Druck im Kessel | Von Max Stadler

Die entspannte Phase der Impfkampagne geht zu Ende, nun eskalieren Konformitätsdruck und die Jagd auf „Impfverweigerer“.

Ein Kommentar von Max Stadler.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Sascha Lobo, Helge Braun, Markus Söder, Karl Lauterbach, Claus Ruhe Madsen — was haben diese Herrschaften gemeinsam? Richtig, all jene Gestalten fordern einen indirekten Impfzwang für die gesamte Bevölkerung. „Impfskeptiker“, „Impfverweigerer“ oder neuerdings auch „Impfschwänzer“ müssten zur Vernunft gebracht werden. Und wer nicht hören will, der muss halt fühlen, so das Credo.

„Unser größtes Problem ist, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich weigern, sich impfen zu lassen. Solange der Impfstoff knapp war, wollten ihn alle haben.“ So der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen in einem Interview mit der Welt. Beides sind Annahmen, die nicht durch die Wirklichkeit gedeckt sind. Eher gibt es immer mehr Menschen, die unter dem sozialen Druck einknicken und sich trotz ihrer Bedenken die gentechnischen Substanzen spritzen lassen. Dass es angeblich einen Zeitpunkt gab, an dem „alle“ den sogenannten Impfstoff haben wollten, ist ein Hirngespinst.

Die Ängstlichen wollten ihn, der Rest wollte ihn nie und will ihn auch weiterhin nicht.

Um die Impfmotivation hochzuhalten, hat der Däne auch schon einen Vorschlag:

„Indem man die Testpflichten überall aufrechterhält. Der Alltag für Ungeimpfte muss unangenehmer sein, dann überlegen sich die Leute, ob sie sich nicht doch lieber impfen lassen.“

Der gute Mann ist nicht allein mit diesen Ansichten. Ganz ähnlich äußerte sich bereits vor einigen Wochen der Irokesenfritze Sascha Lobo in seiner Spiegel-Kolumne. Ein „kalter Impfzwang“ werde kommen, und er freue sich drauf.

„Kalt“ dürfte in diesem Zusammenhang eine ganz treffende Bezeichnung sein, gefühlskalt, eiskalt.

In dasselbe Horn blies nun auch der Kanzleramtsminister Helge Braun. Als Teil der Risikogruppe (sehr fettleibig) sorgt er sich zweifellos um die Herdenimmunität. Für Geimpfte solle es keinen Lockdown mehr geben. Und was ist mit den Ungeimpften? Tja. Wer Nein zur Spritze sagt, der sagt auch Nein zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Was verbirgt sich hinter diesen Entgleisungen? Man kann nur spekulieren, aber es dürfte daran liegen, dass die Regierung, die versammelte Presse und die Lauterbachs den kritischen Geist in der Bevölkerung unterschätzt haben. Ein Blick auf die Bestsellerlisten, wo die Aufklärungswerke von Sucharit Bhakdi und aktuell Wolfgang Wodarg monatelang auf Rang 1 thronen, würde den Impfbefürwortern durchaus einen gewissen Erkenntnisgewinn liefern. Allerdings scheinen jene dieses Phänomen stur zu ignorieren. Augen zu und bloß nicht die eigene Sichtweise hinterfragen.

Nicht nur Mediziner, die sowohl Nutzen, Wirkung als auch Verträglichkeit der gentechnischen Injektionen hinterfragen, sondern auch Erfahrungen im eigenen Umfeld dürften eine Rolle bei einer Entscheidung gegen die Injektionen spielen. Jeder bekommt schließlich mit, wie Bekannte und Verwandte nach dem Abstecher zum Impfzentrum oft tage- oder gar wochenlang mit Beschwerden kämpfen.

Prominente Beispiele gibt es zuhauf, wenngleich kaum darüber berichtet wird. So beispielsweise der Fall der deutschen Siebenkämpferin und Medaillenhoffnung in Tokio, Carolin Schäfer, die zunächst euphorisch —„Gold in den Adern“ — über ihre Impfung berichtete und einige Wochen später dann bekannt gab, dass sie um ihre Olympia-Teilnahme bange, weil sie unter wochenlangen Nebenwirkungen leide.

Dies ist sicherlich nur die Spitze des Eisbergs. Und so werden nun alle Geschütze aufgefahren: verbale Drohkulissen wie „ohne Impfung dürft ihr gar nichts mehr“, soziale Ächtung wie „Gefährder“ oder aber eine ganz andere, noch plumpere Schiene: das Ausloben von Prämien und Belohnungen. Besonders hervorgetan hat sich im Wettbewerb um den Preis für die dümmste Idee einmal mehr Karl Lauterbach, der vorschlug, man solle doch in Ausgehmeilen impfen, vor den Bars und Clubs.

Wenn schon nicht nüchtern, dann kriegen wir sie betrunken, ist hier wohl der Hintergedanke.

Welch ein Dilemma: Auf der einen Seite die Geimpften, die jetzt ihre Freiheiten einfordern, schließlich haben sie ja brav das getan, wozu die Regierung sie aufgefordert hat. Auf der anderen Seite jene, die den Zirkus von Anfang an nicht mitgemacht haben und auch weiterhin nicht mitmachen werden. Ersteren würde man gern wieder vieles erlauben — alles auch nicht, Gott bewahre! Den anderen am liebsten jedoch gar nichts — die Widerständler müssen gebrochen werden!

Das funktioniert nur mit Repression und absoluter Kontrolle. Hierzu gibt es sicherlich schon zahlreiche Ideen und Vorschläge.

Ein Störfaktor ist momentan die Fußball-EM. Der Zuschauer vor dem Fernseher spürt das Unbehagen der Kommentatoren, schließlich widersprechen die gezeigten Bilder eklatant dem deutschen Narrativ. Warum in München FFP2-Maske und kaum Zuschauer, in Kopenhagen hingegen ein gestopft volles Stadion mit unmaskierten Fans? Ein offensichtlicher Widerspruch, den man nicht mehr überspielen kann.

Und ein weiterer Störfaktor ist die Tatsache, dass rundum in Europa und in der Welt viele Länder die Maßnahmen weitgehend beenden. Erste Stimmen melden sich zu Wort — Heiko Maas, Hubert Aiwanger — und trauen sich, dem Panikorchester zu trotzen. Das sind Hoffnungsschimmer.

Aber seien wir realistisch. Bislang ging der Plan der Pharmaindustrie und ihrer Helfershelfer auf. Und was wäre das Traumszenario für diese unselige Allianz? Nun, es wäre ein erneuter Anstieg der „Inzidenz“ im Herbst; eine Schuldzuweisung „die Impfgegner sind schuld“, die schon medial von Lobo, Madsen, Lauterbach und Konsorten vorbereitet wird; eine neue Mutante — „auch wegen der Impfgegner“; die bisherige Gentherapie wirkt nicht mehr, eine neue ist nötig, alle müssen erneut die Spritze kriegen — und dann der Impfzwang für alle.

Ein wichtiges Teil in diesem Puzzle ist freilich die Impfung der Kinder und Jugendlichen. Nur wenn alle unter den Impfzwang fallen, wird eine durchgehende Kontrolle möglich sein. Kein Wunder, dass ein Markus Söder so sehr darauf drängt und die STIKO unter Druck setzt.

Wird der Plan von Big Pharma und Regierung aufgehen?

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Artikel erschien zuerst am 10. Juli 2021 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Bildquelle: Phoenixns / shutterstock

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