Es geht um uns, nicht um die Ukraine! | Von Roberto J. de Lapuente

Finanzminister Lindner stimmt auf »Jahre der Knappheit« ein. Wirtschaftsminister Habeck stellt eine harte Zeit in Aussicht. Sie und andere aus der Politik tun so, als sei der drohende Niedergang ein Naturgesetz. Es wird nach nur einem halben Jahr höchste Zeit, diese Leute aus dem Amt zu jagen und endlich den einzig richtigen Schritt zu fordern.

Ein Kommentar von Roberto J. de Lapuente.

Die folgenden Sätze sind nicht geeignet, zarte Gemüter zu beruhigen und Patrioten der Stunde zu besänftigen. Sie sind nicht politisch korrekt – nicht dem Sinne nach, der heute die politische Korrektheit vorgibt. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, aber wenn ich nun täglich der Presse entnehmen muss, wie Politiker aus diversen Lagern den künstlich erzeugten, politisch motivierten Mangel als reines Naturgesetz deklarieren, gegen den sie nichts tun können, den wir nun hinzunehmen haben wie ein Gewitter oder eine schwere Erkrankung, dann werde ich wütend. Und das in einem Maße, das mich jede Zurückhaltung zwar nicht vergessen, wohl aber ignorieren lässt.

Jahrelange Gas- und Ölengpässe werden nach dem, was man uns jetzt predigt, schon recht bald eintreten. Vermutlich in einem gravierenderen Maße, als man uns heute vermittelt. Die Inflation nimmt zu, die Lebenshaltungskosten galoppieren. Vielen wird es die letzten Rücklagen auffressen. Von Arbeitslosigkeit sprechen wir heute noch gar nicht – sie wird aber Thema werden. Geschuldet ist diese Entwicklung einem strikten Festhalten an den Sanktionen gegen Russland. Alles nur, weil wir weiterhin fest an der Seite einer Ukraine stehen, die keinen Krieg gewinnen kann – und deren virtueller Sieg nur einer korrupten Elite dienlich wäre.

Das Wohl des deutschen Volkes, nicht des ukrainischen …

Ich möchte es unumwunden auf den Punkt bringen, unsachlich von mir aus, vereinfachend wohl auch: Es ist genug, die Bundesregierung hat umgehend ihre Parteinahme für die Ukraine aufzugeben! Ich will noch nicht mal diskutieren, ob die Ukraine ein Opfer der russischen Politik ist. Wer das so sehen will, bitte, ich bin liberal genug andere Ansichten auszuhalten. Das gehört zum Diskurs dazu. Diese moralische Frage, die dahintersteckt, ist doch jetzt völlig wurscht, es geht nicht mehr um richtig oder falsch, gut oder böse: Es geht um das Wohl des deutschen Volkes, das Kanzler und Minister mit ihrem Amtseid ins Auge fassen.

Sie schwören, ihre »Kraft dem Wohle des deutschen Volkes [zu] widmen, seinen Nutzen [zu] mehren, Schaden von ihm [zu] wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes [zu] wahren und [zu] verteidigen, [ihre] Pflichten gewissenhaft [zu] erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann [zu] üben«. Mir ist klar, dass jener Eid hundertfach gebrochen wurde, wie oft hat sich die politische Kaste selbst bereichert? Wie häufig spielten sie ihrer Klientel Vorteile zu, die dem deutschen Volke zu Schaden gerieten? Überhaupt kein Zweifel. Aber in diesem Fall scheint mir das Maß an Schaden, den man willentlich in Kauf nimmt, wirklich übervoll zu sein. Hier droht die pure Not, ja Massenverelendung. Die »Jahre der Knappheit« könnten Jahre der Gewalt werden, des Zorns – ja, des Zusammenbruchs. Und wir kennen die politische Kaste, wir haben sie in den letzten Jahren nochmal ganz besonders kennengelernt: Wenn aufbegehrt wird, wenn die Wut eine Dynamik annimmt, die das Land zerreißt, wenn ihre Position gefährdet wird, könnten sie Polizeigewalt sprechen lassen. Machen wir uns da doch nichts vor.

Indes erklärt der tatterige Präsident im Weißen Haus, dass sich das alles zu einem »waiting game« entwickeln wird, mal gucken, wer mehr aushält: Russland oder Europa? Die EU unter von der Leyen ist dumm genug, sich einspannen zu lassen und gegen ihre ureigensten Interessen zu agieren. Historiker werden in vielen Jahrzehnten wohl noch immer nicht begreifen, wie es so kommen konnte. War ein Imperium je so dekadent und so erfüllt von Ideologie, dass es den eigenen Niedergang nicht nur nicht sah, sondern geradezu herzlich begrüßte? Die Willkommenskultur vor einigen Jahren, die am Bahnhof Flüchtlinge unter Applaus in Empfang nahm, war ja schon schwer zu ertragen. Aber eine Willkommenskultur, die den Niedergang beklatscht: Das gibt es in noch keiner Dystopie.

Erst fressen, dann Moral – wer es andersrum will, dem geht es zu gut

Während eines Podcasts mit meinen zwei geschätzten Kollegen, sagten mir beide, dass die Bundesregierung die Ukraine doch längst fallengelassen habe. Wenn sie sie je aufgehoben hatten. Die beiden haben natürlich recht, das Land hängt in der Luft. Einerseits. Andererseits ist es doch so, dass man ideologisch weiter so tut, als läge das Land einem am Herzen. Gebt euch doch einen Ruck, fallt ab von der Ukraine. Auch wenn es euch wehtut. So ist das in der Realpolitik. Sie ist dreckig. Ich möchte nicht von einer politischen Kaste regiert werden, die moralistische Gesichtspunkte zur Grundlage ihrer Außenpolitik erhebt. Sie muss sich an Realitäten messen lassen. Und wenn die danach riechen, dass das Land in eine schwere Krise schlittert, die mit einem Bekenntnis aufzuhalten ist: Macht das!

Einen Preis für Anstand und Benehmen bekomme ich für meine Forderung nicht. Will ich auch nicht. Das ist alles gar nicht nötig. Politik zu machen bedeutet nicht, die Welt nach seinen persönlichen Lebenseinstellungen zu verwalten: Es bedeutet das möglich zu machen, möglich zu erhalten, was machbar ist. Ab Herbst nur noch gelegentlich mit Warmwasser beglückt zu werden, frieren, Fahrverbote zu erdulden, ausfallende Busse hinzunehmen: Das ist aufzuhalten – und es kann aufgehalten werden: Indem man die Ukraine fallenlässt! Die Forderung wurde bereits mehrfach leise vorgebracht, der EMMA-Brief ging in dieselbe Richtung und dafür wurde Herausgeberin Alice Schwarzer böse attackiert. Wenn solche Attacken der Preis sind, Menschen wachzurütteln, dann bitte attackiert auch mich.

Erst kommt das fressen, das duschen, das nicht frieren, dann die Moral, die bella figura, der Idealismus. Wer das umdreht, dem geht es zu gut. Ich lebe in Deutschland, die Menschen hier liegen mir weitaus mehr am Herzen, als jene in der Ukraine. Ich weiß, das ist nicht freundlich, solche Sätze liest man heute nicht mehr gerne. Sie wirken nationalistisch. Engstirnig. Kann alles gut sein, leicht so eingeschätzt werden, ändert aber nichts an dem Gefühl, das mich ereilt. Mir geht es auch nicht um Deutschland, sondern darum, dass ich in dieser Gesellschaft halbwegs Frieden garantiert wissen will: Wenn es zur Erlangung dieses Wunsches nötig ist, der Ukraine abzuschwören: Worauf wartet ihr eigentlich noch?

Sagt es: Lasst die Ukraine fallen!

Natürlich bin ich mir der ukrainischen Flüchtlinge bewusst. Und der Not, die vor Ort herrscht. Muss ich das eigentlich dazusagen, damit ich mich nicht gleich endgültig diskreditiere? Kann ich meine These nicht vorbringen, ohne mich mit einigen Sätzen etwas abzufedern? Selbstverständlich spricht nichts gegen Hilfe, gegen Wiederaufbau. Und ja, natürlich sollte man auch Russland dazu auffordern, wenn man denn endlich die Ukraine als Kriegskombattant gegen Russland fallengelassen hat. Die Ukraine aufzugeben bedeutet ja nicht, sie ihrem Schicksal zu überlassen. Ganz im Gegenteil, der militärische Beistand darf gerne gegen State Building ersetzt werden.

Ich bin mir sicher, dass die Zeit, in der die Verknappung spürbar wird, eine Zeit großer, stets anschwellender Wut sein wird. Die Wut richtet sich dann sicherlich gegen die Russen, aber auch gegen die amtierende Politik. Mein Mitleid hielte sich, was letzteres betrifft, ehrlich in Grenzen. Die Forderung, endlich mit den Russen zu verhandeln, der Ukraine »in den Rücken zu fallen« wird dann immer häufiger aufkommen, ja, ich glaube auch, diese Forderung wird massentauglich werden. Heute trauen sich nur wenige, diese Forderung laut auszurufen. Aber wie sieht es im November aus, wie im Dezember, wenn man beim Ausatmen im Wohnzimmer Wölkchen sieht? Klar werden die, die diesen Schritt fordern, zu Querdenkern erklärt, zu rechtsoffenen Spinnern. Provoziert man frierende Menschen, die Angst haben, morgen die Miete nicht mehr bezahlen zu können?

Dem Szenario kann man zuvorkommen, es bedarf nur eines Satzes: Lasst die Ukraine fallen! Noch kann man mit kleinem Schaden aus der Situation stolpern. Wenn aber erstmal der Gasnotfallplan in seiner dunkelroten Phase steckt, wird es ein heißer Tanz. Dann geht es gegen Not, gegen drohenden Existenzverlust – und gegen eine politische Kaste, die dann noch fester am Unglück hängt als jetzt, weil sie nicht mehr unbeschadet aus dieser Episode herausfinden kann. Dieser Text soll daher dazu ermuntern, es jetzt zu fordern. Überall. Im Bekanntenkreis. Unter Kollegen. Freunden. In Netzwerken und wo auch immer. Sagt es: Lasst die Ukraine fallen! Helfen wir ihr beim Wiederaufbau – aber führen wir nicht mit ihr als Marionette einen Krieg, den wir mit dem Ende unseres Restwohlstandes bezahlen müssen.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 27. Juni 2022 bei neulandrebellen.de

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Bildquelle: Tatohra / shutterstock

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Kommentare (41)

41 Kommentare zu: “Es geht um uns, nicht um die Ukraine! | Von Roberto J. de Lapuente

  1. Parkwaechter sagt:

    An der ganzen Ukraine-Heuchelei sieht man auch, wieviel man sich wirklich um die vielbeschworenen "vulnerablen Gruppen" schert: Nämlich einen feuchten Kehricht. Hat jemand eine Ahnung, wieviele Alte und Kranke krepieren werden, wenn sie in kalten Wohnungen frieren müssen?

  2. Gawarmel sagt:

    Ein Irrtum des Autors: die politische Klasse wird definitiv davon kommen. Die Erfüllungsgehilfen amerikanischer Imperiumsträume steigen einfach in einen Flieger nach Miami und sind weg.

    • HarteEier sagt:

      Es könnte auch in den USSA zu Aufständen kommen … Ich halte das sogar für ziemlich wahrscheinlich (und hoffe darauf). Klar kümmert man sich dort dann nicht um "Politiker" der SS-EU, aber sie könnten ja Kollateralscbäden werden (was für Europa ein Kollateralnutzen wäre).

  3. Truman sagt:

    Die Deutschen habn Ihre Regierung demokratisch gewählt, die Ukrainer haben Ihre Regierung demokratisch mit Selenskyj gewählt, der alle Oppositionsparteien verboten hat für die westlichen Werte.

    Es ist das Recht aller, die Ihn nicht gewählt haben, zu flüchten und die, die Ihn gewählt haben, sollen nun auch für die Ukraine und gegen die russische Ethnie kämpfen und dafür, dass die USA Ihre Mittelstreckenraketen gegen Russland in der Ost_Ukraine aufstellen können kämpfen bis in den Tod !

    Die Deutschen sollen nun hungern und frieren, damit die USA Ihre Fracking-Gas verkaufen können und Ihr Erdöl, egal, wie viele Afrikaner dabei verhungern, es geht schliesslich um die Werte des Westens: Abschaffung der Demokratie, Willkür gegen nicht EU-Staatsbürger, Einzug Ihres Vermögens und andere westliche Werte, wie schon die ollen Nazis es vorgemacht haben ! Russen sind schliesslich "Untermenschen", für die die Menschenrechte nicht gelten ! Wir Deutschen haben diese Regierung schliesslich mit Mehrheit gewählt !

    • HarteEier sagt:

      Ich bin da ganz bei Ihnen. 👍

      Dt. Soldaten werden nie wieder ihren Fuß auf russisches Gebiet stellen, diesmal wird sich das umkehren: russ. Raketen werden ihre Sprenköpfe auf USSA- und dt. Territorium abladen. Hoffentlich kehrt im Wertewesen doch noch ein bisschen Vernunft ein … oder will der Wertewesten den eigenen Untergang? Alles denkbar.

  4. Charly1 sagt:

    Europa im Abstieg….
    Ukraine-Krieg führt zu ernsten Folgen für die Wirtschaft Deutschlands und der EU. Diese befindet sich ohnehin in einem langfristigen Abstieg !

  5. Ursprung sagt:

    Es geht um alle Menschen. Nicht um uns Untergruppe allein. Um das mal klarzustellen.
    Und wie was tun?
    Actionfaehig zu sein. Uns, wenn wir gerade straucheln, abzufangen. Erst dann koennen wir Naechste stuetzen.
    Ziemlich logisch und einfach, nicht wahr?
    Das heisst praktisch? Kreativ werden!
    1.
    Das US-Sklavendasein kuendigen, endlich. Zut Not brutal. Mit Referendum des Volkes. Klarer, unmissverstaendlicher Auftrag an eigene Regierung oder die absetzen. Notfalls Google-Nutzung verbieten oder volle Steuern hier zu bezahlen. NGOs verbieten, Soros und Kellogs und General Motors und Exxon raus. Nato raus, Ramstein USA-frei. Atomwaffenfrei.
    Alles ab sofort, Letzter Vollendungs-Termin 2029.
    2.
    Ja, Guertel enger schnallen. Dem Suedafrikaner in Gruenheide sein Autowerk lassen, wenn er auf H2 umstellen wird. Mit Marokko Kooperationsvertrag fuer Sahara-Sonnenenergie schliessen fuer H2-Elektrolyse, von Russland solange ueber Nordstream II Leitung oeffnen.
    Notfalls ueber Genossenschaften echte Buegerinvestitionen einsammeln, um vom Fiatgeld wegzukommen.
    3.
    Dann mal schauen. Jaehrliche Situationsneubewertung. Euro in D beenden? Mit Schottland, Tuerkei und Aegaeis (Wind/Sonne/H2) Unter-EU bilden mit Touristik und Schafswollindustrie? Gezeitenstromwerke in den Orkneys? Plastikverbrauche verbieten, dafuer Hanf- und Wollfaserplatten, dezentralisiert wirtschaften aber Zollunion und gemeinsame Rechtsnormen? Mit Afrika Ernaehrungskombivertrag und Wuestenbegruenungen?

    • Fass sagt:

      1 nahezu Begeisterung
      2 kann ich schlecht einschätzen, Gas ist billig UND umweltfreundlich, also erst einmal diese Ressource nutzen und die Alternativen auch auf ihre Nachteile hin abwägen.
      Die Grünen wurden/haben sich genauso zerlegt wie die Linke – Umweltschutz ist etwas völlig anderes als CO2 Zertifikate. MMn kommt zuerst Bestandsschutz, Autos und Anlagen weiter nutzen, evtl zusätzliche Filterung, keine AdHoc Entscheidungen sondern Planbarkeit der staatlichen Förderungen. Natürlich bricht dann das BIP ein und der Wachstumszwang zur Zinsfinanzierung ist nicht mehr haltbar… schwierig, wenn das ein einzelnes Land anpeilt.
      3 Dezentral wirtschaften vlt, der Wohlstand einer Gesellschaft kommt nun aber einmal durch Industrieproduktion zustande – Bildung, Kultur, Kunst ist alles on top auf der Grundversorgung einer Gesellschaft – das erfordert einen größeren Verteilungsrahmen, deshalb finde ich den Erhalt des Nationalstaates erst einmal gut. Natürlich ist ein anderes Bezugssystem ebenso denkbar, aber es braucht ein Zugehörigkeitsgefühl in diesem Rahmen und das entsteht durch Beständigkeit – entsprechend dem Lebenszykus wird man die ersten und letzten 20 Jahre von der Gesellschaft getragen und dazwischen trägt man selbst (frei nach Pispers)
      Interessant wäre auch mal zu prüfen, in welchen Bereichen Dtl überhaupt noch Produktivkraft besitzt, die letzten 10 Jahre findet ein kontinuierlicher Ausverkauf inklusive Patenten statt

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      4. Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, gleiches Recht für alle.
      Sobald finanzieller Reichtum und/oder politische Macht zu Rechts-Ungleichheit führen, kann man besser gleich wieder zum Feudalismus mit Fürsten und Leibeigenen zurückkehren, denn wenn es sowieso unterschiedliche Rechte gibt, kann man sich die Kosten für den Justizapparat auch gleich sparen, also echter Feudalismus ist so gesehen immerhin noch kosten-effizienter als vorgetäuschte Justiz, wo man so viele Schauspieler bezahlen muss.

    • Fass sagt:

      4 https://www.facebook.com/dieanstalt.kabarettarchiv/videos/folge-45-sommerfest-der-demokratie-16072019-50-min/372741550109202/
      ("Die Anstalt" hat auch mal gute Sendungen gemacht: )

    • Charly1 sagt:

      Die anhaltende Krise und der Krieg in der Ukraine drohen die Welt in eine katastrophale nukleare Konfrontation zu ziehen. Desinformation, Lügen und Propaganda aus den USA und anderen westlichen Medien zielen darauf ab, Millionen von Menschen in den USA und auf der ganzen Welt zu verwirren, Russland als Aggressor zu betrachten, während sie die Rolle der USA in der Entwicklung dieses Konflikts verbergen. Ein wichtiges Beispiel für diese Manipulation ist, dass die westlichen Medien nicht ehrlich über die massive Rolle waren, die die USA bei der Erleichterung eines Putsches in der Ukraine im Jahr 2014 spielten, der den demokratisch gewählten Präsidenten des Landes stürzte und Neonazi-Kräfte, die den Interessen der USA / der EU wohlgesonnen waren, Unterstützung gewährte und ihnen half, in der Ukraine an die Macht zu kommen.

  6. Fass sagt:

    Danke, so sehe ich das auch, man kann nur seine Überschüsse verteilen (können) und die Ukraine ist einfach unverschämt dreist in ihrer Anspruchshaltung.
    Ich würde es etwas anders formulieren; die Regierung soll endlich das Minsker Abkommen umsetzen und DANACH kann man weiterreden.

    Die Ukraine ist das korrupteste Land in ganz Europa und diskriminiert ganze Bevölkerungsgruppen in bei uns unvorstellbarem Ausmaß – was bitte verbindet uns mlt diesem Land?

    • Fass sagt:

      ergänzend: ja, es geht um alle Menschen, kein Eurozentrismus, friedliche Koexistenz eben.
      In die Ukraine sind in den letzten Jahren mehr Gelder geflossen, als in die BRD durch den Marshall-plan.

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      "Die Ukraine … was bitte verbindet uns mlt diesem Land?"

      Die Ukraine und die BRD sind USA-Verbündete (oder wie diese Wort mit V… heißt :-)

  7. Zivilist sagt:

    Diese kriminellen Irren unter der Käseglocke müssen weg, das ist aber nicht das Problem, diese Demokratie- Folklore muß weg, die ja geradezu eine Einladung für Lügner und Betrüger ist !

    Ob wir einen Dauerkrieg gegen eine Atommacht wollen, das entscheiden wir doch bitte selbst und zwar unbehelligt von einer 8 Mrd € ÖR Lügenbude, die muß auch weg. Und die ukrainischen Sommergäste muß man doch wirklich nicht kommentieren, gegen die Ukraine wird mit den Füßen abgestimmt, so lange es sie gibt und die Abstimmung wird mit dem Grenz- Ventil kontrolliert.

  8. kakanobi sagt:

    Bisher war ich mit eurem geistigen und ethischen Niveau zumindest leidlich zufrieden oft angetan, aber dieser Beitrag unterirdisch.
    Sprache und Denkungsart sind empörend ordinär (und das NICHT weil die abgrundtief verlogene political correctness weggelassen wurde)
    Es geht nicht datum "der Ukraine in den Rücken zu fallen", nicht anderes tut der Westen seit Jahren, es geht darum aus diesem verbrecherischen Krieg endlich auszusteigen. Das ist bitte nicht das Selbe.
    Opfer zu bringen wäre völlig korrekt, wäre die Lage auch nur ansatzweise so, wie die Lügenmedien dies propagieren.
    Den Ausstieg aus diesem Krieg jedoch aus ordinärem Egoismus zu fordern, stellt einen auf eine Stufe, mit den Strippenziehern dieses Töten. Das ist anti-ethisch und Ausdruck von Idiotentum, denn zu glauben das hier für normal-gehaltene "Verbrauchertum" ließe sich erhalten = sollte das Ziel von Politik sein, ist Zeugnis beleidigender Dummheit

  9. Krieg gegen Russland ist Selbstmord und Wirtschaftskrieg gegen Russland ist wirtschaftlicher Selbstmord:

    Außerdem ist das westukrainische Selenskyj-Regime es nicht wert, dass ich es gegen Russland verteidige, da es viele Fehler begangen hat, und zwar hat es insbesondere die Ostukraine bombardiert, russischsprachliche Ukrainer diskriminiert, mit Nazis und religiösen Extremisten zusammengearbeitet. Vor allem ist Frieden und Deeskalation die Lösung und nicht Krieg und noch mehr Waffen.

    Und ich bin als LGBT-Aktivist weißgott kein Russland-Fan.

    Und ich bin auch kein Fan vom russischen Gas, zumal es daran keine endlosen Vorräte gibt, sondern ich bin für Energiesparen (insbesondere durch Wärmeisolation) und einen Umbau unserer Energiewirtschaft in Richtung Kohlekraft. Kurz- und mittelfristig benötigen wir aber das russische Gas essentiell. Hierzu dürfen die NATO-Regierungen nicht die Reparatur von Nord-Stream 1 und die Inbetriebnahme von Nordstream 2 behindern. Ich lasse mich von der NATO nicht gegen Russland opfern und war auch letzten Samstag wieder auf einer Demo und wir aufgeklärten Querdenker werden immer mehr.

    • Zivilist sagt:

      Nein, es ist ökonomischer Mord und in 4 Jahren werden uns die transatlantischen Ollis uns den Retter Merz kredenzen, der für sie Treuhand 2.0 spielt

  10. Andreas I. sagt:

    Vereinfachen?! Bitteschön:
    400 Jahre westeuropäischer Kolonialismus, abgelöst von 100 Jahren Neokolonialismus der ausgewanderten Westeuropäer in USA.
    Der Westen war 500 Jahre lang der Nabel der Welt, die heutige westliche Geschichtsschreibung dreht sich im wesentlichen nur um die 200 Jahre, die es USA überhaupt erst gibt, aber es gibt viele Kulturen, die reichen 1000 Jahre und mehr zurück – und die haben sich gesagt, Moment mal!

    • Zivilist sagt:

      Kürzlich habe ich das damals, 1974, geheime Papier von Kissinger gelesen, mit dem er den Westen auf 'fertility rate reduction' einschwört, das ist reiner Malthusianismus. Malthus war Lehrer der Britischen East India Company und der Malthusianismus ihre Ideologie, nachdem sie an der Verhungerung von 10 mio Indern mitgewirkt hatte und festgestellt hatte, daß solche Events höchst profitabel sind und von Handel auf Landwirtschaft umgesattelt hatte, ihre beste cash crop: Opium.

      Und in diesem Papier von Kissinger taucht immer wieder das Kürzel 'LDC' auf für 'less developed countrys'. In D haben wir den Therm 'Entwicklungsland'

      Ich habe so den Eindruck, daß dieser Spuk eigentlich schon vorbei ist, daß die Menschen der ausgeplünderten Länder aus genetischen Gründen dünn sind und nichts sehnlicher wünschen, als so zu werden, wie die reichen Ausplünderer, endlich Popcorn & Cola und PKW & AC und und und. Selbst in den Ländern der Ausplünderer merken immer mehr Menschen, daß sie ihre Seele verkauft haben.

  11. Schramm sagt:

    Kiristal sagt: „Die US-Konzerne haben den gesamten Krieg über in Deutschland produziert.“

    ►Es produzieren die Arbeitskräfte, nicht die (privaten) Eigentümer der Produktionsmittel.
    ►Die Eigentümer der Konzerne lassen produzieren.
    Eine Spätfolge der historischen Arbeitsteilung und Entstehung der Klassengesellschaft.

    ►Seit jeher bedienen sich die Herrschenden der geistigen Manipulation, sei es mit der jeweiligen Kirche oder heute in Deutschland auch mit den GEZ-Medien und der privaten und staatlichen Schul- und Bildungslandschaft.

    Dieses Instrumentarium wird auch heute vorzüglich von Bill Gates und Konsorten weltweit bedient. Damit halten die bürgerlichen Eliten ihre jeweiligen Bevölkerungen und (abhängigen) Werktätigen unter ihrer Kontrolle.

    ►Es waren die Arbeitskräfte von Millionen Deutsche in der Waffenproduktion und die vierzehn Millionen deutsche Soldaten, die den Krieg für den Kapitalfaschismus und Imperialismus von 1939 bis 1945 führten.

    Der damalige und heutige Reichtum am Eigentum von materiellem Kapital/Produktionsmitteln und privaten Vermögen der nordamerikanischen Fords wie bundesdeutschen Quandts wäre ohne die aktive Produktionstätigkeit der meist eigentumslosen Arbeitskräfte (geistig-psychische und körperlich-physische Arbeit) nicht möglich.

    Auch die notwendigen Mittel der Finanz- und/bzw. Akkumulation: Geld, für die Massenproduktion und Verwirklichung des aktuellen Aufrüstungs- und Kriegsprogramms, in Höhe von 100 Milliarden Euro, bedarf der aktiven wissenschaftlich-technischen und produktiven Mitarbeit von zehntausenden Arbeitskräften der Rüstungsindustrien.

    Dieser Zusammenhang von Produktivität und Wertschöpfung, wurde vorwiegend von Angehörigen sozialistischer und kommunistischer Parteien, – die es heute so wie in der Weimarer Republik nicht mehr gibt –, in die Reihen und das Bewusstsein der Arbeiter: des historischen Proletariats und Arbeiterklasse, hineingetragen.

    Die materielle Wertschöpfung findet nicht an den Finanzzentren und deren Börse statt, sondern auch weiterhin in der materiellen Produktion. Die Finanzzentren und die Börse dient allenfalls der Spekulation der Lobbyisten, AktionärInnen und/bzw. AnteilseignerInnen und Eigentümer der Produktionsmittel.

    Um diesen Zustand zu beenden, dafür muss man schon den Kapitalismus dauerhaft beseitigen. Dafür muss man auch auf das Bewusstsein durch Aufklärung einwirken. Im Selbstlauf gibt es hier keine Veränderungen.

  12. Beaunobo sagt:

    Die Formulierung, die andauernd wiederholt wird – Lasst die Ukraine fallen – ist unangemessen.
    Die Ukraine ist gespalten. Unterstützung der Selensky-Ukraine bedeutet, dass man den westlichen Teil gegen den östlichen unterstützt.
    Es geht nicht darum, die Ukraine fallen zu lassen, sondern ihr zu helfen, einen Frieden mit Russland zu finden. Dies kann mit Waffen für die (West-) Ukraine und Sanktionen gegen Russland kaum funktionieren. Dies ist relativ einfach, wenn die berechtigten Forderungen Russlands nach einem Abstand zu NATO/USA – Raketen und die östlichen Provinzen als eigenständig (oder russisch) anerkannt werden.
    Das klingt alles sehr einfach. Wir bräuchten allerdings Politiker, die nicht als Darmfortsätze der USA funktionieren.
    Und solche, denen auch die Freiheit Journalisten wie Julian Assange am Herzen liegt.

  13. Out-law sagt:

    Zitat:
    "Finanzminister Lindner stimmt auf »Jahre der Knappheit« ein. Wirtschaftsminister Habeck stellt eine harte Zeit in Aussicht. Sie und andere aus der Politik tun so, als sei der drohende Niedergang ein Naturgesetz. Es wird nach nur einem halben Jahr höchste Zeit, diese Leute aus dem Amt zu jagen und endlich den einzig richtigen Schritt zu fordern."( Eine echte "Puente " !)
    Wer durch Mitläufertum und arroganter Dummheit ein Land runterwirtschaftet ,nach dem Motto :"Wir schaffen das " ,sollte sich sicher auf harte Zeiten einstellen .Besonders dumm ist nur ,dass gerade diese ,welche für das Volk dies prognostizieren ,das Lügenzünglein an der Waage des Vergendersystems spielen ,bemerkeln sie doch plötzlich ,dass es auch um ihre Börsen geht ,ein Manna ,das nicht mehr vom Himmel fällt ! Stattdessen eisige tennisballgroße Hagelkörner ! Doch was wird es erst hageln ,wenn das Volk die Wahrheit erfährt ? Das können die sich gar nicht vorstellen ,da die Dummheit gar nicht ausreicht und dennoch grenzenlos ist .Gegen das Verblendungsvirus gibt es keine Gegenimpfung ,außer die Wahrheit ,doch die wird vielen teuer zu stehen bekommen .

    • Out-law sagt:

      P.S: Nicht Ukraine fallen lassen …..,lieber Politiker ,die sich an Macht und Mammon krallen ;denen kann sowieso niemand mehr helfen ,ein aussichtsloser Fall über den Abfall der Welt.

  14. Oktagen sagt:

    sehr geehrter herr lapuente,

    vorab ich bin auf ihrer seite!
    dennoch muss ich einige fragen stellen u bemerkungen äußern.

    an wen eigentlichen wenden sie sich mit diesen zeilen?

    meinen sie die herrschende minderheit?
    sie selbst verweisen doch auf diese und die jüngste vergangenheit. glauben sie wirklich dass sie diese leute mit ihren worten auch nur einen millimeter bewegen?

    meine sie die beherrschte absolute mehrheit, in ihrer wohl ebenso absoluten machtlosigkeit?
    wenn sie diese mehrheit meinen, so frage ich mich, ob ihre ausführungen wirklich ausreichen, damit diese mehrheit ihre ohnmacht überwindet?

    ich frage mich warum so viele wider besseren wissens noch immer von sich auf andere – auf ebene jene herrschende minderheit – schließen?

    liegt es nicht auf der hand, dass die abfolge der ereignisse der mindestens letzten 7 jahre lehrbuchartige strategieentfaltung demonstriert?

    liegt es nicht auf der hand, dass alle diese scheinbar zufälligen und scheinbar völlig unabhängig voneinander auftretenden entwicklung ALLE in die gleiche richtung streben!!!???

    ist denn wirklich damit zu rechnen, dass diese herrschende minderheit sich wirklich nur eines einzelnen dieser züge bedient?

    ist da nicht vielmehr eine aufs feinste abgestimmt orchestrierte strategie erkennbar? eine strategie die der modernen ungeduld entsprechend binnen weniger jahre bewirkt was sonst jahrzehnte und jahrhunderte benötigte?

    so sehr sie auch die vernachlässigung – ich sage die verachtung – des amtseides, wie des wohls des deutschen volkes beklagen, genauso offensichtlich ist doch, dass die sogenannten sanktionen gegen russland in wahrheit nur die brecheisen eben dieser herrschenden minderheit sind, bei ihrer grossen agenda – der "konstruktiven zerstörung" – .

    ich glaube die beherrschte mehrheit benötigt mindestens einer derart gewaltigen offenbarung wie dieser, nämlich das begreifen der unerhört unverfrorenen dreistigkeit mit der diese sogenannten und selbsternannten "eliten" den deutschen michel geradewegs auf die schlachtbank werfen.

  15. Laengsdenker sagt:

    Früher hat man mal die Staaten verurteilt, die in andere Staaten eingefallen sind. Mittlerweile feiert man die Agressoren (Russland) und beschimpt die Staaten, die von ihrem in Artikel 51 der UN-Charta garantierten Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung gebraucht machen (Ukraine, "Westen").

    • Zivilist sagt:

      Der Einmarsch zur Beendigung eins Genozids ist im Sinne des Völkerrechts.

      Ökonomischer Terror (einseitige Sanktionen) übrigens nicht.

    • Andreas I. sagt:

      @ Laengsdenker,
      "Staaten, die von ihrem in Artikel 51 der UN-Charta garantierten Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung gebraucht machen "

      Der Staat LPR (Lugansk) und der Staat DPR (Donekz) und der Staat Russland machen von ihrem Recht auf individuelle oder kollektive Selbstverteidigung gebrauch.

    • Laengsdenker sagt:

      @ Zivilist: Völkerrecht ist nicht die Rechtsvorstellung von ihnen sondern worauf man sich in der UN vertraglich geeinigt hat. Nur weil irgendjemand behauptet es gäbe irgendwo ein Genozid ermächtigt ihn das nicht einfach in einen souveränen Staat einzufallen. Es gab dazu keine Resolution der UN. Ansonsten wäre übrigens der Krieg im Irak vollkommen gerechtfertigt gewesen, da der Irak einen Genozid an den Kurden mit (laut UNESCO) 180.000 Toten (also deutlich mehr als der angebliche Genozid in der Ukraine) unter Saddam Hussein begangen hat. Aber schon alleine ihre Begrifflichkeit "Ökonomischer Terror" zeigt eindeutig, dass es ihnen nicht um Wahrheit geht, sondern dass sie einfach nur ihren rassistischen Hass gegen die USA verbreiten wollen.

      @Andreas I.; Zum einen sind DPR und LPR nicht Teil der UN (keine anerkannte Staaten) und zum andere ist für mich schleierhaft wie man die Angriffe auf Kiew und Kherson als Selbstverteidigung von DPR und LPR ansehen kann.

  16. MomentMal sagt:

    "seinen Nutzen [zu] mehren"
    Das kann man auch anders verstehen:
    Den Nutzen DES Volkes zu mehren – aber für wen nur?

  17. Karin sagt:

    Die Bulgaren sind scheinbar schlauer als wir Deutschen:
    "Regierung durch Misstrauensvotum gestürzt.
    Nach nur sechs Monaten im Amt ist die Regierung von Ministerpräsident Kiril Petkow schon wieder Geschichte."
    https://www.sueddeutsche.de/politik/bulgarien-misstrauensvotum-1.5607542

  18. Sie haben Hitler gewählt und auch diese Regierung. Und es geht nicht nur um den Krieg gegen die Russen, sondern auch gegen die Viren und den CO2-Ausstoß – vor allem aber immer noch um den Erziehungskrieg gegen die Kinder. Sie merkeln nicht, was sie tun, aber die Folgen werden genauso unbarmherzig niederprasseln wie damals. Nichts spricht dagegen, endlch "Du sollst nicht merken" von Alice Miller zu lesen.

    • Kiristal sagt:

      [sie] die Bevölkerung hat weder Hitler gewählt noch diese Regierung. Hitler war ein klassischer Regimewechsel GEGEN den Willen der Bevölkerung. Finanziert ua von England und USA (Hanfstarengel, Prescot Bush, Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, ..), mit dem Ziel erst in Deutschland, dann in Europa, dann in Russland möglichst viele Kommunisten (alles was sie dafür hielten) umzubringen.

    • Nevyn sagt:

      Wer Figuren wie Schicklgruber (In-die-Grube-Schicker) verstehen will, der kommt nicht umhin, sich mit dem Kult zu beschäftigen, der dahinter stand. Wie war es denn möglich, dass so ein obdachloses Würstchen aus Wien sich zum GRÖFAZ aufschwingen und zig Millionen in Hypnose versetzen konnte, auch im Ausland? Was ist denn mit und in diesem selbstunsicheren, neurotischen Männchen passiert, das dies ermöglicht hat?

      Gleiches gilt für die aktuellen Abläufe in der Geschichte. Der Mensch mit seinen Sinnen klebt an den Erscheinungen, lässt sich von ihnen blenden und mitreißen. Sein Verstand spielt ihm die passende Musik dazu. Aber es ist das, was man nicht sehen kann, was den Lauf der Welt voran treibt. Man kann es nicht sehen, aber man kann es er-kennen.

    • Schramm sagt:

      User-Kiristal sagt unter anderem: "Hitler war ein klassischer Regimewechsel GEGEN den Willen der Bevölkerung."

      Deutsche Geschichte

      Jede zweite deutsche Familie hat ihren Kameraden in der NSDAP.
      Von den 9 Millionen Parteimitglieder waren zwischen 30 und 40 Prozent Arbeiter.
      Der Anteil von Arbeitern war doppelt so hoch, wie in der Weimarer Republik in der SPD und KPD zusammen genommen. Der Anteil der Frauen in der NSDAP lag bei 20 Prozent.

      Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung waren freiwillig in NS-Massenorganisationen organisiert.

      Trotz der militärischen Niederlage um Stalingrad, im Dez. 1942/ Januar 1943, erreichte die Produktion von Kriegswaffen im März 1944 ihren Spitzenwert. Erst danach, wegen der fehlenden Rohstoffversorgung, brach die Rüstungsproduktion zusammen.

      Mit Ausnahme aus den Reihen der Mitgliedschaft der KPD hat es keinen nennenswerten Widerstand aus der deutschen Bevölkerung und schon gar nicht aus der christlichen und sozialdemokratischen deutschen „Arbeiterklasse“ gegen den Faschismus gegeben.
      PS: Einzelne antifaschistische Widerstandsaktionen lassen sich nicht verallgemeinern.

      Nach Kriegsende wurden mehr als 80 Prozent der NS-Beamten in Westdeutschland für den Staatsdienst übernommen. 1949 tummelten sich mehr als 140 (vormalige) NSDAP-Mitglieder im Bonner Bundestag, so in allen bürgerlichen Parteien. So auch in der CDU/CSU bis in die Beamten- und Regierungsspitze. Alle staatlichen Institutionen Westdeutschlands waren durchsetzt mit (vormaligen) NS-Führungspersonal. Ebenso, die deutsche Wirtschaft und deren Monopolverbände bis in die Spitzenpositionen (bspw. Hanns-Martin Schleyer im Bundesverband der Deutschen Industrie).

      Als einzige (überlebende) antifaschistische Widerstandspartei:
      die Kommunistische Partei Deutschlands, die KPD wurde 1956 dauerhaft verboten!

      28.06.2022, R.S.

    • devi sagt:

      @Schramm & @ Nevyn:
      Ja, ich denke auch, dass man es sich etwas zu einfach macht, wenn man sagt, der Mensch "Hitler" sei alleine schuld. Ich denke, dass Nevyn recht hat, wenn er von Hypnose spricht.
      Deshalb denke ich, dass de Lapuente es sich in seinem Beitrag auch viel zu einfach macht. Auch Apolut macht es sich zu einfacht. Der Tenor ist immer: alle anderen sind schuld.

      Irgendwo habe ich vor kurzem gelesen (ich zitiere sinngemäß): Es ist nicht so wesentlich, was die Politikdarsteller für einen Schwachsinn machen, viel interessanter ist es ja, zu sehen, wie viele bei dem Schwachsinn mitmachen.

      Apolut reitet leider weiterhin nur auf der Die-da-oben-sind-schuld-und-wir-sind-Opfer-Welle. Ich habe mehrmals an verschiedenen Stellen mein Interesse bekundet, auch selbst Artikel zu schreiben. Es kam nicht einmal irgendeine Antwort. Das ist ein geschlossener Klüngel, Apolut und seine Netzwerkpartner. Deshalb wird da nichts substantiell Neues herauskommen, die verteidigen auch nur ihre eigenen Pfründe.

    • Nevyn sagt:

      Ich hatte heute Nacht einen Traum. Ich gab jemandem eine Tonbandkassette mit dem erhebenden Lied einer Sängerin.
      Er legte sie auch ein und spielte sie ab, meinte jedoch dazu gleichzeitig Erklärungen über eine Lautsprecheranlage abgeben zu müssen. Im Saal unterhielten sich die Menschen, sie stritten. Draußen spielte eine Blaskapelle. Ich konzentrierte mich auf das schöne Lied und konnte es noch hören, erfreute mich daran und dachte, vielleicht gibt es ja im Saal noch zwei oder drei andere, denen es auch so geht. Dann hätte sich das Abspielen gelohnt.

      So ist die Welt und so war sie wohl schon immer. Doch es gibt dieses schöne Lied und wer Ohren hat zu hören, wird sich daran erfreuen können. Und es wird ihm den Weg dorthin weisen, so so gesungen wird.

    • Schramm sagt:

      devi sagt: „Ja, ich denke auch, dass man es sich etwas zu einfach macht …“

      Empfehlung:

      SEIN und BEWUSSTSEIN
      von Sergej Leonidowitsch Rubinstein

      I. Die Stellung des Psychischen im allgemeinen Zusammenhang der Erscheinungen in der materiellen Welt

      Ein Auszug: »Man muss vielmehr die psychischen Erscheinungen konkret erforschen, muss sie in allen wesentlichen Zusammenhängen und Vermittlungen betrachten, muss ihre verschiedenen Charakteristika darstellen und diese mit der objektiven Logik jener Verbindungen und Beziehungen, in denen jedes Charakteristikum erscheint, in Übereinstimmung bringen. Dies ist der Ausgangspunkt einer wirklich wissenschaftlichen Untersuchung, die die verschiedenen und in ihrer Einseitigkeit willkürlichen „Gesichtspunkte“ überwinden kann.«
      {…}
      »Auf keinem Fall darf man das Verhältnis des Psychischen zum Gehirn vom Verhältnis des Psychischen zur Außenwelt isolieren und beide einander entgegensetzen, vor allem deshalb nicht, weil die psychische Tätigkeit eine Tätigkeit des Gehirns ist, das mit der Außenwelt in Wechselwirkung steht und auf ihre Einwirkungen antwortet.« {…}

      Vgl. Sein und Bewusstsein [Teil 1] (scharf-links.de)
      scharf-links.de/45.0.html?§tx_ttnews%5Btt_news%5D=45432&cHash=4de984899a

    • Kiristal sagt:

      >>Trotz der militärischen Niederlage um Stalingrad, im Dez. 1942/ Januar 1943, erreichte die Produktion von Kriegswaffen im März 1944 ihren Spitzenwert

      Die US-Konzerne haben den gesammten Krieg über in Deutschland produziert. Ford hat für die Beschädigung seiner Werke in Köln und Berlin Schadenrsatz von der US-Regierung gefordert und bekommen. Der krieg war ohne Finanzierung, Produktion und Führung der Anglo-Amerikaner nicht denkbar. D-Land war ja nach Versailles komplett pleite und faktisch von den Siegermächten übernommen worden.

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