Strafantrag gegen den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

Der Bundespräsident ist “lebendiges Symbol” des Staates.

Seine Aufgabe: „Über den Parteien stehend, wirkt er durch Ausübung seiner verfassungsrechtlichen Befugnisse, in Reden, Ansprachen, Gesprächen, durch Schirmherrschaften und andere Initiativen integrierend, moderierend und motivierend.“

So steht es auf der Homepage des Bundespräsidenten.

Mit seiner Aussage am 29.01.2024 auf einem Empfang vor Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden und Betriebsräten, “Wir lassen uns dieses Land nicht von extremistischen Rattenfängern kaputtmachen.”, hat Frank-Walter Steinmeier bestimmte Teile der Bevölkerung, die er zwar nicht definiert hat, als extremistischen Rattenfänger bezeichnet. Damit hat er in die demokratischen Prozesse unseres Landes eingriffen, wozu er überhaupt keine Berechtigung hat. Solche Redensweisen sind dem Amt und der Würde eines Bundespräsidenten nicht angemessen. Damit sind Millionen von Wählern indirekt Ratten, wenn sie nicht in dem Sinne des Bundespräsidenten gewählt haben. Eine wahre Demokratie besteht aus Gegensätzen und erträgt auch Gegensätze. Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident hetzt mit seiner Aussage „extremistischen Rattenfängern“, gegen bestimmte Teile unserer Gesellschaft, statt neutral gemäß seines Amtes zu offenem Dialog in unserer Gesellschaft beizutragen und „integrierend, moderierend und motivierend“ zu wirken.

Durch das Amt des Bundespräsidenten ist Frank-Walter Steinmeier verpflichtet, sich grundsätzlich neutral zu verhalten. Hetze und Spaltung zu schüren, ist ihm in jeder Hinsicht untersagt. Es ist ihm nicht erlaubt, demokratische Prozesse in Deutschland in irgendeiner Form zu diskriminieren und dadurch Volksverhetzung zu betreiben. Deshalb haben einige Unterstützer der Bürgerinitiative GemeinWohl-Lobby Strafanträge beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe eingereicht.

Jeder kann sich an dem Strafantrag beteiligen. Alles zu der Aktion unter: https://gemeinwohl-lobby.de/strafantrag-steinmeier/

Kontakt: Marianne Grimmenstein kontakt@gemeinwohl-lobby.de

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Kommentare (10)

10 Kommentare zu: “Strafantrag gegen den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

  1. H.K. sagt:

    Schon mal das Gerichtsverfahrensgesetz gelesen?
    Passieren wird nüschts…

    https://dejure.org/gesetze/GVG/146.html

  2. Ralle002 sagt:

    Habe mir beim letzten Pflasterfest in Hameln das Rattenfänger-Freilichtspiel angesehen und bin mir insofern nicht sicher, ob unser Bundespräsident dieses Mal etwas Falsches gesagt hat.

    Die AfD wird die Probleme nicht lösen. Bei der Bundestagswahl 2025 will sie erstmals einen Kanzlerkandidaten aufstellen. Damit unterstreicht die AfD es letztlich, dass sie es nicht weiß, dass die derzeitigen Probleme nicht auf parlamentarischem Wege lösbar sind.

    Ernst Wolff: Lösung der gegenwärtigen Probleme ist auf parlamentarischem Weg nicht mehr möglich.
    https://www.youtube.com/watch?v=zEaPnIztjP8

    Habe es jetzt sowohl unserem Bundespräsidenten und auch meiner örtlichen CDU-Geschäftsstelle per Email geschrieben, warum das 12-Punkte-Programm von Friedrich Merz kein einziges Problem löst.

    https://brilon-totallokal.de/2024/02/12/steilvorlage-fuer-friedrich-merz-ein-zwoelf-punkte-programm-praesentiert-der-cdu-parteivorsitzende/

    Frank-Walter Steinmeier ist einfach nur jemand aus den Rängen der SPD. Mit diesem Hintergrund dürfte es für ihn schwierig sein sein Amt mit der notwendigen Neutralität zu bekleiden.

    Unser Bundespräsident war in der Vergangenheit wiederholt in die Schlagzeilen gekommen.
    Es gab etwa Vorwürfe gegen ihn, dass die Bundesregierung bei der CIA-Affäre rund Khalid el-Masri zögerlich gehandelt habe.

    Dann hatte sich Frank-Walter Steinmeier im März 2008 für Vollbeschäftigung ausgesprochen.
    Dies wäre dann zwar eine Verbesserung, aber er müsste es auch sagen, wie er dieses Ziel erreichen will.

    Darüber hinaus war Steinmeier bei der BND-NSA-Affäre in eine verdeckte Spende verwickelt.

    In 2016 befürwortete Steinmeier einen milliardenschweren Rüstungsdeal mit Saudi Arabien.
    Es gab zudem in 2017 Vorwürfe gegen ihn, weil er Kurnaz nicht aus Guantanamo holen wollte.

    Anstatt vor allem auch den Kreditverleih der Banken aus dem Nichts als kriegstreibend anzuprangern, setzt er etwas zu einseitig auf die Bundeswehr.

    In 2019 stand Steinmeier dann auf der Geschenkliste eines Waffenhändlers.

    Im Januar 2020 glänzte Frank-Walter damit, dass er Mario Draghi geehrt hat.
    Dann forderte er im November 2020 mehr Geld für den Verteidigungsetat.

    Im Juni 2021 war es dann Steinmeier hoch anzurechnen, dass er sich vor den Opfern des Überfalls auf die Sowjetunion verneigt hatte.
    Dass aber Polen fast zeitgleich von der Sowjetunion angegriffen wurde, war Steinmeier vermutlich gar nicht bekannt.

    Sowjetunion griff Polen an
    https://www.dw.com/de/vor-70-jahren-griff-die-sowjetunion-polen-an/a-4685613

    Beim Steinmeier-Appell an Putin, dass er den Krieg beenden möchte, fiel es auf, dass unser Bundespräsident sich nicht mit den Mechanismen unseres Geldes beschäftigt, die den Krieg dann letztlich verursachen.

    APR 3, 2022
    Enthüllt: Wie Steinmeier als Agent der „anti-russischen US-Kriegspartei“ in Europa“ agierte!
    https://www.guidograndt.de/2022/04/03/enthuellt-wie-steinmeier-als-agent-der-anti-russischen-us-kriegspartei-in-europa-agierte/

    03. April 2022
    Der Faschistensympathisant im Schloss Bellevue und sein Russland-Spinnennetz
    https://juergenfritz.com/2022/04/03/der-faschistensympathisant-im-schloss-bellevue-und-sein-russland-spinnennetz/

    Im April 2022 wurde Steinmeier eine gefährliche Nähe zu Putin vorgeworfen.

    04.04.2022
    Russland-Politik: Steinmeiers gefährliche Nähe zu Putin
    https://www.waz.de/politik/ukraine-krieg-russland-steinmeier-kritik-putin-naehe-id235001479.html

    5. April 2022
    Bundespräsident Steinmeier kritisiert Putin scharf – und räumt eigene Fehler ein
    Putin ist ein "eingebunkerter Kriegstreiber"
    https://www.rtl.de/cms/steinmeier-nennt-russlands-praesident-putin-einen-eingebunkerten-kriegstreiber-4948451.html

    Dass es aber vor allem auch die Banken der BRICS- und der G7-Staaten sind, die den Krieg verursachen, sagt Herr Steinmeier wieder einmal nicht.

    Ob aber das WEForum der geeignete Ort ist um für mehr Kooperation der Staaten zu werben?

    China’s President Xi Opens Davos Agenda with Call for Greater Global Cooperation to Tackle Common Challenges
    https://www.weforum.org/press/2022/01/china-s-president-xi-opens-davos-agenda-with-call-for-greater-global-cooperation-to-tackle-common-challenges/

    Im Dienste der USA und der CIA WEF-Gründung: Klaus Schwab hat wohl mächtige US-Förderer
    https://journalistenwatch.com/2022/03/17/im-dienste-usa/

  3. Onkel Guido sagt:

    Ich verweise auf Artikel Art 60 und Art 46 GG so eine Aktion ist sinnlos, da der Bundespräsident Immunität genießt, die nur der Bundestag aufheben kann. Im Übrigen ist das Bild vom Rattenfänger allgemein üblich, wenn Menschen Gaunern auf den Leim gehen und das absolut üblich dieses Bild zu verwenden
    Sie machen sich also völlig lächerlich

  4. Nevyn sagt:

    Wer sich den Hintergrund des Begriffes vergegenwärtigen will, sollte den Mythos, in dem Fall das Märchen kennen:

    »Im Jahre 1284 ließ sich zu Hameln ein sonderbarer Mann blicken. Er trug einen Rock von buntem, vielfarbigem Tuch, weswegen er Bundting geheißen haben soll, und gab sich als Rattenfänger aus. Er versprach für einen bestimmten Lohn die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien. Die Bürger wurden mit ihm einig und sicherten ihm den verlangten Lohn zu.
    Der Rattenfänger zog hierauf ein Pfeifchen aus der Tasche und begann eine eigenartige Weise zu pfeifen. Sogleich kamen die Mäuse und Ratten aus den Häusern hervorgekrochen und sammelten sich um ihn herum. Sobald der Rattenfänger sicher war, dass keine mehr zurückgeblieben sei, ging er ruhigen Schrittes zum Stadttor hinaus, und der ganze Haufen folgte ihm bis an die Weser. Dort schürzte der Mann seine Kleider, stieg in den Fluss, und alle Tiere sprangen hinter ihm drein und ertranken.
    Nachdem die Bürger aber von ihrer Plage befreit waren, bereuten sie den versprochenen Lohn, und sie verweigerten dem Mann den Betrag unter allerlei Ausflüchten, worauf er sich schließlich zornig und verbittert entfernte. … «
    Quelle: https://www.maerchenstern.de/maerchen/rattenfaenger-von-hameln.php

    Wir sehen, dass das Unheil selbst erzeugt ist, weil die Bürger von Hameln dem Rattenfänger den vereinbarten und redlich verdienten Lohn VORENTHIELTEN.
    Erst dann kehrte der Rattenfänger zurück und führte nun die Kinder der Betrüger aus der Stadt. Ich verzichte hier auf eine tiefer gehende und wahrscheinlich dann auch nicht verstandene Deutung.
    Fazit ist jedenfalls: Das Unheil geschieht, weil man jemanden um seinen gerechten Lohn gebracht hat und glaubt, damit durchzukommen, weil man am längeren Hebel sitzt.
    Ein Rattenfänger ist also kein böser Mensch sondern einer, der einen Ausgleich für erlittenes Unrecht einfordert, auf eine Weise, die die Macht des Gegenübers aushebelt, auf die er sich bei seiner Übervorteilung verlassen hat.
    Wer Angst vor Rattenfängern hat, der mache sich seine eigenen betrügerischen Anteile und seinen Hochmut bewusst. Niemand, der redlich denkt und handelt, muss nach dieser Geschichte Angst vor einem Rattenfänger haben.

    • Quin Igitur sagt:

      "Ich verzichte hier auf eine tiefer gehende und wahrscheinlich dann auch nicht verstandene Deutung."

      Nicht doch, Nevyn, nicht da aufhören, wo es am spannendsten ist!

      Wäre doch schade, wenn nach einer so appetitanregenden Vorspeise der Hauptgang… nun ja… vorenthalten wird. ;-)

      Auch bin ich mir recht sicher, nicht der einzige Leser hier zu sein, der Appetit auf das „Hauptgericht“ hätte… Und selbst wenn`s am Anfang „komisch“ schmeckt und man nicht so recht weiß, mit „welchem Besteck man das essen soll“ – nach meiner Erfahrung bleiben solche Menüs langfristig umso mehr in Erinnerung.

    • Nevyn sagt:

      Danke für das Feedback, Quin Igitur.
      Ich komme gerade von einem einstündigen Tabata-Training, das den Puls locker gegen 180 treibt und bin körperlich ein wenig erschöpft. Im Kopf dagegen ist wieder viel Platz.

      Wie viele Leute hier wohl lesen?
      Fünf?
      Fünfzig?
      Fünfhundert?
      Fünftausend?
      Ich habe keine Ahnung.
      Wie viele davon wären an einem mehrgängigen Menü interessiert? Nun, zumindest einer.
      Eine Bekannte, die mit ihrem Mann einen Tantrakurs besucht hatte, meinte einmal zu mir: „Was nutzt es, wenn man vor dem Gast ein fünfgängiges Menü ausbreitet, er aber schon nach der Vorspeise satt ist?

      Schauen wir einmal in die Kunst der Textdeutung, wie sie zumindest indirekt von den Mysterienschulen gelehrt wird.
      Dort unterscheidet man gemäß den vier Quadranten des Tierkreises vier Deutungsebenen:

      1. Materiell-historische Ebene
      Hier wird der Text wörtlich genommen und mit der Realität abgeglichen. Dies ist auch die wissenschaftliche Herangehensweise.
      Beispiele wären eine Bedienungsanleitung für eine Kaffeemaschine, ein Kochrezept aber auch die Beschreibung und Protokollierung eines physikalischen Experimentes. Es ist, was es ist. Niemand mit Verstand wird in solchen Texten höhere Lehren vermuten.

      2. Seelisch-moralische Ebene
      Hier geht es schon nicht mehr darum, ob ein Text einer materiellen oder historischen Wahrheit entspricht. Im Gegenteil, man kann davon ausgehen, dass er erfunden oder verfälscht (gefrramt) wurde, um bestimmte, Gefühle im Menschen anzusprechen, bestimmte Verhaltensweisen zu erzeugen. Der Struwelpeter wäre so ein Klassiker, aber auch alle „Narrative“, die uns der Mainstream vorsetzt.

      3. Geistig-metaphorische Ebene
      Echte Mythen gehören hier hinein, aber auch viele Märchen. Die handelnden Gestalten stehen nur stellvertretend für etwas, das man nicht sehen kann und zum Innenleben des Menschen gehört. Mit dem Wechsel in den 3. Quadranten, wird es „Tag“. Beispiele für solche Texte sind Ihr heiß geliebter Faust, aber auch Parzival, Dantes Göttliche Komödie und natürlich die Bibel.
      Auch diese Texte tragen ein historisches Gewand, doch wird nur als Hülle benutzt und hält einer materiellen Prüfung meist nicht stand.

      4. Anagogisch-transzendente Ebene
      Diese Form der Deutung spielt sich ausschließlich im Menschen ab. Er wird zu dem, worüber der belehrt werden möchte. Es ist die höchste und reinste Form der Belehrung, die Wissen vermitteln kann, für das es keine Worte gibt.

      Wenn wir nun auf den Rattenfänger von Hameln zurück kommen, sehen wir bei Wikipedia die materielle Deutung. Ich zweifle nicht an der Korrektheit, nur an dem Sinn, so einen Text auf dieser Ebene zu deuten, weil keinerlei Nährwert darin liegt.

      Mein Deutungsansatz war eine Ebene höher, also seelisch-moralisch. Hier kann man wenigstens ableiten, dass die Bürger von Hameln einen Teil der Realität ausblenden, nämlich den erfüllten Vertrag und sie darum das Unheil ereilt, von dem sie nun meinen, es hätte sie böswillig getroffen, obwohl sie selbst Urheber sind. Das ist ja schon mal was. Viele sind selbst zu so einer Einsicht nicht fähig.
      Es erklärt aber viele Details der Erzählung nicht. Warum gerade Ratten und Mäuse? Warum eine Flöte und nicht ein anderes Instrument, wo doch Nager gar nicht auf Flöten reagieren. Warum führt er die Nager ins Wasser? Ratten sind ausgezeichnete Schwimmer.
      Warum führt der die Kinder wiederum in einen Berg? Warum 130, warum am 26. Juli, am Tag des heiligen Johannes? Usw. usf.
      Natürlich kann man sich einreden, das sei alles nur zusammen gereimt. Aber warum hat die Geschichte dann so lange überlebt und wurde nicht einfach vergessen?

      Das Hauptproblem besteht darin, dass für eine sinnvolle Deutung ein Wechsel von der kausalen in die analoge Betrachtungsweise nötig ist. Niemand lernt heute so etwas mehr, außer in bestimmten Kreisen. Vom Mainstream wird das als unwissenschaftlich verlacht. Tatsächlich ist es „unwissenschaftlich“, aber es ist nicht sinnlos, wenn Wissenschaft spielt sich in der Raumzeit ab, Weisheit in der Raum- und Zeitlosigkeit. Zwilling-Schütze-Achse. Wer hier nicht sauber trennen kann, wird weder in dem einen noch in dem anderen Gebiet irgend etwas Sinnvolles zustanden bringen. Wer einen Teil ausblendet, hat eben nur ein halbes Leben. Das kann jeder selbst entscheiden.

      Wie könnte nun also eine geistig-metaphorische Deutung der Geschichte des Rattenfängers von Hameln aussehen? Ich bin für Vorschläge offen. :)

    • Quin Igitur sagt:

      Abermals schließt sich der Kreis, Nevyn, denn die Mehrdimensionalität, die Sie hier explizit machen, bildete schon den einladenden Grundton unseres ersten Austausches. Und wieder tun sich in Ihrer Antwort so viele Welten auf, dass ich gar nicht weiß, wo ich beginnen soll.

      Versuchen wir es mit den Voraussetzungen. Die besondere Herausforderung der analogen Betrachtungsweise besteht aus meiner Sicht nicht nur darin, dass sie kaum gelehrt und gelernt wird, sondern vielleicht noch mehr in der Arbeit, die man bereits getan haben muss, um sich überhaupt auf ihren Weg begeben zu können. Denn wer sinnvoll mit Analogien arbeiten möchte, muss über einen entsprechend großen Raum (Schatz) verfügen, aus dem er dabei schöpfen kann – wer wenig kennt, wird auch nur wenig assoziieren. „Groß“ meint hier selbstverständlich sowohl Quanti- als auch Qualität – nicht nur die Menge sondern mehr noch die Art macht ja den Erfahrungsschatz zum wirklichen Schatz.

      Wenn Sie mir nun meine Frage nach dem nächsten Gang als Einladung zur gemeinsamen Suche zurückgeben (Ich verstehe wohl: Gang als Gehen statt einfach nur Verspeisen dessen, was man fertig abgekocht serviert bekam, ist sicherlich viel lehrreicher), erscheint mir der Beutel auf meinem Rücken erschreckend klein… Und irgendwie sieht das hier aus wie ein Labyrinth, und ich kenn mich ja nicht aus und überhaupt…

      Aber den Schritt in den Abgrund muss man eben wagen, will man vom Narr zum Magier werden, der mit den Elementen spielt. Nachfolgend deshalb ein kleiner Versuch, von dem ich freilich nicht nur nicht weiß, wo er hinführen wird – ich weiß nicht einmal, ob er überhaupt irgendwo hinführt.

      Viele Fragen, die sie aufwerfen. Irgendeine muss als Einstieg dienen, nehmen wir die: Warum eine Flöte und kein anderes Instrument?

      Vielleicht kann man sich dieser Frage über eine andere nähern: wer waren denn die mythischen Flötenspieler? Pan, natürlich, Sohn des Hermes und Hirtengott, der sein Instrument aus dem Schilfrohr gefertigt hat. Bekanntlich bezeichnete Blaise Pascal den Menschen als denkendes Schilfrohr. Und das führt direkt zum zweiten berühmten Flötenspieler, Krishna, auch er in der Regel als Hirtengott interpretiert – und auch seine Flöte soll den Menschen repräsentieren und erst durch den „Hauch des Gottes“ zum Erklingen kommen.

      Hier haben wir bereits einen ersten Hinweis: Es ist wohl keine „physische“ Musik gemeint, die das Instrument von sich gibt, was vielleicht auch erklären könnte, warum es nicht von Belang ist, dass Nager nicht auf übliche Flötentöne reagieren… Sicherlich mag das Ding auch „echte“ Melodien erzeugen – die materielle Ebene ist ja schließlich auch noch da – doch nicht ihnen folgen ja die Ratten – und noch viel weniger die Kinder. Was sie hinter dem Gaukler schreiten lässt, ist für das Ohr nicht hörbar.

      Spannenderweise spielte der Besucher ja in aller Öffentlichkeit, doch nur die Kinder wurden von seinem Spiel angelockt – die Erwachsenen sollen in der Kirche gewesen sein. Doch vernahmen sie die Melodie nur deshalb nicht? Oder hätten sie sie ohnehin nicht hören können, weil man dafür jene stumme Frequenz zu empfangen imstande sein müsste, wie sie nur Kinder und Narren „ungelernt“ aufnehmen könnten? Diejenigen also, für die die ganze Welt ein Wunder ist, die das Wundern nicht verlernt haben?

      Und hat man den Ton erst einmal vernommen, wo führt die Reise mit dem Rattenfänger dann hin?

      Schauen wir uns mal nach Hinweisen um… Was haben wir z.B. hier:

      “And it's whispered that soon
      If we all call the tune
      Then the piper will lead us to reason”

      Man beachte, dass das englische „piper“ zwar auch „Pfeifer“ oder den Mann am Dudelsack bezeichnen kann, aber eben auch einen Flötenspieler – entsprechend heißt der Rattenfänger von Hameln da auch „Pied piper“. Und bekanntermaßen steht der Piper ja auch an den Toren der Morgendämmerung.

      Doch wovon handelt eigentlich das Lied, aus dem das obige Zitat stammt? Wie bei allen bekannten Werken, gibt es auch hier zig Deutungen – und was finden wir auf den weiteren Ebenen? Vielleicht den Weg aus der vulgär-materiellen Goldmacherei in die richtige Alchemie, die Alchemie der Seele? Am Anfang steht ja noch

      Eine Lady, die denkt,
      Dass alles Gold ist, was glänzt
      Und sie kauft eine Treppe zum Himmel…

      Solche Himmelstreppenverkäufer kennt man ja u.a. als Vertreter der Flachlandesoterik: Finde vollkommene Glückseligkeit und Harmonie – das Wochenendseminar – jetzt mit Frühbucherrabatt!

      Wenn man dann irgendwann merkt, dass manche Schätze nicht nur nicht käuflich, sondern überhaupt nicht in der Außenwelt zu finden sind, kann einem schon mal der Kopf hämmern:

      “Your head is humming and it won′t go
      In case you don′t know
      The piper's calling you to join him”

      Da ist er wieder, der Rattenfänger! Will man jedoch „joinen“, müssen vermutlich erst ein paar Mauern eingerissen werden, die man um sich gebaut hat – Stein für Stein – brick in the wall für brick in the wall.
      Das ist nun wirklich schwere Arbeit und manch einer wird sie bestimmt resigniert abbrechen. Was am Ende des Spiels wartet (so munkelt man zumindest), ist dafür eine ganz andere – und um Dimensionen wertvollere – Art von "Gold":

      “How everything still turns to gold
      And if you listen very hard
      The tune will come to you at last
      When all is one and one is all”

      Geht es also auf der geistig-metaphorischen Ebene um den Weg nach Innen als Pfad, der herausführt aus der von Lüge und Betrug – Vorenthalten des Vereinbarten – dominierten „erwachsenen“ Welt? Und den „göttlichen Hauch“ empfangen lässt, welcher das verborgene Spiel zum Klingen bringt, den Menschen wahrlich zum Menschen macht?

      Vielleicht.

      Doch gleichzeitig blicke ich umher, wo ich gelandet bin und frage mich: hat das noch überhaupt i r g e n d w a s mit dem Rattenfänger zu tun? Oder war es bloß das wild-assoziative Hin-Und-Her-Gehopse des Mond-Uranus – mitreißend doch ohne Ziel?

      Ja, „It really makes me wonder…”

      Mit besten Wünschen,

      Quin Igitur

    • Nevyn sagt:

      »Doch gleichzeitig blicke ich umher, wo ich gelandet bin und frage mich: hat das noch überhaupt i r g e n d w a s mit dem Rattenfänger zu tun?«

      Danke zunächst, für die ausführliche Antwort und dass Sie sich auf dieses Spiel eingelassen haben, Quin Igitur, dass es Ihnen nicht zu doof und zu kindisch erschien.

      Märchen erzählt man Kindern. Die hören noch mit dem „linken Ohr“ zu, weil ganz Seele, wenn sie klein sind. Kein Kind wird schreien: „Aber das geht doch gar nicht, der Wolf kann die Großmutter nicht fressen, er ist doch viel kleiner als sie!“ Die rechte Hirnhälfte ist dazu nicht fähig. Sie macht etwas anderes, sie nimmt das Gesagte unreflektiert an und packt es in ein lebendiges Bild. Es entsteht ein Film im Kopf des Kindes. Es denkt nicht Flötenspieler sondern sieht einen lustigen Mann auf der Flöte blasen und hört ihn dabei vielleicht sogar.

      Wie anders die Erwachsenen, die mit dem rechten Ohr zuhören. Da kommen dann keine Bilder sondern man gleicht nüchtern das Gesagte mit der Erfahrungswelt ab, man macht, neudeutsch gesprochen, einen Faktencheck und lässt die Sage krachend durchfallen und ist auch noch stolz drauf. So bei Wikipedia.

      Für analoges Denken braucht man eigentlich keine Ausbildung, es ist das ursprüngliche Denken es Menschen, Kinder denken so, bis man es ihnen abgewöhnt. Die Welt der inneren Bilder wird von den Erwachsenen durch mediale Bearbeitung systematisch zerstört. Der moderne Mensch kann es eigentlich nicht deswegen nicht, weil er es nicht gelernt hat, sondern weil es ihm aberzogen wurde.

      Es wird ersetzt durch das rein rationale Denken der linken Hirnhälfte. Kinder deuten ja keine Märchen, die erfreuen sich einfach daran. Sie leben sie und werden dadurch heil. Es hält ihr Innenleben wach, wie der Traum, der die Einseitigkeit der Außenwelt kompensiert.

      Deutung nun verbindet beide Gehirnhälften, die rationale und die irrationale miteinander, es entsteht beim Hören ein Hin und Her, eine Synchronisation der Hälften, je schneller, desto höher die Schwingung und nun sind wir – oh Wunder!- wieder bei der Pfeife.

      Es war klug und richtig, sich auf die mythischen Flötenspieler zu besinnen. Kommt Ihnen der Gedanke, dass wir alle „Pan“ sind, ein Mischwesen, halb wahrer Mensch und halb Tier?
      Was für eine „Herde“ hütet so ein Flötenspieler eigentlich?

      Was ist eine Flöte? Nun, zunächst ein Rohr aus natürlichem, gewachsenem Material, innen hohl und mit Löchern an den Seiten. Gibt es etwas im Menschen, das sich damit vergleichen lässt?
      Dort bläst man nun den „Atem“ hinein und es entsteht eine Schwingung, je höher, je mehr Löcher zum Kopf hin frei sind, je kürzer also der Resonanzraum. Eine Panflöte ist ja im Grunde eine zerlegte Flöte, folgt aber dem gleichen Prinzip.

      Das war linkshirnig.
      Jetzt kommt rechtshirnig die Antwort. Finger schnipsend und zappelnd ruft das innere Kind: „Ich weiß was, ich weiß was!“ Das sieht aus wie eine Wirbelsäule. Schiebt das Bild auf die linke Seite.
      Hm, ja sieht ziemlich ähnlich aus, hat mit einer Flöte natürlich nichts zu tun.
      Aber schaun wir mal:
      Natürlich gewachsenes Material? Check!
      Innen hohl? Check!
      Löcher an den Seiten? Check!
      Resonanzraum für Schwingungen? Durchaus.
      Also bin ich selbst der Flötenspieler in diesem Bild und die Wirbelsäule ist meine Flöte.
      Natürlich ist das Bild nur ähnlich. Es hat rein materiell nichts mit einer Flöte zu tun.

      Und wie „spielt“ man diese Flöte nun, mit welcher inneren Haltung? Man stelle sich so einen Flötenspieler mal vor, er sitzt in der Natur oder geht vor sich hin und spielt. Welche innere Haltung nimmt er ein. Kann er spielen, während er darüber nachdenkt, was es zum Mittagessen geben soll. Welche Stimmung erzeugt sein Spiel? Hat es einen Nutzen oder ist es z. B. Ausdruck von Lebensfreude? Hier braucht es wieder die rechte Hirnhälfte, ein inneres Bild mit einem Flötenspieler, das Gefühl dazu. Usw.
      Man sieht, das kann einen ganz schön beschäftigen, aber die beiden Hälften ergänzen sich wie Mann und Weib, was sie in Wahrheit ja auch sind und wenn sie sie im Spiel vereinen entsteht was Neues. Oh Wunder!

      Wir bekommen langsam eine Vorstellung von diesem Flötenspiel, denn wie bei allen Träumen die Bildinhalte Anteile des Träumers sind, die gedeutet und in Beziehung gesetzt werden können, ist dies auch möglich, wenn man die Geschichte als Bild in sich hinein nimmt und wirken lässt. Das darf man dann Kontemplation nennen, eine Vorstufe der Meditation.

      Wir bekommen also allmählich eine Ahnung, wer der Flötenspieler ist und was seine Flöte ist und welche Wirkung das Spiel wohl haben könnte, vielleicht auch, was es braucht, um sie zum Klingen zu bringen. Dies ist keine rein rationale Erkenntnis. Wie allen Menschen das Träumen gemein ist, aber die Bilder sehr unterschiedlich sein können, entsteht und entwickelt sich die Deutung entsprechend der inneren konkreten Verfassung des Menschen. Sie sagt ihm vor allem etwas über sich selbst. Genau darum geht es aber, denn was sie ihm sagt, kann er auf andere Weise nur schwer oder gar nicht in Erfahrung bringen. Schon gar nicht mit der dem so erzeugten Bild eigenen Präzision.

      Wir lassen das mal als zweiten Gang ein wenig rutschen und spüren dem Geschmack nach, den es auf der inneren Zunge erzeugt hat. Es war doch, nach der süßen Vorspeise, etwas deftig und vielleicht schwerer zu verdauen, darum gab es nur einen Happen davon.

      Nun versucht Nevyn wieder zu schlafen, in der Hoffnung, dass seine alkoholkranke ukrainische Nachbarin endlich aufgehört hat, herum zu brüllen.

      Mit einem herzlichen Gruß
      Nevyn

  5. Arzachel sagt:

    Wahrscheinlich wird das Verfahren eingestellt, weil daran kein öffentliches Interesse besteht, wie es so schön juristisch bei solchen Strafanzeigen anschließend von der jeweiligen Staatsanwaltschaft lautet.

    Letztlich zeigt das Zitat Steinmeiers wes Geistes Kind er ist, wenn er sagt:

    “Wir lassen uns dieses Land nicht von extremistischen Rattenfängern kaputtmachen.”

    Dabei müssen noch die Fänger gar keine Ratten sein, denn sie fangen halt nur Ratten. Demzufolge wurde im Beitrag schon richtig hervorgehoben, dass Steinmeier damit gezielt Menschen dieser Bevölkerung als "Ratten" bezeichnet.
    Aber der empathielose Steinmeier, einer der Architekten der Agenda 2010, konnte damit sogar "über Leichen gehen". Ratten leben immerhin noch. Ratten sind übrigens sehr intelligente Tiere.
    Letzlich bin ich lieber eine Ratte, als noch einmal, wie früher, die SPD zu wählen.

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