Die Russen, die Deutschen und der Krieg | Von Tom J. Wellbrock

Wieso sind ausgerechnet die Deutschen so willig, eine Eskalation nach der anderen gegen Russland zu initiieren? An der Ukraine liegt es nicht, das kann man sicher sagen. Denn das, was dort angeblich verteidigt wird – Demokratie, Freiheit, Friede, Freude und natürlich Eierkuchen – mag in der Tagesschau-Redaktion, in den SPIEGEL-Redaktionsstuben und an den Mikros der Radiostationen existieren. In der Ukraine sieht das Bild dagegen anders aus.

Ein Standpunkt von Tom J. Wellbrock.

Warum also sind die Deutschen so scharf auf Krieg?

Bevor es an den Versuch einer Analyse über die Deutschen und ihr Verhältnis zum Krieg geht, sei vorausgeschickt, dass es „die Deutschen“ natürlich nicht gibt. Es gibt hierzulande Abstufungen in Bezug auf die Einordnung zum Ukraine-Krieg. Doch in den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass sich selbst vermeintlich Linke oder andere progressive Kräfte erstaunlich offen für das deutsche Eingreifen positionieren, schwere Waffen inklusive. Auf den ersten Blick scheint das nachvollziehbar zu sein, es fällt leicht, sich gegen einen Aggressor aufzustellen, der ein Land überfällt. Doch erstens ist die westliche bzw. deutsche Empörung bei den zahllosen Angriffskriegen und sonstigen Interventionen des Westens in dieser drastischen Form faktisch nie geäußert worden. Und zweitens könnten Emotionen, die tief vergraben sind, eine Rolle spielen.

Und hiermit beginnt der Versuch der Analyse.

Die Russen und der Krieg

Für die Russen ist der 9. Mai ein ganz besonderer Tag, das ist bekannt. Der Sieg über die Nationalsozialisten war keine Selbstverständlichkeit, und die Tatsache, dass der Überfall der Deutschen auf Russland nicht einmal mit einer Kriegserklärung eingeleitet wurde, führte zu einem Überraschungsmoment, das den Russen erhebliche Nachteile bescherte und den Widerstand entsprechend erschwerte.

Umso stolzer sind die Russen noch heute auf die Leistung der Roten Armee, die den Nazis die Stirn bot. Wenn Hunderttausende durch Moskau laufen und die gefallenen Kriegshelden und Familienangehörigen auf Bildern durch die Straßen tragen, so sind sie immer mit einer Träne im Auge unterwegs, denn kaum eine Familie hat keine Opfer zu beklagen. Und so wird ihnen gedacht, und in die Tränen mischt sich Stolz.

Drei Aspekte zeichnen die russische Haltung zum Zweiten Weltkrieg aus:

  1. Die Russen wurden angegriffen
  2. Sie wurden gewissermaßen vom personifizierten Bösen attackiert
  3. Sie haben dieses Böse besiegt

Diese drei Aspekte sind entscheidend für das, was wir heute erleben, dazu weiter unten mehr.

Der Stolz und der Patriotismus der Russen, wenn sie den 9. Mai feiern und den Opfern gedenken, werden in Deutschland gern als Nationalismus ausgelegt, nach dem Beginn des aktuellen Krieges in der Ukraine ohnehin. Doch das ist eine Fehleinschätzung. Man wird auf dem Marsch des „Unsterblichen Regiments“ faktisch keine Parolen finden, die über das Thema des „Tages des Sieges“ hinausgehen. Allerdings gehörte in diesem Jahr 2022 die Ukraine ganz klar dazu, als sich ca. eine Millionen Russen auf den Weg zum Roten Platz machten.

Die Vielzahl der Leser wird das nicht für die Russen auslegen, weil ein Vergleich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten stets als Verharmlosung betrachtet wird (es sei denn, man ordnet Demonstranten gegen oder für was auch immer als potenzielle Nazis ein, dann werden meist beide Augen zugedrückt). Doch auch wenn der Widerstand der Leser noch so enthusiastisch vorgetragen wird, die Ukraine hat definitiv ein Problem mit Faschismus und Nazismus. Die Tatsache, dass die Bedeutung und der Einfluss etwa des Asow-Regiments hier verschwiegen, heruntergespielt oder als inzwischen behobenes Problem dargestellt wird, ändert nichts an den Fakten.

Und wenn in den Tagesthemen ein Asow-Kämpfer im Interview faktisch als „normaler“ Soldat für Frieden, Freiheit und natürlich Eierkuchen präsentiert wird, ist das kein Zeichen für die Läuterung des Kämpfers, sondern für die geschichtsverfälschende Berichterstattung der meisten Medien.

Für die meisten Russen sind die Entwicklungen in der Ukraine eine verstörende Angelegenheit, die Erinnerungen wachruft. Man muss sich schon sehr bemühen, um diese Emotionen der Russen auszublenden, kleinzureden oder gar zu kritisieren. Denn während in Deutschland der Ruf „Nie wieder!“ längst zu einer oberflächlichen Folklore verkommen ist, die nicht mehr wert ist als einst „Der Blaue Bock“ oder heute der „Eurovision Song Contest“, ist das „Nie wieder“ in den Herzen der Russen fest verankert, was auch daran liegt, dass der Sieg über die Nationalsozialisten die Einheit, die Wehrhaftigkeit und die Solidarität des russischen Volkes miteinander repräsentiert.

Die Deutschen und der Krieg

Weiter oben war von drei Aspekten die Rede, die die Russen mit dem 9. Mai verbinden. Hier folgen nun die Aspekte, mit denen sich die Deutschen „herumschlagen“:

  1. Die Deutschen haben angegriffen
  2. Den Deutschen ist heute klar, dass sie im Zweiten Weltkrieg das personifizierte Böse dargestellt haben
  3. Sie haben als das Böse eine Niederlage erlitten

Es ist naheliegend, dass diese drei Punkte weder Stolz noch Patriotismus zur Folge haben können. Nicht in Deutschland, nicht bei den Deutschen. Und so wird am 9. Mai zwar der Opfer der Verbrechen der Naziherrschaft gedacht, aber nicht der Niederlage im Krieg. Bei dieser Betrachtung geht es jedoch nicht darum, dem Gedenken an die Opfer der Verbrechen durch die Nazis kritisch zu begegnen, im Gegenteil. Vielmehr wäre ein Marsch der – nennen wir es hier einmal hypothetisch – „Unsterblichen Nazi-Opfer“ ein womöglich sinnvoller Versuch, bei den nachfolgenden Generationen in Deutschland das Bewusstsein für die Grauen der Nazizeit aufrechtzuerhalten. Dass es zu einem solchen Marsch jemals kommt, ist jedoch unwahrscheinlich.

Es geht also hier nicht um die Unterminierung der Opfer des Naziregimes, sondern um die fehlenden zusätzlichen Feierlichkeiten zur Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Solche Feierlichkeiten wären in der Tat keine, die mit denen der Russen verglichen werden können. Denn während Russland Größe gezeigt hat, als es gegen die Nazis kämpfte, müssten die Deutschen heute die Größe haben, sich der Niederlage zu stellen und sie als Sieg gegen das Unmenschliche, das Böse, das Entsetzliche anzuerkennen. Man kann das soeben weiter oben Geschriebene in Abwandlung nur wiederholen: Dass es zu solchen Feierlichkeiten jemals kommt, ist jedoch unwahrscheinlich.

Doch es wäre nötig, und es läge sogar nahe. Die Russen haben die meisten Opfer im Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Sie haben die größte Last getragen und maßgeblich zum Sieg über den Faschismus beigetragen. Die Rolle der restlichen Alliierten soll hier nicht ignoriert werden, sie kann in der historischen Betrachtung aber durchaus kritisch betrachtet werden. Doch auch wenn man davon absieht – und das soll in diesem Text der Fall sein -, bleibt am Ende die historische Wahrheit, dass es Russland war, das durch seinen Kampf im Zweiten Weltkrieg den größten Anteil am Ende des deutschen Faschismus hatte.

In letzter Konsequenz – und das mag ungewöhnlich klingen, aber nüchtern betrachtet ist es nicht zu leugnen – gäbe es nur eine angemessene Reaktion des Westens auf die Feierlichkeiten der Russen zum 9. Mai: Dankbarkeit. Denn in was für einer Welt würden wir heute leben, wenn Russland im Zweiten Weltkrieg verloren hätte? Man mag es sich nicht ausmalen.

Geschichte wird gedacht

Wenn jemand, der sich ukrainischer Botschafter in Deutschland nennt (losgelöst von den Aufgaben, die ein Botschafter normalerweise zu erfüllen hat), heute beim Einsteigen in eine Limousine auf die Frage eines Journalisten, wer Deutschland vom Nationalsozialismus befreit habe, antwortet, das sei die Ukraine gewesen, muss das in erster Linie Russen einen schmerzlichen Stich ins Herz versetzen. In zweiter Linie müsste es aber auch das deutsche Herz treffen, das weiß oder wissen muss, wer den Sieg über Hitler und seine zahlreichen Komplizen aus Politik und Wirtschaft ermöglicht hat.

Wenn der damalige ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk am 7. Januar 2015 in den ARD-Tagesthemen unhinterfragt und unwidersprochen folgenden Satz sagen konnte: „Wir können uns alle sehr gut an den russischen Anmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern“, kann man nur inständig hoffen, dass die Menschen in Russland davon nichts mitbekommen haben. Zum Schutz ihrer Herzen, denen dieser Stich schier unerträgliche Schmerzen zufügen muss.

Es sind diese und weitere Formen der Geschichtsverfälschung, der Neuschreibung der Geschichte, die die Russen auf unfassbare Art und Weise herabwürdigen, aus ihnen Täter zu machen versuchen und gleichzeitig die Rolle der Deutschen auf mal mehr, mal weniger subtile Weise in ihrer Grausamkeit verblassen lassen.

Seit der aktuelle Krieg in der Ukraine begann, häufen sich diese Verbrechen an der historischen Wahrheit, und jeder Russe, der davon erfährt, begegnet ihnen vornehmlich mit Trauer und einer tiefen Enttäuschung, aber auch wütende Reaktionen nehmen zu.

Dennoch wird man bei einem Besuch in Russland nur sehr, sehr selten einer grundsätzlichen Feindschaft den Deutschen gegenüber begegnen. Es wird differenziert zwischen dem, was die politischen Entscheidungsträger hierzulande veranlassen und dem, was die Menschen denken und fühlen. Es mag pathetisch klingen, aber das Herz der Russen ist groß, es nimmt die Gefühle der Menschen gern auf, öffnet die Arme und heißt uns willkommen.

Späte Rache

Wie bereits oben erwähnt, gibt es „die Deutschen“ nicht. Aber wie ebenfalls oben beschrieben, gibt es dennoch eine große Zahl von Deutschen, die aufgrund des Ukraine-Krieges sämtliche Hemmungen fallen lassen. Geimpft durch die massive Manipulation von Medien und Politik ist es inzwischen en vogue, sich für das Eingreifen in den Ukraine-Krieg einzusetzen, schwere Waffen zu fordern und grundsätzlich einen Kriegseintritt Deutschlands (den es längst gibt) zu befürworten.

Die Argumente heißen Demokratie und Freiheit, hinzu kommt der Eierkuchen, den sich alle wünschen. Ausgeblendet wird dabei sowohl die westliche Motivation, Russland zu schwächen oder gleich ganz in das Korsett des Neoliberalismus zu pressen. Ausgeblendet wird aber auch die politische Lage in der Ukraine, die weit entfernt ist von den schwärmerischen Bekundungen und Erzählungen des Westens. Die Ukraine wird uns keine Eierkuchen liefern, wenn sie von uns Waffen bekommt, und wir werden ihr keine Freundschaft senden, wenn sie bis zum letzten Ukrainer für uns kämpft. Ausgeblendet wird letztlich alles, was das Bild eines Hochglanzstreifens stören könnte, stattdessen wird der Eierkuchen, den es nicht gibt, mit Zucker garniert, der nicht existiert.

Die Ukraine ist dem Westen egal. Sie wird geschwächt und mit unzähligen Opfern aus diesem Konflikt hervorgehen, ihr Präsident wird am Ende abgelöst oder getötet, der Schuldenstand wird Dimensionen erreichen, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat, die aber nach Rückzahlung schreien.

Und die Deutschen? Sie sind mittendrin statt nur dabei. Sie reden und handeln sich um Kopf und Kragen, planen mit amerikanischem überteuerten und die Umwelt und Menschen schädigenden US-Gas, das schwer zu gewinnen und ebenso schwer zu transportieren ist, sie pfeifen auf das Bruttoinlandsprodukt, auf Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit, eine geschwächte Industrie und Energieengpässe. Alles wegen der Demokratie in der Ukraine?

Man kann eine Million Argumente in die Waagschale werfen, um den Ukraine-Krieg zu erklären und Deutschlands Rolle darin einzuordnen. Aus dieser Vielzahl von Argumenten fallen jedoch die Rettung der Demokratie und der Freiheit heraus, um sie geht es definitiv nicht. Weil es beides in der Ukraine nicht gibt.

Und so bleibt am Ende dieses kleinen Thesenpapiers die Möglichkeit, dass die Deutschen (nicht „die Deutschen“, aber die Deutschen) auf späte Rache sinnen, im Laufe der letzten rund 70 Jahre dem Revanchismus verfallen sind, der sich eingebrannt hat in den Köpfen und eben leider auch in den Herzen. Man will auch als Deutsche endlich mal wieder etwas zu feiern haben, und wenn es auch noch ein Krieg und dessen Gewinn ist, wird man später stolz sein können, endlich! Die Deutschen, sie standen nun einmal auf der falschen Seite in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, sie können nicht stolz sein, können keine Tränen vergießen wegen ihrer Opfer, die für die gute Sache gekämpft haben. Sie waren im Zweiten Weltkrieg das Böse, das man bis heute nicht feiern, sondern nur verurteilen kann, wohlwissend, dass man mit diesen historischen Tatsachen leben muss.

Und so ziehen sie in den Krieg, tun alles, um eine wichtige Rolle zu spielen, vielleicht die wichtigste von allen Beteiligten. Sie wollen etwas retten, egal, was es ist, es muss nur Chancen haben, später als gut und richtig in den Geschichtsbüchern zu stehen. Erneut marschieren die Deutschen los, Richtung Russland, irgendwie, über Umwege, weil der direkte Weg nach Moskau verbaut ist, durch die Deutschen selbst, durch ihre Taten. Sie müssen den Umweg nehmen, über die Ukraine, aber sie hoffen und glauben, dass alle Wege nach Moskau führen, dass sie am Ende triumphierend auf dem Roten Platz stehen werden und sagen können: Seht, wie haben es geschafft, wir haben Russland besiegt, wir sind die Guten, schreibt es auf, Historiker, schreibt es in die Bücher, damit es in Stein gemeißelt ist!

Doch daraus wird – einmal mehr – nichts werden. Denn die Deutschen stehen wieder einmal auf der falschen Seite.
Sie wissen es nur noch nicht, wollen es noch nicht wahrhaben.

+++

Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 17. Mai 2022 bei neulandrebellen.de

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Bildquelle: kirill_makarov / shutterstock

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Kommentare (22)

22 Kommentare zu: “Die Russen, die Deutschen und der Krieg | Von Tom J. Wellbrock

  1. Ursprung sagt:

    Die Russen, der Westen, der Grips.
    Der Grips in der Sowjetunion ging in den Keller nach Stalins Graeuel und Gulags. Der Laden landete beim kaputten Jelzin, ein alkohohlabhaengiger Psycho. Es dauerte eine Generation lang, bis die natuerliche, gesunde Kognition wieder nachwuchs.
    Die ist jetzt "gereift", daher die momentane Unschlagbarkeit der Russen, egal auf welchem Feld.

    Der Grips in China ging in den Keller nach dem englischen Biowaffengraeuel mit Opium. Durch die Verzoegerung mit Ein-Kind-Zwang wirds 1, 5 Generationen dauern, bis die natuerliche, gesunde Kognition wieder nachgewachsen sein wird. Wird in den kommenden Jahren passieren.

    Der Grips im Unwertewesten geht noch tiefer in den Keller als bisher, da die Graeuel der Verbrecher im finanz/digitalen Komplex (Wolff, Mausfeld) erst jetzt zu greifen beginnen (Psychos am Ruder).
    Ich muss mit einer Generation Dauer rechnen. Also nach mir.
    Verbindet sich der geheilte Grips der Russen mit dem noch genesenden Grips Chinas (und Indiens, Afrikas) kanns schneller gehen bei uns qua schierer Gripsdominanz woanders als bei "uns im Westen".
    Da verorte ich meine Hoffnung, die Anfaenge einer Morgenroete im Grips vielleicht noch sehen zu koennen.

  2. helli-belli sagt:

    … ein Beitrag, als wären die letzten zwei Jahre nicht gewesen…

    → man kann der Mehrheit der Menschen im Land -ganz offensichtlich – ALLES erzählen, und sie werden diesen Erzählungen folgen.

    Von: "wo darf ich unterschreiben, um einen Gentech-Versuch an mir durchführen lassen zu dürfen"
    Zu: "wir müssen diese armen Opfer mit deutschen Waffenlieferungen unterstützen" …
    … ist es wohl eher ein Schritt zurück & keine Steigerung.

    Klar: man präsentiert diesen Menschen natürlich auch weiterhin keine Option zu einem Diskurs – es gibt nur diese eine Sicht und auch nur diese eine Lösung…
    … das Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet auch formaljuristisch als Kriegsbeteiligung betrachtet werden, und sich Deutschland damit im Krieg gegen Russland befindet – und was die Sanktionen mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland nun machen werden – und wo wohl die "Hungerflüchtlinge" aus Nordafrika am Ende in millionenfacher Anzahl landen werden, erzählt man ihnen nicht …

    • Ursprung sagt:

      Ja, sehe ich als Gripsfrage, die im Erdenrund derzeit sich unterschiedlich entwickelt. Mit "regelbasiertem Wertewesten" als Schlusslicht.

  3. Schramm sagt:

    Die kranke Psyche im weltweiten Kapitalismus
    nordamerikanischer Prägung.

    »Massaker. "Klassenzimmer zu spät gestürmt" · Schulmassaker in Texas – Behörden räumten Fehler der Polizei ein. – In den USA werden Polizisten ausgebildet, bei Amokläufen oder Schusswaffenangriffen an Schulen so schnell wie möglich den Täter auszuschalten, um weitere Todesopfer zu verhindern.«

    Vgl. Wiener Zeitung *

    Kommentar

    Die krankhafte Tiefenpsychologie im Kapitalfaschismus der USA: Ein auch erwünschtes Vorbild für NATO-Bündnis-braun grün in Deutschland?

    In den USA herrscht ein permanenter zielloser Bürgerkrieg mit offiziell jährlich mehr als 40 000 Todesopfern durch legalen Schusswaffengebrauch. Dieser zunehmend geisteskranker Gesellschaftszustand in allen gesellschaftlichen Schichten wird von der Waffenlobby, der Rüstungsindustrie und deren hierfür eingesetzten PolitikerInnen weiterhin mit jährlich mehr als 1300 Milliarden Dollar befeuert. Da bleibt nichts übrig für die mehr als 100 Millionen armen Menschen in den USA. Für deren Schicksal interessieren sich die mehr als 700 Milliardäre, Millionen Millionäre und hunderttausende Multimillionäre nicht. Wichtig bleibt allein der irrationale Traum im Massenbewusstsein vom Profit und Dividende: vom Tellerwäscher zum Millionär.

    Nachtrag:

    Die kranke Psyche der USA, auch für Deutschland, Österreich und Schweiz?

    »Die Waffengewalt in den Vereinigten Staaten hat in den Tagen des turbulenten Übergangs im Weißen Haus und inmitten der Pandemie einen Höhepunkt erreicht. Nie zuvor wurden in den USA so viele Menschen durch Waffengewalt getötet. 2020 waren es 19.300, fast ein Viertel mehr als im Jahr davor. Zählt man die Suizide dazu, waren es sogar mehr als 43.000 Opfer.« **

    ** Handelsblatt, 20.01.2021: Noch nie zuvor haben die US-Amerikaner so viele Waffen gekauft, noch nie starben so viele von ihnen durch Schüsse. USA: Zahl der Todesopfer durch Schüsse auf Rekordhoch (handelsblatt.com)

    * Vgl. Massaker – "Klassenzimmer zu spät gestürmt" – Wiener Zeitung Online
    https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/welt/2148863-Klasssenzimmer-zu-spaet-gestuermt.html

    Info-Empfehlung:

    ►Warum also sind die Deutschen so scharf auf Krieg?
    Die Russen, die Deutschen und der Krieg | Ein Standpunkt von Tom J. Wellbrock
    https://apolut.net/die-russen-die-deutschen-und-der-krieg-von-tom-j-wellbrock/

    ►Von Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus [Kapitalfaschismus]

    28.05.2022, R.S. (Zusammenfassung)

    • Schramm sagt:

      Nachtrag von R.S.
      auf Erwiderung von User Schwarz.
      Siehe Wiener-Zeitung Online.

      Herr SCHWARZ, informieren Sie sich doch auch nur über die politische Vergangenheit der heutigen NATO-FürsprecherInnen bei Bündnis braun-grünen und deren vormaligen pubertären w/m KBW-Apologeten der Roten Khmer in Kambodscha und analogen Trotzkisten. Ebenso, über den damals vorgeblichen antikapitalistischen Straßenkämpfer und heutigen Vertreter von Siemens, BMW und US-Wirtschaftsinteressen. Auch die aktuelle Außenministerin, in der Wendezeit neun Jahre, deren fortgesetzte politische Infantilisierung über die Böll-Stiftung und in Großbritannien und USA.
      PS: Heute noch allesamt infantil, so wie ein großer Teil ihrer GEZ-medial entmündigten Wählerinnen und Wähler.

      Massaker – "Klassenzimmer zu spät gestürmt" – Wiener Zeitung Online

      28.05.2022, R.S.

  4. Ralle002 sagt:

    Es fängt schon mal damit an, dass die SPD-Bundestagsfraktion ein völlig falsches Geldverständnis hat.

    Auf der dortigen Webseite lese ich Überschriften wie:
    Die Folgen der Pandemie abfedern
    Anerkennung für Pflegekräfte
    Die Spritpreise werden gesenkt
    Diese Hilfen für Bürger:innen kommen jetzt

    In Wirklichkeit gibt es aber bei unserem Fiatgeld keine Schnittstelle zwischen Real- und Finanzwirtschaft.
    Unser Geld- und Bankensystem ist vielmehr einfach nur ein Schneeballsystem mit immer mehr (öffentlichen) Schulden, die niemand jemals wieder zurückzahlen kann.
    Wenn Geld fehlt, dann verschwendet unsere öffentliche Hand eben Steuergelder und dann ist doch wieder Geld da.

    handelsblatt.com, 11.03.2022
    GEPLANTE AUFRÜSTUNG
    Höhe, Ziele und Umsetzung: Lambrecht will Verteidigungsausgaben erhöhen – und sorgt für Ampel-Streit

    Hierzu:
    Bei den Rüstungsabsichten von Frau Lambrecht gibt es jedoch das Problem, dass wir die Verteidigungsausgaben letztlich mit Fiatgeld bezahlen.
    Jedenfalls hat doch der Bund bei der heutigen Praxis für seine vielen Schulden kein Limit.
    Wenn er Geld benötigt, dann "leiht" er sich dieses sehr bequem aus.
    Aber wo haben die Banken ihr vieles Geld ohne Limit eigentlich her?

    Ob der Staat aber seine vielen Schulden jemals wieder zurückzahlen kann?
    Der Staat hat aber ohnehin keine Kontrolle über das Geld.
    Wenn die Finanzmärkte wegen der stets besseren Umsätze der großen Akteure der Wirtschaft und wegen des insofern immer schneller wegbrechenden Konsums der "Verbraucher" insofern "Umsätze" benötigen, dann investieren sie dann eben in Rüstung und Kriege.

    Focus, 25.05.2022
    Siemtje Möller
    Brisante Panzer-Aussage von Lambrechts Staatssekretärin sorgt für Wirbel
    Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium spricht in einem Interview von einer Entscheidung der Nato, keine Schützen- oder Kampfpanzer in die Ukraine zu liefern.

    spdfraktion.de
    Warum braucht die Bundeswehr 100 Mrd?
    Siemtje Möller über den Preis von Panzern, die Verteidigung unserer Werte, und Frauen bei den Streitkräften

    Da war Siemtje doch von Friedrichs Mitgefühl mit der Ukraine tief beeindruckt.
    Denn der Friedrich hatte es schon bemerkt, dass Olafs Pseudo-Panzerlieferungen nicht im Einklang mit BlackRocks "Umsätzen" sein könnten.

    RND, 26.05.2022
    Was ist los in Berlin?
    Waffenlieferungen an die Ukraine – wollten wir nicht Panzer liefern?
    u.a. steht dort:
    Merz baut sich hinter dem Rednerpult auf: „Was treiben Sie für ein Spiel?“, fährt er den Kanzler an. „Es wird faktisch nichts geliefert.“

    Dann ist doch auch der Talk von Anne Will eine reine Verwirr-Sendung:

    FR, 14.03.2022
    Ukraine-Krieg erst der Anfang? Habeck sieht nicht, „dass es danach aufhört“

    Schwesigs Schummel-Stiftung:

    tichyseinblick.de, 02. Mai 2022
    Schwesigs Klimastiftung diente als Schattenfinanzierer von Gazprom

    t-online, 07.05.2022
    Nächster Skandal?
    Schwesig-Stiftung wurde wohl aus dem Kreml geführt

    Ist "Vlad" (der Pfähler) aber überhaupt noch am Ruder?

    nau.ch, 23. Mai 2022
    Ukraine Krieg: Kontrolliert Putins-Nachfolger schon jetzt den Kreml?

    der liebe POTUS ist am Rande einer Demenz:

    rnd.de, 15.10.2021
    Gesetz verhindert vorerst US-Zahlungs­unfähigkeit

    exxpress.at, 17 März 2022
    US-Präsident Biden schickt Ukraine 20 Millionen Schuss Munition!

    dw.com, 29.03.2022
    Biden will im neuen Haushalt Rekordausgaben für Verteidigung

    Zum Zweiten Weltkrieg:

    wintersonnenwende.com, Nov.-Dez. 2000
    Stalins geheime Kriegspläne
    Warum Hitler in die Sowjetunion einmarschierte

    handelsblatt.com, 01.01.2006
    GROSSBRITANNIEN
    Dokumente enthüllen geheime Churchill-Pläne

    Welt, 13.03.2008
    Churchill soll Hitler zum Krieg angestachelt haben

    SZ, 17. Mai 2010
    "Churchill, Hitler und der unnötige Krieg"
    Hitler? Harmlos!

    heise.de, 22. November 2015
    Die magische Kugel des Allen Dulles
    Markus Kompa

    Video:
    "Silberjunge" Thorsten Schulte
    Wahrheit & Täuschung: Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof (Bundeswehr) & Bernd Schwipper (NVA)

    michael-mannheimer.de, 26. Januar 2019
    Der zweite Weltkrieg: Nicht Hitlers, sondern Churchills Krieg (Teil 1/2)

    schwarzwaelder-bote.de, 27.08.2019
    Zollernalbkreis
    Grandt will Hitler-Geschichte neu schreiben

    .guidograndt.de, MRZ 21, 2022
    ZEITGESCHICHTE: Setzte die Rote Armee in STALINGRAD »Biowaffen« gegen deutsche Truppen ein?

    es ist schon lange bekannt, wer sehr wahrscheinlich der zweite JFK-Mörder war.

    Habe auf der Webseite von Mathias Bröckers einen Zusatzkommentar geschrieben.

    broeckers.com, 30/10/2021
    JFK – Die Vertuschung geht weiter

    “The Trash Bag Killer” Pt. 2 – Patrick Wayne Kearney
    Crime, author Amanda Howard, appeared on the australian morning show studio ten claim but she had received a handwritten letter from Patrick Kearny in the letter. Kearny claim I've been friends with Lee Harvey Oswald.
    https://www.podgist.com/serial-killers/the-trash-bag-killer-pt-2-patrick-wayne-kearney/index.html

    June 17, 2019
    How did Oswald get to Mexico City?
    https://educationforum.ipbhost.com/topic/25841-how-did-oswald-get-to-mexico-city/

    February 22, 2021
    Lee Harvey Oswald ordered to kill JFK by Soviets, ex-CIA chief claims
    https://nypost.com/2021/02/22/soviets-ordered-lee-harvey-oswald-to-kill-jfk-ex-cia-chief/

    28.10.2017
    Das Rätsel des schwarzen Mannes
    https://blog.tagesanzeiger.ch/historyreloaded/index.php/1804/das-raetsel-des-schwarzen-mannes/

    Oct 26, 2017
    Col. Valery Vladimirovich Kostikov, KGB (aka “Comrade Kostin”)
    https://medium.com/@bdlitman/col-valery-vladimirovich-kostikov-kgb-aka-comrade-kostin-33f7d730adb1

    • hog1951 sagt:

      Schon wieder ein Sammelsurium von #Ralle002, der sich am 22.5. (12:21) nicht zu schade war, Putins Tod zu fordern:

      „Da Rainer Rupp jedermanns eigene Meinung fordert, schreibe auch ich meine eigene.
      Ich meine es, dass Herr Putin eben gerade nicht ein hinreichend demokratisch legitimierter Repräsentant Russlands ist. Er ist vielmehr ein rücksichtsloser Geheimdienst-Ganove.
      Gegen eine Bombe der NATO auf sein Privathaus hätte ich nichts.“

  5. Zara Trusta sagt:

    Also
    Eigentlich sollte man es grundsätzlich vermeiden, sich auf so mit stereotypen Klischees behafteter Art mit der knallharten Realität auseinander zu setzen..
    Genau das führt doch eben zur Verblödung und völlig unangemessenen Verhalten.
    Wo ist da die Ebene der Begegnung.. Emotional ist das
    https://www.youtube.com/watch?v=1q-Ga3myTP4&ab_channel=ReinhardMey

  6. Momino sagt:

    Ein ansprechender, emotionaler Artikel, vielen Dank.
    Aus der Sicht des Normalbürgers würde ich gar nicht so sehr weit ausholen. Ich denke, es ist vieles darin begründet, dass der Russe anders ist und seine Mentalität dem Westen fremd. Wann hat der sich denn auch mal die Mühe gemacht, ihn zu begreifen? Und genau das kommt hochmütig an.

    Es fällt selbst mir schwer, dieses „Andere“ in Worte zu kleiden und das, obwohl ich zum einen im Osten lebe und hier aufgewachsen bin, also viel Kontakt mit ihnen hatte. Sie waren durchweg freundlich und äußerst hilfsbereit.
    Zum anderen hatten auch noch meine Vorfahren bis Herbst 1940 in der Ukraine sowie dem heutigen Moldawien gelebt, davon viel erzählt und "ein bisschen russisch geheiratet“ wurde in meiner Familie auch. ;) Da ist also einiges in mir selber drin bzw. durch die Erziehung geprägt.

    Sie sind freundlich, offen und mit großer Heimatverbundenheit. Eine tiefgehende, melancholische Liebe. Viel Traurigkeit. Sie haben in ihrer Geschichte ja auch häufig für das Land gelitten.
    Der Russe ist stark und enorm leidensfähig. Wo "der Westen" in die Knie gehen würde, steht er also erst richtig auf. Aber dann ist er hart.
    Stolz, sehr stolz, auf sich, sein Land… selbstbewusst, Eigenwert, gerade, ehrlich. Mit ihm kann man verhandeln, er hält, was er zusagt, erwartet das aber auch vom anderen!
    Insofern wiegt das, was seitens des Westens nun all die Jahre passierte, doppelt schwer. So behandeln lässt er sich nicht!

    Wie ich selbst erlebt habe, ist diese Mentalität nicht das, was „dem Westen“ nahesteht, höflich formuliert. Der Russe hat, was er nicht hat und da meine ich keine Rohstoffe. ;)
    Und was ich auch oft erlebt habe: Er wird genau deswegen öfter unterschätzt. Nur…. dafür kann er nichts.

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      es gibt doch den Spruch:
      "Behandle andere so, wie du selber behandelt werden willst."
      Demnach ist es egal, ob jemand einem ähnlich ist oder ob er anders ist. Entscheidend ist, wie ich behandelt werden will, das ist dann auch der Maßstab dafür, wie ich mit anderen umgehe.
      Verwunderlich scheint nur, dass (gemäß dem Spruch) die Mehrheit der Deutschen verachtet werden will.^^

    • Momino sagt:

      #Andreas I.
      Stimmt völlig.
      Mein Kommentar sollte nicht als Entschuldigung für das Verhalten dieser besagten Masse der Deutschen dienen, im Gegenteil. Wer angenehme Menschen mit -pauschal gesagt- hohen Werten und gutem Charakter ablehnt, bei dem stimmt es selbst damit nicht.

  7. Warum vielleicht 50% der Deutschen die Ukraine-Politik der Mainstreamparteien und Mainstreammedien akzeptieren:

    1. Diese Deutschen glauben den Märchen der Mainstreammedien und Mainstreampolitiker, wonach wir uns angeblich noch nicht am Ukraine-Krieg beteiligen, obwohl wir dem Selenskyj-Regime Waffen und militärische Informationen über Ziele etc. liefern.

    2. Diese Deutschen glauben den Märchen der Mainstreammedien und Mainstreampolitiker, wonach der Krieg mit Krieg angeblich mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine begann, obwohl schon vorher jahrelang ein Krieg zwischen dem von der NATO unterstützten Selenskyj-Regime und den prorussischen Separatisten tobte (so hat das Selenskyj-Regime allein in den 2 Monaten vor dem russischen Einmarsch die Ostukraine mit 6000 Bomben bombardiert).

    3. Diese Deutschen wissen nicht, wie hart uns allein schon ein voll ausgewachsener Wirtschaftskrieg mit Russland treffen würde, wenn Russland uns den Gashahn abdreht. Möglicherweise rutschen wir dann auf das Niveau eines Zweiteweltlandes ab.

    Wenn diese Deutschen es wüssten, dann würden sie andere Medien konsumieren und bei den nächsten Wahlen andere Politiker, die sich für einen sofortigen Frieden mit Russland einsetzen, wählen.

    • Likbas sagt:

      Sie wissen es schon, aber sie ignorieren es bzw es wird ihnen gesagt, es sei russische Propaganda. Dabei ist es nur, sich mit der Realität auseinanderzusetzen und das können und wollen die meisten Deutschen nicht, weil das bedeuten würde, sich selbst in seinem Denken zu hinterfragen und da ist dann der Stolz, das Ehrgefühl, die Arroganz befeuert durch eine typisch deutsche Bequemlichkeit im Werg, die dem gemeinen Deutschern sagt "nein nein tu das nicht! Das bereitet dir Unlustgefühle! Verdräng es! Verdräng es!". Bis der Deutsche dann ohne Strom und ohne Gas im Winter in seiner Zweizimmerwohnung sitzt und sich fragt "Moment! Habe ich was falsch gemacht?" Meiner Meinung eine tragische Ironie der Feigheit und Naivität.

  8. Andreas I. sagt:

    Hallo,
    "2. Den Deutschen ist heute klar, dass sie im Zweiten Weltkrieg das personifizierte Böse dargestellt haben."

    Es ist ihnen aber unbekannt, wie die eigenen Großeltern (oder inzwischen auch Urgroßeltern) das "personifizierte Böse" sein konnten.
    Der Gedanke ist mehr als nur unangenehm, denn man stammt von seinen Eltern ab und wurde von diesen erzogen und die stammen von ihren Eltern ab und wurden von diesen erzogen.
    Also am Ende muss man das "personifizierte Böse" _in sich selbst_ suchen und aufarbeiten.
    Dazu ist die Mehrheit der Deutschen offensichtlich nicht willens und so kommt, was kommt. Wenn die psychische Krankheit nicht therapiert wurde, dann bleibt sie die selbe und äußert sich in gleichen Symptomen. Ob Medikamentenversuche an Menschen, ob größtmögliche Bespitzelung und Denunziantentum oder eben ob Krieg … gleiche Krankheit, gleiche Symptome.

  9. Osch99 sagt:

    Ein paar Gedanken zum Artikel: Vorausgeschickt sei, dass ich die skrupel- und geistlose Hetze der US-Neo-Cons gegen Russland seit Jahren fassungslos verfolge und mir die Vorgeschichte des Ukraine-Konflikts in vielen Einzelheiten sehr bewusst ist. Ein Name in diesem Zusammenhang sagt m. E. alles: Nuland und ihre Kekse.
    Zugegeben: Als geborener Westberliner waren die Russen immer unser Feindbild und die Amerikaner gefühlt unsere Freunde und Beschützer in der direkten örtlichen Nachbarschaft meines Elternhauses. In den Familien meiner Verwandten und Freunde sind die Gräultaten der Roten Armee beim Einmarsch 1945 bei Familien- Zusammentreffen bis heute oft ein Thema. Man kann davon ausgehen, dass diese Geschichten in vielen Köpfen noch immer das Image der Russen prägt.
    Mein persönliches Umdenken kam erst später bei Reisen nach St. Petersburg und Moskau, denn ich stellte dort erstaunt fest, das uns die Russen trotz der vielen Millionen Opfer sehr aufgeschlossen, ja geradezu freundlich gesonnen sind. In anderen Regionen – z.B. Nahost – würden die 26 Millionen Toten vermutlich eine 1.000-jährigen Todfeindschaft zur Folge gehabt haben. Auch Geschäftlich habe die Russen als überaus faire und zuverlässige Partner in sehr großen Projekten kennengelernt.
    Hinter der unfassbaren Kriegshetze deutscher Politiker, Massenmedien und vieler Bürger stehen vermutlich einerseits die oben beschriebenen Rachegelüste aber auch anderseits der massive politische Druck der Neo-Con Amerikaner. (mich wundert immer wieder, das diese Leute grade unter den hierzulande so geliebten Demokraten freie Hand haben. Unter Trump waren alle sofort weg.)
    Außerdem ist die PR in Deutschland ist offensichtlich langfristig und gut vorbereitet: der Springerverlag wurde Anfang 2020 von US-Investoren mehrheitlich übernommen. Man liest dort überhaupt keine differenzierte Berichterstattung mehr, alle noch so offensichtlichen Lügen werden ungefiltert durchgestellt. Auch andere Medien sind seit Jahren fest in Transatlantische Vereinigungen eingebunden. Politiker wie Merz, Fischer, Röttgen, Baerbock, Guttenberg und v.a. wurden systematisch "umarmt" und mit Geld und Ehrungen ausgestattet.
    Eventuell ist der Wunschtraum mancher angloamerikanischen Geostrategen sogar noch einmal den "unverdienten Nachkriegsgewinnler" Deutschland und die Russen in totaler Vernichtung aufeinander zu hetzen. Weswegen die pausenlosen schrillen Forderungen nach Lieferung schwerer Waffen zum Töten russischer Soldaten! Dass die Amerikaner jedenfalls keine Freunde sind, sondern auf unserem Territorium lediglich ihre geostrategische Interessen verfolgen, wird wohl spätestens dann klar, wenn man die Erfahrungen von Willi Wimmer zur atomaren US-Kriegsstrategie in Europa mit großen Augen zur Kenntnis nimmt. Deswegen: Scholz macht die Sache m.E. nicht schlecht in seiner Position "between a rock and a hard place" und seiner schmallippigen Kommunikation.
    Unendlicher Dank an Apolut und Ken!

    • Nun, die Geschichte wird bekanntlich von den Siegern geschrieben. Langsam aber scheint sich der Nebel zu lichten. Es ist inzwischen bekannt, dass die USA die Nazis vor 1933 unterstützt haben. (Mein Kampf war das Bewerbungsschreiben, wie heute die Ideologie des Rechten Sektors in der Ukraine.) Wir wissen, dass sie dafür gesorgt hatten, dass Deutschland die finanziellen Mittel für die Aufrüstung durch Stundung von Reparationen bekamen. Und gleichzeitig haben sie Stalin geholfen, eine Stahl- und Fahrzeugindustrie aufzubauen. Und während des Krieges haben sie alles dafür getan, dass er solange wie möglich währen konnte. Wenn man George Friedman ernst nimmt (https://www.youtube.com/watch?v=vln_ApfoFgw ab 8:30), dann sind WKI, WKII und der Kalte Krieg von den Angelsachsen inszeniert worden, um ein Zusammengehen zwischen Deutschland und Russland zu verhindern.

      Aber solange wir nicht verstehen wollen, dass es im Ukraine-Krieg nicht nur um Russland sondern auch um Westeuropa und damit wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung um Deutschland geht, werden wir zu einem falschen Verständnis der Gefahren dieses Krieges kommen. Denn nichts wäre mehr im Interesse der USA, als neben Russland auch Deutschland und Europa in Trümmern zu sehen. (Dazu: https://www.unz.com/mwhitney/the-crisis-in-ukraine-is-not-about-ukraine-its-about-germany/)

    • Osch99 sagt:

      Ausserdem ist zu vermuten: Der Ukraine-Krieg kommt den Grünen sehr gelegen, um ihren Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, ohne das sie den schwarzen Peter für die wirtschaftlichen und sozialen Folgen tragen müssen. Kohle und Erdgas waren ihnen schon immer ein Dorn im Auge. Das Fracking-Gas aus den USA wird so teuer, dass die Leute von selbst nach Alternativen suchen. Und dass der Sprit so teuer ist, dass wird die Klimakatastrophenhysteriker nur freuen, denn 5 Euro für den Liter wurden ja immer wieder gefordert. Ohne den Ukrainekrieg wären die drastische Verteuerung und Verknappung von fossilen Brennstoffen von Bürger als Folge politischen Handelns der Grünen wahrgenommen worden und hätte Widerstand gegen die Grünen zur Folge gehabt. So hat man mit den Russen einen praktischen Sündenbock gefunden, der die Durchsetzung der Ziele der Grünen sehr erleichtert. Und das Ganze darf dann auch nicht zu schnell beendet werden, sonst gehen die Leute wieder zum fossilen .business as usual zurück. Ohne Rücksicht auf Verluste alles für den den Klimaschutz!

  10. hog1951 sagt:

    In diesem Zusammenhang kommt mir die Erinnerung ins Gedächtnis, der Rede von R. v. Weizsäcker zum 40. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Es war fuer mich/uns damals soetwas wie eine Zeitenwende. Ein ranghoher deutscher Politiker und zudem noch von der CDU erklärte das faschistische Deutschland als befreit und nicht wie in den Schulbuechern zu lesen stand, dass es kapituliert hätte.

  11. sandra beimer sagt:

    Wir sehen ja gerade an der Ukraine, was das Rezept der US/GB Entente ist europäische Länder in Russland reinzurammen:

    1 – gewaltige Mengen an Propaganda und Desinformation
    2 – Aufbau von Nazi-Organisationen
    3 – Finanzierung, Ausbildung, Ausrüstung, Führung der zum Kampf bestimmten Teile der Bevölkerung

    • sandra beimer sagt:

      Oh, und jetzt schnell zurück zur staatlich verordneten Programmierung. Die nächste Pandemie wird gerade Vorbereitet um uns von den Kriegsfolgen abzulenken – nein nicht der Ukraine-Krieg, der echte, der gegen /Russland/China!

  12. Rob Kenius sagt:

    Ein sehr emotionaler Artikel, der fast genau zutrifft.

    Es ist in erster Linie nicht Rache, sondern Verdrängung. Die jungen Deutschen wollen die Tatsache verdrängen, dass wir 27 Millionen Sowjetbürger auf dem Gewissen haben. Sie wollen auch verdrängen, dass niemand sich über W. Bush aufgeregt hat.

    Der "Eierkuchen" ist das Geld, für das man alles kaufen kann, den Wohlstand, den Überfluss, die Waffen, aber keine Freiheit und keine Demokratie.

    "Die Deutschen" wollen nicht nur Russland schädigen sie wollen noch mehr den Amerikanern gefallen. Und die USA kämpfen für Eierkuchen und Geld, überall auf der Welt.

    Der Zusammenhang zwischen Geld und Krieg ist fast hundertprozentig, aber sehr gut versteckt und schwer zu durchschauen, weil man das Finanzsystem verstehen muss. Nicht zufällig ist der US-Militäretat seit Jahren fast genau gleich dem Staatsdefizit, das von der FED gedeckt wird.

    Ich habe das hier genau erklärt: https://kritlit.de/ton/anleitauf.htm#zzwmb
    Der Artikel ist auch auf krass & konkret erschienen:
    https://krass-und-konkret.de/politik-wirtschaft/verteidigung-der-westlichen-werte-dollar-euro-schweizer-franken-und-britisches-pfund/

    Leider hat apolut diesen Teil der Aufklärung über die Kriegsmaschine USA nicht gebracht. Schade.

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