E-Autos: „Wir fahren mit Braunkohle“ | Von Peter Haisenko

Ein Kommentar von Peter Haisenko (Betreiber des Portals anderweltonline.com).

Die Ökobilanz von E-Autos wird schöngerechnet mit der Annahme, sie würden mit Ökostrom betrieben. Das ist Unsinn, denn auch in deren Akkus fließt der ganz normale Strommix. Ohne E-Autos könnten einige Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden und wir bräuchten weniger Gas zur Stromherstellung.

Wer Strom aus dem Netz verbraucht, kann sich nicht aussuchen, aus welchen Quellen diese Energie gewonnen wird. So ist es Augenwischerei zu behaupten, man würde nur Ökostrom beziehen. Jeder Verbraucher erhält seinen Strom anteilsmäßig aus allen verfügbaren Quellen und da ist die Aufteilung so (Stand 2021, Quelle strom-report.de): Windkraft 23 %, Braunkohle 20,2 %, Kernenergie 13,3 %, Erdgas 10,5 %, Photovoltaik 9,9 %, Steinkohle 9,5 %, Biomasse 8,8 % und Wasserkraft 4 %. Die gesamte produzierte Strommenge pro Jahr beträgt etwa 500 TWh (Terawattstunden), also 500 Milliarden Kilowattstunden.

Aktuell sind auf unseren Straßen etwa 600.000 E-Autos zugelassen. Es sollen aber ganz schnell mehr als eine Million werden. So rechne ich hier mit einer Million, denn das soll die nahe Zukunft sein. Angenommen, und das dürfte realistisch sein, jedes E-Auto fährt pro Tag im Durchschnitt 100 Kilometer. Dann ergibt das einen Stromverbrauch pro Jahr und E-Auto von 5.400 Kilowattstunden, wenn man vorsichtig, also E-Auto-freundlich, von einem Durchschnittsbedarf von 15 KWh pro 100 Kilometer ausgeht. Das wiederum ergibt einen Jahresverbrauch für eine Million E-Autos von 5,4 TWh. Das ist dann etwa ein Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Man könnte meinen, das fällt (noch) nicht ins Gewicht. So ist es aber nicht.

Wir fahren mit Russen-Gas

Gerade dieses letzte eine Prozent ist es, das uns zwingt, Gaskraftwerke früher ans Netz zu nehmen. Es ist dieser Strom aus Gas, der den Spitzenpreis für Strom bestimmt, so pervers diese Regelung auch sein mag. Mehr darüber hier: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20222/strompreise-rot-gruen-bedient-ihr-klientel/

Hätten wir also keine E-Autos auf unseren Straßen, wäre die Stromrechnung für alle erheblich niedriger. Auch die Steuerlast wäre geringer, denn alle Steuerzahler müssen mit ihrem Obolus die Subventionen für E-Autos bezahlen. Bei dieser Betrachtung habe ich den Aufwand für die Ladeinfrastruktur noch nicht eingerechnet. Jede dieser Ladesäulen kostet viel Geld und auch das geht in den Strompreis ein. Jeder Stromkunde – und jeder ist einer – bezahlt also auch mit seiner Stromrechnung für die Ladeinfrastruktur, ganz gleich, ob er ein E-Auto fährt und schon die staatlichen Subventionen kassiert hat.

So kann man als primäre Quellen des Stroms für E-Autos zwei nennen: Braunkohle mit dem Anteil am Gesamtstromaufkommen von 20,2 Prozent und Gas aus Russland. Während der Braunkohlestrom noch als ökonomisch vernachlässigbar bezeichnet werden kann, ökologisch eher nicht, ist der Gasstrom zur Zeit eine ökonomische Katastrophe. Nicht nur für den „Kleinen Mann“, sondern vor allem für den Industriestandort Deutschland. Stromintensive Sparten wie die Aluminiumindustrie schließen reihenweise ihre Betriebe. BASF plant ihre Hauptbetriebsstätten nach China zu verlegen. Aber nochmals: Warum sind die E-Autos wesentlich für den irrsinnigen Strompreis?

Nachts gibt es keinen Solarstrom

Gaskraftwerke werden nur zugeschaltet, wenn alles andere nicht ausreicht. Wenn also Windstille herrscht oder/und die Sonne von Wolken verdeckt ist. Nun könnte man anführen, der Anteil an Gasstrom beträgt nur 10,5 Prozent. Das ist aber nur ein statistischer Durchschnittswert. Nachts bei Windstille ist das erheblich mehr und gerade dann saugen besonders viele E-Autos Strom aus dem Netz. Zuhause an der eigenen Ladestation in der Garage. Aber genau dann wäre eine Entlastung der Netze förderlich, um den Gasverbrauch niedrig zu halten. Es ist ja nicht so, dass das die Verantwortlichen nicht wüssten. Erinnern Sie sich noch an den günstigen „Nachtstrom“? Für elektrisch betriebene Nachtspeicheröfen? Den gibt es nicht mehr, eben weil nachts keine Sonne scheint und so nachts einfach 9,9 Prozent weniger Strom zur Verfügung steht. Darf man da eine Relation sehen, zu dem Anteil von 10,5 Prozent Gasstrom? Wie viel Strom aus Gas wird nachts hergestellt? Darf man annehmen, dass tagsüber 9,9 Prozent Solarstrom ins Netz fließt und nachts das von Gas übernommen wird? Zahlen dazu konnte ich nicht finden, aber so wäre der Anteil an Gasstrom nachts erheblich höher. Das sollte man im Gedächtnis behalten, für die weiteren Ausführungen.

So kann man sagen, nachts bei Windstille gibt es keinen „Ökostrom“ für E-Autos. Sie fahren also mit Braunkohle und Atomstrom, der nächtens aus dem Netz gesaugt wird. Genau hier sorgen die E-Autos dafür, dass Gaskraft zugeschaltet werden muss. Jede Nacht. Auch wenn der Wind bläst. Darf man nun annehmen, dass der Stromverbrauchsanteil der E-Autos nachts mehr als ein Prozent beträgt? Nachts, wenn die industriellen Verbraucher weniger anfordern? Die Großraumbüros dunkel sind? Ja mittlerweile sogar die Städte dunkel sind und der brave Bürger auf den Föhn zum Haare-trocknen verzichtet, während in der Garage die Kilowatt in die Akkus der E-Autos fließen? Grenzt es nicht an galoppierenden Irrsinn, zum Stromsparen aufzurufen und gleichzeitig E-Autos zu propagieren und subventionieren?

E-Autos müssen ihren (Öko-)Status verlieren

Vergleicht man nochmals den Tag- und Nachtanteil am Strommix, wird der Anteil der E-Autos am Stromverbrauch zu einer anderen Dimension. Selbst wenn man auch nachts den Anteil an Strom für E-Autos nur mit einem Prozent annimmt, beträgt dieser für Gasstrom allein immerhin zehn Prozent. Wie ist das zu rechnen? Gasstrom hat einen Anteil von 10 Prozent, um die Hundert Prozent zu erreichen. Diese zehn Prozent werden aber nur angefordert, wenn nichts anderes zur Verfügung steht. Reduziert man die Gesamtmenge um ein Prozent, wirkt sich das nur auf den Gasstromanteil aus. Das heißt, man bräuchte zehn Prozent weniger Gasstrom. Tags und nachts. Weil aber wie dargestellt der Anteil am Stromverbrauch für E-Autos nachts höher ist, könnte genau dieser Anteil an Gasstrom nachts um vielleicht 20 oder mehr Prozent reduziert werden, wenn nachts keine E-Autos am Netz hingen. Oder sogar auf Null, wenn ein kräftiger Wind bläst.

Der zur Zeit extrem hohe Preis für Gasstrom bestimmt den Strompreis. Das heißt, der Strompreis für alle könnte erheblich günstiger sein, ohne E-Autos. So oder so, jedes E-Auto fährt immer mit einem hohen Anteil an Braunkohlenstrom und in Mangelzeiten mit Russen-Gas. Und zwar dann nur mit Russen-Gas, eben weil dieser Gasstrom nur produziert werden muss, weil es E-Autos gibt.

So würde ich mir wünschen, dass jemand Aufkleber herstellt und verkauft, die den Lack nicht beschädigen, mit der Aufschrift: „Ich fahre mit Braunkohle“ oder „Ich fahre mit Russen-Gas“. Die könnte man dann auf E-Autos kleben, um die E-Autofahrer von ihrem hohen Ross zu holen. Die Obergrünen, die sich die teuren E-Autos überhaupt leisten können und so ökologisch/politisch korrekt mit ihrem Reichtum angeben können. Das wäre vorbei, wenn man sich bezüglich E-Autos und ihrer fatalen Ökobilanz endlich ehrlich machte. Ich denke da auch an die armen Bauern in Südamerika, denen die Lebensgrundlage mit dem Raubbau für Lithium genommen wird. Der grüne Wahnsinn muss ein Ende haben.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 06.11.2022 auf dem Blog von Peter Haisenko AnderWeltOnline.com.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Der Autor Peter Haisenko betreibt auch einen Buchverlag. Hier der Link zum Anderwelt Verlag: https://anderweltverlag.com/

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Bildquelle: shutterstock /Markue

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Kommentare (31)

31 Kommentare zu: “E-Autos: „Wir fahren mit Braunkohle“ | Von Peter Haisenko

  1. Jukaih sagt:

    Unübersichtliches Thema. Unterm Strich kann man sich jedoch, denke ich, darin einig werden, dass Elektromobilität mit einer Erhöhung des Strombedarfs einhergeht und das, gerade bei einem zunehmenden Wechsel zu Wind und Solar, zu lasten von verlässlicheren Energiequellen, spätestens in den Momenten zu einem ernst zu nehmenden Problem wird, in denen Wind und Sonne einmal nichts mehr liefern.
    Das die ganze Energiewende von vorn bis hinten nicht zu ende Gedacht ist, sollte eigentlich auch zu akzeptieren sein.

  2. Poseidon sagt:

    Warum nicht LPG Gas fahren?
    Gas verbrennt sauber zu 50 % zu Wasser und zu 50 % zu Blattduenger.
    Damit wird jeden Pflanze gruener und gesuender statt nazi-braun mit "saubaer gebaerbockten Kobold" aus der
    Atacama Wueste.

    Auch die deutschen Waffenlieferungen in die Ukraine fuehren nicht grade zu einer gruenerenen Regenbogenwelt.

    Mich wunder das die Gruenen hier mit ihren "Apokalyptischen Hofreitern" vom Paulus zu Saulus mutieren und nicht ihren"Fuehrerschein"einfach in die Tonne treten.
    (Darf man "Fueherschein"ueberhaupt heute noch sagen?)

    Nicht jeder versteht eben was von goettlicher Kooperation ,aber sehr viel von dominanter Konkurrenz.
    Love is the key and the shit will go!

    • Poseidon sagt:

      Warum nicht LPG Gas fahren?
      Gas verbrennt sauber zu 50 % zu Wasser und zu 50 % zu Blattduenger.
      Damit wird jeden Pflanze gruener und gesuender statt nazi-braun mit "saubaer gebaerbockten Kobold" aus der
      Atacama Wueste.

      Auch die deutschen Waffenlieferungen in die Ukraine fuehren nicht grade zu einer gruenerenen Regenbogenwelt.

      Mich wunder das die Gruenen hier mit ihren "Apokalyptischen Hofreiter" vom Paulus zu Saulus "bobeln" und nicht ihren"Fuehrerschein"einfach in die Tonne treten.
      (Darf man "Fueherschein"ueberhaupt heute noch sagen?)

      Nicht jeder versteht eben was von goettlicher Kooperation ,aber sehr viel von dominanter Konkurrenz.
      Love is the key and the shit will go!

    • Alejandro sagt:

      und wieviel (elektr.) Energie wird verwendet um aus dem fossilen Erdgas -> LPG zu fördern(fracking), verdichten, kühlen, transportieren etc? Elektrizität ist nun mal die universellste Energieform, die auch beim Bremsen nicht verloren geht. Mein aktuelles Ladeverhalten ist so, dass ich Mitte Februar bis Ende Oktober zu 95% PV Strom aus der heimischen Solaranlage fahre, November bis Mitte Februar immerhin zwischen 40-50% solar unterwegs bin. Wenn in diesen 3,5 Monaten mein Strom aus Braunkohle/Erdgas/Kernkraft etc stammt dann ist es doch eine gute Bilanz oder?

    • Poseidon sagt:

      Alejandro ,es ist ja schoen das Sie sich ein Elektroauto leisten koennen.
      Das geht nicht jedem so.
      Wir sind unser Ego aber unser Ego sind nicht wir in dieser dualen Wirklickkeit.
      Was mich ganz speziell in Deutschland stoert ,das entweder gar nicht getan wird(0%) oder
      eben 180%.
      Nur das dann phasenverschoben 180% universell betrachte auch wieder null ist.
      Das "goettliche Auge" beobachtet den ganzen dualen Zirkus aus der Mitte des Wirbelsturms.
      Love is the key and the shit will go.

    • Alejandro sagt:

      @Poseidon. Ja das stimmt, die E Autos sind noch teurer als vergleichbare Verbrenner doch bereits jetzt gewinnen sie in der Vollkostenanalyse. Wie jede neue Technik unterliegen die E Autos einer Effizienzsteigerung sowohl der Produktionskosten( Somit Kaufpreis) als auch der Betriebskosten, was den Vorteil der E Mobilität noch früher ausspielen lässt. Mein Nachbar fährt seit 2 Jahren den 5türigen e-up! als Zweitfahrzeug und ist begeistert was seine Ausgaben angeht. Sein ElektroVW hat unwesentlich mehr gekostet als ein gleichwertiger Benziner, der Mehrpreis ist längst und vielfach eingefahren. Auch ich war lange Zeit skeptisch, vorsichtig und unschlüssig doch nach 1,5 Jahren Elektro gefestigt richtig entschieden zu haben, Grüße

    • Poseidon sagt:

      Alejandro, das Goettliche Licht liegt wie immer in der Mitte.
      Das Eine tun das andere nicht lassen ist Teil unserer dualen menschlichen Erfahrung.
      Das ganze Blech auf den Strassen jetzt fanatisch in die Tonne treten befeuert
      auch nur den Konsum und schadet unserem Planeten mehr als es bringt.
      "Wir kaufen Dinge die wir nicht brauchen ,mit Geld welches wir nicht haben um Leute zu imponieren die wir nicht moegen."ist die Logik unseres angstgetriebenes Egos.

      Ein zeitlicher und raeumliche gesunder Abstand zu den Dingen laesst den Menschen angenehm klar wahr nehmen.

      Das Prinzip der vernuenftige Evolution bringt da weiter.

      Die schwaebische 4.industrielle Revolution soll 180 Gradl phasenverschoben (Vorzeichenaenderung) gebaerbockt auch nur zum selben Machterhalt fuehren.
      Das kann Mensch jetzt Kinderleicht an der Kriegstreiberrei ablesen.

      Getretener Quark wird eben breit,nicht goettlich stark.

      Es ist wunderbar,dass Sie eine Passion fuer Elektromobilitaet entwickelt haben.
      Nur muessen diese Passion jetzt nicht alle un-bedingt und um jeden Preis teilen.

      Love it ,do it.

      Zum Beispiel kann jetzt Plastik eingeschmolzen und als Dieselkraftstoff verfahren werden.
      Das hat zur folge ,das sich unser Plastikmuell tatsaechlich vernuenftig in die Kreislaufwirtschaft doch noch einfuegen laesst.
      Auch zur weltweiten Armutsbekaemfung laesst sich der Plasik wunderbar aus dem Meer fischen.

      Wenn es weiter Motoren gibt , die das koennen ,ist das wunderbar Sinnvoll.

      Denn die CO2 Kreislaufwirtschaft hat trotz Co2 -Barschings wie alle Kreislaeufe ihre sinnvolle Berechtigung.
      Love is the key.

      https://youtu.be/YFLw2ENXSm4
      https://youtu.be/78kX43nI8v4

    • rhabarbeer sagt:

      Hallo Poseidon

      danke für die Links!
      Zum zweiten Link als Ergänzung die Seite von Roger Gordon:
      http://greennh3.com/

      …und viele Grüße in die Runde

  3. Alejandro sagt:

    Lieber Peter Haisenko,
    zum ersten Mal seit vielen Beiträgen muss ich Ihnen in vielen Bereichen widersprechen. Dass aktuell die Gaspreise hoch sind und durch das Merit Order zu höheren Strompreisen führt ist richtig, doch hoffentlich temporär und sowieso ist Merit Order abzuschaffen. Dass nachts, wenn 1 Mio E Autos angeblich geladen werden, dieser Gaspreis zum höheren Strompreis führen soll ist leicht widerlegt wenn man sich die Stromproduktionen analysiert, bspw. hier: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&stacking=stacked_absolute_area&week=42. Wir sehen hier, dass nachts vor Allem Stromgewinnung aus Gas runtergefahren wird dafür die PV Stromerzeugung tagsüber nicht von den Verbräuchern abgenommen werden kann was durch E Autos möglich wäre so wie ich mein Auto tagsüber entweder zuhause solar oder bei meinem Kunden ebenfalls solar vor Ort lade. Ganz wichtiger Punkt, den die Gegner der E-Mobilität vergessen ist, dass die Förderung, Produktion, Transport, Distribution eines Liter Sprit( Benzin, Diesel) aktuell etwas mehr als 1,5kWh elektrische Energie verbraucht. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6Liter Sprit/100km sind das bereits 9kWh Strom noch BEVOR der Verbrenner gefahren ist. Damit fährt ein E Auto 50 km. Die Elektromobilität steckt noch in den Kinderschuhen, verglichen mit den ausgereifteren Verbrennertechnologien, da ist sicherlich eine Menge Potenzial drin woran jetzt gearbeitet wird: E Motoren ohne seltene Erden, Akkus ohne Cobolde ;-), umwelt- und sozialverträglichere Lithiumabbau, SecondLife, Batterienrecycling etc. Nicht zu Vergessen sind auch die technogenen Katastrophen mit der Erdölförderung und -transport.
    Es gäbe noch so viel zu sagen sogar bei vielen Kommentaren.
    Herzliche Grüße, ich bleibe Ihnen treu

  4. Mike Ahrend sagt:

    Ein schwacher Artikel von Herrn Haisenko. Das Strom weder gelb noch öko ist, sondern Energie, die mit 50Hz schwingend aus der Steckdose kommt (vereinfacht!) – ist nun wirklich nichts neues. Wenn nun an einem Ende des Netzes 100 kW/h Windstrom eingespeist werden, ich am anderen Ende 100kW/h entnehme und einen Vertrag mit dem Windstromanbieter habe – dann beziehe ich Windstrom! (vereinfacht, Verluste usw…ich weiß) Mehr Öko geht nur, wenn ich, oder noch besser meine Gemeinde, den Strom selbst herstellen. Und da kommen wir wirklich zu des Pudels Kern, über den gar nicht gesprochen wird. Wie würden wir mit lokalen/regionalen Kraftwerken fahren? Man könnte die Erzeugung genau an den Verbrauch anpassen, energieintensive Prozesse nur starten wenn es günstig ist. Wie viel Energie brauchen wir eigentlich WIRKLICH? Stahl, der für Waffenherstellung produziert wird? Krabben, die in Marokko gepuhlt werden nur um für 1,99 € beim Discounter zu liegen? Schweine, die zum Schlachten nach Litauen gefahren werden? Klamotten und Spielzeug aus Asien, die giftig sind? Autos, die kaum zu reparieren sind und nach 10 Jahren auseinander fallen?
    Sicher wäre dann nicht immer alles gleich da. In der Wartezeit kann man doch aber was im Garten machen, mit den Kindern in den Wald gehen, leben halt. Und vielleicht endlich wieder glücklich sein.
    Nur an einer solchen Lebensweise kann eben keiner verdienen. Es gäbe keine Milliardäre. Die aber auch nicht glücklich sind. Es ist verhext.
    www.wirkraft.org

  5. Ursprung sagt:

    Was mir geradezu verdaechtig vorkonnt, ist das "Vermeiden" der H2-Technologie als guter Betriebsstoff, Energiepuffer, Vielseitigkeit, Sauberkeit, oekonomische Gerechtigkeit, technisch leichte Handhabung.
    Es waere Exportgut vieler armer, sonnenbeschienener Laender und Wuestengegenden, kostenlose ueberreichliche Primaerenergie fuer die ganze Erde, dezentral organisierbar bid zu jedem Gabelstapler und Campingkocher, oekologisch gefahrlos schiffbar, fuer alle Motoren der Welt einschliesslig Flugmotoren einsetzbar, in Flaschen aufziehbar, pipelineaffin, direkt unmechanisch in Strom verwandelbar und ohne schaedliche Abgase dezentral einsetzbar, keine Bergbauarbeiten.
    H2 ist einfach zu gut fuer die Menschen, weil die verbrecherischen Parasiten unter ihnen, die den Rest als Sklaven halten, es nicht wollen.
    Die per Verknappung konstruierte Herrschaft der Sklavenhalter ueber den Rest der so betrogenen Welt-Bevoelkerung verloere mit der H2-Technologie die wesentliche Saeule ihres kriminellen Wirkens und Machtausuebung.
    Und wir palavern ueber E-Autos rum.

    • vizero 13 sagt:

      Zit.: " technisch leichte Handhabung."
      Damit ist es nicht ganz so weit her, denn Wasserstoff ist nicht so einfach zu handhaben, da er sehr leicht flüchtig ist und durch die meisten Metalle hindurchdiffundiert (da selber metallisch), wenn er unter (Über-)Druck ist, verflüssigen lässt er sich nur ganz aufwendig, da seine "Koch" Temperatur nahe des absoluten Nullpunks liegt.
      Andrerseits: Seine metallischen Eigenschaften haben auch gewisse Vorteile, da H² sich in Metallen speichern lässt (so eine Art Legierungsbildung). Aber um ihn da wieder rauszuholen,ist Erwärmung nötig.
      Ein Problem könnte die Energiegewinnung durch Verbrennen sein, bessere Lösung, weil effizienter sind Brennstoffzellen.
      Somit könnte H² ein guter Energiespeicher sein, der die Netzauslastungsschwankungen ausgleichen könnte. Überflüssiger Strom wird zur elektrolythischen Erzeugung von Wasserstoff genutzt, der über Brennstoffzellen wieder in Strom verwandelt wird, wenn es nötig ist. Dafür müsste aber noch viel investiert werden, was in der idiotischen Energiewendepolitik total versäumt wurde (absichtlich, um die Wende als unmöglich erscheinen zu lassen?).

    • vizero 13 sagt:

      Im Übrigen gebe ich Dir aber recht.

    • Ursprung sagt:

      #vicero 13:
      Danke fuer die technisch detaillierende Ergaenzung.
      Die Parasitaeren tun alles, um entsprechendes Wissen und dessen Fortentwicklung zu unterdruecken .
      Deren Agenda ist Sklavenhalterei, Technologie vorenthalten, Aussaugen: psychotisch ein Machtgefaelle zu installieren und zementieren.
      Sie sind unsere Krebserkrankung, womoeglich maligne.
      Krankheitsverlauf oertlich ausgefuehrt von benutzten lokalen Senilen wie Biden, Baerboecken und Niederchargen.

  6. info sagt:

    Sehr geehrter Herr Heisenko,
    ich schätze Ihre Beiträge immer sehr. Mit diesem Beitrag haben Sie sich allerdings gewaltig verrannt. Ihr Beitrag scheint mir reichlich ideologisch eingefärbt.
    Ich möchte auch nicht von Grund- und Spitzenlast oder von Wirkungsgraden anfangen, deren Einbeziehung ich in Ihrem Beitrag vermisse.
    Vielmehr fehlte mir vor allem die Klarheit über das Zustandekommen der Energiepreise und das durch die EU-kommission und die deutschen Regierungen erst möglich gemachte Spekulantentum im Energiehandel und die absurde Preisbildung.
    In Deutschland wird der Stromengpass herbeigeredet, um die Kernkraftwerke weiterlaufen zu lassen und gewaltige Gewinne in die Taschen der Betreiber zu spülen obwohl der Anteil der genanten Kernkraftwerke kaum ins Gewicht fällt.
    Unberücksichtigt blieben auch die Stromexporte gerade nachts.
    Nachtspeicherheizungen wurden früher begünstigt um die Lasttäler nachts auszugleichen und ein Herunterfahren der behäbigen Kern- und Kohlekraftwerke zu verhinden. Heute ist dies durch den Betrieb von Wärmepumpen und nun auch durch das Laden von Elektroautos nicht mehr erforderlich. Sowohl in Wärmepumpen als auch in Elektroautos wird die Elektroenergie erheblich besser genutzt, als diese edelste aller Energieformen nur direkt zu verheizen.
    Ebenfalls in Ihrem Beitrag unberücksichtig blieb die Tatsache, dass die bereits zugelassen E-Auto-Nutzer nun nicht mehr mit Benzin oder Diesel unterwegs sind deren Vorprodukt auch eingekauft transportiert und raffiniert werden muss.
    Im Übrigen fährt ein E-Auto wie auch die anderen PKW's statisch eben nicht täglich 100 km.
    Beste Grüße
    Jens Fischer

  7. Zivilist sagt:

    RWE baut schon einen Windpark ab, um mehr Braunkohle zu baggern !

    https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/Germany-Is-Dismantling-A-Wind-Farm-To-Make-Way-For-A-Coal-Mine.html

    Der Kinderbuchautor hat doch bereits verkündet, daß er keine Ahnung vom Gasmarkt hat, das ist aber kein Einzelfall !

    Sorry, wat war das mit den Bauern in Bolivien ? Das Lithium dort bildet den halbtrockenen UYUMI – SALZSEE ! Und die Trucks, welche die ganze Infrastruktur rankarren, fahren mit Diesel. Lithium ist auch deshalb soo toll, weil die Pro Kopf Vorräte von Mutter Erde 10 kg betragen.

  8. Holz, Kohle, Gas und Uran gibt es in Hülle und Fülle, sodass Strom und Wärme und Kraftstoff eigentlich ganz billig sein könnten.

    Solarstrom und Windkraft funktionieren nicht oder schlecht, wenn es dunkel ist und kein Wind herrscht, insbesondere nachts und im Winter. Aus Solarstrom und Windkraft kann man direkt keine billige Wärme erzeugen, sondern nur indirekt etwa mit teuren und verschwenderischen Elektroheizungen.

    Für Solarkraft und Windkraft bedarf es daher für die Zeiten der Dunkelheit und der Windstille herkömmliche Reservekraftwerke. Würde man den Strom nicht alle 15 Minuten, sondern jahresweise kaufen, so wären Solaranlagen und Windkraftanlagen daher deutlich teurer als Kohle – und Atomkraftwerke.

    Wieso sollte der Fahrer eines 2 Tonnen schweren und 200 km/h schnellen Elektrofahrzeuges aus dem Umland energiesparender sein als der Fahrer eines 50 km/h schnellen nur innerstädtisch (d.h. nur auf Kurzstrecken) genutzten ölbetriebenen Mopeds?

    Für Elektroautos fehlen die Rohstoffe für Batterien, die Stromnetz, die eine hohe Auslastung vertragen, und die Ladestationen.

    Falls auch Gaskraftwerke zu den im Rahmen der Gaspreisbremse hochsubventionierten Industrieabnehmern zählen sollten, dann würde man damit die Gasverstromung, d.h. eine der Ursachen für den Gasmangel und hohe Gaspreise, fördern.

    Kohlewagen:

    Der Kohlewagen müsste einen modifizierten Ottomotor besitzen, nur dass anstatt Öl Kohlestaub oder Holzstaub von oben (per Schwerkraft) und Luft eingespritzt wird.

    Oder in Druckluft „lösen“ und transportieren, Verflüssigung ist wohl nicht nötig, um es transportieren zu können, Erwärmung infolge des Komprimierens kann man als „Vorwärmen“ nutzen.

    • Querdenker sagt:

      "Solarstrom und Windkraft funktionieren nicht oder schlecht, …"

      @Carsten Leimert: Mal eine Anmerkung sei mir gestattet. Solarstrom und Windenergie würden hervorragend in einen _Energiemix_ passen, aber nicht nur als alleinige Energiequellen. Das große Problem mit Solar- und Windenergie ist, dass man sich nicht um entsprechende Energiespeicher und deren Entwicklung gekümmert hat. Wobei Solar natürlich immer nur ein Nischendasein in unseren Breiten wird fristen können, da in den Wintermonaten meist nur noch 10% Ausbeute möglich ist.

      Was ich nie verstanden habe ist, warum DESERTEC oder entsprechende Projekte nie funktioniert haben. Das wäre doch eine Win-Win-Situation. Afrikanische Länder produzieren saubere Solarenergie und exportieren ihren Überschuss nach Europa, auf welchem techn. Weg auch immer.

    • @ Querdenker:

      So große Energiespeicher, wie man sie bräuchte, damit man in Zeiten der Windstille und der Dunkelheit (insbesondere in den Wintermonaten) den fehlenden Solarstrom und Windstrom kompensieren könnte, sind technisch nicht möglich, da man über die hierzu nötigen spezielle Ressourcen (insbesondere Kobalt und Lithium) nicht verfügt (wir können mangels Ressourcen für die Batterien von Elektrofahrzeugen ja bestenfalls 100 Millionen mittlere Elektroautos herstellen und hätten dann allerdings keine Rohstoffe mehr für Batterien in Roller, EBikes und Laptops etc.). Batterien führen zu einer weiteren Energieumwandlung und damit zu Energieverlusten. Bei „Batterien“ aus alternativen Ressourcen (z.B. umgebaute Salzminen etc) ist dieser Energieverlust meist sogar um ein Vielfaches höher.
      Wenn sich Solar- und Windenergie rentieren würde, dann hätte man sie nicht derart subventionieren müssen. Wenn man Strom aus der Sahara nach Nordeuropa transportiert, dann kommt nur ein Bruchteil an. Solarzellen überleben die extreme Hitze und den Sandregen in der Wüste nicht lange. Desert-tech und andere „Visionen“ sind unausgegorene Ideen.
      In Politik, Medien und Wissenschaft gibt es aber leider sehr viele Menschen, die sich von Lobbyisten der Wirtschaft haben beschwätzen lassen und die uns daher am laufenden Band Märchen erzählen.

    • Querdenker sagt:

      @ Carsten Leimert: verstehendes Lesen würde helfen ;-)

      Beispiel aus meinem Post: "Wobei Solar natürlich immer nur ein Nischendasein in unseren Breiten wird fristen können, da in den Wintermonaten meist nur noch 10% Ausbeute möglich ist."

    • @ Querdenker:

      Sie haben meine Kritikpunkte schlicht ignoriert. Ein Nischendasein macht übrigens Solarkraft nicht viel besser, m.a.W wird sie dadurch auch nicht effizienter, schon gar nicht im sonnenarmen Deutschland.

    • @ Querdenker:

      Sorry, das mit dem Nischendasein habe ich wohl überlesen und dachte, Sie würden auch das teure Aufblasen der Solarenergie befürworten. Für ein Nischendasein (in Satelliten, für Camper, isoliert lebende Menschen etc) kann Solarenergie eine Lösung sein, da haben Sie völlig recht.

    • wokand sagt:

      ein Sammelsurium von längst widerlegten Behauptungen – ermüdend!

  9. Im Übrigen müssen diese E-Autos erst einmal eine Gesamtfahrleistung von 100.000 km erreichen, ab der sie über eine bessere Ökobilanz gegenüber einem Verbrenner verfügen.

  10. rhabarbeer sagt:

    Lieber Peter Haisenko

    Danke für dieses `Geraderücken` dessen, was von den Meißten als gar nicht `schief` wahrgenommen wird.
    Und speziell für den Kontext der Nachhaltigkeit ist der Fokus auf die `Gewinnung` der notwendigen Komponenten/Rohstoffe ein wesentlicher!
    Daher ergänzt zum Hinweis auf `Lithium` ein Link zu einem älteren Beitrag von `Jasinna`
    (von mir sehr geschätzt und aktuell leider nicht aktiv)
    `EINE KLEINE CO2 HORROR-GESCHICHTE`
    https://www.bitchute.com/video/2UneTv3d2vv9/
    in der bei t=58m20s ua der Ausschnitt aus einer ZDF-Reportage gezeigt wird.

    Alles, was nach dieser neuen `ELEKTROMOBILITAET-Umverteilungskarte` (analog `Ereigniskarte` im Monopoly ;) ) entsteht, bedarf der VORfinanzierung/Bilanzverlängerung und diese eben einer `neuen dinglichen Sicherheit`, die in diesem Fall zb. durch eine `CO2-Bepreisung` und die damit verbundenen Pflichtzuschreibungen ganz unauffällig zur Wirkung kommt …

    Was doch so alles mögliche ist, wenn `man` der `Normativen Wissenschaft`, genauer der Parameterauswahl der durchgeführten Modellrechnungen zu wenig Aufmerksamkeit schenkt und den Abgleich der Modell-Interpretation mit dem `Erd-Original` bezüglich eventuell vorhandener Differenzen und deren Bedeutung ganz übersieht…

    … und viele Grüße in die Runde

    • Die ganzen angeblichen Beweise für die Klimawandeltheorie sind so sicher wie die Impfstoffstudien.
      50% aller Wälder wurden mittels Brandrodung in Ackerflächen umgewandelt. Dagegen sind die Kohlendioxidemissionen durch Kohle, Gas und Öl Peanuts. Abgesehen davon, dass die verbliebenen Pflanzen sich das Kohlendioxid wieder aus der Luft herausfressen und dadurch stärker wachsen und dabei die Wärme wieder in chemische Energie umwandeln, d.h. ihre Umgebung abkühlen lassen und dessen ungeachtet dass die hellen Ackerflächen und der weiße Kohlendioxid in der Luft mehr Sonnenlicht reflektiert, d.h. die Erde (minimal) abkühlen lassen.

    • rhabarbeer sagt:

      !
      Wir waren gerade im Riesengebirge wandern und die Zunahme der Wachstumspotentiale sind unübersehbar gewesen … ;)

    • @ rhabarbeer

      Wenn mehr Kohlendioxid in die Luft gelangt, dann fressen die Pflanzen wieder mehr aus der Luft heraus und wachsen. Wenn dem nicht so wäre und sich alles in der Luft und in den Meeren ansammeln würde, dann wäre der Kohlendioxidanteil in der Luft heute nicht so gering, da ja die Hälfte aller Wälder abgefackelt wurde.

    • Zumal davon auszugehen ist, dass der Kohlendioxidgehalt im Meerwasser sich noch viel weniger als der in der Luft geändert hat, da Kohlendioxid nicht so schnell in die Meere bis auf den Grund diffundieren kann.

    • Alex C sagt:

      Haisenko ?
      Elektroautos werden auch oftmals am Tage geladen wenn man gerade arbeitet. Und Nachts wird wenig Strom verbraucht.
      Er rechnet irgendwas vor was auf Annahmen beruht und er konnte nirgends Zahlen finden… warum schreibt er dann überhaupt etwas? Keine Ahnung und keine Fakten aber einfach mal einen Artikel verfassen. Stark

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