagt: Es ist nicht allein die DUMMHEIT, es kommen BEQUEMLICHKEIT bzw. FAULHEIT noch hinzu.
      Das sind also die WAHREN IDEALE, für die die Menschen bereit sind, ihr Leben hinzugeben.
      Da gibt es vielleicht noch eine kleine Minderheit, die anders ist. Doch die war und ist immer irrelevant am Rande.
      Auch das kann man aus der Geschichte lernen.

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