Baerbock-Kurs

Schluss mit China – Katar lebe hoch!

Ein Meinungsbeitrag von Uli Gellermann.

Annalena Baerbock, die Außenministerin mit dem hörbaren Denkfehler, hat den Chinesen mal gezeigt, wo es runter geht: Die Menschenrechte müssten im Vordergrund der Beziehungen zwischen Deutschland und China stehen, erfährt man aus ihrem Geheimpapier, das dem SPIEGEL zugespielt wurde. Zwar lag der Warenumsatz zwischen Deutschland und China im Jahr 2021 bei 246,5 Milliarden Euro. Aber was sind schon Geld und Arbeitsplätze, wenn es um die Menschenrechte geht? Gerade erst hat Baerbocks grüner Wirtschaftskollege Habeck gezeigt, wie souverän man mit dem Thema umgehen kann: Er war in Katar und hat mit der dortigen Diktatur eine „Energiepartnerschaft“ geschmiedet, um die Russen und deren Gas von den Grenzen Deutschlands fernzuhalten.

Frauen unterdrückt und Schwule mit dem Tode bedroht

Nun werden zwar Frauen in Katar unterdrückt und Schwule mit dem Tode bedroht, aber Katar ist einer der größten ausländischen Investoren in Deutschland, der an Volkswagen, der Deutschen Bank, Siemens und Hapag-Lloyd substanziell beteiligt ist. Und die Armee Katars ist mit 82 Leopardpanzern ausgerüstet. Die bringen den deutschen Rüstungsunternehmen pro Stück zwischen drei bis sieben Millionen Euro. Und auch in den NATO-Kriegen in Libyen und Syrien waren die Kataris tapfer beteiligt. Die Al Udeid Air Base westlich der katarischen Hauptstadt Doha wurde während des Afghanistan-Krieges von den United States Air Force und der britischen Royal Air Force für ihren völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Afghanen genutzt. Aber sowohl die USA als auch Großbritannien sind NATO-Partner und bei der NATO scheinen die Menschenrechte irgendwie eingebaut zu sein.

Katar – Mitglied der „Koalition der Willigen“

Dass Katar als Mitglied der „Koalition der Willigen“ am völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf den Irak beteiligt war? Die Menschenrechte der mehr als 100.000 zivilen Opfer der Aggression hat die GRÜNEN Null interessiert. Im Gegenteil: Sie haben sich pünktlich zu Beginn des Irakkriegs offiziell dafür ausgesprochen, den amerikanischen und britischen Truppen die Nutzung des deutschen Luftraums und deutscher Basen für Kriegseinsätze zu erlauben. In der Erklärung des Fraktionsvorstands von Bündnis 90/Die Grünen vom 20. März heißt es: „So könnte die Verweigerung von Überflugrechten und der Nutzung von Militäreinrichtungen zum Bruch mit dem wichtigsten Bündnispartner Deutschlands führen. Dies würde zur Schwächung der Bundesregierung führen“. So geht GRÜN: So opportunistisch wie möglich und dabei gern auch über Leichen.

Ukrainische Menschenreserven sind nicht unendlich

Nachdem die deutsche Ampelregierung einen Wirtschaftskrieg gegen Russland vom Zaun gebrochen hat, könnte der Schaden durchaus noch vergrößert werden, wenn die Deutschen den Taiwanesen auch ein paar Waffen liefern würden. So ein paar Panzerhaubitzen, wie man sie jüngst in die Ukraine exportiert hatte, würde die taiwanesischen Truppe sicher auch gern annehmen. Zwar könnte sie gegen die chinesische Armee nichts ausrichten, aber die USA würde sich über einen weiteren Stellvertreter-Krieg sehr freuen. Zumal die ukrainischen Menschenreserven nicht unendlich sind. Gewiss verdiente die deutsche Außenministerin die US-amerkianische “Medal of Freedom“. Immerhin nähme sie sich dann die Freiheit, im pazifischen Raum an einem Krieg zu zündeln, den die USA fast so gern sähen, wie den ukrainischen.

Koalition der Billigen

Baerbock ist preiswert zu haben, denn für ihr aggressives, antichinesisches Geschwätz haben die USA ihr bisher keine Vorteile versprochen. Aber vielleicht wird sie, wenn sie sich lange genug anbiedert, doch noch Kanzlerin. Deutschland könnte dann in die Koalition der Billigen eingeordnet werden. Feindschaft mit China kostet ja nur wirtschaftliche Verluste.

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Dieser Beitrag wurde zuerst am 19.11.2022 auf dem Portal Rationalgalerie veröffentlicht.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bildquelle: Alexandros Michailidis / Shutterstock

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Kommentare (1)

Ein Kommentar zu: “Baerbock-Kurs

  1. Krieg und Sieg sind keine Lösung:

    Die NATO und Selenskyj hoffen auf einen Sieg. Der Weg dorthin bedeutet aber Krieg. Nicht nur, dass Krieg einen furchtbar hohen Preis hat und der Sieg im Regelfall diesen Preis nicht wert ist, sondern mit Krieg strebt man einen Sieg an und Sieg bedeutet, dass man der anderen Seite alles diktieren kann. Dies sollte aber nicht das Ziel sein, sondern Ziel sollte ein gerechter, fairer Deal sein, der die Interessen beider Seiten angemessen berücksichtigt.

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