2,3-Millionenspende zahlt sich aus: Bill-Gates-Propaganda im Spiegel | Von Thomas Röper

Ein Standpunkt von Thomas Röper.

Der Spiegel hat von Bill Gates über zwei Millionen Euro als Spende erhalten. Der Spiegel will uns weismachen, dass das keinen Einfluss auf die Berichterstattung des Spiegel hat. Dass das Unsinn ist, kann man nun wieder an einem Spiegel-Artikel sehen.

Das ist keine Verschwörungstheorie, man kann es auf der Seite der Bill & Melinda Gates Foundation nachlesen: 2018 hat Spiegel-Online eine Spende in Höhe von 2 537 294 Dollar, das waren etwa 2,3 Millionen Euro, bekommen. Auch der Spiegel hat das mal erwähnt, aber um das zu finden, muss man schon ein wenig suchen.

Beim Spiegel gibt es die Rubrik „Globale Gesellschaft“, die durch die Spende von Bill Gates erst geschaffen wurde. Wenn man die Rubrik anklickt, erscheint über der Artikel-Liste folgender Text:

Für unser Projekt Globale Gesellschaft berichten ReporterInnen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa über Menschen, soziale Brennpunkte und gesellschaftliche Entwicklungen. In Reportagen, Analysen, Fotos, Videos und Podcasts erzählen wir von Ungerechtigkeiten vor dem Hintergrund der Globalisierung – aber auch von vielversprechenden Ansätzen. Das Projekt wird von der Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt, die redaktionellen Inhalte entstehen ohne Einfluss der Stiftung“

Das kann glauben, wer will.

Fakt ist, dass der Spiegel immer wieder Propaganda für Bill Gates und seine Ziele macht. Am 1. Oktober habe ich zum Beispiel an einem Spiegel-Artikel aufgezeigt, wie der Spiegel Bill Gates und die Pharmaunternehmen als barmherzigen Samariter dargestellt hat, die die Welt mit den Corona-Impfstoffen retten wollen, ganz selbstlos natürlich. Abgesehen davon, dass man zu den Corona-Impfstoffen stehen kann, wie man will, war das gelogen, denn der Spiegel hat seinen Lesern verheimlicht, dass das ganz und gar nicht selbstlos war, denn die Rechnung sollten die weltweiten Steuerzahler übernehmen, während die Pharmaunternehmen (und Bill Gates, der Aktien an bestimmten Unternehmen hält) eine Bombengeschäft machen. Die Details finden Sie über dem Link im Schriftartikel.

Ein besonders „schönes“ Beispiel für die pro-Gates-Propaganda des Spiegel sind die Berichte unter der Reihe „Tagebuch aus Nordsyrien.“ Dort vermittelt der Spiegel seinen Lesern den Eindruck, er veröffentliche das Tagebuch einer syrischen Familie, die in einem Flüchtlingslager in der Region Idlib sitzt. Ich habe darüber Ende Oktober schon mal anhand eines Artikels aus der Reihe berichtet.

Das Problem dabei ist, das Tagebuch gibt es gar nicht, es entsteht offensichtlich in der Spiegel-Redaktion in Hamburg. Ende Oktober klang das im Spiegel so:

Der SPIEGEL hält seit Februar Kontakt zu den Hajj Abdos, begleitet ihr Leben als Vertriebene im eigenen Land. Die Aufzeichnungen entstehen aus Telefonaten, Videos und WhatsApp-Nachrichten, die ein Vermittler vor Ort übersetzt.“

Im Klartext: Der Spiegel hat keinen persönlichen Kontakt zu der Familie, sondern alles läuft über einen „Vermittler vor Ort.“ Obwohl der Spiegel die Artikel wie ein Tagebuch darstellt und obwohl in der Überschrift ausdrücklich von einem „Tagebuch aus Nordsyrien“ die Rede ist, ist es in Wahrheit kein Tagebuch der Familie. Der Spiegel sagt ja selbst, dass die „Aufzeichnungen“ aus Gesprächen und WhatsApp-Nachrichten entstanden sind, die noch dazu ein anderer vorher übersetzt und schreibt. Das muss man wohl so verstehen, dass der Spiegel die „Aufzeichnungen“, die er seinen Lesern dann als Tagebuch präsentiert, aus den WhatsApp-Nachrichten des „Vermittlers“ selbst fabriziert.

Interessant ist folgendes: Die Lage in Idlib muss katastrophal sein. Das Gebiet wird von Al-Qaida gehalten, die Lage in den Flüchtlingslagern ist entsprechend. Es gibt Gewalt, Probleme mit der Versorgung und so weiter. Aber laut den Spiegel-Artikeln der Serie „Tagebuch aus Nordsyrien“ haben die Flüchtlinge vor allem vor einer Sache Angst: Vor Covid-19!

Der aktuelle Spiegel-Artikel der Reihe „Tagebuch aus Nordsyrien“ ist wieder in der von Bill Gates finanzierten Rubrik „Globale Gesellschaft“ erschienen und schon die Überschrift zeigt, worum es geht: „Tagebuch aus Nordsyrien – »Auf keinen Fall will ich einen russischen Impfstoff«

Der Artikel zeigt auch wieder, dass die Flüchtlinge sich anscheinend hauptsächlich um Corona Sorgen machen. Übrigens fehlt in diesem Artikel der zitierte Absatz über das Zustandekommen des „Tagebuchs“, der Leser des Artikels wird in dem Glauben gelassen, es wäre ein echtes Tagebuch der Familie, das der Spiegel so ausführlich zitiert. Und natürlich haben die Flüchtlinge Angst vor dem russischen Impfstoff, während sie einen westlichen Impfstoff toll finden:

Ich vertraue dem Impfstoff aus Europa am meisten und auf dessen transparente Herstellung. Definitiv traue ich nicht dem russischen.“

Das ist lustig, denn der russische Impfstoff wird ja nun Teil des europäischen Impfstoffs von Astra-Zeneca. Zur Erinnerung: Der Impfstoff von Astra-Zeneca hat nur eine geringe Wirksamkeit von 70 Prozent gezeigt und daher hat Astra-Zeneca sich an die Russen gewandt, um ihren Impfstoff mit dem russischen Impfstoff zu „dopen“ und seine Wirksamkeit zu erhöhen.

Für den Spiegel bedeutet das, dass er nun einen Spagat machen muss. Einerseits kann er seinen Lesern nicht mehr die Märchen erzählen, der russische Impfstoff sei „russisches Roulette,“ wenn der Spiegel andererseits die Impfungen als etwas Gutes darstellen muss, denn wenn der Astra-Zeneca-Impfstoff in Deutschland zur Anwendung kommt, wird er zusammen mit dem russischen Impfstoff gespritzt. Und daher habe ich mich sehr amüsiert, als der Spiegel diese Kehrtwende das erste Mal hinlegen musste, die Details finden Sie im verlinkten Artikel.

Ein Auszug aus dem Artikel vom 13.Dezember:

“180-Grad-Wende der Medien: Und plötzlich ist der russische Impfstoff gar nicht mehr so böse…

Nachdem der russische Corona-Impfstoff monatelang in den Medien schlecht gemacht wurde, müssen sie ihren Lesern nun eine 180-Grad-Wende verkaufen, weil ausgerechnet der böse russische Impfstoff den Impfstoff von Astra-Zeneca retten soll.

Was haben die Medien nicht alles veranstaltet, um den russischen Corona-Impfstoff schlecht zu machen. Zuerst haben sie gelogen, er sei zugelassen worden, dabei ist er damals nur registriert worden, was nach russischem Recht eine Formalie ist, um die Phase-III-Tests beginnen zu können. Und noch vor wenigen Tagen waren Impfungen mit dem russischen Impfstoff in Moskau für den Spiegel „russisches Roulette.“ Die Medien haben alles getan, um den russischen Impfstoff zu verteufeln und die westlichen Impfstoffe anzupreisen. Und nun müssen sie zurückrudern.

Im Westen gibt es derzeit drei „vielversprechende“ Impfstoffe. Da sind zunächst die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, die mit einer noch nie für die Anwendung beim Menschen zugelassenen Methode arbeiten. Und dann ist da noch Astra-Zeneca, das an einem Vektorimpfstoff – also einem erprobten Verfahren – arbeitet. Allerdings verwendet Astra-Zeneca -im Gegensatz zu den Russen – Viren von Affen und nicht vom Menschen als Vektor.

Die Tests des Impfstoffs von Astra-Zeneca waren enttäuschend, laut der Firma liegt die Wirksamkeit im Durchschnitt bei gerade mal 70 Prozent. Der Grund dürften die Affenviren sein, denn es wird vermutet, dass das menschliche Immunsystem bei der Impfung eine Immunität gegen die für das menschliche Immunsystem unbekannten Affenviren aufbaut und nicht gegen die von den Viren eingeschleusten Covid-Partikel. Aber das sind bisher nur Vermutungen.

Das Problem ist, dass der russische Impfstoff eine Wirksamkeit von über 95 Prozent gezeigt hat. Daher ist es absurd, dass im Westen entweder auf experimentelle mRNA-Impfstoffe, deren Langzeitfolgen völlig unbekannt sind, oder auf einen Impfstoff mit einer geringen Wirksamkeit gesetzt wird. Es geht den westlichen Staaten offensichtlich nicht um eine qualitativ hochwertige, schnell verfügbare und ungefährliche Impfung, sondern darum, den westlichen Pharmakonzernen ein Milliardengeschenk zu machen.

Ausgerechnet Astra-Zeneca scheint nun umzudenken und hat ein Angebot der Russen zur Zusammenarbeit angenommen. Man will den Astra-Zeneca-Impfstoff mit dem russischen kombinieren, um die Wirksamkeit des Impfstoffs von Astra-Zeneca zu erhöhen.”

Andererseits verdient aber Bill Gates nun nicht an dem russischen Impfstoff und das ist doof. Also lässt der Spiegel eben einen syrischen Flüchtling sagen, dass der russische Impfstoff nicht gut und dass die westlichen Impfstoffe ganz transparent sind. Das freut Bill Gates, während der Spiegel gleichzeitig weiter positiv über den (zukünftig mit Sputnik-V gedopten) Impfstoff von Astra-Zeneca berichten kann. Und Astra-Zeneca hat selbst den Kontakt zu den Russen gesucht, um die Wirksamkeit seines eigenen Impfstoffes mit Hilfe des russischen Sputnik-V zu erhöhen.

Wenn es der Regierung (und den Medien) darum gehen würde, schnellstmöglich einen Großteil der Bevölkerung mit einem wirksamen Impfstoff zu versorgen, müssten die Medien fordern, dass gleich der russische Impfstoff gespritzt wird, anstatt den Umweg über Astra-Zeneca zu nehmen. Hinzu kommt, dass die Russen – im Gegensatz zu westlichen Pharmaunternehmen – eine Produktion in Lizenz erlauben. Westliche Unternehmen könnten also den russischen Impfstoff in Lizenz produzieren und es wären schnell viel mehr Impfdosen verfügbar.

Aber daran verdienen die westlichen Firmen viel weniger, denn sie können ja die Entwicklungskosten nicht in Rechnung stellen (die ohnehin von den Staaten bezahlt wurden). Das würde weniger Gewinn für die westlichen Konzerne bedeuten, an denen auch Bill Gates beteiligt ist. Gates würde also weniger Geld verdienen.

Es ist in meinen Augen lustig, sich anzuschauen, wie der Spiegel hier an diesem Spagat verzweifelt. Und es ist in meinen Augen unmoralisch, dafür angebliche oder wirklich existierende Menschen zu missbrauchen, die in einem Flüchtlingslager sitzen und sicher ganz andere Sorgen haben, als den Gewinn der westlichen Pharmaunternehmen.

Aber Bill Gates hat den Spiegel bezahlt und der Spiegel liefert, was gewünscht ist.

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Die Bücher „Pharma-Crime“ von Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandbergund und „Virus-Wahn“ von Thorsten Engelbrecht und Dr. med. Claus Köhnlein werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 28.12.2020 bei anti-spiegel.ru

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: NiglayNik / shutterstock

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