Ist es möglich, die Aufregung und das Aufregende unserer Zeit neu zu gewichten? Es geht heute nicht mehr um links oder rechts, um oben oder unten – es geht um zukunftsfeindlich oder zukunftsfreundlich. Ich hatte Anfang der neunziger Jahre ein Fernsehformat konzipiert, das dieser Situation gerecht würde. Heute, nach 35 Jahren, scheint es mir stimmiger denn je.
GO! (Global Observer): Die Message
GO! – Eine Show um Leben und Tod, um die Langzeitfolgen und das Kurzzeitgedächtnis. Eine Show, die auch für jene Generationen spricht, die sich in Zukunft auf verbrannter Erde einzurichten haben. Eine Abschiedsshow, ein Nachruf auf den funktionierenden Verbund des Lebens. Eine Verbeugung vor aller Kunst, die seit Menschengedenken herrlichste Narrenfreiheit besaß, solange die Luft rein war. Eine Hommage an Pflanzen und Tiere. Ein Blick zurück auf die kurzen Zeiten des Friedens, auf humanistische Ideale und auf alles, wozu Menschen sich hätten entwickeln sollen. Die GO!-Show – eine einzige drängende Frage, der kein Verantwortlicher entkommt. Eine große dokumentierte Ausrede. Ein vorgezogenes Tribunal. Archiv eines fehlgeleiteten Bewusstseins.
GO!: The Anchorman
Der Moderator: witzig, kompromisslos, radikal, frech. Er „nagelt“ seine zehn Thesen, mit denen man die Menschheit seiner Meinung nach in Schach zu halten hat, in jeder Sendung auf die Videowand. Ein Öko-Luther. Aber auch ein Anarchist, Er glaubt nicht an das Prinzip der Freiwilligkeit, Für ihn haben wir den „Point Of No Return“ längst überschritten. So einer bettelt nicht um Spenden nach Überschwemmungen, so einer witzelt über Hausgemeinschaften, die sich ein Auto teilen. Er spottet über Greenpeace-Aktionen auf hoher See und auf genmanipulierten Soja-Feldern. Unser Mann ist es leid, über ein Problem zu reden, das zwar alle betrifft aber niemanden berührt. Er bezeichnet sich als „ganz normalen Menschenhasser.“ Aber er wird verdammt sentimental, wenn er Sensibilität, Stolz und Mut ausmacht.
GO!-Philosophie
Die GO!-Show ist keine Untergangsshow. Die Show klagt einen Bewusstseinswandel ein und versammelt somit jene gesellschaftlichen Kräfte hinter sich, die die Zeichen der Zeit erkannt haben. GO! bietet den fortschrittlichen Kräften in der Wirtschaft ein herausragendes Forum. Die GO!-Show versteht sich auch als Propagandasendung der Eco-Economy.
GO!-Online
Während die GO!-Show hauptsächlich auf Entertainment setzt, ist ihr Schwester-Format GO!-Online den ökologischen Fakten verpflichtet. GO!-Online fungiert als verlängerter journalistischer Arm der Show. Wer GO-Online geht, findet Hintergrundinformationen zu Beiträgen und Personen, die in der TV-Show nicht ausreichend behandelt oder vorgestellt werden konnten. GO!-Online präsentiert Umwelt-Nachrichten, die in den Medien kaum Widerhall finden. Außerdem halten wir sämtliche Kontaktadressen bereit, die ein interaktives Publikum braucht. GO!-Online setzt bewusst auf ein jüngeres Publikum. Dieses Publikum ist nur zu gewinnen, wenn der mediale Kontakt zu ihm wie ein Handschlag aus naher Zukunft funktioniert.
Struktur der Sendung
Die GO!-Show findet live und vor Publikum statt. Das Studio wird von einer großen Videowand dominiert, über die sowohl vorgefertigte Beiträge als auch Live-Interviews oder Videokonferenzen laufen. Die einzelnen Elemente der Show:
GO!-Hotline
Die Hotline dient dazu, Beobachtungen über Umweltsünden zu sammeln, die sich in unmittelbarer Nähe des Zuschauers ereignen. Sie fungiert als Anlaufadresse für all jene, deren Sorgen und Beschwerden im Umweltbereich bisher niemand ernst nimmt.
GO!-Presseschau
Die Ökologie im Spiegel der Medien. An Informationen mangelt es nicht – die Frage ist: wie gehen wir mit ihnen um? Ein kommentiertes Abbild unseres öffentlichen Bewusstseins, gewürzt mit spontanen Fragen an die Chefredakteure der Meinungsträger.
GO!-Friedhof
In einer virtuellen Zeremonie werden Tier- und Pflanzenarten beerdigt, die während der Sendung die Erde für immer verlassen. Außerdem werden auf dem GO!-Friedhof Worte zu Grabe getragen, die ihre ursprüngliche Bedeutung verloren haben. Dies ist ein adäquates Mittel, um den aktuellen Kulturwandel zu dokumentieren.
GO!-Reportage
Die GO!-Reportage, die in erster Linie die Schönheit des Planeten abbilden soll, dient als optischer Edelstein einer jeden Sendung, sie ist frei von Polemik.
GO!-Visionen
Nach dem Motto „Das wäre Ihre Zukunft gewesen“ präsentieren wir computeranimierte Szenarien einer Gesellschaft, die sich konsequent den ökologischen Erfordernissen unterwirft. Lebensqualität einmal anders definiert...
GO!-Economy
Sie ist der Hoffnungsanker der Show. Es ist der Versuch, den hier und dort geschlossenen Frieden zwischen Ökologie und Ökonomie zu dokumentieren. Jeder Betrieb oder Konzern, der diesen Frieden zum Unternehmensziel erhebt, bekommt die Chance, sich hier vorzustellen.
GO!-Heroes
Wir präsentieren Menschen, die sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit tapfer widersetzt haben: die Frau aus El Salvador, die einen Plantagenbesitzer verklagt, weil sie sich ohne Schutzkleidung im Umgang mit Pestiziden lebensgefährlich vergiftet hat; den portugiesischen Bauern, der sich als moderner Michael Kohlhaas seit Jahren gegen die EU-Bestimmungen wehrt; die Wissenschaftlerin, die in der Schweiz auf merkwürdige Weise in einen Autounfall verwickelt wurde, nachdem sie einer Zeitung gegenüber von unerlaubten Experimenten in ihrem Genlabor berichtet hatte etc.
GO!-Native
Begegnungen mit Menschen, die einer noch relativ intakten Kultur angehören und die innerhalb ihres Volkes eine wichtige Funktion bekleiden. Ein Hopi-Medizinmann, ein Indianer aus dem brasilianischen Regenwald, ein Lama aus Tibet, ein Dorfältester aus dem Norden Alaskas. Alle diese Kulturen verfügen trotz unterschiedlichster Geschichte über ähnliche Endzeitprophezeiungen, die sich jetzt zu erfüllen scheinen. Nur deshalb treten sie mahnend hervor. Wir wollen hören, was sie zu sagen haben.
Die GO!-Show
Rechnen wir ab.
Vielleicht bleibt unterm Strich noch etwas übrig.
Wer sagt denn, dass ein Sender, der ein solches Format anböte, keinen Nutzen davon hätte? Die meisten Menschen fühlen sich von den perversen Machenschaften einer skrupellosen Wirtschafts- und Politelite überfahren. Wir sind nicht einverstanden, wir brauchen eine Stimme. Denn in unseren Herzen schlummert eine stille Sehnsucht. Oder um mit Novalis zu sprechen: „Es ist schon viel gewonnen, wenn das Streben, die Natur vollständig zu begreifen, zur Sehnsucht sich veredelt, zur zarten bescheidenen Sehnsucht, die sich das fremde Wesen gerne gefallen lässt, wenn es nur einst auf vertrauteren Umgang rechnen kann“.
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Bildquelle: Olivier Le Moal / shutterstock
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