Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 29 oder 12.2 | Von Jochen Mitschka

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In der Corona-Ausschusssitzung Nr. 12 von August 2020 wird das Thema “Fehlanreize im System – Die Rolle der Medien II” (1) diskutiert. Hier der zweite Teil der Zusammenfassung mit der Befragung von Don Dillen.

Don Dylan

Don Dylan begann mit der Bemerkung, dass es Fehlanreize gäbe, die zu Fehlentwicklungen geführt hätten. So wären Greta Thunberg und Luisa Neubauer gerade bei Angela Merkel. Und ihm würde immer das Wort “grobe Fahrlässigkeit” einfallen und er frage sich, warum die 23 Professoren der “Scientist for Future”, Prof. Sucharit Bhakdi oder Dr. Wodarg, warum die NICHT angehört würden. Er bemängelt, dass seit Jahrzehnten in den Medien über Fehlanreize in der Gesundheitsindustrie berichtet wurde. Er erwähnte die Opiadkrise in den USA mit angeblich 200.000 Todesopfern. Aber dass niemand versuche, das zu verändern.

Dylan erklärt, dass die Politik die Aussagen der Pharmaindustrie eins zu eins übernehmen würde, und die Einwände der vielen Fachleute, die sich entschlossen haben, nicht im Mainstream mit zu schwimmen, die würden einfach ignoriert werden. Das könne man nur mit grober Fahrlässigkeit beschreiben.

Dr. Fuellmich wandte ein, dass das Verhalten der Regierung darüber hinaus gehe, und es mindestens einem bedingten Vorsatz entsprechen würde.

Dylan sieht Schweden und Weißrussland als “Maß aller Dinge” an. Wenn man Drosten und Bundeskanzler Kurz glauben schenken würde, müsste man in Weißrussland 120.000 angebliche Corona-Tote zählen, und in Schweden ähnlich. In Schweden wäre man aber zum Zeitpunkt des Interviews im August 2020 bei 5.700 angeblichen Coronatoten und in Weißrussland bei 600 angeblichen Coronaopfern. Was aber einen wissenschaftlichen Denker am meisten frustrieren würde, wäre dass die Journalisten, die überall aktiv über die Proteste in Weißrussland berichten, es nicht schaffen würden, ein paar hundert Leute zu interviewen und zu fragen “kennen Sie im Bekanntenkreis einen Coronatoten”?

In Schweden und Weißrussland hätte das Virus freie Hand gehabt, und man fragt sich, warum dort nun nicht 120.000 Tote auf den Straßen liegen würden. Obwohl auch die schwedische Gesundheitsindustrie einen großen Anreiz hat, möglichst viele Verstorbene als Corona-Tote zu deklarieren.

Anders Tegnell, der Verantwortliche für die Corona-Maßnahmen in Schweden, so Dylan, hatte bei der Schweinegrippe die Impfschäden zu verantworten, und daraus wäre vermutlich eine Vorsicht entstanden gegenüber maßlos überschätzten Pandemiezahlen.

Kritik am System, so Dillen, wäre keine Frage von rechts oder links, weil nicht nur die 23 Wissenschaftler von Scientists for Future festgestellt hätten, dass es Fehlanreize im System gibt. “Der Arzt und Pharmazeut heutzutage verdient nur dann am Meisten, und wird mit Geld überschüttet, wenn er möglichst viel verkauft”. Diese Fehlanreize wären auf Dauer ruinös. Und in diesem System wäre man als Kranker mehr Wert denn als Gesunder. Der Arzt der Zukunft und die pharmazeutischen Betriebe der Zukunft müssten aber umso mehr Honorarausschüttung erhalten, je weniger die Menschen krank sind.

Aber auch die gesamte Wissenschaft stünde unter falschen Anreizen. Überall sind Drittmittel im Spiel, überall sind Fehlanreize, welche Karriere und Einkommen fördern. Seine Organisation hätte über 20 positive Anreize entwickelt, um das System zu verändern.

Auch die Medien wären fehlanreizgesteuert. Man müsse nur sehen, wie viele der Werbeeinnahmen aus der pharmazeutischen Industrie stammen. Irgendwann wäre man nur noch erfolgreicher Journalist, wenn man von vornherein der gleichen Meinung ist wie die Werbekunden. Und dadurch verläuft die Evolution immer in die Richtung, dass der Journalist im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer glaubt, was vom Mainstream der Medizinindustrie und der Pharmaindustrie verbreitet wird. Er glaube das wirklich. Er höre die Gegenstimmen gar nicht.

Dylan ist der Meinung, dass es karrierefördernde Irrtümer schon so lange gibt, wie es die Medizin gibt. Und dass darauf im Laufe der Jahrhunderte ein Gebäude erbaut worden wäre. Daraus wäre am Ende nun die Zwangsbeatmung bei Covid entstanden, durch die sehr viele Menschen gestorben wären, die eigentlich ohne Beatmung hätten überleben können.

Dr. Wodarg warf ein, dass dieses Thema unabhängig von Covid bereits vorher diskutiert worden wäre. Durch Fallpauschalen und falsche Anreize würden oft Diagnosen oder Nebendiagnosen gestellt, ohne dass der Patient eigentlich Beschwerden hatte. Daraus entstehen dann Therapien mit Medikamenten, die wieder Nebenwirkungen generieren, und so gäbe es oft eine Kaskade von Wirkungen.

Er erklärte dann, dass er zum Zeitpunkt des Interviews im August 2020 festgestellt hatte, dass die Krankenkassen viel Geld gespart hätten, weil viele Operationen nicht gemacht wurden. Er fände es sehr wichtig zu untersuchen, ob sich nun daraus schlimmere Folgen einstellen würden, oder ob es unnötige Operationen gewesen wären.

Dylan antwortete, dass sich Bestatter wegen Kurzarbeit und zu wenig Arbeit beschweren würden, was angeblich mit den weniger Operationen zusammen hängen könnte. Er berichtete dann, dass ein Streik der Mediziner in Südamerika dazu geführt haben soll, dass angeblich deutlich weniger Menschen gestorben wären. Er betonte, dass er jedem Arzt die besten Absichten unterstelle und dass er es gut meine. Aber er würde halt so handeln, wie er vom Mainstream informiert wurde, natürlich auch, weil das als angenehmen Nebeneffekt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringe.

Im Mittelpunkt der Anreize müsse die Gesunderhaltung stehen, nicht die Behandlung von Krankheiten.

Wodarg warnte davor, das Modell zu stark zu individualisieren. Denn das Gesundheitssystem müsse auf einem Solidarprinzip beruhen. Bei den Krankenkassen würde man bereits sehen, wie die Krankenkassen mit großen Rechenzentren bemüht sind, ihre Risikolast zu optimieren. Man versuche, nicht so attraktiv zu sein für jene, die viele Kosten verursachen. Diese Individualisierung würde das Solidarsystem erodieren. Er berichtete dann über Versuche das Solidarsystem zu stärken, und wie man mit Regionalbudgets sogar Geld sparen kann. Das wäre das skandinavische Modell. In Finnland wäre die Gesundheitsversorgung kommunal organisiert. Es gäbe eine überschaubare Verantwortung und den Drang, die Menschen gesund zu erhalten. Das wäre in Deutschland vollkommen aus dem Blick verschwunden. In Deutschland gäbe es stattdessen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen, welche entsolidarisierend wirken würde.

Dr. Füllmich fragte dann Dr. Wodarg, ob es stimmen würde, dass man mit gesunder Lebensführung 80% der Krankheiten verhindern könne. Wodarg antwortete, dass man das nicht pauschal beantworten könne, dass es aber für bestimmte Erkrankungen stimmen würde. Dylan erklärte, dass ein riesiger Anteil von volkswirtschaftlichen Kosten bzw. Schäden entstehen würde, weil nicht die Gesunderhaltung im Fokus der Medizin stehe, sondern die Behandlung von Krankheiten. Man müsse sich nur mal vorstellen, abgesehen von der menschlichen Tragödie, welche wirtschaftliche Bedeutung zum Beispiel ein Krebserkrankung hat, nicht nur für die Behandlung, sondern auch für den Ausfall an Arbeitsleistung.

Die Organisation, welche er vertrete, hätte errechnet, dass man bei Umsetzen aller positiven Anreize, welche entwickelt wurden, um das System zu verändern, ein Wirtschaftswunder in Höhe von 0,5 Billionen Euro erreichen könnte, wenn überall die Fehlanreize entfernt würden.

Man müsse sich immer fragen, was man von einem System erwarte. Er wünschte sich, dass das System ihm hilft, ein gesunder Mensch zu sein. Er erwarte von seinem Supermarktleiter nicht, dass er ihm möglichst viele krankmachende Dinge verkauft, sondern möglichst gesundheitsfördernde Dinge. Das könne dieser aber nicht, so lange er nur beim gegenteiligen Verhalten sein Gehalt bekommt.

Viviane Fischer wies darauf hin, dass die Tendenz in Deutschland gerade auch durch Corona nun genau in die gegenteilige Richtung laufen würde. Kleine Krankenhäuser würden in den Ruin getrieben, große würden große Förderungen erhalten, und die Konzentration auf weniger aber riesige und meist private Krankenhauszentren wäre anscheinend unaufhaltsam. Ebenso damit verbunden die Fallpauschalen, Standardmethoden, Gentherapien, entwickelt und dominiert von den Protagonisten der “modernen” Medizin bzw. Pharmaindustrie.

Wodarg zeigte dann fünf Bilder und versuchte die Diskussion auf das Systemische zu bringen. Zuerst zeigte er die arbeitsteilige Gesellschaft, die eigene Anreizsysteme hat. Dann wies er darauf hin, dass Sichtweisen durch das primäre Interesse bestimmt werden. In einer Krankenkasse werden die Versicherten als Last empfunden. 20% verursachen 92% der Kosten. Also versucht man diejenigen, welche die größte Last verursachen, loszuwerden. Aus der Sicht der Wirtschaft aber bringen 20% der Versicherten 92% der Einnahmen. Dort erkennt man, dass man mit einer kleinen Gruppe der Versicherten praktisch den gesamten Gewinn erwirtschaften kann, weshalb es unwirtschaftlich ist, sich um die Anderen zu kümmern.

In den Programmen aller politischer Parteien wäre die Gesundheitswirtschaft mit einem großen Wachstumsfaktor enthalten. Es wäre eine Jobmaschine, in der über 10% der Bevölkerung ihre Arbeit finden. Dafür braucht man natürlich Kranke.

Dies gäbe es eben in allen Bereichen. Es wären systemische Interessenkonflikte. Da wo das wirtschaftliche Interesse die anderen sozialen System assimiliere, also wenn das Gesundheitssystem ein GesundheitsWIRTSCHAFTSsystem wird, wenn das Finanzsystem ein FinanzWIRTSCHAFTSsystem wird, wenn man mit Sicherheitsfirmen Geld verdienen kann, überall dort, müsse natürlich Not vorhanden sein oder geschaffen werden, damit man was verdienen kann.

“Wenn wir tolerieren, dass das ökonomische Primat unsere Gesellschaft bestimmt, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn die anderen Sachen Pleite gehen…”

Don Dylan wies darauf hin, dass die Lebensmittelindustrie unter ökonomischem Zwang stehe, immer billigere Rohstoffe einzusetzen, welche natürliche Geschmacksrichtungen vorgaukelt, ohne Berücksichtigung von möglichen Spätfolgen für den Konsumenten. Der Supermarkt stehe unter dem gleichen Zwang.

Wodarg erzählte, wie er in den Bundestag ging, um etwas zu verbessern. Und dass viele das versucht hätten. Aber es wären zu viele unterschiedliche Interessen, und sehr schwer, sie dazu zu bringen, an das große Gemeinsame zu denken. Das wäre in vier Jahren schwierig. Er war 15 Jahre Bundestagsabgeordneter und er ist heute der Meinung, dass man auf Bundesebene nicht alles lösen kann. Er ist überzeugt, dass man übersichtliche Systeme braucht, damit solche Diskussionen überhaupt organisierbar werden. Skandinavien wäre ein großes Vorbild für regionale Organisation von Gesundheitswesen. Bei uns ginge es im Gegensatz dazu darum, immer größer, immer weiter weg von den Menschen, immer weniger kontrollierbare Einheiten zu schaffen.

Dylan war ein, dass es zwei große “Narren”-Freiheitsräume gegeben hätte. Die der Wissenschaft und die der Richter. Und seine Organisation würde die Meinung vertreten, wenn man Narrenfreiheitsräume schafft, darf man sich nicht wundern, wenn nach einiger Zeit närrisches Verhalten entsteht.

Wie konnte sich so etwas in der Evolution herausbilden, fragt er dann und antwortet: Das wäre klar, weil alle Karrierechancen würden von vielen Dingen abhängen, aber nicht von der Reduzierung der Straftaten. Die Anreize müssten aber so gesetzt werden, dass die Richter so weise entscheiden, dass die Täter gar nicht mehr rückfällig werden. Wogegen Dr. Füllmich Einspruch einlegte und erklärte, dass der Richter dies nicht leisten könne.

Als Dylan erklärte, dass Dr. Wodarg sicher nicht in Verdacht stehe, rechtslastig zu sein, wies dieser darauf hin, dass seine Hochschule ihm den Lehrauftrag gekündigt hätte, weil er angeblich mit rechten Plattformen zusammenarbeiten würde. Und er berichtete, wie verschiedene Organisationen systematisch Verleumdungen verbreiten würden. Er kündigte an, sich dagegen zu wehren.

Wie es weiter geht

Die nächste Zusammenfassung wird die Ausschusssitzung “Mittelstand in der Krise, Staatsverschuldung, Pandemiegewinnler” behandeln.

Erfahren Sie mehr über den Ausschuss:  https://corona-ausschuss.de und  Telegram: https://t.me/s/Corona_Ausschuss Anonyme Hinweise an den Corona-Ausschuss: https://securewhistleblower.com/ Der Corona Ausschuss wurde von vier Juristen ins Leben gerufen. Er führt eine Beweisaufnahme zur Corona-Krise und den Maßnahmen durch.  Sie können unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen. Spendenbescheinigungen können wir derzeit leider noch nicht ausstellen. Die Bankverbindung ist: Rechtsanwaltsanderkonto/Treuhandkonto:  Rechtsanwalt Tobias Weissenborn Verwendungszweck “Spende Corona-Ausschuss” IBAN: DE14 2604 0030 0602 3832 04 BIC: COBADEFFXXX

Quellen:

(1) https://youtu.be/89gFxDbqtgs

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