Der Pressekodex und die Corona-Berichterstattung | Von Bastian Barucker

Die vergessenen Grundsätze ethischer Pressearbeit

Ein Standpunkt von Bastian Barucker.

Angesichts der seit März 2020 anhaltenden, tendenziösen und einseitigen Berichterstattung in Bezug auf Corona stellt sich die Frage, ob die deutsche Presse ihre eigenen ethischen Grundsätze vergessen hat. Ist inmitten der Panik verbreitenden Verlautbarungen der Regierung dem journalistischen Berufsstand die Moral abhanden gekommen? Wurden im Eifer des Krieges gegen einen Virus und im gemeinsamen Kampf für das Gute zeitraubende Grundsätze journalistischer Arbeit vergessen? Eine Spurensuche nach einer ethischen Pressearbeit.

Als ich im Jahr 2020 zusammen mit 110.000 Unterstützenden mehrere Petitionen für eine Corona-Sondersendung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk einreichte, bekam ich die Antwort, dass es die Menschen überfordern würde, Wissenschaftlern mit verschiedenen Einschätzungen zuzuhören, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Außerdem, so WDR Programmdirektor Jörg Schönenborn, wäre eine Talkshow mit Befürwortern und Kritikern der Corona-Maßnahmen nicht das richtige Format. Ich erachtete die bis dato veröffentlichte Berichterstattung über Corona als unausgewogen und deshalb nicht der vertraglichen Pflicht des Medienstaatsvertrag nachkommend.

§26 (2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Mehr als ein Jahr später sollte genau dieser Herr Schönenborn folgende Aussage treffen:

“Journalistinnen und Journalisten decken für sich genommen nicht die Meinungsbreite der Gesellschaft ab, also in ihrer eigenen Meinung. Das hat ganz einfach damit zu tun, dass wir alle ein ähnliches Milieu bilden’, sagte Schönenborn. Deshalb bestehe immer die Gefahr, ‘dass wir die Werte unseres? eigenen Milieus allgemein setzen und auf andere Haltungen weniger deutlich schauen.’ Sein Job als Programmdirektor sei es, da immer wieder den Spiegel vorzuhalten.“

Fast zeitgleich äußert sich WDR-Intendant Tom Buhrow in einem Zeit-Artikel wie folgt:

„Die Gesellschaft braucht mehr kontroverse, unbequeme Meinungen und robuste und freie Kommunikationsräume. Gerade die ARD und der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt können diese Räume anbieten.“

Diese wohl klingenden Aussagen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ARD ,gut ersichtlich am Beispiel meiner Petition, nicht bereit ist, diese Debattenräume zu eröffnen. Das zeigte bereits eine Studie der Uni Passau aus dem Jahr 2020 , die sich ausschließlich mit der Berichterstattung von ARD und ZDF beschäftigte. Es ist nett über Meinungspluralismus zu reden, faktisch tut die ARD genau das, was Noam Chomsky als Werkzeug der Passiverhaltung der Bevölkerung beschreibt:

„Der schlauste Weg, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben.“

Die Bedeutsamkeit der Presse

Das gedruckte und online publizierte Wort bildet für viele Menschen ihre alltägliche Informationsgrundlage. Basierend auf Presseerzeugnissen formen sich Weltbild, Einstellung und Verhalten. Da wir in einer komplexen Welt leben, sind wir immer mehr darauf angewiesen, anderen Menschen zu vertrauen, dass sie uns von Geschehnissen wahrheitsgetreu berichten, die wir nicht persönlich erfahren können. Dafür brauchen wir die journalistische Arbeit der Presse. Nur ein informierter Bürger ist überhaupt in der Lage, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen. Im Wissen um die große Verantwortung der Pressearbeit ist in der Präambel des deutschen Pressekodex Folgendes fest geschrieben:

„Verleger, Herausgeber und Journalisten müssen sich bei ihrer Arbeit der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst sein. Sie nehmen ihre publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen wahr.“

Dieser sehr hochtrabende Text wirkt mit Blick auf die aktuellen Presseerzeugnisse wie aus einer anderen Zeit. Im Zuge des Corona-Geschehens hat sich das journalistische Schaffen teilweise so stark enthemmt, dass die Ziffern des Pressekodex nicht mehr zu “entziffern” sind. Harald Wiesendanger, Wissenschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt Medizin, veröffentlichte im April 2020 bereits einen offenen Brief zur Berichterstattung über Corona mit dem Titel „Ich schäme mich meines Berufsstandes.” Er machte dort bereits auf die eklatanten Missstände in der Berichterstattung über Corona aufmerksam:

„Mit blankem Entsetzen und ohnmächtiger Wut verfolge ich das unwürdige Treiben gestandener Berufskollegen: vom Redakteur beim Nachrichtenmagazin über den „Tagesthemen“- und „Heute“-Moderator bis hin zum Mitarbeiter der Presseagentur, zum Rundfunkplauderer, zum Social-Media-Texter, zum Talkshow-Gastgeber. Ungefiltert bringen sie offizielle Horrorzahlen unters Volk, ohne zu hinterfragen, wie diese überhaupt zustande kommen; wie sie ausgewertet werden; was sie eigentlich besagen; wie es um andere Zahlen steht.“

Fast 18 Monate später meldet sich Ole Skambraks, Mitarbeiter des SWR mit Klarnamen zu Wort und veröffentlicht einen offenen Brief mit dem vielsagenden Titel “Ich kann nicht mehr.” Als erster “Interner” bekennt er Farbe und äußert sich öffentlich. Das ist auf der einen Seite mutig und sein Brief erfreut sich großer Beliebtheit. Auf der anderen Seite ist es eigentlich unglaublich, dass es 18 Monate gebraucht hat, bis ein Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit Klarnamen die Fehlentwicklung der Berichterstattung über Corona anprangert. Er leitet seinen offenen Brief wie folgt ein:

“Ich kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert. In den Statuten und Medienstaatsverträgen sind Dinge wie „Ausgewogenheit“, „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „Diversität“ in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil. Einen wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden, gibt es nicht.”

Auf Spurensuche nach dem Pressekodex

Die Diskrepanz zwischen dem Anspruch des Pressekodex und der Realität der Pressearbeit scheint im Verlauf des Corona-Geschehens groß. Aktuell sei dabei auf die Diskriminierungskampagnen gegenüber Ungeimpften hingewiesen. Der Focus berichtet von einer Impf-Infektions-Schere und sieht die “Pandemie der Ungeimpften” als belegt an. Der MDR berichtet über ein Ethikratsmitglied Wolfram Henn, der die Frage stellt, ob Ungeimpfte im Notfall überhaupt noch beatmet werden sollten. In diesem Zusammenhang ist auch die Diffamierung sogenannter Maskenmuffel oder Maskenverweigerer zu erwähnen. Der Tagesspiegel veröffentlichte dazu einen Beitrag von Sebastian Leber mit dem Titel: “Maskenverweigerer, ich verachte euch zutiefst.” Herr Leber macht in diesem Kommentar keinen Hehl aus seiner tiefer Verachtung gegenüber Menschen, die keine Maske tragen.

“Vermutlich hilft da nur eines: die Verweigerer selbst anzusprechen und ihnen klarzumachen, dass sie sich schämen sollen. Dass Typen wie sie die Pandemie verlängern, teuer erkaufte Erfolge im Kampf gegen das Virus zunichte machen und Menschenleben gefährden. Dass sie niemals wissen werden, welche Infektionsketten sie losgetreten, welche Oma sie durch ihre Rücksichtslosigkeit auf dem Gewissen haben.“

Ganz unabhängig davon, dass seit Beginn der Corona-Pandemie keine Evidenz für die Wirksamkeit eines öffentlichen und massenhaften Maskentragens von Laien besteht, sind diese Zeilen voller Feindseligkeit und Aggression. Das Magazin GQ bezeichnete im Herbst 2020 sogar Menschen, die keine Maske tragen als soziopathisch.

“Es ist immer wieder frustrierend, Menschen zu sehen, die keinen Mundschutz tragen. Noch schlimmer ist es, Menschen zu sehen, die sich auch nach Aufforderung weigern, in geschlossenen Räumen eine Maske aufzusetzen, weil sie glauben, dass sie im Recht wären – und damit ihr Leben und das ihrer Umgebung aufs Spiel setzen. Jetzt deuten einige Studien darauf hin, dass dieser mangelnde Wille, Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen und eine Maske zu tragen, die Folge einer soziopathischen oder narzisstischen Persönlichkeit sein könnte.“

Die Würde des Menschen

Werfen wir angesichts dieser Kampagnen gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen wieder einen Blick auf den Pressekodex und seine Verpflichtung der Verfassung gegenüber. Wir finden dort Ziffer 1:

„Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde

Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“

Sorgfalt

“Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.“ Pressekodex Ziffer 2

Seit Beginn der Berichterstattung über Corona werden bestimmte Schlagworte wiederholt, um das Pandemiegeschehen zu beschreiben. Tägliche, akkumulierte Todeszahlen, Anzahl von “Neuinfektionen”, Infektionssterblichkeitsraten und ganz wichtig: die Auslastung der Intensivbetten. Bis heute veröffentlichen Redaktionen Beiträge, die nicht zwischen einer Infektion, einem “Fall” und einem positivem Testergebnis unterscheiden. Allein diese Sorgfalt hätte einen großen Einfluss auf die Medienlandschaft gehabt. Eine Infektion ist nämlich:

“Die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus.?”

Diesen Nachweis kann ein positiver PCR-Test nicht erbringen.

Von fehlender Sorgfalt geprägt waren auch Meldungen über plötzliche Explosionen der “Infektionszahlen”. Ein prominentes Beispiel war die Verdreifachung der “Neuinfektionen” aufgrund einer Verdreifachung der Testanzahl in der Kalenderwoche 12 im Jahr 2020. Auch hier stellt sich die Frage, wie gründlich die Redaktionen recherchiert haben, um den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen zu prüfen.

Noch immer wird eine prozentuale Auslastung der Intensivbetten veröffentlicht, um Menschen den Eindruck zu vermitteln, dass die Krankenhäuser bald überlastet seien. Auch in diesem Fall reichen grundlegende mathematische Kenntnisse und eine minimale Sorgfalt um zu verstehen, dass sich die Anzahl der verfügbaren Betten verringert hat und nicht die Belegung der Intensivbetten angestiegen ist. Die Grafik dazu finden Sie im Schriftartikel.

Medizinische Berichterstattung

Erinnern wir uns daran, dass es sich bei Corona um einen viralen Atemwegserreger, also eine medizinische Angelegenheit handelt. Aufgrund der Maßnahmen, die von Politikern beschlossen werden, ist es auch eine politische Angelegenheit, aber der Grund für diese Maßnahmen ist ein medizinischer. Folgende Fragen sind daher wegweisend für die medizinische Einschätzung der Lage: Wie tödlich ist das Virus? (IFR) Wer verbreitet das Virus? Wie viele Infizierte landen auf den Intensivstationen? Wie alt sind die Corona-Toten? Welche Maßnahmen bewirken welche Resultate? Wie sicher ist die Impfung? Wie wirksam ist die Impfung?All das sind medizinische Aspekte. Interessanterweise sieht der Pressekodex explizit für diese Berichterstattung eine eigene Ziffer vor.

Ziffer 14 Medizin-Berichterstattung: Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.

Von Anfang an wurde diese Ziffer des Pressekodex vernachlässigt bis vergessen. Das berühmte Bild der Särge aus Italien, welches sich als Fake herausstellte, die Bilder der Corona-Toten und Beatmeten, die völlig falschen Hochrechnungen des Imperial College bzgl. der zu erwartenden Toten, die Annahme asymptomatischer Übertragung, die Annahme einer gänzlich fehlenden Immunität in der Bevölkerung und das immer wieder betonte Killervirus schürten unbegründet Befürchtungen beim Leser. Diese Angst einjagenden Punkte haben sich größtenteils als falsch erwiesen. Deshalb verstößt die dazugehörige Pressearbeit in hohem Maße gegen die Sorgfaltspflicht und gegen eine ethisch vertretbare Berichterstattung besonders im medizinischen Bereich. Sie erinnert viel mehr an die Vorgaben des Panikpapiers des Innenministeriums, in dem es hieß:

“Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:”

Diese Kommunikationsstrategie ist eine Anleitung zu Panikmache und die deutsche Presse hat diese Strategie meiner Meinung nach größtenteils übernommen. Sie ist nur ein Beispiel dafür, dass es in der Corona-Berichterstattung eine „Tendenz zur Affirmation der staatlichen Maßnahmen“ gab. Zu diesem Ergebnis kommt die bereits erwähnte Studie der Uni Passau mit dem Titel „Die Verengung der Welt“. Der Leipziger Kommunikationswissenschaftler Uwe Krüger attestierte bereits in einem Interview aus dem Jahre 2015 den führenden Redakteuren in Deutschland eine beunruhigende Nähe zu den Eliten aus Politik und Wirtschaft.

Reaktion des Presserats

Auf meine Anfrage an den Presserat nach einer Einschätzung der Pressearbeit bzgl. Corona bemerkt dieser:

„Etwa drei Viertel der geprüften Beiträge bezogen sich 2020 auf die Ziffer 2 des Pressekodex (Sorgfaltspflicht). Hier ging es um Teilnehmerzahlen bei Demonstrationen oder um die korrekte Wiedergabe der vom RKI genannten Zahlen und Begriffe. Hier hatten die Medien ebenfalls überwiegend sauber gearbeitet.“

Im Jahresbericht 2020 des Presserats wird von auf “Rekordniveau gestiegenen Beschwerdezahlen” gesprochen und dass die “Kritik sich etwa gegen die in den
Medien genannten Infektionszahlen, unterschiedliche Szenarien zur Sterblichkeit,
aber auch gegen Berichte, die über die Beweggründe von Demonstranten gegen die
Corona-Maßnahmen informierten, richtete”.

In Bezug auf die vielen eingegangenen Beschwerden kann der Presserat die Leser des Jahresberichts aber beruhigen:

„Die Mehrzahl dieser Vorwürfe konnte der Presserat entkräften und bestätigte damit, dass die an den Pressekodex gebundenen Medien sich überwiegend an die Sorgfaltspflicht halten.“

Der bereits oben erwähnte Wissenschaftsjournalist Harald Wiesendanger stellte schon im Frühjahr 2020 ein anderes Zeugnis über die Pressearbeit hinsichtlich Corona aus:

“Mit blankem Entsetzen und ohnmächtiger Wut verfolge ich das unwürdige Treiben gestandener Berufskollegen: vom Redakteur beim Nachrichtenmagazin über den „Tagesthemen“- und „Heute“-Moderator bis hin zum Mitarbeiter der Presseagentur, zum Rundfunkplauderer, zum Social-Media-Texter, zum Talkshow-Gastgeber. Ungefiltert bringen sie offizielle Horrorzahlen unters Volk, ohne zu hinterfragen, wie diese überhaupt zustande kommen; wie sie ausgewertet werden; was sie eigentlich besagen; wie es um andere Zahlen steht. Sie machen im Eilverfahren zugelassene, mangelhaft überprüfte Tests wichtig und notwendig, ohne zu beleuchten, was diese überhaupt messen; was aus ihnen folgt und was nicht; wie hoch die Fehlerquote ist; wer von ihrem Masseneinsatz profitiert.”

Neben dem allgemeinen Pressekodex gibt es einen Online-Leitfaden für Journalisten im Bereich Medizin-Berichterstattung des Netzwerks Recherche e.V.. Dieser beinhaltet hilfreiche Leitlinien, um ethisch vertretbar zu berichten. Besonders spannend ist im Kontext der Corona-Berichterstattung ein Abschnitt, der sich mit neu aufkommenden Krankheiten beschäftigt. Beim Aufkommen einer vermeintlich neuen Krankheit empfiehlt dieser Folgendes:

“Überzeugen Sie sich von der Relevanz des Themas. Unmengen von Pharma- und Medizinunternehmen leben davon, weitgehend normale Verhaltensweisen oder Lebensabläufe als therapiebedürftige Krankheiten zu stigmatisieren. „Disease Mongering“ nannte Wissenschaftsjournalistin Lynne Payer dieses Phänomen in ihrem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 1992. Darin zählt sie eine Reihe von Kriterien auf, an denen man prüfen kann, ob eine neue Krankheit den Marketing-Fantasien der Industrie entsprungen ist.

Vorsichtig mit neuen Krankheiten sollten Sie sein, wenn…

– eine sehr große Bevölkerungsgruppe plötzlich von einem Leiden betroffen sein soll

– eine große Zahl an Doktoren und unbekannten Experten unvermittelt auf ein neues Leiden hinweisen

– Statistiken selektiv genutzt werden, um den Erfolg einer Behandlung zu belegen

– eine Behandlungsmaßnahme – oft absolut risikofrei – gleich mit angeboten wird

– ein häufig auftretendes Symptom, zum Beispiel einfache Kopfschmerzen, mit einer neuen Krankheit verknüpft wird”

Alle fünf Hinweise dieser Checkliste sind oder waren bei Corona erfüllt. Sowohl Pressekodex als auch dieser Leitfaden standen allen Redaktionen in Deutschland zur Verfügung und trotzdem haben sie größtenteils über mittlerweile 1,5 Jahre versagt! Auf Anfrage beim Netzwerk Recherche e.V. wie sie die Corona-Berichterstattung hinsichtlich ihres Leitfadens beurteilen, erhielt ich die Antwort, dass sie keine Kapazitäten haben, meine Fragen zu beantworten.

Persönliche Schlussbetrachtung

Ähnlich wie mit der Gültigkeit des Grundgesetz oder der Kinderrechte in Pandemiezeiten scheint es , dass im Eifer des Corona-Gefechts Grundsätze ethischer Pressearbeit ad acta gelegt wurden. Der Pressekodex wurde in elementaren Bereichen langfristig und deutlich verletzt. Frühe kritische Stimmen wurden ignoriert und diffamiert. Im Tunnelblick, mit der Angst vor dem Virus im Rücken, wurde die Bevölkerung nicht mehr informiert sondern indoktriniert. Sie wurde größtenteils belehrt, einseitig informiert und in Panik versetzt. Wie oben bereits beschrieben, war es der Bevölkerung nicht zuzumuten, sie mit verschiedenen Standpunkten zu versorgen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt der Krise war die aufgenommen Fahrt der Berichterstattung so rasant und die Fahrspur so schmal, dass eine Kursänderung aufgrund stärker werdender Kritik von Außen nicht mehr möglich war. Ein weiterer, möglicher Beweggrund für die Unfähigkeit der Presse, ihre Berichterstattung wieder auf die ethischen Grundlagen zu stellen, könnte auch die Angst davor sein, den eigenen Irrtum zuzugeben.

Redaktionen im ganzen Land hatten viel in die Ausrufung einer Pandemie durch einen Killervirus investiert, sodass eine Kurskorrektur einen starken Gesichtsverlust bedeutet hätte. Ganz bestimmt gab es in jeder Redaktion Journalisten, die bereits im Frühjahr 2020 Zweifel am Regierungsnarrativ hatten. Ziemlich sicher gab es fast überall mindestens eine kleine Minderheit, die ahnte, dass die Berichterstattung nicht mehr den Grundsätzen des Pressekodex entsprach. Durch die Einengung des Debattenraums mittels der Befragung der immer gleicher „Experten“ und durch die systematische und respektlose Diffamierung Andersdenkender als „Corona-Leugner“ oder „Verschwörungstheoretiker“ wurde es immer schwerer für diese journalistische Minderheit ihre Stimme zu erheben. Sie wollten ja nicht zu denen gehören, die öffentlich aus dem Debattenraum ausgegrenzt wurden. Auf der einen Seite die Angst vor dem Jobverlust aufgrund einer immer stärkeren Prekarisierung im Journalismus und die Sorge als Querdenker dazustehen, auf der anderen Seite das journalistische Gewissen und ein Bewusstsein für die Mitverantwortung an der Informiertheit der Bürger. Die große Mehrheit der Journalisten hat entweder nicht gemerkt, dass sie sich in Sachen Corona von den ethischen Grundsätzen des Pressekodex mehr als nur 1,5 Meter sozial distanziert haben oder empfand sich nicht in der Lage, ihren Widerspruch konsequent zu äußern. Beides führte zu großflächiger Unausgewogenheit und fehlender Sorgfalt in der Pressearbeit. Dass es sich bei diesen Kodexverstößen nicht um Banalitäten handelt, dürften die Corona-Krise und die immensen Schäden durch die Maßnahmen mehr als deutlich gezeigt haben. Die Presselandschaft ist meiner Meinung nach in großem Maße mitverantwortlich für:

  • eine übertriebene und damit krankmachende Angst vor Sars-Cov2
  • einen feindseligen Debattenraum bzgl. der unterschiedlichen Sichtweisen auf die Corona-Maßnahmen
  • die Vertiefung der Spaltung der Gesellschaft
  • die Angst vor gesunden Menschen als Infektionsquellen
  • die Annahme, Lockdowns beeinflussen das Infektionsgeschehen ohne dabei großen Schaden anzurichten
  • die Annahme, massenhaftes und laienhaftes Maskentragen schütze andere
  • die Annahme, Sars-Cov2 wäre ein ganz neues Virus
  • das durch Schulschließungen, Maskentragen und Testen erzeugte Leid an Millionen von Kindern
  • einen signifikanten Vertrauensverlust in die deutsche Presselandschaft

Journalisten hätten, wie auch vereinzelt geschehen, durch eine dem Pressekodex entsprechende Berichterstattung, die Möglichkeit gehabt, dialogfördernd, sorgfältig, besonnen und hinterfragend zu berichten. Politiker und vermeintliche Experten wären dadurch dazu herausgefordert gewesen, ihre Prognosen und Thesen zu belegen und Widersprüche zu erklären. Außerdem wäre es möglich gewesen, die Argumente der Maßnahmenkritiker zu veröffentlichen, um ausgewogen zu berichten und zu erfahren, mit welchen stichhaltigen Argumenten die Befürworter darauf reagieren. Ein lebendiger, respektvoller und hoch spannender Diskurs wäre möglich gewesen. In meinen Augen war es das, was uns Medienkonsumierenden laut Pressekodex und Medienstaatsvertrag zusteht.

Es ist bereits 5 nach 12, um endlich zu verstehen, dass Herdendenken und Gruppengläubigkeit nicht Teile des Pressekodex sind. Es wird Zeit, eine ethische, würdevolle und sorgfältige Berichterstattung zu betreiben, auch dann, wenn es bedeutet, sich konträr zur Mehrheit zu äußern. Auch in Krisenzeiten und auch dann, wenn ich als Journalist persönlich ganz anderer Meinung bin, als die, über die ich berichte, muss Ziffer 1 des Pressekodex das journalistische Handeln durchdringen:

„Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“

Es ist höchste Zeit, Strukturen zu schaffen, die dafür sorgen, dass sowohl Pressekodex als auch die Grund- und Kinderrechte nicht hohle Phrasen sind, sondern gelebte Grundsätze für ein ethisches und würdevolles Zusammensein auch und besonders in Pandemiezeiten!

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 25. Oktober 2021 bei bbarucker.podigee.io

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Bildquelle: 2p2play / shutterstock

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Kommentare (15)

15 Kommentare zu: “Der Pressekodex und die Corona-Berichterstattung | Von Bastian Barucker

  1. zivilist sagt:

    WELCHES Virus ?

    Als Erreger einer angeblich neuen angeblich gefährlichen Krankheit ,eben Covid-19, wurde von China das Genom EINER Variante des Corona Virus nach dem Stand der Wissenschaft sequenziert, also erwürfelt und publiziert.

    Wie wir alle wissen, wurde diese EINE Variante längst von anderen Varianten verdrängt und damit sind wir beim Status Quo Ante: Corona ist ein Erreger, unter anderen, des grippalen Infektes, vulgo; Erkältung.

    Die Banalität des Bösen, der Neue Faschismus ist auf der Erkältung gegründet, und der Wahnsinn hat Methode, man braucht nämlich einen Vorwand, der bleibt und da wählt man einen, der schon immer da war und selbstredend harmlos ist.

    > Kulturgeschichte der Seuchen 1997 S1004

  2. Manfapo sagt:

    Die Wahrheit existiert. Sie existiert unabhängig vom Beobachter, weil die Quantenphysik hier nicht gelten kann. Diese Wahrheit lebt gerade in dieser Sekunde auch in der Causa " Corona". Niemand kennt Sie vollumfassend. Sie ist jedoch aufgrund dieser weitgehenst medizinisch/biologischen Vorgänge, empirisch zugänglich. Weiterhin ist sie meinungsresistent und absolut. Besteht ernsthaft die Absicht, sich ihr annähern zu wollen oder gar zu müssen, kann es unter der Prämisse einer Pandemie als Folge dieser Wahrheit keinen anderen Weg geben, als den einer evidenzbasierten transparenten Recherche, die hinsichtlich ihrer Ergebnisse jederzeit einer öffentlichen und wissenschaftlich fundierten Analyse standhalten muss. Die Tore, die zwangsläufig durch die Irrgarten der Empirie zur Wahrheit führen sollen, müssen stets von den wirklich an der Wahrheitsfindung Interessierten weit offengehalten werden. Wer die Tore zur Wahrheitsfindung versperrt, falsch beschildert, verengt ist nicht nur selbst ein Tor, sondern ebenso suspekt wie gefährlich. Nur angesichts eines im öffentlichen Fernsehen geäußerten Satzes von dem u.a. für die Wegfindung zuständigen Minister (sinngemäß: Wenn wir jetzt auch noch Geimpfte testen, ist die Pandemie nie vorbei) ist es jedermann möglich, selbst zu beurteilen, welches Verhältnis ein für die Gesundheit von Millionen Menschen zuständiger Volksvertreter zur Wahrheit hat. In diesem einen Fall ein gutes, wie sich dies täglich evidenzbasiert zeigt. Nur leider führt er damit seine eigene Coronapolitik mit einem federstrich vor aller Augen und Ohren vollumfänglich ab absurdum.
    Menschen, die wahrhaftig sich auf den Weg machen zur Wahrheitsfindung werden sich aufrecht stehend an allem Niedrigen den Kopf stoßen. Das Ausmaß ihrer Wunden zeugt gleichermaßen von ihrer Beharrlichkeit und Leidensfähigkeit wie ihres Mutes und dem unerschütterlichen Drang zur Wahrheitsfindung. Schon jetzt sind Menschen wie Gerald Hüther, H.J. Maaz, Boris Reitschuster, Ken Jebsen, Wolfgang Wodarg und viele andere mehr in meinen Augen Helden der Neuzeit.
    Warum wurden eigentlich niemals die "Prozesse" gegen den Nazarener und z.Bsp. Giordano Bruno als nach meiner Auffassung die größten Querdenker aller Zeiten ex Post niemals zumindest moralisch neu aufgerollt?
    Ich selbst bin kein Märtyrer und werde nach 63 Jahren diese für mich unerträglich gewordene Land verlassen. Es mag feige sein, aber selbst nach einer gewonnenen Schlacht, wird dieser urdeutsche Geist weiter spuken und sich ein anderes Schloss (Klima) suchen. GUTE NACHT DEUTSCHLAND!

  3. helli-belli sagt:

    Meiner Einschätzung nach ist das was hier zunehmend läuft ein Straftatbestand: "Volksverhetzung".

    Je nachdem wie sich diese Angelegenheit weiterentwickelt, wird auch bei jenen die ihre Medienmacht missbrauchen ein entsprechendes Verfahren fällig werden. Bei Journalisten ebenso wie bei anderen, die sich der Massenmedien bedienen um entsprechende Botschaften und Handlungsdirektiven auszurufen.

    … und je mehr Impfschäden verursacht werden, desto härter dürfte das Strafmaß ausfallen …

    ————————-
    Paragraf 130 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB):
    " Der Volksverhetzung macht sich demnach strafbar, wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt …
    ————————–

    also:
    damit derlei Äußerungen nicht plötzlich aus dem Netz und von den Festplatten verschwinden:
    a) Verzeichnis auf dem Rechner einrichten
    b) wenn man wieder über einen "aufstachelnden Artikel oder Beitrag" stolpert: Screenshot bzw download welcher auch Ross & Reiter protokollierend festhält darin ablegen
    c) sich nicht mehr weiter darüber aufregen
    d) andere dazu motivieren, es ebenfalls so zu handhaben.

    … alternativ könnte man auch ein Archiv / öffentliches CMS anlegen, mit Uploadfunktion und einigen Feldern für die Datenbank (MM-Orga, url, veröffentl.Datum, 3x Vorname/Nachname für den/die Verfasser welche zur Rechenschaft gezogen werden können würden wohl erstmal ausreichen … so peu a peu werde ich mich wohl nun ans Eingemachte machen müssen, und mehr als nur Kommentare beisteuern müssen … )
    … dann spart man sich unnötige Redundanz und diese Aufhetzer werden ggf. in Kenntnis gesetzt, dass ihr Tun u.U. ein Nachspiel haben könnte …

    … dass das System kollabiert wird ja immer offensichtlicher – aber ob alles weiterhin so schön nach Plan & Drehbuch verlaufen wird? wer weiß … die Auswirkungen und eben auch die Möglichkeiten der Digitalisierung scheinen meiner Ansicht nach nicht realistisch eingepreist zu sein …

  4. helli-belli sagt:

    Je nachdem wie sich diese Angelegenheit weiterentwickelt, wird auch bei jenen die ihre Medienmacht missbrauchen ein entsprechendes Verfahren fällig werden.
    … und je mehr Impfschäden verursacht werden, desto härter dürfte das Strafmaß ausfallen …

    ————————-
    Paragraf 130 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB):
    " Der Volksverhetzung macht sich demnach strafbar, wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt …
    ————————–

    also:
    damit derlei Äußerungen nicht plötzlich aus dem Netz und von den Festplatten verschwinden:
    a) Verzeichnis auf dem Rechner einrichten
    b) wenn man wieder über einen "aufstachelnden Artikel oder Beitrag" stolpert: Screenshot bzw download welcher auch Ross & Reiter protokollierend festhält darin ablegen
    c) sich nicht mehr weiter darüber aufregen
    d) andere dazu motivieren, es ebenfalls so zu handhaben.

    … alternativ könnte man auch ein Archiv / öffentliches CMS anlegen, mit Uploadfunktion und einigen Feldern für die Datenbank (MM-Orga, url, veröffentl.Datum, 3x Vorname/Nachname für den/die Verfasser welche zur Rechenschaft gezogen werden können würden wohl erstmal ausreichen … so peu a peu werde ich mich wohl nun ans Eingemachte machen müssen, und mehr als nur Kommentare beisteuern müssen … )
    … dann spart man sich unnötige Redundanz und diese Aufhetzer werden ggf. in Kenntnis gesetzt, dass ihr Tun u.U. ein Nachspiel haben könnte …

    … dass das System kollabiert ist ja offensichtlich – aber ob alles weiterhin so schön nach Plan & Drehbuch verlaufen wird? wer weiß … die Auswirkungen und eben auch die Möglichkeiten der Digitalisierung scheinen meiner Ansicht nach nicht realistisch eingepreist zu sein …

  5. Unterdessen schlagen die Medien auch allein zu.
    Sie kritisieren, dass die Politik nicht hart genug zuschlägt, also etwa einen Lockdown verkündet oder den letzten Ungeimpften, der sich im Wald versteckt, mit Hunden zur Strecke bringt.
    Nun, dann machen das eben die Medien, wie etwa Süddeutsche und Spiegel usw., auch gern selbst.
    Und sie erzählen uns, dass "die Menschen" endlich Blut sehen wollen.
    Vorschlag zur Güte: Einfach bei jedem Ortsschild ein paar Ungeimpfte aufhängen (Wenn man noch genügend findet).
    Das wirkt bestimmt.
    (Letzteres ist nicht meine Meinung aber mein Verständnis dessen, was die Medien schreiben).
    Ist die neue Regierung erst im Amt wird wohl gelten: "Wir schaffen das!".

    • TROTZDEM! Keine Panik. Ist doch klar, dass die bis mindestens Ende des Jahres und noch darüber hinaus, versuchen werden, soviel Hysterie wie möglich zu erzeugen, um auch die letzten an die Nadel zu bringen. Also: STANDHAFT BLEIBEN!

    • Keine Sorge, ich werde gewiss standhaft bleiben!
      Wer immer auch mit mit einer Injektionsnadel zu nahe kommen sollte, der wird es gar bitter bereuen.
      Das ist keine Drohung, sondern vielmehr ein Versprechen.

  6. wasserader sagt:

    Wohlwollen ist kein sinnvolles Kriterium in der Politik . Es ist übliches Mittel der Blendung.
    Für die selbsternannten Philanthropen passt treffender Psychopathen .
    Gute Politik kann nur aus Konsens kommen.
    Die Kriterien für guten Konsens sind wesentlich für gute Politik .
    Ein negatives Kriterium für Konsens ist Machtkonzentration – der Albtraum globale Machtkonzentration .
    Je kleiner eine Gemeinschaft, umso direkter sind dem Einzelnen Entscheidungsprozesse zugänglich.
    Auf der Erde herrscht Machtkonzentration die einmalig in der Geschichte der Menschheit ist .
    Diese Machtkonzentration ist mit Corona klar in das Stadium des Faschismus eingetreten . Die Machtkonzentration ermöglicht nun diesen Faschismus auf Politischer , Juristischer, Exekutiver und Medialer Ebene durchzuziehen .

  7. Ich frage mich, in welcher Welt Bastian Barucker lebt. Hat doch Corona längst nachgewiesen, dass Jörg Schönenborn recht hat. Zitat: „dass es die Menschen überfordern würde, Wissenschaftlern mit verschiedenen Einschätzungen zuzuhören, um sich eine eigene Meinung zu bilden.“
    Wir leben doch längst in der Übegangsphase zur transhuman-digitalen Welt, in der nur noch die Schlauesten und Gebildetsten in der Lage sind, eine im Extrem 280 Buchstaben umfassende Twittermeldung bis zum Ende zu verfolgen.
    So haben es die Medien auch genau richtig gemacht. Um die zur „Epidemischen Notlage von nationaler Tragweite“ passende Einstellung (Panik) zu vermitteln braucht man – und hat man reichlich verwandt – vor allem Bilder (Bergamo, röchelnde Erstickende, Intubierte) und dazu die richtigen, knappen Parolen im Sinne von „Du stehst bereits auf der Schippe des Todes!“, gefolgt von „Impfen macht frei!“ (war u.a. auf Düsseldorfer Billboard zu lesen, wenn ich mich recht erinnere).
    So geht das richtig und „holt die Menschen dort ab, wo sie sind“ (tiefe, pädagogische Weisheit).
    Und ja… da ist noch so ein Rest (Ältere?) von Leuten verblieben, die Berichterstattung so verstehen, als wären wir ca. 1970 stehen geblieben. Sind wir aber nicht. Jetzt haben wir Handy!!!
    Und können natürlich die Medien nicht auf so ein paar Hanseln ausgerichtet werden.
    Sind Viele doch längst überfordert in der BILD mehr als die Überschriften zu lesen.
    (Lesen? Eine aussterbende Kulturtechnik?).

    • Nachtrag: Ja, ich habe die Dummheit der Mehrheit immer für eher hoch eingeschätzt und muss zugeben, zu erleben, dass diese weit über das hinausgeht, womit ich gerechnet hatte, und dieses ständig mit eigenen Augen sehen zu müssen, wenn ich das Haus verlasse, das hat mich dann doch etwas schockiert.

    • Zitat: Ja, ich habe die Dummheit der Mehrheit immer für eher hoch eingeschätzt und muss zugeben, zu erleben, dass diese weit über das hinausgeht, womit ich gerechnet hatte, und dieses ständig mit eigenen Augen sehen zu müssen, wenn ich das Haus verlasse, das hat mich dann doch etwas schockiert. Zitat Ende.

      Ich muss leider eingestehen, so schockiert war ich darüber eigentlich gar nicht.
      Denn irgendwie war/ist mir dies schon seit längerem klar gewesen.
      Es trat halt früher nur nicht ganz so deutlich und offensichtlich zu Tage wie heute.
      Ich schreibe allerdings schon seit Jahren darüber das ich ca. 80 bis 98% aller Menschen für derart dumm halte, dass die Bezeichnung "genetische Füllmenge" für jene Personen sogar noch wohlwollend zu verstehen ist.
      Geistig sind solche Menschen vom Homo sapiens sapiens in etwa so weit entfernt wie unsere Erde vom weitest entfernten Stern in der von uns am weitesten entfernten Galaxie.
      Und das ist wirklich ziemlich weit entfernt.
      Dies ist zwar insgesamt eine traurige Erkenntnis, da mit dieser Erkenntnis leider auch die Tatsache verbunden das sich so schnell mit diesen Menschen nichts zum Besseren hin wenden lässt.
      Aber es ist nun einmal einfach nicht zu ändern.
      Und somit müssen wir, diejenigen die geistig vielleicht schon ein gutes Stück weiter sind, wohl leider damit leben das überall um uns herum solche Vollpfosten leben-,…oder sollte ich womöglich besser -dahinvegetieren, schreiben.

  8. 250 Millionen Dollar .
    Verteilt an viele Deutsche Medien,
    durch BILL GATES.
    Ist für mich die Antwort.

    • Nevyn sagt:

      Viel zu aufwändig, einzelne Journalisten zu bestechen. Man kauft gleich ganze Medienhäuser.

    • Bei dem bei uns (aber nicht nur bei uns) verbreiteten VORAUSEILENDEN GEHORSAM, kriegst Du sehr viel auch gratis.
      Denk' allein mal an die Begeisterung der Lehrer und Lehrerinnen für die Corona-Maßnahmen. Die haben es es vielfach sogar geschafft, die staatlichen Maßnahmen durch eigene noch auszuweiten.

    • Querdenker sagt:

      @Hartensteiner: Ich sage nur "Gegenplan", wer mit dem Begriff nichts anzufangen weiß, der schaut einfach mal im Internet, sogar bei Wikipedia wird man fündig ;-)

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