M-PATHIE – Zu Gast heute: Bastian Barucker „Das indigene Prinzip”

Bastian Barucker ist Wildnispädagoge, Publizist, Spurenleser, Gefühls- und Körperarbeiter. Die Natur und der Wald sind seine zweite Heimat. Barucker bietet Workshops und Weiterbildungen im Wald an. Auch wie man tagelang im Wald überlebt, bietet er in Kursform an. Barucker hat ein Gespür für das Wesentliche und für die Dinge, die momentbezogen hilfreich sein könnten. Als Übersetzer englischsprachiger Beiträge ist er auf seinem Blog tätig.

In diesem Gespräch geht Bastian Barucker unserer indigenen Spur nach. Was könnte auch heute noch hilfreich sein? Wie gelangen wir wieder zurück in unsere indigene Natur? Was können wir von den Tieren für uns lernen? Was ist natürliche Integration? Was heißt in Beziehung gehen? Was können wir vom Wald lernen? All diese Fragen werden in dem Gespräch beantwortet. Es geht hierbei um das indigene Prinzip, dass auch noch in uns verborgen ist, aber still zu stehen scheint.

Aus diesem indigenen Schatz können wir ältere Erfahrungen herauslösen, die uns die derzeitigen Probleme zu lösen helfen könnten. Denn im indigenen Genpol der Menschheit liegen quasi alle Lösungen parat, wenn wir die erlernte und konditionierte Arroganz als zivilisierte Menschen über allem nativen zu stehen, ablegen, und uns selbst wieder mit unserer indigenen Natur verbinden würden. Sie könnte der Schlüssel zur Lösung unserer Überheblichkeit sein, die in uns wie ein Geschwür angewachsen ist.

Bastian Barucker kommt nicht als Besserwisser daher. Eher als ein Mensch, der von seinen Erfahrungen und Erkenntnissen erzählt. Er sagt nicht, so muss es sein und so wäre alles besser. Nein! Barucker möchte Mut machen, seine eigenen Erfahrungen mit der Natur zu machen und sich selbst mit ihr wieder zu verbinden. Er möchte, dass möglichst viele Menschen sich ihrer wahren individuellen Natur bewusster werden.

Artikel und Übersetzungen von Bastian Barucker erscheinen auch auf apolut.net.

Mehr über Bastian Barucker hier: https://bastian-barucker.de und hier: https://blog.bastian-barucker.de

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Kommentare (8)

8 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Bastian Barucker „Das indigene Prinzip”

  1. Josh H sagt:

    3,5 Stunden Arbeit, dann Zeit für mich. Hab festgestellt, dass ich das schon lebe. Grüße von einem Landsmann aus Peking.

  2. Vielleicht für mich die beste M-Pathie-Ausgabe, die ich bis jetzt gesehen habe. Zu-fällig kam mir danach ein lange vergessene Melodie in den Sinn, die ich hier einfach mal so teile: https://www.youtube.com/watch?v=0AKJYfKHVcI

  3. Helga Beck sagt:

    Vielen Dank für diesen Einblick in indigene Sippen. Ganz toll. Dies Wissen fehlt in der Tat in unserem Bildungssystem. Diese Werte sind ja wirklich genial. Wobei ich natürlich zu den Sammlerinnen gehöre und keine Tiere töten würde. Nur Fische. In Frankreich habe ich gehört, dass eben das Fleisch und seine Inhaltsstoffe aggressiv machen. Sind ja auch Hormone wie Cortison und Testosteron drin. Man muss ja immer überlegen, warum Mitglieder dieser friedlichen Gesellschaften Macht und Aggression ausgebildet und erkämpft haben, warum wir also da gelandet sind, wo wir heute sind.

  4. Ursprung sagt:

    Das mit den 7 Generationen und dem Verfassungsrichterspruch durch die Frauen bei den nordamerikanischen Indianern waren schon mal interessante Informationen durch den Interviewten.
    Die "Zeitlosigkeit" eines Waldes, also Sinnlosigkeit, ihn gestalten zu wollen, ergibt sich allein schon durch die Lebenszyklen der Baeume, die zwischen mindestens 100 und bis 1000 Jahren liegen. Und greifen schon die Eiszeiten-Zyklen mit ein. Also teilentkoppelt von individual lebenden Menschen darin. Aber nicht von deren Autobahnen und Erzraubbau.
    Zudem duerften auch Baeume sowas wie ein Hirn bilden, sie koennen hunderte km lange Kommunikationsnetzwerke ausbilden und darin minutenschnelle Informationen austauschen (Internet). Wetterdaten, Wachstumstipps, Parasitenschaedigungen (WHO).
    Duerfte Barucker auch wissen aus seinem Erstberuf.
    Wir sollten also nicht nur in den Waeldern, sondern auch mit den Waeldern leben, um in die Zukunft zu kommen. Wenngleich ich persoenlich das Leben auf See bevorzuge. Da gibts ein paar weniger von uns, was meist ertraeglicher ist. Die gefaehrdende Frachtschiffahrt mal ausgenommen.

  5. KIDULT sagt:

    richtig cool : ) erinnert mich an die Zeit als aktiver Pfadfinder
    vielen Dank
    einmal Pfadi – immer Pfadi
    greetz

  6. Zara Trusta sagt:

    ALSO
    Es ist doch viel einfacher.
    Wenn man in der Natur aufwächst, benutzt man seine Sinne zu Orientierung.
    Die Gedanken haben dann mehr Substanz und machen komplexeren Sinn als Worte.
    Die auf Glauben basierende Orientierung ist die Falle, durch die der Betroffene seine natürliche Identität verliert, und durch die die natürliche Versorgung mit Dopamin wegen Verwirrung gestört wird.
    Ganz vorbei ist es dann , wenn man reduktive Analyse obendrein zur prioritären Wissenschaft erklärt.
    Wenn man der Illusion verfallen ist, es gäbe Naturgesetze, orientiert man sich nicht mehr an der gegebenen Natur, die ja nun mal auf ´bottom-up-dynamic´ und feedback-loops beruht, und ist somit parallelisiert.
    Der an Glauben Orientierte ist empfänglich für Mentizid und anfällig für Idiotie..
    Das wiederum …

  7. Another great M-Pathie.
    B. Barucker fiel schon mit dem Standpunkte Podcast vom 08.05.21 – Auf Autopilot – positiv auf.
    Jäger und Sammler als neues Normal wird wohl eine Utopie bleiben, jedoch ist es sehr wichtig den Unterschied zwischen einer natürlichen Umgebung und einer Umgebung aus rechteckigen Betonbunkern die mit Asphaltwegen verbunden sind.

    Ein Stadtleben und Massentierhaltung sind sich doch recht ähnlich, eine total lebensfeindliche Umgebung haben jedoch beide als Grundlage gemeinsam.

  8. zivilist sagt:

    sehr schön.

    Aber Wald ist nicht Natur, sondern erst mal Holzacker, weil es aber viele Jahre bis zur Ernte dauert, lebt und wächst und gedeiht darin vieles andere mit viel kürzeren Generationen. Baustelle, der Sandhaufen im zweiten Jahr ist ganz starke Natur, kenne ich auch aus der Kindheit und liebe ich immer noch. Es ist toll, daß die Chinesen so viele Bäume pflanzen (Holzacker), aber Bäume muß man nicht pflanzen, man muß sie nur wachsen lassen und es fängt halt nicht mit den Bäumen an, sondern mit Gras, das sich selbst und nachfolgende Pflanzen aus der Luft bewässert . . , Bei den Chinesen ist auch immer noch Konsens beliebt, westliche Manager empfinden es schon mal als kidnapping, wenn sie eine Woche nicht aus der Fabrik gelassen werden.

    Revier ist ein wichtiger Begriff, auch Pflanzen dehnen sich aus und verdrängen andere, toll z.B. bei Flechten zu beobachten, und nachdem sich dann die Pioniere breit gemacht haben, setz sich die nächste Art einfach oben drauf. Und da gibt es Nacktsamer und Bedecktsamer, die Pflanzen, die Insekten zur Bestäubung brauchen kamen später und der vermeintliche Nachteil gibt ihnen den Vorteil, daß sie auch ferne Nischen in einem bereits geschlossenen Fichtenwald finden.

    A Humboldt: " Wenn die Wunder nicht bald aufhören, werd' ich noch verrückt.!

    Ich mach immer noch am liebsten, was ich gestern noch gar nicht konnte. O Lilienthal: "Die Erlernung der Fliegekunst", das war auch mehr als Erfahrung, es ging darum, bei akzeptabel kleinem Risiko den bereits erworbenen Fähigkeiten das nächste Puzzelsteinchen hinzuzufügen, das andere, was auch lernen genannt wird ist Pauken.

    Und ich möchte auch der Vernunft eine Lanze brechen, ich bleibe vernünftig, weil es mir immer noch am meisten Spaß macht. Vielleicht haben wir uns zu sehr an eine pervertierte Vernunft gewöhnt. Das flightmanagement der Vögel habe ich studiert und weiß Vieles, was in keinem Buch steht und in Büchern steht vieles, was falsch oder nicht zu Ende gedacht ist. Aber ich habe nicht einen Vogel getötet oder auch nur gefangen (Naja, Graupapagei Nina hat mir in Portugal mal in den Finger gebissen). Das andere nannte ich 'cold science' Heute sage ich sogar: Das meiste, was sich als solches aufspielt, ist überhaupt nicht Wissen- Schafft sondern Profit- Schafft mit Methoden der Wissenschaft. Mein Wissen über das flightmanagement der Vögel kann jeder sehen, interessierten Menschen kann ich es zeigen, es ist (fast) immer da, man muß sich nur drauf einlassen, OK gewisse Kenntnisse der Aerodynamik sind von Vorteil, aber entscheidend ist, zu verstehen, welche Aufgaben der Vogel gerade löst, dann kommt man auch dahinter, wie er es macht, ja, wie im Gespräch beschrieben. Übrigens unsere Ahnen haben Tiere totgehetzt, wenn nötig über Tage, wir sind dafür gebaut, lange schnell unterwegs zu sein.

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