Nicht mehr “unser Land”? | Von Willy Wimmer

Ein Standpunkt von Willy Wimmer.

Über der Ahr und der Erft öffnete sich der Himmel und ganze Täler und Landstriche bis zur holländischen Grenze versanken in den Fluten. Menschen kamen zu tausenden zu Schaden und viele Menschen kamen zu Tode. Es war eine unglaubliche Nachricht für ein Land, das einmal eine staatliche Struktur hatte, die darauf ausgerichtet gewesen war, derartige Katastrophen zu verhindern. Zeitgleich befand sich die amtierende Bundeskanzlerin Merkel auf dem Weg nach Washington, um amerikanische Auszeichnungen zu erhalten, darunter von einer Universität, die in Sachen Corona weltweit Nachrichten geliefert hatte. Jeder deutsche Bundeskanzler, den es bis zu diesem Zeitpunkt gegeben hatte, hätte beim Eintreffen dieser Nachrichten den Piloten der Luftwaffen-Maschine Order gegeben, scheunigst kehrt zu machen und nach Bonn zurückzufliegen. Von Konrad Adenauer bis Gerhard Schröder war jeder aus diesem Holz geschnitzt. Sie wußten, was selbstverständlich war und ist.

Nicht so die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel. Während in den Hochwassergebieten die Menschen ihre toten Angehörigen suchten und vor dem sprichwörtlichen “Nichts” standen, lies die Frau Bundeskanzlerin sich in Washington feiern. Deutschland mußte sich fragen: für was denn? Es ist nicht bekannt, ob und wann aus der Spitze der CDU/CSU Bundestagsfraktion oder der Parteispitzen von CDU/CSU Forderungen zwecks sofortiger Rückkehr nach Deutschland an die Frau Bundeskanzlerin gestellt worden sein könnten! Dabei war es doch die Frau Bundeskanzlerin selbst, die kurz zuvor wegen der Ereignisse in Thüringen alle Gepflogenheiten über Bord geworfen hatte und sich über tausende Kilometer lautstark zu Wort gemeldet hatte.

Kein Einzelfall, wie sich derzeit zum Leidwesen der Menschen in Deutschland herausstellt. Der ganze Sommer und Frühherbst waren von Bildern bestimmt, auf denen eine Bundeskanzlerin zu sehen war, die weltweit auf Abschiedtour unterwegs war, derweil der Schrecken einer weiteren Welle der Corona-Pandemie im Anmarsch war. Statt ihrer Aufgabe als Bundeskanzlerin gerecht zu werden, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, verschwand sie so im Ungefähren, wie es seit Beginn der Corona-Schreckensherrschaft  bei der Bundeskanzlerin zu sehen gewesen ist. Das war bestenfalls etwas für Jens Spahn, aber nicht für eine tatkräftige Führung durch die Bundeskanzlerin. Ihr zielgenaues Wegtauchen über viele Monate hat das deutlich gemacht. Die Menschen im Land mußten sich fragen, ob das noch ihre Bundeskanzlerin gewesen ist, die Führung dann zu übernehmen hat, wenn dem Land nicht nur Gefahr droht, sondern sich bereits auf den Straßen zeigt.

Der kommende Bundeskanzler Olaf Scholz, der Mann mit der Hand vor dem letzten Jackenknopf, war keinen Deut besser. Dabei hat doch einer seiner möglichen Vorgänger aus Hamburg das deutsche Bild von einem verantwortlich handelnden Staatsmann geprägt. Sollte Helmut Schmidt so schnell vergessen sein? Werden die mit der Pandemie verbundenen Herausforderungen nur deshalb nicht vor dem deutschen Volk ausgebreitet und ein gemeinsamer Schlachtplan entworfen, weil die Bundesregierung – die aus dem Amt scheidende und die kommende – sich nicht eingestehen wollen, daß es eine derart große Zahl von Menschen gibt, die sich nach allen Regeln illegal in Deutschland aufhalten und durch keine Gesundheitsmaßnahme zu erreichen sind? Stimmt es denn nicht, daß bei vorherigen Wellen schwerster Infektionen vorwiegend bestimmte Menschen auf den Intensivstationen lagen und auch starben? Und niemand sich bisher diesen Gruppen mit geeigneten Maßnahmen zur Gesundheitslage zugewendet hatte und hat?

Stattdesssen erleben wir tagaus und tagein, daß – mit dem Herrn Bundespräsidenten Steinmeier und der Frau Bundeskanzlerin Merkel an der Spitze, – alles unternommen wird, für ihre verkorkste Corona-Politik diejenigen heranzuziehen, die auf wirksame staatliche Maßnahmen vertraut hatten und jetzt feststellen müssen, daß nach dem Migrationsmodell 2015 das deutsche Volk wieder gespalten werden soll. Was wurde aus den Ankündigungen seitens der EU-Komission aus dem Jahresbeginn 2021, bis Juni 2021 den Menschen in der EU sechs wirksame Medikamente an die Hand geben zu können, um der Corona-Geißel Herr werden zu können? Warum werden in anderen Teilen der Welt wirksam eingesetzte Medikamente nicht auf ihren Einsatz hierzulande geprüft?

Die Antwort ist leider ohne Schwierigkeiten zu geben. Weil durch die Regierenden und die Staatsspitze das Grundvertrauen in staatliches Handeln schwer erschüttert worden ist! In kaum einem Umstand wird das so deutlich, wie bei der Wiedergabe eines Gespräches mit Frau Melinda Gates durch die in München beheimatete “Süddeutsche  Zeitung” auf einem der Höhepunkte der bisherigen Pandemie-Wellen im Frühjahr 2020. Wer wissen wollte, wie Einfluß auf deutsche Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker zu jeder Tages-und Nachtzeit durch Nicht-Staatsbürgerinnen und Nicht-Staatsbürger ausgeübt werden könnte, der soll sich heute noch die ganzseitige Darstellung in der genannten Zeitung durchlesen. In dem weltweiten Zusammenhang mit der Stiftung, die diesen Namen ausgemacht hat und der grassierenden Pandemie war der Bericht in der “Süddeutschen Zeitung” besonders explosiv. Zudem entsprach das Grundmuster dem, was an fremder Einflußnahme in Zusammenhang mit dem September 2015 und den damaligen Entscheidungen der Bundeskanzlerin festgehalten werden mußte. Die Expertise der deutschen staatlichen Strukturen spielte keine Rolle mehr, wenn man das öffentlichkeitswirksame Auftreten eines jungen Mannes aus Österreich an der Seite der Bundeskanzlerin in der Migrationsfrage in Rechnung stellt.

Es ist leider ein Grundmuster, das seit Jahren nicht nur deutsches staatliches Handeln kennzeichnet, sondern für das Westeuropa der Europäischen Union in Brüssel steht. Die deutsche Staatsspitze tritt zunehmend in spalterischer Wirkung auf, derweil Brüssel dieses Werk bereits vollendet hat. Es ist nicht der Bürger, der als Souverän über das entscheidet, was eine regelbestimmte staatliche Ordnung ausmacht. Jeder, der sehen will, kann sehen, wie der Nationalstaat als konstitutiver Faktor der EU der Garant für Demokratie und Souveränität ist. Derweil die EU – und zunehmend auch der deutsche Staat – auf die Herrschaft der Nicht-Regierungsorganisationen und einen schwachen Staat ausgerichtet ist, der nur noch durch eine jährlich milliardenschwere Unterstützung für Beratungsunternehmen zwecks mühsam funktionierendes Verwaltungshandeln aufrecht erhalten werden kann. Der Nationalstaat als Hort der Demokratie wird landauf und landab verächtlich gemacht. Stattdessen werden die Nicht-Regierungsorganisationen und die Globalisierung gespriesen.

Der Weg in die Manipulation und die Vernichtung unserer Staaten ist damit vorprogammiert. Wollen wir das? Wollen wir in einem Land leben, in dem wir nur noch fremdbestimmt unser staatsbürgerliches Dasein fristen? Wo eine Bundeskanzlerin eine Art an den Tag legt, die nicht hingenommen werden kann? Und eine Regierung vor der Türe steht, die “Bewegungs-Charakter” hat?

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: photocosmos1 / shutterstock

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Kommentare (16)

16 Kommentare zu: “Nicht mehr “unser Land”? | Von Willy Wimmer

  1. Jetzt kommt erstmal die nächste Migrationswelle. Dann halt sich der Begriff deutsch sowieso bald erledigt.

    Danke für nichts.

  2. wasserader sagt:

    Ist Deutschland seit 1945 besetztes Land
    begann mit etwa 1980 die konsequente Übernahme der Staatsmacht durch Konzerne/das Internationale Kapital .
    Die Aushöhlung der Staaten wurde über Privatisierung, über NGOs über Auslagerung wesentlicher Grundlagen eines funktionierenden Staates (z.B. VdL-McKinsey) betrieben,
    durch die "no border no nation" Ideologie und wesentlich durch die Zerstörung kultureller Identität durch Massenimport kulturfremder Menschen .
    Schritt um Schritt wurde die Volksgemeinschaft gespalten und der letzte gemeinsame Widerstand wie aktuell gegen die verbrecherische Coronapolitik wird mit allen Mitteln des okkupierten Staates bekämpft .

    Die "Regelbasierte Ordnung" ist nun ausgerufen, eine Herrschaftsvorstellung vom Recht des Stärkeren, die den Rechtssaat abgelöst hat und nur Beispiel für die völlige Willkür der Herrschenden ist .

  3. Schlafschaf sagt:

    Es ist immer wieder erfreulich, dass es noch klarsichtige Menschen gibt, die die Dinge beim Namen nennen.
    Das ist ja nicht mehr breiter Konsens. Da gibt es Menschen, die aufgrund ihres Amtes, aussagen machen, die sie nicht beurteilen könne. Dennoch benutzen sie ihre Stellung, um Kompetenz zu signalisieren.
    Zum Beispiel Bayerns evangelischer Landesbischof Heinrich Bedfort-Srom.
    "Viele Menschen wollen nicht noch einmal einen Herbst erleben, der nach einer sommerlichen Hoffnungszeit zur großen Enttäuschung wird. "Und dann beklagt er eine immer noch viel zu geringe Impfquote.
    Wo bezieht dieser Gottesmann sein Wissen her? Oder plappert er auch nur nach was er in der Tagesschau und in der Zeitung gelesen hat. Warum bleibt er nicht in seinem Kompetenzbereich und erklärt die Welt mit Gottes Wort. Nein, er vertraut doch lieber dem Geschwätz, da kann man nichts falsch machen.
    Wird er auch von Bill Gates und Melinda Gates nachts aus dem Bett geklingelt. Tauscht er sich auch mit den Weltenlenkern aus und bezieht seine Instruktionen.

  4. Am Rande: Mit Corona ist es ja gelungen, Menschen beizubringen, dass Unlogisches, Widersprüchliches und Unsinniges richtig sein können, wenn diese in das Narrativ passen. Man kann also sagen, dass etwas schwarz ist, morgen dann ist es weiß – ohne dass das noch Jemandem auffällt.
    Man kann auch sagen, dass die teils brutale Abwehr von Flüchtlingen durch die Polen Menschenrechte und Humanität verteidigt, während es furchtbar und die Schuld Lukaschenkos ist, wenn einer beim Versuch, die Grenze zu überwinden, zu Tode kommt. Man kann sagen, dass die 4000 Flüchtlinge – Ergebnis "unserer" Kriege – die EU destabilisieren würden, dass aber die über 1 000 000 von Merkel in 2015 liebevoll begrüßten Flüchtlinge eine Bereicherung waren.
    Da ist nirgends eine Unlogik drin, alles stimmt.
    Und dann ist es eben auch logisch, deshalb Nordstream 2 ad acta zu legen, auch wenn die Pipeline zur Lieferung von Gas in unsere fast leeren Speicher bereitsteht und die Preise durch die Decke schießen (nicht aber der russische Lieferpreis).
    Schließlich müssen die Preise so hoch werden, dass das gefrackte US-Gas rentabel wird, obwohl die USA das auch längst nur sehr beschränkt liefern können.
    Alles logisch, alles gut. "Deutsche Denke 2021 ff.".

  5. helli-belli sagt:

    Vision & Agenda?
    ———————
    Frage: hatte die "Regierung Merkel" soetwas überhaupt?
    Oder gab es nur die eine Direktive: "Ich bleib im Amt" – Punkt.

    … im einen Fall wäre der Niedergang & Rückbau des Landes ein forcierter Angriff auf das Land (unter der Vorgabe: "Wir haben uns ja gegen "ein Europa der zwei Geschwindigkeiten" entschieden: soetwas passiert aber nicht von alleine, da muss man schon ganz massiv nachhelfen und dem eigenen Volk massivst die Entwicklung blockieren…" … und "wir machen das ja nicht "gegen das Land" – sondern "für das Land": wenn Deutschland vor 30 Jahren richtig Gas gegeben hätte, und nach dem "Aufbau Ost" nicht erst Europa und dann die ganze Welt auf unterschiedlichen wegen,vor allem über die private Finanzindustrie finanziert und mit den eigenen Waren & Leistungen beliefert und damit aufgebaut hätte – sondern all das Geld und vor allem die Ressourcen an Hirnschmalz, an Waren und Leistungen primär in das eigene Land gesteckt hätte so wie es etwa China mit einer vergleichbaren Wirtschaftsleitung für sein 1,5Mrd Volk die letzten 30 Jahre getan hatte: wie sähe Deutschland mit seinen dann nur 65 Millionen Menschen dann heute wohl aus? und: was würden die anderen Staaten, vor allem jene in Osteuropa dann wohl dazu sagen? …")

  6. Bart Simpson sagt:

    Sehr geehrter Herr Jebsen,

    ich weiß Sie hassen Personenkult und wollen nicht das Gesicht von etwas sein. Aber manchmal sucht man sich nicht aus für was man bestimmt ist. Sie alleine, ihre Stimme, ihre Worte und Gedanken haben die Menschen damals zu hunderttausenden zu ihren youtube-kanal gelockt.

    SIE und nicht ihr Kanal war die Gegenaufklärung. Seit Ihr Kanal gesperrt und damit auch ihre kraftvollen Worte und Aufrufe verschwunden waren, schrumpften die Demoteilnehmerzahlen rapide. Seit dem gehts mit der Gegenbewegung Berg ab. Sie sagten mal: "…denn ich höre nicht auf, ich mach das für meine Kinder." Ja sie betreiben das Portal weiter, aber die Menschen brauchen verdammt nochmal ihre Rhetorik vor der Kamera. Sie haben die Fähigkeit zu fesseln, also auch Mitläufer zu fesseln und umzustimmen. Sie überzeugen. Sie waren ein Garant für das Scheitern dieser Plandemie und das wussten die Akteure. Seit man sie nicht mehr hört ist jeder Widerstand auf der Straße winzig und klein geworden. Sie erreichten und überzeugten Ärzte, Richter, Anwälte und Beamte. Ich flehe sie an! Quatschen sie was das Zeug hält bewirken sie wieder, dass 500 000 Bürger auf die Straße gehen. ES GIBT NIEMANDEN SONST DER DIE MENSCHEN ALLEIN DURCH SEINE WORTE MUT MACHT. Allen Menschen denen bald eine Impfpflicht in ihren Berufsgruppen aufgedrückt wird.. woher sollen die ihren Mut nehmen, eine Alleinstehende Mama die Krankenschwester ist? Wenn sie in den Tagen der Bewährung ihre Rethorik gesendet bekommt, durch ihre Worte erklärt bekommt, um was bei ihrer Entscheidung geht, wie weitreichend usw. dann fasst sie vielleicht Mut.
    Sie sind unsere Hoffnung. LG ihre Zielgruppe – der Mensch.

  7. Frank sagt:

    Das ist Kolonialismus neuen Typus', der so langsam über Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen hereinbricht. Würden die westlichen Staaten bisher von den Konzernen durch die Hintertür "geführt", so tritt diese "Führung" in immer schärferer Form zutage. Und der Krieg als Mittel zur Durchsetzung ökonomischer

  8. Ursprung sagt:

    Fuer mich Politlaien sind Wimmers Aufsaetze oefter nur sybellinisch. Diese Merkel ist eine von Klaus Schwabs Auftraggeber ins Rennen geschickte Konturlosqualle, also dasselbe wie Olaf Scholz. Oder die sprachschatzlose (Ken Jebsen) Koboldin Baerbock.
    Aenderungen waeren nur mit Kanzlerwahl direkt vom Souveraen vorstellbar. Aber es waere die globale Korporatistenmafia mitsamt ihren Mordgangs und Medienpapageien davor.

  9. _Box sagt:

    Anbei etwas Kontext zur Führerschaft:

    Weltregierung zum Anfassen

    Zum Aufstieg des Weltwirtschaftsforums zu der überaus mächtigen Organisation, die es heute ist, lässt sich beispielhaft zeigen, wie das Kapital seine Macht ausbaut und systematisch einsetzt, um auf globaler Ebene die Politik zu beeinflussen – in Symbiose mit den Regierungen der Führungsnation USA und anderer global dominanter Länder.

    Das Weltwirtschaftsforum ist dank eines Abkommens mit der Schweiz seit 2015 als internationale Organisation anerkannt. Das Forum und seine Beschäftigten sind von Schweizer Steuern befreit und können bei Bedarf die Unterstützung der schweizerischen diplomatischen Vertretungen im Ausland in Anspruch nehmen. In seiner Begründung für dieses Privileg verweist der Bundesrat auf die große Beachtung, die dem Forum vonseiten von Staaten und internationalen Organisationen geschenkt werde, und auf die »Neutralität, Unparteilichkeit und Integrität«, mit der das Forum das Ziel verfolge, Privatwirtschaft, Regierungen und Wissenschaftler zu einer Gemeinschaft zusammenzuführen, die sich für die Verbesserung der Lage der Welt einsetzt. Alles ganz ohne Ironie. Nirgends wird der »neutrale und integre« Wille der Großkonzerne, die Welt zu verbessern, so gewürdigt wie in der Schweiz.
    (…)
    Beim Davoser Treffen von 1992 war gerade der erste USA-Irak-Krieg im Gange. US-Präsident Geroge H.W. Bush appelierte aus dem Weißen Haus an die in Davos vertretenen Nationen, die schwierigen Entscheidungen zu treffen und die Opfer zu bringen, die nötig seien, »wenn sie die Vorteile einer demokratischen Regierung und der marktbefreienden Reformen nutzen wollen«. Im Jahr 2002, als zu besprechen war, welche Regierungen sich finanziell am Wiederaufbau des nach einem neuen Angriff der USA zerstörten Irak beteiligen würden und wessen Unternehmen im Gegenzug mit daran verdienen durften, kam US-Vizepräsident Dick Cheney mit vier weiteren Ministern der Bush-Regierung und 15 Senatoren nach Davos.

    Während die erste offizielle chinesische Delegation schon 1979 nach Davos reiste, war die einzige sowjetische Teilnahme lange Zeit die des Dissidenten Vladimir Bukovsky im Jahr 1977. Als ihn die Sowjets im Austausch gegen einen inhaftierten chilenischen Kommunisten freiließen und er in Handschellen in der Schweiz landete, wurde er direkt vom Flughafen nach Davos gebracht, wo er einen flammenden Appell an die Kapitalelite richtete, keine Geschäfte mit dem »Sojetregime« zu machen.

    Sowjetische Regierungsvertreter wurden erst 1986 im Zuge der von Michail Gorbatschow eingeleiteten Perestroika eingeladen, dann aber ohne jeden Verzug. Als außerhalb des Davoser Zirkels noch kaum jemand ahnte, wo seine Politik hinführen würde, lieh Schwab 1987 dem deutschen Außenminister Hans Dietrich Genscher die große Bühne, um intensiv dafür zu werben, Gorbatschows Perestroika und Glasnost ernst zu nehmen und der Sowjetunion beim Umbau zu helfen. Der Historiker Christian Hacke nannte Genscher in einem Nachruf einen Visionär, der ahnte, was anderen noch lange verschlossen blieb, und führt dafür unter anderem an:

    »Bestes Beispiel: seine große Rede in Davos Anfang 1987, als er als Erster die Skeptiker im Westen aufrüttelte. Sitzen wir nicht mit verschränkten Armen da und warten, was uns Gorbatschow bringt! Versuchen wir vielmehr, die Entwicklung von unserer Seite aus zu beeinflussen und zu gestalten!«

    Ein wichtiger Teil dieser Botschaft war, dass Genscher Gelegenheit bekam, das in Davos zu sagen, auf Einladung von Klaus Schwab und somit für alle erkennbar mit Unterstützung der US-Regierung. Das hieß für das versammelte Großkapital: Es kann losgehen mit der wirtschaftlichen Eroberung des Ostens. Außerhalb dieser privilegierten Kreise wusste man das erst deutlich später.
    (…)
    Die Liste der Beispiele von in Davos geborenen oder verkündeten prominenten Initiativen ist lang. Da war nicht nur die berühmte Genscher-Rede. Das erste Treffen von Helmut Kohl mit Hans Modrow nach dem Mauerfall fand am 3. Februar 1990 auf der Bühne von Davos statt. Dieses Davoser Treffen wurde »eine wichtige Plattform für den Prozess der deutschen Vereinigung«, wie es das Weltwirtschaftsforum unbescheiden aber treffend formuliert, entscheidend für die Festlegung des Vereinigungskurses. Wieder einmal erfuhr das internationale Großkapital zuerst, was geschehen und wo es etwas zu holen geben würde.
    (…)
    Auswahl und Vernetzung des Elitenachwuchses

    Anfang der Neunzigerjahrer ging es beim Forum schon nicht mehr darum, die bestehenden Eliten zu beeinflussen, vielmehr machte man sich systematisch daran, die künftigen Eliten auszuwählen, aufzubauen und zu vernetzen. Beim treffen von 1992 wurde eine neue Davoser Gemeinschaft aus der Taufe gehoben: die »Global Leaders for Tomorrow«, 200 vielversprechende Personen unter 43 Jahren aus Politik, Kapital, Medien, Kunst und Kultur. Entweder hatte man ein sehr gutes Gespür für Durchsetzungsvermögen oder aber die Unterstützung des Großkapitals hilft erheblich, um im Politbetrieb in die Führungsetagen aufzusteigen. Zur ersten Runde der Global Leaders for Tomorrow gehörten der spätere spanische Ministerpräsident Aznar, der spätere EU-Komissionschef Barrosso, die späteren britischen Regierungschefs Blair und Brown sowie Angela Merkel, seinerzeit noch relativ frischgebackene Ministerin für Frauen und Jugend und damit Chefin eines kleinen und eher unbedeutenden Ministeriums. Auch der spätere französische Regierungschef Sarkozy war 1992 bei der ersten Runde der Eliteauswahl des Forums dabei.

    Angela Merkel scheint ein gutes Dutzend Jahre später nicht vergessen zu haben, dass sie als Global Leader von der Vernetzung und Protektion durch das Forum profitieren durfte. Unmittelbar nachdem sie ihre erste Regierung gebildet hatte empfing sie eine große Delegation des Weltwirtschaftsforums im Kanzleramt, »um ihr Reformprogramm, die anstehende deutsche EU-Ratspräsidentschaft und ihre Prioritäten für den anstehenden G8-Vorsitz zu diskutieren«, wie das Weltwirtschaftsforum schreibt.
    (…)
    Im Sommer wird der Elitennachwuchs auf eigene Forumstreffen eingeladen. 2019 fand dieses in China statt. Außerdem darf der Elitennachwuchs auf regelmäßige Treffen mit den Regierungen der USA und der EU-Komission sowie auf exklusive Treffen mit Staats- und Regierungschefs aller Herren Länder hoffen. So reisten etwa im Jahr 2007 rund einhundert Young Leaders nach Washington und erhielten dort Audienzen bei Außenministerin Rice, Außenstaatssekretär Burns, Finanzminister Paulson, Handelsminister Gutierrez und führenden Kongressmitgliedern.

    Zu den Auserwählten des Jahres 2020 gehörte Annalena Baerbock, Co-Vorsitzende der Grünen. Schon 2016 war neben dem heutigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron auch der heutige Gesundheitsminister Jens Spahn in das Elite-Nachwuchsprogramm aufgenommen worden. Da die Welt groß ist und viele Eliten zu besetzen hat, gibt es entsprechend viele Young Leaders des Forums. Zu den über 1300 Mitgliedern und Absolventen des Programms zählen Vorstandschefs von Unternehmen, Regierungschefs, Minister und leitende Führungskräfte wichtiger gemeinnütziger Organisationen. Auch Gregor Hackmack, Mitbegründer und Geschäftsführer von abgeordnetenwatch.de und Deutschland-Chef von change.org, der weltweit größten Plattform für Online-Petitionen, gehört dazu. Er durchlief das Elite-Nachwuchsprogramm des Forums ab 2010.

    Seit 2012 setzt das Forum beim Auskundschaften und dem späteren Aufbau der Weltelite noch früher an: bei Leuten die hohes Potenzial schon in ihren Zwanzigern zeigen. Sie werden zu »Global Shapers« ernannt. Das Forum unterhält ein riesiges Netzwerk von rund 10 000 dieser Global Shapers, das in 428 Städten (sogenannten Hubs) und 148 Ländern aktiv ist. Wenn sie sich dabei als hinreichend ehrgeizig und lenkbar erweisen, werden ihre Karrieren gefördert. Auch für diesen Nachwuchs des Nachwuchses gibt es eine eigen Trägerstiftung.
    (Norbert Häring, Endpiel des Kapitalismus, Wie die Konzerne die Macht übernahmen und wie wir sie zurückholen)

    Und wegen weiterer Vernetzung, unter B finden sie dann Blackrock, also Laurence Douglas Fink, den Chef von Friedrich Merz, der gerade die Renten endgültig den Finazhaien zum Fraß vorwirft.

    https://www.weforum.org/partners#B

  10. Out-law sagt:

    Es war noch nie mein Land .Was meine Großeltern besaßen wurde weggenommen .Was meine Eltern erwirtschafteten zerfällt durch Inflation und Erbschafts-bzw.Steuer. Ein Land in dem ich groß wurde ,das meine Heimat war ,ich liebe und deren Bürger ich schätzte vielleicht noch schätze ,was auf die Person ankommt ,wurde mir durch Politik und deren Unrechtsystem langsam bitter.Ich habe davon noch nie etwas besessen und es gehört mir nichts davon ,dennoch war ich Teil von ihm und seinem Volk .Man diente auch einmal für einen Staat und ein Land ,dass man im Angriffsfalle bereit war zu verteidigen .Doch wenn Politik zum Lügner -Betrüger- und sogar Mörder wird ,man verfolgt ,die Staatsbürgerschaft entzogen und man praktisch in eine Art Exil vertrieben wird ,da man sonst mit "Lebenslang" bedroht wird,kommt man sich als Deutscher fremd im eigenen Land vor . Die vielen Migranten (,gegen die ich überhaupt nichts habe ,denn ich verstehe ihre Not ) prägen das Bild zu einer starken Veränderung . Ja ,ich muss zugeben ,sie haben es geschafft ,nach dem Motto :"Wir schaffen das "!Und ich sehe in einer EU selbiges Bild . Eine Verkommenspolitik in dem Individualität und ihre Kultur abgeschafft werden soll ,Gesetze und Grenzen über den Haufen geworfen werden und Charaktere politischer Verantwortlicher vor Gott schändlichen Stand haben .
    Ich bin dankbar für die Möglichkeit hier aufgewachsen zu sein ,für die Schönheit des Landes und was ich zu meiner Zeit erleben und erfahren durfte .Dies wurde zu Geschichten ,die man seinen Enkelkindern erzählen kann ,doch diese haben wenig Bezug dazu und werden weiter über Manipulation und Lügen ihrer Kultur und vielleicht auch guter Zukunft beraubt .
    Ich habe meinen Weg und Seelenfrieden gefunden ,die Verantwortlichen ,das bin ich mir sicher ,werden ihn nicht finden ,denn es gibt ganz andere Schätze,nicht von dieser Erde,und da keine Umkehr stattfindet,haben diese vermutlich ihr Leben verwirkt. So sind sie Marionetten einer vorbestimmten Zeit,,die nicht hören ,nicht sehen und nicht verstehen werden .

    • Out-law sagt:

      Wird nie mein Land : Mit Meta-Suppenkasperl &Co. ..und seinem Hohl "Oh Gram" im Kopf :-))
      Link: PREMIERE: Start der neuen Videoreihe Matrix 2030! – WirTube
      https://youtu.be/_km8UjjHmiM

  11. Mit anderen Worten:
    Als nicht Geimpfter ist das faktisch nicht mehr mein Land. Denn die soziale Teilhabe wird durch Erpressung zum Impfen erzwungen. Die ersten Bundesländer zwingen Menschen die etwas weiter für ihre Gesundheit tun, zu einem PCR-Test, um eine Sporthalle als aktiver betreten zu dürfen.

    Vielleicht widme ich mich demnächst wieder unschönen Dingen, von denen mich gerade der Sport vor Jahren befreit hat.
    Ich hatte nach langer Beobachtung und des Abwartens meine Entscheidungsfindung so weit, mich impfen zu lassen. Doch davon rücke ich gerade ab, weil die Impfung dann auf eine reine Erpressung beruht.

    Aktuelles Beispiel wie perfide Menschen die Sport für ihre Gesundheit betreiben in Baden-Württemberg genötigt werden:

    ZITAT:
    Nicht-Immunisierte (also nicht geimpft und nicht genesen) können die Tischtennishallen nur noch mit einem PCR-Test betreten, ein Schnelltest reicht dann nicht mehr aus. Die Abteilungs-Veranwortlichen haben die Pflicht, diese Regelung zu kontrollieren! Wer noch nicht hat: Lasst Euch impfen!
    ZITAT Ende.

    Quelle:
    https://djk-sportbund-stuttgart.de/corona-warnstufe-steht-bevor-pcr-test-ab-mittwoch-noetig/

  12. Spätestens mit der genannten Kanzlerschaft konnte man sich fragen, ob Deutschland nun auf dem Weg in die dritte Welt ist. Schritt um Schritt um Schritt.
    Allerdings wurde auch schon bei der "Wiedervereinigung" Einiges versemmelt. Da bekam man gleichsam ein ganzes Land geschenkt und statt dieses als einen Schatz wahrzunehmen, den man hatte ausgraben können wie den immer noch verschwundenen Schatz der Nibelungen, fiel außer gewaltigen Spesen nichts an – zumindest für die Bürger.
    Da waren dann auch noch die Profiteure – und nur die.

  13. Bewegungscharakter, da hat der werte Herr Wimmer recht.
    Mir macht das ganze auch eher als Bewegung, nicht aber als Regierung sinn.

  14. FizzyIzzy sagt:

    https://rumble.com/vnw7q6-foreign-military-occupation.html

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