Die Kriegstrommeln werden wieder geschlagen | Von Jochen Mitschka

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, was die Geschichte uns lehren kann. Leider wird die Geschichte von Teilen des Establishments geschrieben und hat oft nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun. Die Realität wird nicht nur täglich durch Medien und Politik erschaffen, unabhängig von der Wirklichkeit, sondern das gleiche passiert in der Geschichtsschreibung. 

Leider ist es heute normal, dass man automatisch zum Nazi gestempelt wird, wenn man nach Wahrheit sucht. Aber warum ist es so wichtig, die Wahrheit über die Vergangenheit zu kennen? Nun, wer die Wahrheit kennt, der erkennt auch besser die Lügen der Gegenwart. Und wer heute erkennt, dass der 2. Weltkrieg bewusst durch die USA vorangetrieben wurde, der wird vielleicht heute die Abschussrampen für Hyperschallraketen in Deutschland, die gegen Russland gerichtet sind, die deutschen Kernwaffenbomber, die US-Atombomben gegen Moskau fliegen sollen, und die extreme Ausweitung der NATO in Richtung Russland anders denn als rein defensive Maßnahme beurteilen. 

Insofern möchte ich heute Auszüge aus dem Buch “Roosevelts Krieg” von Edgar Dahl vorstellen, die der Autor mir ausdrücklich genehmigt hat. Die notwendigen Kürzungen sind dem Podcast-Format geschuldet. 

Roosevelts Krieg

Neben George Washington und Abraham Lincoln gilt Franklin Delano Roosevelt immer noch als einer der größten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Angesichts des Sieges über den Nationalsozialismus feiern ihn viele sogar als den „Retter der Welt“. (1) Tatsächlich kann man dies nur unter bewusster Missachtung gerne unterdrückter Dokumente tun. Dass Roosevelt in Wahrheit der größte „Kriegstreiber der Welt“ war, ist heute keineswegs mehr nur die Ansicht einer Handvoll von Revisionisten. Hierauf hatte bereits der jüdische Historiker Robert E. Herzstein in seinem 1989 erschienenen Buch „Roosevelt & Hitler: Prelude to War“ hingewiesen, als er schrieb:

„Es hätte im September 1939 wohl keinen Krieg gegeben, wenn Roosevelt nicht Druck auf London, Paris und Warschau ausgeübt hätte. Im Namen der ‚nationalen Sicherheit’ wollte Roosevelt einen Krieg führen, der in der Hegemonie Amerikas gipfeln sollte.“ (2)

Wie eine Vielzahl von Dokumenten zeigt, arbeitete Roosevelt seit 1937 gezielt auf einen neuen Weltkrieg hin. Das Motiv, das er dabei verfolgte, bestand keineswegs darin, die Welt von der „Pest des Nationalsozialismus“ zu befreien. Es bestand auch nicht darin, Hitlers vermeintliche Pläne einer „Eroberung der Welt“ oder einer „Auslöschung der Juden“ zu vereiteln. Das Motiv war, wie bei nahezu allen Kriegen, rein ökonomischer Natur. Roosevelt war mit seiner neuen Wirtschaftspolitik, dem „New Deal“, gescheitert. Wie Hitler, so hatte auch Roosevelt bei seiner Wahl versprochen, sein Volk wieder in Lohn und Brot zu bringen. Anders als Hitler konnte Roosevelt sein Versprechen aber nicht einlösen. Von den 14 Millionen Menschen, die 1933 arbeitslos waren, waren 1937 immer noch 12 Millionen arbeitslos. Wie schon der Erste Weltkrieg, so sollte nun ein Zweiter Weltkrieg die Wirtschaft ankurbeln, die Arbeitslosigkeit beseitigen und der Rüstungs- und der Finanzindustrie riesige Gewinne ermöglichen. 

Dass Roosevelt verzweifelt nach einem Vorwand für einen Krieg gegen Deutschland suchte, geht beispielsweise aus einem Dokument des britischen Außenministeriums hervor. Am 20. September 1938 ließ Roosevelt den britischen Botschafter in Washington, Sir Ronald Lindsay, ins Weiße Haus rufen. Wie er ihm gleich zu Beginn des Gespräches eröffnete, dürfte niemand vom Inhalt ihrer Unterhaltung wissen. Würde der amerikanische Kongress von seinem Plan erfahren, würde er seines Amtes enthoben werden. Dann machte er Lindsay folgenden Vorschlag: England sollte erneut eine Hungerblockade gegen Deutschland verhängen. Diese Blockade sollte sich nicht nur auf die Nordsee beschränken, sondern auch die Straße von Gibraltar und den Suezkanal einschließen. Als Lindsay einwandte, dass dies nach einer völkerrechtswidrigen Sanktion klänge, entgegnete Roosevelt, dass das Wort „Sanktion“ unter keinen Umständen verwendet werden dürfte. Die Blockade müsste mit „hehren humanitären Gründen“ gerechtfertigt werden, aber

„den Feind dennoch in die Knie zwingen. Diese Methode der Kriegführung würde man in Amerika billigen, solange nur die humanitären Gründe stark genug herausgestellt würden.“ (3)

Um England ohne Verletzung der amerikanischen Neutralitätsgesetze mit Geld und Waffen beliefern zu können, wäre es unerlässlich, die Blockade als bloße „Verteidigungsmaßnahme“ auszugeben und Deutschland unter keinen Umständen den Krieg zu erklären. Sollte Hitler einen Angriff wagen, würde dies eine derartige Empörung in den USA hervorrufen, dass man zu gegebener Zeit amerikanische Truppen in den europäischen Krieg entsenden könnte.

Um die Ungeheuerlichkeit von Roosevelts Vorschlag zu ermessen, muss man sich noch einmal die Hungerblockade im Ersten Weltkrieg in Erinnerung rufen. Während der britischen Blockade von 1914 bis 1919 sind amtlichen Meldungen zufolge 762.796 Menschen in Deutschland verhungert, insbesondere Kleinkinder, Kranke und Greise. Es kann kaum ein Zweifel daran bestehen, dass Hitler spätestens nach einem Jahr den von Roosevelt erhofften „ersten Schuss“ abgegeben hätte. Der englische Premierminister Sir Neville Chamberlain und sein Außenminister Lord Halifax erteilten Roosevelt damals jedoch noch eine Absage.

Wie händeringend Roosevelt nach einem Vorwand für einen Krieg gegen Deutschland suchte, geht auch aus einem Dokument des polnischen Außenministeriums hervor. In einer Depesche vom 21. November 1938 berichtete der polnische Botschafter in Washington, Graf Jerzy Potocki, von einem Gespräch mit dem amerikanischen Botschafter in Paris, William C. Bullitt. Danach erklärte Bullitt:

„Es würde der Wunsch der demokratischen Staaten sein, daß es im Osten zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Reich und Rußland komme. Da das Kräfte-Potential der Sowjetunion bisher nicht bekannt sei, könne es sein, daß sich Deutschland zu weit von seiner Basis entferne und zu einem langen und schwächenden Krieg verurteilt werde. Dann erst würden die demokratischen Staaten, wie Bullitt meint, Deutschland attackieren und es zu einer Kapitulation zwingen.“ (4)

Schließlich nutzte Roosevelt den sich Ende 1938 abzeichnenden Konflikt um die Freie Stadt Danzig, um Polen, England und Frankreich gegen Deutschland in Stellung zu bringen. Obgleich die Abtrennung des Freistaates Danzigs schon immer als der größte geopolitische Makel des Versailler Friedensvertrags betrachtet wurde, sollten sich Warschau, London und Paris doch gegenüber Hitlers Wunsch nach einer Rückkehr Danzigs in das Deutsche Reich kompromisslos zeigen. Um eine politische Rechtfertigung für eine Intervention Englands und Frankreichs zu schaffen, drängte er die Regierungen von London und Paris zu einer Garantieerklärung an Polen. Warschaus Säbelrasseln sollte Hitler sodann provozieren und ihn in die von Roosevelt ausgelegte Falle tappen lassen – in einen möglichst langen Krieg gegen England und Frankreich. 

Warschau, das von einem Großpolnischen Reich, dem „Intermarium“, träumte, welches von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichen sollte, war zunächst noch zögerlich. Als William C. Bullitt, dem polnischen Botschafter in Paris, Juliusz Lukasiewicz, am 24. März 1939 von Roosevelts Plänen berichtete, sagte letzterer:

„Es ist kindisch naiv und gleichzeitig unfair, einem Staat, der sich in einer solchen Lage wie Polen befindet, vorzuschlagen, er solle seine Beziehungen zu einem so starken Nachbarn wie Deutschland kompromittieren und die Welt der Katastrophe eines Krieges aussetzen.“

Er fügte hinzu,

„daß Hitler sich gezwungen sehen [könnte], uns gegenüber die Anwendung von Zwang zu versuchen, worauf wir nicht anders werden antworten können als bewaffnet. Hierdurch wird ein allgemeiner europäischer Konflikt entstehen, in dessen erster Etappe wir den Druck der gesamten deutschen Macht werden aushalten müssen.“

Weiter heißt es in der Nachricht vom 29. März:

„Botschafter Bullitt nahm sich meine Ausführungen sehr zu Herzen und bat mich, sie noch einmal zu wiederholen. Ich sah, daß er jeden Absatz im Gedächtnis festzuhalten versuchte. Später fragte er mich, ob wir ein gemeinsames Bündnis annehmen würden, wenn England und Frankreich uns morgen ein solches vorschlagen sollten. […] Am folgenden Tage teilte mir Botschafter Bullitt mit, er habe sich meine Anschauungen zu eigen gemacht und unter Ausnutzung der ihm zustehenden Rechte dem Botschafter der Vereinigten Staaten in London, Kennedy, den Auftrag gegeben, sich zu Ministerpräsident Chamberlain zu begeben und ihm dies alles unter kategorischer Betonung der Verantwortlichkeit der englischen Regierung zu wiederholen.“ (5)

Diese Gespräche vom 24. und 25. März waren die Geburtsstunde des berüchtigten „Blankoschecks“ und der dann am 31. März 1939 von Neville Chamberlain auch offiziell verkündeten britischen Garantieerklärung an Polen. 

Der britische Militärhistoriker John C. Fuller verweist in diesem Zusammenhang auch auf ein vielsagendes Gespräch des deutsch-amerikanischen Journalisten Karl von Wiegand:

„Am 25. April 1939 wurde ich von Bullitt in die amerikanische Botschaft gebeten. Er erklärte mir: ‚Der Krieg in Europa ist eine beschlossene Sache. Polen hat die Versicherung, von England und Frankreich unterstützt zu werden und wird sich keinen deutschen  Forderungen beugen. Amerika wird kurz nach England und Frankreich in den Krieg eintreten’.“ (6)

Wie man sich erinnern wird, hatte Hitler der Warschauer Regierung am 24. Oktober 1938 ein überaus großzügiges Angebot gemacht: Im Tausch für eine Rückkehr Danzigs in das Deutsche Reich bot er Polen an, die Deutschland in Versailles entrissenen Provinzen Posen, Westpreußen und Ostoberschlesien behalten zu können. Zudem sollte der seit 1934 bestehende deutsch-polnische Nichtangriffspakt um 10 bis 25 Jahre verlängert werden. Und schließlich lud Hitler Polen sogar noch dazu ein, dem aus Deutschland, Japan und Italien bestehenden „Antikominternpakt“ beizutreten, der, wie der Name schon andeutet, gegen die damalige Kommunistische Internationale gerichtet gewesen war. Diese Einladung hatte den britischen Historiker Alan J. P. Taylor zu der gern verlachten, aber durchaus gerechtfertigten Aussage gebracht:

„Hitlers Ziel war ein Bündnis mit Polen, nicht seine Zerstörung.“ (7)

Doch kaum war Polen im Besitz eines militärischen Beistandspaktes mit England und Frankreich, begann es, Roosevelts Rolle zu erfüllen und Hitler zu provozieren. Am 24. März 1939 hatte Warschau aus heiterem Himmel eine Teilmobilmachung seiner Streitkräfte angeordnet. (8) Als sich der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop am 26. März nach den Gründen der Mobilmachungsmaßnahmen erkundigte, antwortete ihm der polnische Botschafter Józef Lipski, dass er

„die unangenehme Pflicht habe, darauf hinzuweisen, daß jegliche weitere Verfolgung der deutschen Pläne, insbesondere soweit sie eine Rückkehr Danzigs zum Reich beträfen, Krieg mit Polen bedeute.“ (9)

Ab Mitte Mai 1939 wurden in vielen Orten Polens deutsche Schulen geschlossen. Deutsche Studenten, die an einer polnischen Universität studierten, wurden am Besuch ihrer Vorlesungen gehindert. In Warschau warf man die Fensterscheiben der Deutschen Botschaft ein. Vor dem Eingang demonstrierten Menschen mit Parolen wie „Es lebe das polnische Danzig!“, „Nieder mit Hitler!“ oder „Nächste Woche marschieren wir nach Berlin!“

Im August spitzte sich die Lage der deutschen Minderheit in Polen immer mehr zu. Kirchen, in denen man deutsche Gottesdienste abhielt, wurden gestürmt. Auf dem Lande wurden deutsche Höfe angezündet. Und in den Städten wurden Menschen auf offener Straße verprügelt. Am 25. August begannen die polnischen Behörden mit der Verhaftung und Verschleppung von 15.000 Volksdeutschen. An den deutschen Grenzen mussten Zeltlager errichtet werden, um die aus Polen strömenden Flüchtlinge aufzunehmen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes sollen bis zum Kriegsausbruch 78.000 Volksdeutsche ins Reich geflohen sein; noch einmal 18.000 retteten sich nach Danzig. (10)  

In seinen Memoiren „Mein Leben für Polen“ scheint der spätere Staatspräsident Wojciech Jaruzelski die damalige Stimmung in seiner Heimat sehr gut eingefangen zu haben: Nach der Propaganda des Staates hieß es:

„Wir sind eine Macht. Wir sind ein großes Land. Niemand wird uns irgendetwas wegnehmen. […] Die Panzer der Deutschen sind aus Pappe, oder sie bleiben im Schlamm und dem Sand der polnischen Ebenen stecken. Unsere Kavallerie fegt sie schneller hinweg, als es dauert, diesen Satz zu sagen. Und außerdem haben wir mächtige Verbündete im Westen.

Deshalb konnten wir von einem zukünftigen Krieg sprechen, ohne dabei die geringste Bedrohung oder Gefahr zu empfinden. Heute erscheint das unerhört, und wenn ich daran denke, schäme ich mich. Doch damals wünschten wir uns diesen Krieg herbei. […] Manchmal, wenn wir erfuhren, daß jemand eine neue Friedensinitiative gestartet hatte, fragten wir uns: ‚Wozu soll das gut sein?’ Verpassen wir den Deutschen eine Tracht Prügel, marschieren wir nach Berlin und damit Schluß!“ (11)

Aus polnischer Sicht ist das Verhalten der Warschauer Regierung gar nicht weiter verwunderlich. Beck zweifelte nicht im geringsten daran, dass Hitler ihm ein aufrichtiges und großzügiges Angebot gemachte hatte. Doch was war Hitlers Angebot schon im Vergleich zu Roosevelts Angebot? Hitlers Angebot gestattete ihm den weiteren Besitz von Posen, Westpreußen und Ostoberschlesien. Roosevelts Angebot stellte ihm dagegen nicht nur den Besitz von Posen, Westpreußen und Ostoberschlesien, sondern sogar den zusätzlichen Gewinn von Danzig, Schlesien und Ostpreußen in Aussicht. Alles, was es bedurfte, um Polens Großmachtträume zu verwirklichen, war ein gemeinsamer Krieg an der Seite von England und Frankreich mit amerikanischer Unterstützung. Angesichts der militärischen Überlegenheit der antideutschen Allianz war sich Beck sicher, die Wehrmacht schon nach wenigen Wochen am Boden liegen zu sehen und siegreich vor dem Brandenburger Tor zu stehen.

Als Hitler in einem letzten Versuch zur Wahrung des Friedens der Warschauer Regierung den Vorschlag machte, am 30. August 1939 einen bevollmächtigten Unterhändler nach Berlin zu entsenden, um noch einmal über ein neues Angebot an Polen zu verhandeln, hielt es Beck daher auch nicht für nötig, auf den Vorschlag einzugehen. Kein Unterhändler erschien. Stattdessen verkündete Polen am selben Tag die Generalmobilmachung seiner Armee. (12)

Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Um sein Gesicht zu wahren und Becks aggressive Politik zu stoppen, befahl Hitler am 31. August 1939 den Einmarsch in Polen. Nachdem er erneuten Verhandlungen mit Warschau zugestimmt hatte, rechnete er nicht mit einer Kriegserklärung von Seiten Englands und Frankreichs. London und Paris hatten schließlich selbst gesehen, dass es Polen und nicht Deutschland war, das jede friedliche Lösung des Konflikts sabotierte. Für Hitler galt das Wort Friedrich des Großen:

„Der Angreifer ist derjenige, der seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen.“

Hitler hatte immer gesagt: Von einem Krieg zwischen England und Deutschland würden letztlich nur die Russen und die Amerikaner profitieren. Bis zum Beginn des Krieges war sich Hitler der von Roosevelt betriebenen Geheimdiplomatie in keiner Weise bewusst. Erst als im Zuge des Polenfeldzugs der gesamte Schriftverkehr des Warschauer Außenministeriums sichergestellt werden konnte, wurde Hitler klar, dass es Roosevelt war, der Deutschland bewusst einen Krieg gegen England, Frankreich und Polen aufgezwungen hatte. 

In Absprache mit Joachim von Ribbentrop, Eberhard Freiherr von Künsberg und Hans Adolf Graf von Moltke ließ Hitler „Die polnischen Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges“ im Frühjahr 1940 nicht nur im Deutschen Reich, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika veröffentlichen. Wie nicht anders zu erwarten, sorgten die Depeschen der polnischen Botschafter über ihre vertraulichen Gespräche mit William C. Bullitt, Joseph P. Kennedy und Anthony D. Biddle für helle Aufregung. 

Am 11. Juli 1940 nutzte Ernest Lundeen beispielsweise eine Senats-Sitzung, um das Thema in Gegenwart von Roosevelt anzusprechen. In einer denkwürdigen Rede sagte er:

„’Dies ist mein Krieg!’ hatte der russische Botschafter Iswolski 1914 in Paris ausgerufen. ‚Dies ist mein Krieg!’ könnte auch unser Präsident ausrufen, wenn er die Katastrophe betrachtet, die Europas Kultur heute zu verschlingen droht. Europäer haben jetzt ausgesprochen, was Amerikaner schon lange argwöhnten: England, Frankreich und Polen würden ihren Streit mit Hitler am Konferenztisch beigelegt haben, wenn sich unser Präsident nicht eingemischt hätte. Die polnische Regierung würde die vernünftigen Vorschläge des deutschen Führers niemals zurückgewiesen haben, wenn Botschafter Bullitt ihr nicht die militärische Unterstützung Englands, Frankreichs und Amerikas zugesichert hätte.

Als die Deutschen Warschau eroberten, entdeckten sie in den Archiven eine Vielzahl von Dokumenten. Aus diesen Dokumenten ersehen wir, daß Mr. Bullitt der polnischen Regierung versicherte, Amerika sei der erklärte Feind Deutschlands. Er stachelte darüber hinaus auch Frankreich und Großbritannien an, Polen im Widerstand gegen Deutschland den Rücken zu stärken. Dies half entscheidend zum Kriegsausbruch. Polen war widerspenstig und nicht willens, die vernünftigen deutschen Forderungen anzunehmen. Dadurch wurde jede friedliche Lösung des Danzig-Problems unmöglich gemacht. Und England und Frankreich zogen zuversichtlich in den Krieg, weil sie die Versicherung schneller amerikanischer Hilfe zu haben glaubten.“ (13)

Am Ende seiner Rede verlangte Lundeen eine Untersuchung durch einen Senatsausschuss. Viele prominente Anti-Interventionisten – darunter der Pilot Charles Lindbergh, der Historiker Harry Elmer Barnes und der Senator Gerald P. Nye – schlossen sich ihm an. Doch statt einer Untersuchung zur Tätigkeit von Bullitt gab es nur eine Ermittlung zur Veröffentlichung der polnischen Dokumente. Das „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ wandte sich noch im selben Monat an den New Yorker Verlag „Howell & Soskin“ und erfuhr dort, dass ihm die Dokumente von dem deutschen Journalisten Dr. Manfred Zapp angeboten und von dem deutsch-amerikanischen Schriftsteller George Sylvester Viereck übersetzt worden seien. (14) Sowohl Zapp als auch Viereck wurden im Frühjahr 1941 wegen Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda verhaftet.

All die hier zitierten Dokumente dürften hinreichend belegen, dass Roosevelt den Zweiten Weltkrieg von langer Hand geplant und sich mit seiner Geheimdiplomatie einer indirekten Kriegsentfesselung schuldig gemacht hatte. 

Roosevelt ging jedoch noch einen Schritt weiter, indem er fortan auch alle Friedensverhandlungen untergrub. Am 30. Januar 1940 begann er die ersten Vorbereitungen für die nächste Präsidentschaftswahl. Da die weit überwiegende Mehrheit der Amerikaner gegen einen Kriegseintritt der USA war, versicherte er seinen Wählern:

„Ich habe es schon einmal gesagt, aber ich werde es wieder und wieder sagen: Eure Söhne werden in keine fremden Kriege geschickt!“ (15) 

Am 9. Februar 1940 verkündete er, dass er seinen Unterstaatssekretär, Sumner Welles, auf eine „Friedensmission“ entsenden würde. Welles würde die Regierungen in Berlin, London, Paris und Rom besuchen, um vor Ort die Möglichkeiten eines dauerhaften Friedens zu untersuchen. (16)

Hitler durchschaute Roosevelts Schachzug sogleich. Er wusste, dass Sumner Welles’ „Mission“ lediglich ein Wahlkampftrick war, mit dem sich Roosevelt seinen Wählern gegenüber als Friedensapostel aufzuspielen suchte. Welles war in Berlin denn auch mit eisiger Miene empfangen worden. Als er in der Wilhelmstraße beteuerte, dass sich Roosevelt nichts weiter als Frieden wünschte, schob ihm Ribbentrop wortlos die in Warschau erbeuteten „Polnischen Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges“ zu. (17)

In London hatte Welles weit mehr Glück. Premierminister Chamberlain und Außenminister Halifax waren durchaus bereit, den nur widerwillig begonnenen Krieg zu beenden. Im Laufe von zwei Abenden einigte man sich auf drei Bedingungen, unter denen England bereit wäre, Friedensgespräche mit Hitler zu führen: Erstens, Hitler dürfte Danzig behalten, müsste aber ein unabhängiges Polen wiederherstellen. Zweitens, Hitler sollte sich aus Böhmen und Mähren zurückziehen. Und drittens, Hitler müsste einer Volksabstimmung in Österreich zustimmen. (18) Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass Hitler diese drei Bedingungen mit Kusshand angenommen hätte. 

Als Sumner Welles zum Abschluss seiner Mission in Rom mit Benito Mussolini zusammentraf, zeigte sich der „Duce“ überrascht von den milden englischen Bedingungen. Nachdem man sich auf eine vierte Bedingung einigte, nämlich auf die, dass Polen wieder einen eigenen Zugang zur Ostsee haben müsste, drängte Mussolini darauf, sogleich Hitler anzurufen, um ihm von der Möglichkeit von Friedensverhandlungen zu berichten. Welles stoppte Mussolini jedoch, indem er erklärte, dass er zunächst das Einverständnis von Roosevelt einholen müsste. (19)

Niemand weiß, was Roosevelt Welles am Telefon gesagt hatte. Doch aus einem Telegramm von Außenminister Cordell Hull geht klar hervor, dass Roosevelt über etwaige Friedensverhandlungen empört war. Hull schickte Welles umgehend ein Telegramm, das er vor den Journalisten verlesen sollte, und zwar sollte er erklären, dass er von keiner Regierung irgendwelche Friedensvorschläge erhalten habe. (20)

Aus Sir Ronald Lindsays Depesche vom 20. September 1938 wissen wir, dass Roosevelt einen Krieg wollte. Aus den „Polnischen Dokumenten zur Vorgeschichte des Krieges“ wissen wir, wie Roosevelt England, Frankreich und Polen zu einem Krieg gegen Deutschland drängte. Und aus Sumner Welles Mission ersehen wir, dass Roosevelt den einmal entstandenen Krieg auch nicht mehr beenden wollte.

Quellen:

(1) Gerhard Spörl Der Retter der Welt. In: SPIEGEL GESCHICHTE 3 Der Krieg 1939 – 1945: Als die Welt in Flammen stand. 2010, Seite 86.

(2) Robert E. Herzstein Roosevelt & Hitler: Prelude to War. John Wiley & Sons, New York 1989, S. XVIII.

(3) Sir Ronald Lindsay to Lord Halifax. Telegram of 20 September 1938. Document No. 349. In: E. L. Woodward (Ed.) Documents on British Foreign Policy: 1919- 1939. Third Series, Volume VIII. Her Majesty’s Stationary Office, London 1953, S. 628.

(4) Auswärtiges Amt Polnische Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges. Dokument Nr. 4. Franz Eher, Berlin 1940, S. 9.

(5) Auswärtiges Amt Polnische Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges. Dokument Nr. 11. Franz Eher, Berlin 1940, S. 29.

(6) John F. C. Fuller A Military History of the Western World. Volume III: From the American Civil War to the End of World War II. Da Capo, Boston 1987, S. 375.

(7) Alan J. P. Taylor The Origins of the Second World War. Second Edition. Penguin, London 1963, S. 259.

(8) Józef Lipski Diplomat in Berlin: 1933 – 1939. Columbia University Press, New York 1968, S. 508.

(9) Auswärtiges Amt Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges. Franz Eher, Berlin 1939. Dokument 208, S. 191.

(10) Auswärtiges Amt Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges. Dokument 416. Franz Eher, Berlin 1939, S. 381.

(11) Wojciech Jaruzelski Mein Leben für Polen. Erinnerungen. Piper, München 1993, S. 40f.

(12) Sir H. Kennard to Viscount Halifax. 30 August 1939. Document No. 527. In: Documents on British Foreign Policy: 1919 – 1939. Third Series, Volume VII. Her Majesty’s Stationary Office, London 1954, S. 404.

(13) Ernest Lundeen Six Men and War. In: Congressional Record 86, July 11, 1940. Washington 1940, S. 9508 – 9513.

(14) House of Representative Special Committee on Un-American Activities Investigation on Un-American Propaganda Activities in the United States. Third Session on H. Res. 282. Appendix – Part II. Washington 1940, S.  1054 – 1059.

(15) Michael R. Beschloss Kennedy & Roosevelt: An Uneasy Alliance. Harper & Row, New York, S. 222.

(16) Irwin F. Gellman Secret Affairs: Franklin Roosevelt, Cordell Hull and Sumner Welles. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1995, S. 173.

(17) Joseph P. Kennedy Diplomatic Memoirs. John F. Kennedy Library and Museum, Boston. Series 08.01. Box 148. JPKPP 148-002, Chapter 40, S. 16.

(18) Joseph P. Kennedy Diplomatic Memoirs. John F. Kennedy Library and Museum, Boston. Series 08.01. Box 148. JPKPP 148-002, Chapter 40, S. 38.

(19) Sumner Welles The Time for Decision. Hamish Hamilton, London 1944, S. 112.

(20) Cordell Hull The Memoirs of Cordell Hull. Macmillan, New York 1948, S. 740.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Mob12 / shutterstock

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Kommentare (31)

31 Kommentare zu: “Die Kriegstrommeln werden wieder geschlagen | Von Jochen Mitschka

  1. Edgar Dahl sagt:

    Hier nur EIN Beispiel für die mangelnde Erklärungskraft der Hypothesen von Ploppa und Schulte. Wenn sich die Westmächte einen Krieg zwischen Deutschland und Russland wünschten, weshalb haben sie Hitler dann nicht in seinem Bemühen unterstützt, die Freie Stadt Danzig "heim ins Reich" zu holen? Stattdessen haben sie Polen den berühmten Blankoscheck ausgestellt und Polen eine militärische Unterstützung zugesichert, sollte Deutschland es wagen, Polen wegen Danzigs anzugreifen. Dieses Beistandsabkomen zwischen England, Frankreich und Polen hatte Hitler in die Arme von Stalin getrieben und zur Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes geführt. Zudem haben sie mit der Kriegserklärung vom 3. September 1939 dafür gesorgt, dass sich Hitler nun gegen den Westen wandte und einen Krieg gegen England und Frankreich führte. Damit hatten die Westmächte das genaue Gegenteil dessen erreicht, was sie laut Ploppa und Schulte erreichen wolten, nämlich einen Krieg gegen die Sowjetunion.

    Hätten Ploppa und Schulte recht, hätten die Westmächte nicht auf einen Krieg, sondern auf ein Bündnis zwischen Polen und Deutschland drängen müssen. Denn für den angeblich geplanten Krieg zwischen Deutschland und Russland wäre es ohnehin unerlässlich gewesen, dass deutsche Panzer über Warschau in Richtung Moskau hinwegrollen können.

    Kurz, Ploppas und Schultes Hypothesen können nicht die britisch-französische Garantieerklärung für Polen erklären.

    Aus dem im Podcast zitierten "Polnischen Dokumenten zur Vorgeschichte des Krieges" wissen wir, dass es Roosevelt war, der England und Frankreich die Garantieerklärung für Polen aufzwang. Durch seine Botschafter Bullitt, Kennedy und Biddle drängte Roosevelt die Polen dazu, sich auf keinerlei Verhandlungen mit Deutschland einzulassen und sicherte ihnen für den Fall einer Eskalation des Konfliktes um Danzig die militärische Unterstützung durch England, Frankreich UND Amerika zu. Oder, wie es Bullitt bereits am 25. April 1939 erklärte:

    "Der Krieg in Europa ist eine beschlossene Sache. Polen hat die Versicherung, von England und Frankreich unterstützt zu werden, und wird sich keinen deutschen Forderungen beugen. Amerika wird kurz nach England und Frankreich in den Krieg eintreten."

    • _Box sagt:

      Spekulationen und der Konjunktiv sind untauglich zur Beweisführung. Am Ende landen sie doch stets bei den Geldmächtigen und diesen ist doch stets Demokratie und Gemeineigentum ein Dorn im Auge, da es sie um die Macht bringt, die sie gewohnt sind über andere zu haben:

      In der medialen Wahrnehmung sind Milliardäre geisterhafte Wesen, die seltsam losgelöst von allem erscheinen und fast wie Märchenfiguren absichtslos und surreal über der Welt schweben. Doch dieser Eindruck täuscht: Keiner von ihnen handelt ohne Plan, und niemand ist so gut vernetzt wie die Milliardäre, bei denen schließlich alle finanziellen Fäden zusammenlaufen. (3)
      Man Weiß, dass sie mit ihren Milliarden gerne Stiftungen gründen, um Steuern zu sparen und ihren Familien über den Tod hinaus Macht und Einfluss zu sichern. Derzeit existieren allein in den USA mehr als fünfzig private Stiftungen reicher Familien und Firmen, die über so hohe Einnahmen verfügen, dass jede einzelne von ihnen mehr als 100 Millionen Dollar verteilen kann – wohlgemerkt pro Jahr. (4)
      Mit diesem Geld werden nicht nur wohltätige Initiativen gefördert, sondern auch sehr konkrete politische Ziele verfolgt.
      Eine der international mächtigsten Stiftungen, die Rockefeller Foundation, existiert seit 1913 und verfügt über ein Vermögen von mehreren Milliarden Dollar. Der Gründer John D. Rockefeller war seinerzeit der reichste Mensch der Welt. Sein Enkel David (1915-2017) galt als einer der politisch bestvernetzten Banker in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von 1950 bis 1985 gehörte er zur Führungsebene des Council on Foreign Relations, einer außenpolitischen Lobbygruppe. Er zählte den CIA-Gründer Allen Dulles zu seinen Vertrauten und verhalf unter anderem dem späteren Außenminister Henry Kissinger zum Aufstieg.
      Der Einfluss der Rockefeller Foundation in den vergangenen hundert Jahren ist kaum zu ermessen. Im 4. Kapitel wurde bereits geschildert, wie die Stiftung gemeinsam mit der Ford Foundation ab 1948 verdeckt die Programme für eine europäische Einigung finanzierte, aus denen später die EU hervorging. Ziel war es damals, Westeuropa gegenüber dem sowjetischen Kommunismus fest zusammenzuschweißen. Moskau stellte das Privateigentum infrage und damit den Kern der Macht von Familien wie Rockefeller und Ford. In den 1960er Jahren, während der Hochphase des Kalten Kriegs, ernannte der frisch zum US-Präsidenten gewählte Hoffnungsträger John F. Kennedy den Chef der Rockefeller Foundation zu seinem Außenminister.
      Die Stiftung wurde aber schon früher politisch aktiv.
      (…)
      Der Zweite Weltkrieg erscheint in diesem Licht als Konkurrenzkampf zwischen Eigentümereliten verschiedener Nationen, der den jeweiligen Völkern auf allen Seiten als hochmoralische Notwendigkeit verkauft wurde, in dem die politischen Kriegsziele aber sowohl in den USA wie auch in Deutschland von kleinen privaten Gruppen aus der Oberschicht bestimmt wurden.
      (…)
      Die vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal bereits verurteilten deutschen Großindustriellen Friedrich Flick und Alfried Krupp, die zur gleichen Oberschicht wie Rockefeller gehörten, begnadigte McCloy 1951. Er setzte ebenfalls durch, dass beide ihr beschlagnahmtes Firmenvermögen zurückerhielten. Auch Hitlers Finanzminister Graf Schwerin von Krosigk – Großvater der heutigen AfD-Politikerin Beatrix von Storch – begnadigte er, ebenso den Nazi-Diplomaten Ernst von Weizsäcker, Vater des späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Eine Elite schützte die Andere.
      McCloy wurde danach zum Vorsitzenden der Ford Foundation berufen, dann Chef von Rockefellers Chase Manhattan Bank. Schließlich wechselte er in den Vorstand des Council on Foreign Relations und gründete nebenbei den Lobbyverband Atlantik-Brücke. Deutlich wird bei Betrachtung einer solchen Karriere, wie der ganze internationale diplomatische Apparat auf die Interessen einzelner Bankiers und Milliardäre zugeschnitten ist und dass deren verschiedene politische Institutionen wie gut geschmierte Zahnräder ineinander greifen.
      (Paul Schreyer, Die Angst der Eliten – wer fürchtet die Demokratie?, S. 109-110, 113-114)

      Und:

      Die Kennedys waren tatsächlich erfolgreicher im Kampfgetümmel der Politik als die Rockefellers. Aber das war, wie John F. Kennedy begriffen hatte, nicht die ganze Geschichte, wenn es darum ging, das Maß der Macht einer Familie zu beurteilen. Er war sich völlig darüber im Klaren, dass die Rockefellers im Pantheon der amerikanischen Macht einen einzigartigen Platz einnahmen, der nicht so sehr im demokratischen System wurzelte als in dem, was Forscher später die »Schattenregierung« nannten – jenes unterirdische Netzwerk finanzieller, geheimdienstlicher und militärischer Interessen, das die nationale Politik lenkte, ganz gleich, wer im weißen Haus saß.
      (David Talbot, Das Schachbrett des Teufels – Die CIA, Allen Dulles und der Aufstieg Amerikas heimlicher Regierung)

    • Edgar Dahl sagt:

      _Box

      Wir alle wissen von der Macht der Rothschilds, Rockefellers und Kennedys sowie der Bedeutung des Council on Foreign Relations. Doch was sagt dies über die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges, die Kriegsziele er USA oder der Garantieerklärung für Polen aus? Haben Sie irgendwelche Dokumente, die belegen, wer Roosevelts Außenpolitik bestimmte? Die Kennedys sicher nicht!

      Am 15. Mai 1945 trafen sich Herbert C. Hoover und Joseph P. Kennedy in der Bar des New Yorker Hotels „Waldorf-Astoria“. Sowohl der frühere Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika als auch der frühere amerikanische Botschafter in London waren glücklich darüber, dass der Krieg gegen Deutschland endlich vorbei war. Sie stießen darauf an, dass auch der Krieg gegen Japan nun bald siegreich beendet werden möge. Doch Kennedy quälte ein Geheimnis. Wie er Hoover anvertraute, war er im Besitz von Dokumenten, die ein ganz anderes Licht auf Amerikas Rolle im Zweiten Weltkrieg werfen würden. Er sagte, dass der kürzlich verstorbene Präsident Franklin D. Roosevelt das amerikanische Volk betrogen und es in den Krieg hineingelogen hätte. Ohne Amerikas Einmischung hätten England und Frankreich Hitlers Wunsch nach einer Rückkehr Danzigs in das Deutsche Reich bereitwillig entsprochen. Ohne das unaufhörliche Drängen aus Washington hätten England und Frankreich nie eine Garantieerklärung an Polen ausgesprochen. Und ohne den beständigen Druck aus dem Weißen Haus hätten Polen und Deutschland friedlich miteinander verhandelt. Kurz, ohne Roosevelt hätte es 1939 gar keinen Krieg gegeben.

      Kennedy berichtete Hoover, dass er bereits an seinen Memoiren über die Zeit als Botschafter am Court of St. James in London schreibe. Darin würde er die Kriegstreiberei Roosevelts bloßstellen und die wahren Ursachen für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges benennen. Hierzu verfüge er über rund 900 vertraulich zu behandelnde Dokumente der amerikanischen Regierung. Zudem besäße er Kopien des geheimen Schriftwechsels zwischen Franklin Roosevelt und Winston Churchill. Und schließlich sei er noch im Besitze eines neunseitigen Abschiedsbriefes des früheren britischen Premierministers Neville Chamberlain, in dem dieser erklärte, von Amerika zum Krieg gezwungen worden zu sein.

      So nachzulesen in Herbert Hoover's "Freedom Betrayed. Herbert Hoover’s Secret History of the Second World War." Edited by George N. Nash. Hoover Institution Press, Stanford 2011, S. 827ff.

    • _Box sagt:

      Wer ist wir? Denn wenn wir alle das alles wissen, braucht man auch über nichts mehr aufzuklären. Nicht über Vergangenes und nicht über die Macht der Machteliten.
      Ablenkmanöver, über Dekontextualisierung, indem man sich an Dienstboten abarbeitet und den erfassten Zeitabschnitt bewußt zu klein wählt.
      Das während der Angriff der Machteliten global läuft.

    • Edgar Dahl sagt:

      Ich lasse mir den Vorwurf des "Ablenkungsmanövers" ja gerne gefallen. Doch warum klären Sie mich dann nicht über die wahren Hintermänner auf? Es genügt aber nicht, irgendwelche Namen wie Rothschild, Rockefeller, Ford, Thyssen oder Krupp zu beschwören. Sie müssen schon auch dokumentieren, wie genau diese Männer die Menschheit in einen zweiten Weltkrieg stürzten, wie sie Hitler, Chamberlain und Roosevelt kauften sowie welches Ziel sie mit ihren Kriegsplänen verfolgten. Haben Sie beispielsweise irgendein Dokument, aus dem klar ersichtlich wird, dass Roosevelt und Churchill bloße Befehlsempfänger der finanziellen Machtelite waren?

  2. Edgar Dahl sagt:

    Mit Hermann Ploppas "Der Griff nach Eurasien: Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland", Thorsten Schultes "Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung" und meinem "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit: Wie Roosevelt den Zweiten Weltkrieg plante" sind in den letzten Jahren gleich drei Bücher erschienen, die Amerikas Rolle bei der Entstehung des Zweiten Weltkrieges zu beleuchten suchen.

    Obgleich Ploppa, Schulte und ich die Hauptursache für den Zweiten Weltkrieg in Washington sehen, unterscheiden sich unsere drei Hypothesen doch stark voneinander. Grob gesagt, behauptet Ploppa, dass die amerikanische Finanzelite Hitler unterstützte, damit "Deutschland für die westliche Wertegemeinschaft die Sowjetunion überfallen sollte." (S. 59) Schulte meint dagegen, dass "die USA und Großbritannien einen Keil zwischen Deutschland und Russland trieben" (S. 12), damit "sie sich gegenseitig vernichten sollten." (S. 13)

    Meine in diesem Podcast nur kurz skizzierte Hypothese versucht dagegen zu zeigen, dass Roosevelt ab Herbst 1938 England, Frankreich und Polen gegen Deutschland in Stellung zu bringen suchte, weil er auf Grund des Scheitens seines "New Deals" einen neuen Weltkrieg brauchte, der nicht nur die Wirtschaft der USA sanieren, sondern auch die Hegemonie der USA begünden sollte.

    Die Frage, die es zu diskutieren gilt, lautet: Welche dieser drei Hypothesen besitzt die größere Erklärungskraft und stützt sich auf die besseren dokumentarischen Belege?

  3. ACHTUNG! DIE RUSSEN KOMMEN!
    https://www.youtube.com/watch?v=mE7i0aVfUoY

    • Ich bin nun inzwischen 83 Jahre alt und war seit vielen, vielen Jahren auf der Suche nach den wirklich Schuldigen der Kriege, die mich belasteten. Der Beitrag: "Die Kriegstrommeln werden wieder…" war eine richtige Fundgrube für mein bereits gesammeltes Wissen. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür.

    • Edgar Dahl sagt:

      Sehr geehrter Herr Grottke,

      haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihren freundlichen Kommentar! Falls Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, mich zu fragen.

      Herzlichst

      Edgar Dahl

  4. In Box' Satz: " Natürlich hat der WEF-Geldadel nichts weiter im Sinn als eine sozialistische Transformation." manifestiert sich ein gravierender Irrtum, der sich vielfach in die Hirne der Menschen eingegraben hat.
    Unter Sozialismus versteht man hier all das, was an den gescheiterten Versuchen einen Sozialismus einzurichten, schief gegangen ist, als das, was an diesen Systemen genau NICHT sozialistisch war. (McCarthys Propaganda).
    Und natürlich passt das genau auf die WEF-Ideologie, die sich einer erneute und noch weit tiefer gehende Perversion des Sozialismus als Prinzip gewählt hat.
    Dem wäre entgegen zu setzen:
    Sozialismus heute – neu formuliert – ist nicht der Sozialismus des 19. Jahrhunderts und schon gar kein Zwangsregime.
    Dieser Sozialismus basiert vielmehr auf den freien, selbstbestimmten Individuum und der Kooperation solcher Individuen. Organisiert auf der Basis überschaubarer, gesellschaftlicher Einheiten, die dann wiederum, wo nötig, auch in größeren Zusammenhängen kooperieren können.
    Da ist dann die Rede von (unterschiedlichen!) Gesellschaften, die die gegenwärtige Glücksvorstellung als "Haben", "Haben-Wollen" via Kaufen durch eine Glücksvorstellung ersetzen, die auf der selbsdtbestimmten Verwirklichung der inhärenten Fähigkeiten des Menschen aufbauen und die Exploitation von Menschen nicht mehr zulassen.
    Gesellschaften, in denen Menschen einander auf Augenhöhe begegnen.
    Im Übrigen wären das auch Gesellschaften, die den extrem verschwenderischen Verbrauch von Rohstoffen und der Vernichtung von Umwelt deutliche Grenzen setzen könnten.
    Statt über den missverstandenen Begriff "Sozialismus" zu streiten, fragen wir doch einfach die Menschen:
    "Wie möchtest Du leben?"
    Und da heißt die Antwort auf allen Seiten zumeist:
    "Ich möchte ein selbstbestimmtes Leben führen!"
    Da haben wir es nun… und das sollte uns doch vereinen, oder nicht?

    • PS: Dazu kann es interessant sein, die durchaus schon existierenden Kleingesellschaften zu beobachten, von denen es in vielen Ländern bereits etliche gibt. Die nennen sich meist nicht sozialistisch und können ganz unterschiedlichen, geistigen Grundprinzipien anhängen, seien die buddhistisch, anthroposophisch oder was auch immer. Und die funktionieren recht gut. Ich denke gerade an einige kleine Gesellschaften, die dadurch entstanden, dass sich in Spanien kleine Gruppen von Städtern einige verfallene und herrenlose Dörfer angeeignet haben, in denen sie nun neben Gärtnerei und Landwirtschaft auch handwerkliche Tätigkeiten verfolgen und durchaus über die Runden kommen (Es gibt natürlich auch gescheiterte solche Versuche).
      Das reicht zwar als Modell für eine Großgesellschaft noch nicht aus, aber erste Lehren können aus diesen Unternehmungen gezogen werden.

  5. _Box sagt:

    Roter Hering. Ein Roter Hering (engl. Red Herring) steht für etwas, dass auf eine falsche Fährte locken soll. Die Bezeichnung hat einen Hintergrund: Heringe werden gepökelt und geräuchert, um Sie haltbarer zu machen. Dadurch nehmen sie eine rötliche Färbung an. Mit der Zeit entwickeln diese Kadaver einen starken Geruch.

    Dieses Thema wurde bei apolut und bereits lange vorher bei kenfm, über zahlreiche Publikationen, Beiträge und Bücher, rauf und runter und wesentlich umfangreicher behandelt. Herr Ploppa hat hier sehr viel geleistet. Es nun auf einen dermaßen stumpfen Artikel, der mehr wegläßt als er offenbart, zu reduzieren, ist schon dreist.

    Anbei ein externer Artikel der wesentlich früher einsetzt und wesentlich mehr beinhaltet:

    Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?

    Ohne Geld keine Revolution, ohne Geld kein Hitler. Wer gab der NSDAP soviel Geld, daß sie innerhalb von zehn Jahren aus dem Nichts an die Macht kommen konnte? Unsere Spurensuche zeigt: Niemand spendete Hitler aus Idealismus Geld. Jeder sah in ihm einfach ein Mittel zum eigenen Zweck. Eine Rezension über das Buch "Der finanzierte Aufstieg des Adolf H." von Wolfgang Zdral.

    Geld ist das Brecheisen der Macht. Friedrich Nietzsche

    Bevor wir Hitlers weiteren Aufstieg zur Macht weiterverfolgen, gehen wir hier der Frage nach, wer seine Geldgeber waren. Denn Geld ist das Benzin, nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Weltpolitik. Zu Recht kommentiert das Ministerium des Äußeren im Jahre 1923 über die Nazis: "Wie zum Krieg, so gehört zur Revolution erstens Geld, zweitens Geld, drittens Geld. Ohne Geld keine Revolution."
    (…)
    Ohne massive Geldspenden hätte also die NSDAP niemals den Lauf der Weltgeschichte dermaßen beeinflussen können, wie sie es später tat. Hitler wäre ein belächelter Eiferer unter vielen geblieben, eine verkrachte Existenz mit Größenwahn.

    Deshalb ist es gerechtfertigt, daß man den Spuren des Geldes folgt und fragt: Welche Kreise haben Hitler langsam, aber sicher zur Macht verholfen? Gab es einen Augenblick, wo man ihn durch Entzug von Spenden hätte stoppen können? Oder war er nur eine willkommene Figur im Schachspiel der wirklich Einflußreichen? In einem Spiel, bei dem die Regeln von unsichtbaren Spielern gemacht werden?
    (…)
    Bild links: Sie alle ermöglichten Hitlers Aufstieg zur Macht mit der Leistung oder Vermittlung teils erheblichen Geldspenden. Gegen den Uhrzeigersinn von links oben: John Pierpont Morgan, amerikanischer Bankier; adlige Exil-Russen, welche das Zarenreich (Flagge) wiederherstellen wollten; Dr. Max Erwin von Scheubner-Richter; Kurt Lüdecke; Benito Mussolini; Emil Kirdorf; John D. Rockefeller; Frankreich; Stahlbaron Fritz Thyssen; Henry Ford, US-Autokönig; Dietrich Eckart
    (…)
    Der bekennende Antisemit Henry Ford unterstützt Hitler – 1920
    (…)
    Ein Bild von Henry Ford hing im Münchner Hauptquartier der NSDAP. Weiterhin überwies die Ford-Werke AG jährlich 50.000 RM als Geburtstagsgeschenk auf Hitlers Privatkonto beim Kölner Bankhaus J. H. Stein. Inhaber der Stein Bank war der anglophile (dem englischsprachigen zugeneigt) Kurt Freiherr von Schröder, der auch dem „Freundeskreis des Reichsführers SS“ ein Konto einrichtete. Nicht umsonst wurde Henry Ford von Hitler mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung, die Nazi-Deutschland an Ausländer zu vergeben hatte.
    (…)
    Die "Geldmacht" USA trifft Kriegsvorbereitungen – seit 1918

    "Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, fanden sie heraus, dass schon seit 1918 Schritte unternommen worden waren, um Deutschland in ökonomischer und industrieller Hinsicht auf einen Krieg vorzubereiten." Zu diesem eindeutigen Fazit kamen die Aussagen verschiedener Regierungsbeamter vor dem amerikanischen Kilgore Committee nach dem Zweiten Weltkrieg.

    Diese Kriegsvorbereitungen vor und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 gingen zum großen Teil auf die finanzielle Unterstützung der Wall Street zurück, welche in den Zwanziger Jahren mithalf, das deutsche Kartellsystem zu formieren. Zudem stellten bekannte amerikanische Firmen später technisches Know-How zur Verfügung, um die Deutsche Wehrmacht aufzubauen.

    Der dies behauptet, ist kein dubioser Verschwörungshysteriker, sondern ein amerikanischer Professor, Geschichtsforscher und Autor zahlreicher Bücher, der sich auf erstklassiges Primärquellenmaterial stützt: "Wall Street and the Rise of Hitler" ist eines der vielbeachtetsten Bücher des gebürtigen Engländers Antony C. Sutton (1925-2002). Die finanzielle und technische Unterstützung Deutschlands durch die Wall Street sei weder zufällig noch kurzsichtig geschehen, hebt Sutton hervor.
    (…)
    Die amerikanische Hilfe für die deutsche Aufrüstung erstreckt sich noch auf weitere Gebiete. In Hitlerdeutschland sind die zwei größten Hersteller von Panzern Opel, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der amerikanischen General Motors, die wiederum von J. P. Morgan kontrolliert wird; sowie die Ford AG, eine Tochtergesellschaft von Henry Fords Ford Motor Company in Detroit.

    Der Molloch – Leseprobe von Karlheinz Deschner

    Der deutsche Schriftsteller und Religionskritiker Karlheinz Deschner schreibt in seinem Buch "Der Molloch" zur Finanzierung der Deutschen nach dem ersten Weltkrieg durch die Amerikaner:

    »Amerikas Geschäft ist das Geschäft« war eines der großen Worte des Präsidenten Calvin Coolidge (Präsident der USA von 3. August 1923 – 3. März 1929). Und es paßt dazu, daß man wenige Monate nach seinem Amtsantritt mit Deutschland am 8. Dezember 1923 bereits einen Freundschaftsvertrag schloß – nur wenige Jahre nachdem man es zu Tode bekriegt hatte. Und schon im nächsten Jahr ist es bezeichnenderweise ein Bankier, Charles G. Dawes, der (in dem seinen Namen tragenden Plan) für eine Reorganisation der Deutschen Reichsbank und die Stabilisierung der deutschen Währung eintritt durch eine Anleihe von nicht weniger als 800 Millionen Goldmark.

    Auch ein weiterer Großkapitalist wurde zur Rettung Deutschlands aktiv. 1929 appellierte Alfred Hugenberg, eine Art Axel Springer der Weimarer Republik, dessen Medienkonzern, etwa 40 deutsche Zeitungen, darunter der "Völkische Beobachter", das tägliche Parteiblatt der NSDAP, einige Verlage und die größte deutsche Filmgesellschaft "Ufa" angehörten, in einem Rundschreiben an 3.000 US-Millionäre, das drohende Chaos in Deutschland abzuwenden.

    Hugenbergs Aufruf verhallte jenseits des Atlantik nicht ungehört. Es war das Jahr der heraufziehenden großen Wirtschaftspanik, die US-Stahlkonzerne lagen darnieder. Wie hätte da nicht das mit einer deutschen Aufrüstung verbundene Geschäft verlocken sollen! Zwar hatte die Weimarer Republik die Remilitarisierung bereits eingeleitet, doch im großen Stil konnte man dies wohl erst von dem Heil- und Siegbringer aus Braunau (Hitler) erhoffen.

    Daß der deutsche »Führer« käuflich war, ist früh bekannt gewesen. Schon ein Prozeß im Sommer 1923 wegen der NSDAP-Finanzierung hatte ergeben, daß der Partei dreimal große Geldbeträge aus dem Saargebiet über die Deutsche Bank zugegangen waren. Nach Überzeugung des Gerichts stammten sie von amerikanischer Seite, dem Großindustriellen Henry Ford, der lebhaft eine deutsche Aufrüstung wünschte.

    Recht umfangreich und nachzulesen hier: http://sauber.50webs.com/kapital/

    Es ist mal wieder einer dieser Artikel, der die Marionettenspieler im Hintergrund, die Kapitalisten hinter den Faschisten, weiterhin verbergen soll.
    Denn und schließlich landet man über den Autor (sein erstes Buch zum Thema begann 1933, als gäbe es nichts davor) bei "Eigentümlich frei," individualistisch, kapitalistisch und libertär, wo nichts mehr befürchtet wird als eine, "Sozialistische Transformation – Der Westen wird rot – und was wir (für uns) dagegen tun können."

    Diesen pseudo-oppositionellen Mummenschanz kennt man mittlerweile. Natürlich hat der WEF-Geldadel nichts weiter im Sinn als eine sozialistische Transformation.

    • Edgar Dahl sagt:

      Ich verstehe Ihr Ansinnen. Es ist immer vernünftig, "dem Geld zu folgen". Doch alles, was Sie damit zeigen, ist, wer Hitler unterstützt hat. Daraus, dass Industrielle wie Ford oder Thyssen die NSDAP unterstützt hatten, wollen Sie doch aber wohl nicht ableiten, dass Thyssen und Ford nun für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich wären, oder? Sie müssen doch zumindest auch den ZWECK offenlegen, zu dem jemand wie Fritz Thyssen Geld gespendet hat. Und könnte dieser Zweck beispielsweise nicht allein darin bestanden haben, Deutschland vor dem Kommunismus zu bewahren?

  6. Ich konnte bis vor 1 1/2 Jahren einfach nicht nachvollziehen, wie in den 30er Jahren ein ganzes Volk einer Handvoll gehirnverbrannter Verbrecher jubelnd ihre Menschenwürde und Freiheit hinterhergeworfen hatten.
    Jetzt kann ich es ….

  7. "wasserader" greift zu kurz. "mangelndes Selbstbewusstsein und ebenso in Selbsthass" waren bereits in den zwanziger Jahren verbreitet. Da war der verlorene WKI, da war die Inflation, da war Versailles und zur Krönung die Krise von 1929.
    Und da ging er herum, der schöne Gigolo….
    https://www.youtube.com/watch?v=7StEEhvOgiA
    und so war es möglich, dass gar zu viele so funktionierten:
    "Aus mangelndem Selbstbewusstsein kommt irrationales Sendungsbewusstsein für beliebig wechselbares Gutes und aus dem Selbsthass der kulturelle Suizid ." wie "wasserader" richtig sagt und auf ging's zu WKII.
    Hat sich das geändert?
    Hat sich nicht. Solange der Wohlstand hielt, wurde das übertönt, doch jetzt grassiert die begründete Angst, dass es damit vorbei ist. Lösungen, die es wohl gibt, dürfen nicht diskutiert werden…
    Machen wir einen Sprung…. und so haben wir die neue Erlösungsreligion, der man durch das Sakrament der Spritzen beitritt und damit ist man vor allen denkbaren Unbilden des Lebens gerettet.
    Das wiederum ist erst der Anfang…. "Selbsthass der kulturelle Suizid" können noch weit mehr leisten und die Kriegshetzer bauen beraits darauf.

  8. zurfall sagt:

    Genau, das Reich damals war auch pleite und Hitler kam und versprach die Leute aus diesem Elend zu befreien. Den Preis den sie dafür zahlen mußten erfuhren sie erst später. Man sollte immer die Situation der Menschen damals berücksichtigen. Jeder Mensch ist sich selbst der nächste und nimmt jede Möglichkeit wahr dem Elend zu entfliehen ohne auf die Folgen seines Tuns zu blicken. Mit zeitlichen Abstand die Dinge zu bewerten ist immer einfach. Ich wollte zu dieser Zeit nicht gelebt haben zu müssen. Nur diejenigen die dieses Schicksal nicht erlebt haben wissen heute ganz genau wie sie sich verhalten hätten. Von dieser Sorte gibt es genug.

    • "zurfall"…. das ist lustig :-) "Ich wollte zu dieser Zeit nicht gelebt haben" ? ? ? Und nun lebst Du heute, in einer Zeit, die jener in mehr als man denkt zu gleichen beginnt.
      Aber noch etwas….
      Alle Menschen waren damals den gleichen Umständen und der gleichen Propaganda ausgesetzt. Dennoch gab es Etliche (Viele?), die sich nicht blenden ließen. ! ! !
      Und heute?
      Alle Menschen sind heute den gleichen Umständen und der gleichen Propaganda ausgesetzt. Dennoch gibt es Etliche (Viele?), die sich nicht blenden lassen. ! ! !
      Darin liegt ein Geheimnis. Da sind die, die auf den Wagen springen bzw. sich sofort dem Zug der Lemminge anschließen und dann sind da die, die das nicht tun. Quer durch alle Schichten…
      Das versuche mal einer zu erklären.

    • zurfall sagt:

      Ja, ich lebe heute, aber nicht unter diesen elenden Umständen. Warum Menschen so reagieren wie sie reagieren kann man sehr schön im Buch von Gustave Le Bon "Psychologie der Massen" nachlesen….Auszug…"In der Massensituation ist der Einzelne leichtgläubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Führern leicht zu lenken"…..

    • Ursprung sagt:

      #Hartensteiner:
      "Das versuche mal einer zu erklaeren"

      Hast Du goettliche Funken, bist Du Inspirierter. Sonst schwelst und stinkst Du bloss.
      Funkeln ist schoen und anstrengend. Stinken bequemer.

  9. zurfall sagt:

    Alles schön nachzulesen im Buch "1939 Der Krieg, der viele Väter hatte" von Gerd Schultze-Rhonhof. Zwar mit starkem Englandbezug aber die Polenfrage inklusive der Korridorfrage werden sehr gut heraus gearbeitet. Es dauert halt immer eine Zeit bis die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Die Amerikaner (Neuengländer) waren noch nie die Guten. Bis zu unserer Regierung hat sich dies leider noch nicht herum gesprochen. Diese Leute werden uns wieder in den III.WK treiben. Die sind heute genau so pleite wie sie es vor dem II. WK waren.

    • Aber dabei nicht vergessen: "WIR" sind ebensowenig die Guten…. schon gar nicht die Massen der Mitmacher, die Knechte des vorauseilenden Gehorsams, die "Diener aller Herren". Damals nicht, heute nicht.

  10. michel aloui sagt:

    ein gleichermaßen guter wie wichtiger Beitrag, und überfällig

    • Ja, solange man ihn nicht aus dem Gesamtzusammenhang reißt und z.B. die Masse nicht vergisst, die auf "Wollt ihr den totalen Krieg?" mit einem begeisterten Hurra antworteten. Und heute alle die, die den Kriegstreibern von von der Leyen über AKK zu Lamprecht und unserer allseits geliebten Annalena usw. usw. "mit Toleranz" begegnen.

    • Edgar Dahl sagt:

      Im Januar 1943 hatten Roosevelt und Churchill auf der Konferenz von Casablanca beschlossen, dass sie sich mit nichts weniger als der "bedingungslosen Kapitulation" Deutschlands zufrieden geben werden. Deutschland stand also vor der Wahl zwischen einer totalen Unterwerfung und einem totalen Krieg. Ist es da verwunderlich, dass man sich lieber für Letzteres entschied?

  11. wasserader sagt:

    Aufklärung und Aufarbeitung der Geschichte
    war unter der alliierten Besatzung Schuldindustrie . Die deutsche Schuld ist tief eingegraben . Diese Schuld äußert sich in mangelndem Selbstbewusstsein und ebenso in Selbsthass . Aus mangelndem Selbstbewusstsein kommt irrationales Sendungsbewusstsein für beliebig wechselbares Gutes und aus dem Selbsthass der kulturelle Suizid .

  12. Das alles ändert nichts daran, dass das Deutsche Reich zu dieser Zeit ebenfalls pleite war (Aufrüstung!) und ebenfalls den Ausweg des Krieges suchte. Hinzu kommt, dass die deutsche Bevölkerung die wahnwitzige Hitler-Regierung begeistert an die Macht gebracht und weiter unterstützt hatte, die gemäß ihrer Ideologie auf Weltherrschaft aus war und die Pläne zur Eroberung der slawischen Untermenschen – vor allem der UdSSR – nicht aufgegeben hätte.
    Vergleichen wir das mit heute. Man kann ja nicht sagen, dass Deutschland schuld an dem laufenden Pandemietheater wäre, aber die Begeisterung, mit der die deutsche Bevölkerung diese Show unterstützt ist unübersehbar und unverzeihlich. Aber weiter…
    Heute mag die deutsche Bevölkerung zwar noch nicht auf einen nächsten Krieg gebürstet sein, aber nicht erst mit der letzten Wahl steht sie immer wieder für eine Regierung ein, die die Kriegshetze gegen Russland auf ihre Fahnen geschrieben hat. Kurz:
    Es gibt keine Dummheit und keinen Wahnsinn, für die die deutsche Bevölkerung nicht zu begeistern ist, nur für eines nicht: für vernünftiges Denken und Handeln.
    So kommt eben auch SCHULD zustande.

    • Auch zur Erinnerung: Längst vor der Machtergreifung war vielen kritischen Denkern in Deutschland klar: "WER HITLER WÄHLT, WÄHLT DEN KRIEG!". Das war damals bereits zu erkennen und wäre auch ohne Roosevelt so gekommen. Dass dieser allerdings alles tat – nicht zuletzt die Unterstützung der Nazis mit Geld und Rohstoffen – damit es dazu auch kommen würde, ist die andere Seite der Medaille.
      Letztlich ist das aber alles "Geschichte" und Geschichte ist etwas, woraus die deutsche Bevölkerung nichts, aber auch gar nichts lernt. Damals mit Zustimmung, heute mit Schulterzucken tappt man zum nächsten Krieg und schaut den Vorbereitungen uninteressiert zu. Auch eine Form der Zustimmung und wiederum: So entsteht eben auch SCHULD.

    • Edgar Dahl sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass Hitler auf Krieg, ja, sogar auf die "Weltherrschaft" aus war? Gibt es irgendwelche Dokumente, die dies belegen?

  13. zivilist sagt:

    Verständlich, daß es das US Establishment zum zweiten mal mit derselben Nummer versucht. Aber sollten die Deutschen tatsächlich ein zweites mal so blöde sein, auf dieselbe Nummer reinzufallen ?

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