Deutschland erlebt bei der aktuellen PISA-Studie (PISA 2025, veröffentlicht 2026) einen neuen Negativrekord: Die Leistungen der 15‑Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften sind so schwach wie nie seit Beginn der Erhebungen vor 25 Jahren.
Die OECD berichtet, dass deutsche Schüler in allen drei getesteten Bereichen nur noch OECD‑Mittelmaß erreichen, gleichzeitig aber auf ihr historisch niedrigstes Niveau gefallen sind. Studienleiter Samuel Greiff spricht von „den niedrigsten Kompetenzwerten seit Beginn der PISA-Erhebungen“.
Wesentliche Befunde:
Grundlegende Kompetenzen fehlen breitflächig: In Deutschland erreicht etwa jeder dritte 15‑Jährige beim Lesen und in Mathematik nicht einmal das grundlegende Kompetenzniveau, in den Naturwissenschaften ist es ungefähr jeder vierte. Gut jeder Fünfte verfehlt in allen drei Bereichen ausreichende Basiskompetenzen.
- Punktwerte weiter abgesackt: Für die Testrunde 2025 werden u.a. rund 486 Punkte in Naturwissenschaften, 465 im Lesen und 464 in Mathematik genannt – alles Werte unterhalb früherer Studien und die niedrigsten, die je in Deutschland gemessen wurden. Bereits 2022 lag Deutschland mit 475 Punkten in Mathematik, 480 im Lesen und 492 in Naturwissenschaften nur im bzw. knapp über dem OECD‑Durchschnitt – damals schon ein Tiefstand.
- Langfristiger Negativtrend: Die OECD spricht von einem sich seit über einem Jahrzehnt verstärkenden negativen Trend. Deutschland ist inzwischen nur noch Durchschnitt im internationalen Vergleich, nachdem es in früheren PISA‑Runden teils deutlich darüber lag.
- Soziale Ungleichheit bleibt hoch: Der Bildungserfolg hängt in Deutschland weiterhin besonders stark vom Bildungsgrad und Einkommen der Eltern ab; andere Länder haben soziale Unterschiede im Bildungssystem deutlich stärker reduziert.
Einordnung und Reaktionen:
- Medien und Politik sprechen von einem neuen „PISA-Schock“, der an den ersten Schock von 2001 erinnert, nun aber von noch schlechteren Ergebnissen übertroffen wird.
- Bildungsexperten verweisen auf erfolgreiche Länder wie Kanada, Estland oder Japan, die trotz Herausforderungen bessere Leistungen und geringere soziale Spaltung erreichen; von ihnen müsse Deutschland laut Experten „lernen“.
- Bundes- und Landesbildungsminister bezeichnen die Resultate als „Tiefschlag für Deutschland“ und sehen dringenden Reformbedarf in Unterrichtsqualität, Förderangeboten und Grundkompetenzen.
+++
Bildquelle: EduLife Photos / shutterstock
+++
Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer "digitalen finanziellen Selbstverteidigung" unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit der:
Spenden-Kryptowährung „Nackte Mark“: https://apolut.net/unterstuetzen/#nacktemark
oder mit
Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoin
Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/
+++
Bitte empfehlen Sie uns weiter und teilen Sie gerne unsere Inhalte in den Sozialen Medien. Sie haben hiermit unser Einverständnis, unsere Beiträge in Ihren eigenen Kanälen auf Social-Media- und Video-Plattformen zu teilen bzw. hochzuladen und zu veröffentlichen.
+++
Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/
+++
Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut