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USA und Israel greifen den Iran weiter an – Chamenei tot – Krieg eskaliert weiter

USA und Israel greifen den Iran weiter an – Chamenei tot – Krieg eskaliert weiter

Ad-hoc-Meldung von Michael Hollister.

In den frühen Morgenstunden des 28. Februar 2026 haben die Vereinigten Staaten und Israel gemeinsame Angriffe auf Iran gestartet. US-Präsident Donald Trump verkündete in einem vorab aufgezeichneten, achtminütigen Video auf Truth Social den Beginn von „major combat operations" - umfangreichen Kampfoperationen - gegen die Islamische Republik. Die Operation trägt den US-Militärnamen "Operation Epic Fury", Israel nennt sie "Lion's Roar".

Seither hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Irans Revolutionsführer Ali Chamenei ist tot.

Chamenei getötet - iranische Staatsmedien bestätigen Tod

Iranische Staatsmedien bestätigten in den frühen Morgenstunden des 1. März den Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei. Er wurde in seinem Büro im Teheraner Regierungsbezirk getötet. Das staatliche Nachrichtenportal IRIB meldete, Chamenei sei "an seinem Arbeitsplatz im Beit Rahbari gemartert worden." Er war 86 Jahre alt und hatte Iran seit 1989 regiert - 36 Jahre.

Trump feierte den Tod auf Truth Social: "Chamenei, einer der bösesten Menschen der Geschichte, ist tot." Er bezeichnete es als "die einmalige Chance für das iranische Volk, ihr Land zurückzunehmen." Iran hat 40 Tage Staatstrauer ausgerufen.

Neben Chamenei wurden nach US- und israelischen Angaben mehrere hochrangige Militär- und Geheimdienstkommandeure getötet. Israel erklärte, sieben führende Offiziere seien in der ersten Angriffswelle ausgeschaltet worden, 30 Schlüsselfiguren insgesamt wurden gezielt angegriffen. Trump erklärte in einem NBC-Interview: "Die Menschen, die alle Entscheidungen treffen, sind zum größten Teil weg."

Was wir wissen - Stand 1. März 2026

Explosionen wurden in mindestens zwölf iranischen Städten und Regionen gemeldet: Teheran, Qom, Isfahan, Kermanshah, Tabriz, Karaj, Ilam, Bushehr, Damavand, Shiraz, Zanjan und Urmia. In Teheran wurden das Regierungsviertel, IRGC-Einrichtungen und Rüstungsinfrastruktur angegriffen. Berichte über einen Einschlag in eine Mädchenschule in Minab in der Provinz Hormozgan, bei dem laut iranischen Staatsmedien mindestens 40 Menschen getötet wurden, wurden von Israel und den USA bisher weder bestätigt noch dementiert.

Die israelische Luftwaffe greift nach eigenen Angaben "Hunderte von Zielen" in Iran an - in voller Koordination mit den USA, nach monatelanger gemeinsamer Planung. Eine zweite Angriffswelle auf iranische Raketensysteme und Luftabwehranlagen wurde bereits bestätigt. Trump kündigte an, die Bombardierungen liefen "uninterrupted throughout the week or as long as necessary."

Irans Gegenschlag

Iran reagierte innerhalb von vier Stunden nach den ersten Einschlägen. Raketen und Drohnen wurden auf US-Militärstützpunkte in der gesamten Region abgefeuert: Al-Udeid Air Base in Katar, Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Al-Salem in Kuwait, den Irak sowie das Hauptquartier der US-5th-Fleet in Bahrain. Der Flughafen Kuwait International wurde von einer Drohne getroffen, mehrere Mitarbeiter leicht verletzt. In Tel Aviv wurde eine Frau durch einen iranischen Raketeneinschlag getötet.

Die meisten Angriffe wurden durch US- und regionale Luftabwehrsysteme abgefangen. Katar, Kuwait, die VAE und Bahrain aktivierten ihre Verteidigungssysteme. Die US-Botschaft in Bahrain schloss ihre Pforten für Sonntag, 1. März.

Ein iranischer Regierungsvertreter erklärte: "Es gibt keine roten Linien in unserer Reaktion." Die IRGC erklärte: "Diese Operation wird unerbittlich fortgesetzt, bis der Feind entscheidend besiegt ist."

Straße von Hormus blockiert - Ölpreise vor Sprung

Iran hat den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus eingestellt und alle Schiffe gewarnt, die Region zu meiden. Die Meerenge zwischen Iran und Oman ist das engste Nadelöhr der globalen Energieversorgung - täglich passieren dort rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls. Die Revolutionsgarden drohten mit dem Einsatz von Seeminen. Die USA haben Schiffe offiziell aufgefordert, die Passage zu meiden.

Die Märkte sind noch geschlossen - der Handel öffnet Montag. Brent-Rohöl schloss bereits am Freitag auf einem 7-Monatshoch bei 72,87 USD pro Barrel. Barclays hob seine Preisprognose am Samstag auf 100 USD an. Analysten des Center for Strategic and International Studies rechnen bei anhaltender Hormuz-Unterbrechung mit Preisen über 90 USD. Die Eröffnung am Montag dürfte turbulent werden.

Nachfolge und innenpolitische Lage

Chameneis Tod löst eine verfassungsmäßige Nachfolgeproblematik aus, für die es keine klare Lösung gibt. Artikel 111 der iranischen Verfassung sieht vor, dass ein dreiköpfiger Interimsrat - bestehend aus Präsident, Justizchef und einem Vertreter des Wächterrats - die Aufgaben des Revolutionsführers übernimmt, bis die 88-köpfige Expertenversammlung einen Nachfolger wählt. Potenzielle Kandidaten - darunter Chameneis Sohn Mojtaba - überlebten die Angriffe laut israelischen Geheimdienstquellen, spielen aber keine gesicherte Nachfolgerrolle.

Trump erklärte gegenüber NBC, auf die Frage, wer Iran künftig führen werde: "Ich weiß es nicht, aber irgendwann werden sie mich anrufen und fragen, wen ich mir wünsche." Er fügte hinzu: "Ich bin nur ein bisschen sarkastisch dabei."

Irans Exil-Kronprinz Reza Pahlavi rief iranische Sicherheitskräfte zum Überlaufen auf: "Schließt euch dem Volk an und helft, einen stabilen Übergang zu sichern. Andernfalls versinkt ihr mit Chameneis sinkendem Schiff."

Internationale Reaktionen

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte beide Seiten: "Die Anwendung von Gewalt durch die USA und Israel gegen Iran sowie Irans anschließende Vergeltungsschläge untergraben den Weltfrieden und die internationale Sicherheit." Frankreichs Präsident Macron sprach von "schwerwiegenden Konsequenzen für die internationale Sicherheit." Russland warnte vor einer "humanitären, wirtschaftlichen und möglicherweise radiologischen Katastrophe." Oman, der Vermittler der Genfer Gespräche, zeigte sich "bestürzt" und forderte die USA auf, sich nicht weiter in den Konflikt hineinziehen zu lassen.
Kontext: Warum es so gekommen ist

Der Angriff folgte weniger als 48 Stunden nach dem Ende der dritten Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran in Genf. Noch während die Gespräche am 26. Februar liefen, verließ die USS Gerald R. Ford ihren Ankerplatz in Souda Bay, Kreta. US-Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner waren laut Axios nach der Morgensession "disappointed" über die iranischen Positionen. Beide Seiten sprachen danach pflichtschuldig von "Fortschritt" - während die nächste Angriffswelle bereits vorbereitet wurde.

Ein neuer Termin war angekündigt worden: technische Expertengespräche bei der IAEA in Wien, Beginn 6. März. Was dabei unbeachtet blieb: Solche Gespräche bei der Atomenergiebehörde decken ausschließlich das Nuklearprogramm ab - nicht Irans Raketen, nicht seine Proxy-Netzwerke, nicht die Kernforderungen, über die keine Einigung möglich war. Der Termin war kein Schritt auf eine Lösung zu. Er war ein Protokolleintrag.

Wer Trumps Logik kannte, wusste: Wenn Witkoff "disappointed" zurückkommt, ist die Entscheidung gefallen.

Diese Einschätzung wurde am 27. Februar 2026 - einen Tag vor dem Angriff - veröffentlicht: www.michael-hollister.com/de/2026/02/27/iran-usa-das-kalkuel-des-angriffs/

Die Lage bleibt hochdynamisch

Irans Gegenschlag dauert an. Das Ausmaß der Schäden auf beiden Seiten ist nicht abschließend bekannt. Die Nachfolge in Teheran ist ungeklärt. Trump hat weitere Angriffe angekündigt. Die Gefahr einer Ausweitung auf weitere Akteure - Jemen, Libanon, Irak - ist nicht gebannt. Der UN-Sicherheitsrat kommt zusammen.
Dies ist ein laufendes Ereignis. Weitere Berichte folgen.

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Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenliste

Primärquellen / Offizielle Statements

Trump-Statement (Truth Social) - Chamenei-Tod https://www.nbcnews.com/world/iran/live-blog/israel-iran-live-updates-rcna261099 (NBC Liveblog, Trump-Zitate direkt zitiert, Stand 1. März 2026)

Trump NBC-Interview (Telefon) https://www.nbcnews.com/world/iran/live-blog/israel-iran-live-updates-rcna261099 ("Die Menschen, die alle Entscheidungen treffen, sind zum größten Teil weg" / Nachfolge-Kommentar)

Iranische Staatsmedien - Bestätigung Chamenei-Tod IRIB Telegram, zitiert über: https://www.nbcnews.com/world/iran/live-blog/israel-iran-live-updates-rcna261099 https://www.axios.com/2026/02/28/iran-khamenei-killed-israel https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-28/ali-khamenei-iran-s-supreme-leader-killed-in-us-israel-strikes

Netanyahu-Statement https://www.aljazeera.com/news/2026/2/28/us-and-israel-attack-iran-what-we-know-so-far

IRGC-Statement ("keine roten Linien") https://www.aljazeera.com/news/2026/2/28/us-and-israel-attack-iran-what-we-know-so-far

Iranischer Außenminister Araghchi - NBC-Interview https://www.nbcnews.com/world/iran/live-blog/israel-iran-live-updates-rcna261099 https://www.aa.com.tr/en/middle-east/khamenei-is-still-alive-as-far-as-i-know-says-iranian-foreign-minister/3843697 (Frühes Statement, noch vor Bestätigung des Todes)
Hauptnachrichtenquellen

Axios - Operation-Namen, Chamenei-Tod, Nachfolge https://www.axios.com/2026/02/28/iran-khamenei-killed-israel

NBC News - Liveblog (umfassendste Einzelquelle) https://www.nbcnews.com/world/iran/live-blog/israel-iran-live-updates-rcna261099

CBS News - Liveblog, US Embassy Bahrain, 5th Fleet https://www.cbsnews.com/live-updates/israel-us-attack-iran-trump-says-major-combat-operations/

Al Jazeera - Zielkarte, iranische Gegenschläge, Operationsdetails https://www.aljazeera.com/news/2026/2/28/mapping-us-and-israeli-attacks-on-iran-and-tehrans-retaliatory-strikes https://www.aljazeera.com/news/2026/2/28/us-and-israel-attack-iran-what-we-know-so-far

PBS NewsHour - Zusammenfassung, Ziele, Mädchenschule Minab https://www.pbs.org/newshour/world/us-and-israel-launch-a-major-attack-on-iran-and-trump-urges-iranians-to-take-over-your-government

NPR - Chamenei-Tod bestätigt, Biografie https://www.npr.org/2026/02/28/nx-s1-5436832/white-house-confirms-death-of-irans-supreme-leader-ayatollah-ali-khamenei https://www.opb.org/article/2026/02/28/iran-s-ayatollah-ali-khamenei-killed-by-86/

Bloomberg - Chamenei-Tod, 40 Tage Staatstrauer https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-28/ali-khamenei-iran-s-supreme-leader-killed-in-us-israel-strikes

Times of Israel - Liveblog, Raketeneinschlag Tel Aviv, gezielte Führungspersonen https://www.timesofisrael.com/liveblog-february-28-2026/ (Paywall im Browser zugänglich)

CNN - Liveblog, zweite Angriffswelle, Analyse Chamenei-Tod https://www.cnn.com/world/live-news/israel-iran-attack-02-28-26-hnk-intl https://www.cnn.com/2026/02/28/politics/supreme-leader-iran-attack-trump

Wikipedia - Ereignisartikel (laufend aktualisiert) https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Israeli–United_States_strikes_on_Iran

Nachfolge / Verfassungsrechtliche Lage

Wikipedia - Nachfolge Chamenei https://en.wikipedia.org/wiki/Next_Supreme_Leader_of_Iran_election

Al Arabiya - Nachfolge-Analyse https://english.alarabiya.net/News/middle-east/2026/03/01/trump-says-khamenei-is-dead-what-happens-next

Analyse / Think Tanks

Chatham House - Frühe Expertenanalyse https://www.chathamhouse.org/2026/02/us-and-israel-attack-iran-early-analysis-chatham-house-experts

Internationale Reaktionen

UN-Generalsekretär Guterres - zitiert über NBC Liveblog (s.o.)
Macron - zitiert über CBS Liveblog (s.o.)
Russland - zitiert über Wikipedia-Artikel (s.o.)
Oman (Außenminister Busaidi) - zitiert über Wikipedia-Artikel (s.o.)
Reza Pahlavi - zitiert über CBS Liveblog und Axios (s.o.)

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Bildquelle: Hira Ali Shah / shutterstock


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