Ein Meinungsbeitrag von Uli Gellermann.
Noch zuckt der kriegsgeplagte Leib der Ukraine, da werden schon die Messer gezückt, um ihn auszuschlachten. Der Milliardär Donald Trump ist erfrischend offen: Er will die Rohstoffe der Ukraine für US-Waffen-Lieferungen verhökern und ein Profitplus machen. Einige Rechnungen aus dem andauernden Krieg sind noch offen und neue Rechnungen für die nächsten Lieferungen sind schon geschrieben. Da war US-Präsident Biden um einiges verlogener: Dem ging es angeblich um „Freedom & Democracy“. Mit solch rührenden Tarnstorys hält sich Donald nicht auf.
Frankreichs Industrie direkt mit der ukrainischen Armee koppeln
Auch der französische Verteidigungsminister Sébastien Lecornu redet Klartext: "Wenn wir die Unterstützung für die Ukraine langfristig durchhalten wollen, dann müssen wir Frankreichs Industrie sozusagen direkt mit der ukrainischen Armee koppeln können." Damit das Geschäft auch noch nach dem Kriegsende weiterläuft, will Lecornu den Aufbau von Lagern mit Waffen, die der Ukraine im Bedarfsfall bereitgestellt werden könnten. Und weiter Lecornu: „Wenn der Krieg schnell vorbei ist, was ich hoffe, dann wird die Ukraine trotzdem in der Lage sein müssen, sich zu verteidigen. Und das sind auch Chancen für die französische Industrie. Sorry, das so direkt zu sagen - aber wir müssen dazu stehen."
Just-in-Time der Firma Trump & Co.
Dafür muss sich Lecornu doch nicht entschuldigen! Das Geschäftsmodell heißt Kapitalismus und macht beste Profite mit dem Krieg. Je mehr Krieg desto mehr Waffen kommen zum Einsatz, werden dann beim Kampf verschlissen, müssen erneuert werden und müssen später, nach dem Lecornu-Modell, wenn es keinen neuen Krieg gibt, zwischengelagert werden bis zum nächsten Krieg. Die kriegswichtigen Rohstoffe für die Produktion der Lagerbestände liefert Just-in-Time die Firma Trump & Co.
Keine Sieges-Dividende
Die arme EU: Zwar hatten deren Staaten einen großen Anteil an den Rüstungslieferungen in den Ukrainekrieg, aber keine Sieges-Dividende. Zum einen, weil die Russen keinen Sieg der NATO zugelassen haben. Zum anderen, weil die USA keine Mitesser an Trögen mögen, die ihnen gehören. Ob Merz oder Macron: Wenn sie sich schon nicht trauen, den Krieg gegen Russland ohne die USA weiterzuführen, dann sollten wenigstens ein paar schöne EU-Waffenlager für die heimische Industrie rausspringen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
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Dieser Beitrag wurde zuerst am 28. Februar 2025 auf dem Portal Rationalgalerie veröffentlicht.
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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bildquelle: Dabarti CGI / shutterstock
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