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Die großen Lügen (Teil 5) – Corona IV: Widersprüche | Von Uwe Froschauer

Die großen Lügen (Teil 5) – Corona IV: Widersprüche | Von Uwe Froschauer

Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.

In diesem Beitrag möchte ich einige Aussagen und Verhaltensweisen aus der Coronazeit von Personen und Institutionen des öffentlichen Lebens beleuchten – vor allem von Politikern. Ganz oben im Olymp der Widersprüchlichkeiten standen in Deutschland dabei Karl Lauterbach, Christian Drosten, Lothar Wieler, Jens Spahn und Markus Söder. Ihnen soll deshalb auch die zweifelhafte Ehre zuteilwerden, als Erste zitiert zu werden.

Alle Widersprüche – insbesondere die der Politik – seit Beginn der „Plandemie“ aufzulisten, wäre allerdings eine Mission Impossible und würde wohl ein Buch mit vierstelliger Seitenzahl füllen. Zudem heiße ich nicht Ethan Hawke, dem es unter Umständen noch gelingen könnte, einen derart aussichtslosen Auftrag zu erfüllen. Deshalb beschränke ich mich im Folgenden auf einige besonders markante Beispiele.

Christian Drosten zur Zweckmäßigkeit von Masken Anfang 2020, noch vor dem Lockdown:

„… damit (die Maske) hält man das (den Virus) nicht auf. Wir können nochmal separat drüber reden – aber die technischen Daten dazu sind nicht gut für das Aufhalten mit der Maske.“

In späteren Interviews und Stellungnahmen betonte Drosten dann selbstverständlich die große Bedeutung der Maske – ganz im Sinne des jeweils aktuellen Regierungsnarrativs. Vielleicht hat ihm ja die damalige oberste Dienstherrin, Angela Merkel, dezent ins Ohr geflüstert, dass man so etwas besser nicht mehr sagt. Nicht, dass am Ende noch das seinerzeit in Aussicht gestellte und später verliehene Bundesverdienstkreuz 1. Klasse in Gefahr gerät!

Wäre es da nicht angebracht, diese aus heutiger Sicht unverdiente Auszeichnung in aller Demut zurückzugeben, Herr Drosten? Oder ist Ihnen der Begriff Demut fremd?

Lockdown 22. März 2020 

Am 14. März twitterte das Gesundheitsministerium:

*„! Achtung FAKE-NEWS

Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit / die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT!“*

Am 16. März 2020 beschloss die Bundesregierung dann doch einen harten Lockdown, der ab dem 22. März in Kraft trat. Nun gut – zwischen Fake-Warnung und Realität lagen immerhin zwei Tage. In dieser Zeit können sich politische Überzeugungen natürlich schon einmal grundlegend ändern.

Solche Episoden erinnern unweigerlich an Walter Ulbrichts berühmte Versicherung, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten – kurz bevor sie errichtet wurde. Vermutlich hielt er bei dieser Aussage bereits die Maurerkelle in der Hand. 

Lauterbach zur Effektivität des Lockdowns

Karl Lauterbach bei Markus Lanz im Mai 2020:

„Die Zahlen sind runtergegangen, weil der Lockdown kam.“

Dem widersprachen jedoch:

  • Forscher der ETH Zürich: Ausgangssperren zählen zu den am wenigsten effektiven Maßnahmen.
  • die Zahlen des RKI: Die Infektionszahlen sanken bereits vor dem Lockdown.

„Klare“ und „ermutigende“ Aussagen von Lothar Wieler (Ende 2020)

Oktober 2020:

„Wir gehen alle davon aus, dass im nächsten Jahr Impfstoffe zugelassen werden, wir wissen aber nicht genau, wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken … aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt.“

Optimismus war hier eigentlich gar nicht nötig – schließlich wusste man in Entscheiderkreisen schon lange, dass Impfstoffe kommen würden und diese schon in den Startlöchern standen. Die Bereicherung der Impfstoffhersteller und die umfassende Kontrolle der Bevölkerung schienen ohnehin zu den Hauptzielen der Coronaplandemie zu gehören. Gesundheit und Schutz der Bevölkerung – wen interessiert das schon!

Dezember 2020:

„Ich denke, dass wir mit der Einführung von Impfstoffen ein entscheidendes Werkzeug bekommen, mit dem wir die Krankheit beherrschen und die Krankheitslast so reduzieren können, dass wir wieder zu einem Leben kommen, wie es vor Corona war. Ich hoffe allerdings auch, dass wir eine Reihe von Dingen gelernt haben, die vielleicht sowohl für die Umwelt als auch für andere ökologische Aspekte weiter so gehalten werden, unabhängig davon, ob es dieses Virus gibt oder nicht. Denn wir haben ja, glaube ich, auch viel gelernt, wie wir unsere Gesellschaft auch besser in die Zukunft führen können in der Zeit.“

Das hat doch schon etwas Totalitäres, finden Sie nicht? Nun, mit dieser Aussage bestätigte Lothar Wieler indirekt, dass die Corona-Plandemie auch ein groß angelegtes Sozialexperiment war, an der Milliarden Menschen teilnahmen.

Lothar Wieler Ende 2021

„Wir dürfen denen, die sich nicht impfen lassen, wirklich nicht die Chance geben, die Impfung zu umgehen, zum Beispiel, indem sie sich freitesten lassen.“

Das erinnert unangenehm an die dunkle Vergangenheit des RKI in der NS-Zeit. Genau deshalb wurde seinerzeit das Projekt „Das Robert Koch-Institut im Nationalsozialismus“ ins Leben gerufen. Dazu erklärte der damalige RKI-Präsident Jörg Hacker:

„Für das Übertreten humanistischer Grundsätze, für die Verletzung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit gibt es zu keiner Zeit der Welt eine Rechtfertigung, auch wenn die Mehrheit ein solches Verhalten toleriert oder gar fordert.“

Und, Herr Wieler? War diese Zeit plötzlich wiedergekommen? Okay, das Statement von Jörg Hacker ist bereits wieder einige Jahre alt, und die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands und des RKI 80 Jahre her. Was interessiert Sie auch das Geschwätz eines RKI-Präsidenten von gestern, noch dazu, wenn es um Humanität geht, oder? War diese Zeit „für das Übertreten humanistischer Grundsätze, für die Verletzung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit“ doch wiedergekommen? Stellte sich das RKI wieder in die Dienste einer totalitären Regierung? Tolerierte und forderte nicht auch wieder die blinde, uniformierte Masse ein solches Verhalten? Alle Zeichen sprachen dafür! Ich frage mich ohnedies, ob die Menschheit neben ihren technischen Entwicklungen etwas dazugelernt hat, seitdem sie mit Bananen von den Bäumen gelockt wurde. In ethischer Hinsicht ist in meinen Augen eine Rückentwicklung zu beobachten. 

Der Schlusssatz der Studie lautet:

„Die wichtigste Lehre aus dieser Zeit: jeder Einzelne, innerhalb wie außerhalb des Instituts, kann und muss Rückgrat beweisen. Diskriminierung und emotionale Verrohung, Schutz von Tätern oder eine Unterscheidung in wertvolle und weniger wertvolle Menschen dürfen wir nie hinnehmen.“

Wurde in der Coronazeit nicht auch wieder unterschieden in „wertvolle und weniger wertvolle Menschen“, in Geimpfte und Ungeimpfte?

Wo war Ihr Rückgrat, Herr Wieler?

Warum werden Täter wieder geschützt? Warum stellt man die Entscheider nicht vor Gericht, anstatt sie in einer zahnlosen Enquete-Kommission lediglich mit unangenehmen Fragen zu malträtieren?

Können Sie überhaupt noch ruhig schlafen, Herr Wieler? Wenn ja, sollte Ihnen das für Ihr Seelenheil zu denken geben.

Karl Lauterbach, Mai 2021 

Panik-Karle tingelte – nein, er wurde natürlich eingeladen – von Talk Show zu Talk Show, und von Interview zu Interview. An widersprüchlichen Aussagen mangelte es ihm nicht. Er malte ja gerne den Teufel an die Wand, meinte aber zwischendrin auch mal wieder, dass das Schlimmste überstanden sei, um kurz darauf vor einer Welle verheerenden Ausmaßes zu warnen. 

Mitte Mai 2021 ließ der damalige Gesundheitsexperte der SPD und nicht müde werdende Corona-Mahner Karl Lauterbach, gegenüber der Augsburger Allgemeinen verlauten: 

„Ich glaube, die große Zeit der Pandemie ist vorbei.“  

Kurz darauf meinte er bei Frank Plasberg, der ihn in seiner Talk Show „Hart aber fair“ auf seine Aussage ansprach, dass sich das Zitat, die große Zeit der Pandemie sei vorbei, auf Deutschland bezogen habe – wenn überhaupt, denn: 

„Wenn man die Welt betrachtet, sind wir gerade mittendrin.“

Ach was? In der Coronazeit war nichts so spannend wie politische Widersprüche. Die Realität übertraf jede Satire. Ähnliches können wir jetzt auch im Ukrainekonflikt beobachten, wo ebenfalls gelogen wird, dass sich die Balken biegen.

Ein wichtiger Merksatz für die Zukunft: Widerspreche nie einem Politiker – warte einfach ab, bis er sich selbst widerspricht.

Karl Lauterbach zum Boostern am 31.10 2021

„Eine Boosterimpfung für alle wäre jetzt auf keinen Fall sinnvoll. Wir haben zum einen keinen medizinischen Grund den Booster für alle jetzt anzubieten, weil die Impfung für die unter 65-, 70-jährigen noch wirksam ist, sehr gut wirksam ist…“

Danach in einer illustren Runde bei Markus Lanz:

„Aber es ist klar seit ein paar Monaten, dass wir halt jeden Erwachsenen boostern müssen…“

Zwischenfrage von Lanz;

„Seit ein paar Monaten?“ 

Lauterbach: 

„Seit ein paar Monaten, ist das klar…und das haben also auch Spezialisten relativ früh gesagt…“

Was will man dazu noch sagen? Anscheinend zählte sich Klabauterbach nicht zu den Spezialisten. Zumindest ist er in diesem Punkt ehrlich. Als ein Interviewer ihn mit Worten konfrontierte, dass es um die Gesundheit gehe, und darum, die Wahrheit zu sagen, erwiderte er: 

„Die Wahrheit also… die Wahrheit führt in sehr vielen Fällen zum politischen Tod…ich bitte Sie!"

Nun gut, das hat uns ja der Gesundheitsminister unter der Willkommens- und „Wir schaffen das“-Merkel, Jens Spahn, auch schon so ähnlich verklickert „…in der Politik geht es nicht um Wahrheiten…“. Wie wahr! Zu lügen scheint generell das weitverbreitete Credo der Politiker zu sein, das zum weitgereiften Imperium der Lügen geführt hat, das unsere Zivilisation dominiert. Gut lügen zu können scheint in Politikerkreisen als Tugend gehandelt zu werden. Alles andere wäre ja der „politische Tod“, nicht wahr, Herr Lauterbach? 

Karl Lauterbach in einer Sondersitzung Januar 2022 

„…Omikron wird die Pandemie auch deshalb nicht beenden, wenn es jetzt tatsächlich so wäre, was wir verhindern werden…“

Noch Fragen, werte Leserinnen und Leser?

Karl Lauterbach am 19.01.2022:

Nachfolgend ein besonders schönes Oxymoron von Freiheit und Pflicht vom ehemaligen Gesundheitsminister: 

„Ich glaube also, dass Ärzte jeden impfen sollten, denjenigen, der geimpft werden will, weil er der Impflicht nachkommt oder denjenigen, der sich impfen lässt ganz freiwillig. Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impflicht führt ja dazu, dass man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.“

Solche Aussagen ließen doch zumindest auf temporäre Verwirrungen des emeritierten Gesundheitsministers schließen. Der Virologe Klaus Stöhr meinte Januar 2022, Herr Lauterbach „irrlichtert“, und Frau Sahra Wagenknecht äußerte, Lauterbach mache einen schlechten Job – Aussagen, die absolut mein Gehör fanden. Die Ampelregierung hatte mit der Ernennung Lauterbachs zum Bundesgesundheitsminister den Bock zum Gärtner gemacht, der aber immerhin eine gewisse Kontinuität aufwies: pessimistische Einschätzungen, egal was seriöse Wissenschaftler sagten. Es wurde nach der Darstellung Lauterbachs immer schlimmer und schlimmer…ich konnte es seinerzeit kaum mehr ertragen, dieses unbegründete Weltuntergangsgefasel! Lauterbach hatte in seiner – bis dahin – kurzen Amtszeit als Gesundheitsminister schon mehr Menschen vor den Kopf gestoßen als die meisten seiner Vorgänger in ihrer gesamten Laufbahn.

Karl Lauterbach am 21.01.2022

Er wurde von Markus Lanz darauf hingewiesen, dass Großbritannien seine Coronamaßnahmen zurückgenommen habe, und gefragt, warum Deutschland das nicht tue. Begründung von Lauterbach war, dass Großbritannien eine höhere Impfquote hätte als Deutschland.

Nun, Herr Lauterbach schien die eignen Zahlen nicht zu kennen:

Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt eine Impfquote von 73 Prozent, davon 48,9 Prozent geboostert, und UK eine Impfquote von 71,4 Prozent, davon 54,5 Prozent geboostert.

Hier noch ein paar „logische“ Aussagen von Herrn Lauterbach mit hohem Unterhaltungswert, die sicherlich auch zu seinem Status „Beliebtester deutscher Politiker“ beigetragen hatten:

„…Studie zeigt auch, wie wichtig es ist, Querdenker zu bekämpfen. Weil: je höher der Anteil Ungeimpfter ist, umso stärker müssen sich alle anderen einschränken, um große zusätzliche Wellen zu verhindern. Die meisten Geimpften werden zwar nicht schwer krank, aber viele doch.“ 
„Man soll ja nicht sagen: Wir schaffen das. Aber wenn ich ehrlich sein soll, ich glaube nicht nur, sondern ich weiß, dass wir das schaffen werden.“
„Zunächst ist es so. Wir haben mehr Tests, aber wir haben auch mehr positive Fälle pro Test. Das heißt, die Anzahl der positiven Tests pro durchgeführten Test steigt, und die Zahl der Tests, die wir derzeit machen, steigt nicht weiter.“

Die Aussagen von Herrn Lauterbach in der Coronazeit kann man mit einem Wort umschreiben: Wirrwarr!

Michael Kretschmer, sächsischer Ministerpräsident zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, November 2019:

„Ein Land, das seine Menschen einsperrt (...), ein Land, das verhindert, dass Menschen ihren Weg gehen (...), das meine Damen und Herren ist nichts anderes als ein Unrechtsstaat."

Ist das nicht herrlich, solche Worte aus dem Mund eines Hardliners in Sachen Coronamaßnahmen? Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen, aber ich kann solche Menschen nicht mehr ernst nehmen.

Große Worte eines „kleinen“ Politikers, wie sich im Nachhinein herausgestellt hatte. 

Ja, Herr Kretschmer, zum Glück sind solch totalitäre Zeiten längst überwunden, mal abgesehen davon, dass Menschen im Hausarrest verharren mussten, am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen durften, von der Nutzung von Verkehrsmitteln ausgeschlossen wurden, auch schon mal mit 15-Kilometer-Beschränkungen an ihren Wohnort gefesselt wurden, und Bürger öffentlich zur Denunziation aufgerufen wurden. Okay, und wenn man sich an die Auflagen des autoritären Regimes nicht hielt, setzte es Repressalien, die sich gewaschen hatten. Aber sonst erinnert eigentlich wenig an die autoritäre DDR-Zeit oder an noch frühere deutsche Zeiten.

Bundesministerium für Gesundheit, 7. Januar 2021: 

„Eine Impfpflicht wird es nicht geben. Nachrichten und Beiträge, die etwas anderes behaupten, sind falsch.” 

Und kurz danach wurde auf allen politischen Ebenen in den meisten Parteien über eine allgemeine Impfpflicht nachgedacht. So wie es aussah, war die Impfpflicht eine beschlossene Sache. Auch auf das Bundesverfassungsgericht konnte man in der Coronazeit kaum hoffen. Die verfassungswidrige einrichtungsbezogene Impfpflicht in Deutschland wurde eingeführt am 15. März 2022 und galt bis zum 31. Dezember. Sie betraf Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen (z. B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen). Voraussetzung für eine Beschäftigung in diesen Institutionen war der Nachweis einer COVID-19-Impfung, Genesung oder medizinische Kontraindikationen.

Markus Söder zur Häufigkeit des Impfens 2021

Markus Söder meinte in der ersten Hälfte des Jahres 2021, dass mit zwei kleinen Piks alles vorbei wäre, und man seine Grundrechte mit dieser Aktion wieder zurückbekäme. Grundrechte kann man nicht willkürlich nehmen, Herr Söder, und sie Dackel Lumpi wieder zurückgeben, wenn er brav die Pfote hebt bzw. den Arm zum Impfen gibt. Das widerspricht zweifellos dem Begriff „Grund“-rechte, die definitiv und massiv in totalitärer Manier von der Regierung verletzt wurden. Der Souverän in „Unserer Demokratie“ ist die Bürgerschaft, die Regierungsleute sind die Angestellten der Bürger, und nicht umgekehrt!!! Dieser Fakt scheint den machtbesessenen Politikern und vielen Bürgern in Deutschland nicht klar zu sein.

In der zweiten Hälfte 2021 meinte Söder wissend und ganz selbstverständlich: 

„… jeder entscheidet selbst. Und es ist ganz klar, dass es Auffrischungsimpfungen geben wird. Es muss auch jedem klar sein, dass Impfen keine einmalige Angelegenheit ist. Wir werden es die nächsten Jahre immer wieder brauchen.“

Ach, wäre das alles lustig und satire-geeignet, wäre es nicht so würdelos, traurig und die Realität. 

Jens Spahn zum Thema kostenpflichtiges Testen 2021

„Warum sollen andere für jemanden zahlen, der sich hätte impfen lassen können?“ 

Vielleicht wegen dem Solidaritätsprinzip in einer Demokratie – die keine mehr war – auch Minderheiten gegenüber, Herr Spahn? Schon eine fast dümmliche Aussage und ein klassisches Eigentor!

Gegenfrage:

  • Warum sollen dann andere Sozialhilfe für jemanden zahlen, der sich einen Job hätte suchen können?
  • Warum sollen dann andere die Gefängnis- und Resozialisierungskosten für jemanden zahlen, der sich gesetzestreu hätte verhalten können?
  • Warum soll jemand die erheblichen Krankheitskosten für Alkoholiker und Raucher zahlen, die rauchen und trinken hätten aufhören können?
  • Warum soll jemand die Kosten für Impfungen tragen, die keinem etwas bringen, außer den Pharmakonzernen einen Geldsegen, den Geimpften eine Verschlechterung ihrer Gesundheit, und obendrein dem Gesundheitswesen eine Erhöhung der Kosten?

Vielleicht ist es Ihnen ja entfallen Herr Spahn. So etwas nennt man Solidargemeinschaft! Einer für alle und alle für einen, klingelt da was? Eventuell sollten Sie sich einmal das Buch „Die drei Musketiere“ von Alexandre Dumas zu Gemüte führen, oder sich eine der vielen Verfilmungen dieses Klassikers ansehen.

Wandlungsfähiger Jens Spahn zur Impfpflicht 

im Bundestag August 2021:

„Ich gebe Ihnen mein Wort. Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben. Hören Sie endlich auf, anderes zu behaupten!“

Etwas später 2021 bei einer Pressekonferenz: 

„…keine Impfpflicht, aber ein Impfgebot…“

Noch etwas später 2021 bei diversen Anlässen: 

„…deswegen begrüße ich ausdrücklich die Debatte um eine Impfpflicht…“ 

Welchen Politiker interessieren schon Tugenden wie Wahrheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, oder Herr Spahn? Und da wundern sich die Politiker über die Wahlverdrossenheit der Bürger? Es soll immer noch Menschen geben, Herr Spahn, die eine unbequeme Wahrheit einer bequemen Lüge vorziehen.

Dilemma der Regierung, Herbst 2021 

Die Regierung hatte es damals nicht leicht. Sie musste die Ungeimpften überzeugen, dass die Impfung wirkt, damit sie sich impfen ließen. Gleichzeitig musste sie die Geimpften davon überzeugen, dass die Impfung nicht wirkt, damit sie sich eine – eventuell finale – Auffrischungsimpfung verpassen ließen.

Es wurde von vielen Seiten behauptet, die Ungeimpften seien hauptverantwortlich für das Fortschreiten der Pandemie. Die Ungeimpften konnten gar nicht die Pandemietreiber sein, denn bei 2G waren sie nicht dabei, und bei 3G waren sie die Negativgetesteten. Das Problem bei Lügen ist: Je hanebüchener die Lügen sind, desto mehr werden sie geglaubt. Zudem ist es ungleich schwerer, Menschen davon zu überzeugen, dass Lügen Lügen sind. Menschen nehmen Lügen, wenn sie diese ein paar Mal gehört haben ohne das Verlagen eines Beweises an, fordern aber tausend Beweise dafür, dass es sich um Lügen handelt.

Ich denke, ein Teil der Bürger war seinerzeit so abgestumpft, orientierungslos oder „verblödet“ durch die Märchen der eliteinstruierten Politiker und ihre narrativunterstützenden Presstituierten sowie Wissenschaftler, dass dieser Spagat auch gelang. Die Hauptsache für viele Menschen war in der Coronazeit, dass sie sich durch die Impfung wieder freier bewegen konnten, was einer Impferpressung sehr nahekam.

Einem großen Teil der Bürger kann man ohnedies jeden Humbug erzählen, der macht mit – wie die deutsche Geschichte zeigt. Viele Deutsche glauben aktuell, dass Russland beziehungsweise Putin der Berserker im Ukrainekonflikt wäre, und der „Wertewesten“ eine weiße Weste hätte. Den hartnäckigen, standhaften und nicht hypnotisierbaren Teil der Bürger, der in meinen Augen klarer denken kann, konnte die Regierung ohnedies nicht von einer Impfung überzeugen. Sie sehe ich als moderne Helden an, die einem totalitären System widerstanden. 

Wer im Sommer 2020 behauptete, dass die Regierung den Impfpass und die Impflicht wolle, wurde als Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger oder Nazi etikettiert und diffamiert.

Wer im Sommer 2021 bezweifelte, dass es einen digitalen Impfpass und eine (zumindest partielle) Impfpflicht für die Rückkehr zur Normalität geben müsse, wurde als Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger oder Nazi etikettiert und diffamiert. 

Die EU wollte – damals und heute – eine dauerhafte Einführung von digitalen Gesundheitszertifikaten. EU-Bürger konnten bis zum 8.April 2022 ihre Meinung dazu abgeben, was sie über die (bereits beschlossene) Sache denken. Das sieht dann wenigstens aus wie Demokratie, nicht wahr? Diese Maßnahme ist jedoch ein Bestandteil eines digitalen Gefängnisses, eine Komponente der Globalisten-Agenda, die von supranationalen, nicht gewählten Institutionen wie WEF, WHO und UNO forciert wird, um den Bürger auf Schritt und Tritt kontrollieren zu können.

Die meisten Medien unterstützen dieses Vorhaben fleißig, da sie anscheinend keine eigene Meinung mehr haben dürfen.

Dass ihr Intendanten, Redakteure und Journalisten vieler Mainstreammedien so etwas mitmacht – schämt ihr euch eigentlich nicht? Echt nicht? Seid ihr wirklich schon so abgebrüht, oder regt sich vielleicht doch noch ein wenig Menschlichkeit und Berufsethos in euren Herzen? Euch wird später in den Geschichtsbüchern Totalversagen vorgeworfen werden, es sei denn, die Geschichte wird – wie so oft – von den Eliten und ihren Marionetten wieder einmal umgeschrieben. 

Pandemie der Ungeimpften

Ein Sprecher der Bundesregierung am 15.11.2021:

„Professor Marx, wissen Sie wie viele der 1662 Patienten (…auf Intensivstationen, Anm. d. Verf.) geimpft bzw. ungeimpft waren?“ 

Professor Marx, Chef des DIVI-Registers: 

„Die Frage kann ich leider nicht beantworten, weil wir bisher noch nicht erfasst haben, welche Patienten auf den Intensivstationen geimpft und ungeimpft sind…“

Sehen Sie sich selbst das – ausnahmsweise nicht gelöschte – Video mit den offiziellen Aussagen dazu an.

In den Wochen davor und danach hatten unzählige Regierungsvertreter und -unterstützer von einer Pandemie der Ungeimpften und dergleichen gesprochen, wie z.B. Herr Seibert (damaliger Regierungssprecher), der im November 2021 meinte:

„Mehr und mehr handelt es sich um eine Pandemie der Ungeimpften.“ 

Jens Spahn äußerte: 

„Wir erleben vor allem gerade eine Pandemie der Ungeimpften, und die ist massiv.“

Spahn verteidigte diese Aussage damit, dass bei Hospitalisierungen ein hoher Anteil Ungeimpfter verzeichnet wurde und das Gesundheitssystem dadurch besonders belastet sei, was nachweislich nicht stimmte. In einer Pressekonferenz betonte er außerdem:

„Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften … Auf den Intensivstationen würden deutlich weniger Covid-19-Patienten liegen, wenn sich alle impfen lassen würden.“

Diese Aussage war ebenfalls ein rechter Schmarrn, wie man in Bayern sagt!

Markus Söder äußerte im November 2021:

„Es ist eine Pandemie der Ungeimpften!“

Etwas gefährlich, bei solchen – nachweislich falschen – Behauptungen den Indikativ zu benutzen, finden Sie nicht, Herr Söder? 

Walisischer Premierminister Mark Drakeford am „offenen“ Mikrofon 

Im Rahmen einer Ansage zu Corona-Regelungen für Dezember und für Weihnachten 2021 wurde der walisische Premierminister Mark Drakeford am offenen Mikrofon „erwischt“ mit folgenden, nicht für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmten Worten: 

„Hoffen wir, dass die Leute nicht schlau genug sind, zu fragen, ob es eine Verordnung oder eine Empfehlung ist!“ 

Eine weitere Person antwortete: 

„Sie fragen bereits…“ 

Mark Drakeford: 

„Oh, Scheiße…“

Ja, das sehe ich auch so. 

2G-Plus-Regelung der Bundesregierung Januar 2022

Ungeimpfte durften nicht mehr ins Restaurant, weil die Tests „unsicher“ waren.

Doppelt-Geimpfte durften ins Restaurant nur mit Test, weil die Tests sicher waren.

Ungeimpfte mit Test durften im Restaurant arbeiten, weil die Tests sicher waren.

Nach Feierabend der in der Gastronomie Angestellten durften Ungeimpfte aber nicht in ihrem Restaurant essen, weil die Tests unsicher waren.

Bei dieser bestechenden Logik ist es verständlich, dass sich manch einer ans Hirn langte, oder ihr damaligen Entscheider? Langt ihr euch auch ans Hirn, oder ist da keines mehr?

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Anmerkungen und Quellen

Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser!

Ende September 2024 erschien mein Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“. Ende März und Anfang April 2025 wurden die beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Zwei weitere Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Karl Lauterbach (ehemaliger Bundesgesundheitsminister)
Bildquelle: Juergen Nowak / shutterstock


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