Greta, Klima und Corona

Von Jochen Mitschka.

Am 1.10. erschien im gemeinnützigen Verein “Der Politikchronist e.V. i.Gr.” das Buch “Greta, Klima und Corona“. Da wir immer stärker auf eine Situation hinsteuern, in der nun nach dem Gesundheits-Notstand wegen Corona, der Klima-Notstand folgt, sollte interessant sein, wer die treibenden Kräfte hinter der Klimabewegung sind, und was sie planen. Das Buch gibt darauf Antworten und widmet Kapitel auch den Zusammenhängen von Corona und Klima, sowie dem so genannten “Great Reset” und der Aussage von immer mehr Politikern, dass “es nie mehr wie vor Corona” sein wird.

Hier nun ein Auszug aus dem Buch, das zu großen Teilen auf Recherchen von Cory Morningstar basiert:

Die kalkulierte Zerstörung des Sozialen

»Es ist eine nie dagewesene Koalition von Unternehmensnetzwerken, die sich zusammengefunden haben, um unsere Ambitionen zu steigern. Nicht nur um den einzelnen CEOs zum Erfolg zu verhelfen, das werden wir sicher tun. Sondern um tatsächlich ihre Stimmen zusammenzubringen, um zu helfen, die Kultur zu verändern. Damit der Druck auf den BRT (Business Roundtable) durch verschiedene Wirtschaftspublikationen oder andere Personen innerhalb der Geschäftswelt abnimmt. So gibt es kulturell weniger Gegenwind für diese Art von Führung.«

So tönt Jay Coen Gilbert , Mitgründer von B Lab und B Corporations.

Cory Morningstar beginnt den letzten Artikel einer Reihe über den Great Reset mit der Erklärung von KI. Demnach bezeichnet der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) »Systeme, die hochentwickelte Hard- und Software mit aufwendigen Datenbanken und wissensbasierten Verarbeitungsmodellen kombinieren, um Eigenschaften effektiver menschlicher Entscheidungsfindung zu veranschaulichen«. Das Weltwirtschaftsforum erkennt KI als »den Motor der vierten industriellen Revolution« an.

Morningstar aber erklärt, dass KI, wie sie von Social-Media-Plattformen angewandt wird, eine zielgerichtete, ausbeuterische Funktion »antrainiert« wird: Nutzer mit Werbung anzusprechen und maximale Werbeeinnahmen zu erzielen, indem die Aufmerksamkeit auf den Newsfeed gelenkt wird, der Nutzer so viele Stunden, Minuten und Sekunden wie möglich auf der Plattform halten soll. Diese Funktion wird von The Social Dilemma hervorgehoben, während der letztlich einzige Zweck eines jeden Unternehmens, Umsatzsteigerung und Gewinnmaximierung – ad infinitum – im Dunkeln bleibt.

Jede Technologie, die Macht hat, kann korrumpiert werden. In dieser Hinsicht ist KI vielleicht die gefährlichste, meint nicht nur Morningstar. Hacking (PC, Handys, Viren) wird durch das Einschleusen von Codes erreicht – Codes, die dann entdeckt werden können . Deep Learning, das als künstliche Intelligenz bezeichnet wird, ist eine riesige Ansammlung von Zahlen. Die KI-Modelle verändern sich ständig selbst, daher ist nicht bekannt, wie KI-Hacking erkannt werden kann – oder wird . »Stellen Sie sich zig Millionen Zahlen im Deep-Learning-Algorithmus vor, der sich ohnehin selbst aktualisiert, weil er neue Daten bekommt und sich neu trainiert. Ein paar böse Menschen verändern einfach ein paar Zahlen, und plötzlich kann es außer Kontrolle geraten.« Das bedeutet, dass es einem Hacker zum Beispiel gelingen könnte, autonome Fahrzeuge in autonome Waffen zu verwandeln, die massenhaft Menschen töten. Morningstar malt ein Schreckensbild an die virtuelle Wand: vollautonome Atomwaffen oder autonome Atomkraftwerke, bei denen Hacking – oder eine Fehlfunktion – zur Vernichtung einer ganzen Nation oder des gesamten Planeten führen könnte.

Wichtiger als das, was sowohl The Social Dilemma als auch das Center for Humane Technology durchblicken lassen, ist auch hier, was sie nicht enthüllen. Die vierte industrielle Revolution kann ohne die 5G-Infrastruktur, die das Internet der Dinge betreiben wird, nicht verwirklicht werden. »Smarte« Städte müssen im Zusammenhang mit der globalen Polizeiarbeit und dem militärisch-industriellen Komplex verstanden werden. Morningstar glaubt, dass Cybersecurity das Schlachtfeld des 21. Jahrhunderts sein wird, und zitiert eine Studie von Michael C. Horowitz u. a.:

»Das Potenzial für eine nukleare Eskalation in einem konventionellen Konflikt mit autonomen Systemen wird durch die Art und Weise verstärkt, wie autonome Systeme es den Anwendern ermöglichen könnten, schneller zu kämpfen als diejenigen, die derzeit nicht-autonome Systeme betreiben. (…) Eine Militärmacht, die stark mit KI ausgestattet ist, könnte durch autonome Systeme im Vergleich zu fern- oder von Menschen gesteuerten Systemen schnellere Operationen ermöglichen. Einige chinesische Wissenschaftler haben die Hypothese aufgestellt, dass dieser Trend zu einer ›Singularität des Schlachtfelds‹ führen könnte, bei der die Geschwindigkeit der Aktionen auf dem Schlachtfeld die Geschwindigkeit der menschlichen Entscheidungsfindung in den Schatten stellt.«

Morningstar erwähnt die Bemerkungen des stellvertretenden Verteidigungsministers Bob Work bei der Jahrestagung der Association of the U.S. Army, 4. Oktober 2016, Washington, D.C.:

Frage: »Sie haben das Thema autonome Systeme nicht erwähnt. Was denken Sie angesichts der dritten Offset-Strategie darüber, in Zukunft autonome Systeme ohne Beteiligung von Menschen Entscheidungen über Leben und Tod treffen zu lassen?«

Antwort: »Ich habe absichtlich nicht viel über die Technologie hinter dem dritten Offset gesprochen, denn in einer Zuhörerschaft wie dieser sind die operativen Konzepte und die organisatorischen Konstrukte, die diese Technologie einsetzen, das Wichtigste. Aber sagen wir mal so: Es wird Fälle geben, in denen Operationen in maschineller Geschwindigkeit ablaufen und wir uns auf A.I. und autonome Systeme verlassen müssen, um zu kämpfen.«

Automations-Voreingenommenheit ist, wenn Menschen ihr Urteilsvermögen effektiv an Maschinen abgeben:

»Von besonderer Bedeutung bei der Entwicklung intelligenter Entscheidungsunterstützungssysteme ist die menschliche Tendenz zur Automatisierungsverzerrung, die auftritt, wenn ein menschlicher Entscheidungsträger angesichts einer computergenerierten Lösung, die als richtig akzeptiert wird, widersprüchliche Informationen außer Acht lässt oder nicht nach ihnen sucht. Aufgrund eines Phänomens der kognitiven Konservation neigen Anwender dazu, Entscheidungsprozesse so weit wie möglich der Automatisierung zu überlassen, und sowohl Teams als auch Einzelpersonen sind anfällig für Automation Bias [Automations-Voreingenommenheit].«

Um das Risiko, welches mit diesem Phänomen der kognitiven Erhaltung verbunden ist, zu verstehen, schlägt Morningstar vor, sich das Beispiel des Stanislav-Petrov-Vorfalls vor Augen zu führen.

Im Jahr 1983 erkannte das satellitengestützte sowjetische nukleare Frühwarnsystem Oko, dass eine interkontinentale ballistische Atomrakete von den Vereinigten Staaten gestartet worden war. Das automatische System meldete mit »höchster« Sicherheit, dass ein US-Raketenangriff im Gange sei. Der diensthabende Oberstleutnant Stanislav Petrov war dafür verantwortlich, seine sowjetischen Vorgesetzten über den Angriff zu alarmieren. Die Sirene ertönte, während auf einem großen Bildschirm in fetten roten Buchstaben »Start« angezeigt wurde. Die Sirene heulte weiter, als der Computer einen zweiten, dritten, vierten und fünften Raketenstart identifizierte und seine Anweisung von »Start« in »Raketenschlag« änderte.

Da er an der Genauigkeit des Computersystems zweifelte, reagierte Petrov nicht mit Gegenraketen und erklärte später: »Ich hatte ein komisches Gefühl im Bauch.« Er widerstand dem Automatismus und meldete seinen Vorgesetzten eine Fehlfunktion des Systems, anstatt mit einem Gegenschlag zu reagieren. Anstatt einen Atomkrieg zu starten. Anstatt sein eigenes Urteilsvermögen an eine Maschine abzugeben. Wäre dies ein völlig autonomes System gewesen, wie von den globalen Technokraten gewünscht, wäre der Gegenschlag automatisch erfolgt, wahrscheinlich ungehindert durch menschliches Eingreifen.

Im Jahr 2003 fanden Ermittler der US-Armee heraus, dass die Voreingenommenheit für die Automatisierung unter Soldaten, die für »Patriot«-Raketen verantwortlich waren, weit verbreitet war. Sie legten ein »unhinterfragtes Vertrauen in das System« und »ungerechtfertigtes und unkritisches Vertrauen in die Automatisierung an den Tag. Im Grunde wurde die Kontrollverantwortung [an die Maschine] abgetreten.«

6G, so erläutert Morningstar, verspreche mehr biokybernetische Identität (identitätskritische Service-Architektur, sensorbasiertes maschinelles Lernen, Verteilung von Vertrauen) und Cybersicherheit. Denken wir nun an Aktivitäten, die von der Gesellschaft als kriminell angesehen werden. Anstatt mit physischen Schlüsseln oder Passwörtern wird man sich nur noch biometrisch Zugang verschaffen können. Das heißt, man braucht Köpfe (Gesichtserkennung), Augen (Retina-Scan) und Hände.
Das KI-Wettrüsten zwischen China und den USA ist bereits in vollem Gange (China hat im April 2020 seine Blockchain für die globale kommerzielle Nutzung eingeführt). Morningstar ist der Auffassung, dass die Vorstellung, man könne KI regulieren und absichern, um sowohl die Privatsphäre als auch die Daten zu schützen, an eine kollektive Psychose grenze. Das seien die Lügen, die wir uns selbst erzählen, um nachts schlafen zu können.

Dann zitiert sie aus »Die vierte industrielle Revolution und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsschutz, die Entlohnung der Arbeiter und die Arbeitsbedingungen«, vom September 2019:

»In der FIR [vierte industrielle Revolution] werden atypische Beschäftigungsverhältnisse üblich sein. Infolgedessen ist es schwierig, Arbeitsschutzleistungen und Entschädigungen zu erhalten. Übermäßiges Vertrauen in neue Technologien kann zu großflächigen oder neuen Formen von Unfällen führen. Globale Geschäftsnetzwerke werden die Zerstörung des Biorhythmus der Arbeiter, einige Krebsarten, Überarbeitung und Aufgabenkomplexität verursachen. Die soziale Entkopplung aufgrund der unabhängigen Arbeit wird ein Risiko für die psychische Gesundheit der Arbeiter darstellen. Die gewerkschaftlichen Bindungen werden schwächer werden, und es wird schwierig sein, standardisierte Arbeitsschutzbestimmungen in multinationalen Unternehmen anzuwenden.«

Tristan Harris, Mitbegründer des Center for Humane Technology, erklärt: »Im Anzapfen der Kraft von Gemeinschaften, kreativen Medien und neuen Technologien verbindet ›Unfinished‹ Vordenker, Kulturschaffende, politische Entscheidungsträger und Innovatoren, um Ideen hervorzurufen, ungehörten Stimmen Gehör zu verschaffen und Kollaborationen für eine größere Wirkung zu verfolgen. Unfinished hat seinen Hauptsitz in New York City, und seine Netzwerkpartner umspannen die ganze Welt.«

Zum Unfinished Network gehören Ashoka, Aspen Institute, Ford Foundation, For Freedoms, Georgetown University, Imperative 21, der Max Steinbeck Charitable Trust, McCourt, Mil M2, PolicyLink und The Shed.

Morningstar erläutert, warum der Wunsch nach einer »humanen Technologie« nicht in Erfüllung gehen werde, obwohl uns dies versprochen wird. Denn statt einer kollektiven Forderung der Bürger, den Vorstoß auf unbekanntes Terrain zu beenden, der selbst von den Vorantreibern dieser Technologien als extrem gefährlich und hochriskant erkannt wurde, werde ein künstlicher Diskurs fabriziert. Aus Angst vor globaler Opposition wird die Öffentlichkeit abgelenkt und ermutigt, eine Zukunft zu »fordern«, die eine »humane Technologie« ermöglicht und respektiert, wobei das Vorsorgeprinzip komplett außer Acht bleibt.

In Werbung und PR nennt man das »Krisenmanagement«: einer Krise zuvorkommen, indem die öffentliche Wahrnehmung jederzeit beobachtet, gesteuert und gestaltet wird.

Quellen und Anmerkungen:

  1. https://youtu.be/BRj6PKq6SoA
  2. https://skoll.org/contributor/jay-coen-gilbert/
  3. http://www.electronicsteacher.com/robotics/robotics-technology/artificial-intelligence.php
  4. https://www.weforum.org/communities/gfc-on-artificial-intelligence-for-humanity
  5. https://www.youtube.com/watch?v=bh0TXtB0NxU&feature=youtu.be
  6. Quelle: October 5, 2018, The Artificial Intelligence Race and the New World, Order, Council on Foreign Relations – The Malcolm and Carolyn Wiener Lecture on Science and Technology
  7. https://www.robinly.info/post/whats-the-future-of-ai-kaifu-lee-olaf-groth
  8. https://arxiv.org/abs/1912.05291
  9. https://www.defense.gov/Newsroom/Speeches/Speech/Article/974075/remarks-to-the-association-of-the-us-army-annual-convention/
  10. Weitere Lektüre: Automation Bias in Intelligent Time Critical Decision Support System, AIAA 1st Intelligent Systems Technical Conference, 20-22 September, 2004 https://arc.aiaa.org/doi/10.2514/6.2004-6313
  11. Mit seinen eigenen Worten: Der ehemalige sowjetische Offizier Stanislav Petrov meldete 1983 einen möglichen US-Raketenstart als Fehlalarm: https://www.youtube.com/watch?v=L7EmLf4Xlq0
  12. https://arxiv.org/abs/1912.05291
  13. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2093791119304056
  14. https://www.prnewswire.com/news-releases/unfinished-debuts-new-online-show-unfinished-live-exploring-whats-possible-now-in-four-part-series-301159899.html

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle:   sdecoret / shutterstock.com

+++
Apolut ist auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommen Sie zu den Stores von Apple, Google und Huawei. Hier der Link: https://apolut.net/app/

+++
Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/

+++
Ihnen gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/

+++
Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut

Auch interessant...

Kommentare (5)

5 Kommentare zu: “Greta, Klima und Corona

  1. Reinhardas sagt:

    Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn uns die "Guten" regieren würden, hätten wir dann im 21. Jahrhundert noch Kriege, Hunger, Umweltvergiftung ?
    Wenn uns aber nicht die "Guten" regieren ist es logisch, dass die Herrschenden immer mehr und immer perfektere Kontrolltechnik installieren werden und mittels Massenpsychologie alle möglichen Ängste verbreiten, um weiter herrschen zu können. Und da sie die Mehrheit der Menschen betrügen müssen, werden ihre Methoden immer besser und natürlich benutzen sie die Wissenschaft dafür.

  2. Helmut_Kaess sagt:

    Ich widerspreche dem obigen Kommentar. Über 30 Jahre Wissenschaft sagt ziemlich eindeutig, dass an der Klimathese viel dran ist. Dieses Jahr mit deutlichen Entscheidungen des Verfassungsgerichtes und des IPCC. Greta ist zu Recht sehr besorgt. Das Klima ist äußerst wackelig. Eigentlich stand wieder eine Eiszeit an, aber der Mensch scheint daraus eine Heißzeit zu machen, die auch sehr ungemütlich ist. Andererseits können wir laut dem Manifest von Russell und Einstein von 1955 die Sache immer noch drehen. Denn wir haben bisher überlebt und solange die Menschheit lebt, ist alles möglich. Das Erfindungsvermögen ist hoch, wir müssen uns nur absprechen. Kooperation statt Konfrontation ist die Devise, wie sie uns Willy Brandt und Egon Bahr gelehrt hat. Und als Resultat der zweiten Weltkriegs haben wir die Charta der Vereinten Nationen, die wir nur anwenden müssten, statt immer wieder an völkerrechtswidrigen Kriegen teilzunehmen. Wenn wir friedlich werden, kann das Leben viel schöner werden.

  3. Der Kohlendioxidanteil in der Luft ist m.E. völlig irrelevant:

    1. Möglicherweise saugt/frißt die Flora mehr Kohlendioxid aus der Luft, wenn in der Luft mehr Kohlendioxid ist, sodass mehr Kohlendioxidemissionen den Kohlendioxidanteil der Luft kaum erhöhen (wenn überhaupt!*).

    2. Wenn es zu einer Erderwärmung käme, dann würden sich Schnee- und Eisflächen in höheren Regionen (Bergen) und/oder in nördlichen Regionen (z.B. Island) zum Teil in eisfreie Gebiete und in Flora verwandeln und diese hinzugekommene Flora würde mehr Kohlendioxid aus der Luft fressen (wenn überhaupt!*).

    3. Ein höherer Kohlendioxidanteil in der Luft würde in Form von Kohlendioxidwolken vermehrt Sonnenlicht reflektieren und die Erde kühlen (wenn überhaupt!*).

    4. *: Dessen ungeachtet, dass der Kohlendioxidanteil in der Luft m.E. minimal/marginal und damit irrelevant ist (selbst wenn sich der Kohlendioxidanteil sich um 100% erhöhen sollte, was utopisch ist).

  4. Wie Strom wieder so billig wie früher wird und wie wir eine Energiekrise vermeiden:

    Die Preise für Energie und damit auch für Strom sind in Deutschland explodiert. Damit Energie und damit Elektrizität hierzulande wieder wesentlich billiger wird, sollten unnötige Regulierungen (insbesondere für Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke) wieder rückgängig gemacht werden, der Zugang zu den Erdgasvorkommen Russlands (insbesondere über Nordstream 2) sichergestellt werden, und der Staat sollte wieder hinsichtlich Energieerzeugung, Energietransport und Energieverkauf als alternativer Marktteilnehmer (ohne privatwirtschaftliche Beteiligung) in öffentlicher Rechtsform auftreten (und in Konkurrenz zu den privaten Firmen treten). Angeblich soll ja Nordstream 2 in seiner jetzigen Form nach EU-Recht nicht zulässig sein, da keine Trennung zwischen den Bereichen Energieverkauf und Energietransport bestehe. Jedoch gilt meiner Rechtsansicht nach diese Regelung – falls sie überhaupt nach internationalem Recht und nach EU-Verfassungsrecht zulässig sein sollte – nur für private Anbieter und nicht für staatliche Anbieter, da sich der Staat nicht aufspalten kann. Und es ist das originäre Recht von Staaten solche Leistungen der Daseinsvorsorge selbst vorzunehmen. Ansonsten sollte man lieber Elektrizität aus Kohle, Uran und Holz gewinnen als aus Gas, da Gas genauso wie Öl ein besonders kostbarer Energieträgerträger ist, den man grundsätzlich nicht für die Elektrizitätserzeugung oder fürs Heizen verschwenden sollte (es sei denn, es ist keine anderweitige Versorgung mit Elektrizität oder Wärme möglich), sondern den man vor allem als Kraftstoff für Erdgasautos und für die industrielle Produktion verwenden sollte und den man nur dort, wo ein Anschluß an Elektrizitätswerke und Heizwerke (die insbesondere auf Kohle und Uran basieren) nicht möglich oder wirtschaftlich völlig unrentabel wäre, fürs Heizen und für die Stromerzeugung verwenden sollte, insbesondere für abgelegene, dezentrale Wohngebäuden, Campingfahrzeuge, mobile Stromaggregate. Mehr Zugverkehr anstatt Schiffsverkehr, mehr Elektrofahrzeuge und Erdgasfahrzeuge anstatt ölfressender Fahrzeuge können uns vor einer Ölkrise bewahren.

Hinterlassen Sie eine Antwort