Die Traumtänzer | Von Roberto J. De Lapuente

Nach wie vor gilt, dass die Zeiten fruchtbar für linke Politik wären, und dennoch fielen die Linken fast aus dem Bundestag — Zeit, aufzuwachen!

Ein Kommentar von Roberto J. De Lapuente.

Wohnen ist in Deutschland immer noch sündhaft teuer — sogar täglich ein bisschen mehr. Die Lebensumstände der Menschen sind teils so unterschiedlich, dass diese sich nicht mehr verstehen, sich kein Gemeinsinn mehr entwickeln kann. Wie soll auch ein Doppelverdiener mit zwei Kindern in einer Führungsposition verstehen, wie eine Hartz-IV-Familie sich durch den Alltag schleppt?

Nach wie vor müssen Millionen von Menschen in geringfügig bezahlten Jobs arbeiten, für die weder Steuern noch nennenswert Abgaben zu entrichten sind. Warum schlugen diese eigentlich typisch linken Themen nicht auf das Ergebnis der Bundestagswahl durch? Offenbar haben die Wahlberechtigten gemerkt, dass sich mit einer Gefühlslinken nichts bewegen lässt.

Kurz und gut: Wir leben in Zeiten, in denen linke Politik eigentlich gesetzt sein sollte. Insbesondere, weil sich diese kurze Aufzählung von Missständen ja beliebig verlängern ließe. Die Spaltung wächst weiter an, die Kluft zwischen Armut und Reichtum wird breiter und breiter. Eine Partei, die sich zur besseren Kenntlichmachung auch noch „Die Linke“ nennt, müsste in diesen Tagen regen Zulauf erfahren(1). Denn wir leben in sozial ungerechten Zeiten: in einem Biotop für linke Ansätze also. Wie kann man in so einem Szenario eigentlich Wählerschaft verlieren? Schlimmer noch: Wie kann es sein, dass man fast aus dem Parlament rutscht?

Die Prophetin, die im eigenen Lager nichts gilt

Was lief da denn schief? Haben die Wählerinnen und Wähler mal wieder nicht verstanden, was man ihnen da im Wahlprogramm vor Augen führte? So reden sich eigentlich alle Parteien nach weniger erfolgreichen Urnengängen ja gerne heraus: Sie schieben es auf die Begriffsstutzigkeit des Souveräns. Wäre der nur wacher, wäre er nicht so doof, hätte man Erfolge gefeiert und nicht etwa Wunden geleckt.

Und so war es auch bei den Linken, die die Welt nicht mehr verstanden. Schnell rückte Sahra Wagenknecht ins Zentrum der Kritik. Für die einen war sie diejenige, die den Kurs der Partei schon lange vorher kritisiert hat — zuletzt in ihrem Buch „Die Selbstgerechten“, in dem sie den Identitätskurs der Linken als wesentlichen Fehler ihrer Genossen heraushob. Andere drehten ihre Analyse des Wahlabends einfach um und erklärten, dass eine Partei, die öffentlich so kritisiert wird aus den eigenen Reihen heraus, sich nicht wundern dürfe, wenn sie so abgestraft würde. Wagenknecht hätte also lieber schweigen sollen und das, was sich ihr als Missstand darstellte, einfach verdrängen müssen.

Überhaupt verstehen jene, die Wagenknecht die Schuld für das Desaster geben, ganz und gar nicht, wie man auf so eine Einschätzung kommen könne. Die Partei der Linken habe schließlich ein Wahlprogramm in diese Bundestagswahl geführt, das sich sehen lassen konnte. Da ging es um den Mindestlohn, nicht unwesentlich um das Klima und auch um Mietpreise. Um Themen also, die die Menschen bewegen. Ganz falsch ist das nicht, natürlich stand das im Wahlprogramm.

Aber es ist auch nicht so, dass Wähler grundsätzlich das Wahlprogramm abrufen, wenn sie in der Wahlkabine hocken. Sie denken eher an die Auftritte und Statements von Parteiangehörigen, die erinnerungswürdig sind. An Parteivorsitzende, die sachlich ahnungslos wirken in manchem Interview, aber ganz Feuer und Flamme sind, wenn es zum Beispiel um Themen der „Wokeness“ geht.

Sie merken sich auch, wenn viele Stimmen aus der Partei lauthals kritische Bürgerinnen und Bürger als Verschwörungstheoretiker und Schwurbler diffamieren — während genau diese Leute beim Christopher Street Day ohne Maske und Abstand mit von der Partie sind und feiern oder sich aus der Ferne dieser Offenheit und Vielfalt erfreuen.

Was parallel zu diesen schlechten Auftritten im Wahlprogramm steht, interessiert die Leute herzlich wenig im Augenblick einer Wahlentscheidung.

Linke Politik ist keine Gefühlsduselei

Wer liest denn überhaupt Wahlprogramme? Das ist doch Tand! Ist lediglich die Folklore des Wahlkampfes. Als Franz Müntefering vor vielen Jahren sagte, dass es unfair sei, wenn seine Partei an Wahlversprechen festgemacht würde, war die Empörung recht groß — aber wenn man ehrlich ist, hatte der Mann etwas angesprochen, was grundsätzlich nicht falsch ist.

Denn Wahlprogramme sollen gut klingen, wählbar machen, Wahlberechtigte so gut es geht überzeugen. Dass die Visionen auch noch in Realität umsetzbar sind, entspricht doch gar nicht dem Geist eines Wahlprogramms.

Jeder, der so tut, als sei die Linke ja gar nicht auf woken Abwegen, weil es da dieses Programm gibt, mit dem die Partei ihren Wahlkampf bestritt, macht sich doch nur selbst was vor, redet sich ein, dass diese lausige Kladde irgendwie eine Offenbarung sein soll oder dergleichen.

Anders als die Hochglanzseiten eines Wahlprogrammes tut richtige Politik am Ende weh. Sie muss Kompromisse eingehen, muss abwägen und prüfen, über Finanzierbarkeiten beraten, demokratische Hürden nehmen. Für ein Wahlprogramm ist dieser ganze Ablauf freilich zu komplex. All das entspricht nicht der Gefühlsduselei für das Richtige, das Gute und das Wahre, die im Wahlkampf zuweilen innerhalb der jeweiligen Lager herrscht. Diese oberflächliche Gefühlsbetontheit ist übrigens auch der Grund, warum Identitätsthemen so viel lieber politisch vertreten werden als die klassischen Fragen linker Politik, die da wären: Wie stellt man eine faire Umverteilung sicher? Und: Wie kann man die soziale Frage zufriedenstellend beantworten?

Aber die Wokeness hingegen, die fragt wenig — sie bestimmt lieber. Und sie setzt auf das Gefühl, denn ihr ursprüngliches Motiv ist ja, dass man mitfühlt, bestimmte Gruppen nicht verletzt, eine schonende Sprache verwendet, Trigger-Warnungen ausspricht, ja kurz und gut: dass Harmonie ins Alltagsleben einziehen soll.

Linke Politik lebte stets davon, das zu sagen, was ist — diese Ehrlichkeit ist laut Ferdinand Lasalle die revolutionärste Tat überhaupt. Zu viele Rücksichten zu nehmen entspricht per se überhaupt nicht linker Tradition, weil das lähmt und einschränkt. Überhaupt hat sich linke Politik vornehmlich mit handfesten, materiellen Fragen zu befassen — und nicht mit der ideellen Verstiegenheit, die eher aus dem akademischen Betrieb stammt.

Es geht nicht darum, moralisch integer und gut zu sein

Die woken Themen haben allesamt eine Bestrebung: Sie wollen sicherstellen, dass man als Mensch gut und moralisch integer durchs Leben geht. Die Wokeness ist ein rigoroser Moralismus, eine Art Knigge für den politisch Korrekten, eine Handlungsanweisung, die per Denkverbot und Sprachverordnung sicherstellen will, dass ihr Anwender ethisch unbeschadet durch die Wirrnisse des Alltags kommt. Ob so ein moralisches Korsett, das sich zu einer regelrechten Ideologie gemausert hat, grundsätzlich sinnvoll ist, bleibt mehr als fragwürdig. Zumal für den politischen Antrieb.

Wer will denn eigentlich von Leuten regiert werden, die für sich in Anspruch nehmen, stets auf der richtigen Seite der Moral, aufseiten des Guten zu stehen?

Spricht man solchen Moralisten eigentlich nicht ab, geeignet zu sein für einen politischen Betrieb, dem man eines ganz bestimmt nicht nachsagen kann, nämlich in irgendeiner Art besonders moralisch zu sein? Ist nicht der Moralist der Prototyp jenes Menschen, dem man Politik — zumal materielle Fragen aus diesem Bereich — einfach beim besten Willen nicht zutraut?

Wer wählt denn den ethischen Traumtänzer in einer Welt, wo es Politiker braucht, die auch mal Ellenbogen einsetzen, um ihre Ziele, ja die Ziele ihrer Klientel zu erreichen? Jemand, der sich fürchtet, seine weiße Weste zu beflecken, den möchte man vielleicht als Priester oder Lebensberater an seiner Seite wissen. Aber doch nicht als Sozialpolitiker, der das Bestmögliche für seine Wählerschaft erkämpfen, erstreiten und erringen soll.

Das heißt nun natürlich nicht, dass es legitim wäre, sich völlig amoralisch oder verächtlich aufzuführen. Aber ob es förderlich ist, den wirklichen Wesenskern linker Politik so in den Hintergrund zu stellen, stattdessen mit moralistischen Themen aufzuwarten, kann man wohl eindeutig mit einem Blick auf das Ergebnis dieser Bundestagswahl beantworten. Die Leute wollen, dass jene Kandidaten, die sich als Linke aufstellen lassen, bei den Themen ausharren, die linke Politik ausmachen.

Dass Linke sich aber zuletzt meistens woke, identitätsthematisch und mit dieser empörten Betroffenheit äußerten, hat der Partei sehr geschadet.

Jetzt dafür Sahra Wagenknecht verantwortlich zu machen, macht das Dilemma übrigens nicht besser. Ganz im Gegenteil.

Quelle:

  1. https://www.neulandrebellen.de/2021/04/linke-sowas-linkes/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschein zuerst am 14. Oktober 2021 auf dem Blog der Neulandrebellen.

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Bildquelle:    Kutsenko Volodymyr / shutterstock

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Kommentare (27)

27 Kommentare zu: “Die Traumtänzer | Von Roberto J. De Lapuente

  1. Ralle002 sagt:

    Video: Vera Lengsfeld: SED, Stasi und Die LINKE – eine Bilanz

    DLF Kultur, 22.05.2020
    Antizionismus und Antisemitismus in der DDR
    PLO-Bomben, Ex-Nazis und Waffenlieferungen

    Berliner Zeitung, 28.5.2020
    DDR-Vereinigungskriminalität:
    Tarnfirmen und geheime Konten: Wie die SED ihr Vermögen versteckte

    Dann beklagt der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dietmar Bartsch, bei Twitter die zu niedrigen Löhne. Er will insofern die Lebensverhältnisse zwischen Ost und West angleichen.
    Er benennt in diesem Zusammenhang die dramatischen Fehlentwicklungen, wie den Anstieg des Vermögens der Lidl-Besitzer, der Familie Schwarz, das während der Pandemie um ca. 14 Milliarden EUR angestiegen war.

    Hierzu:
    Mit seiner Forderung, dass die neue Bundesregierung den Skandal beenden müsse und gleiche Löhne bei gleicher Arbeitsleistung garantieren müsse, denkt er zwar in die richtige Richtung. Er gibt es damit aber auch zu erkennen, dass er die Funktionsweise unseres derzeitigen Geldsystems praktisch gar nicht versteht oder auch nicht verstehen möchte.
    Die von ihm geforderten höheren Löhne wären jedenfalls nur dann sinnvoll, wenn Geld ein Tauschmittel wäre. Dies ist aber nicht der Fall. Geld ist vielmehr etwas Ähnliches wie ein Schuldschein.

    Dirk Müller benennt den derzeitigen Demokratie-Fehler in nachfolgendem Video richtig. Er behauptet, dass wir eine Plutokratie mit demokratischer Fassade haben. Schließlich war Die Linke als Nachfolgerin der ehemaligen SED zu einer der reichsten Parteien Europas aufgestiegen.
    (vgl. Epochtimes, 8. Februar 2019, DDR-Vermögen: Die SED war eine der reichsten Parteien Europas)

    Video: Dirk Müller – Wir leben in einer Plutokratie mit demokratischer Fassade

    Hierzu:
    Dirk Müllers in diesem Video angestellten Überlegungen, dass man sich etwa zwischen nationalen Währungen und Transferzahlungen entscheiden müsse, werden zwar richtig sein, aber sie führen dann aber letztlich noch nicht zu einem funktionierenden Finanzsystem, falls es ein solches überhaupt geben könnte.

    Paul Schreyer analysiert den derzeitigen Favoriten für das Kanzleramt, Olaf Scholz:

    PAUL SCHREYER, 12. Oktober 2021
    https://multipolar-magazin.de/
    Der diskrete Charme des Kapitals

    Focus, 24.09.2021
    Gastbeitrag von Hubertus Knabe
    Historiker enthüllt: So nahe stand der Jungsozialist Olaf Scholz den Machthabern in der DDR

    Olaf Scholz hat sich zwar nicht an irgendwelchen Diskussionen in Internetforen beteiligt, um auf diese Weise eine bessere Politik zu erarbeiten.
    Trotzdem hat sich die SPD als gleichzeitiger Medienkonzern auch dieses Mal wieder das größte Wahlkampfbudget gegönnt. Dies ist insofern problematisch, weil die meisten Bürger die Funktionsweise unseres Geldes praktisch gar nicht verstehen.

    Folgende Themenarbeiten von Olaf Scholz lassen ein Weiter-so befürchten:

    Tagesspiegel, 19.05.2020
    Großes Hilfspaket für Kommunen
    Wenn Olaf Scholz sich da mal nicht verrechnet

    FAZ, 23.08.2020
    FINANZMINISTER OLAF SCHOLZ:
    Gemeinsame Schuldenaufnahme in EU wird bleiben

    Spiegel, 12.01.2021
    Millionenaufträge der Bundesregierung
    Scholz will Einsatz externer Berater nicht reduzieren

    SZ, 19. Januar 2021
    Weit weniger Schulden für Pandemie als gedacht

    Bevor wir ein anderes Finanzsystem einführen, sollten wir uns zunächst mit Folgendem beschäftigen:

    https://erst-kontakt.jimdo.com
    Hohle Erde – Agartha: Kartografische Aufzeichnungen der deutschen U-Bootflotte aus 1944

    Die nachfolgend verlinkte Landkarte der Polarregion aus dem Jahr 1947 scheint es zu bestätigen, dass es etwa an der Position 142,2 Grad östliche Länge und 87,7 Grad nördliche Breite (2,3 Grad vom Nordpol entfernt) eine an der engsten Stelle etwa 90 Meilen große Polöffnung in das Innere der Erde geben muss.
    www.bibliotecapleyades.net/imagenes_tierrahueca/tierrahueca23_12.jpg

    gutefrage.net
    Suche (echte) Satellitenbilder vom Nord-und Südpol (gibt es keine?)

    • Zitat: Hohle Erde …….. Zitat Ende.

      Oh man, was rennen hier bloß für Typen rum…… :-(((
      Mit was für einen gequirlten Haufen Mist die hier ankommen.

      Hohle Erde…..ja?
      Ich kenne nur hohle Typen, und von denen scheint es eine ganze Menge zu geben.
      Geradezu inflationär scheinen sich jene hohlen Typen derzeit zu vermehren.

      Da fragt man sich doch, liegt es an den Masken und dem dadurch bedingten Sauerstoffmangel im Blut jener hohlen Typen?
      Oder ist das gar erblich bedingt?
      Und immer häufiger komme ich zu dem Schluss das es vielleicht doch besser wäre wenn all diese hohlen Typen sich wegimpfen/wegspritzen ließen.

    • Die Erde kann gar nicht hohl sein, denn sie ist bekanntlich flach. Allenfalls so tief, wie die Ölbohrgeräte reichen. Danach würde man in den Rücken des Elefanten bohren, der diese Scheibe trägt und der seinerseits auf der Riesenschildkröte steht, die im Urozean schwimmt.
      In diesen Urozean sind denn auch die Altnazis gefallen und dort verschwunden.
      Unterdessen haben die Neo-Nazis, die neue, die junge Generation, die sich bei Übernahme der alten Ideologie demokratisch-grün-rot anmalen und nun die Welt beherrschen und den neuen Totalitarismus demokratisch-grün-rot anpreisen, das Ruder übernommen, was freudig von der Masse der Bevölkerung begrüßt und legitimiert (Wahl!) wird.
      Ein paar Wenige, die noch den Altnazis nachtrauern, sind wohl aus der Zeit gefallen und brauchen dringend ein Update um sich dem neuen, globalen Totalitarismus anschließen zu können.

    • Ralle002 sagt:

      Russland genehmigt in der Nähe von Franz-Josefs-Land keine Expeditionen:

      Video, 01.10.2018
      Nach Expedition: Arved Fuchs kritisiert russische Behörden

      Mystery Files (Video), 05.05.2021
      "Von einer fremden Macht": Geheimnisvolle Stahlkuppel im Eis der Arktis entdeckt?

      Sigismund Alexandrowitsch Lewanewski
      https://de.wikipedia.org/wiki/Sigismund_Alexandrowitsch_Lewanewski
      https://www.ourhollowearth.com/lostsovietfliers.htm

      Video, 03.01.2015
      Admiral Richard E. Byrd – South Pole Video Interview
      https://youtu.be/czW0iRJuH1A

      UPENDO.tv
      Kurzvortrag: Hohle Erde – Appatizer – im Zuge der Meinungs Fitness
      https://www.dailymotion.com/video/x3c4d7c

      13. OKTOBER 2019
      Hohlwelt: Die KGB-Akten aus Russland über die Innere Erde (Teil 17)
      https://www.matrixblogger.de/die-hohlwelt-kgb-akten-russland-innere/

      http://helioda1.blogspot.com, 21. März 2016
      NASA EMPFÄNGT RADIO-SIGNALE AUS DEM INNEREN DER ERDE – RUSSEN BERICHTETEN SCHON 2008 DARÜBER.

      Brief von Karl Unger: Die Erde ist hohl!
      http://www.imperialgermans.com/DE/documents.html

      Man könnte denken, dass es weltweit dermaßen viel Flugverkehr gibt, dass dann insofern eine Polöffnung längst bemerkt worden wäre.
      In den Polarregionen gibt es aber komischerweise fast gar keinen Flugverkehr.

      23. Juni 2020
      Warum fliegen Flugzeuge so selten über Nord- und Südpol?
      https://www.sorglosfliegen.de/polroute/

    • Trotzdem hat "Ralle" mit dem Hinweis auf Multipolar einen wichtigen Punkt benannt:
      https://multipolar-magazin.de/artikel/der-diskrete-charme-des-kapitals
      Ein Thema, das der Maler William Hogarth um 1733 schon beschrieben hat.
      "Progress of a Rake" oder "Der Werdegang eines Wüstlings" hier:
      https://de.wikipedia.org/wiki/A_Rake’s_Progress

    • … aber die Stahlkuppel in Eis der Arktis? Das können nur die Aliens sein. Besonders die "Greys" sind überall unterwegs und entführen Menschen für ihre Experimente. Von denen hat die globale Impfmafia viel gelernt :-)

    • _Box sagt:

      Die zwei Iron Sky Filme belegen natürlich daß die Erde hohl, die Führer der Nazis u.a. "Staatenlenker" Echsenmenschen in der hohlen Erde sind und daß die Nazis mit ihren Reichsflugscheiben auf der dunklen Seite des Mondes verweilen.

      Dieser Unsinn hat Methode, denn es dient zum einen der Ablenkung für Interessierte auf Ablenkthemen und zum anderen der Diskreditierung und Delegitmierung von realen Erkenntnissen und Problemen durch die Verklammerung damit.

      Die Verknüpfung mit Pseudo-Wissenschaften, das durfte Herr Ganser durch das Schweizer Fernsehen erfahren, ist der Aufmacher auf den gleich die diversen Etiketten, z.B. Verschwörungstheoretiker, folgen.

    • Ralle002 sagt:

      Soeren Hueter
      bitte meine Kommentare nicht dermaßen kommentieren.

  2. Mehr Geld durch Abschaffung der Krankenversicherungspflicht

    Die Krankenversicherung kostet den Angestellten im Durchschnitt vielleicht in der Summe 400 Euro (= Arbeitnehmeranteil + Arbeitgeberanteil), wenn man auch den Arbeitgeberanteil berücksichtigt, den der Arbeitgeber ja letztendlich vom Lohn abzieht. Ohne die Krankenversicherung hätte daher der Angestellte erst einmal 400 Euro pro Monat mehr.

    Arbeitslose bekämen einen Pauschalbetrag für Gesundheitsausgaben. Und selbstverständlich müsste der Staat für alle Bürger subsidiär die Behandlung bezahlen, soweit diese ihre Behandlung einmal nicht selbst bezahlen können. Allerdings dürfte dies nur bei einem kleinen, marginalen Teil der Bürger der Fall sein.

    Apropos Moral:

    Wir könnten für die 800 Millionen Menschen, die Hunger leiden, Selbstversorgerhöfe in Mittelafrika und Brasilien fast für lau bauen. Holz für Holzhütten gibt es dort in Form von Wald genug. Man muss mit etwas Strom und mit ein paar Sägewerken dieses Holz nur noch zu Brettern verarbeiten.

    Wohnungslosigkeit und hohe Mieten senken:

    Auch deutsche Rentner, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Wohnungslose sollte man die Möglichkeit geben, dort in Mittelafrika und Brasilien auf einem Selbstversorgerhof zu leben. Dann würde die hier lebende Bevölkerung sinken und dadurch die Wohnungslosigkeit in Deutschland sinken und die Mieten in Deutschland würden fallen. (Hauptgrund für die hohen Mieten und die Wohnungslosigkeit ist ja das Bevölkerungswachstum in Deutschland, was ja von den Mainstreamparteien samt Linke und den Mainstreammedien verschwiegen wird).

    • Was für ein Nonsens….., und zwar fast durchgängig.
      Dann wünsche ich ihnen das sie mal eine MRT selbst bezahlen müssten. ;-)
      Und klar, wir holzen einfach mal eben so alle Wälder ab, nicht das eben jene Wälder rein zufällig den Sauerstoff für uns alle produzieren.
      Also so viel gequirlten Blödsinn wie von ihnen hab ich schon lange nicht mehr gehört. :-(((

  3. Herr De Lapuente, nach der Zerstörung der WASG und dem Zusammenschustern der """""""""""linke""""""""""""", war schon ALLES Vorbei, sie war so ANTI Links und ANTI Demokratisch, ausschließlich Opportunisten und Quoten Tussis, alle stramm auf den Weg, an die Fress Näpfe.

  4. Out-law sagt:

    Die gut aussehende Sahra ,als ehemals Vorzeigepolitikerin in Politsendungen ,ist leider zum Wagenknecht ihrer eigenen Partei geworden . Als 5tes Rad am Wagen ,wurde sie in den 5 G Transgenderstatus wegpolarisiert ,macht zwar im YT-Kanal nicht korrigierte Meinung ,welche vereinzelte Nebenrollendarsteller in Harz3 bis 4 versaueren lässt,doch die bundesteuschenden Rechtsamwalde-Verdreher von Verlassungsgerichten oder die Link ´s verdrehende Milchsäure werden davon wenig berührt . Das Rot-Grün-etwas linkisch abgedrehte Mischpockenvolk erhielt nun seine Endabrechnung ,womit selbst eine Knecht**in ,die den Wagen anschieben sollte nicht ganz so gerechnet hatte. Sogesehen gut ,dass sie zuvor abgesprungen wurde !
    Hoffen wir ,dass es keine Zufallswahl gewesen war und die Linke ganz zu Hause bleiben darf ,um rechtsdrehendes Bio-Joghurt aufzumischen und die vielen Bauchschmerzschafe nun die nächsten Traumtanzparteien im "GrünenTutu "abservieren .Spätestens bei den nächsten Benzinpreiserhöhungen wird denen das große Kotzen kommen,zwar in Bioqualität,aber leider zu spät !………………..GAME OVER !

  5. Ursprung sagt:

    Eim Politparteienstaat ist Demokratieverhinderung.
    Implementiert in D damals von den westlichen Allierten ueber deren Lakai Adenauer. Die wollten nichts weniger als eine sich entwickelnde Demokratie, ausgerechnet aus dem Gelaende heraus entstehend, welches die mit ihrem Psycho-Lakai Hitler grad vorher erfolgreich als Konkurrenz komplett zerstoert hatten.
    Auch heute noch waere es angloamerikanischer Alptraum, eine sich in D entwickelnde echte Demokratie zu erleben mit noch womoeglich solchen ausstrahlenden Tendenzen nach Russland. De Gaulle, der auch Unabhaengigkeitstraeume von dem Anglosachsen hatte, haben die Amis mit Waehrungsgolderpressung stranguliert, Palme haben sie erschossen, Buback, der einer grossen Sache um Brandt herum auf der Spur war, haben sie von einer angeheuerten RAF-Touristin erschiessen lassen.
    Schroeder/Fischer wurde von denen bestochen und damit die SPD/Gruene korrumpiert, die CDU von der IM Merkel ruiniert. Die Linke professionell gespalten. Die Basis/Querdenker gespalten.
    Mache eine Partei, habe mindestens einen attraktiven Falschpunkt (aus Sicht des angloamerikanischen Komplexes) im Programm und weg bist Du oder tot. So gehts nicht, vergiss es.
    "Unsere" Chance geht nur ueber Gemeinwohl. Also gegen die moerderische und euthanasistische Verbrecherbande von nach Krysmanski rund hundert 100 vorhandenen psychopathischen Superreichen oder 0,001 % plus deren bestochenem Kapo-Tross.
    Das ist per schlichtester, einfacher Strategie moeglich: dem eigenen Kompass des Gemeinwohles folgen. Hat jeder (seit Altsteinzeit), ist jederzeit in kleinem sowie globalem Rund sofort steuerbar und vereinbar, abstimmbar, nachregulierbar, animiert jeden (bis auf die 0,01% genetischer Psychos).

  6. Agnes S. sagt:

    Wagenknecht, die Prophetin? Eine Politikerin, die bei einer extrem wichtigen Abstimmung fehlt und stattdessen lieber wohlklingende Reden hält und die für die Masernzwangsimpfung von Kindern stimmte, ist für mich unwählbar, ein wenig Sozialkosmetik in wohlklingenden Sonntagsreden hin oder her. In den letzten anderthalb Jahren ist mir klar geworden: Die Linke ist bei der Abschaffung der menschlichen Freiheit, der menschlichen Selbstbestimmung, der Menschenrechte, der Grundrechte ganz weit vorne mit dabei, dabei geht man auch über Leichen, strammer noch auf Linie. als die CDU, vergleichbar mit den Grünen. Für mich ist diese Partei absolut unwählbar geworden, ich habe fertig mit den vorgeblichen "Linken". Diese Partei habe ich 2017 mit Sicherheit zum aller letzten Mal gewählt – nichts "links", stattdessen totalitär und menschenfeindlich – nein, danke. Mich wundert es nicht im Geringsten, dass diese pseudolinke Partei einschließlich ihrer angeblichen "Propheten" die Quittung erhielt.

  7. hog1951 sagt:

    Wirkliche Veränderungen geschehen nicht über Parlamente! Wirkliche und nachhaltige Veränderungen werden auf der Straße erkämpft!
    Wirkliche Veränderungen wie z.B. das Besitzergreifen an den Produktionsmitteln muessen erkämpft werden, das fällt uns nicht in den Schoss. Die jetzigen Besitzer haben überhaupt keinen Grund freiwillig auf ihr „Recht“ zu verzichten.
    Und dennoch ist eine Linke, die das Parlament nutzt als Tribüne unbedingt nicht nur hilfreich, sondern notwendig im Kampf gegen das Kapital. Hierzu gehört aber auch sich auf die Seite der Coronaentrechteten zu stellen und den ganzen Unsinn zu demaskieren, um diejenigen zu stützen, die von den Herrschenden an die Wand gedrängt werden.

  8. In einer Blockparteienwelt wie der unsrigen bekommt halt jede Partei die ihr zugedachte Aufgabe zugewiesen.
    Und die Aufgabe der Partei DIE LINKE war und ist es nun einmal besonders "woke" zu sein.
    Man nennt so etwas auch Ablenkungswahlkampf, denn es soll die Leute von den echten Themen hin zu irgendwelchen völlig belanglosen Mist hin ablenken.
    Und wie unschwer zu erkennen, klappt das auch ganz hervorragend.
    Zumindest bei ca. 85% hat das bislang immer geklappt.
    Wie lange dies allerdings noch funktionieren wird, dass hängt wohl mit davon ab wie sich die weitere Lage hierzulande entwickeln wird.
    Denn mit knurrendem Magen und kalten Füßen verlieren solche Wokeness-Themen dann zumeist ganz schnell auch wieder an Bedeutung.

  9. Gnil sagt:

    Nicht verpassen !!!!!!!!

    https://www.kla.tv/20144?autoplay=true

    • Sorry, aber der Typ ist ein Schnacker…. :-(((

    • Gnil sagt:

      Weiß schon, nach Ihrer Sicht sicher so wie ALLE die Corona kritisieren

    • Nein, aber der Typ tut geradezu so als hätte er – und zwar nur er alleine – die Weisheit mit Löffeln gefressen.
      Der schreibt sich Dinge auf die eigene Fahne, die nicht er sondern ganz andere Leute schon vor einiger Zeit aufgedeckt hatten.
      Halt ein typischer Schaumschläger, auch Luftpumpe oder Blasebalg genannt.
      In Wahrheit geht es all diesen selbsternannten "Autoren" doch oftmals einzig und allein darum ihre dämlichen Bücher irgendwie an den Mann/die Frau zu bringen und damit fett Kohle zu machen.
      Und die meisten derer Organisationen von denen er dort im Video spricht, dass sind doch von ihm selber ins Leben gerufene Scheinorganisationen.
      Klar das er da dann nicht selten der erste Vorsitzende usw. ist.
      Wäre ja auch seltsam wenn nicht.
      Genau wie die Sache mit dem "Corona-Untersuchungsausschuss", mit dem er in Wirklichkeit überhaupt nichts zu tun hat.
      Außer natürlich das im Grunde ein Jeder einen solchen "Corona-Untersuchungsausschuss" gründen und somit ins Leben rufen kann, da jener Begriff nämlich nicht rechtlich geschützt ist.
      Also wie gesagt, der Typ ist eine reine Luftnummer.

  10. Udo Pfeiffer sagt:

    Die Linke vertritt nicht mehr die "kleinen Bürger", sondern zunehmend die transatlantischen Interessen eines Sorros und anderer neoliberaler Eliten.
    Und genauso wie Klaus Schwab vorgibt, die Interessen der Bevölkerungen der Welt "zu vertreten" dienen sie zunehmend der transatlantischen Agenda. Im "sozialistisch" roten Kleidchen verpackt.
    Mit Wagenknecht, Lafontaine, Dagdellen, Neu, Di Masio und ähnlichen Geistern an der Spitze würden sie m.E. ein Wählerpotential von 20% + X erreichen.
    Aber seit 2010 kapern die Antideutschen (damals antideutsche Antifa) diese vormals linke Partei.
    Inzwischen sind sie in der Mehrheit.
    Die verblödete Generation Handy liest halt keine substanziellen Bücher mehr.
    Wokeness, Gendern, Fridays for Future, LGBT – alles destruktive geistige Fehlentwicklungen zur Spaltung der menschlichen Gesellschaften.
    Es geht nicht um Lebensqualität, Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit, oder andere gute und notwendige Entwicklungen zum Wohle der Menschen. Sondern um degenerative Gesellschaftsspaltung, damit die Herrschenden der "lachende Dritte" bleiben.
    Teile und Herrsche, mit Zwist, Lüge, Verblödung und Niedertracht.

    • Querdenker sagt:

      Oder kurz gesagt, die Linke vertritt mittlerweile die Agenda des "Great Resets" und ist damit für ihr ursprüngliches Klientel nicht mehr wählbar.

      Vielleicht hat das noch kein Vertreter der Partei so direkt gesagt, aber die allgem. Aussagen des Führungspresonals der Linken stützen eindeutig diese Agenda. Man sieht es allein daran, wie willfährig diese Partei das Corona-Narrativ mit bedient, eines der wichtigen Instrumente bei der Umsetzung des "Great Resets".

    • Udo Pfeiffer sagt:

      Ja, die Linke wurde gekapert. Von den Kräften, die sie ursprünglich aus Tradition bekämpft hat.
      Das eine kleine Minderheit aus Superreichen ganze Völker ausplündern, in ihrem Wahn nach Macht und Geld. Aufgrund eines kranken, ungerechten und absolut unnötigen korrupten Wirtschaftssystems – dem Turbokapitalismus, oder heute dem Neoliberalismus.
      Sind nur noch leere Wortbekenntnisse. Man macht inzwischen gemeinsame Sache (siehe Thüringen).
      Hauptsache man sitzt mit am goldenen Trog.

  11. _Box sagt:

    Die sog. Partei "die Linke" erfüllt(e) heute die Rolle die früher klassisch der SPD zugefallen ist(war):

    Die Ablehnung der psychologischen Beobachtung und Praxis in der proletarischen Politik ergab bisher in den Diskussionen eine unproduktive politische Fragestellung. Die Kommunisten erklärten z. B. die Machtergreifung durch den Faschismus aus der illusionären, irreführenden Politik der Sozialdemokratie. Diese Erklärung führt im Grunde in eine Sackgasse, denn es ist ja eben die Funktion der Sozialdemokratie, als objektive Stütze des Kapitalismus, Illusionen zu verbreiten. Das wird sie immer tun, solange sie besteht.

    Aus:
    Anatomie des Wahns
    Wilhelm Reichs Klassiker „Massenpsychologie des Faschismus“ provoziert Vergleiche zwischen 1933 und heute.
    von Andreas Peglau
    https://www.rubikon.news/artikel/anatomie-des-wahns

    Und ebenso wie es eine Pseudo-Linke ist, so geht es lediglich um eine Pseudo-Moral, die lediglich Ablenkthemen bedient, um die dominanten Mechanismen vergessen zu machen:

    Der Begriff Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und/oder der sozialen und ökonomischen Position. Klassismus ist der versteckte große Bruder des Rassismus oder, wie der US-Ökonom Chuck Baron sagte, der „arme Vetter der Diskriminierungsformen“. In Deutschland ist der Begriff bislang wenig gebräuchlich, was wohl hauptsächlich daran liegen mag, dass alle politischen Strömungen den Unterschied zwischen Arm und Reich immer noch als eine Art natürlichen Zustand ansehen, der sich nicht ändern lässt.
    (…)
    Statt mit sozial benachteiligten Menschen befasst man sich dann doch lieber mit den in eigenen „moralisch coolen“ Kreisen populären „Nebenwidersprüchen“ (wie Karl Marx es nannte) wie Rassismus, Sexismus und Diskriminierung geschlechtsspezifischer Minderheiten. Diese Themen sind ohne Zweifel immens wichtig. Ihre Herausstellung bleibt aber bloße Heuchelei, wenn der Klassismus, durch den im Gegensatz zu den Nebenwidersprüchen viele Tausend Menschen vorzeitig zu Tode kommen, nicht den ersten Rang im Engagement bekommt.

    Aus:
    Der Klassenkrieg
    Die Armut in Deutschland führt in jedem Jahr zu vorzeitigen Todesfällen in sechsstelliger Zahl — global gesehen, sind es weitaus mehr, für die unser Land mitverantwortlich ist.
    von Carl Rheinländer
    https://www.rubikon.news/artikel/der-klassenkrieg

    Allerdings hat sich die sog. Partei "die Linke," natürlich wegen der enormen Schnellebigkeit heutzutage, noch schneller demontiert als die klassische SPD. Bei der man nun nicht gerade von einer Renaissance sprechen kann, denn die hat nur von allen Schlechten weniger schlecht abgeschnitten. Einerlei, das Schauspiel ist ohnehin nur noch, falls es jemals etwas Anderes war, eine Schmierenkomödie. Die periodisch stattfindenden Wahlen sind Teil einer Unterhaltungsindustrie:

    Die Selbstdemaskierung der neoliberalen Mitte

    Der Neoliberalismus ist, in all seinen Spielarten und Schattierungen, historisch aus dem Bemühen erwachsen, den Kapitalismus vor einer »demokratischen Bedrohung« zu schützen. Er ist und war also seit seinen Anfängen unmissverständlich und entschieden antidemokratisch. Dennoch hat er es vermocht, seine »neue ultra-inegalitäre Erzählung« als reine Rationalität auszugeben, durch die allein man den »Sachzwängen« und wirtschaftlichen »Naturgesetzlichkeiten« einer komplexen Gesellschaft Rechnung tragen könne. Mit dieser Verschleierung seines eigentlichen Anliegens gelang es ihm, sich als Ideologie nahezu unsichtbar zu machen und einen Platz in der politischen Mitte zu sichern. In dieser Maskierung konnte er sich global in allen meinungsprägenden Schichten eine Breitenwirkung verschaffen, wie sie keine totalitäre Ideologie je zuvor erreicht hat.

    (!)Seinem Projekt einer radikalen Entdemokratisierung hat er durch seine privatwirtschaftliche Usurpation der Rechtssetzung geradezu einen Ewigkeitsstatus verschafft. Mit transnationalen Großkonzernen schuf er eine neue Klasse von Akteuren die formal abgesicherte Freiheitsrechte erhielten, die weit über Rechte natürlicher Personen hinausgehen. Diese Akteure genießen einen einzigartigen Schutz vor öffentlicher Transparenz und staatlichen Eingriffen in ihre Arbeitsbereiche. Sie haben die Rechte von Übermenschen erhalten, und sind jeder gesellschaftlichen Verantwortlichkeit und Kontrolle entzogen. Sie sind rechtlich verpflichtet, sich gesellschaftlich pathologisch zu verhalten, Macht und Reichtum zu maximieren und zugleich eigene Kosten zu externalisieren, also auf die Allgemeinheit abzuwälzen. So entstanden in den vergangenen Jahrzehnten die totalitärsten globalen Strukturen, die der Mensch je geschaffen hat. Ihre globale Vernetzung hat die eigentlichen Zentren der Macht einer Verstehbarkeit durch die Öffentlichkeit entzogen und sie damit gleichsam unsichtbar gemacht. Indem Herrschaft zunehmend anonymisiert wurde, entfällt die Möglichkeit, Verantwortlichkeiten zuzuweisen und damit auch grundsätzlich die Möglichkeit demokratischer Kontrolle.

    Die neoliberale Revolution der Kapitalbesitzer entwand die Gewalt der Rechtssetzung Stück für Stück dem demokratischen Souverän und beförderte die ökonomischen Zentren der Macht auf nationaler wie internationaler Ebene zu Selbstversorgern mit Gesetzen. Damit war die Grundlage geschaffen, dass innerhalb vordergründig demokratischer Gesellschaften autoritär organisierte Stabilitätskerne für die tatsächlichen Zentren der Macht entstehen konnten. Diese neoliberalen Stabilitätskerne sind durch formales Recht so stabil und bombensicher gegen demokratische Eingriffe abgeschottet worden, dass auch die verbliebenen formalen demokratischen Strukturen de facto einen politischen Gestaltungswillen der gesellschaftlichen Basis ins Leere laufen lassen und die periodischen Wahlen nur noch Teil einer Unterhaltungsindustrie sind.(!)

    Indem es dem Neoliberalismus weitgehend gelang, der demokratischen Basis die Souveränität einer Selbstgesetzgebung zu entziehen und die legislative Souveränität auf die ökonomischen Zentren der Macht zu übertragen, benötigt er in seinem Kampf gegen die Demokratie keine konterrevolutionären autoritären Systemwechsel mehr, wie etwa, in seinen politischen Anfängen, 1973 in Chile. Die verbliebenen formalen demokratischen Strukturen werden schleichend in der Wucht seines Zersetzungswerkes verwittern und zerfallen, ohne dabei noch große Aufmerksamkeit zu erregen. Damit stirbt auch die Leitidee der Demokratie als radikale Vergesellschaftung von Macht, eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheit. Und mit ihr zerfallen die mühevoll und verlustreich erkämpften zivilisatorischen Sicherungsbalken gegen das Recht des Stärkeren.

    Mit der Beseitigung oder Neutralisierung noch verbliebener demokratischer Strukturen vollendet der Neoliberalismus sein Werk einer Zerstörung unserer Gesellschaft und unserer Lebensgrundlagen und leitet zwangsläufig eine Epoche seiner eigenen Selbstzerstörung ein, in der die vorgeblichen »Naturgesetzlichkeiten des Marktes« in einen gewaltigen zivilisatorischen Regress einer Rückkehr zur »Naturgesetzlichkeit des Recht des Stärkeren« münden werden. Der Neoliberalismus hat in der Maske der politischen Mitte den Weg in eine Neobarbarei geebnet, deren düstere Konturen bereits in den globalen und gesellschaftlichen Peripherien aufscheinen.
    (Rainer Mausfeld, Die extreme Mitte, Wer die westliche Welt beherrscht. Eine Warnung, 2020)

  12. helli-belli sagt:

    A) Die Linke befürwortet eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme
    B) Und jetzt wollen sie auch noch "das Klima retten"
    C) Der vorgeschlagene Mindestlohn und auch die anderen "Verbesserungsvorschläge" liegen in etwa auf dem Niveau, welches sich die Eigner-Klasse vorstellt

    … zudem scheint die charakterliche Eignung der Inhaber relevanter Positionen in diesem Verein höchst fragwürdig zu sein.
    Man hat doch sehr den Verdacht, dass die in erster Linie an ihren eigenen Geldbeutel denken …

    … ich wähle doch keine Partei, deren Verantwortliche sich selbst die Taschen füllen – und ansonsten großzügig den Wohlstand des Landes in alle Welt verteilen wollen.
    Wenn die Menschen die was können dann abhauen: DIE würden wohl wieder eine Mauer bauen.

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