Ein Meinungsbeitrag von Dirk C. Fleck.
Zwei Meldungen, die relativ „schadlos“ an der Öffentlichkeit vorbeigegangen sind, haben mich in meiner Meinung, dass der Drops gelutscht ist, noch einmal aufs Heftigste bestätigt. Unabhängig davon, dass wir Zweibeiner uns widerstandslos von Satanisten in Kriege und sozialen Unfrieden treiben lassen, was eigentlich schon reichen müsste, um meine These zu untermauern, liegen jetzt auch Fakten auf dem Tisch. Eine von der NASA veröffentlichte Studie nennt das Kind beim Namen: Das Modell Menschheit hat ausgedient, der Untergang unserer Zivilisation ist unvermeidlich, egal welche Wege wir noch beschreiten werden. Die interdisziplinäre Studie, die das NASA Goddard Space Flight Center finanzierte, wurde von internationalen Mathematikern, Soziologen und Ökologen erstellt.
Die zweite Meldung, von der ich sprach, fand im Gegensatz zur NASA-Studie wenig bis gar keine Beachtung, obwohl sie für mich schwerer wiegt. In einem US-
amerikanischen Lokalsender verkündete der Oglala-Lakota Vine Abhilasha den Entschluss seines Stammes, die spirituelle Hilfe für die weiße Rasse ab sofort einzustellen. Abhilasha (was so viel wie Sehnsucht heißt) wörtlich:
„Erst wenn die Zivilisation von der Erde und aus euren Herzen verschwunden ist, werden wir euch beibringen, wie man lebt. Bisher habt ihr nur versucht, aus dem, was wir euch gesagt haben, Geld zu machen oder es auf euer zerstörerisches System zu übertragen. Also werden wir bis zum Ende der Zivilisation in aller Stille an unseren Traditionen und an unserem Leben festhalten. Hinterher werden wir euch, wenn ihr zu uns kommt, helfen.“
Wer diese Botschaft locker wegstecken kann, anstatt sie beschämt zur Kenntnis zu nehmen, ist nur ein weiteres Molekül im Sauerteig unserer Zivilisationskultur, die
ausschließlich der Gier gehorcht. Der Science Fiction-Autor Stanislaw Lem (1921–2006) schrieb:
„Die Zivilisation ist ein Schiff, das ohne Pläne gebaut wurde und führerlos dahin schlingert. Es fehlt ihr an spiritueller Verbundenheit, mit deren Hilfe sie bewusst einen Kurs hätte wählen können, der eben nicht in die Katastrophe mündet.“
Wir leben inzwischen auf einem gigantischen Minenfeld und laufen Gefahr, dass uns die Hinterlassenschaften aus der Atomindustrie, die Kriegslüsternheit der Machteliten, die weltweiten sozialen Verwerfungen, die Folgen der Genmanipulation und des Geoengineering jederzeit um die Ohren fliegen können. Da dieses Menetekel nun seit geraumer Zeit an der Wand prangt, sollten wir uns dringend der eigenen Entwicklung zuwenden, anstatt in Angststarre zu verharren. Werden wir zu Shambhala-Kriegern.
Die Vertreter des alten Systems wissen, dass ihre Waffen nichts mehr wert sind wenn die Shambhala-Krieger den Kampf aufgenommen haben. Die Prophezeiung über das Königreich Shambhala geht auf das Jahr 800 n.Chr. zurück und stammt aus Tibet. In ihr ist davon die Rede, dass das Reich hervortritt, wenn alles zukünftige Leben am seidenen Faden hängt. Sieht aus, als sei es jetzt an der Zeit. Shambhala ist keine geographisch-politische Einheit. Seine Kraft existiert in den Herzen und Köpfen der Shambhala-Krieger und Kriegerinnen.
Choegyal Rinpoche, der Freund und Lehrer Joanna Macys (1929-2025), die den Begriff der Tiefenökologie geprägt hat, drückte es folgendermaßen aus:
„Es kommt die Zeit, wo große Tapferkeit des Herzens und Unerschrockenheit des Handelns von den Shambhala-Kriegern verlangt ist, denn sie müssen geradewegs in die Zentren der barbarischen Mächte gehen, wo die Waffen verwahrt werden, und sie müssen diese Waffen entschärfen. Die Shambhala-Krieger wissen, dass diese Waffen 'manomaya' sind, geistesgemacht. Vom menschlichen Geist geschaffen, können sie auch vom menschlichen Geist entschärft und zerstört werden. Die Gefahren, die alles Leben auf der Erde bedrohen, gehen nicht von außerirdischen Mächten oder satanischen Gottheiten aus. Sie erwachsen aus unserer Lebensweise, unseren Entscheidungen und aus unseren Beziehungen.“
Und der Rinpoche fährt fort: „Diese Weisheit macht dir klar, dass es hier nicht um den Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen geht, denn die Linie zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch jedes menschliche Herz. Doch selbst diese Einsicht ist zu kühl, zu vernunftbezogen, deshalb braucht es die Hitze des Mitgefühls. Erst dadurch werden wir zu beharrlichen Verfechtern eines gesunden Wandels.“
Wir haben es in der Hand. Wenn wir schon nicht auf die spirituellen Ratschläge aus Tibet oder anderswo hören möchten, so sollten wir uns zumindest die Aussage Immanuel Kants („Kritik der reinen Vernunft“) zu Herzen nehmen: »Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir.«
PS: Das Zitat des Choegyal Rinpoche stammt aus „Die Wiederentdeckung der sinnlichen Erde“ von Joanna Macy.
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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bild: Silhouette eines tibetischen Kämpfers
Bildquelle: Kichigin / shutterstock
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