Die EZB kann die Inflation nicht stoppen | Von Peter Haisenko

Ein Kommentar von Peter Haisenko.

Mit mehr als fünf Prozent ist die Inflation so hoch, wie seit 30 Jahren nicht mehr. Der neue Bundesbankpräsident Joachim Nagel widerspricht der Regierung, die ein baldiges Abflauen der Inflation prognostiziert. Er fordert die EZB zum raschen Handeln auf, aber diese kann die aktuellen Preissteigerungen gar nicht beeinflussen.

Die alten „Regeln“ für Geldmenge im Verhältnis zu Inflation gelten schon lange nicht mehr, erleben aber gerade eine seltsame Renaissance. Fakt ist, dass im weltweiten Geldumlauf mehr als 100 Mal so viel Geld kursiert, als es dem Wert aller Waren und Dienstleistungen entsprechen würde. Das hat sich seit den 1990-er Jahren so aufgebaut. Der Effekt dieser finanzpolitischen Katastrophe hat aber keine nennenswerte Inflation bewirkt für das tägliche Leben. Im Bereich der teuren Güter wie Immobilien und Aktien hingegen ist schon lange eine kräftige Inflation im Gange. Die beruht auf der Null-Zins-Politik der EZB, denn deren billiges Geld wird verwendet zum Kauf von Immobilien und Aktien.

Eigentlich sollte diese Geldpolitik das Inflationsniveau auf etwa zwei Prozent anheben, aber auch das hat nicht funktioniert. Konnte es auch gar nicht, denn Geld ist ja bereits im vielfachen Überfluss im Umlauf und es gab auch an keiner Stelle einen Mangel an Waren, der zu Preisschüben hätte führen können. Einzig bei den Mietpreisen hat es funktioniert, aber gerade das ging am Ziel völlig vorbei. Es war aber absehbar, dass die galoppierenden Immobilienpreise steigende Mieten nach sich ziehen würden, denn die zu überhöhten Preisen gekauften Gebäude sollen gute Renditen abwerfen. Es ist einfach. Um mit einer Immobilie, deren Preis sich verdoppelt hat, prozentual dieselbe Rendite zu erzielen, muss auch die Miete verdoppelt werden. Weil es aber noch sehr viele Alt-Mietverträge gibt, hat sich das nur wenig auf das allgemein festgestellte Inflationsniveau ausgewirkt. Für das betroffene Individuum auf der Suche nach einer neuen Bleibe allerdings schon, und zwar drastisch.

Wegen der irrsinnigen Corona-Politik funktionieren die Lieferketten nicht mehr 

Was also ist geschehen, dass jetzt die Inflation Rekordwerte verzeichnet? Es ist ähnlich wie vor 30 Jahren, also nach der sogenannten Wiedervereinigung. Die Nachfrage übersteigt die verfügbaren Waren. Nicht nur das. Damals brachen auch plötzlich die in der DDR für den Westmarkt produzierten Billigwaren weg und mussten durch Produkte ersetzt werden, die unter „normalen“ Bedingungen hergestellt werden mussten. Nur die schleunigst organisierten Produktionsverlagerungen in die ehemaligen Ostblockstaaten konnten das kompensieren, indem sie die schlechte Währungsparität und die somit billigen Arbeitskräfte benutzten. Das hat bis vor zwei Jahren funktioniert, auch mit billigen Wanderarbeitskräften aus unseren östlichen Nachbarländern, vor allem während der Ernte. Die aber durften nicht mehr kommen und so gab es einen Preisschub bei Spargel und anderen Feldfrüchten. Dessen Auswirkung auf die Inflation konnte noch durch die Absenkung der MwSt. verschleiert werden. Das war mit dem Jahr 2021 vorbei.

Wegen der irrsinnigen Corona-Politik funktionieren die Lieferketten nicht mehr. Containerschiffe liegen auf Reede, weil sie nicht entladen werden können und die Preise für den Transport von Containern haben sich verzehnfacht. Produktionsbänder stehen still, weil Komponenten für die Produktion fehlen und so kann die Nachfrage nicht befriedigt werden. Wer einen Neuwagen will, muss teilweise mehr als ein Jahr darauf warten. Vorbei also Rabattaktionen, die den Verkauf beflügeln sollten, und so muss der Kunde auch hier tiefer in die Tasche greifen. Das gilt letztlich für alle Sparten, deren Produktion von globalen Lieferketten abhängig ist. Dieser gesamte Vorgang hat nichts mit Geldmenge oder Zinspolitik zu tun. Die EZB hat also überhaupt keinen Hebel, um hier mit der Geldpolitik gegenzusteuern.

Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation funktioniert nur, solange es einen permanenten Mangel gibt. Das heißt, wenn in einen Mangelmarkt zusätzliches Geld fließt, das Nachfrage auslöst, die nicht mit ausreichend Ware befriedigt werden kann, dann steigen mit der Nachfrage die Preise. Diesen Zustand gibt es aber seit etwa den 1970-er Jahren nicht mehr, mit der kleinen Sonderzeit nach 1990 als Ausnahme. So muss zur Kenntnis genommen werden, dass die Politik der Notenbanken schon lange keinen Einfluss mehr auf die Inflationsrate hat. Es ist vielmehr ein fein abgestimmtes Vorgehen der Gewerkschaften mit der Politik und den Großkonzernen, die mit den vorher abgesprochenen Lohnsteigerungen über die Höhe der Inflation bestimmt haben. Dabei ist auch zu beachten, dass es seitdem inflationsbereinigt kaum noch reale Lohnsteigerungen gibt. Es ist ein perfides Nullsummenspiel, das nur Unruhe erzeugt und suggerieren soll, es gäbe einen Fortschritt. Die Notenbanken haben darauf schon lange keinen Einfluss mehr.

Das billige, zusätzliche Geld versickert in den Bilanzen der Banken

Die sogenannte Finanzkrise 2008 hat gezeigt, wo die Notenbanken noch eingreifen können. Nämlich wenn es darum geht, Banken und Finanzkonzerne zu retten und so das gesamte System vor dem großen Crash zu bewahren. Mit der Null-Zins-Politik haben sie die sowieso schon irrsinnige Geldmenge im Umlauf weiter erhöht. Das wirkte sich aber nicht auf die Inflation aus, denn von diesem billigen, zusätzlichen Geld, ist nichts beim „Kleinen Mann“ angekommen. Es ist versickert in den Bilanzen der Banken und in die Aktienmärkte geflossen, wie die vollkommen überzogenen Aktienkurse aufzeigen. Und natürlich in die Immobilienmärkte, wie die dort zu beobachtenden Preissteigerungen belegen. Die Banken, und nur die, konnten Geld für Null-Zins aufnehmen und in Renditeobjekte investieren, um sich dem drohenden Verfall des Geldwertes durch den Ankauf von Realwerten, auch Aktien, zu entziehen.

Mit der Corona-Politik ist aber noch etwas anderes passiert, was die herkömmlichen Regeln der Geldpolitik auf den Kopf stellt. Großen Teilen der Bevölkerung wurde faktisch ein Arbeitsverbot ausgesprochen, aber das wird kompensiert mit Ausgleichszahlungen, denen keine Arbeitsleistung zugrunde liegt. Das heißt, dass zwar keine produktive Arbeit oder Dienstleistung erbracht wird, aber dennoch Geld an diejenigen ausgezahlt wird, die nicht arbeiten dürfen. Das bedingt, dass zwar Geld da ist, das aber nicht dafür ausgegeben werden kann, eine Leistung zu bezahlen, die ja nicht erbracht werden darf. Dieses Geld muss also in andere Kanäle fließen. Zum Beispiel in den Kauf von Autos oder anderer Industrieprodukte. Genau die sind aber wegen der gestörten Lieferketten schon knapp. So haben wir jetzt den Zustand, dass die alten Mechanismen wieder greifen, was Nachfrage, Angebot und Inflation betrifft. Die Notenbanken, die EZB, können da nicht regulierend eingreifen.

Das sollte auch Herr Nagel, der Bundesbankpräsident wissen. Wenn er etwas von seiner Aufgabe versteht, wovon auszugehen ist, dann ist seine Ansage an die EZB, sie solle jetzt eingreifen und zu einer „normalen Geldpolitik“ zurückkehren, pure Augenwischerei. Tatsache ist nämlich auch, dass eine Erhöhung der Leitzinsen in der jetzigen Situation die Inflation antreiben wird. Haben die Sparer während der letzten Jahre richtig viel Geld verloren, weil die Zinserträge die Inflation nicht ausgleichen konnten, werden sie mit einem höheren Leitzins wieder mehr Geld auf ihren Konten finden. Wegen der immanenten Inflationsgefahr werden sie geneigt sein, diesen Mehrwert schnell in reale Güter zu investieren und damit die Nachfrage weiter anzutreiben, eben für die jetzt im Mangel befindlichen Güter und damit die Inflation.

Nur die Politik könnte den Auswüchsen der Finanzmärkte Einhalt gebieten 

Der Punkt ist also, dass Geld im hundertfachen Überfluss im weltweiten Umlauf ist. Daran wird sich nichts, aber auch gar nichts, ändern, wenn die EZB den Leitzins anhebt. Das Geld ist ja schon da, es ist nur den „Eliten“ vorbehalten. Die vervielfachen es weiter, in ihren Casinos, den Börsen und Finanzmärkten. Auch darauf hat die EZB keinen Einfluss. Nur die Politik könnte das ändern, indem sie die Auswüchse der Finanzmärkte verbietet und zu den Regeln vor 1990 zurückführt. Dann aber würden die Finanzmärkte zusammenbrechen und der große Crash wäre da. Auf der anderen Seite aber werden die Staatshaushalte reihenweise in die Pleite gehen müssen, wenn auch für die Kredite der Staaten wieder höhere Zinsen fällig sind. Relativ zu Null-Zinsen oder gar negativen.

Mit höheren Leitzinsen werden aber auch Häuslebauer massive Zukunftsangst erleben. Sie haben mit ganz niedrigen Zinsen kalkuliert und ihre Immobilie deswegen zu überhöhten Preisen gekauft. Wenn sie jetzt für die Verlängerung ihrer Hypothekenkredite deutlich höhere Zinsen einrechnen müssen, dann wissen sie jetzt schon, dass sie die dann fälligen höheren Gebühren nicht mehr leisten können. Viele der Immobilien werden an die Banken fallen, zu unanständigen Konditionen. Der gesamte Immobilienmarkt kann zusammenbrechen und das wird auch die Großinvestoren treffen.

Wir sitzen im Schlamassel, aber wer genauer hinsieht, den überrascht das nicht. Es war absehbar, geradezu unausweichlich, dass das im künstlichen Koma liegende Finanzsystem zusammenbrechen muss – früher oder später oder eben jetzt. Es gibt keinen Regelmechanismus mehr, der die laufende Inflation eingrenzen könnte. Die Geldpolitik der Notenbanken kann es jedenfalls nicht. Wir befinden uns also in einem Umbruch, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Sämtliche Tarifverträge werden neu ausgehandelt werden müssen, wieder und wieder, und genau das wird es sein, was die Inflation weiter antreibt. Genauso werden Mietsteigerungen unausweichlich werden, und zwar jenseits aller „Mietpreisbremsen“. Auch daran kann die Geldpolitik der Notenbanken nichts ändern.

Was immer die EZB versucht: Es kann immer nur falsch sein 

Je nachdem, wie hoch die Leitzinsen steigen werden, wird die Investitionstätigkeit unattraktiver werden. So, wie es in den 1970-er Jahren auch schon war, weil die Renditen am Kapitalmarkt besser waren, als bei Realinvestitionen. Bleibt als Fazit festzustellen, dass die EZB nicht nur handlungsunwirksam ist, sondern sogar alles nur falsch sein kann, was immer sie versucht. In jedem denkbaren Fall wird es negative Auswirkungen haben und den Niedergang beschleunigen, bis hin zu chaotischen Zuständen. So ist meine Forderung, die Zinsen bei Null zu belassen und eine Grundrenovierung des gesamten Systems in Angriff zu nehmen.

Die Corona-Politik hat gezeigt, dass es wider alle Regeln zumindest eine zeit lang funktionieren kann, wenn man Menschen einfach Geld in die Hand gibt, damit sie überleben können. Geld aus dem Nichts, Geld ohne zu arbeiten, mit dem sie die Dinge kaufen können, die noch im Überfluss vorhanden sind oder die sie dringend brauchen, ganz gleich, was sie kosten. Und weil so schon der Nachweis erbracht ist, dass das alte System das Ende seiner Funktionsfähigkeit überschritten hat, muss über ein System nachgedacht und diskutiert werden, das zumindest die Möglichkeit wahrt, nicht wieder in wenigen Jahrzehnten am selben Punkt anzukommen, wo wir gerade sind.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 12. Februar 2022 bei anderweltonline.

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Bildquelle: Stefan Dinse / shutterstock

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Kommentare (17)

17 Kommentare zu: “Die EZB kann die Inflation nicht stoppen | Von Peter Haisenko

  1. jsm36 sagt:

    Eine Institution die nicht leistet wofür sie existiert gehört abgeschafft.

  2. Gnil sagt:

    Graphene COVID Tötungs Impfung: Lassen Sie die Beweise für sich sprechen.

    Auszug:

    Graphenhydroxid ist ein neues Material und Toxikologen sind sich dessen noch nicht bewusst. Deshalb sterben Menschen an diesen tödlichen Schüssen, besonders Sportler, erklärt Dr. Noack. Dies sei ein „hochintelligentes Gift“.

    Noch erschreckender ist, dass Sie bei einer Autopsie nichts finden werden. Diese Stealth -Waffe ist sogar nach dem Tod unauffindbar. Die Nano-Rasierklingen aus Graphenhydroxid lassen Menschen innerlich verbluten.

    „Auch wenn die Leute nicht sofort tot umfallen, es zerschneidet die Blutgefäße Stück für Stück… Ich kann als Chemiker sagen, dass wir absolut sicher sind, dass das Graphenhydroxid da drin ist… als Chemiker, wenn man das in die spritzt Blut, du weißt, dass du ein Mörder bist.“

    Mit Video in Deutscher Sprache

    Oben Mitte bei TRANSLATE WEBSITE anklicken und auf Deutsch einstellen !!!!!!

    https://www.globalresearch.ca/graphene-covid-kill-shots-let-evidence-speak-itself/5763418

  3. hulli3 sagt:

    Wissen ist Macht. Das wissen die Mainstreammedien und lernen die Kommaregeln.

  4. zivilist sagt:

    Rapsöl z.B. von 0.99 auf 1,79, ja, ja die Lieferketten.

    Die sog. Discounter sind schon länger Upcounter, im Gleichschritt gehen die Preise für Grundnahrungsmittel hoch, am liebsten in 10ct Schritten, eigentlich schon längst ein Fall für's Kartellamt, aber des funktioniert ja auch schon lange nicht mehr. Und jetzt sind sich Politik & Bankster einig, das Zeit zum abgezocken ist.

  5. rhabarbeer sagt:

    Lieber Peter Haisenko
    &
    Liebe Runde

    Ergänzend zu meinen Fragen ganz unten möchte ich gerne einen längeren Kommentar vom 08.09.20 hier nochmal aus dem web.archive `hochhohlen`:

    …Link…
    http://web.archive.org/web/20200918191628/https://kenfm.de/the-wolff-of-wall-street-spezial-corona-pandemie-endziel-digitaler-finanzfaschismus/#comment-202692

    Es ging um die Frage
    ´Wir haben nichts dazugelernt, oder doch?`

    Ich glaube schon 🙂
    Es will sich nur langsam in eigene Bewusstsein vorarbeiten …

    Dies hatte ich ua auch in diesen Kommentaren beschrieben
    …Link… web.archive
    http://web.archive.org/web/20210528100431/https://kenfm.de/am-telefon-zur-corona-krise-dr-wolfgang-wodarg/#comment-181230
    http://web.archive.org/web/20210528071218/https://kenfm.de/tagesdosis-11-10-2019-goldene-zeiten-in-der-aera-des-wirtschaftskomas/#comment-172312
    http://web.archive.org/web/20210528063854/https://kenfm.de/tagesdosis-9-3-2020-finanz-tsunami-jetzt-kommt-das-derivate-beben/#comment-180646
    
und will es gerne auch hier ergänzen 😉

    Im Kern geht es um die Art&Weise, wie in `unserem` in `Recht&Ordnung` gebetteten `UMVERTEILUNGsspiel` das `Mittel zum Zweck` … das `Geld`(vor allem aktuell Buchgeld) … eigentlich `in die Welt` kommt.
    Und die oft gehörte Aussage `Aus dem Nichts` kommt dem dabei zur Wirkung kommenden `BilanzierungsPRIVILEG` leider! nicht wirklich nahe…
    …dazu Weiteres:

    
Ich greife mal etwas vor, was aus meiner Sicht im Kern `vernebelt werden soll`

    …Link…
    Interview mit Prof. Hörmann
https://www.youtube.com/watch?v=HKVWS_itj84&t=21m03s
`
    Kredit` ~ `Schuldscheintausch` bei 24:55

    `Wer ist hinterher* wem noch etwas schuldig?

    Niemand! dem anderen!`

    (* Bewusstwerdung ? 😉 )

    Brainstorming-Thesen in diesem Kontext als (m)eine Erläuterung:

    1 Die `kommende katastrophale Krise` ist das Ergebnis `unseres` wirtschaften/bilanzieren/legitimieren und basiert (nicht nur) im `Kapital-is-muss` im Kern auf VORfinanzierung in/bei `unserem` UMVERTEILUNGsspiel.
    2 `Unser` Umverteilungsspiel ist gekleidet in `Recht und Ordnung` (Gesetze und Normativ Faktisches).
    3 Der Kern der Vorfinanzierung bei 1 (die Buch-Geldschoepfung) unterliegt KEINER gesetzlichen Regelung wie 2.

    …siehe Screenshot …Link…
    https://pbs.twimg.com/media/EhYPhLlX0AEIOxl?format=jpg&name=medium
    4 Das `Nichtschliessen` dieser Lücke ist nichts anderes als Beihilfe zu einer Betrugshandlung
(`Geldwäsche` von `Schwarzgeld` durch `alle`?)

    … machen wir was daraus 🙂

    … als Gedankenspiel dazu versuche ich mal folgende „Übertragungen“ von der
    ___ a) Kreditvergabe (entsprechend dem aktuellen Status Quo)

    ___als These zur ! Bilanzierung ! eines

    ___b) Bedingungsloses Grundeinkommen BGE (besser: BedingungsFREIes LEBENsauskommen BLA 🙂 )

    a) Kreditvergabe bedeutet:
    – nach der Unterzeichnung eines Kreditvertrag wird Buchgeld erzeugt
    
– diese Buchgeld war vorher nicht dem `Geber` eigen, es wird jedoch nicht! aus dem `Nichts` geschöpft

    – das Finanzinstitut nutzt ein, da rechtllich UNgeregelt, !Bilanzierungs-!PRIVILEG, bzw erfüllt die vom Recht vorausgesetzte `Fähigkeit`, die im Kreditvertag durch den `Kreditnehmer` (mit dinglicher Sicherheitsgarantie) zugesicherten Zahlungen in Höhe von … über eine Zeit von … als Wert (für sich!) zu bilanzieren und schreibt daraus einen Anteil dem `Nehmer` 🙂 auf einem Konto o.ä. gut

    – Grundlage für diesen Buch-Geldschöpfungsprozess ist nur der Vertragsabschluss zwischen 2 `Parteien`

    – (auch) in einem (Kredit-)Vertrag einigen sich die Vertragspartner auf eine Leistung und die entsprechende Gegenleistung

    1) Leistung des `Kreditgebers`:
    – das Erzeugen bzw. zur Verfügungstellen des (Buch-)Geldbetrages auf dem Konto des Kreditnehmers,
(dies kann im wesentlichen keine `Leistung` darstellen, denn diese (Buch-)Geldmenge hat es vorher nicht gegeben)
    – die Nutzung eines `normativ faktischen`, jedoch nicht auf einer rechtlichen Grundlage stehenden, `Privilegs`,
die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umwandeln zu können

    2) Gegenleistung des `Kreditnehmers`:
    – Verpflichtung zu (Rück-)Zahlungsraten mit Zugriffsrecht auf dingliche Sicherheiten im Nicht(-rück-)zahlungsfalle

    b) Übertragung in den Kontext eines BedingungsFREien LEBENsauskommens (BLA)
    – unter a) besteht die Leistung des `Kreditgebers` darin, die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln, welches jedoch ohne rechtliche Grundlage Anwendung findet, dh. Im Kern ein PRIVILEG darstellt.

    Daher eine These zu einer tatsächlich gleichwertigen ! Bilanzierung ! eines BLA:
    Eine `Leistungsverpflichtung` (oder `Lebenswert`, `Lebensleistung` etc.) des Einzelnen kann in einer Art `Eigenvertrag` (nicht `InSichGeschäft` sondern `FürAlleGeschäft` 😉 )
    auf Grundlage einer rechtlichen Regelung als `Wertpapier` für Jeden selbst bilanziert werden und als `BLA` dem Einzelnen gutgeschrieben werden.

    (… diese Konten zu führen wäre eine wirklich sinnvolle Tätigkeit für Banken/Finanzdienstleister 😉 )

    Teil der rechtlichen Grundlage ist eine `lebenslange` Laufzeit und die vollständige Nichtübertragbarkeit auf andere.
    Die (zukünftige) Lebensleistung des Einzelnen wird als ausreichender Ausgleich für die erhaltene `bedingunsFREIe Geldleistung` angenommen/bilanziert.

    Damit würde `Etwas wie Geld`
    nicht mehr 
durch Schuld (im Rahmen von `Tausch`)
    sondern
 durch Leben (im Rahmen von Kooperation)

    dem Wesen des menschlichen Zusammenlebens tatsächlich `gerecht` werden 😉

    … als Ergänzung ein Ausschnitt eines Interviews mit Fanz Hörmann:
    
(Idealism Prevails `Die Grundlagen des Schuldgeldsystems`)
    Zitat:

    "Ein ethisches System*, in dem ich die Menschen dafür motiviere,

    daß sie sich an Verträge halten, kann kein `NullsummenSpiel` sein,

    weil der worst case ist, daß alle ehrlich sind und sich alle an die Verträge halten.

    Und dann kann ich Niemandem das wegnehmen, was ich für die Belohnung brauche.

    Und man achte auch auf folgenden Unterschied:
    
im `PlussummenSpiel` entsteht die Belohnung einfach durch aufschreiben,

    also durch bewerten der Leistung **.


    
D.h., wenn wir menschliche Leistungen*** definieren,
    denen einen Wert geben

    und es wird die Leistung *** erbracht,
    
dann kann ich durch Gutbuchung auch den Wert entstehen lassen."

    …LINK…
    https://www.youtube.com/watch?v=DvXAsTs4snk&t=30m04s)

    
* HUMANes Geldsystem ?!

    ** Bilanzierung ?!
    
*** das Leben an sich ?! bedingungslos … 😉

    dito!

    `Von Jedem für alle`

    … ein bedingungsFREIes LEBENsauskommen

    … on Earth
    … `nur`! eine Frage der im Kern tatsächlich gleichwertigen Bilanzierung 😉

    in diesem Sinne / Sound: `Core` on … aah

    und viele Grüße in die Runde!

    (ps ans apolut-team: lassen sich die Kommentare unter den `alten` kenfm-Beiträgen nicht mehr anzeigen?)

  6. Rob Kenius sagt:

    Endlich setzt sich der Gedanke durch, den ich seit Jahren verkünde, dass die viel zu große Geldmenge das Problem ist. Nur hat Peter Haisenko, wie es seine Art ist, etwas zu sehr dramatisiert. Die Geldmenge ist nicht hundertmal so groß, wie erforderlich, sondern, meiner Schätzung nach, etwa viermal. Vielleicht hat jemand die Derivate mitgezählt.

    Trotzdem ist die Geldmenge das Problem und die Ursache der Inflation, die auf dem Finanzsektor schon lange herrscht (Finanzinflation) und über die Mieten dann durchgreift.

    Einen wesentlichen Punkt hat der Herr Pilot nicht erkannt oder nicht erwähnt:

    Die Hauptursache für die hohe Geldmenge sind Staatsschulden; denn Geld wird durch Kreditvergabe erzeugt und die Staatskredite sind die höchsten, an erster Stelle der jährliche Kredit der FED an die US-Regierung, die den Militär-Etat deckt.

    Während fast alle für Staatsschulden plädieren, bin ich strikt dagegen, weil sie die Geldmenge erhöhen und das Problem verschärfen, auch wenn der Staat das Geld gerecht an seine Wählerinnen und Wähler verteilen würde, was dann die Inflation weiter anheizt, die sowieso nicht zu vermeiden ist.

    Die einzige Lösung innerhalb des bestehenden Finanzsystems (ohne Zusammenbruch), die ich sehe, wäre die, dass ein Staat (Deutschland zuerst) sich das Geld in der Finanzwelt holt, aber ohne die Verpflichtung es zurück zu zahlen, sondern in Form von satten Steuern auf Finanzgewinne, Transaktionen und Erbschaften. Und zwar richtig viel.

    Soviel, dass damit Schulden abgebaut werden. Nur durch Abbau von Schulden kann im bestehenden System die Geldmenge (kontrolliert) verringert werden, die ja zum Glück nicht hundertmal so groß ist wie nötig, sondern nur dreimal oder viermal.

    Rob Kenius
    https://kritlit.de

    • Jedenfalls mittelfristig ist die Geldmenge nicht ausreichend und muss gesteigert werden.

      Denn rund 2 Milliarden Menschen haben noch kein Bankkonto und werden bald eines haben.
      Die 2. und 3. Welt wird noch stark industrialisiert werden, sodass es einer größeren Geldmenge bedarf.
      Die meisten Immobilien weltweit werden finanztechnisch noch nicht erschöpfend genutzt (z.B. als Grundschuld, d.h. Sicherheit für Kredite).
      Das meiste Land weltweit befindet sich noch gar nicht im Wirtschaftskreislauf.
      Wenn das Weltbevölkerungswachstum gestoppt wird (was machbar ist), dann wird die 2. und 3. Welt einen gigantischen Aufschwung erleben.
      Volkswirtschaftlich ist aus diesem Grund und anderen Gründen daher übrigens die beste Investition in populationcontrol zu investieren.
      Es gibt überall wegen der Misswirtschaft noch ein riesiges Steigerungspotential für die Wirtschaft.
      Die Regierungen haben eine lange Liste von Optionen, um erforderlichenfalls die Inflation zu stoppen, falls sie zu groß ausfallen sollte, sodass eine Hyperinflation nicht zu besorgen ist.
      Dank der Geldmengenerhöhung können Staaten viel Geld für notwendige Dinge für den Bürger ausgeben, ohne dass der Bürger hierfür Steuern zahlen muss. Die dadurch zum Teil verursachte Inflation betrifft kaum einen, da heutzutage die meisten Menschen nicht allzu viel Geld auf ihren Konten liegen haben.

    • Rob Kenius sagt:

      So ein Unsinn, Herr Leimert! 70% oder mehr allen Geldes zirkuliert nur in der Finanzwelt.

  7. Geld hat viel Wert:

    Denn Geld erfüllt eine ganz wichtige Funktion: Gesellschaften benötigen Geld, um einen wirtschaftlichen Austausch durchführen zu können. Geld hat also einen essentiellen Nutzen und damit auch einen hohen Wert. Zudem hat der Staat das Monopol über das Geld, sodass er es schützen kann vor extremer Inflation und vor Konkurrenz. (Diejenigen, die Geld als „bedrucktes Papier“ bezeichnen, verschweigen den großen Nutzen und Wert einer Währung)

    Eine extreme Inflation ist daher im Regelfall nur nach Kriegen möglich und zu befürchten, wenn nämlich alle Produktionsanlagen zerstört sind, sodass nur noch ein Bruchteil der Geldmenge benötigt wird, da weniger Waren produziert und ausgetauscht werden.

    Theoretisch können zwar auch andere Dinge eine Geldfunktion übernehmen, jedoch hat der Staat das Währungsmonopol und kann zumindest nach meiner Rechtsauffassung nach daher andere Währungen theoretisch jederzeit verbieten.

    Es macht daher auch keinen Sinn irgendwelche einzelnen Waren oder Rohstoffe aus Angst vor Inflation zu horten, da diese nicht diversifiziert sind und ihren Wert viel eher verlieren können als Geld, das ja der Gegenspieler von allen diversifizierten Vermögenswerten darstellt und der Dank Währungsmonopol fest im Sattel sitzt.

  8. Ursprung sagt:

    Was nun passieren wird, hat der Herr Wolff laengstens bereits geschildert. Auch angedeutet, warum.
    Die historischen Wege dahin, ins traumatische Jetzt, haben kuerzlich unisono ein ex-Geheimdienst-Offizier und ein junger heller Kopf fast uebereinstimmend gleichlautend auf der Plattform "Grand Jury" von Fuellmich, Tag 3, geschildert. Naemlich die Londoner City im Machtringen um die WELT zwischen London City und Kolonie USA gegeneinander und gegen/mit China. Auch da gehts um Eurasien, also Russland wie schon seit hunderten von Jahren. Das war frueher.
    Nach meinem Verstehen haben "wir hier, alte Welt" und der Rest nur noch eine Chance wie folgend:
    Russland bringt seine Bodenschaetze und Raketen Mach 8 zur Absicherung ein, die Chinesen ihre Disziplin, wir Rousseaus und Kants gelebte Bewusstseinspraktiken namens Freiheit und Auskommen fuer jeden, Afrika seine enorm vitalen Bevoelkerungsriten. Und zwar alles als kooperierende, dezentrale Voelker, von allen das am besten Erwiesene kopierend. Ohne irgendeine Zentrale: brauchen wir nicht.
    Damit waere die Agelsachsenverbrecheraera und deren Weltregierungsallueren samt Opiuminfernalik jetzt endlich am Ende.
    Und die Menschheitsfamilie koennte, aus der Viehhaltung entkommend, erstmals wieder aufwachen.

  9. Schwarzenberger sagt:

    Komisch. Habe hier immer als "Hartensteiner" kommentiert.
    Plötzlich bekomme ich immer beim anmelden, dass ich nicht registriert wäre.
    Es wird doch nicht sein, dass hier nach dem Schema der Mainstream Medien gilt: "Eine Zensur findet nicht statt?"
    Komisch.

    • Hartensteiner sagt:

      Ok…. habe mein Konto neu erstellt – und jetzt scheint es wieder zu gehen. War wohl eine Computerlaune.

    • Hartensteiner sagt:

      Zu dem Artikel fällt mir allerdings nichts ein, das da nicht schon drinsteht. Außer vielleicht…
      Wie alle habe ich mich seit Jahren endlos gewundert, weshalb bei dieser Gelddruckerei nicht eine Inflation Modell 1923 im Deutschen Reich aufgekommen ist. Dann las ich…. in den Hinterzimmern der Zockerbanken sitzen nicht mehr, wie früher, Wirtschaftsfachleute, da sitzen Physiker, weil die die einzigen sind, die über die Mathematik verfügen, mittels derer sich der Wahnsinn noch irgendwie beherrschen lässt.
      Wie es scheint, sind die zunehmend auch überfordert und "wir holen die Inflation nach".
      Erinnert mich…. als ich ein Kind war, hatten wir noch einen Koffer voller Inflationsgeld auf dem Dachboden. Gefiel mir, mit Geldscheinen über Milliarden oder gar Billionen? zu spielen. Allerdings waren dabei auch 10 000 Mark, die vor der Inflation tatsächlich noch 10 000 Mark waren. Dann war das alles nicht mal mehr als Toilettenpapier zu gebrauchen.
      Also sehen wir mal….

    • hog1951 sagt:

      Moin, Hartensteiner, ich denke, man hat Dich gesperrt!
      Mir erging es ähnlich noch damals bei KenFM.
      Ohne Vorwarnung waren plötzlich alle Posts mit einem schwarzen Namen statt eines roten Namen gezeichnet.
      Naja, bist ja wieder drin!

      schönen Tag noch

  10. rhabarbeer sagt:

    Lieber Peter Haisenko

    2 Fragen:
    1. zu `Die ezb kann die inflation nicht stoppen`:
    Gehst Du davon aus, daß die EZB dies will? Wenn ja, warum gehst du davon aus?

    2. zu `Fakt ist, dass im weltweiten Geldumlauf mehr als 100 Mal so viel Geld kursiert, als es dem Wert aller Waren und Dienstleistungen entsprechen würde. Das hat sich seit den 1990-er Jahren so aufgebaut.`:
    Wodurch hat sich dies im (Bilanzierungs-)Kern so aufgebaut?

    Und viele Grüße in die Runde!

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