Der Geist der Zeit – zu Julian Assange | Von Dr. Werner Köhne

Rede des ARD- und arte-Journalisten Dr. Werner Köhne,
Kolumnist der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand und Autor des Buches “Minima Mortalia”.

“Das Schwierigste für Personen, die eingesperrt sind, ist die Monotonie. Ich versuche, jeden Tag so verschieden wie möglich zu gestalten, so unterschiedlich es geht – und es ist nie verschieden genug für mich.”

So äußert sich Julian Assange in einem seiner Interviews. Leben heißt Verschiedenheit. Der Mensch allein und ohne sinnlichen Weltbezug, ohne Kommunikation mit anderen; das ist Isolationsfolter. In diesem Zustand trifft der Sonderbeauftragte der UNO für Folter, Nils Melzer, Julian Assange im Hochsicherheitstrakt eines Londoner Gefängnisses. Am Ende des Treffens berichtet Melzer, Julian Assange habe seine Hand etwas fester gedrückt als normal, mit dieser verzweifelten Bitte: “Please, save my life.” Bitte retten Sie mein leben. – Wo sind wir hier: in einem schlechten Film – oder mitten in einer martialisch anmutenden Realität?

Julian Assange, der Erfinder von Wikileaks, befindet sich zur Zeit auch zwei Jahre nach dem Treffen mit Nils Melzer immer noch in der britischen Justizvollzugsanstalt Belmarsh, ausgesetzt einer Isolationsfolter, konfrontiert mit der täglichen Drohung, an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm 175 Jahre Haft oder gar die Todesstrafe drohen. Da wird ein Aufklärer, der mit Hilfe von Whistleblowern über Kriegsverbrechen berichten konnte, kaltgestellt – und mit ihm ein dringend notwendiges Korrektiv zur Macht.

Das etwas andere Profil

Eine erste Einschätzung: Julian Assange hat in einer Zeit, die in all ihren Turbulenzen für einen dramatischen Übergang in eine neue Epoche steht, die Gundlagen für Demokratie, Freiheit und – vor allem – Wahrheit neu justiert. Das ist sein Verdienst. Er war für sechs, sieben Jahre wie wohl kein zweiter der Phänotyp der Stunde. Das hat sich geändert. Mittels der wichtigsten Währung unserer Zeit, der Ökonomie der Aufmerksamkeit, haben Politik und willfährige Medien an ihm ein Exempel statuiert, im Verbund mit einer passiv dahintreibenden Mehrheit, die sich über den digitalen Dauer-Shitstorm ohnehin von sich selbst und seinen moralischen Werten zu entfremden droht. Beides sorgt dafür, dass alles irgendwie relativiert wird, austauschbar: Ereignisse, Überzeugungen, Charaktere. Es sollte also Zeit sein, die Bedeutung dieses Mannes für die Zeitgeschichte hervorzuheben.

Geht die Neuzeit zu Ende? – Ein Vergleich

Als Philosoph erlaube ich mir mal an dieser Stelle, ein wenig ideengeschichtlich herumzuwildern. Man fragt sich ja zuweilen: Wie war und ist in der Geschichte das Verhältnis von Kontinuität und Bruch? Was war jeweils das Neue – und wie stellt es sich dar in Kenntnis von Marshall McLuhans Diktum “Das Medium ist die Botschaft”?

Ich stoße 500 Jahre zurückgehend auf den Philosophen Blaise Pascal, der sich wie viele Denker damals um Einsicht bemühte, die neue Zeit auszuleuchten. Dabei fällt auf: Pascal fasst das Schicksal der Epoche überraschend modern, wie das folgende Zitat beweist:

“Die Tragödie des Menschen beginnt damit, dass er es nicht mehr aushält, allein und still in seinem Zimmer zu sein.”

Was für eine Einsicht! Sie führt uns geradewegs in die Seelenlandschaft der späten Moderne – also in das Innere unserer Zeit. Blaise Pascal war nicht nur Philosoph, Mathematiker und Astronom, er war auch ein Kind seiner Zeit, für die Gott und die Heilsgeschichte noch ein existentiell gewichtiges Thema waren, getragen von einem aristotelischen, eher sanften Weltbild. Das löste sich indes auf, was eine tiefe Beunruhigung verursachte. In diesem Sinne ist Pascals zweites Zitat einzuordnen. Er spricht hier als jemand, der mit einem Bein noch im Mittelalter steckt.

“Das ewige Schweigen der unendlichen Räume macht mich schaudern.”

Und wie steht es mit dem von Pascal erwähnten Schauder vor dem Unendlichen. Die kosmischen Räume beunruhigen uns ja kaum noch, auch nicht die Erfahrung, dass Gott in den ewigen Weiten des Alls irgendwie verschwunden scheint. Gleichwohl haben wir ein Problem mit dem Unendlichen. Wir leben in Zeiten unendlich flutender Informationen, hinter denen die Heilsgeschichte und das alte göttliche Maß der Wahrheit verschwinden. Was ist Wahrheit? Welche Rolle spielt sie noch?

Julian Assange und die Frage nach Wahrheit und Freiheit

Wenden wir uns wieder Julian Assange zu, um mit ihm zu fragen: Können wir bei der Wahrheitsfrage noch auf Informationen vertrauen, die geeignet wären, einen positiven Wandel in der Welt auszulösen?

Was läuft da offensichtlich schief? Eine einfache fast banale Antwort liefert Julian Assange in einem Interview. Darin stellt er sich die Frage, warum ein Dokument, das unbezweifelbar wahre Informationen über Kriegsverbrechen enthält, nicht von Journalisten wahrgenommen wird:

“Hierfür habe ich zwei Erklärungen: Die erste, wohlwollende Erklärung ist die, dass diese Personen nicht wissen, wie man eine intellektuelle Debatte führt. Sie sind durch die Mainstream-Medien gezähmt worden. Sie reagieren nur noch auf das, was die New York Times auf ihrer Titelseite schreibt. Ich denke, der Hauptgrund ist jedoch, dass viele nur schreiben, um ihre Konformität mit den Werten ihres Herausgebers anzupreisen.” So ist es wohl. Julian Assange wollte diesem Trend zur Auszehrung der Wahrheit schon sehr früh begegnen.

In Julian Assange kreuzen sich in einmaliger Weise Biografie und Zeitgeschichte, “Zeitgeist” und der “Geist der Zeit”. Gerade Letzteres bedarf der Erläuterung. Zeitgeist ist jenes schwankende Subjekt, in dem die Moden sich abwechseln. Der Geist der Zeit aber stellt die reflektierte Form der Einsicht in die Zeitläufe – frei nach Hegels Diktum: Die Philosophie ist die Zeit in Gedanken erfasst. Und die Gedanken sind geistig reflektierte Bewegungen in der Zeit.

Dies äußert sich bei Julian Assange schon früh. “Ich war ein sehr neugieriges Kind, das immer nach dem Warum fragte und Wissensgrenzen überwinden wollte, was dazu führte, dass ich im Alter von 15 Jahren Verschlüsselungssysteme knacken konnte, die beispielsweise die Weitergabe von Software verhindern oder mit denen Informationen auf Regierungscomputern versteckt werden sollten.”

Will man es klarer formuliert haben? Da spricht der frühjugendliche Hacker, der spielerisch und doch in einigem Ernst sich der Frage nach der Entschlüsselung und Verschlüsselung gewichtiger Fakten und Informationen widmet – im Bewusstsein, hier- bei der Wahrheit verpflichtet zu sein und einer Gemeinschaft anzugehören, die zugleich das globale Dorf als Wirkungsfeld entdeckt. So was machte damals noch Spaß und erschütterte die Macht. So was brachte Assange zur Weltsicht der Aborigines, aber auch nach Kalifornien.

Dort lebte ein gewisser Steve Jobs mit dem ersten Apple-PC seine Hippie-Visionen aus, mit Hilfe von Start-Uppern, Nerds und kapitalistischen Geldgebern. Es lag da was in der Luft – und Menschen wie Assange spürten das. Aber diese Allianz aus Spiel, Traum und harten Dollars konnte nicht lange halten. Er ist 25 Jahre alt, als das Internet seinen Siegeszug beginnt. Man konnte fast glauben: Übernimmt die Jugend nun das Ruder? Oder die Piraten? Oder die Cyberpunk-Bewegung, der sich Assange anschloss:

“Das war eine Ansammlung von Leuten aus Kalifornien, Europa und Australien. Viele von ihnen hatten das Gefühl, dass die Beziehung zwischen Individuum und Staat verändert werden und der Staat von den Individuen auf Machtmissbrauch hin überwacht werden sollten.” Aber – und das unterschied Julian Assange von all den Bewegten aus dieser Zeit, hießen sie nun Bill Gates, Mark Zuckerberg, Mister Irgendwer von Amazon oder Mister Irgendwie von Google, die heute die Welt über Datenabgriff und Cloud-Zentrierung regieren – Assange blieb konkret am Ball seiner Kindheitsträume und das Ergebnis war Wikileaks: Eine Konfrontation mit den Mächtigen.

Ist es Zufall, dass sich in meiner Spurensuche Steve Jobs und Julian Assange noch einmal “at the edge of time”, auf der Klinge der Geschichte, kreuzten? 2006 inszenierte Jobs eine seiner legendären Apple Präsentationen in San Fransisco, schon mit den ersten Merkmalen von Krebs gezeichnet, aber deshalb umso mehr die Rolle des Messias ausfüllend, sein Gerät wie einen heiligen Gral in den Händen haltend vor einer devot eingestimmten Gemeinde, während Julian Assange im selben Jahr Wikileaks gründete.

Die neue Philosophie

Freiheit nach Assange: Sie bewährt sich nicht nur darin, Verbrechen und politische Mauscheleien der Herrschaftssicherung offenzulegen und zu entschlüsseln. Sie wird auch aktualisiert, wenn Techniken der Verschlüsselung angewendet werden – zum Selbstschutz der Aktivisten, aber auch als alternatives Lebenskonzept überhaupt.

Es ist erstaunlich, wie Assange dieses Konzept erweitert und abstützt. Etwa durch Anleihen aus der Physik, deren ruhig dahinströmenden Gesetze er zum Paradigma für Prozesse der Wahrheitsfindung nutzt. Ein Moment daraus: “Wir nehmen einen erstrebenswerten Endzustand und überlegen uns, welche Veränderungen nötig wären, um von unserem Ausgangsort dorthin zu gelangen. Damit möchte ich erklären, wie Informationen in der Welt bestimmte Aktionen verursachen. Falls der erstrebenswerte Endzustand eine gerechtere Welt ist, dann lautet die Frage: Welche Aktionen verursachen eine Welt, die gerechter ist?”

Man mag diese Verdichtung zwischen physikalischer Gesetzmäßigkeit und daraus abgeleiteter Moral naiv finden – eine Ideologie bietet sie nicht. Wo in unserem Leben finden wir Beharrung und die Sicht auf ein “Eu Zän”, ein gelungenes Leben? Erinnert sei in diesem Zusammenhang an einen Wahrheitsbegriff, wie ihn Martin Heidegger im altgriechischen Begriff “Aletheia” vorfand.

Demnach ist Wahrheit kein in sich vereister Begriff, sondern beinhaltet einen Vorgang der Verbergung und Entbergung – ein Sein in der Zeit, das im Gegensatz steht zur starren Wahrheitstheorie sonst, in der zwischen Aussage und Sachverhalt unterschieden wird. Was all dies zeigt: Assange war und ist hier nicht nur investigativer Journalist, Politaktivist, Programmierer und Gründer von Wikileaks.

Er ist auch ein Verschlüsselungsingenieur, der in der Codierung in einer ansonsten mediengesteuerten Gesellschaft einen Baustein der Freiheit findet. Freiheit ist wohl nur noch da möglich, wo überschaubare Gemeinschaften entstehen, die ihren Willen zum Widerstand paaren mit der Bereitschaft zur “Amor fati”– der Gelassenheit und der Liebe zum Leben.

Zum Schluss noch eine Episode, die die gegenwärtige Situation markiert. Wieder greife ich auf Nils Melzer zurück. Der wird bei seinem Besuch im Auswärtigen Amt in Berlin mit Fragen konfrontiert, die in ihrer dumpfen Ignoranz einem die Haare zu Berge stehen lassen. Später wird er dazu wie folgt interviewt:

– Herr Melzer, warum befasst sich der UNO-Sonderberichterstatter für Folter mit Julian Assange?

– Das hat mich das Auswärtige Amt in Berlin kürzlich auch gefragt: Ist das wirklich Ihr Kernmandat? Ist Assange ein Folteropfer?

– Was haben Sie geantwortet?

– Der Fall berührt mein Mandat in dreifacher Hinsicht. Erstens: Der Mann hat Beweise für systematische Folter veröffentlicht. Statt der Folterer wird nun aber er verfolgt. Zweitens wird er selber so misshandelt, dass er heute selbst Symptome von psychologischer Folter aufzeigt. Und drittens soll er ausgeliefert werden an einen Staat, der Menschen wie ihn unter Haftbedingungen hält, die von Amnesty International als Folter bezeichnet werden. Zusammengefasst: Julian Assange hat Folter aufgedeckt, er wurde selber gefoltert und könnte in den USA zu Tode gefoltert werden. Und so etwas soll nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fallen?

– So viel zu Julian Assange und gutem denkkräftigen Journalismus à la Nils Melzer. Der herrschende Zeitgeist aber richtet sich gegenwärtig noch immer gegen den Geist der Zeit. Daran droht Julian, der für letzteren steht, zu zerbrechen. Was niemals geschehen darf. Niemals!

Dies ist der Panoramatext der 65. Ausgabe der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand (DW). Die Wochenzeitung ist aus dem Flugblatt zur ersten Demonstration weltweit gegen den Corona-Putsch entstanden. Sie erreicht Menschen, die ansonsten nur der Gleichschaltung der Medienkonzerne ausgesetzt wären und ist auch per Postversand-Abonnement zu ordern: demokratischerwiderstand.de/abo.

Das gedruckte Wort kann nicht nachträglich gelöscht oder zensiert werden. Für die großen Verteileraktionen in ganz Deutschland vor dem Tag der Bundestagswahl und an allen weiteren Wochenenden sind Redaktion, Verlag und Vertrieb auf Unterstützung angewiesen: demokratischerwiderstand.de/spenden.

Bereits heute verteilen Tausende Ehrenamtliche die Zeitung Woche für Woche in Briefkästen und Fußgängerzonen oder legen sie in ihren Betrieben aus: demokratischerwiderstand.de/verteilen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Alexandros Michailidis / shutterstock

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Kommentare (13)

13 Kommentare zu: “Der Geist der Zeit – zu Julian Assange | Von Dr. Werner Köhne

  1. RRIDDICC sagt:

    Angesichts der sonstigen Verbrechen des Staates, verstehe ich nicht, warum die Journaille nun gerade über die Verbrechen zum Nachteil des Assange schimpft… sind nicht die ganzen (andauernden (ich hab' lange nich' mehr hingeguckt)) Verbrechen der Psychiatrie sogar viel schlimmer für das unmittelbare Opfer und haben zumindest auch teilweise schwere Konsequenzen, die über Vertuschung von nicht so offensichtlichen Verbrechen hinausgeht (z. B. stell' ich mir vor, dass ich mit relativ einfacher Stochastik bereits Lubitz und Drosten rechtzeitig eine neue Tätigkeit (Segelflugschulenleiter und Prof. Märchenonkel) verschafft hätte… wenn der Staat nur nicht dauernd Sicherheitsbedenken vorschieben würde, weil ich jahrelang ein bisschen lange psychiatrisch behandelt wurde…)… Mal seh'n…

  2. Ralle002 sagt:

    habe bezüglich der Hintergründe seiner Verhaftung ein wenig recherchiert:

    theatlantic.com, OCTOBER 23, 2013
    Sheldon Adelson Has an Idea: Lob a Nuclear Bomb into the Iranian Desert

    militarist-monitor.org, July 15, 2015
    Iran Deal Heads Toward Showdown With Adelson’s GOP

    Shmulee Boteach, who is this far right rabbi is basically one of Adelson’s bagmen, was onstage as well, along with Michael Steinhart, who was another ultra-Zionist billionaire.

    alamy.de, 14. März 2016
    Rabbi Shmuley Boteach und Dr. Miriam Adelson im Gespräch mit Großindustriellen Sheldon Adelson auf …

    SZ, 16. Mai 2018
    Nach dem Ausstieg der USA
    Welche Interessen hinter dem Atomabkommen mit Iran stehen

    Donald Trump’s son-in-law, Jared Kushner, happened to be from a family that was close to Benjamin Netanyahu, that hosted Netanyahu when he’d come to New York as opposition leader in the 90‘s.

    background.tagesspiegel.de, 07.01.2020
    STANDPUNKT
    Der Cyberkrieg hat längst begonnen
    u.a. steht dort:
    So starteten iranische Hacker 2014 eine Attacke auf das Casino-Unternehmen des irankritischen US-Milliardärs Sheldon Adelson. Auch US-Verbündete sind bereits zur Zielscheibe iranischer Sabotageaktionen geworden.

    nilzeitung.com, 10/01/2020
    Julian Assange Fall;
    NEUE GERICHTSAKTEN ENTHÜLLEN DAS SICHERHEITSTEAM VON SHELDON ADELSON.

    Tagesspiegel, 28.01.2020
    Trumps Schwiegersohn Jared Kushner
    Wer ist der Mann, der für den Nahost-Plan verantwortlich ist?

    The Guardian, 14 Jun 2020
    Julian Assange indictment fails to mention WikiLeaks video that exposed US 'war crimes' in Iraq

    theanalysis.news, June 22, 2020
    Assange, Sheldon Adelson, and the CIA
    Billionaire Casino owner Sheldon Adelson was a key player in making Trump president; has a history of money laundering; consorting with organized crime families; is a fervent supporter of the Israeli right, and advocates for attacking Iran.

    infosperber.ch, 3.07.2020
    US-Geheimdienste spähten Assange aus

    i24news.tv, August 17, 2020
    Kushner: No green light from US to Israel's West Bank sovereignty for 'some time'

    rt deutsch, 2. Oktober 2020
    Mitarbeiter von Spionagefirma sagt als Zeuge aus: "Es wurde diskutiert, Assange zu vergiften"

    theintercept.com, January 12 2021
    SHELDON ADELSON’S FORTUNE HELPED TURN THE GOP INTO THE PARTY OF ISRAELI APARTHEID

    israelnetz.com, 13.01.2021
    Kasino-Milliardär und Israel-Unterstützer Sheldon Adelson gestorben
    Mit Sheldon Adelson stirbt eine Koryphäe des zeitgenössischen Zionismus. Der Milliardär galt zudem als einer der wichtigsten Unterstützer Netanjahus. Jener würdigt den Philanthropen als „jüdischen Patrioten“.
    u.a. steht dort:
    „Sheldon war einer der größten Spender in der Geschichte des jüdischen Volkes. Er gab für den Zionismus, für Siedlungen und den Staat Israel.“

    • Dass es etliche unangenehme und extreme Zionisten gibt, die auf der Seite der israelischen Apartheid aktiv waren und sind, ist bekannt.
      Aber was haben die mit Assange zu tun?
      Allenfalls vielleicht, dass sie zugleich auf der "die USA haben immer recht – Seite" waren?
      Das wird hier jedenfalls nicht klar.
      Um gegen die vorzugehen, gibt es unterdessen eine Reihe von jüdischen Organisationen, die sich für die Palästinenser einsetzen, wie zum Beispiel JVP (Jewish Voice for Peace) und eine hoffentlich wachsende Opposition in Israel, etwa vertreten durch Moshe Zuckermann, der längst auch in Deutschland bekannt ist. U.a. mit seinem Buch "Wider den Zeitgeist" und anderen. Der Sohn zweier Überlebender des Holocaust wird deshalb in der BRD gern als "Antisemit" bezeichnet.

  3. Das Schicksal von Julian Assange zeigt drastisch, wie verdreht und verlogen die westlichen "Werte" sind. Danke für diesen Weckruf!
    Bei aller Ohnmacht, die mancher bei der Sichtung der asymmetrischen Machtverhältnisse überkommen mag, will ich hier dringend darauf hinweisen, daß JEDER für sich auf der Stelle die Ursache für die Pervertierung der menschlichen Werte ändern kann, indem er den FRIEDEN mit dem KIND erforscht und das alte Erziehungsparadigma hinterfragt. Wenn er dann den unendlichen Wert dieses FRIEDENS halbwegs verstanden hat, so möge er ihn auch schließen und dabei bereit sein, ihn unverbrüchlich zu halten – wenn auch mit ein paar Rückfällen in den alten Erziehungskrieg, die aufgrund der oft 20-jährigen Erziehungs-Gehirnwäsche der Kindheit und Jugend zwar bedauerlich, jedoch beinahe unvermeidlich sind. Aber nun weiß er/sie, daß Erziehung das Perverseste, Folgenreichste, Verheerendste ist, das jemals in der menschlichen Kultur entwickelt wurde und daß dieses "Schlimmste" (Zitat Janusz Korczak, sinngemäß auch Jesus, Lao Tse, von Braunmühl, Alice Miller, John Lennon, Pink Floyd et alii) der Prototyp und die Ursache aller anderen menschlichen Desorientierung, Zerstörung und Süchte ist.

    Wer also Julien Assange helfen will, mache – erst einmal – oder zumindest parallel zu seinem Engagement im Außen – den Lackmustest bei sich selber auf seinen eigenen Sinn für Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Meinungsfreiheit, Frieden. Dazu überprüfe er, ob er denn bereits im Erziehungskrieg gegen die Kinder kapituliert hat und ob diese Kapitulation denn auch bedingungslos ist und bleibt. Dann wird auch sein Engagement für die Freiheit Julien Assanges und anderer Whistleblower glaubhaft, nachhaltig und fruchtbar. YES, you can! Wie wenig die systematisch betriebene Ursache der Verunmenschlichung und Traumatisierung unserer gesamten Spezies selbst in Foren wie APOLUT, die vorgeben, für die Freiheit einzutreten, bisher verstanden worden ist, dafür ist der Standpunkt von gestern, dem 12. Oktober 2021, ein hoffentlich lehrreiches und Augen öffnendes Beispiel: "Erziehungsstil der Regierung". Auch bei Ken FM wird also noch die Grenzverletzung gegen Kinder propagiert – nicht mehr die autoritäre, aber die mit der Kreide und der "Wärme" im Rachen, die autoritative. Zu Kens Ehrenrettung halte ich alllerdings fest, daß bei ihm auch Menschen wie Franz Ruppert, Bertrand Stern oder Birgit Assel zu Wort kommen, die der Erziehung seit langem abgeschworen haben.

    Es ist, wie Sven Fuchs mit dem Titel seines Buches treffend sagt: "Kindheit ist politisch." Alice Miller hat das bereits seit 1980 propagiert: "So ist es nicht überraschend, daß in Ländern, in denen das Schlagen von Kindern gestattet und allgemein üblich ist, Kriege und sogar Genozide und Terrorismus unvermeidlich scheinen. Die traurige Verbindung zwischen erzieherischer Gewalt und Gewalttätigkeiten in unserem politischen Leben ist heute für einige Leute so offensichtlich, daß sie nicht für immer verschwiegen werden kann."

    Je fester wir in diesem Wissen werden, desto empathischer können wir hinter der Gewalt und den Grenzüberschreitungen der Machtsüchtigen die schmerzhaften Bilder von deren Kindheit erkennen, die sie mit ihren Taten vor der ganzen Welt ausbreiten. Es ist an der Zeit, daß wir das verstehen, und je mehr wir auch zur Empathie mit den Tätern fähig werden, desto eher kommen Julian Assange und wir alle frei.
    "Was man ver-STEHEN gelernt hat, fürchtet man nicht mehr." Marie Curie

  4. Ursprung sagt:

    Axiomee eines Laien zum Ungeist der Zeit und dem hanebuechenen Fall Assange.
    1. Bioevolution ist determinismusfrei strategisch als Gemeinwohl und egoistisches Individualwohl manifestiert. In jedem Individual-Zellhaufen existieren beide Strategien wie Klone nebenbeinander.
    2. Interaktionen zwischen gemeinwohlorientierten und individualwohlorientierten Fraktionen nennen wir Kommunikation. Dieses Beziehungsgewebe entfaltet sich uns in zentralen Nervensystemen als Bewusstseinsgefuel, entsteht aber ebenso auch ausserhalb in vegetativen Koerperbereichen als Symbiosen (Mitochondrien/Zellen, in Korallen, Baumgeaest, Waeldern, Wolfsrudeln, Staaten, Weltbildern, Kontexten)
    3. Bewusstseinszustaende sind unabhaengig von physikalischer oder chemischer Materielogik.
    Folgen koennen zeitlich ihren Ursachen vorauslaufen, beispielsweise WTC 7 zwanzig Minuten noch stehen bleiben nach einem lifegesendeten Zusammenbruch oder jahrelang, beispielsweise eine reale Virus-Pandemie mit zehntausenden Toten ohne Ausloesevirus (vielleicht kommt das Virus ja noch, mal sehen). Der Bote kann als Taeter verleumdet werden, die Teufel Gott simulieren.
    Es koennen auch hunderttausende Wissenschaftler Therapien nach Massgaben verabreichen, deren Parameter erst in Zukunft aus der Verabreichung entwickelt werden koennen. Also die Zukunft in der Vergangenheit liegen.
    Ist bei uns alles moeglich. Im Geist der Zeit.
    .

  5. Zara Trusta sagt:

    Der Fall Assange sagt uns nicht anderes als , ´´Es herrscht willkürliches Unrecht´´
    Und…-
    Wer das anprangert oder versucht zu ändern, den werden einfach all seine Rechte aberkannt.
    Wer sich nicht für das Unrecht instrumentalisieren lässt, soll nun ausgegrenzt werden..
    Aufklärungsjournalismus wäre wenn man einzig darüber schreibt, wie dieser Zustand überwunden werden kann..
    .. anstatt davon zu´´ schwurrbeln´´ das ja nun Tatsachen nicht mehr unbedingt der Realität entsprechen…..und ob es nicht vielleicht möglich wäre das Gravitationsgesetz abzuschaffen.
    Damit leistet man nämlich der Zombifizierung erheblichen Vorschub.
    Bzw. wer das bringt, instrumentalisiert sich damit selbst.

  6. Bonobo sagt:

    Es ist wichtig, dass an JULIAN ASSANGE erinnert wird. Whistleblowern eine Plattform zu geben, ist von unermesslicher Wichtigkeit. Die Mächte, denen er damit in ihre dreckige Suppe aus Korruption und Kriegsgewinnen spuckte, verfolgen ihn. Setzen wir uns für ihn ein. Mit ihm steht und fällt die Freiheit der Information oder deren Reste. Wir können Politiker anschreiben, Bänder um Bäume wickeln, an Mahnwachen in vielen Städten teilnehmen. Ergebnisse? Max Weber meinte, Politik sei ein Bohren dicker Bretter. Ich gebe nicht auf. Irgendwann ist das Brett durch.
    Und mit ein wenig Optimismus kann man das Licht am Ende des Tunnels sehen. Freiheit für ASSANGE!

  7. hog1951 sagt:

    Moin, Dr. Werner Köhne, vielen Dank für die Erinnerung an J. Assange! Das liest sich (leider) fast wie ein Nachruf!
    Für mich zeigt die Situation, die Sie schildern, das derzeitige Kräfteverhältnis in der/den Gesellschaft(en). Die Herrschenden schei … auf alle Rechtstaatlichkeit und machen das, was sie für opportun halten.
    Ein Demokrat soll eingekerkert werden? Ok, da werden die Schweden schon einen Kniff finden, um ihn (unrechtmäßig) anzuklagen.
    Er ist in der ecuadorianischen Botschaft nicht zu erreichen, genießt etwa Asyl? Ok, da kommen die Bobbys und holen ihn halt raus dort.
    Naja, jeder hier im Forum kennt den Werdegang. Traurig, dass wir nichts dagegen tun können!

    mfG

  8. Was also ist RECHT? Es ist der Daumen des Imperators, der an der Arena sitzt und diesen entweder hebt oder senkt.
    Hat er ihn gesenkt, ist die Vernichtung ausgesprochen und vernichtet wird.

  9. Verfahrensmängel:

    – Die englischen Richter sind nicht vom Volk gewählt worden.
    – Der englische Staatsanwalt ist nicht gewählt worden.
    – Die Verhandlung in Großbritannien findet nicht öffentlich statt, d.h. der sog. Öffentlichkeitsgrundsatz wird verletzt.
    – Fraglich ist, ob der amerikanische Richter oder die amerikanische Jury vom Volk gewählt worden ist und ob es ein ziviler Richter/jury ist oder ein unzulässiger Militärrichter/Militärjury.
    – Fraglich ist, ob der amerikanische Staatsanwalt, gewählt worden ist und ob es ein ziviler Anwalt ist oder ein unzulässiger Militäranwalt.
    – Die Verhandlung in den USA findet nicht öffentlich statt, d.h. der sog. Öffentlichkeitsgrundsatz wird verletzt.
    – Als Besucher/Gast in Großbritannien durfte Herr Assange nach internationalem Recht darauf vertrauen, dass er dort sicher vor Dritten ist. Großbritannien bricht hat dieses Vertrauen gebrochen, indem es ihn auf Antrag der USA inhaftiert hat und ihn gar möglicherweise ausliefert.
    – Herr Assange befindet sich in einem unzulässigen quasimilitärischen (nicht zivilen!) Hochsicherheitsgefängnis (und damit gleichsam in einem Miltärgefängnis).

    Alle diese Punkte hat der sogenannte Menschenrechtsrat einschließlich Herr Nils Melser nicht angeprangert.

  10. _Box sagt:

    WANTED – Julian Assange, ein Leben
    Folge 13: WIKILEAKS: DER ERSTE GEHEIMDIENST DES VOLKES
    Von Delphine Noels (Belgium4Assange) in Zusammenarbeit mit Marc Molitor, Pascale Vielle und Bogdan Zamfir – ins Deutsche übersetzt von Claudia Daseking

    Ab Ende Oktober 2021 geht es in London wieder um den Antrag der USA auf Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Am 27. Oktober 2021 wird das Berufungsgericht zum ersten Mal tagen. Die Zeit bis dahin begleitet die NRhZ mit einem CountDown von 34 Folgen über das Leben von Julian Assange. Sie wiederholt damit den Countdown von Belgium4Assange, der zum 4. Januar 2021 führte, als die britische Justiz ihr Urteil im Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange in der ersten Instanz gesprochen hatte. Belgium4Assange schrieb dazu: "Was steht bei diesem Prozess auf dem Spiel? Inwiefern betrifft uns das persönlich? Schwierig, hierzu klare Vorstellungen zu haben, da so viele Falschmeldungen und Desinformationen kursieren… Tag für Tag zeichnen wir seinen Weg voller Überraschungen und Enthüllungen nach und richten den Blick auf die näheren Umstände einer der fundamentalsten Kämpfe unserer Zeit." (Auf der website pour.press auf Französisch nachzulesen). Hier jetzt Folge 13:

    Knapp drei Wochen nach dem Ende des Verfahrens gegen die Julius Bär Bank (siehe vorherige Folge) geben die amerikanischen Geheimdienste ein klassifiziertes Dokument heraus, das WikiLeaks gewidmet ist: den "U.S. INTELLIGENCE REPORT ON WIKILEAKS " (Dokument, das geleakt und am 18. März 2010 von – natürlich – WikiLeaks veröffentlicht wird.)

    Was sagt uns dieses Dokument? Dieser Bericht enthüllt die Strategie der amerikanischen Spionageabwehr, WikiLeaks zu zerstören; die Organisation wird darin als "Bedrohung der Informationssicherheit der amerikanischen Armee" eingestuft. In dem Dokument wird behauptet, dass WikiLeaks potenziell verwertbare Informationen "bereitstellt", um die US-Streitkräfte ins Visier von ausländischen Terroristengruppen, Aufständischen und anderen potenziellen Gegnern des US-amerikanischen Staates zu bringen.

    – Es wird darin empfohlen, gefälschte Leaks an WikiLeaks zu schicken in der Hoffnung, dass sie in die Falle tappen und sie veröffentlichen. Nach der Veröffentlichung der gefälschten Leaks eine Medienkampagne zu starten und anzuprangern, dass WikiLeaks gefälschte Leaks veröffentlicht hat, um damit seinen Ruf und seine Glaubwürdigkeit zu ruinieren.

    – Empfohlen wird auch: "Identifizierung, Enttarnung, Entlassung, strafrechtliche Verfolgung von und rechtliche Schritte gegen WikiLeaks-Mitglieder und Whistleblower. Die Idee ist, den inneren Kern von WikiLeaks zu zerstören und diejenigen abzuschrecken, die Interesse für Wikileaks zeigen könnten.

    Ab diesem Zeitpunkt überwachen die amerikanischen Dienste WikiLeaks, seine Aktivitäten und seine Teams genau.
    Diese brechen inzwischen unter der Arbeit zusammen, so viele Leaks fluten aus der ganzen Welt herein … Hier ein kleiner Überblick über ihre Veröffentlichungen 2008/2009:

    – Am 24. März 2008 wurde die "Geheime Bibel von Scientology" veröffentlicht, die erstaunliche Praktiken von Scientology enthüllt, insbesondere gegen ihre Feinde.

    – September 2008, Veröffentlichung der E-Mailkorrespondenz von Sarah Palin, die ihre private E-Mail-Adresse verwendet, um ihre inoffiziellen politischen Angelegenheiten zu erledigen, ohne eine Kopie (wie dies bei ihren offiziellen Mails der Fall wäre) für die amerikanische Öffentlichkeit aufbewahren zu müssen.

    – Ende 2008 veröffentlichte WikiLeaks die Mitgliederliste der "British National Party", einer neofaschistischen Organisation, die an die legitime Vorherrschaft „der Weißen“ glaubt.

    – Im Dezember 2008 Veröffentlichung eines privaten Berichts der südafrikanischen Wettbewerbskommission, in dem die Haltung von Bankenkartellen in Südafrika aufgezeigt wird

    – Im Februar 2009 wurden 6.700 Berichte des amerikanischen Kongresses veröffentlicht, die es den Amerikanern ermöglichten, das Verhalten ihrer Volksvertreter hinter den Kulissen zu sehen …

    – November 2009: Veröffentlichung geheimer E-Mails des mit Nazis sympathisierenden Historikers David Irving

    – Schauen wir uns einen Leak genauer an: Im September 2009 wurde der "Minton-Bericht" veröffentlicht, eine besonders skandalöse Angelegenheit. Sie könnte in einem Wort zusammengefasst werden: "#Trafigura". Das ist der Name eines niederländischen Multis mit Sitz in London, der sich auf den Transport von Öl und Rohstoffen spezialisiert hat. Ihm wird vorgeworfen, 2006 ein Frachtschiff mit Giftmüll gechartert zu haben, um ihn zur Sondermülllagerung zu verbringen. Um Geld zu sparen, beschloss Trafigura, diese chemischen Reststoffe auf mehrere Deponien in Abidjan, der Wirtschaftshauptstadt der Elfenbeinküste, zu verteilen, die für Sondermüll nicht ausgerüstet waren. Nach dieser Verschüttung reagierte die Elfenbeinküste und die Führung von Trafigura gab einen internen Bericht in Auftrag, den "Minton-Bericht", um festzustellen, wie giftig der Abfall war. Die Idee war, den Anklagen zu begegnen, indem man dem Vorgang durch die Relativierung der Vergiftung die Brisanz nimmt. Dieser Bericht zieht jedoch nicht die Schlussfolgerungen, die das Unternehmen gerne gehabt hätte. Insgesamt gibt es 108.000 Opfer, einige tot, andere vergiftet und schwer krank. Angesichts dieser überwältigenden Zahlen verbirgt das Unternehmen den Bericht, der dann bei WikiLeaks wieder auftaucht …

    Als der Bericht jedoch von WikiLeaks veröffentlicht wird, erhielten britische Medien eine "geheime Anordnung", die ihnen untersagte, den Bericht oder seinen Inhalt zu erwähnen (The Guardian, BBC). Es kam zu einem Rechtsstreit der Medien, die den Bericht veröffentlichen wollten. Aber sie verlieren den Fall. Anstatt den Bericht zu veröffentlichen, beginnen sie, über die geheime Anordnung und den Druck, den sie erhalten haben, zu kommunizieren. Und das bringt den Hype. In nur wenigen Stunden ist der Hashtag #Trafigura der am meisten getwitterte in Europa. Am nächsten Tag geben die Anwälte nach und der Bericht wird veröffentlicht … Es wird ein Aufsehen erregender Prozess folgen, ein Prozess allerdings, der ein Lehrbuchfall in Sachen Straflosigkeit für multinationale Unternehmen werden wird …

    • Wie müsste der Hashtag für "#Corona-Impfung-Trafigura" korrekter Weise lauten?

    • _Box sagt:

      Ja, ich finde gerade der Trafigura Vorgang verdeutlicht sehr gut was derzeit geschieht. Nur daß das gerade um noch einige Potenzen größer und abscheulicher ist.
      Ich schätze mal die Kapitalisten dieser Tage sind der Auffassung daß ihnen nur noch die klassischen Götter an Macht gleichen. Und wenn nicht, daß sie bald dort sind.

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