Der Krieg trifft Deutschland | Von Jochen Mitschka

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Nun wurde also Deutschland zum ersten Mal direkt durch den Krieg in der Ukraine getroffen. Allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von dem Angreifer, der in Deutschen Medien an die Wand gemalt wird. Der Westen ist propagandistisch gut aufgestellt, um auch außerhalb der NATO-Länder und den Verbündeten die Meinung zu beeinflussen. So hört man sogar in Afrika Aussagen von so genannten Fachleuten in westlich dominierten Medien, die den Eindruck aufkommen lassen, dass Russland seine eigenen Pipelines NorthStream1 und 2 gesprengt hätte. Daher sollten wir wieder hören, was außerhalb der Konfliktparteien von gut informierten Analysten ganz unaufgeregt und sachlich zu der Eskalation gesagt wird. Aber andererseits auch was die Referenden in den abtrünnigen Provinzen angeht, die zeitgleich die Gemüter im Westen glühen ließen.

Am 22. September 2022 erklärte der indische Ex-Diplomat M.K. Bhadrakumar „Warum das Ukraine-Referendum eine große Sache ist“. (1) Er schreibt, dass das Referendum vom 23. bis 27. September im Donbass und in den südlichen Regionen Cherson und Saporoschje über den Beitritt zur Russischen Föderation auf den ersten Blick nur die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts der einheimischen Bevölkerung sei, die den vom Westen unterstützten Regimewechsel in Kiew im Jahr 2014 und den Aufstieg extrem nationalistischer Kräfte mit neonazistischen Tendenzen in der Machtstruktur ablehne. Tatsächlich habe es aber noch ganz andere Dimensionen.

Für Cherson und die Saporoschje-Kosaken sehe das Referendum drei aufeinander folgende Entscheidungen vor: Abspaltung dieser Gebiete von der Ukraine, Bildung eines unabhängigen Staates und Beitritt zur Russischen Föderation als Subjekt.

Im Jahr 2014 wurden alle rechtlichen Verfahren für die Aufnahme der Krim und Sewastopols in die Russische Föderation innerhalb von vier Tagen abgeschlossen, erklärt der Artikel. Auch dieses Mal sei ein zügiger Prozess zu erwarten. In Russland gebe es eine breite Unterstützung für die Wiedervereinigung mit der russischstämmigen Bevölkerung in den östlichen und südlichen Regionen der Ukraine, die in den vergangenen acht Jahren unter der brutalen Gewalt extremistischer ukrainischer Nationalisten, die den Staatsapparat kontrollieren, zu leiden hatte. Für die russische Bevölkerung sei dies ein sehr emotionales Thema.

In der Zeit nach dem Kalten Krieg habe der Westen bei der Zerschlagung des ehemaligen Jugoslawiens erstmals den Geist der Selbstbestimmung aus der Flasche gelassen. Aber obwohl die USA bereits zwischen 1999 und 2008 die Abspaltung des Kosovo von Serbien gefördert hatten, sei die Entität von der UNO immer noch nicht anerkannt worden. Serbien lehne die Abspaltung trotz des anhaltenden westlichen Drucks weiter ab.

Der Präzedenzfall Kosovo werde die westlichen Mächte jedoch nicht davon abhalten, den Beitritt von Regionen der Ukraine zur Russischen Föderation zu verurteilen. Die große Frage sei heute die nach dem russischen Kalkül. Präsident Wladimir Putin habe sicherlich einkalkuliert, dass der Beitritt der “russischen Regionen” in der Ost- und Südukraine in der Öffentlichkeit sehr populär ist. Er habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass er ein feines Gespür für die Hoffnungen und Bestrebungen seines Volkes hat. Die aufschlussreichsten (und maßgeblichen) Kommentare zu diesem Thema stammen vom ehemaligen Präsidenten Dmitri Medwedew, erklärt der Autor.

Medwedew sei der Meinung, dass diese Plebiszite “den Vektor der Entwicklung Russlands für Jahrzehnte völlig verändern. Und nicht nur unser Land. Denn nachdem sie (die Volksabstimmungen) abgehalten und die neuen Gebiete in Russland aufgenommen worden sind, wird die geopolitische Transformation in der Welt unumkehrbar werden.” Vor allem aber habe Medwedew gewarnt: “Ein Übergriff auf das Territorium Russlands ist ein Verbrechen, dessen Begehung es erlaubt, alle Kräfte der Selbstverteidigung einzusetzen.”

Wenn der Prozess der Annexion der neuen Gebiete abgeschlossen ist, so Medwedew weiter,

“wird kein einziger künftiger russischer Staatschef, kein einziger Beamter in der Lage sein, diese Entscheidungen rückgängig zu machen. Deshalb sind diese Volksabstimmungen in Kiew und im Westen so gefürchtet. Deshalb müssen sie auch durchgeführt werden”.

Es zeige sich, so der Autor weiter, dass Russland die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung aufgegeben habe. Ursprünglich sei Moskau optimistisch gewesen, dass Kiew verhandeln würde, aber die bittere Erfahrung hätte gezeigt, dass Präsident Zelenski kein freier Mann sei. Das US-amerikanisch-britische Tandem habe die von russischen und ukrainischen Beamten im April in Istanbul unter türkischer Vermittlung ausgehandelte Vereinbarung untergraben. Die Biden-Administration halte die Stoppuhr für den Stellvertreterkrieg in der Hand. Und Washingtons Zeitplan sei mit der Schwächung und Zerstörung des russischen Staates verbunden, was das ultimative Ziel der USA sei.

Es genüge zu sagen, dass das Referendum unter den gegebenen Umständen die einzige Handlungsmöglichkeit Russlands sei, während Kiew eine maximalistische Position beibehalte, zu der die USA, Großbritannien und Polen geraten haben.

Der Beitritt von Donbass, Cherson und Saporoschje schaffe eine neue politische Realität, die Russland mit der teilweisen Mobilisierung auf paralleler Schiene militärisch untermauern werde.

Der Beitritt bedeute insofern einen Paradigmenwechsel, als jeder weitere Angriff auf diese Regionen von Moskau als Angriff auf die territoriale Integrität und Souveränität Russlands gewertet werden kann.

Die mutwilligen Angriffe Kiews auf die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur in Donbass, Cherson und Saporoschje werden mit Sicherheit eine russische Reaktion auslösen, meint der Ex-Diplomat. Jeder Angriff werde nun als Aggression betrachtet und Moskau behalte sich das Recht vor, “angemessen” zu reagieren. Die Tatsache, dass der russische Aufmarsch in diesen Gebieten erheblich aufgestockt und aufgerüstet wird, signalisiere die Bereitschaft zur Anwendung von Gewalt.

In der Zwischenzeit werde Russland seine speziellen Militäroperationen fortsetzen, bis die gesteckten Ziele vollständig erreicht sind. Das bedeute, dass noch mehr Gebiete unter russische Kontrolle geraten können, wodurch immer neue Tatsachen geschaffen werden, während die Spur des Dialogs erloschen sei. Und natürlich spiele sich all dies zu einem Zeitpunkt ab, an dem Europa in die Rezession abrutscht, weil die Sanktionen gegen Russland zum Bumerang würden. Es sei unwahrscheinlich, dass die europäische Öffentlichkeit ihre Regierungen dabei unterstützen werde, wegen der Ukraine in einen Krieg mit Russland einzutreten. Kiew und seine Mentoren in Washington und London müssten dies alles sehr sorgfältig bedenken.

Weder das Pentagon noch die russische Militärführung werden das Risiko der ernsthaften direkten Konfrontation eingehen, meint Bhadrakumar zuversichtlich. Es sei wahrscheinlich, dass der Beitritt der neuen Gebiete zur Russischen Föderation weder von den USA noch von der NATO militärisch in Frage gestellt werde.

Dennoch befinde sich Russland, wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte, ohnehin im Krieg mit der NATO, wenn auch nicht in Bezug auf die Waffenlieferungen der USA, denen “wir etwas entgegensetzen können”, sondern in Bezug auf die bestehenden westlichen Systeme – Kommunikationssysteme, Informationsverarbeitungssysteme, Aufklärungssysteme und Satellitenaufklärung.

Der Beitritt der Regionen Donbass, Cherson und Saporoschje zur Russischen Föderation sei ein unwiderruflicher Schritt, der nicht rückgängig gemacht werden könne und werde, solange die Russische Föderation ein unabhängiger Staat ist, wie Medwedew betont habe. Die USA – und der “kollektive Westen” aber auch die NATO – würden das wissen. Im Klartext:

Der NATO-Algorithmus für Stellvertreterkriege ist obsolet geworden und wird zum Museumsstück.

Die Analogie der CIA zum afghanischen Dschihad der 1980er Jahre gelte nicht mehr, meint Bhadrakumar – falls sie überhaupt jemals galten. In der Tat habe Russland einen “Sumpf” in der Ukraine vermieden und sei auf dem Weg, den Spieß gegen die NATO umzudrehen.

In seiner nationalen Ansprache am Mittwoch habe Putin gesagt:

“Im Falle einer Bedrohung der territorialen Integrität unseres Landes und zur Verteidigung Russlands und unseres Volkes werden wir sicherlich von allen uns zur Verfügung stehenden Waffensystemen Gebrauch machen. Das ist kein Bluff.”

Putin sagte auch, dass Russland über eine überlegene nukleare Schlagkraft verfüge. Um doppelt sicher zu gehen, dass die Botschaft angekommen ist, habe Moskau den Schleier über seine neueste ICBM, Sarmat, gelüftet.

Bhadrakumar fügte dann am 28. September noch eine Beurteilung des Angriffs auf die NordStream Gasleitungen hinzu. Er sagt, dass dieser Angriff die Aussichten für einen Dialog in der Ukraine zur Beendigung des Konflikts nun endgültig beseitigt habe (2).

Die Zerstörung von NorthStream

Der Autor beginnt mit der Erklärung, dass die meisten westlichen Regierungen sehr schnell erklärt hatten, dass es sich offensichtlich um einen Sabotageakt handelte.

Unterdessen habe Radoslaw Sikorski, Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger polnischer Außenminister, den USA für die Beschädigung der Nord Stream-Pipelines gedankt. “Eine kleine Sache, aber so viel Freude”, twitterte Sikorski und fügte hinzu: “Danke, USA.” Sikorski habe US-Präsident Joe Biden zitiert, der am 7. Februar, bevor Russland seine Militäroperation in der Ukraine begann, gedroht hatte, wenn Moskau gegen Kiew vorgehen würde, “wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.” Als ein Journalist Biden um eine Klarstellung bat, sagte er rätselhaft: “Ich verspreche Ihnen, dass wir in der Lage sein werden, das zu tun.”

Tatsächlich, so der Autor weiter, wurden Berichten zufolge kürzlich zwei Gruppen von US-Kriegsschiffen in einem Umkreis von 30 km um den Ort des Anschlags auf Nord Stream gesichtet. Sikorski zufolge habe der Schaden an der Nord Stream den Handlungsspielraum Russlands eingeengt, da Moskau nun mit den Ländern, die die Gaspipelines Druschba und Jamal kontrollieren – der Ukraine bzw. Polen – sprechen müsse, um die Gaslieferungen nach Europa wieder aufzunehmen.

Die deutschen Sicherheitsdienste seien der Meinung, dass nur ein staatlicher Akteur die Unterwasserpipeline beschädigt haben kann, und vermuten, dass “Taucher oder ein Mini-U-Boot” Minen oder Sprengstoff an der Pipeline angebracht haben könnten. Der US-Außenminister Antony Blinken wollte sich dazu nicht äußern und sagte: “Es handelt sich um erste Berichte (über Sabotage), die wir noch nicht bestätigt haben. Aber wenn sie sich bestätigen, ist das eindeutig in niemandes Interesse”.

Aus amerikanischer Sicht, so Blinken, gebe es zwar “klare Herausforderungen in den kommenden Monaten” in Bezug auf die europäische Energieversorgung, “aber es gibt auch eine sehr bedeutende Gelegenheit, zwei Dinge zu tun.” Die erste bestehe darin, “endlich die Abhängigkeit Europas von russischer Energie zu beenden” und die zweite darin, “den Übergang zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen”, damit der Westen die “klimatische Herausforderung” angehen kann.

Für Washington liege die Priorität eindeutig darin, eine Preisobergrenze für russische Ölexporte einzuführen und die LNG-Lieferungen nach Europa zu einem Zeitpunkt anzukurbeln, an dem die USA in diesem Jahr zum größten LNG-Exporteur der Welt geworden sind, was zum Teil auf das vom Westen verhängte Embargo gegen Russland zurückzuführen sei. Und die Entscheidung über die Preisobergrenze müsse von der EU gebilligt werden.

Die geopolitischen Auswirkungen würden auf der Hand liegen, erklärt der Ex-Diplomat. Der Angriff auf NordStream habe stattgefunden, als am Montag im Donbass, in Saporoshje und Cherson das Referendum über den Beitritt dieser Regionen zu Russland begann. Am Sonntag hatte Biden eine deutliche Erklärung abgegeben, in der er sagte, dass die USA ukrainisches Territorium niemals als etwas anderes als Teil der Ukraine anerkennen würden und dass “Russlands Referenden ein Schwindel sind”.

Sikorski habe darauf hingewiesen, dass die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen nach Deutschland angesichts der vernichtenden Schäden an der Nord Stream nur über die durch Polen und die Ukraine verlaufenden Pipelines aus der Sowjetzeit möglich sei. Doch Warschau und Kiew würden unter den gegebenen Umständen wohl nicht kooperieren.

Vor allem verliere Russland jeglichen Einfluss auf die deutsche Politik in einer Zeit, in der eine schwere Wirtschaftskrise drohe und der Ruf nach einer Überprüfung der Entscheidung Berlins gegen die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 lauter wird.

Letzte Woche fanden in Deutschland große Demonstrationen statt, bei denen die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 gefordert wurde, um die Energieknappheit zu beheben.

Auch die deutsche Führung habe nun keine Möglichkeit mehr, in den sauren Apfel zu beißen und sich um die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen zu bemühen (es sei denn, sie bittet Polen und die Ukraine um Zusammenarbeit bei der Wiedereröffnung der Jamal- und Druschba-Pipelines). Die Reise von Bundeskanzler Scholz in die Golfregion (Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar) am vergangenen Wochenende, bei der er sich um weitere Öllieferungen bemühte, hatten nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, so der Autor weiter.

Saudi-Arabien, das bei der Regulierung der Ölförderung mit Russland verbündet sei, nehme auf der Weltbühne weiterhin eine zweideutige Position ein, während der Westen Russland in der Frage der vollständigen Energieunabhängigkeit gegenüberstehe. In den Vereinigten Arabischen Emiraten erzielte Scholz etwas bessere Ergebnisse, indem er ein Abkommen über Energiesicherheit unterzeichnete, das die Lieferung von Flüssiggas bis Ende 2022 vorsehe.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, wären die Nord Stream-Pipelines zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Ukraine-Konflikt abgeschaltet worden, als für den Herbst bis Dezember eine Ruhepause erwartet werde. Dies hätte ein kleines Zeitfenster für einen Dialog mit Moskau darstellen können. Es gebe Gerüchte, dass Scholz’ Golfreise auch darauf abzielte, den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman um Hilfe zu bitten, der ausgezeichnete Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhält. (Prinz Salman habe vor kurzem den Gefangenenaustausch zwischen Moskau und Kiew eingefädelt.)

Das Fazit sei, dass in jeder Architektur des Dialogs zwischen Europa und Russland die Wiederaufnahme der russischen Energielieferungen zur Linderung der Wirtschaftskrise in Europa ein Leitmotiv wäre. Wer auch immer den Anschlag auf Nord Stream verübt habe, hatte also ein perfektes Gespür für das richtige Timing.

Diese heimtückische Tat sei staatlich gefördert und mache deutlich, dass es im Westen mächtige Kräfte gibt, die eine Verlängerung des Konflikts wollen und alles daran setzen werden, jeden Ansatz von Waffenstillstand und Dialog zu unterdrücken, koste es, was es wolle.

Ein solcher “vorsätzlicher Sabotageakt” habe lange im Voraus geplant werden müssen. Es überrasche nicht, dass der Kreml sagt, er sei “äußerst besorgt über den Vorfall”. Bhadrakumar meint, dass der Vorfall vergleichbar sei mit der anglo-amerikanischen Sabotage des Istanbuler Abkommens zwischen Kiew und Moskau Ende März, durch die der Krieg um fünf Monate verlängert wurde.

Im vorliegenden Fall habe die Kriegslobby die letzte Brücke für einen Frieden zerstört und dafür gesorgt, dass die europäischen Länder keine Möglichkeit mehr haben, auf russisches Gas zurückzugreifen um ihre Wirtschaft zu retten.

Abschließend weist der Autor darauf hin, dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sarkastisch bemerkte, wie die amerikanischen Ölgesellschaften zu “Kriegsgewinnlern” geworden seien.

Die USA hätten nicht nur den russischen Energielieferanten ersetzt, sondern würden die Europäer auch zwingen, das Acht- bis Zehnfache des mit Gazprom vereinbarten Preises zu zahlen.

Soweit dieser Artikel.

Zum Abschluss noch eine Bemerkung von Pepe Escobar (4), der ausführt, dass die NATO auf dem Gebiet der Unterwasserdrohnen sehr aktiv gewesen sei. Die Amerikaner haben ihm zufolge zum Beispiel Zugang zu norwegischen Langstrecken-Unterwasserdrohnen, die mit anderen Designs modifiziert werden können. Alternativ könnten auch professionelle Marinetaucher für die Sabotage eingesetzt worden sein – auch wenn die Gezeitenströmungen um Bornholm eine ernste Angelegenheit sei.

Das große Bild zeige den kollektiven Westen in absoluter Panik, mit atlantischen “Eliten”, die zu allem bereit seien – ungeheuerliche Lügen, Attentate, Terrorismus, Sabotage, Finanzkrieg, Unterstützung von Neonazis – um ihren Abstieg in einen geopolitischen und geoökonomischen Abgrund zu verhindern.

Die Abschaltung von NS und NS2 bedeute die endgültige Beendigung jeglicher Möglichkeit eines deutsch-russischen Abkommens über Gaslieferungen, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Deutschland auf den niedrigen Status eines absoluten US-Vasallen zurückgestuft wird.

Dann kommt der Autor auf einen wichtigen Punkt in Hinsicht auf die NATO-Mitgliedschaft Deutschlands: Der entscheidende Punkt sei, dass die „Verteidigungsgemeinschaft“ möglicherweise mit dem Fall eines EU/NATO-Mitglieds konfrontiert sei, das in einen Sabotageakt gegen die wichtigste EU/NATO-Wirtschaft verwickelt ist. Das sei ein casus belli, also ein Grund einem anderen Staat den Krieg zu erklären. Abgesehen von der erschreckenden Mittelmäßigkeit und Feigheit der derzeitigen Regierung in Berlin sei es klar, dass der BND – der deutsche Geheimdienst – sowie die deutsche Marine und informierte Industrielle früher oder später „die Rechnung aufmachen“ werden.

Dann erklärt Escobar, dass es nicht der erste Anschlag dieser Art gewesen sei. Am 22. September gab es demnach schon einen Anschlag auf Turkish Stream durch Kiewer Saboteure. Aber außer Indizien gebe es auch Beweise. Am Tag vor dem Anschlug wurden auf der Krim Marinedrohnen mit englischsprachigen Kennungen gefunden, die vermutlich Teil des Komplotts waren, meint der Autor. Hinzu würden US-Hubschrauber gezählt werden müssen, die vor Wochen die künftigen Sabotageknotenpunkte überflogen, ein britisches “Forschungsschiff”, das seit Mitte September in dänischen Gewässern „herumlungert“, und ein Tweet der NATO über die Erprobung “neuer unbemannter Systeme auf See” am Tag des Sabotageakts.

Bewertung

Jeder sollte nun erkennen können, dass eine Macht, welche den Tod von 500.000 Kindern durch Sanktionen gegen den Irak als bedauernswerten aber notwendigen Kollateralschaden einschätzt, die Zerstörung Deutschlands als Industriestandort und die Vernichtung von Millionen Existenzen ebenfalls lediglich als notwendigen Kollateralschaden betrachtet. Das wäre für einen Deutschen vielleicht noch zu verkraften. Allerdings nicht die Kollaboration der Führung des eigenen Landes mit jenen Kräften, die ganz offensichtlich Deutschland als reine Opferanode im Krieg gegen Russland betrachten. Und leider muss festgestellt werden, dass dies nicht nur die Regierung, sondern den größten Teil der so genannten Volksvertreter, die Bundestagsabgeordneten betrifft. Besser sollten sie als das genannt werden, was sie in Wahrheit sind, nämlich Vertreter der so genannten „staatstragenden“ politischen Parteien.

Die Delegitimation dieser Politiker wird nicht durch ihre Kritiker verursacht, sondern durch die von ihnen hingenommene Politik eines brutalen und rücksichtslosen Hegemeons, die zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit in dem Skandal der Abhörung des Mobiltelefons von Angela Merkel bekannt wurde. Hatte Ex-Bundeskanzler Kohl noch NATO-Kriegsspiele verlassen, als die USA in ihnen die Kernwaffenbombardierung deutscher Städte beabsichtigte, um ein Vorrücken sowjetischer Truppen zu verhindern, muss man davon ausgehen, dass seine Nachfolger diese Skrupel heute nicht mehr haben.

Es ist nicht nur, dass der „Kaiser nackt ist“. Sondern er ist so hässlich, dass die Worte fehlen, um den Abscheu gegenüber dieser Heuchelei, den Lügen und der offensichtlichen Korruption zum Ausdruck zu bringen. Heinrich Heines „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“ kann die Hoffnungslosigkeit, Trauer und Wut nur unzureichend beschreiben, welche viele Menschen heute angesichts der Handlungen dieser selbsternannten narzisstischen Elite umtreiben.

Aber eine Tatsache sollte Hoffnung geben: Je tiefer ein Land fällt, desto wahrscheinlicher ist ein neuer Aufstieg. Die entscheidende Frage wird also sein, wie tief Deutschland noch sinken muss, ob es wieder erst in Asche fallen muss, um dann wie ein Phönix aufzusteigen. Oder ob die Mehrheit der deutschen Menschen endlich trotz der allumfänglichen Indoktrination aufwachen, und den Herrschenden dieses Landes klar machen, dass nun der tiefste Punkt erreicht ist.

Quellen und Ausblick

Interessant sind auch weitere Teile aus dem Artikel vom bereits vorgestellten Pepe Escobar. Nicht nur weil sein neuestes Buch über die „Raging Twenties“ von Facebook und Twitter aus politischen Gründen gesperrt wurde, sollte man genauer hinschauen. Er schrieb eine längere Analyse über die Situation nach der Sprengung der Pipelines, die er als Kriegserklärung gegen Deutschland und die EU definiert, und schließt dann mit ein paar Bemerkungen, die ich hinter den Quellen hinzufüge.

(1)https://www.indianpunchline.com/why-ukraine-referendum-is-a-big-deal/

(2)https://www.indianpunchline.com/attack-on-nord-stream-kills-prospects-for-dialogue-in-ukraine/

(3)https://www.unz.com/pescobar/germany-and-eu-have-been-handed-over-a-declaration-of-war/

(4)https://www.unz.com/pescobar/germany-and-eu-have-been-handed-over-a-declaration-of-war/

Die Kriegserklärung

Pepe Escobar meint auch, dass es nun noch schlimmer kommen werde, denn an der Front der Pipeline-Terrorakte gebe es nun kein Halten mehr. Russland werde nicht nur wegen Turk Stream, sondern auch wegen Power of Siberia in Alarmbereitschaft sein. Das Gleiche gelte für die Chinesen und ihr Labyrinth von Pipelines, die in Xinjiang ankommen.

Unabhängig von der Methodik und den Akteuren, die in die Sache verwickelt waren, sei dies die Rache für die unvermeidliche kollektive Niederlage des Westens in der Ukraine. Und eine grobe Warnung an den globalen Süden, dass sie es wieder tun werden. Doch Aktion erzeuge immer Reaktion: Von nun an könnten auch mit US-amerikanischen und britischen Pipelines in internationalen Gewässern “komische Dinge” passieren.

Die EU-Oligarchie befinde sich blitzschnell in einem fortgeschrittenen Auflösungsprozess, erklärt der Autor.

Das Zeitfenster, in dem sie zumindest versuchen konnte, eine Rolle als strategisch autonomer geopolitischer Akteur zu spielen, sei nun geschlossen.

Die Eurokraten befänden sich nun in einer ernsten Zwickmühle. Sobald klar sei, wer die Täter der Sabotage in der Ostsee sind, und sobald sie die lebensverändernden sozioökonomischen Folgen für die Bürger der gesamten EU verstehen, werde das Kabuki, oder für deutsche Leser besser verständlich, das Tanzen des Namens, aufhören müssen. Dazu gehöre auch die bereits laufende, äußerst lächerliche Nebenhandlung, dass Russland seine eigene Pipeline in die Luft gesprengt habe, während Gazprom einfach die Ventile für immer hätte abdrehen können.

Und es komme noch schlimmer: Gazprom droht, das ukrainische Energieunternehmen Naftofgaz wegen unbezahlter Rechnungen zu verklagen. Das könne dazu führen, dass kein russisches Gas mehr durch die Ukraine in die EU geleitet wird. Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, sei Deutschland vertraglich verpflichtet, bis 2030 jährlich mindestens 40 Milliarden Kubikmeter russisches Gas abzunehmen.

Dann führt Escobar aus, dass die Europäer nicht einfach NEIN sagen können. Gazprom habe einen Rechtsanspruch darauf, auch ohne Gaslieferungen bezahlt zu werden. Das sei ja der Sinn eines langfristigen Vertrags. Und das passiere jetzt schon: Wegen der Sanktionen bekomme Berlin nicht das ganze Gas, das es braucht, muss aber trotzdem zahlen.

Hier muss man einfügen, dass durch die Sprengungen der Pipelines natürlich für Deutschland die Möglichkeit eröffnet wurde, sich auf „höhere Gewalt“ durch welche die Unmöglichkeit der Lieferabnahme entstand, zu beziehen, und die Zahlungen zu verweigern. Und man sollte hinzufügen, dass im Krieg eigentlich nur der Verlierer Rechnungen bezahlen muss. Also muß man abwarten, bis der Krieg vorbei ist, falls dann noch jemand in der Lage ist, etwas zu bezahlen.

Escobar fährt dann fort zu erklären, dass jetzt schmerzlich deutlich werde, dass die imperialen Samthandschuhe ausgezogen seien, wenn es um die Vasallen gehe.

„Unabhängigkeit der EU: verboten. Zusammenarbeit mit China: verboten. Unabhängige Handelsverbindungen mit Asien: verboten. Der einzige Platz für die EU ist die wirtschaftliche Unterwerfung unter die USA: eine geschmacklose Neuauflage der Jahre 1945-1955. Mit einer perversen neoliberalen Wendung: Wir werden eure industriellen Kapazitäten besitzen, und ihr werdet nichts haben.“

Der Autor erklärt dann, dass die Sprengung der Pipelines zeige, was verschiedene Analysten seit geraumer Zeit erklären. Die Sabotage von NS und NS2 sei Teil des imperialen feuchten Traums, die eurasische Landmasse in tausend Teile zu zerlegen, um eine transeurasische Konsolidierung zwischen Deutschland (stellvertretend für die EU), Russland und China zu verhindern: ein BIP von 50 Billionen Dollar auf der Grundlage der Kaufkraftparität (KKP) im Vergleich zu 20 Billionen Dollar in den USA.

Escobar kommt dann auf den dem Leser vermutlich bekannten Mackinder zurück, der schon früh erklärte, dass die Kontrolle über die eurasische Landmasse die Kontrolle über die Welt bedeute. Die amerikanischen Eliten und ihre trojanischen Pferde in Europa würden nun alles tun, um ihre Kontrolle nicht aufzugeben.

„Die ‚amerikanischen Eliten‘ umfassen in diesem Zusammenhang die gestörte, von Strauß’schen Neokonservativen verseuchte ‚Geheimdienstgemeinschaft‘ und die großen Energie-, Pharma- und Finanzkonzerne, die sie bezahlen und die nicht nur vom ‚Forever War‘-Ansatz des Tiefen Staates profitieren, sondern auch mit dem in Davos ausgeheckten ‚Great Reset‘ ein Vermögen machen wollen.“ (3)

Die wütenden Zwanziger Jahre, so Escobar weiter, begannen mit einem Mord – an General Soleimani (und ca. einem dutzend „Kollateralschäden“). Die Sprengung von Pipelines sei Teil der Fortsetzung. Bis zum Jahr 2030 werde es einen „Highway to hell“ geben.

Reaktion auf Kommentare

Es gibt einige Kommentatoren, welche die Meinung äußern, dass das multipolare System einer Staatenordnung keine wirkliche Alternative sei und nur eine neue Herrschaftsvariante welche die Menschen weiter unmündig und nicht selbstbestimmt leben lasse. Ich hatte schon im Anhang zu meinem letzten PodCast darauf hingewiesen, dass es zunächst darum gehe, die Menschen in den Gesellschaften auf eine höhere Stufe der Bedürfnispyramide zu heben. Solange Menschen ums blanke Überleben kämpfen, solange haben sie gar kein Bedürfnis nach „Selbstverwirklichung“. Und das bisherige koloniale System der Unterdrückung und Ausbeutung, sowohl von fremden Gesellschaften als auch eigenen Gesellschaften, hat kein Interesse daran, die Menschen auf eine höhere Stufe der Bedürfnispyramide zu heben.

Dass sie es nach dem 2. Weltkrieg doch unbewusst taten, ist lediglich dem Wettbewerb mit einem konkurrierenden Gesellschaftssystem, dem der Sowjetunion, zu verdanken. In dem Augenblick, da dieser Wettbewerb weggefallen war, das können viele Menschen mit ausreichendem Lebensalter erzählen, ging es abwärts auf der Bedürfnispyramide. Der größte Sturz in Deutschland steht nun bevor, da die Energiekosten und Inflation Ersparnisse auffressen und die Menschen bald dort sind, wo sie am wenigsten an Selbstverwirklichung denken. Denn sie sind zu beschäftigt damit, für Heizung, Strom und Nahrung zu sorgen.

Der Multipolarismus ist nun in einer ähnlichen Situation wie die kapitalistische Gesellschaftsordnung nach dem 2. Weltkrieg. Sie steht im Wettbewerb zu Letzteren. Und sie versucht die Gesellschaften durch wirtschaftliche Entwicklung aus Armut, Not und Abhängigkeit zu befreien, wobei natürlich neue Abhängigkeiten entstehen. Aber dabei ist unvermeidbar, dass Menschen in den Gesellschaften durch diese Entwicklung in der Bedürfnispyramide aufsteigen. Und mit diesem Aufstieg wird der Wunsch nach selbstbestimmten Leben wachsen.

Dass dies durch eine gewisse Zeit durch Konsumismus und in China durch die konfuzianische Geschichte unterdrückt wird, darf nicht davor hinwegtäuschen, dass mit dem Aufstieg in der Bedürfnispyramide, Menschen zunehmend selbstbestimmt leben wollen. Thailand, Südkorea, Indonesien und andere Gesellschaften zeigen die Entwicklung auf.

Deshalb ist der Multipolarismus eigentlich die Realisierung der Ideale der Aufklärung und wird angetrieben durch Toleranz, Gewaltenteilung, Interessenausgleich. Dass dies zunächst nur zwischen Staaten betrieben wird, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es früher oder später auch in den Gesellschaften dazu kommen wird.

Wir sehen am Beispiel der USA, die Gewalt und Krieg als Lebensinhalt in sich tragen, wie Gewitterwolken den Regen, dass das, was der Staat auf globaler Ebene vollzieht, sich innerhalb der Gesellschaft in Form von Gewaltexzessen widerspiegelt. Es sind nicht die „liberalen Waffengesetze“, sondern die Verinnerlichung der Gewalt als legitimes Mittel, wie es vom Staat vorgelebt wird.

Insofern ist für mich der Multipolarismus, in dem sich auch verfeindete Staaten auf der Basis gemeinsamer Interessen zusammenschließen, der Auslöser dafür, dass dadurch ihren Gesellschaften die Möglichkeit verschafft wird, Wohlstand zu mehren und Not und Armut zu vermindern. Und letztendlich wird dadurch der Weg geebnet für den Aufstieg in der Bedürfnispyramide. Und abgesehen davon wird die Gefahr von Kriegen reduziert und Arbeitskraft der Menschen, die bisher in Vernichtung kanalisiert wird, wird frei gesetzt, um konstruktiv zum Wohlstand der Gesellschaften beizutragen.

Letzteres ist allerdings erst möglich, wenn die Bedrohung durch die Militärmaschinerie der USA und der NATO beseitigt wurde. So lange diese existiert, werden die Menschen in ihrer Entwicklung eingeschränkt, weil die von ihnen mühsam erarbeitete Werte eben für abschreckende oder verteidigende Vernichtungspotentiale genutzt werden müssen.

Während der Kapitalismus mit der Auflösung der Sowjetunion sein hässliches Gesicht zeigte, die ganze Welt beherrschen und ausbeuten wollte, wird im Fall des Multipolarismus bei Wegfall des konkurrierenden Systems der imperialen Macht mit seinen Vasallen, Abrüstung möglich und die Vernichtung von Wohlstand durch Rüstung deutlich verringert. Was wiederum den Aufstieg in der Bedürfnispyramide beschleunigt.

Great Reset

An dieser Stelle möchte ich das Ende eines langen Artikels des Freidenkers Klaus Linder über den „Great Reset“ einfügen. Denn auch aus extrem linker Sicht ist die Entwicklung zum Multipolarismus eine Widerstandsbewegung gegen die menschenverachtende Politik des Monopolkapitalismus, wenn man nur genau hinschaut.

„Diese dem heutigen Kapitalismus unter der Herrschaft des Finanzkapitals innewohnenden Tendenzen zur Barbarei, zur Bestialität, haben im gegenwärtigen Zustand übergreifender Faschisierung unter dem Aggressionsschirm der NATO, in der Kombination von Klima- und Corona-Ausnahmezuständen mit der offenen Kriegspolitik der produktivkraft-zerstörenden, in Hunger und Elend treibenden ‚Sanktionen gegen Rußland‘, nun einen Kulminationspunkt erreicht.

Die Ankündigungen des ‚Great Reset‘ sind ernst zu nehmen. Nicht ernst zu nehmen ist die Großsprecherei, als stünde die Agenda von Davos vor der Bildung einer ‚totalen Weltregierung‘ eines ‚Superstaates‘ nach den fiktiven Vorgaben der Burnham, Huxley, Orwell.

Noch einmal Lenin: ‚Der Verfasser hat vollkommen Recht. Würden die Kräfte des Imperialismus nicht auf Widerstand stoßen, so würden sie eben dahin führen‘“.

Ob und in welcher Form es zu diesem Widerstand auf nationaler Ebene kommen wird, in Deutschland und den Ländern der EU, wird die nähere Zukunft erweisen. Ungeachtet dessen entscheidet sich diese Frage gleichwohl bereits auf den Schlachtfeldern des Donbass und vor Taiwan – und es wird keine Entscheidung im Sinne der historisch perspektivlosen, ihren eigenen Untergang als Apokalypse verkündenden Klasse sein, für die Klaus Schwab das jährliche Theaterstück seines World Economic Forum inszeniert.“ (https://www.freidenker.org/?p=14310)

USA waren es nicht

Es gibt tatsächlich noch Menschen, die zweifeln daran, dass die NordStream Pipelines unter maßgeblicher Hilfe der USA zerstört wurden. Man überlege sich folgenden Gerichtsfall:

Ein vermutlicher Täter hatte die Tat angekündigt, er war zum Zeitpunkt der Tat am Tatort, er ist derjenige, der im größten Maße von der Tat profitiert, und er ist ein bekannter Wiederholungstäter, und ein anderer Profiteur der Tat dankte ihm für die Tat.

Dieser vermutliche Täter weist nun darauf hin, dass es eigentlich das Opfer selbst war, das diese Tat lange geplant hatte, weshalb es ihm möglich war, sich selbst zu schädigen. Die Anklage erklärt dann, dass das Opfer, ohne irgendetwas tun zu müssen, über viele Jahre viel Geld erhalten hätte, aber durch die Tat dies verunmöglicht wurde. Die Tat vernichtet also nicht nur Werte, sondern auch zukünftige Einnahmen ohne Gegenleistung des Opfers. Deshalb sei es vollkommen unmöglich, dass er die Tat geplant und durchgeführt habe, nur um sich als Opfer darstellen zu können.

Was mögen wohl die Geschworenen davon halten? Wie wird wohl das Urteil des Gerichts ausfallen?

Übrigens: Die wenigsten Menschen dürften mitbekommen haben, dass schon 2015 durch das schwedische Militär eine Unterwasserdrohne mit Sprengstoff in der Nähe einer NordStream-Pipeline gefunden worden war, ohne dass man sich vorsichtshalber die Mühe gemacht hatte, das Ursprungsland zu ermitteln. (https://www.pipeline-journal.net/news/explosive-laden-drone-found-near-nord-stream-pipeline) Und so dürfen wir sicher sein, dass auch neuere Untersuchungen der Explosion mit Sicherheit keine belastenden Beweise aus dem Wasser bringen werden. Wenn man einen Täter und/oder seine Verbündeten zu Untersuchern macht, wird das Ergebnisse das gleiche sein, wie in dem Fall, in dem man einen Politiker zum Verfassungsrichter macht, damit er über seine Kollegen und Freunde urteilt.

Schließlich möchte ich noch einmal daran erinnern, mit welchen Methoden die USA in der Vergangenheit ihre Wirtschaftsinteressen durchgesetzt haben und unter anderem auf das Buch „Bekenntnisse eines Economic Hit Man“ hinweisen. Ein hohes Weltpreisniveau für Gas wäre durch NordStream2 verhindert worden, das hatte vor Jahren eine wissenschaftliche Untersuchung ergeben. (https://www.energie.de/et/news-detailansicht/nsctrl/detail/News/auswirkungen-von-nord-stream-2-auf-die-gaspreise-in-europa) Ein solcher niedriger Gaspreis hätte die Exportmöglichkeiten für US-Frackinggas praktisch unmöglich gemacht. Deshalb war von mir seit Jahren erwartet worden, dass eine Sprengung der Pipelines erfolgt. Wenn auch die Hoffnung überwog, dass der Widerstand in der deutschen Politik das verhindern könnte.

Nun fordern einige Kommentatoren Russland auf, die Beweise zu den Terrorakten auf den Tisch zu legen. Das will Russland auch gerne tun, und zwar in einem Gremium, dem die ganze Welt zusehen kann, und das diese Präsentation für Generationen festhält, nämlich vor dem Sicherheitsrat der UN. Nun ratet mal, ob es zu einer solchen Präsentation kommen wird, oder ob der Westen dies zu verhindern weiß. Wenn die Verhinderung gelingt, dann bleiben also nur die russischen Medien zur Veröffentlichung, vor denen die Massen im Westen ja glücklicherweise durch Zensur geschützt werden.

Gas-Langfristverträge

Wer nun auch von den Explosionen profitiert, ist diese Regierung, was das Stillschweigen erklären kann. Denn durch die Unmöglichkeit der Gasabnahme, also sozusagen „höhere Gewalt“, muss nun die vertraglich vereinbarte Mindestmenge an Gas nicht mehr nach Russland bezahlt werden. Es war naiv zu glauben, dass diese Zahlungen (auch ohne Lieferungen) deutsche Politiker vielleicht hätten dazu bewegen können, gegen den Willen des großen Bruders in Washington doch Gas aus Russland, wenigstens in der vertraglich vereinbarten Mindestmenge, liefern zu lassen. Es war klar, dass man „Wege“ finden würde, diese Zahlungen zu vermeiden. Wer glaubt, dass sich Kräfte, die dem Imperium dienen, an Verträge halten, ist ganz einfach naiv. Weshalb ich seit Jahren davor warne, Verträge mit solchen Kräften überhaupt einzugehen, und sich dadurch erpressbar zu machen.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Maxx-Studio/ shutterstock

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Kommentare (59)

59 Kommentare zu: “Der Krieg trifft Deutschland | Von Jochen Mitschka

  1. Ralle002 sagt:

    Zitat aus dem obigen Beitrag:
    "Es gibt einige Kommentatoren, welche die Meinung äußern, dass das multipolare System einer Staatenordnung keine wirkliche Alternative sei…."

    Jedenfalls ist die NATO als solche nicht bereits das tiefere Problem.

    Wo die wirkliche Bedrohung liegt, hatte seinerzeit der 3. Präsident der Vereinigten Staaten besonders treffend formuliert:

    I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies. If the American people ever allow private banks to control the issue of their currency, first by inflation, then by deflation, the banks and corporations that will grow up around [the banks] will deprive the people of all property until their children wake-up homeless on the continent their fathers conquered. The issuing power should be taken from the banks and restored to the people, to whom it properly belongs.
    Thomas Jefferson, (Attributed)
    3rd president of US (1743 – 1826)

    Unsere westlichen Politiker sind Marionetten, wodurch etwaige Problemlösungen nicht gerade einfacher werden.

    Madeleine Albright: „Ekelhafte Serben“ und eine halbe Million tote Kinder
    https://www.pi-news.net/2022/03/madeleine-albright-ekelhafte-serben-und-eine-halbe-million-tote-kinder/

    Die meisten westlichen Politiker betrachten die Unabhängigkeit der westlichen Staaten von Russland wegen des fragwürdigen Demokratie-Verständnisses von Herrn Putin als eine Sofortmaßnahme:

    Polen geht „radikalen Schritt“: Schnelle Unabhängigkeit von Russland geplant
    https://www.fr.de/politik/europa-polen-russland-energie-gas-lieferungen-kohle-oel-wladimir-putin-zr-91447914.html

    Etwa Gerhart Baum spricht von der Erpressung, der wir uns nicht beugen dürften.

    FDP-Politiker Baum: „Wenn wir uns einer Erpressung beugen, ist es das Ende unserer Politik“
    https://www.maz-online.de/politik/fdp-politiker-baum-fordert-umdenken-von-junger-generation-MSRUUCQAIBFTBEKK2H6257NANQ.html

    Herr Baum fordert es richtig, dass wir die Erwartungen an unseren Lebensstil senken müssen.
    Zudem sieht er es richtig, dass Herr Putin nicht der Repräsentant der gesamten Bevölkerung Russlands ist.

    In Wirklichkeit wird Herr Putin vor allem eine Marionette irgendwelcher Konzerne bzw. des russischen Geheimdienstes sein. Er vertritt ganz sicher keine Interessen, die der russischen Bevölkerung dienen.
    Aber geht es den Mächten hinter Herrn Putin wirklich nur um Imperialismus im Sinne eines Selbstzwecks?

    21. April 2019
    Kurz vor offiziellem Endergebnis
    Politikneuling Selensky zum Präsidenten der Ukraine gewählt
    Der Großteil der Stimmen ist ausgezählt: Wolodymyr Selensky liegt mit über 73 Prozent bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine in Führung. Er löst Amtsinhaber Petro Poroschenko ab.
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/wahl-in-der-ukraine-wolodymyr-selensky-liegt-in-hochrechnung-vorne-a-1263858.html

    u.a. steht dort:
    Kritiker werfen dem Komiker vor, ein Populist ohne echtes Programm für die Zukunft des Landes zu sein. Immer wieder Thema ist auch Selenskys Nähe zu dem Oligarchen Igor Kolomojsky, der mit seinem TV-Kanal 1+1 Stimmung gegen Poroschenko machte.

    Hierzu:
    Anstatt Selensky aber als eine schwerkriminelle Marionette zu enttarnen, lobbyiert etwa Marie-Agnes ein wenig für die Rüstungsindustrie:

    FDP-POLITIKERIN STRACK-ZIMMERMANN
    „Dass Elon Musk für Russland spricht, das ist ziemlich verstörend“
    https://www.welt.de/politik/ausland/video241414407/Ukraine-Krieg-Strack-Zimmermann-kritisiert-Milliardaer-Elon-Musk.html

    Vor allem wissen wir es fast gar nicht, welche Mächte beim Ukraine-Krieg überhaupt beteiligt sind.

    20. SEPTEMBER 2022
    VIDEO: UFO-STUDIE IN DER UKRAINE: GANZE GRUPPEN UND GESCHWADER VON „SCHIFFEN“ MIT BIS ZU 54.000 KM/H ÜBER DER UKRAINE?
    https://www.fischinger-blog.de/2022/09/ufo-studie-in-der-ukraine-gruppen-und-geschwader-von-schiffen/

    Bei den Mit-Kommentatoren hier bei Apolut gibt es Schlaumeier, die gerne den Rebus "Hohlköpfe" verwenden, wenn es um die Hohle Erde geht:

    Die Geschichte mit dem Sannikow-Land stammt aber durchaus nicht von einem Märchenerzähler, sondern von einem Geologen.
    Jedenfalls liegt dieses mysteriöse Land nördlich von der der Kotelny-Insel benachbarten Faddejewski-Insel:

    13.10.2021
    Das „Sannikov-Land“ als geothermischer Energietraum
    https://forpost-sz.ru/de/museum/golden-names/obruchev

    u.a. steht dort:
    Der Autor des Buches war nicht in erster Linie ein Science-Fiction-Autor, sondern ein weltberühmter Geologe!

    Die Webseite bibliotecapleyades.net behauptet es komischerweise ebenfalls, dass die nördliche Polöffnung an eben dieser Stelle liegt:

    Location and Size of the Polar Opening:
    https://www.bibliotecapleyades.net/tierra_hueca/esp_tierra_hueca_33.htm

  2. Meine Mails an die üblichen Verdächtigen:

    Ich habe lauter Indizien gefunden die m.E. belegen, dass die NATO inklusive die USA aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Nordstream zerstört haben. Diese Indizien habe ich Russland zwecks Beschwichtigung und Aufklärung mitgeteilt.
    Zudem habe ich Russland zwecks Beschwichtigung lauter Gründe genannt, warum die NATO inklusive die USA sie grundsätzlich nicht angreifen würden.
    Allerdings habe ich Russland auch gewarnt, Atomwaffen in der Ukraine einzusetzen, u.a. weil sie damit die NATO inklusive die USA provozieren würden und den Krieg zum Eskalieren bringen könnten.
    Zudem habe ich Russland mitgeteilt, dass die NATO ihnen wohl haushoch überlegen ist und das russische Militär wohl schrottig oder technisch oder personell infiltriert ist, um sie vor einem Krieg mit der Nato und damit vor ihrem Selbstmord und uns vor einem Krieg zu bewahren. Schließlich hatten einige westliche Staaten genügend Geld und Knowhow und 100 Jahre Zeit, um es zu infiltrieren.
    Und China habe ich gewarnt, Krieg mit Taiwan zu führen. Insbesondere habe ich China mitgeteilt, dass die NATO ihnen wohl haushoch überlegen ist und das chinesische Militär wohl schrottig oder technisch oder personell infiltriert ist, um sie vor einem Krieg mit der Nato und damit vor ihrem Selbstmord und uns vor einem Krieg zu bewahren.
    Falls Taiwan nicht freiwillig sozialistisch sein will und keine sozialistischen Parteien wählt und nicht zu China gehören will, dann sollte man es nicht zwingen. Dann haben die Taiwaner eben keinen Sozialismus verdient und man sollte dann sie auch nicht mittels Krieg dazu zwingen und sein Blut für sie nicht vergießen. Meine Ansicht als demokratischer, pazifistischer, internationaler Sozialist.

    Schluß mit dem Krieg!

  3. Ich fordere den sofortigen Waffenstillstand!

    Krieg bedeutet das Töten von Menschen. Für was? Für eine Gebietsstreitigkeit, d.h. eine Kleinigkeit. Das ist Wahnsinn. Ukraine und Russland sollen aufhören Menschen für umstrittene Kleinigkeiten zu opfern. Herrscht erst einmal Frieden, dann kann man sich in Ruhe über alle Details/Kleinigkeiten einigen. Man wird dann schon einen Kompromiss finden. Weiteres Argument für einen Waffenstillstand: Der Ukraine geht es angeblich um die Interessen der dortigen proukrainischen Menschen, während es Russland angeblich um die Interessen der dortigen prorussischen Menschen geht. Zur Zeit herrscht Krieg (Bürgerkrieg und Krieg zwischen der Westukraine und Russland), sodass die Immobilienpreise im Keller sind. Wenn der Krieg aufhören würde, dann würden die Immobilienpreise steigen, sodass dort jeder, der sich dort unwohl fühlt, seine Immobilie verkaufen könnte und sich anderswo, z.B. in der Westukraine oder in Russland eine neue Immobilie kaufen könnte.

    Mein Vorschlag:

    Russland und die Ukraine ziehen ihre Armeen aus dem umstrittenen gebiet ab und lassen vorrübergehende UNO-Verwalter (als Treuhänder) und UNO-Soldaten rein, wenn die UNO hierzu bereit sein sollte. Für Russland und die Ukraine hat dies auch den Vorteil, dass dann ihre Soldaten nicht länger Zielscheibe für Freiheitskämpfer sind. Zumal UNO-Soldaten neutral, d.h. weder proukrainisch noch prorussisch sind, und daher seltener angegriffen werden. (Oder man könnte verschiedene Zonen bilden wie im ehemaligen Jugoslawien. Es gibt noch genügend weitere Ideen – vgl. statt aller nur die Idee von Herrn Musk)

    Habe es an die Botschaften beider Seiten geschickt.

    Derweil mobilisiert Putin und wird wohl mehr Soldaten ins Kriegsgebiet schicken und droht der Ukraine mit Atomwaffen und Herr Biden droht mit einer Reaktion für den Fall eines Atomwaffeneinsatzes und Herr Selenskyj fordert, dass die NATO unter bestimmten Umständen einen Präventivschlag gegen Russland vornehmen soll. Es darf nicht weiter eskalieren, sondern muss sofort aufhören. Daher sofortiger Waffenstillstand!

    • hog1951 sagt:

      #Carsten Leimert, in dem Krieg geht es sehr wohl darum, dass die Ukraine faschistisch ist samt aller Regierungsmitglieder und Militärs!
      Bandera-Verehrer!
      Präsident Putin hat explizit von einer Entnazifizierung neben einer Demilitarisierung gesprochen!
      Und nun kommen Sie daher und setzen beide Parteien gleich. Welch ein pol.Unverstand!
      Wären Sie auf diesen Sachverhalt eingegangen, hätte man ihren Post noch ernst nehmen können (…).
      Täumen Sie weiter ihren kleinbuergerlichen Traum!

    • Frieden durch freiwilligen Austausch von Bewohnern:

      Nur wenn die Immobilienpreise sich wieder normalisieren, können Menschen in den umstrittenen Gebieten ihre Wohnungen zu einem angemessen Preis verkaufen und sich mit dem Geld anderswo eine Wohnung kaufen, d.h. können umsiedeln, sodass es zu einem Austausch der Bewohner kommt mit der Folge, dass besser Frieden in das Bürgerkriegsgebiet einkehren kann.

      @ hog: ich bin Pazifist und kein Anhänger einer der beiden Kriegsparteien.

    • Querdenker sagt:

      @Carsten Leimert: Carsten Leimert? Carsten Leimert kann man nur solange sein, wie man friedliche Nachbarn hat und nicht bedroht/angegriffen wird. Andernfalls ist man nur noch Opfer …

    • Koven sagt:

      "#Carsten Leimert, in dem Krieg geht es sehr wohl darum, dass die Ukraine faschistisch ist samt aller Regierungsmitglieder und Militärs!"

      Wie oft noch, das ist Unfug und reine Propaganda Russlands. Ja es gibt Nazis in der Ukraine genauso wie in Deutschland. Aber die sind nicht in der Regierung!

    • hog1951 sagt:

      #Koven, einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass der „Held“ der Ukraine ein gewisser ST. Bandera mit den deutschen Faschisten kooperiert hat! Sosehr unmenschlicher war (wenn das denn ueberhaupt zu steigern geht), dass die deutschen Nazis sich von ihm distanziert hatten.

    • Koven sagt:

      Bandera wird vorallem wegen seines Kampfes gegen die Sowjetunion verehrt. Leider war er davor auch ein Faschist, was viele Ukrainer bisschen ignorieren. Jetzt aber daraus zu schließen, Ukrainer wären deswegen Nazis, kann sich nur russische Propaganda ausdenken.

      Hier zu hören:
      Quelle:
      https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2022/04/13/der_bandera_kult_und_der_ukrainischen_nationalismus_magazin_drk_20220413_1905_b15d7bd9.mp3

    • _Box sagt:

      Anbei eine kleine Auswahl, allerdings ist der Neofaschismus im Rahmen der kapitalistischen Krise kein allein auf die Ukraine beschränktes Problem:

      Dokumenten-Leak: Wie die Bundesregierung an einer „Narrativ-Gleichschaltung“ zum Ukraine-Krieg arbeitet – Teil 1
      Florian Warweg
      29. September 2022 um 8:40 Ein Artikel von: Florian Warweg

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=88618

      Die Wahrheit über die Ukraine
      Wolfgang Bittner
      05. April 2022 um 9:05 Ein Artikel von Wolfgang Bittner

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=82640

      Betrifft: Schwarze Liste der Ukraine – hier ist der Bundeskanzler gefordert
      Wolfgang Bittner
      08. August 2022 um 15:59 Ein Artikel von Wolfgang Bittner

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=86695

      CIA-Proxy-War in der Ukraine seit 1945
      Von RT DeutschPublished On: 24. Januar 2016

      https://free21.org/untergrabung-und-nazifizierung-der-ukraine-seit-1953/

      Regime Change in der Ukraine?
      Von Transcript TeamPublished On: 6. Oktober 2015

      https://free21.org/regime-change-in-der-ukraine/

    • Koven sagt:

      sehr lustig Box, einem mit Artikel zuzuspammen und dann sind die von RT Deutsch etc. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Apolut ist ein verlängerter Arm der russischen Propaganda und ihr macht brav mit.

    • _Box sagt:

      Süß, eine korrekte Aussage war ja wohl auch nicht zu erwarten. So wie ich das sehe, ist ein Artikel dabei, dessen Ursprung bei RT liegt. Ein Staatsmedium vergleichbar den Staatsmedien in Deutschland. Das sagt nun noch nichts über die Güte des Inhalts aus, nicht wahr? Aber ich schätze daß das nun ihre einzige inhaltliche Auseinandersetzung damit war.

      Anbei noch was, was sie nicht, aber mglw. andere interessieren dürfte:

      Privatarmeen in der Ukraine
      16. Juni 2020 Ulrich Heyden
      Seit 2014 existieren Privatarmeen ukrainischer Oligarchen. Söldner werden ins Ausland vermittelt. Jetzt will Präsident Wolodimir Selenski für ukrainische Sicherheitsfirmen einen rechtlichen Rahmen schaffen. Etwa für ein neues Kriegsabenteuer?
      https://www.heise.de/tp/features/Privatarmeen-in-der-Ukraine-4784804.html

      Rechte Freiwilligenbataillone, westliche Sicherheitsfirmen und Geheimdienste in der Ukraine
      18. Juni 2020 Ulrich Heyden
      Privatarmeen in der Ukraine – Teil 2
      https://www.heise.de/tp/features/Rechte-Freiwilligenbataillone-westliche-Sicherheitsfirmen-und-Geheimdienste-in-der-Ukraine-4786307.html

      Der längste Krieg in Europa seit 1945 – Augenzeugenberichte aus dem Donbass
      31. März 2022 um 10:48 Ein Artikel von Ulrich Heyden
      Der Autor und Journalist Ulrich Heyden hat die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seit 2014 mehrmals besucht. Er analysiert in seinem neuen Buch „Der längste Krieg in Europa seit 1945“, warum der Konflikt in der Südostukraine entstand und warum das Waffenstillstandsabkommen “Minsk 2” immer wieder gebrochen wurde. Das Fazit des Autors: Die Ukraine könnte als neutrales Land zwischen Russland und dem Westen in Frieden leben. Jeder Versuch, das Land auf eine Seite zu ziehen, wird es zerreißen. Wir veröffentlichen hier die Einleitung des Buches. Von Redaktion.
      (…)
      Bundeswehr sitzt im ukrainischen Verteidigungsministerium

      Bereits vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine wurde überdeutlich: Deutschland ist im ukrainischen Bürgerkrieg Konfliktpartei. Die großen deutschen Medien und die deutsche Politik schweigen zur Verfolgung der Opposition in der Ukraine, zum Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa, zu den Morden an Oppositionellen und zur Abschaltung von vier oppositionellen ukrainischen Fernsehkanälen 2021.

      Berlin schickte massiv Finanzhilfe in die Ukraine, ohne diese an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen. Seit 2014 wurden von Deutschland 1,8 Milliarden US-Dollar an Wirtschaftshilfen bereitgestellt und „Programme zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit und zur Korruptionsbekämpfung in der Ukraine unterstützt“, wie es in einer Stellungnahme der Bundesregierung heißt. „Als Mitglied der Europäischen Union und als deren größter Beitragszahler hat Deutschland die ukrainische Regierung seit 2014 mit 17 Milliarden Euro finanziell unterstützt.“

      Weit fortgeschritten ist die Verzahnung zwischen der Bundeswehr und dem ukrainischen Militär. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, erklärte am 6. Februar 2022 in der ARD-Sendung ‘Anne Will’ überraschend: “Das deutsche Verteidigungsministerium hat seine strategischen Berater in unserem Verteidigungsministerium seit Jahren sitzen und arbeiten und die deutsche Seite ist bestens informiert, was wir brauchen und was wir nicht brauchen.”
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=82491

      BND-Chef musste aus der Ukraine gerettet werden – er wurde vom Angriff auf Kiew überrascht
      Business Insider Deutschland
      26 Feb 2022
      https://www.businessinsider.de/politik/bnd-chef-musste-aus-der-ukraine-gerettet-werden-er-wurde-vom-angriff-auf-kiew-ueberrascht-a/

    • Koven sagt:

      Die ganzen Artikel, die sie hier spammen, sind Meinungen von unbekannten Leuten, die journalistische Standards nicht kennen. Jeder kommt heutzutage und veröffentlicht irgendwo seinen Blödsinn. Man hat aber eine Verantwortung, was man schreibt. Manche nutzen dies aber für Stimmungsmache, Streuen von Desinformationen, Hetze usw. Man weiß überhaupt nicht mehr, wo denn nun die Wahrheit versteckt ist. Diese Vielfalt ist Segen und Fluch zugleich. Nimmt aber die Hetze immer weiter zu und immer mehr Leute springen auf den Zug, dann ist die Demokratie gefährdet. Nichts anderes möchte Apolut. Den Sturz des demokratischen Systems.

      Ich wehre mich gegen Euch!

    • How - Lennon sagt:

      @Koven
      "Man weiß überhaupt nicht mehr, wo denn nun die Wahrheit versteckt ist. Diese Vielfalt ist Segen und Fluch zugleich. Nimmt aber die Hetze immer weiter zu und immer mehr Leute springen auf den Zug, dann ist die Demokratie gefährdet."

      Es nimmt Ihnen niemand ab. Sie müssen selbst recherchieren, denken und fühlen. Es bedeutet Arbeit, sich der Wahrheit anzunähern.
      Einfach darauf zu vertrauen, dass die Mehrheit schon Recht hat, ist naiv.
      In der Geschichte des Kapitalismus war bis vor kurzem noch ein Auskommen der von der Seite des Kapitals gelenkten (hatten wir jemals eine echte Demokratie?) gutgläubigen Massen möglich.
      Diese Zeiten sind jetzt aber, durch Ressourcenmangel, geplünderte und zerstörte Natur, Überbevölkerung, völlige Aufteilung unter Wenigen usw, vorbei.
      Jetzt geht es an die Substanz, nicht nur der riesigen Masse der Armen, sondern auch der "Mittelschicht" bzw oberen Mittelschicht.
      Wir erleben jetzt einen in der Menschheitsgeschichte wohl noch nie dagewesenen Umbruch, eine wirklich radikale Zeitenwende.

      Das bedeutet: Die gemächlichen, relativ sicheren, an der Obrigkeit orientierten Lebensentwürfe führen heute immer mehr in Stress, Leid, Verzweiflung, Ohnmacht, Krankheit und letztlich völliges Versagen – trotz Titel und Diplome, oder gerade deswegen.

      Selbst denken, recherchieren, extreme Wandlungsfähigkeit, Genügsamkeit, Unabhängigkeit – vor allem auch was Beziehungen angeht – sich seine Ruhe-Räume schaffen und bewahren, sich von niemandem in eine Richtung ziehen lassen…
      Das sind Eigenschaften, mit denen man durch das wohl lang andauernde Chaos unbeschadet, relativ glücklich und zum Nutzen aller und allem kommen kann.

  4. Motecer sagt:

    Anmerkung zum Beitrag: eine der beiden Nord Stream 2 Leitungen ist noch funktionstüchtig.
    https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article241442191/Moskau-bestaetigt-Einsatzbereitschaft-von-Nord-Stream-2.html

  5. wolfcgn sagt:

    Für Deutschland müsste ein Weg aus der NATO gefunden werden, vielleicht in Anlehnung an Frankreich, das es ja schon mal geschafft hatte. ich bin eben ein Gaullist!

    • Koven sagt:

      Unrealistisch. Was soll denn der Vorteil sein?

    • _Box sagt:

      Der gute de Gaulle, der gute König, das ist das Problem mit elitären Strukturen und ihren Unterstützern, man fokussiert auf ein paar vermeintliche Pluspunkte und ignoriert den Rest. Ebenso ignorant ist man darüber, daß das alles zusammenstürzt wenn die Person weg ist:

      Wie Frankreichs Kapitaleliten im 2. Weltkrieg vom deutschen zum US-amerikanischen Schutzherrn wechselten
      Oben und unten im Imperialismus
      Werner Rügemer interviewt die französische Historikerin Annie Lacroix-Riz

      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23018

      60. Jahrestag des Massakers von Paris
      Paris, 17. Oktober 1961
      Gedanken von Markus Heizmann (Bündnis gegen Krieg, Basel)

      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27725

    • wolfcgn sagt:

      der hat immerhin den Algerienkrieg beendet, war für das Europa der Vaterländer und hat das französische Gold mit einem Kriegsschiff aus den USA zurückgeholt ……

    • wolfcgn sagt:

      …. und natürlich: er ist aus der NATO ausgetreten!

  6. _Box sagt:

    Anbei bemerkt, mit "der Krieg trifft Deutschland" ist vermutlich der Krieg in der Ukraine gemeint und das jetzt wegen dem Anschlag auf die Nord-Stream Pipelines. Allerdings hat dieser Krieg im Krieg Deutschland auch schon bereits früher ereilt. Siehe die Sanktionen die offenkundig dem Sanktionierenden mehr schaden als dem Sanktionierten, plus, neben den Spekulationsgewinnen, ein überaus großzügiges Geschenk an die Oligarchie, das "Sondervermögen" für die Rüstung. All das ist äußerst profitabel für Wenige und ruinös für den Rest.
    Es passt perfekt in das seit Frühjahr 2020 stattfindende Zerstörungswerk für die Mehrheit und und in die Bereicherungs- und Machtorgie für die Minderheit in der Spitze der Pyramide.

    • Querdenker sagt:

      "… die Bereicherungs- und Machtorgie für die Minderheit in der Spitze der Pyramide.

      _Box: Ja, wobei die Bereicherung schon viel viel früher begann. Ein für mich nach wie vor beredet Beispiel in der jüngern Geschichte der BRD ist Heribert Zitzelsberger (1999 Staatsekretär unter Hans Eichel). Ohne jegliche Not hatte er damals die "Steuerfreiheit für Veräußerungsgewinne" für Unternemen auf den Weg brachte, worüber z.B. die "Zeit" 2005 titelte: Das größte Geschenk aller Zeiten

    • _Box sagt:

      Sicherlich. Ausgehend von der Schwere eines Umbruchs würde ich jedoch vor dem "Great Reset" als nächsten Punkt den Zusammenbruch des Ostblocks setzen.

      Und schließlich gibt es da noch eine ganze Menge mehr:

      Viele Intellektuelle, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen kritisieren heute die total globalisierte Ausbeutungswirtschaft mit ihren mörderischen Kriegen, mit Massenflucht und Terror auslösenden Folgen unter den allzu harmlosen Begriffen wie Neoliberalismus oder Finanzkapitalismus. Damit wird aber suggeriert, der historische Wirtschaftsliberalismus, der frühere Handels- und spätere Industriekapitalismus wäre, ungeachtet dessen, ob wir ihn mit den Medici, mit Calvin oder Adam Smith beginnen lassen, auch nur eine Spur humaner gewesen. Dass jedoch Widmann das Blutbad, das dieser friedliche finanzkapitalistische Neoliberalismus weltweit verursacht, nicht einmal andeutet, interpretiere ich meinerseits als Versuch, mit der provokativ zugespitzten These, die Oktoberrevolution sei nichts weiter als „ein Verbrechen gegen die Menschheit“ gewesen, von den historischen und aktuellen Verbrechen derer abzulenken, die im Namen Gottes, der Eigentumsfreiheit und des Profits begangen werden. Wer aber den entpolitisierten und unwissenden jungen Menschen wissentlich ein Zerrbild über verzweifelte Versuche, sich aus dem überproduktiven Vernichtungslagern der kapitalistischen Demokratien zu befreien, vermittelt, verhindert die überlebenswichtig gewordene rationale Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Geschichte des Kapitalismus.

      Aus:
      100 Jahre Konterrevolution
      Eine Replik auf Arno Widmanns Mordphantasien zur Oktoberrevolution in der Frankfurter Rundschau.
      von Hans See

      Der kluge, sehr belesene, meist auch differenzierte Berichte, Analysen und Kommentare liefernde Journalist Arno Widmann, erhielt in der Wochendausgabe der Frankfurter Rundschau (4./5.11.2017) eine ganze Seite, um eine anti-aufklärerische Meinung über die Oktoberrevolution zu verbreiten. Vor allem denen wollte er seine Ansichten ans Herz legen, die glauben, immer noch den hundertsten Jahrestag der Oktoberrevolution feiern zu müssen, „statt die sowjetischen Erfahrungen zu analysieren“.

      https://www.rubikon.news/artikel/100-jahre-konterrevolution

  7. Ursprung sagt:

    Erstaunlich, wie Kommentare ins Karikatureske abgleiten koennen. Z. B. wie Energie zu sparen sei (wenn RegierungsIdioten Gasleitungen raussreissen).
    Vielleicht weil Mitschka absurderweise vorschlaegt, das Verbrecherische im Verhalten von Staaten als Chance zu interpretieren, seine Buerger moralischerer denken zu lassen?

  8. Schramm sagt:

    Frieden schaffen, ohne Waffenlieferungen.

    Herr/Frau @Manow, würden sich die USA und Großbritannien, ebenso die EU-Deutschland, nicht am Krieg beteiligen, dann wäre der Krieg in der Ukraine am Ende und der Wiederaufbau könnte beginnen. Tausende Menschen würden nicht mehr ihre Existenz und Leben verlieren und die Millionen Flüchtlinge und Migranten könnten zurückkehren.
    Zum Frieden gibt es keine Alternative!
    Deshalb keine weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine; Einstellung aller Ausbildungsprogramme für NATO-Hilfskräfte in Deutschland und EU. Für ein gemeinsames Friedens- und Aufbauprogramm mit der Russischen Föderation. Für eine friedliche wirtschaftliche Zusammenarbeit und ein Ende aller Sanktionsmaßnahmen gegen Russland.
    Für billige Energie, Rohstoffe und Bodenschätze und für ein bezahlbares menschenwürdiges Leben in Deutschland, Österreich, Russland und Ukraine. Schluss mit der von der Politik unterstützten Preistreiberei der Konzerne und Aktiengesellschaften in der EU und Deutschland.

    • Schramm sagt:

      Bezug: Kommentare in WZ: Budget – Finanzspritze für das Bundesheer – Wiener Zeitung Online
      https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2164073-Finanzspritze-fuer-das-Bundesheer.html

      07.10.2022, R.S.

  9. How - Lennon sagt:

    "Und natürlich spiele sich all dies zu einem Zeitpunkt ab, an dem Europa in die Rezession abrutscht, weil die Sanktionen gegen Russland zum Bumerang würden."

    Der gesamte Westen, wie wohl auch (etwas später) der Osten rutschen in die Rezession ab. Das war schon Ende 2019 völlig offensichtlich. Das immer enger gepackte und immer dramatischer werdende "Krisen"-Gedöns sollte und soll nur davon ablenken. Der "böse Russ" durfte im Schmierentheater selbstverständlich nicht fehlen.
    Der Kollaps des globalen Kapitalismus geht jedoch exponentiell beschleunigt weiter.
    Die einzige offene Frage, die sich mir noch stellt, ist letztlich: Mit einem Winseln oder mit einem Knall?
    Ich tippe auf Ersteres.

    • Schramm sagt:

      Unser Problem ist es, die politische Alternative zur Gesellschaftsformation des Kapitalismus wurde bildungs- und gesellschaftspolitisch erfolgreich mit dem Niedergang und Zusammenbruch des Realsozialismus im (herbei manipulierten) Massenbewusstsein ausgerottet. Ein kapital-faschistischer, ein tiefenpsychologischer Sieg, à la Hollywood und Bollywood, weltweit.

    • hog1951 sagt:

      Moin, #Schramm, genau so ist es!
      Heute hält man sich schon fuer einen Sozialisten, wenn man Energiespertips und Antischimmeltips verbreitet.

      mfG

    • rhabarbeer sagt:

      wie wäre es zb mit der These:

      alle er-/getragenen `Steuerlasten` und alle damit derzeit durch `repräsentativ Legitimierte` verbürg(er)ten VORfinanzierungswege sind nicht im Einklang mit dem eigenen Gewissen, da offenbar die Lebensvoraussetzungen der Mitmenschen (on Earth) nicht im lebenssichernden Umfang berücksichtigt werden …

      ;)

      Core ON! …aah

  10. Idee, um Öl-Mangel und Öl-Preis zu verringern (brainstorming):

    Ein Großteil der Ölstaaten (inklusive Diktaturen) bilden ein Anbieter-Kartell und können die Fördermenge drosseln, um den Ölpreis zu maximieren. Vielleicht wäre es strategisch sinnvoll, wenn sich die westlichen Demokratien zusammen mit China zu einem Gegenkartell (Abnehmer-Kartell) zusammentäten, um die Beherrschung durch das Anbieterkartell etwas zu verringern, falls dies nach nationalem und internationalem Recht zulässig wäre.

    • Etwaige Rechtfertigungsgründe für ein solches Gegenkartell m.E.:

      1. Sichern, dass die Weltwirtschaft nicht einbricht mit der Folge einer Hungerkatastrophe, m.a.W. Beseitigung eines Hungerrisikos.
      2. Schutz der armen Länder vor zu hohen Ölpreisen.
      3. Notstand oder Risiko eines Notstandes hinsichtlich der Grundversorgung mit Öl
      bekämpfen
      4. Vermeidung oder Prävention der Ausbeutung der Abnehmerstaaten durch ein Kartell/Oligopol. Beseitigung der Wirkung eines Oligopols
      5. Herstellung der Waffengleichheit, Aufhebung der strategischen Überlegenheit des Anbieterkartells
      6. Gewährleistung der Energiesicherheit der Abnehmerstaaten

  11. Vermeidung von Schimmel, wenn man weniger heizt:

    Man muss nicht alle Zimmer rund um die Uhr auf 25 Grad heizen, um Schimmel zu vermeiden. Schimmel setzt Feuchtigkeit voraus. Nach dem Baden sollte man daher das Bad lüften. Man kann Badewanne und Dusche nach dem Baden/Duschen auch mit einem Extra-Handtuch trocken wischen, das man dann auf dem Balkon zum Trocknen aufhängt. Das gleiche, nachdem man den Boden gewischt hat. Außerdem bildet sich beim Kochen Wasserdampf (Feuchtigkeit). Daher sollte man danach lüften. Und man sollte die Belüftungsschächte in Küche und Bad offen halten.

    Bei Häusern kommt viel Feuchtigkeit und Kälte auch aus dem Keller. Daher wäre es am besten man isoliert das Haus vom Keller und baut einen extra Zugang zum Keller oder man baut von Anfang an ein Haus ohne Keller (lieber dafür eine Etage mehr).

    Wenn wir nur die Zimmer beheizen würden, in denen wir uns gerade längere Zeit aufhalten, dann würden wir mehr als die halbe Heizenergie sparen.

    Viele Politiker, Journalisten und Wissenschaftler verschweigen dem Volk hingegen die besten Energiespartipps, da Politik, Medien und Wissenschaft von Vertretern der Wirtschaft durchsetzt sind. Musste mir daher alle Tipps selbst ausdenken. Meine Tipps sind ja kein Muss, sondern nur Optionen und sollen einem Blackout verhindern.

    Die Industrievertreter in Politik, Medien und Wissenschaft verschweigen dem Volk hingegen die besten Spartipps. Musste mir daher alle selbst ausdenken.

  12. hog1951 sagt:

    Liebes Forum,
    neben all den Spartricks und sonst. Detaillösungen, sollten wir wirklich das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren! Einige haben das schon im Fokus.
    Das derzeitige System ist der Kapitalismus in der aggressivsten Form des Neoliberalismus. Wenn es nicht gelingt, diese Form des Wirtschaftens und dem damit verbundenen Herrschaftsgefuege des Kapitals ein Ende zu bereiten, dann können wir soviel Sparideen entwickeln wie wir wollen, nur ändern werden wir nichts. Also lasst uns ueber die wichtigen Dinge diskutieren hier und die Störer einfach ignorieren.

    Raus aus der Nato!

    mfG

    • Außerdem können wir uns mit dem Kapitalismus zu Tode arbeiten.

      Weil dann lauter etwas reichere Menschen, die kein Auto benötigen, Auto fahren und Öl verbrauchen, während in der 2. und 3. Welt Traktoren und Sprit fehlen. Außerdem weil dann auch sonst 2. und 3. Welt arm bleiben und kein Geld haben, sodass wir denen kaum Waren verkaufen können und wenn dann nur Billigprodukte, an denen wir kaum etwas verdienen. Kurz: Deren Armut schlägt auf uns zurück und macht auch uns arm. Wir müssen daher im Schnellprogramm die 2. und 3. Welt zumindest suboptimal/provisorisch auf unser Niveau bringen wirtschaftlich. Kriegt man für Peanuts hin, wenn man will.

  13. Wie man ganz viel Strom spart:

    Einer der größten Energiefresser ist der Kühlschrank. In der kalten Jahreszeit kann man ihn aber vors Haus oder auf den Balkon stellen, falls er durch die Balkontür passt und er nicht in die Küche fest eingebaut ist oder man schafft sich einen kleinen Zweitkühlschrank für diesen Zweck an. Auf dem Balkon verbraucht er in der kalten Jahreszeit wesentlich weniger Energie, da er dann durch die Umgebung nicht derart erwärmt wird, wie in der Wohnung. Falls man auf dem Balkon keine Steckdose hat, so kann man im Einvernehmen mit dem Vermieter ein dünnes Loch für das Stromkabel durch die Balkonwand bohren. Wenn es draußen genügend kalt ist, dann reicht sogar eine Kühlbox auf dem Balkon aus.

    Ebenfalls sehr viel Strom kann man sparen, wenn man den Fernseher auslässt oder sich einen ganz kleinen Fernseher anschafft, den man sich auf den Schoß stellt.

    Den gesparten Strom kann man notfalls besser zu heizen verwenden. Lieber auf großen Fernseher und Kühlschrank in der Wohnung verzichten als Frieren.

  14. Öl-Spar-Tipp:

    Die Produktion eines Autos kostet Massen an Öl, und zwar ungefähr so viel, wie es auch später im Laufe seines ganzen Lebens verbraucht. Durch langlebigere Autos könnte man daher Massen an Öl sparen. Außerdem fördert man durch die Langlebigkeit von Gegenständen natürlich den Wohlstand des Bürgers, weil er sich dann nicht ständig neue Gegenstände kaufen muss.

    • Querdenker sagt:

      @Carsten Leimert: Na ja, dass hat ja schon @vizero 13 mit der geplante Obsoleszenz thematisiert. Nur, da ist doch die Frage in welch einer Gesellschaft wollen wir leben?! Im Moment leben wir im Kapitalismus, in diesem ist ein immer schnelleres Wachstum immanent. Dafür ist es notwendig, dass Produkte einen immer kürzeren Lebenzyklus haben und öfter neu angeschafft werden müssen, beispielsweise Smartphone.

      Wollen Sie das nicht und z.B. langlebigere Autos, dann können Sie nicht gleichzeitig in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung leben, beides zusammen geht nicht. Das heißt, wenn Sie ehrlich sind, sagen Sie erstmal in welch einer Gesellschaftsform Sie leben wollen, daraus ergeben sich dann erst weiter Implikationen, wie z.B. nachhaltige Produkte ;-)

    • @ Querdenker: ich bin ja Sozialist (aus Gewissensgründen).

    • Querdenker sagt:

      "ich bin ja Sozialist (aus Gewissensgründen)."

      @Carsten Leimert sagt: OK, da kann ich Ihnen dann bestätigen, dass wir (DDR) zwar eine Mangelwirtschaft hatten, aber die Produkte, die man dann erstanden hat, i.d.R. wirklich sehr langlebig waren. Und wenn mal etwas kaputt ging, konnte es auch immer noch repariert werden, zumindest, wenn man die nötigen Ersatzteile bekam …

  15. Kiristal sagt:

    Tja, das USA/GB Imperium ist auf die Falle Ukraine reingefallen (wer ist da eigendlich Verantwortlich diese lächerlich schlechten strategischen Entscheidungen?). Ein substantieller Krieg in Europa MUSS die Spannungen zwischen USA/GB und den Europäern maximnieren. Je länger der Krieg dauert, desto tiefer werden die Risse und Russland/China verfügen über weit mehr Resourcen den Krieg in die Länge zu ziehen.

    Die USA ist (wie in WK2) wieder in einer Situation den Krieg bis Weihnachten beenden zu müssen, weil ihre Finanzierung nur so weit reicht. Sie brauchen wieder Wunder-Offensiven im Süden. Mit Sprengung der Pileines sind wir aber jetzt schon in der Phase 'verbrannte Erde' und es wird immer klarer WER Zelinsk.. ..äääh ..Hitler ..äääh ..Zelinski ..die Anweisung dazu gibt.

    • Kostas sagt:

      Die USA Strategien sind nur für die Mülltonne. Dort sind die Politiker noch leichter zu manipulieren. Sogar Milliardenspenden vor Wahlen an Parteien sind Alltag. Game over, USA plus Vasallen. Friert mal schön. Und Energie haben die Russen, unerschöpflich. Wer länger durchhält, erkennt auch ein Kind

  16. Notlösung, um Heizgas und Heizkosten zu sparen, solange Gasmangel besteht und die Heizkosten hoch sind:

    Einen (am besten kleinen) Raum der Wohnung zum Schlaf- und Wohnzimmer/Aufenthaltszimmer machen und in den restlichen Zimmern nicht oder weniger heizen während der kalten Jahreszeit.
    Oder man heizt im Schlafzimmer nur dann, wenn man schläft und im Wohnzimmer nur dann, wenn man sich darin aufhält. Allerdings gibt es das Problem, dass eine Heizung eine gewisse Zeit benötigt, damit ein Zimmer warm wird und man nicht während dieser Zeit im Kalten hocken möchte. Hierzu könnte man die Luft und die Wandoberflächen am Anfang einmal schnell und kurz mit einem Heizlüfter wärmen.
    Die Zimmer isoliert man durch Türen, ggf. klebt man Styropor (im Einvernehmen mit dem Vermieter) an die Zimmertüren.
    (alles nur, sofern es dadurch nicht zur Schimmelbildung kommt).

    • Querdenker sagt:

      @Carsten Leimert, So so "Styropor" an die Zimmertüren kleben und heizen nur wenn man im Zimmer ist. Bitte verschonen Sie uns doch mit Ihren einfältigen Tipps, das ist ja nicht viel besser als das waschen mit Waschlappen ;-(

      Nur mal so, wie ein Raum sinnvoll geheizt wird hängt u.a. stark von der Art der Heizung ab und ist so pauschal gar nicht zu sagen. Und wenn Sie einen Raum auskühlen lassen, haben Sie ein ganz schlechtes Raumklima, wenn Sie dann wieder versuchen auf Temperatur zu kommen und ev. durch Feutigkeitsablagerungen an den Wänden auch noch Schimmel, was für ein Irrsinn!

      Und im Schlafzimmer heizen? Warum das? Ich will es beim Schlafen nicht warm und vielleicht andere auch nicht. Mir deucht, Sie sind ein Grünenwähler, die Grünen wollen immer eine Einheitslösung für alle. Sollte ich Ihnen da jetzt Unrecht getan haben, dann tut mir es leid.

      Vielleicht noch etwas versönliches. Wenn Sie wirklich probleme mit Energie Heizen, Winter haben, dann schauen Sie mal im Internet, da gibt es durchaus einige gute Ratgeberseiten. Entwickeln Sie dann eine Lösung die für Sie passt, versuchen Sie diese aber bitte nicht anderen aufzudrängen ;-)

    • Deinem Kommentar fehlt nur die entsprechende Überschrift:

      "Wie bastele ich mir eine eigene Zelle in einem der reichsten Länder der Erde?

  17. vizero 13 sagt:

    Den hier in Auszügen zitierten Aufsatz von Herrn Lindner habe ich vollständig gelesen – ist nicht grade leichte Kost. Ich habe daran einiges zu kritisieren:
    1. Seine Geringschätzung der Anti- Atomkraft-Bewegung und der Gefahren der Atomkraft
    2.a) Sein unbedingter Fortschrittsglalube bezüglich Technik und Wissenschaft.
    b) Seine Kritik am Club of Rome schießt über das Ziel hinaus, es gibt die Grenzen des Wachstums tatsächlich, auch wenn sie etwas anders liegen als der Club behauptet.
    3. Die Klimaveränderung gibt es und auch die Treibhausgase mit ihren Auswirkungen, auch wenn es nicht unbedingt so katastrophal ist, wie uns weisgemacht wird.
    4. Vermisse ich, dass die zwecks Verschleierung der Grenzen von Konsum und Produktion sowie Profitmaximierung entwickelte geplante Obsoleszenz thematisiert wird, Durch diese werden im Produktionsbereich über 90 % von Energie, Materialressourcen und Arbeitskraft verschwendet.
    Trotzdem ist der Artikel brauchbar.

  18. Olaf sagt:

    Wenn wir heute alle sehen, wie skrupellos sich die USA verhalten, wenn es um den eigenen Machterhalt geht, dann wissen wir auch, wer hinter den Anschlägen am 11. September steckte. Aber weshalb wundern wir uns? Waren es nicht auch die Amis, die zu Versuchszwecken zwei Grossstädte in Japan mit den einzigen bisher abgeworfenen Atombomben komplett vernichteten und in Vietnam hochgiftige Chemikalien über Schulen und Spitälern aus Flugzeugen versprühten?

  19. Olaf sagt:

    Russland kann nicht jeden Krieg gewinnen. Aber keine Macht dieser Welt kann Russland erobern. Soviel ist sicher. – Ja, Russland, nie wieder wirst du 25 Millionen Bürger für einen degenerierten, dekadenten Westen opfern müssen. Diesmal bist du gut vorbereitet auf die bornierten und grössenwahnsinnigen Psychopathen aus dem Westen, die nicht verkraften können, dass es ein Land gibt, das grösser und reicher an Bodenschätzen und Kultur ist als der ganze Westen zusammen.

    • Kostas sagt:

      Die Ausplünderung der unerschöpflichen russischen Ressourcen, wurde durch Putin gestoppt. Das zuernd diese ewigen Ausbeuter und zerstörer von Ländern, die ihnen nur etwas angetan haben. Die Ueberheblichkeit und Selbstgefälligjeit dieser bormierten ist zum totlachen. Dumm und Arrogant oder andersrum.

  20. Idee, um Heizenergie zu sparen:

    Sparen von Heizenergie durch neue Heizungen mit Wassercontainern, in die man das verbrauchte Warmwasser von Duschen pumpt. Im Durchschnitt duscht der Deutsche einmal am Tag und verbraucht dabei 30-80 Liter 38 Grad Celsius warmes Wasser.

    Seit einem halben Jahr trifft uns dieser unnötige Krieg schon wirtschaftlich, da die Energiepreise explodiert sind.

    • Kaltes Brauchwasser gießt man dann nicht in den Abfluss in der Badewanne/Dusche, sondern ins Klo.

    • vizero 13 sagt:

      Wirklich sparen wäre möglich, wenn die geplante Obsoleszenz in der Produktion abgestellt würde. Beispiel: Ein Auto konnte schon 1980 mit einer Lebensdauer von 3 Mill. km bei Wartungsabständen von 50 000 km gebaut werden (wurde nicht gemacht, warum wohl?). Gegenüber heutiger Lebensdauer also 10 mal länger. Und wo könnten wir heute sein?
      Ähnliches gibt es aus allen Bereichen der Produktion technischer Waren zu vermerken.
      Wie wäre es, da mal umzudenken? Da wären dann entsprechende Produkte auch bei den verzehnfachten Energiekosten und entsprechenden höheren Verkaufspreisen wieder konkurrenzfähig. Leider lassen die Mechanismen des Kapitalismus derartiges nicht zu…

    • Ergänzung: wenn die Fenster gut isoliert wären, dann müsste diese Heizenergie normalerweise bei Wohnungen mit nicht zu viel Fläche pro Person reichen.

      @ Vizero:

      Meine Rede. Ich fordere schon seit Jahren langlebigere Produkte, um den Wohlstand des Bürgers zu mehren.

  21. PeterLau sagt:

    Nun haben die Ereignisse den Artikel von Herr Mitschka leider vor sich her getrieben…
    Wenn nun doch NS2 teileinsatzbereit ist?

    • marvin sagt:

      Unsere Alternativmedien befinden sich diesbezüglich immer noch im Tiefschlaf! Apolut bringt zwar einen Nordstream-Artikel nach dem anderen, aber nicht einer davon thematisiert die verbliebene Röhre. Dabei gab es die ersten Hinweise schon vor einer Woche.

      Inzwischen ist es amtlich. Gestern sagte der russische Energieminister dazu, Zitat:
      ""Was Nord Stream 2 betrifft, so ist diese Pipeline bisher nach vorläufiger Einschätzung tatsächlich in technisch geeignetem Zustand." Er bot an, durch diese Leitung Gas nach Europa zu liefern. Zugleich forderte er eine Beteiligung Russlands an den Ermittlungen zur Sabotage." (rt-deutsch am 5.10.22, 20:24)

    • marvin sagt:

      Gerade war ich bei den "Nachdenkseiten". Dort war die Botschaft heute wenigstens schon in den "Hinweisen des Tages". Ich habe Hoffnung.

  22. KaraHasan sagt:

    Wussten Sie, dass Studentenverbindungen, die demütigende Aufnahmerituale voraussetzten, besonders beliebt bei deren Studenten waren. So ist es auch bei der Nato. Was bist Du bereit für die Mitgliedschaft bei dem Nord Atlantik Pakt zu tun? Bist Du bereit, Krieg und Elend über Dich ergehen zu lassen…?

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