Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.
„97 Prozent der Wissenschaftler sind sich einig.“ Dieser Satz begegnet einem in der Klimadebatte immer wieder. Er klingt nach Gewissheit. 97 Prozent – da scheint die Sache doch geklärt zu sein. Wer wollte sich da noch erdreisten, Fragen zu stellen?
Nur: 97 Prozent wovon? Und Einigkeit worüber?
An solchen Zahlen zeigt sich, wie aus einer differenzierten wissenschaftlichen Aussage eine scheinbar unumstößliche Wahrheit werden kann. Zahlen werden verkürzt, Bezugsgrößen verschwinden, Unsicherheiten werden ausgeblendet – und am Ende bleibt eine Botschaft hängen, die wesentlich eindeutiger klingt als die Untersuchung, auf die sie sich beruft.
In diesem Kapitel geht es nicht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse pauschal infrage zu stellen. Es geht darum, genauer hinzusehen: Wie entsteht ein „wissenschaftlicher Konsens“? Was sagt er tatsächlich aus? Was wird politisch und medial daraus gemacht? Und was geschieht, wenn Wissenschaft, Politik und öffentliche Kommunikation zu eng miteinander verwoben werden?
Die berühmten 97 Prozent liefern dafür ein mustergültiges Beispiel.
97 Prozent – wovon eigentlich?
Ausgangspunkt ist eine 2013 veröffentlichte Studie von John Cook und seinen Mitautoren. Untersucht wurden die Zusammenfassungen – die sogenannten Abstracts – von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema globale Erwärmung beziehungsweise globaler Klimawandel aus den Jahren 1991 bis 2011.
Das Ergebnis ist interessant: 66,4 Prozent der untersuchten Abstracts enthielten keine erkennbare Aussage dazu, ob beziehungsweise in welchem Sinne der Mensch zur globalen Erwärmung beiträgt. Sie wurden deshalb von Cook und seinen Kollegen in die Kategorie „no position“ – keine Position zur menschengemachten globalen Erwärmung – eingeordnet. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass diese Arbeiten den menschlichen Einfluss bestritten. Aus ihren Abstracts ließ sich zu dieser konkreten Frage schlicht keine Position ableiten. 32,6 Prozent wurden als Zustimmung zu einem menschlichen Beitrag eingeordnet, 0,7 Prozent als Ablehnung und 0,3 Prozent als unsicher.[1] Im Klartext: Nur 33,6 Prozent äußerten sich überhaupt zum Beitrag des Menschen zur globalen Erwärmung.
Woher kommen dann die berühmten 97 Prozent?
Cook und seine Kollegen bezogen ihre Konsenszahl nicht auf sämtliche 11.944 untersuchte Abstracts, sondern nur auf diejenigen Arbeiten, die überhaupt eine Position zur menschengemachten Erwärmung erkennen ließen.
Die Rechnung dahinter ist einfach: 32,6 Prozent aller untersuchten Abstracts unterstützten einen menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung. Insgesamt äußerten rund 33,6 Prozent überhaupt eine Position zu dieser Frage.
Also:
32,6 ÷ 33,6 × 100 = rund 97,1 Prozent.
So entstehen die berühmten 97 Prozent.
Mathematisch ist daran zunächst nichts auszusetzen. Entscheidend ist die Bezugsgröße. Die 97,1 Prozent beziehen sich nicht auf sämtliche untersuchte Arbeiten, sondern nur auf die Teilmenge, die überhaupt eine Position bezüglich des menschlichen Einflusses auf das Klima erkennen ließ.
Bezogen auf alle 11.944 untersuchten Abstracts wurden 32,6 Prozent als Zustimmung zu einem menschlichen Beitrag eingeordnet. Die große Mehrheit von 66,4 Prozent äußerte in ihrem Abstract keine Position zu dieser Frage.
Nochmals, das bedeutet nicht, dass diese 66,4 Prozent den menschlichen Einfluss ablehnten. Aus ihrem Schweigen lässt sich weder Zustimmung noch Ablehnung ableiten. Eine wissenschaftliche Arbeit über beispielsweise Niederschlagsveränderungen muss nicht zwangsläufig eine Aussage darüber enthalten, welchen Anteil der Mensch an der globalen Erwärmung hat.
Problematisch wird es dort, wo aus
„97,1 Prozent der untersuchten Arbeiten, die eine Position zum menschlichen Beitrag äußerten, unterstützten einen menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung“
in der öffentlichen Wahrnehmung
„97 Prozent aller Klimawissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist“
wird. Das ist nicht dasselbe. Das ist ein mieser Taschenspielertrick!
Ebenso wichtig ist eine zweite Frage: Worüber bestand überhaupt Konsens?
Die Cook-Studie unterschied verschiedene Grade der Zustimmung. Schon Arbeiten, die einen menschlichen Beitrag zur Erwärmung ausdrücklich oder implizit bejahten, konnten zur Konsensgruppe gezählt werden. Die 97 Prozent bedeuten deshalb nicht, dass 97 Prozent der Wissenschaftler der Auffassung seien, der Mensch verursache die gesamte oder nahezu die gesamte beobachtete Erwärmung. Ebenso wenig bedeuten sie, dass 97 Prozent einer bestimmten Klimasensitivität, bestimmten Katastrophenszenarien oder einer bestimmten Klimapolitik zustimmen.
Das ist ein erheblicher Unterschied. Ein Wissenschaftler kann davon überzeugt sein, dass CO₂ die Erde erwärmt und der Mensch zur beobachteten Erwärmung beiträgt, und trotzdem die Höhe dieses Anteils, bestimmte Klimamodelle oder daraus abgeleitete politische Maßnahmen kritisch beurteilen, oder natürlichen Einflüssen einen höheren Stellenwert als menschlichen einräumen.
Die Cook-Studie selbst liefert eine interessante Kontrollgröße. Die Autoren baten Wissenschaftler zusätzlich, ihre eigenen Arbeiten einzuordnen. Von 8.547 angeschriebenen Autoren antworteten 1.200. Bei den selbst bewerteten Arbeiten, die eine Position zur menschengemachten Erwärmung erkennen ließen, ergab sich wiederum eine Zustimmung von rund 97 Prozent.[1]
Für mich bleibt dennoch die maßgebliche Frage nicht, ob 97, 90 oder 80 Prozent einer bestimmten Aussage zustimmen. Wissenschaftliche Erkenntnis wird nicht durch Mehrheitsbeschluss wahr.
Ein wissenschaftlicher Konsens kann ein wichtiges Indiz dafür sein, wie Fachleute den gegenwärtigen Wissensstand einschätzen. Die Zahl der Zustimmenden ist jedoch für sich genommen noch kein Beweis für die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Entscheidend bleiben die zugrunde liegenden Daten, Methoden und Begründungen. Vor allem darf aus einem Konsens über eine allgemeine Aussage nicht nachträglich ein Konsens über wesentlich weitergehende Aussagen konstruiert werden.
„Der Mensch trägt zur Erwärmung bei“ ist eine Aussage.
„Der Mensch verursacht praktisch die gesamte Erwärmung“ ist eine zweite.
„Die Folgen werden katastrophal“ ist eine dritte.
„Deshalb ist die gegenwärtige Klimapolitik notwendig und alternativlos“ ist eine vierte.
Wer diese vier Aussagen miteinander vermischt und anschließend 97 Prozent darüberstempelt, betreibt keine wissenschaftliche Aufklärung. Er produziert Gewissheit – die absolut nicht gegeben ist.
Konsens ist kein Beweis
Wissenschaft lebt nicht von Mehrheiten, sondern von überprüfbaren Erkenntnissen. Ein breiter Konsens unter Fachleuten ist zweifellos von Bedeutung: Er zeigt, welche Erklärung aufgrund der gegenwärtigen Datenlage von einer großen Mehrheit der Fachwelt für die überzeugendste gehalten wird. Mehr aber zunächst nicht.
Die Wahrheit wird nicht dadurch wahrer, dass viele Menschen an sie glauben. Oder etwas weniger vornehm ausgedrückt: Tausende Fliegen können nicht irren? Doch, können sie.
Die Zahl der Zustimmenden ist für sich genommen noch kein Beweis für die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Ausschlaggebend sind die zugrunde liegenden Daten, Methoden und Begründungen. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen überprüfbar und grundsätzlich auch widerlegbar bleiben. Darin unterscheidet sich Wissenschaft vom Glauben.
Wissenschaftlicher Konsens ist zudem keine unveränderliche Größe. Neue Messmethoden, bessere Daten oder neue Erkenntnisse können bestehende Auffassungen verändern. Das ist keine Schwäche der Wissenschaft, sondern eine ihrer Stärken.
Dissens ist die Essenz der Wissenschaft. Dieser Satz bringt auf den Punkt, was wissenschaftlichen Fortschritt überhaupt erst möglich macht. Erkenntnisse entstehen nicht dadurch, dass alle dasselbe sagen, sondern dadurch, dass bestehende Annahmen hinterfragt, überprüft und gegebenenfalls widerlegt werden. Wissenschaft braucht Widerspruch – gerade dann, wenn ein Konsens kaum noch hinterfragt wird.
Der amerikanische Publizist Walter Lippmann brachte es bereits 1915 treffend auf den Punkt: „Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.“ Diese treffende Formulierung wird häufig auch Karl Valentin zugeschrieben.
Problematisch wird es, wenn aus dem Konsens ein Autoritätsargument wird – wenn eine Aussage also allein deshalb als richtig gelten soll, weil anerkannte Wissenschaftler oder Institutionen sie vertreten: 97 Prozent sagen es, also ist die Debatte beendet. Wer Zweifel äußert, stellt sich gegen „die Wissenschaft“. An diesem Punkt wird aus wissenschaftlichem Konsens ein Instrument der öffentlichen Kommunikation.
Und damit stellt sich eine weitere Frage: Wie offen geht Wissenschaft mit Daten, Unsicherheiten, Kritik und abweichenden Auffassungen um?
Wie brisant diese Frage ist, zeigte sich 2009 in einer Affäre, die weltweit für Schlagzeilen sorgte:
Climategate
Im November 2009, wenige Wochen vor dem Klimagipfel von Kopenhagen, gelangten Tausende E-Mails und Dokumente der Climatic Research Unit (CRU) der britischen University of East Anglia an die Öffentlichkeit. Die CRU gehörte und gehört zu den international bedeutenden Einrichtungen für die Erforschung der globalen Temperaturentwicklung. Entsprechend groß war die Wirkung.
Ein Satz aus einer E-Mail des damaligen CRU-Direktors Phil Jones vom November 1999 wurde weltberühmt. Jones schrieb davon, „Mike's Nature trick“ angewandt zu haben, um den Rückgang – „hide the decline“ – zu verbergen. Ein Trick, um einen Temperaturrückgang zu verstecken?
Das klingt zunächst verheerend. Ganz so einfach war die Sache allerdings nicht. Mit dem „decline“ war kein Rückgang der tatsächlich mit Thermometern gemessenen globalen Temperatur gemeint. Es ging um sogenannte Proxy-Daten aus Baumringen. Solche Daten werden verwendet, um Temperaturen aus Zeiten zu rekonstruieren, in denen keine flächendeckenden instrumentellen Messungen vorliegen.
Das Problem: Bestimmte Baumringreihen folgten bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts recht gut den gemessenen Temperaturen, danach aber nicht mehr. Während die instrumentell gemessenen Temperaturen stiegen, zeigten diese Proxyreihen diesen Anstieg nicht entsprechend. Dieses Phänomen ist in der Fachliteratur als Divergenzproblem bekannt.
Für die grafische Darstellung einer Temperaturrekonstruktion wurden die nach etwa 1960 vom gemessenen Temperaturverlauf abweichenden Baumringdaten nicht weitergeführt. Stattdessen wurden für diesen Zeitraum instrumentell gemessene Temperaturen verwendet.
Das halte ich für äußerst fragwürdig. Hier drängt sich die Frage auf: Wenn Baumringe als Temperaturanzeiger für Jahrhunderte dienen sollen, aus denen keine Thermometermessungen vorliegen, stellt sich eine naheliegende Frage: Warum werden ihre Daten ausgerechnet dort nicht mehr verwendet, wo sie sich anhand tatsächlicher Temperaturmessungen überprüfen lassen? Und wenn sie dort nicht mit den gemessenen Temperaturen übereinstimmen – wie zuverlässig sind sie dann für Jahrhunderte, in denen eine solche Kontrolle gar nicht möglich ist?
Der britische Wissenschafts- und Technologieausschuss kam 2010 zu dem Ergebnis, dass die Formulierungen „trick“ und „hide the decline“ keinen Beleg für eine systematische Täuschung darstellten. Allerdings muss dieses Urteil im Zusammenhang mit dem begrenzten Umfang der damaligen Untersuchung gesehen werden. Der Ausschuss erklärte selbst, dass seine Untersuchung begrenzt gewesen sei und es nicht seine Aufgabe gewesen sei, die wissenschaftliche Arbeit der CRU umfassend zu überprüfen. Diese Aufgabe sollte anschließend einem gesonderten „Scientific Appraisal Panel“ zufallen.
Für mich hinterlässt das einen schalen Beigeschmack. Man kann die damaligen Untersuchungen als Entlastung der beteiligten Wissenschaftler betrachten. Man kann aber ebenso fragen, ob damit tatsächlich sämtliche durch Climategate aufgeworfenen Fragen beantwortet wurden oder ob hier vor allem versucht wurde, den entstandenen Vertrauensschaden zu begrenzen.
Der parlamentarische Ausschuss fand keinen Beleg für wissenschaftliche Unehrlichkeit von Phil Jones, stellte gleichzeitig aber erhebliche Defizite bei Transparenz und Informationsfreiheit fest. Nach Einschätzung des Ausschusses deuteten die veröffentlichten E-Mails auf eine „culture of non-disclosure“, eine Kultur der Nichtoffenlegung, bei der CRU hin. Das kennen wir auch aus Coronazeiten. Es gebe sogar Hinweise darauf, dass Informationen möglicherweise gelöscht worden seien, um ihre Offenlegung zu vermeiden. Der Ausschuss hielt außerdem fest, dass die University of East Anglia offenbar Wege gefunden habe, den Widerstand gegen Informationsanfragen von Klimaskeptikern zu unterstützen. Das ist keine Nebensächlichkeit.
Auch Vorwürfe, beteiligte Wissenschaftler hätten versucht, das Peer-Review-Verfahren – also die Begutachtung einer wissenschaftlichen Arbeit durch andere Fachwissenschaftler vor ihrer Veröffentlichung – zu beeinflussen und kritische Veröffentlichungen aus Fachzeitschriften herauszuhalten, wurden untersucht.
Der parlamentarische Ausschuss fand keinen hinreichenden Beleg dafür, dass Phil Jones das Peer-Review-Verfahren tatsächlich untergraben hatte. Die veröffentlichten E-Mails offenbarten allerdings einen teilweise ausgesprochen konfrontativen Umgang mit Kritikern. Die Corona-Zeit lässt grüßen. Jede Meinung, die nicht dem gängigen – angeblich evidenzbasierten, nachweislich jedoch verlogenen – Narrativ entsprach, wurde platt gemacht.
Climategate bewies damit nicht, dass die globale Erwärmung erfunden oder Temperaturdaten systematisch gefälscht wurden. Wer das behauptet, geht über das hinaus, was die Untersuchungen hergeben. Aber ebenso vorschnell wäre es, Climategate als bedeutungslosen Sturm im Wasserglas abzutun.
Der Vorgang berührt eine grundsätzlichere Frage: Wissenschaft wird von Menschen betrieben. Menschen haben Überzeugungen, Interessen und Konkurrenten. Wissenschaftler benötigen Stellen, Institute benötigen Geld und Forschungsprojekte benötigen Finanzierung. Damit ist selbstverständlich noch nicht gesagt, dass Wissenschaftler Ergebnisse manipulieren, weil ihre Forschung finanziert werden muss. Eine solche Behauptung wäre ohne konkrete Belege unseriös, wenn sicherlich auch nicht ganz gegenstandslos. Die Frage nach den Anreizstrukturen sollte deswegen gestellt werden: Welche Forschungsfragen werden finanziert? Welche kaum? Welche Themen versprechen Fördermittel, Publikationen und öffentliche Aufmerksamkeit? Und können solche Strukturen langfristig beeinflussen, welche Forschungsrichtungen wachsen und welche ein Nischendasein führen?
Der Volksmund bringt mögliche Abhängigkeiten unverblümt auf den Punkt: Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Das ist kein Beweis dafür, dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse nach den Wünschen ihrer Geldgeber ausrichten. Aber es ist ein guter Grund, Finanzierungsstrukturen, institutionelle Abhängigkeiten und die Vergabe von Forschungsgeldern kritisch im Blick zu behalten.
Bei der Klimaforschung ist diese Frage von erheblicher Bedeutung. Ihre Ergebnisse bleiben längst nicht im wissenschaftlichen Raum. Sie bilden die Grundlage für milliardenschwere Programme, Steuern, Verbote und tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.
Umso höher müssen die Anforderungen sein. Daten, Methoden und Berechnungen müssen nachvollziehbar und möglichst offen zugänglich sein – gerade für diejenigen, die widersprechen. „Vertraut der Wissenschaft“ kann kein Ersatz für Überprüfbarkeit sein. Wissenschaft beweist ihre Stärke nicht dadurch, dass sie Kritik fernhält, sondern dadurch, dass ihre Ergebnisse der Kritik standhalten.
Climategate ist für mich deshalb weder der Beweis für eine große Klimaverschwörung noch eine belanglose E-Mail-Affäre. Es ist eine Mahnung. Je größer die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen wissenschaftlicher Aussagen sind, desto höher müssen die Anforderungen an Transparenz, Nachprüfbarkeit und einen offenen Umgang mit Kritik sein. Und damit schließt sich der Kreis zum wissenschaftlichen Konsens: Ein Konsens gewinnt nicht dadurch an Glaubwürdigkeit, dass Kritik ausgegrenzt wird. Er gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn er Kritik aushält.
Mit Zahlen kann man nicht lügen – oder doch?
Zahlen lügen nicht, heißt es. Das stimmt. Aber man kann mit richtigen Zahlen trotzdem ein falsches Bild erzeugen. Ein Beispiel dafür waren die bereits behandelten 97 Prozent. Die Zahl war nicht einfach erfunden. Entscheidend war, worauf sie bezogen wurde und welche Aussage anschließend daraus gemacht wurde. Das ist ein klassischer Taschenspielertrick der Kommunikationstreibenden: Nicht unbedingt die Zahl ist falsch – sondern der Eindruck, den sie erzeugt.
Diese Inszenierung von Zahlen und Daten funktioniert auf verschiedene Weise.
Eine der einfachsten Methoden ist die Wahl des Ausgangspunktes. Beginnt eine Temperaturkurve in einem besonders kalten Jahr, erscheint der anschließende Anstieg stärker. Beginnt sie in einem besonders warmen Jahr, kann derselbe langfristige Trend deutlich schwächer erscheinen. Umgekehrt lässt sich durch die Auswahl weniger Jahre sogar scheinbar eine Abkühlung erzeugen, obwohl der langfristige Trend nach oben zeigt. Deshalb ist die Verwendung kurzer Zeiträume bei Klimafragen problematisch.
Der Trick funktioniert in beide Richtungen. Wer einige ungewöhnlich warme Jahre auswählt, kann die Erwärmung dramatischer erscheinen lassen. Wer mit einem außergewöhnlich warmen El-Niño-Jahr beginnt und wenige Folgejahre betrachtet, kann scheinbar eine Abkühlung präsentieren. Beides ist Cherry-Picking – die gezielte Auswahl derjenigen Daten, die zur gewünschten Geschichte passen.
Ein zweites wirkungsvolles Instrument ist die grafische Darstellung. Dieselbe Temperaturveränderung kann auf einer weit gespannten Y-Achse nahezu wie eine waagerechte Linie aussehen und auf einer stark verkürzten Achse wie ein steiler Anstieg. Das ist nicht automatisch Manipulation. Bei Temperaturanomalien kann eine verkürzte Skala sogar sinnvoll sein, weil Veränderungen von einem oder zwei Grad sonst kaum sichtbar wären. Die Forschung zur Datenvisualisierung zeigt, dass eine Achse nicht zwangsläufig bei null beginnen muss; entscheidend sind eine transparente Skalierung und eine Darstellung, die Größenverhältnisse nicht verzerrt.
Problematisch wird die Darstellung dort, wo Gestaltung nicht mehr der Verständlichkeit dient, sondern der Dramatisierung. Ein gutes Beispiel sind die inzwischen bekannten Klimastreifen – blaue und rote Farbbalken, die Temperaturabweichungen über lange Zeiträume darstellen.
Sie sind optisch eindrucksvoll und zeigen einen realen Erwärmungstrend. Gleichzeitig verschwinden Zahlen, Unsicherheitsbereiche und konkrete Größenordnungen vollständig hinter Farben. Aus beispielsweise einigen Zehntelgrad Temperaturabweichung wird visuell der Übergang von tiefem Blau zu bedrohlichem Rot. Die Daten können korrekt sein. Doch ihre farbliche Inszenierung vermittelt weit mehr als bloße Temperaturwerte – sie erzeugt zugleich einen Eindruck von zunehmender Bedrohung.
Ähnliches lässt sich bei Wetterkarten beobachten. Ältere Fernseh-Wetterkarten stellten selbst sommerliche Temperaturen von 30 Grad und mehr teilweise vor grünen oder vergleichsweise neutralen Kartenhintergründen dar. Heute werden hohe Temperaturen häufig mit kräftigem Rot, Dunkelrot oder Braunrot visualisiert. 30 Grad bleiben 30 Grad – aber Grün vermittelt etwas völlig anderes als Feuerrot.
Natürlich lässt sich einwenden, dass moderne Wetterkarten häufig einer festgelegten Temperaturskala folgen: kühlere Temperaturen werden blau oder grün, höhere gelb, orange und rot dargestellt. Das ist zunächst eine legitime Form der Datenvisualisierung. Entscheidend ist jedoch: Farben transportieren nicht nur Information, sondern auch Emotion. Rot steht in unserer Wahrnehmung für Hitze, Warnung und Gefahr. Je dunkler und intensiver das Rot, desto bedrohlicher wirkt die Darstellung. Deshalb ist die Gestaltung keineswegs nebensächlich. Aus einer meteorologischen Information wird damit zugleich ein visuelles Warnsignal.
Wer alte und neue Wetterkarten nebeneinanderlegt, kann diesen Unterschied unmittelbar sehen. Die Temperatur mag dieselbe sein. Ihre mediale Inszenierung ist es nicht.
Informationen werden zudem nicht nur vermittelt, sondern in einen bestimmten Deutungsrahmen gestellt. In der Kommunikationswissenschaft nennt man das Framing. Ein Ereignis wird nicht unbedingt falsch beschrieben, aber durch Wortwahl, Bilder und Kontext erhält es eine bestimmte Bedeutung. „Erwärmung“ klingt anders als „Erderhitzung“. „Klimawandel“ anders als „Klimakrise“. „Klimakrise“ wiederum anders als „Klimanotstand“.
Die gemessene Temperatur verändert sich durch diese Begriffe um keinen Tausendstelgrad. Die Wahrnehmung sehr wohl.
Hinzu kommt das Agenda-Setting. Damit ist gemeint, dass Medien nicht unbedingt bestimmen, was Menschen denken – sehr wohl aber beeinflussen können, worüber sie nachdenken. Wenn Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen und Hitzewellen regelmäßig unter der Überschrift Klimawandel erscheinen, entsteht beim Leser zwangsläufig eine Verbindung zwischen Extremereignis und menschengemachter Erwärmung. Diese Verbindung kann wissenschaftlich berechtigt sein – muss es im konkreten Einzelfall aber nicht sein.
Wie schnell aus einem konkreten Ereignis eine eindeutige Klimabotschaft werden kann, zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz am 22. August 2026. Bei seinem Besuch im wenige Tage zuvor gelöschten Waldbrandgebiet im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald erklärte er:
„Wir müssen damit rechnen, dass wir häufiger solche Ereignisse haben. Das ist Klimawandel.“
Und er legte nach:
„Ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist.“
Die Gewissheit, mit der Sie das sagen ist Bullshit, Herr Bundeskanzler! Bei dem Brand waren nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz NRW rund 300 bis 400 Hektar Wald verbrannt oder geschädigt. Die konkrete Brandursache war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.
Hier zeigt sich das Problem. Selbst wenn steigende Temperaturen und Trockenheit das Waldbrandrisiko erhöhen, ist damit noch nicht bewiesen, dass ein einzelner Waldbrand durch den Klimawandel verursacht wurde. Zwischen einem langfristig veränderten Risiko und der Ursache eines konkreten Brandes besteht ein erheblicher Unterschied. Merz überspringt diese Differenzierung mit drei Worten: „Das ist Klimawandel.“
Noch interessanter finde ich den anschließenden Hinweis auf die „Leugner“. Der abgebrannte Wald wird damit geradezu zum Anschauungsbeweis: Schaut hin – hier seht ihr den Klimawandel.
Das ist Framing. Ein reales und zweifellos erschreckendes Ereignis wird unmittelbar in einen bestimmten Deutungsrahmen gestellt. Der Zuschauer sieht verkohlte Bäume, zerstörten Wald und erschöpfte Feuerwehrleute – und bekommt gleichzeitig die Erklärung geliefert: Das ist Klimawandel.
Eine differenziertere Aussage hätte gelautet: Der Klimawandel kann die Bedingungen verändern, unter denen Waldbrände entstehen und sich ausbreiten. Ob und in welchem Umfang er zu diesem konkreten Brand beigetragen hat, ist eine andere Frage. Das klingt allerdings weniger eindrucksvoll.
Darin liegt die Macht des Framings: Drei Worte bleiben eher hängen als drei Absätze wissenschaftlicher Differenzierung.
Bei Extremwetter ist die wissenschaftliche Befundlage durchaus nicht überall gleich. Bei Hitzeextremen bewertet der IPCC die Hinweise darauf, dass der menschliche Einfluss zu ihrer langfristigen Zunahme beigetragen hat, als besonders stark. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit jede einzelne Hitzewelle eindeutig dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben werden kann. Es geht zunächst um die langfristige Entwicklung von Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse.
Hierzu ein kurzer Auszug aus einem Interview der Bild-Zeitung vom 18. August 2026 mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung (1):
„Kurz vorweg: Es verschwindet nichts. Wasser wird nicht vernichtet, die Gesamtmenge auf der Erde ist praktisch konstant. Aber der Kreislauf ist global, nicht regional. Was über Deutschland verdunstet, regnet eben nicht zwangsläufig wieder über Deutschland ab – es kann Hunderte oder Tausende Kilometer weiter niedergehen.“
Vor allem in solch hitzigen Sommern sei es gut zu sehen: Während bei uns die Sonne brennt, säuft eine andere Region unter Dauerregen ab. Jung:
„Der Wasserdampf, der bei uns aufsteigt, wird vom großräumigen Wind einfach mitgenommen und kommt woanders wieder runter. Der Kreislauf läuft – nur nicht über unseren Vorgarten.“
Da, wo der Regen dann am nötigsten ist, fällt er aber eben nicht. Solche Hitzeperioden, wie Deutschland sie in diesem Sommer erlebt hat, entstehen meist durch ein stabiles, kräftiges Hochdruckgebiet, das sich über Mitteleuropa festsetzt und wie eine Blockade wirkt. Jung:
„In einem Hoch sinkt die Luft großräumig ab. Sinkende Luft erwärmt sich – und warme Luft kann viel mehr Wasserdampf aufnehmen, ohne dass er kondensiert. Die relative Feuchte sinkt, Wolken lösen sich auf, Regen wird regelrecht ‚ausgetrocknet‘. Selbst wenn also Wasser verdunstet, kondensiert es hier oben nicht zu Wolken und fällt nicht als Regen zurück.“
Also zum einen bilden sich keine Wolken dort, wo große Hitze herrscht. Zum anderen wirkt das Hoch wie eine Barriere. Atlantik-Tiefs, die sehr feucht sind und normalerweise Regen bringen, dringen nicht durch und werden herumgeleitet. Jung:
„Nach Süden, nach Norden, jedenfalls an uns vorbei.“
So viel auch zu dem Geschrei der Klimahysteriker „Wir werden alle sterben…“
Bei anderen Extremereignissen ist die Zuordnung wesentlich schwieriger. Das zeigt sich beispielsweise bei Dürren. Der IPCC unterscheidet dabei verschiedene Formen – etwa meteorologische Dürren, bei denen über längere Zeit ungewöhnlich wenig Niederschlag fällt, oder landwirtschaftliche Dürren, bei denen vor allem die Bodenfeuchtigkeit für Pflanzen entscheidend ist. Je nach Region, Zeitraum und Art der Dürre fällt die wissenschaftliche Bewertung unterschiedlich aus.
Für langfristige Veränderungen meteorologischer Dürren stellt der IPCC in vielen Weltregionen nur eine geringe Sicherheit oder keinen eindeutigen menschlichen Einfluss fest. Bei der zentraleuropäischen Dürre 2015 fand eine vom IPCC zitierte Untersuchung beispielsweise keinen eindeutigen Nachweis dafür, dass der menschliche Einfluss das Niederschlagsdefizit verursacht oder verstärkt hatte; das Ergebnis hing unter anderem vom verwendeten Modell und der Untersuchungsmethode ab. Bei einigen anderen untersuchten Dürren spielte die natürliche Variabilität eine wesentliche Rolle.
Diese Differenzierung geht in der öffentlichen Darstellung schnell verloren. Aus einer komplizierten wissenschaftlichen Befundlage wird dann die wesentlich einfachere Botschaft: Extremwetter ist eine Folge des Klimawandels.
Das bedeutet nicht, dass der Klimawandel keinen Einfluss auf Dürren oder Extremwetter hat. Es bedeutet etwas anderes: „Extremwetter nimmt durch den Klimawandel zu“ ist als pauschale Schlagzeile wesentlich einfacher als die wissenschaftliche Befundlage darunter. Solche Feststellungen sind nicht okay.
Wissenschaft unterscheidet zwischen Hitze, Starkniederschlag, meteorologischer Dürre, landwirtschaftlicher Dürre, Hochwasser, tropischen Wirbelstürmen und vielen weiteren Phänomenen. Sie unterscheidet Regionen, Zeiträume und Wahrscheinlichkeiten. Der IPCC versieht seine Aussagen entsprechend mit Begriffen wie medium confidence, high confidence, likely oder very likely.
Die Schlagzeile hat für solche Feinheiten wenig Platz.
Aus:
„Bei diesem Ereignistyp hat sich in bestimmten Regionen die Wahrscheinlichkeit erhöht“
wird schnell:
„Der Klimawandel macht Extremwetter immer schlimmer.“
Und aus einem einzelnen Hochwasser, Waldbrand oder einer Dürre wird nicht selten der sichtbare Beweis dafür. Das ist kommunikativ wirkungsvoll. Wissenschaftlich muss jedoch genauer hingesehen werden.
Auch die Bezugsgröße kann die Wahrnehmung erheblich verändern. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gab beispielsweise die globale Temperatur für 2024 mit rund 1,55 Grad über dem Mittel von 1850–1900 an. Gegenüber dem wesentlich jüngeren Referenzzeitraum 1991–2020 betrug die Abweichung dagegen rund 0,67 Grad. Beide Zahlen beschreiben dasselbe Jahr und sind beide korrekt. Sie beantworten lediglich unterschiedliche Fragen. 1,55 Grad klingt selbstverständlich dramatischer als 0,67 Grad.
Daraus folgt nicht, dass die WMO trickst. Für die Klimapolitik ist der vorindustrielle Referenzzeitraum sogar sachlich begründet, weil sich das Pariser Temperaturziel darauf bezieht. Das Beispiel zeigt aber eindrucksvoll, wie entscheidend eine Bezugsgröße für die Wirkung einer Zahl ist.
Deshalb sollte bei jeder spektakulären Klimazahl gefragt werden: Auf was bezog sich die Zahl? Welcher Zeitraum wurde gewählt? Was wurde weggelassen? Handelt es sich um Messungen oder Modellrechnungen? Um globale oder regionale Daten? Um einen langfristigen Trend oder ein einzelnes Extremereignis? Und sagt die zugrunde liegende Studie tatsächlich das, was die Schlagzeile daraus macht?
Das sind keine „klimaleugnerischen“ Fragen. Das sind die Fragen, die kritischer Journalismus eigentlich stellen müsste – es aber größtenteils nicht tut.
Konsens – aber worüber eigentlich?
Was bleibt also vom viel beschworenen „wissenschaftlichen Konsens“?
Über grundlegende Punkte besteht tatsächlich breite Übereinstimmung: CO₂ ist ein Treibhausgas, der Mensch erhöht durch seine Aktivitäten dessen Konzentration in der Atmosphäre und trägt damit zur Erwärmung bei. Damit endet der einfache Teil der Geschichte.
Wie in Kapitel 7 ausführlich dargelegt, beginnen danach die Bandbreiten, Unsicherheiten und unterschiedlichen Einschätzungen – etwa bei der genauen Größenordnung des menschlichen Anteils, der Klimasensitivität, natürlichen Einflüssen oder einzelnen Folgen der Erwärmung. Das muss an dieser Stelle nicht noch einmal aufgerollt werden.
Maßgeblich ist etwas anderes: Ein Konsens über grundlegende Zusammenhänge darf nicht als Konsens über sämtliche daraus abgeleiteten Aussagen verkauft werden.
Dieses Kapitel hat gezeigt: Die berühmten 97 Prozent beziehen sich auf eine wesentlich enger gefasste Aussage, als die Zahl in der öffentlichen Debatte häufig vermuten lässt.
Climategate zeigte zumindest erhebliche Probleme im Umgang mit Transparenz und Kritik.
Zahlen, Grafiken, Farben, Begriffe und Schlagzeilen können wissenschaftlich korrekte Informationen in einen Deutungsrahmen stellen, der beim Publikum eine wesentlich eindeutigere oder dramatischere Botschaft hinterlässt, als diesen Informationen zukommt.
Damit liegt das eigentliche Problem für mich nicht im wissenschaftlichen Konsens an sich. Wissenschaftler dürfen und sollen zu übereinstimmenden Ergebnissen kommen, wenn die Datenlage dies rechtfertigt. Problematisch wird es, wenn aus dieser Übereinstimmung ein Autoritätsargument gemacht wird: Die Wissenschaft ist sich einig – also ist die Diskussion beendet. Das Gegenteil sollte gelten. Je größer die gesellschaftlichen Folgen einer wissenschaftlichen Aussage sind, desto wichtiger sind Transparenz, Nachprüfbarkeit und Dissens. Wissenschaft braucht keinen Schutz vor kritischen Fragen. Sie muss ihnen standhalten.
Und deshalb bleibt am Ende nicht die Frage, wie viele Wissenschaftler einer Aussage zustimmen, sondern was diese Aussage tatsächlich besagt, wie belastbar sie ist – und was sich daraus vernünftigerweise ableiten lässt.
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Anmerkungen und Quellen
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Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser! Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen. Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.
Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.
Mein Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2. Juli 2026 veröffentlicht. Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein. Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht. Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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